Volksbank eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg GnR 580053
Eingetragen
4.7.2006
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme oder die Vermittlung von Einlagen; b) die Gewährung oder die Vermittlung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) die Entwicklung, die Bebauung, der Kauf und Verkauf, die Vermittlung, Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von Immobilien bzw. Auslagerung an Tochterunternehmen; j) sonstige Geschäfte, die dem Genossenschaftszweck dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Steffen Werner
seit 8.11.2024
Prokura
Ralf Schnittcher
seit 8.11.2024
Prokura
Marco Bundschuh
seit 26.5.2023
Prokura
Udo Lax
seit 21.9.2022
Prokura
Markus Ott
seit 3.1.2019
Vorstandsmitglied
Jochen Lienert
seit 3.5.2018
Prokura
Prokura
Armin Hahn
seit 12.1.2017
Prokura
Rainer Rauch
seit 12.1.2017
Prokura
Verena Specht
seit 17.11.2014
Prokura
Vorstandsmitglied
Oliver Finkbeiner
seit 31.3.2010
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Überlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als regionale Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge Bindung an unser Geschäftsgebiet im nordwestlichen Bodenseeraum.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit bieten wir unsere Dienstleistungen über unser Geschäftsstellennetz sowie über Online-Kanäle und das telefonische Servicecenter an.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das Privat- und Firmenkundengeschäft, bestehend aus dem Kredit- und Einlagengeschäft, dem Vermittlungsgeschäft und dem Zahlungsverkehr einschließlich der Kontoführung. Ergänzend bieten wir ausgewählte Dienstleistungen im Rahmen eines genossenschaftlichen Ökosystems regionaler Prägung an. Wir nutzen darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Ergänzend betreiben wir das Eigengeschäft zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung.

Unsere Genossenschaftsbank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die BVR-Institutssicherung (BVR-ISG), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin, als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungseinrichtung des BVR (BVR-SE) getreten. Die BVR-SE ist als zusätzlicher genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zur BVR-ISG tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. §1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR-Sicherungssystem beigetreten.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023, der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenzahl stieg von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen an. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Zum Jahresende 2023 lag der Leitzins der EZB bei 4,0 %.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartete Zinssenkungen im Jahr 2024.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX konnte im Jahresverlauf ein Plus von 20,3% verzeichnen. Damit schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkte nahe seinem Rekordhoch.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang.

Die Europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen stärker anhob als die US-Notenbank Fed.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg

Die Kreditbestände legten um 2,7 Prozent auf 136,4 Milliarden Euro zu. Auf der Einlagenseite verbuchten die Genossenschaftsbanken einen Zuwachs von 1,2 Prozent auf 157,2 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme liegt mit 208,8 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

Der Zinsüberschuss der baden-württembergischen Genossenschaftsbanken stieg um 11,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um 1,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 737 Mio. Euro im Vergleich zu 488 Mio. Euro im Vorjahr. Die Kernkapitalquote der Institute verbesserte sich auf durchschnittlich 17 % (Vorjahr: 15,5 %).

Die Zahl der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg hat sich im Jahr 2023 wegen Fusionen um acht Institute auf 129 reduziert. Sie beschäftigen 19.900 Mitarbeitende (Vollzeitstellen), 1.700 Auszubildende und zählen mehr als 6,5 Millionen Kundinnen und Kunden, wovon 3,59 Millionen auch Mitglied sind.

Regionale Entwicklung

In den ersten Monaten in 2023 konnte sich die Wirtschaft von der Krise, die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelöst wurde, etwas erholen. Die Hoffnung auf einen Aufschwung erfüllt sich aber im Jahr 2023 nicht. Über fast alle Branchen hinweg sind die Umsätze und die Auftragseingänge eingebrochen. Die Lieferengpässe sind weitgehend überwunden, aber die Nachfrage sowohl im Inland als auch im Ausland sinkt. Die Arbeitslosenquote im Dezember des Berichtsjahres für den Landkreis Bodenseekreis hat sich auf 3,4 % erhöht (Vorjahr: 3,2 %).

(Quellen: BVR-Rundschreiben vom 04.03.2024 (Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken), Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg stehen für Finanzierung der Transformation bereit (Mitteilung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. vom 27.03.2024), Arbeitsmarkt im Überblick - Bodenseekreis (Arbeitsmarktstatistiken der Bundesagentur für Arbeit per Dezember 2023), Herbst 2023: Schlechte Stimmung in der regionalen Wirtschaft (IHK Bodensee-Oberschwaben))

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf der Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir den folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator, der sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lässt und den wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit und Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio II (nachfolgend: "CIR II") bestimmt. Diese Kennziffer setzt die angefallenen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen (GuV-Posten 10 und 11) ins Verhältnis zum erzielten Rohergebnis (GuV-Posten 1-3 und 5-7) und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Die strategische Zielgröße der CIR II soll sich zwischen 58 % und 70 % bewegen.

Ebenso haben wir nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt und diese in unserer Unternehmensstrategie verankert.

Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit. Zur Bestimmung der Kundenzufriedenheit beauftragen wir ein unabhängiges Marktanalyse- und Beratungsunternehmen damit, regelmäßig Kundenbefragungen durchzuführen.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr fanden keine außergewöhnlichen, einmalige oder betriebsfremde Vorgänge statt.

Die Entwicklung des von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikators im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Die CIR II verbesserte sich um 4 %-Punkte im Geschäftsjahr 2023 auf 63 % (Vorjahr: 67 %) und stellt sich damit ggü. dem internen Planwert für 2023 um 1 %-Punkt besser dar und befindet sich innerhalb des strategischen Zielwertkorridors einer CIR II von 58 % bis 70 %.

Die Entwicklung des bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikators liegt im Rahmen unserer Erwartung.

Den nichtfinanziellen Leistungsindikator der Kundenzufriedenheit ließen wir zuletzt im Geschäftsjahr 2023 ermitteln. Unser Ziel, einer Kundenbewertung mit "sehr gut" nach dem Schulnotenprinzip, konnte im Befragungsjahr erreicht werden.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 2.038.920 2.019.234 19.686 1,0
Außerbilanzielle Geschäfte *) 400.457 495.248 -94.791 -19,1

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Das Bilanzsummenwachstum von 1,0 % liegt im Wesentlichen in einem Anstieg der bilanziellen Kundenforderung begründet.

Die außerbilanziellen Geschäfte bewegen sich unter Vorjahresniveau, da sich insbesondere die unwiderruflichen Kreditzusagen reduzierten.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.426.806 1.384.652 42.154 3,0
Wertpapieranlagen 496.097 503.718 -7.621 -1,5
Forderungen an Kreditinstitute 22.596 13.569 9.028 66,5

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft, insbesondere im Bereich der Darlehensausreichung, um +42,2 Mio. Euro ausgebaut werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden, insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen. Das bilanzielle Wachstum der Kundenforderung entsprach mit 3,0 % genau unseren Erwartungen.

Die Veränderung der Wertpapieranlagen beträgt -1,5 %-Punkte. Der Rückgang ist im Zusammenhang mit der Fälligkeit der aufgenommenen Mittel bei der EZB aus der Teilnahme an gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften des Eurosystems (GLRG II) zu sehen.

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 66,5 % auf 22,6 Mio. Euro, im Wesentlichen durch eine Erhöhung des Guthabens bei der DZ BANK AG, an.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 468.872 388.435 80.437 20,7
Spareinlagen 296.684 439.782 -143.098 -32,5
andere Einlagen 1.056.709 984.388 72.322 7,3
verbriefte Verbindlichkeiten 13 28 -15 -54,5

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Bilanzjahr um 20,7 %-Punkte an, was überwiegend auf die Ausweitung der Refinanzierungen gegenüber der Genossenschaftlichen Zentralbank DZ BANK AG zurückzuführen ist.

Mit der Rückkehr der Guthabenverzinsung innerhalb der anderen Einlagen im Kundengeschäft ist eine Umschichtung von Spareinlagen (-143,1 Mio. Euro) hin zu anderen Einlagen (+72,3 Mio. Euro) und in Verbundprodukte innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe außerhalb der Bankbilanz feststellbar.

Insgesamt reduzierten sich die Bestände aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um -70,8 Mio. Euro (Vorjahr: +43,9 Mio. Euro). Die rückläufigen Bestände lagen deutlich unter unserer Planung, bei der wir ein Wachstum von 3,75 % geplant hatten.

Die verbrieften Verbindlichkeiten reduzierten sich unwesentlich und betreffen Restbestände aus effektiven Stücken bzw. deren nicht eingelösten Zinsscheinen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2.178 1.559 619 39,7
Vermittlungserträge 3.903 4.520 -617 -13,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 6.549 6.351 198 3,1

Bei den Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften erhöhten sich die Erträge aus Depot B Umsätzen vor dem Hintergrund der Umschichtungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 0,6 Mio. Euro.

Die Vermittlungserträge reduzierten sich um 0,6 Mio. Euro auf 3,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung entspricht einem Rückgang von 13,7 % und resultiert vorwiegend aus dem Rückgang der Immobilien- und Kreditvermittlung.

Die Steigerung des Provisionsüberschusses im Zahlungsverkehr ist auf höhere Erträge aus den Kontoführungsgebühren zurückzuführen. Hier spiegeln sich die geringfügigen Preisanpassungen der Kontomodelle wider, die erstmalig vollumgänglich im Geschäftsjahr 2023 wirken.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 32.365 27.190 5.175 19,0
Provisionsüberschuss 2) 12.283 11.942 341 2,9
Verwaltungsaufwendungen 27.229 25.831 1.398 5,4
a) Personalaufwendungen 16.975 16.276 699 4,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.254 9.556 698 7,3
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 16.803 12.872 3.930 30,5
Bewertungsergebnis 4) -5.270 -3.976 -1.293 32,5
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.533 8.896 2.637 29,6
Steueraufwand 4.507 3.393 1.113 32,8
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.000 2.500 -500 -20,0
Jahresüberschuss 5.026 3.002 2.024 67,4

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5,2 Mio. Euro erhöht und liegt ca. 3,9 Mio. Euro über der Planung und unserer Prognose eines leicht verbesserten Zinsergebnisses. Hauptsächlich resultiert der Anstieg im Vorjahresvergleich aus einem überproportionalen Anstieg der Zinserträge im Vergleich zu den Zinsaufwendungen sowie der Ausschüttung aus dem Spezialfonds in Höhe von 1,8 Mio. EUR. Die positive Planabweichung ist im Wesentlichen durch die Optimierungen unserer Zinssicherungsstrategie mit einer Nettovereinnahmungen von 3,0 Mio. Euro an positiven Derivaterträgen begründet.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 0,3 Mio. Euro ggü. dem Vorjahreswert und liegt unter dem geplanten Wert sowie unserer Prognose mit einer leichten Steigerung.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich aufgrund von höheren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, der tariflichen Gehaltserhöhungen sowie Abfindungszahlungen um insgesamt 0,7 Mio. Euro auf 17,0 Mio. Euro. Die Prognose für das abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem unveränderten Bild für die Personalaufwendungen konnten wir nicht erreichen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhen sich um 0,7 Mio. Euro und befinden sich in etwa auf dem Prognosewert für das Jahr 2023.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung konnte um 3,9 Mio. EUR gesteigert werden. Die Interne Planung wurde um 1,0 Mio. EUR übertroffen.

Das Bewertungsergebnis beläuft sich auf -5,3 Mio. Euro und befindet sich über unserem Prognosewert. Die Abweichung resultiert vor allem aus der Zuführung zu den Vorsorgereserven.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt mit 11,5 Mio. Euro unter dem internen Planwert.

Um die Einhaltung der weiter ansteigenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen dauerhaft sicherzustellen, wurden weitere Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 2,0 Mio. Euro vorgenommen. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,0 Mio. Euro) erwirtschaftet.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Bank refinanziert sich zu 66 % aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Diese bestehen zum weit überwiegenden Anteil aus Verbindlichkeiten mit unbestimmter Laufzeit und variabler Verzinsung.

Weitere 23 % der Passiva resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, mit insgesamt 468,9 Mio. Euro. Davon sind 33 % bzw. 153,6 Mio. Euro aufgenommene Refinanzierungsmittel für Weiterleitungsdarlehen für die in gleicher Höhe Kreditausreichungen gegenüber Kunden vorliegen. Weitere 6 % bzw. 27,7 Mio. Euro betreffen aufgenommene Mittel bei der EZB aus der Teilnahme an gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften des Eurosystems (GLRG III). Gegenüber der DZ BANK AG bestehen Refinanzierungen mit bestimmter Laufzeit i. H. v. 271,7 Mio. Euro. Die Restlaufzeiten reichen von 1 Monat (Termingeldaufnahmen) bis zu 13 Jahren (Globaldarlehen).

Es bestehen keine wesentlichen Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

Investitionen

Es wurden keine Neuinvestitionen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage getätigt. Die durchgeführten Investitionen betreffen hauptsächlich Ersatz- und Instandhaltungsinvestitionen für die im Bankbesitz befindlichen Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine rechtlichen oder faktischen Investitionsverpflichtungen.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Dies sowie auch unsere Zugehörigkeit zum genossenschaftlichen Finanzverbund sorgen dafür, dass unsere Liquiditätssituation nicht in direkter Abhängigkeit zu den Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt steht.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit stets gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum stets mindestens den von der Aufsicht geforderten Mindestwert von 100 % für die sogenannte LCR Kennziffer aus. Zum Bilanzstichtag lag die LCR-Kennziffer bei 161,3 %.

Für die Net Stable Funding Ratio (NSFR) gilt seit dem 28. Juni 2021 die aufsichtsrechtliche Anforderung einer NSFR-Quote von mindestens 100 %. Unsere NSFR-Quote lag stets über dem Mindestwert und betrug zum Bilanzstichtag 121,09 %. Die aufsichtsrechtliche Mindestreserveverpflichtung war stets eingehalten. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva sowie ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Bankguthaben und Kreditlinien zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Beeinträchtigungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kapital bestanden zu keinem Zeitpunkt.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen sowie zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB gestärkt.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten.

Es bestehen nennenswerte stille Lasten aus der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips bei der Bewertung unserer Wertpapiere des Anlagevermögens von 19,9 Mio. Euro (Vorjahr 38,6 Mio. Euro). Im Gegenzug bestehen stille Reserven bzw. positive Marktwertdifferenzen in Derivaten per saldo in Höhe von 6,8 Mio. Euro (Vorjahr 16,9 Mio. Euro).

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,25 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 199.542 190.500 9.042 4,7
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 202.316 194.771 7.546 3,9
Harte Kernkapitalquote 16,6 % 15,8 %
Kernkapitalquote 16,6 % 15,8 %
Gesamtkapitalquote 17,5 % 16,8 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Kapitalquoten der Bank lagen im Geschäftsjahr 2023 jederzeit über den aufsichtlichen Mindestanforderungen. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der institutsspezifischen Eigenmittelzielkennziffer.

Kundenforderungen

Unsere Kundenforderungen sind nach Größe und Branche ausgewogen gestreut. Auf Kredite an Privatkunden entfallen ca. 78 % und an Firmenkunden entfallen ca. 22 %. Das überwiegende Volumen von ca. 54 % unseres Kundenkreditportfolios (Inanspruchnahme) entfällt dabei auf den von uns als nicht risikorelevant eingestuften Bereich. Die Branche "Grundstücks- und Wohnungswesen" ist mit 10,9 % die Branche mit dem größten Anteil am Kundenkreditvolumen. Akute Risiken im Kreditgeschäft wurden durch Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen abgeschirmt. Zur Abschirmung latenter Kreditrisiken stehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB und der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB zur Verfügung. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen worden.

Aufgrund unserer Risikostreuung sowie einer vorsichtigen Kreditvergabe erwarten wir weiterhin überschaubare Kreditrisiken. Die Bonitätsentwicklung weist keine Auffälligkeiten aus. Die durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit im gesunden Bestand liegt bei 0,82 %. Die Forderungen an Kunden sind im Wesentlichen durch Grundpfandrechte gesichert. Die Blankokreditquote beläuft sich auf 25,7 %.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 447.498 475.760 -28.263 -5,9
Liquiditätsreserve 48.599 27.957 20.642 73,8

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 328,5 Mio. Euro auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5). Dies entspricht einem Anteil von 16,1 % an der Bilanzsumme. Der Aktivposten 6 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere umfasst 167,6 Mio. Euro bzw. 8,2 % der Bilanzsumme.

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend dem Anlagevermögen zugeordnet (Buchwert: 278,3 Mio. Euro) und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Der Aktivposten 6 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere ist komplett dem Anlagevermögen zugeordnet und wurde nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Wir achten bei neuen Investments darauf, nur Papiere von Emittenten mit gutem Rating (Investment Grade) hereinzunehmen. Neue Investitionen erfolgten ausschließlich in Euro denominierte Wertpapiere. Es ergaben sich keine wesentlichen Änderungen in der Ratingstruktur und Bonität innerhalb der Wertpapieranlagen im Bilanzjahr.

Im Aktivposten 5 entspricht der Anteil Wertpapiere von öffentlichen Emittenten 14,1 Mio. Euro. Ebenso sind hier 255,9 Mio. Euro bei der Deutschen Bundesbank beleihbare Wertpapiere bilanziert. Davon wurden Nominalwerte i. H . v. 82,0 Mio. Euro an die Deutsche Bundesbank zur Besicherung v.a. der bestehenden GLRG III-Geschäfte verpfändet.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der im Depot A enthaltenen Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere beträgt 3,6 Jahre.

Derivatgeschäft

Zum Bilanzstichtag bestehen derivative Geschäfte i. H. v. 268,5 Mio. Euro zum Zweck der Zinsbuchsteuerung. Davon sind 30,5 Mio. EUR als perfekter Mirco-Hege für die Absicherung der Zinsänderungsrisiken, der von uns im Jahr 2023 aufgelegten Termingeldern.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin durch eine Vielzahl an Herausforderungen, dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den Zinserhöhungen seitens der Notenbanken im Zusammenhang mit der weiterhin hohen Inflation geprägt. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als positiv, da trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Form des deutlich gestiegenen Wettbewerbs um Kundeneinlagen und der zunehmend belastenden Regulatorik das betreute Kundenvolumen (bilanziell und außerbilanziell) gesteigert werden konnte.

Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Innerhalb des Kreditgeschäftes wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung erreicht. Im Einlagengeschäft wurden die Annahmen nicht erreicht.

Vor dem Hintergrund des gestiegenen Zinsniveaus bewegt sich insbesondere die wichtigste Ertragsquelle der Bank, der Zinsüberschuss, oberhalb des Vorjahreswert sowie dem Prognosewert. Auch das Provisionsergebnis mit dem gesteigerten Provisionsüberschuss erachten wir als zufriedenstellend. Das Bewertungsergebnis fiel unter Berücksichtigung von Zuführungen zu den Vorsorgereserven ungünstiger aus als geplant. Zusammenfassend konnte ein Ergebnis nach Steuern erzielt werden, das es ermöglicht, weiteres Eigenkapital zu dotieren.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir stille Lasten aufgrund der Zinsentwicklung, Restlaufzeitverkürzungseffekte und aktivem Management reduzieren.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine geordnete Eigenkapitalausstattung aus. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen waren im Geschäftsjahr erfüllt. Für alle erkennbaren Risiken im Kundenkreditgeschäft wurde in ausreichendem Umfang Risikovorsorge getroffen.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, welche auf nennenswerte, gegensätzliche Entwicklungen zu unserer Planung schließen lassen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Ziele des Risikomanagementprozess

Als Genossenschaftsbank ist eine auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtete, langfristige Unternehmensplanung Teil unserer Vision und Strategie. Dies wird in der Geschäfts- und Risikostrategie weiter konkretisiert. Die vom Vorstand festgelegte Strategie wird anlassbezogen überarbeitet und regelmäßig überprüft. In der Gesamtbanksteuerung werden aus der Strategie operative Zielgrößen mit entsprechenden Steuerungsmaßnahmen für die Gesamtbank und die strategischen Geschäftsfelder festgelegt. Die strategischen Gesamtbankziele in den Bereichen Kunden, Prozesse & Mitarbeiter, Nachhaltigkeit und Finanzen werden mittels verschiedener Kennzahlen in operativ messbare Größen überführt.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 3 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumensentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern vielmehr eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

Die eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive) und damit implizit auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten (ökonomische Perspektive).

Wir gehen Risiken nur dann ein, wenn unsere Risikotragfähigkeit das erlaubt und die Geschäfte im Einklang mit unserer Vision und Strategie stehen.

Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen.

Risikobegrenzung durch Übertragung von (z.B. nicht strategiekonformen) Risiken auf andere Marktteilnehmer (bspw. mittels Versicherungen / Derivaten).

Mit Ausnahme von strategischen Konzentrationen weitestgehende Vermeidung von Ertrags- und Risikokonzentrationen durch quantitative Instrumente (u. a. Limitsysteme) oder qualitative Analysen.

Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle.

Risikostrategie und -tragfähigkeit bilden die Grundlage für unser Limitsystem und erhalten durch die ökonomische und normative Perspektive der Risikotragfähigkeit eine weitere wesentliche Bestimmungsgröße.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu steuern und zu überwachen sowie negative Abweichungen von der Erfolgs-, Kapital- und Liquiditätsplanung zu vermeiden.

Risikoidentifizierung

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die aufgrund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage sowie die Kapitalausstattung wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden die Marktpreis-, Adress-, Liquiditäts- und operationellen Risiken als wesentliche Risiken bewertet.

Risikobeurteilung

Alle in der Risikoinventur als wesentlich bewerteten Risiken werden anhand von Risikomessverfahren quantifiziert. Dabei verwendet die Bank vor allem Value-at-Risk-basierte Verfahren.

Die laufende Quantifizierung potenzieller Verluste unter normalen Marktbedingungen wird zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstests). Dabei werden die aktuelle Portfoliosituation sowie unsere Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt.

Für die einzelnen Risikoarten findet in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der eingesetzten Methoden in Form von Validierungen, Angemessenheitsprüfungen und Backtestings statt. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit den Annahmen und Grenzen der verwendeten Modelle.

Risikoberichterstattung

Für die Risikoberichterstattung bestehen feste Kommunikationswege und ein festgelegter Empfängerkreis. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst unter anderem die Risiko- und Liquiditätstragfähigkeitsberechnung, Informationen zur Limitauslastung sowie Detailansichten zu den wesentlichen Risiken und bildet die Basis für Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche). Es dient als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie für die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung.

Anlassbezogen werden, bei sich abzeichnenden oder eintretenden starken Veränderungen, umgehend Analysen über die Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage der Bank durchgeführt und es wird darüber berichtet.

Risikotragfähigkeit und Liquiditätstragfähigkeit

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin, das aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:

Ökonomische Risikotragfähigkeit 2023 2022
Risikodeckungspotenzial in Mio. EUR 186,9 160,0
Gesamtbankrisikolimit in Mio. EUR 117,5 129,5
Gesamtbankrisiko in Mio. EUR 103,2 109,3
Auslastung des Gesamtbankrisikolimits in % 88 84

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risikodeckungspotenzial v.a. aufgrund des Zinsrückganges in den mittel- bis langfristigen Laufzeitbändern erhöht.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die bankinterne festgelegte Warnschwelle beträgt 110,0 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 161,3 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 121,1 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Gesamtbankplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 4 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Risikoarten und Risikomessung

Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.

Risiko 2023 2022
Limit
in Mio. EUR
Auslastung
in %
Limit
in Mio. EUR
Auslastung
in %
Adressrisiko 47,5 81 64,5 81
Marktrisiko 65,0 93 60,0 88
Operationelles Risiko 5,0 90 5,0 90
Gesamtbankrisiko 117,5 88 129,5 84

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht.

Adressenausfallrisiko bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolio ebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Adressrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand Kontrahenten- und Emittentenlimite beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei den Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko (Migrations- und Spreadrisiko) abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Als Immobilienrisiko verstehen wir die Gefahr der negativen Wertveränderung des unternehmenseigenen Immobilienbestands durch Teilwertabschreibungen aufgrund der Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der einzelnen Immobilie bzw. der Gefahr von Mietausfällen und Leerständen oder die Gefahr, dass der Barwert der Immobilienfonds aufgrund von Marktwertveränderungen geringer ausfällt als erwartet. Wir begegnen diesem Risiko durch ein laufendes Reporting und der Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir die klassische historische Simulation. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Die Bank verwendet zur Berechnung des Value-at-Risk innerhalb des Immobilienrisikos die im genossenschaftlichen Umfeld etablierten Methoden und Verfahren.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Zahlungsunfähigkeitsrisikos als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken ist ein Strukturlimit implementiert.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen (boundary events), Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Die Risikoberechnung erfolgt auf Basis einer qualifizierten Expertenschätzung.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Strategischen- und Geschäftsrisiko, dem Pensionsrisiko, dem Kapitalabzugsrisiko sowie den querschnittlichen Risiken (Nachhaltigkeits-, Modell- und Reputationsrisiko). Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken im Einzelnen und auch in der Summe als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Derivate werden von uns ausschließlich zur Begrenzung und Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos. Die Risiken daraus, insbesondere die Marktpreis- und Adressenausfallrisiken sind nur von untergeordneter Bedeutung. Als Gegenpartei wird dabei ausschließlich die DZ BANK AG verwendet.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr positiv verändert.

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine leichte Erhöhung der bankspezifischen Risiken. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung berücksichtigt. Wir planen, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken.

Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist.

Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Wir gehen in dem Szenario über die nächsten drei Jahre von einem Bewertungsergebnis von 9,5 Mio. Euro aus. Die Bewertungsaufwendungen für die Eigenanlagen beziffern wir dabei für die kommenden drei Jahre auf insgesamt 15,8 Mio. Euro.

Das höchste Risiko für unseren bilanziellen Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei stark steigenden Zinsen.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft sowie der Eigenanlagen nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen.

D. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Anfang 2024 in einer technischen milden Rezession. Dies wird durch mehrere Faktoren verursacht, darunter die langsame Abnahme der Inflation in Richtung 2,0 %, steigende Zinsen, eine schwache Weltkonjunktur und Unsicherheiten, insbesondere bezüglich des Nahostkonflikts. Trotzdem zeigen der robuste Arbeitsmarkt und steigende Aktienkurse Anzeichen gegen eine Rezession im eigentlichen Sinne. Der Dax markierte im März 2024 mit 18.492 Zählern ein neues Allzeithoch und die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl erreichte im Dezember mit knapp 46,0 Mio. Menschen ebenfalls einen neuen Höchststand.

Im Verlauf des Jahres 2024 wird eine leichte Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet, da Preisanstiege und Unsicherheiten abnehmen könnten, was den Privatkonsum ankurbeln könnte. Allerdings dürften der Außenhandel und die Investitionstätigkeit vorerst schwach bleiben. Es wird prognostiziert, dass das reale BIP Deutschlands im Gesamtjahr 2024 voraussichtlich stagnieren wird (0,0 %), nachdem es im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken war.

Die Kreditdynamik ist weiterhin schwach. Das stabilisierende Umfeld - auf sehr niedrigem Niveau - könnte jedoch ein erstes Anzeichen dafür sein, dass die Kreditvergabe ihren Tiefpunkt bald durchlaufen hat.

(Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Volkswirtschaft Kompakt vom 08. Februar 2024)

Trotz der Zunahme an geopolitischen Spannungen, der Belastung durch das schleppende Wirtschaftswachstum, Inflation, gestiegener Zinssätze und der hohen Energiepreisen erwarten wir weiterhin in unserem Geschäftsgebiet ein Wachstum im Kreditgeschäft, gehen aber von niedrigeren Wachstumsraten wie in den Vorjahren aus. Für das bilanzielle Wachstum der Kundenkredite plant die Bank mit einer Ausweitung von 3,0 %.

Im bilanziellen Einlagengeschäft gehen wir vor dem Hintergrund hoher Fälligkeiten innerhalb unserer Verbundprodukte von einem Wachstum von 5,9 % aus. Der deutlich verschärfte Wettbewerb im Einlagengeschäft wird die Produkt- und Konditionspolitik weiter beeinflussen.

Auf Basis der vorgenannten Wachstumsannahmen gehen wir für das neue Jahr 2024 von einem Rückgang des Zinsergebnisses inkl. Ausschüttungen aus Fonds sowie Beteiligungserträgen auf 29,6 Mio. Euro aus. Bei der Prognose der Zinsentwicklung orientieren wir uns an der Zinsprognose der DZ BANK AG vom 25. September 2023 (im kurzfristigen Bereich moderat sinkendes Zinsniveau, Inversität der Zinskurve bleibt bestehen).

Beim Provisionsüberschusses, als zweite wesentliche Ertragssäule, rechnen wir mit einer weiteren Steigerung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahreswert auf 13,6 Mio. Euro.

Für die Personalaufwendungen erwarten wir im Jahr 2024 Personalkosten in Höhe von 16,7 Mio. Euro. Die inflationsbedingten Steigerungen innerhalb der anderen Verwaltungsaufwendungen werden durch ein straffes Kostenmanagement und Produktivitätsfortschritte v.a. durch Digitalisierung (Automatisierung und Standardisierung) kompensiert, so dass wir mit einem nahezu unveränderten Prognosewert von 10,2 Mio. Euro planen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden mit einem prognostizierten Wert in Höhe von 1,0 Mio. Euro unverändert ausfallen.

Für das Kundenkreditgeschäft erwarten wir für das Jahr 2024 aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation (Inflation, Zinsanstieg, steigender Insolvenzzahlen sowie akuter Fachkräftemangel) Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Kreditnehmer. Dies haben wir im Rahmen unserer Planung mit überschaubaren negativen Auswirkungen auf unser Bewertungsergebnis (erwarteter Verlust) für das nächste Jahr berücksichtigt. Wir gehen im Kundengeschäft von einem negativen saldierten Bewertungsergebnis in Höhe von 3,2 Mio. Euro aus.

Die bankeigenen Wertpapieranlagen sind einerseits den allgemeinen Risiken (Zins-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken) und andererseits auch den Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten ausgesetzt. Insgesamt rechnen wir in unserer Planung aufgrund von Restlaufzeiteffekten mit keiner Netto-Belastung (0,0 Mio. Euro).

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wird auf Basis der genannten Planannahmen mit 12,3 Mio. im Vergleich zum Jahr 2023 mit 11,5 Mio. Euro besser ausfallen.

Für den bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikator geht die Bank von folgender Entwicklung für das Jahr 2024 aus:

Die CIR II als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit und Effizienz oder Produktivität unseres Institut erwarten wir mit 64 % ein ungünstigeres Verhältnis als in 2023 mit 63 %. Der Leistungsindikator befindet sich weiterhin innerhalb des strategischen Zielwertkorridors einer CIR II von 58 % bis 70 %.

Mit dem Ausbau unseres Dienstleistungsangebots rund um das genossenschaftliche Ökosystem regionaler Prägung und der Erweiterung digitaler Dienstleistungen und Beratungsangebote im Genossenschaftlichen FinanzVerbund gehen wir bei unserem nichtfinanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit weiterhin von einer Erreichung unseres Zielwertes auf einem sehr guten Niveau aus.

Unsere Planung zeigt aufgrund unserer Eigenkapitalausstattung und den erwarteten Ergebniszuführungen keine Engpässe bei der Unterlegung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen, wie auch bei der Erfüllung der zusätzlichen bankenaufsichtlichen Kapitalquoten in Form von SREP-Zuschlägen und der Eigenmittelzielkennziffer. Dadurch ist es der Bank möglich, die definierte Wachstumsstrategie auch zukünftig zu verfolgen und die damit einhergehenden Ertragschancen zu nutzen.

Wir erwarten weder in betriebswirtschaftlicher noch aufsichtsrechtlicher Hinsicht eine Verschlechterung unserer Liquiditätslage. Aufgrund vorhandener Liquiditätsreserven, der stabilen Refinanzierung über Kundeneinlagen sowie der vom Kapitalmarkt unabhängigen Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund ist mit Störungen in der Zahlungsfähigkeit der Bank nicht zu rechnen.

Die Bank hat angemessene Risikosteuerungs- und Controllingprozesse eingerichtet, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleisten.

 

Überlingen, 10. Juni 2024

Volksbank eG

Der Vorstand:

Andreas Tyrra

Markus Ott

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank eG, Überlingen

Genossenschaftsregisternummer 580053 beim Amtsgericht Freiburg

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 11.074.944,25 11.533
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 29.107.677,52 52.372
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 29.107.677,52 (52.372)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 40.182.621,77 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 15.906.451,45 5.604
b) andere Forderungen 6.689.946,74 22.596.398,19 7.965
4. Forderungen an Kunden 1.426.805.566,68 1.384.652
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 911.632.933,36 (852.556)
Kommunalkredite 17.895.539,12 (20.472)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 14.135.919,30 14.629
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 14.135.919,30 (14.629)
bb) von anderen Emittenten 314.328.305,38 328.464.224,68 321.456
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 241.818.521,09 (271.763)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 328.464.224,68 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 167.632.757,76 167.633
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 26.339.399,28 26.339
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 70.373,55 26.409.772,83 70
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 558.914,17 503
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 3.065.371,05 3.722
darunter: Treuhandkredite 3.065.371,05 (3.722)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.194,00 17
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 8.194,00 0
12. Sachanlagen 21.075.425,52 21.217
13. Sonstige Vermögensgegenstände 2.058.308,42 1.426
14. Rechnungsabgrenzungsposten 62.520,53 96
Summe der Aktiva 2.038.920.075,60 2.019.234

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 13.000.000,00 608
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 455.872.362,83 468.872.362,83 387.828
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 276.027.877,92 405.466
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 20.656.589,63 296.684.467,55 34.316
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 871.739.280,96 962.839
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 184.969.963,62 1.056.709.244,58 1.353.393.712,13 21.548
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 12.782,30 28
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 12.782,30 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 3.065.371,05 3.722
darunter: Treuhandkredite 3.065.371,05 (3.722)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.383.170,29 1.219
6. Rechnungsabgrenzungsposten 29.385,25 35
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 5.759.882,00 5.532
b) Steuerrückstellungen 1.373.196,03 1.086
c) andere Rückstellungen 4.488.052,61 11.621.130,64 4.506
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 41.500.000,00 39.500
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 32.657.692,31 30.047
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 19.300.000,00 18.300
cb) andere Ergebnisrücklagen 104.550.000,00 123.850.000,00 101.800
d) Bilanzgewinn 1.534.468,80 158.042.161,11 853
Summe der Passiva 2.038.920.075,60 2.019.234
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 20.755.343,92 22.401
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 20.755.343,92 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 111.201.792,60 111.201.792,60 184.847
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 42.771.230,60 26.835
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.950.497,42 47.721.728,02 2.514
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 341,67 (67)
2. Zinsaufwendungen 17.832.270,21 29.889.457,81 2.826
darunter: erhaltene negative Zinsen 17.244,42 (1.278)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.807.902,72 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 667.494,39 667
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 2.475.397,11 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 14.016.276,44 13.879
6. Provisionsaufwendungen 1.733.471,13 12.282.805,31 1.937
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 852.635,50 845
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 13.700.358,89 13.222
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.274.474,32 16.974.833,21 3.054
darunter: für Altersversorgung 837.418,77 (649)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.254.042,80 27.228.876,01 9.556
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 991.603,43 893
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 477.304,83 380
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.429.812,32 0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -4.429.812,32 806
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 839.746,59 4.783
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -839.746,59 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.532.952,55 8.896
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.442.241,24 3.335
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 64.457,79 4.506.699,03 58
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.000.000,00 2.500
25. Jahresüberschuss 5.026.253,52 3.002
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 258.215,28 351
5.284.468,80 3.353
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
5.284.468,80 3.353
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 1.000.000,00 500
b) in andere Ergebnisrücklagen 2.750.000,00 3.750.000,00 2.000
29. Bilanzgewinn 1.534.468,80 853

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 gemäß § 32 RechKredV sowie der Verrechnung des Aufwandspostens 15 mit dem Ertragsposten 16 gemäß § 33 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag wurde, sofern ein Zinscharakter vorlag, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeit- und zinsanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 indem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Der ermittelte Teilbetrag für die Pauschalwertberichtigung wird von dem Aktivposten Forderungen an Kunden abgesetzt. Im Hinblick auf widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Der Anteil, der den steuerlichen Richtlinien für Pauschalwertberichtigungen genügt, wurde entsprechend steuerlich berücksichtigt.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice und der DZ BANK AG) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip).

Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Bei Wertpapieren des Anlagevermögens mit Erwerbszeitpunkten vor 2022 wurden Anschaffungskosten über pari in Vorjahren bereits im Zuge der Anschaffung oder Umwidmung sofort auf den niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.

Für den im Anlagevermögen gehaltenen Spezialfonds wurde der jeweilige beizulegende Wert anhand einer Fondsdurchschau unter Berücksichtigung von erwarteten Ausgleichseffekten sowie Substanzminderungen ermittelt. Die erwarteten Ausgleichseffekte werden im Rahmen einer fondsspezifischen Prognoserechnung aus dem Wertaufholungspotenzial der im Fonds gehaltenen Vermögensgenstände sowie aus Gewinnthesaurierungen unter Berücksichtigung der geplanten Ausschüttungen und Kosten abgeleitet.

Wertpapierleihegeschäfte

Am Bilanzstichtag bestanden keine Wertpapierleihegeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen und Schulden, wurden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorlagen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewandt.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus:

Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB

Grundgeschäfte Buchwerte/Volumina
(in EUR)
1. Vermögensgegenstände 0,0
2. Schulden 30.500.000,0
3. schwebende Geschäfte 0,0
4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 0,0
Summe 30.500.000,0

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Auf Basis einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustübertrag wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentliche erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Die Sachanlagen werden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde steuerrechtlich ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird steuerrechtlich über die Dauer von fünf Jahren linear abgeschrieben, handelsrechtlich wurde der Sammelposten im Jahr nach der Anschaffung voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Unterschiede bei der Bewertung von Forderungen an Kunden und bei der Bewertung von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,20 % (Vorjahr: 1,41 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,20 % (Vorjahr: 1,41 %) zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß RückAbzinsV.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 53.021. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von in Höhe von 2,20 % (Vorjahr: 1,47 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Eigenkapitalbestandteile

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie das Eigenkapital sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennbetrag sowie ggf. abzüglich vorhandener Bedeckung angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Provisionserträgen (GuV-Posten 5) vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben sowie weder dem Handelsbestand zugeordnet noch bezüglich des Währungsrisikos in eine Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB einbezogen sind, gab es im Geschäftsjahr 2023 nicht.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 322.070 0 (a) 0 (a) 322.070
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 36.758.856 499.849 (a) -405.111 (a) 36.537.814
0 (b) 315.780 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.021.095 660.655 (a) 405.111 (a) 9.177.559
0 (b) 909.302 (b)
Summe a 46.102.021 1.160.504 (a) 0 (a) 46.037.443
0 (b) 1.225.082 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.502 8.374 (a) 0 (a) 0 (a) 313.876 8.194
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 16.953.193 481.747 (a) 0 (a) 0 (a) 17.431.399 19.106.415
0 (b) 0 (b) 3.541 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.609.947 501.482 (a) 0 (a) 0 (a) 7.208.549 1.969.011
0 (b) 0 (b) 902.880 (b)
Summe a 24.868.642 991.603 (a) 0 (a) 0 (a) 24.953.824 21.083.620
0 (b) 0 (b) 906.421 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 486.909.744 -40.993.876 445.915.868
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 26.409.773 0 26.409.773
Anteile an verbundenen Unternehmen 503.023 55.891 558.914
Summe b 513.822.540 -40.937.985 472.884.555
Summe a und b 559.924.561 493.968.175

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 18.334.052 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 18.675.600 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 50.001.790 fällig.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A5) in Höhe von nominal EUR 82.000.000 wurden der Deutschen Bundesbank (P 1) als Sicherheit verpfändet.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 und A 6 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 328.464.225 317.347.661 11.116.564 260.271.806

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

Festverzinsliche Anleihen des Anlagevermögens (A 5) mit Buchwerten von EUR 278.283.111 und einem Zeitwert von EUR 261.431.817.

"DEVIF-Fonds Nr. 195" im Anlagevermögen (A 6) mit einem Buchwert von EUR 167.632.758 und einem Zeitwert von EUR 164.619.587.

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) wurden Abschreibungen für marktpreisbezogene Wertveränderungen in Höhe von EUR 16.851.924 vermieden, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind und Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere voraussichtlich dauernde Wertminderungen nicht erkennbar sind.

Bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (A6) wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 3.013.171 vermieden. Wir gehen davon aus, dass keine dauerhafte Wertminderung vorliegt, weil aufgrund unserer Prognoserechnung zukünftig wieder mit einer entsprechenden Werterholung zu rechnen ist.

Forderungen an verbundene Unternehmen

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen sind:

Forderungen an verbundene Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 3.529 0

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. DEVIF-Fonds Nr. 195; Anlageziel: Erwirtschaftung von Erträgen und Bildung bzw. Sicherung von stillen Reserven 164.619.587 -3.013.171 1.807.903

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 1,03 2023 2.496.063 2023 62.817

Zum 01.01.2023 wurden die restlichen 10 % der Beate Michel Hausverwaltungen GmbH, Überlingen (jetzt: Volksbank ImmobilienPartner GmbH, Überlingen) erworben. Somit beläuft sich der Anteil auf 100 %. Es besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 16.067.702 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.969.011 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Union Investment Service Bank AG 1.076.662
Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG 475.974

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A5) 10.597.890 8.597.955

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 10.588.682 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 47.618.138 90.212.005 365.278.178 904.974.309

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 35.874.271 113.953.148 103.872.492 197.613.547
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 749.204 19.907.386 0 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 51.240.233 73.831.982 58.513.560 30.000

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 440.805.503 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Begebene Schuldverschreibungen

In den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden fällige, noch nicht eingelöste Schuldverschreibungen in Höhe von EUR 12.782 ausgewiesen.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Mehrwertsteuer 331.837
Lohn- und Kirchensteuer 319.886
Atruvia und Töchter div. Rechnungen 282.009
Kapitalertragsteuer 252.235

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 29.385 (Vorjahr EUR 33.987) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Die latenten Steuern resultieren aus den unterschiedlichen Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz und hier im Wesentlichen aus der Bewertung von Vermögensgegenständen im Bereich der Forderungen an Kunden sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. In den Bilanzpositionen bestehen keine passiven Latenzen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 24.949 49.692

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 31.647.455
b) der ausscheidenden Mitglieder 931.202
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 79.036

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 18.300.000 101.800.000
Einstellungen
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.000.000 2.750.000
Stand 31.12.2023 19.300.000 104.550.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 181.313.984
Posten außerhalb der Bilanz
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.649.394

Fremdwährungsposten

In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 17.848.516 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte mit festverzinslichen Zinsswaps.

Die Zinsderivate (Zinsswaps und sonstige Zinskontrakte) dienen ausschließlich der Absicherung gegen allgemeine Zinsänderungsrisiken.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices"). Die Adressrisiken sind als risikogewichtete Positionsbeträge entsprechend den aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften angegeben.

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag beizulegender Zeitwert
Restlaufzeit
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 140.500 128.000 268.500 2.768 9.599

Darüber hinaus wurden einheitlich zu bilanzierende strukturierte Finanzinstrumente erworben (nicht in der obigen Tabelle enthalten).

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag auf den Barwert.

Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands wurden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt.

Die Bewertung von Zinsbegrenzungsvereinbarungen des Nichthandelsbestandes erfolgt auf Basis des Black-Modells für Zinsoptionen (Black 76).

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den Zinserträgen (GuV 1) sind EUR 342 (Vorjahr EUR 66.874) negative Zinsen aus Einlagen bei der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden zur Zinsbuchsteuerung abgeschlossene Zinsderivate ganz bzw. teilweise vorzeitig aufgelöst. Die positiven Ausgleichszahlungen belaufen sich auf EUR 6.550.350,00 und werden in der GuV 1 ausgewiesen. Die negativen Ausgleichszahlungen belaufen sich auf EUR 3.572.760,00 und werden in der GuV 2 ausgewiesen.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 9.320 (Vorjahr EUR -5.387) erhöht.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Immobilienvermittlung sowie die Vermittlung von Fonds, Bausparverträgen, Versicherungen und Wertpapieren nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Miet- und Pachterträge 389.146
Auflösungen von sonstigen Rückstellungen 178.224

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 60.520 (Vorjahr EUR 10.688) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit EUR 106.998 (Vorjahr EUR 167.466) enthalten.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 113.363 (Vorjahr: EUR 353.948) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 103.810 (Vorjahr: EUR 7.106) enthalten.

Steuerliche Abschreibungen

Steuerrechtliche Abschreibungen gemäß § 254 HGB a. F., die aus Vorjahren beibehalten wurden, haben das Jahresergebnis nicht beeinflusst. Es handelt sich um eine Abschreibung in Verbindung mit der Übertragung einer stillen Reserve gemäß § 6b EStG im Jahr 2001 auf Grund und Boden. Für künftige Jahresabschlüsse ergeben sich hieraus keine erheblichen Belastungen.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 77.639.

Die früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen erhielten EUR 400.453.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 4.740.210.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 530.770 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 705.929.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 53.021. Diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 4.432.284 gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 9 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 130 82
Gewerbliche Mitarbeiter 0 2
139 84

Außerdem wurden durchschnittlich 17 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 29.911 199.560 0
Zugang 2023 427 23.664 0
Abgang 2023 966 7.268 0
Ende 2023 29.372 215.956 0
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 2.464.189
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Tyrra, Andreas, - Vorsitzender - , Geschäftsleiter, Produktion und Steuerung

Ott, Markus, Geschäftsleiter, Vertrieb

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Freund, Ralph, - Vorsitzender - Bereichsleiter Strategisches Treasury (Prokurist) - Kompetenzcenter Risikosteuerung der KC Risk AG Nürnberg, (seit 17.07.2023)

Besserer, Heinrich, - Vorsitzender - selbständiger Rechtsanwalt, (bis 17.07.2023)

Hueber, Hartmut, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer der Firma Hueber GmbH

Bulla, Regina, Steuerberaterin Sozietät Bulla & Bulla, (seit 17.07.2023)

Härle, Barbara, Consultant bei der Firma Lippert Europe

Hahn, Martin, Landwirt und Landtagsabgeordneter

Hildebrand, Florian, Geschäftsführer der Firma Hildebrand OHG

Rettich-Bickel, Simone, Geschäftsführerin der Firma Rettich Stahlbau GmbH, (seit 17.07.2023)

Rudy, Horst, Geschäftsführer der Firma international investment & consulting GmbH, (bis 17.07.2023)

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 5.026.253,52 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 258.215,28 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 3.750.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 1.534.468,80) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 919.957,37
Dividenden-Bonuszahlung 1,00 % 306.652,46
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
Vortrag auf neue Rechnung 307.858,97
1.534.468,80

 

Überlingen, 10. Juni 2024

Volksbank eG

Der Vorstand

Andreas Tyrra

Markus Ott

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Überlingen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Überlingen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Kundenforderungen:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.426,8 Mio. EUR. Dies entspricht 70,0 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 20,8 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 111,2 Mio. EUR.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Des Weiteren haben wir analytische Voruntersuchungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen und der Gesamtzusage insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen, insbesondere die Baubranche sowie die Branche der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Bescheinigung über die Prüfung der gedeckten Einlagen

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

- Bestätigung Untersuchungshandlungen zur Kostenumlage gemäß § 16 FinDAG

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist René Heinrich.

 

Stuttgart, 20. Juni 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

René Heinrich, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Das Geschäftsjahr 2023 konnte wieder erfolgreich abgeschlossen werden.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Die vom Vorstand erarbeitete Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Eckwertplanung für die nächsten fünf Jahre wurden ausführlich besprochen.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt acht Gesamtaufsichtsratssitzungen, acht Sitzungen des Kreditausschusses sowie zwei Sitzungen des Bauausschusses statt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses wurden vom Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Dieser entspricht unter Einbeziehung des Gewinnvortrags den Vorschriften der Satzung.

Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband e.V. wird die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses 2023 durchführen. Über das Ergebnis der genossenschaftlichen Pflichtprüfung wird der Aufsichtsrat in der Vertreterversammlung berichten. Der Aufsichtsrat empfiehlt den Vertreterinnen und Vertretern, die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses, einschließlich einer Vorwegzuweisung zu den Ergebnisrücklagen, zu beschließen.

Aus dem Aufsichtsrat scheiden turnusmäßig Martin Hahn und Florian Hildebrand aus. Eine Wiederwahl ist satzungsgemäß möglich. Der Aufsichtsrat schlägt Martin Hahn und Florian Hildebrand zur Wiederwahl vor. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Horst Rudy und dem bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich Besserer wurden durch die Vertreterversammlung 2023 Regina Bulla (Steuerberaterin aus Frickingen) und Simone Rettich-Bickel (Geschäftsführerin aus Bodman) in den Aufsichtsrat gewählt. Wir freuen uns sehr auf die sachkundige Mitarbeit in unserem Gremium.

Neben dem schwierigen politischen Umfeld befand sich Deutschland 2023 auch wirtschaftlich in einem herausfordernden Umfeld. Das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 ist dies bereits der zweite BIP-Rückgang innerhalb der vergangenen vier Jahre. Eine besondere Relevanz für unsere Volksbank hat die bemerkenswerte Eintrübung im Bausektor. Bedingt durch höhere Finanzierungskosten sowie weiter ansteigenden Baukosten verringerte sich die Anzahl der Baugenehmigungen in Deutschland um 26,6 %. Glücklicherweise wirkt sich die Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung bislang nur in geringem Umfang (+0,4 %) auf die Arbeitslosenquote aus.

Trotz aller Unsicherheiten hat unsere Volksbank erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Die Eigenkapitalquote ist nach wie vor sehr gut und erlaubt uns auch weiterhin aktiv die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region zu begleiten. Auch zukünftig wollen wir auf Grundlage der genossenschaftlichen Prinzipien als verlässlicher Partner unserer Kunden und Mitglieder vor Ort präsent sein und uns anstelle von riskanter Gewinnmaximierung auf nachhaltige Kundenorientierung fokussieren.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Betriebsratsmitgliedern der Volksbank Überlingen für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass es mit diesem starken Team gelingen wird, die zukünftigen Herausforderungen zu meistern, um die Volksbank Überlingen weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu führen.

 

Überlingen im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Ralph Freund, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 45.500.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 188,2.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 11.533.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 4.442 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 24.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 5.026.253,52 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 258.215,28 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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