Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Borek media GmbHLiquidiert
Lüttgenröder Straße 4, 38835 Osterwieck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Borek media GmbHOsterwieckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BILANZ zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2021 bis 31.12.2021Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben 1. Die Borek media GmbH in Insolvenz hat ihren Sitz in Osterwieck. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HRB 28962 eingetragen. 2. Auf die Gesellschaft sind gem. § 267 Abs. 1 HGB die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden. Die größenabhängigen Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. 3. Über das Vermögen der Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck, wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Magdeburg (Geschäftsnummer 340 IN 379/22 (371)) am 31. Januar 2023, 10:00 Uhr, das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner, Hausvogteiplatz 11, 10117 Berlin, bestellt. 4. Aufgrund des Insolvenzverfahrens konnten mit zumutbarem Aufwand nicht sämtliche für die Erstellung eines den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung mit hinreichender Sicherheit entsprechenden Jahresabschlusses erforderlichen Informationen beschafft bzw. berücksichtigt werden. Die Aussagekraft des Jahresabschlusses kann dadurch beeinträchtigt sein. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Bei der Bewertung wurde nicht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, da am 31. Januar 2023 über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. 2. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. 3. Es wurde vorsichtig bewertet; insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Bilanzstichtag realisiert waren. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ggf. unter Berücksichtigung von Abwertungen auf den niedrigen beizulegenden Wert. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an anderen Unternehmen gem. § 271 HGB zum Erinnerungswert in Höhe von € 1,00 ausgewiesen. 2. Die Bewertung von Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte grundsätzlich zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert. 3. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände sowie des übrigen Umlaufvermögens erfolgte zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert. 4. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet 5. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen 6. Die Rückstellungen wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet, die notwendig waren, um alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung abzudecken. 7. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 31. Januar 2023 gelten die vor Verfahrenseröffnung begründeten Verbindlichkeiten als fällig (§ 41 InsO). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie betreffen festgestellte Insolvenzforderungen gem. § 38 InsO und etwaige Forderungen der Massegläubiger gem. § 53 InsO. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter i.H.v. € 33.311,00 (Vj. € 1.529.270,00). D. Sonstige Angaben 1. Gemäß Handelsregister waren Geschäftsführer des Unternehmens Frau Carmen Meuche (Kauffrau), Osterwieck und Herr Herr Manuel Endres (Kaufmann), Ulm. Mit Eintragung im Handelsregister vom 18. August 2021 ist Herr Manuel Endres als Geschäftsführer ausgeschieden. Mit Eintragung im Handelsregister vom 28. März 2023 ist Frau Carmen Meuche als Geschäftsführer ausgeschieden. 2. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 160 Arbeitnehmer beschäftigt. 3. Mit Beschluss des Amtsgerichts Magdeburg vom 31. Januar 2023 wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner zum Insolvenzverwalter bestellt.
Berlin, 21. März 2024 Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner als Insolvenzverwalter über das Vermögen der Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck Lagebericht 2021Mit Datum vom 17. November 2022 stellte die Borek media GmbH, Osterwieck, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit. Am 21. November 2022 bestellte das Amtsgericht Magdeburg Herrn Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 31. Januar 2023 wurde vom Amtsgericht Magdeburg das Insolvenzverfahren (340 IN 379/22 (371)) über das Vermögen der Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck, eröffnet und Herr Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner zum Insolvenzverwalter bestellt. I. Gesamtwirtschaftliche Situation Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres 2021 ein preisbereinigtes Wachstum von 2,6% verzeichnen. Im 4. Quartal 2021 hat die Erholung jedoch nachgelassen. Zugleich ist die Inflation auf einem Höchststand angelangt. Die entsprechende Verteuerung von Vorprodukten und Energie belastete die Wirtschaft erheblich. Die Teuerung führt zu einer Zurückhaltung bei den Verbrauchern und damit auch zu nachlassender Nachfrage bei Zulieferern und Dienstleistern. Die Nettowerbeumsätze der Tageszeitungen und Zeitschriften sinken seit Jahren und auch für die Zukunft sieht PwC einen weiteren Negativtrend. Gründe für diese Entwicklung liegen bei den sinkenden Auflagen der Printmedien. Während die Printwerbung kriselt, kam es jedoch zu einem rasanten Aufstieg der Online-Werbung: Laut IAB stiegen die Ausgaben für digitale Werbung in Deutschland zwischen 2006 und 2022 von rund 1,75 Milliarden auf mehr als 12 Milliarden Euro an ein Ende des Booms ist nicht absehbar. Zu den Gewinnern der Corona-Krise zählt weiterhin der E-Commerce-Umsatz im Onlinehandel. Die Corona-Krise gibt dem Onlinehandel zusätzlich zur bereits sehr guten Entwicklung der letzten Jahre weiteren Auftrieb und beschleunigte dessen Wachstum. Dieser Trend wird auch weiterhin im Rahmen der Digitalisierungsprozesse und des zu erwartenden Käuferverhaltens anhalten. II. Grundlagen des Unternehmens Alleinige Gesellschafterin der Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck, ist die Henning Borek GmbH & Co.KG, Braunschweig. Mit Eintragung im Handelsregister vom 18. August 2021 ist Herr Manuel Endres als Geschäftsführer ausgeschieden. Frau Carmen Meuche war im gesamten Geschäftsjahr zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Mit Eintragung im Handelsregister vom 28. März 2023 ist Frau Carmen Meuche als Geschäftsführer ausgeschieden. Die Borek media GmbH in Insolvenz ist ein Anbieter von Lösungen entlang der Marketing- Wertschöpfungskette. In der Borek-Gruppe werden mit mehr als 100 Mitarbeitern im Geschäftsjahr am Standort Osterwieck individuelle Lösungen für Geschäftsprozesse in der Kunden- und Marktkommunikation entwickelt und realisiert. Der Standort Braunschweig wurde mit Verlegung des Sitzes im Oktober 2020 nach Osterwieck abgewickelt. Die Tätigkeiten der Borek media GmbH in Insolvenz umfassen beispielsweise die IT-Entwicklung von Consumer- und B2B-Portalen, das Datenmanagement, die Erbringung von CRM-Dienstleistungen (Prozess und Strategie zur Verbesserung und Analyse des Kundenmanagements), das Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement) sowie sämtliche Services für die Erstellung und Distribution von Lotterie-Produkten, Werbesendungen und Druckerzeugnissen bis hin zu Fulfillment und Warehouse-Leistungen (Lagerung und Logistik für Onlineversandhäuser/-plattformen). Die identifizierten Umsatzchancen aus dem weiterhin ansteigenden Trend im Onlinehandel führen auch bei der Borek media GmbH zur Gewinnung von neuen Kunden. Um an der Wachstumsdynamik des E-Commerce zu partizipieren, erfolgte eine konsequente Geschäftsfelderweiterung mit Bereitstellung von neuen Serviceangeboten. Fokussiert betrieben wird dabei der Ausbau der eigenen Marktposition und die Erschließung neuer Umsatzpotenziale. Gleichzeitig sind Kostensenkungen durch Prozessoptimierungen und der kontinuierliche Ausbau des Standorts Osterwieck zum Logistik- Zentrum in der Entwicklung dieses Geschäftsfeldes von hoher Bedeutung. Bereits seit dem Jahr 2015 waren die Umsatzerlöse stark rückläufig. Sie haben sich von 2015 (Mio-€ 36,2) bis 2020 (Mio-€ 16,5) mehr als halbiert. Ursächlich hierfür ist einerseits der stetige Nachfragerückgang für klassische Druckerzeugnisse sowie das Voranschreiten der Digitalisierung. Zudem herrscht seit mehreren Jahren eine Ressourcenknappheit im Bereich Papier. Seit Beginn des Jahres 2020 wirkte sich auch die Ausbreitung der weltweiten Covid-19-Pandemie negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Um der Negativentwicklung entgegen zu treten, hat sich die Borek media GmbH in Insolvenz für die Neuausrichtung des Geschäftsbetriebs entschieden und die Geschäftsbereiche Mailing und Logistik in den letzten Jahren ausgebaut. Dies konnte den Abwärtstrend jedoch nicht ausgleichen. Aufgrund vorhandener Kapitalrücklagen und durch die Gesellschafterin ausgereichter Darlehen konnte die Schuldnerin Verluste über mehrere Jahre ausgleichen. Dies gelang ihr jedoch schon im Geschäftsjahr 2020 nicht mehr. Am Stichtag 31.12.2020 belief sich der Jahresfehlbetrag auf Mio- € 1,3. Der durch Eigenkapital nicht gedeckte Fehlbetrag betrug Mio-€ 1,2. Die weiterhin starken Belastungen durch weltweite wirtschaftliche und politische Krisen haben dazu geführt, dass - auch da weitere beantragte staatliche Überbrückungshilfen nicht ausgereicht wurden und die Umsatzsteigerungen im Bereich Mailing und Logistik die Verluste des Bereichs Druck nicht auffangen konnten - die Liquiditätskrise nicht beendet werden konnte. III. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr Umsatzerlöse von MioEUR 11,5 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (MioEUR 16,5) haben sich die Erlöse um MioEUR EUR 5 verringert und sind damit deutlich geringer ausgefallen. Der im Berichtsjahr erzielte Jahresfehlbetrag von TEUR 12 führte zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Zur Abwendung der bilanziellen Überschuldung verzichtete die Gesellschafterin im Jahr 2021 auf die Rückführung von Darlehen in Höhe von rund EUR 1.450.000,00. Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.411) um TEUR 553 auf TEUR 858 verringert. Die Vorräte der Gesellschaft betragen TEUR 369 (Vj. TEUR 407) und haben sich um ca. TEUR 38 verringert. Im Berichtsjahr haben sich sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.257) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.031) erhöht. Aufgrund eines Verzichts zur Rückführung von Darlehen haben sich die Verbindlichkeiten (TEUR 2.274) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.011) signifikant verringert. IV. Chancen- und Risikobericht Die weitere Entwicklung wird von der Durchführung der Abwicklung bestimmt. Die Chancen der Massemehrung beschränken sich auf den Verkauf von Vermögensgegenständen, den Einzug von Altforderungen sowie die Geltendmachung von Anfechtungsansprüchen. Risiken ergeben sich überwiegend aus bisher unbekannten und nicht zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen oder aus möglichen nicht eingeplanten Masseverbindlichkeiten. V. Nachtragsbericht Am 31. Januar 2023 wurde über das Vermögen der Borek media GmbH, Osterwieck, das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Borek media GmbH in Insolvenz wurde mit Annahme eines Kaufangebots durch den vorläufigen Gläubigerausschuss im Insolvenzverfahren veräußert und der Geschäftsbetrieb am 1. Februar 2023 auf den Erwerber übertragen. VI. Prognosebericht Es verbleibt im Rahmen des Insolvenzverfahrens nur die Abwicklung des Massevermögens. Die Bearbeitung steuerlicher Sachverhalte sowie die Erstellung der Jahresabschlüsse sind fortgeschritten, jedoch nicht abschließend geklärt.
Berlin, den 21. März 2024 Rechtsanwalt Dr. Sven Kirchner als Insolvenzverwalter über das Vermögen der Borek media GmbH in Insolvenz, Osterwieck |
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