Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 7575
Eingetragen
27.7.2005
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFondsmanagementManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung der Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung von lnvestmentfonds oder fondsgebundenen Vermögensverwaltungen für institutionelle Investoren. Darüber hinaus erfolgen Dienstleistungen im Bereich Marketing und Veranstaltungen für externe Fondspartner. Zum Gegenstand des Unternehmens gehören auch die Anlageberatung, die Anlage- und Abschlussvermittlung und die Finanzportfolioverwaltung, sowie das Eigengeschäft im Sinne des Wertpapierinstitutsgesetzes (WplG). Dabei wird die Gesellschaft keinen Besitz und kein Eigentum über die verwalteten Gelder erlangen und auch keinen Eigenhandel betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Sammüller
seit 28.6.2012
Vorstandsmitglied
Volker Schilling
seit 6.3.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greiff Capital Management AG

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die in Freiburg im Breisgau ansässige Greiff Capital Management AG (kurz Greiff AG) verfügt über die Zulassung nach §15 WpIG. Die Portfolioverwaltung untersteht der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Daneben ist die Greiff Research Institut GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft. Die Greiff AG verwaltet Vermögenswerte ausschließlich für institutionelle Kunden mit einem eigenen bankenunabhängigen Research.

Der Kernmarkt der Greiff AG liegt in Deutschland. Daneben werden benachbarte Länder wie die Schweiz, Österreich, Frankreich sowie die Benelux Staaten betreut.

Die Greiff AG betreut als Wertpapierinstitut für institutionelle Investoren zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft ein Vermögen von 1,37 Mrd. Euro (Stand 31.12.2023). Davon entfallen 39 Mio. Euro auf Beratungsleistungen im Bereich Fondsvermögensverwaltung, 97 Mio. Euro auf Spezialfondsmandate, 410 Mio. Euro auf das Dachfonds- und 824 Mio. Euro auf das Singlefondssegment.

2. Forschung und Entwicklung

Als reines Wertpapierinstitut findet Forschung und Entwicklung im Unternehmen nicht statt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das verwaltete Volumen am deutschen Investmentfondsmarkt stieg im Geschäftsjahr 2023 an. In der aktuellen Statistik des Bundesverbandes deutscher Investmentfondsgesellschaften (BVI) verzeichneten die Fondsgesellschaften in 2023 Nettomittelzuflüsse in Publikumsfonds in Höhe von fast 46,7 Mrd. Euro. Sowohl offene Publikumsfonds verzeichneten Zuflüsse in Höhe von knapp 12,9 Mrd. Euro, als auch offene Spezialfonds deren Nettomittelaufkommen um 33,7 Mrd. Euro anstieg. Nennenswerte Abflüsse gab es lediglich bei Dachfonds in Höhe von 1,8 Mrd. Euro und bei Mischfonds in Höhe von 15,5 Mrd. Euro.

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds 2023 führen Aktienfonds an. Sie erzielten Zuflüsse von netto 12,8 Mrd. Euro. Erstmalig waren ETFs mit 18,2 Mrd. Euro Mittelzufluss dabei die stärkste Kategorie. Insgesamt verwaltete die Fondsbranche Ende des Jahres 2023 inklusive der geschlossenen Fonds ein Gesamtvolumen von 4,15 Billionen Euro. *

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Greiff AG trotz freundlicher Kapitalmärkte, einen Rückgang des betreuten Vermögens. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren Mittelabflüsse institutioneller Investoren vor allem im Greiff special situations Fund in Höhe von 40 Mio. Euro. Insgesamt wurden in 2023 Mittelzuflüsse in Höhe von 76 Mio. Euro generiert, während gleichzeitig in Summe 113 Mio. Euro abflossen. Der Nettomittelfluss lag damit 2023 in Summe bei -37 Mio. Euro.

Insgesamt wurde der für 2023 prognostizierte Geschäftsverlauf beim betreuten Fondsvolumen damit nicht erreicht. Auch das prognostizierte Jahresergebnis für das Jahr 2023 wurde nicht erreicht. Erfreulicherweise konnten aber in 2023 auch neue Mandate gewonnen werden:

So wurde zum 01.01.2023 der Fondssecure Systematik als neuer Partner aufgenommen.

Verschmolzen wurde zum 21.03.2023 der Dreisam Income Fund auf den ActiveAllocationAssets, der im Rahmen einer Neuausrichtung in Greiff Special Opportunities Fund umbenannt wurde. Zum 30.09.2023 wurde der Alpora Global Innovation Fund in den Human Intelligence Fund verschmolzen.

* Quelle: BVI Statistik https://www.bvi.de/fileadmin/userupload/Statistik/2023 12 31 Investmentstatistik Gesamtmarkt DE.pdf

Der Ausbau der Marke "PartnerLounge" wurde auch in 2023 weiter vorangetrieben. Dort bündeln wir die Aktivitäten von Fonds und deren Vermarktung von Partnern, die im Rahmen von Asset Management-, Marketing- oder Vertriebsdienstleistungen mit uns zusammenarbeiten. Wir profitieren dabei von dem Trend, dass Vermögensverwalter das Management ihrer Fonds auslagern, sei es aus regulatorischen Gründen oder aus praktikablen Erwägungen. Neben der Hansainvest als strategischer Partner sind auch weiterhin die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG und der Donner & Reuschel Vermögensverwalter Hub als Unterstützer der "PartnerLounge" tätig.

Drei personelle Erweiterungen und einen Abgang gab es im Marketing. Je einen Abgang haben wir im Portfoliomanagement und im Backoffice zu verzeichnen. Neu kam ein Kollege im Relationship Team hinzu.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsergebnis in Höhe von -339 T€ verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 5) um -344 T€. Insgesamt war der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 nicht befriedigend. Die Ertragslage verläuft schlechter als prognostiziert, die Vermögens- und Finanzlage stabil.

Das Nettoprovisionsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um 3,7% oder -94 T€ auf T€ 2.436. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um T€ 235 oder 32,6%.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 2,9% oder T€ 92. Dabei stiegen die Personalkosten um 1,4% oder T€ 29 und die anderen Verwaltungsaufwendungen um 6,3% oder T€ 63.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen ist insbesondere auf den Anstieg der Werbekosten (19,4% oder 28 T€) und der Kosten der EDV-Nutzung (19 T€ oder 5,6%) zurückzuführen.

b) Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt T€ 2.236, wovon ein Anteil von 32,0% oder T€ 716 das Eigenkapital der Gesellschaft ausmacht. Das Eigenkapital ist durch den Verkauf eigener Aktien gestiegen. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sach- oder Finanzanlagevermögen hatten in 2023 lediglich untergeordnete Bedeutung. Es erfolgten allerdings Investitionen im Rahmen von Aufwendungen in die technische Infrastruktur und personelle Ressourcen, um die Grundlagen für ein weiteres Wachstum zu schaffen.

Die im Geschäftsjahr 2020 begebenen Genussrechte in Höhe von nominal T€ 1.000 betragen am Bilanzstichtag T€ 982 oder 43,9% der Bilanzsumme.

Allen Zahlungen und Verpflichtungen der Greiff AG wurde seit Firmengründung 2005 stets fristgerecht nachgekommen, dies war auch 2023 nicht anders und wird auch zukünftig der Fall sein.

c) Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht am Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 810 oder 36,2%), Forderungen an Kunden (T€ 386 oder 17,3%) und nicht festverzinslichen Wertpapieren (T€ 617 oder 27,6%).

Das übrige Vermögen sind Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen (T€ 100 oder 4,5%), das Anlagevermögen (T€ 10 oder 0,5%), Sonstige Vermögensgegenstände (T€ 259 oder 11,6%) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 53 oder 2,4%).

Das Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus Lieferantenverbindlichkeiten (T€ 180), sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten für Steuern (T€ 30) und kurzfristigen Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Bonusansprüchen von Mitarbeitern (T€ 264).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung werden in erster Linie die betreuten Vermögen herangezogen. Durch fixe prozentuale Vergütungssätze pro Fondsmandat lassen sich die Ertragskomponenten im Wesentlichen durch die variable Größe des betreuten Vermögens bestimmen. Erfolgsabhängige Vergütungen stellen lediglich zusätzliche Erlösmöglichkeiten dar. Da deren Eintreten und deren Größenordnung nicht bestimmbar sind, sind diese nicht Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße ist die freie Liquidität im Unternehmen. Dazu werden im Rahmen der Soll-Ist-Planungen jährliche Abgleiche vorgenommen.

Zur Steuerung der Leistung werden im Rahmen monatlicher betriebswirtschaftlicher Auswertungen der Ist Stand mit dem Soll Stand abgeglichen. Dies erfolgt im Rahmen der Kapitalplanungsmaßnahmen.

Das Unternehmenswachstum und weitere Fondsmandate erfordern nachhaltige Investitionen im Bereich der IT Infrastruktur und professioneller Handelssoftware. Hierzu zählten Bloomberg-Terminals, sowie die Anbindung an das Handelssystem Opus der Patronas Financial Systems GmbH, die zur effizienten Abwicklung des Wertpapierhandels im Einzeltitelfondsbereich und der erforderlichen Dokumentation der Handelstätigkeit verwendet werden.

Zusammenfassend kann die Vermögens- und Finanzlage der Greiff AG als geordnet bezeichnet werden. Die Kapitalstruktur der Greiff AG ist solide und die Liquiditätssituation gesichert. Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch zahlreiche Unsicherheiten an den Kapitalmärkten gekennzeichnet (Krieg in der Ukraine, Krieg im Nahen Osten, Zinsentwicklung und Inflation, Immobilienkrisen und Rezessionsängste). Durch die Nettomittelabflüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr und das negative Jahresergebnis kann die Entwicklung in 2023 nicht als positiv bezeichnet werden.

Erfreulich dagegen war das positive Jahresergebnis der Greiff Research Institut GmbH, die begonnen hat, die Research-Dienstleistungen auch externen Partner gegen Entgelt zugänglich zu machen.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ein wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator sind die Mitarbeiter der Greiff AG. Die Motivation, Leistungsbereitschaft und fachliche Kompetenz der Mitarbeiter gehören mit zu den zentralen Erfolgskriterien der Gesellschaft. Im Zuge des weiteren Stellenausbaus, wurde im Jahr 2023 begonnen Stellenbeschreibungen einzuführen.

III. Prognosebericht

Die Greiff AG wird auch 2024 den Geschäftsbereich mit Vermögensverwaltern, die ihre Mandate auslagern wollen und institutionellen Kunden, die innovative Fondslösungen suchen, konsequent weiter ausbauen und plant, weitere Outsourcing-Mandate zu akquirieren. Neben der Managementübernahme bestehender Fonds plant die Greiff AG selektiv die Neuauflage weiterer Fonds, speziell im Bereich der Singlefonds-Produkte. Dabei konzentrieren wir uns auf unique Strategien, die Mitbewerber in dieser Form kaum anbieten. Auf diese Weise soll die bestehende Produktpalette weiter ausgebaut und diversifiziert werden, um uns von den sich immer wieder schnell wandelnden Präferenzen seitens der Anleger unabhängig zu machen.

Die Maßnahmen im Relationship werden sich auch für 2024 im Wesentlichen auf institutionelle Investoren konzentrieren, wobei das Segment der Spezialfonds weiter ein besonderes Augenmerk des Greiff-Managements erfährt. Dazu ist die Greiff Capital Management AG auf zahlreichen Ausschreibungsplattformen registriert.

Die anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, sowie dessen ungewisse Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung der Finanzmärkte, führt dazu, dass in Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht. Gleichzeitig markierten die Börsen in 2023 teilweise neue Höchststände, da bereits mit kommenden Zinssenkungen in 2024 gerechnet wird und die Wirtschaft davon profitieren sollte. Dennoch bleiben hohe Unsicherheiten im Markt, ob diese Erwartungshaltungen und die wirtschaftliche Entwicklung haltbar sein werden. Zudem stehen mit dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen mögliche Verwerfungen am US Kapitalmarkt an, die sich derzeit noch nicht prognostizieren lassen. Daher ist auch die Prognosefähigkeit der Greiff AG über ihre Unternehmensentwicklung für 2024 mit Unsicherheit verbunden.

Wir erwarten allerdings für das Geschäftsjahr 2024 eine Stabilisierung beim betreuten Vermögen und gehen davon aus, dass wir dieses bei normalen Kapitalmarktentwicklungen leicht steigern können. Wir planen eine Steigerung der Umsatzerlöse in 2024 durch neue Fondsauflagen und gehen davon aus, dass bei prozentual ähnlichen Provisionsaufwendungen ein besseres Provisionsergebnis als 2023 erreicht werden kann. Da die technischen Standards bereits in der Vergangenheit gesetzt wurden und personelle Ressourcen auf weiteres Wachstum bereits ausgerichtet sind, gehen wir davon aus, dass die Verwaltungsaufwendungen nicht steigen werden und wir daher in 2024 ein verbessertes Ergebnis erzielen werden als in 2023. Im Übrigen gehen wir von einer stabilen Vermögens- und Finanzlage aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risiken aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Nahen Ostens

Die unmittelbare Bedrohung durch einen Krieg auf europäischem Boden hat auch in 2023 an den Kapitalmärkten für Verwerfungen gesorgt. Insbesondere die bereits beschlossenen Maßnahmen von Finanzsanktionen haben das Gefüge eines freien und globalen Kapitalmarktes erschüttert. Insbesondere bei den Energiepreisen ist dieser Effekt weiter zu beobachten. Unmittelbar waren die Mandate der Greiff AG davon nicht betroffen, da weder Russland- noch Ukraine- oder Israel Engagements vorlagen. Ein länger andauernder Krieg in beiden Regionen könnte aber die globale Wirtschaft weiter in Mitleidenschaft ziehen, Inflation weiter antreiben und zu erneuten Rohstoff- und Energiekrisen führen. Die im Zuge dieser Ereignisse steigende Angst bei Investoren, könnte dann auch zu Mittelabflüssen in Fonds führen.

Branchenspezifische Risiken

Die deutsche Investmentfondsbranche ist in den letzten Jahren durch stetig wachsende Regulierungsmaßnahmen verstärkt betroffen. Die steigenden Anforderungen führen auch bei der Greiff AG zu deutlichen Mehrkosten und zunehmendem Zeitaufwand. Die Anforderungen seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaften an uns als ausgelagerten Asset Manager nehmen ständig zu und erhöhen den personellen Aufwand und damit die Kosten. Zusätzliche Regulierungen könnten die Vermarktung oder das Verwalten von Publikumsfonds erschweren und damit auch die wirtschaftliche Situation der Greiff AG tangieren. Insbesondere die Umsetzung der EU-Taxonomie und deren Berichterstattung führt zu weiteren Verwaltungsaufwendungen in den kommenden Jahren.

Ertragsorientierte Risiken

Eine anhaltend starke Underperformance unserer Fonds könnte Mittelabflüsse erzeugen, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken würden. Um die Risiken einer lang dauernden Underperformance zu minimieren, hat die Greiff AG Portfoliomanagementsysteme implementiert, die mittels Überwachung der Wertschwankungen, Benchmarkvergleichen, Stopp-Loss Systematiken und Überwachung branchenüblicher Risikokennzahlen die Wertentwicklung der verwalteten Fonds monitoren und Maßnahmen zur Risikominimierung einleiten. Kursverwerfungen und Mittelabflüsse von Investoren, bedingt durch Pandemien oder durch Kriegsängste können zur weiteren Verschlechterung der Ertragslage führen. Eine Rezession der Wirtschaft hätte ähnliche Effekte.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die liquiden Mittel der Greiff AG für das Geschäftsjahr 2023 liegen in Höhe von 1,4 Mio. Euro. Liquiditätsengpässe sind aktuell nicht erkennbar. Eine weitere Zuspitzung der Kriege und/oder eine Rezession und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft kann dazu führen, dass die liquiden Mittel sinken. Maßnahmen zur Sicherstellung der Eigenmittel wurden bereits in 2020 umgesetzt; insbesondere wurde durch das Begeben von Genussrechten zusätzliches Eigenkapital in Höhe von einer Mio. Euro eingeworben. Die Eigenkapitalausstattung 2023 ist daher als gut zu bezeichnen und erfüllte zu allen Quartalsstichtagen die Kriterien der vorgeschriebenen Eigenkapitalvorgaben.

2. Chancenbericht

Der Fokus bei neu entwickelten Strategien soll auch vertrieblich stärker auf institutionelle Investoren gelegt werden. In diesem Segment stellt eines der dringlichen Probleme die Inflationsbekämpfung der Europäischen Zentralbank dar, die vor allem für institutionelle Großanleger speziell im Bereich der liquiden Anlageformen zunehmend schmerzhaft ist. Dabei soll die Nachfrage institutioneller Investoren nicht nur durch Publikumsfonds gestillt werden, sondern auch durch die Auflage von volumenstarken Spezialfonds. Auch hier stellt die Expertise der Greiff AG aus mehreren bereits bestehenden Spezialfonds eine solide Basis für den Ausbau dieses Fondssegments dar.

Zudem bietet die Unsicherheit im Zuge der Kriege auch Chancen für die defensiven Produkte der Greiff AG. In unsicheren Zeiten werden verstärkt konservative Anlageformen gesucht. Die Greiff AG verfügt mit Der Zukunftsfonds, dem Varios Flex Fonds und dem Greiff special situations Fund über entsprechende risikoadjustierte Investmentfonds.

Gleichzeitig bietet die Neuanbindung versierter Asset Manager und deren Fonds eine Chance, die Krise für weiteres Wachstum zu nutzen. Die dafür entwickelte Marke "PartnerLounge" wird daher auch in 2024 weiter ausgebaut und in Kooperation mit der Hansainvest weiterentwickelt.

3. Gesamtaussage

Für das kommende Geschäftsjahr überwiegen bei gleichbleibenden Kosten und den geplanten Tätigkeiten und Aktivitäten nach unserer Ansicht die Chancen, das Ergebnis wieder zu verbessern. Durch die sich verbessernden Rahmenbedingungen für die Fondsbranche, sowie die gute Wertentwicklung unserer Produkte in 2023, sehen wir gute Möglichkeiten, unseren Marktanteil wieder zu steigern. Risiken, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind nach unserem Dafürhalten gering. Großer Unsicherheitsfaktor bleibt aber die Entwicklung der Finanzmärkte bezüglich der vorhandenen Kriege, der Reaktionen der Notenbanken und der US-Wahl in 2024.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Durch die überschaubare Zahl professioneller Kunden und die meist langjährige Zusammenarbeit mit den handelnden Personen ist mit keinem Zahlungsausfall zu rechnen.

Aller Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Die Greiff AG ist zudem nicht auf Fremdkapital angewiesen, so dass durch die Liquiditätsreserven Engpässe aufgefangen werden können. Das Finanz- und Risikomanagement der Greiff AG stellt den nachhaltigen Unternehmenserfolg sicher und agiert im Vorfeld auf mögliche finanzielle Risiken.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Freiburg, 15. März 2024

Robert Habatsch, Vorstand

Volker Schilling, Vorstand

Udo Wedler, Vorstand

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig 810.163,09 626.934,10
4. Forderungen an Kunden 385.592,36 537.312,42
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 0,00 €
darunter: Kommunalkredite 0,00 €
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 617.458,55 714.339,46
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
11. Immaterielle Anlagewerte
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.950,00 1.950,00
12. Sachanlagen 8.440,00 9.560,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 259.156,09 433.987,13
15. Rechnungsabgrenzungsposten 53.193,00 44.665,00
2.235.953,09 2.468.748,11

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 2.425,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 62.330,23 85.515,25
5. Sonstige Verbindlichkeiten 211.300,58 492.534,53
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.920,00
7. Rückstellungen
c) Andere Rückstellungen 264.200,00 189.188,00
10. Genussrechtskapital 982.265,65 1.000.000,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 384.000,00 384.000,00
Erworbene eigene Anteile 0,00 -23.040,00
b) Kapitalrücklagen 157.000,90 257.000,90
Andere Gewinnrücklagen aus dem Erwerb eigener Anteile 0,00 -100.000,00
c) Gewinnrücklagen
ca) Gesetzliche Rücklage 7.000,00 7.000,00
cc) Satzungsmäßige Rücklagen 35.000,00 35.000,00
cd) Andere Gewinnrücklagen 336.960,00 10.000,00
Andere Gewinnrücklagen aus dem Erwerb eigener Anteile 0,00 378.960,00 -10.000,00
d) Bilanzverlust / -gewinn -204.104,27 715.856,63 135.204,42
2.235.953,09 2.468.748,11

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2023 2023 2022
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen, nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.988,57 5,46
5. Provisionserträge 3.951.089,88 4.590.432,32
6. Provisionsaufwendungen -1.514.947,74 2.436.142,14 -2.060.097,91
8. Sonstige betriebliche Erträge 486.265,29 721.588,96
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.973.880,68 -1.939.035,25
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen Altersversorung und für Unterstützung für -234.519,61 -239.674,26
darunter: für Altersversorgung -1.961,21 -2.208.400,29
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -1.062.654,82 -3.271.055,11 -1.000.033,41
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -11.663,32 -31.867,87
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -334,92 -575,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -10.025,22 -35.008,59
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 6.581,58 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -355.100,99 5.734,45
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,00 0,00
24. Sonstige Steuern -2.076,05 -556,00
25. Erträge aus Verlustübernahme 17.858,35 0,00
27. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -339.308,69 5.178,45
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 135.204,42 356.985,97
30. Entnahme aus Gewinnrücklagen
b) aus der Rücklage aus dem Erwerb eigener Aktien 0,00 -226.960,00
34. Bilanzgewinn -204.104,27 135.204,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 01. März 2005 gegründet.

Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27. Juli 2005 unter der Nummer HRB 7575 beim Amtsgericht Freiburg.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist am 31.12.2023 als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB zu klassifizieren. Da es sich bei der Gesellschaft aber um ein Wertpapierinstitut handelt, sind gemäß § 340 Abs. 4a HGB und § 340a Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften einschlägig.

2. Erläuterungen zu bestimmten Posten der Bilanz

Die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB und der RechKredV für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung angesetzt.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sind täglich fällig. Auf die Erstellung einer Fristengliederung nach § 9 RechKredV wurde deshalb verzichtet.

2.1. Forderungen an Kreditinstitute

Hier ist ein Konto in laufender Rechnung bei einem Kreditinstitut ausgewiesen. Der Bilanzausweis erfolgt zum Nennbetrag.

2.2. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen nahezu ausschließlich gegenüber Kunden aus Deutschland und Luxemburg. Sie bestehen ausschließlich in Euro und wurden zum Nennwert bewertet. Die Forderungen sind im neuen Wirtschaftsjahr zu 100,0 % bereits zugeflossen, Wertberichtigungen wurden nicht gebildet.

2.3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Ausgewiesen sind Anteile an Investmentfonds, die von der Gesellschaft selbst verwaltet sind. Die Anteile wurden im Wesentlichen mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Werden Anteile an den Investmentfonds veräußert, so wird unterstellt, dass die zuerst erworbenen Anteile auch zuerst veräußert werden (first in, first out).

Bei allen Positionen handelt es sich nicht um den Handelsbestand der Gesellschaft, sondern um eine Liquiditätsreserve.

Die Fondsanteile sind insgesamt börsenfähig, aber nicht börsennotiert.

2.4. Beteiligungen

Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 mit 67.500,00 CHF oder 9,0% an der Keynote Funds AG mit dem Sitz in Zürich beteiligt. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt 750.000,00 CHF. Der Beteiligungsansatz wurde auf Grund der andauernden Verlustsituation dieser Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an dieser Gesellschaft sind nicht börsenfähig und auch nicht börsennotiert.

2.5. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hat sich mit Vertrag vom 02.02.2017 an der CashFlowTV GmbH beteiligt. Sie hat Ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Die Firma wurde im Laufe des Jahres 2018 geändert in Greiff Research Institut GmbH. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt am 31.12.2023 50.000,00 €. Die Gesellschaft hat sich mit 50.000,00 € oder 100 % an der Greiff Research Institut GmbH beteiligt. Außerdem wurde im Jahr 2018 eine Zahlung in die Kapitalrücklage dieser Gesellschaft in Höhe von 50.000,00 € geleistet. Der Jahresabschluss der Greiff Research Institut GmbH für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 29.075,88 € aus. Die Anteile wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Anteile an dieser Gesellschaft sind nicht börsenfähig und auch nicht börsennotiert.

2.6. Immaterielle Anlagewerte

Ausgewiesen werden Standard-Software sowie Ausgaben für das Customizing von Softwareanwendungen zur Kundenverwaltung und Portfolioanalyse, die auf dem Server installierten Betriebssysteme, die Kosten der Erstellung der eigenen Homepage, die Aufwendungen für die Domain "partnerlounge" und das Nutzungsrecht am Logo einer der in Ziffer 2.3. genannten Fonds. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

2.7. Sachanlagen

Ausgewiesen werden Wirtschaftsgüter, die der Gesellschaft länger als ein Jahr dienen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibung. Die Abschreibungen werden ausschließlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 800,00 € werden im Wirtschaftsjahr ihrer Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen (§ 6 Abs. 2 EStG). Bei den Sachanlagen handelt es sich insgesamt um Betriebs- und Geschäftsausstattung, die von der Gesellschaft für die eigene Tätigkeit genutzt wird. Der Brutto-Anlagespiegel ist auf der Folgeseite dargestellt.

2.8. Sonstige Vermögensgegenstände

Hier sind im Wesentlichen Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr mit der Greiff Research Institut GmbH (verbundenes Unternehmen) (T€ 197) und ein durchlaufender Posten mit einem Lieferanten (T€ 57) bilanziert. Die Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

2.9. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dieser Bilanzposition sind Aufwendungen für Beiträge, Veranstaltungen, Leasingsonderzahlung und Kfz-Steuern ausgewiesen, die das Geschäftsjahr 2024 oder spätere Jahre betreffen. Die Abgrenzung erfolgte ausschließlich zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Jahr 2024 oder auf spätere Jahre entfällt.

2.10. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In dieser Position waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Kreditkartenabrechnungen ausgewiesen, die im Januar abgerechnet wurden, jedoch noch das Jahr 2023 betrafen. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

2.11. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Hier sind Verbindlichkeiten aus Vertriebsvergütungen gegenüber der Hansainvest Hanseatische Investment GmbH ausgewiesen.

2.12. Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten (T€ 180), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 30) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 2) enthalten. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

2.13. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie gliedern sich wie folgt:

Rückstellung für Boni, die im Folgejahr an die Mitarbeiter bezahlt werden 210.200,00
Erstellung / Prüfung Jahresabschluss / Prüfung WpHG 54.000,00
264.200,00

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte undund ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.232,03 5.542,80 0,00 0,00 64.774,83
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.264,08 0,00 0,00 0,00 1.264,08
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.724,75 5.000,52 0,00 0,00 105.725,27
101.988,83 5.000,52 0,00 0,00 106.989,35
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 56.751,30 0,00 0,00 0,00 56.751,30
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
156.751,30 0,00 0,00 0,00 156.751,30
317.972,16 10.543,32 0,00 0,00 328.515,48
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.282,03 5.542,80 0,00 0,00 62.824,83
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.264,08 0,00 0,00 0,00 1.264,08
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.164,75 6.120,52 0,00 0,00 97.285,27
92.428,83 6.120,52 0,00 0,00 98.549,35
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 56.751,30 0,00 0,00 0,00 56.751,30
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
56.751,30 0,00 0,00 0,00 56.751,30
206.462,16 11.663,32 0,00 0,00 218.125,48
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.950,00 1.950,00
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.440,00 9.560,00
8.440,00 9.560,00
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
100.000,00 100.000,00
110.390,00 111.510,00

2.14. Genussrechtskapital

Ausgewiesen sind die Genussrechte der HANSAINVEST Finance I GmbH & Co. geschlossene Investmentkommanditgesellschaft, Hamburg, in Höhe von 1.000.000,00 € abzüglich der Verlustbeteiligung.

2.15. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 384.000,00 € und ist in 64.000 Nennwertaktien zu jeweils 1,00 € pro Aktie und in 64.000 Nennwertaktien zu jeweils 5,00 € pro Aktie eingeteilt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 7.680 eigene Aktien im Nennwert von 23.040,00 € zum Preis von 360.000,00 € an zwei neue Aktionäre veräußert. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde um den Nennwert dieser erworbenen Aktien erhöht. Der restliche Verkaufspreis der Aktien wurde mit 336.960,00 € den anderen Gewinnrücklagen gutgebracht.

3. Erläuterung zu bestimmten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge und Aufwendungen sind vollständig erfasst.

3.1. Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen, nicht festverzinslichen Wertpapieren resultieren aus Buchgewinnen bei Verkäufen von Fondsanteilen, die die Gesellschaft hält.

3.2. Die Provisionserträge und Provisionsaufwendungen betreffen Erträge und Aufwendungen aus Fondsberatungen.

3.3. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Kostenweiterbelastungen an die Greiff Research Institut GmbH (T€ 317), die Kostenweiterbelastungen PartnerLounge (T€ 111) die private Kfz-Nutzung der Mitarbeiter (T€ 29) und die nach dem AAG erstatteten Lohn- und Gehaltsaufwendungen.

3.4. In der Position Erträge aus Verlustübernahme ist der Ergebnisanteil der Genussrechtsgeberin (Tz. 2.14) des Jahres 2023 ausgewiesen.

3.5. Die sonstigen Steuern zeigen den Kfz-Steuer-Aufwand des Geschäftsjahres 2023 und Umsatzsteueraufwand des Vorjahres.

4. Sonstige Angaben

4.1. Erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Die Gesellschaft erbringt gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften und Kreditinstituten Dienstleistungen in Form der Anlageberatung und der Portfolioverwaltung im Sinne des WpIG.

4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen aus den Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Kfz-Leasingverträgen (T€ 187), den abgeschlossenen Leasingverträgen für Jobräder (T€ 16) und dem abgeschlossenen Mietvertrag für die Büroräume (T€ 214) zusammen.

4.3. Geschäftsführungsorgan

Zu Mitgliedern des Vorstandes waren im Geschäftsjahr 2023

Robert Habatsch, Bankkaufmann,

Volker Schilling, Bankkaufmann und

Udo Wedler, Bankkaufmann

bestellt. Die Gesellschaft wird durch einen Vorstand allein vertreten, wenn er alleiniger Vorstand ist oder wenn der Aufsichtsrat ihn zur Alleinvertretung ermächtigt hat. Sonst wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.

Das Vorstandsmitglied Volker Schilling ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 567.

4.4. Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr bis 2023 bestellt:

Edgar Mitternacht, Vorsitzender, Pensionär,

Balthasar Meier, stellvertretender Vorsitzender, Portfoliomanager (bis 28.02.2023),

Dr. Jörg Wilhelm Stotz, Geschäftsführer (ab 01.03.2023) und

Wolfgang Spang, Bankkaufmann.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütungen erhalten.

4.5. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren drei Vorstände (die gleichzeitig Aktionäre der Gesellschaft waren) und 23 Angestellte (14 männliche und 9 weibliche Angestellte) für die Gesellschaft tätig.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger entspricht am 31.12.2023 einem Vollzeitäquivalent von 21,43, hierin sind die Vorstände mit 3,0 enthalten.

4.6. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar exklusive Umsatzsteuer wird auf 39 T€ geschätzt. Dieser Betrag entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen mit T€ 23 sowie die Prüfung nach dem WPHG mit T€ 16.

4.7. Bilanzgewinn und Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 135.204,42 € verminderte sich um den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahre 2023 in Höhe von 339.308,69 € zu einem Bilanzverlust in Höhe von auf -204.104,27 €.

Der Vorstand schlägt vor, dass der Bilanzverlust in Höhe von -204.104,27 € in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen wird.

5. Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Freiburg, 15. März 2024

Robert Habatsch, Vorstand

Volker Schilling, Vorstand

Udo Wedler, Vorstand

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie dem Lagebericht 2023 der Greiff Capital Management AG, Freiburg, den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die Greiff Capital Management AG, Freiburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Greiff Capital Management AG, Freiburg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greiff Capital Management AG, Freiburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Baden-Baden, den 27.05.2024

Wissler & Protzen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Protzen, Wirtschaftsprüfer

Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns seitens des Vorstands der Greiff Capital Management AG

Der Vorstand schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinns zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 2 AktG durch die Hauptversammlung vor:

"Der Bilanzverlust 2023 in Höhe von -204.104,27 € wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen."

 

Freiburg, 17.06.2024

Robert Habasch, Vorstand

Volker Schilling, Vorstand

Udo Wedler, Vorstand

Aufsichtsrat der Greiff capital management AG, Freiburg

Beschlussfassung im Umlaufverfahren

Die Aufsichtsräte Dr. Jörg Stotz, Wolfgang Spang und Edgar Mitternacht fassen folgende Beschlüsse:

Grundlage der Beschlussfassung war der im Auftrag des Vorstands durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wissler & Protzen geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023.

Nach erfolgter Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 der GREIFF CAPITAL MANAGEMENT AG und ergänzenden Informationen seitens der Vorstände wird einstimmig beschlossen, dass der Aufsichtsrat über das Ergebnis der Prüfung an die Hauptversammlung zusammenfassend wie folgt berichtet:

"Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Vorschlag über die Verwendung des Bilanzverlustes keine Einwendungen zu erheben."

"In Übereinstimmung mit dem Vorstand wird die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung überlassen."

"Zusammenfassend stellen wir fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung Einwendungen nicht zu erheben sind und der aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Vorschlag über die Verwendung des Bilanzverlustes gebilligt werden. Wir empfehlen der Hauptversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses und die Beschlussfassung über die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzverlustes."

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zur Überwachung der Geschäftsführung vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats bzw. dem von ihm beauftragten Mitglied des Aufsichtsrats Besprechungen mit den Mitgliedern des Vorstands geführt sowie die Unterlagen und Berichte geprüft. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats wurden, soweit sie an den Verhandlungen nicht teilnahmen, jeweils zeitnah mündlich oder schriftlich unterrichtet.

Die Überwachung der Geschäftsführung bezog sich zum einen auf die Rechtmäßig-keit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung insgesamt wie auch einzelner Geschäftsführungsmaßnahmen, auf die Einhaltung der vorgegebenen Geschäftspolitik und zum anderen auf die beratende Erörterung zukünftiger Geschäftsführungsmaßnahmen.

Es wird daher einstimmig der Beschluss gefasst, dass der Aufsichtsrat hinsichtlich der Überwachung der Geschäftsführung an die Hauptversammlung zusammenfassend wie folgt berichtet:

"Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Überwachung sind gegen die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat empfiehlt die Entlastungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023."

Zur Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 sowie mit der Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) bestellen wir die Kanzlei Wissler & Protzen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Lange Straße 89, 76530 Baden-Baden. Der Vorstand wird umgehend den entsprechenden Auftrag erteilen.

Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.

 

Freiburg, 17.06.2024

Edgar Mitternacht, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Jörg Stotz, Mitglied des Aufsichtsrats

Wolfgang Sprang, Mitglied des Aufsichtsrats

Hauptversammlung

Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung

1. Gesellschafter

Das Grundkapital der Gesellschaft beläuft sich auf € 384.000,00 und ist in 64.000 Namensaktien von jeweils 1,00 € und weitere 64.000 Namensaktien von jeweils 5,00 € eingeteilt. Die Aktien werden gehalten von:

Aktien
Anzahl Wert
JAPIC 1 Beteiligungs GMBH 5.120 15.360,00
Robert Habatsch 6.400 19.200,00
Werner Lang 1.400 4.200,00
Markus Merkel 2.560 7.680,00
Edgar Mitternacht 33.000 99.000,00
Volker Schilling 44.400 133.200,00
Wolfgang Spang 9.720 29.160,00
Udo Wedler 25.400 76.200,00
128.000 384.000,00

2. Anwesenheit

Die Hauptversammlung fand am 24.06.2024, Beginn: 09.00 Uhr, statt und wurde per Videokonferenz durchgeführt. Anwesend waren sämtliche Aktionäre, sowie die Aufsichtsratsmitglieder Edgar Mitternacht und Wolfgang Spang, die gleichzeitig Aktionäre der Gesellschaft sind, sowie die Vorstände Robert Habatsch, Volker Schilling und Udo Wedler, die ebenfalls gleichzeitig Aktionäre der Gesellschaft sind. Ebenfalls anwesend waren Andreas Müller als Vertreter der JAPIC 1 Beteiligungs GmbH, sowie Aufsichtsratsmitglied Dr. Jörg Stotz.

Vorweg verzichteten die Teilnehmer der Hauptversammlung auf die Einhaltung von Form und Frist bei der Einberufung der Hauptversammlung.

3. Leiter der Hauptversammlung

Die Leitung der Hauptversammlung übernahm gemäß § 16 Abs. 1 der Satzung der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Greiff Capital Management AG, Edgar Mitternacht.

4. Vollversammlung

Der Leiter der Hauptversammlung stellte fest, dass Aktien im Nennwert von € 384.000,00 vertreten und alle Aktionäre anwesend oder durch einen Anwesenden vertreten waren und demzufolge eine Vollversammlung im Sinne von § 121 Abs. 6 AktG gegeben war. Die Hauptversammlung war somit beschlussfähig, da hierzu gemäß § 17 Abs. 1 der Satzung 75% des stimmberechtigten Kapitals anwesend sein muss.

5. Gegenstand der Hauptversammlung

Der Leiter der Hauptversammlung berichtete zur Tagesordnung:

5.1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023. Der Leiter der Hauptversammlung nahm den vom Vorstand aufgestellten und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wissler, Protzen und Partner geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2023 entgegen. Anschließend verlas der Leiter der Hauptversammlung den Bericht des Aufsichtsrats in dem festgestellt wurde, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2023 gebilligt werden. Sodann wurde der nachfolgende Beschluss gefasst, wobei der Leiter der Hauptversammlung die Abstimmung durch jeweiliges Handaufheben bestimmte:

"Der im Auftrag des Vorstands durch die Kanzlei Ruoff, Brodacz & Kollegen aufgestellte und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wissler & Protzen geprüfte Jahresabschluss wird in der dargestellten Form festgestellt und ist somit endgültig. Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 in Höhe von - 204.104,27€ wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen."

5.2. Der Leiter der Hauptversammlung erläuterte, dass nach § 120 AktG über die Entlastung des Vorstandes zu beschließen sei. Ausgeschlossen von der Beschlussfassung waren die Aktionäre, die im Geschäftsjahr 2023 gleichzeitig Vorstandsmitglieder waren. Der Leiter der Hauptversammlung empfahl den stimmberechtigten Aktionären, dem Gesamtvorstand Entlastung zu erteilen und damit die Verwaltung der Gesellschaft, bezogen insbesondere auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zu billigen. Nach kurzer Diskussion wurde dem Vorstand mit 51.800 Stimmen Entlastung erteilt. 76.200 Stimmen waren, wie vorstehend erläutert, von der Stimmabgabe ausgeschlossen. Damit wurde dem Gesamtvorstand Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 erteilt.

5.3. Der Leiter der Hauptversammlung erläuterte, dass nach § 120 AktG ebenfalls über die Entlastung des Aufsichtsrats zu beschließen sei. Ausgeschlossen von der Beschlussfassung waren die drei Mitglieder des Aufsichtsrats. Der Leiter der Hauptversammlung empfahl den stimmberechtigten Aktionären, dem Aufsichtsrat Entlastung zu erteilen und damit die Überwachung der Geschäftsführung der Gesellschaft, bezogen insbesondere auf das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2023 zu billigen. Nach kurzer Diskussion wurde dem Aufsichtsrat mit 85.280 Stimmen Entlastung erteilt. Wie oben erläutert waren 42.720 Stimmen von der Stimmabgabe ausgeschlossen.

5.4. Der Leiter der Hauptversammlung erläuterte, dass die Bestellung eines Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024 erforderlich sei. Nach kurzer Diskussion wurde die Kanzlei Wissler & Protzen zum Wirtschaftsprüfer bestellt. Der Vorstand wurde angewiesen, den entsprechenden Auftrag zu erteilen.

Herr Edgar Mitternacht erklärte, dass sämtliche vorstehenden Beschlüsse einstimmig und ohne Stimmenthaltungen gefasst worden seien und weitere Wortmeldungen nicht vorgelegen hätten.

Sodann wurde die Hauptversammlung von Herrn Edgar Mitternacht um 09.35 Uhr geschlossen.

 

Freiburg, 24. Juni 2024

Edgar Mitternacht, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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