Bergmann & Steffen GmbH
Raiffeisenstraße 176, 32139 Spenge, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Bergmann seit 8.4.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bergmann & Steffen GmbHSpengeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Bergmann & Steffen GmbH Raiffeisenstraße 176, 32139 SpengeGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Firma Bergmann & Steffen GmbH (B & S) ist tätig in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von schlüsselfertigen Schweißanlagen für die europäische Automobil- und Automobilzulieferindustrie mit Schwergewicht auf die Laser-Remote-Schweißtechnik. Das Unternehmen ist heute der führende Hersteller von Laser-Remote-Schweißanlagen und Laser-Remote-Spanntechnik in Europa und Marktführer in Deutschland. Das Produktangebot gliedert sich im Wesentlichen in drei Bereiche: - Konventionelle Schweißanlagen und Werkzeuge, - Laserschweißanlagen, Laserkabinen und Werkzeuge und - eigens für das Laserschweißen entwickelte Produkte wie "llaserwall®" und "Tornadoblade®". In den vergangenen Jahren wurde das Systemgeschäft konsequent ausgeweitet, die Wertschöpfung bei Laserschweißsystemen erhöht, das Produktangebot ausgebaut, die Vertriebskompetenz weiter intensiviert und die Wettbewerbsfähigkeit somit gestärkt. 2. Forschung und Entwicklung An neuen, innovativen Produkten und Anwendungsverfahren wurde und wird geforscht. Durch das eigene Laserzentrum stehen Gerätschaften und qualifiziertes Personal jederzeit zur Verfügung. So konnten in den letzten Jahren die innovativen Produkte "llaserwall®" - eine passive Laserschutzwand mit gänzlich neuer Wirkungsweise - und das "Tornadoblade®" - ein gebläseluftbetriebener Crossjet für Scan-Optiken - entwickelt werden. B&S arbeitet darüber hinaus aktuell an weiteren Systemen und Verfahren, die das Potenzial besitzen, später in ein Serienprodukt überführt zu werden und damit die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und als Alleinstellungsmerkmale zu fungieren. Als langjähriges Mitglied des DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.) und Mitglied in verschiedenen Fachausschüssen und Gremien nehmen wir an Forschungsprojekten auf nationaler und EU-Ebene teil. Für B & S ist das eigene Laserzentrum sichtbarer Ausdruck der Kernkompetenz im Bereich der Laser-Remote-Schweißtechnik. Hier konzentriert sich B & S intensiv auf die Entwicklung neuer Anlagen und Anwendungen. Das Laserzentrum unterstützt schwerpunktmäßig den Vertrieb der Anlagen entscheidend und dient der Entwicklung und Verbesserung neuer Applikationen (z.B. Kupfer, Aluminium oder Kohlefaserverbundwerkstoffe) und Techniken. Dazu wird das Laserzentrum ständig mit modernster Technik und Ausrüstung aktualisiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Unternehmen B & S liefert an die Automobil- und Automobilzulieferindustrie Produktionseinrichtungen - in der Regel für neue Modelle - und ist deshalb nicht direkt von den konjunkturellen Schwankungen der Automobilnachfrage und den daraus resultierenden Auslastungsrisiken der Automobilproduktion betroffen. Dennoch ist das Unternehmen - über das Investitionsverhalten der Kunden - indirekt auch von der konjunkturellen Entwicklung der weltweiten Automobilindustrie abhängig. Neben der Internationalisierung wird der Rationalisierungsdruck in der Automobilindustrie und bei der Zulieferindustrie bei steigenden Qualitätsansprüchen der OEM`s anhalten. Sichtbar ist dieser Branchentrend in Europa durch die anhaltende Verlagerung der westeuropäischen Produktionsstätten in die Niedriglohnländer Osteuropas (z.B. Polen, Rumänien, etc.) (Quelle: Jürgens, Krzywdzinski, Verlagerung nach Mittelosteuropa und Wandel der Arbeitsmodelle in der Automobilindustrie, Otto Brenner Stiftung, Frankfurt/Main, 2009). Auch der im August 2022 beschlossene "Inflation Reduction Act", ein Bundesgesetz der US-Regierung, führt spürbar zu einer Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA und nach Mexiko. Auch die für B & S wichtige Kundengruppe der Sitzhersteller folgt diesen globalen Strategien. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland ca. 4,1 Mio. Pkw hergestellt - das entspricht einem Anstieg von 18% gegenüber dem sehr schwachen Jahr 2022. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr.Weltweit wurden etwa 67,1 Mio. Pkw hergestellt, ein Plus von etwa 9% gegenüber dem Vorjahr (2022: 61,6 Mio.). (Quelle: statista - "Anzahl produzierter Kraftfahrzeuge weltweit von 2000 bis 2023"). Die deutliche Steigerung und Erholung des Automarktes war von Experten erwartet worden. Das Fehlen von politischen Rahmenbedingungen auf dem europäischen Automobilmarkt und die Streichung von nationalen Direktsubventionen für NEV und die schwache Binnenkonjunktur in China dämpften jedoch die Erholung. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Marktaussichten für neue Laseranwendungen mit anderen Materialien und für andere Produkte bleiben grundsätzlich weiter günstig, der Markt für Laseranwendungen wächst. Neue Anwendungen, wie beispielsweise Batterierahmen und -zellen für Elektro- und Hybridautos oder hochfeste Stähle, Aluminium oder Kohlefaserverbundwerkstoffe (CFK) für die Gewichtsreduzierung der Karossen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dem entgegen steht allerdings die, oben bereits beschriebene, langsame Erholung der europa- und weltweiten Fahrzeugproduktion, die damit einhergehende Zurückhaltung bei Neuinvestitionen und die allgemeine Verunsicherung durch den Strukturwandel in der Automobilindustrie. Der Umsatz lag in 2023 mit ca. 10,8 Mio. € nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 10,4 Mio. €, was im Wesentlichen an den nur unwesentlich verbesserten Rahmenbedingungen beruht. Die Produktionskapazitäten waren im Jahr 2023 durchweg besser ausgelastet als im Vorjahr. Dies ist auf eine deutliche Nachfragesteigerung und infolgedessen deutlich höheren Auftragsbestand zurückzuführen. Somit stieg auch die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,5 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Der aktuelle Auftragsbestand des Unternehmens (Stand 31.05.2024) beläuft sich auf etwa 8 Mio. €, wobei in 2024 bereits Umsätze in Höhe von ca. 8,8 Mio. € abgerechnet werden konnten. Das stellt - ähnlich wie im Vorjahr - einen hohen Auftragsbestand dar, der bis weit nach 2025 reicht. Die Nachfragesituation befindet sich weiter auf hohem Niveau, so dass für das Jahr 2024 erneut von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum auszugehen ist. Für das Jahr 2024 erwartet B&S aufgrund der oben beschriebenen Situation ein erfolgreiches Jahr. a) Ertragslage
Das Betriebsergebnis hat sich bei, nur geringfügig verändertem Umsatz, auf Grund der besseren Auslastung bei unterproportional gestiegenen Fixkosten um T€ 243 verbessert. Das Finanzergebnis hat sich deutlich verbessert. Aufgrund des positiven Ergebnisses fallen Ertragsteuern an. Die Materialeinsatzquote ist, bezogen auf des Vorjahr um ca. 5% gestiegen, bewegt sich damit leicht über den Vorjahreswerten 2017 - 2019, der Personalaufwand lag etwa auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich in 2023 etwa auf dem Vorjahresniveau. b) Finanzlage Cashflow-Planung Der Bestand an liquiden Mitteln hat einen Anteil von rd. 21 % der Bilanzsumme (im Vorjahr rd. 23 %). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist als sehr zufriedenstellend anzusehen. Der traditionell hohe Bestand an liquiden Mitteln sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die Fähigkeit, mögliche Skontoabzüge grundsätzlich in Anspruch zu nehmen Es werden die übrigen finanziellen Verpflichtungen im Kapitaldienst, Steuern, sonstige Gebühren und Abgaben termingerecht bedient. Die Eigenkapitalquote ist mit 56,6% der Bilanzsumme weiterhin sehr gut. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 existierten keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanziert sich vollständig aus Eigenmitteln. Ein Liquiditätsengpass ist in 2024 trotz der erneut deutlich gesteigerten Geschäftstätigkeit nicht zu erwarten. c) Vermögenslage
Das vorzufinanzierende, im Unternehmen gebundene Umlaufvermögen (Vorräte plus Forderungen) verbesserte sich 2023 von T€ 8.683 auf T€ 8.911. Die liquiden Mittel der Gesellschaft nahmen im Jahresverlauf wieder deutlich ab, was auf die Vorfinanzierung laufender Aufträge zurückzuführen ist. Als Folge der Lieferengpässe in 2021 und 2022 wurden in 2023 wichtige Komponenten auf Vorrat beschafft, so dass die Lagerbestände von T€ 3.239 auf T€ 4.255 zunahmen. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existierten zum Bilanzstichtag keine. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: • Betriebsergebnis und • Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzrendite und den Cashflow heran. Die Umsatzrendite war im Jahr 2023 positiv, verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich (2022: +2,7%, 2023: +4,3%). 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein. Die Ertragslage hat sich in 2023 erneut verbessert, erreicht aber - aufgrund der langen Projekt-Vorlaufzeiten noch nicht die Zahlen der Vorkrisenjahre. Aufgrund einer anhaltenden, deutlichen Marktbelebung und der hohen Auftragsbestände zur Jahresmitte 2024 erwarten wir für das Gesamtjahr 2024 eine erneut deutliche Verbesserung der Ertragslage. Der erzielte Umsatz sowie das Betriebsergebnis liegen unter unseren Planungen von Mitte 2023, sind aber - berücksichtigt man die schwierigen globalen Umstände - insgesamt zufriedenstellend. Die Auswirkungen von gestörten Lieferketten und dem Ukrainekrieg und den daraus resultierenden negativen Effekten haben sich in 2023 deutlich abgeschwächt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist und - wenn möglich - unter Skontoausnutzung zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. Die Bilanz kann somit insgesamt als solide bezeichnet werden. Bilanzielle Risiken sind nicht erkennbar. III. Prognosebericht Der Rationalisierungsdruck in der Automobilbranche wird den Absatz von modernen, wirtschaftlichen und technisch anspruchsvollen Laserschweißanlagen - wie sie B & S herstellt - längerfristig auch weiter begünstigen. Der Trend auf dem Markt für Laserschweißanlagen geht künftig eindeutig in Richtung der produktiven 3D-Remote-Laserschweißtechnik sowie die Verarbeitung von Aluminium. Dieser Wachstumsmarkt ist allerdings durch starken Wettbewerb gekennzeichnet. Die aufkommende Elektromobilität führt zu einer deutlich steigenden Nachfrage nach Aluminiumbaugruppen. Batterietechnik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dazu kommen nun Nachholeffekte im Automobilsektor. Nachdem in den letzten drei Jahren kaum in Produktionsanlagen investiert wurde, ist seit Ende 2022 eine deutliche Belebung zu verzeichnen. Die von B & S selbst entwickelten Produkte "Tornadoblade" und "llaserwall" haben stetig an Bedeutung für das Unternehmen zugenommen und tragen einen zunehmenden Anteil zum Betriebsergebnis bei. Der gute Auftragsbestand per 31.05.2024, die hohen, bis 31.05.2024 getätigten, Umsätze in Verbindung mit einer Vollauslastung des Unternehmens über das Jahresende hinaus, lassen für das Gesamtjahr 2024 auf ein deutlich positives Ergebnis auf Vorkrisenniveau hoffen. Für das Gesamtjahr 2024 ergeben sich - einen weiter positiven Geschäftsverlauf unterstellt - Umsätze von ca. 14 Mio. € bei gleichzeitig hohen Beständen an halbfertigen Produkten und damit ein auch ein deutlich positives Betriebsergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht B & S arbeitet strukturiert und kosteneffizient. Innerbetriebliche Abläufe sind optimiert. Wir verfügen über viele, langjährige und zufriedene Kunden. Unsere führende Rolle werden wir auch in Zukunft durch Neuentwicklungen und Patente abzusichern versuchen. Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie Bonitätsmonitoring unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Die Bonitätsbeurteilungen unserer Kunden fallen krisenbedingt geringfügig schlechter aus, zu verstärkten Forderungsausfällen ist es aber bislang nicht gekommen. Beschaffungsgeschäfte werden ausschließlich in Euro abgewickelt. Währungsrisiken bestehen deshalb nicht. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der starken Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Wir versuchen diese Risiken durch den Aufbau einer breiteren Kundenbasis und der Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen zu begegnen. Die Risiken der letzten Jahre (Corona Pandemie, gestörte Lieferketten) sind verschwunden. Der weitere Verlauf des Ukrainekrieges, politische Spannungen in China und die schwache globale Weltkonjunktur bergen jedoch weitere Risiken. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine substanziellen Risiken, die unsere langfristige Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.
Spenge, 10. Juni 2024 Uwe Bergmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Bergmann & Steffen GmbH, Raiffeisenstraße 176, 32139 SpengeI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Bergmann & Steffen GmbH, Spenge, wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und unter Beachtung der rechnungslegungsrelevanten Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bergmann & Steffen GmbH hat ihren Sitz in Spenge. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter HRB 6371 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 276 Satz 1 HGB und § 288 Absatz 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt unter Zugrundelegung der Auftragssumme und des Grades der Fertigstellung. Von dieser Summe wird für Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie für den Gewinn ein Abschlag vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen aus erkennbaren Risiken dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Zugrundelegung eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet. Dabei wurde die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewendet. Es wurden unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Rechnungszins von 1,78 % und die Sterbetafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH angewandt. Es wurde ein Rententrend von 1,75 % einbezogen. Der Gehaltstrend wurde mit 0 % berücksichtigt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2. Steuerrückstellungen werden entsprechend dem Ergebnis gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung angemessener Abzinsungen angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. III. Angaben zur Bilanz Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 439.994,04 (Vorjahr: TEUR 427) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 94.422,95 (Vorjahr: TEUR 391) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 1.415,39 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Aus Vereinfachungsgründen wurde nicht festgestellt, inwieweit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Eigentumsvorbehalten behaftet sind. Darüber hinausgehende Besicherungen liegen nicht vor. Am 20. Dezember 1985 wurde ein Unternehmenspachtvertrag mit der Bergmann Immobilien GmbH & Co. KG geschlossen. Im Berichtsjahr betrugen die Pachtaufwendungen EUR 473.237,40 (Vorjahr TEUR 576). Die Pacht wurde unterjährig zum 1.Juli 2023 von 3 % auf 2 % herabgesetzt. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 68). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR: 2), sowie Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 52.134,91 (Vorjahr: TEUR 174) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr EUR 125.828,19 (Vorjahr: TEUR 48). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist die Rückzahlung der Überbrückungshilfe III in Höhe von EUR 96.587,34 enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 12.815,36 (Vorjahr: TEUR 12) sowie aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 7.830,00 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten. V. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
VII. Angaben zu den Gesellschaftsorganen Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch Herrn Uwe Bergmann, Melle. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Es wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Geschäftsführung gewährt. Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Spenge, 7. Juni 2024 Uwe Bergmann sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bergmann & Steffen GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bergmann & Steffen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bergmann & Steffen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 28. Juni 2024 HRP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bielefeld Moch, Wirtschaftsprüfer |
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