Joh. Clouth GmbH
Industriestraße 25, 97483 Eltmann, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Strik seit 29.9.2025 | Geschäftsführer |
Hans-Jörg Holz seit 13.3.2025 | Prokura |
Johannes Günther seit 13.3.2025 | Prokura |
Daniel Brunner seit 13.3.2025 | Prokura |
Jörg Dr. Koßmann seit 24.8.2023 | Geschäftsführer |
Dennis Alles seit 3.7.2023 | Prokura |
Kai Modtler seit 14.10.2022 | Geschäftsführer |
Stefan Wurth seit 11.4.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kadant Johnson Europe B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Joh. Clouth GmbHHückeswagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Joh. Clouth GmbH hat ihren Sitz in Hückeswagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 108967 eingetragen. Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 ist die Joh. Clouth Beteiligungs GmbH als Komplementär aus der Joh. Clouth GmbH & Co KG ausgetreten. Die Joh Clouth GmbH & Co KG ist somit automatisch auf die Joh. Clouth GmbH angewachsen. Die Anwachsung erfolgte unter Verwendung der Neubewertungsmethode. Es wurden stille Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 10.786 aufgedeckt die über einen Zeitraum von bis zu 31,5 Jahren abgeschrieben werden. Des weiteren wurden stille Reserven im Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.197 aufgedeckt. Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 ist die Clouth & Kochenrath Beteiligungs GmbH als Komplementär aus der Clouth & Kochenrath GmbH & Co KG ausgetreten. Die Clouth & Kochenrath GmbH & Co KG ist somit automatisch auf die Joh. Clouth GmbH angewachsen. Die Anwachsung erfolgte unter Verwendung der Neubewertungsmethode. Es wurden stille Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 78 aufgedeckt. Aus der Neubewertung hat sich zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 5.264 ergeben. Dieser wird über 5 Jahre abgeschrieben. Die Geschäfte der übernommenen Gesellschaften wurden fortgeführt. Im Anschluss wurden die nicht operativ tätigen Joh. Clouth Beteiligungs GmbH, Clouth & Kochenrath Beteiligungs GmbH sowie Clouth MBE Verwaltungs GmbH auf die Joh. Clouth GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Aufgrund dieser Änderungen wird der Jahresabschluss abweichend zum Vorjahr unter Beachtung der Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Im Geschäftsjahr wurde darüber hinaus die Produktion am Standort Eltmann geschlossen, das vorhandene Gebäude wurde im Januar 2024 verkauft. Die Produktionsaktivitäten werden am Standort Hückeswagen fortgesetzt bzw. an externe Lieferanten ausgesourct. Durch die genannten Anwachsungen ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht gegeben. Im Lagebericht haben wir wesentlich Kennzahlen für das Vorjahr vergleichbar zum Geschäftsjahr 2023 dargestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses angewendet: Grundlage für die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bilden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Abnutzbare entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei wird als Abschreibungszeitraum die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände angesetzt. Zugänge wurden im Zugangsjahr zeitanteilig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wie folgt vorgenommen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter (bewegliche Gegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 €) wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes entspricht der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und spiegelt die Erwartungen an den Änderungen an der Produktionstechnologie wider. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit am Bilanzstichtag keine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen war. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Anzahlungen werden sind mit dem Nennwert angesetzt. Soweit unfertige Leistungen vorhanden sind, werden die erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten offen abgesetzt und aktivisch ausgewiesen. Die Forderungen sind mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Zahlungen des Geschäftsjahres ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Zukünftige Steuerbe- und -entlastungen (Latente Steuern), die sich aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergeben, werden mit einem Steuersatz von ca. 32 % bewertet. Differenzen bestehen im Anlagevermögen, Verlustvorträgen als auch bei den Rückstellungen. Auf einen Ansatz eines aktiven Überhangs wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen wurden in der Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist; sie berücksichtigen die bis zur Bilanzerstellung bekanntgewordenen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Grundstücke und Gebäude, sowie technische Anlagen in Eltmann im Wert von TEUR 1.000 wurden mit Notarvertrag vom 24. Dezember 2023 veräußert. Die Verluste aus dem Verkauf wurden im Geschäftsjahr 2023 realisiert. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften Joh. Clouth Composite Technology sp. Z o. o., Polen und Alcaidesa AG, Schweiz, in Höhe von insgesamt TEUR 12.000, aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Restlaufzeit der verbleibenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Cashpool Forderungen von TEUR 3.564 (i. Vj. TEUR 0), Forderungen aus Gewinnabführung TEUR 1.749 (i. Vj. TEUR 3.606), kurzfristige Darlehensforderungen von TEUR 740 (i. Vj. TEUR 0) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 0). 3. Eigenkapital Das gezeichnet Kapital beläuft sich auf TEUR 25 und ist vollständig gezahlt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen, Rückstellungen für Handelsvertreter (TEUR 589), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 564), Rückstellung für Jahresabschlussprüfung (TEUR 210) und Restrukturierungsrückstellungen (TEUR 181). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 58.518 (i. Vj. TEUR 60.519) Darlehn und mit TEUR 1.508 (i. Vj. TEUR 1.570) Zinsverbindlichkeiten. Des weiteren sind Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von TEUR 12.499 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Die Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 58.518 (i. Vj. TEUR 58.518) haben eine Fälligkeit von über 5 Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0) den Gesellschafter. 6. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 26 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. In Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 0) sind die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremd. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 10) enthalten. In Höhe von TEUR 30 (i Vj. TEUR 0) sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremd. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 241. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 43 Monaten. V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr Im Durchschnitt wurden beschäftigt (ohne Geschäftsführung und Auszubildende):
2. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen Rangrücktrittserklärungen für die Darlehensforderungen gegenüber der Joh. Clouth PaperTec GmbH, Hückeswagen und gegenüber der Joh. Clouth Technical Service, Hückeswagen in Höhe von insgesamt TEUR 740. Des weiteren wurde eine Bürgschaft i.H.v. TEUR 25 für die Joh Clouth Technical Service GmbH an einen Leasinggeber gewährt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft den Kreditverträgen der Tochtergesellschaft Clouth Sprenger GmbH mit der Nationalbank Aktiengesellschaft, Essen, als Gesamtschuldner beigetreten. Diese belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 852. Da alle drei Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss ausweisen, wird aktuell nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. 3. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Die Geschäftsführerbezüge wurden teilweise direkt oder über Umlagen von der Joh. Clouth GmbH getragen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 644. 4. Beteiligungen Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen von über 20 %.
* vor Ergebnisabführung an die
Organträgerin.
1 Die verbleibenden 60% werden durch die
Alcaidesa AG gehalten.
5. Angaben zum Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der Joh. Clouth GmbH wird in den Konzernabschluss der Kadant Inc., Westford/USA, einbezogen. Die Kadant Inc. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Kadant Inc. stellt den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht i. S. d. § 292 Abs. 1 HGB auf. Der befreiende Konzernabschluss der Kadant Inc. wird nach US-GAAP aufgestellt. Demzufolge ist die Joh. Clouth bei Vorliegen aller Voraussetzungen des § 292 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht entsprechend den §§ 290 ff. HGB aufzustellen. Es bestehen die folgenden wesentlichen, im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden: Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die handelsrechtliche Rechnungslegung sind das Vorsichts- und das Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potenzielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) stärker im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Immaterielle Vermögensgegenstände Nach US-Rechnungslegungsvorschriften werden ein Geschäfts- oder Firmenwert oder sonstige immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einer unbestimmten Nutzungsdauer, die am 1. Juli 2001 oder später erworben wurden, nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Stattdessen wird mindestens einmal jährlich der Zeitwert solcher Vermögensgegenstände mit deren Buchwert verglichen. Übersteigt der Buchwert den Zeitwert, erfolgt in Höhe der Differenz eine Abwertung. Eine einmal vorgenommene Abwertung kann nicht wieder zugeschrieben werden. In der deutschen Handelsbilanz kommt auch bei unbestimmter Nutzungsdauer eine planmäßige Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer zur Anwendung. Latente Steuern Latente Steuern entstehen nach US-GAAP aus dem zeitlichen Unterschied der Wertansätze in der Konzernbilanz und der Wertansätze nach Steuerrecht. Für den Steuereffekt aus aktiven und passiven Unterschieden besteht in der US-Rechnungslegung eine Ansatzpflicht. Latente Steuerguthaben aus steuerlichen Verlustvorträgen sind im Zeitpunkt ihrer Entstehung zu aktivieren; bei eingeschränkter Realisierbarkeit ist eine Wertberichtigung vorzunehmen. Eigenkapital Nach US-Rechnungslegungsvorschriften werden im "comprehensive income" Veränderungen des Eigenkapitals eines Unternehmens während einer Periode erfasst, die aus nicht von Eigentümern veranlassten Transaktionen und anderen Begebenheiten resultieren. Die Position beinhaltet demnach alle Veränderungen im Eigenkapital während einer Periode, die nicht aus Einlagen oder Entnahmen der Eigner stammen. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Kadant Inc. eingebunden werden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine Einzahlung des Gesellschafters in Höhe von EUR 12,0 Mio. in die Kapitalrücklage geplant. Diese soll die Verluste aus der Beteiligungsbewertung ausgleichen.
Hückeswagen, den 19. August 2024 Joh. Clouth GmbH Gez. Kevin Callus Gez. Stefan Wurth Gez. Kai Modtler Gez. Dr. Jörg Koßmann Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Die Joh. Clouth GmbH ergänzt ihren Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang durch den folgenden Lagebericht. I. Grundlagen des Unternehmens Die Joh. Clouth GmbH ist ein weltweit exportierendes Unternehmen für Schaberklingen, das aktuell den Kundenkreis insbesondere in der Papierindustrie hat. Joh. Clouth GmbH wurde im Jahr 2021 gegründet und übernahm durch Anwachsung die Geschäftsaktivitäten der Joh. Clouth GmbH & Co. KG sowie der Clouth & Kochenrath GmbH & Co. KG zum 2. Januar 2023. Sie ist seitdem Gesamtrechtsnachfolger beider Gesellschaften. Die Geschäftsaktivitäten wurden von der Gesellschaft fortgeführt. Die Joh. Clouth GmbH blickt somit auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück, da die Vorläufer der Gesellschaft bereits in 1874 gegründet wurden. Seitdem hat sich Clouth zu einem bedeutenden Systempartner in der Beschaberung und Perfektionierung von Oberflächen entwickelt. Seit dem 19.07.2021 gehört das Unternehmen zur amerikanischen Kadant Inc., Westford, MA 01886 USA. 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind Spezialist auf unserem Gebiet und agieren erfolgreich im globalen Wettbewerb. Für unsere Kunden legen wir Wert auf eine hohe Effizienz, den Einsatz neuester Technologien und hochwertiger Materialien. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung haben in unserem Unternehmen seit jeher einen zentralen Stellenwert. Es ist unser Ziel, unseren Kunden vor dem Hintergrund der technologischen Veränderungen stets hochwertige Produkte anzubieten. Dabei stellen wir sicher, dass die Kernkompetenzen für Technologien, die für die Qualität unserer Produkte wichtig sind, im Unternehmen bleiben. Der Bereich Forschung und Entwicklung wird durch fünf Mitarbeiter betreut. Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf TEUR 598. 3. Steuerungssystem Wir wenden seit einigen Jahren in unserem Unternehmen ein Controllingsystem an, mit dem wir in der Lage sind, laufend die aktuelle Unternehmensentwicklung im Hinblick auf die Erreichung unserer Ziele zu kontrollieren und ggf. notwendige Maßnahmen einzuleiten, um die Zielerreichung sicherzustellen. Grundlage dieses Systems ist eine detaillierte Budgetplanung, die sich in zwei Hauptbestandteile gliedert. Die Umsatz- und Materialeinsatzplanung betrachtet die externen Märkte, auf denen unser Unternehmen aktiv ist. Eine Absatzplanung, die sich bis auf Kunden- und Materialebene erstreckt, dient dabei als Grundlage für die Bewertung der zu erzielenden Umsatzerlöse und des Materialeinsatzes. Für die Materialeinsatzplanung erfolgt neben der mengenmäßigen Planung zusätzlich eine Einschätzung durch unseren Einkauf bezüglich der Beschaffungspreise. Die Kostenstellenplanung betrachtet komplementär zu der oben genannten Planung die interne Kostenentwicklung. Hierzu hat jeder Kostenstellenverantwortliche die ihm zugeordneten Kostenstellen detailliert zu planen und zu budgetieren. Auf dieser Basis erfolgen monatliche Reviews durch das Controlling, in denen die aktuelle IST-Entwicklung mit der Planentwicklung verglichen und auftretende Abweichungen analysiert werden. Sofern die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährdet erscheint, werden entsprechende Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Kollegen entwickelt und umgesetzt. Im Laufe des Kalenderjahres wird die Planung im Rahmen von vier Forecasts an die aktuelle Entwicklung angepasst. Die ursprünglich gesteckten Ziele werden im Rahmen dieses Prozesses im Regelfall nicht angepasst. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolgs der Strategieumsetzung in unserem Unternehmen sind die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag und Jahresergebnis. Darüber hinaus verwenden wir als nichtfinanziellen Leistungsindikator die Kennzahl Auftragseingang und Liefertermintreue. Die Liefertermintreue ist der wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikator. Dieser gibt den Anteil der rechtzeitig versendeten Verkaufspositionen im Verhältnis zu allen Verkaufspositionen an. Für den Bereich Klingen konnte in 2023 eine Liefertermintreue von 72 % (Vorjahr 67 %), für Schabersysteme und deren Zubehör von 69 % (84 %) erreicht werden. Neben den hier genannten Indikatoren werden weitere Detail-Indikatoren eingesetzt, um einzelne Treiber genauer beobachten und analysieren zu können. Diese dienen aber zur Steuerung des Unternehmens. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Insgesamt konnte die Weltwirtschaft gegenüber dem Vorjahr laut RWI inflationsbereinigt um voraussichtlich 2,80 % wachsen. Dabei gab es deutliche regionale Unterschiede, die vor allem durch den Energie- und Nahrungsmittelpreisschock seit Beginn des Ukraine-krieges und dem aus der Inflation entstehenden Kaufkraftverlust beeinflusst wurden. Das Wirtschaftswachstum der USA wird vom RWI auf 2,4 % geschätzt, wogegen das Wachstum in der EURO-Zone lediglich mit 0,5 % erwartet wird. Die deutsche Wirtschaft ist lt. aktueller Einschätzung durch das Statistische Bundesamt um 0,3 % gegenüber 2022 geschrumpft. Dabei lag die Inflationsrate in Deutschland bei 5,9 %. Das RWI erwartet für 2024 mit 2,3 % ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft, verweist aber auch gleichzeig auf die Unsicherheit in der Schätzung durch geopolitische Krisen. In Europa ist nach aktuellen Erwartungen der CONFEDERATION OF EUROPEAN PAPER INDUSTRIES ("Cepi") die produzierte Papiermenge um 12,8 % gegenüber dem Jahr 2022 geschrumpft. Damit hat sich der langfristige Abwärtstrend in der Papier Industrie im Jahr 2023 nochmals deutlich beschleunigt. In den anderen Regionen der Welt sind niedrigere Rückgänge der produzierten Mengen zu erwarten. Über ein mögliches Wachstum der Papierindustrien in China liegen uns noch keine statistischen Informationen vor. Die Papierproduktion wurde nach Einschätzung der Cepi durch den Abbau von Lagerbeständen entlang der Wertschöpfungskette massiv negativ beeinflusst. Der Rückgang des Konsums durch die hohe Inflation hat diesen Trend nochmals unterstützt. Laut Informationen des industriellen Spitzenverbandes der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie haben sich folgende Branchenentwicklungen ergeben: - Rückgang in der Produktion von grafischen Papieren Die Produktion von grafischen Papieren, die z.B. für die Herstellung von Magazinen, Werbeprospekten und Katalogen benötigt werden, ging in Deutschland in den ersten 11 Monate 2023 um 32,1 % auf 3.817 Mio. t. zurück. Somit wurde der langfristige Trend, der seit 2015 besteht, für graphische Papiere nochmal beschleunigt. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland noch 8,6 Mio. t grafische Papiere produziert. Gestiegenes Umweltbewusstsein und eine fortschreitende Digitalisierung von Werbung und vormals Printmedien dürfte ein bedeutender Grund für den Rückgang sein. So hat z.B. REWE im Jahr 2023 die Erstellung von eigenen Werbeprosekten in Deutschland eingestellt. - Rückgang in der Produktion von Verpackungspapieren Die gestiegene Inflation und somit ein Rückgang der Kaufkraft der Konsumenten führten zu einem weltweiten Rückgang der Bedarfe an Verpackungspapieren. Der Versandhandel, insbesondere Amazon, geht vermehrt dazu über, Produkte ohne zusätzliche Transportverpackungen an den Endkunden zu senden, und somit nachhaltiger zu werden. Durch einen deutlichen Konjunkturanstieg kann die Nachfrage in dem Bereich zukünftig wieder steigen. In Deutschland ging die Produktionsmenge von Verpackungspapieren von Jan-Nov 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -9,2 % (im Vorjahr -4,2 %) zurück, internationale Werte liegen noch nicht vor. - Steigender Bedarf an Hygienepapieren (Tissue) Durch den weltweit steigenden Lebensstandard steigt auch der Bedarf an sogenannten Hygienepapieren (Tissue). Von dieser Entwicklung profitieren wir insb. bei der Clouth Sprenger GmbH, da für die Produktion dieser Papiere sog. Kreppschaber benötigt werden. Während der Preiskampf für unbehandelte Kreppschaber unverändert intensiv ist, verspricht der Absatz von beschichteten und damit wesentlich haltbareren Kreppschabern, wie sie die Clouth Sprenger GmbH herstellt, deutlich höhere Margen. Durch den Abbau von Lagerbeständen ging die in Deutschland produzierte Menge an Hygienepapieren im Zeitraum Jan-Nov 2023 zwar von 1.348 t um 82 t bzw. 6,1 % auf 1.266 t gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. International ist jedoch eher mit einem steigenden Bedarf an Hygienepapieren zu rechnen, auch wenn hierfür noch keine detaillierten Daten vorliegen. Insgesamt sank die in Deutschland produzierte Papiermenge in den ersten elf Monaten 2023 um -15,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend zur Nachhaltigkeit wird insgesamt dazu führen, dass der Papiermarkt nicht kurzfristig wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Die Ausnahme stellt aus unserer Sicht der Bereich Tissue dar, da die Verwendung von Hygienepapieren durch den weltweiten Anstieg der Lebensstandards bzw. Wachstum der Weltbevölkerung höhere Bedarfe erzeugt. Neben diesen Haupttrends hält auch die seit einigen Jahren zu beobachtende Verlagerung der Papierproduktion aus Europa insb. nach Asien grundsätzlich weiter an. 2. Geschäftsverlauf Durch die Anwachsungen der Joh. Clouth GmbH & Co. KG sowie der Clouth & Kochenrath GmbH & Co. KG ist eine Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr nicht gegeben. Daher haben wir als Kommentierungsgrundlage eine konsolidierte proforma Ergebnisrechnung und Bilanz ermittelt, die wir als Kommentierungsgrundlage für die nachfolgenden Vergleiche mit dem Vorjahr verwenden. Bei den Planannahmen des Vorjahres handelt es ich um die Planung der wesentlichen operativen Gesellschaft Joh. Clouth GmbH & Co KG. Im Zuge der Anwachsungen der Joh. Clouth GmbH & Co KG ergaben sich gegenüber dem Vorjahr folgende Veränderungen: Die Anwachsung erfolgte unter Verwendung der Neubewertungsmethode. Es wurden stille Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von € 10,7 Mio. aufgedeckt. Des weiteren wurden stille Reserven im Finanzanlagevermögen in Höhe von € 8,2 Mio. aufgedeckt. Dem gegenüber stand die Ausbuchung des Beteiligungsbuchwertes von € 37,4 Mio. Im Zuge der Anwachsungen der Clouth & Kochenrath GmbH & Co KG ergaben sich gegenüber dem Vorjahr folgende Veränderungen: Die Anwachsung erfolgte unter Verwendung der Neubewertungsmethode. Es wurden stille Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von € 0,1 Mio. aufgedeckt. Aus der Neubewertung hat sich zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von € 5,3 Mio. ergeben. Dem gegenüber stand die Ausbuchung des Beteiligungsbuchwertes von € 6,9 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Geschäftsführung beschlossen den Produktionsstandort in Eltmann zu schließen und die vorhandenen Gebäude und Einrichtungen zu verkaufen. In dem Zusammenhang sind Kosten von € 1,0 Mio. entstanden, die im Materialaufwand und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. 3. Ertragslage Es ergibt sich folgende proforma Ergebnisrechnung:
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 % gesunken und liegen somit auch deutlich hinter der Planung eines leichten Umsatzwachstums. Dem Umsatzrückgang steht noch ein stärkerer marktbedingter Rückgang der Auftragseingänge gegenüber. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um € 5,5 Mio. bzw. um 16 % gesunken. Somit ist der Auftragseingang in Summe stärker als der Papiermarkt gesunken und liegt ebenfalls hinter der Planung eines leichten Anstiegs im Auftragseingang. Der Auftragsbestand betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 € 2,9 Mio. Die Planung sah eine Rohertragsmarge auf dem Niveau des Vorjahres von 57 % vor. Aufgrund des Umsatzrückgangs und gestiegener Rohstoffpreise hat sich jedoch lediglich ein Rohertrag von 50,9 % ergeben. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % von € 9,1 Mio. auf € 9,4 Mio. gestiegen. Wesentlicher Effekt war die freiwillige Lohnerhöhung von 5,1 % zum 1. September 2023. Per 31. Dezember 2023 lag die Anzahl der Beschäftigten bei 141 Mitarbeitern (inkl. Auszubildende und Geschäftsführung, exkl. Elternzeitler) (Vorjahr 140). Bezogen auf Vollzeitäquivalente (VZK á 38,5h/Woche) hat sich die Zahl der Mitarbeiter von 133,7 VZK im Dezember 2022 auf 123,6 VZK im Dezember 2023, im wesentlichen wegen der Schließung des Standortes Eltmann, reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Mehraufwendungen aus der Restrukturierung des Standortes Eltmann konnten durch geringere Aufwendungen für die Neuorganisation der Clouth GmbH kompensiert werden. Während das Zinsergebnis nahezu unverändert geblieben ist, hat sich das Beteiligungsergebnis durch den erfreulichen Geschäftsverlauf der Clouth Sprenger GmbH deutlich verbessert. Das Jahresergebnis wird wesentlich durch die im Geschäftsjahr 2023 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften Joh. Clouth Composite Technology sp. Z o. o., Polen und Alcaidesa AG, Schweiz, in Höhe von insgesamt TEUR 12.000, aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung belastet. In Summe stieg der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 auf € -13,8 Mio. an. Das Ergebnis liegt somit deutlich unterhalb der Planung eines Jahresüberschusses von € 1,1 Mio. Ohne die Sondereffekte aus der Abschreibung der Finanzanlagen, der Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie den Kosten für die Restrukturierung hätte die Gesellschaft einen positiven Jahresüberschluss von € 0,3 Mio. erzielt. 4. Vermögenslage Es ergibt sich folgende proforma Bilanz:
Anlagevermögen Wesentliche Posten im Anlagevermögen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen. Es lagen Anhaltspunkte vor, dass die Beteiligungen an der Joh. Clouth Composite Technology sp. Z o. o., Polen und der Alcaidesa AG, Schweiz nicht werthaltig sein könnten, daher wurde die Werthaltigkeit mit Hilfe des DCF-Verfahrens geprüft. Es wurde ein Wertberichtigungsbedarf von € 12,0 Mio. ermittelt und unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen erfasst. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt € 0,6 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen investiert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten mit € 5,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Die Forderungen im Verbundbereich sind durch Einzahlungen in den Cash-Pool um € 3,1 Mio. auf € 6.2 Mio. gestiegen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Durch Einlagen in den Cash-Pool haben sich Guthaben bei Kreditinstituten auf € 2,2 Mio. reduziert. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt weiterhin T€ 25 und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert T€ 19.512. Durch den Verlust des Geschäftsjahres von € 13,8 Mio. hat sich das Eigenkapital auf € 2,8 reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 3,6 % Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten von € 75,1 Mio. auf € 72,5 Mio. reduziert werden. Wesentlicher Bestandteil der Verbindlichkeiten sind langfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen über € 58,5 Mio. 5. Finanzlage Trotz des negativen Jahresergebnisses konnten die liquiden Mittel inklusive Cash-Pool Guthaben um € 2,9 Mio. auf € 5,7 Mio. gesteigert werden. Wesentlich hierfür sind die hohen nicht zahlungswirksamen Abschreibungen von insgesamt € 14,2 Mio., welche die Investitionen von € 0,6 Mio. deutlich überstiegen. 6. Zusammenfassung der Unternehmenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurden die gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen der Clouth Gruppe erfolgreich beendet. Die Produktionsaktivitäten am Standort Eltmann wurden nach Hückeswagen verlagert. Der konjunkturbedingte Einbruch, sowie das Handelsembargo gegen Russland ließ die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % einbrechen. Der Rückgang konnte nicht kompensiert werden, wodurch die Gesellschaft ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern generierte. Die Abschreibungen auf die Finanzanlagen sollten als nicht zahlungswirksamer Einmaleffekt keine weiteren Auswirkungen auf das Unternehmen haben, zumal für das Geschäftsjahr 2024 ein Ausgleich dieses Verlustes durch eine Kapitaleinlage der Gesellschafterin geplant ist. Die Liquidität unseres Unternehmens halten wir für gesichert. Wir waren im abgeschlossenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Als Tochter der Kadant Inc. sind wir Teil des Cash-Pooling Systems, worüber wir bei Bedarf kurzfristigen Zugriff auf weitere Liquide Mittel hätten. Unsere Investitionstätigkeit ist zunehmend auf die weitere Automatisierung der Fertigung sowie die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse ausgerichtet. Die Mehrmarkenstrategie wurde von Kadant aufrechterhalten und bietet uns jetzt die Möglichkeit, über konzerninterne Vertriebswege unsere Produkte auch in anderen Märkten zu platzieren. III. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Absatzrisiken Es besteht das Risiko, dass die erwarteten Umsatzerlöse z.B. durch den Verlust einzelner Kunden an Wettbewerber bzw. einen rezessionsbedingten Nachfragerückgang nicht erreicht werden. Des Weiteren besteht das Risiko, das Absatzmärkte durch globale Konflikte kurzfristig für uns nicht mehr erreichbar sind. Weiterhin besteht die Gefahr, dass die geplanten Preissteigerungen nicht bei den Kunden durchgesetzt werden können. Wir sehen das Risiko als hoch an. Beschaffungsrisiken Es bestehen Beschaffungs- und Preisrisiken in den Bereichen Carbon, Glasfaser und Stahl, denen wir mit langfristiger Beschaffungsplanung begegnen. Die allgemeinen Kostensteigerungen im Energie- und Rohstoffbereich sind bekannt und entsprechende Maßnahmen, z.B. über langfristige Gas- und Stromversorgungsverträge, sind ergriffen. Dennoch ist es denkbar, dass wir Preissteigerungen, die wir von unseren Lieferanten akzeptieren müssen, nicht in vollem Maße an unsere Kunden weitergeben können. Wir sehen das Risiko als moderat an. Personalrisiken Die positive Entwicklung der Gesellschaft hängt in starkem Maße von der Qualität der Mitarbeiter ab. Wachsende Anforderungen an neue Produkte und zunehmend komplexere Abläufe machen ein umfangreiches Qualitätsmanagement erforderlich. Die Mitarbeiter werden umfassend geschult. Die Mitarbeiterfluktuation ist gering. Der derzeitige Personalbestand ist eine erfolgversprechende Mischung aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern. Unsere Personalpolitik sieht vor, dass für altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter rechtzeitig mit einem Vorlauf von einem bis zwei Jahren junge Nachfolger eingestellt und eingearbeitet werden. Wir sehen das Risiko als gering an. Sonstige Risiken Die internen und externen Einflussfaktoren sind der Gesellschaft bekannt. Monatliche Reportings werden regelmäßig an die Entscheidungsträger übermittelt und Abweichungen analysiert. Diese Analysen werden durch die Finanzabteilung durchgeführt, die auch für die Überwachung der konsequenten Einhaltung der internen Kontrollsysteme zuständig ist. Somit wird sichergestellt, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren und Trends zu erkennen, so dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einer ständigen Kontrolle unterliegt. Ergänzt werden diese Funktionen im produzierenden Bereich durch das Auftragsmanagement. Wir sehen das Risiko als moderat an. 2. Chancenbericht Beschaffungschancen Wir sehen insb. für sehr energieintensive Vormaterialien wie z.B. Stahl, Glas- und Carbonfasern sowie Energie die Chance, dass die erwarteten Preissteigungen nicht in der berücksichtigen Höhe durchgesetzt werden können. Personalchancen Darüber hinaus kann eine nachlassende Konjunktur zu einer leichteren Mitarbeiterakquise und einer reduzierten Wechselbereitschaft unserer Bestandsmitarbeiter führen. Dies wiederum hilft uns, das bestehende Personalrisiko zu reduzieren. Absatzchancen Im Rahmen unserer üblichen Vertriebsaktivitäten sehen wir die Chance, einzelne Positionen oder auch in Einzelfällen ganze Maschinen, die bislang durch einen unserer Wettbewerber beliefert werden, zusätzlich zu unserer bereits bestehenden Kundenbasis zu gewinnen und damit unseren Marktanteil weiter zu erhöhen. In Folge der Lieferengpässe in den vergangenen drei Jahren haben sich zahlreiche Unternehmen dazu entschlossen, auch für unsere Produkte eine Zwei-Lieferantenstrategie auszubauen. Dies eröffnet uns zahlreiche Gelegenheiten unsere Produkte bei neuen Kunden anzubieten. Des Weiteren sehen wir die Chancen durch unseren geplanten Fertigungsstandort in China unsere Kunden in China schneller zu beliefern und hierdurch eine besseren Marktzugang in China zu erhalten. Daneben sehen wir Chancen unsere Produkte auch zunehmend außerhalb der Papierindustrie erfolgreich zu platzieren. 3. Gesamtaussage Die bestehenden Risiken sind erfasst und durch geeignete Maßnahmen eingegrenzt. Unsere Flexibilität und Zuverlässigkeit führen zu einer gefestigten Marktstellung, die wir durch gezielte Kunden- und Lieferantenbetreuung weiter ausbauen werden. Hierdurch soll weiteres Umsatzpotential geschaffen werden. Existenzgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht. IV. Prognosebericht 1. Geschäftspolitik Wir werden unseren Kurs als Spezialist im globalen Wettbewerb weiter fortführen. Für unsere Kunden legen wir weiterhin Wert auf eine hohe Effizienz, den Einsatz neuester Technologien und hochwertiger Materialien. Darüber hinaus werden wir unseren Service und die Nähe zum Kunden weiter ausbauen. Um den chinesischen Markt besser zu erschließen wurde eine lokale Fertigung in China in Kooperation mit Kadant Inc. aufgebaut. Die erste Endkonfektionierung hat im Juni 2024 stattgefunden. Hierdurch soll eine schnelle Belieferung der Kunden in China gewährleistet werden. China ist aktuell weltweit der größte Markt für Papier, daher erwarten wir, durch diese Verlagerung einen höheren Marktanteil in China zu erreichen. Mit der augenblicklichen Personalzusammensetzung aus jungen und erfahrenen Mitarbeitern, die sich durch ein hohes Maß an Fachkenntnis und Qualifikation auszeichnen, sind wir für die Herausforderungen eines sich ständig verändernden Marktes gut vorbereitet. 2. Ergebnisplanung Für die Geschäftsjahre 2024 wurde eine operative Planung erstellt und um eine fünf Jahresplanung bis Ende 2028 ergänzt. Für das Geschäftsjahr 2024 gehe wir davon aus, dass der Papiermarkt nur geringfügig wächst und das durch Wegfall von Kunden, die Umsatzerlöse 2024 deutlich geringer ausfallen werden als in 2023. Der Auftragseingang für das Geschäftsjahr sieht in unserer Planung eine leichte Steigerung gegenüber 2023 vor. Zudem erwarten wir steigende Rohstoffpreise, die wir im Zuge von Preiserhöhungen versuchen, an unsere Kunden weiterzugeben. Unsere Fertigungsprozesse unterliegen einer ständigen Überwachung und werden so im Zuge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses optimiert und angepasst. Durch diese Schritte erhoffen wir uns die Fertigungskosten weiter zu optimieren bzw. unsere Qualität weiter zu verbessern Dennoch wird der Rohertrag aufgrund der deutlich geringeren Umsatzerlöse ebenfalls deutlich unter dem Niveau von 2023 liegen. Da der Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel seit Ende April 2023 ausgelaufen ist, besteht eine gewisse Ungewissheit über den zukünftigen Abschluss. Wir haben in unserer Planung eine gewisse Gehaltssteigerung berücksichtigt. Der am 1. Juli 2024 abgeschlossene Tarifvertrag liegt leicht über den von uns berücksichtigen Steigerungen. Als positiven Effekt erwarten wir leicht steigende Gewinne bei unser Tochter Clouth Sprenger GmbH, die durch den bestehen Gewinnabführungsvertrag an die Gesellschaft abgeführt werden. Insgesamt gehen wir für das Jahr 2024 von einem leicht positiven Ergebnis aus, insbesondere aufgrund des Wegfalls der Einmaleffekte des Geschäftsjahres 2023. Als nichtfinanzielles Ziel für 2024 ist eine leichte Erhöhung der Liefertermintreue gegenüber 2023 geplant, hierfür wurden bereits diverse Maßnahmen zur Verbesserung dieser Kennziffer ergriffen.
Hückeswagen, den 19. August 2024 Gez. Kevin Callus Gez. Stefan Wurth Gez. Kai Modtler Gez. Dr. Jörg Koßmann Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Joh. Clouth GmbH, Hückeswagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Joh. Clouth GmbH, Hückeswagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Joh. Clouth GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
KPMG
AG
Gez. Nölgen, Wirtschaftsprüfer Gez. Stelzer, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.09.2024 festgestellt. |
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