Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 1599
Vorher
Hiestand Backwarengesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
18.4.1988
Branche
Herstellung von DauerbackwarenHerstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Backwaren aller Art sowie deren Halbfertigprodukte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Lukosius
seit 29.4.2025
Prokura
Prokura
Nigel Anthony Scully
seit 20.6.2023
Geschäftsführer
Jörg Gölzhäuser
seit 26.5.2023
Prokura
Ingrid Einecker
seit 18.11.2021
Prokura
Prokura
Susanne Lurz
seit 9.2.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG
Switzerland
512.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH

Gerolzhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH, Gerolzhofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 6. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kausch-Blecken von Schmeling       Pilawa

Wirtschaftsprüfer                           Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva 31.12.2023 31.07.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 
Entgeltlich erworbene Software 41.428,95 49.698,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.986.172,91 7.348.848,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.192.395,19 10.728.108,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.692,89 421.217,67
4. Anlagen im Bau 1.241.335,40 888.857,34
18.922.596,39 19.387.031,88
III. Finanzanlagen 
Beteiligungen 102.258,38 102.258,38
19.066.283,72 19.538.988,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.370.679,89 2.392.521,03
2. Unfertige Erzeugnisse 13.306,14 13.874,21
3. Fertige Erzeugnisse 5.294.856,62 5.591.589,86
7.678.842,65 7.997.985,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.444.731,22 2.124.375,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.967.873,79 12.470.921,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 389.168,25 382.937,52
18.801.773,26 14.978.234,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.862.517,14 5.572.166,05
28.343.133,05 28.548.386,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 377.338,59 68.837,11
47.786.755,36 48.156.211,45
Passiva 31.12.2023 31.07.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 512.000,00 512.000,00
II. Kapitalrücklage 17.250.053,06 17.250.053,06
III. Gewinnvortrag 39.339,87 39.339,87
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
17.801.392,93 17.801.392,93
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 83.464,07 89.619,12
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 731.715,00 634.104,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.114.584,57 2.677.046,68
2.846.299,57 3.311.150,68
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.199.528,87 11.919.330,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.889.912,23 5.882.677,83
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 7.355.352,91 8.553.605,94
4. Sonstige Verbindlichkeiten 610.804,78 598.434,27
(davon aus Steuern: € 102.549,36; Vorjahr: € 97.548,81)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 198,63; Vorjahr: € 620,66)
27.055.598,79 26.954.048,72
47.786.755,36 48.156.211,45

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023

01.08. -31.12.2023 01.08.2022 -31.07.2023
1. Umsatzerlöse 38.696.575,81 93.136.966,38
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -297.301,31 2.988.546,51
3. Sonstige betriebliche Erträge 408.738,85 344.604,72
38.808.013,35 96.470.117,61
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.316.526,16 57.586.720,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.332.410,23 4.318.537,87
22.648.936,39 61.905.258,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.241.129,41 11.558.362,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.331.818,73 2.523.662,49
(davon für Altersversorgung: € 163.209,69; Vorjahr: € 110.516,66)
6.572.948,14 14.082.024,64
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.159.168,03 2.696.827,17
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.365.946,66 9.430.372,88
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113.531,39 86.344,50
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.908,33; Vorjahr: € 1.454,44)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.441,87 160.726,40
(davon an verbundene Unternehmen: € 69.995,44; Vorjahr: € 164.376,40)
(davon aus Abzinsung: € -5.553,57; Vorjahr: € -3.650,00)
10. Ergebnis nach Steuern 4.110.103,65 8.281.252,97
11. Sonstige Steuern 11.318,34 24.685,37
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 4.098.785,31 8.256.567,60
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH mit Sitz in Gerolzhofen im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt mit der Nummer HRB 1599 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach § 267 Abs. 3 HGB um eine große Kapitalgesellschaft.

Mit der Gesellschafterin Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG, Gerolzhofen, besteht auf unbestimmte Zeit ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Vertrag ist mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Geschäftsjahres kündbar.

Seit dem 1. August 2014 ist die Gesellschaft eine Organgesellschaft innerhalb der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG, Gerolzhofen.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 1 HGB.

Bei den EDV-Anwendungsprogrammen wird eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt linear.

Die beweglichen Anlagenvermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt zwischen 10 und 40 Jahren und die der übrigen Sachanlagen zwischen 2 und 15 Jahren. Geringwertige bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten ausgewiesen. Abschreibungen werden nur bei dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage betrifft Leistungen des Gesellschafters nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Im Sonderposten werden erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 sind Auflösungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 15) erfolgt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathe­matischen Grundsätzen mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten, laufzeitäquivalenten Zinsfuß von 1,82 % ermittelt (Vorjahr: 1,80 %) werden. Dabei wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, den Marktzins für eine Restlaufzeit von 15 Jahren heranzuziehen. Als Bewertungs­verfahren wurde das Anwartschaftsbar­wertverfahren verwendet, die Rechnungs­grundlagen basieren auf den Wahrscheinlichkeitswerten nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen (2,00 % p. a.) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Ein Lohn- und Gehaltstrend war nicht zu berücksichtigen.

Die Pensionsrückstellung ist durch eine von der Gesellschaft abgeschlossene ver­pfändete Rückdeckungsversicherung teilweise abgesichert. Die Pensionsverpflichtung wird mit der Rückdeckungsversicherung saldiert. Die Rückdeckungsversicherung ist mit ihrem Aktivwert, welcher gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen Risiken. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kosten­steigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeit­verein­barungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft. Die Bewertung der Rück­stellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellung für Altersteilzeit werden mit Deckungsvermögen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremd­währungsforderungen und Fremdwährungs­verbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Posten in fremder Währung bestehen nicht.

Die Ermittlung und der Ansatz latenter Steuern erfolgen auf der Ebene des Organträgers. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ist die Gesellschaft nicht Steuerschuldnerin.

Angaben zur Anwendung des MinStG

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen vom 21. Dezember 2023 ist am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Artikel 1 enthält das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindest­besteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG). Das MinStG ist grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden.

Da das MinStG zum Abschlussstichtag noch nicht anzuwenden ist, ergeben sich zum 31. Dezember 2023 keine laufenden steuerlichen Auswirkungen in Zusammenhang mit den Regelungen zur Mindestbesteuerung. Latente Steuern aus der Anwendung des MinStG sind gem. § 274 Abs. 3 Nr. 1 HGB nicht zu berücksichtigen.

Es wurde eine Bewertung der potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft in Bezug auf etwaig resultierende Steuerbelastungen aus der Anwendung des MinStG durch­geführt. Diese Bewertung basiert auf den aktuell verfügbaren Informationen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Aufgrund dieser Bewertung haben sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der effektive Steuersatz gem. § 53 Abs. 1 MinStG den Mindeststeuersatz gem. § 54 Abs. 1 MinStG in Höhe von 15 % nicht übersteigen wird, sodass nach derzeitigem Stand keine Steuerbelastung in Zusammenhang mit der Anwendung des MinStG zu erwarten ist.

Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des GloBE-Einkommens sind die quantitativen Auswirkungen des MinStG noch nicht verlässlich abschätzbar. Selbst für Unternehmen mit einem Effektivsteuersatz von über 15 % könnten sich daher steuerliche Auswirkungen durch die Anwendung des MinStG ergeben. Zur Unterstützung bei der Anwendung dieser Gesetzgebung wird derzeit mit Steuerspezialisten zusammengearbeitet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des in der Bilanz zusammengefassten Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Ausgewiesen ist die Beteiligung (2,2 %) an der Gusto AG, Hohenpolding.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen - wie zum Vorjahresbilanzstichtag - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 10.303 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 11.429), aus der Fazilitätsvereinbarung der ARYZTA AG inkl. Zinsen über TEUR 5.000 (Vorjahr TEUR 0) sowie aus sonstigen Forderungen TEUR 663 (Vorjahr TEUR 1.042). In diesen Forderungen sind Forderungen gegen den Gesellschafter von TEUR 652 (Vorjahr TEUR 1.041) enthalten.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung wurde für eine bestehende Pensionszusage zugunsten eines ehemaligen Geschäftsführers gebildet. Zugrunde gelegt wurde das versicherungsmathematische Gutachten zum 31. Dezember 2023. Die Pensionsrückstellungen von TEUR 788 wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung von TEUR 57 saldiert.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Deckungsvermögen von TEUR 11 wurden mit dem Zinsaufwand von TEUR 6 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 5 ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Aus der Abzinsung der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschieds­betrag von TEUR 8. Eine Abführungssperre findet keine Anwendung, zudem bestehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.115 (Vorjahr TEUR 2.677) setzen sich zusammen aus Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 1.487 (Vorjahr TEUR 1.937) sowie Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 628 (Vorjahr TEUR 740).

Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 713 (Vorjahr TEUR 624) sind mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr TEUR 410) saldiert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 27.056 (Vorjahr TEUR 26.954),die unbesichert sind, haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
(Vorjahresangaben in Klammern) Gesamtbetrag 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.200 13.200 0 0
(11.919) (11.919) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.890 63 5.827 0
(5.883) (56) (5.827) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 7.355 7.355 0 0
(8.554) (8.554) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 611 611 0 0
(598) (598) (0) (0)
27.056 21.229 5.827 0
(26.954) (21.127) (5.827) (0)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr mit anderen Gesellschaften der ARYZTA-Gruppe. Davon betreffen TEUR 63 (Vorjahr TEUR 56) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 5.827 (Vorjahr TEUR 5.827) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Hiestand Schweiz AG, Schlieren/Schweiz (vormals ARYZTA Food Europe AG) - ehemals abgeschlossen mit der ARYZTA AG, Schlieren (Schweiz) in 2009.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG, Gerolzhofen. Sie resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit TEUR 7.355 (Vorjahr TEUR 8.257). Im Vorjahr waren darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 297 enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 416 (Vorjahr TEUR 374). Die Miet- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 38.697 (Vorjahr: TEUR 93.137) wurden im Wesentlichen durch den Absatz von Backwaren erzielt. Die Verteilung nach Absatzgebieten ist in nachfolgender Tabelle zusammengestellt.

Rumpf-GJ 2023 GJ 2022/2023
TEUR TEUR
Inland 26.961 69.083
Europäische Union und Schweiz 10.997 22.014
Übriges Ausland 739 2.040
38.697 93.137

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge bestehen im Wesentlichen aus Energiesteuererstattung TEUR 78 sowie Erträgen aus Anlageverkäufen TEUR 238.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hauptsächlich Fracht- und Lagerkosten, Reparaturen und Instandhaltungen, Reinigungskosten, IT-Kosten, Miete/Leasing, Versicherungen und Kosten für administrative Leistungen enthalten.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Rumpf-GJ 2023 GJ 2022/2023
Gehaltsempfänger 45 44
Lohnempfänger 253 255
298 299

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Rumpfgeschäftsjahr 2023:

- Herr Nigel Anthony Scully, Vorsitzender der Geschäftsführung

- Herr Klaus Fetkenheuer, Geschäftsführer Operation

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen einschließlich der Prüfungsleistungen für Zwecke der Konzernabschlussprüfung der ARYZTA AG betragen TEUR 33.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ARYZTA AG, Schlieren/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis entsprechend der International Financial Reporting Standards aufstellt. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Muttergesellschaft und im Bundesanzeiger offengelegt.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Schluss des Rumpfgeschäftsjahres 2023 mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nicht zu verzeichnen.

 

Gerolzhofen, den 29. April 2024

gez. Nigel Anthony Scully

gez. Klaus Fetkenheuer

HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten  01.08.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
 Entgeltlich erworbene Software 492.156,05 0,00 0,00 492.156,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 25.666.000,91 3.960,00 132.839,43 25.537.121,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.045.964,63 328.599,58 0,00 55.374.564,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.811.931,87 134.265,21 0,00 1.946.197,08
4. Anlagen im Bau 888.857,34 352.478,06 0,00 1.241.335,40
83.412.754,75 819.302,85 132.839,43 84.099.218,17
III. Finanzanlagen 
Beteiligungen 102.258,38 0,00 0,00 102.258,38
84.007.169,18 819.302,85 132.839,43 84.693.632,60
Abschreibungen  01.08.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 
Entgeltlich erworbene Software 442.457,98 8.269,12 0,00 450.727,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 18.317.152,55 233.796,02 0,00 18.550.948,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.317.856,12 864.312,90 0,00 45.182.169,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.390.714,20 52.789,99 0,00 1.443.504,19
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
64.025.722,87 1.150.898,91 0,00 65.176.621,78
III. Finanzanlagen 
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
64.468.180,85 1.159.168,03 0,00 65.627.348,88
Buchwerte  31.12.2023 31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 
Entgeltlich erworbene Software 41.428,95 49.698,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.986.172,91 7.348.848,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.192.395,19 10.728.108,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.692,89 421.217,67
4. Anlagen im Bau 1.241.335,40 888.857,34
18.922.596,39 19.387.031,88
III. Finanzanlagen 
Beteiligungen 102.258,38 102.258,38
19.066.283,72 19.538.988,33

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH ist ein Unternehmen der ARYZTA Gruppe. Das Unternehmen konzentriert sich innerhalb der Gruppe im Wesentlichen auf die Produktion von gefüllten und ungefüllten Gipfeln, Plundern, Blätterteigprodukten, Snacks und Cookies. Der Vertrieb, die Logistik und die Auslieferung der Produkte im Inland wird im Wesentlichen von den Schwestergesellschaften Aryzta Food Solutions GmbH, Freiburg im Breisgau, und ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH, Lutherstadt Eisleben, übernommen; der Auslandvertrieb von anderen Konzerngesellschaften.

Gesellschaftsrechtlich gehört die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH zu 100 % der Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG mit Sitz in Gerolzhofen, welche ihrerseits eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ARYZTA AG mit Sitz in Schlieren (Schweiz) ist. Mit der Gesellschafterin Hiestand Beteiligungsholding AG (CH) & Co. KG, Gerolzhofen, besteht ein auf unbestimmte Zeit abgeschlossener Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

2. Steuerungssystem

Die interne Steuerung der Gesellschaft basiert hauptsächlich auf den Absatz- und Umsatzentwicklungen pro Kunde und pro Produktkategorie, wobei auch das Thema Kostenbewusstsein immer mehr in den Fokus rückt. Darauf basierend ergibt sich die Umsatzentwicklung als Leistungsindikator auf der obersten Ebene. Auf Konzernebene wird auf oberster Ebene nach EBITDA (nach IFRS) gesteuert, auch diese Kennzahl wird für die lokale Steuerung auf die Gesellschaft heruntergebrochen.

3. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungstätigkeiten finden intern am Standort Gerolzhofen statt.

Die Impulse für Entwicklungsprojekte speisen sich aus konkreten Vorgaben seitens der Handelspartner (z. B. Ausschreibungen oder Rezepturoptimierungen), aus internen Projekten zur Steigerung der Effizienz oder Wirtschaftlichkeit und aus Innovationsprojekten, die eine konsumentenseitige Relevanz aufweisen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das BIP des 4. Quartals 2023 lag in Deutschland preisbereinigt 0,4 % tiefer als im gleichen Quartal des Vorjahres. Zwar legte der Konsum im Schlussquartal etwas zu, jedoch bremsten rückläufige Investitionen die Konjunktur. Preis-, saison- und kalenderbereinigt lag das 4. Quartal um 0,3 % niedriger als das Vorquartal. An­haltend schwierige weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgten für Stagnation in den ersten neun Monaten. Oktober bis Dezember 2023 konnten ebenfalls keinen Aufschwung bewirken. Die deutsche Wirtschaft beendete das Jahr 2023 damit im Minus.

51 % der Deutschen schätzen die eigene finanzielle Situation derzeit schlechter ein als im Vorjahr. Deloitte Consumer Insights Food 2023 erläutert, dass veränderte finanzielle Rahmenbedingungen zur Anpassung der Gewohnheiten und Routinen von Konsumenten führen. Laut dieser Studie bezeichnen 35 % der Verbraucher ihren Umgang mit Lebensmitteln als von Sparsamkeit geprägt. Sie konsumieren vor allem einfache und preiswerte Lebensmittel. 38 % der Befragten berichten, in jüngerer Vergangenheit eher zu günstigen Zutaten gegriffen zu haben. Bei 37 % sind anstelle des Markenprodukts hauptsächlich preiswertere Eigenmarken im Einkaufswagen gelandet.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Tiefkühlwaren ist gestiegen und liegt im Kalenderjahr 2023 bei 49,4 kg/Person (Vorjahr: 47,7 kg/Person). Die Verwendung von Tiefkühlkost ist im Absatz fast gleichmäßig zwischen dem Lebensmitteleinzelhandel (kurz LEH) mit 49,0 % und dem Außer-Haus-Markt (Gastronomie etc.) mit 51,0 % verteilt. Nach Umsatz ist der Anteil des LEH mit 52,9 % jedoch stärker ausgeprägt als der Außer-Haus-Markt mit 47,1 %. Auf die Warengruppe der Backwaren bezogen zeigt sich, dass der Absatz des Außer-Haus-Marktes 2023 im Vergleich zu 2022 um 11,4 % gestiegen ist. Die Produktgruppe der Brote und Brötchen entwickelte sich ebenfalls positiv mit einem Wachstum von 12,2 %.

Im deutschen LEH (inklusive Discount) stieg der Umsatz mit Backwaren zwischen Januar und Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 %. Dieses Wachstum ist ausschließlich preisgetrieben. Das Absatzvolumen stagnierte im gleichen Zeitraum mit 0 % Wachstum. Die gleiche Tendenz spiegelt sich auch in den Produktgruppen wider: Lediglich die relativ kleinen Category Snacking (süß und herzhaft) verzeichnete mit +8 bzw. +11 % ein nennenswertes Volumenwachstum.

Nicht alle Vertriebsformen partizipierten vom nominalen Wachstum der Warengruppe Backwaren. Instore Bakeries (Backstationen in Selbstbedienung) und verpackte Backwaren wuchsen nominal zweistellig (+23 bzw. +12 %, Januar - Dezember 2023 vs. Vorjahreszeitraum). Die Frische- bzw. Bedientheken verzeichneten einen Umsatzzuwachs von 8 % bei gleichzeitigem Volumenverlust von -5 %.

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks berichtet von einem Rückgang an Menschen, die eine Ausbildung als Bäcker beginnen. 4.211 Auszubildende bedeuteten -11,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der produzierenden Betriebe des Bäckerhandwerks ging 2022 um -3,6 % zurück, von 9.965 in 2021 auf 9.607 im letzten Betrachtungszeitraum.

2. Geschäftsentwicklung

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von EUR 38,7 Mio. erzielt. Damit wurde das budgetierte Ziel von EUR 37,4 Mio. überschritten.

Das EBITDA nach IFRS beträgt für den Berichtszeitraum EUR 5,4 Mio. und liegt damit aufgrund der Entwicklung der Absatzmengen und Preise über den Erwartungen von EUR 5,1 Mio.

Der Unterschied im EBITDA nach IFRS/ARYZTA Policy von EUR 5,4 Mio. zum EBITDA nach HGB von EUR 5,2 Mio. beträgt EUR 0,2 Mio. Er resultiert größtenteils aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden (EUR -0,2 Mio.), zeitlichen Differenzen (EUR -0,2 Mio.) sowie sonstigen Effekten (EUR 0,2 Mio.).

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Mit Beschluss vom 23. Mai 2023 wurden die Bestimmungen zu Beginn und Dauer des Geschäftsjahres geändert. Ab dem 1. Januar 2024 beginnt das Geschäftsjahr am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Für die Zeit vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Eine direkte Vergleichbarkeit der im Folgenden genannten absoluten Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr mit den Vorjahresangaben ist aufgrund der unterschiedlichen Zeiträume nicht möglich.

1. Ertragslage

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von insgesamt EUR 38,7 Mio. erzielt. Die Umsatzprognose aus dem Vorjahr lag bei EUR 37,4 Mio. Das prognostizierte Ergebnis von EUR 5,1 Mio. (EBITDA IFRS) wurde mit EUR 5,4 Mio. überschritten. Der Umsatz des vorangegangenen 12 Monate umfassenden Geschäftsjahres 2022/2023 betrug EUR 93,1 Mio.

Die Materialaufwandsquote (einschließlich Bestandsveränderung) für das Rumpfgeschäftsjahr in Relation zu den Umsatzerlösen beträgt rd. 59 % (Vorjahr: 63 %). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Verbesserung um 4 %-Punkte. Diese resultiert aus Preisanpassungen gegenüber den Kunden und leicht gesunkener Energie- und Rohstoffpreise.

Die Personalaufwandsquote hat sich mit 17 % gegenüber dem Vorjahr (15 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen rd. 11 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 10 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,3 Mio.).

Die Auslastung der Anlagen beträgt im Durchschnitt 55 % und liegt damit 4 %-Punkte unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist auf Optimierungen der Linienbelegungen am Standort Gerolzhofen und innerhalb der ARYZTA Gruppe zurückzuführen.

Durch Kostenkontrolle und Investitionen in den Erhalt der Produktionsanlagen können diese auf einem hohen technischen Standard gehalten werden. Insbesondere zu erwähnen, wie auch schon in den Vorjahren, ist die Ausschussquote. Diese konnte auf dem bisherigen Niveau gehalten werden und liegt für das gesamte Produktionswerk bei 1 %.

Die produzierten Produkte gingen im Rumpfgeschäftsjahr mit ca. 44 % (Vorjahr 45 %) in die Vertriebsschiene der ARYZTA Bakeries Deutschland GmbH und mit ca. 22 % (Vorjahr 26 %) in die der Aryzta Food Solutions GmbH. Die weiteren Warenströme teilen sich auf Konzerngesellschaften in England, Schweiz, Frankreich, Irland, Japan, Dänemark und Niederlande auf. Im geringen Umfang werden Produkte auch an Gesellschaften außerhalb der ARYZTA Gruppe verkauft.

Die Umsätze des Rumpfgeschäftsjahres lassen sich regional wie folgt untergliedern:

Rumpfgeschäftsjahr 2023 (TEUR) Geschäftsjahr 2022/2023 (TEUR)
Inland 26.961 69.083
Export 11.736 24.054
Total 38.697 93.137

Der Anteil der Cookies an den Umsatzerlösen im Rumpfgeschäftsjahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5 % erhöht. Die anderen Produktbereiche Croissants/Plunder und Snacks hingegen liegen 5 % hinter Vorjahr.

Die einzelnen Sortimente tragen wie folgt zum Umsatz bei:

Rumpfgeschäftsjahr 2023 (TEUR) Geschäftsjahr 2022/2023 (TEUR)
Cookies 17.675 37.999
Croissants gefüllt 9.468 23.537
Plunder/Snacks 6.972 19.287
Croissants ungefüllt 4.582 12.314
Total 38.697 93.137

2. Vermögenslage

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 weist eine Summe von EUR 47,8 Mio. (Vorjahr: EUR 48,2 Mio.) aus und verzeichnet somit eine leichte Abnahme von EUR 0,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen EUR 0,8 Mio. für Modernisierungen am Standort Gerolzhofen. Gleichzeitig wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. vorgenommen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 7,7 Mio. gesunken. Die Reduzierung ist hauptsächlich in niedrigeren Beständen an fertigen Erzeugnissen begründet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um EUR 3,8 Mio. aufgrund der Fazilitätsvereinbarung mit der ARYZTA AG gestiegen. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,7 Mio. gesunken.

Für die Passivseite ergab sich die Abnahme der Bilanzsumme vor allem aus dem Rückgang der Rückstellungen um EUR 0,5 Mio. sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um EUR 1,2 Mio. Dem entgegen stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,3 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben auf gleichem Niveau wie im Vorjahr mit EUR 0,6 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei 37,3 % (Vorjahr 37,0 %).

3. Finanzlage

Die Gesellschaft hat das Rumpfgeschäftsjahr mit einem Gewinn vor Ergebnisübernahme abgeschlossen und einen positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 6,5 Mio. erwirtschaftet. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Einbindung in den ARYZTA - Konzern gesichert. Die Finanzierung, einschließlich der Investitionen, erfolgt insbesondere aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und soweit erforderlich über eine Konzernkreditlinie mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 in Höhe von EUR 16,4 Mio. Die Konzernkreditlinie wird derzeit zu EUR 5,8 Mio. in Anspruch genommen.

Aus der Investitionstätigkeit ergaben sich insgesamt Mittelabflüsse von EUR 5,1 Mio. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auszahlung der Fazilitätsvereinbarung (EUR 5,0 Mio.) an die ARYZTA AG.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich insgesamt Mittelabflüsse von EUR 5,1 Mio., die im Wesentlichen aus der Gewinnabführung an die Gesellschafterin (EUR 5,0 Mio.) resultieren.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Qualitätssicherung

Die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH ist ein EU-zugelassener Betrieb (EU-Fleischzulassung) und unterwirft sich freiwillig internationalen Lebensmittel- und Hygienestandards. Im März 2006 wurde erstmalig die Zertifizierung nach IFS (International Featured Standard) und BRC (British Retail Consortium) mit "higher level" bzw. "Grade A" erfolgreich abgeschlossen. Die Aufrechterhaltung und Wirksamkeit des Qualitäts­managementsystems wird jährlich durch neutrale Prüfer einer akkreditierten Zertifizierungsgesellschaft geprüft. In der Zeit vom 6. bis 8. Februar 2023 fand das letzte unangekündigte IFS Assessment mit dem Ergebnis "higher level" statt.

Nachdem es keine Kundenanforderungen mehr gibt, die eine Zertifizierung nach dem BRC-Standard fordern, unterzieht sich das Unternehmen seit dem Jahr 2022 nicht mehr diesem Standard. Die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH ist aber zusätzlich nach diversen Kundenstandards zertifiziert. Für die Herstellung der Cookies besteht eine Halal-Zertifizierung. Eier werden ausschließlich aus Freilandhaltung bezogen. Des Weiteren sind Nachhaltigkeitsstandards RSPO und Rainforest Alliance implementiert.

Durch die RSPO-Multi Site Zertifizierung unterstützt das Unternehmen die verantwortungsvolle Produktion und den Handel von nachhaltig angebautem Palmöl und durch die Rainforest Alliance Multisite-Zertifizierung gemäß dem Handelsmodell Massenbilanz wird für relevante Produkte zertifizierter Kakao bezogen.

Personal

Am Bilanzstichtag waren 299 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr: 305 Mitarbeiter).

5. Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionen lag im Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf der Modernisierung am Standort Gerolzhofen. Insgesamt sind im Geschäftsjahr EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) investiert worden.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das EBIT im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat sich mit EUR 4,1 Mio. oder 10,4 % vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahresergebnis verbessert. Ebenso zeigt die EBITDA-Quote eine Verbesserung. Die angeschlagene Weltwirtschaftslage sowie die hohe Inflation belasten die Märkte auch weiterhin. Hohe Materialpreise konnten im Rumpfgeschäftsjahr konsequent in den Verkaufspreisen abgebildet werden, was sich im positiven Ergebnis widerspiegelt. Der angespannte Arbeitsmarkt, gerade im gewerblichen Bereich, bringt jedoch keine kostentechnische Entlastung, sondern sorgt für zusätzlichen Druck.

Gerade im Hinblick auf die erschwerte Marktsituation und die andauernde Inflation empfinden wir das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres als sehr zufriedenstellend.

D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Wir gehen im Geschäftsjahr 2024 von einer stabilen Ertragslage aus. Instrumente der Liquiditätssicherung sind erfolgreich implementiert, so dass sich die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 auch bei einer Ausweitung von Krisen und Konflikten mit Ausstrahlung auf die Energie- und Rohstoffmärkte angemessen aufgestellt sieht.

Durch ein bewusstes Kostenmanagement werden variable Kosten entsprechend dem Geschäftsverlauf angepasst, wobei sich aus den Fixkosten (u. a. aus Abschreibungen) eine Ergebnisbelastung ergeben kann.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatz von rund EUR 87,6 Mio. und ein EBIT nach HGB von EUR 5,4 Mio. angestrebt.

Unabhängig von der Energiekrise und dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg liegt der Schwerpunkt wieder auf Wachstum zur Stabilisierung der Ergebnisse und der Verbesserung der Anlageneffizienz. Für diese Zielsetzung wurden Projekte und Maßnahmen definiert, die konsequent verfolgt werden.

2. Risikobericht

Die HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen internen und externen Risiken ausgesetzt. Zur Minimierung dieser Risiken gibt es ein konzernweites Risiko­management, welches regelmäßig interne Audits durchführt und ein effektives internes Kontrollsystem implementiert hat.

Die Gesellschaft ist nach dem IFS-Food-Standard zertifiziert. Hierbei handelt es sich um einen Standard zur Auditierung der Produkt- und Prozesskonformität in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und -qualität.

Ein Krisenmanagementplan ist implementiert, der u. a. folgende Themen abdeckt:

- Risiken im Zusammenhang mit der Produktsicherheit, -qualität, -legalität und -authentizität

- Ereignisse höherer Gewalt (Unterbrechung Wasser- und Energieversorgung, Naturkatastrophen, Erpressung etc.)

- Gefährdung der Mitarbeiter (Auslaufen Kältemittel, Auftreten eines Brandherdes etc.)

- Umweltgefährdung

- Wirtschaftliche Gefahren

- Branchenbezogene Gefahren und Katastrophen

Für die Gesellschaft bestehen die nachfolgenden Risiken, die entsprechend ihrer Bedeutung für die Zielerreichung dargestellt werden.

Absatz- und Beschaffungsmarktrisiko

Der Geschäftserfolg der TK-Hersteller und anderer Produzenten des Backgewerbes wird wesentlich durch die Kosten bzw. das Preislevel für Rohstoffe, Energie, Maschinen und Anlagen sowie Betriebsmittel bestimmt. Zu den wichtigsten Rohstoffen bei der Herstellung von Brot und Backwaren gehören Mehl, Wasser, Öle, Fette, Butter, Salz und Zucker. Einige Rohstoffpreise verhielten sich über die Jahre gesehen sehr volatil. Sie werden durch kurzfristige angebots- oder nachfrageseitige Veränderungen oder wirtschaftliche bzw. politische Entwicklungen stark beeinflusst.

Infolge des Russland-Ukraine-Krieges sind immer noch hohe Energie- und Kraftstoff­preise zu verzeichnen, wohingegen die Getreidepreise (insbesondere Weizen) im Vergleich zum Vorjahr wieder gesunken sind. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir durch die anhaltende Inflationslage nicht mit weiter sinkenden Rohstoff- und Transportkosten. Wir gehen davon aus, dass der Absatzmarkt aufgrund von bestehenden Verträgen stabil bleibt.

Zahlungsausfallrisiko

Wesentliche Zahlungsausfallrisiken bestehen aufgrund der eingerichteten internen Kontrollen sowie der Kundenstruktur (über 90 % an Konzerngesellschaften) nicht. Ebenso werden mögliche Liquiditätsrisiken durch das Liquiditätsmanagement und die Einbindung in den ARYZTA-Konzern vermieden.

3. Chancenbericht

Der Konsum von Tiefkühl-Backwaren ist im Laufe der Jahre stetig angestiegen. Seit 1992 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von 23,1 kg auf 49,4 kg im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. Die Fortführung dieses Trends vergrößert den Markt für ARYZTA.

Personalmangel und hohe Energiekosten sind Schmerzpunkte auf Seiten der professionellen Anwender von Tiefkühl-Backwaren. Mit tiefgekühlten Teiglingen, die in der Zubereitung auf die Bedürfnisse der Anwender abgestimmt sind, lässt sich der Personaleinsatz, im Vergleich zur rein handwerklichen Zubereitung, deutlich reduzieren.

4. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht bekannt. Insgesamt sehen wir die Chancen- und Risikosituation unserer Gesellschaft als ausgewogen an.

Durch die vorhandene Erfahrung aller Mitarbeiter, klare Strukturen in den Geschäftsprozessen und weiteren Potentialen im Produktions-, Logistik- und Vertriebsbereich, geht das Management von einer positiven Gesamtentwicklung der Gesellschaft aus.

Im zugrunde liegenden Rumpfgeschäftsjahr ergab sich eine Vielzahl kritischer externer Einflussfaktoren für den Lebensmittel-Markt im Allgemeinen und den Tiefkühlbackwaren-Markt im Speziellen. Als energieintensive Branche ist der Verlauf der Energiewende und die entsprechenden Energiepreise signifikant. Volatile Preise von Rohstoffen wie Weizen, Butter, Zucker und Ölsaaten wirken unmittelbar auf die Herstellungskosten von Backwaren. Insbesondere der Preis für den Rohstoff Kakao ist stark angestiegen. Des Weiteren sind für diesen Rohstoff in Zukunft Verfügbarkeitsengpässe möglich. Die Auswirkungen beider Risiken lassen sich in Form von Preisanpassungen und hoher Transparenz den Handelspartnern gegenüber reduzieren.

Aufgrund fehlender Fachkräfte zur Zubereitung von Backwaren und der stetig und in den letzten Jahren sogar noch stärker ansteigenden Nachfrage nach Tiefkühlbackwaren, scheint eine Sättigung des Marktes nicht in Sicht.

 

Gerolzhofen, den 29. April 2024

gez. Nigel Anthony Scully

gez. Klaus Fetkenheuer

HIESTAND DEUTSCHLAND GMBH

Die Geschäftsführung

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 10.05.2024 festgestellt.

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