FAI rent-a-jet AGLiquidiert

90411 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 12445
Vorher
FAI AIRSERVICE AktiengesellschaftFAI rent-a-jet Aktiengesellschaft
Eingetragen
19.4.1994
Branche
Vermietung von LuftfahrzeugenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die gewerbsmäßige, weltweite Beförderung von Personen und Frachten mit Luftfahrzeugen im Gelegenheitsverkehr sowie die Durchführung von Rettungs- und Arbeitsflügen mit Helicoptern und Betrieb von Alarmzentralen im In- und Ausland, sofern behördliche Auflagen dem nicht entgegenstehen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Die Gesellschaft kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen. Zum Gesellschaftszweck gehört auch die Geschäftsführung gleichartiger oder ähnlicher Unternehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Claus Probe
seit 7.1.2020
Prokura
Prokura
Martin Mühlmeyer
seit 12.1.2006
Vorstandsmitglied
Volker Lemke
seit 12.1.2006
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

FAI rent-a-jet AG

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

FAI RENT-A-JET AG, NÜRNBERG

Grundlagen

Geschäftsmodell

Die FAI rent-a-jet AG, im Weiteren auch Gesellschaft oder FAI genannt, ist in folgenden Geschäftsfeldern der Allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) tätig:

Special Missions:

Weltweiter Transport von Intensivpatienten per Ambulanz-Jet und Spezialflug-Logistik für NGOs in Krisengebieten.

Zum Bilanzstichtag waren 12 Flugzeuge in diesem Segment tätig.

VIP-Charter:

Hier handelt es sich um Bedarfs-Charter im Personenverkehr. Zum Bilanzstichtag waren hier zwei Jets vom Typ Global Express, eine Challenger 604 sowie ein Learjet 60 im Einsatz, wobei der Jet vom Typ Challenger 604 zum variablen Einsatz zur Verfügung stand.

Aircraft Management:

Aircraft Management bedeutet den gewerblichen Betrieb von Luftfahrzeugen auf eigene Rechnung, aber auf wirtschaftliches Risiko des Fremdeigentümers.

Zum Bilanzstichtag wurden drei Flugzeuge, davon ein Jet vom Typ Learjet 60XR und zwei Jets vom Typ Global Express (BD700) im Auftrag des jeweiligen Eigentümers betrieben.

Flugzeughandel und -leasing:

Die Gesellschaft befasst sich mit dem An- und Verkauf von Business Jets und bietet Käufern auch Leasing-Lösungen an. Im Berichtsjahr wurden drei Jets (zwei Learjet 60 + ein Challenger 604) angekauft, wovon einer (Challenger 604) im Berichtsjahr wieder verkauft wurde.

Die Flotte der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag insgesamt 20 Jets, wovon einer vom Typ BD700 aufgrund größerer durchzuführender Wartungsereignisse nicht im Einsatz war, sodass für 2018 entsprechend größere Kapazitäten zur Verfügung stehen werden. Die Flotte der Gesellschaft ist somit eingesetzt in den Bereichen VIP-Charter und Special Missions.

Ziele und Strategien

Die Gesellschaft möchte im Bereich Air Ambulance die bestehende Marktführerschaft weiter ausbauen und strebt in diesem Sektor für 2018 einen Umsatz von ca. Mio. EUR 50 an.

Im Bereich Aircraft Management ist das Ziel weitere Flugzeug-Eigner als Kunden zu gewinnen. Die beiden im Vorratsvermögen gehaltenen Flugzeuge des Typs Learjet 60 sollen in 2018 verkauft werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunktur bleibt zum Jahresende aufwärtsgerichtet. Für das Jahr 2017 zeichnet sich insgesamt ein starkes Ergebnis für das Bruttoinlandsprodukt ab. Die deutsche Konjunktur befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung (BIP) stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8% gestiegen. Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich ein starkes Jahresergebnis ab.

Die Weltwirtschaft gewinnt auf Jahressicht weiter an Fahrt. Die weltweite Industrieproduktion nahm im September erneut zu und setzte damit ihre aufwärtsgerichtete Entwicklung fort. Die globalen Stimmungsindikatoren spiegeln einen zunehmenden Optimismus wider. In den Industriestaaten setzte sich der konjunkturelle Aufschwung im dritten Quartal fort. Insgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft höher ausfallen als im Vorjahr. Die OECD rechnet in ihrem Ausblick vom November nun mit einem globalen Wachstum von 3,6%.

Nach der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank erhöhten sich die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen im Oktober 2017 in jeweiligen Preisen leicht um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Die positiven Signale der nationalen Indikatoren zur Außenwirtschaft sowie die weltwirtschaftliche Belebung deuten trotz zwei schwacher Monate auf eine weitere Expansion der deutschen Exporte hin.

Die dynamische Industriekonjunktur zeigt sich nahezu in allen Industriezweigen. Die Auftragseingänge, die bereits im dritten Quartal mit einer Rate von 3,7% sehr kräftig zunahmen, erhöhten sich nochmals im Oktober (+0,5%). Entsprechend hoch sind die Auftragsbestände. Das ausgezeichnete Geschäftsklima signalisiert eine Fortsetzung der positiven Entwicklung.

Der private Konsum war, gestützt auf eine gute Entwicklung von Einkommen und Beschäftigung, während des langen Aufschwungs der verlässliche Träger der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im dritten Quartal ging er saisonbereinigt erstmals seit dem vierten Quartal 2013 leicht um 0,1% zurück. Da Einkommen und Beschäftigung wieder zunehmen, die Konsumlaune positiv ist und sich das ifo Geschäftsklima für den Einzelhandel unverändert auf hohem Niveau bewegt, dürften die privaten Konsumausgaben weiter zunehmen.

Die Lage und der Ausblick am Arbeitsmarkt bleiben positiv. Die Erwerbstätigkeit wächst seit dem zweiten Quartal etwas moderater als im letzten Winterhalbjahr, im Oktober saisonbereinigt um 41.000 Personen. Damit waren zuletzt 650.000 Personen mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Die einschlägigen Frühindikatoren von BA, ifo und IAB signalisieren eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung gingen im November saisonbereinigt um 18.000 bzw. 21.000 Personen zurück. Nach Ursprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit auf 2,37 Mio. Personen, den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen; er könnte jedoch etwas schleppender verlaufen, weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von Integrations- und Sprachkursen nicht sofort auf dem Arbeitsmarkt Erfolg haben.

2.1.2 Branchenentwicklung

FAI ist als Nischenanbieter im Flugzeugchartermarkt von den allgemeinen Entwicklungen der Flugbranche nicht direkt betroffen. In den Bereichen Patiententransport und VVIP-Charter besteht eine unverändert rege Nachfrage nach solchen Charterdienstleistungen.

Der Aufbau des VVIP-Chartergeschäftes erfolgte seit 2009 kontinuierlich. Inzwischen umfasst die Flotte in diesem Bereich drei Ultralangstreckenflugzeuge vom Typ Global Express, eine Challenger 604 sowie ein Learjet 60XR.

Allerdings stagniert die Stunden-Preisentwicklung bei Charterflügen, was sich negativ auf die Erfolgsrechnung in diesem Segment auswirkt. Jedoch profitierte FAI von der aktuell günstigen Entwicklung des Ölpreises und dem damit günstigen Kerosinpreis.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2017 ging zufriedenstellend vonstatten und nahm für die Gesellschaft damit erneut einen positiven Verlauf. Die Geschäftsentwicklung darf weiterhin als konstant positiv betrachtet werden. Die Marktstellung der Gesellschaft konnte weiter gefestigt werden. Weltweit zählt FAI im Geschäftssegment ‹Internationaler Patiententransport› aufgrund der Flottengröße weiter zu den führenden Unternehmen der Branche. FAI nimmt dabei als wesentliche Aufgabe die gewerbsmäßige, weltweite Beförderung von Personen und Frachten mit Luftfahrzeugen im Gelegenheitsverkehr, insbesondere den weltweiten Transport von Patienten per Ambulanz-Jet, wahr.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 7.828 (Vorjahr: TEUR 6.516). Durch den, seit dem Geschäftsjahr 2016 bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft FAI Technik GmbH, wird der, bei der FAI Technik GmbH entstandene Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 546 in voller Höhe der Gesellschaft angerechnet. Das Ergebnis nach Gewinnübernahme beläuft sich deshalb auf TEUR 7.828.

2.2.1 Ertragslage

Es wurde ein Gewinn vor Steuern und Gewinnübernahme in Höhe von TEUR 11.046 (Vorjahr: TEUR 10.654) erzielt. Die Umsatzrendite lag, bezogen auf den Jahresüberschuss von TEUR 7.828 bei 11,0,% (Vorjahr: 8,7%).

Die um TEUR 3.627 gesunkenen Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Bereich Spezialflug-Logistik in Krisengebieten. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf höhere Kursgewinne sowie Erträgen aus Anlageverkäufen zurückzuführen. Die Reduzierung des Materialaufwands, des Personalaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 5.689 steht in direkter Verbindung mit dem Rückgang der Umsatzerlöse.

2.2.2 Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war sehr gut. Die Zahlungsmittel reduzierten sich zum Bilanzstichtag um TEUR 3.056 auf TEUR 3.956 (Vorjahr: TEUR 7.012). Die Reduzierung der Zahlungsmittel steht im Wesentlichen mit der Ausschüttung des Jahresergebnisses 2016 in Verbindung.

Im Geschäftsjahr bereits bestehende Kreditkonditionen als auch -linien werden bislang unverändert fortgeführt. Die Erfüllung von Zahlungszielen war nie gefährdet.

Das Unternehmen hat einen positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Aus Liquiditätsgründen wurden im Berichtsjahr für zwei seit längerem im Anlagevermögen befindliche Flugzeuge neue Finanzierungen aufgenommen. Die Höhe zum Stichtag beträgt TEUR 1.682.

Dagegen wurden zwei Finanzierungen vollständig zurückgeführt (TEUR 2.336).

Investitionen von wesentlicher Bedeutung sind für das Geschäftsjahr 2018 nicht geplant.

Ein bedeutender Einfluss von Währungskurseffekten besteht nicht, da den USD-Verpflichtungen, Einnahmen in USD in ähnlicher Höhe gegenüberstehen bzw. auch Finanzmittel in USD vorgehalten werden.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 56.136) auf TEUR 35.203 reduziert. Die Sachanlagen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der Abschreibung der Flotte von TEUR 25.141 in 2016 auf TEUR 17.820. Die unter anderem für die Flotte in Anspruch genommenen planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 6.918.

Auf der Aktivseite ist eine Erhöhung bei den Vorräten zu verzeichnen. Diese erhöhten sich von TEUR 2.468 in 2016 auf TEUR 4.004. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch den Zugang eines zum Ausschlachten erworbenen Challenger 604 zum Vorratsvermögen begründet, der als Ersatzteillager für die Challenger 604 Flotte der Gesellschaft dient. Außerdem wurden zwei, zum Weiterverkauf bestimmte, Learjet 60 erworben und als Zugang zum Vorratsvermögen verbucht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 7.282 in 2016 auf TEUR 5.579 reduziert.

Auf der Passivseite haben sich die Steuerrückstellungen um TEUR 3.513 auf TEUR 1.254 (Vorjahr: TEUR 4.767) reduziert. Außerdem haben sich die sonstigen Rückstellungen auf TEUR 1.245 (Vorjahr: TEUR 1.607) reduziert. Die Position der sonstigen Rückstellungen beinhaltet u. a. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 755.

Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 41.533 auf TEUR 23.168 reduziert. Zum einen ist dies begründet durch die Reduzierung der Verbindlichkeit gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter aus der Ausschüttung des Jahresergebnisses 2015 in Höhe von TEUR 12.443 und den entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus der damit in Zusammenhang stehenden Kapitalertragsteuer in Höhe von TEUR 4.457. Zum anderen reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Finanzierung der Flugzeugflotte um TEUR 5.816 auf TEUR 13.962 (Vorjahr: 19.778).

2.2.4 Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufriedenstellend dar.

2.3 Lage sowie finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatz-Entwicklung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Planwert von TEUR 80.000. Die Umsatzerlöse aus operativem Geschäft reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8% auf TEUR 71.165 (Vorjahr: TEUR 74.792).

In dem Bereich Ambulanzflug mit TEUR 44.137 (Vorjahr: TEUR 44.889) ist ein Umsatzrückgang von 1,7% zu verzeichnen. Der Bereich Charter/Management von Flugzeugen mit einer Steigerung von 12,6% entwickelte sich sehr positiv. Der Bereich Spezialflug-Logistik verzeichnete einen Umsatzrückgang von TEUR (7.525) auf TEUR 7.233 (Vorjahr: TEUR 14.758), was durch das reguläre Auslaufen von Langzeitverträgen mit NGOs begründet ist.

2.3.1 Eigenkapital

Die Eigenkapitalquote beträgt 26,4% (Vorjahr: 14,2%). Die künftige Unternehmensfinanzierung der Gesellschaft kann als gesichert bezeichnet werden, da die Gesellschaft einen positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Zudem sind flüssige Mittel in Höhe von TEUR 3.956 (Vorjahr: TEUR 7.012) zum Stichtag vorhanden.

2.3.2 Flotte

Die Flotte der Gesellschaft umfasste zum Bilanzstichtag 20 Jets, wobei 16 im Eigentum der Gesellschaft standen.

Umlaufvermögen

D-CFAL (Learjet 60)

D-CFAT (Learjet 60)

Anlagevermögen

D-AFAA (CL 604)

D-AFAB (CL 604)

D-AFAC (CL 604)

D-AFAD (CL 604)

D-AFAI (CL 604)

D-CFAF (Learjet 60)

D-CFAN (Learjet 60)

D-CFAX (Learjet 60)

D-CFAZ (Learjet 60)

D-CNUE (Learjet 60)

D-CPMU (Learjet 60)

D-CSIX (Learjet 60)

D-CSLT (Learjet 60)

D-CONU (Learjet 55)

Managementverhältnisse

Folgende Jets werden für Dritte betrieben:

D-AFAM (Global Express)

D-AFAU (Global Express)

D-AXTM (Global Express)

D-CLUZ (Learjet 60XR)

Die im Anlagevermögen der Gesellschaft stehende Flotte hatte zum Bilanzstichtag einen Buchwert von TEUR 16.526 (Vorjahr: TEUR 23.803) und war zu TEUR 101.726 (TUSD 122.000) versichert.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose

Die positive Umsatzentwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres lässt für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr erwarten. Der operative Plan-Umsatz 2018 beträgt TEUR 80.000 (inkl. Flugzeughandel). Folglich wird von einer leichten operativen Ergebnisverbesserung gegenüber 2017 ausgegangen.

Die Zukunftsprognose bezüglich des Umsatzes resultiert aus der in 2016 erfolgten Anpassung der Flugzeugflotte und einer weiterhin geplanten gesteigerten Auslastung der Flotte. Die Gesellschaft ist weitestgehend unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage. Volkswirtschaftliche Größen, wie das Bruttoinlandsprodukt sowie die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Allgemeinen, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Diese Unabhängigkeit beruht weiterhin auf langfristigen Rahmenverträgen u. a. mit NGO's und Versicherungsgesellschaften. Allerdings kann sich die Entwicklung auf dem allgemeinen Reisemarkt, z. B. bei nachlassender Reisetätigkeit der europäischen Bevölkerung, direkt auf das Ambulanzflugaufkommen auswirken.

Da es sich um eine Zukunftsprognose handelt, ist darauf hinzuweisen, dass die geplanten Werte durch nicht vorhersehbare Entwicklungen abweichen können und daher mit Unsicherheiten behaftet sind.

3.2 Chancen

Chancen für die Gesellschaft im nächsten Jahr werden sowohl in einem moderaten Ausbau der Sparte Spezialflug-Logistik, als auch im Wachstumsmarkt Ambulanzflug gesehen. Per Bilanzstichtag war ein Learjet vom Typ 60 fest an eine NGO in Dakar verchartert.

Der Vertrag für Dakar/Senegal hat eine feste Laufzeit bis Dezember 2018 mit zwei Verlängerungsoptionen für jeweils ein Jahr. Für weitere Verträge sind aktuell Bieterverfahren in Gange.

Durch die langjährige Erfahrung der Gesellschaft mit NGO-Missionen bestehen gute Chancen auf den Abschluss neuer Verträge.

Die bestehende Geschäftspolitik wird weiter verfolgt. Änderungen hierbei sind nicht vorgesehen.

3.3 Risiken

Hinsichtlich der Risiken bleibt festzuhalten, dass außer den allgemeinen Branchenrisiken und den gesamtwirtschaftlichen Risiken derzeit keine besonderen Risiken bekannt sind. Aufgrund der Marktstellung der Gesellschaft und teilweisen mittelfristigen Vertragsbindungen mit den wichtigsten Kunden werden diese Risiken als gering eingestuft und hätten bei Eintritt nur eine unwesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Das Währungsrisiko USD/EUR ist als gering einzuschätzen, zumal bei der Gesellschaft den USD-Verpflichtungen Einnahmen in USD in ähnlicher Höhe gegenüberstehen. Ein weiteres Risiko kann in steigenden Spritpreisen bestehen, wenn derartige Preiserhöhungen an die Kunden nicht weitergegeben werden können.

Weitere Risiken in Bezug auf Finanzinstrumente werden nicht gesehen.

Verweis auf Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG

Im Hinblick auf bestehende Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde vom Vorstand der erforderliche Bericht gem. § 312 AktG erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält:

"Als Vorstand der FAI rent-a-jet AG erklären wir hiermit, dass nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte durchgeführt und Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

 

Nürnberg, den 28. Februar 2018

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2017

FAI RENT-A-JET AG, NÜRNBERG

AKTIVA

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 17.888.365,67 25.200.173,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.237,51 28.735,51
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.237,51 28.735,51
II. Sachanlagen 17.819.659,16 25.140.969,20
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.803.565,16 25.140.969,20
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.094,00 0,00
III. Finanzanlagen 30.469,00 30.469,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.469,00 30.469,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 16.671.085,43 30.136.714,93
I. Vorräte 4.004.424,31 2.467.621,90
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.580.309,11 2.457.621,90
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 10.000,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.424.115,20 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.710.751,44 20.657.218,94
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.579.349,13 7.282.350,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.575.054,35 12.530.063,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.556.347,96 844.804,67
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.955.909,68 7.011.874,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 643.987,30 799.072,06
  35.203.438,40 56.135.960,70

PASSIVA

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. EIGENKAPITAL 9.296.823,23 7.968.634,76
I. Gezeichnetes Kapital 1.250.000,00 1.250.000,00
II. Kapitalrücklage 28.229,70 28.229,70
III. Gewinnrücklagen 96.770,30 96.770,30
IV. Bilanzgewinn 7.921.823,23 6.593.634,76
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.498.321,58 6.373.454,05
1. Steuerrückstellungen 1.253.740,06 4.766.952,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.244.581,52 1.606.502,05
C. VERBINDLICHKEITEN 23.167.861,20 41.532.762,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.961.506,58 19.777.522,10
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 678.612,36 253.203,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.943.590,62 3.347.799,93
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.950.518,58 12.442.714,96
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.633.633,06 5.711.522,53
- davon aus Steuern: EUR 132.843,12 (Vorjahr: EUR 4.821.831,43)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 16.096,59 (Vorjahr: EUR 13.917,80)    
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 240.432,39 261.109,37
  35.203.438,40 56.135.960,70

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017

2017
EUR
2016
EUR
1. Umsatzerlöse 71.164.550,87 74.791.656,54
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.000,00 425.878,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.412.770,76 4.938.450,86
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.938.092,05 (Vorjahr: EUR 2.011.360,14)    
4. Materialaufwand -39.462.420,30 -44.351.009,28
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.082.814,96 -10.988.883,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.379.605,34 -33.362.125,40
5. Personalaufwand -8.178.771,55 -8.503.623,64
a) Löhne und Gehälter -7.123.068,01 -7.404.791,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.055.703,54 -1.098.832,59
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3,50)    
6. Abschreibungen -6.940.244,57 -4.292.701,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.769.308,83 -12.244.484,07
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.395.432,40 (Vorjahr: EUR 2.481.253,49)    
8. Betriebsergebnis 11.216.576,38 10.764.167,09
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 545.923,49 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 343.479,85 236.813,20
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 316.580,75 (Vorjahr: EUR 236.251,27)    
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -935.268,85
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -514.065,15 -347.439,85
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon aus Abzinsung: EUR 962,74 (Vorjahr: EUR 971,10)    
13. Finanzergebnis 375.338,19 -1.045.895,50
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.707.304,20 -3.150.919,04
- davon aus latenten Steuern: EUR 20.676,98 (Vorjahr: EUR 269.035,40)    
15. Ergebnis nach Steuern 7.884.610,37 6.567.352,55
16. Sonstige Steuern -56.421,90 -50.991,90
17. Jahresüberschuss 7.828.188,47 6.516.360,65
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 93.634,76 77.274,11
19. Bilanzgewinn 7.921.823,23 6.593.634,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

FAI RENT-A-JET AG, NÜRNBERG

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Angaben zur Gesellschaft

Die Gesellschaft FAI rent-a-jet AG mit Sitz in Nürnberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 12445 eingetragen.

2. Generalnorm

Dem Jahresabschluss der FAI rent-a-jet AG zum 31. Dezember 2017 liegen die Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) zugrunde.

3. Darstellungsstetigkeit

Die Darstellungsstetigkeit ist gewahrt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB erstellt.

Gliederung

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Ansatzwahlrechte

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt.

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Der Sachanlagengruppe andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Nutzungsdauern von bis 23 Jahren zugrunde gelegt.

Die Abschreibung auf die Zugänge der selbständig nutzbaren beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens wurde zeitanteilig auf volle Monate berechnet. Bei geringwertigen Anlagegütern, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils EUR 410 nicht übersteigen, wurde ab 01.01.2010 der Sofortabzug in Anspruch genommen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Zudem wurden Wertberichtigungen aufgrund von Gängigkeitsabschlägen berücksichtigt.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach der Ausfallwahrscheinlichkeit. Des Weiteren wurde eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 0,5% auf den einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand vorgenommen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt und gemäß § 274 Abs. 1 HGB saldiert ausgewiesen. Latente Steueransprüche und -schulden werden gemäß dem bilanzorientierten temporary-concept mit dem Betrag ausgewiesen, in dessen Höhe eine zukünftige Steuerbelastung bzw. Steuerentlastung zu erwarten ist. Die latenten Steueransprüche und -schulden werden auf der Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze ermittelt, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig sind.

Die Ursache der Steuerlatenzen ist auf die unterschiedliche Bewertung von Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr im Handelsrecht zum Stichtagskurs (§ 256a HGB) und im Steuerrecht zu den Anschaffungskosten (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 und § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG) zurückzuführen. Die Bewertungsdifferenz führt bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu einer passiven Steuerabgrenzung. Zudem erfolgte in der Handelsbilanz eine Abzinsung der Archivierungsrückstellung und der Rückstellung für Aufwendungen im Zusammenhang mit Betriebsprüfungen, welche steuerlich nicht vorgenommen werden darf bzw. mit einem anderen Zinssatz zu erfolgen hat. Aus den unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen einer in Vorjahren gebildeten und mittlerweile übertragenen Rücklage für Ersatzbeschaffung ergaben sich passive latente Steuern. Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von 32,17 % zugrunde gelegt.

RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt unter Beachtung des Niederst- bzw. Höchstwertprinzips im Sinne des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

4. Eventualverbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Verpflichtungen der Begünstigten.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Gesellschaft ist unter Nummer 6 der Sonstigen Angaben Bestandteil dieses Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Lieferung und Leistung (TEUR 347) und sonstige Forderungen (TEUR 120) gegenüber der Schwestergesellschaft FAI Asset Management GmbH und einem Verrechnungskonto mit dem Tochterunternehmen FAI Technik GmbH (TEUR 1.108). Die Forderung aus Gewinnabführung an die Organgesellschaft FAI Technik GmbH (TEUR 546) wurde über das Verrechnungskonto ausgeglichen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter dieser Position (TEUR 1.556) werden Forderungen an Versicherungen (TEUR 749), Forderungen aus Steuern (TEUR 296), geleistete Anzahlungen und Kautionen (TEUR 342), debitorische Kreditoren (TEUR 61) sowie Forderungen aus Zahlungen an Flight Crews (TEUR 35) ausgewiesen.

Restlaufzeiten

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben die an die FAI Asset Management GmbH geleisteten Kautionen in Höhe von TEUR 120 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die wirtschaftlich das Jahr 2018 betreffen.

4. Eigenkapital

Ausgegebenes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 1.250.000 ist eingeteilt in 50.000 Namensaktien zu je EUR 25.

Gewinnrücklage

In den Gewinnrücklagen ist eine gesetzliche Rücklage von EUR 96.770,30 enthalten.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Gewinnvortrag 01.01.2017 6.593.634,76 EUR
Gewinnausschüttungen 6.500.000,00 EUR
Jahresüberschuss 2017 7.828.188,47 EUR
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 EUR
Bilanzgewinn 31.12.2017 7.921.823,23 EUR

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (TEUR 201), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 7), Rückstellungen für Prozess- (TEUR 61) und für Archivierungskosten (TEUR 45) sowie die Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 46).

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich gemäß folgender Tabelle:

Restlaufzeit
Insgesamt EUR bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.961.506,58 5.152.395,63 8.809.110,95 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 678.612,36 678.612,36 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.943.590,62 3.943.590,62 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.950.518,58 2.950.518,58 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.633.633,06 1.633.633,06 0,00 0,00
Summe 23.167.861,20 14.358.750,25 8.809.110,95 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ausschließlich Flugzeugfinanzierungen. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus planmäßigen Tilgungen sowie einer außerplanmäßigen Tilgung in Folge eines Flugzeugverkaufs.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.951) wird neben laufenden Verbindlichkeiten (TEUR 1) die restliche Verpflichtung gegenüber der Axtmann Aviation Holding GmbH aus der in 2017 beschlossenen Dividendenausschüttung des Jahresergebnisses 2016 ausgewiesen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Boniverpflichtungen (TEUR 835), Betriebskostenvorauszahlungen und Kautionen von Managementkunden (TEUR 418), aus kreditorischen Debitoren (TEUR 163) sowie aus Steuern (TEUR 133) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen und eingetragene Pfandrechte im Register für Pfandrechte an Luftfahrzeugen der jeweilig finanzierten Flugzeuge besichert.

7. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestand noch folgende Bürgschaft der Gesellschaft:

Bürgschaft über TEUR 160 gegenüber der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH zugunsten der FAI Technik GmbH. Die Gesellschaft bürgt für die Bezahlung der Kreditkartenrechnungen der FAI Technik GmbH.

Bei dieser Bürgschaft handelt es sich um eine Bürgschaft zugunsten eines verbundenen Unternehmen. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von der Gesellschaft nach augenblicklichen Erkenntnissen bezüglich der Erfolgs- und Liquiditätslage der Gesellschaften erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Weitere Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr durch Entlassung aus der Mithaft oder durch Verkauf der besicherten Vermögensgegenstände durch den Begünstigten erloschen.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt TEUR 7.542. Hiervon entfallen TEUR 6.660 auf Leasing- und Mietverträge mit der FAI Asset Management GmbH, einer Schwestergesellschaft der FAI rent-a-jet AG, welche zum Bilanzstichtag einen Hangar an die Gesellschaft vermietet. Des Weiteren entfallen Zahlungen für Untermiete in Höhe von TEUR 694 auf die FAI Technik GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der FAI rent-a-jet AG. Die Leasingverpflichtungen gliedern sich wie folgt:

TEUR
Pkw 112
Immobilien 7.030
Sachanlagen 400
Summe 7.542

Der Ausweis der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt mit dem Nettobetrag.

Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind fällig:

TEUR
Kleiner 1 Jahr 1.081
Zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 3.401
Über 5 Jahren 3.060
Summe 7.542

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres (TEUR 71.165) entfielen mit TEUR 44.137 auf den Bereich Ambulanzflug, mit TEUR 7.233 auf den Bereich NGO-Transport sowie mit TEUR 11.846 auf Charter/Management und mit TEUR 7.948 auf sonstige Leistungen.

2. sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus außergewöhnlichen Schadensersatzleistungen der FAI Technik GmbH aus Verzögerungen bei einem Projekt (TEUR 540) sowie Erträge aus Weiterberechnungen an Piloten (TEUR 212) ausgewiesen. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge enthalten, bei denen es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Verkauf von Flugzeugen des Anlagevermögens (TEUR 2.527), um Kursgewinne (TEUR 2.938) sowie um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 43) handelt.

3. Materialaufwand

Während Ersatzteil- (TEUR 873) und Treibstoffkosten (TEUR 8.359) sowie Kosten für die Beschaffung eines noch im Berichtsjahr weiterverkauften Flugzeugs des Umlaufvermögens (TEUR 2.434) die hauptsächlichen Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 12.083 darstellen, fielen Kosten für Reparatur, Wartung und Instandhaltung (TEUR 12.848), Flughafen- und Landegebühren (TEUR 6.014) sowie für Subcharter (TEUR 2.117) als wesentliche Aufwendungen für bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 27.380 im Geschäftsjahr 2017 an. Die Verringerung des Aufwands für Flugzeuganmietung (TEUR 525) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.245) ist auf den erstmalig ganzjährig wirksamen Effekt des Kaufs der Flugzeuge von der FAI Asset Management GmbH in 2016 zurückzuführen.

4. sonstige periodenfremde betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde und neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.71 enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Kursverluste (TEUR 2.395) sowie um die Zuführung zu Wertberichtigungen bzw. um Forderungsverluste (TEUR 320).

5. Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar für den Abschlussprüfer belief sich mit TEUR 34 auf Abschlussprüfungs-, mit TEUR 11 auf Steuerberatungs- und mit TEUR 14 auf sonstige Leistungen.

6. Nachtragsbericht

Im Februar und März 2018 verkaufte die Gesellschaft je ein Flugzeug vom Typ Learjet 60 aus ihrem Umlaufvermögen.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im laufenden Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 125 Angestellte beschäftigt. Davon entfielen auf Angestellte 114, auf Azubis 1 und auf leitende Angestellte 10.

2. Organmitglieder

Vorstand

Zu den Vorständen der Gesellschaft sind im Berichtsjahr bestellt:

Frau Andrea Dippacher, Betriebswirtin,

Herr Martin Mühlmeyer, Kaufmann,

Herr Volker Lemke, Rettungsassistent,

Herr Nico Lange, Rechtsanwalt (bis 28.11.2017),

Herr Peter Oncken, Rechtsanwalt (seit 28.11.2017).

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Berichtsjahr:

Dr. Siegfried Axtmann,selbstständiger Ingenieur bei Dr. Siegfried Axtmann Ingenieurbüro, Nürnberg, Vorsitzender,

George Koulouris, Investment Manager bei Toscafund Asset Management LLP,London, UK

Michael Axtmann, MSc Finance, Angestellter bei FAI Technik GmbH, Nürnberg (Aufsichtsrat bis 29.05.2017),

Mahmood Hashim Al Kooheji, CEO bei Bahrain Mumtalakat Holding Company, Manama, Bahrain (Aufsichtsrat vom 30.05. bis 18.09.2017),

Ahmed Al Aseeri, Investment Manager bei Bahrain Mumtalakat Holding Company, Manama, Bahrain (Aufsichtsrat seit 18.09.2017).

3. Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr TEUR 518. Die Vergütungen für den Aufsichtsrat beliefen sich auf TEUR 8.

4. Angabe von Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft des größten Konsolidierungskreises und des Mutterunternehmens des kleinsten Konsolidierungskreises

Die Gesellschaft ist mittelbar über die Alleingesellschafterin Axtmann Aviation Holding GmbH mit Sitz in Nürnberg, Deutschland, ein verbundenes Unternehmen der Axtmann Holding GmbH mit Sitz in Berlin, Deutschland, als oberstes Mutterunternehmen.

5. Organschaften

Durch den am 07.07.2016 mit der FAI Technik GmbH für die Dauer von fünf Jahren geschlossenen Gewinnabführungsvertrag ist die FAI rent-a-jet AG mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 die Organträgerin derselbenDarüber hinaus bestand für das Jahr 2017 eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen beiden Gesellschaften, ebenfalls mit der FAI rent-a-jet AG als Organträgerin.

6. Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20% besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:

Name und Sitz % Anteil
EUR
Eigenkapital 31.12.2017
EUR
Jahresergebnis 2017
EUR
FAI Technik GmbH, Nürnberg 100,0 25.000,00 239.645,96 0,00

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.921.823,23 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Angabe der Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt worden sind

Die Alleinaktionärin Axtmann Aviation Holding GmbH mit Sitz in Nürnberg, Deutschland, hält zum Bilanzstichtag eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 20 Abs. 4 AktG an der Gesellschaft.

 

Nürnberg, den 28.Feburar 2018

FAI rent-a-jet AG

Andrea Dippacher, Vorstand

Volker Lemke, Vorstand

Martin Mühlmeyer, Vorstand

Peter Oncken, Vorstand

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.961,98 31.506,58 0,00 0,00 241.468,56
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.688.720,47 244.777,99 4.705.720,50 11.165,00 36.238.942,96
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.259,00 0,00 -11.165,00 16.094,00
  40.688.720,47 272.036,99 4.705.720,50 0,00 36.255.036,96
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.469,00 0,00 0,00 0,00 30.469,00
  40.929.151,45 303.543,57 4.705.720,50 0,00 36.526.974,52
Abschreibungen
Stand am 1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 181.226,47 22.004,58 0,00 203.231,05
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.547.751,27 6.918.239,99 4.030.613,46 18.435.377,80
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  15.547.751,27 6.918.239,99 4.030.613,46 18.435.377,80
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  15.728.977,74 6.940.244,57 4.030.613,46 18.638.608,85
Buchwerte
Stand am 31.12.2017
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.237,51 28.735,51
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.803.565,16 25.140.969,20
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.094,00 0,00
  17.819.659,16 25.140.969,20
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.469,00 30.469,00
  17.888.365,67 25.200.173,71

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FAI rent-a-jet AG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 28. Februar 2018

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Morgenroth, Wirtschaftsprüfer

Reßler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2017

Der Aufsichtsrat hat sich satzungsgemäß und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen über die Tätigkeit des Vorstandes informiert und dabei keine Umstände festgestellt, die Zweifel an einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung aufkommen lassen.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Gleichzeitig beantragt der Aufsichtsrat die Entlastung desselben durch die Hauptversammlung.

 

Nürnberg. den 10.07.2018

Dr. S. Axtmann, Vorsitzender

Die Hauptversammlung hat am 10.07.2018 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 festgestellt und eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 7.800.000,00 beschlossen. Das verbleibende Ergebnis (Jahresüberschuss inkl. Gewinnvortrag) in Höhe von EUR 121.823,23 wir auf neue Rechnung vorgetragen.

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