Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 111250
Vorher
Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt
Eingetragen
22.1.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Beratung, Planung, Leitung und Steuerung von Projekten auf den Gebieten des Fernsehens, des Hörfunks, der Multimediaanwendungen und der Kommunikation sowie die Definition und Bedienung von Schnittstellen zu Software und Serviceleistungen und zu anderen mit dem jeweiligen Projekt verbundenen Gewerken. Jegliche Tätigkeit steht im Zusammenhang mit der Förderung und Stärkung der Medienstruktur in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Gesellschaft befasst sich darüber hinaus als Medien-, Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen mit der Errichtung und Bereitstellung aller räumlichen, technischen und infrastrukturellen Einrichtungen für eigene und Fremdproduktionen im Medienbereich, wozu insbesondere auch die Vorhaltung entsprechender personeller und organisatorischer Kapazitäten sowie die Entwicklung und der Handel mit Software in diesem Bereich gehören. Die Bereitstellung aller technischen Leistungen zur Außenübertragung sowie aller damit zusammenhängenden infrastrukturellen und personellen Leistungen für Produktionen im Medienbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lutz Urbahn
seit 17.8.2023
Prokura
Matthias Wielow
seit 22.6.2023
Prokura
Diana Kiethe
seit 22.6.2023
Prokura
Bernhard Obenaus
seit 22.5.2023
Geschäftsführer
Robert Hänsel
seit 3.7.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert15.45% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MDR Media GmbH
Germany
255.000 €
15.45%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MCS TEAM GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 211.124,42 137.886,67
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 36.233,90 763,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.324.961,77 2.157.723,66
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattungen 953.792,97 443.354,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 274.425,20 512.827,76
10.589.413,84 3.114.669,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 53.534,07 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.150.582,13 1.744.511,67
- davon Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 378.380,22 (Vorjahr: EUR 957.538,51)
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen inkl. KiKA: EUR 7.254,68 (Vorjahr: EUR 34.892,67)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.050,10 1.151,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 297.448,16 68.262,95
16.306.152,72 5.066.482,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.650.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 334.069,73 0,00
1.984.069,73 500.000,00
B. Rückstellungen 885.102,35 159.250,36
C. Verbindlichkeiten 13.436.980,64 4.407.232,44
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter: EUR 11.656.253,02 (Vorjahr: EUR 3.710.824,21)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 33.312,04 (Vorjahr: EUR 1.752,16)
16.306.152,72 5.066.482,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 19.400.394,81 5.949.152,36
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.932.776,08 -3.333.693,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.078.575,98 -647.822,84
- davon für Altersversorgung: EUR 23.123,73 (Vorjahr: EUR 12.643,81)
-13.011.352,06 -3.981.516,82
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.750.167,34 -1.286.575,77
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.851.339,74 -398.127,26
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.004,23 3,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -213.775,79 -42.826,63
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 213.124,91 (Vorjahr: EUR 42.826,63)
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -0,60 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 619.763,51 240.108,88
9. Sonstige Steuern -14.864,81 -2.578,00
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -604.898,70 -237.530,88
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt wurde am 22. Mai 2023 in MCS TEAM GmbH (kurz: "Gesellschaft" oder "MCS") umfirmiert und hat ihren Hauptsitz in Magdeburg. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HRB 111250) eingetragen. Es bestehen Zweigniederlassungen in Dresden, Erfurt und Leipzig.

Zum 01.01.2023 wurde rückwirkend eine Verschmelzung der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Thüringen, der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen und der Media Mobil GmbH auf die Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt zu Buchwerten durchgeführt. Deshalb sind alle Vergleiche zu Vorjahreszahlen nur bedingt aussagekräftig.

Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich Bilanzierung, Bewertung und Gliederung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 5 und Abs. 6 HGB wurden zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses Postenbezeichnungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst bzw. Posten hinzugefügt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. 3 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich an der steuerlichen AfA-Tabelle (Mindestsätze).

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert angesetzt, der in kommende Wirtschaftsjahre entfällt.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 16 (TEUR 4), die aus Mietkautionen resultieren.

Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen den MDR und verbundene Unternehmen resultieren aus dem Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus Cash Pool-Guthaben in Höhe von (TEUR 872; Vj. TEUR 958) sowie im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.650. Mit notarieller Urkunde vom 17. Mai 2023 wurde das gezeichnete Kapital von bisher TEUR 500 insgesamt um TEUR 1.150 erhöht. Als Gegenleistung für die Kapitalerhöhung wurden die Media & Communication Systems (MCS) GmbH Thüringen, die Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen und die Media Mobil GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen.

Die Kapitalrücklage von TEUR 334 resultiert aus der Sacheinlage im Rahmen der Verschmelzung der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Thüringen, der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen und der Media Mobil GmbH.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
betrag 31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
über einem Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten 13.437 6.074 7.363 0
(Vorjahr) (4.408) (2.168) (2.240) (0)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 11.656 4.293 7.363 0
(Vorjahr) (3.711) (1.471) (2.240) (0)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33 33 0 0
(Vorjahr) (2) (2) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren überwiegend aus Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.750 (Vj. TEUR 3.420), aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 605 (Vj. TEUR 238) sowie aus Verbindlichkeiten aus dem Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 301 (Vj. TEUR 53).

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.7500 sind durch Sicherungsübereignung aller mittels der Darlehen erworbenen Vermögensgegenstände sowie Forderungsabtretung besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber dem MDR resultieren aus dem Leistungsverkehr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 298 (Vj. TEUR 54) entfallen TEUR 146 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB

Es bestanden zum 31. Dezember 2023 folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

Gewährung von Sicherheiten für die der MDR Media GmbH, Erfurt, gewährten Darlehen durch die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig.

- Forderungsabtretung TEUR 3.700

- gesamtschuldnerische Mithaftung TEUR 1.620

Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht zu erwarten, da die MDR Media GmbH sämtliche Verpflichtungen aus den gewährten Darlehen jederzeit vollumfänglich erfüllt hat und keine Kenntnisse vorliegen, die dem künftig entgegenstehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen auf Basis der bestehenden Verträge zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 810 und gliedern sich wie folgt:

Gesamt
TEUR
2024
TEUR
2025
TEUR
2026
TEUR
Bestellobligo 517 517 0 0
Kfz-Leasing 245 154 89 2
Mieten und Wartung 791 536 181 74
Sonstige Verpflichtungen 837 787 45 5
2.390 1.994 315 81

Gewinnabführungsvertrag

Mit der MDR Media GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Danach ist die Gesellschaft verpflichtet, den während der Vertragsdauer entstehenden Jahresüberschuss an die MDR Media GmbH abzuführen.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 242 Mitarbeiter beschäftigt.

Anzahl
Produktion 192
Verwaltung 50

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

- Herr Robert Hänsel, Geschäftsführer

- Herr Bernhard Obenaus, Geschäftsführer

- Herr Ralf Bundrock, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Satz 1 Nr. 9a HGB) wird gemäß § 288 Abs. 1 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Der Geschäftsführer Ralf Bundrock ist mit Gesellschafterbeschluss vom 07.12.2023 als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Weitere nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 Sachverhalte, über die berichtet werden muss, sind nicht eingetreten.

Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der MCS TEAM GmbH wird in den Konzernabschluss der MDR Media GmbH, Erfurt, einbezogen.

Die Gesellschaft ist damit verbundenes Unternehmen zur MDR Media GmbH und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Magdeburg, den 3. Mai 2024

gez. Robert Hänsel, Geschäftsführer

gez. Bernhard Obenaus, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.373.981,13 5.014.271,41 85.114,33 71.199,30 0,00 6.402.167,57
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 24.372,43 78.226,87 0,00 0,00 0,00 102.599,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.570.729,31 54.371.650,65 3.009.341,52 2.784.371,61 521.041,35 73.688.391,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.462.814,56 6.773.259,95 532.041,29 624.245,98 129.631,69 12.273.501,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 512.827,76 152.551,75 259.718,73 0,00 -650.673,04 274.425,20
24.570.744,06 61.375.689,22 3.801.101,54 3.408.617,59 0,00 86.338.917,23
25.944.725,19 66.389.960,63 3.886.215,87 3.479.816,89 0,00 92.741.084,80
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.236.094,46 4.701.366,85 324.781,14 71.199,30 6.191.043,15
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 23.608,93 38.464,25 4.292,22 0,00 66.365,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.413.005,65 47.892.356,96 2.833.267,80 2.775.200,96 64.363.429,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.019.459,72 6.336.476,66 587.826,18 624.054,02 11.319.708,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
21.456.074,30 54.267.297,87 3.425.386,20 3.399.254,98 75.749.503,39
22.692.168,76 58.968.664,72 3.750.167,34 3.470.454,28 81.940.546,54
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 211.124,42 137.886,67
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 36.233,90 763,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.324.961,77 2.157.723,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 953.792,97 443.354,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 274.425,20 512.827,76
10.589.413,84 3.114.669,76
10.800.538,26 3.252.556,43

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die MCS TEAM GmbH (im Folgenden "MCS" oder "Gesellschaft") ist als technischer Dienstleister in der Medienbranche vorwiegend im regionalen Bereich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit umfangreicher Technik und eigenem Personal tätig.

Die MCS ist ein 100%iges Tochterunternehmen der MDR Media GmbH, Erfurt, deren alleiniger Gesellschafter der Mitteldeutsche Rundfunk, Gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts (im Folgenden "MDR"), ist.

Die bisherigen Gesellschaften MCS GmbH Sachsen, MCS GmbH Thüringen und die Media Mobil GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 auf die MCS GmbH Sachsen-Anhalt mit gleichzeitiger Umfirmierung zur MCS TEAM GmbH verschmolzen. Als Hauptsitz wurde Magdeburg definiert. Der strategische Ansatz für die Konsolidierung der technischen Dienstleister der MDR Media Gruppe war die Bündelung der Aufgaben, die Erhöhung der Flexibilität bei der Aufgabenerbringung und die Nutzung von vorhandenen Synergiepotentialen.

Das Unternehmen garantiert mit seinen Leistungen den technischen Ablauf des Sendebetriebs der MDR Landesfunkhäuser Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Bereichen Fernsehen und Hörfunk. Daneben trägt die MCS die technische Gewähr für die sendungsvorbereitenden Tätigkeiten. Zusätzlich führt die MCS Event- und Konferenzbetreuung aus. Das Leistungsportfolio wird am Standort Leipzig um das Geschäftsfeld der Fernsehaußenübertragung mit 4 voll HD-fähigen Produktionseinheiten ergänzt.

Der MDR ist mit einem Umsatzanteil von 88 % der Hauptkunde des Unternehmens.

Die hochgradige Spezialisierung der MCS auf die technischen Dienstleistungen im Rahmen von audio- und videotechnischen Produktionen bildet auch die Basis für die Zusammenarbeit mit Konzern- und Beteiligungsunternehmen.

Die MCS erbringt darüber hinaus Leistungen für andere Businesskunden, um zeitweilig freie technische Kapazitäten auf dem Markt anzubieten, wie z. B. Konferenz- und Veranstaltungstechnik, Beleuchtung, Dolmetschertechnik, in den Bereichen Elektronische Berichterstattung, Schnitt, der Vermietung von mobiler Technik und der Bereitstellung von Übertragungswagen für Produktionen ortsgebundener Veranstaltungen.

2 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage

2.a Ertragslage

Die MCS ist als technischer Dienstleister im Bereich Video, Audio und Multimedia tätig. Für die MDR Landesfunkhäuser stellt die Gesellschaft die technische Grundausstattung und das technische Personal für viele Produktionen bereit. Sie realisiert auch mit Technik und technischem Personal ortsgebundene Produktionen.

Die Gesellschaft gewährleistet damit die Sendesicherheit für den MDR. Außerdem stellt sie Zulieferungen von Beiträgen, Überspielen und Live-Einblendungen für weitere ARD-Sendeanstalten bereit.

Das Jahresergebnis bestätigt die erfolgreiche Geschäftspolitik der Gesellschaft. Die MCS erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Gesamtergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 605. Über alle Niederlassungen war ein Gewinn von TEUR 600 geplant.

Die Gesamtumsätze betragen TEUR 26.539, davon entfallen TEUR 23.353 auf dem MDR einschließlich KiKa, TEUR 102 auf Konzernunternehmen, TEUR 829 auf Beteiligungsunternehmen und TEUR 2.255 auf Drittunternehmen. Der geplante Gesamtumsatz der Niederlassungen betrug TEUR 26.300. Damit lagen die Umsätze um TEUR 239 höher als ursprünglich geplant, was zum einen auf höhere Personalverrechnungspreise und zum anderen an zusätzlichen Aufträgen im kommerziellen Bereich zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand beträgt für die Gesellschaft TEUR 7.561 und unterteilt sich in TEUR 315 für Roh- und Betriebsstoffe und TEUR 7.246 für den Einkauf von Fremdleistungen. Geplant war der Materialeinsatz über alle Niederlassungen mit TEUR 7.144, lag im Ist also um TEUR 417 höher als geplant. Die Steigerung ergibt sich kongruent aus der Erhöhung der Umsatzerlöse und aus der Einführung des Tarifvertrages für freie Mitarbeiter.

Die Personalkosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 13.011, geplant waren TEUR 13.164. In allen Niederlassungen gab es Abgänge, die nicht in gleichem Maß durch Neueinstellungen abgedeckt werden konnten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.851, geplant waren TEUR 1.621. Die Mehrausgaben resultieren vor allem aus juristischer Beratung und Betreuung des Verschmelzungsprozesses und der Tarifverhandlungen für freies und festes Personal.

Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 3.750 und waren mit TEUR 4.010 geplant. Es wurden also weniger Investitionen getätigt als in der Planung angenommen, die Investitionsprojekte wurden auf das Folgejahr verschoben oder die Zusammensetzung der Wirtschaftsgüter und der damit verbundenen Abschreibungen waren anders als in der Planung angenommen.

2.b Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt über ein Stammkapital von TEUR 1.650. Seit dem 1. Januar 2004 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der MDR Media GmbH.

Die MCS finanziert sich zum 31. Dezember 2023 durch Gesellschafterdarlehen mit einem Volumen von TEUR 10.750. Diese haben Restlaufzeiten bis zu fünf Jahren. Die Laufzeit der Darlehen wurde grundsätzlich an die durchschnittliche Nutzungsdauer des finanzierten Anlagevermögens geknüpft.

Für im Geschäftsjahr 2023 getätigte Investitionen hat die Gesellschaft Darlehen in Höhe von TEUR 3.660 von der MDR Media GmbH aufgenommen. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Kapitaldienst fristgerecht und vollständig erbringen. Die Zahlungsziele bei Lieferanten konnten eingehalten werden; darüber hinaus wurden eingeräumte Skontorechte in Anspruch genommen.

Die Stichtagsliquidität beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 861. Sie wird hauptsächlich als kurzfristige Forderung gegen den Gesellschafter im Cash Pool ausgewiesen.

2.c Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die MCS TEAM GmbH hat zum 31. Dezember 2023 ein Anlagevermögen von TEUR 10.800. Davon entfallen TEUR 211 auf immaterielle Wirtschaftsgüter und TEUR 10.589 auf Sachanlagen.

Im Geschäftsjahr 2023 investierte die Gesellschaft TEUR 3.886 in die Erneuerung und Erweiterung des Anlagevermögens. Die stetige und wirtschaftlich begründete Modernisierung des vorhandenen Anlagevermögens bildet die Basis für die zu gewährleistende Sendesicherheit.

Der Bestand an Umlaufvermögen beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 TEUR 5.677.

Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital von TEUR 1.984. Die Eigenkapitalquote liegt bei 12,02 %.

2.d Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen

Es bestehen in der Gesellschaft laufende Verfahren vor dem Sozialgericht, die noch nicht entschieden sind. Dabei handelt es sich um Forderungen von freien Mitarbeitern.

Die MCS hat einen Tarifvertrag für freie Mitarbeiter abgeschlossen und befindet sich in Verhandlungen zum Tarifvertrag für feste Mitarbeiter.

2.e Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 verlief wirtschaftlich erfolgreich. Bestandsgefährdende Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht bekannt.

3 Prognosebericht

Die Annahmen der Prognose des Vorjahres haben sich bestätigt.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein ebenso positiver Verlauf erwartet. Die MCS prognostiziert ein Ergebnis vor Gewinnabführung von ca. TEUR 650 bei Umsätzen von TEUR 27.200.

Die Zusammenarbeit mit dem Hauptkunden MDR und dem KiKA, der in den letzten Geschäftsjahren und auch für das Planungsjahr 2024 einen Umsatzanteil von ca. 84 % repräsentiert, basiert auf langfristigen Verträgen.

Die seit dem 1. Januar 2017 eingeführten Rahmenverträge mit dem MDR zu den nichtkommerziellen und kommerziellen Produktionsdienstleistungen werden halbjährlich bzw. jährlich an das geltende Preisniveau angepasst und bilden das Fundament für eine positive Prognose der Geschäftsentwicklung im Folgejahr.

Um das technische und personelle Potenzial der MCS zu stabilisieren und auszubauen, setzt die Gesellschaft auf gezielte Investitionspolitik, deren Ziel es ist, die technische Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau zu sichern, neue technische Entwicklungen zu erkennen und zeitnah im Unternehmen zu integrieren. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden Investitionen von insgesamt TEUR 4.600 geplant.

Der Bestand und die Entwicklung der Gesellschaft sind abhängig von den spezifischen Rahmenbedingungen, unter denen die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb führen und entwickeln kann.

Der MDR einschließlich KiKa ist gleichzeitig mittelbarer Eigentümer und Hauptkunde der Gesellschaft. Diese Konstellation führt zu divergierenden Interessen. Einerseits besteht die Forderung, dass die Gesellschaft als ertragssicheres Unternehmen besteht, andererseits möchte der MDR als Hauptkunde möglichst niedrige Preise, für die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen, sicherstellen.

Die geplante Umsatzsteigerung für 2024 resultiert vorwiegend aus Umsätzen im Drittbereich. Im Januar und Februar 2024 werden erstmalig zwei Faschingssendungen für den Bayerischen Rundfunks durch den Standort Leipzig in Zusammenarbeit mit unserem Standort in Magdeburg und der Schwestergesellschaft realisiert.

Für kommende Geschäftsjahre ist nicht von einer gleichbleibenden Entwicklung auszugehen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und damit auch der Hauptkunde MDR wird in den künftigen Jahren sparen müssen, um mit den Geldern aus den Rundfunkbeiträgen seine staatsvertraglichen Leistungen erbringen zu können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht wertmäßig abschätzbar, wie sich diese Optimierungsmaßnahmen auf den Geschäftsbetrieb der MCS auswirken werden. Allerdings ist bereits von einer Verringerung von Produktionen auszugehen.

Seit Frühjahr 2023 werden Tarifverhandlungen über Entgelte und Beschäftigungsbedingungen für die festen Mitarbeiter geführt. Der Rahmentarifvertrag steht, verhandelt wird der Gehaltsstrukturtarifvertrag. In der Planung wurde eine Steigerung von 3% der Personalaufwendungen angenommen, der voraussichtliche Abschluss wird letztendlich höher ausfallen, wenn man die derzeitigen Tarifabschlüsse in anderen Branchen im Land betrachtet.

Auf der Grundlage der Einbindung der Gesellschaft als verbundenes Unternehmen einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt bestehen langfristige Verträge, die eine stabile Entwicklung der Gesellschaft garantieren. Durch anforderungsgerechte Investitionen in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart bietet die Gesellschaft genau die Dienstleistungen zu einem marktgerechten Preis-Leistungsverhältnis, die der MDR benötigt. Es ist davon auszugehen, dass der MDR auch künftig im bisherigen Umfang auf die MCS als Dienstleister zurückgreifen wird.

4 Risiko- und Chancenbericht

Die Entwicklung der Gesellschaft als verbundenes Unternehmen einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt ist eingebunden in die sich dynamisch verändernden wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen des nationalen und internationalen Marktes.

Es ist davon auszugehen, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als Hauptkunden aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und regionaler struktureller Besonderheiten bei ihren Ausgaben zukünftig mehr sparen müssen. Dies wird sich unmittelbar auf die Gesellschaft auswirken.

Zusätzlich ist die strategische Ausrichtung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezüglich Sendeformate und technischer Standards für die Entwicklung der MCS entscheidend. Diese Entwicklungen beeinflussen in starkem Maße die Investitionspolitik der Gesellschaft mit entsprechenden Auswirkungen auf die Finanzierungs- und Personalstrategie.

Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di bergen zum einen Risiken durch eventuell steigende Kosten für Fremdleistungen und Personalkosten und bieten zum anderen die Chance, für künftige Beauftragungen der öffentlichen Hand gerüstet zu sein.

Die vollzogene Konsolidierung der technischen Dienstleistungsunternehmen der MDR Media-Gruppe wird die künftig veränderten Aufgaben bündeln und zu flexibleren Lösungen führen.

In der Gesellschaft ist ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert. Es sichert die Identifizierung der Wirkung verschiedenster Einflussfaktoren auf das Unternehmen, und damit die frühzeitige Einleitung adäquater Maßnahmen zur Gegensteuerung bei unerwünschten Veränderungen und damit letztlich die Umsetzung der Unternehmensziele. Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste über kein Risiko ad-hoc berichtet werden.

5 Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft gliedert sich in den Hauptsitz MCS TEAM GmbH, Magdeburg mit Niederlassungen in Dresden, Erfurt und Leipzig. Während der Hauptsitz und die Zweigniederlassungen in Dresden und Erfurt vorwiegend für den technischen Betrieb der Landesfunkhäuser arbeiten, ist die Zweigniederlassung Leipzig auf die Produktion von standortbezogenen Video- und Tonproduktionen sowie deren Übertragung spezialisiert.

Der Hauptsitz in Magdeburg realisiert zusätzlich einen Full-Service im Bereich Event- und Konferenztechnik.

 

Magdeburg, den 3. Mai 2024

gez. Robert Hänsel, Geschäftsführer

gez. Bernhard Obenaus, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MCS TEAM GmbH (vormals: Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt), Magdeburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MCS TEAM GmbH (vormals: Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt), Magdeburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MCS TEAM GmbH (vormals: Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt), Magdeburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 3. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

gez. Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer

gez. Antje Dominiak, Wirtschaftsprüferin

Angaben gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

In der Gesellschafterversammlung am 15. Mai 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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