Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 7429
Vorher
LHG Ludwig Hammer Grundstücksverwaltung GmbH
Eingetragen
29.9.1999
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungGas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
die Planung und Ausführung von gebäudetechnischen Anlagen aller Art, insbesondere auf dem Gebiet der Heizungs- , Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Gebäudeautomation sowie objektgebundene Dienst- oder Serviceleistungen. Die Gesellschaft verwaltet Grund- und Kapitalvermögen sowie Unternehmensbeteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Giovanni di Noto
seit 16.10.2023
Prokura
Joachim Franz Nolden
seit 19.8.2022
Prokura
Olaf Walter
seit 19.8.2022
Geschäftsführer
Jörg Morr
seit 19.8.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VINCI Deutschland GmbH
Germany
28.500 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ludwig Hammer GmbH

Kleinostheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117,04 5.591,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.487,03 8.052,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.331,70 73.301,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.067,20 129.885,93 88.722,20 170.075,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 356.106,39 356.106,39
486.109,36 531.773,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 650.709,03 672.041,90
2. Unfertige Erzeugnisse 26.884.368,72 28.971.651,72
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -21.668.655,33 5.866.422,42 -25.352.506,84 4.291.186,78
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.121.923,78 3.624.406,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.219.349,33 2.895.862,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.340.408,71 6.681.681,82 1.894.481,45 8.414.750,61
III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten 10.364.024,87 7.741.685,82
22.912.129,11 20.447.623,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.934,73 42.423,93
23.451.173,20 21.021.820,50

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 28.500,00 28.500,00
II. Gewinnvortrag 9.843.968,75 8.917.335,92
III. Jahresüberschuss 1.588.621,86 2.026.882,06
11.461.090,61 10.972.717,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.869.778,00 2.693.731,30
2. Steuerrückstellungen 501.600,00 152.400,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.367.800,00 2.405.900,00
4.739.178,00 5.252.031,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.424.317,16 2.670.124,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.024.561,34 1.477.927,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 176.000,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.363,51 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.551.662,58 649.019,38
- davon aus Steuern EUR 1.414.947,39 (i. Vj. EUR 421.256,77) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 6.523,54) -
7.250.904,59 4.797.071,22
23.451.173,20 21.021.820,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.450.671,41 14.810.476,21
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.112.542,31 6.986.914,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.508.324,10 8.620.866,41 1.354.146,30 8.341.060,35
- davon für Altersversorgung EUR 63.800,15 (i. Vj. EUR 64.284,65) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 98.710,54 125.371,65
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.773.840,86 3.538.979,20
5. Erträge aus Beteiligungen 404.937,50 181.953,64
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 404.937,50 (i. Vj. EUR 181.953,64) -
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.802,27 36.507,22
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 21.999,27 (i. Vj. EUR 24.521,94) -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 352.290,94 359.664,62
- davon aus der Aufzinsung EUR 311.913,00 (i. Vj. EUR 291.591,00) -
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 480.080,57 626.589,14
9. Ergebnis nach Steuern 1.588.621,86 2.037.272,11
10. Sonstige Steuern 0,00 10.390,05
11. Jahresüberschuss 1.588.621,86 2.026.882,06

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Ludwig Hammer GmbH hat ihren Sitz in Kleinostheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 7429 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, analog dem Vorjahr, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen wurden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegüter ausgewiesen. Die Nutzungsdauer des immateriellen Anlagevermögens beträgt drei bis fünf Jahre. Sachanlagen werden über einen Zeitraum von drei bis 18 Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Sofern erforderlich, wurden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips erfolgt die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens grundsätzlich zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge sind mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Es kommen die Einzelkosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB und die in § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB verpflichtend aufgeführten Kostenbestandteile (Material- und Fertigungsgemeinkosten) zum Ansatz. Die erhaltenen Anzahlungen der Auftraggeber werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten bzw. des niedrigeren beizulegenden Werts von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen und pauschale Wertberichtigungen für Ausfallrisiken, bilanziert.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der versicherungsmathematischen projected unit credit method gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,87 % (Zehnjahresdurchschnitt) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit und ein Rententrend von 1,5 % für den aktiven Gesellschafter-Geschäftsführer

Sterbetafeln der Heubeck AG "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,35 % ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 318.334. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem sieben-jährigen Durchschnittszins niedriger angesetzt. Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen aus diesem Sachverhalt dementsprechend ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt EUR 318.334.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie zukünftige Preis- und Kostensteigerungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der Abschreibungen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist gegliedert nach Bilanzpositionen aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Der in den Finanzanlagen ausgewiesene Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen:

Anteilsbesitz Höhe am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis 2021
% EUR EUR
LuHa GmbH & Co. KG, Kleinostheim 100 10.000 93.316
LuHa Verwaltungs GmbH, Kleinostheim 100 43.678 61
Eberhard Fischer GmbH, Frankfurt am Main 100 580.822 84.544

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 57 (i. Vj. TEUR 214) enthalten.

Die Veränderung des Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 927 (i. Vj. 478 TEUR) gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 2.027 (i. Vj. TEUR 122) abzüglich einer Gewinnausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.100 (i. Vj. TEUR 600). Von der Gewinnausschüttung wird ein Teilbetrag von TEUR 176 (i. Vj. TEUR 0) als Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.486 wurden mit den Rückkaufswerten der Rückdeckungsversicherungen, die für Pensionsberechtigte verpfändet wurden, verrechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der Rückkaufswerte der Rückdeckungsversicherungen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 617; die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsversicherungen betrugen TEUR 617. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus den Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG- Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. In diesem Zusammenhang sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 312 angefallen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Tantiemen, Erfolgsbeteiligungen 280.000
Gewährleistungen und Nachlaufkosten 346.300
Personalkosten inkl. Schwerbehindertenabgabe 399.600
Ausstehende Rechnungen 229.900
Sonstige 112.000
Gesamtsumme 1.367.800

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten gegenüber Restlaufzeit
≤ 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Vj. Vj Vj.
EUR TEUR EUR TEUR EUR TEUR
1. erhaltene Anzahlungen 4.424.317 2.670 0 0 0 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 1.024.561 1.478 0 0 0 0
3. gegenüber verbundenen Unternehmen 74.364 0 0 0 0 0
4. gegenüber Gesellschaftern 176.000 0 0 0 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.551.663 649 0 0 0 0
- davon aus Steuern 1.414.947 520 0 0 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 7 0 0 0 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 7.250.905 4.797 0 0 0 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 74 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von insgesamt TEUR 1.797 in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen 638 947 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 211 0 0
Summe 849 947 0

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 276 periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung einer bereits abgeschriebenen Forderung (TEUR 176) sowie aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 100).

VI. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2021 bestehen Gewährleistungsbürgschaften und Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 10.373 (i. Vj. TEUR 7.229). Nach dem aktuellen Kenntnistand wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet, da keine Hinweise bekannt sind, die einen entsprechenden Haftungstatbestand begründen würden.

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Gj. Vj.
Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 79 73
Angestellt Vollzeit 65 60
Angestellte Teilzeit 13 13
Summe 157 146

Mitglieder der Geschäftsführung:

Dipl.-Ing. Stefan Franz, Kleinostheim, Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Dies gilt auch für die Pensionsrückstellung des aktuellen Geschäftsführers.

Gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene bestehen zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von 794 TEUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden an diesen Personenkreis Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 133 geleistet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von TEUR 1.589 auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Nachtragsbericht

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg"). Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die bereits eingetretenen Preiserhöhungen im Bereich der Energie- und Materialkosten erhebliche Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage der Gesellschaft haben werden. Quantifiziert werden können diese Effekte zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.

Mit Datum vom 15. Juni 2022 wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 176 mit einer bestehende Forderung gegen die DCS GmbH verrechnet wird.

 

Kleinostheim, 6. Juli 2022

Ludwig Hammer GmbH

Stefan Franz, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungskosten
1.1.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 307.650,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 165.066,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 822.061,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.165,78
1.467.293,45
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 356.106,39
2.131.049,85
Anschaffungskosten
Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 307.650,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 165.066,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.855,23 8.356,97 816.559,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.211,31 0,00 530.377,09
53.066,54 8.356,97 1.512.003,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 356.106,39
53.066,54 8.356,97 2.175.759,42
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.058,97 5.474,00 0,00 307.532,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 157.014,45 1.565,00 0,00 158.579,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 748.759,49 41.805,23 8.336,97 782.227,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.443,58 49.866,31 0,00 441.309,89
1.297.217,52 93.236,54 8.336,97 1.382.117,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.599.276,49 98.710,54 8.336,97 1.689.650,06
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117,04 5.591,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.487,03 8.052,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.331,70 73.301,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.067,20 88.722,20
129.885,93 170.075,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 356.106,39 356.106,39
486.109,36 531.773,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Ludwig Hammer GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Das Unternehmen ist in die drei operativen Einheiten, Anlagenbau, Service und MSR (Messen, Steuern, Regeln) untergliedert.

Es werden die Gewerke Heizung, RLT (raumlufttechnische Anlagen), Kälte und Sanitär inklusive der hierfür benötigten Regelungstechnik (MSR) angeboten.

Vorwiegend werden Projekte für privatwirtschaftliche, in geringerem Umfang jedoch auch für öffentliche Auftraggeber realisiert.

Als mittelständisches Unternehmen steht für uns die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung im Fokus.

In der deutschen Baubranche finden vor allem aus Gründen des Nachfolgemangels Konsolidierungen statt. Der Konsolidierungsdruck besteht hierbei insbesondere im Segment Ausbau und technische Gebäudeausrüstung.

Die Preissteigerungen zum Vorjahr betragen im Schnitt ca. 15 %.

Die Zahl der in Deutschland Beschäftigten im Bereich der TGA stieg leicht um 2,1 %.

2. Forschung und Entwicklung

Wie auch in den Vorjahren haben wir einen großen Fokus auf die Digitalisierung gelegt.

So sind die Themengebiete BIM (Building Information Modeling) und "Route to Cloud" für die kommenden Jahre als wichtige Projekte im Kreise der Führungsmannschaft der Ludwig Hammer GmbH ausgemacht worden.

Das Projekt "Route to Cloud" befindet sich in der Umsetzungsphase. So konnten die im Hause befindlichen Server weitestgehend heruntergefahren werden und nahezu alle Anwendungen finden in der Cloud statt. Die Mitarbeiter wurden zum größten Teil geschult und in die neue Softwareumgebung eingewiesen.

Die Thematik Cloud hat im MSR-Bereich noch weitergehende Folgen. So ist die Anwendungen der Gebäudeleittechnik und der Umgang mit Energie-, Verbrauchs- und Nutzungsdaten neu zu denken. Durch die neuen Möglichkeiten der Erfassung sind Dienstleistungsangebote und zu erbringende Leistungen neu zu gestalten.

2021 haben wir, ähnlich wie in den Vorjahren, über TEUR 100 in die Schulung und Weiterbildung, sowohl durch interne als auch externe Schulungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter, investiert. Da die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sehr schwierig ist, kann nur mit Aus- und Weiterbildung mittel- und langfristig der Personalbedarf gedeckt werden.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern, werden umfangreiche Recruiting-Maßnahmen umgesetzt. Im Jahr 2022 werden voraussichtlich wieder alle offenen Ausbildungsplätze besetzt werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um knapp 2,9 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft konnte somit trotz der Auswirkungen der Corona-Krise nach einem Jahr des Rückganges wieder ein geringes Wachstum generieren. Das BIP lag jedoch niedriger als im Jahr 2019. Laut den Auswertungen des ZVSHK wurde in der Branche in Deutschland im Corona-Jahr 2021 ein Umsatzplus von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet.

Laut dem Statistischen Bundesamt ist der Umsatz im Ausbaugewerbe im Jahr 2021 gegenüber 2020 real (preisbereinigt) um 3,2 % gesunken. Von diesen Umsatzrückgängen waren im Jahr 2021 alle Wirtschaftszweige des Ausbaugewerbes betroffen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise um knapp 7 % ist der nominale Umsatz dagegen um 3,7 % gestiegen. Eine Ursache für die Preissteigerungen dürften die Lieferengpässe bei Baumaterialien sein. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten 2021 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %.

Gemäß der Auswertung des Bundesinstitut für Berufsbildung wurden im Jahr 2021 gegenüber 2020 1,2 % mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Der Rückgang in der Industrie (-1,1 %) konnte durch eine positive Entwicklung im Handwerk (+3 %) ausgeglichen werden. Das Ausbildungsplatzangebot ist im Jahr 2021 ebenfalls gegenüber dem Vorjahr wieder um 8.800 Stellen bzw. um 1,7 % auf 536.200 Stellen angestiegen. Die Ausbildungsplatznachfrage ist jedoch nochmals um 4.800 Nachfragende bzw. 0,9 % auf 540.900 Nachfragende gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Mit 14.307 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt der Beruf des Anlagenmechanikers weiterhin auf Rang 9 der beliebtesten Ausbildungsberufe (+7,3 % zum Vorjahr). Der Ausbildungsberuf des Elektronikers für Automatisierungstechnik liegt mit Rang 48 und 2.082 Ausbildungsverträgen noch gerade unter den TOP 50 Ausbildungsberufen. Speziell beim Mechatroniker für Kältetechnik wurden 2021 (1.539) 7,6 % weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Jahr 2020.

In Bayern konnten 16,3 % der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, in Sachsen 13,2 % und in Thüringen 17,3 %.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Obwohl sich die Gesamtleistung um 21,6 % zum Vorjahr verringert hat und von EUR 38.133.856,35 auf EUR 29.907.741,04 gesunken ist, war das Ergebnis im Jahr 2021 auf zufriedenstellendem Niveau. Der Bestand an halbfertigen Leistungen sank um TEUR 2.087 auf TEUR 26.884. Durch die allgemeine Situation, verursacht durch Corona und die resultierenden Folgen, konnten größere, fast vollständig abgeschlossene Projekte, nicht in 2021 fakturiert werden.

Der Materialaufwand inklusive der Nachunternehmerleistungen ist im Verhältnis zum Vorjahr um TEUR 6.785 von TEUR 24.432 auf TEUR 17.647 gesunken und ist somit mit 59,0 % gegenüber 64,1 % im Vorjahr anteilig um 5,1%-Punkte gesunken. Diese geringere Materialintensität kann durch kleinteiligere Aufträge erklärt werden, die tendenziell anteilig eine höhere Marge und einen höheren Personalanteil beinhalten.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 280 auf TEUR 8.621 (i. Vj. TEUR 8.341) erhöht. Dies ist begründet in einer allgemeinen Gehaltserhöhung von 2,5 %, individuelle Gehaltsanpassungen sowie Neueinstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 765 von TEUR 3.539 auf TEUR 2.774 deutlich verringert. Dies entspricht einer Verringerung um 21,6 % und ist insbesondere in der Reduzierung der sonstigen Rückstellungen begründet.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.589 (i. Vj. TEUR 2.027). Der Rückgang des Jahresüberschusses ist, analog zum Rückgang der Gesamtleistung, durch noch nicht final abrechenbare Projekte begründet.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2021 zufriedenstellend.

3. Lage

Auch in 2021 war Vollbeschäftigung gegeben. Der Auftragsvorlauf ins Jahr 2022 beträgt ca. TEUR 26.000. Größere Projekte werden voraussichtlich in den Jahren 2022 und 2023 abgeschlossen werden.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist weiterhin sehr gut.

Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 532 auf TEUR 486 verringert.

Das Umlaufvermögen, bestehend aus Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie Kassen- und Bankbeständen, wurde von TEUR 20.448 im Vorjahr auf TEUR 22.912 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich insbesondere aus höheren erhaltenen Anzahlungen, denen noch keine aktiven Vorratsbestände gegenüberstehen.

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Die Eigenkapitalquote liegt nun insbesondere aufgrund der höheren erhaltenen Anzahlungen bei 48,9 % (i. Vj. 52,2 %).

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement achtet darauf, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität ließ eine durchgehende Skontierung zu.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 453 gesunken und betragen nun TEUR 1.025 (i. Vj. TEUR 1.478); der Anteil an der Bilanzsumme beträgt daher 4,4 % (i. Vj. 7,0 %). Die Differenz begründet sich vorrangig in den von den Terminabläufen der Projekte abhängigen Bestellvorgängen (= stichtagsbedingt).

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Für die Gewährleistungsbürgschaften und Vertragserfüllungsbürgschaften sind bei Banken und Versicherungen Gesamtlinien von TEUR 14.251 (i. Vj. TEUR 8.527) zugesagt. In Höhe von TEUR 10.373 (i. Vj. TEUR 7.229) wurden Bürgschaften vorgenannter Art an Auftraggeber ausgegeben.

Kreditlinien für kurzfristige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 2.000, die jedoch aufgrund der liquiden Lage nicht in Anspruch genommen wurden.

Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 4.739 (i. Vj. TEUR 5.252) gebildet, die sich aufgliedern in TEUR 2.870 (i. Vj. TEUR 2.694) für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, TEUR 502 (i. Vj. TEUR 152) für Steuern und TEUR 1.368 (i. Vj. TEUR 2.406) für sonstige Rückstellungen, die im Wesentlichen Nachlaufkosten, Gewährleistung und Tantieme betreffen.

Es wird vorrangig in die Verbesserung der EDV und der Prozesse investiert. Hierfür sind in den nächsten zwei Jahren Ausgaben in Höhe von TEUR 90 geplant. Mit dem Projekt "Route to Cloud" und den damit verbundenen Prozessanpassungen an die neue Microsoft-Office-365 Standardsoftware und die auf die Cloud transferierte ERP- und Finanzsoftware wurde nach Auffassung der Geschäftsführung ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftssicherheit der Unternehmens-IT gelegt.

Alle Betriebsabläufe wurden hierfür überprüft und wenn notwendig angepasst.

Langfristiges Anlagevermögen in Höhe von TEUR 486 (i. Vj. TEUR 532) ist durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 11.461 (i. Vj. TEUR 10.973) gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.122 (i. Vj. TEUR 3.624) und die Bankbestände in Höhe von TEUR 10.364 (i. Vj. TEUR 7.742) übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.025 (i. Vj. TEUR 1.478) deutlich.

Das Unternehmen verfügt mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 10.364 (i. Vj. TEUR 7.742) über eine komfortable Liquiditätslage. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aufgrund des positiven Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 1.174 (i. Vj. TEUR 3.535).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse wurden durch den Abschluss der größeren Projekte wesentlich bestimmt. Der Anteil der unfertigen Projekte zum 31. Dezember 2021 ist von TEUR 28.972 auf TEUR 26.884 gesunken.

In Kennzahlen bedeutet dies:

2020 2021
% %
Gesamtleistungsrentabilität (in %) 5,3 5,3
Gesamtleistungsrendite (in %) = (Reingewinn/Gesamtleistung) x 100
Eigenkapitalrentabilität (in %) 18.5 13,9
Eigenkapitalrendite (in %) = (Reingewinn/Eigenkapital) x 100
Gesamtkapitalrentabilität (in %) 9,6 6,8
Gesamtkapitalrendite = (Reingewinn/(Eigenkapital + Fremdkapital)) x 100
Materialintensität (in %) 64,1 59,0
Materialintensität = (Materialaufwand/Gesamtleistung) x 100
Personalintensität (in %) 21,9 28,8
Personalintensität = (Personalaufwand/Gesamtleistung) x 100

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Gesamtleistung sowie den Jahresüberschuss heran.

Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 ging von einer etwas geringeren Gesamtleistung und einem Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2020 aus. Diese Ziele haben wir jeweils nicht ganz erreicht. Ursächlich hierfür war die allgemeine Situation, verursacht durch Corona und die resultierenden Folgen. Deshalb konnten wir größere, fast vollständig abgeschlossene Projekte, nicht in 2021 fakturieren.

III. Prognosebericht

Gerade in Krisenzeiten, hervorgerufen durch die Pandemie (Corona) und dem Krieg in der Ukraine, sehen wir die technische Gebäudeausrüstung als eine Branche, die zwingend benötigt wird, lebensnotwendige Bedürfnisse zu bedienen und Energie einzusparen. Die Dienstleistung kann auch nicht durch ferne Produktionen oder durch Maschinen substituiert werden. Somit kann die Branche der technischen Gebäudeausrüstung nach Auffassung der Geschäftsführung als relativ zukunfts- und krisensicher betrachtet werden.

Wie im Vorjahr beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die technische Gebäudeausrüstung bietet auch weiterhin ein sehr großes Wachstumspotential und die Investitionsfreude in Deutschland, angeregt auch durch staatliche Förderprogramme, ist nach wie vor vorhanden.

Dem Engpass an qualifizierten Mitarbeiter begegnen wir durch Recruiting und Ausbildung.

In unserer Planung für 2022 gehen wir von einer höheren Betriebsleistung aus, die sich aus Umsatz und Bestandsveränderung zusammensetzt. So rechnen wir mit einer Gesamtleistung und einem Jahresüberschuss leicht über dem Niveau von 2021.

Wir werden das Ziel verfolgen, auch zukünftig immer in der Lage zu sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die folgenden Risiken sind vor Risikobegrenzungsmaßnahmen und in der Rangfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt beginnend mit dem bedeutsamsten Risiko.

Gewährleistungsrisiken

Gewährleistungsrisiken sehen wir im Umfang unserer regulären Tätigkeiten durch eventuelle Undichtigkeiten im Bereich der Medienverrohrungen und den damit verbundenen Wasserschäden. Hierzu werden im Vorfeld der Arbeiten entsprechende Dichtheitsprüfungen vorgenommen. Durch unsere Erfahrung und die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen wie Druckproben und Sichtprüfungen sind, wie in der Vergangenheit auch, keine größeren Schäden zu erwarten.

Im Bereich der Komponenten und Maschinen besteht das Risiko, dass Komponenten zum Zeitpunkt der Lieferung nicht mangelfrei sind und trotzdem verbaut werden. Unsere Mitarbeiter überprüfen bei der Annahme von Waren diese auf Mangelfreiheit und bestätigen dies auf dem Liefernachweis. Außerdem gehen unsere Lieferanten eine Gewährleistungsverpflichtung von fünf Jahren für Bauwerke ein.

Branchenspezifische Risiken

Nach wie vor sind die Einschränkungen, die durch Corona erzeugt werden erheblich und eine Verbesserung der Situation durch die Impfung ist noch nicht stabil eingetreten. Sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Investitionsbereitschaft negativ beeinflussen.

Ebenso sind Lieferengpässe durch die erschwerte Materialbeschaffung zu erwarten bzw. existieren schon. Die Ertragslage wird auch durch Preiserhöhungen und die gestiegene Inflation im Euroraum gedämpft werden.

Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken, wie Preisdumping durch hohe Anbieterdichte, sind durch die hohe Nachfrage und den hohen Bedarf an TGA auf Auftraggeberseite eher als konstant zu erwarten.

Wir gehen davon aus, auch weiterhin unsere Marktanteile mittelfristig ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen, vor allem im Personalbereich, Zusatzkosten damit verbunden. Steigende Personalkosten aufgrund von Fachkräftemangel treffen aber alle Anbieter, so dass wir davon ausgehen, diesbezüglich die höheren Kosten in einem zufriedenstellenden Umfang weitergeben zu können.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind gemäß der Liquiditätsplanung für das Jahr 2022 keine Engpässe zu erwarten.

IT-Risiken

Die Gefahr durch Viren oder Hacker angegriffen zu werden, ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen.

Um dieses Risiko zu vermindern, wurde entschieden, alle Prozesse in der IT-Cloud mit den Microsoft-Standardprogrammen und mit der Cloudlösung unserer ERP-Software und der Finanzsoftware abzubilden.

Somit gehen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung bessere Verfügbarkeit und sichere IT-Umgebung für unsere Mitarbeiter. Gleichsam ob sie von zu Hause mit dem Laptop oder auf den Baustellen mit ihren mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones arbeiten.

Dies wird durch einen externen Dienstleister überwacht und umgesetzt.

Krieg in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine stellt ein mittelbares Risiko dar. Direkte Geschäftsbeziehungen zu ukrainischen oder russischen Unternehmen bestehen nicht. Inwieweit Lieferketten betroffen sind und Preissteigerungen oder Lieferengpässe sich bemerkbar machen werden, ist zurzeit sehr schwer abzuschätzen. Bei Projekten, die eine längere Laufzeit besitzen, wurden Rahmenverträge oder Einzelvereinbarungen geschlossen. Von einer unmittelbaren Bedrohung wird nicht ausgegangen.

2. Chancenbericht

Unsere Lieferanten werden permanent überprüft und Kontrollen durch unseren Einkauf unterzogen. Ein bemerkenswerter Punkt ist unser professionalisiertes Vergabemanagement. So werden entsprechende Vergleiche der Lieferantenangebote bezüglich Preis, Qualität, Liefer- und Termintreue vor der Beauftragung durchgeführt.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die schnell fortschreitende Digitalisierung ist eine Chance für innovative Unternehmen. Daten sind in der TGA die Grundlage Anlagen energetisch optimal zu regeln und zu steuern. Diese Daten müssen erfasst und verarbeitet werden. Hierzu ist Anlagenwissen kombiniert mit Programmierkenntnissen notwendig. Über beides verfügt Ludwig Hammer und ist daher für den zukunftsträchtigen Markt der digitalen Gebäudeausrüstung bis hin zu Cloudlösungen gut aufgestellt.

Eine Chance ist unsere Liquiditätslage, um gute Konditionen bei unseren Lieferanten zu erzielen und den Lieferzeitpunkt unabhängig von der Projektfinanzierung zu bestimmen.

Ebenso können wir durch die gute Liquiditätslage bei kleinen Akquisitionen schnell und ohne Fremdfinanzierungsanfrage entscheiden und Käufe tätigen.

Ludwig Hammer wird in der Rhein-Mainregion als leistungsstarker Anbieter von technischer Gebäudeausrüstung wahrgenommen. Dies schätzen nicht nur finanzstarke Auftraggeber, mit anspruchsvollen gebäudetechnischen Anlagen, sondern auch Fachplaner und Projektsteuerer. Eine gute Reputation ist bei der Vergabe hilfreich.

Aber auch Arbeitnehmer bevorzugen die interessanten und herausfordernden Tätigkeiten und die guten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen Ludwig Hammer zu bieten hat. Eine geringe personelle Fluktuation bestätigt dies.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir zurzeit in schnell steigenden Rohstoffpreisen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfall ist die absolute Ausnahme. Im Berichtszeitraum wurden TEUR 0 (i. Vj. TEUR 19) wegen Insolvenz wertberichtigt.

Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Geschäftsleitung entscheidet in Risikoabwägungen bei neuen Aufträgen, Neukunden und Investitionen eher konservativ und defensiv.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Projekt ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Durch eine Überwachung der laufenden Projekte bezüglich der Einnahmen und der Ausgaben wird der Geldfluss sowohl pro Projekt als auch in der Liquiditätsplanung wöchentlich überwacht.

Soweit bei finanziellen Vermögensgegenständen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement in der ERP-Software. Zudem besteht in einzelnen Fällen eine Warenkreditversicherung bei der Allianz-Versicherung. Hier werden Einzelabsicherungen bei großen bzw. als riskant eingeschätzten Debitoren abgeschlossen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Kleinostheim, 6. Juli 2022

Ludwig Hammer GmbH

Stefan Franz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ludwig Hammer GmbH, Kleinostheim

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ludwig Hammer GmbH, Kleinostheim‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ludwig Hammer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 26.884 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachtet haben und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der unfertigen Erzeugnisse gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, der Bestandsveränderungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 6. Juli 2022

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