Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 5153
Vorher
Petersberg 328. V V GmbH
Eingetragen
21.11.2005
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und Kraftfahrzeugzubehör einschließlich der Kraftfahrzeugreparatur sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Faust
seit 20.11.2025
Prokura
Franka Faust
seit 12.11.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Franka Faust
Carl-Pfeiffer-Straße 8, 01445 Radebeul
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Faust GmbH

Lutherstadt Wittenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Autohaus Faust GmbH ist seit dem 21. Februar 2006 mit dem Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugzubehör und -ersatzteilen, einschließlich der Kraftfahrzeugreparatur tätig.

2. Rahmenverträge

Es bestehen Händlerverträge der Marken Volkswagen-PKW und Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Serviceverträge der Marke Volkswagen, AUDI, Volkswagen Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen hat den Status Großkundenleistungszentrum Volkswagen PKW und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Ein weiterer Vertrag für den Kundendienst an Volkswagen Hybridfahrzeugen, Volkswagen Elektrofahrzeugen und Volkswagen Fahrzeugen mit Plug-In-Hybrid-Technologie wurde hinsichtlich der aktuellen Entwicklung abgeschlossen.

Das Unternehmen ist darüber hinaus Portfolio-Partner der Volkswagen Bank GmbH. Bereits seit dem 8. Dezember 2009 besteht diese Kooperationsvereinbarung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Entwicklung

Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung war auch 2023 stark abhängig von der Inflation und den zunehmenden Liefer- und Materialengpässen.

Die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 12%. Die Inflationsrate betrug 6,9 % und lag leicht unter Vorjahr 2022 (7,1 %).

Die Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen und die unkalkulierbaren Lieferfristen der Hersteller, bedingt durch den Halbleitermangel, waren immer noch die allgemeinen Schwierigkeiten der Branche im Jahr 2023.

Insgesamt wurden im Jahr 2023 3,7 Mio. PKW neu zugelassen. Das ist kein wesentlicher Anstieg zum Vorjahr (3,6 Mio. Neuzulassungen).

In der Kompaktklasse wurde das Modell VW Golf von Volkswagen am häufigsten neu zugelassen und war mit 81.100 Neuzulassungen der beliebteste PKW in Deutschland.

Bei den SUVs konnte der VW T-Rock die meisten Neuzulassungen verbuchen.

Im Jahr 2023 wurde bei den Neuzulassungen von Elektroautos ein Rekordwert erreicht. Im Verlauf des Jahres wurden 524.200 Elektrofahrzeuge (Vorjahr 470.559) zugelassen, mehr als jemals zuvor. Trotz der Kfz-Steuerreform im Jahr 2023, die den Ausstoß von CO-2 teurer macht, haben sich die Zulassungen von Benziner- und Dieselfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

Die Preise im Gebrauchtwagenmarkt im Jahr 2023 kletterten auf neue Spitzenwerte. Vor allem Mittelklasse-Modelle und ältere Fahrzeuge wurden im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich teurer. Zum Jahresende im November 2023 hat sich diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Die Preise stiegen hier um 18,6% im Vergleich zum Vorjahr.

Diese außergewöhnliche Entwicklung spiegelte sich besonders bei Verkauf von Leasingrückläufern wider. Viele Kunden übernahmen ihre Fahrzeuge, aufgrund der langen und ungewissen Lieferzeiten von Neuwagen.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Entwicklung wider.

Die Umsatzzahlen erhöhten sich aufgrund der vorgenannten Entwicklung im Jahr 2023 erneut auf 25,8 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR). Dieses Volumen setzt sich ausfolgenden Geschäftsfeldern zusammen:

11 % Neuwagenverkauf

57 % Gebrauchtwagenverkauf

14 % Verkauf von Ersatzteilen

15 % Kundendiensterlöse

2 % Vermietung von Euromobilfahrzeugen

1 % Provisionen Finanzdienstleistungen.

Das Unternehmen hat sich verstärkt auf das regionale Geschäft konzentriert und den Fokus zunehmend auf die Betreuung regionaler Großkunden, sowie Professional Class Kunden gerichtet, die vor allem das Werkstattgeschäft stärken.

Die Finanzdienstleistungsquote des Unternehmens bewegt sich bei 73 % und stellt damit einen nicht unerheblichen Ergebnisbeitrag im Vertrieb dar.

Das Unternehmen ist Portfolio Partner der VW Bank GmbH:

Die Quote der abgeschlossenen Wartungs- und Verschleißverträge bei gewerblichen Großkunden liegt bei 55 %. Dadurch ist die Werkstattauslastung abgesichert, da die Kunden damit eine sogenannte Flatrate für die anfallenden Reparaturen haben. Das Unternehmen gehört damit zu den Top Finanzdienstleitern in der Region Ost.

Im Servicebereich konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Erhöhung der Produktivität in Verbindung mit der Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. Durch die Einführung von attraktiven Prämienmodellen für die Mitarbeiter war es möglich, die Produktivität im Service zu erhöhen.

Das Unternehmen ist unverändert bestrebt, seinen Mitarbeiterstamm zu halten und beteiligt sich an der betrieblichen Altersvorsorge und zahlt Familien einen Zuschuss für den Kindergartenbeitrag.

Als Großkundenleistungszentrum verfügt das Unternehmen über ausgeprägte Kompetenzen in der Fachberatung von Fuhrparkentscheidern, sowie über das Controlling und der Verwaltung von Fuhrparks und Fuhrparkmanagementssystemen. Dieses Leistungsspektrum ist nur mit absolut kompetenten Mitarbeitern darzustellen.

Die Kundenzufriedenheit konnte so im Geschäftsjahr auf einem hohem Niveau gehalten werden. Sie lag bei 103 Punkten, der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 102 Punkten und somit Benchmark.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss von 304,2 TEUR erreicht werden. Die Umsatzrendite lag bei 1,2 % (Vorjahr 1,3 %).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme durch die Zunahme des Warenbestandes erhöht. Im gleichen Maße stiegen die Verbindlichkeiten der Einkaufsfinanzierung.

Die Bilanzsumme in Höhe von 11,7 Mio. EUR setzt sich zu 1,6 Mio. EUR aus Anlagevermögen und zu 10,1 Mio. EUR aus Umlaufvermögen zusammen.

Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen wurden in Höhe von 10,0 TEUR gebildet.

Das Eigenkapital beträgt 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss von 304,2 TEUR wurde vollständig thesauriert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 13,1% (Vorjahr: 10,9%).

Rückstellungen wurden unter Beachtung der kaufmännischen Vorsicht sowie sämtlicher Risiken in Höhe von 148,0 TEUR eingestellt.

Finanzlage

Die Gesellschaft verfügte im Jahr 2023 jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven. Finanzierungslinien für den Einkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sind in ausreichendem Maße verfügbar.

Geeignete Instrumente zur Liquiditätssteuerung und -optimierung sind vorhanden und auch wirksam. Kundenforderungen werden im Allgemeinen zeitnah beglichen, Forderungsausfälle sind nur in wenigen Fällen zu verzeichnen. Die Gesellschaft verfügt über ein funktionierendes Forderungsmanagement und Mahnwesen.

Planmäßige Kredittilgungen wurden vorgenommen. Es kann von einer stabilen Liquiditätslage ausgegangen werden. Allen Zahlungsverpflichtungen konnte fristgerecht nachgekommen werden.

Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Fahrzeugbestandes bestanden zum Ende des Jahres gegenüber der Volkswagen Bank, der Santander Bank und der BDK Bank.

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde weiter an der Modernisierung des It-Netzwerkes gearbeitet. Die Umsetzung des Workflows bis hin zur elektronischen Rechnungslegung und die Einführung eines neuen Dealer Management Systems VAUDIS X ist für das Jahr 2024 geplant. Damit werden die betrieblichen Organisationsabläufe erheblich optimiert und transparenter gemacht.

Ertragslage

Das Unternehmen konnte in diesem Jahr aufgrund der guten Auftragslage eine Umsatzsteigerung erreichen und schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 25,8 Mio. EUR ab.

Die Personalkosten stiegen auf 2,2 Mio. EUR im Berichtszeitraum aufgrund der adäquat ansteigenden Auftragslage um 492,2 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich auf 214,9 TEUR.

Der Zinsaufwand stieg aufgrund des hohen Zinsniveaus auf 438,7 TEUR (Vorjahr: 296,1 TEUR) und erhöhte sich dabei deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Die Gesellschaft erzielte ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis in Höhe von 304,2 TEUR (Vorjahr 284,2 TEUR).

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht

Auf Grund der bereits globalen abgeschwächten Konjunktur, bedingt durch die Pandemie und die ungewissen Lieferströme, haben sich die Risiken für unser Unternehmen grundsätzlich erhöht.

Marktanalysten prognostizieren in Deutschland bei Neuzulassungen einen Rückgang um 10%. Diese Entwicklung wird sich verschärfen, je länger die Lieferschwierigkeiten das Verkaufen erschweren.

Im Wesentlichen konzentriert sich unser Unternehmen um den ausreichenden Zukauf von Waren und um die Wahrung ausreichender Liquidität.

Derzeit bestehen seitens der Kundschaft große Unsicherheiten, welche Antriebskonzepte sich zukünftig im Markt etablieren werden. Selbst wenn der derzeitige Verkauf von Fahrzeugen mit Elektro- bzw. Hybridantrieb gut funktioniert, stellt sich für uns die Frage, wie die Situation nach Auslauf der stattlichen Fördermöglichkeiten zum 31.12.2024 aussieht.

Bereits in Vergangenheit war es immer strategisches Unternehmensziel, Risiken zu minimieren.

Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses konnte das Unternehmen jedoch kein Absatzrisiko erkennen. Der Auftragseingang liegt derzeit bei 110 % Zielerfüllung.

Die Rabatte, halten sich derzeit bei der aktuellen Liefersituation ins Grenzen, was sich natürlich positiv auf die Roherträge auswirkt.

Prämienaktionen bei Neuwagen seitens des Herstellers sind derzeit nicht zu erwarten aufgrund der Lieferengpässe. Die Entwicklung ist derzeit nicht absehbar.

Die sich weiter verringernde Wartungs- Reparatur- und Instandsetzungsintensität neuerer Fahrzeuge, sowie die Entwicklung der Abwanderung älterer Fahrzeuge in freie Werkstätten stehen jedoch auch Kompensationschancen gegenüber.

Bedingt durch den Großkundenstatus und der Steigerung des Flottengeschäftes, insbesondere mit Wartungs- und Inspektionsverträgen, wird eine Werkstattbindung für unser Haus gesichert.

Ferner werden durch die weiter steigende Komplexität der Fahrzeuge, durch die CAR-IT Systeme (wie Assistenzsysteme, Hard- und Softwareskills, sowie Vernetzungstechnologien) die Reparaturpotentiale weiter zu nehmen und freie Werkstätten an ihre Leistungsgrenzen bringen. Perspektivisch werden sich die Investitionen in qualifiziertes Fachpersonal und hoch moderne technische Ausstattung hier tragen.

Der Schadenssteuerung von Versicherungsgesellschaften muss künftig sensibel entgegengetreten werden. Mit einem professionellen Unfallschadensmanagement muss hier das Niveau gehalten und alle Chancen gewahrt werden, Potentiale auch zukünftig zu heben.

Im Rahmen der allgemeinen Forderungsausfallrisiken sind im Geschäftsjahr entsprechende Wertberichtigungen auf Altforderungen vorgenommen worden, hinsichtlich des laufenden Geschäftes sind keinerlei größere uneinbringliche Forderungen entstanden. Die Kundenforderungen wurden mit der üblichen Wertberichtigung bewertet.

Personalseitig sieht sich die Gesellschaft auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen Rückgang an Fachkräften eingestellt. Die vorgesehenen Ausbildungsplätze im mechanischen und kaufmännischen Bereich konnten jeweils mit qualitativ guten Auszubildenden besetzt werden.

2. Chancenbericht

Der eröffnete Veränderungsprozess bietet unserem Unternehmen auch weiterhin Chancen zur Kostenoptimierung und gleichzeitig aber auch neue Ertragspotentiale.

Parallel dazu sehen wir uns mit unserer regionalen Ausrichtung und dem breit aufgestellten Leistungsangebot auch weiterhin als wichtigen Vertriebspartner des Volkswagen-Konzerns im sächsischen Marktgebiet.

Auch im Jahr 2024 wird das Unternehmen im Verkauf von Neuwagen weiter unter Druck stehen. Gerade der private Einzelkundenmarkt, bei der Volumenmarke Volkswagen PKW, erholt sich nach unserer Meinung nur sehr langsam von den Folgen der Verunsicherung durch Diesel-Gate und E-Mobilitätsentwicklung. Dennoch sehen wir der Geschäftsentwicklung positiv entgegen.

Im Bereich der regionalen Firmenkunden, bedingt durch den Status Großkundenleistungszentrum ergeben sich für das Unternehmen viele Vertriebschancen für die kommenden Jahre. Hier stehen besonders Firmenkunden der Region im Fokus, die bislang noch nicht aktiv im Außendienst betreut wurden. Der derzeitige Wirtschaftswachstumskurs in der Region lässt hier noch einige Potentiale erkennen.

Durch die zahlreichen verkauften Fahrzeuge und die Marktposition, die sich das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren erarbeitet hat, konnten kontinuierlich zufriedene Kunden gewonnen werden. Insofern blickt das Unternehmen mit positiven Erwartungen in die Zukunft.

3. Gesamtaussage

Wichtiges Instrument zur Steuerung von Risiken ist ein regelmäßiges strukturiertes Berichtswesen.

Im Unternehmen finden wöchentliche Reportings der Abteilungsleiter statt, bei denen die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert wird, sodass eine zeitnahe Reaktion erfolgen kann.

Das Unternehmen ist somit jederzeit nach den Standards der VW AG prüfbereit.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, welches ergänzend konsequent durch eine Anwaltskanzlei betreut wird.

V. Ausblicke auf das Geschäftsjahr 2024

Durch die anhaltend hohe Nachfrage im Gebrauchtwagenbereich, sowie das derzeit hohe Preisniveau ergibt sich eine spürbare Verringerung des Verlustrisikos.

Um unsere Unternehmensziele zu erreichen, werden wir weiterhin mit hohem Engagement und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln in sämtlichen Geschäftsfeldern versuchen, die Situation weiterhin positiv zu gestalten.

Die künftige Entwicklung kann weiterhin von Vertriebsstrukturveränderungen der Hersteller oder Veränderungen der wirtschaftlichen Lage des Gesamtmarktes beeinflusst werden. Natürlich werden auch wir uns dieser Situation stellen. Das Management wird auch künftig in der Lage sein, sich auf neue äußere und innere Bedingungen einzustellen und kurzfristig auf neue Herausforderungen zu reagieren.

Die Kostenkontrolle und Kosteneinsparung werden auch im Jahr neuem Geschäftsjahr absolute Priorität haben. Mit neuen Geschäftsfeldern wie die Mehrmarkenoffensive beschreitet das Unternehmen neue Wege um für die Kunden interessant zu bleiben.

Wir sehen uns nach wie vor gut gerüstet, um die anstehenden Aufgaben in einem herausfordernden Markt- und Branchenumfeld zu meistern. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass wir mit unserer begonnenen Optimierungsstrategie den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Ferner hat die Entwicklung der Elektrofahrzeuge volle Fahrt aufgenommen und der Hersteller wird mit Modellen wie dem neuen ID 2, den ID-BUZZ GTX und dem IF. 7 bezahlbare Elektrofahrzeuge mit Reichweiten von 600-700 km auf den Markt bringen. Auch der neue T-Cross, der neue VW Tayron und der vor allem neue T 6 werden in 2024 Erfolgsgaranten.

Bedingt durch Lieferschwierigkeiten bleibt trotzdem abzuwarten, wie sich das Jahr 2024 entwickeln wird. Bislang konnten die Umsätze konstant und das Betriebsergebnis im positiven Bereich gehalten werden.

Insofern wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiterhin als stabil betrachtet.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält eine Zweigniederlassung in Jessen, Arnsdorfer Reihe 9. Es besteht dort ein Volkswagenservicevertrag, sowie der ein Standort als Welt Auto Partner.

Vorwiegend werden dort regionale Kunden betreut aus Jessen und dem Umland. Der Zuwachs der Zweigniederlassung konnte seit der Übernahme 2011 beständig gesteigert werden.

Mit dem Ausscheiden eines bestehenden Volkswagen Vertriebspartners im Markt Wittenberg und eines weiteren Volkswagen Partners in Treuenbrietzen, eröffnet sich ein großes Kundenpotential.

Der Landkreis Wittenberg umfasst ca 120.000 Einwohner. Durch konsequente Aquise und Marktbearbeitung werden wir entgegen dem Trend, absolut auf Wachstum ausgelegt sein. Im Umkreis von 50 km befindet sich kein Intrabrand, so dass stabile Preise zukünftig am Markt durchgesetzt werden können.

 

Wittenberg, 12. Dezember 2024

gez. Franka Faust, Geschäftsführerin

gez. Olaf Aßmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.634.231,37 2.396.238,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 1.634.179,37 2.396.186,21
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 411.729,37 428.692,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.222.450,00 1.967.493,84
III. Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 10.056.804,21 8.852.747,26
I. Vorräte 6.694.049,34 5.739.091,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.213.776,26 2.534.221,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.148.978,61 579.434,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 240,00 6.150,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.691.275,58 11.255.135,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.531.363,83 1.227.137,30
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.202.137,30 917.975,26
III. Jahresüberschuss 304.226,53 284.162,04
B. Rückstellungen 148.000,00 93.700,00
1. sonstige Rückstellungen 147.200,00 93.700,00
C. Verbindlichkeiten 10.011.911,75 9.934.298,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.745.469,89 8.329.518,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 334.408,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.266.441,86 1.270.371,40
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.691.275,58 11.255.135,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.630.554,74 4.112.576,72
2. Personalaufwand 2.151.041,88 1.658.756,17
a) Löhne und Gehälter 1.746.153,07 1.346.089,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 404.888,81 312.666,35
davon für Altersversorgung 73.656,00 53.656,00
3. Abschreibungen 214.908,64 206.426,73
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 214.908,64 206.426,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.389.443,91 1.516.447,77
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.932,55 -2.435,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 438.741,92 296.057,39
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 126.354,58 129.759,96
8. Ergebnis nach Steuern 315.996,36 302.692,87
9. sonstige Steuern 11.769,83 18.530,83
Jahresüberschuss 304.226,53 284.162,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Autohaus Faust GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergaben sich nicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in § 267 HGB umschriebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Es wurde die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB angewendet, da die Gesellschaft für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Faust GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lutherstadt Wittenberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Register-Nr.: HRB 5153

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden gleichfalls mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung betrifft die Genossenschaftsanteile bei der Volksbank Elsterland eG.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Forderungen 200.946,90 166.614,87
Verbindlichkeiten 11.919,27 483.904,44

Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen nicht.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Boni erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 145.312,50 Euro (Vorjahr: 726.091,94 Euro); davon

- gegenüber Kreditinstituten 145.312,50 Euro (Vorjahr: 242.187,50 Euro),

- gegenüber der Gesellschafterin 0,00 Euro (Vorjahr: 483.904,44 Euro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 6.689,6 TEuro.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Eintragung von Grundschulden auf Grundstücke

- selbstschuldnerische Bürgschaften

- Sicherungsübereignungen

- Pfandrechte

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 7.806.533,16 Euro (Vorjahr: 8.744.590,38 Euro), davon

- gegenüber Kreditinstituten 7.171.703,10 Euro (Vorjahr: 7.623.714,96 Euro),

- aus Lieferungen und Leistungen 297.660,48 Euro (Vorjahr: 306.784,01 Euro),

- gegenüber der Gesellschafterin 11.919,27 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro),

- aus Steuern 48.211,05 Euro (Vorjahr: 86.325,96 Euro),

- gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 Euro (Vorjahr: 334.408,46 Euro),

- sonstige Verbindlichkeiten 277.039,26 Euro (Vorjahr: 393.356,99 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 2.060.066,09 Euro (Vorjahr: 463.615,85 Euro); davon

- gegenüber Kreditinstituten 428.454,29 Euro (Vorjahr: 463.615,85 Euro),

- sonstige Verbindlichkeiten 1.631.611,80 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet- und Pachtzahlungen in Höhe von jährlich 115 TEuro und sonstige Mieten und Leasinggebühren für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von jährlich 79 TEuro.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 114.667,77 Euro enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten "Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte) betrug 63.

Namen der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführerin: Franka Faust, Diplom Kauffrau Geschäftsführer: Olaf Aßmann, Maschinenbauer

Vergütungen der Geschäftsführung

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bisher nicht berücksichtigt sind, eingetreten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 304.226,53 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.506.363,83 Euro, der zu verwenden ist.

Der Bilanzgewinn von 1.506.363,83 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wittenberg, 12. Dezember 2024

gez. Franka Faust, Geschäftsführerin

gez. Olaf Aßmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.015,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.015,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.015,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.015,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 542.553,53 0,00 0,00 4.681,00 0,00 537.872,53
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.248.157,48 886.883,64 0,00 1.566.900,55 0,00 1.568.140,57
Summe Sachanlagen 2.790.711,01 886.883,64 0,00 1.571.581,55 0,00 2.106.013,10
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Anlagevermögen 2.791.776,01 886.883,64 0,00 1.571.581,55 0,00 2.107.078,10
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1.013,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.013,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.013,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.013,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.861,16 13.454,00 0,00 1.172,00 0,00 126.143,16
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 280.663,64 201.454,64 0,00 136.427,71 0,00 345.690,57
Summe Sachanlagen 394.524,80 214.908,64 0,00 137.599,71 0,00 471.833,73
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 395.537,80 214.908,64 0,00 137.599,71 0,00 472.846,73
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 0,00 2,00 2,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00 2,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 411.729,37 428.692,37
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.222.450,00 1.967.493,84
Summe Sachanlagen 0,00 1.634.179,37 2.396.186,21
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 0,00 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.634.231,37 2.396.238,21

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.01.2025 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Autohaus Faust GmbH, Lutherstadt Wittenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Faust Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Faust Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 12. Dezember 2024

Dr. Heide & Noack PartGmbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heike Noack, Wirtschaftsprüferin

Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

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