PINTSCH TIEFENBACH GmbHLiquidiert
45549 Sprockhövel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Quast seit 4.10.2018 | Prokura |
Dirk Pieler seit 10.4.2017 | Geschäftsführer |
Rudo Grimm seit 19.12.2016 | Geschäftsführer |
Oliver Fellner seit 25.5.2009 | Prokura |
Achim Weirather seit 25.5.2009 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PINTSCH TIEFENBACH GmbH(vormals: Tiefenbach GmbH)SprockhövelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011Grundlagen Die PINTSCH TIEFENBACH GmbH, bisher eine Tochter-Gesellschaft der Hauhinco Maschinenfabrik G. Hausherr, Jochums GmbH & Co. KG, entwickelt, fertigt und vertreibt überwiegend standard- aber auch kundenspezifische Komponenten und Systeme der Leit- und Sicherungstechnik (LST) sowie Förder- und Zugbildungsanlagen für den schienengebundenen Güterverkehr. Staatliche, kommunale und private Bahnbetreiber setzen diese Produkte z.T. schlüsselfertig ein. Die in modularen Strukturen aufgebaute Produktpalette reicht von der Komponente Radsensor bis zur Prozesslösung der Zugbildungsanlagen unter Einbeziehung der Förderanlagen. Mit dem Produkt Elektrisch Ortsgestellte Weiche (EOW) ist die Tiefenbach insbesondere in den sogenannten Nebenbereichen der Deutschen Bahn AG und im Bereich der Privatbahnen stark vertreten. Geschäft, Marktstrukturen und Rahmenbedingungen Die, nach der Rezession zu verzeichnende, positive Entwicklung des Vorjahres setzte sich über das Geschäftsjahr 2010 nicht fort. Die Geschäftsentwicklung 2011 zeigte sich gegenüber dem Vorjahr, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, deutlich schwächer. Besonders in dem Geschäftsfeld Verkehrstechnik konnten die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen aufgrund der rückläufigen / stagnierenden Umsatzentwicklungen in China und Belgien nicht erfüllt werden. Der chinesische Markt war in 2011 durch eine restriktive Auftragsvergabepolitik aufgrund von Unfälle im Hochgeschwindigkeits-Zugverkehr und der Metro geprägt. In Belgien führte die verzögerte Regierungsbildung zu einer zeitlich verzögerten Freigabe öffentlicher Mittel, als Voraussetzung für die erwarteten Beauftragungen. Der Auftragseingang hat sich im Vergleich zum Vorjahr (ca. 12,1 Mio. EUR) im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von ca. 23,5 Mio. EUR annähernd verdoppelt. Zum Ende des Geschäftsjahres liegt der Auftragsbestand in Höhe von ca. 20,6 Mio. EUR auf dem Niveau des Stichtags des Vorjahres (ca. 20,1 Mio. EUR). Ertragslage Mit einem erzielten Umsatz in Höhe von ca. 22,1 Mio. EUR wurde der Vorjahresumsatz in Höhe von ca. 26,3 Mio. EUR nicht erreicht. Ursächlich ist hier die, in Folge der vorgenannten Entwicklungen, verzögerte Auftragsvergabe und die damit verbundene Verschiebung der Umsatzrealisierung in das nächste Geschäftsjahr. Der Erlösrückgang gegenüber dem Vorjahr betrug ca. 16 %. Die Exportquote lag mit ca. 21,5 % nur geringfügig über dem Vorjahreswert in Höhe von ca. 20,1 %. Der Exportschwerpunkt lag neben den USA auf den Märkten Schweiz, Belgien und China.
Das Rohergebnis umfasst Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwendungen. Die gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR gestiegenen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen in zwei Einzelfällen zurückzuführen. Nach Steuern erzielte Tiefenbach im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 638 TEUR nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.120 TEUR im Vorjahr. Liquiditätslage Die Finanzlage ist durch eine solide langfristige Finanzierung und weiterhin sehr hohe Liquidität geprägt. Die liquiden Mittel (inklusive jederzeit veräußerbare Wertpapiere) betragen am Bilanzstichtag 9,2 Mio. EUR (Vorjahr mit 9,0 Mio. EUR). Das Geschäftsjahr 2011 schließt mit einem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 739 TEUR (im Vorjahr ein Mittelabfluss in Höhe von 3,1 Mio.EUR) ab. Die Investitionstätigkeit führte zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe von 138 TEUR (Vorjahr 322 TEUR). Die Zugänge des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Ausleihungen im Bereich der Finanzanlagen. Die Liquiditätslage ist weiterhin gut. Nach wie vor werden Lieferantenverbindlichkeiten mit Skonti bezahlt. Im Berichtsjahr finanzierte sich Tiefenbach ausschließlich aus dem laufenden Geschäft. Darüber hinaus steht Tiefenbach zur Sicherstellung der Vorfinanzierung von Großaufträgen, zur Finanzierung weiterer Entwicklungen und zum Ausbau der eigenen Infrastruktur weiterhin ein in 2005 aufgenommenes Genussrechtskapital in Höhe von 3 Mio. EUR mit einer Gesamtlaufzeit von mindestens 7 Jahren zur Verfügung. Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von 23,2 Mio. EUR blieb gegenüber dem Vorjahr mit 23,5 Mio. EUR nahezu konstant. Das Eigenkapital beträgt 7,3 Mio. EUR und somit 31,7 % der Bilanzsumme gegenüber 34,1 % im Vorjahr. Zusammenfassend beurteilt Tiefenbach die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als gut. Mitarbeiter Zum Jahresende 2011 beschäftigte Tiefenbach 113 bzw. im Jahresdurchschnitt 113 Mitarbeiter (Vorjahresende 107 bzw. im Jahresdurchschnitt 108 Mitarbeiter). Der Personalaufwand, einschließlich des Zinsanteils der Pensionsrückstellung für die betriebliche Altersversorgung, lag mit 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR) im Durchschnitt bei 76,9 TEUR je Mitarbeiter und damit über dem des Vorjahres (75,4 TEUR). Der Anteil der betrieblichen Altersversorgung am Personalaufwand betrug 116 TEUR (Vorjahr 642 TEUR). Für ein technologieorientiertes Unternehmen wie Tiefenbach ist die Qualifikation der Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor, deren Sicherstellung durch die Fortbildung der Mitarbeiter mittels interne wie externe Qualifikationsmaßnahmen erfolgt. Forschung und Entwicklung Ausgereifte technische Lösungen, technologische Neuerungen und optimierte technische Verfahren bilden einen wesentlichen Grundpfeiler des Unternehmens Tiefenbach. Eine den Kunden- und Marktanforderungen gerecht werdenden Entwicklung von Produkten und Systemen stehen dabei im Vordergrund. Die in den Vorjahren begonnene Entwicklung eines modular aufgebauten Stellwerks und einer modular aufgebauten Stellwerkssoftware wurde in 2011 weitestgehend abgeschlossen. Als weiterer Schwerpunkt konnten die geplanten Meilensteine zur Weiterentwicklung der Zugbildungsanlagen erreicht werden. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Tiefenbach achtet in ihrer Produktion auf umweltverträgliche Verfahren und Prozesse und legt großen Wert auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Diese Verpflichtung findet sich in den beschriebenen Prozessen des QM & OHSAS Managementsystems wieder. Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu den Themen Umweltschutz und Arbeitssicherheit stellen eine erforderliche Sensibilisierung sicher. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 21. Dezember 2011 hat die Hauhinco KG als alleinige Gesellschafterin sämtliche Anteile an der Gesellschaft an die Pintsch Bamag GmbH, Dinslaken, veräußert. Die Übertragung wurde am 2. Januar 2012 wirksam. Die Gesellschaft gehört nunmehr zum Konzern der Schaltbau Holding AG, München, und firmiert seit dem 26. Januar 2012 unter PINTSCH TIEFENBACH GmbH. Ausblick Die Einschätzungen der konjunkturellen Entwicklung Deutschlands für das Jahr 2012 bewegen sich überwiegend in einem Korridor zwischen 0,5 bis 0,8 Prozent. Für die Europäische Wirtschaft erwarten 58 von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Finanz-Experten eine leichte Rezession. Neben den USA wird auch für China mit wirtschaftlichem Wachstum gerechnet. Die Erwartung an das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren (10,4 % im Jahr 2010, 9,2 % im Jahr 2011) erneut auf 7,5 % eingetrübt. Neben der Stabilisierung des heimischen Marktes wird der schon in den vorangegangenen Jahren vorangetriebene Ausbau der internationalen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2012 intensiviert. Die Märkte in den USA und China bilden hierbei das Hauptaugenmerk der Unternehmensstrategie. Tiefenbach erwartet für 2012und 2013 eine zum Berichtsjahr deutliche Steigerung der Gesamtleistung und ein entsprechend positives EBIT. Getragen bzw. unterstrichen wird diese Einschätzung, neben der bestehenden Planung, von der Aussicht, mit der PINTSCH BAMAG, Dinslaken, gemeinsam bzw. als Tochter am Markt auftreten zu können. Unabhängig von dem finalen Erscheinungsbild ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine durchgängig positive marktseitige Resonanz hinsichtlich des Gesellschafterwechsels zu verzeichnen. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Mit der Konzentration auf die besonderen Stärken in der Ausführung kleinerer und mittlerer Projekte hat sich die Gesellschaft einen anerkannten Status als kompetenter und zuverlässiger Vertragspartner und damit verbundener Chancen erarbeitet. So hat der Beitritt in den VDB (VERBAND DER BAHNINDUSTRIE IN DEUTSCHLAND E.V.) bereits im ersten Jahr der Mitgliedschaft gezeigt, dass besonders in Deutschland große Kooperationspotentiale in Technik und Vertrieb bestehen. Die sich hier bietenden Chancen will Tiefenbach nutzen. Die bestehenden Potentiale im Ausland sind im Vergleich zum heimischen Markt beeindruckend. Die eingeschlagene Vorgehensweise der Marktbearbeitung in überschaubarer Schrittfolge hat sich als richtig erwiesen. Angebahnte, in der Abwicklung befindliche und abgeschlossene Projekte in den Produktbereichen Achszählungen bzw. Rangiertechnik bestätigen dies. Die konsequente Markt- bzw. Kundenorientierung, die sich u. a. durch hohe Servicebereitschaft und Serviceleistung ausdrückt, kann und wird dazu genutzt, sich klar von Wettbewerbern zu unterschieden. Ein kontinuierlicher Ausbau dieser Fähigkeit wird von Tiefenbach als Chance verstanden, bestehende Marktanteile zu festigen und zu erweitern. Den sich aus System- bzw. Anlagengeschäften ergebenden Chancen stehen zum Teil aber auch Risiken entgegen. Mit zunehmender Projektgröße stehen im Inland zunehmend Finanzierungsmöglichkeiten des Bundes bei den potentiellen Auftraggebern im Vordergrund. Fragen der Finanzierung und eine restriktive Handhabung von Liquidität führen nicht selten zu Verschiebungen von Auftragsvergaben. Dies kann auch für 2012 nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Diesem Risiko wird durch einen verstärkten Ausbau der internationalen Aktivitäten begegnet. Den grundsätzlichen Risiken im Projektgeschäft, bestehend aus technischen oder kaufmännischen Fehlentwicklungen, wird mit einer konsequenten Verbesserung der Prozesse, wie beispielsweise der des Anforderungsmanagements, entgegen getreten. Die Weitergabe erfolgter Erfahrungen mittels Schulungen und Vorgaben durch Regelwerke des Qualitätsmanagements sichert die Abwicklung von Projekten. Dennoch können im Einzelfall Risiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die notwendige Vorhaltung von Ersatzteilen aufgrund bestehender Gewährleistungsfristen führt zu einem relativ hohen Lagerbestand, in Folge dessen es über regelmäßige Wertberichtigungen hinaus zu weiteren Wertberichtigungen im Vorratsvermögen kommen kann. Die finanziellen Risiken sind im Hinblick auf die Finanzkrise noch stärker in die innerbetriebliche Betrachtung gerückt. Möglichen Ausfallrisiken wird durch Bonitätsprüfungen begegnet. Erkennbare rechtliche Risiken aus Reklamationen, Garantieansprüchen, Schadensersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten werden durch Rückstellungen in der Bilanz berücksichtigt. Weitere Risiken werden durch Versicherungen begrenzt. Existenzgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen Wettbewerber verstärkt Marktanteile über den Preis zu generieren, um Marktteilnehmer vom Markt zu drängen, so dass im Einzelfall die Gefahr rückläufiger Preise und Margen wie auch der Verlust von Projekten besteht.
Sprockhövel, den 18. April 2012 PINTSCH TIEFENBACH GmbH Ulrich Nagorski Roland Schroeter Hans-Günther Zeutzius Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die PINTSCH TIEFENBACH GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, sowie der rechtsformspezifischen Vorschriften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Gemäß § 276 S.1 HGB wurden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen und die Posten Umsatzerlöse, Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, sonstige betriebliche Erträge sowie Materialaufwand zu dem Posten Rohergebnis zusammengefasst. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Der Plan verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann. Bewegliche Anlagengegenstände, die bis zum 31.12.2007 und in 2009 zugegangen sind, werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv abgeschrieben. Eine Umstellung von der degressiven Abschreibung auf eine gleichmäßige Verteilung des Restwertes auf die Restnutzungsdauer erfolgt in dem Jahr, in dem der Methodenwechsel zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt. Ab dem 01.01.2010 angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten, Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 150,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 150,00 und nicht mehr als € 1.000,00 werden bei Zugängen nach dem 31. Dezember 2007 nach Jahren getrennt in gesonderten Konten als Sammelposten erfasst. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel linear abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten beziehungsweise mit niedrigeren Wiederbeschaffungswerten. Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen, wie Frachten, Zölle, Skonti etc., werden entsprechend berücksichtigt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Risiken der technischen Veralterung und eingeschränkten Verwendbarkeit werden durch Abschläge berücksichtigt, deren Höhe in 2011 auf Angemessenheit überprüft wurde. Bereits gelieferte Erzeugnisse, die in Versuchsaufträge vor Ort eingehen, werden aufgrund eingeschränkter Verwendbarkeit mit entsprechenden Abschlägen versehen, darüber hinaus erfolgt kein Abschlag. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert, bzw. mit einem Zinssatz von 5,5 % auf den Stichtag abgezinst. Die allgemeinen und speziellen Risiken werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bei der Bilanzierung eines Disagios wird das Aktivierungswahlrecht nach § 250 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Über den Saldierungsbereich hinausgehende Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 %. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation von 3,0 % p. a. unterstellt. Die Rückstellung für Jubiläen wurde ebenfalls aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden in der Höhe gebildet, mit der die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs, der zweimal wöchentlich aktualisiert wird. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Fremdwährungsforderungen (alle mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. PINTSCH TIEFENBACH hat mehrere Großaufträge bzw. langfristige Aufträge mit Kunden im In- und Ausland in Bearbeitung. Nach erbrachten Teillieferungen, Teilleistungen und vorhandenen Kundenvereinbarungen nehmen wir wie in Vorjahren eine Fakturierung vor. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht in der Anlage zum Anhang dargestellt. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um verzinsliche Hinterlegungen mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Betrag in Höhe von EUR 1.345.000,00 (i. Vj. EUR 1.222.000,00) mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr. (3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 390.300,08 (i. Vj. EUR 442.996,28) bestehen aus Liefer- und Leistungsforderungen gegenüber der ausländischen Tochter der bisherigen Gesellschafterin. (4) Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 28.044,78 enthalten einen Unterschiedsbetrag gem. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 10.000,00. (5) Andere Gewinnrücklagen
Die Gutschrift betrifft die Verwendung des Vorjahresergebnisses gemäß Gesellschafterbeschluss. (6) Pensionsrückstellungen Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (T€ 2.008) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2011 wurden T€ 134 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf T€ 1.740. (7) Sonstige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Absicherung von Gewährleistungsansprüchen, Personalkosten sowie ausstehende Rechnungen. (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten entfallen auf
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind u. a. enthalten: nachrangiges Darlehen EUR 3.000.000,00 (i. Vj. EUR 3.000.000,00), Verpflichtungen aus Steuern von EUR 117.055,81 (i. Vj. EUR 134.723,67) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit (abzuführende Sozialabgaben) von EUR 48.399,18 (i. Vj. EUR 54.399,00). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Rohergebnis Im Rohergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.084 (i. Vj. T€ 80) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen (T€ 932). (2) Personalaufwand
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 4.541 (i. Vj T€ 3.970) enthalten im Wesentlichen Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen, Aufwendungen für den Einsatz von Fremdkräften sowie Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen zur Absicherung von Gewährleistungsansprüchen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 9 (i. Vj. T€ 12). Leistungsverrechnung im Konzern Zwischen der Hauhinco Maschinenfabrik G. Hausherr, Jochums & Co. KG (Hauhinco) und der Gesellschaft bestehen verschiedene Dienstleistungsverträge sowie ein Mietvertrag. Die Dienstleistungsverträge umfassen die Leistungen Verwaltung, Betriebsleitung, Versand, Arbeitsvorbereitung, Technik, EDV und Lager. Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft Erträge aus Konzernweiterverrechnungen in Höhe von TEUR 153 (i.Vj. TEUR 145), denen Aufwendungen aus Konzernweiterverrechnungen von TEUR 684 (i.Vj. TEUR 716) sowie Mietaufwendungen von TEUR 297 (i.Vj. TEUR 267) gegenüberstehen. Sonstige Angaben Die Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der Muttergesellschaft berücksichtigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Geschäftsführer
Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hauhinco Maschinenfabrik G. Hausherr, Jochums GmbH & Co. KG, Sprockhövel, 2011 einbezogen. Die Hauhinco KG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird an den Bundesanzeiger eingereicht. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag durch Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen auszugleichen.
Sprockhövel, den 18. April 2012 PINTSCH TIEFENBACH GmbH Ulrich Nagorski Roland Schroeter Hans-Günther Zeutzius Entwicklung des Anlagevermögens
"Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PINTSCH TIEFENBACH GmbH, vormals Tiefenbach GmbH, Sprockhövel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Essen, den 20. April 2012 PricewaterhouseCoopers
Thomas Hofmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Paul Abrams, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen