Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
BCA Autoauktionen GmbH
Floßhafenstraße 5, 41460 Neuss, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Münch seit 14.5.2025 | Geschäftsführer |
Timothy Giles Lampert seit 8.5.2024 | Geschäftsführer |
Robert Weber seit 1.12.2020 | Prokura |
David Andrew Banks seit 10.12.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
BCA Auctions Holdings BV | 94.00% |
BCA Auctions Holdings BV | 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BCA Autoauktionen GmbHNeussJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis 31.03.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 20231. Grundlagen der GesellschaftBCA in Europa Seit über 70 Jahren bringt BCA Verkäufer und Käufer von Gebrauchtwagen zusammen. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in der 1946 in England gegründeten "Southern Countries Motor Auctions" und wurde 1948 in "British Car Auctions" umbenannt. Die BCA-Gruppe ist der führende volldigitale B2B-Gebrauchtwagenmarktplatz, der über seine Online- und App-basierte Auktionsplattform jährlich mehr als 1,7 Millionen Fahrzeuge im Auftrag von Firmenkunden anbietet und durch Remarketing-Services in ganz Europa unterstützt wird. 2 Zu den Kunden zählen zahlreiche Automobilhersteller (sogenannte OEMs), aber auch Flottenbetreiber, Autovermietungen, Banken, Leasinggesellschaften und der Autohandel. Ihnen bietet BCA zusammenhängende Dienstleistungen an, die von der Fahrzeugaufbereitung über die Lagerung, Imaging, Finanzierungslösungen und Logistik für den wachsenden Gebrauchtwagensektor bis hin zum Kerngeschäft des Unternehmen - dem Remarketing - reichen. 3 BCA ist in 14 europäischen Ländern mit mehr als 50 Auktionsstandorten vertreten. 4 Das Mutterunternehmen, die BCA Marketplace Limited, Hook / Großbritannien gehört zur Constellation Automotive Group Limited, einem Teil der Unternehmensgruppe Constellation Automotive Group SARL, welche den größten vertikal integrierten digitalen Gebrauchtwagenmarktplatz in Europa bildet und die führenden digitalen Marken in den Segmenten Consumer-to-Business (C2B), Business-to-Business (B2B) und Business-to-Consumer (B2C) vereint. 5 Die Unternehmensgruppe ist mit den Marken cinch, BCA und WeBuyAnyCar in der gesamten automobilen Wertschöpfungskette nach der Produktion tätig und bietet ihren Kunden hier sowohl physische als auch digitale Lösungen an. BCA in Deutschland Als erster Anbieter gewerblicher Gebrauchtwagenauktionen ging BCA 1995 in Deutschland an den Start. Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen zu einem internationalen Online-Marktplatz mit 360-Grad-Lösungen für das komplette Remarketing entwickelt. 6 In den eigenen Logistikzentren in Berlin/Hoppegarten, Heidenheim und Neuss sowie in der ebenfalls in Neuss beheimateten Firmenzentrale beschäftigt die BCA Autoauktionen GmbH derzeit rund 220 Mitarbeiter. Als Vermittler sorgt BCA für eine reibungslose, revisionssichere Abwicklung der Geschäfte und unterstützt die beteiligten Parteien vor, während und nach einer Fahrzeugtransaktion. Zu den Dienstleistungen des Full-Service-Angebots zählen Abmeldung, Beratung, Bestandsmanagement, Fuhrparkverwaltung, Begutachtung, Zustandsbeschreibung, Rechnungsstellung, Inkasso, Reporting, Analyse, Sicherstellung, Fahrzeugaufbereitung, Logistik, das gesamte Dokumentenhandling sowie individuelle, eigenentwickelte IT-Lösungen. Mit der Übernahme dieser Aufgaben verringert BCA den administrativen Aufwand seiner Kunden und trägt so wesentlich zur Optimierung von deren Kauf- und Verkaufsergebnissen bei. Zweigniederlassungen BCA Autoauktionen GmbH unterhält in Deutschland folgende Zweigniederlassungen vornehmlich als Logistikstandorte:
Der im Vorjahr noch bestehende Standort Groß-Gerau wurde im Geschäftsjahr 2022/23 geschlossen. Konzernstruktur und Ergebnisabführungsverträge Die BCA Autoauktionen GmbH (als Organgesellschaft) führt aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags ihr Jahresergebnis an die BCA Auctions GmbH, Neuss, ab. Die BCA Auctions GmbH (als Organgesellschaft) führt ihrerseits ihr Ergebnis im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die BCA Europe GmbH, Neuss, ab, die für die deutsche BCA-Gruppe als Holding und Organträgerin fungiert. Das oberste Mutterunternehmen der BCA-Unternehmensgruppe ist die Constellation Automotive Group Limited, Hook / Großbritannien, die von der Constellation Automotive Holdings Limited, Hook / Großbritannien, gehalten wird. Diese wiederum wird von TDR Capital LLP, London / Großbritannien gehalten. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDa die BCA Autoauktionen vornehmlich auf dem europäischen Gebrauchtwagenmarkt als Dienstleister auftritt, hat die wirtschaftliche Entwicklung der Automobilbranche in Zentraleuropa und insbesondere in Deutschland maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Grundsätzlich lässt sich der Automobilmarkt in Neuzulassungen und Besitzumschreibungen unterscheiden. Der Neuwagenmarkt ist in hohem Maße von so genannten gewerblichen Zulassungen geprägt (zu diesen gehören "Unternehmen", "KfZ-Handel", "Autobauer" und "Vermieter"), d.h. diese beflügeln den Markt und sorgen für eine regelmäßige Erneuerung des Fahrzeugbestandes. Hinter dem Automobilmarkt liegen zwei aufreibende Jahre. Die Lieferschwierigkeiten von wichtigen Bauteilen durch Corona und später durch den Ukraine-Krieg haben die Wartezeiten für Neuwagen in die Höhe schnellen lassen. Viele Käufer, darunter auch Unternehmen, sind deshalb auf den Gebrauchtwagenmarkt ausgewichen. Das führte auch hier dazu, dass der Markt stellenweise wie leergefegt war - und die Preise in bisher ungeahnte Höhen katapultiert wurden. Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Markt für Personenkraftwagen (Pkw) 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 % weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um rund 29 % reduziert. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 % zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 %), Spanien (-5 %) und in Frankreich (-8 %). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 %. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 % auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Trotz des starken Jahresendspurts konnten lag die Gesamtzahl der neuzugelassenen Pkws unter dem Vorjahr. 7 Hintergrund der geringeren Anzahl an Neuzulassungen ist vor allem die Lieferproblematik in der Halbleiter- und Chipkrise und bei weiteren Vorprodukten, die im Jahr 2022 zu einer geringen Auslastung der Autofabriken geführt hat. Europas Autofabriken produzierten im vergangenen Jahr im Schnitt nur 58 % ihrer möglichen Kapazität, wie Berechnungen des Beratungsunternehmens Inovev ergeben haben. Potenziell wäre in den Fabriken die Fertigung von 23,15 Millionen Einheiten möglich. 8 In Deutschland wurden in den Jahren 2021 und 2022 die meisten Pkw in Europa produziert. Im Jahr 2022 waren dies rund 3,5 Millionen Fahrzeuge. 9 Im Jahr 2022 gingen mit rund 3,6 Mio. Fahrzeugen die Neuzulassungen in Deutschland um -0,6 % zurück. Von der Gesamtzahl an Neuzulassungen entfallen 2,7 Mio. Fahrzeuge auf Pkw. Die Pkw wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Neuzulassungen von +1,1 % auf. Von den neuzugelassenen Pkw waren 1,3 Mio. Pkw, und somit erstmals knapp die Hälfte, mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. 10 Im Dezember 2022 wurden so viele Pkws erstmals zugelassen (insgesamt 104.325), die mit reinem Elektroantrieb unterwegs sind, wie noch nie zuvor in einem Monat. Bezogen auf die gesamten Monatszulassungen entspricht das einem Anteil von 33,2 %. Unter Berücksichtigung von Plug-in-Hybriden lag der Anteil sogar bei über 55 %. Zum Vergleich: im Januar 2022 lag die Zahl der Elektroauto-Neuzulassungen noch bei 20.892. 11 In 2022 verringerten sich in Deutschland die Besitzumschreibungen bei den Pkw um -15,8 % auf 5,6 Mio. Im Durchschnitt waren die Pkw dabei 10,2 Jahre alt. 92,9 % aller Pkw, die im Jahr 2022 den Halter wechselten, hatten einen Benzin- oder Dieselantrieb. Insgesamt 69.594 Elektro-Pkw (BEV) wurden umgeschrieben, damit hat sich diese Zahl im Vergleich zum Jahr 2021 mit +46,6 % fast verdoppelt. 12 Die Besitzumschreibungen in 2022 entfielen mit rund 38 % auf den Markenhandel, mit rund 36 % auf den Privatmarkt und mit rund 26 % auf den freien Handel. 13 Wie bereits erwähnt nahm das Angebot an Fahrzeugen durch die Lieferschwierigkeiten und durch die geringere Produktion ab. Durch das geringe Angebot und die hohe Nachfrage haben sich die Neu- und Gebrauchtwagen enorm verteuert. Zum Vergleich: vor Corona im Jahr 2019 wurden noch 44 % aller Gebrauchtwagen im Preissegment bis EUR 10.000 gehandelt. Zwischen EUR 10.000 und 17.500 waren es 32 %. Die verbleibenden 24 % und damit jeder vierte Gebrauchtwagen kostete mehr als EUR 17.500. In 2022 war die Situation umgekehrt: unter EUR 10.000 wurden nur noch 23 % aller Gebrauchtwagen gehandelt. Zwischen EUR 10.000 und 17.500 waren es fast wie vor Corona 31 %. Und in den Bereich über EUR 17.500 fielen 46 % aller Gebrauchtwagen. Daraus erklärt sich auch, dass der Durchschnittspreis für Gebrauchtfahrzeuge deutlich gestiegen ist. Er lag 2022 bei EUR 18.800. Das ist (nicht-inflationsbereinigt) das Doppelte von 2013. Bei den Neuwagen lag 2022 der durchschnittliche Anschaffungspreis, den ein privater Endverbraucher beim Neuwagenkauf bezahlte, bei EUR 42.790. Das ist ebenfalls ein Allzeithoch. 14 Doch hier könnte allmählich der Höchststand erreicht sein. So ist beobachtbar, dass der Verkauf nicht mehr so schnell vonstattengeht und die Standzeiten der Gebrauchtwagen ansteigen. Energiekrise und Inflation sorgen dafür, dass die Menschen weniger Geld für neue Autos zur Verfügung haben. Der Kauf eines Gebrauchtwagens steht daher nicht immer an erster Stelle. Dass die Preise nun stark fallen, ist dennoch nicht zu erwarten. Dafür ist das Angebot an Gebrauchtwagen gerade im Bereich der bis dreijährigen Gebrauchten zu knapp. Vielmehr wird eine Stagnation erwartet, allenfalls ein sehr leichter Rückgang der Preise. 15 Die Auswirkungen der Lieferengpässe im Neuwagensektor könnten auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch das ganze Jahr 2023 zu spüren sein. 16 Die Lieferengpässe bei Halbleitern und Vorprodukten haben sich etwas entspannt, so dass sich die Lieferfähigkeit der Industrie im Jahresverlauf weiter verbessern wird. Damit dürfte mit der steigenden Verfügbarkeit von Neuwagen auch deren Lieferzeiten sinken. Unklar ist aber, wie groß die Nachfrage von Unternehmen und Privatleuten dann noch ist, da durch die schwächelnde Konjunktur Unternehmen und Privatleute bei Neuwagenbestellungen zurückhaltend sind. 17 3. WirtschaftsberichtDie folgenden Ausführungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr der Gesellschaft vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die die BCA Autoauktionen verwendet, sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor der Ergebnisabführung. Die Vorjahresprognose, die rund 70.000 auktionierte Fahrzeuge, einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse sowie ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von € 4,8 Mio. bis € 5,2 Mio. vorsah, wurde insgesamt nicht erreicht. Die Anzahl der prognostizierten Fahrzeuge wurde mit rund 63.300 Fahrzeuge deutlich verfehlt. Daraus resultierte ein Rückgang der Umsatzerlöse um € 3,9 Mio. (-7,6 %) und auch das Ergebnis vor Ergebnisabführung lag mit € 1,5 Mio. um € 3,3 bis 3,7 Mio. hinter der Prognose. Details hierzu werden in den Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. 3.1 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2022/23 betrug die Bilanzsumme € 49,8 Mio. Damit lag sie um € 4,9 Mio. bzw. 8,9 % unter dem Vorjahr. Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr 2022/23 um € 2,3 Mio. auf € 8,4 Mio. zurückgegangen (Vorjahr € 10,7 Mio.) und macht rund 16,9 % (Vorjahr 19,6 %) der Bilanzsumme aus. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 1,7 Mio.) getätigt. Die Abgänge von € 5,6 Mio., bemessen mit den historischen Anschaffungskosten, resultieren hauptsächlich aus der Schließung des Standortes Groß-Gerau und des damit verbundenen Abgangs von Bauten auf fremden Grundstücken und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus der Schließung und dem Abgang ergeben sich außerplanmäßige Abschreibungen von € 1,4 Mio. Die Gebäude des Auktionszentrums Neuss und der damaligen Verwaltung wurden im Jahre 2004 als Sacheinlage der ZABATUS Grundstücksvermietungs-Gesellschaft mbH & Co. Objekt BCA Neuss KG, Düsseldorf, zugeführt. Dieser gegenüber halten wir weiterhin eine Beteiligung am Kommanditkapital in Höhe von 94,0 %, die als Finanzanlage in der Bilanz ausgewiesen wird. Die Finanzanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,8 Mio. vermindert. Grund dafür ist eine Entnahme und Rückzahlung aus den Rücklagen der ZABATUS. Der Anstieg der Vorräte um € 0,8 Mio. ergibt sich aus einem deutlich höheren Bestand an Fahrzeugen, die aus die aus kulanz- und prozesstechnischen Gründen kurzzeitig in den eigenen Bestand übernommen wurden. Die Fahrzeuge werden sobald wie möglich neuen Auktionen wieder zugeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,0 % von € 19,6 Mio. auf € 19,2 Mio. zurückgegangen. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt leicht um 3,3 % von € 15,7 Mio. auf € 15,2 Mio. reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von € 14,6 Mio. auf € 9,2 Mio. gesunken. Der Grund hierfür liegt in der Rückführung von Darlehen im Geschäftsjahr 2022/23. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um € 1,2 Mio. oder 25,0 % auf € 3,9 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.) resultiert insbesondere aus geringeren Umsatzsteuerforderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) lagen mit € 7,4 Mio. um € 3,9 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 3,5 Mio., was im Wesentlichen auf Zahlungseingänge kurz vor dem Bilanzstichtag zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote liegt bedingt durch die geringere Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr bei 21,3 % (Vorjahr 19,4 %). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der BCA Auctions GmbH ist das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr mit € 10,6 Mio. unverändert. Die sonstigen Rückstellungen nahmen um € 0,6 Mio. oder 9,3 % auf € 5,8 Mio. ab. Dabei haben sich die Rückstellungen für Rabatt-Vereinbarungen um rund € 0,2 Mio. erhöht, während sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 0,5 Mio.), Personalrückstellungen (€ 0,2 Mio.) und die Rückbauverpflichtung durch die Schließung des Standortes Groß-Gerau (€ 0,1 Mio.) reduziert haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern beinhalten neben den Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, wie im Vorjahr, die Ergebnisabführung des Geschäftsjahres. Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern ist im Wesentlichen auf das geringere abzuführende Ergebnis des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit € 15,0 Mio nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben (€ 15,0 Mio). Sie beinhalten neben Darlehensverbindlichkeiten (€ 4,0 Mio., Vorjahr € 2,0 Mio.) auch Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (€ 11,0 Mio., Vorjahr € 13,1 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit € 1,1 Mio. unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (€ 1,1 Mio). Sie beinhalten neben den noch nicht abgeführten Lohn- und Kirchensteuern vor allem Verbindlichkeiten aus Überzahlungen von Kunden, sowie vorübergehende, umsatzsteuerliche Einbehalte aus dem Export-Geschäft. Unter Berücksichtigung der dargestellten Entwicklung wird die Vermögenslage der Gesellschaft durch die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der allgemein schwierigen Marktsituation im Geschäftsjahr 2022/23 als zufriedenstellend beurteilt. 3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich zum 31. März 2023 auf € -3,1 Mio. und ist damit negativ (Vorjahr € +3,9 Mio.). Die Veränderung ist maßgeblich durch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, verursacht. Es besteht zudem ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit € -0,5 Mio. (Vorjahr € -1,5 Mio.), der sich aus höheren Investitionen im Vergleich zu erzielten Verkaufserlösen aus Anlagenabgängen ergibt. Der mit € 7,5 Mio. (Vorjahr € -0,9 Mio) positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Darlehenstilgungen von verbundenen Unternehmen und die Aufnahme von Darlehen bei verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Eine externe Finanzierung wird nicht benötigt. Die liquiden Mittel sind somit im Stichtagsvergleich von € 3,5 Mio. auf € 7,4 Mio. angestiegen. Insgesamt erfüllt die Gesellschaft die weiter bestehende Konzernvorgabe, das Tagesgeschäft mit einem relativ niedrigen Geldbestand abzuwickeln. Es stehen weiterhin durchgehend und ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Im Übrigen kann die Gesellschaft zur Finanzierung auf den Konzern zurückgreifen. Hinweise darauf, dass eine Finanzierung über den Konzern nicht gewährleistet werden kann, liegen nicht vor. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/23 haben sich die Umsatzerlöse von € 51,5 Mio. um € 3,9 Mio. oder 7,6 % auf € 47,6 Mio. vermindert. Dabei wurden mit 63.287 Fahrzeugen rund 22,2 % weniger Fahrzeuge durch BCA Autoauktionen vermarktet als im Vorjahreszeitraum (81.299 Fahrzeuge) und rund 9,6 % weniger als im Vorjahr prognostiziert (70.000 Fahrzeuge). Ein wesentlicher Grund für die geringere Vermarktung gegenüber Vorjahr und Planung ist das geringere Angebot an verfügbaren Gebrauchtfahrzeugen, das insbesondere durch die andauernde Krise in der Automobilindustrie, bedingt durch Engpässe bei Halbleitern und des kriegsbedingten Energiekostenanstiegs, verursacht ist. Da die Gebrauchtwagenpreise im Vergleich zu 2021/22 auf hohem Niveau nahezu stabil geblieben sind, konnte der Rückgang an verkauften Fahrzeugen nicht wie im Vorjahr nicht durch höhere Verkaufserlöse kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Eigenversteuerung von Firmenfahrzeugen sowie Versicherungsentschädigungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um € 0,5 Mio. ist fast ausschließlich auf um € 0,6 Mio. höhere Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich vor allem sonstige periodenfremde Erträge um € 0,1 Mio. vermindert. Der Materialaufwand betrifft die bezogenen Leistungen, die im Rahmen der Erbringung unserer Dienstleistung anfallen. Der Anstieg um € 1,1 Mio. auf € 18,3 Mio. - trotz rückläufiger Verkaufs- und Umsatzzahlen - lässt sich auf diverse Faktoren zurückführen. Zum einen hat sich hier das allgemein höhere Preisniveau bemerkbar gemacht. Viele unserer Dienstleister haben aufgrund der erhöhten Energiekosten sowie der allgemeinen Inflationsauswirkungen ihre Preise erhöht. Zum anderen sind gerade im Transportbereich die Preise immens gestiegen. Für die höheren Frachtraten auf der Straße gibt es vor allem zwei Gründe. Die gestiegenen Kraftstoffkosten und der erhebliche Mangel an Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern, der sowohl zu höheren Lohnkosten als auch zu Laderaumknappheit führte. 18 Darüber hinaus zeigt sich im Materialaufwand der Effekt von zwei strategischen Outsourcing-Maßnahmen, die vor dem Hintergrund einer flexibleren Ausrichtung getroffen wurden. Aufgrund der Schließung des Standortes in Groß-Gerau wurden externe Lagerkapazitäten und Fahrzeugdienstleistungen eingekauft. Zudem wurde das Dokumentenhandling, das vormals mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt wurde, zur Mitte des Geschäftsjahres an einen externen Dienstleister übertragen. Die Kosten für diese Bereiche waren in der Vergangenheit im Wesentlichen den Fixkosten (Personalaufwand) zuzuordnen und sind nun variable Kosten (Materialaufwand). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist dadurch im vergangenen Geschäftsjahr von 33,3 % auf 38,4 % angestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,2 Mio. bzw. 7,9 % auf € 13,9 Mio. vermindert. Dabei wurden vorgenommene Gehaltsanpassungen und Auszahlungen von Inflationsausgleichsprämien durch die Einsparungen, der in Verbindung mit Outsourcing und Digitalisierung durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, überkompensiert. Die Aufwendungen für Bonuszahlungen lagen unter Vorjahresniveau. Der Anstieg der Abschreibungen ist auf die Schließung des Standortes Groß-Gerau zurückzuführen. Bedingt durch die Schließung sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 1,4 Mio. angefallen. Ohne außerplanmäßige Abschreibungen lägen die Abschreibungen auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von € 14,2 Mio. um € 1,7 Mio. oder 11,9 % auf € 12,5 Mio. vermindert. Trotz höherer Aufwendungen für Fahrzeugkosten, deren Anstieg sich aus dem Wegfall der Corona-Beschränkungen ergibt, sowie höherer Rechts- und Beratungskosten, insbesondere im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung, nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich ab. Dies ist im Wesentlichen Folge der Schließung des Standortes Groß-Gerau und der damit geringeren Aufwendungen für Mietaufwendungen, Reparaturen, Marketing und Bürobedarf. Darüber hinaus fallen aufgrund des Outsourcing des Dokumentenhandlings geringere Kurierkosten an, da der Dokumentenversand an einen externen Dienstleister übertragen wurde. Allerdings führt der Bezug zu höheren bezogenen Leistungen (Materialaufwendungen). Ein Gesellschafterwechsel bzw. Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns haben auf Ebene der BCA Autoauktionen die Zahlung von Grunderwerbsteuern ausgelöst. Aus diesem Grund sind die sonstigen Steuern um € 0,4 Mio höher als im Vorjahr. Der Gewinn vor Ergebnisabführung hat sich aufgrund der beschriebenen Entwicklungen um € 3,6 Mio. von € 5,1 Mio. auf € 1,5 Mio. verringert. Das Ergebnis wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die BCA Auctions GmbH, Neuss, abgeführt. Die Geschäftsführung ist insgesamt mit der Entwicklung der BCA Autoauktionen unter den gegebenen Rahmenbedingungen zufrieden, da trotz der Lieferengpässe bei der Neuwagenproduktion und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt, die sich für die Firma hauptsächlich in einem Rückgang der verkauften Fahrzeuge um 22,2 % darstellt, ein positives Ergebnis erzielt werden konnte. 4. PersonalDer Erfolg der BCA Autoauktionen ist ganz wesentlich vom Know-how und der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter abhängig. Die Anzahl der Mitarbeiter (inklusive Auszubildende, Mitarbeiter in Elternzeit und Aushilfen) betrug zum 31. März 2023 insgesamt 199 und bewegt sich damit um 18,4 % unter dem Vorjahresniveau (244). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl für das Geschäftsjahr 2022/23 lag mit 220 Mitarbeitern (inklusive Geschäftsführer, Auszubildende und Mitarbeitern in Elternzeit) um 44 Mitarbeiter ebenfalls unter der Anzahl an Mitarbeitern im Vergleichszeitraum des Vorjahres (263). Der Personalabbau resultiert hauptsächlich aus der Schließung des Standortes Groß-Gerau und der Auslagerung der Dokumentenverwaltung. Zudem sind Stellen durch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung weggefallen. Die Unternehmensorganisation musste entsprechend der neuen Situation angepasst werden. Unser Ziel ist es, in den einzelnen Bereichen eine klare Fokussierung auf die Kernaufgaben zu ermöglichen. Daher werden bestehende Verantwortlichkeiten und Aufgaben der Abteilungen regelmäßig hinterfragt und gegebenenfalls verändert. Im vergangenen Geschäftsjahr lag daher ein besonderer Fokus auf dem Thema "Führungskräfte", da sie für den Aus- und Umbau der Organisation von besonderer Bedeutung sind. Durch verschiedene Maßnahmen konnten wir die Führungskompetenz unseres Führungsteams noch weiter fördern. Vor allem die Kommunikation mit unseren Mitarbeitern ist uns wichtig. Die allgemeine Lage in Deutschland und der Wirtschaft, die Krise der Automobilwirtschaft und die Veränderungen bei BCA schürte Ängste in der Belegschaft. In dieser Situation war eine ehrliche und transparente Kommunikation unerlässlich. So standen das Management und die Führungskräfte in einem ständigen Austausch mit den Mitarbeitern und informierten diese über die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs, die Aussichten und die geplanten Maßnahmen, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen entsprechend zu begegnen. 5. UmweltschutzUm negative Umweltauswirkungen zu minimieren und die Umwelt zu schützen, sind ein ganzheitlicher Ansatz und stetige Kontrollen nötig. Unser Ziel ist es, schädliche Auswirkungen auf die Umwelt weitestmöglich zu vermeiden. So kommen in den Niederlassungen für die Abwasseraufbereitung im Rahmen der Fahrzeugwäschen laufend von Experten überwachte Aufbereitungsanlagen zum Einsatz, die die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. In Neuss wurde im Jahr 2020 eine neue Waschstraße in Betrieb genommen, die dem neuesten Stand der Technik entsprach. Darüber hinaus führen wir alle Materialien wie Reifen, Batterien, Papier, Pappe, Kunststoff, Metall und Glas dem Recycling zu. Um dem Bereich Umweltschutz in Zukunft noch mehr Gewicht zu verleihen, haben wir einen Beauftragten für Umweltschutzmanagement sowie einen Beauftragten für Energiemanagement ernannt. Für das Kalenderjahr 2023 ist geplant sich in den Bereichen Umweltschutzmanagement (ISO 14001) und Energiemanagement (ISO 50001) nach ISO zertifizieren zu lassen. Besondere Umweltrisiken sind der Gesellschaft derzeit nicht bekannt. 6. RisikoberichtDie Überwachung und Kontrolle des laufenden Geschäfts ist einem umfassend organisierten Controlling übertragen, dessen Berichterstattung unmittelbar an die deutsche Geschäftsleitung, das European Finance Team und die Muttergesellschaft in Großbritannien erfolgt. Regelmäßige Berichte erfolgen wöchentlich, monatlich und quartalsweise, wobei jeweils sowohl mit den Budgetzahlen als auch mit den Entwicklungen der Vorjahre und der Vormonate verglichen wird. Darüber hinaus erfolgt eine Früherkennung zukünftiger Risiken anhand geeigneter Controlling-Instrumente wie beispielweise der Erstellung regelmäßiger Forecasts und die Überwachung von betriebsspezifischen, gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Frühindikatoren. Grundsätze und Verantwortlichkeiten sind zum einen in konzernweit gültigen Richtlinien geregelt, zum anderen gibt es auch für die BCA in Deutschland dokumentierte Richtlinien und Prozessbeschreibungen. Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Richtlinien und Systeme berücksichtigen wir neue Erkenntnisse und wollen uns dabei stetig verbessern. Unser Risikomanagement folgt somit einem ganzheitlichen, integrativen Ansatz zum systematischen Umgang mit Risiken. Für den Bereich "Planung, Organisation und Durchführung physischer und digitaler Fahrzeugauktionen (B2B)" der BCA Autoauktionen wurde im Januar 2022 ein Überwachungsaudit nach der DIN EN ISO 9001:2015 durchgeführt, das erfolgreich bestanden wurde. Die Gewährleistung der fachlichen Qualifikation unserer Mitarbeiter erfolgt durch das BCA-Personalführungssystem, mit dem neben entsprechenden internen Schulungen eine Leistungs- und Zielerreichungskontrolle verbunden ist. Ein weiteres Instrument im Hinblick auf den Umgang mit Risiken und entsprechende Maßnahmen im Eintrittsfall ist unser Business Contingency Plan. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass der Notfallplan sehr gut funktioniert und beispielsweise alle Mitarbeiter, die nicht an den Standorten benötigt wurden, ohne wesentliche Beeinträchtigung innerhalb von zwei Tagen von zu Hause aus arbeiten konnten. Der Notfallplan hatte sich schon beim Brand des Verwaltungsgebäudes vor vier Jahren bewährt, wurde durch die Pandemie aber noch einmal bestätigt. Nachfolgend werden die Risiken in absteigender Reihenfolge beschrieben, die einen erheblichen Einfluss auf die geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft haben könnten. In den beiden Vorjahren war die Automobilbranche stark von den Lieferkettenproblemen geprägt, was einen deutlichen Einfluss auch auf den Gebrauchtwagenmarkt hatte, da die Anzahl an verfügbaren Gebrauchtfahrzeugen im Markt stark rückläufig war. Zwar lösten sich die Lieferketten-Probleme aus der Pandemie immer weiter auf, doch aufgrund der hohen Nachfrage auch aus anderen Branchen bleibt insbesondere der Halbleiter- und Chipmangel weiter ein Problem. 19 Das Risiko, das wir sehen ist, dass durch abnehmende Fahrzeugzahlen wahrscheinlich auch geringere Umsatzerlöse erzielt werden, die, bei einem relativ konstanten Kostenblock, Auswirkungen auf Marge und Jahresergebnis haben könnten. Im Hinblick auf unsere Marktposition sehen wir uns mit einem zunehmenden Wettbewerb konfrontiert, da immer wieder neue Marktteilnehmer hinzukommen, welche in Bezug auf Marktanteile ein Risiko für BCA darstellen (Verdrängungswettbewerb). Unsere Unternehmensstrategie bzw. unsere strategischen Initiativen zielen letzten Endes darauf ab, die Position von BCA auf den relevanten Märkten zu stärken und langfristig unsere Marktanteile zu steigern. Hierunter fällt auch das Bestreben, die Zufriedenheit unserer Kunden langfristig zu erhöhen, da der Verlust von Kunden in letzter Instanz ebenfalls ein unternehmerisches Risiko darstellt. Grundsätzlich bestehen auf Grund der Struktur der Einlieferer Abhängigkeitsrisiken. Da rund zwei Drittel der verkauften Fahrzeuge von weniger als zehn Einlieferern stammen, ergibt sich eine gewisse Abhängigkeit von diesen. Aufgrund der langjährigen Beziehungen mit diesen Einlieferern und der kontinuierlichen Kontaktpflege, sehen wir jedoch keine Anzeichen für die Beendigung der Geschäftsbeziehungen mit einem der großen Einlieferer. Zudem bestehen mit den großen Einlieferern langfristige Verträge. Auch für die Zukunft sehen wir derzeit keine akuten Risiken in unserer Einlieferer-Struktur, da sich viele der Geschäftspartner um eine Intensivierung der Geschäftsbeziehungen bemühen. Darüber hinaus werden die Risiken durch das interne Controlling- und Risikofrüherkennungssystem laufend überwacht. Durch geeignete Maßnahmen soll den sich ergebenden Risiken zeitnah gegengesteuert werden. Die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarkts in Deutschland im Jahr 2022 und ein Ausblick auf 2023 zeigen, dass der Markt weiterhin dynamisch und wandelbar ist. Die steigende Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen, insbesondere im Bereich der Elektromobilität, bietet jedoch auch Chancen für Wachstum und Innovation. Gleichzeitig sind hierbei Investitionen in Fachkräfte und Technologie notwendig, um den Anforderungen einer sich ständig verändernden Branche gerecht zu werden. 20 Hier sehen wir vor allen Dingen Herausforderungen im Bereich der Fachkräfte auf uns zukommen, denn es ist äußerst schwierig geworden, geeignetes Personal zu finden. Den Hauptrisiken im finanziellen Bereich wird durch eine wöchentliche Liquiditätsplanung begegnet. Forderungsausfällen wird durch ein ausgeprägtes Forderungsmanagementsystem, sowie einem straffen Forderungs- und Mahnwesen entgegengewirkt. Die Ausfallquote liegt trotz der schwierigen Situation für alle Marktteilnehmer wie im Vorjahr auf einem sehr niedrigen Niveau. Konkrete Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden, wie etwa die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen oder Rückstellungen für Risiken, sind derzeit nicht absehbar bzw. notwendig. Unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch im Bereich der Informationstechnologie sind Risiken, die zu erheblichen Störungen der betrieblichen Abläufe führen können. Dagegen schützt sich die BCA Autoauktionen durch Verfahrensanweisungen, die den Zugriff auf Informationen und den Umgang mit Informationen für Mitarbeiter verbindlich vorgeben. Darüber hinaus kommen technische Maßnahmen wie Virenscanner und Firewall-Systeme zum Einsatz. Die BCA Autoauktionen wird in allen Datenschutzfragen von einem externen Datenschutzbeauftragen unterstützt. Mögliche Risiken aus dem Steuer-, EU- und Zivilrecht sowie Arbeits- und Umweltschutzrisiken sichern wir mit einer umfassenden rechtlichen Beratung durch interne und externe Experten ab. Zudem hat die Digitalisierung den Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland erfasst. Im Jahr 2022 nahm der Online-Handel mit gebrauchten Fahrzeugen deutlich zu, wobei Plattformen und Apps den Verkaufsprozess vereinfachten und die Transparenz für Verbraucher erhöhten. Verbraucher können bequem von zu Hause aus nach Gebrauchtwagen suchen, Preise vergleichen und den Kaufprozess online abschließen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich auch im Jahr 2023 anhalten und den Gebrauchtwagenhandel weiter transformieren. Allerdings werden auch stationäre Händler ihre Präsenz beibehalten, wenn sie es schaffen, das Vertrauen der Kunden durch ehrliche Beratung und faire Serviceleistungen zu stärken. 21 Aufgrund der bereits durchgeführten und geplanten Digitalisierungs- und Automatisierungsinitiativen sehen wir uns hier gut aufgestellt, den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Für mögliche Schadensfälle, wie z.B. Feuer- oder Sturmschäden, haben wir Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass die finanziellen Risiken begrenzt werden. Der Versicherungsschutz wird in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls in seinem Deckungsumfang angepasst. Mit Ausnahme der durch die Corona-Pandemie gestiegen Gesundheitsrisiken und den damit verbundenen Einschnitten, Auflagen und der allgemeinen Marktsituation hat sich die Risikolandschaft der Gesellschaft nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Auch der Angriff Russlands auf die Ukraine hat zu keinen anderen bzw. erhöhten Risiken geführt, mit der Ausnahme von steigenden Preisen, insbesondere für den Energiebereich. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab. 7. ChancenberichtTrotz der allgemeinen Marktlage und der Unsicherheiten, die sich daraus ergeben, sieht die Geschäftsführung verschiedene Chancen, um die Gesellschaft weiter zu entwickeln und um langfristig erfolgreich zu bleiben. Diese werden nachfolgend beschrieben, wobei die Wertigkeit der Chancen gleich ist. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir das Unternehmen flexibler aufstellen müssen, um auf Marktveränderungen schnell reagieren zu können. Daher haben wir im Geschäftsjahr 2022/23 den Fokus auf die Optimierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe gelegt. Unser Ziel ist es, den Vermarktungsprozess schlank, einfach, schnell und flexibel zu gestalten. Vor allem durch die Einführung von OneAIS, einem verbesserten Auktionssystems, werden wir in Zukunft weitere, diverse Verbesserungen im Vermarktungsprozess erreichen und somit Effizienz und Qualität steigern. Auch für unsere Käufer investieren wir. Die bestehenden Verkaufssysteme werden modernisiert und weiterentwickelt, um die bestehende "Customer Journey" weiter zu verbessern. Unsere Auktionsplattform wird dafür angepasst, um dem Kunden mehr Funktionalität und Service zu bieten. Neben einer verbesserten Auktionsplattform wird darüber hinaus an einem Customer Self-Service Portal gearbeitet. Damit unsere Käufer auch zukünftig auf ein breites Angebot zurückgreifen können, fokussieren wir uns angesichts der Verbreitung des Agenturmodells als zukunftsfähiges Vertriebsmodell für Automobilhersteller und Händler darauf, mittels Einwerbens von OEM als Einlieferer bzw. der Verlängerung von längerfristigen Verträgen, mittel- und langfristig eine hohe Anzahl an Remarketing-Fahrzeugen aus diesen Kanälen sicherzustellen. Generelles Ziel ist es, das Vertrauen der Kundschaft in die verschiedenen Auktionsformate und Vermarktungskompetenz der BCA weiter zu stärken und unsere Qualität kontinuierlich zu verbessern, um weitere Wachstumspotentiale zu generieren. 8. PrognoseberichtFür die deutsche Autoindustrie zeichnet sich ein weiteres schwieriges Jahr ab. Der Branchenverband VDA rechnet für 2023 mit rund 2,7 Mio. Neuzulassungen in Deutschland. Das wären rund zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr, aber weiterhin ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Zwar lösten sich die Lieferketten-Probleme aus der Pandemie immer weiter auf, doch aufgrund der hohen Nachfrage auch aus anderen Branchen bleibe insbesondere der Halbleiter- und Chipmangel weiter ein Problem. 22 Da weiterhin zu wenig Neufahrzeuge in den Bestand fließen und die Menschen ihre Fahrzeuge länger halten, wird auch das Angebot im Gebrauchtwagenbereich gering bleiben. Aber die Mobilität mit dem eigenen Pkw bleibt essenziell wichtig. Hinzu kommt, dass viele Berufe mittlerweile "remote" durchgeführt werden können und der Ausbau des ÖPNV und der Wohnungsbau in den Städten nicht voran kommt. In den Städten steigen teilweise die Mieten und Nebenkosten schneller als das verfügbare Einkommen. Die Überlegung daher, eher günstiger zu wohnen und dafür aber mobil zu bleiben, ist und bleibt eine Option - vor allem für Familien. Daher ist ein gewisses Anziehen des Gebrauchtwagenmarktes nicht unwahrscheinlich. Bei den sehr hohen Listenneupreisen ist für viele Menschen Mobilität nur mit günstigeren Gebrauchtwagen erschwinglich. Daher rechnen wir 2023 mit 6,2 Mio. Besitzumschreibungen. 23 Da - wie bereits beschrieben - der Gebrauchtwagenmarkt stark von den Entwicklungen im Neuwagengeschäft abhängig ist, gehen wir davon aus, dass im Geschäftsjahr 2023/24 mit einem steigenden Volumen an auktionierten Fahrzeugen zu rechnen ist. Die Verkaufspreise werden den Prognosen nach ebenfalls stagnieren bzw. leicht zurückgehen. Eine seriöse Prognose ist jedoch unmöglich, da sich die Bedingungen für den Fahrzeugverkauf und die Produktion vollständig und dramatisch geändert haben. Die ursprünglichen Ziele gemäß des 3-Jahres-Planes für das Geschäftsjahr 2023/24 wurden aufgrund der allgemeinen Marktlage nach unten korrigiert. Es bleibt abzuwarten, ob die allgemeine Situation in der Automobilindustrie generell zu einem nachhaltig reduzierten Niveau von Besitzumschreibungen in den Folgejahren führen wird. Vorhersagen hierzu können derzeit nicht verlässlich getroffen werden. Ausgangspunkt für den Prognosebericht ist der Zeitraum vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023. In diesem Zeitraum wurden Umsatzerlöse von € 47,6 Mio. und ein Gewinn vor Ergebnisabführung von € 1,5 Mio. erzielt. Die Vorjahresprognose, die von einem geringeren Remarketing-Volumen bei Gebrauchtwagen ausgegangen ist, hat sich bestätigt. Trotz eines geringeren Umsatzes und einem Rückgang der auktionierten Fahrzeuge auf ca. 63.300 Fahrzeuge hat sich das Ergebnis aufgrund der bereits oben aufgeführten Gründe dennoch zufriedenstellend entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwartet die Gesellschaft trotz der angepassten Ziele im Zusammenhang mit der andauernden Krise und deren Auswirkungen auf die Automobilbranche einen höheren Umsatz bei rund 82.500 auktionierten Fahrzeugen, was einer Steigerung von 30,3 % an auktionierten Fahrzeugen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23 entspricht. Dies ist vor allem auf einen neu geschlossenen Vertrag mit einem namenhaften Einlieferer zurückzuführen, der bestimmte Verkaufsvolumen ab Mitte des Geschäftsjahres vorsieht. Gleichwohl wird mit einer Stagnation bzw. Rückgang der durchschnittlich erzielbaren Fahrzeugerlöse gerechnet, was sich negativ auf den Anstieg der Umsatzerlöse auswirken könnte. Daher wird insgesamt nur mit leicht höheren Umsatzerlösen als im Geschäftsjahr 2022/23 gerechnet. Aufgrund der nachhaltig hohen Fahrzeugpreise, die sich jedoch im Verlauf des kommenden Geschäftsjahres rückläufig entwickeln könnten, wird ein Gewinn vor Ergebnisabführung deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23 erwartet. Wir gehen nach aktuellen Planzahlen von einem Ergebnis vor Ergebnisabführung zwischen € 5,4 und € 5,9 Mio. aus. Bei den Prognosen wurden alle Ereignisse und Entwicklungen, die bis zum Aufstellungszeitpunkt eingetroffen sind, verarbeitet. Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Neuss, den 31. Juli 2023 BCA Autoauktionen GmbH Die Geschäftsführung David Banks James Mullins Philipp Berg
1 Hinweis: Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der
Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d)
verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten
gleichermaßen für alle Geschlechter.
Bilanz zum 31. März 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum JahresabschlussDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 und 4 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die BCA Autoauktionen GmbH ist ein Auktionshaus, in dem gebrauchte Fahrzeuge ver- und ersteigert werden. Die Gesellschaft versteigert Fahrzeuge im fremden Namen und auf eigene Rechnung. Mit dem Zuschlag bilanziert die BCA Autoauktionen GmbH eine Forderung gegen den Käufer und eine Verbindlichkeit gegenüber dem Einlieferer in Höhe des Gebotspreises zu- bzw. abzüglich Gebühren. Die BCA Autoauktionen GmbH erwirbt weder das rechtliche noch das wirtschaftliche Eigentum an den Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betreffen Einlieferungs-, Versteigerungs-, Ersteigerungs-, Stand- und Transportgebühren sowie sonstige Gebühren und sonstige Dienstleistungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt in Übereinstimmung mit dem BCA-Konzern am 1. April eines Jahres und endet am 31. März des Folgejahres. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter HRB 10190 eingetragen. Die Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewandt worden. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden pro rata temporis nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Software wird in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über eine Nutzungsdauer von 3 bis 6 Jahren und andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 20 Jahren abgeschrieben. Die angeschafften Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zu Nennwerten bilanziert. Ergänzend zum gesetzlichen Gliederungsschema der Bilanz gemäß § 266 HGB wird im Anlagevermögen der Posten "entgeltlich erworbene Software" ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter der Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes bei einer dauerhaften Wertminderung bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bzw. Barwerten bei unverzinslichen langfristigen Ansprüchen bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden unverändert zum Vorjahr mit 2 % berechnet. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital und die übrigen Eigenkapitalpositionen sind zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Niederst- bzw. Höchstwertprinzip beachtet. Nach der formalen Betrachtungsweise ist die BCA Europe GmbH, Neuss, als Organträgerin, alleinige Steuerschuldnerin - d. h. tatsächliche und latente Steuern der BCA Autoauktionen GmbH als Organgesellschaft sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen -, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Gesellschaft im Jahresabschluss der BCA Europe GmbH bei der Ermittlung von dort zu bilanzierenden latenten Steuern mit berücksichtigt. III. Angaben und Erläuterungen zur BilanzGliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist. Als Anschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die BCA Autoauktionen GmbH ist an der ZABATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BCA Neuss KG, Düsseldorf (im Folgenden "ZABATUS"), unverändert mit einem Kommanditanteil von 94 % beteiligt:
*) Die hier angegebenen Werte beziehen sich auf den vorläufigen Jahresabschluss zum 31.Dezember 2022 Die ZABATUS ist Eigentümer der Auktionshalle der BCA in Neuss. Der vorläufige Jahresüberschuss der ZABATUS beläuft sich für das Geschäftsjahr 2022 auf T€ 82 (Vorjahr T€ 82). Aufgrund von Rückzahlungen aus der Kapitalrücklage der ZABATUS haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um T€ 846 vermindert. Die Vorräte beinhalten insgesamt 96 Fahrzeuge (Vorjahr 42 Fahrzeuge), die aus kulanz- und prozesstechnischen Gründen kurzzeitig in den eigenen Bestand übernommen wurden. Die Fahrzeuge werden im neuen Geschäftsjahr in den Auktionen vermarktet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 8.902 (Vorjahr T€ 14.214) aus dem Finanzverkehr und in Höhe von T€ 281 (Vorjahr T€ 350) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Darlehen haben eine unbestimmte Laufzeit und sind damit grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig. Allerdings ist nach wirtschaftlicher Betrachtung die Laufzeit der Darlehen eher als mittelfristig (Restlaufzeit mehr als ein Jahr) anzusehen. Insoweit sind Forderungen von T€ 8.902 (Vorjahr T€ 14.214) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aber nicht mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren anzusehen. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 90 (Vorjahr T€ 153) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und beziehen sich auf Kautionen. Bis auf die Darlehen gegen verbundene Unternehmen sowie die Kautionen haben alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt insgesamt DM 500.000,00 (€ 255.645,94); es ist bislang noch nicht auf Euro umgestellt worden. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Aufwendungen (Urlaub, Berufsgenossenschaft, Bonus und Abfindungen) von T€ 1.559 (Vorjahr T€ 1.751), ausstehende Rechnungen von T€ 2.029 (Vorjahr T€ 2.489) sowie für Kommissionen von T€ 1.822 (Vorjahr T€ 1.644). Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter enthalten Verbindlichkeiten von T€ 1.523 aus der Ergebnisabführung (Vorjahr T€ 5.065) sowie Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 596 (Vorjahr T€ 684). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 11.002 (Vorjahr 13.080) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 3.982 (Vorjahr T€ 1.966) aus dem Finanzverkehr. Die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, jedoch nicht mehr als fünf Jahre. Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 29.380 (Vorjahr T€ 35.650) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsätze werden wie im Vorjahr durch Auktionen und Servicedienstleistungen im Rahmen der Auktionen zu 99 % (Vorjahr 98 %) in Deutschland erzielt. Die übrigen Umsätze werden vor allem in Österreich und Polen erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr T€ 625), die im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen resultieren. Erträge aus Währungsumrechnungen liegen im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr nicht vor. Der Personalaufwand enthält dieses Jahr keine von der Bundesagentur für Arbeit gezahlten Erstattungen für beantragte und genehmigte Kurzarbeit (Vorjahr T€ 41). Diese Zahlungen wurden im Vorjahr direkt aufwandsmindernd im Personalaufwand erfasst. Im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Groß-Gerau enthalten die Abschreibungen mit T€ 1.383 (Vorjahr T€ 0) außerplanmäßige Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 320 (Vorjahr T€ 582). Wie im Vorjahr liegen im Geschäftsjahr Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von weniger als T€ 1 vor. Die Erträge aus Beteiligungen (T€ 154, Vorjahr T€ 0) resultierten vollständig aus verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Steuern enthalten Grunderwerbsteuern in Höhe von T€ 447 (Vorjahr T€ 0), die durch einen Gesellschafterwechsel bzw. durch eine konzerninterne Reorganisation ausgelöst wurden. Auf Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn in Höhe von T€ 1.523 (Vorjahr T€ 5.065) an die BCA Auctions GmbH, Neuss, abgeführt. V. Ergänzende AngabenGeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Die wesentlichen Geschäfte mit verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse Gegenüber der Deutschen Bank hat die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr ein Bankkonto mit einem Guthaben von T€ 500 als Sicherheit (Pfandrecht) für einen Avalkredit der Deutschen Bank gegenüber einem Dritten verpfändet. Der Avalkredit beläuft sich zum Bilanzstichtag wie das Guthaben auf T€ 500. Die Gesellschaft rechnet derzeit und künftig angesichts der guten Vermögens- und Finanzlage der BCA Autoauktionen nicht mit einer Inanspruchnahme. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 6.902. Diese teilen sich wie folgt auf.
Die vorgenannten Verpflichtungen resultieren vor allem aus Mietverträgen für die Auktionszentren, langfristigen Serviceverträgen mit speziellen Dienstleistern, sowie aus sogenannten Operating-Lease Verträgen, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der der Verbesserung der Liquiditätssituation, in einer geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos sowie in der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäftsführung Folgende Personen waren im Berichtszeitraum als Geschäftsführer der Gesellschafter bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezogen hat. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 205 (Vorjahr 244). Davon entfallen mit 203 (Vorjahr 237) auf Gehalts- und Lohnempfänger und mit 2 (Vorjahr 7) auf Aushilfen. Abschlussprüferhonorar Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr resultiert aus Abschlussprüfungsleistungen (T€ 110). Konzernzugehörigkeit Die Constellation Automotive Holdings Limited, Hook / Großbritannien, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen und die Constellation Automotive Group Limited, Hook / Großbritannien, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Constellation Automotive Group Limited werden beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt und werden beim englischen Companies House unter der Nummer 12042162 hinterlegt. Der Konzernabschluss der Constellation Automotive Holdings Limited wird beim englischen Companies House unter der Nummer 13634625 hinterlegt. Der Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in Großbritannien anzuwenden sind, aufgestellt ("IFRS (UK)"). Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS (UK) und den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS ("IFRS (EU)") bestehen dabei nicht. Ergebnisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Neuss, den 31. Juli 2023 BCA Autoauktionen GmbH Die Geschäftsführung David Banks James Mullins Philipp Berg Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BCA Autoauktionen GmbH, Neuss Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BCA Autoauktionen GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BCA Autoauktionen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Ting Bracht, Wirtschaftsprüferin ppa. Stefan Wigge, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 23.01.2024 festgestellt. |
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