Lind Hotel GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karlgünter, Dipl.-Ingenieur Eggersmann seit 12.3.2009 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG (vormals: Eggersmann GmbH & Co. KG)HarsewinkelKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht zum 31.12.2016Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, MarienfeldI. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell Die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG (vor Umfirmierung Eggersmann GmbH & Co. KG) ist die Konzernmutter von diversen Tochtergesellschaften, die sich schwerpunktmäßig in zwei wesentliche Geschäftsbereiche aufteilen:
Das Bauwesen mit seinem Standort in Marienfeld agiert im Wesentlichen national und umfasst das Errichten und den Betrieb von Immobilien. Der Recyclingbereich mit den Standorten in Bad Oeynhausen, Wardenburg, Ibbenbüren, Gundelfingen, Sassenberg und Waren operiert national und international mit Generalübernehmerleistungen in der mechanischen und biologischen Abfallbehandlung, einschließlich der Produktion von Key-Maschinen und der Betriebsleistung. 2. Forschung und Entwicklung Die Schwerpunkte der Entwicklungen liegen auf der gruppenübergreifenden Systemintegration unserer Key-Maschinen in unsere Anlagen, sowie der Standardisierung von neuen Key-Maschinen und Mobilmaschinen. Nachfolgende Entwicklungen sind im Jahr 2016 bearbeitet und abgeschlossen worden:
Darüber hinaus wurde die Standardisierung des Fahrzeugbaus, der Steuerung sowie der Software der Mobilmaschinen von FORUS, Terra Select und des Ein-Wellen-Zerkleinerers Teuton erfolgreich abgeschlossen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Weitgehend stabil hinsichtlich äußerer Einflüsse entwickelte sich die Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2016 mit einer Wachstumsrate von 3,1 %, nach 3,2 % im Vorjahr. Trotz vielfältiger politischer Unsicherheiten erscheint das Wirtschaftswachstum derzeit relativ widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. In der Eurozone legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr gemäß Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 1,7 % zu. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) blieb expansiv. In Deutschland wuchs die Wirtschaft nicht zuletzt durch den starken Export und die robuste heimische Nachfrage um 1,8 % und verzeichnete damit das höchste Wachstum seit fünf Jahren. Frankreich (+1,2 %) und Italien (+0,9 %) bewegten sich jeweils auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Wachstumsfördernde Strukturreformen befinden sich in beiden Ländern nach wie vor in der Umsetzung. In Großbritannien stand das Jahr 2016 im Zeichen der Brexit-Entscheidung. Wirtschaftlich werden sich die Auswirkungen den Erwartungen zufolge erst ab 2017 zeigen. Für das Berichtsjahr konnte noch ein robustes BIP-Wachstum von 2,0 % erreicht werden. Mit einem BIP-Anstieg um 6,7 % für das Gesamtjahr 2016 lag die chinesische Wirtschaft etwas unter dem Vorjahresniveau, aber im angestrebten Zielkorridor. Die US-amerikanische Wirtschaft befand sich im Jahr 2016 mit einem Wachstum von 1,6 % in einer soliden Verfassung. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 4,9 %. Gleichzeitig verringerte sich jedoch der Anstieg beim heimischen Konsum leicht im Vergleich zum Vorjahr. In Japan belasteten im Berichtszeitraum vor allem der hohe Schuldenstand und die Aufwertung des Yen die heimische Wirtschaft. Einzig die staatlichen Konjunkturprogramme verhinderten eine Stagnation in Japan. Das BIP-Wachstum blieb mäßig und betrug 0,9 %. Russland und Brasilien konnten auch im Berichtszeitraum die Rezession nicht überwinden. In Russland gelang es zwar, die Industrieproduktion mäßig anzukurbeln, dafür schrumpfte der inländische Konsum deutlich und das Land beendete das Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung (-0,6 %). Brasilien hingegen erlebte das zweite tiefe Rezessionsjahr in Folge (-3,4 %). Entwicklung der Branche Bauwesen Das deutsche Bauhauptgewerbe sieht auf ein erfolgreiches Baujahr 2016 zurück. Dazu haben sowohl die höchsten Jahresanfangsbestände an Aufträgen seit 20 Jahren beigetragen, als auch die anhaltend starke Nachfrage im Jahresverlauf. Zudem erlaubten günstige Witterungsbedingungen eine durchgehende Produktion auf hohem Niveau, was sich unter anderem in einer anhaltend hohen Kapazitätsauslastung des Maschinenparks zeigte. Zum Jahresende lag der Wohnungsbau bei einem Umsatzplus von 9 %, der Öffentliche Bau bei +5 % und der Wirtschaftsbau bei +3,5 %. Im Mittel erwirtschaftete das Bauhauptgewerbe insgesamt ein Plus von knapp 6 % (ABL +5,3 %, NBL +7,5 %). Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2016 von 763.000 auf ca. 780.000 (+2 %). In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Treiber der Baukonjunktur war auch 2016 wieder der Wohnungsbau, dessen anhaltend positiven Rahmenbedingungen sich seit Jahren nicht verändert haben. Auch wenn die Flüchtlingszahlen nach Deutschland deutlich zurückgegangen sind, werden die hohe Nettozuwanderung, wie auch die Binnenwanderung in die großstädtischen Verdichtungsräume anhalten. Das Hypothekenzinsniveau liegt nach wie vor unter 2 %. Bei geringen Anlagezinsen bleibt die Wohnimmobilie auch für die Kapitalanleger interessant. Und obwohl diese Faktoren nun schon seit mehreren Jahren in dieser Konstellation wirken, hat die Nachfrage 2016 noch einmal angezogen: Von Januar bis Oktober stieg die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen um gut 20 % und erreichte mit nahezu 310.000 Einheiten den höchsten Wert seit dem Jahr 2000. Getragen wird die Entwicklung vor allem vom Geschosswohnungsbau, der vom anhaltenden Zuzug in die Großstädte profitiert. Zudem umfasst dieses Segment auch die Wohnheime, deren überproportional starke Genehmigungszunahme auch auf den Wohnungsbau für Flüchtlinge zurückzuführen sein dürfte. Mit den Genehmigungen stiegen auch Auftragseingänge und Auftragsbestände deutlich an. Generell ist es der Neubau, der zulegt, Bestandsmaßnahmen stagnieren dagegen. Die Fertigstellungen blieben trotzdem weiter deutlich hinter dem prognostizierten Bedarf von mindestens 350.000 WE zurück: Im Wohnungsneubau sind 2016 etwa 252.000 WE fertiggestellt worden, inklusive der Umbaumaßnahmen im Bestand dürften es 285.000 bis 290.000 Wohnungen gewesen sein. Insgesamt stieg der Umsatz im Wohnungsbau in 2016 um ca. 9 % auf 40,1 Mrd. € (ABL +6,5 %, NBL +19,2 %). Mit 37,1 Mrd. € erreichte der Umsatz im Wirtschaftsbau in 2016 ein Plus von 3,5 % (ABL +3,2 %, NBL +3,8 %). Damit war zu Jahresbeginn nicht zu rechnen gewesen, denn seit Jahren leiden die Unternehmen im Wirtschaftsbau unter der anhaltenden Investitionsschwäche der gewerblichen Wirtschaft: Seit 2002 decken die Bruttoanlageinvestitionen gerade noch die Abschreibungen; die Nettoinvestitionsquote beträgt im Jahresdurchschnitt nur 1 % des Bruttoinlandsproduktes. Trotz instabiler Rahmenbedingen wurde der Investitionsbedarf jetzt offensichtlich doch zu drängend: Von Januar bis Oktober 2016 stiegen die gewerblichen Hochbaugenehmigungen um 22,6 % (veranschlagte Baukosten). Positiv entwickelten sich vor allem die Fabrik- und Werkstattgebäude, bei denen das Genehmigungsplus sogar mehr als 25 % betrug. In der Folge ist die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe im Jahresverlauf stetig gestiegen und hat ein Niveau oberhalb des langjährigen Durchschnitts von 84 % erreicht. Entsprechend positiv entwickelten sich auch die Order (+13 %): Ende September war mit 14,8 Mrd. € zudem der höchste Auftragsbestand seit 1995 zu verzeichnen. Der öffentliche Bau sprang 2016 endlich wieder an: Der Umsatz hat am Jahresende etwa 29,6 Mrd. € erreicht (+5 %; ABL +6,6 %, NBL +0,2 %). Dabei wurden im Tiefbau gut 23,6 Mrd. € (+5,3 %) und im Hochbau gut 6,0 Mrd. € (+4,3 %) umgesetzt. Die gestiegene Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand zeigte sich vor allem an den Bestellungen im Tiefbau (+20 %). Derartig gefüllte Auftragsbücher gab es die letzten 16 Jahre nicht. Der im Bundeshaushalt für 2016 eingestellte Investitionshochlauf im Straßenbau um ca. 1 Mrd. € zeigte Wirkung. Für die Umsetzung weiterer Projekte ist es nun erforderlich, wieder Planungskapazitäten zu schaffen, die infolge der jahrelangen Unterfinanzierung abgebaut wurden. Recycling Weiterhin ist das Ausland der wesentliche Wachstumsreiber in der Abfall- und Recyclingbranche. Gemäß einer Studie des VDMA Fachverbandes Abfall- und Recyclingtechnik, liegt der internationale Anteil am Neugeschäft der Unternehmen inzwischen bei durchschnittlich 79 %, gegenüber 76 % im Jahr 2015. An einer Umfrage des Fachverbands beteiligte Unternehmen gehen sogar mittelfristig von einer Exportquote von 85 % aus. Trotz des gestiegenen Exportanteils wird für das Jahr 2016 nach 3 % Wachstum in 2014 und 2 % in 2015 im Bereich der Recyclingtechnik ein Nullwachstum erwartet. Für das laufende Jahr 2017 wird getrieben durch das Exportgeschäft mit einem leicht steigenden Umsatz gerechnet. Die deutsche Maschinen- und Anlagenbaubranche hat im Jahr 2016 mit -0,2 % Wachstum stagniert, für das Jahr 2017 wird mit einem Wachstum von 1 % gerechnet. Trotz des schwierigen Umfelds, konnte der Export in die Eurozone um 3 % gesteigert werden. Obwohl die Exporte in die USA im Jahr 2016 leicht zurückgingen (-0,9 %), sind die Vereinigten Staaten mit etwa 10 % weiterhin der wichtigste Exportmarkt. Im Bereich der energetischen Nutzung von Bioabfällen sind weiterhin die politischen Rahmenbedingungen von entscheidender Bedeutung. Die zuletzt gültige EEG-Novelle 2014 hat im vergangenen Jahr 2016 nach Angaben des Bundesverbandes Biogas in Deutschland erwartungsgemäß zum Erliegen des Neuanlagenbaus im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe geführt. Die Vergütung von Strom aus der Vergärung von Bioabfall (EEG 2014 §43) blieb jedoch in voller Höhe erhalten, was branchenweit sowohl für Bioabfallverwertungsbetriebe als auch für die Hersteller / Biogasanlagenbauer als positives Signal gewertet wurde und Investitionssicherheit über die Laufzeit des EEG 2014 bedeutete. Am 08. Juli 2016 wurde eine weitere Reform, das EEG 2017 verabschiedet. Hier ist positiv hervorzuheben, dass zum ersten Mal eine Anschlussregelung für die Zeit nach dem Auslaufen des fixen Vergütungszeitraumes eingeführt wurde. Damit ist aufgrund der Altersstruktur des Anlagenbestandes allerdings erst mittelfristig mit Ersatzinvestitionen für das Repowering von Altanlagen zu rechnen. Die exklusive Stellung der Bioabfallvergärung wurde ebenfalls mit unveränderter Vergütungshöhe bei identischen technischen Rahmenvorgaben auch im EEG 2017 festgeschrieben. Durch den gut bemessenen Ausbaukorridor (Limitierung der neu zugebauten Anlagenleistungen) wird die vorgenannte Vergütung nicht durch Wettbewerbseffekte des neuen Ausschreibungsmodells eingeschränkt werden. Des Weiteren geht die Umsetzung des aktuellen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) nur schleppend voran. Das Gesetz regelt, dass ab dem 01.01.2015 eine flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfall eingeführt werden soll. Hier hat es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen gegeben, so dass weiterhin etwa einem Viertel der Bundesbürger auf kommunaler Ebene keine Biotonne zur Verfügung steht. Eine flächendeckende Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wird in den nächsten Jahren einen positiven Effekt auf den Neubau von Bioabfallbehandlungsanlagen haben. 2. Geschäftsverlauf Die konsolidierte Gesamtleistung 2016 beträgt rund 158 Mio. € und übersteigt damit den prognostizierten Wert von 140,7 Mio. €. Der prognostizierte Jahresüberschuss wurde nicht erreicht. Dieses ist insbesondere auf die Integration der in 2016 durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss beträgt 3,3 Mio. €. Die Eigenmittelquote der Eggersmann Gruppe beträgt per 31.12.2016 22,3 %. Die Eggersmann Gruppe war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 1. Auftrags- und Umsatzentwicklung Bauwesen Die Geschäftstätigkeit führte 2016 zu gesteigerten Umsatzerlösen im Vergleich zu 2015 bei einer geringen Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen. Es ergab sich somit eine Verbesserung der Gesamtleistung um 10 % im Vergleich zum Vorjahr, was sich proportional auch im Jahresüberschuss widerspiegelt. Der prozentuale Anstieg des Jahresüberschusses lässt sich auf die außerordentlich gute und gleichmäßige Auslastung der Kapazitäten, geringe Energiekosten sowie die Fertigstellung und Schlussabrechnung zahlreicher Bauvorhaben unmittelbar vor Jahresende zurückführen. Personalkosten und AGK sind zudem nicht proportional zur Gesamtleistung gestiegen. Erstmals seit Jahren ließen es die starke Nachfrage und die hohe Kapazitätsauslastung zu, die Preise moderat anzuheben. Im Geschäftsjahr 2016 konnte dieser Geschäftsbereich Auftragseingänge in einer Größenordnung von 41,7 Mio. € verzeichnen. Anfang 2017 beträgt der Auftragsbestand 27,5 Mio. €. Die komfortable Auftragslage gewährleistet eine Auslastung bis in den Herbst 2017. Recycling Der Geschäftsbereich Recycling konnte eine Gesamtleistung von rund 121,6 Mio. € erzielen und lag damit über der Planung. Im Geschäftsjahr 2016 konnte der Geschäftsbereich Recycling Auftragseingänge in Höhe von rund 73,2 Mio. € verzeichnen. Anfang 2017 beträgt der Auftragsbestand für die Unternehmen des Geschäftsbereichs Recycling über 42,3 Mio. €. 2. Produktion Bauwesen Die Bautätigkeit war zum Beginn des Jahres 2016 nur kurzzeitig von Kälte und Frost behindert. Kurzarbeit musste nicht beantragt werden. Mit Ausbauarbeiten im Inneren, Projektplanung, Urlaub und Fortbildungen konnte der kurze Zeitraum gut überbrückt werden. Die erheblichen, aus dem Vorjahr übertragenen Auftragsbestände konnten zum Teil abgearbeitet werden. Im März war dann schon fast Hochsaison: Zwei schlüsselfertige Großprojekte wurden akquiriert und mussten sofort begonnen werden. Erwartungsgemäß lief auch der Wohnungsbau sehr gut, so dass wir 2016 eine außerordentlich hohe und gleichmäßige Auslastung verzeichnen konnten. Der Geschäftsbereich verfügt weiterhin über eine ausgeprägte Fertigungstiefe und ermöglicht somit ein ganzheitliches Angebot, beginnend bei der Beauftragung von Teilbereichen bis zum Schlüsselfertigbau. Die gleichmäßige Auslastung ermöglichte es dem Bauwesen, seine Aufträge konzentriert und in hoher Qualität abzuarbeiten, was vor allem zu einer Verbesserung des Ergebnisses führte. Recycling Zum einen waren die Unternehmen des Geschäftsbereichs Recycling als Lieferanten von stationären sowie mobilen Maschinen tätig, als auch als Generalunternehmer bzw. Generalübernehmer verantwortlich für die Planung, Herstellung, Inbetriebnahme und den Betrieb von Anlagen für die Recyclingindustrie und von Bioabfallbehandlungsanlagen. In den Gebäuden und Hallen an den Produktionsstandorten in Bad Oeynhausen, Wardenburg, Gundelfingen, Sassenberg, Unterföhring und Waren sind die wesentlichen Wertschöpfungsbereiche, angefangen von der Planung und Konstruktion bis hin zur Endmontage, vorhanden. Neben der Herstellung diverser mobiler und stationärer Maschinen, werden auch Förderbänder und Baugruppen für Bioabfallbehandlungsanlagen an den Standorten gefertigt. Die Elektro- und Steuerungstechnik der Anlagen wird ebenfalls vollständig im eigenen Haus geplant. Durch die stetige Weiterentwicklung aus den Erfahrungen von Inbetriebnahmen unserer Anlagen und aus der Kombination von Trockenfermentation und Rottetechnologie als Eigenprodukte, sind die Weichen für die Akquisition weiterer wichtiger Aufträge von nationalen und internationalen Abfallbehandlungsprojekten gestellt. Die Kompostwerke und Biogasanlagen an den Standorten Nieheim und Gütersloh verzeichneten auch im abgelaufenen Jahr einen störungsfreien Betrieb bei vollständiger Verfügbarkeit und Entsorgungssicherheit. Die Zertifizierungen der produzierten Komposte aus diesen Produktionsanlagen nach den Richtlinien des EU-Ökoanbaus, sowie nach RAL Gütezeichen wurden weiterhin aufrechterhalten. Darüber hinaus konnten insbesondere in Gütersloh annähernd 4.000 t Kompostprodukt für den anspruchsvollen Einsatz in BIOLAND-Betrieben qualifiziert werden. Die Zulassung als Entsorgungsfachbetrieb, bestehend seit 2003, wurde durch das zweitägige jährliche Audit wiederum bestätigt. In Umsetzung der EU-Industrie-Emissions-Richtlinie (IED) sind national nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz medienübergreifende Umweltinspektionen durch die zuständigen Überwachungsbehörden durchzuführen. Dieses Verfahren wurde 2014 an den drei Standorten Gütersloh, Nieheim und Enger durchgeführt und abgeschlossen. In allen Fällen erfolgte eine Abnahme ohne Mängel, so dass eine erneute behördliche Inspektion frühestens für das Jahr 2017 vorgesehen ist. 3. Beschaffung Durch die Konzernleitung sind die Einkaufsabteilungen der verschiedenen Geschäftsbereiche angehalten, Synergien im Beschaffungsmarkt zu nutzen (hohe Abnahmemengen, einheitliche Rabatte für Konzerngesellschaften). Dies wird durch die Zusammenarbeit mit langjährigen Lieferpartnern und Nachunternehmern gewährleistet. Die notwendigen Beschaffungen werden an den jeweiligen Standorten der Einzelgesellschaften dezentral durchgeführt. Unsere strategischen Lieferpartner und Nachunternehmer betrachten die Einkaufsabteilungen als Wertschöpfungspartner, die die Eggersmann Gruppe nicht nur zuverlässig mit qualitativ hochwertigen Produkten versorgen, sondern auch wesentliche Impulse in der Produktentwicklung geben. Zudem machte die Beschaffung durch Strukturanalyse immer wieder deutlich, welche Lieferanten den größten Anteil (ca. 80 %) des Einkaufsvolumens abdecken. Die bei diesen Lieferanten realisierten Maßnahmen, stellen sodann die einflussreichsten Auswirkungen auf die Materialeinsatzquote dar. Durch die bei diesen Lieferanten bzw. Lieferprodukten angewandten Optimierungen mittels kontinuierlich durchgeführten technischen und kommerziellen Maßnahmen, wie die gemeinsame Produktentwicklung und Produktoptimierung, schaffte es der Einkauf auch in diesem Jahr Kosteneinsparungen zu realisieren. Bauwesen Aufgrund der stets wiederkehrenden Art der durchgeführten Arbeiten haben sich die zu beschaffenden Baustoffe / Produkte / Nachunternehmerleistungen nur unwesentlich verändert. Die Konzentration auf den seit Jahren bevorzugten Lieferantenstamm grenzt mögliche Risiken des Beschaffungsmarktes ein; die Risiken werden infolgedessen als gering eingestuft. Preissteigerungen waren im Materialbereich zu verzeichnen (+3 %). Diesen Anstieg konnten wir im Berichtsjahr durch bessere Einkaufsbedingungen und leicht verbesserte Verkaufspreise kompensieren. Durch erhöhte Skontoerträge und durch Nutzung von Sonderkonditionen, konnten weitere Kosteneinsparungen im Einkauf erzielt werden, was sich auch im verbesserten Rohertrag widerspiegelt. Recycling Im Geschäftsbereich Recycling wird die Vorfertigung und Blechbearbeitung teilweise im eigenen Haus und zum Teil durch externe Fremdfertiger realisiert. Die Endmontage von fertig lackiert angelieferten Bauteilen wird größtenteils in eigenen Betrieben durchgeführt. Einige Maschinen werden auch komplett von unseren Lieferpartnern gebaut. Aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes im Geschäftsbereich Recycling ist die Integration von notwendigen Komponenten und Zukaufmaschinen maßgeblich. Wie alle Generalübernehmer zeichnet sich deshalb auch dieser Geschäftsbereich durch einen sehr hohen Fremdleistungsanteil in Bezug auf die Betriebsleistung aus. Dieses macht die hohe Bedeutung des Einkaufs für die Eggersmann Gruppe deutlich. Der Beschaffungsmarkt im Jahr 2016 war im Allgemeinen stabil, sodass eine gleichbleibende Versorgungssicherheit durch die Lieferanten gewährleistet werden konnte. Folglich haben sich die Wiederbeschaffungszeiten für die Komponenten in bekannter Weise ausgeprägt. Da die interne und externe Produktionskette geringe Herstellungszeiten auf Grund der Kostenminimierung bedürfen, bildete trotz stabiler Beschaffungsmarktlage die Versorgungssicherheit einen Schwerpunkt der Einkaufsaktivitäten. 4. Investitionen Die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG tätigt für die Geschäftsbereiche Bauwesen und Recycling die notwendigen Investitionen und gewährleistet so, dass den Tochtergesellschaften ein moderner Anlagen- und Gerätepark zur Verfügung steht. Die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG investierte im Geschäftsjahr 2016 in immaterielle Vermögensgegenstände 4.742 T€. Für 14.865 T€ erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen, als davon wesentliche Investitionen sind Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zu nennen. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten insgesamt Investitionen (konsolidiert) in Höhe von 20.445 T€. 5. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Berichtsjahr Im Februar 2016 wurde die Firma Forus GmbH mit Sitz in Waren im Rahmen eines Share Deals von der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG erworben. Die Forus GmbH ist ein anerkannter Maschinenbauer im Bereich der Zerkleinerungstechnik. Eine weitere Akquisition fand Anfang August statt. Ebenfalls im Rahmen eines Share Deals wurde die BEKON Holding AG aus Unterföhring bei München übernommen. Die BEKON Holding AG ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Trockenfermentation. Im Oktober 2016 wurde die BEKON Holding AG zur BEKON GmbH umfirmiert. Es wird beabsichtigt einen neuen Produktionsstandort anzumieten. Im Ravenna Park in Halle (Westfalen) ist ein rund 48.500 Quadratmeter großes Gelände inklusive Lager- und Produktionshallen sowie eines Büro-, Technik- und Sozialtrakts vorhanden, der ab 2017 Firmensitz der Eggersmann Gruppe werden soll. Des Weiteren ist geplant, dass die Baufirma Fechtelkord & Eggersmann von Marienfeld nach Halle umzieht. 3. Lage des Unternehmens Ertragslage Die Gesamtleistung des Konzerns über rund 158 Mio. € lag um ca. 23,6 % über der Gesamtleistung aus dem Vorjahr mit rund 128 Mio. €. Die Umsatzerlöse in Höhe von 136,5 Mio. € werden mit ca. 63,1 Mio. € in Deutschland, mit ca. 57,2 Mio. € in der Europäischen Gemeinschaft und mit ca. 16,2 Mio. € in Drittländern erzielt. Im Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse in Höhe von rund 136,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (122,2 Mio. €) um 11,7 % gestiegen. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zeigen sich in den Geschäftsbereichen Bauwesen mit 26,1 Mio. € (im Vorjahr 27,5 Mio. €), Recycling mit 102,7 Mio. € (im Vorjahr 88,2 Mio. €), sowie sonstige Dienstleistungen 7,3 Mio. € (im Vorjahr 6,4 Mio. €). Die Umsatzsatzsteigerung im Geschäftsbereich Recycling basiert auf den getätigten Zukäufen im Segment Maschinen- und Anlagenbau. Der prozentuale Aufwand für Material/Fremdleistungen, gemessen an der Gesamtleistung, ist mit 56 % etwas höher als der Vorjahreswert von 54 %. Die Personalkosten erhöhten sich in 2016, bezogen auf das Vorjahr, um rund 34,2 %, was insbesondere durch den Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Zusammenhang mit den Unternehmenszukäufen einhergeht. Der Abschreibungsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund getätigter Investitionen um rund 31 % gestiegen. Bauwesen Die Gesamtleistung dieses Geschäftsbereichs ist um 18 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der betriebliche Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 % gestiegen. Der Anstieg der Gesamtleistung und damit auch des betrieblichen Rohertrags, resultiert aus der gestiegenen Anzahl an Bauaufträgen im Schlüsselfertigbau, die die Gesellschaft als Generalübernehmer unter vermehrtem Einsatz von Nachunternehmern ausführte. Bei annähernd gleichbleibenden Aufwendungen für Personal, Abschreibungen und sonstigen Kosten, erhöhte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 33 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt hält die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf sowie die aktuelle Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für zufriedenstellend. Recycling Die Gesamtleistung dieses Geschäftsbereichs ist gegenüber dem Vorjahr um 22,4 % gestiegen. Der Anstieg der Gesamtleistung ist im Wesentlichen auf die vorgenommenen Unternehmenszukäufe im Maschinen- und Anlagenbau zurückzuführen. Analog dazu erhöhte sich der Materialaufwand um rund 27 %. Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 34,6 %, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Mitarbeiterzahlen durch die Unternehmenszukäufe zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 25 % gestiegen, was im Wesentlichen ebenfalls auf die Unternehmenszukäufe zurückzuführen ist. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2016 standen unverändert ausreichende Kreditlinien in Form von Aval-, Kontokorrent- und Geldmarktkrediten zur Verfügung. Auch im Geschäftsjahr 2017 sind die Kreditlinien ausreichend. Zum Jahreswechsel 2016/2017 lag die Inanspruchnahme bei knapp 80 %. Die Ermittlung des Finanzbedarfs des Konzerns erfolgt aufgrund einer Budget- und Finanzplanung sowie einer Liquiditätsplanung. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Zahlungsverpflichtungen konnten stets unter Einhaltung von gewährten Skontofristen und Inanspruchnahmen von Zahlungszielen erfüllt werden. Um die Liquiditätsposition des Konzerns zu optimieren, werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Deckung des Liquiditätsbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Dieser zentral gesteuerte konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) wirkt positiv auf das Zinsergebnis. Durch Herausgabe von Anzahlungs- und Vertragserfüllungsavalen an die Kunden der Geschäftsbereiche Bauwesen und Recycling sind Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Abnahme der Aufträge gewährleistet. Gewährleistungsavale nach Fertigstellung und Abnahme der Projekte ermöglichen die vollständige Zahlung der Auftragssummen. Die Erhöhung der Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2016 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der immateriellen Vermögensgenstände um 4,5 Mio. € auf 6,5 Mio. €, der Erhöhung des Sachanlagevermögens um 11 Mio. € auf 42,5 Mio. €, der Erhöhung der Vorräte um 14,4 Mio. € auf 28,9 Mio. €, der Erhöhung der Forderungen um 4,9 Mio. € auf 25,3 Mio. € sowie der Verminderung der liquiden Mittel auf 2,8 Mio. € im Geschäftsjahr. Das Eigenkapital vermindert sich um 1,3 Mio. € auf 23,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote vermindert sich auf 22,3 % gegenüber 28,9 % im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 47,7 Mio. € gliedern sich in kurzfristige Verbindlichkeiten (bis zu einem Jahr) in Höhe von 6,7 Mio. E, mittelfristige Verbindlichkeiten (> 1 Jahr bis 5 Jahre) in Höhe von 22 Mio. E, sowie in langfristige Verbindlichkeiten (> 5 Jahre) in Höhe von 18,5 Mio. E. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Laufzeiten bis zu einem Jahr) entsprechen dem Vorjahresniveau. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 1. Finanzielle Leistungsindikatoren Eigenkapitalrentabilität (Gewinn x 100 / Eigenkapital) Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 13,8 % (im Vorjahr 21,0 %). Die Gesamtkapitalrentabilität von 4,8 % ist gegenüber dem Vorjahr (8,5 %) gesunken. Im laufenden Geschäftsjahr gehen wir von einer Eigenkapitalrentabilität von ca. 14,1 % aus. Umsatzrentabilität (Gewinn x 100 / Gesamtleistung) Das Berichtsjahr 2016 schließt mit einer Umsatzrentabilität von 2,1 % (im Vorjahr 4,2 %). Für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren wir eine Umsatzrentabilität von 2,0 %. Brutto-Cash-Flow (Ergebnis vor Steuern + AfA - a.o. Ergebnis) Der Brutto-Cash-Flow beträgt 9.621 T€ (im Vorjahr 12.349 T€). Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen Brutto-Cash-Flow von 10.482 T€. Investitionen im Sachanlagevermögen Die Investitionen im Sachanlagevermögen betragen insgesamt 10.578 T€ (im Vorjahr 5.501 T€). Insbesondere ist für das laufende Geschäftsjahr die Erweiterungsinvestition des neuen Kompostwerkes in Dresden zu nennen. Das Grundstück wurde bereits in 2015 erworben, die Errichtung des Kompostwerkes in Dresden ist mit 8 Mio. € die wesentliche Investition in 2016. Außerdem werden an allen Standorten Investitionen zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit durchgeführt. Investitionen im immateriellen Vermögen Die Investitionen im immateriellen Vermögen belaufen sich auf insgesamt 305 T€ (im Vorjahr 614 T€). EBIT (Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand +/- a.o. Ergebnis) Das EBIT errechnet sich im Geschäftsjahr auf 5.994 T€ (im Vorjahr 10.273 T€). Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem EBIT von 5.387 T€. EBITDA (Ergebnis vor Steuern + AfA + Zinsaufwand +/- a.o. Ergebnis) Das EBITDA beträgt 11.488 T€ (im Vorjahr 14.478 T€). Das EBITDA prognostizieren wir für das laufende Geschäftsjahr auf 11.453 T€. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Kunden Die durch das Familienunternehmen historisch geprägte Philosophie des "wiederkehrenden Auftraggebers" findet sich in allen Geschäftsbereichen wieder. Durch schnelle Entscheidungsprozesse erhalten unsere Kunden qualifizierte Betreuung bis in die Führungsebene. Erfreulicherweise besteht das Interesse aus Sicht der Auftraggeber, auch im öffentlichen Bereich, die bereits Erfahrungen mit uns gesammelt haben, weitere gemeinsame Projekte zu verwirklichen. Entscheidungen für Vergabevorschläge werden nicht mehr auf Basis des preisgünstigsten Angebotes, sondern auf Basis des wirtschaftlichsten Angebotes gefällt. Dies zeigt eine gute Kundenbindung und Kundenbeziehung. Für das laufende Geschäftsjahr wollen wir die guten Kundenbeziehungen aufrechterhalten und erweitern. Umwelt Seit Integration der Biogasanlagen (BHKW) und der PV-Anlage arbeiten beide Kompostwerke in Bezug auf den Stromverbrauch vollkommen energieautark. Der für die Verarbeitung von einer Tonne Bioabfall insgesamt erforderliche Strombedarf von etwa 50 kWh kann also vollständig durch die vor Ort auf regenerativer Basis erzeugte Energie gedeckt werden. Der verbleibende Energieüberschuss in Höhe von 30 % der erzeugten Energie (70 % Eigenverbrauch) wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Mitarbeiter Die Eggersmann Gruppe ist im Personalbereich qualitativ gut aufgestellt. Eine regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter wird gefördert und unterstützt. In allen Geschäftsbereichen spiegelt sich die Mitarbeiterzufriedenheit durch lange Betriebszugehörigkeit und geringe Fluktuation wider. Auch für die Folgejahre gehen wir durch entsprechende Maßnahmen von einer gleichbleibenden Mitarbeiterzufriedenheit aus. Forschung und Entwicklung Erläuterungen hierzu siehe Punkt I. Grundlagen des Konzerns / 2. Forschung und Entwicklung. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Berichtszeitraums nicht eingetreten. IV. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtDie Eggersmann Gruppe präsentiert sich über verschiedene Aktivitäten mit firmenübergreifenden gemeinsamen Synergien erfolgreich am Markt. 1. Prognosebericht Unsere Prognosen basieren in den Geschäftsbereichen Bauwesen sowie Recycling einerseits auf einem bestehenden Auftragsbestand und anderseits auf qualitativer Wertung vorliegender Anfragen und den von den jeweiligen Verbänden erarbeiteten Studien und Prognosen. Im Geschäftsbereich Abfallentsorgung und den übrigen Geschäftsbereichen basieren die Prognosen auf vorliegenden Durchschnittswerten der vergangenen Geschäftsjahre. Wir planen für das Jahr 2017 eine konsolidierte Gesamtleistung von ca. 160,5 Mio. €, davon im Geschäftsbereich Bauwesen 38,1 Mio. €, im Geschäftsbereich Recycling 121,1 Mio. €. Der Jahresüberschuss 2017 wird mit ca. 3,2 Mio. € geplant. Die Umsatzrentabilität wird für 2017 mit ca. 2 % prognostiziert. Das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2017 wird gemäß Planung rund 23 Mio. € betragen. Bauwesen Die deutsche Bauwirtschaft geht mit großer Zuversicht in das neue Baujahr 2017. Die Baugenehmigungen zeigten im Jahresverlauf keine Schwäche und legten auf hohem Niveau zu. Die Branche verfügte mit einem Auftragsbestand von nahezu 37 Mrd. € (per Sept. 2016) über den höchsten Wert seit 1995. Die Reichweite dieser Auftragsbestände lag mit 3,3 Monaten deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Bei den öffentlichen Haushalten scheinen steigende Steuereinnahmen und höhere Bundesmittel für Länder und Kommunen die Investitionen zu begünstigen. Auf Basis dieser Vorlaufindikatoren und der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für die Branche im Jahr 2017 ein Umsatzwachstum nahezu auf Vorjahresniveau bei 5 % (ABL +5,1 %; NBL + 4,6 %). Mit 112 Mrd. € wird dann der höchste Wert der vergangenen zwanzig Jahre erreicht. Dabei kommen erneut deutliche Impulse aus dem Wohnungsbau sowie dem öffentlichen Bau. Die Zahl der Beschäftigten dürfte 2017 im Jahresdurchschnitt bei rund 790.000 Menschen liegen. In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus: Treiber der Entwicklung bleibt der Wohnungsbau, dessen positive Rahmenbedingungen seit Jahren anhalten: Die Finanzierungsbedingungen sind nach wie vor günstig, der Arbeitsmarkt stabil und die Einkommen steigen weiter. Der Zuzug in die Ballungsräume hält auch 2017 an. Das Plus von 20 % bei den Baugenehmigungen (per Okt. 2016), gestiegene Auftragseingänge und -bestände veranlassen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2017 ein Umsatzplus von 7 % im Wohnungsbau zu prognostizieren (ABL +5,9 %; NBL + 11,4 %). Der Schwerpunkt wird erneut beim Geschosswohnungsbau und bei Wohnheimen liegen. Dabei bleiben die Fertigstellungen hinter diesen Zahlen und auch hinter dem prognostizierten Bedarf von mind. 350.000 WE zurück: Für 2017 werden Fertigstellungen von 280.000 WE im Neubau und 310.000 bis 320.000 Wohneinheiten insgesamt erwartet. Gerade in Ballungsräumen, wo Bauland knapp ist, kommt Umbauten eine wachsende Bedeutung zu. Trotz außenwirtschaftlicher Risiken gehen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft davon aus, dass im Wirtschaftsbau 2017 ein Umsatzwachstum von 3 % möglich ist (ABL +3,5 %; NBL +1,2 %). Dafür sprechen der Anstieg gewerblicher Baugenehmigungen im Hochbau um 22,6 % (veranschlagte Baukosten, per Okt. 2016), die Auftragseingänge (+13 %) sowie außerordentlich hohe Auftragsbestände. Die öffentliche Hand hat ihren Investitionshochlauf 2016 begonnen (Infrastrukturetat: 12,2 Mrd. €) und wird ihn 2017 mit 13,6 Mrd. € fortsetzen. Auch für 2017 wird daher mit einer Umsatzsteigerung im öffentlichen Bau um 5 % gerechnet (ABL +6,1 %; NBL +0,8 %). Die Frühindikatoren zeigten die positive Entwicklung bereits letztes Jahr an, mit einem Plus von über 20 % bei den Bestellungen im Tiefbau. Neben den Investitionen des Bundes in die Infrastruktur könnten 2017 die Kommunen zur Triebfeder im öffentlichen Bau werden. Immerhin hat der Bund zum Jahresende 2016 den Kommunalinvestitionsförderungsfonds auf 7 Mrd. Euro verdoppelt. Gleichzeitig dürfen die Kommunen im Bereich der Schulen nun generell in Sanierungsmaßnahmen einsteigen, die bisherige Beschränkung auf energetische Sanierungsmaßnahmen entfällt. Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden sollen jedenfalls 2017 wiederum einen neuen Rekordwert erreichen und das Vorjahresniveau um nahezu 30 Mrd. € übertreffen. Nun müssen nur noch ausreichend Planer eingestellt werden, um die Projekte auch auszuschreiben und die Umsetzung zu begleiten. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir für diesen Geschäftsbereich von einer Gesamtleistung von ca. 38,1 Mio. € aus. Diese Gesamtleistung resultiert aus dem bestehenden Auftragsbestand und den zu erwartenden Neuaufträgen sowie aus dem neuen Geschäftsfeld des elementierten Bauens. Recycling Unter Berücksichtigung der getätigten Zukäufe und aktuellen Auftragseingänge wird der Geschäftsbereich Recycling im Jahre 2017 seine Gesamtleistung auf 121,1 Mio. € steigern. Darüber hinaus wird die Wertschöpfungsstrategie des Recyclings weiter untersucht, um auch hieraus weitere Maßnahmen abzuleiten. In den übrigen Geschäftsbereichen wird von einer konstanten Geschäftsentwicklung ausgegangen und keine signifikanten Änderungen zum Vorjahr erwartet. 2. Chancen und Risiken a) Risikobericht Unser Risikomanagement ist als Prozess in die Abläufe der Eggersmann Gruppe eingegliedert. Die risikoorientierte Überwachung des Unternehmens erfolgt durch eine regelmäßige Kontrolle und wird durch den Einsatz externer Berater/Prüfer ergänzt. Es werden keine wesentlichen Risiken erwartet. Die laufende Überwachung und kontinuierliche Verbesserung der Arbeitssicherheit in Verbindung mit Produkt- und Prozessqualität obliegt unter anderem der Geschäftsleitung. Die Verfügbarkeit unseres Werkzeug- und Maschinenparks wird durch regelmäßige Instandhaltungen und Modernisierungen gewährleistet. Die Geschäftsleitung ist mit allen wesentlichen Fragen der Einkaufs- und Verkaufspreisgestaltung selbst befasst. Die Preisgestaltung erfolgt im Rahmen der branchenüblichen Wettbewerbsbedingungen. Wir beobachten sowohl die Rohstoffmärkte als auch unsere unmittelbaren Beschaffungsmärkte, um erwarteten Preisänderungen bzw. Teuerungszuschlägen rechtzeitig zu begegnen. Die Preise bei wesentlichen Kostenpositionen (Stahl, Beton, Nachunternehmerleistungen) sind von uns aufgrund der bestehenden Wettbewerbsverhältnisse nur bedingt zu beeinflussen. Zur Absicherung von Risiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite streben wir weitestgehend langfristige Verträge an, die durch ein laufendes Forderungsmanagement sowie eine Lieferantenbewertung ergänzt werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2017 keine wesentliche Veränderung der kurz- und langfristigen Zinsen. Das Währungsrisiko wird mit marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten minimiert. Diese Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Fremdwährungsgeschäfte geschlossen. Der Liquiditätsbedarf wird auch in 2017 durch ausreichende Aval- und Kontokorrentlinien gedeckt sein. Es stehen ausreichende Mittel zur Verfügung, um den Liquiditätsbedarf des Konzerns jederzeit zu decken. Unsere laufende Debitorenüberwachung bezieht sich sowohl auf Ausfall- als auch auf Wechselkursrisiken. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ständige Debitorenüberwachung und Mahnwesen vorgebeugt; ungeachtet dessen werden bei Auftragsannahme Bonitätsprüfungen vorgenommen. Bei der Bewertung greifen wir auf professionelle Wirtschaftsauskünfte zurück. Im Übrigen wird versucht, Risiken durch Vertragserfüllungs- bzw. Bauhandwerkerbürgschaften nach § 648a BGB zu begegnen. Unsere Steuerung von Finanzierung und Liquidität umfasst neben den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" auch die ausreichende Bemessung des mittelfristigen Avalbedarfs. Soweit für weiteres Wachstum eine weitere Ausdehnung der bestehenden Avallinien erforderlich sein sollte, sind aus heutiger Sicht keine Anhaltspunkte erkennbar, dass diese durch die Hausbanken und Avalgeber nicht zur Verfügung gestellt werden können. Für ungewisse Verbindlichkeiten wird im Wege der Rückstellungsbildung ausreichend Vorsorge getroffen. Die Überwachung der rechtlichen Risiken obliegt unmittelbar der Geschäftsführung, die bei Bedarf externen rechtlichen Rat einholt. Entsprechend unserer guten Kundenbeziehungen und aufgrund einer konzentrierten Auftragsdurchführung ist hier derzeit kein wesentliches Risiko zu erkennen. IT-Risiken werden auch durch die Geschäftsleitung mit überwacht. Zusammengefasst sind wir zuversichtlich, die vorhandenen Risiken aus wiederkehrenden Projektverschiebungen durch unser installiertes Controlling- und Frühwarnsystem eher zu erkennen und schneller die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Bauwesen Risiken erkennen wir frühzeitig - und auch dies haben die schwierigen Jahre im Baugewerbe gezeigt - durch das installierte Leistungsmeldungssystem, welche hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe durch die Geschäftsführung zutreffend bewertet werden. Dem Projektmanagement werden regelmäßig durch das Leistungsmeldungssystem wichtige und notwendige Cash- und Leistungsindikatoren zur Verfügung gestellt, wobei die jeweiligen Ist-Zahlen den Plan-Zahlen gegenübergestellt werden, so dass die Information der Geschäftsleitung über alle wesentlichen Risiken gewährleistet ist. Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüft und die Bonität der nicht öffentlichen Auftraggeber wird während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunftei überwacht. Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan aufgestellt, deren Einhaltung anhand quartalsweise erstellter Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert wurde. Mit Hilfe der bekannten monatlichen Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Recycling Der weltweit tätige Geschäftsbereich Recycling hat internationale und landesspezifische Rechtsnormen und Anweisungen von Finanzverwaltungen oder Genehmigungsbehörden zu beachten. Um Vertragsrisiken zu minimieren werden im Auslandsgeschäft spezielle Vertragskonstellationen vereinbart und bei Bedarf Rechtsexperten des jeweiligen Landes zur Beratung herangezogen. Darüber hinaus werden die Verträge von der internen Rechtsabteilung geprüft. Im Geschäftsbereich Recycling werden monatlich aktuelle Leistungsmeldungen durch das Projektmanagement erstellt. Dadurch stehen dem Konzerncontrolling und dem Projektmanagement jederzeit alle notwendigen Cash- und Leistungsindikatoren zur Verfügung. Wöchentliche Projektbesprechungen ergänzen dieses System und sichern einen zeitnahen aktuellen Informationsstand aller Projektbeteiligten. Die Umsetzung einer neuen Biogasanlagenverordnung auf Grundlage des BlmSchG ist weiterhin offen. Aktuell ist die Fortschreibung der technischen Anforderungen an Biogasanlagen im Bereich Anlagensicherheit durch die neue TRAS der Kommission für Anlagensicherheit formuliert. Die Verschärfung der Anforderungen im Hinblick auf den Emissionsschutz erfolgt zunächst in Form der neuen TA Luft, die in einem Entwurf auf 02/2017 vorliegt und noch im laufenden Jahr erlassen werden wird. Die Folgen für die Branche sind unterschiedlich zu bewerten. Einerseits wird der zusätzlich technische Aufwand (Anlagenkapselung, Abluftreinigung, Abgasbehandlung) zu einem zusätzlichen Auftragsbestand der Verfahrensgeber und Anlagenhersteller. Auf der anderen Seite werden zukünftige Anlagenbetreiber oder heutige Anlagenbetreiber nach den vorgesehenen Übergangsfristen finanziell und betrieblich belastet. Der Bundesrat hat am 31.03.2017 der Novelle der Düngeverordnung zugestimmt. Damit sind die Rahmenbedingungen für den landwirtschaftlichen Einsatz von Komposten massiv geändert. Die negativen Folgen werden für die Bioabfallwirtschaft durchaus regional unterschiedlich ausgeprägt eintreten. Insgesamt ist mit der vom Gesetzgeber fachlich unsachgemäßen Stickstoffbewertung ein klares Erschwernisse für den Kompostabsatz insbesondere in den von der Tierhaltung geprägtem Regionen erzeugt worden. b) Chancenbericht Bauwesen Aus der von der Politik proklamierten Energiewende und der daraus erwachsenden Notwendigkeit, den privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für die Branche. Da die Eggersmann Gruppe in der energetischen Sanierung über jahrelange Erfahrung verfügt, sieht die Geschäftsleitung dort nach wie vor ein großes Potenzial für das Unternehmen. (Geschäftsfelder/Strategie) Die außerordentlich gute Auftragslage eröffnet - nach Jahren des bloßen Weiterleitens von Kostensteigerungen - endlich auch die Chance zu vorsichtigen Preisanhebungen. Ein Risiko für die prognostizierte Entwicklung im öffentlichen Bau sehen wir jedoch in der stetig wachsenden finanziellen Belastung der Kommunen (aktuell vor allem infolge des Flüchtlingsandrangs) und in der ab 2019 für die Länder geltenden Schuldenbremse: Die fehlende Zweckbindung der (zusätzlichen) Bundesmittel stellt deren zielgerichteten Einsatz für kommunale Bauinvestitionen in den nächsten Jahren deutlich in Frage. Einen Lichtblick stellt das vom Bund aufgestellte Programm zur Sanierung und Erweiterung von Schulen dar, mit dem der Bund den Kommunen unter die Arme greifen will. Der Kommunalinvestitionsförderungsfonds wird in diesem Bereich von 3,5 Mrd. € auf 7 Mrd. € aufgestockt. Derartige kommunale Bauprojekte (Schulen) passen gut ins Leistungsspektrum des Geschäftsbereichs Bauwesen. An der Aufgabe, den Geschäftsbereich Bauwesen nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Eine Personalplanung über drei Jahre soll helfen Engpässe zu vermeiden. Wie aus jeder unternehmerischen Tätigkeit eine Vielzahl von Chancen erwachsen können, so ist damit auch die Übernahme von konjunkturellen, wirtschaftlichen sowie branchentypischen Risiken des Baugewerbes untrennbar verbunden. Chancen sehen wir weiterhin - und die schwierigen Jahre im Baugewerbe haben dies gezeigt - in unserem, in den letzten Jahren intensivierten, Marktauftritt als Nischenanbieter im kommunalen, schlüsselfertigen Bauen und als Anbieter im PPP-Bereich. Basis dieser Leistungen sind unsere oftmals unter Beweis gestellten Fähigkeiten, individuelle Anforderungen der Kunden qualitätsbewusst, wirtschaftlich und termingerecht umzusetzen. Um weiterhin mit gutem Personal erfolgreich zu sein, haben wir in Schulen und auf Ausbildungsparcours um Fachkräfte und Auszubildende geworben. Im kommenden Berichtsjahr werden wir wieder gewerbliche Auszubildende einstellen. Aufgabe für die nächsten Jahre wird es sein, die Geschäftsbereich Bauwesen auch nach außen hin als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Intern wird in Seminaren und Workshops auf allen Ebenen daran gearbeitet, die Mitarbeiter in den Bereichen Kommunikation und Mitarbeiterführung zu fördern, um die Zusammenarbeit im Unternehmen noch weiter zu verbessern. Recycling Das breite Produktportfolio dieses Geschäftsbereichs ist die Basis für die in Europa in den nächsten Jahren umzusetzenden MBA und MBT. Es handelt sich hierbei in der Regel um Generalübernehmeraufträge, für deren Umsetzung dieser Geschäftsbereich entsprechend aufgestellt ist. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zu den kalkulierten Preisen sowie der Abrechnung von Änderungsaufträgen und gewünschten Zusatzleistungen des Kunden im Projektverlauf. Ebenso hat sich die gute und starke Kundenbindung zu unserer Unternehmensgruppe für weitere Aufträge sowie für das Ersatzteilgeschäft positiv ausgewirkt. Der Geschäftsbereich kann von einer zukünftig weiterhin gesicherten Entwicklung der Bioabfallwirtschaft ausgehen. Durch gezielte Zukäufe ist in diesem Bereich die Wettbewerbsposition verbessert worden. Wachstumschancen sind weiterhin durch Einführung von zusätzlichen Saison-Biotonnen zur regulären Biotonne zu erwarten. Dieser Service der Gemeinden steht im Einklang mit dem Ökologischen Abfallwirtschaftsplan der Landesregierung NRW, der höhere Erfassungsmengen im Bereich Bioabfall vorgibt. Eine Chance ist auch in der Leistungsfähigkeit unserer Kompostwerke im Hinblick auf die Biogaserzeugung zu sehen, da die meisten Gebietskörperschaften CO 2-Bilanzen erstellen, die auch abfallwirtschaftliche Klimaaspekte berücksichtigen. Dazu heißt es im Entwurf des neuen AWP: "Bioabfälle eignen sich sehr gut zum Betrieb von Biogasanlagen und damit zur nachhaltigen und klimaneutralen Produktion von Strom und Wärme. Qualitätsgesicherte Gärreste aus den Biogasanlagen dienen wiederum als Dünger". Für zukünftige Ausschreibungen im Bereich der Bioabfallentsorgung sehen wir uns gut aufgestellt. Seit November 2014 sind Komposte zur ökologischen Düngung und Bodenverbesserung in BIOLAND-Betrieben zugelassen, soweit durch regelmäßige chargenbezogene Analytik die besonderen Qualitätsanforderungen nachgewiesen werden. Auch im Jahr 2016 konnte dieser neue Absatzbereich insbesondere am Kompostwerk Gütersloh durch erfolgreiche Neukundenakquise weiter ausgebaut werden. Zweigniederlassungsbericht Das Stammhaus der Eggersmann Gruppe befindet sich in Marienfeld. Hier ist auch der Geschäftsbereich Bauwesen angesiedelt. Der Geschäftsbereich Recycling hat mehrere Produktions- und Vertriebsstandorte. Größter Standort ist Bad Oeynhausen, an dem ein Großteil des Anlagenbaus abgewickelt wird. Weitere Zweigniederlassungen von Tochterunternehmen der Gruppe im Bereich Maschinenbau gibt es in Wardenburg, Ibbenbüren, Gundelfingen und Sassenberg, Mit dem Erwerb von Forus im Jahr 2016 kam der Standort Waren an der Müritz hinzu, mit dem Erwerb von Bekon kam der Standort Unterföhring in München hinzu. Mit Halle wird ab 2017 ein weiterer Standort hinzukommen. Hier werden Bereiche des Bauwesens, des Vertriebs sowie der zentralen Dienste zusammengefasst. Die Standorterweiterungen führen zu einer geografischen Ausbreitung, und unterstützen die Geschäftsfelderweiterungen positiv. Gesamtaussage In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist die Eggersmann Gruppe überwiegend einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem steigenden Preisniveau ausgesetzt. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Strategisch und auch finanziell ist die Eggersmann Gruppe so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Risiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten, sind derzeit nicht zu erkennen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den in der Eggersmann Gruppe bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kundenstamm besteht zum Großteil aus öffentlichen Auftraggebern, Forderungsausfälle sind sehr selten. Mit Kunden aus dem nicht öffentlichen Bereich verbinden uns langjährige Geschäftsbeziehungen. Verbindlichkeiten werden unter Ausnutzung von Skonto und innerhalb vereinbarter Zahlungsziele gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Eggersmann Gruppe überwiegend mittels erhaltener Anzahlungen und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Unternehmensgruppe ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Eggersmann Gruppe eine konsequente Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne in den einzelnen Bereichen erstellt und im Konzern zusammengeführt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Unternehmensgruppe über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität des Kunden.
Marienfeld, den 31. März 2017 Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG Karlgünter Eggersmann, Geschäftsführer Thomas Hein, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, HarsewinkelAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2016 bis 31.12.2016Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, Harsewinkel
Konzern-Anhang zum 31.12.2016Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, HarsewinkelA. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie Firma der Muttergesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 29.02.2016 von der Eggersmann GmbH & Co. KG in die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG (Firmensitz: Harsewinkel, Amtsgericht Gütersloh, HRA 3167) umfirmiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben konzerneinheitlich nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Durch erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Berichtsjahr 2016 kommt es zu einer Anpassung der Umsatzerlösedefinition. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Umsatzerlöse um die Grundstückserträge in Höhe von TEUR 336 erweitert. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis der Grundstückserträge in Höhe von TEUR 385 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Das Geschäftsjahr im Konzern beginnt am 1. Januar 2016 und endet zum 31. Dezember 2016. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG haben von der Befreiungsoption gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB durch entsprechende Gesellschafterbeschlüsse Gebrauch gemacht. Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss ist die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG selbst gemäß § 264 b HGB von der Offenlegung ihres Einzelabschlusses befreit. B. Angaben zur Konsolidierung1. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG werden alle Unternehmen einbezogen, an denen die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar eine der Kapitalbeteiligung entsprechende Mehrheit der Stimmrechte hält. In den Konzernabschluss zum 31.12.2016 sind im Rahmen der Vollkonsolidierung insgesamt 18 Tochterunternehmen einbezogen. Alle Unternehmen haben ihren Sitz im Inland. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
Die mit Gesellschaftsvertrag vom 11.02.2016 gegründete Gesellschaft Eggersmann GmbH sowie die mit Gesellschaftsvertrag vom 16.12.2016 gegründete Gesellschaft Betont GmbH wurden erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Ebenso wurden die mit notariellem Kaufvertrag vom 18.02.2016 im Rahmen eines Share-Deals erworbene Gesellschaft Forus GmbH zum 25.02.2016 sowie die mit notariellem Kaufvertrag vom 28.07.2016 im Rahmen eines Share-Deals erworbene Gesellschaft Bekon Holding AG, welche durch einen Formwechsel in die Bekon GmbH geändert wurde, zum 01.08.2016 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Auf Angaben zu den Änderungen im Konsolidierungskreis gemäß § 294 Abs. 2 HGB wird verzichtet, da sie für die Vergleichbarkeit der aufeinanderfolgenden Konzernabschlüsse nicht wesentlich sind. Bei einer Beteiligung von weniger als 100 % ist auch der Teil des Eigenkapitals berücksichtigt, der nicht von Konzernunternehmen gehalten wird. Der Ausweis erfolgt als eigene Bilanzposition unter "nicht beherrschende Anteile". Diese Anteile setzen sich wie folgt zusammen:
2. Konsolidierungsgrundsätze Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Konzerngesellschaften wurden mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen. 2.1 Kapitalkonsolidierung Die Gesellschaft wendet bei der Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB an. Die Anschaffungskosten der Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens verrechnet. Ein sich dabei ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. 2.2 Schuldenkonsolidierung Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind eliminiert worden. 2.3 Eliminierung von Zwischenergebnissen Zwischenergebnisse aus Veräußerungen von Gegenständen des Sachanlagevermögens innerhalb des Konzerns werden bei Wesentlichkeit eliminiert. Soweit das in den Konzernabschluss zu übernehmende Vorratsvermögen aus Lieferungen und Leistungen von einbezogenen Konzernunternehmen stammt, wird es mit den Konzernherstellungskosten bewertet. Die sich dabei ergebenden Zwischenergebnisse werden grundsätzlich eliminiert. Zum 31.12.2016 waren Zwischenergebnisse in Höhe von insgesamt EUR -600.897,84 (Vorjahr: EUR -303.769,67) zu eliminieren. 2.4 Konsolidierungsmaßnahmen in der Gewinn- und Verlustrechnung In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind neben gewerblichen Schutzrechten und Software die Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Die Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die gewerblichen Schutzrechte werden über die angenommene Nutzungsdauer von 5 Jahren und Software wird über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die angenommene Nutzungsdauer von 10 Jahren bzw. bereits vor der Erstkonsolidierung existente derivative Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Gemäß den BilRUG-Übergangsvorschriften zu Geschäfts- oder Firmenwerten können in der Vergangenheit aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte, die noch nicht vollständig abgeschrieben sind, weiterhin nach der bisherigen Methode abgeschrieben werden. 2. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibung wird linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. 3. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. In die Herstellungskosten der halbfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den unmittelbar zurechenbaren Anschaffungs- und Herstellungskosten auch Gemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gekürzt um notwendige Einzelwertberichtigungen. Darüber hinaus wurde das allgemeine Kreditrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestehen nicht. 5. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben des Berichtszeitraumes, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet worden. 6. Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung ggfs. geleisteter Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlungen gebildet. Bei der Bemessung wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. 7. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden unter Berücksichtigung einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. 8. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Einnahmen des Berichtszeitraumes, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet worden. 10. Die Vermögenswerte, die auf ausländische Währungen lauten, werden zum Kasse-Mittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. D. Angaben zur Konzernbilanz1. Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäfts-jahresabschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Jahr 2016 hat die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG sämtliche Anteile an der Gesellschaft Forus GmbH im Rahmen eines Share-Deals erworben. Der aktive Unterschiedsbetrag aus diesem Erwerb wurde als Firmenwert in Höhe von EUR 1.731.407,37 aktiviert. Die Abschreibung des Firmenwertes belief sich im Berichtsjahr auf EUR 144.283,95. Des Weiteren erwarb die Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG ebenfalls im Zuge eines Share-Deals 100% der Anteile der Bekon Holding AG, welche durch einen Formwechsel in die Bekon GmbH geändert wurde. Der aktive Unterschiedsbetrag hieraus für entgeltlich erworbene Patente in Höhe von EUR 71.205,33 wurde gleichermaßen aktiviert. Für das Berichtsjahr 2016 belief sich die Abschreibung für die Patente auf EUR 5.933,78. Im Konzernanlagenspiegel sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 416.344,00 enthalten, die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. 2. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von EUR 73.702.990,77 wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Dabei wurden Anzahlungen nur soweit saldiert, als bei der entsprechenden Kommission am Bilanzstichtag tatsächlich Werte ausgewiesen wurden. Die danach nicht verrechnungsfähigen Beträge wurden unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen passiviert. 3. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4.820.061,38 gliedern sich wie folgt auf:
4. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (EUR 54.938,52) beinhaltet kein Disagio. 5. Die Entwicklung des Eigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel. Zur Ausschüttung an die Gesellschafter stehen TEUR 15.738 zur Verfügung. Einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegen TEUR 5.200. Gemäß der Gesellschaftsverträge unterliegen TEUR 2.961 einer Ausschüttungssperre, die per Gesellschafterbeschluss mit der Mehrheit aller nach dem Gesellschaftsvertrag vorhandenen Stimmen ganz oder teilweise aufgelöst werden kann, sofern diese nicht zum Ausgleich von Verlustvorträgen benötigt werden. 6. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die Gewerbesteuer der Unternehmen Backhus Verwaltungs GmbH und Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG. 7. Die sonstigen Rückstellungen enthalten TEUR 1.108 für Gewährleistungen (Vorjahr: TEUR 735), TEUR 623 für drohende Verluste (Vorjahr: TEUR 826), TEUR 1.591 aus der Personalkostenabrechnung (Vorjahr: TEUR 1.072), TEUR 7.208 für ungewisse Verbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 6.077), TEUR 102 für Bilanzerstellung und Prüfung (Vorjahr TEUR 108) sowie TEUR 55 für Archivierung (Vorjahr TEUR 42). 8. Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind TEUR 4.634, mit einer Restlaufzeit von 2 bis 5 Jahren TEUR 11.609 und mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren TEUR 16.577 durch Grundschulden abgesichert. 9. Die Eggersmann Betriebsmanagement und Umwelttechnik GmbH hat in 2005 zwei Schulgebäude errichtet und für dreißig Jahre an den Kreis Gütersloh vermietet. Die Finanzierung erfolgte über eine Forfaitierung der Mietforderungen an die Helaba. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten, der die Zinsaufwendungen gegenüber der Helaba und Erlös aus den abgezinsten forfaitierten Mietforderungen beinhaltet, wird über die Gesamtlaufzeit aufgelöst. 10. Die passiven latenten Steuern werden in den Einzelbilanzen der Forus GmbH und der Bekon GmbH ausgewiesen. Sie resultieren aus der Bilanzierung aktivierter Eigenleistungen bei der Forus GmbH sowie einer Kapitalerhöhung in 2006 in der Bekon Holding AG im Rahmen einer Sacheinlage zu Zeitwerten. Bei der Ermittlung wurden der Körperschaftsteuersatz sowie der unternehmensindividuelle Gewerbesteuersatz zu Grunde gelegt. Die passiven latenten Steuern werden über einen Zeitraum von 3 Jahren (aktivierte Eigenleistung) und 20 Jahren (Sacheinlage) aufgelöst. Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
E. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Im Inland betragen die Umsatzerlöse des Konzerns TEUR 63.495. Darüber hinaus wurden Umsätze in der Europäischen Gemeinschaft (TEUR 39.460) und in Drittländern (TEUR 33.595) erzielt. Die Umsätze wurden in folgenden Bereichen erzielt:
3. Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinnanteil beträgt EUR 50.000. F. Sonstige Angaben1. Komplementärin der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG ist die Eggersmann Verwaltungs GmbH, Marienfeld, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 26.000. Geschäftsführer der Eggersmann Verwaltungs GmbH sind Herr Diplom-Ingenieur Karlgünter Eggersmann sowie Herr Diplom-Ingenieur Thomas Hein. 2. Die Geschäftsführung der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss den Kapitalkonten der Kommanditisten zuzuschreiben. 3. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung beinhaltet ausschließlich flüssige Mittel. 4. Es wurden folgende Honorare als Aufwand erfasst:
5. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer: Durchschnittlich wurden während des Geschäftsjahres 652 (Vorjahr: 523) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 319 Angestellte (Vorjahr: 215), 254 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 226), 36 Auszubildende (Vorjahr: 34) und 43 Aushilfen (Vorjahr: 48). 6. Bezüge der Organe: Die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleiben unter Anwendung des § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB.
Marienfeld, den 31. März 2017 Karlgünter Eggersmann, Geschäftsführer Thomas Hein, Geschäftsführer KONZERN-ANLAGENSPIEGEL zum 31.12.2016
Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31.12.2016
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2016
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den von der Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, Harsewinkel, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel, und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gütersloh, den 6. April 2017 Franz Anwey, Wirtschaftsprüfer XXX |
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