Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 23298
Vorher
OPTIPLAN Kunststofffertigung GmbH
Eingetragen
1.2.2007
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Halbzeugen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, Be- und Verarbeitung und Weiterveredelung von Halbzeugen aus Kunststoffen und anderen Materialien sowie Handel mit Kunststoffen und anderen Materialien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Sacher
seit 24.1.2023
Prokura
Felix Bönsch
seit 15.9.2022
Geschäftsführer
Günther Rainer
seit 11.7.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
94.00%
6.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
senata GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OPTIPLAN GmbH

Oelsnitz/Vogtl.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

OPTIPLAN GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Halbzeugen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die Be- und Verarbeitung und Weiterveredelung von Halbzeugen aus Kunststoffen und anderen Materialien sowie der Handel mit Kunststoffen und anderen Materialien.

Am Firmensitz in Oelsnitz, Deutschland, befinden sich zwei kontinuierliche sowie zwei diskontinuierliche Produktionsanlagen zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen. Dies ermöglicht die Nutzung beider Fertigungsverfahren an einem Standort und aus einer Hand.

Unsere Kunden sind industrielle und gewerbsmäßige Verarbeiter in der Caravan- und LKW-Industrie, Paneel- und Sandwich-Hersteller sowie Distributoren.

Mit über 60-jähriger Herstellererfahrung in der Fertigung und Weiterentwicklung von faserverstärkten Kunststoffen (GFK) beliefern wir unsere Kunden rund um den Globus.

1.2 Forschung und Entwicklung

Wir betreiben kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte durch Evaluierungen neuer Rohstoffe und Anbieter. Durch die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und durch eigene Recherchen erschließen wir neue Anwendungsbereiche und entwickeln neue Produkte.

Um unser Know-how abzusichern betreiben wir aktiven Marken- und Patentschutz.

II. Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur ist im Herbst 2024 moderat aufwärtsgerichtet. Die globale Industrieproduktion legt seit Mitte 2023 wieder zu und der weltweite Warenhandel hat seit dem Frühjahr 2024 an Schwung gewonnen. Die weltwirtschaftliche Dynamik ist allerdings regional heterogen. Robust ist sie in Asien außerhalb China, besonders schwach dagegen in Westeuropa. Eine Ausnahme stellt China dar, wo die Importe seit über einem Jahr nicht zulegen. Kräftige Nachfrageimpulse kamen zudem aus den USA und zuletzt auch aus Japan und Osteuropa. Im Euroraum stagniert die Warennachfrage hingegen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2024 geprägt durch konjunkturelle und strukturelle Belastungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %. Das BIP lag im Jahr 2024 nur noch 0,3 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

Im Verarbeitenden Gewerbe wurde weniger erwirtschaftet, die Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab (-3,0 %). In den energieintensiven Industriezweigen - hierzu zählen beispielsweise die Chemie- und Metallindustrie - blieb die Produktion auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2023 war sie bereits infolge der stark gestiegenen Energiepreise erheblich zurückgegangen.

Die schwierige wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeigte sich auch im Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken um 0,8 %. Grund waren unter anderem geringere Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die deutsche Exportwirtschaft sah sich auf wichtigen Absatzmärkten stärkerer internationaler Konkurrenz ausgesetzt, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China. Die deutschen Exporte sanken, obwohl der Welthandel im Jahr 2024 insgesamt zunahm. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Verarbeitenden Gewerbes geriet weiter unter Druck. Dazu trugen die immer noch hohen Energiekosten bei.

Ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten hemmten auch die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in Ausrüstungen - hierzu zählen vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen 2024 noch stärker ab als die Bauinvestitionen. Preisbereinigt lagen sie im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % niedriger. So sanken die Investitionen in Fahrzeuge um 2,9 %. Allerdings war im Jahr 2023 das Investitionsvolumen außergewöhnlich hoch gewesen, unter anderem aufgrund des staatlichen Umweltbonus für Elektroautos. Dieser hatte dazu geführt, dass erheblich mehr gewerblich genutzte Pkw zugelassen wurden. Auch in Maschinen und Geräte wurde im Jahr 2024 weniger investiert als 2023. Der Rückgang war mit -6,7 % sogar noch deutlicher als bei den Fahrzeugen. Insbesondere die gewerbliche Wirtschaft investierte im Jahr 2024 deutlich weniger in Ausrüstungen (-6,5 %). Die staatlichen Investitionen legten dagegen zu (+4,2 %). Sie machen allerdings nur etwa ein Zehntel der Ausrüstungsinvestitionen insgesamt aus.

Von den privaten Konsumausgaben kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Sie stiegen preisbereinigt um 0,3 %. Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln. Deutlich stärker als die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Jahr 2024 mit +2,6 % die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates.

Im Jahresdurchschnitt 2024 waren 46,1 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der Vorjahreswert nochmals um 72.000 Erwerbstätige (+0,2 %) übertroffen und ein neuer Beschäftigungshöchststand erreicht. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit verlor aber deutlich an Dynamik und kam gegen Ende des Jahres 2024 zum Erliegen. Der Beschäftigungsaufbau fand im Jahr 2024 ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt, vor allem im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe sank dagegen. Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2024 deutlich um 5,5 % zu, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 9,3 % fielen. Im Jahr 2023 waren sie noch deutlich gestiegen (+6,7 %). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind vor allem von einer schwachen Gewinnentwicklung und von per Saldo niedrigeren Vermögenseinkommen aus dem Ausland bestimmt.

Parallel zum Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 voraussichtlich stark. Nach bisher vorliegenden Daten für die ersten drei Quartale dürften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 höher als der Durchschnittswert der Jahre vor der Corona-Pandemie sein. Bezogen auf die Anzahl von Unternehmen entfielen die meisten Insolvenzen auf den Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Baugewerbe, den sonstigen Unternehmensdienstleistungen und dem Gastgewerbe. Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2024 voraussichtlich deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften, wie den USA oder China, zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten.

1.2 Zum Marktumfeld

1.2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen belasten Composites-Markt in Europa

Nach einer langen Phase kontinuierlichen Wachstums gibt es seit 2018 starke Schwankungen im Composites-Markt. Dieser Industriebereich ist besonders stark von gesamtwirtschaftlichen Einflüssen abhängig. 2023 sank der Gesamtmarkt für Composites in Europa um 8 %.

Derzeit herrscht an den Märkten in Deutschland und Europa innerhalb der Branche eine eher negative Stimmung. Haupttreiber sind die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise. Hinzu kommen Probleme in Logistikketten sowie ein zurückhaltendes Konsumklima. Eine Verlangsamung des Welthandels und Unsicherheiten im politischen Bereich befeuern die negative Stimmung. Trotz steigender Zulassungszahlen ist die Automobilindustrie als wichtigster Anwendungsbereich für Composites noch nicht auf ihr altes Volumen von vor 2020 zurückgekehrt. Die Bauindustrie als zweiter zentraler Anwendungsbereich steckt derzeit in einer Krise. Diese Faktoren haben das europäische Composites-Produktionsvolumen bereits in den vergangenen Jahren deutlich sinken lassen. Für 2024 gab es nun erneut einen Rückgang in Europa.

1.2.2. Anstieg der Wohnmobilauslieferungen im Jahr 2025 prognostiziert (USA)

In der Winterausgabe 2024 von RV RoadSigns, der vierteljährlichen Prognose von ITR Economics für den Verband der Wohnmobil-Industrie, wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Wohnmobil-Großhandelslieferungen in 2024 Jahr leicht auf 324.100 Einheiten ansteigen.

1.2.3. Australien und weitere Märkte

Australiens Geschäftsbanken erwarten für 2024 ein Wirtschaftswachstum von etwa 1,5 %.

1.3 Beschaffungsmarkt

Die Situation an den Rohstoffmärkten war im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich entspannt. Einschränkungen bei den internationalen Transportwegen konnten durch sichere längere Routen begegnet werden. Die internationalen Frachtraten waren sehr volatil.

Die Preisentwicklung hängt von den globalen Verfügbarkeiten der verschiedenen Materialien und Industrieanlagen ab.

Für 2025 erwarten wir leichte Preissenkungen in den ersten Monaten, ab Q3 leichte Steigerungen sowie einen weiteren Rückgang des Versorgungsrisikos .

Hier zeigt sich wieder, dass ein aktives Management des Rohstoffeinkaufes unerlässlich ist. Dem tragen wir durch unsere Einkaufsabteilung Rechnung, die fortwährend mit dem strategischen Einkauf der Muttergesellschaft und den verschiedenen Lieferanten in engem Kontakt steht. Durch Gruppen- und Volumenverträge wird auf Mengenvorteile sowie Versorgungssicherheit hingewirkt.

2. Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis stieg um 27,6% auf TEUR 18.303,2 (Vj. TEUR 14.399,6) und übertraf unsere Erwartungen des Vorjahres.

Mit der Produktion unserer glasfaserverstärkten Kunststoffe (GFK) werden Unternehmen der Bereiche Freizeitmobile/RV Industrie, Nutzfahrzeuge, Sandwichpaneele, Bau und Industrie beliefert. Der Absatz unserer Halbzeuge erfolgt weltweit. In 2024 haben sich die jeweiligen Anteile der einzelnen Segmente am Umsatz unterschiedlich verändert. Im Jahresverlauf haben sich Schwankungen durch politische Entwicklungen in den einzelnen Segmenten und Ländern mehr als ausgeglichen und haben zu einer Steigerung geführt.

3. Unsere finanziellen Leistungsindikatoren

Wir planen und steuern die Entwicklung der OPTIPLAN GmbH auf der Grundlage von betriebswirtschafllichen Kennzahlen. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, welche wir mithilfe unseres internen Berichtswesen regelmäßig überwachen:

3.1 Ertragslage

- Die Rohertragsquote als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für die Rentabilität spiegelt die Relation des Rohertrags zu den Umsatzerlösen wider.

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2024 Vorjahr
Rohertragsquote 37,3 % 34,5 %

Die Entwicklung der Rohertragsquote hat unsere Erwartung des Vorjahres übertroffen.

- Als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der OTIPLAN GmbH verwenden wir die Kennzahl EBIT (Earnings bevor Interest und Tax). Das EBIT gibt einen Einblick in die operative Ertragskraft des Unternehmens wider, unabhängig von dessen Steuerbelastung und Kapitalstruktur.

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2024 Vorjahr
EBIT 2.053,3 TEUR -49,8 EUR

Die Entwicklung des EBIT blieb trotz einer deutlichen Steigerung hinter unseren Erwartungen zurück.

3.2 Finanzlage

In 2024 haben wir Investitionen i. H. von TEUR 934,5 in zukünftiges Wachstum durch unseren generierten Cash-Flow finanziert. Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit gewährleistet.

3.3 Vermögenslage

- Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Kreditgebern sowie zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität ziehen wir die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme) heran.

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2024 Vorjahr
Eigenkapitalquote 47,7 % 42,0 %

Die Eigenkapitalquote konnte deutlich gesteigert werden und lag über unseren Erwartungen.

4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung 2024 ist trotz der Auswirkungen des Russlandkrieges zufriedenstellend verlaufen. Neben einer Erhöhung des Umsatzes (18,2%) wurde ein deutlich positives Jahresergebnis (TEUR 1.078,8) erwirtschaftet.

Bis zum Quartal 3 in 2024 stiegen die Umsätze und das Geschäft entwickelte sich innerhalb der erwarteten Spannen positiv. Ab Q4 kam es zu einem leichten Rückgang der Umsätze und des Ergebnisses.

III. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement wird unterstützt durch das aktive und integrierte Management, mit Hilfe aktueller Auswertungen (Kennzahlen) in allen Bereichen und offen geführter Kommunikation.

Interne und externe Prüfungen im Rahmen der ISO 9001:2008 und der ISO 50001:2011 unterstützen

Im Jahresverlauf wird kontinuierlich überprüft in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Im Zusammenhang mit dem monatlichen Reporting wird so sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

2. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die Globalisierung bringt für OPTIPLAN das Risiko, dass Konkurrenten in bestehende Kundenbeziehungen eindringen, oder Lieferanten durch eine geänderte Gesellschafterstruktur ihre partnerschaftliche Strategie ändern. Daher ist es für ein weltweit agierendes Unternehmen wie Optiplan wichtig, sich global aufzustellen und seine Vielfalt in den Absatzmärkten zu bewahren.

3. Beschaffungsrisiken

Die entspanntere Situation an den Rohstoffmärkten und den damit verbundenen geringen Preissenkungen in 2024 wird sich in 2025 fortsetzen. Für die Jahresverlauf wird ein Durchschreiten der Preistiefpunkte erwartet und eine leichte Erhöhung der Rohstoffpreise prognostiziert.

Um das Risiko soweit als möglich zu begrenzen beobachten wir die Veränderung der nationalen und internationalen Bedingungen und Gesetze kontinuierlich. Um die Abhängigkeit in einzelnen Bereichen zu begrenzen testen wir alternative Rohstoffe. Bei den wichtigsten Rohstoffen ist zwar die Auswahl möglicher Lieferanten beschränkt, es sind aber grundsätzlich mindestens zwei Lieferant pro Rohstoff validiert und freigegeben. Bei der Auswahl der Lieferanten wurde und wird auch auf die geographische Verteilung der Produktionsstätten geachtet. Dies trägt wesentlich zur Versorgungssicherheit bei.

4. Weitere Risiken

Anderen Risiken wie Umsatzrückgang, Preisentwicklung und Fachkräftemangel werden eigene Aktivitäten und vorausschauende Planung entgegengestellt, wie z.B. Marktrecherchen, Entwicklung technischer Lösungen zum verbesserten Rohstoffeinsatz und eigene Ausbildung und Fortbildung von Mitarbeitern. Währungsrisiken, denen wir durch ein aktives Risikomanagement begegnen, liegen sowohl in der Bewertung als auch im Absatzbereich vor.

Dem Risiko der Verlängerung des Russlandkrieges und der Situation Israels und der Nachbarstaaten und den daraus folgenden Unsicherheiten in der Versorgung mit Rohstoffen, Verfügbarkeit von Mitarbeitern, Abnahme von Fertigwaren, Erhöhung des Ausfallrisikos wurde und wird durch permanentes Monitoring der verschiedenen Bereiche und rasche Entscheidungen Rechnung getragen.

Zur Preissicherung wurden über die senata-Gruppe für Gas und Strom für 2025 und die Folgejahr vertraglich fixiert.

5. IT-Risiken

Organisatorische, physische, system- und netzwerktechnische Maßnahmen schützen das Unternehmen vor unbefugtem Datenzugriff bzw. Datenmissbrauch durch Dritte.

6. Rechtliche Risiken

Veränderte nationale und internationale Bedingungen und Gesetze werden kontinuierlich beobachtet.

7. Marktchancen

Durch die kontinuierliche Optimierung der Produktionstechnologie wird die Produktivität je Fertigungsstunde erhöht, der Rohstoffeinsatz verringert, bei besserer/gleicher Qualität unserer Produkte. Das führt zu einer Steigerung der Ertragskraft des Unternehmens.

Die Segmente in denen wir tätig sind, haben aktuell noch eine rückläufige Performance und wir erwarten in ihrem Bereich eine leicht steigende Nachfrage. Einige Märkte fangen jedoch jetzt erst an Aluminium durch glasfaserverstärkte Kunststoffe zu ersetzen. Derzeit zeichnet sich keine Alternative zu faserverstärkten Kunststoffen ab, die das Produkt vom Markt verdrängen könnte. Wir sehen auch für die Zukunft eine wachsende Nachfrage nach verstärkten Kunststoffen. Wir werden die Entwicklung des Einsatzes alternativer Verstärkungsmaterialien und Matrizen fortsetzen.

8. Prognosebericht

8.1 Prognose gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur dürfte in den Jahren 2025 und 2026 auf ihrem moderaten Expansionskurs bleiben. Das Nachlassen der Inflation in den Industrieländern und steigende Realeinkommen stützen die Konsumnachfrage. Investitionen werden durch die allmähliche Lockerung der Geldpolitik begünstigt. Höhere Handelszölle dürften nicht sofort nach Amtsantritt des neuen Präsidenten der USA, sondern erst im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten und bestehende Handelsumlenkungen verstärken. Dies betrifft vor allem den bilateralen Handel der USA mit China, der auf andere Länder verlagert wird. Die Zollanhebungen dürften Vorzieheffekte mit sich bringen, so dass der Welthandel in der ersten Jahreshälfte 2025 anzieht, dann aber allmählich nachlässt. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2025 bis 2026 um jeweils 2,6 % und damit so schnell wie im laufenden Jahr zulegen.

In den USA zeichnet sich kein Abschwung ab. Die Wirtschaftsleistung der USA dürfte im Jahr 2025 um 2,5 % und im Jahr 2026 um 2,4 % zulegen.

In China bleibt die Inlandsnachfrage angesichts der Immobilienmarktkrise gedämpft, das lebhafte Exportwachstum stützt hingegen die Konjunktur. Die Erhöhung der Handelszölle vonseiten der USA werden chinesische Produkte auf andere Märkte umlenken. Zudem scheinen chinesische Unternehmen mittlerweile mehr Vorleistungsgüter für die inländische Produktion selbst herzustellen als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Darüber hinaus haben die Energiekrise in Europa und die niedrige Kapazitätsauslastung in China die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Unternehmen gegenüber ihren europäischen Konkurrenten verbessert. Insgesamt dürfte die chinesische Wirtschaft in den Jahren 2025 bis 2026 jedoch nur um gut 4 % wachsen.

Laut ifo Institut dürfte sich die schleppende Entwicklung der deutschen Wirtschaft fortsetzen und die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten kaum höher ausfallen als in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Insbesondere vom Verarbeitenden Gewerbe gehen weiterhin keine positiven Wachstumsimpulse aus. Auch der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen entwickeln sich wenig dynamisch. Die Talfahrt der Produktion dürfte sich aber verlangsamen. Darauf deuten zumindest die Auftragseingänge hin, die zuletzt zumindest nicht weiter sanken. Im Verarbeitenden Gewerbe war dies vor allem auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, während die Inlandsnachfrage weiter schwächelt. Entsprechend dürften die Exporte zum Jahresende etwas zulegen, während die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wohl erneut nachgeben.

Am heimischen Produktionsstandort muss sich die deutsche Wirtschaft insbesondere an die längerfristigen Auswirkungen des durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Energiepreisschocks , die Erfordernisse der grünen Transition hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und die Folgen des demografischen Wandels anpassen. Belastend wirken zudem ein hoher regulatorischer Aufwand für die Unternehmen und Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Rahmen. Darüber hinaus sehen sich die deutschen Unternehmen auf den Weltmärkten zunehmenden protektionistischen Tendenzen und einer wachsenden Konkurrenz aus aufstrebenden Volkswirtschaften ausgesetzt. Vor allem China hat in Branchen wie der Automobil- und Chemieindustrie sowie dem Maschinenbau, die für die deutsche Industrie besonders wichtig sind, stark aufgeholt und spürbar Marktanteile gewonnen.

Das kalenderbereinigte reale BIP wächst laut der Bundesbank 2025 um 0,2 %, 2026 um 0,8 % und 2027 um 0,9 %.

Auch nach der neuen IW-Konjunkturprognose wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr nur marginal wachsen - und das nach zwei Jahren Rezession. Als Gründe hierfür wird aufgeführt, dass Arbeit und Energie in Deutschland besonders teuer und die Bürokratie besonders umfangreich sind. Daher können die Industrieunternehmen immer weniger mit den Preisen der ausländischen Konkurrenz mithalten. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind seit 2020 um 40 Prozent gestiegen, die deutschen Exportpreise im gleichen Zeitraum um rund 20 %.

Hinzu kommt die anhaltenden Investitionskrise. Die Ausfälle bei den Bruttoanlageninvestitionen belaufen sich seit Jahresanfang 2020 schon auf rund 210 Milliarden Euro. Vier von zehn Unternehmen wollen 2025 weniger investieren.

In der Winterausgabe 2024 von RV RoadSigns, der vierteljährlichen Prognose von ITR Economics für den Verband der Wohnmobil-Industrie wird für den Markt in der USA weiterhin davon ausgegangen, dass die Wohnmobil-Großhandelslieferungen in 2025 in den mittleren Bereich von 300.000 Einheiten vordringen werden.

Die Australischen Geschäftsbanken erwarten für 2025, das die Konjunktur anzieht und die Wirtschaftsleistung real um 2,5 % zulegen wird.

Im australischen Recreational Vehicle (RV) Markt wird für 2025 - 2030 ein CAGR (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate) Wachstum von 7,9 % erwartet.

8.2 Prognose Unternehmensentwicklung

Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sind Einschätzungen des Managements, auf Basis der, zum jetzigen Zeitpunkt, zur Verfügung stehenden Informationen. Treten zugrunde gelegte Annahmen nicht ein, können tatsächliche Ergebnisse von den Einschätzungen abweichen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der Realisierung der geplanten Produktions- und Kostenvorteile und des zukünftigen mittel- und langfristigen profitablen Wachstums durch organisches Wachstum und Fokussierung auf faserverstärkte Kunststoffe im internationalen Umfeld.

Wir erwarten 2025 eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Für 2024 hatten wir eine Umsatzsteigerung von 31,0 % geplant, die Umsätze sind um 17,0 % gestiegen. Bei den geplanten Veränderungen im Materialeinsatz, angepassten Personalkosten und sonstigen Aufwendungen wird eine im Vergleich zum Berichtsjahr leichte Verbesserung des Betriebsergebnisses und der Eigenkapitalquote angestrebt. Für 2024 wurde eine Eigenkapitalquote von über 40,1% angestrebt und 47,7 % erreicht. Des Weiteren konnte für das Berichtsjahr ein EBIT von 2.053,3 T€ realisiert werden, wobei ein Wert von 3.036,60 T€ geplant war. Der Planwert des Rohergebnis von 18.496,13 konnte in 2024 mit einem Wert von 18.303,2 nahezu umgesetzt werden.

Unser Wachstum gründet auf der Erschließung neuer regional Märkte, speziell in Europa, Asien und im arabischen Raum, aber auch auf Verdrängung in den bestehenden regionalen und anwendungstechnischen Märkten. Bei letzterem hilft uns die permanente Optimierung und Weiterentwicklung unserer Produkte und Prozesse hinsichtlich Marktanforderungen. Unsere Marktbearbeitungs-/erschließungsstrategien stehen in enger Korrelation mit den jeweiligen Branchen, in welchen wir tätig sind. In diesem Kontext erfolgen sämtliche strategische Überlegungen unter gemeinschaftlicher Betrachtung der Branchen und dazugehörigen (regionalen) Märkten.

 

Oelsnitz, am 31.01.2025

Felix Bönsch, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

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31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 14.265.691,70 14.461.244,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.810,44 114.075,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 47.810,44 114.075,00
II. Sachanlagen 14.192.881,26 14.322.169,07
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.399.251,22 9.846.437,22
2. technische Anlagen und Maschinen 3.528.236,00 2.936.614,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 953.088,00 928.630,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 312.306,04 610.487,85
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 8.723.327,00 8.969.584,07
I. Vorräte 5.762.928,40 4.502.987,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.570.130,93 3.603.593,09
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 653.259,06 601.159,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.916.871,87 3.002.433,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 390.267,67 863.003,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 112.739,49 88.404,74
D. Aktive latente Steuern 0,00 171.025,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.101.758,19 23.690.257,88

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 11.026.301,24 9.947.490,62
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 9.922.490,62 10.278.556,70
III. Jahresüberschuss 1.078.810,62 -356.066,08
B. Rückstellungen 1.093.636,25 635.833,12
C. Verbindlichkeiten 10.980.820,67 13.101.933,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.506.958,08 4.479.696,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.794.977,86 6.821.512,85
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.678.884,73 1.800.724,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.000,03 5.000,23
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.101.758,19 23.690.257,88

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 18.303.161,72 14.349.672,57
2. Personalaufwand 7.713.407,05 6.299.197,76
a) Löhne und Gehälter 6.413.059,19 5.215.993,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.300.347,86 1.083.204,69
davon für Altersversorgung 36.936,75 37.552,10
3. Abschreibungen 1.860.644,36 2.406.270,85
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.860.644,36 2.406.270,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.662.395,95 5.680.044,46
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 618.314,28 1.066.641,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.555,23 7.164,48
davon aus verbundenen Unternehmen 30,99 0,00
davon aus Abzinsung 310,00 390,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 494.090,49 446.424,52
davon an verbundene Unternehmen 315.928,71 250.588,91
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 484.906,12 -132.930,82
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 171.025,00 -76.352,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.092.272,98 -342.169,72
9. sonstige Steuern 13.462,36 13.896,36
Jahresüberschuss 1.078.810,62 -356.066,08

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der OPTIPLAN GmbH, Oelsnitz, wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags wurden beachtet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: OPTIPLAN GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oelsnitz/Vogtland
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz
Register Nr.: HRB 23298

Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierung

Bilanzierungshilfen wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 HGB wird Gebrauch gemacht.

Bewertung

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt für die erworbene Software 3 bis 5 Jahre und für die erworbenen Schutzrechte 16 Jahre.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit den Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, bewertet. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Anschaffungswert von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. einem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden von den jeweiligen Forderungen aktivisch abgesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben gebildet, soweit diese Aufwand künftiger Zeiträume darstellen.

Die Gesellschaft hat bis 2023 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Der für Verlustvorträge verwendete Steuersatz beträgt für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 15,83 % und für Gewerbesteuer 14,00 %.

Fremdwährungsposten soweit vorhanden wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage der neuen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in nachfolgend dargestellt.

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Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.278.101,66 31.218,22 0,00 0,00 0,00 1.309.319,88
geleistete Anzahlungen 0,00 12.043,44 0,00 0,00 0,00 12.043,44
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.278.101,66 43.261,66 0,00 0,00 0,00 1.321.363,32
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.556.091,90 110.710,30 0,00 0,00 8.397,20 13.675.199,40
technische Anlagen und Maschinen 16.315.636,26 1.127.421,39 0,00 27.309,81 413.168,08 17.828.915,92
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.451.932,17 249.374,56 0,00 27.309,81 10.940,61 2.684.937,53
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 610.487,85 134.324,08 0,00 0,00 -432.505,89 312.306,04
Summe Sachanlagen 32.934.148,18 1.621.830,33 0,00 54.619,62 0,00 34.501.358,89
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 34.237.249,84 1.665.091,99 0,00 54.619,62 0,00 35.847.722,21
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kumulierte Abschreibungen 01.01.2024
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.164.026,66 109.526,22 0,00 0,00 0,00 1.273.552,88
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.164.026,66 109.526,22 0,00 0,00 0,00 1.273.552,88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.709.654,68 566.293,50 0,00 0,00 0,00 4.275.948,18
technische Anlagen und Maschinen 13.379.022,26 948.967,47 0,00 27.309,81 0,00 14.300.679,92
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.523.302,17 235.857,17 0,00 27.309,81 0,00 1.731.849,53
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 18.611.979,11 1.751.118,14 0,00 54.619,62 0,00 20.308.477,63
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 19.776.005,77 1.860.644,36 0,00 54.619,62 0,00 21.582.030,51
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Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2024
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 35.767,00 114.075,00
geleistete Anzahlungen 0,00 12.043,44 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 47.810,44 114.075,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.399.251,22 9.846.437,22
technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.528.236,00 2.936.614,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 953.088,00 928.630,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 312.306,04 610.487,85
Summe Sachanlagen 0,00 14.192.881,26 14.322.169,07
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 14.265.691,70 14.461.244,07

Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 653,3 (Vj. TEUR 601,2) betrafen das Tochterunternehmen OPTIPLAN International GmbH, Oelsnitz.

Die aktiven latenten Steuern sind von TEUR 171 auf TEUR 0 zurück gegangen.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist voll erbracht.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistung mit TEUR 273,8 (Vj. TEUR 217,1), Urlaubsentgelt und Gleitzeit mit TEUR 122,8 (Vj. TEUR 140,1), Berufsgenossenschaft mit TEUR 46,4 (Vj. TEUR 2,0), Abschlusskosten mit TEUR 49,5 (Vj. 50,5), ausstehende Rechnungen mit TEUR 114,6 (Vj. TEUR 102,5), Löhne und Gehälter mit TEUR 114,0 (Vj. TEUR 63,1), für Tantiemen mit TEUR 49,0 (Vj. TEUR 34,8) für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen TEUR 20,9 (Vj. TEUR 21,2), IHK mit TEUR 9,7 (Vj. TEUR 9,3), Schwerbeschädigtenabgabe mit TEUR 17,7 (Vj. TEUR 18,5), Prozesskosten mit TEUR 7,5 (Vj. TEUR 7,5), und Aufwendungen für Betriebsprüfung mit TEUR 4,0 (Vj. TEUR 4,0) gebildet.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält folgender Verbindlichkeitenspiegel:

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unter 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.506.958,08 0,00 0,00 4.506.958,08 4.506.958,08
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 94.030,47 0,00 0,00 94.030,47 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.154.969,64 0,00 0,00 1.154.969,64 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 544.977,86 4.250.000,00 0,00 4.794.977,86 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 429.884,62 0,00 0,00 429.884,62 0,00
6.730.820,67 4.250.000,00 0,00 10.980.820,67 4.506.958,08

Im Vorjahr stellten sich die Laufzeiten wie folgt dar:

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unter 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.479.696,65 0,00 0,00 4.479.696,65 4.479.696,65
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77.500,00 0,00 0,00 77.500,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.351.418,93 0,00 0,00 1.351.418,93 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 571.512,85 6.250.000,00 0,00 6.821.512,85 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 371.805,48 0,00 0,00 371.805,48 0,00
6.851.933,91 6.250.000,00 0,00 13.101.933,91 4.479.696,65

Die Bankdarlehen sind mit Grundschulden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.752,3 (Vj. TEUR 6.774,7) die ADMIRA Beteiligungsgesellschaft mbH, mit TEUR 0,0 (Vj. TEUR 2,1) die senata GmbH, mit TEUR 40,9 (Vj. TEUR 43,8) die senata International GmbH und mit TEUR 1,8 (Vj. TEUR 0,9) die MITRAS Materials GmbH.

Sonstige Angaben

Mutterunternehmen

Die OPTIPLAN GmbH, die als 100%-ige Tochtergesellschaft der senata GmbH, Freising, in deren Konzernabschluss einbezogen wird, macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 292 Absatz 1 HGB, einen Teilkonzernabschluss und Teilkonzernlagebericht aufzustellen, Gebrauch.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich derzeit finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 410,5 (Vj. TEUR 207,8) sowie aus kurzfristig kündbaren Verträgen in Höhe von TEUR 263,2 (Vj. TEUR 264,2)jährlich. Die Verträge enden zwischen 3/25 und 8/27.

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre von TEUR 0,0 (Vj. TEUR 171,0).

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen innerhalb der senata-Gruppe. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Anteilsbesitz

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Unternehmen Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital
%
Jahresergebnis 2024
OPTIPLAN International GmbH EUR 473.065,61 100,0 EUR -7.721,48

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren 98 (Vj. 92) gewerbliche Mitarbeiter, 38 (Vj. 37) Angestellte und 5 (Vj. 3) Auszubildender beschäftigt.

Geschäftsführer

Herr Felix Bönsch, Chemielaborant, Plauen

Auf die Angabe der Höhe der Vergütung der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Prokura

Herr Günther Rainer, Plauen

Herr Andreas Sacher, Aurach

Alle Prokuristen vertreten die Gesellschaft zusammen mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

Beirat

Herr Rechtsanwalt Dr. Werner Folger, Freising (Vorsitzender)

Herr Dr. Hansjörg Müller, Bobing

Die Gesamtbezüge des Beirats betragen TEUR 17,5 (Vj. 17,5).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.078.810,62 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 9.922.490,62, insgesamt EUR 11.001.301,24, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Oelsnitz, den 31. Januar 2025

OPTIPLAN GmbH

Felix Bönsch

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss der OPTIPLAN GmbH, Ölsnitz zum 31. Dezember 2024 ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von der Wiesmaier und Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Weilheim, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum 31. Januar 2025 erteilt, der nachstehend beigefügt ist.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OPTIPLAN GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OPTIPLAN GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OPTIPLAN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weilheim, 31. Januar 2025

Wiesmaier und Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Osterhammer, Wirtschaftsprüfer

Haller, Wirtschaftsprüfer

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