Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 47254
Eingetragen
14.6.1999
Branche
Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Kunststoffen in Primärformen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von thermoplastischen Kautschuken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
James Allen Durkee
seit 17.2.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kraton Polymers Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kraton Polymers Holdings B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kraton Polymers GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kraton Polymers GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kraton Polymers GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kraton Polymers GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 2. Dezember 2024

HSA Frankfurt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin

Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.975.000,00 9.975.000,00
III. Gewinnvortrag 49.546.283,99 45.791.034,44
IV. Jahresüberschuss 1.477.937,28 3.755.249,55
61.024.221,27 59.546.283,99
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.466.240,11 1.184.589,00
2. Sonstige Rückstellungen 407.671,14 893.712,66
1.873.911,25 2.078.301,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.028.125,86 2.685.009,50
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.807.952,97 13.189.855,86
3. Sonstige Verbindlichkeiten 86.632,41 135.915,17
davon aus Steuern: EUR 70.109,13 (Vorjahr: EUR 135.915,17)
10.922.711,24 16.010.780,53
D. Passive latente Steuer 1.249.237.07 1.892.300,07
75.070.080,83 79.527.666,25

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 402.088,43 658.093,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.968.496,38 11.584.259,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.902.604,64 2.929.505,66
19.273.189,45 15.171.859,15
19.273.189,45 15.171.859,15
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.196.257,16 63.841.815,27
2. Sonstige Vermögensgegenstände 600.634,22 513.991,83
55.796.891,38 64.355.807,10
55.796.891,38 64.355.807,10
75.070.080,83 79.527.666,25

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.668.785,91 28.146.448,87
2. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsdifferenzen EUR 1.315.674,27 (Vorjahr: EUR 2.816.771,21) 1.368.441,52 2.819.128,46
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.990.662,79 -19.375.954,85
-19.990.662,79 -19.375.954,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.029.746,36 -2.004.540,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 23,96) -327.219,19 -211.388,50
-2.356.965,55 -2.215.929,00
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.342.966,76 -2.718.492,52
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.237.536,85 -1.867.046,58
davon aus Währungsdifferenzen EUR 2.613.719,11 (Vorjahr: EUR 62.077,16)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.019.670,04 (Vorjahr: EUR 1.602.963,87) 3.019.670,04 1.602.963,87
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.173.724,24 (Vorjahr: EUR 759.570,26) -1.173.724,24 -759.570,26
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Aufwand/Erträge aus latenten Steuern EUR 643.063,00 (Vorjahr: EUR -96.381,44) -477.104,00 -1.876.298,44
10. Ergebnis nach Steuern 1.477.937,28 3.755.249,55
11. Jahresüberschuss 1.477.937,28 3.755.249,55

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Kraton Polymers GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: Kraton Polymers GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 47254

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen, Die jeweilige Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 25 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis EUR 800) werden voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Die Währungsumrechnung erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Niederst-bzw. Höchstwertprinzip beachtet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die im Geschäftsjahr angefallene Abschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs - und Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1, Grundstücke grundstücks-gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.280.574,83, 0,00 23.000,00 0,00 6.257.574,83
2, Technische Anlagen und Maschinen 60.941.457,84 865.212,48 252.909,06 619.701,29 62.173.462,55
3, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.929.505,66 5.592.800,27 0,00 -619.701,29 7.902.604,64
Summe Sachanlagen 70.151.538,33 6.458.012,75 257.909,06 0,00 76.333.642,02
Summe Anlagevermögen 70.151.538,33 6.458.012,75 257.909,06 0,00 76.333.642,02
kumulierte Abschreibungen Geschäftsjahr 01.01.2023 Abschreibungen Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1, Grundstücke grundstücks-gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.622.481,16 254.548,57 21.543,33 5.855.486,40
2, Technische Anlagen und Maschinen 49.357.198,02 2.088.418,19 240.650,04 51.204.966,17
3, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 54.979.679,18 2.342.966,76 262.193,37 57.060.452,57
Summe Anlagevermögen 54.979.679,18 2.342.966,76 262.193,37 57.060.452,57
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1, Grundstücke grundstücks-gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 658.093,67 402.088,43
2, Technische Anlagen und Maschinen 11.584.259,82 10.968.496,38
3, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.929.505,66 7.902.604,64
Summe Sachanlagen 15.171.859,15 19.273.189,45
Summe Anlagevermögen 15.171.859,15 19.273.189,45

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 17.930 (Vorjahr: TEUR 17.930) aus der Veräußerung des Kundenstamms an die KP Holdings B.V. Amsterdam/Niederlande und in Höhe von TEUR 24.112 (Vorjahr: TEUR 32.137) aus einem Darlehen gegenüber der KP Holdings B.V. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen kurzfristige Finanzforderungen. Der verbleibende Teil resultiert im Wesentlichen aus Leistungen für die Kraton Polymers Nederland B.V. Amsterdam/Niederlande.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalkosten 357 615
Sonstige Aufwendungen 51 279
408 894

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um ein Darlehen der KP Holding B.V.

Das Darlehen von KP Holding BV ist ein langfristiges Darlehen ohne vereinbartes Vertragsende. Über den Zeitpunkt der Rückzahlung des Darlehens entscheidet die Kraton-Zentrale.

Alle weiteren Verbindlichkeiten besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Passive latente Steuern

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31,925 %. Die Abweichung resultiert aus einer unterschiedlichen Bewertung des Fremdwährungsdarlehens in Höhe von TEUR 3.913. Steuerliche Verlustvorträge bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 13
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 15

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Wirtschaftsjahr 2023:

 

Herr Michael Frenzl, Vice President Procurement & Supply Chain

 

Herr Rogier Roelen, Vice President General Council & Corporate Secretary

 

Herr Ernst Stoelzel, Vice President Sales & Marketing (bis Juli 2024)

 

Herr Christopher Gingrich, Vice President & Chief Financial Officer (bis Februar 2024)

 

Frau Eun Mi Kim, Executive Vice President & Chief Financial Officer (ab Februar 2024).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag RLZ < 1 J RLZ 1-5 J RLZ > 5 J
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge 46 19 27 0
46 19 27 0

Bei den Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können. Hierfür gibt es derzeit keine Anzeichen.

Die sich aus dem "Production Agreement" mit der Firma Basell Polyolefine GmbH mit Sitz in Wesseling (ex Elenac GmbH) ergebenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen für die nachfolgenden zehn Jahre TEUR 66.500. Die Gesamtlaufzeit des Vertrags beläuft sich auf 40 Jahre. Die Restlaufzeit beträgt 17 Jahre.

Das "Production Agreement" ist die Basis für eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Hauptlieferanten Basell Polyolefine GmbH in Wesseling zwecks Sicherstellung der notwendigen direkten und indirekten Produktionsressourcen.

Konzernzugehörigkeit

Die Kraton Polymers GmbH gehört über ihre alleinige Gesellschafterin die Kraton Polymers Holdings B.V. Amsterdam/Niederlande zur Kraton Polymers LLC-Gruppe Houston Texas/USA die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dieser kann dort eingesehen werden.

Vorschlag bzw, Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.477.937,28 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Frankfurt am Main 2. Dezember 2024

Rogier Roelen, Director

Michael Frenzl, Director

Eun Mi Kim, Director

Lagebericht 2023

Kraton Polymers GmbH

Frankfurt

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Kraton Polymers GmbH ist ein Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit einem Produktionsbetrieb in 50389 Wesseling. Der Unternehmenszweck ist die Herstellung von thermoplastischen Elastomeren in Form von Styrol-Block- Copolymeren (SBC's). Die Kraton Polymers GmbH ist eingebunden in die weltweit tätige Unternehmensgruppe der Kraton Corporation, mit Hauptsitz in Houston, Texas.

Organisatorische Struktur

Die Kraton Polymers GmbH produziert am Standort Wesseling SBC's. Es besteht eine Umarbeitungsvereinbarung mit der Kraton Polymers Nederland B.V., Almere/Niederlande, die für den Produktionsprozess notwendige Rohstoffe beschafft und für die Vermarktung der Fertigprodukte verantwortlich ist. Die Kraton Polymers GmbH hält daher keine Bestände an Rohstoffen und Fertigprodukten.

Der Standortbetreiber in Wesseling ist die Basell Polyolefine GmbH, Wesseling, die über einen Produktionsvertrag u.a. Personal, Instandhaltungen, Dienstleistungen und Energie bereitstellt.

Die Kraton Polymers GmbH ist des weiteren Arbeitgeber für Personal im Produktionsbetrieb in Wesseling, die Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich arbeiten vom jeweiligen Wohnsitz (Home-Office) aus.

Rechtliche Struktur

Die Kraton Polymers GmbH hatte ihren Sitz im Berichtsjahr in 60325 Frankfurt am Main, Friedrich-Ebert-Anlage 36. Das Werk in Wesseling ist der einzige Produktionsbetrieb.

2. Forschung und Entwicklung

Die F&E-Aktivitäten der Kraton Corporation außerhalb der USA werden von Kraton Polymers Research B.V. kontrolliert und sind Eigentum der Kraton Polymers Research B.V., die Eigentümer der Innovationszentren in Amsterdam ist. Kraton Polymers Research B.V. wurde im Jahr 2023 mit Kraton Polymers Nederland B.V. verschmolzen Kraton Polymers GmbH wird teilweise mit produktions- oder produktspezifischen Entwicklungen beauftragt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Die in Wesseling produzierten SBC's werden über die Kraton Polymers Nederland B.V. weltweit vermarktet. Die Hauptanwendungen der Produkte sind Bitumenmodifikation (Herstellung von polymermodifiziertem Bitumen) im Bereich Straßenbau und Dachbahnen, Compounds für Hygieneartikel, mechanisches Recycling, Automobil und Getränkeindustrie, sowie Klebstoffe. Die Kunden sind ausschließlich produzierende Unternehmen, die SBC's zur Weiterverarbeitung einsetzen. Der globale Markt für SBC's wächst, was in den letzen Jahren zu zahlreichen Investitionen (auch seitens Kraton) bei der Produktionskapazität geführt hat, hauptsächlich in China.

Politische Rahmenbedingungen

Investitionen in Infrastruktur (Straße) und Bautätigkeiten im Gewerbebereich, sowie im Rahmen von energetisch bedingten Renovierungen (Wärmeschutz) sind wichtige Wachstumsfaktoren für polymermodifiziertes Bitumen. Insbesondere für den Straßenbau (Erhalt und Neubau) sind weltweit in den letzten Jahren zusätzliche Mittel bereitgestellt worden, die zusätzlichen Bedarf für SBC's generiert haben.

Nachteile für den Produktionsstandort Wesseling sind im Vergleich zu ausländischen, insbesondere nicht europäischen Standorten, die höheren Stromkosten und steigende Preise für CO 2 Emissionsrechte.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Gesamtproduktion im Berichtsjahr 2023 war mit 73 KT ca. 7 KT niedriger als im Jahr 2022.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 28.669 28.146 523 1,86
Betriebsergebnis 109 4.788 -4.679 -97.72
Zinsergebnis 1.846 843 1.003 118,98
Steuerergebnis 477 1.876 -1.399 -74,46
Jahresergebnis 1.478 3.755 -2.277 -60,64

Die Umsatzerlöse der Kraton Polymers GmbH bestehen aus zwei wesentlichen Bestandteilen. Den größten Anteil bildet eine Umarbeitungsgebühr, die an die holländische Muttergesellschaft Kraton Polymers Nederland B.V. berechnet wird. Diese Komponente besteht aus Fixkosten plus Aufschlag und ist daher relativ konstant. Die zweite, wesentlich niedrigere Komponente, ist eine Verkaufskommission (abhängig von Verkaufspreisen), die ebenfalls an die BV berechnet wird. Die Verkaufskommission zeigte mit 1,1 Mio. Euro eine Minderung von Euro 25% im Vergleich zum Vorjahresniveau. Die Umarbeitungsgebühr stieg von 26,6 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 27,6 Mio. Euro in 2023.

Das Betriebsergebnis der Kraton Polymers GmbH für 2023 enthält einen währungsbedingten Gewinn in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Dies ist auf ein historisches konzerninternes Darlehen in US-Dollar (mit Kraton Polymers Holding BV) zurückzuführen, das mit dem jeweils aktuellen Wechselkurs schwankt.

b) Finanzlage

Der operative Cashflow der Kraton Polymers GmbH ist solide. Nicht berücksichtigt sind nicht zahlungswirksame Ausgaben (Abschreibungen und Fremdwährungsverluste). Die Kraton Polymers GmbH ist Teil einer internationalen Gruppe mit zentralem Cash Management und hat folglich keine Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. (Der Kontenausgleich findet täglich statt).

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 19.273 15.172 4.101 27,03
kurzfristige Vermögenswerte 55.797 64.356 -8.559 -13,30
Passiva
Eigenkapital 61.024 59.546 1.478 2,48
Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten sowie passive latente Steuer 14.046 19.982 -5.936 -29,71
Bilanzsumme 75.070 79.528 -4.458 -5,61

Das Anlagevermögen stieg im Jahr 2023 aufgrund der verstärkten Anschaffung neuer Vermögenswerte.

Die Kraton Polymers GmbH weist keine kurzfristig liquiden Mittel aus, was sich aus dem zentral gesteuerten Cash Management erklärt (automatischer Kontenausgleich).

Der Jahresüberschuss von 2023 erklärt die Erhöhung des Eigenkapitals.

3. Leistungsindikatoren

Mit der Produktion in Wesseling werden u.a. folgende Leistungsindikatoren gemessen.

Anzahl der unfallfreien Arbeitsstunden (160.000). Der Zielwert, die Produktion ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall zu betreiben, wurde erneut erreicht.

Prozentualer Anteil der Produktion im Bereich der Verkaufsspezifikation im Verhältnis zur Gesamtproduktion (98,5%). Der Zielwert lag für 2023 bei 99.0% und wird auch für 2024 beibehalten. (Basis = "First Time Prime")

Anzahl und Dimension von Kundenreklamationen - im Jahr 2023 wurden 14 Reklamationen registriert. Dies entspricht einer Quote von 0,2 im Verhältnis zur Gesamtproduktion in KT (73,0). Der Zielwert von 0,22 wurde somit erreicht.

 

Die Indikatoren für 2023 lagen damit etwa auf Vorjahresniveau.

KPI's (Leistungsindikatoren) für 2024:

null meldepflichtige Arbeitsunfälle

"FTP" = 99.0%

Anzahl und Dimension von Kundenreklamationen = 0,32 (Anzahl Reklamationen/Gesamtproduktion).

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatzentwicklung ist relativ positiv.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

IV. Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Aussichten für die Verwendung und das Wachstum von SBC's schätzen wir weltweit als gut ein, jedoch auf niedrigerem Niveau als vor der Corona-Krise. Die Produktion in Wesseling bedient überwiegend Anwendungen in der Bitumenmodifkation. Es existiert ein weltweites Vertriebs-Netzwerk über Kraton Gesellschaften und Vertragshändler, über das eine regionale Differenzierung und Risikostreuung - auch bezogen auf Währungsrisiken - möglich ist. Die Investitionen in den Erhalt von Infrastruktur (Straßen) und deren Neubau sind Ziele in nahezu allen Ländern und die Verwendung von polymermodifiziertem Bitumen steigert die Lebensdauer und Qualität der für den Bau aufgetragenen Asphaltschichten. Des Weiteren werden kontinuierlich Erweiterungen des Produktportfolios und der Prozessverbesserungen umgesetzt. Das Thema Nachhaltigkeit und Schonung von Ressourcen erhält zunehmend eine größere Bedeutung, so werden z.B. im Straßenbau höhere Mengen an Ausbauasphalt verwendet und auch über die Einmischung von Gummimehl (Altreifen) oder Kunststoffrecyclat diskutiert. Straßenbaubudgets stehen im Wettbewerb mit Investitionen in die Infrastruktur der Bahn und in den Klimaschutz. Diese Entwicklungen können die Wachstumsaussichten negativ beeinflussen, allerdings auch neue Möglichkeiten für technische Innovationen bieten. Verstärkte Investitionen im Bereich der energetischen Sanierung für den Gebäudebestand sollten sich positiv auf den Bedarf an bitumenbasierten Dachbahnen auswirken.

Die Produktionsanlage in Wesseling spielt im weltweiten Verbund der Kraton Corporation eine wichtige Rolle, der Auslastungsgrad lag in 2023 bei ca. 73%, was im Zusammenhang mit einer Reduzierung der Fertigproduktbestände der gesamten Kraton Gruppe gesehen werden sollte.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse von etwa EUR 26 Mio. und ein positives Jahresergebnis.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse von etwa EUR 25 Mio. und EUR 1,8 Mio. Jahresergebnis.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Durch die Umarbeitungsvereinbarung mit Kraton Polymers Nederland B.V. bestehen die wesentlichen Risiken in einer nachfragebedingten, geringeren Produktionsauslastung und damit einhergehenden niedrigeren Erlösen, sowie in ungeplanten Produktionsausfällen.

Politische Risiken / Marktrisiken

Das Geschäft für polymermodifiertes Bitumen ist im Straßenbau hauptsächlich abhängig von Investitionen der öffentlichen Hand, die sich im Zuge von Klimaschutzmaßnahmen im Wettbewerb mit anderen Projekten befinden (Bahn, Energienetzausbau, Elektromobilität). Andere Technologien zur Bitumenmodifizierung (gemahlene Reifen, recycelte Kunststoffe) werden verstärkt beworben, sind aber technisch auf einem anderen Niveau. Das Geschäft mit Bitumendachbahnen ist von privaten Bauvorhaben und Investitionen der Industrie abhängig. Im Bereich von Compounds und Klebstoffen stehen SBC's im Wettbewerb mit anderen Technologien, wie z.B. Metalloscene Polyolefinen. Ein weiteres Risiko ist der Bau von zusätzlichen SBC Kapazitäten, im Wesentlichen in China , die über der erwarteten Nachfragesteigerung liegen könnten. Wir schätzen derzeit keines dieser Risiken als kritisch ein, verfolgen deren Entwicklung aber intensiv durch Wettbewerbsanalysen und sind zuversichtlich, mit der sowohl geographischen als auch anwendungsbreiten Streuung und den neuen Innovationen solide positioniert zu sein. Die verstärkt erkennbare Einführung von Zöllen zwischen großen Wirtschaftsmächten beeinflusst die Warenströme und wir erwarten eine nachhaltige Präsenz asiatischer Wettbewerber in Europa. Einen Ausgleich der CO 2 Emissionen- Besteuerung für nicht europäische Wettbewerber (CBAM) wird zukünftig eine wichtige Maßnahme sein, ist aber nach derzeitiger Kenntnislage für Polymere nicht in Aussicht, was für die gesamte europäische Polymerindustrie eine langfristige Herausforderung darstellt.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Liquiditätsrisiken bestehen für die Kraton Polymers GmbH nicht.

Das Lieferantenrisiko wird durch ein vorhandenes Risikomanagement im Einkauf minimiert. So bestehen für strategische Rohstoffe Butadien und Styrol langfristige Lieferverträge mit mehreren Lieferanten. In 2018 wurde die Rohstoffversorgung durch Niedrigwasser im Rhein eingeschränkt, ein Plan zur Risikominimierung über höhere Bestände und alternative Lieferwege wurde umgesetzt. Mittelfristig wird eine verstärkte Verwendung von nachhaltigen Rohstoffen (erneuerbar, recycelbar) und sogenannte Mass Balance Systeme eine zunehmende Rolle spielen.

Währungsrisiken ergeben sich aus dem Verkauf von SBC außerhalb des Euro-Raums, was im Wesentlichen vom Verhältnis Euro/US Dollar geprägt ist. Wir schätzen dieses nicht als kritisch ein.

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht wesentlich verändert. Die mittel- und langfristige Bedarfsprognose für SBC's bleibt auch nach der Corona-Krise und unter Einfluss des Russischen Angriffskriegs auf die Ukraine eher positiv und geht von moderatem Wachstum aus, wobei das Jahr 2023 von einer deutlich reduzierten Nachfrage und Bestandsreduzierungen auf Kundenseite geprägt war, was auf Seiten Kraton auch für eine deutliche, strukturelle Reduzierung der Lagerbestände geführt hat. Im Jahr 2024 hat sich die Nachfrage wieder stabilisiert und in einzelnen Regionen ist mit positivem Wachstum zu rechnen. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

Konflikt Russland/Ukraine

Kraton Polymers unterhält im Jahr 2022/2023 keine direkten Rohstoffbeziehungen mit Lieferanten in Russland. Auf der Absatzseite waren die Verkaufsmengen nach Russland eher gering und wurden hauptsächlich durch Handelskanäle bedient, die im Rahmen der Sanktionen unterbrochen wurden. Kriegsbedingt ist der Absatz in die Ukraine deutlich zurückgegangen, stellt aber ebenfalls nur einen kleinen Teil des global Kundenportfolios dar. Im Laufe des Jahres 2023 waren die Folgen des Krieges im Wesentlichen signifikant steigende Preise für Gas und Strom, die sich auch auf die Produktionskosten niedergeschlagen haben. Mit reduzierter Abhängigkeit von russischen Gasimporten und Umstellung auf alternative Energieträger am Standort Wesseling schätzen wir das Risiko derzeit als gering ein, sehen aber einen wachsenden Kostennachteil gegenüber amerikanischen und asiatischen Produzenten.

Chancen

Neuinvestionen in Straßenbau in Entwicklungsländern, sowie zusätzliche Maßnahmen für den Erhalt von Straßen in reifen Märkten (Westeuropa, Nordamerika) werden den Bedarf für SBC weltweit steigen lassen. SBC erhöhen in der Regel die Lebensdauer von Straßen und tragen mit verbundenen geringeren Wartungsintervallen einen wesentlichen Beitrag zum Lebenszyklus und Emissionen bei. Im Bereich Klebstoffe ist die Verwendung von lösemittelfreien Systemen ein wachsender Markt, der ebenfalls von SBC's bedient wird. Das verstärkt notwendige Recycling von Kunststoffen bieten ebenfalls Chancen für SBC, ebenso energetische Sanierungsmaßnahmen, die den Absatz von Dachbahnen mittelfristig positiv beeinflussen.

European Green Deal/CO 2 Emissionsrechte

Das Ziel, bis zum Jahr 2050 eine CO 2 neutrale Produktion zu betreiben, wird von Kraton Polymers ausdrücklich unterstützt. Da der aktuelle Herstellungsprozess hauptsächlich von fossilen Rohstoffen abhängig ist, und auch für den Prozess notwendige Energien (Dampf und Strom) derzeit größtenteils auf fossilen Energieträgern basieren, ist Kraton mit dem Standortbetreiber und Rohstofflieferanten im Austausch mit dem Ziel, einen Plan mit konkreten Reduzierungen der CO 2 Emissionen zu erstellen. Dies wird über eine Kombination aus Optimierung des Herstellungsprozesses hinsichtlich Energieeffizienz und Anpassungen im Bereich Roh-und Einsatzstoffen erfolgen. Des Weiteren rechnen wir mit steigenden CO 2 Kosten für Emissionsrechte und berücksichtigen diese für Investitionsentscheidungen.

 

Frankfurt am Main, den 2. Dezember 2024

Rogier Roelen, Director

Michael Frenzl, Director

Eun Mi Kim, Director

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