Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 9347
Vorher
Assure Consulting Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
10.9.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
die Beratung von Firmen in den Bereichen Projekt-, Prozess- und Informationsmanagement und alle weiteren dem Gesellschaftszweck dienenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Rawcliffe
seit 15.12.2021
Geschäftsführer
Mark Nils Engels
seit 15.12.2021
Prokura
Eric Marischka
seit 2.8.2016
Geschäftsführer
Alexander Runow
seit 2.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
42.50%
Nicolaus von Gersdorff
42.50%
5.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Assure Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
42.500 €
85.00%
A******** R****
2.500 €
5.00%
E*** M********
2.500 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Assure Consulting GmbH

Neu-Anspach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.000,00 84.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.432,00 171.163,00
182.432,00 255.163,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.127.754,01 4.210.396,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 110.509,77 86.208,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 252.021,14 93.483,00
4.490.284,92 4.390.088,70
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.348.293,03 1.367.129,08
5.838.577,95 1.367.129,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.342,93 99.365,95
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung 1,00 1,00
6.112.353,88 6.111.747,73

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 236.085,44 34.752,07
III. Jahresüberschuss 1.103.663,13 1.313.393,37
1.389.748,57 1.398.145,44
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 559.568,33 750.468,70
2. sonstige Rückstellungen 1.658.769,00 1.440.534,16
2.218.337,33 2.191.002,86
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 479.327,29 429.910,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.481.886,88 1.572.090,96
3. sonstige Verbindlichkeiten 543.053,81 520.597,87
- davon aus Steuern: EUR 497.513,36 (Vj.: EUR 462.901,91)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 28.366,98 (Vj.. EUR 19.636,67)
2.504.267,98 2.522.599,43
6.112.353,88 6.111.747,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.197.133,61 15.905.874,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 91.939,90 85.659,30
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.446.339,31 1.495.760,73
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.961.049,37 7.862.758,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.699.729,20 1.685.281,81
- davon für Altersversorgung 21.824,61 (VJ: EUR 11.417,33)
10.660.778,57 9.548.040,05
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 157.102,31 154.686,74
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.357.028,72 2.944.500,17
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13.703,47
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 13.497,26)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55.524,46 1.590,92
- davon an verbundene Unternehmen EUR 55.513,46 (Vj. EUR 1.590,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 491.330,76 546.818,69
10. Ergebnis nach Steuern 1.120.969,38 1.313.840,37
11. Sonstige Steuern 17.306,25 447,00
12. Jahresüberschuss 1.103.663,13 1.313.393,37

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Assure Consulting GmbH, Neu-Anspach

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Assure Consulting GmbH, Neu-Anspach, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft wie im Vorjahr eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft macht teilweise von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Assure Consulting GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neu-Anspach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bad Homburg v.d.H.
Register-Nr.: HRB 9347

Der Sitz der Gesellschaft wurde von Wehrheim nach Neu-Anspach mit Gesellschafterbeschluss vom 5. Dezember 2023 verlegt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 21. März 2024.

II. Erläuterungen der Posten zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über eine Nutzungsdauer von regelmäßig 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 13 Jahren) vermindert.

Bei den geringwertigen Vermögensgegenständen mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 250,00 werden die Anschaffungskosten sofort als Betriebsausgaben erfasst. Für Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis über EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 wird von dem Bewertungswahlrecht in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2 EStG) Gebrauch gemacht und die Abschreibung im Zugangsjahr in voller Höhe vorgenommen (§ 252 Abs. 2 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelrisiken werden - soweit vorhanden - durch Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Forderungen in ausländischer Währung bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen aktiviert.

Steuer- und sonstige Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

2. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, § 267 Abs. 2 HGB.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es bestehen zum Abschlussstichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 86), diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 65), Mietkautionen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 20), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 4) sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 14) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag zum 31.12.2023 beträgt EUR 236.085,44 (Vorjahr: EUR 34.752,07). Im Geschäftsjahr wurde eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1.112.060,00 beschlossen und ausgezahlt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 750) betreffen zukünftig zu leistende Ertragsteuern.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten für noch anfallende Personalkosten in Höhe von TEUR 1.459 (Vorjahr: TEUR 1.225). Weiterhin sind Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten sowie weitere Beratungskosten in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 207) enthalten.

Unter den sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen für das sogenannte Treuesabbatical in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 310) ausgewiesen. Mitarbeitende können bei Bestehen einer fünfjährigen Betriebszugehörigkeit ein zweimonatiges Sabbatical nehmen. Für die Berechnung dieser Rückstellung wurde die unternehmenseigene durchschnittliche Fluktuation ermittelt und als Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme prognostiziert. Die Kosten wurden anhand der tatsächlichen Inanspruchnahme im Folgejahr ermittelt und beinhalten die entsprechenden Gehaltssteigerungen. Auf Grundlage der zur erwartenden Inanspruchnahme des bezahlten Sabbaticals wurden bei Beträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (siehe Angabe unter II.1.). Je nach Restlaufzeit (RLZ) wurden folgende Abzinsungssätze angesetzt: RLZ von 1 Jahr 0,99% (Vorjahr: 0,43%), RLZ von 2 Jahren 1,03% (Vorjahr: 0,52%), RLZ von 3 Jahren 1,07% (Vorjahr: 0,59%), RLZ von 4 Jahren 1,12% (Vorjahr: 0,67%) sowie bei einer RLZ von 5 Jahren 1,18% (Vorjahr: 0,75%).

Weiterhin wurden Rückstellungen für nicht rückgedeckte Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 62) ausgewiesen.

Die Rückstellung für rückgedeckte Zeitwertkonten der Mitarbeiter wurde im Geschäftsjahr in derselben Höhe mit dem hierfür bei der Allianz Lebensversicherungs-AG gebildeten Aktivwert des Deckungsvermögens zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 121) verrechnet. Auf der Aktivseite wird wie im Vorjahr als Merkposten ein aktiver Unterschiedsbetrag für das Deckungsvermögens in Höhe von EUR 1,00 ausgewiesen. Eine Rückstellung zum Ende des Geschäftsjahres ist bilanziell nicht auszuweisen.

Verbindlichkeitsspiegel

in TEUR

31.12.2023 davon Beträge mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 479 479 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.482 1.482 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 543 543 0 0
Gesamt 2.504 2.504 0 0
31.12.2023
Art der Verbindlichkeit gesicherte Beträge Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 übliche Eigentumsvorbehalte
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 0
Gesamt 0
31.12.2022 davon Beträge mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430 430 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.572 1.572 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 521 521 0 0
Gesamt 2.523 2.523 0 0
31.12.2022
Art der Verbindlichkeit gesicherte Beträge Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 übliche Eigentumsvorbehalte
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 0
Gesamt 0

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 463), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 20) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 16).

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen zum Abschlussstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14). Es handelt sich um aufgelaufene Zinsen sowie eine Überzahlung. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 14) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) unter den sonstigen Vermögensgegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 1.202). Es handelt sich um ein verzinsliches Darlehen sowie um die aufgelaufenen Zinsen. Der Ausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Haftungsverhältnisse - Verbindlichkeiten aus Bürgschaften gemäß § 251 HGB

Für die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 1.501.250,00 EUR (Vorjahr: 1.663.350,00 EUR) gegenüber einem Kreditinstitut besteht keine Passivierungspflicht, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch den Schuldner (Gesellschafter) voraussichtlich auch weiterhin planmäßig erfüllt werden. Aus diesem Grund ist nicht von einer Inanspruchnahme auszugehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Büroräume und Kfz, Lizenzverträge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss von Miet- und Leasingverträgen verbessert die Liquiditätssituation des Unternehmens.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
sonstige finanzielle Verpflichtungen 316 (Vj: 272) 378 (Vj: 43) 7 (Vj: 0)
davon gegenüber Gesellschaftern 7 (Vj: 7) 0 (Vj: 0) 0 (Vj: 0)

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 13) auf periodenfremde Erträge. Diese resultierten zum einen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 13) sowie aus einer Korrektur einer Vorjahresanpassung aus der Migration eines ERP-Systems in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

Materialaufwand

Unter den bezogenen Leistungen werden auftragsbezogene Fremdleistungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 61) auf periodenfremde Aufwendungen. Diese resultierten aus der Bildung einer Rückstellung für Arbeitergeber-Sozialversicherungsanteile für die Jahre 2020 bis 2022 aufgrund einer laufenden Lohnsteuer-Außenprüfung.

Zinsen und ähnlichen Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 2) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen (Gesellschafterin).

4. Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hatte während des abgelaufenen Geschäftsjahres durchschnittlich 141 (Vorjahr: 116).

Arbeitnehmer:

Berater: 114 (Vj: 94)
Administration: 24 (Vj: 20)
Aushilfen: 3 (Vj: 2)

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Eric Marischka, Projektmanager, München

Alexander Runow, Projektmanager, Hamburg

Christian Rawcliffe, Projektmanager, Dreieich

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 620).

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird gem. § 285 Nr. 17 HGB in Verbindung mit § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht angegeben.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.103.663,13 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Neu-Anspach, 22. Mai 2025

gez. Eric Marischka, Geschäftsführer

gez. Alexander Runow, Geschäftsführer

gez. Christian Rawcliffe, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) per 31.12.2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 512.278,26 0,00 0,00 512.278,26
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 512.278,26 0,00 0,00 512.278,26
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.555,86 35.940,88 27.063,41 505.433,33
Geringwertige Wirtschaftsgüter 99.251,12 51.368,43 4.787,65 145.831,90
Summe Sachanlagen 595.806,98 87.309,31 31.851,06 651.265,23
Summe Anlagevermögen 1.108.085,24 87.309,31 31.851,06 1.163.543,49
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 428.278,26 28.000,00 0,00 456.278,26
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 428.278,26 28.000,00 0,00 456.278,26
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 325.392,86 77.733,88 24.125,41 379.001,33
Geringwertige Wirtschaftsgüter 99.251,12 51.368,43 4.787,65 145.831,90
Summe Sachanlagen 424.643,98 129.102,31 28.913,06 524.833,23
Summe Anlagevermögen 852.922,24 157.102,31 28.913,06 981.111,49
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.000,00 84.000,00
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 56.000,00 84.000,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.432,00 171.163,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 126.432,00 171.163,00
Summe Anlagevermögen 182.432,00 255.163,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der Assure Consulting GmbH, Neu-Anspach

Grundlage des Unternehmens

Assure Consulting ist eine Unternehmensberatung für Projektmanagement, die nationale und internationale Konzerne dabei unterstützt, Großprojekte erfolgreich zu realisieren, Prozesse und Methoden der Projektorganisation zu optimieren sowie deren agile Transformationen voranzutreiben. Im Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft durchschnittlich 3 Geschäftsführer (Vorjahr: 3). Es wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 141 Mitarbeiter 1 (Vorjahr: 116) beschäftigt. Es handelt sich hierbei um 114 Berater (Vorjahr: 94) und sowie um 24 administrative Mitarbeiter (Vorjahr: 20) sowie 3 Aushilfe (Vorjahr: 2). Assure Consulting agiert aus intrinsischer Motivation, handelt wertebasiert und ist mit leidenschaftlicher Professionalität bei der Sache. Bei Assure Consulting entsteht der Mehrwert aus dem Miteinander und dem Füreinander. Das Unternehmen ist offen gegenüber jedem einzelnen Kollegen, immer interessiert an neuen Ideen und hat gleichzeitig die individuellen Karriereziele im Blick. Zur Einhaltung einer einheitlichen Methodik und einer gleichbleibend hochwertigen Leistung setzt die Gesellschaft auf festangestellte Mitarbeiter.

1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.

Assure Consulting erbringt Dienstleistungen im Bereich der strategischen und operativen Projektmanagementberatung. Die Gesellschaft ist dabei der Partner für Projektentscheider und Projektteams. Die Kernaufgabe wird dabei als Katalysator für den Erfolg unserer Kunden gesehen. Das jeweilige Leistungsspektrum kann dabei sehr unterschiedlich sein - abhängig davon, was Assure Consulting in Zusammenarbeit mit ihren Kunden als aktuelles Hindernis für den Erfolg identifiziert. Kern aller Leistungen ist der Bezug bzw. die Nähe zum Projektmanagement. Die Gesellschaft und seine Berater fühlen sich dabei sowohl im klassischen als auch agilen oder hybriden Umfeld wohl und überwinden gemeinsam mit dem jeweiligen Kunden die scheinbaren Grenzen des Projektes oder des Projektportfolios. Assure Consulting sorgt für Klarheit, Wirksamkeit und Schwung, welche nach unserer Überzeugung die zentralen Bestandteile des Erfolgs jeglicher Projekte sind.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem Auslaufen der letzten Corona-Maßnahmen im Frühjahr 2023 wurde die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin erheblich durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 bestand anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der globalen Rahmenbedingungen. Insbesondere kam es zu Störungen in Lieferketten sowie zu nachteiligen Änderungen von Rohstoff- und Energiepreisen. Der Krieg und die damit verbundenen Sanktionen haben nach wie vor gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, die Nahrungsmittelversorgung und den Energiesektor. Für alle deutschen Marktteilnehmer bleibt die anhaltend hohe Inflation von herausragender Bedeutung. Die Verbraucherpreise lagen im Jahresdurchschnitt 2023 immer noch rund 6 % höher als im Vorjahr und damit nur wenig unter dem historischen Höchststand von 2022. 2 Daneben führten die stark gestiegenen Zinsen zur Inflationsbekämpfung 2023 zu einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur in Deutschland und Europa; Deutschland rutschte zeitweise in eine technische Rezession. Die Welt befindet sich weiterhin in einem komplexen Umbruch: Zunehmender Nationalismus, Protektionismus und geopolitische Spannungen sowie das Ende einer langen Phase wirtschaftlicher Stabilität prägten das Umfeld. Zugleich wuchs weltweit das Bewusstsein für Werte wie persönliche Freiheit und Nachhaltigkeit. All dies muss in Einklang mit rasanten technologischen Fortschritten gebracht werden. Diese Gemengelage beschleunigt Veränderungen, verursacht bei vielen Menschen neben Neugier und Enthusiasmus aber auch Unsicherheit und Ängste.

2 Destatis (Statistisches Bundesamt) Pressemitteilung vom 16. Januar 2024

Die Consultingbranche in Deutschland zeigte sich 2023 insgesamt robust. Nach einem Höchststand des Geschäftsklimaindexes zu Jahresbeginn kam es im Jahresverlauf zwar zu leichten Eintrübungen, doch bewertete zum Jahresende weiterhin die große Mehrheit der Beratungsunternehmen ihre Geschäftslage als gut oder planmäßig. Insgesamt konnte die Branche 2023 ein moderates Wachstum verzeichnen. 3

3 Quelle: Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) e.V., BDU Pressemitteilung "Geschäftsklima im Consulting entwickelt sich parallel zur Gesamtwirtschaft" (https://www.bdu.de/news/geschaeftsklima-im-consulting-entwickelt-sich-parallel-zur-gesamtwirtschaft/)

Geschäftsverlauf

Die Assure Consulting GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Trotz des herausfordernden Umfelds konnte die Gesellschaft ihren Umsatz auf 17,2 Mio. EUR steigern (Vorjahr: 15,9 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1,595 Mio. EUR erzielen. Es gab keine Veränderungen in der Geschäftsführung im Jahr 2023.

Die strategische Ausrichtung mit dem Fokus auf Projektmanagement-Beratung - insbesondere in den Bereichen Transformation, Digitalisierung und Change - blieb unverändert und hat sich erneut bewährt.

Die Assure Consulting GmbH zählt die Vor-Ort-Präsenz und Integration in die Projektteams unserer Kunden unverändert zu ihren zentralen Alleinstellungsmerkmalen (USPs). Nachdem persönliche Kundentermine wieder uneingeschränkt möglich waren, konnten wir diesen Vorteil 2023 voll ausspielen. Gleichzeitig setzten wir weiterhin konsequent auf digitale Medien und Tools für die virtuelle Zusammenarbeit, wo sie Mehrwert bieten, und unterstützten unsere Kunden auch in diesen Bereichen. So führten wir gemeinsam mit unseren Projektmanagement-Experten die Kundenprojekte erfolgreich zum Ziel. Die breite Aufstellung des Kundenspektrums macht Assure Consulting zudem sehr anpassungsfähig gegenüber Veränderungen in den Märkten, was sich auch vor dem Hintergrund lokaler und geopolitischer Krisen bestätigt. Die Gesellschaft zählt unter anderem Unternehmen der Branchen Energie, Pharma, Telekommunikation, Luftfahrt, Verkehr und Infrastruktur, öffentliche Verwaltung, Automobilindustrie, Logistik, Banken sowie Versicherungen zu ihren Kunden. Die Kundensegmente und Leistungsbereiche haben sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt stabil bis leicht wachsend entwickelt.

Ein weiterhin starker Treiber des Beratungsmarktes ist der zunehmende Wunsch nach Digitalisierung, der sich bei vielen Unternehmen in den vergangenen Jahren nachhaltig verstärkt hat. Unternehmen suchen nach neuen "digitalen" Geschäftsmodellen, automatisieren und integrieren ihre Geschäftsprozesse und bereiten ihre Mitarbeiterschaft auf die "digitale" Zukunft vor. Solche Ziele der Unternehmen sind ohne gut strukturierte und durch Experten geleitete oder unterstützte Projekte nicht zu erreichen. Entsprechend konnte die Gesellschaft - trotz aller Krisen - eine weiterhin gesteigerte Nachfrage nach Projektmanagement-Beratung und operativer Unterstützung im Umgang mit Change- und Digitalisierungsprojekten feststellen, was sich auch im starken Mitarbeiterwachstum des Jahres 2023 widerspiegelt. Des Weiteren konnten wir unseren Umsatz im Bereich der Projekte, die im Segment des Glasfaserausbaus beheimatet sind, im Berichtsjahr weiter steigern und sehen auch hier ein nachhaltig weiter steigendes Geschäftssegment. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Assure Consulting GmbH mit ihrem Fokus auf das Management von Transformationsprojekten hier exzellent positioniert. Die Assure Consulting GmbH befindet sich in diesem für uns relevanten Beratungs- und Dienstleistungssegment im Wettbewerb mit den Top-Unternehmen der Branche.

Personal

Der wichtigste Erfolgsfaktor unseres Unternehmens sind bestens qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter. Neu eingestellte Mitarbeiter durchlaufen daher nach Ihrem Einstieg in unser Unternehmen grundsätzlich ein eng getaktetes Onboarding- und Schulungsprogramm in Bezug auf Projektmanagement sowie Tool- und Methodik-Skills, um sie optimal auf die ersten Einsätze vorzubereiten,

Für eine stetige Weiterentwicklung unserer Kollegen erhält jeder einen individuellen, auf die jeweilige Kompetenzentwicklung ausgerichteten Entwicklungsplan, der sich an unserem Karrieremodell orientiert.

Somit stellen wir sicher, dass wir den Wissenstand unserer Mitarbeiter durch kontinuierliche Fortbildungen (insb. in Bezug auf die neuesten Projektmanagement-Methoden) stets auf dem aktuellen Stand halten.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die bedeutsamen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind die Kennzahlen Umsatz, Gesamtleistung pro Berater 4 sowie die EBITDA-Marge.

4 (Umsatzerlöse plus/minus Bestandsveränderung unfertige Leistungen) / Anzahl der Berater

Der Umsatz konnte um TEUR 1.291 auf TEUR 17.197 (Vorjahr: TEUR 15.906) gehoben werden. Die Fokussierung liegt unverändert auf dem deutschen Markt (2023: 97% der Umsätze (Vorjahr: 98% der Umsätze)). Die Umsatzsteigerung beruht insbesondere auf dem Einsatz zusätzlicher Berater.

Das überdurchschnittlich starke und erfreuliche Wachstum auf der Ressourcenseite führt aber - nicht zuletzt durch entsprechenden Onboardings- und Schulungsaufwand - zu einer deutlich geringeren Gesamtleistung pro Berater als im Vorjahr. Diese lag bei TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 169). Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 114 Berater (Vorjahr: 94) beschäftigt.

Der Personalaufwand hat sich entsprechend ebenfalls deutlich um TEUR 1.113 auf TEUR 10.661 erhöht; die durchschnittlichen pro Kopf Kosten in Höhe von TEUR 76 sind entsprechend der großen Anzahl an Neueinstellungen gesunken (Vorjahr: TEUR 82).

Die bezogenen Leistungen liegen mit TEUR 1.446 um TEUR 50 leicht unterhalb des Vorjahreswerts von TEUR 1.496. Prozentual zur Gesamtleistung betragen die bezogenen Leistungen 8,4% (Vorjahr: 9,4%). Die resultiert im Wesentlichen auf einem gleich gebliebenen Niveau an Einsätzen mit externer Unterstützung in unseren Kundenprojekten, bei gleichzeitig gestiegenem Anteil an fest angestellten Beratern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 412 auf TEUR 3.357 erhöht (Vorjahr: TEUR 2.945). Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf folgende Punkte zurückzuführen: Aus der Umsatzsteigerung und Auslauf der letzten Corona-Maßnahmen resultierenden erhöhten Reisekosten (TEUR +235), den aufgrund der Personalentwicklung gestiegenen Fortbildungskosten (TEUR +79), den aufgrund Neuanmietungen und getätigten Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen gestiegenen Raumkosten (TEUR +120), sowie aus den erhöhten Kosten für das Sommerfest aufgrund des 20jährigen Firmenjubiläums (TEUR +164). Gegenläufig haben sich die Kosten für Rechts- und Beratungskosten verringert (TEUR -47). Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die laufende Finanzbuchhaltung nun Inhouse bearbeitet wird. Weiterhin haben sich die Kosten für Fremdleistungen intern reduziert (TEUR -34) sowie die Werbe- und Repräsentationskosten, da im Vorjahr gesonderte Kosten für das Projekt Markenbranding angefallen waren (TEUR -85).

Aufgrund der vorgenannten Kostensteigerungen hat sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) trotz der Umsatzsteigerung um TEUR 265 auf TEUR 1.595 (Vorjahr: TEUR 1.860) verringert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 6 auf TEUR 92 (Vorjahr TEUR 86) erhöht.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -56 (Vorjahr: TEUR -12) betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Darlehensgewährung von der Gesellschafterin.

Nach Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.104 (Vorjahr: TEUR 1.313) aus.

Die Ertragslage der Gesellschaft wird durch die folgende Übersicht veranschaulicht:

in TEUR 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 17.197 15.906 1.291
Bestandsveränderung 0 0 0
17.197 15.906 1.291
Jahresüberschuss nach Steuern 1.104 1.313 -209
Umsatzrentabilität 6,42% 8,25% -1,84%
EBITDA 1.696 2.003 -307
EBITDA-Marge 9,86% 12,59% -2,73%
durchschnittliche Anzahl Berater 114 94 20
Gesamtleistung pro Berater 151 169 -18

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 entspricht dem planmäßig angestrebten Zielwert. Aufgrund der gestiegenen Kosten hat sich die EBITDA-Marge um 2,73% gegenüber dem Vorjahr verringert. Insgesamt blicken wir aber nicht zuletzt aufgrund der Umsatzsteigerung auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf zurück. Die Gesamtleistung pro Berater wurde mit TEUR 151 prognostiziert. Dieser Zielwert wurde damit erreicht.

Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich vor dem Hintergrund der im Geschäftsjahr abgeflossenen Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 1.112 auf stabilem Niveau. Die Gesellschaft weist am Stichtag liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.348 (Vorjahr: TEUR 1.367) aus.

Die Reduzierung der liquiden Mittel um TEUR 19 lässt sich wie folgt verteilen: Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.178 (Vorjahr: TEUR 1.741). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -85 (Vorjahr: TEUR -328) und ist im Wesentlichen auf Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR -87) zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -1.112 (Vorjahr: TEUR -2.059) und ist auf die abgeflossene Gewinnausschüttung für das Vorjahr zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme in Höhe von TEUR 6.112 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Auf der Aktivseite sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 83 gesunken, gegenläufig haben sich die sonstigen Vermögengegenstände um TEUR 159 erhöht. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände ist vor allem auf die Umgliederung der Umsatzsteuer-Forderungen 2022 aus den sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr Verrechnung; TEUR 92), die Anpassung der Steuerrückforderungen aufgrund der Korrekturen der Steuererklärungen 2018 bis 2021 (TEUR 16) sowie den Anstieg der Mietkautionen (TEUR 37) zurückzuführen. Weiterhin hat sich das Anlagevermögen um insgesamt TEUR 73 reduziert. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 87 abzüglich der planmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 157 zurückzuführen. Die liquiden Mittel haben sind geringfügig um TEUR 19 reduziert.

Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 218 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 49 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 90 und die Steuerverbindlichkeiten und -rückstellungen insgesamt um TEUR 155 reduziert.

Die Eigenkapitalquote in Höhe von 22,74% liegt in etwa auf Vorjahresniveau (22,87%).

Wesentliche Risiken und Chancen unseres Geschäftsmodells

Es lassen sich folgende wesentliche interne und externe Risiken, denen die Assure Consulting GmbH ausgesetzt ist, erkennen:

Nach den Krisenjahren erholte sich die wirtschaftliche Lage in vielen Branchen auch im Jahr 2023 nur zögerlich. Zudem stellt die unsichere Weltwirtschaftslage mit ihren multiplen Krisenherden (insbesondere der anhaltende Ukrainekrieg) eine Herausforderung für die gesamte Beratungsbranche dar, falls Kundenunternehmen verstärkt einen Sparkurs einschlagen und bei externen Dienstleistungen sparen. Des Weiteren besteht das Risiko, dass unser erwähnter USP (Mehrwert durch ein Miteinander in unseren Kundenprojekten) durch die weiterhin verbreitete virtuelle Durchführung von Projekten an Wirkung verliert, da die erbrachte Leistung dadurch potenziell austauschbarer wird.

Ein weiteres zentrales Risiko stellt der Fachkräftemangel dar. Qualifizierte Berater bleiben am Arbeitsmarkt rar, was die Gewinnung geeigneten Personals erschwert. Der Anstieg an Beratern im Berichtsjahr gelang insbesondere durch eine im mittelfristigen Jahresvergleich unterdurchschnittliche Fluktuation. Zudem führen die deutlich gestiegenen Kosten - insbesondere höhere Personalaufwendungen durch Inflation und intensive Konkurrenz um Talente sowie wieder zunehmende Reise- und Schulungskosten - zu Ergebnisrisiken, falls sie nicht durch Produktivitätssteigerungen oder Preisanpassungen ausgeglichen werden können.

Ein zusätzliches Risiko ergibt sich aus der zunehmenden Diskussion um neue oder verschärfte Handelszölle im internationalen Wirtschaftsumfeld. Vor dem Hintergrund globaler Spannungen - etwa zwischen der EU, China und den USA - wächst bei vielen unserer Kunden die Sorge vor protektionistischen Maßnahmen und Handelshemmnissen. Diese Unsicherheit wirkt sich insbesondere auf exportorientierte Unternehmen aus, die mit Zurückhaltung bei Investitionen reagieren. Für uns bedeutet dies ein potenzielles Risiko, da Investitionszurückhaltung häufig mit einer geringeren Anzahl an Projekten und damit verbundenem Rückgang bei der Inanspruchnahme externer Ressourcen einhergeht.

Zur Risikobegrenzung plant die Gesellschaft die weitere Verstärkung der einzelnen Segmente zum Erreichen durchgehender "kritischer Größe" in allen beratungsrelevanten Bereichen, die weitere Investitionen in digitale Transformationskompetenz sowie den deutlichen Ausbau unserer Marketing-Aktivitäten erfordern. Insgesamt sehen wir uns aber aufgrund unserer inhaltlichen Positionierung auf Projektmanagement-Beratung, des weit gefächerten Dienstleistungsangebots in diesem Bereich, der hohen strukturellen Agilität in der Entwicklung neuer Themen/Produkte (u.a. Lean & Agile Projektmanagementberatung, Experten für Rollout-Projekten insb. im Glasfaserausbau) und unserer breiten Basiskundschaft im Vergleich zum übrigen Beratermarkt eher weniger stark betroffen als der Wettbewerb, weswegen wir optimistisch unseren aktuellen Geschäftsgang verfolgen.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und quer durch alle wesentlichen Branchen breit aufgestellten Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Das Liquiditätsrisiko wird als gering angesehen. Die Gesellschaft hat eine Darlehens-Rahmenvereinbarung mit der Muttergesellschaft (Assure Beteiligungs GmbH), wodurch Liquiditätsengpässe jederzeit behoben werden können.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates aktives Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Das Risiko aus Währungskursänderungen spielt für die Gesellschaft eine untergeordnete Rolle, da Geschäftsvorfälle bis auf wenige Ausnahmen im Wesentlichen in Euro durchgeführt werden.

Folgende Chancen sieht die Geschäftsführung für die Assure Consulting GmbH:

Allen Risiken und Krisen zum Trotz rechnen wir mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach den von Assure Consulting angebotenen Leistungen im Bereich der Unternehmensberatung. Viele Unternehmen führen - gerade aufgrund der nach der Lähmung der Corona-bedingten Einschränkungen sowie durch den aufgrund der multiplen Krisen verursachten Marktdruck an unterschiedlichen Stellen - aktuell und auch mittelfristig grundsätzliche Optimierungen ihrer Leistungsfähigkeit durch und rüsten sich für die weitere Zukunft. Besondere Treiber der Nachfrage sind die großen Veränderungsthemen von Gesellschaft und Wirtschaft: Klimawandel, Mobilitätswandel, Wandel im Gesundheits- und Finanzsystem sowie Digitalisierung.

Eine Transformation ist für die Unternehmen unabdingbar und Assure Consulting ist in allen diesen Bereichen über ein großes Branchenspektrum hinweg mit unseren Dienstleistungen vertreten.

Die Herausforderungen der Veränderung sind immens und oft nicht ohne externe Hilfe zu stemmen. Gleichzeitig belasten demografisch bedingte Arbeitskräfteengpässe unsere Kunden, und es wird zum einen sehr spezifisches Projektmanagement- und Change-Know-how zum anderen operativer Projekt-Support benötigt. Alle Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen, die wir bedienen, müssen stark investieren, ihr Geschäft überdenken und sich radikal ändern.

Wachstumschancen sehen wir vor allem in folgenden Branchen: der Energiewirtschaft mit ihren großen Herausforderungen im Infrastrukturmanagement, der Mobilitätswirtschaft (Bahn wie Urban Mobility), der Telekommunikation (insb. im Bereich Glasfaserausbau) sowie dem Gesundheitswesen mit den Trends zur verstärkten Digitalisierung sowie individualisierten Medizin. Zudem sehen wir Potential in der Banken- und Versicherungswirtschaft mit umfangreicher Geschäftsmodell- und Prozesstransformation.

Zusammenfassend lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung daher feststellen, dass die Assure Consulting GmbH mit ihren funktionalen Schwerpunkten auf digitaler und agiler Transformation, Projekt- und Portfoliomanagement-Beratung sowie operativer Projektmanagement-Exzellenz trotz der dargelegten Risiken hervorragend positioniert ist.

Prognosebericht

Die vorläufigen Umsatzerlöse betragen für 2024 MEUR 18,0.

Auf Grundlage der vorläufigen Gesamtleistung beträgt diese pro Berater rd. TEUR 145 für das Jahr 2024 (bei durchschnittlich 124 Beratern).

Die EBITDA-Marge wird gemäß den vorläufigen Zahlen für 2024 bei ca. 9,8% liegen.

Auch im Jahr 2025 sehen wir uns wie bereits in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 sukzessive steigenden Kosten (insb. im Bereich Personal) ausgesetzt, die wir versuchen, durch Einsparungen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen (u.a. durch verringerten Einsatz externer) zu mitigieren.

Die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie die politischen Verhältnisse in den USA sorgen zudem für viel Unsicherheit. Ebenso werden die durch die Inflation anhaltend steigenden Kosten die Gewinnmarge negativ beeinflussen, da aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage eine analoge Preisanpassung nicht in allen Bereichen möglich sein wird.

Für 2025 erwarten wir aufgrund einer leicht nachlassenden Auftragslage Umsatzerlöse in Höhe von MEUR 17,5 und entsprechend eine leicht gesunkene Gesamtleistung pro Berater (TEUR 141). Die EBITDA-Marge wird lt. Prognose aufgrund der zuvor genannten Punkte voraussichtlich bei ca. 8,2% liegen.

Gesamtbewertung

Im Berichtsjahr konnte die Assure Consulting GmbH seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Aufgrund der erfreulich positiven Entwicklung auf der Seite der Personalressourcen konnte durch die damit verbundenen erhöhten Kosten nur eine leicht geringere EBTIDA-Marge realisiert werden. Diese bewegt sich weiterhin auf dem langfristigen Vor-Corona-Niveau.

Der deutsche, wie auch der zentraleuropäische Markt für Beratungs-Dienstleistungen ist mittelfristig nach wie vor durch Wachstum, aber auch starken Wettbewerbsdruck gekennzeichnet.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch eine Stärkung unserer Kernkompetenzen (Expertise im Projektmanagement) sowie der kontinuierlichen Ausweitung unseres Angebotsspektrums. Insbesondere in unserem neu aufgelegten Produktfeldern "Lean/Agile Projektmanagement" und "Change & Culture" sehen wir großes Potential in den kommenden Jahren. Auch im Bereich der Transformation und Digitalisierung erwarten wir weiterhin eine gleichbleibend bis steigende Nachfrage. Aufgrund der hohen Branchendurchdringung unserer Kunden sehen wir uns in Verbindung mit unserem generalistischen Angebotsspektrum im Bereich unserer Kernkompetenz der Projektmanagement-Beratung gepaart mit operativer Projektmanagement-Expertise auch für eher krisenbehaftete Zeiten gut aufgestellt. Insgesamt sehen wir die Assure Consulting GmbH sehr gut positioniert und bewerten die Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2025 und die Folgejahre verhalten positiv. Insbesondere gehen wir angesichts der aktuellen Geschäftslage und den Entwicklungsperspektiven vom weiteren Fortbestand unseres Unternehmens aus.

 

Neu-Anspach, 22. Mai 2025

Geschäftsführung:

gez. Alexander Runow

gez. Eric Marischka

gez. Christian Rawcliffe

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Assure Consulting GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Assure Consulting GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Assure Consulting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, 22. Mai 2025

JPLH Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lenz, Wirtschaftsprüfer

gez. Bosch, Wirtschaftsprüfer "

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