PNEUHAGE SE
Selbe AdresseGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Linder seit 9.3.2023 | Prokura |
Frank Christian Schade seit 9.3.2023 | Prokura |
Andreas Burk seit 3.6.2019 | Prokura |
Johannes Kuderer seit 24.8.2017 | Geschäftsführer |
Wolfgang Butsch seit 12.12.2011 | Geschäftsführer |
Wolfgang Dr. Koppert seit 27.10.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pneuhage Management GmbH & Co. KGKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Vorbemerkung Die Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRA 104172 eingetragen und gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, sowie folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die im Jahr 2022 erworbene PNEUHAGE SE, Karlsruhe, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaft für die Vermittlung des tatsächlichen Bildes der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage nicht von Bedeutung ist. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die übrigen wesentlichen Beteiligungen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB (Anlage 5) ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die ausländischen Einzelabschlüsse wurden entsprechend dem Gliederungsschema der §§266 und 275 HGB umgestellt und - soweit wesentliche Abweichungen bestanden - nach § 308 HGB an die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angepasst. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Mit der Erstkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Obergesellschaft gegen die im Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Eigenkapitalwerte der Untergesellschaften aufgerechnet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Firmenwerte mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.566 werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Der Zeitraum von zehn Jahren entspricht der voraussichtlichen Dauer der Nutzbarkeit der erworbenen Kundenbeziehungen. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende passive Unterschiedsbetrag ist in Höhe von TEUR 1.235 ein technischer Unterschiedsbetrag, der im Wesentlichen aus thesaurierten Gewinnen im Zeitraum zwischen dem Erwerb und der Erstkonsolidierung der Beteiligungen resultiert und mit dem Gewinnvortrag verrechnet wurde. Der verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist aufgrund von besonderem Verhandlungsgeschick beim Erwerb der Beteiligungen (sog. lucky-buy) an der Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG entstanden. Der Ausweis erfolgt in einer gesonderten Position "Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt über eine Nutzungsdauer von rd. 16 Jahren. In 2022 wurden TEUR 42 erfolgswirksam aufgelöst. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Unrealisierte Kursgewinne, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung als Aufrechnungsunterschiede aufgedeckt werden, werden im Konzernabschluss erfolgsneutral in die "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen eliminiert. Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Werte des Jahresabschlusses der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Die Einzelabschlüsse wurden grundsätzlich nach deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsbestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze gemäß den bei der Pneuhage Management GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. In unwesentlichen Fällen unterbleibt eine Anpassung der Einzelabschlüsse. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, Geschäfts- oder Firmenwerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die individuell ermittelte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Bei seit dem 1. Januar 2012 erworbenen Firmenwerten erfolgt die planmäßige Abschreibung entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Zugrundelegung der erwarteten Kundenbindung von fünf Jahren. Früher erworbene Firmenwerte werden auf Grund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der erworbenen Wirtschaftsgüter über 15 Jahre abgeschrieben. Bei der französischen Tochtergesellschaft EROL S.A.S. erfolgen aufgrund der dort geltenden Vorschriften keine planmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen. Eine Anpassung erfolgt nicht, da dies für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Bei der Tochtergesellschaft RCW Reifengroßhandel GmbH erfolgt die planmäßige Abschreibung des Firmenwertes aus dem Einzelabschluss über 10 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. In Vorjahren wurde auch von der degressiven Methode Gebrauch gemacht. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven auf die lineare Methode wurde - sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt - grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen zwei und 25 Jahren. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr analog § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten bewertet und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Die Bewertung der Waren erfolgt, basierend auf den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten, zum gleitenden Durchschnittspreis. Für Waren mit eingeschränkter Gängigkeit wurden entsprechende Abschläge angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten und angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse enthalten außerdem angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In der Regel wurden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von grundsätzlich 1 % des Nettoforderungsbestandes gebildet. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für kongruent rückgedeckte Pensionen sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages, dessen Wert sich nach dem beizulegenden Zeitwert ihres Rückdeckungsanspruches bestimmt, gebildet. Deckungsvermögen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurde mit dem Zeitwert angesetzt und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Dabei wurden Erträge aus den Rückdeckungsversicherungen mit den entsprechenden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei den übrigen Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens im Konzernanlagenspiegel ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Zur Entwicklung der im Anlagevermögen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF) sind nach DRS 23 Tz. 208 nachfolgende Angaben zu machen:
2. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 584 (i. V. TEUR 639) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Die im Eigenkapital ausgewiesenen Kapitalanteile enthalten das Festkapital der Gesellschafter der Muttergesellschaft. Das Konzerneigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:
5. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 12.683 (z. B. Resturlaubsansprüche, Provisionen, Überstundenguthaben, Sonderzahlungen, Schwerbehindertenausgleichsabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge), Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 117 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.853 (z. B. Jahresabschlussprüfungskosten, Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Nutzungsausfällen an Mietobjekten, Prozesskosten). 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 2,5 Mio. durch Grundpfandrechte besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Mit Ausnahme der dargestellten Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Verbindlichkeiten haben alle übrigen Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 8. Passive latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerten, Sachanlagen, Urlaubsrückstellungen und Drohverlustrückstellungen ermittelt Dabei werden bei der Pneuhage Management GmbH & Co. KG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB erfolgt keine Aktivierung von aktiven latenten Steuern. Im Geschäftsjahr ergab sich eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer auf die zeitlichen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen sowie auf Verlustvorträge. Bei einer Tochtergesellschaft wurden passive latente Steuern in Höhe von EUR 125.627,39. (i. V. EUR 97.200) bilanziert. Des Weiteren werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen auf Konzernebene entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der §§ 274 und 306 HGB angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Gewerbesteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Pneuhage Management GmbH & Co. KG von aktuell 14,76 %. Im Berichtsjahr ergaben sich aktive latente Steuern nach § 306 HGB zum Stichtag in Höhe von EUR 119.000,00 (i. V. EUR 88.000,00). Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Angabe zur Entwicklung der passiven latenten Steuern nach § 314 Abs. 1 Nr. 22 HGB:
II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche:
Die Umsatzerlöse verteilen sich geografisch wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 612 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 293), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 236), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 67) sowie Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 16). Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 238.715,10 (i. V. EUR 216.232,27), im Posten "Löhne und Gehälter" erstattete Lohnzahlungen nach § 56 IfSG in Höhe von EUR 74.184,03 enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 570 ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Forderungsverluste und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
5. Finanzergebnis Erträge aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens in Höhe von EUR 6.930,27 (i. V. EUR 6.786,52) wurden mit Zinsen aus der Aufzinsung der kongruent rückgedeckten Pensionsrückstellungen in gleicher Höhe saldiert ausgewiesen. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steueraufwand in Höhe von EUR 42.224,39 (i. V. EUR 91.274,00) enthalten. 7. Ergebnis nicht beherrschender Anteile Das Ergebnis nicht beherrschender Anteile betrifft in voller Höhe die Anteile anderer Gesellschafter an den Jahresergebnissen der einbezogenen Tochterunternehmen. F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. 2. Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen:
3. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs im Konzern beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
4. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Für das Logistikzentrum in Speyer wurde im Zuge der Umstrukturierung und Erweiterung des Reifenzentrallagers am 24. Juli 2018 mit der HEMANIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Speyer KG, Pullach, ein neuer Immobilien-Leasing-Vertrag abgeschlossen. Das Bestandsobjekt wurde vom Leasingnehmer in der Vergangenheit bereits genutzt. Die Leasingzeit für den Erweiterungsbau begann am 1. September 2019 mit der Übernahme des Anbaus. Die Leasingzeit endet am 31. Dezember 2038. Zweck und Vorteil der Leasingvereinbarung ist die Verbesserung der Finanzierungsstruktur des Konzerns, wobei die Mehrheit der Chancen und Risiken aus der Investition beim Leasinggeber verbleiben. Restrisiken bestehen in der künftigen Belastung aus der Leasingvereinbarung, da die finanziellen Verpflichtungen bis zum Laufzeitende von den Gesamtinvestitionskosten abhängen. Auf Basis der aktuellen Kalkulation ergibt sich für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. August 2034 eine Monatsmiete von rund TEUR 211, welche in Höhe von TEUR 10 mit der Mietvorauszahlung verrechnet wird, so dass sich ein Liquiditätsabfluss von TEUR 201 pro Monat ergibt. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen in Form einer gesamtschuldnerischen Haftung aus Schuldbeitritt für ausgereichte Kredite und Avale verschiedener Kreditinstitute an die Pneuhage Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Ettlingen. Zum Bilanzstichtag betrug die Höhe der gesamtschuldnerischen Haftung TEUR 600 (i. V. TEUR 1.091). Die Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Der Gesamtbetrag am Bilanzstichtag beträgt TEUR 105.723. Die Verbindlichkeiten aus Dauerschuldverhältnissen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die in der Konzernbilanz unter den liquiden Mitteln ausgewiesen sind, abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen sind.
Im Saldo der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge über die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 293), unrealisierte Kursgewinne (TEUR 15), Erträge aus der Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 42), Forderungsverluste (TEUR 504), Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 160) sowie unrealisierte Kursverluste (TEUR 33) enthalten. 7. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Am Bilanzstichtag stehen TEUR 59.300 beim Mutterunternehmen zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung, welche in Höhe von TEUR 58.000 auf die Kapitalrücklage und in Höhe von TEUR 1.300 auf den Bilanzgewinn entfallen. 8. Organe des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung obliegt der Pneuhage Management Beteiligungs GmbH, Wien/Österreich (österreichisches Firmenbuch 463567t), als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB verzichtet. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bezüge des Beirats belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 29. 9. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag hat der Konzern den Betrieb des Großhandelsunternehmens GEWE Reifengroßhandel GmbH, Kaiserslautern, im Wege eines Asset Deals übernommen. Ferner übernimmt der Konzern die Mehrheit der Anteile an der RR Team GmbH, Laubach. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 10. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
11. Konzernzugehörigkeit Die Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis an Unternehmen auf, in welchen die Pneuhage Management GmbH & Co. KG einzubeziehen ist. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Pneuhage Management GmbH & Co. KG werden im Unternehmensregister offengelegt. 12. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 1.300.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Karlsruhe, 27. Juli 2023 Pneuhage Management GmbH & Co. KG vertreten durch Pneuhage Management Beteiligungs GmbH Geschäftsführung Johannes Kuderer Peter Schütterle Dr. Wolfgang Koppert Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Dieser Konzernlagebericht bezieht sich auf den Pneuhage-Konzern (im Folgenden: "wir", "das Unternehmen", "der Konzern", "die Unternehmensgruppe"). Die Pneuhage Management GmbH & Co. KG ist Konzernmuttergesellschaft folgender in den Konsolidierungskreis einbezogener Tochtergesellschaften:
Mit den acht zuerst genannten inländischen Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Ergebnisabführung beinhaltet auch den Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft. Mit Wirkung zum 1.1.2022 hat das neu gegründete Unternehmen RCW Reifengroßhandel GmbH, an dem ausschließlich die Pneuhage Management GmbH & Co.KG beteiligt ist, den Betrieb des Großhandelsunternehmens Reifen Center Wolf GmbH & Co. KG im Wege eines Asset Deals übernommen. Mit Wirkung zum 1.1.2023, somit nach dem Bilanzstichtag, hat das ebenfalls neugegründete Unternehmen GEWE Reifen- und Rädergroßhandel GmbH, ein Tochterunternehmen, dessen Anteile ausschließlich von der Pneuhage Management GmbH & Co.KG gehalten werden, den Betrieb des Großhandelsunternehmens GEWE Reifengroßhandel GmbH im Wege eines Asset Deals übernommen. Der Verkauf der beiden Betriebe erfolgte aus Altersgründen der bisherigen Unternehmensinhaber. Wir sehen in den Übernahmen und der Integration beider Unternehmen in den Pneuhage Unternehmensverbund die Chance, deren Wachstum und Profitabilität, aber auch das unserer Großhandelssparte Interpneu auszubauen und die Bedeutung der Pneuhage Unternehmensgruppe bei unseren Industriepartnern zu steigern. Die Pneuhage Management GmbH & Co. KG hält zudem seit November des vergangenen Jahres sämtliche Anteile an der aus Wesentlichkeitsgründen derzeit noch nicht in den Konzernabschluss einbezogenen PNEUHAGE SE, Karlsruhe. Unser Kerngeschäft ist der Vertrieb von Reifen und Rädern für nahezu alle Einsatzzwecke. Hierzu zählen insbesondere Consumer-Reifen (inkl. Off-Road, Run-on-Flat und Leicht-Lkw), Nutzfahrzeugreifen (Lkw, Stapler), Landwirtschaftsreifen sowie Reifen für Motorräder und Erdbewegungsmaschinen (EM). Ferner vertreiben wir Stahl- und Leichtmetallfelgen für alle Fahrzeugarten. Der Einzelhandel erbringt für alle Produkte auch die notwendigen Dienstleistungen und Montagen. Mit über 400 Servicemobilen unterstützen wir unsere Nutzfahrzeugkunden durch Vor-Ort-Montage und Fuhrparkchecks direkt während der Standzeiten auf den Betriebshöfen. Unsere Produkte bieten wir markenunabhängig und vor allem nutzerorientiert an, mit dem Ziel die Laufleistung zu optimieren, den Verbrauch zu verringern und Kosten zu sparen. Basis ist die langjährige Erfahrung mit einer großen Bandbreite an Produkten zahlreicher Hersteller sowie der eigenen Runderneuerungsbetriebe. ORGANISATION- UND KONZERNSTRUKTUR Dem Einzelhandelsbereich sind am 31.12.2022 folgende Gesellschaften zuzurechnen:
Im Großhandelsbereich sind folgende Gesellschaften aktiv:
Reifenproduktion für Runderneuerungen im Nutzfahrzeugbereich zum 31. Dezember 2022:
Holding:
Das Einzelhandelsgeschäft wird im Wesentlichen regional an unseren inländischen Standorten durchgeführt. Die Aktivitäten des deutschen Großhandels betreffen dagegen überregional das Inland und das europäische Ausland. Die von uns produzierten Runderneuerungen werden weitgehend über das eigene Einzelhandelsnetz vertrieben. Infolge der engen Vernetzung unserer Organisation gewährleisten wir unseren Kunden, Privatkunden als auch gewerblichen Kunden, die jederzeitige Bereitstellung unserer Produkte und Services. Alle Pneuhage Konzerngesellschaften legen äußersten Wert auf die Zufriedenheit unserer Kunden. Dass wir als kundenorientiert wahrgenommen werden, belegen zahlreiche Wertungen und Preise in den zurückliegenden Jahren. Dass wir auch der Thematik Nachhaltigkeit hohe Beachtung entgegenbringen, belegt die Auszeichnung der Pneuhage-Gruppe mit dem Europäischen Transport-Preis für Nachhaltigkeit 2022 in der Kategorie Reifen und Reifen-Peripherie, verliehen durch das Medium "Transport" mit folgender Begründung: "Das breite Markensortiment der Pneuhage-Gruppe ermöglicht es, die Reifen anzubieten, die eine möglichst hohe Laufleistung gewährleisten. Der angebotene Vor-Ort- Service für Nutzfahrzeuge spart Wege und Zeit. Die Runderneuerungswerke sorgen für einen optimalen Produktlebenszyklus durch die Wiederverwertung der Karkassen abgefahrener Nutzfahrzeugreifen, wodurch mehrere Tausend Tonnen Rohstoffe wie Rohöl, Stahl, Energie und Wasser geschont werden." Pneuhage wurde 1953 gegründet und hat sich zu einem der größten freien Reifenfachhändler in Deutschland entwickelt. Alleiniger Anteilseigner der Pneuhage Management GmbH & Co. KG und damit Inhaber der Pneuhage-Gruppe ist Peter Schütterle. Bezogen auf den Einzelhandel sind wir je nach Niederlassung regionaler Marktführer oder werden mindestens als wesentlicher Marktteilnehmer angesehen. In Regionen, in denen wir weniger stark vertreten sind, setzen wir auf Partnerschaften mit anderen Reifenfachhändlern. Die Pneuhage Unternehmensgruppe verfügt über 161 Filialen der Pneuhage Reifendienste, der First Stop und von Reifen Ehrhardt. Darüber hinaus arbeitet die Unternehmensgruppe eng zusammen mit einem Netz von 947 (Vorjahr 913) Partnerbetrieben. Alleine 715 (Vorjahr 704) davon gehören dem 2014 eingeführten Partnersystem Reifen 1+ an. Unsere Partnersysteme sind für viele Reifenhändler und Werkstätten besonders interessant, weil die Teilnahme daran zusätzlich zu bereits vorhandenen Werkstattkonzepten möglich ist, sodass die lokale und etablierte Corporate Identity weiter bestehen bleiben kann. Die Zahl der Reifenservicestationen des Pneuhage-Netzwerkes summiert sich Stand 1. Februar 2023 somit auf 1.108 Standorte (1.078 zum 1. Februar 2022). Darüber hinaus betreibt Pneuhage das Lkw-Flottennetzwerk PNEUNET, in dem die Pneuhage Unternehmensgruppe, einige Partnerunternehmen sowie mehrere unabhängige Reifenfachhändler ihre Produkte und Dienstleistungen vermarkten. Nur geprüfte Reifenservicebetriebe mit Zugang zu allen gängigen Reifenmarken werden dazu zugelassen und entsprechend auf die Anforderungen und die Systeme geschult. Große Flottenkunden nehmen den täglich rund um die Uhr verfügbaren Pannen- und Mobilservice dieses Netzwerks an über 500 Stationen in Deutschland, Polen, Österreich, Schweiz, Dänemark und Spanien in Anspruch. Des Weiteren sind die Pneuhage-Betriebe und die Mehrzahl der Reifen 1+ Partner in das von Vergölst organisierte Fleetpartner-Netzwerk eingebunden und stellen damit für große Pkw-Flottenkunden die notwendige Flächenabdeckung sicher. Reifen 1+ fungiert zudem als Stützpunkthändler für die Exklusivmarken Westlake und Yokohama. Die Großhandelssparte Interpneu der Pneuhage ist auf die Marktführerschaft in Deutschland ausgerichtet. Hier rechnen wir uns zu den Top 3 der Branche. Neben dem Inlandsgeschäft bauen wir konsequent auch das Großhandelsexportgeschäft aus. Neben Fremdmarken vertreibt Pneuhage auch eine eigene Marke: "Platin" hat sich sowohl am Reifen- als auch am Räder-Markt einen Namen gemacht. Die Eigenmarke schafft eine besondere Qualität der Kundenbindung. Inzwischen werden über 200 verschiedene Platin-Dimensionen angeboten. Daneben vertreibt das Unternehmen auch Reifenexklusivmarken wie bspw. Tracmax (Crowntyre Industrial), Riken (Michelin) oder Westlake (Zhongce Rubber). Wir rechnen damit, dass das Quality-Segment, zu dem diese Marken gerechnet werden, in den nächsten Jahren stärker nachgefragt wird als Reifen aus dem Premium-Segment. Der Ersatzmarkt für Reifen und Räder unterliegt saisonalen Schwankungen. Für den Geschäftsverlauf der Branche ist neben dem Frühjahrsgeschäft, bei dem die Umrüstung der Personenkraftwagen von Winter- auf Sommerbereifung erfolgt, vor allem das Wintergeschäft ausschlaggebend. Das Wintergeschäft beinhaltet neben der Ausrüstung der Pkw mit Winterreifen auch die wegen der winterlichen Witterung notwendige Neubereifung der Lkw-Flotten mit Winter- oder neuen Lenkachsreifen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Multiple Krisen im vergangenen Jahr (v. a. Krieg, Sanktionen, Inflation, Anhebung der Leitzinsen durch viele Zentralbanken, Energieknappheit, Lieferkettenprobleme, Null-Covid in China, Arbeitskräfteknappheit) und damit einhergehend eine signifikante Volatilität dämpften im Jahr 2022 die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. Gemäß IHS Markit (Stand: Januar 2023) wuchs die Weltwirtschaft im zurückliegenden Jahr daher nur um 3,0 %, im Vorjahr dagegen noch um 6,0 %. In den USA stieg das BIP um 2,0 % (Vorjahr 5,9 %), in Europa um 3,5 % (Vorjahr 5,4 %) und in Deutschland um 1,9 % (Vorjahr 2,6 %). WETTBEWERBSSITUATION UND ENTWICKLUNG DER BRANCHE Wettbewerbssituation der Branche Nach Angaben des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) bieten Anfang 2023 im deutschen Reifenfachhandel 3.218 (Vorjahr 3.346) Unternehmen Produkte und Dienstleistungen an 4.560 (Vorjahr 4.965) Standorten an. 1.828 (Vorjahr 1.979) dieser Unternehmen werden dem freien Reifenfachhandel mit 2.512 (Vorjahr 2.611) Outlets zugerechnet. 1.108 (Vorjahr 1.078) dieser Outlets entfallen auf die Pneuhage Gruppe und deren Vertriebspartner:
Auf den gebundenen Reifenfachhandel, dieser beinhaltet die Vertriebsketten der Reifenindustrie sowie industrienahe Kooperationen, entfallen nach Angaben des BRV 1.390 (Vorjahr 1.229) Anbieter mit 2.048 (Vorjahr 2.160) Standorten. Die Struktur der anbieterseitigen Marktakteure hat sich 2022 im Produktsegment Pkw-Reifen wie folgt verändert: Spezialisierte Reifenhandels- und -servicebetriebe sowie freie Kfz Werkstattbetriebe erhöhten weiter ihren Distributionsanteil auf 69 % (Vorjahr 66 %). Autohäuser und markengebundene Werkstätten kommen auf 20 % (Vorjahr 22 %), Fachmärkte und Sonstige auf 4 % (Vorjahr 3 %). Der Anteil des B2C- Onlinehandels verringerte sich auf 7% (Vorjahr 9 %). Angesichts immer komplexerer Rad-Reifen-Kombinationen vertrauen die aller meisten Endverbraucher eher auf die Kompetenz der professionellen Reifenexperten. Im Segment Lkw-Reifen ist der Reifenhandel ohne freie Kfz-Werkstätten aufgrund der Produktdiversität und einem hohen Beratungs- und Servicebedarf traditionell der dominierende Vertriebskanal. Er hielt auch 2022 seinen Distributionsanteil von 90 %. (Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. | BRV | Bonn | 01.02.2023) Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ist der Bestand zugelassener Kraftfahrzeuge in Deutschland 2022 auf 53,1 Millionen Einheiten angestiegen (+0,6 %). Die Zahl neuzugelassener Pkw hat sich erhöht (+1,1 %), während die Zulassungen von Nutzfahrzeugen deutlich zurückgingen (-11,0 %). Die Zahl der Zulassungen aller Kfz liegt im zurückliegenden Jahr mit 3,0 Mio. Einheiten weiterhin unter dem Vorpandemie-Niveau: 2019 wurden 4,0 Mio. Kraftfahrzeuge neu zugelassen.
(Quelle: Verband der Automobilindustrie e.V.) Der VDA erwartet für das aktuelle Jahr für E-Pkw aufgrund der zum Jahresende 2022 gestrichenen Förderung einen Absatzrückgang von etwa 8 % gegenüber dem Vorjahr und eine Verminderung des Anteils dieser Fahrzeuge an den gesamten Pkw-Zulassungen um 3 % auf 28 %. ENTWICKLUNG DER BRANCHE Nach Angaben des Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. (BRV) wurden 2022 rund 46,3 Mio. Fahrzeugreifen im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft. Nach dem elfprozentigen Einbruch im "Coronajahr" 2020 hatte der Stückabsatz im Geschäft mit privaten und gewerblichen Endverbrauchern 2021 um 2,1 % wieder zugelegt. Zahlreiche Krisen im vergangenen Jahr (siehe Gesamtwirtschaftliche Entwicklung) wirkten sich belastend auf unsere Branche aus, sodass dem Aufwärtstrend 2021 im zurückliegenden Jahr ein Rückgang der verkauften Reifenmenge im Jahresvergleich von 4,3 % gegenübersteht. Die Absatzrückgänge zeigen sich durchgängig in allen Marktsegmenten, vom dominierenden Segment Consumer-Reifen (knapp 90 % Anteil am Stückabsatz) über die deutlich kleineren Segmente Lkw-Reifen (rd. 5,9 % Absatzanteil) und Motorradreifen (3,6 % Anteil) bis hin zu den Nischensegmenten FARM (Reifen für land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge) und EM (Reifen für vornehmlich in der Baubranche und im Bergbau genutzte Erdbewegungsmaschinen), die es absatzmäßig zusammen auf rd. 0,6 % Anteil am Reifenersatzmarkt bringen. Die Menge abgesetzter Consumer-Reifen verminderte sich um 4,7 % auf 41,6 Mio. Stück. Dieser Rückgang ist auf Pkw- und Off-Road-Reifen zurückzuführen, deren Absatz in Summe um 5,2 % schrumpfte. Leicht-Lkw-Reifen konnten sich demgegenüber mit einem Zuwachs von 0,5 % behaupten. Bei einer Betrachtung der Consumer-Reifen nach Saison- und Ganzjahresreifen zeigt sich, dass Ganzjahresreifen um 2,5 % zulegten, während Sommer- und vor allem Winterreifen Stückzahleneinbußen verzeichneten, nämlich 4,6 % bzw. 9,8 %. Als Gründe für die rückläufige Volumenentwicklung nennt der BRV die weiter rückläufige Fahrleistung, gesunkene Pkw-Neuzulassungszahlen und Kaufzurückhaltung seitens der Autofahrer wegen gestiegener Produktpreise und inflationsbedingter Kaufkraftverluste im vergangenen Jahr. Bei den Ganzjahresreifen mache sich zudem ein gewisser Sättigungseffekt bemerkbar, und zweistellige Zuwachsraten wie in Vorjahren seien künftig nicht zu erwarten. Das Segment Lkw-Reifen blieb mit einem leichten Mengenrückgang um 0,8 % nahezu stabil. Neureifen verzeichneten einen geringeren Rückgang (-0,5 %) als runderneuerte Reifen (-1,4 %), die unverändert einen Anteil von knapp 28 % des Segments ausmachen. Der Absatz an Motorrad- und Scooterreifen blieb 2022 mit knapp 1,7 Millionen Stück nahezu unverändert. In den Nischensegmenten zeigten sich dagegen ähnliche Absatzrückgänge wie im Consumersegment: FARM -4,2 %, EM -5,1 %. B. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von RCW Reifengroßhandel GmbH in den Konzernabschluss der Pneuhage Unternehmensgruppe per 1.1.2022 ("RCW-Einbeziehung") ist im Berichtsjahr 2022 die Vergleichbarkeit einiger Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr leicht eingeschränkt. Nachfolgend werden daher ausgewählte Sachverhalte zum Zwecke der Vergleichbarkeit zusätzlich auf einer Like-for-Like Basis, somit portfoliobereinigt um den Einbeziehungeffekt dargestellt. Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen steigerte die Pneuhage-Unternehmens-gruppe auch 2022 die Umsatzerlöse sowie den Rohertrag und erreichte nahezu das hohe Jahresergebnis des Vorjahres. Durch die erstmalige RCW-Einbeziehung ist die Menge der durch die Pneuhage Unternehmensgruppe verkauften Waren insgesamt gestiegen, bereinigt um den RCW-Einbeziehungseffekt hat sie sich vermindert. Trotzdem legten die Umsätze ohne RCW aufgrund höherer Absatzpreise um 8,8 % zu. Dies liegt zum einen an dem Trend zu größeren, somit hochpreisigen Reifen. Zum anderen haben wir den Anstieg der Einstandspreise der bezogenen Waren durch die Reifen- und Felgenindustrie im zurückliegenden Jahr zum Anlass genommen, die Verkaufspreise unserer Waren marktverträglich anzupassen. Unter Einbeziehung von RCW wuchs der Gruppenumsatz um 17,6 % auf 908,3 Mio. EUR. Das Rohergebnis erhöhte sich portfoliobereinigt um 8,8 % und mit RCW-Einbeziehung um 12,8 % auf 256,1 Mio. EUR. Das Jahresergebnis liegt mit 28,4 Mio. EUR nur leicht unter dem hohen Vorjahresergebnis (29,0 Mio. EUR). Der Pneuhage-Konzern baute 2022 über alle Produktgruppen hinweg bei den in Deutschland vermarkteten Reifen seinen Marktanteil aufgrund der erstmaligen Mitberücksichtigung von RCW auf 10,1 % aus (Vorjahr 8,4%). Für die ausländischen Märkte liegen uns keine Branchenzahlen vor. Die nachfolgende Übersicht stellt die Stückzahlenveränderung im Vergleich zum Vorjahr der Pneuhage-Unternehmensgruppe und des deutschen Absatzmarkts gegenüber (in den Zahlen des Vorjahres ist RCW nicht berücksichtigt):
Lässt man den Mengenzuwachs aus der erstmaligen Einbeziehung von RCW außer Acht, verzeichnete der Pneuhage-Konzern mit -8,1 % einen größeren Stückzahlenrückgang als der Markt (-4,3 %). Eine Vielzahl an Reifenhändlern hat im zurückliegenden Jahr in dem Bemühen, drohenden Warenengpässen nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine vorzubeugen, zeitweise einen Überbestand insbesondere an Saisonware aufgebaut, was wiederum zu einem Überangebot am Markt führte. Trotz des resultierenden Preisdrucks lag unser Fokus weiter stärker auf Marge als auf Umsatz. Die Pneuhage Unternehmensgruppe setzte 2022 im Inland für das Consumer-Segment 9,1 % weniger ab als im Vorjahr, unter RCW-Einbezug erhöhte sich die Verkaufsmenge des Konzerns um 16,8%, während der Markt insoweit um 4,7 % schrumpfte. Im Nutzfahrzeugsegment entwickelte sich die Unternehmensgruppe etwa wie der Markt (-1,1 %) bzw. erreichte mit der erstmaligen Hinzurechnung der RCW-Stückzahlen knapp das Vorjahresniveau (-0,1 %). C. ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse der Pneuhage-Unternehmensgruppe entwickelten sich 2022 wie folgt:
Die Konzernumsätze erhöhten sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % auf 908,3 Mio. EUR und bereinigt um den Effekt aus der erstmaligen RCW-Einbeziehung um 8,8 %. Unsere Umsatzprognose haben wir damit übertroffen. Unter Einschluss der Bestandsveränderungen ergibt sich daraus eine um 17,5 % gestiegene Gesamtleistung. Der Anteil der im Ausland generierten Umsatzerlöse beläuft sich auf 21,5 % (Vorjahr 26,2 %). Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich auf 71,8%, ohne RCW beträgt diese wie im Vorjahr 70,6%. Das Rohergebnis erhöhte sich um 12,8% auf 256,1 Mio. EUR. Bezogen auf die Gesamtleistung ergibt sich daraus eine Marge von 28,2 %. Ohne den RCW-Einbeziehungseffekt beträgt der Anstieg des Rohergebnisses 8,6 %. Dieser Anstieg resultiert bei einem insgesamt rückläufigen Warenabsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr auf im Durchschnitt gestiegenen Roherträgen je Stück. Portfoliobereinigt beträgt die Marge wie im Vorjahr 29,4 %. Der Personalaufwand erhöhte sich 2022 verglichen mit dem Vorjahr um 6,1 % und unter RCW-Einbeziehung um 10,6 % auf 111,0 Mio. EUR. Die Löhne und Gehälter unserer Mitarbeitenden haben wir angesichts der allgemeinen Preisentwicklung stärker angehoben als in zurückliegenden Jahren. Ferner haben wir aufgrund der Anhebung der gesetzlichen Mindestlohngrenze Anpassungen rückwirkend ab Juli (nicht erst ab Oktober) und auch wie in den Vorjahren über das gesetzliche Niveau hinaus vorgenommen. Die Mitarbeiterzahl ohne Auszubildende der Pneuhage Unternehmensgruppe hat sich per 31.12.2022 im Vergleich zum Vorjahr um 240 auf 2.506 Mitarbeitende erhöht (+10,6 %), der Zuwachs entfällt vor allem auf die erstmalige Berücksichtigung von RCW (136) und darüber hinaus auf eine Zunahme an Vollzeit- (69) sowie Teilzeitkräften und geringfügig Beschäftigten (zusammen 35). Die Personalintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) der Pneuhage Unternehmensgruppe hat sich erneut verringert, nämlich von 13,0 % auf 12,2 %. Die Abschreibungen erhöhten sich 2022 um 2,2 Mio. auf 8,3 Mio. EUR. Knapp 1,6 Mio. EUR entfallen auf RCW. Davon betreffen 0,6 Mio. EUR die planmäßige Abschreibung des im Rahmen der Akquisition dieses Unternehmens entstandenen Geschäfts- und Firmenwerts über zehn Jahre. Das Konzernjahresergebnis beträgt einschließlich RCW 28,6 Mio, EUR. Das geplante Ergebnis wird damit übertroffen. Ohne die RCW-Einbeziehung beliefe sich das Ergebnis auf 31,0 Mio. EUR. Die Geschäftsentwicklung von RCW war im zurückliegenden Jahr durch erforderliche Anpassungen in der Lagerlogistik, einem geringen Warenbestand zu Jahresbeginn und der Integration des Unternehmens in die Konzernstruktur beeinträchtigt. ENTWICKLUNG WESENTLICHER KENNZAHLEN:
ENTWICKLUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN REIFENGROSSHANDEL Auch 2022 gelang es unserem Großhandel trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Verfügbarkeit des Warensortiments zu gewährleisten. Auch die Auslieferung der Waren an unsere Kunden mittels Speditionsunternehmen und Paketdienstleistern wurde sichergestellt. Interpneu baute 2022 seine Außenumsätze trotz einer insgesamt rückläufigen Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahr aus, wobei die Sparte Commercial umsatzmäßig stärker wuchs als das Consumer-Segment. Letzteres war belastet von einem Rückgang der Felgenerlöse hervorgerufen durch inflationsbedingte Kaufkrafteinbußen auf der Nachfrageseite sowie vergleichsweise niedrigen Pkw-Neuzulassungen. Der Commercial-Bereich expandierte umsatzmäßig kräftig und zwar absatz- und vorrangig preisbedingt. Der gesamte Geschäftsbereich Großhandel steigerte den Vorjahresumsatz organisch um 6,9 % und einschließlich RCW um 22,2% auf 543,4 Mio. EUR. Bereinigt um die RCW-Einbeziehung generierte die Auslandsvermarktung ein höheres Umsatzwachstum (10,1 %) als das Geschäft mit Inlandskunden (5,1 %). Unter Berücksichtigung der RCW-Umsätze verringerte sich die Quote der Exporterlöse im Großhandel auf 34,7 % (Vorjahr 36,4 %). REIFENEINZELHANDEL Sämtliche Einzelhandelsgesellschaften setzten im Berichtsjahr weniger Consumer-Waren ab als im betreffenden Vorjahr. Im Commercial-Bereich konnten die Reifendienste und Reifen Ehrhardt an die Absatzmenge des Vorjahres anknüpfen. Der Absatzrückgang bei Commercial-Produkten von First Stop ist u.a. auf die Schließung von Niederlassungen zurückzuführen (2022 waren dies Mitte bzw. Ende Juli die Niederlassungen Hof und Freyung und Ende September die Niederlassung in Pfarrkirchen). Trotz des Stückzahlenrückgangs im Ganzen legte die Einzelhandelssparte des Pneuhage-Konzerns beim Umsatz aufgrund höherer erzielter Absatzpreise um 11,6 % zu auf 341,0 Mio. EUR. Die Erlöse konnten in beiden Segmenten gesteigert werden, im Commercial-Segment mehr als im Consumer-Segment. PRODUKTIONSBETRIEBE Das Runderneuerungsgeschäft wird durch die Pneuhage Reifenerneuerungstechnik und die als eigenständige Profit Center geführten Runderneuerungsbetriebe von Reifen Ehrhardt und First Stop ausgeübt. Das letztgenannte Unternehmen hat den bisherigen Runderneuerungsstandort in Möhnesee-Wippringsen im vergangenen Jahr geschlossen. Das Unternehmen konzentriert seine Runderneuerungsaktivitäten nun im Werk Friedberg am Standort der Firmenzentrale. Die Bündelung der Produktion an einem Standort soll Investitionen und Ausbau dieses Geschäftszweigs rentabel ermöglichen. Für die Abholung von Karkassen und Auslieferung von runderneuerten Lkw-Reifen hat das Unternehmen eine neue Belieferungsstruktur etabliert. Im Rahmen des Ausbaus der bestehenden Produktionsstätte in Friedberg wurde zudem zusätzliches Personal eingestellt. Im Berichtsjahr 2022 erwirtschaftete die Pneuhage-Gruppe Runderneuerungserlöse in Höhe von 23,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 8,6 %. Steigende Nfz-Reifenneupreise begünstigten den Verkauf von runderneuerten Reifen. MITARBEITER Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen stellt sich wie folgt dar:
Die Zahl der zum 31.12.2022 in der Pneuhage Unternehmensgruppe beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 240 Mitarbeitende auf 2.506 angestiegen (136 betreffen RCW). Die Ausbildungsquote hat sich auf 10,1 % verringert. Die Pneuhage-Gruppe bildete zum Jahresende insgesamt 253 junge Menschen aus und misst der Ausbildung Jugendlicher unverändert eine hohe Bedeutung zu. D. FINANZLAGE Der Zahlungsmittelbestand des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr erneut erhöht, nämlich um 11,4 Mio. EUR auf 50,5 Mio. EUR, RCW betreffen davon 4,2 Mio. EUR. Unter Einschluss der Bankguthaben in Höhe von 19,2 Mio. EUR, die zum Jahreswechsel 2021/2022 innerhalb der Bankkonten der Pneuhage-Gruppe überstellt wurden und den Empfängerkonten erst am ersten Bankarbeitstag 2022 gutgeschrieben wurden, ist dies tatsächlich ein Rückgang von 7,8 Mio. EUR. Der Vorratsbestand hat sich Ende 2022 deutlich erhöht auf 139,7 Mio. EUR. Lässt man den RCW-Ersteinbeziehungseffekt (13,0 Mio. EUR) unberücksichtigt, ist dies ein Anstieg von 38,5 %, für den hauptsächlich die Steigerung der Einstandspreise des eingelagerten Warenbestands ursächlich ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 9,1 Mio. EUR auf 62,4 Mio. EUR, bereinigt um RCW ist dies ein Rückgang von 14,5 Mio. EUR: Die Sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 18,0 Mio. EUR (19,2 Mio. davon sind die Folge der zuvor genannten Gutschrift der Ende 2021 "unterwegs befindlichen Bankguthaben" auf den Bankkonten unserer Hausbanken), während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8,9 Mio. EUR erhöhten. Mit dem Anstieg des Vorratsvermögens erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zwar signifikant auf 110,5 Mio. EUR. Ohne den RCW-Ersteinbeziehungseffekt (14,9 Mio. EUR) ist dies ein Anstieg von 22,7 %. Das Netto-Umlaufvermögen erhöhte sich dementsprechend um 6,6 Mio. EUR (+7,7 %). Die in der Konzernbilanz am 31.12.2022 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresende um 11,0 Mio. EUR auf 18,8 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf die Aufnahme eines Bankdarlehens durch die Pneuhage Management GmbH & Co.KG in Höhe von 12,0 Mio. EUR zur teilweisen Finanzierung der Übernahme des Betriebs der GEWE Reifengroßhandel GmbH durch die GEWE Reifen- und Rädergroßhandel GmbH zum 1.1.2023 zurückzuführen. Diesem Kreditmittelzufluss stehen Kredittilgungen im Konzern wie im Vorjahr von 6,7 Mio. EUR gegenüber. 2,8 Mio. EUR des Gesamtbetrags der Bankschulden hatten am 31.12.2022 eine Laufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr 0,7 Mio. EUR), 11,9 Mio. EUR von einem bis zu fünf Jahren (Vorjahr 2,9 Mio. EUR) und 4,1 Mio. von mehr als fünf Jahren EUR (Vorjahr EUR 4,2 Mio.). 2022 fielen Zinsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR an (Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Zinserträge einschließlich der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ergibt sich ein negatives Zinsergebnis von unverändert 0,8 Mio. Mio. EUR. INVESTITIONEN Der Pneuhage Konzern investierte 2022 EUR 23,0 Mio. (Vorjahr 10,1 Mio. EUR) in das Anlagevermögen, verteilt auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und Finanzanlagen. 7,6 Mio. EUR davon entfallen auf die Übernahme des Betriebs von Reifen Center Wolf durch RCW. Darin enthalten sind 6,5 Mio. EUR für den aus der erstmaligen Einbeziehung von RCW in den Konzernabschluss entstandenen Geschäfts- und Firmenwert. Ergänzt um diverse Aufwendungen für Digitalisierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Fertigstellung unseres neuen B2B-Online-Store (2022: 0,7 Mio. EUR, 2021:1,1 Mio. EUR), der die bisherige Plattform im vergangenen Jahr abgelöst hat (siehe hierzu Erläuterungen im Chancen- und Risikobericht), die Integration des Terminbuchs in unsere Websites (0,2 Mio. EUR) oder die Implementierung einer Fuhrparkmanagement Software (0,2 Mio. EUR) belaufen sich die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR). 2022 wurden Erweiterungs-, Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen in das Sachanlagevermögen im Umfang von 14,7 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr EUR 7,6 Mio.). Dieser Betrag setzt sich neben der Anschaffung von Sachanlagen im Zusammenhang mit der RCW-Betriebsübernahme in Höhe von 1,6 Mio. EUR aus einer Vielzahl an Anschaffungen bzw. der Herstellung von Vermögensgegenständen der Bilanzposten Betriebs- und Geschäftsausstattung, technische Anlagen und Maschinen und andere Anlagen unserer Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen zusammen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden weitere Ausgaben getätigt für die nun im zweiten Quartal in Betrieb genommene vollautomatisierte Komplettradmontage der Interpneu in Karlsruhe (2022: 2,2 Mio. EUR, 2021:1,0 Mio. EUR). Die ohne Anbauten 40 Meter lange Anlage bewältigt den größten Teil der täglichen Basisauslastung. Mit dieser Investition werden Schnelligkeit und hohe Qualität vereint. Dies ist erforderlich, da es in Saisonzeiten immer schwieriger wird, dafür ausgebildetes Personal zu finden. Durch die Automatisierung können wir den Output bei steigender Nachfrage in der Saison hochfahren. Einzigartig an der gemeinsam mit dem Hersteller entwickelten Montagestraße ist eine hohe Vielfalt an möglichen Rad- Reifen-Kombinationen. Entsprechend dem Sortiment von Interpneu an Reifen, Felgen- und Reifendruckkontrollsystemen kann die Anlage problemlos über 150.000 Anwendungen datenbankgesteuert kombinieren und verarbeiten. Selbst das Einziehen der Ventile erfolgt je nach Rad mit den richtigen Anzugmomenten. Entscheidend dafür sind die hinterlegten Daten, die das System auf dem jeweiligen Etikett ausliest. Mehrere Male im Prozess prüfen Scanner die korrekte Zuordnung aller Teile bis hin zur Programmierung des Reifendrucksensors und des vollständigen Zubehörs. Eine Fotodokumentation beweist am Ende den einwandfreien Zustand des Rades, bevor es zur Verpackung geht. Investiert wurde ferner in Lkw und Niederflurfahrzeuge (bspw. Schubmasterstapler, Kommissionierfahrzeuge). Bauliche Anpassungen in einzelnen Niederlassungen hatten zu aktivierende Mietereinbauten zur Folge. Aufgrund der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Kernsanierung unseres Verwaltungsgebäudes in Karlsruhe wurden zudem die Verwaltungs- und Geschäftsführungsbereiche neu möbliert. Die Investitionen in Finanzanlagen betragen 2022 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) und betreffen den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der PNEUHAGE SE. Den Investitionen in das Immaterielle- und Sachanlagevermögen stehen Abschreibungen von EUR 8,3 Mio. EUR gegenüber (Vorjahr 6,1 Mio. EUR), von denen 1,0 Mio. EUR RCW betreffen. E. VERMÖGENSLAGE Die Konzernbilanzsumme hat sich Ende 2022 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 64,2 Mio. EUR auf EUR 313,9 Mio. erhöht (+25,7%). 18,9 Mio. EUR dieser Zunahme betreffen RCW. Der Anstieg auf der Aktivseite verteilt sich auf das Vorratsvermögen (48,3 Mio. EUR), das Anlagevermögen (13,6 Mio. EUR), die flüssigen Mittel (11,4 Mio. EUR) und sonstige Aktiva (0,1 Mio. EUR), während sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 9,1 Mio. EUR verminderten. Der Anstieg des Anlagevermögens betrifft mit 7,2 Mio. EUR die RCW-Einbeziehung und zwar insbesondere den planmäßig über zehn Jahre abgeschriebenen, beim Erwerb des RCW-Betriebs entstandenen Geschäfts- und Firmenwert mit einem Buchwert am Bilanzstichtag in Höhe von 5,3 Mio. EUR. Die Bilanzverlängerung auf der Passivseite resultiert aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (32,6 Mio. EUR), des Konzerneigenkapitals (16,4 Mio. EUR), der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (11,0 Mio. EUR) sowie den Rückstellungen, den sonstigen Verbindlichkeiten, den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten (insgesamt 4,2 Mio. EUR). Der Anstieg des Eigenkapitals beruht hauptsächlich auf der Einzahlung in die Kapitalrücklage zu Lasten der Gesellschafterverbindlichkeiten (20 Mio. EUR). Dass sich die Gesellschafterverbindlichkeiten trotz dieser Maßnahme nicht verminderten, ist auf die Gewinngutschrift auf den Gesellschafterkonten zurückzuführen. Zwar erhöhte sich das Eigenkapital, gleichwohl verminderte sich die Eigenkapitalquote angesichts der Bilanzsummenerhöhung am Ende des Geschäftsjahres auf 29,4 % (Vorjahr 30,4 %). F. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Unter Risikomanagement versteht Pneuhage die Formulierung und Umsetzung von Maßnahmen, die geeignet sind, vorhandene Risiken zu erkennen, abzusichern, in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren, sie zu vermeiden oder in vertretbarem Rahmen bewusst zu akzeptieren. Der Kern des Risikomanagements ist ein internes Berichtswesen, das ein umfassendes monatliches Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht. Das Management ist für die Identifizierung und Bewertung der wesentlichen Risiken nach vorgegebenen Kriterien verantwortlich. Auf Basis einer umfassenden Risikoinventur berichten die Risikobeauftragten der einzelnen Abteilungen sowie die interne Revision im Rahmen eines wiederkehrenden Reporting über die Veränderungen von erkannten Risiken und Entwicklungen, die zu wesentlichen Risiken werden können. Zudem unterstützen regelmäßige Managementmeetings, flache Hierarchien sowie ein unkomplizierter, vertrauensvoller Kommunikationsstil das Erkennen von Chancen und Risiken. Branchenbezogene Risiken und Chancen Das Marktvolumen unserer Branche ist abhängig vom Fahrzeugbestand bzw. von Neuzulassungen, der Laufleistung der Reifen und der Fahrleistung der Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des VDA die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen um 0,3 % zurückgegangen, wobei Pkw-Zulassungen um 1,1 % zunahmen. Das Niveau von 2019, also vor den Pandemiejahren, wird damit jedoch noch immer nicht erreicht. Entsprechend ist der Fahrzeugbestand zuletzt nur noch leicht gestiegen (+0,6 %). Die durchschnittliche Jahresfahrleistung ist nach Aussage des Branchenverbands BRV auch 2022 erneut gesunken. Die Ausweitung von Tempolimits und auch Assistenzsysteme wie ABS, ASR und ESP sorgen für eine geringere Beanspruchung des Laufflächengummis. Andererseits ist die Laufleistung der sich mehr und mehr durchsetzenden Ganzjahresreifen geringer als die bei Doppelbereifung und optimaler jahreszeitlicher Bereifung. Das höhere Drehmoment und das aufgrund von schweren Batterien höhere Gewicht von elektrisch angetriebenen Autos bewirken einen höheren Verschleiß bzw. stellen gesteigerte Anforderungen an die Bereifung. In den vielen Trends, die das Reifengeschäft tendenziell beeinflussen (E-Mobilität, demographischer Wandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimawandel oder Urbanisierung) sehen die Autoren der Studie "Reifen-/Autoservice 2025" der BBE Automotive GmbH keinen Grund zur Besorgnis: "Der Markt wird sich bis 2025 verändern, aber nicht gravierend. Das Auto verliere in den kommenden Jahren nicht an Bedeutung, und individuelle Mobilität bleibt ein Muss." Dem Reifen kommt bei der Einsparung von CO 2 im Autoverkehr eine wichtige Aufgabe zu. Reifen müssen in der Zukunft nicht nur klimaneutral und ökologisch hergestellt werden, sondern durch die Möglichkeiten der Digitalisierung auch effizient genutzt werden. So mindern Reifendruckkontrollsystem den Verschleiß durch optimalen Fülldruck oder geben in die Reifen verbaute RFID-Chips/Bauteile Aufschluss über Einsatzzeiten. Eine in den letzten Jahren rückläufige Bevorratungsneigung hat zum Anstieg von satzweisen bzw. bedarfsabhängigen Reifenbestellungen von Wiederverkäufern (B2B) geführt. Der deutsche Reifengroßhandel setzt bei der Abwicklung solcher kleinteiligen Bestellungen in erster Linie auf Paketversender mit der Folge einer gewissen Abhängigkeit. Größere Key Accounts, zu denen der Großhandel der Pneuhage-Gruppe gehört, sind grundsätzlich besser in der Lage, den resultierenden Preisdruck zu relativieren durch größere Bestellvolumina und der Fähigkeit, den logistischen Standards in der Zusammenarbeit mit Paketdiensten, für die Planbarkeit ein hohes Gut ist, zu entsprechen. Zudem verfügt RCW über eine eigene Versendungsflotte. Des Weiteren arbeiten Interpneu und RCW auch mit kleinen Logistikpartnern zusammen. Beschaffungs- und Dispositionsrisiken sowie sich daraus ergebende Chancen Zwei jährliche Hauptzyklen, das Frühjahrsgeschäft und das Wintergeschäft, prägen den Handel mit Reifen und Leichtmetallrädern. Das hat zur Folge, dass in einem Zeitraum von in der Regel vier bis acht Wochen praktisch der gesamte Fahrzeugbestand umgerüstet oder neu bereift werden muss. Dies wiederum setzt Warenverfügbarkeit schon vor Saisonbeginn voraus, da während der Saison weder die Hersteller in der Lage sind, die notwendigen Volumina zu liefern, noch der Reifenhandel genügend Zeit zur Einlagerung neuer Ware hat. Aus der Notwendigkeit zu immer stärkerer Bevorratung ergibt sich das Risiko, in Jahren mit rückläufiger Reifen- und Felgennachfrage einen Teil der Ware nicht veräußern zu können. Diesem Risiko begegnen wir durch intensive Marktbeobachtung und der Auswertung von Marktstudien, um auf die Kundenwünsche zu schließen. Bei der Bevorratung von Aluminiumfelgen ist es zusätzlich erforderlich, die richtigen Designs anzubieten, um dem sich wandelnden Geschmack gerecht zu werden. Hierzu bedarf es langjähriger Erfahrung und tiefer Marktkenntnis. Um Engpässe in der Warenverfügbarkeit zu minimieren, bedienen wir uns der leistungsfähigsten Lieferanten, pflegen eine offene, von gegenseitigem Respekt getragene Kommunikation und beginnen bereits Monate vor Saisonbeginn mit der Einlagerung der frühzeitig georderten Waren. Dabei unterstützt uns unser Lager und Logistikkonzept, das für den Großhandel der Interpneu die Konzentration bewusst auf nur vier Lagerorte vorsieht, nämlich Consumer-Reifen im Logistikzentrum in Speyer, Lkw- und Tiefladerreifen in Hainichen, sonstige Nutzfahrzeugreifen in Nossen sowie Felgen in Karlsruhe. Dadurch sind wir auch bei großer Nachfrage in saisonalen Spitzen lieferfähig. Die Bevorratungsnotwendigkeit geht mit dem Risiko einher, eine Saison mit höheren Beständen zu beenden. Zur Verringerung des Bestandsrisikos überprüfen wir laufend unsere Einkaufsstrategie und passen diese situativ an bzw. platzieren Angebotsware falls erforderlich. Als industrieunabhängiger Reifenfachhändler kann Pneuhage auf ein diversifiziertes Universum an Lieferanten zurückgreifen und Lieferantenabhängigkeiten geringhalten. Dieses zu erhalten und auszubauen, hat für uns eine hohe Bedeutung. Interpneu vermarktet daher im Bereich AS, EM- und Industriereifen neben bekannten Marken etablierter, im Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) organisierter Hersteller auch zunehmend leistungsfähige Importfabrikate. Damit tragen wir zudem der steigenden Nachfrage nach Qualitätsreifen im unteren und mittleren Preissegment Rechnung. Dem Risiko steigender Beschaffungskosten begegnen wir einerseits durch entsprechende Vertragsgestaltungen und Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten, andererseits stellen wir sicher, dass Preiserhöhungen sofort in unseren Verkaufssystemen nachvollzogen und abgebildet werden. Unternehmensstrategische Risiken und Chancen Das Management der Pneuhage Unternehmensgruppe hat folgende unternehmensstrategische Risiken identifiziert:
Beim Ausbau unseres Exportgeschäfts ziehen wir Länderrisiken in unsere Bonitätsprüfungen ein. Neukunden in Ländern mit finanz- und strukturpolitischen Problemen werden im Vorfeld intensiv recherchiert und bestehende Auslandskontakte laufend überprüft. Der hohe Wettbewerbsdruck in den von uns adressierten Märkten birgt die Gefahr, unser Ziel, unsere Marktstellung zu halten und weiter auszubauen, zu verfehlen. Die Wettbewerbssituation in unserem Markt und entsprechende Veränderungen haben wir daher stets im Blick. Dem Risiko einer Schwächung unserer Markt- und Kundenposition begegnen wir grundsätzlich durch Fokussierung auf die Neukundengewinnung und die Bindung unserer Kunden. Mit ihrem umfangreichen Serviceangebot und der hohen Warenverfügbarkeit verfügt die Pneuhage Unternehmensgruppe über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber vielen Wettbewerbern. Dem Wunsch unserer Flottenkunden entsprechend nach einer weit verzweigten Regionalpräsenz und einem Ansprechpartner organisiert die Pneuhage Unternehmensgruppe das Flottennetzwerk PNEUNET bzw. unterstützt selbst als Kooperationspartner das Netzwerk FleetPartner. Unsere Mitarbeiter werden ausgebildet und in standardisierten Verfahren der Umgang mit Kunden auch unter extremen Bedingungen erlernt, um die Wünsche unserer Kunden jederzeit erfüllen zu können. Durch interne und externe Kontrollen (bspw. Audits, Mystery-Shopping) spüren wir Mängel auf, beheben diese rasch und gewährleisten damit einen ständigen Prozess der Verbesserung. In unserer Branche ist eine wettbewerbsfähige Online-Präsenz erforderlich. Laut Studien informieren sich Endverbraucher immer mehr online über Produkt und Preis. Die Pneuhage-Unternehmensgruppe betreibt eine Multi-Channel-Vermarktung, also den Verkauf von Reifen und Felgen im stationären Hofgeschäft wie auch über Onlineshops samt Konfigurator. Im zurückliegenden Jahr haben wir unsere bisherige Großhandels-Bestellplattform durch einen umfassenden B2B Online Store abgelöst. Dabei handelt es sich nicht nur um ein reines Bestellmedium, sondern zusätzlich auch um eine Kommunikations- und Informationsplattform. Auf dieser können auch verkaufsfördernde Aktionen von Reifenherstellern, Informationen zu Lieferzeiten, die Vorstellung neuer Produkte, aktuelle Angebote und technische Unterlagen eingesehen werden. Es ist unser Bestreben, es dem Kunden so leicht wie möglich zu machen, die zur Reifengröße passende Felge und das zum Fahrzeug und zur Bereifung passende Reifendruckkontrollsystem online zu finden. Mit unserem Räderkonfigurator wird die Komplexität der unzähligen Kombinationsvarianten reduziert. Diesen haben wir ebenfalls modernisiert. Er zeigt die überhaupt zulässigen und bzw. technisch möglichen Rad-Reifen-Kombinationen an. Zudem wird das Aussehen der neuen Räder am Fahrzeug vorab anhand von 3D-Modellen gezeigt. Aktuell stehen über 30 Millionen Rad-Reifen-Datensätze für ca. 20.000 verschiedene Fahrzeugmodelle von mehr als 80 Fahrzeugherstellern zum Abruf bereit. Den Räderkonfigurator haben wir in das neue Portal integriert. Die Möglichkeit des Multi-Channel-Vertriebs bieten wir auch unserem Partnernetzwerk Reifen 1+ als Baustein an, sodass auch unsere Handelspartner für den Endverbraucher sieben Tage in der Woche rund um die Uhr erreichbar sind. Die Personalintensität im Reifenhandel, insbesondere im Einzelhandel, ist und bleibt hoch. Die Deckung der Nachfrage der Pneuhage Unternehmensgruppe nach qualifiziertem gewerblichem und kaufmännischem Personal wird zunehmend schwieriger und stellt weiterhin an manchen Standorten ein Wachstumshemmnis dar. Dasselbe gilt auch für die Besetzung der geplanten Ausbildungsstellen. Mitarbeiter zu halten und zu finden, sehen wir als geschäftskritisch an. Zur Gewinnung neuer Mitarbeiter nutzen wir zunehmend Social Media. Das Empfehlungsprogramm für Mitarbeitende hat sich bewährt. Zudem suchen wir Mitarbeiter mehr und mehr auch im Ausland. Wir legen hohen Wert auf ein gutes Arbeitsumfeld mit einer auf Vertrauen basierenden Unternehmenskultur. Die in den "Grundsätzen zur Führung und Zusammenarbeit" zusammengefassten Prinzipien, welche den Akzent auf eigenverantwortliches, unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln legt, sind in der Pneuhage-Gruppe über alle Unternehmensebenen verankert und akzeptiert. Wir betreiben eine systematische Personalentwicklung, bieten unseren Mitarbeitern gezielt Qualifizierungsmöglichkeiten an, wobei wir zunehmend Webinare und E-Learning bzw. Blended Learning anbieten. Die berufsqualifizierende Ausbildung von Menschen hat für uns einen hohen Stellenwert, auch aufgrund unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Um die erhöhte Kundennachfrage während der Saisonspitzen bewältigen zu können, setzt Pneuhage zusätzlich auf den Einsatz von Saisonpersonal sowie die Standardisierung der Arbeitsabläufe durch ein Qualitätsmanagementsystem, das kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt wird. Wir legen Wert auf eine leistungsgerechte Vergütung und investieren kontinuierlich in den Arbeits- und Gesundheitsschutz, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und die Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Pneuhage Unternehmensgruppe erhält aufgrund einer soliden Bilanzstruktur und ihrer Profitabilität gute Ratingergebnisse der Banken. Sie verfügt über ausreichend Liquidität und Kreditlinien aufgrund eines mit mehreren Kreditinstituten Anfang 2020 geschlossenen weitgehend Borrowing Base gestützten Konsortialkreditvertrags mit einer Laufzeit von fünf Jahren mit Verlängerungsmöglichkeit. Dieser Vertrag verpflichtet die Pneuhage-Unternehmensgruppe zur Einhaltung definierter Covenants. Sofern diese Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, steht den finanzierenden Kreditinstituten grundsätzlich ein Kündigungsrecht zu. Die Einhaltung der Covenants stellen wir durch eine rollierende Vorausschau der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Pneuhage Konzerns sicher. Wir legen großen Wert auf Offenheit und Transparenz in der Kommunikation mit unseren Finanzpartnern und geben diesen jederzeit ein verlässliches Bild der wirtschaftlichen Lage. Für das Risiko aus kurzfristigen Zinsänderungen werden in Einzelfällen Zinssicherungsinstrumente wie Zinscaps und Zinsswaps eingesetzt. Durch ein gut organisiertes Liquiditätsmanagement inklusive einem Cash-Pooling-System, an dem die Pneuhage Management GmbH & Co. KG und alle Tochtergesellschaften teilnehmen, die mit dieser einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen haben, gelingt es, jederzeit eine angemessene Liquiditätssituation herzustellen und die Zinsbelastungen für jede Konzerngesellschaft zu senken. Der Großhandel ist im Rahmen der Warenbeschaffung zum Teil Währungsrisiken ausgesetzt, vornehmlich in US-Dollar. Die Kalkulation unserer Warenbezüge auf Dollarbasis passen wir ständig an die geänderten Wechselkurse an, vereinzelt nehmen wir Währungsabsicherungen (Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption) vor. Grundsätzlich fakturiert Pneuhage in Euro. Geschäfte mit schweizerischen Kunden werden demgegenüber überwiegend in Schweizer Franken abgerechnet. Wir beobachten ständig die Devisenentwicklung, um gegebenenfalls kurzfristig reagieren zu können. Durch die Nutzung geeigneter Informationsquellen versuchen wir, finanzwirtschaftliche Risiken auf der Ebene der Kunden schon bei Auftragserteilung einzuschätzen. Unser Forderungsmanagement sieht die Vergabe von Kreditlimits für unsere Kunden vor sowie die konsequente Verfolgung von Zahlungsverzögerungen. Die durchschnittliche Laufzeit unserer Forderungen hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht nennenswert verändert. Zudem sind unsere Kundenforderungen durch Kreditausfallversicherungen in hohem Maße gegen Ausfälle abgesichert. Die bisherige Warenkreditversicherung haben wir im vergangenen Jahr bis 2025 verlängert. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Kunden zusammen, darunter gibt es auch einige Großkunden. Wie im Jahr zuvor konzentrieren auch 2022 die fünf Hauptkunden der Pneuhage-Gruppe einen Umsatzanteil von zusammen knapp 7 % und die nächsten fünf größeren Kunden einen Anteil von zusammen knapp 4 % des Konzernumsatzes. Weitere Risiken Datensicherheit und Datenschutz haben für Pneuhage eine große Bedeutung. Wir investieren fortlaufend in die Sicherheit unserer IT-Infrastruktur, um uns gegen digitale Bedrohungen - wie z. B. Schadsoftware oder Hackerangriffe - zu schützen. Externe VPN-Zugriffe auf unsere internen Systeme sind durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung besonders geschützt. Den Schutz der persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern stellen wir durch die Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen sicher. Alle Führungskräfte und Mitarbeiter sind schriftlich verpflichtet, mit personenbezogenen Daten verantwortungsvoll und gesetzeskonform umzugehen und die gesamte IT-Infrastruktur ausschließlich zu betrieblichen Zwecken zu nutzen. Datenschutzrechtliche Vorgaben, u.a. die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hinsichtlich der Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten, wurden in allen betroffenen Bereichen umgesetzt. Um Systemausfällen unserer IT-Systeme vorzubeugen und eine hohe Datensicherheit zu gewährleisten, werden nahezu alle Daten der Unternehmensgruppe permanent auf ein zweites Datensystem gespiegelt. Die zentralen IT-Systeme der Pneuhage Management GmbH & Co. KG befinden sich an zwei räumlich getrennten Standorten eines erfahrenen Betreibers mehrerer Rechenzentren. Den gleichzeitigen Ausfall beider Rechenzentren halten wir für nicht wahrscheinlich. Um wirtschaftliche Schäden durch Cyberangriffe zu minimieren, besteht eine Cyberversicherung, die entsprechende Schäden abdeckt. Quartalsmäßige IT-Sicherheitsüberprüfungen durch einen IT-Dienstleister der Cyberversicherung und bedarfsorientierte zusätzliche Sicherheitsaudits durch externe Dienstleister analysieren die Aktualität der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen und zeigen ggf. Optimierungspotential auf. Die Verfügbarkeit und Betreuung unserer IT-Systeme gewährleisten wir durch Verträge mit Dienstleistern mit entsprechend kurzen Reaktionszeiten. Alle IT-Systeme werden permanent im 7x24-Stunden-Betrieb automatisch durch entsprechende Überwachungssoftware auf Störungen geprüft. Bei Störungen findet eine automatische Alarmierung der durch interne IT-Mitarbeiter gewährleisteten 7x24-Stunden-Bereitschaft statt. Die integrierte SAP-Landschaft, die sich auf die den Organkreis der Pneuhage Management GmbH & Co. KG angehörenden Gesellschaften sowie First Stop, Reifen Ehrhardt und unsere Vertriebstochtergesellschaft in Frankreich erstreckt, reduziert die Zahl der Systemschnittstellen, vermindert somit Komplexität und verbessert dadurch Ausfallschutz und Datensicherheit. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Insgesamt bewerten wir das Chancen- und Risikoverhältnis unserer Unternehmensgruppe als angemessen. Wir haben aus unserer Sicht ein diesem Verhältnis sowie unserer Unternehmensgröße und Organisation entsprechendes Chancen- und Risikomanagementsystem installiert, das uns eine optimale Wahrnehmung unserer Chancen bei angemessener Eingehung von Risiken gewährleistet. Das Konzernmanagement sieht im Rahmen der Risikogesamtbewertung keine Risiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge des Kriegs in der Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen mit negativen Folgen für Lieferketten sowie der Inflation, sehen wir die Chance für ein gutes Geschäftsjahr unter der Bedingung, dass Marktentwicklungen die Belieferung mit Reifen und Felgen nicht erheblich in Frage stellen und/oder die Bereitschaft unserer Kunden nach diesen Produkten und damit einhergehenden Dienstleistungen nicht erheblich vermindern. G. EREIGNISSE NACH BILANZSTICHTAG Hinsichtlich der berichtspflichtigen Ereignisse nach Bilanzstichtag verweisen wir auf den Abschnitt "9. Nachtragsbericht" innerhalb des Konzernanhangs. H. PROGNOSEBERICHT Wir erwarten im Jahr 2023 einen Rückgang des weltwirtschaftlichen Wachstums. Der anhaltend hohe Preisauftrieb dürfte den Konsum weiter schwächen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass die Notenbanken die im Vorjahr begonnene Erhöhung der Leitzinsen fortsetzen, um der Inflation entgegenzuwirken. Dadurch dürfte auch die Investitionstätigkeit zurückgehen. Insbesondere in den USA und in Europa wird in der ersten Jahreshälfte mit einer leichten Rezession gerechnet. In China ist aufgrund der Ende 2022 erfolgten Lockerung der strengen COVID-19-Maßnahmen mit einer Belebung der Konjunktur zu rechnen. In Europa hat die Gefahr, dass es wegen einer sich zuspitzenden Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs zu einer schwereren Rezession kommt, zuletzt abgenommen. Die EU-Kommission erwartet für Deutschland beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein kleines Plus von 0,2 % und für die Eurozone ein etwas höheres Wachstum von 0,9 %. In seiner im Februar 2023 veröffentlichten Prognose geht der BRV für das Reifenersatzgeschäft in Deutschland von einer weitgehend stabilen bis leicht positiven Entwicklung der Absatzvolumina aus und rechnet mit einem leichten Anstieg der Absatzmenge um 1,1 % unter der Prämisse, dass sich die allgemeinwirtschaftliche Lage in Deutschland nicht durch weitere unabsehbare Faktoren verschärft. Der BRV betont, dass selbst wenn diese Prognose eintrifft, das Reifenersatzgeschäft in Deutschland vor allem im Segment Consumer, volumenmäßig dennoch noch deutlich vom ,Vor-Corona-Niveau' entfernt bleiben wird. In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete die Pneuhage Unternehmensgruppe ein organisches, in erster Linie preisgetriebenes Umsatzwachstum in Höhe von 3 % bei einem Rohertrag, der dem Niveau des Vorjahres entspricht. Unter dem Vorbehalt, dass sich die Rahmenbedingungen unseres Marktes auf der Beschaffungs- und Absatzseite nicht erheblich verschlechtern, planen wir für das gesamte Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum von rund 3 %, zudem rechnen wir mit einem Konzernjahresergebnis von 15 bis 20 Mio. EUR.
Karlsruhe, 27. Juli 2023 Pneuhage Management GmbH & Co. KG vertreten durch Pneuhage Management Beteiligungs GmbH Geschäftsführung Johannes Kuderer Peter Schütterle Dr. Wolfgang Koppert Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Konzernabschluss der Pneuhage Management GmbH &Co. KG, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 27. Juli 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Martina Schaff, Wirtschaftsprüferin Alexander Sobanski, Wirtschaftsprüfer |
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