VOLKSBANK DEISSLINGEN eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Schlenker seit 3.4.2025 | Prokura |
Frank Christian Kohler seit 13.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Corina Bossy seit 6.5.2010 | Prokura |
Gerold Braun seit 11.1.2007 | Prokura |
Christoph Groß seit 11.1.2007 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VOLKSBANK DEISSLINGEN eGDeißlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Seit über 150 Jahren des Bestehens unserer Bank gründet darin auch die enge regionale Bindung an unser definiertes Kerngeschäftsgebiet an den Standorten in Deißlingen, Lauffen und Herrenzimmern. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir 192 neue Mitglieder als Anteilseigner unserer Volksbank Deisslingen eG gewinnen. Demgegenüber standen Abgänge von verstorbenen und kündigenden Mitgliedern in Höhe von 62 Teilhabern, so dass wir insgesamt einen saldierten Mitgliederzuwachs von 130 Personen und eine Zunahme per 31.12.2023 auf 3.738 Mitglieder verzeichnen konnten. Erfreulich ist damit, dass weiterhin fast die Hälfte der Einwohner unseres Kerngeschäftsgebiets Mitglied unserer Bank sind (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg bzw. Gemeindeverwaltungen). Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf die dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Lebenssituationen und damit auch in allen Finanzierungsfragen und Fragen zur Vermögensanlage. Die Bank hat als zentrale Geschäftsaktivitäten das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie das Eigengeschäft als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung definiert. Die Volksbank Deisslingen eG nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Um nachhaltig ein verlässlicher und stabiler Partner sein zu können, bauen wir auf eine ausreichende Ertrags- und Eigenkapitalbasis, welche wir mit strategischen Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren definiert haben. Die Verbreiterung unserer Eigenkapitalbasis steht dabei weiterhin im Vordergrund, um ein Geschäftswachstum als Basis für unsere Zukunftsfähigkeit zu generieren und die steigenden regulatorischen Anforderungen stets angemessen zu erfüllen. Organisatorische Struktur Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir unsere Hauptgeschäftsstelle in Deißlingen sowie eine weitere Geschäftsstelle in Lauffen und unser Beratungszentrum in Herrenzimmern. Wir haben keine verbundenen Unternehmen oder Tochterunternehmen. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Wir sind Mitglied der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e.V.). Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch die Abgabe einer Garantieerklärung hat die Bank eine Garantieverpflichtung gegenüber dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) übernommen. Die Sicherungseinrichtung gewährt den Banken einen umfassenden Institutsschutz. Darüber hinaus sind wir Mitglied in der BVR Institutssicherung GmbH, die ein amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem darstellt und die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß Einlagensicherungsgesetz erfüllt. Die Volksbank Deisslingen eG ist Mitglied im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. (BWGV), Karlsruhe sowie im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Berlin. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Quellenangabe: Zur Beschreibung der Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften stützen wir uns in den folgenden Abschnitten auf Rundschreiben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom 4. März 2024, auf vierteljährliche Konjunkturberichte der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg, auf statistische Auswertungen der Agentur für Arbeit sowie auf Auswertungen der Deutsche Bundesbank und die Pressemitteilung des BWGV vom 27. März 2024. Konjunktur in Deutschland und in der Region Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in den energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen, die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Der Beschäftigungsaufbau hielt außerdem an und die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 Personen auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen. Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023, der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Finanzmärkte Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen achtzehn Monaten der Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise des Jahres 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für - schneller als zu Jahresbeginn erwartet - dann folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Der DAX schloss das Jahr mit einem Stand von 16.752 Punkten und auf Jahressicht mit einem Plus von 20,3 % deutlich erholt ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 (+24,2 %) und der Nasdaq Composite (+43,4 %). Entwicklung der Kreditgenossenschaften Die 129 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg schauen im Jahr 2023 auf ein gutes Kundengeschäft zurück. Die Kreditbestände legten um 2,7 % auf 136,4 Milliarden Euro zu. Die addierte Bilanzsumme verharrte auf Vorjahresniveau bei 208,8 Milliarden Euro. Auf Privatkundenseite wuchsen die Kredite um 2,6 % oder 1,9 Milliarden Euro auf 77,7 Milliarden Euro. Dies resultiert aus der Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen mit mittel- bis langfristigen Laufzeiten, dessen Volumen sich auf 72,1 Milliarden beläuft. Um 2,9 % beziehungsweise knapp 1,6 Milliarden Euro sind die Firmenkundenkredite auf nunmehr 55,8 Milliarden Euro angewachsen. Auf der Einlagenseite verbuchten die genossenschaftlichen Institute ein Plus von 1,2 %. Die Kundeneinlagen stiegen um 1,9 Milliarden Euro auf 157,2 Milliarden Euro. Die hohen Sichteinlagenbestände wurden reduziert. Dafür verdreifachten sich die Termineinlagen auf Grund der Erholung am Zinsmarkt und wiesen ein Plus von über 200 Prozent oder 21,5 Milliarden Euro auf. Insbesondere Laufzeiten von ein bis zwei Jahren waren nachgefragt. Spareinlagen mit zumeist kurzer Kündigungsfrist nahmen um 22,4 Prozent oder 7,5 Milliarden Euro ab. Das operative Betriebsergebnis entwickelte sich im Zuge dessen mit einer Steigerung von 17,1 % sehr erfreulich und beträgt im Berichtsjahr 1,69 Milliarden Euro. Einer konjunkturbedingt erhöhten Risikovorsorge standen Wertaufholungen der eigenen Wertpapieranlagen entgegen, die sich positiv auf das Ergebnis auswirkten. Im Jahr 2022 hatten aufgrund der abrupten Zinswende hervorgerufene Wertberichtigungen auf die eigenen Wertpapieranlagen das Ergebnis noch belastet. Das haftende Eigenkapital (Eigenmittel) erhöhte sich um 641 Millionen Euro oder 3,3 % auf 19,9 Milliarden Euro. Das Kernkapital (Geschäftsguthaben der Mitglieder und Rücklagen) stieg um ebenfalls 641 Millionen Euro oder 3,7 % auf 18,2 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote liegt bei durchschnittlich 17 %. Die aktuelle Geschäftslage in unserem Geschäftsgebiet wurde von über 80 % der Unternehmen als gut oder zumindest befriedigend bezeichnet. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der Angaben zur aktuellen Geschäftslage und den zukünftigen Geschäftserwartungen kombiniert, fiel im Herbst auf 101 Punkte (-18 Punkte im Vergleich zum Frühsommer). Werte von 0 bis 100 deuten auf eine Rezession hin, Werte von 100 bis 200 zeigen Wirtschaftswachstum an. Nach wie vor weist der hiesige Wirtschaftsraum eine bessere Arbeitslosenquote als der Bundesdurchschnitt aus: Die Arbeitslosenquote im Geschäftsgebiet des Kreises Rottweil-Villingen-Schwenningen betrug mit aktuellen Werten 4,1 % im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwarzwald-Baar-Heuberg, bei bundesweit 5,7 %. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Geschäftsjahr 2023 war durch die geopolitischen Unsicherheiten belastet und eine konjunkturelle Verbesserung bzw. Erholung blieb vor allem in Deutschland aus. Die rückläufigen Inflationsraten ließen eine Konsolidierung am Zinsmarkt erwarten und es wurde - je nach Jahresverlauf - früher oder später mit einer breiten Zinssenkung gerechnet. Unsere eigenen Erwartungen hatten sich hierbei auch bezüglich der Wertaufholungen unserer eigenen Wertpapieranlagen im Geschäftsjahr 2023 erfüllt. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell sind wir mit dem Jahresergebnis im Jahr 2023 insgesamt zufrieden. Das von uns geplante Ergebnisziel konnte zumindest in der Summe erreicht werden. Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme Wachstumsziele im bilanziellen Kundengeschäft und im gesamten Betreuten Kundenvolumen (Bilanz und Verbundbilanz) Entwicklung der Kapitalquoten Entwicklung der Wirtschaftlichkeit anhand der Cost Income Ratio (nachfolgend "CIR") Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftswachstum, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Hier planten wir im Berichtsjahr mit einem Zielwert von 0,50 % der dBS. Das Wachstum der bilanziellen Kundengeschäftspositionen definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wir streben ein strategisches, nachhaltiges langfristiges Wachstum in unserer 5-Jahres-Planung sowohl im bilanziellen Kundengeschäft als auch im Betreuten Kundenvolumen von ca. 3 % an, welches sich auch am aufsichtsrechtlichen Engpassfaktor unserer Eigenmittelausstattung orientiert. Wir sehen allerdings in unserem Geschäftsgebiet aufgrund der Größenentwicklung einzelner Firmenkunden für uns zunehmend die Herausforderung, ob auch langjährig gewachsene gute Kundenverbindungen noch bei allen Kreditwünschen durch uns allein begleitet werden können. Die Restriktionen bei der Kreditgröße und bei den Kreditstrukturen haben hier, zum Beispiel bei der Berechnung der Großkreditgrenze, auch aufsichtsrechtlich zugenommen. Zur Erreichung unserer Rentabilitätsziele haben wir im Kundenkreditgeschäft auch Mindestmargen definiert. Wir achten bezüglich der Wirtschaftlichkeit oder Produktivität unseres Instituts auch auf die sogenannte Cost Income Ratio (CIR). Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Hier planten wir im Berichtsjahr mit einem Zielwert von 75 %. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote sowie die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Langfristig wollen wir in unserer 5-Jahres-Planung bei der Gesamtkapitalquote einen strategischen Zielwert von 20,8 % erreichen und haben für die harte Kernkapitalquote einen strategischen Zielwert von 17,9 % festgelegt. Diese Werte sollen auch bei weiteren Verschärfungen der regulatorischen Anforderungen Spielraum für ein zukunftsorientiertes Wachstum bieten. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten. Daneben haben wir als nichtfinanziellen Leistungsindikator die Kundenanliegen definiert, welche wir über ein Kundenanliegenmanagement gezielt analysieren und im Sinne des Geschäftserfolgs laufend optimieren. Unser soziales Engagement hat in den Gemeinden über unser Sponsoring und unsere Spenden einen hohen Stellenwert und wird auch über eine entsprechende Pressearbeit transparent gemacht. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 2.165 TEUR über dem Planwert von 2,0 Mio. EUR, aber auf Grund etwas geringerer Provisionserträge und höherer Kosten leicht unter dem operativen Ergebnis von 2.310 TEUR des Vorjahres. Auch auf Grund der leicht gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Rentabilitätskennzahl "BE vor Bewertung/dBS" im Vorjahresvergleich von 0,63 % auf 0,56 %. Es liegt jedoch in dieser Größenordnung noch über dem markt- und krisenbedingt ursprünglich niedriger erwarteten Planwert von 0,50 % der dBS für das Geschäftsjahr 2023. Die gleichzeitig höheren Kostenpositionen im Personalkosten- und vor allem im Sachkostenbereich verschlechterten die CIR im Geschäftsjahr 2023 von 71,7 % auf 75,3 %. Wir liegen hierbei schlechter als der Durchschnitt unserer Vergleichsgruppe (71,2 %). Der geplante Wert von 75 % wurde erreicht. Im bilanziellen Kundenkreditgeschäft lag unser Wachstumswert bei + 5,7 % und somit aufgrund der anhaltend hohen Kreditnachfrage etwas höher als geplant. Wir konnten wie in den letzten Jahren den Kreditwünschen unserer Kunden in vielfältiger Art entsprechen. Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote belief sich auf 18,3 % und erhöhte sich planmäßig deutlich zum Vorjahreswert mit 16,0 %. Das so wichtige Kernkapital der Bank konnte auf Grund unserer Maßnahmen mit einer Kapitalquote von 15,7 % zu 14,1 % zum Vorjahr deutlich zulegen. Die Entwicklung der Kapitalquoten als bedeutsamsten Leistungsindikator liegt über unseren Erwartungen. Die Entwicklung bei den Bewertungsergebnissen war differenziert: Beim Bewertungsergebnis der Kundenforderungen wurde konjunkturell bedingt eine höhere Risikovorsorge vorgenommen und auch die Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven wurden höher dotiert. Beim Bewertungsergebnis aus Eigenanlagen profitierten wir wie auch bereits in unseren Planwerten für 2023 erwartet, auf Grund der Zinsentwicklung von entsprechenden Wertaufholungseffekten unserer eigenen Wertpapier- und Fondsanlagen. Wir hatten bereits bei der Negativentwicklung des Jahres 2022 erwähnt, dass es sich um temporäre Bewertungseffekte handeln würde. Da es sich im Vorjahr um zins- und nicht um bonitätsinduzierte Wertpapierabschreibungen handelte, werden diese an ihrem jeweiligen Fälligkeitstag wieder zum Kurs 100% eingelöst. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuss 2023 erlauben uns wie in unseren Planungen erwartet, eine deutliche Stärkung unserer Eigenmittel über die Rücklagenzuführung und über den Fonds für allgemeine Bankrisiken vorzunehmen. Das Ziel, unsere Kapitalquoten auch qualitativ über den Ausbau des Kernkapitals weiter zu verbessern, konnte durch die höheren Ergebnisbeiträge in 2023 wieder erreicht werden. Die sogenannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben im Geschäftsjahr 2023 unsere Erwartungen erfüllt. Unser soziales Engagement hat in den Gemeinden über unser Sponsoring und unsere Spenden einen hohen Stellenwert und wird auch über eine entsprechende Pressearbeit transparent gemacht. Die Wertschöpfungskette für die Region betrug zuletzt über 3,0 Mio. EUR und setzte sich vor allem aus Lohn- und Gehaltszahlungen, sowie Dividendenausschüttungen und Spenden zusammen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen). Bei der Bilanzsumme zeigen sich in diesem Jahr lediglich geringe Zuwächse um 0,4 %, was auf die bewusste Konsolidierung auch bezüglich des Zinsmarktes im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist. Auf der Aktivseite der Bilanz bildet bewusst das Wachstum der Kundenforderungen unseren Schwerpunkt, die Passivseite wird durch das Wachstum der Kundeneinlagen begünstigt. Hier ist es wiederum gelungen, die Kreditnachfrage anteilig durch Kundeneinlagen zu refinanzieren. Gelder von oder bei Banken sowie unsere Wertpapieranlagen wurden gemäß unserer strategischen Bilanzstrukturplanung reduziert. Die außerbilanziellen Geschäfte haben zum Vorjahr sehr deutlich abgenommen, was sowohl mit der Reduzierung von erteilten Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen als auch mit einer deutlichen Reduzierung bei den unwiderruflichen Kreditzusagen durch Kreditvalutierung zusammenhängt.
Die hohe Kreditnachfrage hielt auch im Geschäftsjahr 2023 trotz der besonderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unverändert an. Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft sowohl im Bereich der Wohnbaukredite als auch bei den gewerblichen Darlehen weiter ausgebaut werden. Bezogen auf das Volumen liegt der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes mit 57 % im Bereich der Privatkunden, insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen für Neubauobjekte, Bestandsimmobilien sowie Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden mit einem Anteil am Gesamtvolumen von 43 % betrifft schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands mit einem recht ausgewogenen Branchenverhältnis. Es ist unser strategisches Ziel, die aus Kundeneinlagen zur Verfügung gestellte Liquidität in Kreditvergaben in unsere Region zu lenken, was erneut sehr gut gelang.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund unserer bewussten Entscheidung, teure Refinanzierungsmittel abzubauen, insgesamt reduziert. Umso erfreulicher ist dieser Volumensrückgang, weil in diesem Wert saldiert die deutliche Ausweitung bei den Weiterleitungskrediten im Zusammenhang mit den öffentlichen Fördergeldern für unsere Kunden enthalten ist. Die Refinanzierungsstruktur konnte insgesamt vergünstigt werden, was sich auch in unserem Zinsüberschuss zeigt. Die Strukturveränderung des Passivgeschäfts erhielt durch den deutlichen Zinsanstieg eine Unterbrechung dahingehend, dass auch wieder mittelfristige Geldanlagen im Termingeldbereich nachgefragt wurden. Der Anteil der kurzfristigen Sichteinlagen und Geldmarktkonten an den gesamten Kundeneinlagen liegen aber immer noch bei 66 Prozent (Vorjahr: 78 %). Die gute Entwicklung der Kundeneinlagen ist positiv zu werten, da ihr Volumenzuwachs zur Refinanzierung innerhalb des Kundengeschäfts beiträgt. Das Thema Zinsänderungsrisiken bleibt jedoch im Fokus unserer Betrachtung, da zwischen den möglichst langfristigen Festzinswünschen bei den Kundenforderungen immer noch eine Diskrepanz zu Laufzeiten und Verzinsungswunsch der Kundeneinlagenseite liegt und somit eine adäquate Steuerung erfolgen muss.
Der Provisionsüberschuss entwickelte sich auf hohem Niveau leicht rückläufig und nahm insgesamt um - 147 TEUR oder 5,1 % ab. Hier zeigte sich das eher schwierige wirtschaftliche Umfeld, vor allem aber auch die Entwicklung am Zinsmarkt bezüglich deutlich verteuerten Kreditvermittlungen bei unseren Verbundpartnern und einer hierdurch rückläufigen Nachfrage nach Krediten der R+V Versicherung, BSH Bausparkasse und Münchener Hypothekenbank MHB. Das Wertpapierdienstleistungsgeschäft zeigte sich auf sehr hohem Niveau nur leicht verändert und unsere Kunden zeigten wieder mehr Nachfrage auf Grund der verbesserten Zinsangebote bei den Passivprodukten durch die Marktzinssteigerungen. Erfreulich entwickelte sich weiterhin das Immobilienvermittlungsgeschäft. Bei den Zahlungsverkehrserträgen haben wir den Mehrertrag vor allem auf Grund von höheren Umsatzzahlen auch im Kreditkartengeschäft verzeichnen können. Preiserhöhungen haben nicht stattgefunden. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der deutliche Zinsanstieg um 635 TEUR oder 12,4 Prozent war einerseits auf den veränderten Zinsmarkt und unsere verbesserten Anlagemöglichkeiten im Interbankengeschäft zurückzuführen. Andererseits haben im Kundengeschäft die Zinsergebnisse durch das über dem Planwert liegende Kreditwachstum und die höheren Zinssätze im Neugeschäft eine sehr positive Entwicklung genommen und konnten die deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen der Produkte unserer Kundenanlagenseite noch überkompensieren. Der Provisionsüberschuss konnte unsere Erwartungen nicht in jeder Sparte erfüllen, was sehr deutlich auf die Zinsentwicklung und die Ergebnisse aus dem Kreditvermittlungsgeschäft zurückzuführen ist. Im Immobiliengeschäft sowie bei den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung sehen wir noch Potenziale. Der Provisionsüberschuss lag unter dem Jahresplanwert, wurde jedoch erwartungsgemäß durch den deutlichen Anstieg des Zinsergebnisses überkompensiert, was auch zu einem deutlich gesteigerten Rohertrag im Geschäftsjahr 2023 führt. Die Verwaltungsaufwendungen liegen mit insgesamt + 11,4 % deutlich über unserem Planansatz, was auch insbesondere auf Ausgaben zur Qualitätssicherung zurückzuführen ist. Sie sind geprägt durch höhere Personalaufwendungen aufgrund von Tarif- und Berufsjahranpassungen, Sozialleistungen sowie Höherqualifizierungen der Mitarbeitenden und durch deutlich höhere Sachaufwendungen vor allem in den Bereichen Projekt- und Beratungskosten, EDV-Kosten unseres Rechenzentrums inklusive Digitalisierung und den Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Outsourcing-Leistungen im Melde- und Beauftragtenwesen. Strategische Entscheidungen, insbesondere bei diesen Sonderfunktionen, haben zu unserer Entscheidung für externe Dienstleistungspartner geführt. Durch die oben genannten Entwicklungen ist das Betriebsergebnis vor Bewertung im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Es liegt mit 2.301 TEUR jedoch über dem geplanten Jahresergebnis von 2,0 Mio. EUR. Im Kundenkreditgeschäft hat sich das Bewertungsergebnis aufgrund der verschlechterten konjunkturellen Situation und der pauschalierten Risikovorsorge sowie der Zuführungen zu den Vorsorgereserven zum Vorjahr negativer entwickelt. Das Bewertungsergebnis der Eigenanlagen hat sich wie von uns erwartet auf Grund der Wertaufholungseffekte sehr positiv entwickelt und spiegelt die Entwicklung am Zins- und Aktienmarkt zum Jahresende wieder. Das sehr positive Bewertungsergebnis der Eigenanlagen konnte das Bewertungsergebnis aus dem Kundenkreditgeschäft überkompensieren und trägt somit deutlich zur Vorjahresverbesserung, d.h. Aufwandsentlastung in Höhe von 759 TEUR oder 63,9 Prozent bei. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist durch die Bewertungseffekte somit um 716 TEUR oder 61,8 Prozent stark angestiegen und lässt die von uns geplante positive Ergebnisverwendung zur Eigenmittelstärkung zu. Unser Ziel, die Kapitalquoten auch qualitativ über den Ausbau des Kernkapitals zu verbessern, konnte auf Grund des positiven Ergebnisses erreicht werden. b) Finanzlage Kapitalstruktur Mit einem Anteil von 62,5 % an der Bilanzsumme haben die Kundeneinlagen eine maßgebliche Auswirkung auf die Kapitalstruktur der Volksbank Deisslingen eG. Diese setzen sich überwiegend aus kurzfristig verfügbaren Kontokorrent-, Spareinlagen und Kündigungsgeldern zusammen. Zusätzlich hat unsere Bank Refinanzierungen bei Förderbanken und unserer Zentralbank in Anspruch genommen. Der Anteil der Interbankverbindlichkeiten mit 27,0 % an der Bilanzsumme ist überdurchschnittlich ausgeprägt. Die Interbankenverbindlichkeiten entfallen mit 58,4 % auf Förderprogramme bzw. zweckgebundene Mittel, die wir unseren Kunden weitergereicht haben. Die weitere Refinanzierung entfällt auf Globaldarlehen unserer Zentralbank. Geschäfte mit Derivaten werden von der Volksbank Deisslingen nicht vorgenommen. Investitionen Die großen Zukunftsinvestitionen im und außerhalb des Gebäudes wurden in den Vorjahren abgeschlossen. Hierbei wurde auch unserem bestehenden Nachhaltigkeitskonzept zum Beispiel bei der Energieversorgung Rechnung getragen. Weitere Investitionen ergaben sich in diesem Jahr im technischen Umfeld, der Weiterentwicklung digitaler Angebote und der Optimierung bei der Ausstattung von Arbeitsplätzen unserer Mitarbeitenden. Besonders auch die Digitalisierungs- und IT-Kosten unseres Rechenzentrums schlagen bei der deutlichen Sachkostenausweitung erheblich zu Buche. Kompensierungseffekte sind derzeit zumindest in gleicher Höhe noch nicht möglich. Liquidität Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit jederzeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 120 aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Stresskennzahl bei einem Wert von 147. Ebenso hat die Volksbank Deisslingen eG im Geschäftsjahr ihre Mindestreserveverpflichtungen bei der Deutschen Bundesbank zu jeder Zeit erfüllt. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank sowohl auf hochliquide Aktiva als auch auf ausreichende Liquiditätsreserven zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und mögliche Refinanzierungsfazilitäten der EZB ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder, den erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr hat sich das in unserem Fokus stehende aufsichtsrechtliche Eigenkapital (Eigenmittel nach CRR) mit + 2.473 TEUR sehr positiv entwickelt und konnte somit unseren Planwerten und unseren Erwartungen deutlich entsprechen. Auch der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich trotz eines moderaten Bilanzsummenwachstums durch die Zuführung von Reserven gemäß § 340f HGB und §340g HGB verbessert. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,19 %. Die Vermögenslage der Bank ist geordnet. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Ausreichende Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer jederzeitigen Zahlungsbereitschaft die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die relevanten Vorgaben der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Die vorgesehene Zuführung zu den offenen Rücklagen aus dem Jahresüberschuss führt zu einer weiteren Erhöhung des Kernkapitals und somit auch des Gesamtkapitals und stellen damit auch die zukünftige Einhaltung der Eigenkapitalanforderungen sicher. Auf Grund der Bewertungssituation im Geschäftsjahr 2023 konnten die Zuführungen unseren Erwartungen entsprechen. Kundenforderungen Der strukturelle Anteil der gesamten Kundenforderungen an der Bilanzsumme liegt mit einem Wert von 75 % (Vorjahr 71 %) traditionell über dem Durchschnittswert von 65 % bei den Kreditgenossenschaften im baden-württembergischen Verbandsgebiet. Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebiets ermöglichen uns eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Der strukturelle Anteil beläuft sich bei Krediten an Privatkunden auf rund 57 % und beträgt bei Firmenkunden rund 43 % des Gesamtportfolios. Ein Volumen von rund 50 % unseres Kundenkreditportfolios (bilanzielle Kundenkredite und Eventualverbindlichkeiten) entfällt dabei auf den von uns als risikorelevant eingestuften Bereich. Für das gesamte Risikovolumen (Zusage bzw. höhere Inanspruchnahme) von 345 Mio. EUR errechnet sich auch aufgrund vorgeschriebener Wertabschläge bei den überlassenen Sicherheiten ein Blankovolumen im Wert von 86 Mio. EUR. Mit diesen Werten liegen wir im Durchschnitt vergleichbarer Banken. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen der CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraums eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit kaufmännischer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten der Jahresbilanz abgesetzt. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Sämtliche Wertpapierinvestitionen sind mit unserer Eigenanlagenstrategie im Einklang und orientieren sich auch an den Bedingungen der Liquidity Coverage Ratio. Ein größerer Anteil unseres Wertpapierbestandes ist in festverzinslichen Wertpapieren mit Schwerpunkten bei Staats- und Bankentiteln, vor allem auch bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank, der DZ-Bank AG, investiert. Die Investitionen in Staatstitel begünstigen dabei die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen zum Thema hochliquide Aktiva. Daneben werden zur Diversifikation des Wertpapierportfolios Investmentfondslösungen gewählt, die wir bei der Union Investment Institutional GmbH in Form von Publikumsfonds abbilden, welche im Aktivposten 6 bilanziert sind. Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 87,4 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 12,6 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6), welcher sich zum Vorjahr auf Grund der Liquidation unseres Spezialfonds zum 30.06.2023 deutlich zu Gunsten des Aktivpostens 5 verändert hat. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere wurden nach dem strengen und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet und sowohl der Liquiditätsreserve als auch dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Bilanzierung im Anlagevermögen bringt für bestimmte Positionen unsere Dauerbesitzabsicht zum Ausdruck und war eine Reaktion auf die Zins- und Marktentwicklung des Vorjahres. Alle Wertpapiere lauten auf Euro. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie in der Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Es wurde auch im Geschäftsjahr 2023 bei den Anlagen auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet. Beteiligungen Die Beteiligungen enthalten in der Aktivposition 7 der Bilanz unsere beiden Beteiligungen an den Projektgesellschaften "Alte Gärtnerei Deisslingen GmbH" und "Neckarblick Deisslingen GmbH" mit einem jeweiligen Anteil am Stammkapital von 40%. Die Projektgesellschaften haben die Möglichkeit in unmittelbarer Nähe zur Bank einen Beitrag zur Bebauung der "Neue Ortsmitte Deißlingen" zu leisten. Das erworbene Grundstück der "Neckarblick Deisslingen GmbH" wird mit Mehrfamilienhäusern auch für junge Familien bebaut. Der Alleinvertrieb der fertiggestellten Wohneinheiten wird bei der Volksbank Deisslingen liegen. Der Spatenstich für das Projekt "Neckarblick Deisslingen GmbH" erfolgte im Herbst 2022, die Fertigstellung ist zum Herbst 2024 vorgesehen. Beim Projekt "Alte Gärtnerei Deisslingen GmbH" wurde zwischenzeitlich ein Verkauf unserer Anteilswerte beschlossen. Personalbereich Bezüglich unserer personellen Situation waren im Jahresverlauf durchschnittlich 29 Mitarbeitende in Vollzeit und 17 Mitarbeitende in Teilzeit bei uns tätig. Zum Vorjahr bedeutet dies eine zumindest mengenmäßig konstante Personalsituation. Zum Geschäftsjahresende beschäftigen wir zwei Mitarbeitende in einem Ausbildungsverhältnis. Die Aus- und Weiterbildung sowie die Generationenplanung sind weiterhin große Bausteine in unserer Personalentwicklungsarbeit und bleiben in der heutigen Zeit und im heutigen Marktumfeld ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Neben den regelmäßigen fachlichen Weiterbildungen und den individuell ausgearbeiteten Entwicklungsplänen für unsere Mitarbeitenden, welche wir neben den internen Schulungen vor allem auch mit den Bildungseinrichtungen des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes und der Akademie Deutscher Genossenschaften durchführen, haben wir durch spezifische Leistungsangebote auch das Thema "Beruf und Gesundheit" weiter intensiviert. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses als befriedigend, weil wir es wenigstens bezogen auf die ursprüngliche Planung geschafft haben, das BE vor Bewertung von den geplanten 0,50 % auf 0,56 % zu erhöhen. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung übererfüllt. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen nach § 252 HGB gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Aufgrund des leichten Rückgangs beim Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich die Ertragslage der Bank im Vergleich zu anderen Banken unserer Vergleichsgruppe schlechter entwickelt. Es verbleibt ein Jahresergebnis, das eine Stärkung des Eigenkapitals über die Rücklagendotierung und den Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie die Ausschüttung einer marktgerechten Dividende erlaubt. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb und Handelsgeschäfte. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR Control ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und gegebenenfalls auch anlassbezogen überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter Wahrung eines angemessenen Chancen Risiko Profils entsprechend unserer Risikopräferenz. Die Volksbank Deisslingen eG bedient sich dabei folgender wesentlicher Elemente, die dazu beitragen, die vorgenannten Ziele zu erreichen: • der Risikokultur • der Risikotragfähigkeit einschließlich Stresstests • der Risikosteuerung, Risikomessung und Risikolimitierung sowie • der Risikoberichterstattung. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit ab. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 3 Jahren ab. In dieser Perspektive wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value at Risk (VaR) Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 % Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan Liquiditätsablaufbilanz vierteljährlich auch Stress Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 43 Tagen für die Plan Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress Liquiditätsablaufbilanzen definiert. Dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Risikomanagementziele und -politik werden mit den Strategien dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft. Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentrationen, implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk aus dem Kundenkreditgeschäft). Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist das Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 89,72 % ausgelastet. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist das Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 57,65 % ausgelastet. Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex ante Value at Risk Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex ante Value at Risk Kennziffer. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value at Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Das Währungs- und Aktienkursrisiko hingegen ist für die Bank von eher untergeordneter Bedeutung und mit einer engeren Regulierung (zum Beispiel durch die Anlagerichtlinien in Fonds) versehen. Die Auslastung des Marktrisikolimits des Zinsbuches beträgt zum Abschlussstichtag 85,28 %, die des Fondsbuches 22,47 %. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests für einen Zeitraum von zwei Jahren führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert. Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten überwacht. Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Ziel-LCR-Quote von mindestens 120 % definiert. Für die Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) ist eine Untergrenze von 105 % definiert. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko, insbesondere das Zahlungsunfähigkeitsrisiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich hohes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich gering ein. Das Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein geringes Schadenspotenzial. Die personellen Risiken erscheinen uns aktuell hoch. Ihnen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und die Beauftragung von Rechtsanwälten bei juristischen Auseinandersetzungen. Operationelle Risiken analysieren wir auch im Personalbereich und sehen diese besonders aufgrund der Wettbewerbssituation und demografischer Entwicklungen. Aufgrund des Erreichens verschiedener Wachstumsschwellen in den letzten Jahren ist der Prozess quantitativer und qualitativer Anpassungen im Personalbereich noch nicht abgeschlossen. Wir sehen aktuell am Markt die Schwierigkeit der Personalbeschaffung passend zu unseren Stellenanforderungen und Personalprofilen sowie zu angemessenen Preisen. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at- Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe von dem BWGV opRisk-Tool berechnet. Auf dieser Basis ist das Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 72,55 % ausgelastet. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko, dem Reputationsrisiko und dem Vertriebsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit unter den von uns definierten Risikoszenarien und in den von uns simulierten Standard- und Stressszenarien gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 72,29 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 48,46 %. Insgesamt hat sich die Risikolage selbst im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Bisher sind sowohl im Eigen- als auch im Kundengeschäft keine erhöhten Risiken aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges erkennbar. Auf Grund des Verzehrs stiller Reserven aus der Sondersituation des Bewertungsergebnisses 2022 ergibt sich trotz positiver Zuführungen im Geschäftsjahr 2023 jedoch noch eine höhere Anfälligkeit für mögliche Verluste. Eine Ergebnisanfälligkeit würde sich bei einer inversen Zinsstruktur ergeben. Entgegen den dargestellten Risiken sehen wir vor allem Chancen in folgenden Geschäftsbereichen:
D. Prognosebericht Unsere Erwartungshaltung zur konjunkturellen Entwicklung stützt sich auf die aktualisierte Konjunkturprognose 2024 und 2025 des Sachverständigenrates: Die Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert sich weiter. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,2 % zurückgegangen ist, erwartet der Sachverständigenrat für dieses Jahr nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 %. Allerdings ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf etwas an Fahrt gewinnt. So dürften die Inflation zurückgehen und die Nominallöhne steigen, sodass ein anhaltendes Wachstum der Realeinkommen im Verlauf des Jahres 2024 zu einer moderaten Belebung der privaten Konsumausgaben führen kann. Im Jahr 2025 ist darüber hinaus damit zu rechnen, dass die Investitionen das Wachstum stützen und die deutsche Volkswirtschaft um 0,9 % wachsen dürfte. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation ist mit Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und mit 2,4 % im Jahr 2025 zu rechnen. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu ersten Zinssenkungen kommen wird. Damit dürften sich die Finanzierungsbedingungen im Prognosehorizont verbessern. Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Neben der Gefahr, dass die Energiepreise erneut steigen, ist die weitere geld- und fiskalpolitische Ausrichtung unsicher. Sollte sich der Rückgang der Inflation im Euro-Raum am aktuellen Rand verlangsamen, könnte dies die Europäische Zentralbank (EZB) veranlassen, die ersten Leitzinssenkungen zu verschieben. Gleichzeitig könnten bei der Planung der öffentlichen Haushalte zusätzliche Konsolidierungen für das Jahr 2025 notwendig sein. In beiden Fällen dürfte sich die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern, nicht zuletzt, da ein weiterer Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima zusätzlich belasten dürfte. Die Ertragserwartungen für das laufende Jahr 2024 sind eher gedämpft, sowohl hinsichtlich des Zinsergebnisses als auch im Hinblick auf eine Veränderung der Risikosituation. Wir rechnen damit, dass die Risiken insbesondere im Kreditgeschäft aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Situation wieder zunehmen werden und haben entsprechende Vorsorge getroffen. Durch das nach den deutlichen Anstiegen derzeit noch unverändert hohe Zinsniveau und die noch nicht abgeschwächte Verteuerung von Wohnraum gehen wir von einer geringeren Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen aus. Die anhaltende Nachfrage nach Finanzierungen für Erhaltungs- sowie Modernisierungsmaßnahmen sehen wir auch im Jahr 2024. Bei den Unternehmenskunden sehen wir, zumindest auf einzelne Branchen bezogen, einen höheren laufenden Finanzierungsbedarf, dieser jedoch eher bedingt durch die erwähnten aktuellen Herausforderungen. Wir sehen in unserem Geschäftsgebiet aufgrund der zwischenzeitlichen Größenordnung einzelner Firmenkunden für uns zunehmend auch die Herausforderung, ob selbst langjährig gewachsene gute Kundenverbindungen noch bei allen Kreditwünschen begleitet werden können. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und noch nicht verbesserter konjunktureller Lage sowie der gedämpften Nachfrage bei den Wohnbaukrediten erwarten wir für die Jahre 2024 und 2025 auch unter Berücksichtigung des Ersatzes hoher Tilgungsfälligkeiten ein Wachstum bei den Krediten von lediglich ca. 2,5 %. Die Einlagenentwicklung sehen wir auf dem hohen Niveau des Jahresendes 2023 zinsabhängig und somit, was die Laufzeiten anbelangt, auch produktabhängig, mit einem Planansatz eines Wachstums von 2,5 %. Der Zinsüberschuss wird sich in den nächsten beiden Jahren weiter erhöhen. Hierbei gehen wir von einem bis Herbst 2024 leicht rückläufigen Zinsniveau und einem moderaten Volumenwachstum aus. Zudem erwarten wir, dass sich die am Markt unveränderten festzustellenden auf Grund des Liquiditätsbedarfs der Banken teilweise überzeichneten Eigenanlagenverzinsungen wieder normalisieren werden. Wir rechnen hier mit einer Zinsspanne, die von derzeit 1,48 % in 2024 auf 1,67 % bis in das Jahr 2025 auf 1,80 % ansteigt. Den Provisionsüberschuss planen wir auf bereits hohem Niveau gleichbleibend, da zwischen einzelnen Provisionssparten eine Kompensation stattfinden wird: Höheren Erträgen im Zahlungsverkehr/Kontoführung/Kartengeschäft sowie bei Immobilienprovisionen stehen geringere Erträge - zinsniveaubedingt - im Wertpapiergeschäft und der Kreditvermittlung gegenüber. Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter ab 1. Januar 2024 um 2,00 %. Der neue Tarifvertrag für 2025 ist noch nicht verhandelt. Auf Grund der Erfahrungen bei den Tariferhöhungen anderer Branchen und Tarifparteien muss jedoch von einem Anstieg von 8 bis 10 % ausgegangen werden. Andererseits wird auch ein Personalaufbau aufgrund einzuplanender Nachfolgelösungen oder der Personalsuche insgesamt wie unter den operationellen Risiken erläutert unter sowohl quantitativen als auch qualitativen Aspekten parallele bzw. weitere Kosten verursachen. Die Sachaufwendungen werden sich auf Basis detaillierter Budgets und unter Berücksichtigung einer Inflationsrate von ca. 3 % in den nächsten Jahren auf bereits hohem Niveau grundsätzlich weiter erhöhen. Als Kostentreiber sehen wir hier weiterhin die EDV- und Digitalisierungskosten sowie die Kosten von Beratung, Projekten und Auslagerungen. Die letztgenannten Positionen sehen wir als Korrelativ zu den Personalkosten. Der Leistungsindikator Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) wird auf Basis unserer aktuellen Planung im Jahr 2024 vor allem auf Grund der Zinsergebnisentwicklung über dem Niveau von 2023 liegen. Wir planen mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von knapp 3,0 Mio. Euro bzw. 0,77 % der dBS. Als Planwert für den Leistungsindikator Cost Income Ratio (CIR) wird für das Jahr 2024 ein Wert von ca. 68 % prognostiziert. Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2026 ergeben sich für die angenommene Wachstumsplanung im Kreditgeschäft und unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen sowie der fortgesetzt erfolgreichen Einwerbung von Geschäftsguthaben und dem Wiederaufbau stiller Reserven derzeit keine weiteren Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Die derzeitigen Erkenntnisse sind in der Planung berücksichtigt. Erhöhten Kapitalbedarf werden wir durch die neuen regulatorischen Anforderungen der CRD IV sowie der höheren Einrechnung der sogenannten Non Performing Loans (NPL) erhalten, sehen jedoch bei unseren derzeitigen Kapitalquoten einen ausreichenden Puffer. Wir planen im Jahr 2024 mit einer Gesamtkapitalquote von 19,04 % und einer Kernkapitalquote von 15,98 %. Für 2024 und 2025 planen wir bei der nichtfinanziellen Leistungskennzahl weiterhin mit einem beanstandungsfreien und keine wesentlichen Kosten verursachenden Anliegenmanagement (Kundenbeschwerdeprozess). Die Entwicklung der letzten Jahre, die damit verbundene Risikotragfähigkeit und unsere regionalen Marktkenntnisse ermöglichen uns, künftige Ertragschancen zu nutzen. Wir haben uns bezüglich der Zukunftsfähigkeit der Volksbank Deisslingen eG intensiv mit den Problemen im Bankensektor insgesamt und speziell bei uns auseinandergesetzt und werden alle Maßnahmen zum Erhalt der Eigenständigkeit ergreifen. Hierzu gehören auch rechtzeitig ergriffene personelle Nachfolgelösungen, die eine konstante regionale Weiterentwicklung gewährleisten. Die konsequente Ausrichtung unserer Geschäftspolitik auf den Bedarf unserer Mitglieder und Kunden sowie eine permanente Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch zur Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit, sind ein Teil der Basis für die weitere Entwicklung der Volksbank Deisslingen eG. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums nicht eingetreten.
Deißlingen, 30. Juli 2024 Volksbank Deisslingen eG Der Vorstand Christoph Groß Steffen Schlenker 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Volksbank Deisslingen eG, DeißlingenGenossenschaftsregisternummer 470003 beim Amtsgericht StuttgartAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Volksbank Deisslingen eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 lt. § 32 RechKredV haben wir Gebrauch gemacht. Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt: Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe des als Steuerungsgröße im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts (modellierter Verlust) über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien in einer vereinfachten Methodik berücksichtigt. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf Eventualverbindlichkeiten, widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die im Geschäftsjahr vorhandenen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Im Vergleich mit der Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip wurden dadurch bei einem Zeitwert von 34.054 TEUR mit Kursreserven über pari von 277 TEUR und einem Buchwert von 35.787 TEUR Abschreibungen in Höhe von 2.054 TEUR vermieden. Festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Umwidmungskursen über pari werden im Jahr der Anschaffung oder Umwidmung in das Anlagevermögen ratierlich über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag, abgeschrieben ("Pull-to-Par-Linie"). Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden gemäß IDW RS HFA 22 als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen pro rata temporis bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 32.502 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 32.502) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 32.502 saldiert. Aktive latente Steuern Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern werden mit dem Barwert bilanziert. Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) zugrunde gelegt. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 3.795 (Vorjahr EUR 16.686). Die Bank hat ein Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeiter in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos eingeführt. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten, der beizulegende Wert sowie der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf EUR 32.502. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages. Für die im Zusammenhang mit der Ansparung der Zeitwertkonten erworbenen Urlaubstage wurde eine Rückstellung in Höhe von EUR 32.502 gebildet. Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen mathematische Berechnungen zugrunde. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 5.776.291 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.073.121 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 7.675.557 fällig. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) in Höhe von nominal EUR 1.000.000 wurden der Deutschen Bundesbank als Sicherheit verpfändet. Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 7 enthaltenen Wertpapiere In folgenden Posten sind enthalten:
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet. Bei Anleihen und Schuldverschreibungen des Anlagevermögens (Wertpapiere der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank und Wertpapiere, die notwendig sind, um die Liquiditätsdeckungsquote einzuhalten) wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterlassen, weil die Wertminderungen nicht von Dauer sind; diese sind weitestgehend auf zinsinduzierte Marktpreisanpassungen auf Grund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus zurückzuführen. Bislang sind bei diesen Wertpapieren keine Störungen bei den Zins- und Tilgungsleistungen aufgetreten. Da die Ratings der Schuldner auf der Basis renommierter Ratingagenturen innerhalb des Investmentgrades liegen und uns von diesen auch sonst keine negativen bonitätsbezogenen Anhaltspunkte bekannt sind, gehen wir von einer vollständigen Erbringung der vertraglichen Zins- und Tilgungsleistungen aus. Den Buchwerten dieser Wertpapiere in Höhe von 35.787 TEUR (ohne Zinsabgrenzung) stehen Zeitwerte in Höhe von 34.054 TEUR gegenüber. Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den Forderungen und Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Beteiligungen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
*) Die Gesellschaft erstellt ausschließlich eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG, insofern wird kein Eigenkapital ausgewiesen. **) Angabe von Anteilsquoten kleiner 0,01 % kann auf Grund technischer Gegebenheiten nicht erfolgen. Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde. Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4). Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 486.475 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 453.496 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Fremdwährungsposten In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 220.548 enthalten. Restlaufzeitenspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 102.180.553 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 56.262 (Vorjahr EUR 42.167) enthalten. Passive latente Steuern Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen stehen im Wesentlichen höhere aktive Steuerlatenzen aus Forderungen an Kunden gegenüber. Nachrangige Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 72.073 an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 1 und 8 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,70 % bis 4,00 % ausgestattet. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind breit gestreut. Des Weiteren wurden Bürgschaftsverpflichtungen für Währungskredite von Kreditinstituten des genossenschaftlichen Verbundes für Kunden der Bank übernommen. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Fremdwährungsposten In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.200.898 enthalten. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten. Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Immobilienvermittlung, Kreditvermittlung, Vermittlung von Bausparverträgen, Vermittlung von Wertpapieren und Investmentanlagen und Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 58 (Vorjahr EUR 22) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 5.068 (Vorjahr EUR 12.219) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 551.672 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 4.178 enthalten. F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen betrugen EUR 69.792. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 22.250. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 418.309. Darüber hinausgehend bestehen mit der Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen (VGU) e.V. Verträge, die zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes abgeschlossen sind. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 377.818 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.529.497. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 3.795, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 789.908. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
In der Generalversammlung vom 27. Juli 2022 wurde die Satzung in § 40 dahingehend geändert, dass die beschränkte Nachschusspflicht aufgehoben wurde. Mit Eintragung der Aufhebung der beschränkten Nachschusspflicht in das Genossenschaftsregister am 13. Oktober 2022 ist damit die Nachschusspflicht entfallen. Für den Fall einer möglichen Insolvenz der Genossenschaft besteht nach § 120 Abs. 2 GenG ein 2jähriger Nachhaftungszeitraum für die Mitglieder, die zum Zeitpunkt dieser Änderung Mitglied bei der Genossenschaft waren. Diese Frist beginnt mit der Bekanntmachung dieser Eintragung am 13. Oktober 2022 zu laufen.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Groß, Christoph, Geschäftsleiter, Markt Schlenker, Steffen, Geschäftsleiter, Marktfolge Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, Unternehmen, in dem der Beruf ausgeübt wird Kiener, Michael, - Vorsitzender - , Steuerberater und Partner der Kiener, Ege und Schirling Steuerberater Partnerschaft mbB Emminger, Arndt, - stellvertretender Vorsitzender - , Schreinermeister, Geschäftsführer der Schreinerei Emminger GmbH Käufer, Marc, Bilanzbuchhalter, RAMPF Production Systems GmbH & Co. KG Moosmann, Florian, Geschäftsführer der Living 4 IT Moosmann und Trilling GbR Müller, Gudrun, Krankenschwester, Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen Schuler, Barbara, Kaufmännische Angestellte, Thomas Schuler Gartengestaltung & Schwimmteiche GmbH Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 710.698,51 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 3.078,76 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 250.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 463.777,27) - wie folgt zu verwenden:
Deißlingen, 30. Juli 2024 Volksbank Deisslingen eG Der Vorstand Christoph Groß Steffen Schlenker Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Volksbank Deisslingen eG, Deißlingen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Deisslingen eG, Deißlingen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 284,0 Mio. EUR. Dies entspricht 74,9 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 12,0 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 15,8 Mio. EUR. Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein. Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt. Des Weiteren haben wir analytische Voruntersuchungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen und der Gesamtzusage insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen berücksichtigt. Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Diese werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht: - Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. - Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG - Schulungs-, Seminar- und ähnliche Leistungen für den Vorstand, den Aufsichtsrat oder für Mitarbeiter der Bank - Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist René Heinrich.
Stuttgart, 19. August 2024 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. René Heinrich, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der Volksbank Deisslingen eG hat im Berichtsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion nach Gesetz und Satzung wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 des Genossenschaftsgesetzes. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der den Prüfer tragenden Organisation des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. überwacht. Insbesondere wurde geprüft, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei notwendigen und zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen durch den Aufsichtsrat vollumfänglich vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Risikosituation sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert einen Kontroll- sowie einen Personalausschuss eingerichtet. Aus den jeweiligen Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften unserer Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Nach der Satzung scheiden in diesem Jahr die Aufsichtsratsmitglieder Herr Michael Kiener, Herr Arndt Emminger und Herr Florian Moosmann aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Kiener und Herr Emminger stellen sich zur satzungsgemäß möglichen und zulässigen Wiederwahl in den Aufsichtsrat zur Verfügung. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen herzlichen Dank für die geleistete Arbeit aus. Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder, Kundinnen und Kunden der Volksbank Deisslingen eG für ihr entgegengebrachtes Vertrauen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Deißlingen, den 30.09.2024 gez. Michael Kiener, Aufsichtsratsvorsitzender Für den Aufsichtsrat Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Volksbank Deisslingen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Deisslingen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Volksbank Deisslingen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 8.716. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 39,2. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.873. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR -419 (Ertrag wegen steuerlichem Verlustrücktrag) und betreffen laufende Steuern. Die Volksbank Deisslingen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDie Generalversammlung vom 15.11.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 710.698,51 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 3.078,76 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen