Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 94635
Eingetragen
29.10.2004
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten SchwerpunktGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit erlaubnisfreien Waren aller Art, insbesondere mit Obst und Lebensmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arif Bal
seit 19.4.2022
Geschäftsführer
Bilinc Isparta
seit 27.1.2010
Prokura
Celal Irgi
seit 29.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

16548 Glienicke/Nordbahn
200.000 €
84.35%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AC - EURO GIDA GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 20,00 20,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4,00 4,00
24,00 24,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.126.978,20 1.132.196,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.070.426,00 1.783.363,00
3. geleiteste Anzahlungen und Anlagen im Bau 273.270,22 139.897,46
3.470.674,42 3.055.457,36
3.470.698,42 3.055.481,36
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 3.282.190,00 3.413.284,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 409.507,99 399.692,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 101.303,37 55.930,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 76.240,00 80.000,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.586.968,85 1.740.770,52
2.174.020,21 2.276.393,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.074.238,84 1.003.938,68
7.530.449,05 6.693.615,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.045,03 13.120,52
11.013.192,50 9.762.217,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 237.250,00 237.250,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnvortrag 1.178.004,98 696.803,66
IV. Jahresüberschuss 58.009,73 481.201,32
1.498.264,71 1.440.254,98
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 235.737,54 104.573,71
2. sonstige Rückstellungen 126.249,00 104.881,00
361.986,54 209.454,71
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 540.130,04 861.011,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.916.239,18 6.806.646,65
3. sonstige Verbindlichkeiten 696.572,03 444.950,73
9.152.941,25 8.112.609,08
11.013.192,50 9.762.318,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 106.160.525,61 96.938.542,73
2. sonstige betriebliche Erträge 262.988,93 383.369,40
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -79.539.574,75 -74.159.735,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.911.486,07 -12.295.733,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.033.461,29 -2.650.119,11
-16.944.947,36 -14.945.852,40
5. Abschreibungen auf imaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -610.865,60 -569.203,69
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.993.524,39 -6.927.167,13
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.904,32 2.075,52
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -158.921,15 -51.975,73
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -769.230,93 -168.753,51
10. Ergebnis nach Steuern 426.354,68 501.299,77
11. sonstige Steuern -368.344,95 -20.098,45
12. Jahresüberschuss 58.009,73 481.201,32

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Firma

AC - EURO GIDA GmbH

Berlin

1. Allgemeine Angaben

Die AC-EURO GIDA GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 94635 B eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist der Groß- und Einzelhandel mit erlaubnisfreien Waren aller Art, insbesondere Obst und Lebensmittel.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) erstellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß§ 266 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt wie in den Vorjahren gemäß dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Im Einzelnen erfolgt die Bewertung wie folgt:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten bis 800,- € in analoger Anwendung der steuerlichen Erleichterungsvorschrift gemäß §6 Abs.2 EStG sofort abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Bei Anschaffungskosten unter 250,- € wurde der Vermögensgegenstand sofort als Betriebsausgabe berücksichtigt.

Vorräte

Der Ansatz der Vorräte erfolgte retrograd durch die Vornahme von Abschlägen - ausgehend von den Brutto-Verkaufspreisen vermindert um Skonti, Rabatte, Verpackungs- und Versandkosten, sonstige Vertriebskosten sowie anteilige Verwaltungs- und zurechenbare Fremdkapitalkosten - zwischen 18,87% und 27,06%. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, bzw. verminderter Gängigkeit ergeben, werden bei Bedarf durch weitere angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem 31. Dezember 2023 darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß§ 249 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ergeben sich aus dem beigefügten Anlagespiegel zum 31.Dezember 2023.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben, bis auf die Forderungen gegen Gesellschafter und die Forderungen an Herrn Ali Akin und Herrn Imam Aykal, eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 80) und die Forderungen an Herrn Ali Akin 30 T€ (Vorjahr 0 T€) und Herrn Imam Aykal von 210 T€ (Vj. T€ 200) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt laut Gesellschaftsvertrag € 237.250 ,-.

Das Eigenkapital wird zu 81,5% von Herrn Celal Irgi, Berlin, zu 3,8% von Frau Nuran Irgi, Berlin, zu 7,1% von Herrn Arif Bai, Berlin, zu 2,4% von Herrn Ali Riza Arman, Berlin, und zu 5,2% von Ali Turan, Berlin, gehalten.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden auf Basis des Jahresüberschusses 2023 ermittelt; der Verbrauch erfolgt in 2024.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 126 (Vorjahr T€ 105) betreffen im Wesentlichen die Abschlusskosten (T€ 30; Vorjahr: T€ 25) sowie die Kosten der Jahresabschlussprüfung (T€ 30; Vorjahr: T€ 25) für das Jahr 2023.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten betragen:

Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamt
ggb. Kreditinstituten 540.130,04 € 0,00€ 540.130,04 €
(Vorjahr) 595.746,88 € 265.264,82 € 861.011,70 €
aus Lieferungen u. Leistungen 7.916.239,18 € 0,00€ 7.916.239,18 €
(Vorjahr) 6.806.545,65 € 0,00 € 6.806.545,65 €
Sonstige 523.262,39 € 173.309,64 € 696.572,03 €
(Vorjahr) 444.950,73 € 0,00 € 444.950,73 €
davon aus Steuern 266.519,23 € 0,00 € 266.519,23 €
(Vorjahr) 274.291,13 € 0,00 € 274.291,13 €
davon im Rahmen d. Soz. Sicherh. 10.845,28 € 0,00 € 10.845,28 €
(Vorjahr) 9.894,79 € 0,00 € 9.894,79 €
sonstige 245.897,88 € 173.309,64 € 419.207,52 €
(Vorjahr) 160.764,81€ 0,00 € 160.764,81 €
8.979.631,61 € 173.309,64 € 9.152.941,25 €
(Vorjahr) 7.847.243,26 € 265.264,82 € 8.112.508,08 €

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen zum Stichtag T€ 106.161 (im Vorjahr T€ 96.939). Die Umsatzsteigerung ist mit den mittlerweile normalisierten Umsätzen des Lebensmittel-Einzelhandels nach der Corona-Pandemie zu begründen. Die Umsätze werden ausschließlich im Lebensmittel-Einzelhandel in Berlin erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kfz-Nutzung T€ 178 (Vorjahr 163 T€), Versicherungsentschädigungen T€ 20 (Vorjahr T€ 5), sowie Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz T€ 44 (Vorjahr T€ 54).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Miete in Höhe von T€ 2.945 (Vorjahr T€ 2.513), Werbe- und Reisekosten von T€ 361 (Vorjahr T€ 234) und Fahrzeugkosten von T€ 564 (Vorjahr T€ 450).

V. Sonstige Anhangsangaben gern. § 285 HGB

Anzahl der Arbeitnehmer gemäß §285 Nr.7 HGB:

Im Jahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 454 (Vorjahr 431) Arbeitnehmer als Angestellte ohne Geschäftsführer (3), Auszubildende (3) und Altersteilzeitkräfte beschäftigt.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr.10 HGB:

Die Geschäftsführung wurde von Herrn Celal Irgi, Berlin (Kaufmann), von Herrn Arif Bal, Berlin (Kaufmann) und Herrn Ali Turan, Berlin (Kaufmann) ausgeübt. Alle sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und alleinvertretungsberechtigt.

Bezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß §285 Nr.9 HGB:

Die Gesellschaft nimmt von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB:

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfung beträgt T€ 30.

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Am Stichtag bestanden Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB aus Bürgschaften in Höhe von T€ 225 (Vj. T€ 225).

Aus langfristigen Mietverträgen für die einzelnen Filialen ergeben sich zum 31.12.2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen im Gesamtbetrag von T€ 2.945.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 20.08.2024

Celal Irgi, Geschäftsführer

Arif Bal, Geschäftsführer

Ali Turan, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 93.950,11 0,00 0,00 0,00 93.950,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 145.438,00 0,00 0,00 0,00 145.438,00
239.388,11 0,00 0,00 0,00 239.388,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.371.585,79 30.415,00 0,00 0,00 1.402.000,79
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.356.959,25 862.295,90 161.161,05 7.058.094,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 139.897,46 133.372,76 0,00 0,00 273.270,22
7.868.442,50 1.026.083,66 0,00 161.161,05 8.733.365,11
8.107.830,61 1.026.083,66 0,00 161.161,05 8.972.753,22
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 93.930,11 0,00 0,00 93.930,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 145.434,00 0,00 0,00 145.434,00
239.364,11 0,00 0,00 239.364,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 239.388,89 35.633,70 0,00 275.022,59
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.573.596,25 575.231,90 161.160,05 4.987.668,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.812.985,14 610.865,60 161.160,05 5.262.690,69
5.052.349,25 610.865,60 161.160,05 5.502.054,80
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 20,00 20,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4,00 4,00
24,00 24,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.126.978,20 1.132.196,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.070.426,00 1.783.363,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 273.270,22 139.897,46
3.470.674,42 3.055.457,36
3.470.698,42 3.055.481,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die AC-EURO GIDA GmbH ist eine Einzelhandelskette in Berlin, die aufgrund ihrer Vielzahl an Filialen über einen respektablen Marktanteil verfügt.

Die Gesellschaft betreibt Einzelhandels-Filialen in Berlin, die Lebensmittel aller Art, insbesondere im sogenannten ethnischen Lebensmittelbereich vertreiben. Zu den Kunden zählen die Endverbraucher.

Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Kunden täglich und frisch mediterrane Lebensmittel zu fairen Preisen auf den Tisch bekommen.

Im Großhandel werden im Wesentlichen die selbständigen EURO GIDA-Supermärkte und die zur Gesellschaft gehörenden Supermärkte beliefert. Zum Stichtag betrieb die AC - EURO GIDA GmbH 14 Supermärkte mit einer Einzelhandelsfläche von 8.527 m 2. Dabei ist der Außenbereich, der für türkische Lebensmittelgeschäfte typisch ist, nicht mit eingerechnet.

Der Schwerpunkt der vertrieblichen Arbeit im Jahr 2023 lag unverändert in den Investitionen ins Marketing, um neue Zielgruppen anzusprechen. Durch Radiowerbung, wie zum Beispiel bei Metropol FM, Internetpräsenz und Werbekampagnen mit Newslettern sowie Werbung in Printmedien (z.B. B.Z.) wurde der Bekanntheitsgrad in Berlin weiter gesteigert.

Darüber hinaus erscheint die EURO GIDA - Kundenzeitschrift, u.a. mit Rezepten und kulturellen Informationen, die einem regionalen Wochenblatt monatlich beiliegt, bzw. kostenlos in den Filialen mitgenommen werden kann.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland sind seit Jahren von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Durch steigende Konkurrenz muss gerade auf diesem Sektor jedes Jahr neu auf die evtl. geänderten Wünsche der Kunden eingegangen werden. Die Wettbewerbskonzentration ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hoch und spiegelt sich durch die starke Verhandlungsposition der Handelskonzerne auf dem Markt wider.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland nahmen im Verlauf des vergangenen Jahres 2023 ab. Die Konjunktur entwickelte sich im Jahr 2023, bedingt durch den Ukraine-Krieg, dennoch entgegen der Prognose.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 0,3 % geringer als im Vorjahr.

Die Umsätze des deutschen Lebensmittelhandels stiegen aber nominal um 7,5 %.

Das verfügbare Einkommen privater Haushalte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 %.

Die Gesamtausgaben für Lebensmittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % gestiegen.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Gesellschaft lag im Jahr 2023 bei 106.161 T€ und damit knapp 10 % über dem Wert des Vorjahres. Die Umsatzsteigerung ist weiterhin mit den normalisierten Umsätzen des Lebensmittel- Einzelhandels nach der Corona- Pandemie zu begründen.

Der Gesamtumsatz verteilte sich wie in den Vorjahren auf fünf Hauptgruppen. Diese sind Fleisch- und Wurstwaren (ca. 30%), Obst und Gemüse (ca. 30%), Trockenprodukte inklusive Non-Food und Getränke (ca. 25%), Molkereiprodukte (ca. 10%) und Feinkost (ca. 5%). Saisonale Schwankungen sind unverändert in den Umsätzen zu verzeichnen.

Das Geschäft läuft mit unserem Produktsortiment, welches durch Ethno-Marketing hervorgehoben wurde, unverändert gut.

Durch gezielte Werbemaßnahmen und einem großen Sortiment an frischem Obst, Gemüse und frischem Fleisch konnten wir uns in einer unverändert harten Wettbewerbssituation besser positionieren. Unser Sortiment wird kundenfreundlich aufgestellt, präsentiert und angeboten; das bestätigen unsere Kunden. Dies ist auch auf den Service unserer vielen Mitarbeiter zurückzuführen.

Durch zusätzliche Marketingmaßnahmen konnte die Marke EURO GIDA in ihrer Bekanntheit weiterhin gestärkt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 58 T€ (Vorjahr: 481 T€). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg gegenüber dem Vorjahr von 702 T€ um 284 T€ auf 986 T€.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr um 9.222 T€ auf 106.161 T€. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2.118 T€ auf Grund von Gehaltserhöhungen und Neueinstellungen gestiegen.

Zum 31. 12. 2023 waren in den Bereichen Verkauf und Administration insgesamt 458 Mitarbeiter, davon 3 Auszubildende und 3 Geschäftsführer, tätig.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 42 T€ gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1.066 T€ gestiegen und belaufen sich auf 7.994 T€. Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch gestiegene Kosten in fast allen Bereichen zu begründen.

Finanzlage

Der Liquiditätsbedarf konnte trotz der Verlustsituation zum größten Teil aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Darlehen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden nur für Investitionen im Anlagevermögen aufgenommen. Die Finanzlage kann als gesichert angesehen werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich wieder verbessert, da insbesondere durch den stark gestiegenen Umsatz wieder ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Für die nächsten Jahre ist geplant, die Anzahl der Arbeitnehmer beizubehalten, da in 2024 eine neue Filiale eröffnet werden soll.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 6,5% (im Vorjahr 8,8%) der Bilanzsumme. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kontokorrent- Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 71,9% (im Vorjahr 69,7%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr stieg die Bilanzsumme von 9.762 T€ auf 11.013 T€. Die AC-EURO GIDA GmbH investierte im Geschäftsjahr 2023 1.021 T€ in Sachanlagen. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung und den Ausbau der Filialen Skalitzer Straße, sowie Lichtenrader Damm.

Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 416 T€ auf 3.471 T€ und beträgt 31,5 % der Bilanzsumme

Die Bilanz weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 1.498 T€ (im Vorjahr 1.440 T€) aus, was einer Eigenkapitalquote von 13,6 % (im Vorjahr 14,8 %) entspricht.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Rohertrag (Marge) heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 232 T€ (im Vorjahr 225 T€) und ist damit gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Rohertrag beläuft sich in 2023 auf 26.621 T€ (im Vorjahr 22.779 T€). Im Verhältnis zum Wareneinsatz beträgt die relative Marge 33,47 % (im Vorjahr 30,72 %) und blieb somit gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Die Erhöhung begründet sich aus den besser verhandelten Einkaufspreisen, die allerdings nicht an die Verbraucher weitergegeben wurden.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

D. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Für die AC-EURO GIDA GmbH sind Veränderungen des Konsumverhaltens oder sich verändernder Wettbewerb im Einzelhandel seit jeher von großer Bedeutung.

Für den Einzelhandel existiert das immanente Risiko, die Ansprüche der Kunden an Produktauswahl, Mitarbeiterservice und bestehendem Einkaufsambiente falsch einzuschätzen.

Darüber hinaus ist die bestehende Wettbewerbsstrategie permanent zu überprüfen, was auch die Lage der Standorte beinhaltet.

Dem Risiko eines Absatzrückgangs wird seit Jahren erfolgreich mit besonderer Preispolitik begegnet. Um den Kunden jederzeit attraktive und günstige Sortimente zu gewährleisten, werden Geschäftsbeziehungen zu vielen Lieferanten gepflegt.

Weiterhin wird permanent versucht, das Ambiente der Verkaufsräume durch Modernisierung zu verbessern.

Gewährleistungsansprüche bei Produktmängeln oder Forderungen aus dem Produkthaftungsgesetz werden vertraglich durch Vereinbarungen von Rückgriffsansprüchen gegenüber Lieferanten abgesichert.

Währungsrisiken spielen nur eine untergeordnete Rolle, da der Wareneinkauf fast ausschließlich im Euro- Raum getätigt wird.

Durch den seit Februar 2022 bestehenden Ukraine-Konflikt sind wir steigenden Einkaufspreisen und Energiekosten ausgesetzt. Da diese nur begrenzt an die Kunden weitergegeben werden können, sind weitere Einsparungspotenziale zu generieren, um negative Wirkungen auf die Finanz- und Ertragslage zu begrenzen. Die Energiekostenerhöhung wird sich auch in den Folgejahren auswirken.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Chancenbericht

Die Gesellschaft trifft in Berlin mit der erfolgreichen EURO GIDA-Marke die Bedürfnisse der Konsumenten. Durch die konsequente Ausrichtung des Handels auf die Bedürfnisse der Kunden kann EURO GIDA die Chancen im Markt nutzen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen der Lieferanten durch.

Zusätzlich sind wir bestrebt, unsere Produktivität auch in Zukunft durch kontinuierliche Prozess- und Kostenoptimierung zu verbessern.

E. Prognosebericht

Die Gesellschaft geht mittelfristig von einer Umsatzsteigerung von 2% bis 3% aus. Das entspräche Umsatzerlösen in Höhe von 108.284 T€ bis 109.345 T€. Preiskämpfe und steigende Kosten werden hier jedoch weiterhin auf die Ertragslage durchschlagen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit Umsatzerlösen in Höhe von 110.000 T€ und einem Jahresüberschuss von 300 T€. Daraus ergäbe sich ein Umsatz pro Mitarbeiter von ca. 240 T€ und ein Rohertrag von ca. 27.000 T€. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem Umsatz von 115.000 T€ aus bei in etwa gleichem Ergebnis wie im Jahr 2024 auf Grund der höheren Beschaffungs- und Energiekosten.

Zusätzlich soll auch in Zukunft Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forciert werden, um die positive Entwicklung der Gesellschaft zu unterstützen. Das seit Jahren erfolgreich durchgeführte Ethno- Marketing soll auch in den Folgejahren weiterhin ausgebaut werden, um neue Kundengruppen zu erschließen. Zusätzlich soll die Präsenz der Marke EURO GIDA auch in den sozialen Medien gefestigt werden. Präsenz auf Plattformen wie Facebook oder Instagram ermöglicht es Zielgruppen gezielt anzusprechen und mit dem Zeitgeist der sozialen Medien mitzugehen.

EURO GIDA hat auch in Zukunft den Anspruch, qualitativ hochwertige Produkte und Lebensmittel zu günstigen Preisen anzubieten. Dabei stellt die Frische der Lebensmittel einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Eine fortlaufende Anpassung der Produktpalette hinsichtlich der Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten sollen die Marktstellung der 15 Filialen weiterhin stärken und ausbauen.

Unsere kundenorientierte Verkaufspolitik bei kontinuierlicher Aktualisierung unserer Produktpalette soll die Stellung in diesem komplexen Marktumfeld sichern.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtlichen Entwicklungen trotz der angespannten Lage auf dem Beschaffungs- und Energiekostensektor auf Grund des Ukraine-Konflikts dennoch positiv.

Auch zukünftig werden wir immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

E. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Berlin, den 20.08.2024

Celal Irgi, Geschäftsführer

Arif Bal, Geschäftsführer

Ali Turan, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AC - EURO GIDA GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AC - EURO GIDA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AC - EURO GIDA GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 5. Dezember 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Dr. Dominic Sommerhoff, Wirtschaftsprüfer

Marc Jothann, Wirtschaftsprüfer

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