Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
SUMIDA flexible connections GmbH
Agathe-Zeis-Straße 5, 01454 Radeberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Schiefer seit 22.2.2023 | Geschäftsführer |
Sabine Pelz seit 6.1.2010 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUMIDA flexible connections GmbHRadebergJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis: 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 3. Prognose- und Chancenbericht 4. Risikobericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.1.1. Organisatorische Struktur Die SUMIDA flexible connections GmbH mit Sitz in Radeberg gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokyo/Japan. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der SUMIDA AG, Obernzell. 1.1.2. Produkte und Geschäftsbereiche Die SUMIDA flexible connections GmbH hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von flexiblen Verbindungssystemen für komplexe elektrische und elektronische Anwendungen spezialisiert. Die Gesellschaft gehört zu den bedeutenden Herstellern flexibler Verbindungssysteme für komplexe elektrische und elektronische Anwendungen in Europa. Unsere Philosophie ist es, neben dem weiteren Ausbau der FFC-Produktpalette stärker als Systemlieferant auf dem Markt aufzutreten und durch die Kombination vielfältiger Produktionsprozesse komplette Baugruppen aus einer Hand mit einer höheren Wertschöpfung anzubieten. Kontinuierliche Fertigungsverfahren ermöglichen für kleine und große Serien immer eine passende wirtschaftliche Lösung. Die Bestückung der Bauelemente und die Baugruppenprüfung sind Aufgaben, die von SUMIDA flexible connections GmbH kompetent gelöst werden. 1.1.3. Absatzmärkte Die nachstehend dargestellte Entwicklung in den Branchen wirkte sich auch auf die SUMIDA flexible connections GmbH aus. Im Jahr 2023 stieg der Umsatz um 2,1% gegenüber dem Vorjahr. Der stärkste Anstieg erfolgte dabei in den Produktgruppen Flexible Board Connections mit einer Steigerung um 3,2%-punkte und Flexible Moduls, wo eine Steigerung um 1,5%-punkte erzielt werden konnte. Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsbereichen erzielt:
Zu den größten Abnehmern von SUMIDA-Produkten zählte im Geschäftsjahr die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Außerdem wurden Industriekunden aus den Bereichen Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie der Elektrogeräte- und Medizintechnik beliefert. Unsere wichtigsten Absatzregionen waren Deutschland, Europa, Asien und der nordafrikanische Wirtschaftsraum. Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erzielt:
1.1.4. Externe Einflussfaktoren Die Gesellschaft sieht sich dem harten globalen Wettbewerb in der Elektronikbranche, insbesondere auch wegen des hohen Automotivanteils, ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Umsatzentwicklung waren die durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise, die hohe Inflation im Europäischen Wirtschaftsraum und die sich vor allem in Deutschland verstärkende Rezession. An dieser Stelle sei auch auf die Ausführungen in den Abschnitten 2.1. und 2.2. verwiesen. 1.2. Forschung und Entwicklung Der künftige Erfolg von SUMIDA flexible connections GmbH wird maßgeblich von der Entwicklung neuer Produkte und Technologien geprägt. Aus diesem Grund wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Jahr 2023 in Höhe von 829 TEUR (Vorjahr: 558 TEUR) geleistet, davon 28,8% externe Kosten und 71,2% interne Kosten. Im Jahr 2023 beschäftigte das Unternehmen 8 Mitarbeitende (im Vorjahr 6) in der Produktentwicklungsabteilung. Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit waren:
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 2.1.1. Gesamtwirtschaft Die Weltwirtschaft konnte im Kalenderjahr 2023 nur moderat zulegen, zeigte sich angesichts zahlreicher belastender Faktoren aber bemerkenswert widerstandsfähig. Die positiven Effekte aus der Phase der Erholung von der Pandemie sind weitgehend abgeschlossen. Rohstoff- und Energiepreise sind gesunken, Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und steigender Lohn- und Gehaltsanpassungen inzwischen wieder. Dennoch zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung derzeit noch nicht ab. Angesichts der Vielzahl an aktuellen und potenziellen geopolitischen Konflikten ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten hoch geblieben. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Kurs der Geldpolitik wird über höhere Finanzierungskosten die Güternachfrage bei Investitionen und Konsum weiter belasten. Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wegfallende finanzpolitische Impulse bremsen die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Auch in China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnet das IfW für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,9%, nach 3,1% im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 soll die Weltkonjunktur mit einer Zuwachsrate von 3,2% wachsen. Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Jahr 2024 wieder zulegen, aber eine große konjunkturelle Dynamik ist nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich der genauen Ausgestaltung von Einsparungen und deren wirtschaftlichen Auswirkungen zur Deckung des Finanzbedarfs nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Finanzierung des Staatshaushalts. Für Deutschland rechnet das IfW nach einem Minus von 0,3% im Jahr 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2024 von 0,9%. Im Jahr 2025 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,2% zulegen. Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum dürfte im Verlauf des Jahres 2024 überwunden werden. Eine höhere Konsum- und Investitionsbereitschaft infolge steigender Reallöhne bei sinkendem Preisauftrieb, günstigere Finanzierungsbedingungen und ein verbessertes außenwirtschaftliches Umfeld sollten wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8% nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5% im Jahr 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5% beschleunigen. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IfW), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023 vom 13.12.23/Deutsche Wirtschaft im Winter 2023 vom 12.12.23) 2.1.2. Branche Die Entwicklung für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2023 bezeichnet der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) insgesamt als recht ordentlich. Zum dritten Mal in Folge konnte die reale, preisbereinigte Produktion gesteigert werden - auf Basis der Zahlen bis einschließlich November um 1,4%. Damit hat sich die Branche in einem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Unternehmen noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten als die Neubestellungen spätestens ab dem zweiten Quartal bereits zurückgingen. Die nominalen Erlöse der Branche stiegen laut den Angaben im vergangenen Jahr um 8% und erreichten mit 242 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke. Abermals hat sich die in ihrer Zusammensetzung heterogene Branche uneinheitlich entwickelt. Den stärksten Produktionszuwachs verzeichneten laut ZVEI Batterien mit 7%, gefolgt von elektronischen Bauelementen mit 6%, Energietechnik mit 4% und Automation mit 3%. Die Gebrauchsgüter dagegen verzeichneten einen deutlichen Rückgang um 13%. Auch die Beschäftigung konnte nochmals zulegen. Allein in Deutschland hat die Branche zuletzt 910.000 Menschen beschäftigt und damit 12.000 mehr als 2022. Der ZVEI hat für 2024 eine rückläufige Produktion vorhergesagt. Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und Energiepreisen zeigt sich der Verband für 2024 zurückhaltend. Auf Jahressicht erwartet der ZVEI eine Wachstumsdelle mit einem Nachgeben der realen Produktion um rd. 2%. (Quelle: Pressemeldung ZVEI 4/2024 vom 29.01.2024: Elektro- und Digitalindustrie vor leichter Wachstumsdelle) Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Neben den niedrigen Vorjahreszahlen hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Der Absatz legte in Europa (EU27, EFTA & UK) und USA, als auch in Mexiko, Japan, Indien, Brasilien und China deutlich zu. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14% mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend. Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19%) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12% gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9% unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11% und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7%. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK; +4%) und den USA (+2%) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1%). Der VDA rechnet für den deutschen Markt im Jahr 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei wird von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw ausgegangen (Minus 9% auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5% auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, sollen die rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 14% auf 451.000 Einheiten zurückgehen. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark durch die damalige Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV) geprägt. Dies hatte zu einem kräftigen Sondereffekt zum Jahresende geführt, da Pkw-Käufe vorgezogen wurden, um von der noch höheren Förderung zu profitieren. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember 2023 wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken. Für den globalen Pkw-Markt im Jahr 2023 erwartet der VDA einen Anstieg um fast 10% (75,6 Mio. Einheiten) im Vergleich zu 2022. Im Jahr 2024 soll der Weltmarkt moderat um 2% auf 77,4 Mio. Einheiten ansteigen. Damit wäre das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 fast wieder erreicht. (Quelle: VDA-Pressemeldungen: Internationale Pkw-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum, Berlin, 18. Januar 2024, Pkw-Produktion in Deutschland 2023: Deutliches Plus gegenüber Vorjahresniveau, Berlin, 04. Januar 2024; VDA Jahresauftakt-PK 2024, VDA-Präsidentin fordert Paradigmenwechsel: Reformen statt Regulierung und strategische Weitsicht für erfolgreiche Transformation, Berlin, 30. Januar 2024) Die deutsche Automobilindustrie gestaltet den Wandel zur klimaneutralen Mobilität. Die Elektromobilität inklusive Batterietechnik und Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren sowie Digitalisierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit einem breiten Produktportfolio und globalen Setup sieht sich SUMIDA bestens positioniert, um auch zukünftig in diesen Wachstumsbereichen wettbewerbsfähig zu sein. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war ein weiteres Jahr mit vielen Herausforderungen. Der Umsatzverlauf wurde durch die vorstehend genannten Einflussfaktoren stark beeinflusst. Besonders die Verschiebung von Kundenaufträgen, die zum Teil noch langen Lieferzeiten von Vormaterialien und deren Preissteigerungen sowie fehlende Fachkräfte wirkten sich negativ aus. Trotz dieser besonderen Belastungen und die für die ganze Branche geltenden Einflussfaktoren konnte die SUMIDA flexible connections GmbH einen Umsatzanstieg von 2,1% verzeichnen. Das umfangreiche Know-how und die hohe Fertigungstiefe in der Wertschöpfungskette vom Draht über das Kabel bis hin zur Baugruppe und Kostensenkungsmaßnahmen (z.B. die Senkung der Kosten für Zeitarbeit, weitere Verlagerungen an kostengünstigere Standorte) zeichnen die SUMIDA flexible connections GmbH auch im Geschäftsjahr 2023 aus und sind ausschlaggebend dafür, dass trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ein positives operatives Ergebnis erreicht werden konnte. Hohe Qualität und Liefertreue sowie Flexibilität und fachliche Kompetenz stärkten die Marktstellung und waren insbesondere für unsere Kunden aus der Automobilindustrie auch in diesem Jahr von großer Bedeutung. Die Kundenstruktur zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die umsatzstärksten 28 (Vorjahr: 28) Kunden trugen im Jahr 2023 zu ca. 80% des Umsatzes bei. Die für die Gesellschaft wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT. Die Umsatzerlöse enthalten die im Geschäftsjahr realisierten Verkäufe der Produkte und Produktgruppen. Das EBIT als operatives Ergebnis der Gesellschaft ist die wesentliche Steuerungsgröße für den Erfolg der Gesellschaft. Beide finanziellen Leistungsindikatoren bilden auch die wesentliche Grundlage im Planungsprozess. Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von 28,5 Mio. EUR wurden um 14,0% unterschritten. Das im Rahmen des Lageberichts von 2022 prognostizierte EBIT in Höhe von 1,8 Mio. EUR wurde um 1,4 Mio. EUR verfehlt. Das Monitoring von Umweltgrößen wird in Zukunft nicht nur aus Kostengründen, sondern auch als wichtige Steuerungsgröße nachhaltigen Wirtschaftens noch stärker in den Fokus rücken. Vor dem Hintergrund der dargestellten allgemeinen Einflussfaktoren und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend, weil sich die Auswirkungen von Verschiebungen von Kundenaufträgen in der Automobilindustrie stärker ausgewirkt haben als geplant. So konnten die Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr zwar gesteigert werden, blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück, weshalb auch das geplante EBIT nicht erreicht werden konnte. 2.3. Ertragslage Die SUMIDA flexible connections GmbH erzielte im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 67 TEUR (Vorjahr: 886 TEUR). Der Umsatz stieg um 2,1% auf 24.477 TEUR. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist dabei vor allem durch eine steigende Nachfrage im europäischen Wirtschaftsraum und besonders im Bereich Flexible Board Connections und Flexible Modules zu verzeichnen. Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sank um 2,1% auf 8.057 TEUR im Berichtsjahr, vor allem resultierend aus der veränderten Produktstruktur. Die Materialquote sank insgesamt um 0,8%-Punkte von 33,7% im Jahr 2022 auf 32,9% im Jahr 2023. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Jahr 2023 betrugen 1.254 TEUR gegenüber 993 TEUR im Jahr 2022 und betreffen im Wesentlichen die gestiegenen Leistungen der Tochtergesellschaft SUMIDA flexible connections ROMANIA SRL. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Löhne und Gehälter 8.216 TEUR und stiegen somit um 5,4% gegenüber 2022 (Vorjahr: 7.798 TEUR). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus höheren Personalaufwendungen für Fachkräfte und einer Lohnanpassung, um die Folgen der steigenden Inflation abzufedern. Die Kosten für soziale Abgaben und Aufwendungen stiegen um 17,8% auf 2.053 TEUR (Vorjahr: 1.743 TEUR). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der im Jahr 2023 gezahlten Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 281 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,2% von 4.017 TEUR im Jahr 2022 auf 4.107 TEUR im Jahr 2023. Der Anstieg resultiert aus den gestiegenen Kfz-Kosten um 27 TEUR, der um 40 TEUR gestiegenen Kosten für die Warenabgabe in Folge des gestiegenen Umsatzes und die um 53 TEUR höhere sonstige Personalkosten, die Kosten für die weitere Verlagerung von Produktionsbereichen nach Rumänien beinhalten. Das EBIT zum 31. Dezember 2023 betrug 375 TEUR (Vorjahr: 1.105 TEUR), der Rückgang ist im Wesentlichen durch die Steigerung der Personalkosten beeinflusst. Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Jahresergebnis 2023 aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der SUMIDA AG nicht. 2.4. Vermögenslage Das Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 13,2% gestiegen. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 betrug 14.472 TEUR (Vorjahr: 12.780 TEUR). Die Vermögensstruktur verschob sich zum Bilanzstichtag zugunsten des Umlaufvermögens, die Investitionen überstiegen die Abschreibungen des Geschäftsjahres um 444 TEUR.Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände Investitionen in Höhe von insgesamt 1.422 TEUR (Vorjahr: 958TEUR) getätigt. Wichtige Investitionsziele waren vor allem Maschinen und Ausstattungen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten sowie Kamera- und Messsysteme zur Rationalisierung der Fertigung. Der Wert der Vorräte betrug zum Bilanzstichtag 4.886TEUR (Vorjahr: 4.494 TEUR), der Anstieg resultiert insbesondere aus dem geänderten Abnahmeverhalten der Kunden, in dem Liefertermine nach 2024 verschoben wurden bei teilweise bereits erfolgter Beschaffung. Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr in der SFC gesteigert werden, was zu ebenfalls höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 2.914 TEUR am Stichtag führt (Vorjahr: 2.201TEUR). Die Kapitalstruktur ist durch einen gesunkenen Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr gekennzeichnet. Dies resultiert aus gesunkenen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge der planmäßigen Tilgung der Darlehen bei der SUMIDA Europe GmbH. Die durchgeführten Investitionen wurden aus dem zur Verfügung gestellten CashPool-Finanzierungsrahmen finanziert. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt die Eigenkapitalquote 18,1% (Vorjahr: 20,5%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 712 TEUR (Vorjahr: 860 TEUR), der Rückgang resultiert aus einem konsequenten Bestandsmanagement der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 67 TEUR (Vorjahr: 886 TEUR). Der Rückgang ist auf das im Jahr 2023 gesunkene Jahresergebnis und die Gewinnabführung zur SUMIDA AG zurückzuführen. 2.5. Finanzlage Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Die Finanzierung der Investitionen und laufenden Geschäftsvorfälle beruhte auch im Jahr 2023 auf einer stabilen finanziellen Grundlage. Durch die Bereitstellung liquider Mittel innerhalb des SUMIDA Konzerns, konsequentes Forderungsmanagement und dem damit verbundenen Zufluss an liquiden Mitteln verfügte die Gesellschaft über ausreichende Kapitalkraft, um allen Verbindlichkeiten pünktlich nachkommen zu können. Ebenso war die Gesellschaft dadurch unabhängig von der Bereitstellung finanzieller Mittel durch Kreditinstitute. Von der Dun & Bradstreet Wirtschaftsauskunftsdatei wurde die SUMIDA flexible connections GmbH deshalb im Januar 2024 auf Basis des Jahresberichtes 2022 wiederum mit 2A1 geratet, was ein minimales Ausfallrisiko bedeutet. Die UniCredit hat der SUMIDA AG und mehreren Tochterunternehmen eine Kontokorrentlinie eingeräumt. Zum 31. Dezember 2023 wurde diese Linie von Konzernunternehmen in geringem Umfang in Form eines Avalkredits in Anspruch genommen. Darüber hinaus steht der Gesellschaft die Finanzierung über die am 11. Februar 2010 mit der SUMIDA Europe GmbH abgeschlossene Cash-Pooling Vereinbarung zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die nicht genutzten Kreditlinien insgesamt 6,5 Mio. EUR (Vorjahr. 2,9 Mio. EUR). Der operative Cashflow, ausgehend vom Jahresüberschuss vor Gewinnabführung, der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 -411 TEUR (Vorjahr: 1.819 TEUR). Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -1.421 TEUR (Vorjahr: 955 TEUR) kann die Entwicklung des Finanzmittelfonds wie folgt dargestellt werden (in TEUR):
Die Finanzlage kann aufgrund der derzeitigen und der erwarteten zukünftigen finanziellen Ausstattung durch den SUMIDA Konzern als stabil bezeichnet werden. Die Vermögens- und Finanzlage entspricht in den wesentlichen Bereichen den Planungsergebnissen. Abweichungen ergaben sich im Bereich der Ertragslage aufgrund der niedrigeren Umsatzerlöse gegenüber der Planung und der in diesem Zusammenhang geringeren Materialaufwendungen und gegenläufig gestiegenen Personalkosten. 2.6. Weitere Angaben 2.6.1. Personal- und Sozialbereich, Arbeitssicherheit Zum Bilanzstichtag beschäftigte die SUMIDA flexible connections GmbH 192 (Vorjahr: 195) in Vollzeit arbeitende Mitarbeiter. Neueinstellungen wurden in den Bereichen Vertrieb, Qualitätssicherung und Prozessingenieure vorgenommen. Damit wurden die Grundlagen geschaffen, um das weitere geplante Wachstum des Unternehmens personell abzusichern.
2.6.2. Materialwirtschaft Es sind hierbei die Bereiche Strategischer Einkauf, Beschaffung, Wareneingang, Lager und Bestandsmanagement zu nennen. Der strategische Einkauf ist für die Vertragsgestaltung, die Lieferbedingungen und die Preise mit Lieferanten verantwortlich. Die Beschaffung steuert die aufgrund der Kundenaufträge unter Berücksichtigung der entsprechenden Vorlaufzeiten notwendigen Materialbestellungen. Die Bereiche Wareneingang und Lager stellen die Wareneingangsprüfung und die rechtzeitige Verfügbarkeit der für die Fertigung benötigten Materialien sicher. Das Bestandsmanagement befasst sich mit der Optimierung der Warenflüsse und des Vorratsvermögens über den gesamten Geschäftsbereich. 2.6.3. Qualitätsmanagement Im Jahr 2023 wurde das 2. Überwachungsaudit zur Zertifizierung des Unternehmens gemäß IATF 16949 sowie nach DIN EN ISO 9001:2015 erneut erfolgreich bestanden. Ebenso wurde an unserem Standort in Rumänien im Jahr 2023 das 2. Überwachungsaudit entsprechend der DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Zertifikate sind bis 2024 gültig. 2.6.4. Umwelt- und Energiemanagement Das oberste Umweltziel der SUMIDA flexible connections GmbH ist die Schonung der natürlichen Ressourcen Boden, Luft und Wasser sowie der sparsame Umgang mit Rohstoffen und Energien bei allen Aktivitäten des Unternehmens. SUMIDA flexible connections GmbH bekennt sich zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes im Betrieb und der Umweltverträglichkeit seiner Produkte. Im Bereich Umwelt und Energie konnten der Strom-, Erdgas-, und Trinkwasserverbrauch und somit der CO 2 -Ausstoß weiter gesenkt werden. Die Einhaltung der Vorgaben im Bereich Umwelt und Qualität erfolgt unter Berücksichtigung der Managementsysteme sowie verschiedener ISO-Zertifizierungen. Die für das Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften des Umweltschutzes wurden eingehalten. Die SUMIDA flexible connections GmbH arbeitet kontinuierlich daran, über die Einhaltung der Vorschriften hinaus Umweltauswirkungen und Risiken sowie den Energie- und Ressourcenverbrauch zu verringern. Das Unternehmen beteiligt sich an der Initiative "way2zero" des SUMIDA-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Umweltaudit gemäß DIN EN ISO 14001:2015 erfolgreich zertifiziert. Das Zertifikat ist bis 2024 gültig. Es bestehen keine Haftungsgefahren für bzw. Schadensersatzansprüche gegen das Unternehmen für selbst verschuldete Umweltschäden. Zusätzlich hat das Unternehmen die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 im Jahr 2021 erfolgreich bestanden. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis 2024. 3. Prognose- und Chancenbericht 3.1. Chancenbericht Für das Jahr 2024 sehen die Prognosen für die Welt ein Wachstum um 2,0 %, für 2025 ein Wachstum von 2,3 % vor. Das für den Euroraum prognostizierte Wachstum des BIP wird mit 1,0 % für 2024 und 1,5 % für 2025 geringer ausfallen. Quelle: ifo Schnelldienst, Sonderausgabe Dezember 2023, ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich, Dezember 23) Durch die voranschreitende Elektrifizierung der Verkehrsmittelantriebe einerseits und die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens andererseits sehen wir auch für uns dennoch weiterhin gute Möglichkeiten einer positiven Geschäftsentwicklung im Bereich der Elektrifizierung. Parallel zur Entwicklung der konventionellen Automobilmärkte sind für die SUMIDA Gruppe die Aktivitäten der Automobilindustrie im Hinblick auf alternative Antriebstechnologien zur Erreichung der Klimaziele äußerst interessant und wichtig für die zukünftige Entwicklung. Da unser Produktportfolio bereits darauf ausgerichtet ist, werden die Umsatzsteigerungen und -potentiale durch Neuanläufe und Volumensteigerungen in Projekten rund um die Themen Elektromobilität und autonomes Fahren den Nachfragerückgang der konventionellen Märkte kompensieren können. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Produkte "Geschirmte Kabel" und "SMD-R-Jumper" weitere Geschäftschancen ergeben werden. Die Gesellschaft wird auch weiterhin durch eine permanente Kostenüberwachung, Durchführung von Kostensenkungsmaßnahmen wie die Verlagerung lohnintensiver Fertigungsschritte in die rumänische Tochtergesellschaft und Effizienzsteigerungen in allen Bereichen sowie eine kontinuierliche Analyse der Deckungsbeiträge den Fokus auf den Erhalt bzw. die Verbesserung ihrer Kostenposition richten. Durch das stabile finanzielle Umfeld des SUMIDA Konzerns, den Bekanntheitsgrad der SUMIDA flexible connections GmbH am Markt, die Flexibilität und die hohe Qualität der Produkte sind gute Wachstumschancen und positive Zukunftsaussichten der Gesellschaft gegeben. Auf Basis der in den Vorjahren getätigten und für 2024 geplanten Investitionen werden die bestehenden Kompetenzen der SUMIDA flexible connections GmbH gefestigt und neue Technologien im Unternehmen eingeführt. Damit besteht die Möglichkeit, die Kundenwahrnehmung zu erhöhen und mittelfristig von positiven Brancheneffekten zu profitieren. Diesem Ziel dient auch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, deren Ausbau im Jahr 2024 fortgesetzt wird. Die Geschäftsaussichten in der Automobilbranche lassen auf ein Geschäftsklima schließen, in dem ab dem 2. Halbjahr 2024 mit einem Wachstum gerechnet werden kann. Insofern geht die Gesellschaft davon aus, im Jahr 2024 ein moderates Umsatzwachstum generieren zu können. Insbesondere in den Geschäftsbereichen Automobilelektronik - hier wiederum bei Applikationen für E-Fahrzeuge - und Industrieelektronik - besonders bei Sensorsystemen - sehen wir gute Ansatzpunkte. 3.2. Prognosebericht Der Markt für Baugruppen unterliegt nach wie vor einem intensiven Preisdruck, und es wird auch in Zukunft zu weiteren Verlagerungen von Produktionskapazitäten an kostengünstigere Standorte kommen. Des Weiteren kann sich die Verteuerung von Rohstoffen negativ auf das Ergebnis der folgenden Geschäftsjahre auswirken. Diesen negativen Einflussfaktoren begegnet das Unternehmen verstärkt mit einer angepassten Preispolitik. In der im Oktober 2023 verabschiedeten Planung geht die Geschäftsführung davon aus, dass im Jahr 2024 keine weiteren, einschneidenden Effekte aufgrund des Krieges in der Ukraine eintreten werden und die Gesellschaft sukzessive wieder zu einer Geschäftstätigkeit wie in den Jahren vor der Covid-19 Pandemie zurückkehren wird. Der vorhandene Auftragsbestand und unsere Aktivitäten am Markt lassen für das Geschäftsjahr 2024 einen positiven Ausblick zu. Wir planen Umsatzerlöse in Höhe von 25,6 Mio. EUR. Wir gehen davon aus, dass das EBIT im Jahr 2024 1,2 Mio. EUR betragen wird. Die weitere Entwicklung hängt insgesamt von der Entwicklung der Konjunktur, insbesondere in Deutschland und im übrigen Europa im Bereich der Automobil- und Industrie-Elektronik, und von der weltpolitischen Lage ab. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen. 4. Risikobericht Unternehmerisches Handeln und das Ziel, erfolgreich zu sein, sind regelmäßig mit einer Reihe von Risiken verbunden. Unser Ziel ist es, die Risiken zu begrenzen und dabei gleichzeitig die gebotenen Chancen wahrzunehmen. Der Risikobeauftragte der SUMIDA AG übernimmt diese Funktion als Dienstleistung auch für die SUMIDA flexible connections GmbH und unterstützt damit die Geschäftsführung. In Zusammenarbeit mit dem Konzernrisikomanagement werden die Risiken ständig überwacht. Alle bestehenden Risiken unterliegen jährlich einer sorgsamen Analyse. Bei diesem Monitoring werden folgende Daten durch die Risikoverantwortlichen aktualisiert: Schadenpotential, Eintrittswahrscheinlichkeit, Maßnahmenfortschrift sowie das verbleibende Restrisiko nach Umsetzung der definierten Maßnahmen. 4.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die SUMIDA flexible connections GmbH gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise konjunkturelle und saisonale Schwankungen auf wichtigen globalen Absatz- und Beschaffungsmärkten, unvorhersehbare Entwicklungen an den Finanzmärkten, bei Rohstoff- und Energiepreisen oder bei politischen Rahmenbedingungen. Die Optimierung der Kostenstrukturen und die Verbesserung der Unternehmensprozesse in einem von Volatilität und zyklischen Nachfrageverhalten gekennzeichneten Markt stellen eine permanente Aufgabe dar. Die Märkte, in denen die SUMIDA flexible connections GmbH überwiegend tätig ist, zeichnen sich durch schnellen technologischen Wandel und hohes Innovationstempo aus. Die SUMIDA Gruppe investiert daher nachhaltig in Forschung und Entwicklung, um auf neue Marktentwicklungen schnell reagieren zu können. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken zusammen mit Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt. 4.2. Beschaffungsrisiken Die zunehmende Globalisierung führt zu einer Verknappung der Rohstoffmärkte, wodurch die Preise für Materialien und Investitionsgüter gestiegen sind. Ein wieder stärkeres Wachstum der Weltindustrieproduktion und dem damit verbundenen Anstieg der Materialpreise (besonders auf dem Kupfermarkt) kann im Jahr 2024 negative Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Finanzlage haben. Die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Technologien sollen dazu beitragen, den Bedarf an kostenintensiven Rohmaterialien zu verringern. Nicht beeinflussbare Preisschwankungen können bei z. B. Kupfer, Gold, Zinn und Kunststoffen entstehen. Bei bestimmten Rohstoffen und Komponenten ist auf der Beschaffungsseite eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gegeben. Dies kann zu Preis- und Versorgungsrisiken führen, denen wir weiterhin durch intensive Bemühungen beim Aufbau von Alternativlieferanten entgegenwirken. 4.3. Personalrisiken Durch Fluktuation von Mitarbeitern infolge des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels kann es zu Wissensverlust kommen. Darüber hinaus befindet sich die SUMIDA flexible connections GmbH allgemein in einem Wettbewerb um Mitarbeiter. Die Gesellschaft wirkt den damit verbundenen Risiken durch Neueinstellung von hochqualifizierten Mitarbeitern, Aus- und Weiterbildung, persönlichen Entwicklungsplänen für Mitarbeitende, eine Vielzahl an freiwilligen und sozialen Leistungen, Mitarbeiterbindungsprogrammen und Vertretungsregelungen entgegen. Lohnintensive Handarbeitsplätze werden ab 2024 verstärkt in die Tochtergesellschaft nach Rumänien verlagert. 4.4. Absatzrisiken Als Unternehmen der Elektronikindustrie können sich mögliche Branchenrisiken direkt auf den Absatz und die Fertigung des Unternehmens auswirken. Durch die breite Kunden- und Produktstruktur sind mögliche Auswirkungen auf ein Minimum reduziert. Die Umsatzentwicklung zeigt unverändert keine starke Abhängigkeit von einer Produktgruppe oder einem einzelnen Kunden. 4.5. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Die Finanzierung der Gesellschaft hängt im Wesentlichen von der SUMIDA AG bzw. der SUMIDA Europe GmbH ab, wobei sich die vorgenannten Gesellschaften hauptsächlich über konzerninterne Darlehen durch die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, bzw. über externe Bankdarlehen refinanzieren. Weiterhin ist die Gesellschaft Teilnehmerin am auf die Währung Euro lautenden konzerninternen Cash-Pooling der SUMIDA Europe GmbH, mit dem Ziel der Optimierung der Finanzierungsstruktur (Zero-Balancing). Auf Basis der gültigen Vereinbarungen geht die Geschäftsführung der Gesellschaft davon aus, dass die bestehenden Darlehensvereinbarungen sowie die Cash-Pooling-Linie in erforderlichem Umfang aufrechterhalten sowie die finanziellen Mittel weiterhin bereitgestellt werden. 4.6 Währungsrisiken Als global agierendes Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und Fertigungsstätten auf der ganzen Welt sehen wir uns währungsbedingten Risiken insbesondere bei der Währung US-Dollar ausgesetzt. Zur Begrenzung des Wechselkursrisikos wird versucht, Lieferanten- und Kundenverträge in gleichlautender Währung abzuschließen. Transaktionen, die auf der Währung Euro basieren, stellen für uns kein nennenswertes Währungsrisiko dar. Auf externe Währungssicherungsmaßnahmen wird verzichtet. 4.7 Risiken in der Cyber- und Informationssicherheit Risiken in der Cyber- und Informationssicherheit umfassen die potenzielle Gefahr von unautorisiertem Zugriff, Diebstahl, Manipulation oder Zerstörung von Daten und IT-Systemen. Diese Risiken können u. a. durch verschiedene Arten von Cyberangriffen wie Malware, Phishing, Ransomware und Denial-of-Service-Angriffe entstehen. Sie können von Einzeltätern, organisierten Kriminellen oder staatlich geförderten Akteuren ausgehen. Die Folgen solcher Sicherheitsverletzungen können finanzielle Verluste, Betriebsunterbrechungen, Reputationsverlust, rechtliche Haftung und Kompromittierung von sensiblen Informationen sein. Unternehmen und Organisationen müssen daher wirksame Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um ihre digitalen Ressourcen zu schützen und die Risiken zu minimieren. Wir begegnen diesen Risiken durch eine Reihe von Abwehrmaßnahmen, darunter die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie das umfassende Monitoring unserer Netzwerke und Systeme zur schnelleren Erkennung von Angriffen, um Schäden zu verhindern. 4.8 Einschätzung der Risikolage Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und deren mögliche finanzielle Auswirkungen nach Risikobegrenzungsmaßnahmen im Falle eines unterstellten Risikoeintritts wie folgt in jeweils drei Kategorien klassifiziert und bewertet.
Zusammenfassend stellen sich die Unternehmensrisiken wie folgt dar:
Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, von denen die gesamte Branche betroffen ist, wird in Zukunft die Entwicklung des Geschäfts in den stark wachsenden neuen Geschäftsbereichen der Elektromobilität von großer Bedeutung sein. Eine erfolgreiche weitere Teilhabe am Wachstum dieser neuen Geschäftsbereiche wird einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT haben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikolage insoweit verändert, als dass das Risiko Staatlicher Eingriffe im Zusammenhang mit einer Pandemie nicht mehr als wesentlich betrachtet wird. Als neues wesentliches Risiko wurde die Cyber- und Informationssicherheit identifiziert. Darüber hinaus haben sich keine signifikanten Änderungen bei der Beurteilung der Risikofaktoren ergeben. Allerdings schätzen wir die Absatzrisiken auf Grund der wirtschaftlichen Gesamtlage in Deutschland höher ein als im Jahr 2023. Insgesamt hat die aktuelle Beurteilung der Risikosituation ergeben, dass derzeit keine Risiken vorliegen, die unmittelbar den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Radeberg, 28. März 2024 Thomas Schiefer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der SUMIDA flexible connections GmbH, RadebergA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS, ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeines Der Jahresabschluss und der Lagebericht der SUMIDA flexible connections GmbH, mit Sitz in Radeberg, eingetragen beim Amtsgericht Dresden unter der HRB Nr. 8735, wurde unter Berücksichtigung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB, des GmbHG und unter der Annahme der positiven Unternehmensfortführung erstellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die SUMIDA flexible connections GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss der SUMIDA flexible connections GmbH wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche zwischen 3 und 5 Jahren liegt, abgeschrieben. Die Bewertung des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, die zwischen 4 und 19 Jahren liegt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort aufwandswirksam erfasst. Bei Wirtschaftsgütern, deren Anschaffungskosten über 250 EUR liegen und den Betrag von 1.000 EUR nicht überschreiten, wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird gemäß den steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre linear abgeschrieben. Dies wird für handelsrechtliche Zwecke übernommen, da insgesamt von nachrangiger Bedeutung. Bei den Finanzanlagen wurde die Beteiligung zu Anschaffungskosten bewertet. Rohstoffe sowie die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten und Sondereinzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Kosten des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, wurden Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen aus der Erstattung für die Beiträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit werden im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, Erträge aus der Erstattung wurden im Vorjahr im Personalaufwand saldiert. Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Aufwendungen bzw. vereinnahmten Entgelten. 3. Grundlagen der Währungsumrechnung Forderungen und Bankguthaben in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr fanden das Imparitäts- und Realisationsprinzip im Sinne des § 256a S. 2 HGB keine Anwendung. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar: Die SUMIDA flexible connections GmbH ist mit 100 v. H. an der SUMIDA flexible connections ROMANIA SRL, mit Sitz in Jimbolia, Kreis Timis, Rumänien, beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 650 TEUR (3.230 TRON, Kurs 4,97 am 31. Dezember 2023). Die SUMIDA flexible connections ROMANIA SRL schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn in Höhe von 34 TEUR (168 TRON) ab. Der Gewinn wird auf das Folgejahr vorgetragen. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, davon ausgenommen im Vorjahr 1 TEUR in den sonstigen Vermögensgegenständen mit über einem Jahr. Es bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 127 TEUR (i. Vj. 71 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche gegen die Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 0 TEUR (i. Vj. 24 TEUR). 3. Eigenkapital Die Umstellung des gezeichneten Kapitals im Handelsregister in Euro erfolgte bisher nicht. Laut Handelsregistereintragung beträgt das gezeichnete Kapital 50 TDM. Die sonstigen Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2023 betragen 1.631 TEUR und haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. 4. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Restrukturierungskosten und Rechnungen für Jahresabschluss- und Beratungsleistungen. 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Konzerndarlehen in Höhe von 2.596 TEUR (i. Vj. 3.592 TEUR). Diese sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, technischer Anlagen und Maschinen, des Warenlagers sowie der Abtretung aller bestehenden und künftigen Forderungen gegen Dritte besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 67 TEUR (i. Vj. 886 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der SUMIDA AG. Zwischen der SUMIDA Europe GmbH und der SUMIDA flexible connections GmbH wurde am 30. Juni 2010 eine CashPooling-Vereinbarung geschlossen. Die daraus resultierende Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 beträgt 7.085 TEUR (i. Vj. 3.463 TEUR). 6. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Abgrenzung erhaltener Werkzeugkostenzuschüsse in Höhe von 56 TEUR (i. Vj. 80 TEUR), der über die Nutzungsdauer der Werkzeuge ratierlich aufgelöst wird. Außerdem wurden 38 TEUR bereits vereinnahmte Entgelte abgegrenzt (i. Vj. 38 TEUR), die für Baumaßnahmen nach der Beendigung eines Untermietvertrages vorgesehen sind. C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen die Produktion von elektronischen Baugruppen, flexiblen Verbindungssystemen sowie Flachleiterfolien und werden zu 35,3 % (i. Vj. 36,1 %) in Deutschland, zu 43,3 % (i. Vj. 42,0 %) im übrigen Europa und zu 21,4 % (i. Vj. 21,9 %) in Drittstaaten abgesetzt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge (220 TEUR, i. Vj. 223 TEUR), Versicherungsentschädigungen (123 TEUR, i. Vj. 27 TEUR), sonstige periodenfremde Erträge (20 TEUR, i. Vj. 14 TEUR) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (51 TEUR, i. Vj. 52 TEUR). Die Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 120 sind als außergewöhnlich zu klassifizieren. 3. Abschreibungen Bei den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen handelte es sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von 979 TEUR (i. Vj. 928 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum ebenso wie im Vorjahr nicht angefallen. 4. Aufwendungen aus Löhnen und Gehältern / sozialen Abgaben In den Aufwendungen für Löhne und Gehälter / soziale Abgaben wurden Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 0 TEUR (i. Vj. 19 TEUR) saldiert. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Raumkosten in Höhe von 718 TEUR (i. Vj. 718 TEUR), Kfz-Kosten in Höhe von 308 TEUR (i. Vj. 281 TEUR), Kosten für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von 704 TEUR (i. Vj. 682 TEUR) und Kosten der Warenabgabe in Höhe von 368 TEUR (i. Vj. 328 TEUR) sowie Kursdifferenzen in Höhe von 52 TEUR (i. Vj. 59 TEUR). Die sonstigen Personalkosten betrugen 833 TEUR (i. Vj. 780 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 122 TEUR. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen bestehen vorwiegend aus den Darlehenszinsen gegenüber der SUMIDA Europe GmbH in Höhe von 87 TEUR (i. Vj. 98 TEUR) sowie in Höhe von 195 TEUR (i. Vj. 78 TEUR) aus Cashpooling. 7. Aufwendungen aus Gewinnabführung Die Aufwendungen aus der Gewinnabführung resultieren aus der Gewinnabführung der SUMIDA flexible connections GmbH in Höhe von 67 TEUR (i. Vj. 886 TEUR) an die SUMIDA AG. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Am 27. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen im Bundesgesetzblatt verkündet und damit am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das Gesetz ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gesellschaft gehört zur SUMIDA Unternehmensgruppe, oberste Muttergesellschaft ist die SUMIDA Corporation, Tokio/Japan, oberste Muttergesellschaft, welche im Inland belegen ist, ist die SUMIDA Europe GmbH, Obernzell. Die SUMIDA Unternehmensgruppe erzielt Umsatzerlöse von über 750 Mio. EUR. Die Auswirkungen aus dem vorgenannten Gesetz auf Ebene der obersten Muttergesellschaft als auch auf Ebene der obersten, im Inland belegenen Muttergesellschaft, werden derzeit noch final gewürdigt, wir erwarten hieraus jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Sowohl der Primär- wie auch der Sekundärsteuersatz der Gesellschaften im Inland beträgt jeweils mehr als 15%, unbeschadet der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft. D. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE, SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für von verbundenen Unternehmen erklärte Bürgschaften, welche neben der Gesellschaft sowohl von der SUMIDA AG als auch von mehreren Tochterunternehmen dieser ausgenützt werden kann. Die berechtigten Unternehmen haften jeweils gesamtschuldnerisch. Diese Kontokorrentlinie wurde zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Höhe von 462 TEUR (i. Vj. 282 TEUR) durch die SUMIDA Components & Modules GmbH mittels Bankbürgschaften in Anspruch genommen. Aufgrund der positiven Geschäftssituation der Gesellschaft, der SUMIDA AG und deren übrigen Tochtergesellschaften wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von keiner Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Bürgschaftserklärung ausgegangen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
3. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 193 Mitarbeiter (i. Vj. 191 Mitarbeiter) beschäftigt. Getrennt nach Gruppen ergibt sich folgende Zusammensetzung:
4. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023 Jürgen Röder Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Thomas Schiefer Geschäftsführer Diplom-Wirtschaftsingenieur Mitglieder der Geschäftsführung ab 01.07.2023 Thomas Schiefer Geschäftsführer Diplom-Wirtschaftsingenieur Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 5. Befreiender Konzernabschluss Der Jahresabschluss der SUMIDA flexible connections GmbH wird dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. Die Gesellschaft SUMIDA flexible connections GmbH gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 292 HGB befreiende Wirkung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes der SUMIDA Europe GmbH und damit auch der SUMIDA flexible connections GmbH. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der SUMIDA CORPORATION sind mit der Richtlinie 2008/961/EG des Rates vom 11.04.2012 über den konsolidierten Abschluss in der für Deutschland geltenden Fassung gleichwertig. Der Konzernabschluss der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und ist bei der FINANCIAL SERVICES AGENCY, Tokio/Japan, und bei der SUMIDA CORPORATION auf deren Internetseite (www.sumida.com/investor-relations/) einzusehen und wird darüber hinaus durch das oberste deutsche Mutterunternehmen, die SUMIDA Europe GmbH, dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. E. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten, gab es nach dem Bilanzstichtag nicht.
Radeberg, den 28. März 2024 SUMIDA flexible connections GmbH Die Geschäftsführung Thomas Schiefer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SUMIDA flexible connections GmbH, Radeberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SUMIDA flexible connections GmbH, Radeberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SUMIDA flexible connections GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Mai 2024 KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
David, Wirtschaftsprüfer Eder, Wirtschaftsprüfer |
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