Isovolta Gatex GmbH
Industriestraße 1, 92442 Wackersdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niclas Vöhringer seit 15.1.2026 | Prokura |
Andrea Dirmeier seit 14.3.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Isovolta AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Isovolta Gatex GmbHWackersdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ISOVOLTA GATEX GmbH, WackersdorfSonstige Informationen, welche nicht geprüft worden sind, werden [in eckigen Klammern] abgedruckt. 1. Geschäft und Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds ins Stocken. Die Konjunktur wurde trotz der Rückgänge von den nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedigungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage im In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Verglichen mit dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Im Gegensatz zur deutschen Konjunkturentwicklung wurde der Ausbau der Energieversorgung vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland vorangetrieben. So lag der erzeugte Stromanteil im Jahr 2023 um 7 % (48 % auf 55 %) höher als im Vorjahr. Von dieser Entwicklung profitiert als Lieferant der benötigten Isolationsprodukte u.a. die Isovolta Gatex GmbH. Die Isovolta Gatex GmbH mit Sitz in Wackersdorf beschäftigt sich überwiegend mit der spanabhebenden Bearbeitung von duroplastischen Schichtpressstoffen, Montagetätigkeiten und Dienstleistungen, wobei auch branchenfremde Produkte bearbeitet und / oder komplettiert werden. Das Gesamtvolumen der Branche, dem unser Unternehmen zugerechnet wird, ist relativ niedrig. Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir den positiven Trend aus 2022 fortsetzen. Nach dem starken Anstieg des Auftragseingangs zum Ende 2022 starteten wir mit guten Rahmenbedingungen ins neue Geschäftsjahr. Schnell zeigte sich, dass dieser positive Trend anhält und wir auch 2023 von hohem Auftragseingang und hohen Auftragsbeständen profitieren können. Aufgrund der bereits Ende 2022 angekündigten Rezession war das Geschäftsjahr 2023 verhalten budgetiert - diese Befürchtungen bestätigten sich nicht. Die wirtschaftlichen Einflüsse der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs haben sich weitestgehend normalisiert. Die Versorgungsengpässe bei einzelnen Rohstoffen, mit denen wir 2022 noch kämpften, reduzierten sich 2023 zu längeren Lieferzeiten. Die Preissituation bei den Rohstoffen war stabil, allerdings auf hohem Niveau. Die Preissteigerungen konnten weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden. Einen Rückgang der Rohstoffpreise erwarten wir vorerst nicht. Im Februar 2023 ereignete sich ein Brand in unserer Produktionshalle. Der Schaden beschränkte sich auf ein CNC-Bearbeitungszentrum - Personen oder umliegende Bereiche kamen nicht zu Schaden. Die anschließenden Reinigungsarbeiten führten zu deutlichen Maschinenausfällen; die daraus resultierenden Kapazitätsengpässe trafen uns bei voller Auslastung der Produktion. Trotz Mehrarbeit, externer Vergabe von Bearbeitungsschritten und zeitweiser Erhöhung der Leiharbeiter konnten wir die fehlende Kapazität nicht komplett auffangen. Lieferterminverschiebungen und Produktionsengpässe begleiteten uns bis in den Herbst. Die Änderung des Fertigungslayouts wurde 2023 weiter fortgeführt und konzentrierte sich vor allem auf kleinere Produktionsbereiche. Allerdings kam es durch den Brand und die anschließenden Reinigungsarbeiten zu Verzögerungen beim Gesamtprojekt. Wir planen eine Finalisierung des neuen Layouts für 2024. Im Oktober 2023 konnte Herr Thomas Schwab als technischer Geschäftsführer für das Unternehmen gewonnen werden. Er führt nun das Unternehmen gemeinsam mit Frau Andrea Dirmeier, die zukünftig wieder die Position der kaufmännischen Geschäftsführerin übernehmen wird. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmal leicht gesteigert werden und lag 2023 mit 28,8 Mio EUR über dem Vorjahreswert (Vj. 28,3 Mio EUR). Nach wie vor resultiert der hohe Auftragseingang aus einer allgemein gestiegenen Nachfrageaktivität am Markt, und damit verbunden mit neuen Kunden und Bedarfen. Aber auch die weiterhin intensive Bearbeitung ausgewählter Zielmärkte wirkte sich wieder positiv auf die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Kunden aus. Die steigenden Bedarfe im Bereich Energieerzeugung und Energieverteilung, die wir Ende 2022 bereits beobachten konnten, legten 2023 nochmal deutlich zu. Der Umsatz entwickelte sich trotz der anhaltenden Herausforderungen im Produktionsbereich sehr positiv; wir lagen erneut deutlich über dem Vorjahresniveau und auch deutlich über dem geplanten Umsatz. Eine geänderte Preispolitik zeigt erste positive Effekte, aber auch die effizienzsteigernden Maßnahmen in der Produktion zeigen Wirkung. 3. Ertragslage Die Ertragslage war insgesamt unter dem Vorjahresniveau, denn 2022 sorgte der Verkauf der Immobilie in Bedburg für einen hohen positiven Einmaleffekt. Operativ konnte die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte gesteigert werden. Einmalige Sonderausgaben, die vor allem durch Reinigungsaufwand nach dem Brand entstanden sind, wurden durch die Versicherung abgedeckt. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ist prozentual, bezogen auf die Betriebsleistung, im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hier gibt es verschiedene gegenläufige Entwicklungen: die Aufwendungen für fremde Dienstleistungen und Leiharbeiter sind aufgrund der Kapazitäts-Maßnahmen nach dem Brand gestiegen. Gleichzeitig erzielten Kosteneinsparungsprojekte in der Produktion erste Erfolge. Die Personalaufwendungen sind 2023 nominal um TEUR 1.028 gestiegen, prozentual jedoch aufgrund des höheren Umsatzes um 1,1 Prozentpunkte gesunken. 2023 wurde eine pauschale Lohnerhöhung gewährt, sowie eine Einmalzahlung im Rahmen der Energieausgleichsprämie. Die Abschreibungen lagen mit TEUR 620 leicht über dem Vorjahr. Grund war unter anderem, dass die meisten kleineren Investitionen unterjährig aktiviert wurden, die größeren Investitionen jedoch erst zum Jahresende hin fertiggestellt und aktiviert werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 3.863 erkennbar über dem Vorjahresniveau (Vj. TEUR 3.264). Hier wirken vor allem Einmalaufwendungen aus dem Brand i. H. v. TEUR 518. Auch der Instandhaltungsaufwand ist nach wie vor auf einem hohen Niveau, die gestarteten proaktiven Wartungstätigkeiten führten erwartungsgemäß erst mal zu einem Mehraufwand, in den kommenden Jahren erwarten wir aber einen Rückgang der Instandhaltungsmaßnahmen. Durch die gute Umsatz- und Auftragslage und auch durch die erneut gestiegene Investitionstätigkeit, ergab sich ein höherer Kapitalbedarf. Dies führte wiederum zu einem höheren Finanzierungsbedarf und in der Folge zu einem höheren Zinsaufwand. Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 1.550 um TEUR 598 unter dem des Vorjahres von TEUR 2.148. 4. Finanzlage Der Gesamtbedarf an finanziellen Mitteln wird nach wie vor aus dem laufenden Geschäft oder über die Konzernfinanzierung gedeckt, so dass ein weiterer Finanzierungsbedarf nicht notwendig ist. Anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten, im speziellen Leasing, werden wie gehabt nur im operativen Bereich angewendet, wie z. B. Kraftfahrzeuge, Flurförderfahrzeuge oder IT-Ausstattung. Das Investitionsvolumen lag 2023 bei TEUR 1.391 (Vj. TEUR 1.019) und damit erneut über dem Vorjahr. Die Schwerpunkte der Investitionen lagen im Bereich Infrastruktur und Maschinenpark; aber auch Investitionen in Softwarelösungen, wie die Implementierung einer Produktionsplanungssoftware wurden gestartet oder weitergeführt. Eine Liquiditätsversorgung ist ausschließlich im Rahmen der Konzernfinanzierung gegeben, so dass eine Bankenfinanzierung nicht in Anspruch genommen wird. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurde eine Dividende an den Mutterkonzern ausgeschüttet. Die Finanzierung über das Cash-Pooling lag zum Jahresende bei TEUR 3.500 (Vj. TEUR 2.300). 5. Vermögenslage Auf der Vermögensseite erhöht sich das Sachanlagevermögen, als Folge der gestiegenen Investitionstätigkeit. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr wieder gesunken, allerdings zeigt sich hier eine Verschiebung von Rohstoffen hin zu unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Diesem Trend gilt es in 2024 wieder entgegenzuwirken, um das Risiko erneuter Versorgungsengpässe auf der Rohstoffseite zu minimieren und gleichzeitig die Kapitalbindung durch lagernde Fertigteile zu reduzieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, was eine Folge des gestiegenen Umsatzvolumens ist. Forderungen gegen die Versicherung erhöhen zusätzlich den Forderungsbestand. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen um TEUR 69 auf TEUR 828 angestiegen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 36,4 % (Vj. 40,8 %). Auf Finanzierungsmöglichkeiten seitens Banken oder anderer Kreditinstitute muss aufgrund der Konzernfinanzierung nicht zurückgegriffen werden. [Die Vermögens- und Ertragslage entwickelte sich weiterhin in eine positive Richtung. Dies ist zum einen der Investitionsbereitschaft des Konzerns geschuldet. Sie ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Mitarbeiter und in den Standort. Zusätzlich wird die offene Kommunikation über die Umsatz- und Ertragslage von den Mitarbeitern mit großem Interesse aufgenommen. Beides wirkt sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiter aus, die den Wandel im Unternehmen unterstützen und mittragen. Die Vorarbeit für die geplanten Zertifizierungen brachten 2023 zusätzliche Aufgaben mit sich, die mit hohem Engagement abgearbeitet und umgesetzt wurden. Das gibt uns Vertrauen, dass wir die Zertifizierungen meistern werden und wir damit neue Märkte erschließen können. All dies wäre ohne die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter nicht möglich.] 6. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende ist im Vergleich zum Vorjahr mit 163 nahezu unverändert (Vj. 159 Mitarbeiter). Die Zahl der Leiharbeiter erhöhte sich Mitte des Jahres durch die Kapazitäts-Maßnahmen aus dem Brand; zum Jahresende konnte sie wieder auf das Jahresanfangsniveau reduziert werden. [Nach wie vor verfolgen wir die Philosophie, freie Stellen auszuschreiben und Mitarbeiter mit Arbeitsverträgen an das Unternehmen zu binden, um auf diese Art dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.] [Das 2019 gestartete Optimierungskonzept, welches zum Ziel hat, Prozesse zu vereinfachen, Kosten zu reduzieren und unsere Performance hin zum Kunden zu steigern, wurde weitergeführt und zeigt erkennbare Erfolge. Maßnahmen wie 5S am Arbeitsplatz, eine bewusste Produktionsplanung, aber auch unser KVP-Prozess helfen, das Bewusstsein der Mitarbeiter für Effizienz und Produktivität zu schärfen. Wir werden diese Maßnahmen fortsetzen und 2024 durch begleitende Schulungen und Weiterbildungsprogramme ergänzen.] 7. Chancen und Risiken Aufgrund der mittelständischen Struktur des Unternehmens und der direkten operativen Einbindung der Geschäftsführung in das Tagesgeschäft ist eine zeitnahe Risikokommunikation im Rahmen des Risikomanagementsystems gewährleistet. Diese Form des Risikomanagements wird durch ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem ergänzt. Das Kernelement des Risikomanagements bilden hierbei jedoch immer noch die turnusmäßigen Treffen der Geschäftsführung mit dem sog. Management-Team, den Bereichsleitern der verschiedenen Funktionsbereiche des Unternehmens. Zur Steuerung des Unternehmens werden im Rahmen der Management-Meetings definierte Unternehmenskennzahlen besprochen und Maßnahmen abgeleitet. [Diese Kennzahlen wurden 2023 teilweise neu definiert und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst. So können auch zukünftig Entwicklungen und Trends schneller erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.] Isovolta Gatex GmbH deckt seinen wesentlichen Materialbedarf nach wie vor überwiegend konzernintern über einen Lieferanten. Das hat den Vorteil, dass bei größeren Projekten Synergien genutzt werden. Allerdings haben wir durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre auch die Schwachstellen dieser Konstellation erkannt. 2023 wurde deshalb unter anderem an der Qualifizierung neuer Lieferanten gearbeitet und die Beschaffung bei Alternativlieferanten ausgebaut. Nennenswerte Ausfallrisiken bei Kunden sind bisher nicht eingetreten und werden aufgrund der aktuellen Kenntnisse nicht erwartet. Zins- und Liquiditätsrisiken sind im Rahmen des Risikomanagements der Muttergesellschaft abgedeckt. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens die Entwicklung des Auftragsbestands und des Umsatzes sowie ertragswirtschaftliche Indikatoren herangezogen. Ein bewährtes Berichtswesen liefert einen monatlichen Überblick über sämtliche betriebswirtschaftliche Kenngrößen zur Unternehmensentwicklung. Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Produktqualität, Personaldaten sowie Umweltaspekte zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Im 1- bis 2-Jahresrhythmus wird eine Kundenbefragungen durchgeführt, zuletzt 2022. 8. Prognose und Ausblick 2024 Im kommenden Jahr werden wir die Neugestaltung des Fertigungslayouts finalisieren. Die gestarteten KVP und 5S Aktivitäten werden 2024 durch die Einführung eines Lean Managements verstärkt. Dabei geht es vor allem darum, die Schwachstellen und Optimierungspotentiale in den Wertschöpfungsketten sowie in den unterstützenden Prozessen zu finden und zu verbessern. Im besonderen Fokus stehen hier die Durchlaufzeiten in den operativen und administrativen Bereichen. Dazu wird die bestehende KVP-Organisation eingesetzt und die Mitarbeiter geschult. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt 2024 auf einem Fräs-Dreh-Zentrum, mit dem wir die technische Erneuerung des Maschinenparks und gleichzeitig die effizientere Bearbeitung vorantreiben wollen. Weitere geplante Investitionen in Maschinen sind im Wesentlichen auf Effizienzsteigerung und Modernisierung des Maschinenparks ausgerichtet. Im Bereich IT wird unser Augenmerk 2024 auf den Vorbereitungen zur konzernweiten Einführung von SAP S4/HANA liegen. Die Umsetzung des Projekts erfolgt zentral über die Konzernmutter. [2023 stellten wir intern die Weichen für die Zertifizierung nach IATF 16949. Die tatsächliche Zertifizierung soll 2024 erfolgen. Außerdem planen wir die Zertifizierung nach DIN EN 9100.] Sowohl im Bereich Automotive als auch im Bereich Luftfahrt sehen wir gute Markt- und Umsatzchancen. Die prognostizierte gesamtwirtschaftliche Rezession können wir aktuell noch nicht erkennen; im Gegenteil verzeichneten wir im gesamten Jahr 2023 steigende Auftragseingänge - hauptsächlich, aber nicht nur, im Bereich Energieerzeugung und -verteilung. Auch der Bereich Railway, den wir seit 2020 als Zielmarkt bevorzugt bearbeiten, zeigt eine steigende Auftragslage für die kommenden Jahre. Der Auftragseingang bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau. Trotzdem verfolgen wir die wirtschaftliche Gesamtentwicklung aufmerksam und planen das Geschäftsjahr 2024 konservativ und ohne Umsatzsteigerung. Auch 2024 wird der Fokus der Kunden auf Schnelligkeit und Flexibilität liegen. Hier gilt es, die angestoßenen Maßnahmen weiter voranzutreiben, um genau diese Kundenforderungen zu erfüllen. Die Forderungen vom Markt nach Preisreduzierungen werden lauter, gleichzeitig sehen wir auf der Rohstoffseite jedoch keine Signale für Preisreduzierungen. Diesen gegenläufigen Erwartungen gerecht zu werden, sehen wir als Herausforderung für das kommende Jahr. Die Rohstoffversorgung sehen wir aktuell unkritisch, trotzdem heißt es natürlich auch hier, wachsam zu bleiben und die Marktentwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Den nach wie vor hohen Energiepreisen müssen wir mit einer Reduzierung des Energieverbrauchs begegnen. Hier gilt es, Maßnahmen zu definieren und anzustoßen - im Bereich des Maschinenparks, aber auch in der Energieinfrastruktur am Standort. Insgesamt sieht die Geschäftsleitung das Unternehmen für das Jahr 2024 gut gerüstet. Es gilt, die Marktlage genau zu beobachten und auf Veränderungen rechtzeitig zu reagieren. Die geplanten Zertifizierungs- und IT-Projekte stellen eine große Herausforderung dar. Die Motivation der Mitarbeiter stimmt uns aber zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen meistern. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz leicht unter dem Niveau von 2023. Das operative Jahresergebnis wird leicht über dem Niveau von 2023 erwartet. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ISOVOLTA GATEX GMBH, WACKERSDORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang 2023ISOVOLTA GATEX GmbH, WackersdorfI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma der Gesellschaft lautet ISOVOLTA GATEX GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 1676 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Wackersdorf. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Gebäuden wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 4 und 10 Jahren. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Die Gesellschaft wendet sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Bei degressiv abgeschriebenen Vermögensgegenständen wird die Abschreibungsmethode gewechselt, sobald eine lineare Abschreibung des Restbuchwertes zu einer höheren Abschreibung führt als bei Fortsetzung der degressiven Abschreibungsmethode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten in Anlehnung an die steuerlichen Bewertungsvorschriften neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden pauschale Gängigkeitsabschläge aufgrund der Lagerdauer vorgenommen. Daraus ergaben sich im Berichtsjahr Abwertungen in Höhe von TEUR 328 (Vj.TEUR 457). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,83 % angesetzt. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt 1,76 %. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 10. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden für Mitarbeiter in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit gebildet. Die Rückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern beruhen auf nachfolgend aufgeführten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen:
III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der ISOVOLTA GATEX GmbH (Anlage) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstige Vermögensgegestände sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 427) enthalten. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 2.000. 4. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 5.343 (Vorjahr: TEUR 4.284) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 5. außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Außergewöhnliches Ergebnis Im Berichtsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.518 aus Versicherungsentschädigungen enthalten, die in Höhe von TEUR 1.365 den Brand in einer Produktionshalle betreffen und über TEUR 153 auf Kundenreklamationen entfallen. Im Vorjahr sind TEUR 1.627 aus der Veräußerung der Immobilie in Bedburg enthalten. Zudem sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 518 aufgrund des Brandereignisses in der Produktionshalle enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
2. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen hat die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.173 (Vorjahr: TEUR 1.056) zurückgestellt. Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen in 2023 TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 57). Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit Den IFRS-Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Constantia Industries AG, Wien, Österreich, auf. Dieser ist am Sitz des Mutterunternehmens in Wien erhältlich. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagAusgehend von einem Jahresüberschuss von TEUR 1.550 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.010 ein Bilanzgewinn von TEUR 2.102. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Wackersdorf, den 10. Januar 2024 ISOVOLTA GATEX GmbH Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22. Juli 2024 festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ISOVOLTA GATEX GmbH, Wackersdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ISOVOLTA GATEX GmbH, Wackersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISOVOLTA GATEX GmbH, Wackersdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Im Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als ungeprüft gekennzeichnete Angaben haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 5. Februar 2024 HLB
Dr. Hußmann & Kollegen PartG mbB
Dr. Stefan Lütke, Wirtschaftsprüfer Dr. Günter Kaindl, Wirtschaftsprüfer |
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