BPS Dienstleistungsgesellschaft mbHLiquidiert

66117 Saarbrücken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 8133
Vorher
BPS - Personaldienstleistungen GmbH
Eingetragen
10.3.1986
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Ausführung von Subunternehmertätigkeiten in Produktionsabläufen, Ausführung von Hilfstätigkeiten in Lagern, Bereitstellung von Staplertätigkeiten mit eigenem Fuhrpark, Verwaltung von Lagerbeständen und Restbeständen, Durchführung von Kommissionierungstätigkeiten, Regalservicetätigkeiten, Industrielle Reinigung von Versandboxen, Industriemontage, Arbeitnehmerüberlassung im gewerblichen Bereich, Arbeitnehmerüberlassung im kaufmännischen Bereich, Hausmeistertätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Holger Haßdenteufel
seit 27.7.2016
Prokura
Wolfgang Schorr
seit 22.10.2008
Prokura
Andrea Maria Schwenk
seit 22.10.2008
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH wurde am 23. Dezember 1985 gegründet und hat ihren Sitz in 66117 Saarbrücken.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH liegt in dem Bereich industrieller und logistischer Dienstleistungen im Bereich personalintensiver Aufgaben.

Die Geschäftstätigkeit der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH umfasst das komplette Abarbeiten von Aufträgen in industriellen Prozessen, das Führen und Verwalten von Lagerstätten und Orten für Industrie- oder Logistikunternehmen, das Fertigen und Produzieren von Zulieferteilen für die verarbeitende Industrie und die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir in den oben beschriebenen Bereichen tätig.

Unser Betrieb ist darauf spezialisiert, innerhalb von industriellen Fertigungs- und Logistik-Prozessen komplette Teile zu übernehmen. Im Wesentlichen sind wir für unsere Kunden ein Supply-Chain-Lieferant.

Neben dem Hauptsitz unterhält die Gesellschaft noch Standorte in Birkenfeld (Nahe), St. Wendel und Saarlouis. Am Standort Saarlouis ist die arbeitsmedizinische Abteilung des Unternehmens mit eigenem arbeitsmedizinischem Untersuchungszentrum angesiedelt.

Die Strategie der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH bezieht sich auf:

den Zukauf von Assets oder Unternehmen im industriellen Dienstleistungsbereich

den Ausbau der Marktanteile

Bindung der Produktiv-Mitarbeiter durch soziale Leistungen

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine relative Ausgewogenheit erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, müssen wir in verschiedenen Bereichen eigentlich unrentable Aufgaben erbringen. Ferner war das Geschäftsjahr geprägt durch Migrationsprozesse im Bereich Fertigung und Lager.

Unser Ziel ist es, bei unseren Kunden den Weg vom Dienstleistungsanbieter hin zum System-Lieferanten zu gehen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, arbeiten wir permanent an der Verbesserung unserer Gesamtkosten und den damit verbundenen Prozessen. Dieser Vorgang steht im Fokus und wird permanent überprüft und angepasst.

Der Kostenoptimierungsprozess wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verfolgt und wird sich über das komplette nächste Geschäftsjahr erstrecken.

Das Unternehmen wird auf Dauer neben den personalintensiven Dienstleistungen im industriellen Umfeld vermehrt Dienstleistungen anbieten, bei denen die Wertschöpfungskette tiefer ist. Dies bedeutet, dass wir für Kunden komplette Bereiche im Produktionsbereich übernehmen werden.

Im abgelaufenen Berichtsjahr haben wir unsere eigene Produktionsstätte am Standort Saarbrücken für Handmuster und Kleinserien um den Bereich einer neuen Produktpalette im Elektrotechnik-Bereich erweitert.

Durch weitere Investitionen in den Maschinenpark konnten wir weitere Kapazitäten schaffen, die es ermöglichen diesen Bereich sukzessive weiter auszubauen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland und im Euro-Raum hat sich fortgesetzt. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung durch die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern. Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % für das Jahr 2015 und 1,6 % für das Jahr 2016. Für den Euro-Raum werden Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % und 1,5 % für die Jahre 2015 beziehungsweise 2016 prognostiziert.

Die Flüchtlingsmigration macht deutlich, dass Deutschland sich nicht von globalen Problemen abkoppeln kann. Angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte und der bestehenden Potenziale für eine effizienzsteigernde Wirtschaftspolitik dürften die bisher absehbaren Ausgaben verkraftbar sein. Der Sachverständigenrat erwartet direkte Ausgaben der öffentlichen Hand für die Flüchtlingsmigration von 5,9 bis 8,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 und 9,0 bis 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2016.

Eine erfolgreiche Integration von anerkannten Flüchtlingen erfordert erhebliche Bildungs- und Qualifikationsanstrengungen. Neben einer Beschleunigung der Asylverfahren sollten die Eintrittshürden in die Beschäftigung gesenkt werden. So sollten anerkannte, arbeitsuchende Flüchtlinge als langzeitarbeitslos gelten. Von einer Erhöhung des Mindestlohns ist abzuraten.

Ausgehend von seinem Sondergutachten zum Euro-Raum vom Juli 2015 legt der Sachverständigenrat dar, wie durch die Einführung eines staatlichen Insolvenzmechanismus die Nicht-Beistandsklausel gestärkt und durch die Entprivilegierung von Forderungen gegenüber Staaten der Verbund zwischen Staaten und Banken gelockert werden können. Weitere Konsolidierungsschritte und Strukturreformen der Mitgliedstaaten sind entscheidend für eine selbsttragende wirtschaftliche Erholung. Die Niedrigzinsphase birgt Risiken für die Finanzstabilität und höhlt mittelfristig die Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen aus. Die makroprudenzielle Politik allein kann dieses Problem nicht lösen. Die Europäische Zentralbank sollte daher die Ausweitung ihrer Bilanz verlangsamen oder sogar früher beenden als angekündigt.

Zur Stärkung des Produktivitätswachstums müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mehr in den Blick genommen werden. Es gibt erhebliche Spielräume für effizienzsteigernde wirtschaftspolitische Weichenstellungen vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Wettbewerb, Außenhandel, Energie und Steuern.

(Quelle : Sachverständigen-Rat der Bundesregierung)

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Positive Arbeitsmarktentwicklung bei moderatem Wirtschaftswachstum

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 weiter moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt hat nach aktuellen Schätzungen um 1,7 Prozent zugenommen, nach +1,6 Prozent im Jahr 2014. Motor dieser Entwicklung ist die private und staatliche Binnennachfrage. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich positiv und stützte das Wirtschaftswachstum. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit wurde vom Wachstum der sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigung getragen. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben sich verringert. Allerdings profitierten Arbeitslose nur zum Teil von dem Beschäftigungsaufbau, weil ihre Profile oftmals nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passten. Der Zuwachs der Beschäftigung resultierte vor allem aus Zuwanderung und gestiegener Erwerbsneigung.

Soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit

Im Jahresdurchschnitt 2015 ist die Zahl der erwerbsfähigen Menschen, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen haben, auf 5.104.000 gesunken. 2015 haben durchschnittlich 833.000 Menschen Arbeitslosengeld nach dem SGB III erhalten, 55.000 weniger als im Vorjahr (-6 Prozent). Die hochgerechnete Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger ist 2015 gegenüber dem Vor-jahr um 21.000 auf 4.366.000 gesunken (-0,5 Prozent). Das ist der niedrigste Jahreswert an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten seit Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente

Im Jahresdurchschnitt 2015 befanden sich nach hochgerechneten und zum Teil untererfassten Werten 810.000 Personen in einer von Bund oder der Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das waren knapp 20.000 weniger (-2 Prozent) Förderungen als im Jahr zuvor. Die Aktivierungsquote lag 2015 bei 17,6 Prozent. 417.000 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung gefördert, 393.000 haben an Maßnahmen teilgenommen, die aus Mitteln der Grundsicherung getragen wurden. Mit 180.000 Geförderten und einem Anteil von 22 Prozent an allen Teilnehmenden waren Instrumente im Bereich der Förderung der Berufsausbildung die größte Maßnahmengruppe.

Deutschland Zeitreihe Jahr/ Monat Bestand an Arbeitslosen Insgesamt Veränderung gegenüber Vorjahr/ Vorjahresmonat absolut
in %
Arbeitslosenquote
    1 2 3 6
2010 Jahresdurchschnitt 3.238.965     7,7
2011 Jahresdurchschnitt 2.976.488 -262.477 -8,1 7,1
2012 Jahresdurchschnitt 2.897.126 -79.361 -2,7 6,8
2013 Jahresdurchschnitt 2.950.338 53.211 1,8 6,9
2014 Jahresdurchschnitt 2.898.388 -51.949 -1,8 6,7
2015 Jahresdurchschnitt 2.794.664 -103.724 -3,6 6,4
2015 Januar 3.031.604 -104.198 -3,3 7,0
  Februar 3.017.003 -120.864 -3,9 6,9
  März 2.931.505 -123.217 -4,0 6,8
  April 2.842.844 -100.491 -3,4 6,5
  Mai 2.761.696 -120.333 -4,2 6,3
  Juni 2.711.187 -121.593 -4,3 6,2
  Juli 2.772.642 -98.709 -3,4 6,3
  August 2.795.597 -106.226 -3,7 6,4
  September 2.708.043 -99.763 -3,6 6,2
  Oktober 2.649.277 -83.492 -3,1 6,0
  November 2.633.157 -83.695 -3,1 6,0
  Dezember 2.681.415 -82.106 -3,0 6,1

Datenstand: Dezember 2015

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt im Saarland

Land Saarland Feb 16 Dez 15 Veränderung gegenüber Vormonat absolut in % Vorjahresmonat Feb 15 absolut in % Dez 14
in %
Bestand an Arbeitsuchenden            
Insgesamt 63.817 739 1,2 1.645 2,6 2
Bestand an Arbeitslosen            
Insgesamt 36.057 387 1,0 1.279 3,3 1,9
57,2 % Männer 20.021 397 1,8 1.355 6,4 4,4
42,8 % Frauen 16.036 -10 -0,1 -76 -0,4 -1,1
9,4 % 15 bis unter 25 Jahre 3.170 166 4,7 327 9,7 8,6
1,9 % dar. 15 bis unter 20 Jahre 674 44 6,1 203 36,0 21,2
31,9 % 50 Jahre und älter 11.489 41 0,3 373 3,0 -0,5
19,3 % dar. 55 Jahre und älter 7.005 1 0,0 164 2,2 -1,3
37,7 % Langzeitarbeitslose 14.058 20 0,1 818 5,8 3,0
27,2 % dar. 25 bis unter 55 Jahre 10.259 25 0,2 675 6,7 4,6
9,5 % dar. 55 Jahre und älter 3.448 -19 -0,5 123 3,4 -1,4
5,0 % Schwerbehinderte 1.977 -23 -1,1 -78 -3,8 -2,4
23,0 % Ausländer 7.858 307 3,5 2.104 30,2 23,8
Zugang an Arbeitslosen            
Insgesamt 7.347 -829 -8,8 1.034 13,7 -2,3
dar. aus Erwerbstätigkeit 2.639 -1.414 -34 134 5,1 -9,0
aus Ausbildung/sonst. Maßnahme 1.534 242 13 272 14,9 7,9
15 bis unter 25 Jahre 1.284 190 12,7 208 14,1 -0,5
55 Jahre und älter 980 -493 -34,0 32 3,5 2,5
seit Jahresbeginn 93.322 x x 1.447 8,7 0,7
Abgang an Arbeitslosen            
Insgesamt 6.706 1.846 29,0 547 7,1 -6,4
dar. in Erwerbstätigkeit 1.876 556 28,9 178 7,7 0,8
in Ausbildung/sonst. Maßnahme 1.598 890 79,7 433 27,5 -2,9
15 bis unter 25 Jahre 1.173 392 37,1 197 15,7 -9,6
55 Jahre und älter 933 105 11,2 -104 -9,1 -7,6
seit Jahresbeginn 92.554 x x 800 5,8 -0,5
Arbeitslosenquoten bezogen auf            
alle zivilen Erwerbspersonen 7,0 x x x 7,5 6,9
dar. Männer 7,3 x x x 7,7 7,0
Frauen 6,7 x x x 7,2 6,9
15 bis unter 25 Jahre 5,8 x x x 6,1 5,3
15 bis unter 20 Jahre 4,8 x x x 4,0 3,9
50 bis unter 65 Jahre 6,5 x x x 7,1 6,7
55 bis unter 65 Jahre 6,8 x x x 7,7 7,3
Ausländer 22,1 x x x 20,0 18,2
abhängige zivile Erwerbspersonen 7,5 x x x 8,1 7,5
Unterbeschäftigung            
Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne 40.767 578 1,3 607 1,4 0,8
Unterbeschäftigung im engeren Sinne 47.950 921 1,8 1.100 2,2 0,2
Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 48.540 918 1,8 83 0,2 -1,5
Unterbeschäftigungsquote 9,2 x x x 9,8 9,5
Leistungsempfänger2)            
Arbeitslosengeld 9.568 34 0,3 -587 -5,1 -6,3
erwerbsfähige Leistungsberechtigte 58.900 195 0,3 2.308 4,0 5,1
nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 21.939 120 0,5 1.368 6,6 5,7
Bedarfsgemeinschaften 44.478 138 0,3 1.541 3,5 4,2
Gemeldete Arbeitsstellen            
Zugang 1.938 153 7,5 -217 -9,0 -1,8
Zugang seit Jahresbeginn 25.962 x x 30 0,7 3,9
Bestand 6.323 140 2,1 622 10,2 14,8

1) Bei Quoten werden die Vorjahreswerte ausgewiesen.

© Statistik der Bundesagentur für Arbeit

2) Vorläufige, hochgerechnete Werte am aktuellen Rand (beim Arbeitslosengeld

für die letzten zwei Monate, bei den SGB II-Daten für die letzten drei Monate).

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich - weitgehend unabhängig von der Konjunktur - anhaltend positiv. Dies zeigt sich auch im Saarland. Der Beschäftigungstrend bleibt deutlich aufwärts gerichtet. Die gemeldeten Arbeitsstellen haben im Jahr 2015 weiter zugelegt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weitgehend unverändert geblieben, die Vorjahreswerte werden zunehmend unterschritten.

Anstieg der Arbeitslosigkeit durch Anerkennung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern

Bei den ausländischen Arbeitslosen ist die Anzahl in den letzten vier Wochen um 300 oder 3,5 Prozent angewachsen. Hier waren 9 100 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind es 2.100 oder 30,2 Prozent mehr. Hier macht sich bemerkbar, dass bereits einige anerkannte Asylbewerber in den Job-Centern angekommen sind. Sobald die Anerkennung als Asylberechtigter vorliegt, haben diese Menschen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung. Es ist zu vermuten, dass in den nächsten Wochen diese Zahl weiter ansteigen wird.

2. Entwicklung der Branche

Da wir uns in der Schnittmenge zwischen Personaldienstleistern und Werkdienstleistern befinden ist eine Zuordnung in eine Branche relativ schwierig.

Insgesamt sorgt die gute Beschäftigungslage (siehe Arbeitslosenquoten) am Arbeitsmarkt dafür, dass sämtliche personalintensiven Dienstleistungsbereiche ihren Bedarf an Mitarbeitern schlechter decken können.

Einhergehend mit dieser Entwicklung müssen die Dienstleister insgesamt mehr Aufwand für die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern erbringen. Insbesondere die hohe Nachfrage an qualifiziertem Personal in der Gesamtwirtschaft sorgt dafür, dass es für die Dienstleistungsbranche immer schwieriger wird qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung waren im Juni 2015 961.000 Menschen beschäftigt. Der Gesamtanteil an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen betrug Bundesweit im Jahr 2015 rund 3 %.

Im Saarland waren im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung durchschnittlich ca. 12.200 Menschen beschäftigt. Das entspricht einer leichten Steigerung gegenüber 2014. Der Gesamtanteil an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen im Saarland betrug im Jahr 2015 etwas mehr als 3,0%.

Seit Jahresanfang 2015 stieg die Anzahl der Arbeitsverhältnisse im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung leicht an. Insgesamt liegt der Anteil an allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen knapp unter drei Prozent.

Die Dienstleistungsunternehmen, sei es im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung oder im Dienst- und Werksvertragsbereich, standen, wie bereits im Jahr 2014, weiter unter politischem, gewerkschaftlichem und gesellschaftlichem Druck.

In einer Reihe von Branchen wurden weitere so genannte Branchentarifverträge eingeführt. Diese führen, je nach Länge der Zugehörigkeit eines Mitarbeiters, in einem Kundenbetrieb zu Lohnaufschlägen von bis zu 50% auf den tariflich vereinbarten Lohn. Dies führt insbesondere in der Verwaltung sowie im Bereich der Einsatzplanung und Einsatzsteuerung zu erheblichen personellen Mehraufwendungen.

Mittel- und Langfristig wird der wirtschaftliche Abschwung dafür sorgen, dass Unternehmen immer weniger bereit sein werden, Mitarbeiter selbst einzustellen oder zu verwalten. Auf Dauer wird die Flexibilität für Produktions- und Logistikunternehmen wichtiger sein als der reine Kostenfaktor.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf war im abgelaufen Geschäftsjahr gekennzeichnet von einer etwas geringeren Nachfrage unserer Dienstleistungen.

Insgesamt konnten wir unsere bestehenden Kundenbeziehungen weitestgehend stabil halten. Die Beständigkeit und Fairness mit der wir agieren gibt unseren Kunden die Gewissheit mit einem soliden Partner zusammenzuarbeiten.

Aufgrund unserer wesentlich verbesserten Rekrutierungsmethoden sind wir in der Lage höhere Qualifikationen bei unseren Kunden besser zu besetzen.

Themen wie Mindestlohn oder gleicher Lohn für gleiche Arbeit spielen aufgrund unserer Leistungsfähigkeit in unseren Kundenbeziehungen eine untergeordnete Rolle.

Ein flächendeckender Mindestlohn sorgt für eine Beruhigung und Stabilisierung am Arbeitsmarkt. Spezielle Tarifvertragskomponenten - wie die Branchentarife - z.B. im Metall- und Elektrobereich - sorgen für eine Anpassung der Entgelte zwischen Stamm- und Fremdbelegschaft und somit zu einer sozialen Befriedung.

Trotz diesen umfangreichen Anpassungen sowohl der Entgeltstrukturen als auch der sozialen Komponenten und Absicherung für unsere Mitarbeiter, bleibt der kritische Blick zur Legislativen und Judikativen. Die jüngsten Erfahrungen zeigen, dass wir in den nächsten Jahren erhebliche Vorsorge treffen müssen, um eventuellen juristischen Veränderungen Rechnung zu tragen.

4. Prognose für 2016

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einem Wachstum von ca. plus 7,5% aus. Aufgrund der von uns getroffenen Vorsorge, wird sich die Ertragslage im Jahr 2016 stabil halten.

5. Darstellung der Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

01.01. bis 31.12.2015 01.01. bis 31.12.2014 Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 19.088,9 100,0 19.611,6 100,0 -522,7 -2,7
+ sonst.betriebl.Erträge 215,1 1,1 158,5 0,8 56,5 35,7
- Materialaufwand 7,2 0,0 6,5 0,0 0,7 10,8
- Personalaufwand 18.268,2 95,7 18.784,2 95,8 -516,0 -2,7
- Abschreibungen 57,5 0,3 40,0 0,2 17,5 43,8
- sonst.betriebl.Aufwand 866,8 4,5 894,6 4,6 -27,8 -3,1
+ Finanzerträge 6,4 0,0 4,2 0,0 2,2 52,4
- Finanzaufwand 32,8 0,2 20,0 0,1 12,8 64,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 78,0 0,4 29,0 0,1 49,0 169,0
- EE-Steuern 2,0 0,0 0,0 0,0 2,0 0,0
- sonstige Steuern 3,2 0,0 8,5 0,0 -5,3 -62,4
Jahresergebnis 72,8 0,4 20,4 0,1 52,4 256,9

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresergebnis von TEUR 73 (i. Vj. TEUR 20) ab.

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum TEUR 19.089. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr 2014 (TEUR 19.612) um 2,7 % vermindert.

Die Löhne und Gehälter 2015 betrugen TEUR 15.256 gegenüber TEUR 15.657 im Vergleichszeitraum 2014. Dies entspricht einer Minderungsrate von 2,6 % und einem absoluten Rückgang von TEUR 401.

An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2015 TEUR 3.012 an. In 2014 belief sich der entsprechende Wert auf TEUR 3.127. Der Betrag der absoluten Minderung in Höhe von TEUR 115 entspricht einer Abnahmerate von 3,7 %.

Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurden in 2015 TEUR 78 erzielt. Im Vorjahr 2014 wurde demgegenüber ein Betrag von TEUR 29 ausgewiesen.

6. Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2015 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

Bilanz zum 31.12.2015 Bilanz zum 31.12.2014 Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA            
Immaterielles Anlagevermögen 35,7 1,3 25,5 1,3 10,2 40,0
Sachanlagen 184,3 6,6 177,7 9,0 6,6 3,7
Vorräte 86,8 3,1 88,8 4,5 -2,0 -2,3
Forderungen 1.860,4 67,1 1.484,7 74,9 375,7 25,3
Sonstige Vermögensgegenstände 24,3 0,9 20,4 1,0 3,9 19,1
Flüssige Mittel/Wertpapiere 576,4 20,8 181,2 9,1 395,2 218,1
Rechnungsabgrenzungsposten 6,7 0,2 5,1 0,3 1,6 31,4
Summe Aktiva 2.774,6 100,0 1.983,4 100,0 791,2 39,9
  Bilanz zum 31.12.2015 Bilanz zum 31.12.2014 Änderung ggü. d. Vorjahr in
  TEUR % TEUR % TEUR %
PASSIVA            
Eigenkapital 338,9 12,2 266,1 13,4 72,8 27,4
Rückstellungen 744,8 26,8 647,7 32,7 97,1 15,0
Kreditverbindlichkeiten 467,8 16,9 56,6 2,9 411,2 726,5
Lieferverbindlichkeiten 12,9 0,5 13,9 0,7 -1,0 -7,1
Verbundverbindlichkeiten 0,0 0,0 17,8 0,9 -17,8 -100,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.210,2 43,6 981,3 49,5 228,9 23,3
Summe Passiva 2.774,6 100,0 1.983,4 100,0 791,2 39,9

In der Bilanzstruktur mit einer Bilanzsumme von TEUR 2.775 (i. Vj. TEUR 1.983) spiegelt sich der Dienstleistungscharakter der Gesellschaft wieder. Dies zeigt sich in einem relativ niedrigen Anlagevermögen von TEUR 220 (i. Vj. TEUR 203), das 7,9 % (i. Vj. 10,3 %) der Bilanzsumme ausmacht.

Das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich von TEUR 1.780 um TEUR 775 auf TEUR 2.555 und besteht im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.762 (i. Vj. TEUR 1.396). Im Vergleich zum Vorjahr ist das Eigenkapital um 27,4 % gestiegen. Es entfällt mit TEUR 100 (i. Vj. TEUR 100) auf das Stammkapital und mit TEUR 239 (i. Vj. TEUR 166) auf den Gewinnvortrag und den Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote beträgt 12,2 % (i. Vj. 13,4 %). Das Fremdkapital von insgesamt TEUR 2.436 (i. Vj. TEUR 1.717) setzt sich aus Rückstellungen in Höhe von TEUR 745 (i. Vj. TEUR 648) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.691 (i. Vj. TEUR 1.070) zusammen. Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die Rückstellung für Branchenrisiken zurückzuführen.

Sämtliche Lieferantenrechnungen werden mit einer maximalen Laufzeit von zwei Kalenderwochen gezahlt. In der Regel werden Lieferantenrechnungen mit Skontogewährung innerhalb von fünf Bankarbeitstagen gezahlt.

Zum Bilanzstichtag standen der Gesellschaft flüssige Mittel in Höhe von TEUR 576 (i. Vj. TEUR 181) zur Verfügung. Dem entgegen stehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 468 (i. Vj. TEUR 57). Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gesichert.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2015 für die Gesellschaft gut verlaufen.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, liegen nicht vor.

4. Chancen und Risiken

1. Risiken

In den nächsten Monaten und Jahren wird sich der Gesetzgeber intensiv mit den Auswirkungen von Werk- und Dienstverträgen sowie der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es eine Reihe von neuen Gesetzen und Verordnungen geben wird, die sowohl die Abgrenzung als auch die Rahmenbedingungen exakter und schärfer definieren. Der Gesetzgeber hat den Anspruch definiert, Missbräuche und Grauzonen abzuschaffen.

Die Schaffung der gesetzlichen Grundlage, dass bestehende Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt wurden, bringt eine weitere Qualität mit sich, die sich bei Prüfungen der Prüfbehörde des Zolls (Finanzkontrolle Schwarzarbeit - FKS) zeigt. Schon heute werden geringste Verfehlungen in der Anwendung von Tarifverträgen oder Auslegungen im Bereich von Werk- und Dienstverträgen empfindlich bestraft.

2. Chancen

Kleinere und mittlere Dienstleistungsunternehmen werden unserer Ansicht nach erhebliche Probleme bekommen, den gesetzlichen und juristischen Rahmenbedingen "in Echtzeit" zu folgen. Die zur Bewertung und Steuerung dieser gesetzlichen und juristischen Rahmenbedingen notwendigen Strukturen können von kleinen und mittleren Unternehmen aus Kostengründen - unserer Meinung nach - nicht ausreichend vorgehalten werden.

Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, die Kunden in diese Prozesse mit einzubinden. Auch hierzu bedarf es einer permanenten Aus- und Weiterbildung der betreuenden und verwaltenden Mitarbeiter.

Kunden die heute gleiche oder ähnliche Dienstleistungen bei verschiedenen Lieferanten einkaufen, werden aufgrund der vorhandenen Risiken und hieraus resultierenden Haftungsrisiken zukünftig die Lieferanten zugunsten derer straffen, die besser in die eigene Risikobewertung passen.

 

Saarbrücken, den 18. März 2016

Stephan Schwenk, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 220.072,00 203.260,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.741,50 25.548,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 35.741,50 25.548,50
II. Sachanlagen 184.330,50 177.712,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.236,00 2.358,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.094,50 175.354,00
B. Umlaufvermögen 2.547.857,02 1.775.050,33
I. Vorräte 86.800,00 88.750,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.884.609,34 1.505.092,09
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 98.420,90 88.824,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.786.188,44 1.416.267,29
III. Wertpapiere 500,00 500,00
1. sonstige Wertpapiere 500,00 500,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 575.947,68 180.708,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.715,49 5.125,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.774.644,51 1.983.436,22

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 338.862,43 266.121,04
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 166.121,04 145.674,02
III. Jahresüberschuss 72.741,39 20.447,02
B. Rückstellungen 744.816,57 647.650,00
C. Verbindlichkeiten 1.690.965,51 1.069.665,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 467.761,78 56.573,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 17.850,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.223.203,73 995.242,02
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.774.644,51 1.983.436,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis 19.296.876,84 19.763.598,78
2. Personalaufwand 18.268.222,35 18.784.233,94
a) Löhne und Gehälter 15.255.879,45 15.656.916,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.012.342,90 3.127.317,43
davon für Altersversorgung 4.491,31 19.421,16
3. Abschreibungen 57.469,39 40.003,15
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 57.469,39 40.003,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 866.846,17 894.602,41
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.379,69 4.234,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.756,13 20.003,03
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 77.962,49 28.990,72
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.023,19 -2,43
9. sonstige Steuern 3.197,91 8.546,13
10. Jahresüberschuss 72.741,39 20.447,02

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend hierzu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 20 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig, wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim vorliegenden Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vollständig übernommen.

Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für tarifliche Risiken, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Abschluss- und Prüfungskosten sowie für Resturlaub und Schwerbehindertenabgaben gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 31. Dezember 2015 auf TEUR 72. Es handelt sich hierbei um die in Folgejahren anfallenden Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Davon sind TEUR 34 im Geschäftsjahr 2016 fällig.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 2).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 40).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und Vorjahre.

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer, Herrn Stephan Schwenk, Alleingeschäftsführer, Saarbrücken, geführt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB beträgt 831 externe und 32 interne Mitarbeiter, insgesamt also 863 (i. Vj. 1.067). Hiervon waren geringfügig 2 intern und 149 extern beschäftigt, also insgesamt 151 geringfügig beschäftigt (i. Vj. 168 geringfügig Beschäftigte).

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Saarbrücken, den 18. März 2016

Stephan Schwenk, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten Abschreibungen Buchwert Abschreibungen
01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte 31.12.2015
EUR
31.12.2015
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.051,34 21.039,87 0,00 57.349,71 35.741,50 10.846,87
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 72.051,34 21.039,87 0,00 57.349,71 35.741,50 10.846,87
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.440,00 0,00 0,00 204,00 2.236,00 122,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.628,46 54.883,52 38.294,33 235.123,15 182.094,50 46.500,52
Summe Sachanlagen 403.068,46 54.883,52 38.294,33 235.327,15 184.330,50 46.622,52
Summe Anlagevermögen 475.119,80 75.923,39 38.294,33 292.676,86 220.072,00 57.469,39

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BPS Dienstleistungsgesellschaft mbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Saarbrücken, den 30. August 2016

KPMG AG
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