Beteiligungsgesellschaften
Loll Feinmechanik GmbH
Borstelweg 16, 25436 Tornesch, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Ehlers seit 22.5.2025 | Geschäftsführer |
Swen Lehmann seit 28.11.2023 | Geschäftsführer |
Kevin Carstensen seit 7.10.2022 | Prokura |
Jens Loll seit 6.1.2011 | Geschäftsführer |
Inga Loll seit 6.1.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Loll Feinmechanik GmbHTorneschJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 4. September 2024. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Erläuterungen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 I. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Loll Feinmechanik GmbH mit Sitz in Tornesch, wird im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter der Nummer HRB 802 geführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Berichtsjahr waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltliche erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die sonstigen Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden wie folgt angesetzt: Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden retrograd auf der Basis der voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich eines Prozentsatzes für die nicht aktivierungsfähigen Kosten und die Gewinnmarge bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Transaktionskurs umgerechnet und mit dem Stichtagskurs bewertet. III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 5.603 T€ eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, 1.661 T€ eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und 110 T€ eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben die Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen in Höhe von insgesamt TEUR 12.123 Davon entfallen insgesamt TEUR 3.879 auf die Jahre 2024 bis 2027:
Die restlichen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.244 bestehen aufgrund von Verträgen über Grundstücks- und Gebäudemiete für die Jahre 2028 bis 2040. B. Ergänzende Angaben I. Geschäftsführer der Gesellschaft Jens Loll, Dipl.-Ing. (FH), Uetersen Swen Lehmann, Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), Hamburg (seit 28. November 2023) II. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. III. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl nach § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
IV. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse eingetreten.
Tornesch, 07.06.2024 Dipl. Ing. (FH) Jens Loll, Geschäftsführer Swen Lehmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für 2023InhaltsverzeichnisA. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. Geschäftsverlauf III. Lage 1. Vermögens- und Finanzlage 2. Ertragslage C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT I. Chancenbericht II. Risikobericht D. PROGNOSEBERICHT E. FAZIT UND AUSBLICK A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFTDie Loll Feinmechanik GmbH (im Folgenden Loll GmbH oder Gesellschaft) entwickelt und produziert mit rund 200 Mitarbeitern in Tornesch auf knapp 10.000 m 2 in 6 Hallen mechanische Präzisionsteile, sowie mechanische und elektromechanische Baugruppen und Anlagen in kleinen und mittelgroßen Losgrößen. Die Produktion erfolgt hauptsächlich mit neuesten CNC-Bearbeitungs- und Automatisierungstechnologien. Die Fertigungsorganisation ist modern und an den Grundsätzen des Lean Managements ausgerichtet. Das Marktumfeld kann als weites Oligopol beschrieben werden. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen in Deutschland. Wir vertreiben unsere Produkte und Dienstleistungen direkt an unsere Kunden. In den Bereichen Luftfahrttechnik, Energietechnologie, Zigarettenindustrie, Analysetechnik, Life Science, Semiconductor und der Verteidigungstechnik gehört die Gesellschaft zu den führenden inländischen Anbietern. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass die Gesellschaft bei ihren Hauptkunden grundsätzlich A-Lieferant oder strategischer Partner ist. Die Entwicklungen der Gesellschaft beruhen auf Kundenanforderungen. Eigene Entwicklungen, Forschungen oder Patente sind nicht vorhanden. Die Erlöse werden im Wesentlichen mit der Fertigung und Montage von kompletten Produkten, mit Lohnarbeiten in Verbindung mit beigestellten Vorprodukten sowie Serviceleistungen wie Auftragsforschung und -entwicklung erzielt. B. WIRTSCHAFTSBERICHTI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war weiterhin durch eingeschränkte Verfügbarkeiten und starke Preisanstiege geprägt. Es herrschte ein Verkäufermarkt. Am Jahresende war allerdings eine Konsolidierung spürbar. Konkret erhöhte sich die Verfügbarkeit notwendiger Materialien und die Dynamik von Preisanpassungen nahm deutlich ab. Die Gesellschaft verfügt über eine diversifizierte Kundenbasis, die sich über viele Branchen erstreckt. Es wurden aktiv Neukunden in den Bereichen Semiconductor, Maschinenbau und Life Science gewonnen. Bestehende Kundenbeziehungen konnten ausgebaut werden. 2023 hat sich die Auftragslage bei den Bestandskunden weiter stabilisiert. Durch das Zusammenspiel aus Neukundengewinnung und Bestandskunden konnte die Gesellschaft einen Auftragseingang von 32,32 Mio.€ (Vorjahr: 39,36 Mio.€) und damit nahezu in der Höhe der Jahresgesamtleistung von 33,47 Mio.€ (Vorjahr: 30,20 Mio €) verzeichnen. Der Umsatz sowie die Gesamtleistung des Unternehmens knüpfte an die Erfolge der früheren Jahre an und stieg weiter. Die aktuelle geopolitische Lage stellte die Loll GmbH bei der Beschaffung von Materialien und Komponenten bezüglich Preisen und Lieferzeiten vor große Herausforderungen. II. Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 wurde der Umsatz, im Vergleich zum Vorjahr, von 27,98 auf 32,41 Mio.€ um 15,8 % erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf Preiserhöhungen und eine weiterhin hohe Marktnachfrage zurückzuführen. Der Exportanteil betrug 5,8 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte gestiegen. Aufgrund starker Auftragseingänge wurde das bereits hohe Niveau des Auftragsbestands leicht gesteigert. Die zu Beginn prognostizierte positive Unternehmensentwicklung wurde im Jahresverlauf umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Bestandsaufbau von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen deutlich reduziert. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit - insbesondere für Rahmenaufträge - waren weiterhin Bestanderhöhungen bei fertigen Erzeugnissen notwendig. Nichtsdestotrotz wurde der Umfang auch hier gegenüber 2022 signifikant gesenkt. Das Jahresergebnis liegt mit 1.116 T€ ca. 46 % über dem Ergebnis des Jahres 2022. III. Lage 1. Vermögens- und Finanzlage Das kurzfristig gebundene Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.748 T€ gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Beständen der Fertigerzeugnisse und der erwartbaren Erhöhung der Forderungen. Bei den fertigen Erzeugnissen kommt hinzu, dass vermehrt Leistungen bei externen Lieferanten bezogen wurden, die zusätzlich unsere Lagerbestände erhöht haben. Die Eigenkapitalquote wurde trotz des starken Anstiegs der Bilanzsumme auf 40,3 % (Vorjahr: 41,4 %) nur leicht abgesenkt. Die Darlehen der Gesellschaft weisen eine Gesamtsumme von 2.313 T€ aus, anteilig mit 1.771 T€ sind Darlehen mit einer Laufzeit von über einem Jahr, bis zu fünf Jahren enthalten. Sie dienen hautsächlich zur Finanzierung von Produktionsanlagen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich zum einen aufgrund der Investitionen in den Vorratsbestand und zum anderen durch längere Zahlungsbedingungen bei unseren Kunden erhöht. Die Kreditlinie der Kontokorrentkonten wurde zum Stichtag mit 3.061 T€ in Anspruch genommen. Der Zahlungsmittelfonds beinhaltet die flüssigen Mittel von 27 T€ (Vorjahr: 4 T€) sowie die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten in Höhe von -5.603 T€ (Vorjahr: -5.395 T€). Dies entspricht einem Anstieg um 208 T€. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1.454 T€, Vorjahr: -677 T€) ist insbesondere aufgrund des erzielten Jahresüberschusses, der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten, denen ein höherer Bestand an Forderungen und Vorratsvermögen gegenübersteht, positiv. Insbesondere aufgrund der Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Vermögensgegenstände ist der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit -1.835 T€ (Vorjahr: -1-277 T€) negativ. Weil die Aufnahme neuer Darlehen, welche mit den Investitionen im Zusammenhang stehen, die gezahlten Zinsen sowie gezahlte Dividenden übersteigen, ist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit 194 T€ positiv (Vorjahr: -88 T€) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich erhöht. Dies ist auf die Erhöhung der Lagerbestände fertiger Erzeugnisse und Steigerung der Forderungen wegen der Umsatzerhöhung, mit der Folge einer verstärkten Inanspruchnahme der Kreditlinien, zurückzuführen. Zudem wurden Darlehen für Investitionen in Produktionsanlagen aufgenommen. Die regelmäßige Prüfung der offenen Posten, das Mahnwesen und wiederkehrende Liquiditätsprognosen lassen keinerlei Rückschlüsse auf Liquiditätsengpässe erkennen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft beurteilen wir insgesamt als positiv und stabil. 2. Ertragslage Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern einschließlich sonstiger Steuern) ist positiv und beträgt 1.625 T€ (Vorjahr: 1.116). Unter Berücksichtigung neutraler Effekte beläuft sich das bereinigte Betriebsergebnis auf 1.761 T€ (Vorjahr: 1.137 T€). Das Jahresergebnis beträgt 1.116 T€ (Vorjahr 762 T€). Der Materialaufwand wurde unterproportional zur Umsatzsteigerung erhöht. Dies ist zum größten Teil auf die Normalisierung der Versorgungslage mit Vorprodukten zurückzuführen. Im Vergleich zu 2022 sind die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe um ca. 4,6 % auf 11.754 T€ gestiegen und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um ca. 28,6 % auf 1.660 T€. Durch die sehr gute Auslastung investiert das Unternehmen zusätzlich in die Entwicklung seiner Lieferanten, um den Anforderungen der Kunden und dem Auftragsvolumen gerecht zu werden und gibt daher vermehrt Dienstleistungen an entsprechend qualifizierte Zulieferer. Der Personalaufwand hat sich um 780 T€ zum Vorjahr erhöht. Dies ist auf die Neueinstellung von 6,4 % in der Belegschaft, die Tariferhöhung von 3% zum Jahresbeginn 2023 und die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie von 243 T€ zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf 4.671 T€ (Vorjahr: 3.750 T€) erhöht. Diese Erhöhung leitet sich zum großen Anteil durch die erhöhten Raumkosten (+436 T€), welche insbesondere durch gestiegene Aufwendungen für Strom bedingt sind (+292 T€), und höhere Investitionen in Reparatur- und Instandhaltung (+297 T€) sowie erhöhte Aufwendungen für die Warenabgabe (+64 T€) ab. C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTI. Chancenbericht Die aktuellen Treiber für die positive wirtschaftlichen Aussichten sind die deutlich steigenden Bedarfe in den Wachstumsbranchen Semiconductor, Life Science, Energieversorgung, Verteidigungstechnik, Luftfahrt und hochgenauem Maschinenbau. Mit führenden Unternehmen dieser Branchen bestehen seit Jahren enge Geschäftsbeziehungen. Dies gilt es auszubauen, um Marktchancen zu nutzen. Zusätzlich legen wir einen besonderen Fokus auf Kunden, die neue Lösungen für die aktuelle technologische Transformation entwickeln und vermarkten. Dazu gehören unter anderem Batterien, Wasserstofftransport und -nutzung sowie Elektroantriebe für die Luftfahrt. Die Expertise über dokumentierte Produktions-, Entwicklungs- und Beschaffungsprozesse ermöglicht es der Gesellschaft, Kunden zu akquirieren, die genau diese Anforderungen an die Lieferanten stellen und diese Expertise selten auf dem Markt finden. Durch die gewandelte Situation vom Verkäufer- zum Käufermarkt ergeben sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhte Chancen zur Verringerung der Lieferzeiten und Einstandspreise für bezogene Rohstoffe und Komponenten. Anfang 2024 wurden das Unternehmensleitbild und die strategische Ausrichtung durch die Geschäftsführung und den Führungskreis aktualisiert. Dies dient der Fokussierung aller im Unternehmen und der Ableitung von Maßnahmen zur Ermöglichung des zukünftigen Erfolgs der Loll GmbH. Der Schwerpunkt der strategischen Projekte wird 2024 auf die allgemeine Effizienzsteigerung und Reduzierung der Kosten sowie auf die Deckung des Personalbedarfs gelegt werden. Der Einsatz von digitalen Kommunikationsplattformen und die Erweiterung von digitalen Prozessen wird sich nachhaltig auf die Effizienz der internen Prozesse auswirken. Zusätzlich werden die internen Prozesse kontinuierlich auf ihr Verbesserungspotential geprüft. Für die energieintensive Fertigung besteht weiterhin ein langfristiger Festpreisvertrag mit einem Energieversorger zur Erhöhung der Kalkulationssicherheit. Für 2024 ist eine Senkung des Stromtarifs um ca. 15 % vertraglich zugesichert worden. Zusätzlich wird 2024 im Unternehmensverbund zur Energiekostenreduzierung eine Photovoltaikanlage mit einer Maximalleistung von 550 kWp final in Betrieb genommen werden. II. Risikobericht Die Gesellschaft verfügt über ein systematisches Risikomanagementsystem, welches ständig aktualisiert wird. In allen Unternehmensbereichen werden täglich Kennzahlen erhoben und mit Planwerten verglichen. Diese werden in gemeinsamen wöchentlichen Besprechungsrunden berichtet, um Fehlentwicklungen zeitnah mit Gegenmaßnahmen zu begegnen. Zusätzlich erzeugt das EDV-gestützte Controlling monatlich standardisierte Berichte mit allen relevanten Kennwerten inklusive des Vergleichs mit den Planzahlen für die Geschäftsleitung. Grundsätzlich bestehen für die Loll GmbH durch den hohen Diversifizierungsgrad der Kundenbasis geringe Abhängigkeiten. Die meisten Kunden gehören zu den Marktführern ihrer Branche. Die Bedeutung der Risiken von Umsatzausfällen durch Kundeninsolvenzen oder sonstige Kundenverluste ist somit gering. Daneben bestehen die allgemeinen Risiken der Marktakzeptanz der Produkte der Gesellschaft, sowie der Konkurrenz durch Mitbewerber. Es ist davon auszugehen, dass die Wettbewerbsintensität insgesamt zunehmen wird. Dies wird sich in reduzierten Lieferzeiten und einem sinkenden Preisniveau ausdrücken. Aufgrund der in den vergangenen Geschäftsjahren getätigten Investitionen, der breiten und der damit verbundenen Erweiterung der Fertigungskapazität, Fähigkeiten sowie Produktpalette sieht sich die Gesellschaft jedoch gerüstet, sowohl den Kundenansprüchen gerecht zu werden als auch die eigene Position im Markt auszubauen. Die Gesellschaft setzt weiterhin auf langfristige Geschäftsbeziehungen mit hauptsächlich lokalen und nationalen Lieferanten. Im Bedarfsfall können dennoch bestehende Lieferanten schnell durch neue Geschäftspartner ersetzt werden. Dem momentan verschärfenden Fachkräftemangel wird die Loll GmbH mit verstärkten Recruiting-Kampagnen und Qualifizierungsmaßnahmen begegnen. Begleitend wird das Anreiz- und Entgeltsystem zur Mitarbeiterbindung überprüft und angepasst werden. Risiken im Bereich der IT-Systeme wird durch umfangreiche Datensicherungssysteme, physische Schutzvorkehrungen sowie durch redundante Systeme in wichtigen Teilbereichen vorgebeugt. Zusätzlich wurde eine Versicherung zum Schutz der IT und der Daten abgeschlossen. Durch personalisierte Zugangsberechtigungen und ein umfangreiches Alarm-Sicherheitssystem ist das Risiko eines Diebstahls reduziert. Zusätzlich wurde 2015 eine Brandmeldeanlage installiert, die bei den ersten Anzeichen eines Feuers den Sicherheitsdienst und die Feuerwehr informiert. Darüberhinausgehende Risiken (bspw. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Gewährleistungsfällen etc.) werden durch einheitliche Berichtsvorgaben erfasst. Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen. Die Gesellschaft trifft vielfältige Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes. Weitere Einflüsse sind für die Geschäftsführung derzeit nicht absehbar. D. PROGNOSEBERICHTDie Aussichten für das Kalenderjahr 2024 sind weiterhin positiv. Der hohe Auftragsbestand, die aktive Bearbeitung von neuen und bestehenden Geschäftsfeldern sowie die stabilisierte Versorgungslage mit Materialien und Komponenten für unsere Fertigung werden die Grundlage für unseren Erfolg sein. Durch diese sehr gute Entwicklung geht die Gesellschaft von einer Umsatzsteigerung im Jahr 2024 um 19,4% von 32,4 Mio.€ auf ca. 38,7 Mio.€ und einem Betriebsergebnis in Höhe von ca. 2 Mio.€ aus. Die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird sich nach unserer Einschätzung im weiteren Verlauf des Jahres 2024 merklich verbessern. Bereits Ende 2023 waren erhöhte Verfügbarkeiten und sinkende Preise spürbar. Aufgrund der weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung wird die Gesellschaft kontinuierlich in die Modernisierung und Erweiterung der Maschinen, Anlagen und dar- über hinaus die Modernisierung des Produktionsumfelds investieren. Dazu gehören unter anderem die Investition in eine Zelle mit einem Roboterbestückten Drehfräszentrum sowie die Einführung eines Werkzeugmanagementsystem zur Vereinheitlichung und Standardisierung des Werkzeugeinsatzes. Zusätzlich wird ferner der Personalkörper ausgebaut und qualifiziert. Parallel werden verstärkt Lösungen zur Automatisierung und Digitalisierung umgesetzt. Zur Erhöhung der Auslastung der Produktionskapazitäten wird ergänzend die Mehrmaschinenbedienung genutzt. E. FAZIT UND AUSBLICKDas Jahr 2023 konnte unser Unternehmen erfolgreich abschließen. Umsatz und Gewinn wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Die Gesellschaft hat sich den Herausforderungen erfolgreich gestellt. Die wirtschaftlichen Chancen für die Zukunft sind weiterhin vielversprechend und die Risiken können durch uns beherrscht werden. Den Marktveränderungen und den Herausforderungen des geplanten Umsatzwachstums in neuen und bestehenden Branchen werden wir weiterhin aktiv begegnen. Die Gesellschaft wird den eingeschlagenen Erfolgspfad fortsetzen.
Tornesch, 26. Juni 2024 Die Geschäftsführung gez. Jens Loll gez. Swen Lehmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loll Feinmechanik GmbH, Tornesch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 26. Juli 2024 WIRTSCHAFTSRAT
GMBH
Hans Peter Vorpahl, Wirtschaftsprüfer Dr. Tobias Reiter, Wirtschaftsprüfer |
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