Weiße Wiek Hotel GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Reincke seit 27.9.2024 | Geschäftsführer |
Michael Scharf seit 24.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin, Körperschaft des öffentlichen Rechts | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fleesensee Holding GmbHGöhren-LebbinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Fleesensee Holding GmbH, Göhren-LebbinI. Grundlagen des Unternehmens Allgemeines zum Resort Das "Hotels & Sportresort Fleesensee" umfasst die zwölf Konzerntöchter, die inmitten der Mecklenburger Seenplatte unweit von Berlin, Hamburg und Rostock die größte Freizeit- und Touristikanlage in Nordeuropa auf ca. 450 Hektar betreiben. Im Einzelnen sind dies:
Das "Hotels & Sportresort Fleesensee" bietet den Gästen ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Ferienangebot: Zur Wahl stehen drei verschiedene Hotel- bzw. Appartementanlagen mit insgesamt fast 750 Zimmern bzw. Appartements und ca. 1.600 Betten. Der Golf- und Country Club bietet fünf Golfplätze, eine Driving-Range von herausragender Größe sowie weitere sportliche Angebote. Die Fleesensee SPAWorld bietet ihren Gästen eine umfangreiche Wasser-, Sauna-, und Fitnesswelt. Zum Konzern gehört weiterhin die Konzernmutter, die Fleesensee Holding GmbH, mit Sitz in Göhren-Lebbin. Erwerb des Resorts in 2014 Mit notariellem Kaufvertrag vom 2. Oktober 2014 wurden die Anteile an den ersten sechs der oben genannten Tochtergesellschaften mehrheitlich durch die Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, erworben. Der Vollzug erfolgte zum 11. Dezember 2014. Dieses Datum stellt auch gleichzeitig den Entstehungszeitpunkt des Fleesensee-Konzerns sowie den Erstkonsolidierungszeitpunkt dar. Im Jahr 2015 wurde die Fleesensee Personalhaus GmbH gegründet und ebenfalls in das "Hotels & Sportresort Fleesensee" einbezogen. Die Marktplatz Fleesensee GmbH (vormals: Pilatus 24 GmbH, Düsseldorf), Göhren-Lebbin, wurde im Geschäftsjahr 2020 erworben und zum 30. April 2020 erstkonsolidiert. Im Jahr 2021 wurde die Fleesensee Immo-Asset GmbH (vormals Fleesensee Feriendorf Beteiligungs GmbH), Göhren-Lebbin, erworben und zum 15. März 2021 erstkonsolidiert. Weiterhin wurden die Firmen Fleesensee Kliniken GmbH, Göhren-Lebbin, Fleesensee Landwirtschaft GmbH, Göhren-Lebbin und Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H., Göhren-Lebbin, gegründet und in den Konzern eingegliedert. II. Wirtschaftsbericht Entwicklung des Markts und des Konzerns Im Jahr 2021 verzeichnete die Tourismusbranche des gesamten Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie im ersten Halbjahr eine um 4,4 % rückläufige Übernachtungsanzahl (Vorjahr: Rückgang um 18,6 %). Insgesamt sank die Übernachtungsanzahl um 1.220.423 auf 26.549.951 Übernachtungen (Vorjahr: 27.770.374). Die Anzahl der Gäste sank von 6.057.571 um 9,9 % auf 5.458.357. (Quelle: www.statistik-mv). Das Tourismusjahr 2021 begann mit der fortführenden Schließung der Betriebe: Die Zahl der Gästeankünfte fiel in den ersten 5 Monaten um durchschnittlich 92 % zum Vorjahresmonat. (Quelle: www.statistik-mv) Die Öffnung der Betriebe zu Ende Mai bescherte wieder Gäste auf ähnlichem Niveau wie der Vorjahresmonat und es konnte im Juni eine Steigerung zum Vorjahresmonat von 0,6 % erreicht werden. Die weiteren Monate lagen auf ähnlichem Niveau wie die jeweiligen Vorjahresmonate. (Quelle: www.statistik-mv) Das insgesamt negative Jahresergebnis der Tourismus-Saison 2021 betraf nahezu alle Unterkunftsarten. Stark betroffen waren die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern (-10 %). Auch die Campingplätze wiesen einen Einbruch der Übernachtungen um 16 % aus. Erfasst werden Beherbergungsgebiete mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens zehn Stellplätzen. (Quelle: www.statistik-mv) Die Anzahl der Übernachtungen für die Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte sind im Berichtsjahr um 10,8 % (Vorjahr: Rückgang um 11,1 %) im Vergleich zum Vorjahr zurück gegangen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb bei 4,2 Tagen. (Quelle: www.statistik-mv) Im Berichtsjahr 2021 erreichte die Gemeinde Göhren-Lebbin im Bereich der Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern den vierten Platz mit 271.378 (Vorjahr: 298.483) Übernachtungen und liegt damit weiter in der Spitzengruppe. (Quelle: StaA MV, Statistischer Bericht G 413 2021 12) Ertragslage Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 2.427 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR -2.233). Die Prognose 2021 belief sich auf einen handelsrechtlichen Jahresüberschussbetrag bei fortlaufendem Betrieb von ca. TEUR 6.807. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021 sind insbesondere vor dem Hintergrund der Schließphase im Geschäftsjahr 2021 zu sehen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren staatliche Corona-Hilfen i. H. v. TEUR 4.956 enthalten. Die Umsatzerlöse stiegen um TEUR 564 auf TEUR 31.211 (Vorjahr: TEUR 30.647). Dies entspricht einem Anstieg i. H. v.1,8 % und resultierte im Wesentlichen, trotz zeitweiser behördlicher Schließungen, aus den guten Umsätzen in den Öffnungsmonaten und den Durchschnittsratensteigerungen in dieser Zeit. Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 16.347 (Vorjahr: TEUR 3.604) resultierten im Wesentlichen aus den Corona-Hilfen für das erste Halbjahr 2021 sowie Versicherungsentschädigungen, Erlösen aus Sachanlagenverkäufen, Sachbezügen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 5.269 auf TEUR 16.738 stand im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Umbau der Fleesensee SPAWorld GmbH (Aquafun) und der Renovierung der Zentralgebäude in der Feriendorf GmbH. Finanzlage Im Geschäftsjahr setzte sich der Cashflow wie folgt zusammen:
Der Cashflow im Konzern war mit TEUR 2.410 (Vorjahr: TEUR 1.232) positiv. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 10.689 und beruhte im Wesentlichen auf dem Jahresergebnis, der Abnahme der Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR 6.470. Im Geschäftsjahr wurden Anlageinvestitionen i. H. v. TEUR 9.169 getätigt. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR 1.809 und resultierte aus Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. TEUR 23.363 und Darlehenseinzahlungen des Gesellschafters i. H. v. TEUR 24.736. Dem standen Zinszahlungen i. H. v. TEUR 3.183 gegenüber. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2021 über liquide Mittel i. H. v. TEUR 5.714 (Vorjahr: TEUR 3.304). Vermögenslage Das Anlagevermögen i. H. v. TEUR 50.393 (Vorjahr: TEUR 46.863) entsprach 67,4 % (Vorjahr: 67,7 %) der Bilanzsumme i. H. v. TEUR 74.724 (Vorjahr: TEUR 69.242) und war über Eigenkapital i. H. v. TEUR 3.290 (Vorjahr: TEUR 863) und zwei langfristigen Bankdarlehen i. H. v. TEUR 7.570 (Vorjahr: TEUR 30.933) sowie Gesellschafterdarlehen i. H. v. TEUR 54.792 (Vorjahr: TEUR 30.055) finanziert. Der Konzern wies zum Abschlussstichtag ein positives Eigenkapital i. H. v. TEUR 3.290 (Vorjahr: TEUR 863) aus. Dies entspricht einer auf 4,4 % gestiegenen Eigenkapitalquote (Vorjahr: 1,2 %). III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Auch das Jahr 2021 war von der Fertigstellung der umfassenden Maßnahmen zur Revitalisierung, Modernisierung und Erweiterung des "Fleesensee Hotels & Sportresort" geprägt. Ebenso wurde die Möglichkeit umgesetzt Wohnmobilgästen einen Standplatz mit Versorgung zu bieten. Um den Bedarf an Räumlichkeiten für das MICE-Geschäft auch für die Zukunft zu sichern, wurde in 2019 das Erbpachtgrundstück "Fleesensee Tenne" erworben und anschließend der Heimfall der Immobilie im Jahr 2020 für den Konzern gesichert. Gemeinsam mit dem Heimfall der Immobilie konnten in 2020 weitere Baugrundstücke, angrenzend an die Fleesensee-Tenne, erworben werden. Auf diesen Grundstücken wurde der Bau von weiteren 30 Personalwohnungen, ein Gebäude mit 10 Wohnungen und ein Gebäude mit 20 Wohnungen, mit der Förderung durch das Land MV durchgeführt, welche im Juni 2022 bezugsfähig wurden. Das Problem des Arbeitskräftemangels, mit dem die Branche im Allgemeinen stark zu kämpfen hat, zeigte sich auch weiterhin im Resort als Risiko. Durch die Personalwohnungen konnte noch besser rekrutiert werden und die Notwendigkeiten auf Personalagenturen zurückzugreifen, konnte reduziert werden. Die coronabedingten Schließphase in 2021 wurde genutzt, um die Renovierung der Zimmer des Schlosshotels im West- und Ostflügel fertigzustellen. Im November 2018 wurde auf die vertraglich mögliche Verlängerungsoption des bestehenden Managementvertrags des Dorfhotels (Laufzeit bis Ende 2020) seitens der TUI AG, Hannover, verzichtet. Nach erfolgter Revitalisierung der Gebäude und Ausstattung hat in 2021 die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H., Göhren-Lebbin, die Betriebsführung des Hotels mit dem neuen Konzept "BEECH" übernommen. Die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H. wurde im März 2021 gegründet und ist eine weitere Tochtergesellschaft der Fleesensee Holding GmbH. Für die einzelnen Ferienwohnungseinheiten des Feriendorfs wurde bereits 2015 eine grundbuchliche Eigentumsteilung vorgenommen. Der Vertrieb der einzelnen Ferienwohnungen als Kapitalanlage für Investoren mit einem Betreiberkonzept konnte nach der Beendigung des Managementvertrags mit der TUI AG, Hannover, aufgenommen werden. Gleichzeitig wurden sämtliche Appartements und alle öffentlichen Bereiche (Restaurants, Empfang, Kinderclub etc.) einer Revitalisierung unterzogen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Appartements und die Aufwendungen der Revitalisierung werden in den Jahren 2021 bis 2024 ergebniswirksam. Zum Bilanzstichtag waren 84 von 193 Appartements verkauft. Die Neueröffnung mit dem Konzept "BEECH" erfolgte im Juni 2021. Mit dem Projekt "aus eigener Landwirtschaft" bekennt sich das Resort nach wie vor zur Ökologie und Nachhaltigkeit. Auf den eigenen Flächen wird eine beständig wachsende Auswahl an Obst und Gemüse angebaut sowie Araucana-Hühner gehalten. In 2021 wurde eigens hierfür ein landwirtschaftlicher Betrieb als Fleesensee Landwirtschaft GmbH gegründet. Auch hier handelt es sich um eine weitere Tochtergesellschaft der Fleesensee Holding GmbH. Das Geschäftsjahr 2021 verlief für das Fleesensee Hotels & Sportresort ab dem 28. Mai 2021, nach der Schließphase in den ersten 5 Monaten, erfolgreich. Grundsätzlich entwickelten sich die Umsätze nach Wiedereröffnung ab 28. Mai 2021 äußerst positiv. Die Belegungsraten lagen zwischenzeitlich bei 90 bis 100 %. Insbesondere der Individualtourismus stieg deutlich an, auch das MICE Geschäft zog ab dem Herbst wieder an. Die im III. Quartal erzielten Umsätze lagen für diesen Zeitraum über Budget. Für die Mitarbeiter wurde in den jeweiligen Gesellschaften Kurzarbeitergeld beantragt. Die Fleesensee Gesellschaften haben die Überbrückungshilfe III für die ersten 6 Monate des Jahres 2021 erhalten. Die in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Hygienekonzepte sowie die Abstandsregelungen einzuhalten, stellte das Resort vor Herausforderungen, die positiv gemeistert wurden. Trotz aller vorab genannten Einflüsse konnten die operativen Umsätze in 2021 insgesamt und resortweit um ca. TEUR 564 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Das handelsrechtliche Jahresergebnis beträgt im Forecast für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 19.326 aufgrund außerordentlicher Effekte wie dem Verkauf von Geschäftsanteilen an der Fleesensee Clubanlage GmbH. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 budgetiert einen Umsatz von ca. TEUR 35.721, ein EBITDA von ca. TEUR 3.718 und einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss i. H. v. ca. TEUR 96. Schlosshotel Fleesensee Chancen Die umfangreiche Revitalisierung der Schlosszimmer sowie der abgeschlossenen Revitalisierung der Zimmer im West- und Ostflügel des Hotels und der öffentlichen Innen- und Außenbereiche führte, wie erwartet, zu einem weiteren Anstieg der durchschnittlichen Zimmerraten. Das Schlosshotel konnte die Umsatzerlöse in 2021 um TEUR 863 (+6,6 %) auf TEUR 13.771 steigern. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung i. H. v. TEUR 586 (Vorjahr: TEUR -513). Die Prognose 2021 wies einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 227 aus und beinhaltete den erwähnten Sofortaufwand für die in der Schließungsphase durchgeführten Zimmerrenovierungen. Die Steigerung der Umsatzerlöse des Schlosshotels im Geschäftsjahr 2021 trotz teilweiser behördlicher Schließung liegt an der guten Auslastung und den hohen Zimmerraten. Weiterhin konnten während der Schließphase auch einige Kosten eingespart werden. Seit Mai 2020 ist das Schlosshotel Betreiber der Ferienwohnungsanlage "Maremüritz", deren Umsatzerlöse und Aufwand in das Ergebnis einfließen. Die Gesellschaft nahm die Überbrückungshilfe III für die ersten 6 Monate 2021 in Anspruch. Zudem wurde für einige Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. Die restlichen Mitarbeiter beteiligten sich an den Renovierungsarbeiten, welche in den Coronaschließphasen nahezu vollständig abgeschlossen werden konnten. Durch eine Steigerung der Buchungen über direkte Kanäle sollen - nach wie vor - mittelfristig die Provisionsaufwendungen gesenkt und somit ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung i. H. v. ca. TEUR 559 budgetiert. Dies entspricht einer Ergebnisminderung von ca. TEUR 1.145, in dem auch die Aufwendungen in Zusammenhang mit der abgeschlossenen Zimmerrevitalisierung des Ostflügels berücksichtigt sind. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 weist ein EBITDA i. H. v. TEUR -443 und einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung i. H. v. TEUR 1.963 aus. Risiken Der Fokus lag im Geschäftsjahr 2022 unverändert auf der Etablierung und Verbesserung der internen Prozesse, zur Optimierung der Aufwendungen und Stabilisierung des Betriebsergebnisses. Des Weiteren müssen die erwarteten steigenden Aufwendungen in Zusammenhang mit den revitalisierten Bereichen (Energie- und Instandhaltungsaufwendungen, Außenpool, Saunalandschaft, Wintergarten) durch höhere Zimmerpreise und Steigerungen der Auslastung kompensiert werden. Ein Risiko besteht, dass weiter höhere Zimmerpreise mit gleichzeitig steigender Auslastung schwieriger werden. Das revitalisierte Hotel benötigt des Weiteren qualifiziertes Fachpersonal zur Sicherstellung der Servicequalität, so dass die Personalaufwendungen weiter ansteigen werden. Durch das etablierte HR-Management wurde das Recruitment verbessert und eine Mitarbeiterbindung aufgebaut. Mittelfristiges Ziel ist eine feste Stammbelegschaft, so dass nur die Spitzennachfragen mit Personaldienstleistern zu decken wären. Das Risiko besteht darin, dass in bestimmten Bereichen kein geeignetes Fachpersonal eingestellt und somit die gegenüber dem Gast kommunizierte Qualität in den erbrachten Dienstleistungen nicht erfüllt werden kann. Ein weiteres Risiko in 2022 sind die steigenden Energiepreise und auch Kostensteigerungen in allen Bereichen. Hier wird an Synergien zwischen den einzelnen Betrieben gearbeitet, um hier die Kostensteigerung so moderat wie möglich zu halten. Im Bereich der Energieversorgung bestehen Verträge noch bis Ende 2023. In 2023 muss dann für den Zeitraum ab 2024 neu verhandelt werden. Weiterhin werden in der Fleesensee Green Energie GmbH, einer in 2022 neugegründeten Tochtergesellschaft, Konzepte entwickelt, hier Einsparungen vornehmen zu können. Robinson Club Fleesensee Chancen Der Robinson Club Fleesensee wurde im Geschäftsjahr 2019 einer umfangreichen Revitalisierung unterzogen, der die hohe Attraktivität des Produkts erhält und weiter steigert. Insgesamt wurden 201 Zimmer renoviert, deren durchschnittliche Zimmerrate nunmehr deutlich über der der Vorjahre liegt. Der mit dem Betreiber der Anlage (TUI AG/Robinson Club GmbH, Hannover) bestehende Betriebsführungsvertrag (ursprüngliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020) wurde im Geschäftsjahr 2018 mit der TUI AG/Robinson Club GmbH, Hannover, neu verhandelt. Der neue Betriebsführungsvertrag vom 17. September 2018/19. Oktober 2018 gilt ab dem 1. Januar 2020 mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Im Robinson Club verminderten sich die Umsatzerlöse in 2021 um TEUR 793 (-8,6 %) auf TEUR 8.357. Die Prognose 2021 belief sich auf Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 12.420. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 1.051 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 1.480). Die Prognose 2021 wies einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 1.347 aus. In den sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. TEUR 1.588 sind Corona-Hilfen für Überbrückungshilfe III i. H. v. TEUR 1.115 sowie Versicherungsentschädigungen i. H. v. TEUR 400 enthalten. Mit Vertrag vom 20./21. Januar 2022 wurden 84,7 % der Anteile an der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2022 gewinnbringend veräußert. Mit dem Verkauf der Anteile wurde der Betriebsführungsvertrag unter aufschiebenden Bedingungen (Erweiterung und Revitalisierung) um zehn weitere Jahre, bis 31. Dezember 2039, verlängert. Die Fleesensee Holding ist weiterhin mit 10,1 % an der Clubanlage beteiligt. Risiken Ab dem Geschäftsjahr 2022 findet eine Risikominimierung statt, da durch den Verkauf von Anteilen an der Gesellschaft, der Konzern die Barmittel nur noch anteilig bereitstellen muss. BEECH-Resort Fleesensee (ehemals Dorfhotel Fleesensee) Chancen Im BEECH-Resort stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 1.069 (24,75 %) auf TEUR 5.389. Die Prognose 2021 belief sich auf Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 8.615. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 7.714 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 308). Die Prognose 2021 wies einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 9.825 aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Geschäftsjahr auf TEUR 10.217 (Vorjahr: TEUR 814). Dieser Betrag setzt sich aus TEUR 955 für die Überbrückungshilfe III, Verkauf Grundstück u. Gebäude aus Anlagevermögen i. H. v. TEUR 2.843 und Verkäufen von Apartments i. H. v. TEUR 7.373 zusammen. Die Umsatzerlöse werden im Forecast für das Geschäftsjahr 2022 mit ca. TEUR 7.692 prognostiziert. Die Neueröffnung mit dem Konzept "BEECH" fand im Juni 2021 statt. Das Konzept "BEECH" wurde in 2020 am Markt vorgestellt und etabliert. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein EBITDA von TEUR 4.840 und ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung i. H. v. TEUR 4.461 im Forecast ausgewiesen. Enthalten waren Erlöse aus dem Abverkauf der Appartements (ca. 50 %) mit deren entsprechenden Revitalisierungsaufwendungen und den damit in Zusammenhang stehenden Projekt- und Vertriebsaufwendungen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 weist einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 2.703 aus und enthält den Abverkauf der restlichen Appartements. Das EBITDA wird mit einem Betrag i. H. v. TEUR 2.809 beziffert. Für die einzelnen Ferienwohnungseinheiten wurde bereits 2015 eine grundbuchliche Eigentumsteilung vorgenommen. Der Vertrieb begann im Jahr 2021 nach Fertigstellung der Revitalisierungsmaßnahme und Erreichen der Beurkundungsfähigkeit im Juni 2021. Zum Stand 31. Dezember 2021 wurden 69, zum 31. Dezember 2022 84 von verfügbaren 193 Apartments verkauft. Risiken Mit dem neuen Betreiberkonzept "BEECH" musste das bereits bekannte Produkt ab Juni 2021 mit der Neuausrichtung am Markt gefestigt werden. Es besteht ein Risiko, dass die Neuausrichtung des Betreiberkonzepts eine Anlaufphase benötigt. Fleesensee SPAWorld Die Fleesensee SPAWorld, die sich in die Geschäftsbereiche Wasserwelt, Saunawelt, und Fitnesswelt gliedert, wies einem Umsatz i. H. v. TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 572) auf. Die Prognose 2021 belief sich auf Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 590. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 3.395 (Vorjahr: TEUR 370). Dieser Fehlbetrag enthält die nicht aktivierungsfähige Revitalisierungsmaßnahme. Geprägt war das Jahr 2021 insbesondere durch die Schließung ab dem 01. Januar 2021 und der eingeschränkten Wiedereröffnung mit diversen Auflagen (z. B. beschränkte Personenzahlen). Der SPA Bereich wurde ab Oktober 2020 bis Frühjahr 2021 komplett revitalisiert und in das AQUAFUN umgewidmet. Ein Investitionsvolumen i. H. v. TEUR 3.500 hat die in die Jahre gekommene Wasser- und Saunawelt komplett modernisiert. Die Renovierungs- und Umbaumaßnahme wurden im ersten Quartal 2021 abgeschlossen, die Eröffnung fand coronabedingt im Juni 2021 statt. SPA-Anwendungen wird es zukünftig ausschließlich im Schlosshotel geben. Die Fleesensee SPAWorld ist als Resort-Komplementärprodukt, mit Schwerpunkt auf das BEECH Hotel, zu sehen. Die Umsatzerlöse werden für das Geschäftsjahr 2022 mit ca. TEUR 1.044 budgetiert. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 73 und ein Jahresfehlbetrag vor Ergebnisausgleich i. H. v. ca. TEUR 205 budgetiert. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 weist ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 279 und einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 475 aus. Golf & Country Club Fleesensee Im Golf & Country Club Fleesensee wurden in den Vorjahren bereits einige Revitalisierungsmaßnahmen durchgeführt (Umbau der Golfplätze und Umgestaltung des Clubhauses). Weiterhin wurde laufend für eine Neuausstattung des Maschinenparks im Greenkeeping sowie für neue E-Carts und Leihequipment gesorgt. Im Golf & Country Club sanken die Umsatzerlöse in 2021 um TEUR 333 (-9,9 %) auf TEUR 3.375. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 368 (Vorjahr: TEUR -525). Die Prognose 2021 wies einen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 315 aus. Auch hier hat sich die Schließphase auf die Umsätze im ersten Halbjahr 2021 ausgewirkt. Das zweite Halbjahr hat dann gute Ergebnisse erzielt. Zur Erreichung der geplanten Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2021 wurden diverse Maßnahmen zur Kostenreduktion umgesetzt. Die Greenfee-Verkäufe sowie auch der Umsatz der Golfschule konnte im Geschäftsjahr 2021 deutlich gesteigert werden. Zusätzlich war es gelungen die Genehmigung für einen Campingplatz zu erhalten. Somit wurde die Möglichkeit geschaffen, Teile des Grundstücks als Camping- und Wohnmobilplatz zu nutzen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein EBITDA i. H. v. TEUR -103 und ein Jahresfehlbetrag vor Ergebnisausgleich i. H. v. TEUR 428 im Forecast ausgewiesen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 weist ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 203 und einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 522 aus. Land Fleesensee Service Gesellschaft Im Jahr 2021 wurde die Landwirtschaft aus der Land Fleesensee Service GmbH in eine weitere Gesellschaft ausgegliedert. Hauptgrund war die saubere Trennung des Gütesiegels "aus eigener Landwirtschaft". Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 659). Die Prognose 2021 belief sich auf einen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 7. Die fehlende Umlage und die weiterhin hohen Aufwendungen für die umfangreichen Aktivitäten und Revitalisierungsmaßnahmen im Resort haben das Ergebnis erwartungsgemäß beeinflusst. Neben der Erbringung von Verwaltungs- und Handwerksdienstleistungen ist die Gesellschaft weiterhin für das Dachmarkenmarketing verantwortlich. Da die Geschäftsbesorgungsverträge durch die Resortpartner zum 31. Dezember 2012 gekündigt wurden, ist eine Weiterbelastung der Aufwendungen für übergreifende Marketingausgaben weiterhin nur sehr begrenzt durchführbar. Eine Neuauflage der Umlage unter allen Resortpartnern (inklusive des nicht zum Konzern gehörenden TUI-Blue Hotels in Untergöhren) wird weiterhin angestrebt, gestaltet sich jedoch derzeit in der Umsetzung als sehr schwierig. Einen ersten Erfolgsschritt brachte der ab 1. Januar 2020 geltende neue Betriebsführungsvertrag mit dem Robinson Club. Hier konnte erstmalig wieder eine Umlage für das Dachmarkenmarketing von 0,5 % der Bruttoumsatzerlöse vereinbart werden. Analog eine Regelung für die Eigenbetriebe zu finden, wird mittelfristig (dann auch inkl. der Fleesensee Feriendorf GmbH) angestrebt. Des Weiteren wird die Land Fleesensee Service Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2021 als eigenständiger Handwerksbetrieb geführt. Aufgrund der oben beschriebenen verbesserten Erlössituation wird für das Geschäftsjahr 2022 ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 368 und ein Jahresfehlbetrag vor Ergebnisausgleich i. H. v. ca. TEUR 403 im Forecast ausgewiesen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 weist ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 297 und einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 314 aus. Personalhaus Das Personalhaus Fleesensee ist notwendiger Bestandteil der Mitarbeiterbeschaffung und -bindung. Nach Anlaufverlusten in den Jahren 2016 und 2017 wurde seit dem Geschäftsjahr 2018 ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Das Geschäftsjahr 2020 schloss mit einem Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 42). Die Prognose 2021 budgetierte ein Jahresergebnis von TEUR -30. Aufgrund der Corona-Pandemie wird für das Geschäftsjahr 2022 im Forecast ein EBITDA i. H. v. TEUR 120 und handelsrechtlicher Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 12 budgetiert. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 weist ein EBITDA i. H. v. TEUR 94 und einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 4 aus. Auswirkungen in 2021 hatte auch hier die Schließung der Betriebe in den ersten 5 Monaten des Jahres. Marktplatz Der Marktplatz Fleesensee wurde im Geschäftsjahr 2020 erworben. Der Marktplatz bietet den Gästen des Resorts u.a. kleine Geschäfte, eine Eisdiele, einen Spielplatz, einen Waschsalon, die Touristeninformation sowie eine Segway- und Fahrradmietstation. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2021 am Marktplatz eine Kaffeerösterei und ein Craftbeer-Shop mit Bar eröffnet. Dieses Angebot fördert die Attraktivität des Resorts. Im Jahr 2022 wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen, ca. TEUR 350, an dem Gebäude vorgenommen, welche Größenteils nicht aktivierungsfähig sind. Der Marktplatz erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 394 und einen Jahresüberschuss i.H. v. TEUR 97. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 weist ein EBITDA i. H. v. TEUR 73 und einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 24 aus. Kliniken Die Fleesensee Kliniken GmbH wurde in 2021 gegründet und hat sich ein Grundstück in Göhren-Lebbin gesichert, welches im Vorhaben- und Erschließungsplan dem "Gesundheits- Tourismus" gewidmet ist. Hierzu wird derzeit ein Konzept entwickelt. Die Kliniken GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 8 und einen handelsrechtlichen Fehlbetrag i. H. v. TEUR 51. Landwirtschaft Die Gesellschaft wurde in 2021 neu gegründet und es wurde das Anlagevermögen aus der Land Fleesensee Service GmbH übernommen, welches für den Bereich Landwirtschaft vorgehalten wurde. Dieser Bereich wird als für das Qualitätssiegel "Aus eigener Landwirtschaft" betrieben und dieses wird in den einzelnen Betrieben auch genutzt, um die Qualität zu bewerben. Hier ist auch der Anbau von Weinreben angedacht. Dafür liegt der Gesellschaft seit August 22 die Anbaugenehmigung des Bundesamtes für Landwirtschaft und Ernährung vor. Die Landwirtschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 60, ein negatives EBITDA i. H. v. TEUR 33 und einen handelsrechtlichen Fehlbetrag i. H. v. TEUR 57. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatz i. H. v. TEUR 117 prognostiziert. Weiterhin wird ein negatives EBITDA von TEUR 48 und ein handelsrechtlicher Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 58 erwartet. Immo-Asset Die Anteile an der Fleesensee Immo-Asset GmbH, wurden in 2021 erworben. Die ursprüngliche Firmierung Fleesensee Feriendorf Beteiligungs GmbH wurde in 2022 geändert. Die Gesellschaft hat die Gebäude und Grundstücke aus dem Anlagevermögen der Fleesensee Feriendorf GmbH übernommen und vermietet diese wiederum an die Fleesensee Feriendorf GmbH. Die Immo-Asset erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA i. H. v. TEUR 82 und einen handelsrechtlichen Überschuss i. H. v. TEUR 27. Hotelbetriebsgesellschaft Die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft wurde in 2021 neugegründet. Es wurde ein Managementvertrag mit der Fleesensee Feriendorf GmbH geschlossen. Die Hotelbetriebsgesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA i. H. v. TEUR 239 und auch einen handelsrechtlichen Überschuss i. H. v. TEUR 239. In 2022 wurde mit der Fleesensee Schlosshotel GmbH ein Managementvertrag für die beiden Betriebsstätten ab Februar geschlossen. Weitere Projekte sind in Planung. Allgemeine Chancen und Risiken des Resorts Das Land Mecklenburg-Vorpommern erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit und steigender Besucherzahlen. Dieser Trend sollte in der Zukunft weiter anhalten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das runderneuerte Resort hiervon überproportional profitieren und es seine ohnehin hohe Anziehungskraft weiter ausbauen kann. Dies wird in der Zukunft zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen führen. Die Revitalisierung des Robinson Club Fleesensee im Geschäftsjahr 2020 erhält und steigert die Attraktivität des "Fleesensee Hotels & Sportresort". Mit Vertrag vom 20./21. Januar 2022 wurden 84,5 % der Anteile an der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2022 gewinnbringend veräußert. Mit dem neuen Mehrheitseigentümer besteht eine sehr gute Zusammenarbeit und es werden weiterhin Synergien für das Gesamtresort dadurch entstehen. Der Investor verfolgt die Beteiligung an weiteren Objekten im Resort. Die Revitalisierung des BEECH Hotels sowie die Vermarktung der Ferienappartements mit anschließendem Betrieb der Anlage wird zusätzlich das touristische Interesse am Resort Fleesensee steigern. Das zusätzliche Angebot eines Camping- und Wohnmobilplatzes, die Erstellung einer Event-Hütte auf dem Schlossplatz für kleinere Firmen-Events sowie die zusätzlichen Angebote auf dem Marktplatz Göhren-Lebbin (u. a. Craftbeer-Shop, Kaffeerösterei und Eisdiele) tragen ebenfalls zur Attraktivitätssteigerung bei. Die Umsätze und Ergebnisse sind in einem nicht unerheblichen Maße abhängig von der zeitlichen Lage der Ferien, ausreichend verfügbarer Fachkräfte, weiteren geplanten Entwicklungen in Göhren-Lebbin und einer wachsenden Zahl von Urlaubern und Übernachtungsangeboten. Im Jahr 2018 wurden weitere Bebauungsplanverfahren in Göhren-Lebbin genehmigt. Im Mai 2019 konnte ein befristeter Vorhabens- und Entwicklungsplan nochmals durch die Gemeindevertreter entfristet werden. Dieser ermöglicht den Neubau von Unterkünften für Gäste der Fleesensee Sportanlagen GmbH, Göhren-Lebbin, auf deren Grundbesitz. In diesem Planverfahren wurde auch die Umnutzung von Abschlaghütten auf der Driving-Range in Golf-Appartements beantragt. Aktuell wurde auf dem Grundstück ein Campingplatz errichtet. Unterkünfte für Golfer sind nunmehr in der "Apartmentanlage am Katerberg" geplant. Langanhaltende Schönwetterperioden können die Besucherzahlen und damit den Erfolg des Resorts ebenso maßgeblich beeinflussen, zumal der Trend zur kurzfristigen Buchung ungebrochen ist. Überbrückungshilfe III wurde i. H. v. TEUR 4.956 beantragt und in 2021 ausgezahlt und in 2022 final abgerechnet. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Fleesensee Kliniken GmbH, Göhren-Lebbin, neu gegründet. Diese wurde im Geschäftsjahr 2021 erstmals konsolidiert. Die Gesellschaft wird sich mittelfristig auf dem Sektor des Gesundheitstourismus etablieren, dazu hat sie in 2021 bereits ein geeignetes Grundstück erworben. Ebenso wurden in 2021 die Fleesensee Landwirtschaft GmbH, Göhren-Lebbin, und Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H., Göhren-Lebbin, gegründet und erstmals konsolidiert. Die Fleesensee Landwirtschaft GmbH, Göhren-Lebbin, dient dazu, das Projekt "aus eigener Landwirtschaft voranzutreiben und die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H., Göhren-Lebbin, hat die Betriebsführung des BEECH-Hotels übernommen. Weiterhin wurde ab Februar 2022 die Betriebsführung des Schlosshotel und des Maremüritz Yachthafen Resort übernommen. Im Februar 2022 wurde eine weitere Tochtergesellschaft, Apartmentanlage am Katerberg GmbH, Göhren-Lebbin, gegründet. Diese Gesellschaft hat am 18. März 2022 das B-Plangebiet "Wohnen am Katerberg" mit einer Fläche von ca. 22.000 erschlossenen Quadratmetern gekauft, um hier weitere 50 Hotelapartments zu entwickeln. Im August wurden die Fleesensee Schlosshotel Immobilien GmbH, Göhren-Lebbin, und die Fleesensee Green Energie GmbH, Göhren-Lebbin, gegründet. Die Green Energie wird sich um das Thema Energiegewinnung in Göhren-Lebbin bemühen. Hier sind verschiedene Photovoltaik Projekte in Planung, weiterhin wird am Thema Tiefengeothermie gearbeitet. Die Liquiditätssituation des Konzerns Fleesensee ist im Berichtszeitpunkt stabil. Die Planungen für das Geschäftsjahr 2023 weisen keine liquiditätsmäßigen Unterdeckungen auf. Die Investitionen in die oben beschriebenen Apartmentanlage am Katerberg und die Energieprojekte sind durchfinanziert.
Göhren-Lebbin, 16. Dezember 2022 Fleesensee Holding GmbH gez. Michael Scharf, Geschäftsführer gez. Ralf Wohltmann, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Fleesensee Holding GmbHAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021Fleesensee Holding GmbH
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Fleesensee Holding GmbH, Göhren-LebbinI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und zum Konzernabschlussstichtag sowie zu Befreiungstatbeständen Die Gesellschaft wurde am 15. September 2014 gegründet und wurde unter der Nummer HRB 73330 im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf geführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 25. August 2020 wurde die Gesellschaft in Fleesensee Holding GmbH umfirmiert und der Sitz nach Göhren-Lebbin verlegt. Mit der Sitzverlegung nach Göhren-Lebbin erfolgte die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Neubrandenburg unter der Nummer HRB 21158. Ihr Geschäftsbetrieb ist das Halten von Beteiligungen sowie deren Verwaltung. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, ist das Mutterunternehmen des Fleesensee-Konzerns. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2021. In Ausübung des Wahlrechts des § 298 Abs. 1 i. V. m. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB und unter Beachtung von § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurde zur Gliederung der Sachanlagen von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden unter den Posten Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen dargestellt. Der Posten Technische Anlagen und Maschinen wurde entsprechend der Besonderheiten des Konzerns in Golf- und Tennisanlagen umbenannt. Bei der Gliederung der Vorräte und des Materialaufwands wurde ebenfalls von der Regelung gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Posten wurden wie folgt angepasst: Vorräte Lebensmittel, Getränke, sonstige Vorräte Materialaufwand
Die Gliederung des Eigenkapitals erfolgte gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 Abs.1 HGB i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB und der Konzernanhang nach den Vorschriften der §§ 313 f. HGB aufgestellt. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur Erhöhung der Klarheit der Posten "Aufwand aus Ausgleichszahlungen für nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Aufstellung des Konzernjahresabschlusses erfolgte in Euro. Mit notarieller Urkunde vom 3. Dezember 2015, 30. September 2016, 11. November 2020, 24. Februar 2021 und 2. Juni 2021 wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, geschlossen. Die aus den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen entstehenden ertragssteuerlichen Organschaften wurden zum 1. Januar 2015, 1. Januar 2016, 1. Dezember 2020 bzw. 1. Januar 2021 errichtet. Die Fleesensee Feriendorf GmbH hat eine Veräußerung von 193 Appartement-Einheiten im Teileigentum durch Schaffung der rechtlichen Grundlagen vorbereitet. Die zur Veräußerung bestimmten Appartements wurden im Geschäftsjahr 2015 mit Wirkung zum 1. Januar 2015 in das Umlaufvermögen umgegliedert. Die im Anlagevermögen verbleibenden Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben. Der Konzern war im Jahr 2021 vom 1. Januar bis 28. Mai vom eingeschränkten Betrieb auf Grund der Corona Pandemie geprägt. II. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis Neben der Fleesensee Holding GmbH wurden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Der Konsolidierungskreis setzte sich aus dem Mutterunternehmen, Fleesensee Holding GmbH, und den folgenden Tochterunternehmen zusammen (vgl. hierzu Anlage 2 zum Konzernanhang).:
Bei den fünf erstgenannten Gesellschaften wurden alle Gesellschaftsanteile durch notariellen Kaufvertrag vom 2. Oktober 2014 erworben. Von diesen Gesellschaften besitzt die Holding 94,8 % der Geschäftsanteile. Die Fleesensee Personalhaus GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 30. November 2015 gegründet und zum 31. Dezember 2015 erstkonsolidiert. Die Fleesensee Holding GmbH hält 100 % der Gesellschaftsanteile. Die Marktplatz Fleesensee GmbH (vormals: Pilatus 24 GmbH, Düsseldorf) wurde im Geschäftsjahr 2020 erworben und zum 30. April 2020 erstkonsolidiert. Die Fleesensee Holding hält 100 % der Gesellschaftsanteile. Bei der Land Fleesensee Service Gesellschaft mbH besitzt die Holding ebenfalls 100 % der Geschäftsanteile Die Fleesensee Immo-Asset GmbH (vormals: Fleesensee Feriendorf Beteiligungs GmbH) wurde im Geschäftsjahr 2021 erworben und zum 15. März 2021 erstkonsolidiert. Die Fleesensee Kliniken GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 5. Januar 2021 gegründet und zum 5. Januar 2021 erstkonsolidiert. Die Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H. wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 18. März 2021 gegründet und zum 18. März 2021 erstkonsolidiert. Die Fleesensee Landwirtschaft GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 22. März 2021 gegründet und zum 22. März 2021 erstkonsolidiert. Bei diesen 3 neugegründeten Firmen und 1 erworbenen Firma hält die Fleesensee Holding GmbH jeweils 100% der Gesellschaftsanteile. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde die
gemäß § 296 Abs. 2 S.1 HGB nicht konsolidiert. Die Firma wurde im Oktober 2022 aus dem Handelsregister gelöscht. III. Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB.
Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert im Geschäftsjahr 2014 i. H. v. TEUR 7.207 bzw. 2015 i. H. v. TEUR 8, 2020 i. H. v. TEUR 707 und in 2021 zu TEUR 69 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung i. H. v. TEUR 361 erfasst. Die planmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2021 betrug TEUR 817, so dass der Buchwert unter Berücksichtigung der Zugänge per 31. Dezember 2021 TEUR 2.506 (Vorjahr: TEUR 3.254) betrug. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter betrugen zum 31. Dezember 2021 aufgrund der geschlossenen Ergebnisabführungsverträge unverändert TEUR 1.898. Die Minderheitsgesellschafter erhalten für jedes volle Wirtschaftsjahr einen jährlichen Ausgleich i. H. v. TEUR 2. 2. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgte gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. 4. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern der Geschäftsjahre bis einschließlich 2018 waren aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften ergebniswirksam aufzulösen. Der Ausweis der aktiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag beruhte im Wesentlichen auf steuerlichen Verlustvorträgen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020. Grundlage hierfür war die Unternehmensplanung für die Jahre 2022 bis 2026 und die Ermittlung des steuerlichen Verlustvortrags zum 31. Dezember 2021. Die Bewertung erfolgte mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 % (zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag hierauf) sowie mit einem Gewerbesteuersatz von 10,5 %. Die Zusammensetzung ergab sich wie folgt:
Unter Anwendung der o. g. Steuersätze ergibt sich voraussichtlich eine Steuerentlastung für die Körperschaftsteuer i. H. v. ca. TEUR 1.674 und für die Gewerbesteuer i. H. v. ca. TEUR 1.268, in Summe ca. TEUR 2.942. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt im Sinne von § 285 Nr. 28 HGB. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse sämtlicher einbezogener Unternehmen wurden in Euro aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einheitlich bilanziert und bewertet. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Der aus der Erstkonsolidierung resultierende aktivische Unterschiedsbetrag wurde dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Die Abschreibung erfolgte für die bis 2019 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren. Erworben wurden neben bestehenden Betreiberverträgen und Kundenstämmen auch die Möglichkeit, das Resort Fleesensee als solches wieder einheitlich zu vermarkten. Die Abschreibung, des in 2020 aus der Erstkonsolidierung resultierenden aktivischen Unterschiedsbetrags, erfolgte über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Seit Erwerb des Resorts Fleesensee erfolgte diese Vermarktung mit nachhaltiger Konsequenz. Durch diese Vermarktung wird das Gesamtkonzept mittelfristig zu den gewünschten Erträgen führen, wobei insbesondere auch die Möglichkeit zum Abschluss von neuen Betreiberverträgen besteht. Es wird davon ausgegangen, dass innerhalb dieses Zeitraums die innewohnenden Potentiale gehoben werden können und sich die neuen Konzepte etablieren werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. TEUR 361 vorgenommen. Die Lizenzen und ähnliche Rechte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibung erfolgte linear über die vertraglich garantierte Laufzeit bzw. die Nutzungsdauer. Die Grundstücke wurden durch Grundbuchauszüge und Kaufverträge nachgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Gebäude, die Außenanlagen, die Golf- und Tennisanlagen und die Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zum 31. Dezember 2019 erfolgte eine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB auf die Position "A. Anlagevermögen, II. Sachanlagen, 2. Gebäude" i. H. v. TEUR 180 für die Gebäude der Fleesensee Feriendorf GmbH. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs zu einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser wurde über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden durch Bestandslisten und Verträge nachgewiesen. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Immobilien zum Verkauf erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Der Ermittlung der Anschaffungskosten der Lebensmittel, Getränke und sonstigen Vorräte liegen Durchschnittswerte zugrunde. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennbetrag. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Teil Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellte keinen Bestandposten dar. Er diente der periodengerechten Abgrenzung von Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellten. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich war, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zum Bilanzstichtag zum Nennwert bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen wurden nach der Nettomethode ausgewiesen. Der Ansatz der übrigen Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden nach den für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entsprach den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB. Die Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlageposten im Jahre 2021 ist in der Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt. Zur Verbesserung des Einblicks in die Altersstruktur des Anlagevermögens wurden im Anlagenspiegel die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 4.956 staatliche Corona-Hilfen enthalten. Das gezeichnete Kapital betrug TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt. Ein Teil der Kapitalrücklagen i. H. v. TEUR 13.000 waren Zulagen (Einlage in bar) gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, wobei ein Teilbetrag i. H. v. TEUR 3.000 auf einen Vorzugsgeschäftsanteil 1 geleistet wurde. Dieser Vorzugsgeschäftsanteil 1 vermittelte einen Vorzug auf die Berechtigung an zukünftigen Gewinnen der Muttergesellschaft i. H. v. TEUR 105 p. a. Mit Einbringungsvertrag vom 8. Dezember 2014 wurde vereinbart, dass weitere TEUR 3.000 gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt wurden, indem ein Gesellschafter seinen Vergütungsanspruch in die Kapitalrücklage einlegte. Die Kapitalrücklagen wurden mit Beschluss vom 18. November 2016 um insgesamt TEUR 5.000 erhöht und im November 2016 eingezahlt. Die Kapitalrücklagen stiegen im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 11.411 auf TEUR 32.411. Mit Beschlüssen vom 12. März 2019 über TEUR 1.942 und vom 31. Oktober 2019 über TEUR 4.202 wurde die Kapitalrücklage durch Ablösung von Altverbindlichkeiten durch den Gesellschafter erhöht. Des Weiteren wurde am 22. November 2019 beschlossen TEUR 5.267 neues Kapital in die Gesellschaft einzulegen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Juli 2020 die Kapitalrücklage um TEUR 100 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 2.061 (Vorjahr: TEUR 995) resultierten im Wesentlichen aus dem erwarteten Aufwand für Personalaufwendungen (TEUR 535), ausstehenden Eingangsrechnungen (TEUR 379) und übrigen Verpflichtungen (TEUR 2.058). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Jahr 2021 reduziert auf TEUR 7.570 (Vorjahr: TEUR 30.933). Das Darlehen bei der Deutschen Hypothekenbank, Hannover, wurde zum 14. Dezember 2021 komplett abgelöst. Hierzu wurde ein endfälliges Gesellschafterdarlehen mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2023 und einem Zinssatz von 4 % p.a. aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden weitere TEUR 9.000 bei der Volksbank Düsseldorf Neuss eG, Düsseldorf, aufgenommen. Das Darlehen ist endfällig und läuft bei einem Zinssatz von 1,79 % p. a. bis zum 30. März 2023. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 5.339. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Förderkredite über TEUR 800 mit einem Sollzinssatz von 3,00 % p. a. bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgenommen. Die Darlehen wurden in 2021 komplett zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. H. v. TEUR 54.792 (Vorjahr: TEUR 30.055) beinhalteten diverse Darlehen des Versorgungswerkes, Einrichtung der Zahnärztekammer Berlin, K.d.ö.R., Berlin. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt: Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung zum 31. Dezember 2021
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 13 enthalten. Darüber hinaus haben die Konzerntochtergesellschaften ihr gesamtes bewegliches Anlagevermögen (Inventar) sicherungsübereignet. Die drei Tochtergesellschaften Fleesensee Schloßhotel GmbH, Fleesensee Clubanlage GmbH und Fleesensee Feriendorf GmbH haben jeweils Betriebsführungsverträge mit den Managementgesellschaften abgeschlossen. Daraus ergaben sich die folgenden Zahlungsverpflichtungen: Fleesensee Schloßhotel GmbH Mit Vertrag vom 10. März 2015 wurde ein Managementvertrag mit der 12.18. Investment Management GmbH (vormals: Lindner Investment Management GmbH), Düsseldorf, geschlossen. Hiernach verpflichtete sich die Gesellschaft, ein Managementhonorar i. H. v. 3,0 % des Nettoumsatzes des Hotelbetriebs zu zahlen (Geschäftsjahr: TEUR 312, Vorjahr: TEUR 336). Ferner war unter den unten genannten Bedingungen eine Incen- tive Vergütung von 10 % des Bruttobetriebsgewinns (income after undistributed operating expenses, GOP entsprechend dem Uniform System of Accounts for the Lodging Industry (USALI) 10. Edition) zu leisten. Der Bruttobetriebsgewinn ist der Überschuss der Nettoeinnahmen über die betriebsbedingten Kosten. Als solche gelten all die Kosten und Aufwendungen, die nach dem USALI 10. Edition als Kosten gebucht werden, jedoch unter Ausschluss der "Eigentumskosten". Liegt das jährliche GOP Ergebnis unterhalb eines nominalen Wertes von EUR 1.000.000,00 besteht kein Anspruch auf Incentive-Vergütung (Geschäftsjahr: TEUR 140, Vorjahr: TEUR 253). Fleesensee Clubanlage GmbH Für das Geschäftsjahr 2021 wurde eine Managementgebühr i. H. v. TEUR 477 (Vorjahr: TEUR 386) von der Robinson Club GmbH, Hannover, abgerechnet. Aufgrund des zum 1. Januar 2020 geänderten Betriebsführungsvertrags mit der Robinson Club GmbH, Hannover, war die Gesellschaft verpflichtet, eine jährliche Managementgebühr i. H. v. 3 % (Basic Fee) des Bruttoumsatzes sowie 11 % des GOP (Incentive Fee) an die Managementgesellschaft zu leisten. Zusätzlich sind bis zu 4 % des Gesamtumsatzes für Marketing aufzuwenden. Gemäß Betriebsführungsvertrag mit der Robinson Club GmbH, Hannover, hat die Gesellschaft bei Bedarf der Robinson Club GmbH, Hannover, Barmittel oder eine ausreichende Kreditlinie auf dem Betriebsführungskonto zur Verfügung zu stellen. Die Anforderung muss schriftlich erfolgen und kann den Maximalbedarf des Hotels für acht Wochen umfassen. Fleesensee Feriendorf GmbH Mit Vertrag vom 26. Mai 2021 wurde ein Betriebsführervertrag mit der Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H. geschlossen. Die Gesellschaft verpflichtet sich demnach ein Managementhonorar i. H. v. 3 % des Nettoumsatzes des Hotelbetriebes zu zahlen (Geschäftsjahr: TEUR 148). Ferner war unter den unten genannten Bedingungen eine Incentive Vergütung von 10 % des Bruttobetriebsgewinns (income after undistributed ope- rating expenses, GOP entsprechend dem Uniform System of Accounts for the Lodging Industry (USALI) 10. Edition) zu leisten. Der Bruttobetriebsgewinn ist der Überschuss der Nettoeinnahmen über die betriebsbedingten Kosten. Als solche gelten all die Kosten und Aufwendungen, die nach dem USALI 10. Edition als Kosten gebucht werden, jedoch unter Ausschluss der "Eigentumskosten" (Geschäftsjahr: TEUR 181). Aus der mit der Fleesensee SPAWorld GmbH bestehenden Vereinbarung vom 29. April 2021 über die kostenlose Badnutzung durch BEECH-Gäste, ergab sich für die Gesellschaft eine Zahlungsverpflichtung i. H. v. TEUR 283. Es bestanden zum Bilanzstichtag weitere finanziellen Verpflichtungen i. H. v. TEUR 4.464 aus Leasingverträgen. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse stammten ausschließlich aus dem Betrieb des "Hotels & Sportresort Fleesensee". In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren Erträge aus staatlichen Corona-Hilfen i. H. v. TEUR 4.956 und Versicherungsentschädigungen i. H. v. TEUR 710 enthalten. Weiterhin sind TEUR 9.357 für den Verkauf von Grundstücken und Apartments aus der Fleesensee Holding GmbH und Fleesensee Feriendorf GmbH enthalten. VII. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, waren die folgenden Personen: Michael Scharf, Kaufmann, Celle Ralf Wohltmann, Kaufmann, Berlin Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Jedem Geschäftsführer kann Einzelvertretungsbefugnis und/oder Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB erteilt werden. Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wurde gemäß §§ 314 Abs. 3, 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich für das Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 121); davon entfallen TEUR 138 auf die Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses. Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 378 Mitarbeiter und 60 Auszubildende beschäftigt. Nachtragsbericht Überbrückungshilfe III wurde i. H. v. TEUR 4.956 beantragt und in 2021 ausgezahlt. Final abgerechnet wurde in 2022. Für die Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, und ihre Tochtergesellschaften liegt eine Prüfungsanordnung einer steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2015 bis 2017 vor. Die Prüfung hat im November 2020 begonnen und ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Der am 10. März 2015 geschlossene Managementvertrag zwischen der Fleesensee Schloßhotel GmbH, Göhren-Lebbin und der 12.18. Investment Management GmbH, Düsseldorf, wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2022 gekündigt. Ein neuer Vertrag mit der Fleesensee Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H. wurde zum 1. Februar 2022 geschlossen. In 2021 wurde damit begonnen zwei weitere Personalhäuser mit einem Investitionsvolumen i. H. v. TEUR 3.670 zu bauen, die 2022 von den Mitarbeitern bezogen werden können. Mit notariellem Geschäftsanteilsübertragungsvertrag vom 29. Juli 2021 wurden je 5,2% der Geschäftsanteile an der Fleesensee Clubanlage GmbH, Fleesensee Feriendorf GmbH, Fleesensee Schloßhotel GmbH, Fleesensee SPAWorld GmbH und Fleesensee Sportanlagen GmbH an einen neuen Minderheitsgesellschafter mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übertragen. Mit Vertrag vom 20./21. Januar 2022 wurden 84,7 % der Anteile an der Fleesensee Clubanlage GmbH, Göhren-Lebbin, mit Wirkung zum 1. Januar 2022 veräußert. Der bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 3. Dezember 2015 endete am 31. Dezember 2021. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Beteiligung an der Fleesensee Feriendorf Beteiligungs GmbH, Göhren-Lebbin, erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgt im Geschäftsjahr 2021. Der Name der Firma wurde in 2022 in Fleesensee Immo-Asset GmbH geändert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Apartmentanlage am Katerberg GmbH gegründet. Weiterhin wurden die Fleesensee Green Energie GmbH, Göhren-Lebbin, und die Fleesensee Schlosshotel Immobilen GmbH, Göhren-Lebbin, gegründet. Die Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften erfolgt im Geschäftsjahr 2022. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nicht eingetreten.
Göhren-Lebbin, 16. Dezember 2022 Fleesensee Holding GmbH gez. Michael Scharf, Geschäftsführer gez. Ralf Wohltmann, Geschäftsführer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 3. Januar 2023 festgestellt. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021Fleesensee Holding GmbH
AnteilsbesitzFleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbinvormals: 12.18. Fleesensee Holding GmbH, Düsseldorf
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Mutterunternehmen selbst verzichten gemäß § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung Ihrer Jahresabschlüsse und ggf. Lageberichte. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fleesensee Holding GmbH, Göhren-Lebbin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 16. Dezember 2022 Grant
Thornton AG
gez. Richard, Albrecht, Wirtschaftsprüfer gez. Peters, Dieter, Wirtschaftsprüfer |
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