Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 802 EL
Eingetragen
10.7.2006
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Betrieb einer feinmechanischen Werkstatt. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Ehlers
seit 22.5.2025
Geschäftsführer
Swen Lehmann
seit 28.11.2023
Geschäftsführer
Kevin Carstensen
seit 7.10.2022
Prokura
Jens Loll
seit 6.1.2011
Geschäftsführer
Inga Loll
seit 6.1.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Uetersen
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Loll Feinmechanik GmbH

Tornesch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.995,00 27.142,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.412.949,00 2.108.216,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.285,50 311.725,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 599.141,92 206.955,00
3.437.376,42 2.626.896,50
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 2.553,44 4.919,12
3.517.924,86 2.658.957,62
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorrate
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 684.154,81 677.184,52
2. Unfertige Erzeugnisse 3.309.025,87 3.549.048,42
3. Fertige Erzeugnisse 5.369.816,01 4.067.335,88
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -117.680,75 -9.993,75
9.245.315,94 8.283.575,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.624.778,97 4.821.851,79
2. Sonstige Vermögensgegenstände 36.140,76 16.925,34
5.660.919,73 4.838.777,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 27.087,25 3.745,44
14.933.322,92 13.126.097,64
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 77.805,26 113.612,88
18.529.053,04 15.898.668,14

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 2.479.646,02 2.479.646,02
III. Andere Gewinnrücklagen 2.399.500,00 2.399.500,00
IV. Bilanzgewinn 2.293.372,65 1.400.947,63
7.472.518,67 6.580.093,65
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 697.919,49 465.653,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.392.900,00 1.353.380,00
2.090.819,49 1.819.033,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.373.699,97 6.467.790,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 862.505,97 718.510,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 729.508,94 313.241,40
- davon aus Steuern: EUR 417.763,91 (Vorjahr: EUR 300.666,96)
8.965.714,88 7.499.541,49
18.529.053,04 15.898.668,14

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 4. September 2024.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.407.481,07 27.986.908,33
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.062.457,58 2.212.682,51
3. Sonstige betriebliche Erträge 171.013,31 102.597,20
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 696,36 (Vorjahr: EUR 2.908,17)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -11.753.902,16 -11.242.707,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.659.684,01 -1.290.719,69
-13.413.586,17 -12.533.426,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.314.491,05 -9.877.500,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.278.197,60 -1.973.163,70
- davon für Altersversorgung: EUR 7.216,74 (Vorjahr: EUR 6.911,17)
-12.592.688,65 -11.850.663,72
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.045.812,75 -953.514,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.678.156,56 -3.762.344,08
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 2.360,53 (Vorjahr: EUR 18,15)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.620,85 285,14
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -288.339,27 -86.723,21
- davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 610,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -492.180,95 -336.317,79
11. Ergebnis nach Steuern 1.132.808,46 779.482,87
12. Sonstige Steuern -16.894,14 -17.182,80
13. Jahresüberschuss 1.115.914,32 762.300,07
14. Gewinnvortrag 1.400.947,63 1.122.874,39
15. Ergebnisverwendung -223.489,30 -484.226,83
16. Bilanzgewinn 2.293.372,65 1.400.947,63

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Erläuterungen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Loll Feinmechanik GmbH mit Sitz in Tornesch, wird im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter der Nummer HRB 802 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltliche erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die sonstigen Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden wie folgt angesetzt:

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden retrograd auf der Basis der voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich eines Prozentsatzes für die nicht aktivierungsfähigen Kosten und die Gewinnmarge bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Transaktionskurs umgerechnet und mit dem Stichtagskurs bewertet.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Personalverpflichtungen 794
ausstehende Rechnungen 235
Unterlassene Instandhaltung 85
Berufsgenossenschaft 77
Sonstige 202
1.393

4. Verbindlichkeiten

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 5.603 T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, 1.661 T€ eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und 110 T€ eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben die Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen in Höhe von insgesamt TEUR 12.123

Davon entfallen insgesamt TEUR 3.879 auf die Jahre 2024 bis 2027:

2024 2025 2026 2027
TEUR TEUR TEUR TEUR
984 971 967 957

Die restlichen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.244 bestehen aufgrund von Verträgen über Grundstücks- und Gebäudemiete für die Jahre 2028 bis 2040.

B. Ergänzende Angaben

I. Geschäftsführer der Gesellschaft

Jens Loll, Dipl.-Ing. (FH), Uetersen

Swen Lehmann, Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Hamburg (seit 28. November 2023)

II. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

III. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl nach § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023
Lohnempfänger 131
Gehaltsempfänger 68
199

IV. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse eingetreten.

 

Tornesch, 07.06.2024

Dipl. Ing. (FH) Jens Loll, Geschäftsführer

Swen Lehmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 622.898,38 113.122,70 0,00 0,00 736.021,08
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.975.354,14 936.392,64 226.305,91 484.524,00 24.653.528,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.924.729,80 239.139,00 0,00 17.226,89 2.146.641,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 206.955,00 618.492,83 -226.305,91 0,00 599.141,92
26.107.038,94 1.794.024,47 0,00 501.750,89 27.399.312,52
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 4.919,12 0,00 0,00 2.365,68 2.553,44
26.734.856,44 1.907.147,17 0,00 504.116,57 28.137.887,04
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 595.756,38 62.269,70 0,00 658.026,08
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 21.867.137,64 857.965,05 484.523,00 22.240.579,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.613.004,80 125.578,00 17.226,39 1.721.356,41
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
23.480.142,44 983.543,05 501.749,39 23.961.936,10
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
24.075.898,82 1.045.812,75 501.749,39 24.619.962,18
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.995,00 27.142,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.412.949,00 2.108.216,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.285,50 311.725,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 599.141,92 206.955,00
3.437.376,42 2.626.896,50
III. FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 2.553,44 4.919,12
3.517.924,86 2.658.957,62

Lagebericht für 2023

Inhaltsverzeichnis

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf

III. Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

2. Ertragslage

C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. Chancenbericht

II. Risikobericht

D. PROGNOSEBERICHT

E. FAZIT UND AUSBLICK

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Die Loll Feinmechanik GmbH (im Folgenden Loll GmbH oder Gesellschaft) entwickelt und produziert mit rund 200 Mitarbeitern in Tornesch auf knapp 10.000 m 2 in 6 Hallen mechanische Präzisionsteile, sowie mechanische und elektromechanische Baugruppen und Anlagen in kleinen und mittelgroßen Losgrößen. Die Produktion erfolgt hauptsächlich mit neuesten CNC-Bearbeitungs- und Automatisierungstechnologien. Die Fertigungsorganisation ist modern und an den Grundsätzen des Lean Managements ausgerichtet.

Das Marktumfeld kann als weites Oligopol beschrieben werden. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen in Deutschland. Wir vertreiben unsere Produkte und Dienstleistungen direkt an unsere Kunden. In den Bereichen Luftfahrttechnik, Energietechnologie, Zigarettenindustrie, Analysetechnik, Life Science, Semiconductor und der Verteidigungstechnik gehört die Gesellschaft zu den führenden inländischen Anbietern. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass die Gesellschaft bei ihren Hauptkunden grundsätzlich A-Lieferant oder strategischer Partner ist.

Die Entwicklungen der Gesellschaft beruhen auf Kundenanforderungen. Eigene Entwicklungen, Forschungen oder Patente sind nicht vorhanden.

Die Erlöse werden im Wesentlichen mit der Fertigung und Montage von kompletten Produkten, mit Lohnarbeiten in Verbindung mit beigestellten Vorprodukten sowie Serviceleistungen wie Auftragsforschung und -entwicklung erzielt.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war weiterhin durch eingeschränkte Verfügbarkeiten und starke Preisanstiege geprägt. Es herrschte ein Verkäufermarkt. Am Jahresende war allerdings eine Konsolidierung spürbar. Konkret erhöhte sich die Verfügbarkeit notwendiger Materialien und die Dynamik von Preisanpassungen nahm deutlich ab.

Die Gesellschaft verfügt über eine diversifizierte Kundenbasis, die sich über viele Branchen erstreckt. Es wurden aktiv Neukunden in den Bereichen Semiconductor, Maschinenbau und Life Science gewonnen. Bestehende Kundenbeziehungen konnten ausgebaut werden.

2023 hat sich die Auftragslage bei den Bestandskunden weiter stabilisiert. Durch das Zusammenspiel aus Neukundengewinnung und Bestandskunden konnte die Gesellschaft einen Auftragseingang von 32,32 Mio.€ (Vorjahr: 39,36 Mio.€) und damit nahezu in der Höhe der Jahresgesamtleistung von 33,47 Mio.€ (Vorjahr: 30,20 Mio €) verzeichnen.

Der Umsatz sowie die Gesamtleistung des Unternehmens knüpfte an die Erfolge der früheren Jahre an und stieg weiter.

Die aktuelle geopolitische Lage stellte die Loll GmbH bei der Beschaffung von Materialien und Komponenten bezüglich Preisen und Lieferzeiten vor große Herausforderungen.

II. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 wurde der Umsatz, im Vergleich zum Vorjahr, von 27,98 auf 32,41 Mio.€ um 15,8 % erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf Preiserhöhungen und eine weiterhin hohe Marktnachfrage zurückzuführen. Der Exportanteil betrug 5,8 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte gestiegen.

Aufgrund starker Auftragseingänge wurde das bereits hohe Niveau des Auftragsbestands leicht gesteigert.

Die zu Beginn prognostizierte positive Unternehmensentwicklung wurde im Jahresverlauf umgesetzt.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Bestandsaufbau von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen deutlich reduziert. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit - insbesondere für Rahmenaufträge - waren weiterhin Bestanderhöhungen bei fertigen Erzeugnissen notwendig. Nichtsdestotrotz wurde der Umfang auch hier gegenüber 2022 signifikant gesenkt.

Das Jahresergebnis liegt mit 1.116 T€ ca. 46 % über dem Ergebnis des Jahres 2022.

III. Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.748 T€ gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Beständen der Fertigerzeugnisse und der erwartbaren Erhöhung der Forderungen. Bei den fertigen Erzeugnissen kommt hinzu, dass vermehrt Leistungen bei externen Lieferanten bezogen wurden, die zusätzlich unsere Lagerbestände erhöht haben.

Die Eigenkapitalquote wurde trotz des starken Anstiegs der Bilanzsumme auf 40,3 % (Vorjahr: 41,4 %) nur leicht abgesenkt.

Die Darlehen der Gesellschaft weisen eine Gesamtsumme von 2.313 T€ aus, anteilig mit 1.771 T€ sind Darlehen mit einer Laufzeit von über einem Jahr, bis zu fünf Jahren enthalten. Sie dienen hautsächlich zur Finanzierung von Produktionsanlagen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich zum einen aufgrund der Investitionen in den Vorratsbestand und zum anderen durch längere Zahlungsbedingungen bei unseren Kunden erhöht. Die Kreditlinie der Kontokorrentkonten wurde zum Stichtag mit 3.061 T€ in Anspruch genommen.

Der Zahlungsmittelfonds beinhaltet die flüssigen Mittel von 27 T€ (Vorjahr: 4 T€) sowie die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten in Höhe von -5.603 T€ (Vorjahr: -5.395 T€). Dies entspricht einem Anstieg um 208 T€. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1.454 T€, Vorjahr: -677 T€) ist insbesondere aufgrund des erzielten Jahresüberschusses, der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten, denen ein höherer Bestand an Forderungen und Vorratsvermögen gegenübersteht, positiv. Insbesondere aufgrund der Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Vermögensgegenstände ist der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit -1.835 T€ (Vorjahr: -1-277 T€) negativ. Weil die Aufnahme neuer Darlehen, welche mit den Investitionen im Zusammenhang stehen, die gezahlten Zinsen sowie gezahlte Dividenden übersteigen, ist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit 194 T€ positiv (Vorjahr: -88 T€)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich erhöht. Dies ist auf die Erhöhung der Lagerbestände fertiger Erzeugnisse und Steigerung der Forderungen wegen der Umsatzerhöhung, mit der Folge einer verstärkten Inanspruchnahme der Kreditlinien, zurückzuführen. Zudem wurden Darlehen für Investitionen in Produktionsanlagen aufgenommen.

Die regelmäßige Prüfung der offenen Posten, das Mahnwesen und wiederkehrende Liquiditätsprognosen lassen keinerlei Rückschlüsse auf Liquiditätsengpässe erkennen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft beurteilen wir insgesamt als positiv und stabil.

2. Ertragslage

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern einschließlich sonstiger Steuern) ist positiv und beträgt 1.625 T€ (Vorjahr: 1.116). Unter Berücksichtigung neutraler Effekte beläuft sich das bereinigte Betriebsergebnis auf 1.761 T€ (Vorjahr: 1.137 T€).

Das Jahresergebnis beträgt 1.116 T€ (Vorjahr 762 T€).

Der Materialaufwand wurde unterproportional zur Umsatzsteigerung erhöht. Dies ist zum größten Teil auf die Normalisierung der Versorgungslage mit Vorprodukten zurückzuführen.

Im Vergleich zu 2022 sind die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe um ca. 4,6 % auf 11.754 T€ gestiegen und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um ca. 28,6 % auf 1.660 T€. Durch die sehr gute Auslastung investiert das Unternehmen zusätzlich in die Entwicklung seiner Lieferanten, um den Anforderungen der Kunden und dem Auftragsvolumen gerecht zu werden und gibt daher vermehrt Dienstleistungen an entsprechend qualifizierte Zulieferer.

Der Personalaufwand hat sich um 780 T€ zum Vorjahr erhöht. Dies ist auf die Neueinstellung von 6,4 % in der Belegschaft, die Tariferhöhung von 3% zum Jahresbeginn 2023 und die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie von 243 T€ zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf 4.671 T€ (Vorjahr: 3.750 T€) erhöht. Diese Erhöhung leitet sich zum großen Anteil durch die erhöhten Raumkosten (+436 T€), welche insbesondere durch gestiegene Aufwendungen für Strom bedingt sind (+292 T€), und höhere Investitionen in Reparatur- und Instandhaltung (+297 T€) sowie erhöhte Aufwendungen für die Warenabgabe (+64 T€) ab.

C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. Chancenbericht

Die aktuellen Treiber für die positive wirtschaftlichen Aussichten sind die deutlich steigenden Bedarfe in den Wachstumsbranchen Semiconductor, Life Science, Energieversorgung, Verteidigungstechnik, Luftfahrt und hochgenauem Maschinenbau. Mit führenden Unternehmen dieser Branchen bestehen seit Jahren enge Geschäftsbeziehungen. Dies gilt es auszubauen, um Marktchancen zu nutzen.

Zusätzlich legen wir einen besonderen Fokus auf Kunden, die neue Lösungen für die aktuelle technologische Transformation entwickeln und vermarkten. Dazu gehören unter anderem Batterien, Wasserstofftransport und -nutzung sowie Elektroantriebe für die Luftfahrt.

Die Expertise über dokumentierte Produktions-, Entwicklungs- und Beschaffungsprozesse ermöglicht es der Gesellschaft, Kunden zu akquirieren, die genau diese Anforderungen an die Lieferanten stellen und diese Expertise selten auf dem Markt finden.

Durch die gewandelte Situation vom Verkäufer- zum Käufermarkt ergeben sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhte Chancen zur Verringerung der Lieferzeiten und Einstandspreise für bezogene Rohstoffe und Komponenten.

Anfang 2024 wurden das Unternehmensleitbild und die strategische Ausrichtung durch die Geschäftsführung und den Führungskreis aktualisiert. Dies dient der Fokussierung aller im Unternehmen und der Ableitung von Maßnahmen zur Ermöglichung des zukünftigen Erfolgs der Loll GmbH. Der Schwerpunkt der strategischen Projekte wird 2024 auf die allgemeine Effizienzsteigerung und Reduzierung der Kosten sowie auf die Deckung des Personalbedarfs gelegt werden.

Der Einsatz von digitalen Kommunikationsplattformen und die Erweiterung von digitalen Prozessen wird sich nachhaltig auf die Effizienz der internen Prozesse auswirken. Zusätzlich werden die internen Prozesse kontinuierlich auf ihr Verbesserungspotential geprüft.

Für die energieintensive Fertigung besteht weiterhin ein langfristiger Festpreisvertrag mit einem Energieversorger zur Erhöhung der Kalkulationssicherheit. Für 2024 ist eine Senkung des Stromtarifs um ca. 15 % vertraglich zugesichert worden. Zusätzlich wird 2024 im Unternehmensverbund zur Energiekostenreduzierung eine Photovoltaikanlage mit einer Maximalleistung von 550 kWp final in Betrieb genommen werden.

II. Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein systematisches Risikomanagementsystem, welches ständig aktualisiert wird. In allen Unternehmensbereichen werden täglich Kennzahlen erhoben und mit Planwerten verglichen. Diese werden in gemeinsamen wöchentlichen Besprechungsrunden berichtet, um Fehlentwicklungen zeitnah mit Gegenmaßnahmen zu begegnen. Zusätzlich erzeugt das EDV-gestützte Controlling monatlich standardisierte Berichte mit allen relevanten Kennwerten inklusive des Vergleichs mit den Planzahlen für die Geschäftsleitung.

Grundsätzlich bestehen für die Loll GmbH durch den hohen Diversifizierungsgrad der Kundenbasis geringe Abhängigkeiten. Die meisten Kunden gehören zu den Marktführern ihrer Branche. Die Bedeutung der Risiken von Umsatzausfällen durch Kundeninsolvenzen oder sonstige Kundenverluste ist somit gering.

Daneben bestehen die allgemeinen Risiken der Marktakzeptanz der Produkte der Gesellschaft, sowie der Konkurrenz durch Mitbewerber. Es ist davon auszugehen, dass die Wettbewerbsintensität insgesamt zunehmen wird. Dies wird sich in reduzierten Lieferzeiten und einem sinkenden Preisniveau ausdrücken.

Aufgrund der in den vergangenen Geschäftsjahren getätigten Investitionen, der breiten und der damit verbundenen Erweiterung der Fertigungskapazität, Fähigkeiten sowie Produktpalette sieht sich die Gesellschaft jedoch gerüstet, sowohl den Kundenansprüchen gerecht zu werden als auch die eigene Position im Markt auszubauen.

Die Gesellschaft setzt weiterhin auf langfristige Geschäftsbeziehungen mit hauptsächlich lokalen und nationalen Lieferanten. Im Bedarfsfall können dennoch bestehende Lieferanten schnell durch neue Geschäftspartner ersetzt werden.

Dem momentan verschärfenden Fachkräftemangel wird die Loll GmbH mit verstärkten Recruiting-Kampagnen und Qualifizierungsmaßnahmen begegnen. Begleitend wird das Anreiz- und Entgeltsystem zur Mitarbeiterbindung überprüft und angepasst werden.

Risiken im Bereich der IT-Systeme wird durch umfangreiche Datensicherungssysteme, physische Schutzvorkehrungen sowie durch redundante Systeme in wichtigen Teilbereichen vorgebeugt. Zusätzlich wurde eine Versicherung zum Schutz der IT und der Daten abgeschlossen.

Durch personalisierte Zugangsberechtigungen und ein umfangreiches Alarm-Sicherheitssystem ist das Risiko eines Diebstahls reduziert. Zusätzlich wurde 2015 eine Brandmeldeanlage installiert, die bei den ersten Anzeichen eines Feuers den Sicherheitsdienst und die Feuerwehr informiert.

Darüberhinausgehende Risiken (bspw. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Gewährleistungsfällen etc.) werden durch einheitliche Berichtsvorgaben erfasst. Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen.

Die Gesellschaft trifft vielfältige Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes.

Weitere Einflüsse sind für die Geschäftsführung derzeit nicht absehbar.

D. PROGNOSEBERICHT

Die Aussichten für das Kalenderjahr 2024 sind weiterhin positiv. Der hohe Auftragsbestand, die aktive Bearbeitung von neuen und bestehenden Geschäftsfeldern sowie die stabilisierte Versorgungslage mit Materialien und Komponenten für unsere Fertigung werden die Grundlage für unseren Erfolg sein.

Durch diese sehr gute Entwicklung geht die Gesellschaft von einer Umsatzsteigerung im Jahr 2024 um 19,4% von 32,4 Mio.€ auf ca. 38,7 Mio.€ und einem Betriebsergebnis in Höhe von ca. 2 Mio.€ aus.

Die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird sich nach unserer Einschätzung im weiteren Verlauf des Jahres 2024 merklich verbessern. Bereits Ende 2023 waren erhöhte Verfügbarkeiten und sinkende Preise spürbar.

Aufgrund der weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung wird die Gesellschaft kontinuierlich in die Modernisierung und Erweiterung der Maschinen, Anlagen und dar- über hinaus die Modernisierung des Produktionsumfelds investieren. Dazu gehören unter anderem die Investition in eine Zelle mit einem Roboterbestückten Drehfräszentrum sowie die Einführung eines Werkzeugmanagementsystem zur Vereinheitlichung und Standardisierung des Werkzeugeinsatzes.

Zusätzlich wird ferner der Personalkörper ausgebaut und qualifiziert. Parallel werden verstärkt Lösungen zur Automatisierung und Digitalisierung umgesetzt. Zur Erhöhung der Auslastung der Produktionskapazitäten wird ergänzend die Mehrmaschinenbedienung genutzt.

E. FAZIT UND AUSBLICK

Das Jahr 2023 konnte unser Unternehmen erfolgreich abschließen. Umsatz und Gewinn wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Die Gesellschaft hat sich den Herausforderungen erfolgreich gestellt.

Die wirtschaftlichen Chancen für die Zukunft sind weiterhin vielversprechend und die Risiken können durch uns beherrscht werden. Den Marktveränderungen und den Herausforderungen des geplanten Umsatzwachstums in neuen und bestehenden Branchen werden wir weiterhin aktiv begegnen. Die Gesellschaft wird den eingeschlagenen Erfolgspfad fortsetzen.

 

Tornesch, 26. Juni 2024

Die Geschäftsführung

gez. Jens Loll

gez. Swen Lehmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 26. Juli 2024

WIRTSCHAFTSRAT GMBH
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Hans Peter Vorpahl, Wirtschaftsprüfer

Dr. Tobias Reiter, Wirtschaftsprüfer

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