Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Xentral ERP Software GmbH
Fuggerstraße 11, 86150 Augsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Domenico Cipolla seit 7.3.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Sauter seit 7.1.2009 | Prokura |
Benedikt Sauter seit 7.1.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (20)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 23.26% | |
| 23.26% | |
| 8.59% |
Ungelöste Beteiligungen (16)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
31 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 31 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Xentral ERP Software GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Xentral ERP Software GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Xentral bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen eine cloud-basierte ERP-SaaS-Software, um ihr operatives Tagesgeschäft zu automatisieren und zu vereinfachen. Die kompetitive Software von Benedikt und Claudia Sauter ermöglicht es KMUs, ihr Business zu digitalisieren und die volle Leistungsfähigkeit einer ERP-Software in ihrem Segment zu nutzen. Die leicht bedienbare Business-Software bündelt alle Aufträge, Lagerbestände, Zahlungen und Versandabläufe zentral an einem Ort, was zu Zeitersparnis, höheren Umsätzen und größerer Kundenzufriedenheit führt. Xentral ist Cloud-basiert und bietet flexible Funktionen sowie erweiterte Schnittstellen zu gängigen Tech-Tools und Marktplätzen. Über die Xentral Plattform konnten bereits knapp 2.000 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz fast 3 Milliarden Euro Umsatzvolumen in 2023 generieren und bereits über 71 Millionen Bestellungen abwickeln. Xentral hat sich als Remote-first Unternehmen zum Ziel gesetzt, Unternehmen weltweit bei der Digitalisierung und Skalierung ihres Geschäfts zu unterstützen. Als zentrale Business-Software legt Xentral die digitale Basis für fundierte Entscheidungen und effizientes Wachstum, während es flexibel mit zukünftigen Anforderungen mitwächst. 2. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 lag der Fokus weiterhin auf der Weiterentwicklung eines umfassenden cloud-basierten ERP-Softwaresystems für KMU. Die geplante Lösung deckt alle Unternehmensbereiche ab (Vertrieb, Logistik, Produktion, etc.), lässt sich an verschiedene, bereits vorhandene Programme anbinden und erfordert in der Laufzeit keine Betreuung durch IT-Spezialisten. Zusätzlich wurden verschiedene Analytics Layer, wie No-Code und generative KI für SQL-Abfragen, entwickelt, sodass Xentral Kunden ohne eigene Integration komplexe Analysen auf ihren Daten erstellen können. Ein weiterer Meilenstein war die vollständige Cloud-Migration der letzten On-Premise-Kunden sowie die Einführung skalierbarer Kubernetes-Cluster, um die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit der ERP-Lösung weiter zu verbessern. Zur Unterstützung dieser Entwicklungen wurden die Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung um 16 % auf 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7 Mio. EUR) erhöht, welche nicht in der Bilanz aktiviert wurden. (Nachweis) 2. Wirtschaftsbericht 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem Statistischen Bundesamt sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr (Statistisches Bundesamt). Diese Entwicklung spiegelt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider, darunter hohe Energiepreise und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Trotz der gesamtwirtschaftlichen Stagnation zeigte der Markt für Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Software in Deutschland ein robustes Wachstum. Der Zielmarkt der ERP-Software in Deutschland wuchs im Jahr 2023 um 5,8 % und erreichte ein Volumen von 2,06 Milliarden Euro (Quelle: Statista Market Insights). Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung der digitalen Transformation und der Effizienzsteigerung in Unternehmen. Der E-Commerce-Markt, eine Hauptzielgruppe der Xentral ERP Software GmbH, verzeichnete einen leichten Rückgang. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) sank der Umsatz im B2C-Onlinehandel im Jahr 2023 um 11,8 % und erreichte etwa 79,7 Milliarden Euro (E-Commerce Germany). Dies spiegelt die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher wider. Insgesamt spiegeln diese Zahlen die stabilen Aussichten und das Wachstumspotenzial der ERP-Softwarebranche wider, trotz der Herausforderungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene. Die Xentral ERP Software GmbH konnte sich in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich behaupten und ihre Marktstellung weiter ausbauen. 4. Geschäftsverlauf In 2023 konnte die Xentral ERP Software GmbH das geplante Wachstum trotz der angespannten weltwirtschaftlichen Lage und dem damit verbundenen Marktwidrigkeiten fortsetzen. Das erzielte Umsatzvolumen liegt mit EUR 11.9 Mio. deutlich über Vorjahresniveau (EUR 8.8 Mio.). Das Gesamtergebnis der Xentral ERP Software GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7.4 Mio. deutlich verbessert und beträgt nunmehr EUR -10,1 Mio. (Vorjahr: EUR -17,5 Mio.). Darüber hinaus gab es in 2023 keine wesentlichen rechtlichen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, die das Geschäftsmodell maßgeblich beeinflusst haben. Im Jahr 2023 wurden in der Xentral ERP Software GmbH durchschnittlich 140 Arbeitnehmer beschäftigt, dies entspricht einem Rückgang von 26% (Vorjahr: 176.). 5. Lage des Unternehmens / VFE-Lage 1. Vermögenslage Das Gesamtkapital der Unternehmung beträgt zum Stichtag rund EUR 45,2 Mio. (Vorjahr: EUR 54,9 Mio.). Die Kapitalentwicklung ist i.w.S. auf den durch den Jahresfehlbetrag verursachten Liquiditätsabfluss zurückzuführen. Vermögen und Kapitalherkunft weisen strukturell einen dem Geschäftsmodell entsprechenden kontinuierlichen Verlauf auf. Die Höhe der Forderungen aus Lieferung und Leistung ist umsatzbedingt auf nunmehr EUR 0,56 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 0,41 Mio.). Die Forderungen gegen verbunden Unternehmen haben sich um EUR 1.3 Mio erhöht auf EUR 2,2 Mio. Das bilanzielle Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisses auf EUR 42,5 Mio verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten zeigen sich zum Bilanzstichtag nahezu unverändert. Offene Kundenforderungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) stehen Lieferverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,79 Mio. (Vorjahr: EUR 0,76 Mio.) gegenüber. Die ausgewiesene bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt unter Berücksichtigung der gesunkenen Bilanzsumme sowie des Jahresfehlbetrags zum Bilanzstichtag nunmehr über 94 % (Vorjahr: 96 %). 2. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse der Xentral ERP Software GmbH aufgrund der vorstehend genannten Entwicklungen von EUR 8,8 Mio. um 35 % auf insgesamt EUR 11,9 Mio. im Berichtsjahr gestiegen. Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 hat sich mit EUR 1,0 Mio. positiv die Gewährung einer Zulage nach dem Forschungszulagengesetz (FZulG) für in den Vorjahren getätigte Aufwendungen ausgewirkt. Das Jahresergebnis hat sich smoint aufgrund des Umsatzwachstums sowie weiteren Effizienzsteigerung im Bereich Vertrieb & Marketing im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,4 Mio. auf EUR 10,1 Mio. verbessert. Die operativen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 24,1 Mio. geringer als im Vorjahr (EUR 26,5 Mio.). Der Personalaufwand lag mit EUR 14,2 Mio. insgesamt EUR 0,5 Mio. über dem Vorjahr. 3. Finanzlage Die Xentral ERP Software GmbH verfügt neben dem Stammkapital über keine langfristigen Darlehen. Zum Bilanzstichtag bestehen zudem keine externen Finanzierungslinien, wie etwa Kontokorrent- oder Avallinien. Derzeit stehen keine wesentlichen Investitionsvorhaben an. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der gültigen Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen fristgerecht einzuziehen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote rund 94 % (Vorjahr: 96 %). Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Xentral ERP Software GmbH stets ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Xentral ERP Software GmbH sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Zusätzlich werden weitere finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in die Beurteilung der Geschäftsentwicklung einbezogen. Als SaaS-Unternehmen berücksichtigt Xentral neben den finanziellen Indikatoren auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Geschäftslage. Die Kundenzufriedenheit und das Beschwerdeverhalten werden regelmäßig durch laufende Befragungen erfasst und analysiert. Die Ergebnisse im Jahr 2023 wurden als weiterhin positiv bewertet. Die Mitarbeiterfluktuation ist im Vergleich zur Branche relativ gering, was die Stabilität und Zufriedenheit innerhalb der Belegschaft unterstreicht. 3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Xentral ERP Software GmbH hätten. Alle relevanten Informationen und Entwicklungen wurden im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt. 4. Prognosebericht Die Xentral ERP Software GmbH rechnet damit, dass der Markt für cloud-basierte ERP-Software weiterwachsen wird, da die Investitionsbereitschaft kleiner und mittelständischer Unternehmen aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung steigt. Der Markt für ERP-Software in Deutschland alleine soll in den nächsten fünf Jahren um weitere 23 % wachsen (Statista Market Insights). Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktangebots sowie den Ausbau der Marketing- und Vertriebskapazitäten erwartet Xentral im kommenden Geschäftsjahr eine deutliche Umsatzsteigerung im hohen zweistelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Die Kosten werden trotz des Umsatzwachstums nur geringfügig steigen, insbesondere durch die Optimierung des Vertriebs und anderer kundennaher Teams. Die Unternehmensleitung hat die Erwartungen an die Unternehmensentwicklung im Jahr 2023 übertroffen und ist für das Geschäftsjahr 2024 erneut von einem starken Wachstumspotenzial überzeugt. 5. Chancen- und Risikobericht 6. Risikobericht 5. Markt- und Wettbewerbsrisiken Die Xentral ERP Software GmbH hat das operationelle Risiko als ein wesentliches Risiko identifiziert. Dieses Risiko umfasst die Möglichkeit von Verlusten aufgrund fehlerhafter interner Prozesse, Systeme, menschlicher Fehler oder externer Ereignisse. Externe Ereignisse wie eine Verschlechterung der allgemeinen Konjunktur könnten die Investitionsbereitschaft kleiner und mittelständischer Unternehmen beeinträchtigen und somit zu Umsatzeinbußen für die Gesellschaft führen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Ukraine-Krise, die wirtschaftliche Unsicherheiten verstärkte Die Geschäftsführung schätzt jedoch, dass die potenziell negativen Auswirkungen einer schwachen Konjunkturentwicklung auf Xentral gering sind, da die angebotene Software einen geringen Investitionsbedarf erfordert und nahtlos in die bestehenden Prozesse der Kunden integriert werden kann. Der Wettbewerb wird aufgrund der geringen Marktdurchdringung und der großen Anzahl potenzieller Kunden in Europa (rund 1,8 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen ab zehn Mitarbeitenden - Quelle: Eurostat) als gering eingeschätzt. Xentral sieht sich in einer sehr guten Position, in den nächsten Jahren signifikant zu wachsen. Um Risiken durch interne Prozesse, Systeme oder menschliche Fehler zu minimieren, investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Weiterbildung der Mitarbeiter, Prozessverbesserungen und regelmäßige Systemüberprüfungen. Diese Maßnahmen gewährleisten eine hohe Betriebsqualität und minimieren potenzielle Verluste durch operationelle Risiken. 6. Rechtliche Risiken Aufgrund der Art des Geschäftszwecks und der Rolle von Xentral als Auftragsverarbeiter von personenbezogenen Daten besteht ein inhärentes Risiko in Bezug auf datenschutzrechtliche Verletzungen gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und anderer einschlägiger gesetzlicher Vorschriften. Darüber hinaus können sich aus der Bereitstellung der Software an Kunden allgemeine Risiken wie Haftung, Gewährleistung oder Ansprüche aufgrund von Verstößen gegen vereinbarte Service Level Agreements (SLAs) ergeben. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, arbeitet Xentral eng mit internen und externen Rechtsberatern zusammen, um potenzielle rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Bereits im Jahr 2021 wurde ein spezialisiertes Datenschutz- und Sicherheitsteam eingerichtet, das sich regelmäßig über entsprechende Risiken austauscht und Prozesse zur Risikominderung implementiert. Dieses Team stellt sicher, dass alle Datenschutz- und IT-Sicherheitsanforderungen kontinuierlich überwacht und verbessert werden. Zusätzlich findet ein regelmäßiger Austausch mit dem externen Datenschutzbeauftragten des Unternehmens statt, um die Datenschutzkonformität sicherzustellen. Diese Maßnahmen gewährleisten, dass Xentral nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern auch proaktiv auf neue rechtliche Herausforderungen reagiert. 7. Technische Risiken Ein potentielles technisches Risiko ist ein möglicher längerer Ausfall der Softwareplattform von Xentral, was die Verfügbarkeit der Services einschränken könnte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, ergreift das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen. Dazu gehören automatisiertes Kapazitätsmanagement, kontinuierliche Analysen und Verbesserungen der Datenbank-Spezifikationen sowie regelmäßige Sicherungen aller relevanten Daten. Ein weiteres bedeutendes Risiko besteht darin, qualifiziertes Personal für die technische Weiterentwicklung der Software zu finden. Xentral begegnet diesem Risiko durch die Verstärkung des internen Recruiting-Teams, das auf solche Profile spezialisiert ist, und durch die Einbeziehung externer Agenturen. Zusätzlich bestehen technische Risiken im Bereich der IT-Sicherheit, wie beispielsweise Cyber-Angriffe oder Social Engineering/Phishing. Xentral begegnet diesen Risiken durch das spezialisierte Datenschutz- und Sicherheitsteam. Dieses Team dokumentiert entsprechende Prozesse und plant sowie implementiert notwendige Sensibilisierungsmaßnahmen. Dazu gehört auch die Durchführung externer Penetrationstests der Webanwendung, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. 8. Finanzielle Risiken Es besteht ein Risiko für den Ausfall einzelner Forderungen, insbesondere wenn Zahlungsmittel nicht ausreichend gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Bei jungen Unternehmen, die möglicherweise ein erhöhtes Insolvenzrisiko haben, besteht vereinzelt ein höheres Risiko, da Xentral bei ihnen beliebt ist. Die Geschäftsführung erwartet jedoch auch in diesem Jahr einen geringen Forderungsausfall, da das Unternehmen ein konsequentes Forderungsmanagement bei Zahlungsverzögerungen anwendet. Dennoch kann es gelegentlich zu Forderungsausfällen oder Stundungen ausstehender Forderungen kommen, um Kunden in finanziellen Schwierigkeiten kurzfristig zu unterstützen. Trotz dieser Maßnahmen bleibt das finanzielle Risiko für Xentral durch mögliche Forderungsausfälle bestehen. Daher wird das Forderungsmanagement kontinuierlich optimiert und an aktuelle Gegebenheiten angepasst, um das Ausfallrisiko so gering wie möglich zu halten. 7. Chancenbericht Die positive Entwicklung von Xentral in den vergangenen Geschäftsjahren verdeutlicht das starke Wachstum des Marktes für cloud-basierte ERP-Lösungen. Xentral hat erfolgreich bewiesen, dass es in der Lage ist, diesen Markt zu bedienen und die Kunden zufriedenzustellen. In Europa gibt es rund 1,8 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitenden, von denen ein erheblicher Anteil noch nicht digitalisiert ist. Bis zum Ende des Jahres 2023 konnte Xentral bereits über 2000 Kunden bei ihrer Digitalisierung und Automatisierung unterstützen. Angesichts der Größe dieses adressierbaren Marktes und der starken Position von Xentral eröffnet sich eine bedeutende Chance für weiteres starkes Wachstum. Dieses Potenzial erstreckt sich nicht nur auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), sondern auch auf den gesamten europäischen Markt. Um diese Chancen optimal zu nutzen, wird Xentral seine Marketing- und Vertriebsaktivitäten weiter ausbauen, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen zu festigen. Das Unternehmen plant zudem, in die Weiterentwicklung seines Produktes zu investieren, um den sich ändernden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und seine Wettbewerbsposition weiter zu stärken. Eine weitere Wachstumschance liegt in der Expansion in neue Märkte. Xentral hat bereits begonnen, Kunden außerhalb der DACH-Region zu gewinnen und plant, diesen Erfolg auf andere europäische Länder auszuweiten. Durch gezielte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen sowie die Anpassung der Software an länderspezifische Anforderungen kann Xentral neue Kunden gewinnen und seine Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen. Diese strategischen Maßnahmen und das anhaltende Engagement in Produktentwicklung und Kundenbeziehungen positionieren Xentral optimal, um von dem fortschreitenden Digitalisierungstrend kleiner und mittelständischer Unternehmen in Europa zu profitieren und weiterhin signifikantes Wachstum zu erzielen. 6. Gesamtaussage Die Xentral ERP Software GmbH konnte, das geplante Wachstum fortsetzen und verzeichnete einen Umsatzanstieg von 35% auf 11,9 Millionen Euro. Das Jahresergebnis verbesserte sich gleichzeitig um 7,4 Millionen Euro auf -10,1 Millionen Euro. Die Vermögenslage des Unternehmens ist mit einem Gesamtkapital von rund EUR 45,2 Mio. und einer Eigenkapitalquote von 94% weiterhin sehr stark. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Xentral hervorragende Chancen hat, sein starkes Wachstum fortzusetzen. Das Unternehmen profitiert von einem großen, noch nicht vollständig erschlossenen Markt und hat die Fähigkeiten und Ressourcen, um diesen zu bedienen. Mit einer strategischen Ausrichtung auf Kundenakquise, Produktentwicklung und Expansion in neue Märkte wird Xentral seine Position als einer der führenden Anbieter cloud-basierter ERP-Lösungen für KMU weiter festigen.
Augsburg, 31. März 2024 Benedikt Sauter BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB zumindest teilweise Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1%% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in der Höhe angesetzt, die unter Anwendung des § 253 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung einem notwendigen Erfüllungsbetrag entspricht. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Zum Abschlussstichtag sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorhanden. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Zum Abschlussstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren haben. Ebenfalls bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Recht gesichert sind. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 2.069,20 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 1.300,32 EUR. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 604.874,10 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen mit einer festen Laufzeit über den Stichtag hinaus. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Bescheid über die Gewährung einer Zulage nach dem Forschungszulagengesetz (FZulG) für in den Vorjahren getätigte Aufwendungen erhalten. Aufgrund der Höhe von EUR 1.033.584,00 sowie der wirtschaftlichen Verursachung in den Vorjahren gilt der Betrag als sonstiger betrieblicher Ertrag im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 10.056.193,94 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileUNTERZEICHNUNG
Augsburg, 31. März 2024 Benedikt Sauter Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu dem Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023Xentral ERP Software GmbH, AugsburgAnlagenverzeichnis Anlage 1 Bilanz zum 31. Dezember 2023 Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnungfür das Geschäftsjahr 2023 Anlage 3 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlage 4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Anlage 5 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüferinen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Xentral ERP Software GmbH, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Xentral ERP Software GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xentral ERP Software GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. Juli 2024 Grant
Thornton AG
Hermann-Josef Schulze-Osthoff, Wirtschaftsprüfer Peter Kaldenbach, Wirtschaftsprüfer |
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