National
Adhesives GmbH
Kleve
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008
BILANZ
AKTIVA
|
Gesamtjahr/Stand
Euro
|
Vorjahr
Euro
|
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
724.244
|
0
|
|
II. Sachanlagen
|
3.737.469
|
2.150.314
|
|
4.461.713
|
2.150.314
|
|
B. Umlaufvermögen
|
|
|
|
I. Vorräte
|
6.987.600
|
0
|
|
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
16.543.801
|
14.336.632
|
|
III. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten
|
286.707
|
0
|
|
23.818.108
|
14.336.632
|
|
C.
Rechnungsabgrenzungsposten
|
1.368
|
0
|
|
D. Nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
|
13.612.610
|
0
|
|
Summe Aktiva
|
41.893.799
|
16.486.946
|
PASSIVA
|
Gesamtjahr/Stand
Euro
|
Vorjahr
Euro
|
|
A. Eigenkapital
|
|
|
|
I. Gezeichnetes Kapital
|
1.533.900
|
1.533.900
|
|
II. Kapitalrücklage
|
17.895.216
|
17.895.216
|
|
III. Verlustvortrag
|
-5.628.244
|
-5.628.244
|
|
IV. Jahresfehlbetrag, soweit
durch Eigenkapital gedeckt
|
-13.800.872
|
0
|
|
(Jahresfehlbetrag insgesamt
Euro 27.413.482; i.Vj. Euro 0
|
0
|
13.800.872
|
|
B. Rückstellungen
|
31.301.995
|
2.686.074
|
|
C. Verbindlichkeiten
|
10.591.804
|
0
|
|
Summe Passiva
|
41.893.799
|
16.486.946
|
ANHANG
Allgemeine Hinweise
Gesellschafterwechsel und
Geschäftsübertragung
Am 3. April 2008 hat Henkel die
Geschäftsbereiche Adhesives (Klebstoffe) und
Electronic Materials (Elektronik) der National Starch &
Chemical Company von Akzo Nobel erworben. Im Rahmen dieser
Transaktion wurden sämtliche Anteile an der NSC
Verwaltungs-GmbH von der Henkel AG & Co. KGaA,
Düsseldorf, übernommen, die somit seit diesem
Zeitpunkt die alleinige Gesellschafterin ist. Zuvor hatte
die bisherige Gesellschafterin, die National Starch &
Chemical GmbH, Kleve, ihr Klebstoffgeschäft an die NSC
Verwaltungs-GmbH verkauft.
Der bisher zwischen der National Starch &
Chemical GmbH und der NSC Verwaltungs-GmbH bestehende
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde mit
Wirkung zum 31. März 2008 gekündigt und das bis
zu diesem Zeitpunkt erzielte Ergebnis von TEUR 319
abgeführt.
Schließung des Betriebes in Kleve
Henkel hat im Zuge der nach dem Erwerb eingeleiteten
Konsolidierung der National Starch-Geschäfte
beschlossen, den Betrieb in Kleve in 2010 zu
schließen. Hierdurch wurden im Jahresabschluss zum
31. Dezember 2008 in erheblichem Umfang
außerplanmäßige Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
notwendig. Insbesondere für die Aufwendungen aus der
vorgesehenen Freisetzung des Personals wurden zudem
Restrukturierungsrückstellungen gebildet. Diese
Maßnahmen haben das Jahresergebnis deutlich negativ
beeinflusst, so dass für das Jahr 2008 ein
Jahresfehlbetrag von TEUR 27.413 ausgewiesen wird.
Bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft
Durch den im Jahr 2008 erzielten Jahresfehlbetrag von
TEUR 27.413 weist die NSC Verwaltungs-GmbH zum 31. Dezember
2008 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag
von TEUR 13.613 aus und ist damit bilanziell
überschuldet.
Mit Patronatserklärung vom 30. Juni 2009 hat die
Henkel AG & Co. KGaA bestätigt, dass Sie
sämtliche Anteile an der NSC Verwaltungs-GmbH
hält und dass trotz vorliegender Überschuldung
der Gesellschaft sichergestellt ist, dass die Gesellschaft
mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet wird, um
Ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Es besteht seitens
der Henkel AG & Co. KGaA nicht die Absicht, die
Beteiligung an der NSC Verwaltungs-GmbH ganz oder teilweise
zu veräußern. Die Patronatserklärung hat
Gültigkeit bis zum 31.12.2010.
Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in
Fremdwährung werden mit dem Umrechnungskurs des
Entstehungstages bewertet. Ergibt jedoch die Umrechnung der
Währungsposten zum Kurs des Bilanztages bei
Forderungen einen niedrigeren oder bei Verbindlichkeiten
einen höheren Betrag, erfolgt die Bewertung zum
Wechselkurs des Bilanztags.
Übrige Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und §§ 264
ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften
des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum 31.
Dezember 2008 eine große Kapitalgesellschaft, gilt
aber weiterhin als kleine Kapitalgesellschaft. Es gelten
somit die Vorschriften für kleine
Kapitalgesellschaften.
Die Gesellschaft hat von den
größenabhängigen Erleichterungen des HGB
für kleine Kapitalgesellschaften weitgehend Gebrauch
gemacht.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Grundsätze
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände
und Schulden wurde infolge der beschlossenen
Schließung des Betriebes in Kleve in 2010 von der
zeitlich begrenzten Fortführung der bisherigen
Unternehmenstätigkeit ausgegangen.
Abweichend zum Vorjahr werden die
Pensionsrückstellungen nicht mehr gemäß
§ 6a EStG, sondern in Anlehnung an IAS 19 mit dem
Barwert der zukünftigen Verpflichtungen unter
Berücksichtigung von künftigen Lohn-, Gehalts-
und Rententrends angesetzt. Der in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasste Pensionsaufwand beträgt TEUR
385.
Spezielle Grundsätze
Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige und, sofern notwendig,
außerplanmäßige Abschreibungen sowie
steuerlich zulässige Sonderabschreibungen.
Bewegliche Gegenstände des
Sachanlagevermögens werden - unter Anwendung der
steuerlichen Höchstgrenzen - linear/degressiv,
unbewegliche Anlagegegenstände linear bzw. degressiv
abgeschrieben. Von der gem. § 7 Abs. 3 EStG bei
beweglichen Anlagegütern gegebenen Möglichkeit
des Übergangs von der degressiven auf die lineare
Abschreibungsmethode wird Gebrauch gemacht. Die
Anschaffungs- oder Herstellungskosten der
geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6
Abs. 2 EStG werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.
Von der nunmehr zulässigen Möglichkeit,
Anlagengegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen
Euro 150 und Euro 1.000 in einem Sammelposten zu aktivieren
und über fünf Jahre abzuschreiben, wurde kein
Gebrauch gemacht.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Wenn die Börsen- oder
Marktpreise beziehungsweise beizulegenden Werte niedriger
sind, werden diese angesetzt. In die Herstellungskosten
sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige
Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen
erfasst.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert
aktiviert. Enthaltenen Risiken ist durch Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten) sind zu den Nennwerten bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden in der Vergangenheit
gemäß § 6a EStG nach
versicherungsmathematischen Berechnungen unter
Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % mit ihrem Teilwert
angesetzt. Die Berechnung erfolgte auf Basis der
"Richttafeln 2005 G". Die Pensionsrückstellungen
werden zum 31. Dezember 2008 in Anlehnung an IAS 19 mit dem
Barwert der zukünftigen Verpflichtungen unter
Berücksichtigung von künftigen Lohn-, Gehalts-
und Rententrends bewertet. Sie sind nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis
eines Zinssatzes von 4,7 Prozent, eines Lohn- und
Gehaltstrends von 3,25 Prozent und eines Rententrends von
2,0 Prozent unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G"
ermittelt.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle
erkennbaren Risiken ab und sind nach vernünftigen
kaufmännischen Grundsätzen ermittelt worden. Die
Höhe der in den sonstigen Rückstellungen
enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen orientiert
sich dabei an Erfahrungswerten der Vergangenheit.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Rückzahlungsbetrag bilanziert.
Erläuterungen zur Bilanz
In den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen zum 31. Dezember 2008 sind
Forderungen von TEUR 28 an den Gesellschafter enthalten.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten haben jeweils
Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Die
Verbindlichkeiten sind nicht gesichert.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Es wurden außerplanmäßige
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen von TEUR
11.668 vorgenommen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen
Beträge aus Konzernverbundbeziehungen stellen auf
die Konzernzugehörigkeit zum 31. Dezember 2008 ab.
Konzernzugehörigkeit
Die NSC Verwaltungs-GmbH, Kleve, wird in den
Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der Henkel AG
& Co. KGaA, Düsseldorf einbezogen. Der
Konzernabschluss der Henkel AG & Co. KGaA wird im
elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache
veröffentlicht.
Kleve, den 30. Juni 2009
National Adhesives GmbH (vormals: NSC Verwaltungs-GmbH)
Die Geschäftsführung
Dieter Schwerdfeger, Chemiker
|