Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Autohaus Graser GmbH
Eschenbacher Straße 1, 92690 Pressath, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Gottfried Tretter seit 18.6.2025 | Prokura |
Alexander Rudolf Graser seit 23.6.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Graser GmbHPressathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die Autohaus Graser GmbH dient dem Geschäftszweck des Fahrzeughandels, dem Service und der Wartung der Fahrzeuge sowie dem Handel mit Ersatzteilen. Es bestehen Händlerverträge mit den Marke BMW. Das Autohaus Graser ist organisatorisch in vier Profitcenter aufgeteilt. Es handelt sich hierbei um den Verkauf Neue Automobile, Verkauf Gebrauchte Automobile, Service und den Teilevertrieb. Darüber hinaus wird ein Waschcenter geführt. Es besteht ein Standort in Pressath und eine Filiale in Grafenwöhr. Die Geschäftsprozesse sind standardisiert und in QMA- Anweisungen verankert. Der Absatz im Neuwagenverkauf wird zu einem großen Teil im eigenen Marktbeobachtungsgebiet generiert. Der Gebrauchtwagenmarkt wird zum Großteil auch überregional bedient. Die Zielgrößen für die Geschäftstätigkeit sind geprägt durch die strategische Ausrichtung als regional auftretendes Familienunternehmen. Darüber hinaus werden über Marktplattformen im Internet Kunden im gesamten Inland, wie auch dem europäischen Ausland betreut. Wichtigste Zielgröße ist die Kundenzufriedenheit und daraus resultierend die Kundenloyalität. Eine weitere Zielgröße ist die Unternehmensrentabilität, welche durch Kostenoptimierung und professionelle Kundenbetreuung in allen Geschäftsfeldern erreicht werden soll. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2023 kann wie folgt beschrieben werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um nur 0,7% höher. Die Entwicklung der globalen Automobilproduktion im letzten Jahr war geprägt von einem Bündel von Faktoren. Die Materialengpässe, die insbesondere im Bereich der Halbleiter die Produktion nach der Coronapandemie behindert hatten, treten langsam etwas in den Hintergrund. Dafür hat der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für dauerhaft hohe Energiepreise und damit zu einer seit den Siebzigerjahren nicht mehr dagewesenen Inflation geführt, die über Zweirundeneffekte die Budgets der Haushalte zusätzlich belastet hat. Damit hat sich die globale Automobilnachfrage schwächer als möglich entwickelt und konnte die Weltautomobilproduktion nur eingeschränkt beflügeln. Trotz der immer noch wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihre PKW-Inlandsproduktion im Jahr 2023 auf 4,1 Mio. PKW um 18% gegenüber dem Vorjahr steigern (VJ 12%). Die insbesondere in Europa und China, aber auch in den USA hochlaufende Produktion von E-Autos profitierte von den günstigen staatlichen Rahmenbedingungen (politisch, vorgegebene strenge CO 2 -Grenzwerte). Die positive Fertigungsentwicklung 2023 ist zu einem guten Teil dem E-Hochlauf geschuldet. Nahezu in allen wichtigen Produktionsländern hat es letztes Jahr ein deutliches Wachstum gegeben. Die höchsten Zuwächse verzeichnen die asiatischen Standorte. Pkw-Neuzulassungen in Deutschland waren im Jahr 2023 2,84 Mio., das sind 7,3% mehr als im Jahr 2022. Bei der Marke BMW wies die Neuzulassungsbilanz im Jahr 2023 ein Plus von 11,2% zum Vorjahr aus. Die BMW Group konnte im Jahr 2023 insgesamt fast 2,6 Mio. Fahrzeuge absetzen. Dies stellte einen neuen Rekord dar und im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um etwa 6,5%. Vor allem die Anzahl der ausgelieferten E-Fahrzeuge von BMW konnte gesteigert werden. Hier gab es 2023 fast 31% mehr verkaufte Fahrzeuge als noch 2022. Wesentlichen Einfluss auf die Absatzentwicklung hatten vor allem die Erfolgsmodelle BMW i4 und BMW iX1. Daneben erfreuten sich auch der BMW iX3 sowie der BMW iX unverändert großer Beliebtheit. Mit der Oberklasselimousine BMW i7 hielt zudem die Elektrifizierung Einzug in die oberen Modellreihen. Hinzu kam die neue Businesslimousine BMW i5 und BMW i5 Touring, die das Modellangebot an vollelektrischen Automobilen bereichert. 2.2 Geschäftsverlauf Die Autohaus Graser GmbH ist seit vielen Jahren Vertragshändler der BMW Group für die Marke BMW mit einem festen Marktbeobachtungsgebiet im Großraum Pressath, Grafenwöhr, Eschenbach, Kemnath, Erbendorf und Auerbach. Schwerpunkte unserer Geschäftstätigkeit sind der Handel mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen, sowie deren Service. Im Kerngebiet sind zahlreiche mittelständische Unternehmen angesiedelt. Nach wie vor prägen gute Kaufkraft und stabil niedrige Arbeitslosigkeit das Umfeld. Im Jahr 2023 konnte die Autohaus Graser GmbH wieder eine sehr gute wirtschaftliche Lage verzeichnen. Die Nachfrage nach BMW-Fahrzeugen blieb stabil und es konnten weiterhin beträchtliche Umsätze erzielt werden. Dies wurde u.a. auch möglich durch eine vorrausschauende Fahrzeugbeschaffung sowie durch eine ausreichende Vorratshaltung von Fahrzeugen. Dadurch konnten wir unsere Kunden auch in den Zeiten allgemeiner Lieferverzögerungen der Hersteller bedienen. Positiv hat sich auch ausgewirkt, dass wir uns bereits seit mehreren Jahren mit alternativen Antriebstechniken und deren Vertrieb beschäftigen. Durch unsere Geschäftspolitik, der starken Kundenorientierung, mit den Vorteilen eines Familienunternehmens, sind wir im Umfeld der großen Handelsketten von unseren Kunden gut akzeptiert und werden daher auch in den nächsten Jahren unsere gute Marktposition behaupten können. Wir beschäftigen qualifiziertes und überdurchschnittlich motiviertes Personal, welches durch permanente Schulungen und Weiterbildungen sowohl mit technischem Wissen wie auch der Kundenbehandlung fit gemacht wird. Wir konnten feststellen, dass wieder vermehrt Investitionen von Gewerbetreibenden getätigt werden. Der Markt mit Endverbrauchern/Privatkunden ist als leicht rückläufig zu bezeichnen. Die mit der BMW Group vereinbarten Verkaufsziele konnten zum Jahresende mit den Kundenzulassungen und den Erwartungen am Standort zu 100 % erfüllt werden. Der Gebrauchtwagensektor entwickelte sich sehr positiv. Durch die Verknappung des Angebots und steigende Transaktionspreise konnten gute Erträge erwirtschaftet werden. Die Markt- und Bestandsentwicklung erforderte eine konsequente Preispolitik was sich ebenfalls positiv auf die Ertragssituation auswirkte. Unsere Bestände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 8,54 % von 5.249 TEUR auf 4.801 TEUR vermindert. Die durchschnittlichen Standzeiten bis zum Verkauf der Gebrauchtwagen lagen in einem vertretbaren Rahmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 523 (VJ TEUR 742). Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 378 (VJ TEUR 548). 2.3 Darstellung, Analyse und Bewertung der Lage 2.3.1 Ertragslage Die Umsätze werden einerseits aus dem Verkauf von neuen und gebrauchten Automobilen, andererseits aus dem Service und Teilevertrieb generiert. Das Service- und Teilegeschäft spielt bei der Bewertung unseres Gesamterfolges nach wie vor eine entscheidende Rolle. Das besondere Augenmerk liegt deshalb auf der Kundenzufriedenheit und der Loyalität unserer Kunden. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 11,76% gesteigert. Der Rohertrag (= Umsatzerlöse abzüglich Materialeinsatz) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 324 auf TEUR 4.931 und beträgt 17,88% (Vorjahr 18,68%) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand (TEUR 2.170) hat sich um 6,63% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Ursachen dafür liegen bei den Lohnsteigerungen. Die Abschreibungen 2023 haben sich um 29 TEUR im Vergleich zum Jahr 2022 gesteigert. Sie betragen TEUR 223. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 1.857) liegen um 4,41% über denen des Vorjahres. Der Zinsaufwand hat sich aufgrund steigender Zinsen um TEUR 165 verteuert. Er beträgt TEUR 250. 2.3.2 Auftragslage Die Auftragslage kann bei allen vier Profitcenter als sehr gut bezeichnet werden. 2.3.3 Finanzlage Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Darlehen bestehen ausschließlich gegenüber deutschen Kreditinstituten und werden überwiegend variabel verzinst. Die Gesamtsumme der Darlehen beträgt TEUR 2.933 und entspricht ca. 34,89% der Bilanzsumme. Die Zinskonditionen der übrigen Bankverbindlichkeiten richten sich nach den aktuellen Marktkonditionen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 579 Investitionen vorgenommen. Davon entfielen TEUR 496 auf Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte sowohl mit Eigen- als auch mit Fremdmitteln. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 189 auf TEUR 1.127. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. 2.3.4 Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt ca. 12,79 % der Bilanzsumme. Der Vorratsbestand wurde um TEUR 448 vermindert. Er besteht größtenteils aus Neu- und Gebrauchtfahrzeugen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ca. 13,47% der Bilanzsumme. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Forderungsbestand um TEUR 285 auf TEUR 1.160. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 21 auf TEUR 233. Die Bankguthaben sowie Kassenbestände erhöhten sich um TEUR 189. Die Eigenkapitalquote konnte von 26,85% im Vorjahr auf 30,60% gesteigert werden. Rückstellungen senkten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 117 auf EUR 106, größtenteils wegen den zu erwartenden Steuernachzahlungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 6,38% der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 TEUR 8.609, im Vorjahr TEUR 8.404. 2.3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Als Basis für geschäftspolitische Entscheidungen wird der monatlich aktualisierte Händlerbetriebsvergleich genutzt. Dieser beinhaltet wesentliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus allen Profitcentern. Zur Beurteilung ihrer Leistungen zieht das Unternehmen die Kennziffern Gesamtleistung, Ergebnis nach Steuern und Umsatzrentabilität heran - Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11,76% erhöht. - Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 170 TEUR verringert. - Die Umsatzrentabilität beträgt 1,37% (Vorjahr 2,22%). 2.4 Gesamtaussage Die Gesamtleistung hat sich um 11,76% erhöht, die Gesamtleistung ist etwas höher als im Vorjahr prognostiziert. Das Ergebnis nach Steuern liegt etwas unter den Erwartungen. Die Renditen 2023 sind etwas geringer als erwartet. Es kann insgesamt von einem guten Geschäftsverlauf gesprochen werden. 3. Prognosebericht Das Unternehmen ist eine inhabergeführte Gesellschaft. Unsere Marktposition betrachten wir nach 60 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit am Standort als gefestigt. Im Marktbeobachtungsgebiet sind wir Segmentführer mit großem Abstand vor den Mitwettbewerbern Audi und Mercedes. Der Händlervertrag für BMW ist bis 2025 vereinbart. Bei unserer Planung gehen wir davon aus, dass trotz gestiegener politischer Unsicherheit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben und keine weiteren negativen Einflüsse von den Finanzmärkten auf uns zukommen werden. Das Modelljahr 2024 von BMW wird vielversprechend. Nach dem Erfolgsmodell BMW M3 CS steht mit dem BMW M4 CS ein weiteres Sondermodell der Hochleistungsklasse in den Startlöchern. Weitere Modellüberarbeitungen des BMW M3, BMW M4 und BMW M2 sind bereits angekündigt und folgen im Laufe des Jahres. Neben der Neuauflage des BMW 5er ergänzt der neue BMW i5 M60 xDrive Touring die Produktpalette von BMW M in der Oberklasse. Wir gehen davon aus, dass die sehr gut anhaltende Akzeptanz von BMW auch weiterhin anhält. Das Jahr 2024 wird erneut von guten Deckungsbeiträgen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft geprägt sein. Gute Margen erwarten wir ebenfalls weiterhin im Aftersales Geschäft. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen ähnlichen Jahresumsatz und ein ähnliches Betriebsergebnis wie im Jahr 2023. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht. Für die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens werden folgende Ziele festgelegt: Gesamtleistung: Für das kommende Geschäftsjahr wird ein ähnlicher Jahresumsatz und eine ähnliche Gesamtleistung wie im Vorjahr erwartet. Ergebnis nach Steuern: Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einer Verringerung des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 20% - 30% gerechnet. Umsatzrentabilität: Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einem geringen Rückgang der Umsatzrentabilität von in Höhe ca. 5% - 10% kalkuliert. 4. Allgemeiner Chancen - und Risikobericht Die Wettbewerbssituation am Kfz-Markt wird von uns genau beobachtet und analysiert. Dies gibt uns die Chance schnell auf Veränderungen zu reagieren. Angebote und Aktionen der Mitwettbewerber können rasch erkannt werden. Nach wie vor herrscht starker Preisdruck durch Wettbewerber vor allem der großen Handelsketten. Wir versuchen dies durch individuelle Kundenberatung zu egalisieren. Der Vertrieb von neuen Automobilen über das Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung und bringt entsprechenden Wettbewerb in die bestehenden Handelsstrukturen. Für 2024 gehen wir davon aus, dass Elektroautos weiterhin an Beliebtheit gewinnen und wir dadurch unseren Unternehmenserfolg weiter vorantreiben können. Der Gebrauchtwagenmarkt reagiert stark auf wirtschaftliche Veränderungen. Insbesondere sind Veränderungen der Auslandsmärkte relativ schnell spürbar. Der Ukrainekrieg führt weiterhin auf dem ohnehin schon angespannten Markt u.a. zu steigenden Kraftstoffpreisen. Offen ist, wie sich die Kraftstoffkosten entwickeln. Bei der Personalbeschaffung und -entwicklung in Schlüsselpositionen können sich ebenfalls Risiken sowie Kostensteigerungen ergeben. Die Autohaus Graser GmbH begrenzt diese Risiken durch Weiterbildungsmaßnahmen und Förderung von Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen. Die Exportumsätze unterliegen ggfs. dem Risiko von politischen Unabwägbarkeiten. Des Weiteren nimmt der globale Wettbewerbsdruck generell zu. Die chinesischen Hersteller drängen mit günstigen Preisen immer stärker auf den Weltmarkt. Vorrausichtlich müssen wir uns auf einen künftig schrumpfenden Automarkt in Deutschland einstellen. Die Auftragseingänge vermindern sich, die staatliche E-Auto-Förderung ist Vergangenheit und die Preise bewegen sich auf Rekordniveau. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für den deutschen Automarkt im laufenden Jahr mit einem Absatzminus von einem Prozent. 4.1 Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente: Das Unternehmen setzt als Finanzinstrumente Forderungen, Liquide Mittel und Verbindlichkeiten ein. Das Finanz-Management ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen bzw. mögliche Skontoabzüge auszunutzen und Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Unternehmen setzt auf konsequentes Forderungsmanagement bezüglich der Außenstände um Ausfallrisiken zu minimieren. 5. Spezieller Chancen- und Risikobericht Das Marktbeobachtungsgebiet ist nach Aussagen des Herstellers für das Jahr 2024 gesichert. Die Händlerverträge mit dem Hersteller BMW gelten bis zum 31.12.2025. Dies gibt kurzfristig Liefersicherheit im Neuwagengeschäft und wirkt sich auf den Service und Teilevertrieb positiv aus. Die Verträge haben aktuell eine Laufzeit bis 2025. In der Risikobetrachtung spielt das Gebrauchtwagengeschäft eine wichtige Rolle. Die Bestände können entsprechend der Marktlage zu Preisanpassungen veranlassen und müssen dann eventuell auch über das bisherige Maß abgewertet werden. Professionelle Inzahlungnahme-Prozesse sowie permanente Bestandskontrolle und Marktbeobachtung, mittels einer dafür angeschafften Marktbeobachtungs-Software (CarObserver), mindern dieses Risiko. Für Leasingrückläufer besteht mit der BMW Financial Services eine Vereinbarung zur Übernahme der Vertragsware. Dies birgt sowohl Veräußerungschancen als auch -risiken. In den vergangenen Jahren konnten die Chancen genutzt werden. Wir sehen deshalb für die Zukunft ein kalkulierbares Risiko. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt die Geschäftsleitung eine durchaus konservative Risikopolitik. Als Finanzinstrumente setzt die Gesellschaft folgende Zahlungskonditionen ein. Beim Verkauf von Fahrzeugen gilt Zahlung bei Übernahme. Bei Dienstleistungen ein Zahlungsziel von maximal 14 Tagen. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro. Als weiteres Finanzierungsinstrument bestehen im Wesentlichen kurzfristige Bankkredite. Diese wurden bei einer regionalen Geschäftsbank und der Bank des Herstellers aufgenommen. Zu allen Häusern bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Lieferantenverbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele, immer unter Ausnutzung von Skonto, bezahlt. Gleichzeitig stehen wir in einem ständigen Dialog mit unseren Hausbanken, mit denen wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. 6. Gesamtaussage In der Gesamtschau und Abwägung der Chancen und Risiken kann festgestellt werden, dass hinsichtlich der Innovationsstärke der Premiummarke BMW die Autohaus Graser GmbH weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken kann.
Pressath, den 27.03.2024 gez. Alexander Graser, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Angaben zum Unternehmen Die Firma Autohaus Graser GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden unter HRB 348 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Pressath. II. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 238 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den gesetzlichen Gliederungsschemata in § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr keinen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Bei Zugängen erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Abgänge wurden zum Buchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens verrechnet. Der Ansatz der Nutzungsdauer erfolgte grundsätzlich in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften, wobei die verkürzte Nutzungsdauer für IT-Wirtschaftsgüter nicht in die Handelsbilanz übernommen wurde. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Zugängen erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Abgänge wurden zum Buchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens verrechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Ansatz der Nutzungsdauer erfolgte grundsätzlich in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften, wobei die verkürzte Nutzungsdauer für IT-Wirtschaftsgüter nicht in die Handelsbilanz übernommen wurde. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Es wurde die Sofortabschreibungsgrenze in Höhe von EUR 800 berücksichtigt. Der Sammelposten geringwertiger Wirtschaftsgüter aus früheren Jahren wurde linear abgeschrieben. Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagespiegel. Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung stellen sich wie folgt dar:
Die Vorjahreswerte des Buchwerts sind dem Bilanzblatt zu entnehmen. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Wertberichtigungen angesetzt. Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:
Die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten ausgewiesen. Fremdwährungsposten wurden zu den am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben des Geschäftsjahres gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem gesellschaftsvertraglich vereinbarten Stammkapital und ist voll eingezahlt. Die Steuerrückstellungen im Vorjahr beziehen sich auf die Ertragssteuern des Vorjahres. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in der Höhe der zu erwartenden Verpflichtungen ausgewiesen. Sie beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Gewährleistungen, sowie rückständigen Urlaub. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu ersehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 4.658 durch Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen abgesichert. Daneben bestehen Drittsicherheiten in Form von Grundschuldeintragungen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB gewählt worden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 4 (VJ TEUR 23) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten. Im Personalaufwand sind Beträge in Höhe von TEUR 11 (VJ TEUR 11) für die Altersversorgung enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nach wirtschaftlicher Zuordnung 213 TEUR (VJ TEUR 270) variable Löhne und Gehälter, Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17 (VJ TEUR 37), sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 17 TEUR (VJ 0 TEUR) enthalten. V. Sonstige Erläuterungen a) Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB) Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 100 TEUR (VJ 100 EUR). Davon sind gesichert durch Zessionen, Sicherungsübereignungen und Verpfändungen 100 TEUR (VJ 100 TEUR). Das Risiko aus der Inanspruchnahme aus den Gewährleistungsverträgen wird aus den Erfahrungswerten vergangener Geschäftsjahre auch zukünftig als gering eingeschätzt. b) Latente Steuern (§274, 285 HGB) Latente Steuern ergeben sich aus dem abweichenden Ansatz des Anlagevermögens aufgrund unterschiedlicher Abschreibungen in Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 66 (VJ TEUR 72). Laut Berechnung ergeben sich zum 31.12.2023 latente Steuern in Höhe von TEUR 17 (VJ TEUR 19). Im Berichtsjahr wurden TEUR 2 aufgelöst. c) Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Die Gesamtverpflichtung nach § 285 Nr. 3a HGB beträgt zum 31.12.2023 TEUR 225 (ohne MWSt)/(VJ TEUR 199). d) Mitarbeiter (285 Nr. 7 HGB) Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 44 Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufteilung der Arbeitnehmer nach Gruppen stellt sich wie folgt dar:
e) Gesamtbezüge der Geschäftsführer (285 Nr. 9 HGB) Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane nach § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB in Anspruch. f) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und deren finanzielle Auswirkung (§ 285 Nr. 33 HGB): Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. g) Ergebnisverwendung (§285 Nr. 34 HGB) Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. h) Geschäftsführer (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführer während des Berichtsjahres war: Herr Alexander Graser, Kfz-Meister
Pressath, den 27.03.2024 gez. Alexander Graser, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Graser GmbH, Pressath Prüfungsurteile: Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Graser GmbH, Pressath - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Graser GmbH, Pressath für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeiten des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreterverantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Weiden, 27. November 2024 Weig
Wirtschaftsprüfung GmbH
Pius Stahl, Wirtschaftsprüfer Silvia Klier, Wirtschaftsprüferin Sonstige Offenlegungsvermerke 1. Hinweise nach § 328 Abs. 1 S. 1 letzter Hs. HGB Der offengelegte Jahresabschluss weicht wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen von dem mit dem Bestätigungsvermerk versehenen vollständigen Jahresabschluss ab. 2. Feststellung des Jahresabschlusses Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der Fassung des Prüfungsberichts vom 27. November 2024 wurde am 04.12.2024 festgestellt. |
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