Glasergewerbe
Molkerei Lamstedt eG
LamstedtStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Haak seit 6.6.2024 | Vorstandsmitglied |
Hannes Buck seit 6.6.2024 | Vorstandsmitglied |
Jörn Uwe Dr. Starcke seit 30.4.2024 | Prokura |
Jörg Offermann seit 15.8.2016 | Vorstandsmitglied |
Carsten Beckmann seit 20.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Harald Buck seit 20.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Molkerei Lamstedt eGLamstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Molkerei Lamstedt eG, LamstedtI. Geschäftsmodell Die Molkerei Lamstedt verarbeitet und vermarktet die von den Kühen ihrer Mitglieder erzeugte Milch. Der Verwertungserlös abzüglich der Aufwendungen geht als Milchgeld an die Milcherzeuger weiter. Die Mitglieder/Milcherzeuger sind im Landkreis Cuxhaven (25 km Radius um Lamstedt) ansässig. In Lamstedt unterhält die Molkerei eine Betriebstätte in der die Rohmilch zu Butter, Sahne, Trinkmilch, Sauermilchprodukten und Magermilch verarbeitet wird. Die Magermilch und wesentliche Teile der Rohmilch werden an die DMK Deutsche Milchkontor eG (DMK eG) und die Milchliefergenossenschaft Fallingbostel eG verkauft. Erfassung und Auslieferung der Milch und der übrigen Produkte erfolgen hauptsächlich mit dem molkereieigenen Fuhrpark. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche • Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des Ukraine-Konflikts und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Infolge dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen, die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse vom andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel und den großen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. Als Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Nach einem kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank deutlich um 1,7 %. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Mio. Menschen im Vorjahr auf 2,6 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % jedoch nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Mio. Menschen. • Branche Nach dem stark volatilen Marktverlauf mit sehr großen Preis- und Kostensteigerungen im Vorjahr bewegte sich das Marktgeschehen 2023 wieder in Richtung Normalität. Obwohl die Preise für Milch und Milchprodukte wie auch die Kosten für Energie und Betriebsmittel vor allem in der ersten Jahreshälfte teilweise deutlich nachgaben, blieben sie auf einem im längerfristigen Vergleich höherem Niveau. Das Wachstum der weltweiten Milchproduktion hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas beschleunigt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erwartet einen Anstieg um 1,3 % auf 950 Mio. t Milch (Vorjahr +0,6 %). Der Welthandel dürfte nach den Prognosen im Jahr 2023 etwa 84 Mio. t Milchäquivalent erreichen und damit erneut um rd. 1,0 % schrumpfen. Der Rückgang beruht auf geringeren Importen in Asien, vornehmlich Chinas, sowie steigender Inlandsproduktion und höheren Vorräten eingeführter Produkte. In der Europäischen Union (EU) sind mit den hohen Milchpreisen Ende 2022 und in der ersten Jahreshälfte 2023 größere Milchmengen angeliefert worden, bevor ab Jahresmitte die Vorjahreslinie unterschritten wurde. Im gesamten Kalenderjahr dürfte das Milchaufkommen mit rd. 144,5 Mio. t die Anlieferungsmenge des Vorjahres knapp erreicht haben. Damit stagnierte die Produktion im dritten Jahr in Folge. Steigerungen der Milchmengen ergaben sich vor allem in Polen, Deutschland und den Niederlanden, während in Frankreich, Irland und Italien ein Rückgang des Milchaufkommens zu verzeichnen war. In Deutschland blieb die Milcherzeugung erst ab November hinter der Vorjahreslinie zurück. Für das Jahr 2023 dürfte sich insgesamt ein Plus von 1,4 % zeigen. Damit erreichte die Anlieferungsmenge rund 31,5 Mio. t. Gleichzeitig stiegen die Inhaltsstoffe der Rohmilch etwas an, womit den Molkereien mehr Milchfett und -eiweiß zur Verarbeitung zur Verfügung stand. Nachdem im Vorjahr die Preise an den Märkten für Milchprodukte Rekordwerte erreicht hatten, kam es beginnend ab Herbst 2022 bis in die erste Jahreshälfte 2023 hinein vor dem Hintergrund eines wieder höheren Angebots bei gleichzeitig preisbedingt schwächerer Nachfrage zu deutlichen Korrekturen nach unten. Die private Nachfrage der deutschen Verbraucher litt weiterhin unter der gestiegenen Inflation. Lediglich bei Butter, Käse aus der Selbstbedienung und Joghurt konnten höhere Absatzmengen erreicht werden. Den gesunkenen Preisen für Milchprodukte folgend, gingen auch die Milcherzeugerpreise zurück. Dabei zeigten sich in Abhängigkeit von der Produktionsausrichtung der Molkereien und auch regional größere Spreizungen in den Auszahlungsmöglichkeiten. Im Bundes- und Jahresdurchschnitt dürfte nach dem im Vorjahr erreichten Rekordwert der Preis für konventionelle Milch ab Hof bei voraussichtlich rd. 45 ct/kg liegen. Dies bedeutet ein Rückgang um ca. 8 Cent oder 15 % gegenüber dem Vorjahr. Das Preisniveau war im längerfristigen Vergleich weiterhin weit überdurchschnittlich. 2. Geschäftsverlauf der Molkerei Lamstedt • Rohstoffbeschaffung
Die Versorgung mit Rohmilch wird durch 126 Milchlieferanten (Stand 31.12.) auch in der Folgezeit gesichert. • Produktion (Rohstoffeinsatz)
Der gesteigerte Rohmilcheingang von den Milcherzeugern wurde vollständig der Versandmilch zugeführt. • Umsatzentwicklung
Infolge des Rückgangs der allgemeinen Marktpreise für Versandmilch und Milchprodukte gegenüber dem Rekordjahr 2022 ist der Umsatz in diesem Bereich um knapp 17 % gesunken. Die Transport- und sonstigen Erlöse konnten um 1,6 % gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen auf den um 1,5 % gestiegenen Rohmilcheingang zurückzuführen, der in gleichem Maße eine Ausdehnung der mit dem eigenen Fuhrpark transportierten Versandmilchmilchmenge zur Folge hatte. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Der Vorstand ist mit der geschäftlichen Entwicklung der Genossenschaft vor dem Hintergrund der Marktverhältnisse zufrieden. Die im Vorjahr getroffenen Prognosen waren zutreffend. III. Wirtschaftliche Entwicklung 2023 1. Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage Auf Geschäftsguthaben und nachrangige Genussrechte, die die Genossenschaft bei der DMK eG unterhält, sowie auf Forderungen an die DMK eG entfallen rund drei Viertel der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote der Molkerei Lamstedt belief sich am 31. Dezember 2023 auf 44,0 % der Bilanzsumme. (Vorjahr: 39,5 %). Unter Berücksichtigung stiller Reserven (pauschale Wertberichtigungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Vorsorge (§ 253 Abs. 4 HGB a.F.)) betrug das wirtschaftliche Eigenkapital (inklusive langfristigem Kapital) der Genossenschaft 9,2 Mio. EUR. Das Anlagevermögen wird zu 98,7 % (Vorjahr 96,4 %) fristenkongruent durch Eigenkapital und langfristige Verpflichtungen (Pensionsrückstellungen) finanziert. Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 211 TEUR entfielen insbesondere auf ein Tanksammelwagen-Fahrgestell mit Aufbau, einen Tankanhänger und einen Rohmilchtank. Die Investitionen dienen vorrangig dem Ersatz abgenutzter Gegenstände. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte jeweils aus eigenen Mitteln. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 1.699 TEUR vermindert. Die Höhe der Sommermilchrückstellung (19,0 % der Bilanzsumme) ist gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um 360 TEUR vermindert. Die um 1.140 TEUR verminderten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen insbesondere gegenüber den Milchlieferanten und Mitgliedern der Genossenschaft. Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der Molkerei Lamstedt werden jeweils sehr gut bewertet. 2. Ertragslage
Gesamtleistung und Materialaufwand sind um 16,2 bzw. 17 % gesunken. In der Folge konnte das Rohergebnis um 2,2 % gesteigert werden. Vom Materialaufwand entfielen 98,8 % auf das Milchgeld. Die Sommermilchrückstellung zur Wintermilchstützung hat sich gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um TEUR 360 vermindert. 2023 beschäftigte die Genossenschaft im Durchschnitt 29 Arbeitnehmer in Vollzeit, 12 Arbeitnehmer in Teilzeit und 1 Auszubildenden. Ursachen für den Anstieg des Personalaufwands um 11,5 % waren sowohl die tarifliche Erhöhung der Entgelte, die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie als auch umfangreichere Aufwendungen für die Altersversorgung. Der Aufwand für Treibstoffe und Energie ist 2023 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Auszahlungspreis der Genossenschaft für Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß - ohne Umsatzsteuer - betrug 2023 43,36 Ct/kg. Die Mitglieder haben damit 2023 einen Milchpreis erhalten, der nach Schätzung des Vorstands über dem Landesdurchschnitt von Niedersachsen liegt, in dem Zuschläge für GVO-freie Milch, Weidehaltung und Tierwohl enthalten sind. Die Ertragslage der Molkerei Lamstedt ist geordnet. IV. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht. V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht • Prognose Das Jahr 2024 ist mit heftigen Demonstrationen der Landwirte für verlässliche Rahmenbedingungen und Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft gestartet. Neben politischer Verlässlichkeit wünscht sich die Land- und Ernährungswirtschaft wertschöpfende Wertschätzung durch die Verbraucher, die ihrerseits mit allgemein hohen Teuerungsraten zu kämpfen haben. Zwei Jahre mit überdurchschnittlichen Milchpreisen (2022 und 2023) haben deutlich gestiegene Produktionskosten in der Milcherzeugung mit sich gebracht. Die Politik der Europäischen Union wandelt sich von einer Marktordnungs- zu einer Nachhaltigkeitspolitik. Diese lässt die Produktionskosten in der Milcherzeugung genauso weiter steigen wie gesellschaftliche Forderungen und die Zunahme an Extremwetterlagen. Gleichzeitig dämpfen die genannten Einflussfaktoren die Milchproduktion. Es ist zu erwarten, dass das Milchaufkommen in Deutschland und der EU weiter stagnieren wird. Auf der Nachfrageseite erhöht eine schwächere Nachfrage aus China den Wettbewerb am Weltmarkt und damit auch auf dem dauerhaft umkämpften deutschen Markt. Während die Verwertungen der Magermilch zunehmend schwächeln, zeichnen sich für das Milchfett zunehmend Chancen ab. Das Milchaufkommen der Lamstedter Milcherzeuger wird ähnlich stagnierend wie in Deutschland erwartet. Diskussionen über die Zukunft der Moorflächen und künftige Verbraucheranforderungen dämpfen die Stimmung. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung geht eine Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung der Molkerei einher. Das Jahr 2024 wird im Zeichen von Investitionsüberlegungen und -planungen stehen. Das Versandmilchgeschäft wird weiterhin die tragende Rolle spielen. Gleichzeitig sollen das Industrie- und Großkundengeschäft sowie die regionale Vermarktung der eigenen Produktpalette ausgebaut werden. 2024 wird der Milchauszahlungspreis im Jahresmittel auf vergleichbarem Niveau wie 2023 erwartet. · Risiko- und Chancenbericht Im Versandgeschäft besteht Sicherheit durch solide Verträge mit verlässlichen Marktpartnern. Zusätzliche Instrumente wie Preisabsicherungsmodelle über die Warenterminbörse oder durch feste Kontrakte sollen das Risikomanagement ergänzen. Eine Zertifizierung nach IFS (International Food Standard) soll die Sicherheit der Produktion festigen und die Molkerei Lamstedt als Lieferant hochwertiger Produkte für Marktpartner attraktiver machen. Das zentrale Ziel des Risikomanagements ist die nachhaltige Existenzsicherung und Stärkung der Leistungsfähigkeit der Molkerei Lamstedt eG. Produktionsrisiken wirken wir durch ein Qualitätssicherungssystems (HACCP) entgegen. Als zentrale Risiken des Unternehmens wurden das Marktpreisänderungsrisiko (volatiler Milchpreis), das Beschaffungsrisiko (Anlieferungsmenge), das Forderungsausfallrisiko, sowie das Liquiditätsrisiko (aus Investitionen und laufenden Geschäften) identifiziert. Allgemeine betriebliche Risiken bestehen im Produktions- und Verwaltungsprozess. Produktionsrisiken wirken wir durch ein Qualitätssicherungssystem (HACCP) entgegen. Zur Minderung allgemeiner Betriebsrisiken bestehen Versicherungen, die nach Bedarf angepasst werden. Das Marktpreisrisiko wird durch eine Orientierung der Milchgeldauszahlung insbesondere an der Nettoverwertung begrenzt. Das Risiko wegfallender Milchmengen wird neben einer wettbewerbsfähigen Milchgeldauszahlung durch satzungsbedingte Kündigungsfristen und eine serviceorientierte Mitgliederbetreuung begrenzt. Darüber hinaus wird die Milchversorgung durch Aufnahme von neuen Mitgliedern und Milcherzeugern gestärkt. Zur Sicherung der notwendigen Liquidität bestehen Rücklagen, die in Form sicherer Anlagen verzinst sind. Chancen und Risiken der Molkerei Lamstedt eG sind eng mit der Entwicklung ihrer Geschäftspartner verbunden. Die intensivste Bindung besteht zum Deutschen Milchkontor (DMK eG) sowie zur Milchliefergenossenschaft (MLG) Fallingbostel. Bei beiden Geschäftspartnern ist der Lamstedter Geschäftsführer in Gremien vertreten (dmk-Beirat und Aufsichtsrat der MLG), um die Geschicke der Marktpartner zu verfolgen und bei Bedarf Einfluss zu nehmen.
Lamstedt, 25. April 2024 Molkerei Lamstedt eG Der Vorstand: H. Buck K. Popp C. Beckmann M. Buck J. Offermann Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den im Jahresabschluss enthaltenen Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands, der den Vorschriften der Satzung entspricht.
Lamstedt, 25. April 2024 Uwe Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestandteile Jahresabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die Molkerei Lamstedt eG mit Sitz in Lamstedt ist registriert beim Amtsgericht in Tostedt und eingetragen unter der Registriernummer GnR 110006. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich in Vorjahren vorgenommener planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bauten und bewegliche Anlagegegenstände sowie im Bau befindliche Anlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf sie wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden wie bisher im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bewertet. Vorräte wurden in der Regel mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Forderungen wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Die Abschreibungen im Sinne des § 253 Abs. 4 HGB a.F. belaufen sich unverändert auf 1,1 Mio. EUR. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen wurden nach der Teilwert-Methode auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) berechnet. Zugrunde gelegt wurden ein Rechnungszins von 1,83 % (gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung) sowie ein Gehalts- und Rententrend von jeweils 2,5 %. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen fiktiv um 3,50 % erhöht. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre - gegenüber der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre - resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 17,4 TEUR. Der Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für Ausschüttungen gesperrt. Die übrigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben, ermittelt gemäß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Aufwandsrückstellungen für Sanierungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR wurden beibehalten. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr. Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten: Vorsteuer Milchgeld Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Großreparaturen sowie molkereispezifische Rückstellungen enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Betrag und Art der in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen periodenfremden Erträge:
Im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr 41 TEUR) enthalten. Dabei wurde der Ertrag aus der Zinsänderung (10,8 TEUR) mit dem Aufwand aus der Abzinsung (23,3) verrechnet. E. Sonstige Angaben Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde durchschnittlich 1 Auszubildender beschäftigt. Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genoverband e.V. Karl-Wiechert Allee 76a 30625 Hannover Mitglieder des Vorstandes Harald Buck (Vorsitzender), Klaus Popp, Carsten Beckmann, Martin Buck, Jörg Offermann Manfred Tiedemann (bis 31. Dezember 2023) Mitglieder des Aufsichtsrates Uwe Müller (Vorsitzender), Marco Dammann, Norbert Badura, Holger Möller, André Heitmann, Thomas Klemp, Olaf von Kamp
Lamstedt, 25. April 2024 Molkerei Lamstedt eG Der Vorstand: H. Buck K. Popp C. Beckmann M. Buck J. Offermann Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 07.05.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. |
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