Fossil (Europe) GmbH
Oberwinkl 1, 83355 Grabenstätt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Maria Studzińska seit 4.1.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Fossil Europe B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fossil (Europe) GmbHGrabenstättJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt im Jahreswirtschaftsbericht 2023 bekannt, dass die deutsche Wirtschaft ein angespanntes Jahr 2023 aufgrund militärischer Konflikte in Europa sowie im Nahen Osten und den hiermit verbundenen Herausforderungen hatte. Die noch zu Beginn des Krieges von Russland gegen die Ukraine bestehende einseitige Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energielieferungen konnte jedoch deutlich reduziert werden. Mit Ausnahme des ersten Quartals 2023 (+0,3 %) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den Folgequartalen um -0,4 % bis 0,7 % geschrumpft. 1 Im Gesamtjahr 2023 ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2 Eine ähnliche Situation zeigt die konjunkturelle Lage der Europäischen Union (EU). Laut Eurostat konnte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der europäischen Union in den ersten zwei Quartalen des vergangenen Jahres noch geringfügig zulegen (jeweils +0,1 %), während das BIP im dritten und vierten Quartal 2023 stagnierte. 3 Laut Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024 des Statistischen Bundesamtes erholten sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland im Laufe des Jahres 2023 etwas nach dem starken Rückgang im Winterhalbjahr 2022/2023. Jedoch sanken die privaten Konsumausgaben im 4. Quartal 2023 preisbereinigt um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dabei machten sich die nach wie vor hohen Preise bemerkbar. Der von der GfK für Deutschland ermittelte Konsumklimaindex lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zwischen (-37,6) und (-24,2). Laut der GfK-Konsumklimastudie verbesserte sich der Indikator für die Einkommenserwartung, die Indikatoren für die Konjunkturerwartung und für die Anschaffungsneigung jedoch moderat gegenüber dem Vorjahr 2022. 4 Erstmals seit 2019 war die Reallohnentwicklung im Jahr 2023 aufgrund eines starken Anstiegs des Nominallohnindex in Deutschland um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr wieder leicht positiv. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,9 % 5. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte im 4. Quartal 2023 einen neuen Höchststand. 6
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html.
Laut einer unentgeltlich und öffentlich nicht zugänglichen Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK, ist das Volumen des gesamten Uhrenmarkts in Deutschland im Jahr 2023 im niedrigen einstelligen Prozentbereich gewachsen. Dieses Wachstum fand vor allem in den Segmenten Smartwatches und traditionelle Uhren mit einem Verkaufspreis über EUR 1.000 statt. Dagegen ist das Volumen des für die Gesellschaft relevantesten Produkt- und Preissegments (traditionellen Uhren bis EUR 500) laut dieser Marktstudie gegenüber dem Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgegangen. 2. Forschung und Entwicklung Um den Anforderungen seiner Märkte gerecht zu werden, entwickelt Fossil seine Produkte kontinuierlich weiter. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden dabei zentral durch den Konzern gesteuert und überwacht. Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von der Fossil (Europe) GmbH nicht betrieben. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft ist seit dem Jahr 2004 als Vertriebsgesellschaft für den Fossil-Konzern tätig. Hierbei werden die Produkte über die Vertriebskanäle E-Commerce, Retail (eigene Shops), Wholesale (stationärer Einzelhandel/Großhandel) und Distribution/Vertrieb in den EU-Ländern (Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Polen, Skandinavien) und in Nicht-EU Ländern (Mittlerer und Naher Osten, Nicht-EU-Länder in Osteuropa, Nordafrika) vertrieben. Die Schwestergesellschaft Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (FGE), ist die alleinige unmittelbare Bezugsquelle für alle durch die Gesellschaft vertriebenen Handelswaren (Produkte des Fossil-Konzerns). Die Gesellschaft ist in Folge der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, ein Limited Risk Distributor. Die Gesellschaft operierte auch im Geschäftsjahr 2023 in einem für sie herausfordernden Marktumfeld 7 , die erzielten Umsätze der Gesellschaft sind seit mehreren Jahren rückläufig. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist primär auf eine nicht hinreichende Kundenbindung sowie auf eine allgemeine Nachfrageschwäche nach den von der Gesellschaft angebotenen Produkten zurückzuführen. Auch in Folge der im Lagebericht des Vorjahres dargestellten Strategie des Konzerns, sich aus dem Produktbereich Connected Uhren und Schmuck zurückzuziehen und der im Geschäftsjahr 2023 getroffenen Entscheidung der Fossil Inc., das "Connected-Business" (Verkauf von Connected Uhren und Schmuck) nicht weiterzuführen, hat zum Rückgang der Umsatzerlöse beigetragen. Gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 190,1) gingen die Umsatzerlöse insgesamt um -13,2 % auf Mio. EUR 165,0 zurück. Mit einem Umsatzrückgang von 13,2 % lag die Gesellschaft innerhalb der für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Bandbreite für den Umsatzrückgang von -10 % bis -15 %.
7 Auf die Quellenangaben zu den Wirtschaftliche
und rechtliche Rahmenbedingungen wird verwiesen.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte auch im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss erzielt werden. Dieser beläuft sich auf TEUR 1.255 nach TEUR 3.580 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um ca. Mio. EUR 2,3 bzw. 63,9 %. Im Ergebnis liegt der Jahresüberschuss deutlich unterhalb des Prognosewerts für 2023 von Mio. EUR 2,0 bis 2,2. Negativ auf die Höhe des Jahresüberschusses wirkten sich Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 1.584 aus, diese sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 611 angestiegen. Des Weiteren wurde der Jahresüberschuss durch die Bildung einer neuen Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit einer Untervermietung in Höhe vom TEUR 348 Betrag belastet. Daneben ist es der Gesellschaft nicht gelungen, den mit dem Umsatzrückgang verbundenen Rückgang des Jahresergebnisses durch Einsparmaßnahmen bzw. durch die anderweitige Reduktion von Aufwendungen zu kompensieren. Bezüglich der weiteren Erläuterungen zur Entwicklung der Erlöse und Aufwendungen des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr wird auf die Erläuterungen im Abschnitt "Ertragslage" verwiesen. 4. Steuerungsgrößen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird primär über den finanziellen Leistungsindikator Umsatzerlöse gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanz- und Vermögensmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Geschäftstätigkeit nicht angewendet. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 14.982 auf insgesamt TEUR 65.879 (Vorjahr: TEUR 80.861) gesunken. Dies entspricht einem prozentualen Rückgang um - 18,5 %. Auf der Aktivseite der Bilanz verringerte sich das Anlagevermögen, im Wesentlichen aufgrund der Vornahme der planmäßigen Abschreibungen, geringfügig um TEUR -251 auf TEUR 2.714 (Vorjahr: TEUR 2.965). Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 4.500 (Vorjahr: TEUR 6.211) betrifft in voller Höhe Warenbestände in den Retail-Stores der Gesellschaft. Der Rückgang der Bestände um TEUR 1.711 bzw. -27,5 % resultiert im Wesentlichen aus einer vorsichtigen und zurückhaltenden Warenbeschaffung auch im Geschäftsfeld Retail-Stores, sowie auch aus dem allgemeinen Nachfragerückgang nach Fossil-Produkten, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2023. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2023 fünf Retail Stores geschlossen. Bei einem Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um TEUR 25.104 bzw. -13,2 %, erhöhten sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.268 bzw. 8,8 % auf TEUR 28.055 (Vorjahr: TEUR 25.787). Dieser Anstieg ist vor allem saisonal bedingt und auf eine zum Stichtag noch nicht beglichene Forderung eines Großkunden zurückzuführen. Der entsprechende Zahlungseingang ist im Geschäftsjahr 2024 bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt. Der Bestand an liquiden Mitteln ist im Jahresvergleich um TEUR 14.714 auf TEUR 25.337 (Vorjahr: TEUR 40.051) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 20.000 an den Gesellschafter zurückzuführen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 6.219. Das Eigenkapital sank, bei einer der Höhe nach unveränderten Kapitalrücklage von TEUR 1.585, aufgrund der o.g. Gewinnausschüttung an die Fossil B.V. von TEUR 20.000 unter Berücksichtigung des erzielten Jahresüberschusses von TEUR 1.255 um TEUR 18.745 auf TEUR 20.845 (Vorjahr TEUR 39.590). Die Eigenkapitalquote verringerte sich, trotz einer gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Bilanzsumme, in der Folge auf 31,6 % nach im 49 % im Vorjahr. Die Steuerrückstellungen sind um TEUR -2.278 auf EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 2.278) im Berichtsjahr gesunken. Der Rückgang ist auf die Zahlungen der Körperschaftssteuer-, Solidaritätszuschlag- sowie Gewerbesteuerverpflichtungen für vorherige Veranlagungszeiträume zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 13.560 (Vorjahr: TEUR 18.091) und sind damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.531 bzw. -25 % zurückgegangen. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf den Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.734 gesunken sind. Ebenso ist die Rückstellung für noch zu gewährenden Werbekostenzuschüssen bedingt durch den Umsatzrückgang um TEUR 721 zurückgegangen. Des Weiteren sind die Rückstellungen für Retouren, aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse - im Vergleich zum Vorjahr - um TEUR 537 zurückgegangen. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für drohende Verluste im Zusammenhang mit Untervermietungen sank bedingt durch den anteiligen Verbrauch von Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 733. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.456 bzw. 63,2 % auf TEUR 26.995 (Vorjahr: TEUR 16.539). Dies ist auf eine Entscheidung des Managements zurückzuführen die offenen Verbindlichkeiten, gegenüber dem Schwesterunternehmen Fossil Group Europe GmbH (FGE), aus dem dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres 2023, erst im Folgejahr (2024) zu begleichen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 847 auf TEUR 3.373 (Vorjahr: TEUR 2.526) angestiegen und beinhalten insbesondere Verpflichtungen gegenüber kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 1.615 (Vorjahr: TEUR 643) und Verpflichtungen aus ausgestellten Geschenkgutscheinen in Höhe von TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 1.748) sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 135). Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr ein positiver Cashflow in Höhe von Mio. EUR 6,2 (Vorjahr: Mio. EUR 9,9) erzielt. Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um Mio. EUR 3,7 ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund um Mio. EUR 2,3 und den Rückgang der Rückstellungen um rund Mio. EUR 6,8 zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang des Vorratsvermögens und der Anstieg der Verbindlichkeiten aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin negativ und betrug Mio. EUR -0,9 (Vorjahr: Mio. EUR -1,5). Dieser ergibt sich maßgeblich aufgrund von Auszahlungen für Investition in Mietereinbauten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug Mio. EUR -20,0 (Vorjahr: EUR 0,00) und ist auf eine liquiditätswirksame Ausschüttung an den Gesellschafter (TEUR 20.000) zurückzuführen. Die Gesellschaft sichert ihren Liquiditätsbedarf im Wesentlichen zunächst durch die Erwirtschaftung eigener positiver Cashflows. Ein darüberhinausgehender Liquiditätsbedarf kann durch die Teilnahme am teilkonzernweiten Cash-Pool-System der Fossil Europe B.V. gedeckt werden. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der jeweils negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit konnte durch die positiven Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nur teilweise gedeckt werden. Im Ergebnis ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds um TEUR -14.714 auf TEUR 25.337. Dieser umfasst ausschließlich den Bestand an liquiden Mitteln. Ertragslage Umsatz Die Fossil (Europe) GmbH verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang von insgesamt TEUR -25.104 bzw. -13,2 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 164.966 (Vorjahr: TEUR 190.070). Geschäftsfeld Wholesale (stationärer Einzelhandel/Großhandel) Im Geschäftsfeld Wholesale (stationärer Einzelhandel/Großhandel) verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatzrückgang in Höhe von -16,5 % (Geschäftsjahr TEUR 123.894, Vorjahr TEUR 148.301). Dieser Rückgang betraf sowohl die Umsätze in den Auslandsmärkten (-13 %), als auch die im Inland erzielten Umsätze im Bereich Wholesale (-21 %). Maßgeblicher Grund für den Rückgang war eine allgemeine Nachfrageschwäche nach den von der Gesellschaft angebotenen Produkten. Auch der Rückzug aus dem Produktbereich Connected Uhren und Schmuck trug zum Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsfeld bei. Geschäftsfeld Retail-Stores Im Geschäftsfeld Retail-Stores, das ausschließlich im Inland betrieben wird, gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um -9 % zurück (Geschäftsjahr TEUR 23.437, Vorjahr TEUR 25.831). Ursachlich für den Umsatzrückgang war die Schließung von fünf Stores im Geschäftsjahr. Der Plan sah ursprünglich die Schließung von acht Stores vor. Aufgrund der unsicheren Lage des Einzelhandels und der Entwicklungen im Geschäftsfeld hat die Gesellschaft ihre Strategie weiterverfolgt, sich aus unrentablen Standorten zurückzuziehen. Geschäftsfeld E-Commerce Das Geschäftsfeld E-Commerce (eigener Webshop der Gesellschaft) verzeichnete im Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg in Höhe von 11 % (Vorjahr: -13 %) (Geschäftsjahr TEUR 17.635, Vorjahr TEUR 15.938). Dieser Anstieg ist auf das grds. veränderte Kaufverhalten der Konsumenten zurückzuführen, in welchem der Onlinehandel immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Gesellschaft sieht sich in diesem Bereich grundsätzlich gut aufgestellt und forciert ihre Onlinepräsenz, um Kunden langfristig an sich zu binden. Der Wettbewerb in diesem Geschäftsfeld ist jedoch besonders intensiv. Daher ist die Gesellschaft bemüht dieses Geschäftsfeld ständig weiter zu weiterzuentwickeln. Umsatzträger Die Gesellschaft hat ein breit aufgestelltes Produktportfolio im Bereich Uhren und Accessoires. Sie vertreibt neben Modeuhren für Damen und Herren, Connected Uhren, Modeschmuck und Lederwaren. Die Gesellschaft versteht sich als Lifestyle-Unternehmen und vertreibt ein breites Markenportfolio weltweit bekannter Marken. Die Gesellschaft vertreibt FOSSIL ® , MICHELE ® , SKAGEN®, ZODIAC ® als Eigenmarken und Emporio Armani ® , Armani Exchange ® , Michael Kors ® , Diesel ® , Tory Burch ® , DKNY ® , Kate Spade New York ® , Puma ® und BMW ® als Lizenzmarken. Die Entwicklung der Umsatzerlöse (netto) gegliedert nach Produktgruppen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Der Umsatzrückgang der umsatzstärksten Produktgruppe traditionelle Uhren und Schmuck fiel im Vergleich zu den anderen Produktgruppen am geringsten aus (-10 %). Der Anteil der Produktgruppen traditionelle Uhren und Schmuck am Gesamtumsatz stieg im Berichtsjahr von 83 % im Vorjahr auf 86 %. Daneben stellt die Geschäftsführung fest, dass die Umsatzentwicklung in dem für die Gesellschaft bedeutendsten Produkt- und Preissegment (traditionellen Uhren bis EUR 500) auf dem Inlandsmarkt (Deutschland) schwächer ausfiel als die Umsatzentwicklung des Gesamtmarktes für traditionelle Uhren in Deutschland. Damit verringerte sich im Ergebnis der Markanteil der Gesellschaft im Inland in diesem Produkt- und Preissegment gegenüber dem Vorjahr, jedoch konnte die Gesellschaft ihre Marktführerschaft in diesem Bereich weiterhin verteidigen 8.
8 Quelle: GFK Market Insights 2022.
Die Produktgruppe Connected Uhren und Schmuck verzeichnete demgegenüber erneut einen Umsatzrückgang im mittleren zweistelligen Prozentbereich (-46 %, Vorjahr -25 %). Damit fiel der Umsatzrückgang wahrnehmbar stärker aus als in den anderen Produktgruppen und als im Vorjahr. Der Konzern hat in Reaktion auf die wiederholten Umsatzrückgänge seit dem Geschäftsjahr 2020 in einer im Geschäftsjahr 2023 finalisierten Analyse festgestellt, dass die aktuelle Kollektion an Connected Uhren und Schmuck global und generell nicht in dem Maße von den Konsumenten nachgefragt wird, wie dies ursprünglich und langfristig geplant war. In der Mitte des Geschäftsjahres hat die Fossil Inc. daher die strategische Entscheidung für den gesamten Konzern getroffen, die technische Weiterentwicklung der Produktgruppe Connected Uhren und Schmuck einzustellen und sich aus dieser Produktgruppe vollständig zurückzuziehen. Unsere Gesellschaft hat daher den Abverkauf entsprechender Bestände an Connected Uhren und Schmuck im Berichtsjahr angestrebt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beinhaltet das Inventar der Gesellschaft nur noch einen sehr geringen Bestand an Connected Uhren und Schmuck (Anteil bezogen den gesamten Warenbestand der Gesellschaft im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Infolge des oben genannten erneuten Umsatzrückgangs ist der Anteil der Produktgruppe am Gesamtumsatz der Gesellschaft von 9 % im Vorjahr auf 6 % im Berichtsjahr zurückgegangen. Auch der erneute Rückgang der Umsatzerlöse mit der Produktgruppe Lederwaren (-22 %, Vorjahr -15 %) ist im Wesentlichen auf die oben genannte Kaufzurückhaltung der Konsumenten zurückzuführen. Lederwaren vertreibt die Gesellschaft vor allem über die eigenen Retail-Stores und den Onlinehandel. Aufwendungen Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR -18.555 bzw. -14,5 % auf TEUR 109.846 (Vorjahr: TEUR 128.401) gesunken. Damit verlief der Rückgang der Materialaufwendungen leicht überproportional im Vergleich zum Rückgang der Umsatzerlöse, die um -13,2 % gesunken sind. Dies ist auf die gesunkenen Bezugspreise für die von der FGE bezogenen Handelswaren gemäß der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (FGE), zurückzuführen. Die Bezugspreise für Handelswaren werden auf der Basis der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der FGE (LRD-Agreement) jährlich angepasst. Trotz des leicht überproportionalen Rückganges des Materialaufwands im Vergleich zum Rückgang der Umsatzerlöse blieb das Verhältnis der Materialaufwendungen zu den Umsatzerlösen jedoch auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (67 %). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 785 bzw. 5,1% auf TEUR 16.140 (Vorjahr: TEUR 15.355) angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf um TEUR 611 höhere Abfindungsaufwendungen als im Vorjahr zurückzuführen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 3,7 % gesunken. Dieser Rückgang ist ausschließlich auf die Storeschließungen im Geschäftsfeld Retail-Stores zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -4.602 auf TEUR 41.750 (Vorjahr: TEUR 46.352) gesunken. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Marketingaufwendungen um TEUR 2.102 zurückzuführen. Während die Aufwendungen für Dienste rund um soziale Netzwerke und Internetsuchdienste sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegten, hat die Gesellschaft die Aufwendungen für traditionelle Werbung reduziert, da der stationäre Handel (Retail-Business) für die Gesellschaft weiter an Bedeutung verliert. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 155) um TEUR 737 auf TEUR 892 angestiegen. Der Anstieg der Zinserträge ist maßgeblich auf die verzinsliche Anlage eines Bestands an liquiden Mitteln in Höhe von rund TEUR 35.000 - TEUR 42.000 vom Beginn bis zum Mai des Geschäftsjahres zurückzuführen. Der Bestand an verzinslich angelegten liquiden Mitteln ging danach bis zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 25.337 zurück. Das allgemein höhere Zinsniveau wirkte sich dabei positiv auf die Höhe der im Geschäftsjahr erzielten Zinserträge aus. 6. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft Hinsichtlich des Geschäftsverlaufs und der Lage hat die Gesellschaft ein herausforderndes Geschäftsjahr 2023 in einem schwierigen Markt- und Branchenumfeld bewältigt. 9 Der Rückgang der Umsatzerlöse ist dabei primär auf eine nicht hinreichende Kundenbindung sowie auf eine allgemeine Nachfrageschwäche nach den von der Gesellschaft angebotenen Produkten zurückzuführen. Auch die strategische Entscheidung des Konzerns sich aus dem Produktbereich Connected Uhren und Schmuck zurückzuziehen hat zum erneuten Rückgang der Umsatzerlöse beigetragen. Der prozentuale Umsatzrückgang war sowohl im ersten und als auch im zweiten Halbjahr (inklusive des für die Gesellschaft wichtigen Weihnachtsgeschäft) in etwa gleich groß. Der Umsatzrückgang betraf, mit Ausnahme des Geschäftsfeldes E-Commerce, alle Geschäftsfelder und Märkte, in denen die Gesellschaft tätig ist. Trotz des Umsatzrückgangs konnte das Planziel für das Geschäftsjahr 2023 für die Umsatzerlöse erreicht werden, das Planziel bezüglich der Höhe des Jahresüberschusses wurde demgegenüber verfehlt. Die Geschäftsführung war daher mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 nur bedingt zufrieden. 7. Chancen und Risikobericht Sämtliche Gesellschaften der Fossil-Gruppe sind in ein konzernweites Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von Risiken, insbesondere von finanziellen Risiken, und möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden monatlich aufgezeigt und untersucht. Die Vertriebsstrategie wird den neuen Entwicklungen angepasst. Die Risikobeurteilung erfolgt durch die Geschäftsführung in Abstimmung mit der Fossil Gruppe. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß. Hierbei wird ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > Mio. EUR 2, im Falle seines Eintretens, definiert ist. Ein moderates Risiko wird mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 25 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > Mio. EUR. 1 Alle anderen Risiken ordnet die Gesellschaft als gering ein. Operative Risiken Risiken in Folge der Auswirkungen von möglichen Pandemien Unvorhergesehene Ereignisse wie z.B. der Ausbruch von Epidemien, schwerwiegende politische Verwerfungen, Störungen wichtiger Infrastrukturnetze wie Elektrizität und Kommunikation, können kurzfristig zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Damit können Einschränkungen beim Personen- und Warenverkehr ebenso verbunden sein wie Einschränkungen der Geschäfts- und Produktionstätigkeit. Ebenso geht damit ein hohes konjunkturelles Risiko einher. Die Gesellschaft sieht unterschiedlich starke Auswirkungen eines eingeschränkten öffentlichen Lebens infolge eines Pandemiegeschehens auf die verschiedenen Vertriebswege (Geschäftsfelder) der Gesellschaft. Der stationäre Einzelhandel wäre von Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens weiterhin am stärksten betroffen, was zu hohen Umsatzeinbußen in diesem Bereich führen könnte. Es besteht daneben insbesondere die Gefahr einer größeren Insolvenzwelle kleinerer, stationärer Läden in Innenstadtlagen, die durch den massiven Rückgang der Kundenfrequenz hohe Umsatzverluste hinnehmen müssten. Dies kann ebenfalls zu zukünftigen Umsatzrückgängen mit Wholesale-Kunden der Gesellschaft führen. Da die Gesellschaft in verschiedenen Ländern bzw. Märkten tätig ist, sieht die Gesellschaft das grundsätzliche Potenzial einer Minderung des o.g. Risikos, da verschiedenen Länder vermutlich unterschiedlich stark und zu unterschiedlichen Zeitpunkten von einem Pandemiegeschehen betroffen wären und auf dieses teilweise in unterschiedlicher Weise reagieren werden. Durch diese "Diversifikation" sieht die Gesellschaft das Risiko eines totalen Umsatzausfalls infolge einer Pandemie leicht gemindert. Neben der regionalen Diversifikation wirkt sich auch die Diversifikation der Vertriebswege grundsätzlich risikomindernd aus, da der Vertrieb von Waren durch den Eigenen- und Dritt-Online-Handel auch im Falle von weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens möglich bleibt. Auf diese Weise können die Umsatzrückgänge anderer Vertriebswege zumindest teilweise ausgeglichen werden. Die Geschäftsführung stellt aufgrund der genannten möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einem Pandemiegeschehen zunächst keine unmittelbaren Risiken für die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft fest, da aufgrund der bestehenden Vertriebsvereinbarung wesentliche Geschäftsrisiken wie das Forderungsausfall- oder das Gewährleistungsrisiko final von der FGE zu tragen sind. Bezüglich der Finanzlage ergibt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 - unter der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil Europe B.V. als Cash-Pool-Führer sowie des Gesamtkonzerns - keine Hinweise auf eine unzureichende Liquiditätsausstattung bzw. unzureichende Refinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Bezüglich der Ertragslage besteht allerdings das Risiko weiterer Umsatzrückgänge sowie damit verbundener negativer Ergebnisauswirkungen. Daneben besteht für die Gesellschaft das direkte Risiko der Erkrankung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, was Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Leistungserbringung haben könnte. Um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schützen, wurden im Jahr 2021 und werden auch zukünftig bei Bedarf, vorübergehend Fossil- Stores sowie die Verwaltung geschlossen. Zudem wurden und werden Dienstreisen und Besuche von Externen abgesagt bzw. reduziert und wo immer es möglich ist, mobiles Arbeiten von zu Hause unterstützt, um Ansteckungsgefahren zu minimieren. Unter Berücksichtigung aller oben genannten möglichen weiteren Auswirkungen eines Pandemiegeschehens auf die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Geschäftslage der Gesellschaft beurteilt das Management das Risiko negativer Auswirkungen unter Berücksichtigung der Erkenntnismöglichkeiten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses wie im Vorjahr als moderat ein. Risiken in Folge der Auswirkungen des Krieges von Russland in der Ukraine sowie aufgrund der Spannungen im Nahen Osten Durch kriegerische Auseinandersetzungen können schwerwiegende Verwerfungen in den Lieferketten, Rohstoff- und Energiemärkten sowie in Absatzmärkten auftreten. Die Gesellschaft sieht unterschiedlich starke wirtschaftliche Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges hinsichtlich des Wegfalls von Absatzmärkten. Sollte sich die kriegerische Auseinandersetzung auf weitere angrenzende Regionen ausweiten, kann das weitere Umsatzausfälle zur Folge haben. Ebenso könnten die infolge des Krieges gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise einen erneuten Anstieg bzw. eine länger andauernde hohe Inflation in grundsätzlich allen Absatzmärkten der Gesellschaft zur Folge haben, die den privaten Konsum negative beeinflusst. Dies könnte weitere Umsatzausfälle der Gesellschaft zur Folge haben. Unmittelbar ist die Gesellschaft von den, insbesondere auch in Folge des Krieges und der Spannungen im Nahen Osten auftretenden, Verwerfungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten betroffen. Auch wenn die massiv gestiegenen Energiepreise den Höhepunkt überschritten haben, bleiben die Energiepreise allgemein jedoch auf einem höheren Niveau als vor dem Beginn des Ukraine Kriegs. Aufgrund des Bestehens langfristiger Lieferverträge für Strom und Gas wird erwartet, dass die an den Beschaffungsmärkten für Energie eingetretenen Preisrückgänge für die Gesellschaft erst mit zeitlicher Verzögerung wirksam werden. Unter der Berücksichtigung der oben genannten möglichen weiteren Auswirkungen des russisch-ukrainischen Krieges sowie der Spannungen im Nahen Osten auf die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Geschäftslage der Gesellschaft beurteilt das Management das Risiko negativer Auswirkungen unter Berücksichtigung der Erkenntnismöglichkeiten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses gegenüber dem Vorjahr unverändert als hoch. Absatzrisiken Konsumentenverhalten, Risiken aus dem Wandel des modischen Geschmacks sowie dem Produktportfolio Die Fossil (Europe) GmbH vertreibt Modeaccessoires, die naturgemäß einem schnellen Wandel des Geschmacks unterworfen sind. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft ständig dabei, modische Trends und Branchenentwicklungen zu analysieren, um frühzeitig auf Änderungen des Konsumentenverhaltens reagieren zu können. Die Gesellschaft sieht in dem von ihr vertriebenen breiten Markenportfolio ein einzigartiges Instrument, um dem stetigen Wandel des Konsumentengeschmacks zu begegnen, da eine Vielzahl von Designs in den verschiedenen Marken abgebildet werden. Der Konzern arbeitet stetig und zielgerichtet daran, ein optimales Markenportfolio bereitzustellen. Das Risiko der nicht rechtzeitigen Reaktion auf Änderungen des Konsumentenverhaltens bzw. des Konsumentengeschmacks wird durch die Gesellschaft abweichend zum Vorjahr (moderat) als hoch eingestuft. Den durch die Corona-Krise ausgelösten generellen Impuls des verstärkten Onlinehandels (Onlinehandel extern und eigener Webshop der Fossil (Europe) GmbH) sieht die Gesellschaft grundsätzlich als Chance, da der Konzern sowie auch die Gesellschaft in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen haben, den Vertriebskanal Onlinehandel kontinuierlich auszubauen. Die Gesellschaft sieht dabei auch die Gelegenheit, eine neue Käuferschicht anzusprechen. Im direkten Konsumentenkontakt durch den wachsenden Onlinehandel in Kombination mit dem Betrieb von Retail-Stores an ausgesuchten Standorten sieht die Gesellschaft die Möglichkeit, die Markenbindung der Konsumenten zu verstetigen bzw. zu vertiefen. Im Bereich des eigenen Webshops/E-Commerce Channels der Fossil (Europe) GmbH sieht die Gesellschaft deutlichen Verbesserungsbedarf, jedoch durch die langfristige Verschiebung des Konsumverhaltens in Richtung Onlinehandel sowie durch die Implementierung von Kundenbindungsprogrammen auch eine Chance für zukünftig wieder realisierbares Wachstum. Ein wesentliches Risiko sieht die Gesellschaft darin, dass der Gesamtkonzern zunehmend auf ein weltweit einheitliches Produktportfolio setzt, um Synergien und Produktionskosten Vorteile nutzen zu können. Es besteht die Gefahr, dass Anforderungen und Bedürfnisse der lokalen Märkte dabei nicht ausreichend berücksichtigt werden. Besonders das sensible Thema des Preis-Leistungsverhältnisses kann bei unzureichender Würdigung der Verhältnisse des jeweiligen lokalen Absatzmarktes zu erheblichen Umsatzeinbußen führen. Das genannte Risiko wird durch die Geschäftsleitung unverändert als hoch eingestuft. Daher betreiben die Gesellschaft wie auch der Konzern ein enges, zielgerichtetes Berichtswesen, um lokale Absatzmärkte passgenau betreuen zu können. Branchenrisiken Nach Ansicht der Gesellschaft stellt das Preissegment zwischen EUR 50 und EUR 500 für traditionelle Uhren, in dem sich die Gesellschaft bewegt, eine Herausforderung für die Fashion Uhren-Branche dar. Basierend auf den der Geschäftsführung vorliegenden externen, unentgeltlich und öffentlich nicht zugänglichen Marktanalysen der GfK wurde für das gesamte Geschäftsjahr 2023 am Markt ein Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich in diesem Preissegment gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Daneben beobachtet die Gesellschaft für die gesamte Fashion Uhren-Branche einen langfristigen Wandel des Konsumverhaltens weg vom stationären Handel (stationärer Einzelhandel und Fossil Retail) hin zum Onlinehandel, wobei im Berichtsjahr der stationäre Handel wieder einen leicht höheren Marktanteil im Vergleich zum Onlinehandel erzielen konnte. Die aus dem o.g. langfristigen Wandel resultierenden Risiken für die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft werden durch die Geschäftsleitung weiterhin als hoch eingeschätzt. Diesem Branchenrisiko trägt die Gesellschaft Rechnung, indem sie ihre Vertriebsorganisation ständig weiterentwickelt und den aktuellen Markterfordernissen anpasst. Aufgrund des grundsätzlich weiter erwarteten Wandels vom stationären Handel hin zum Onlinehandel erwartet die Geschäftsführung ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld. Als zusätzliche Belastung für den stationären Einzelhandel sieht die Gesellschaft die rückläufige Entwicklung im Umsatz und in der Größe des Filialnetzes im deutschen Kauf- und Warenhausbereich. Durch eine anhaltende Neuausrichtung der großen deutschen Kauf- und Warenhausketten kann die Gesellschaft die zukünftige Umsatzentwicklung in diesem Bereich nur schwer abschätzen. Die Gesellschaft sieht daher die Notwendigkeit, Organisationsstrukturen kontinuierlich anzupassen, um schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können. Demzufolge sieht die Geschäftsführung die Notwendigkeit, komplexe Strukturen abzubauen, um schnellere Entscheidungsprozesse zu ermöglichen. Die Gesellschaft schätzt das Risiko aus der Neuausrichtung der großen deutschen Kauf- und Warenhausketten für die Gesellschaft unverändert als gering ein. Finanzielle Risiken Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft finanziert sich zunächst durch die Erwirtschaftung eines eigenen positiven Cash-Flows aus dem Vertrieb von Fossil-Produkten über die verschiedenen Vertriebskanäle. Ein darüberhinausgehender kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann grundsätzlich durch die Teilnahme am teilkonzernweiten Cash-Pool-System der Fossil Europe B.V. (EMEA-Cash-Pool-Führer) gedeckt werden. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Darlehensverpflichtungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Liquiditätsplanung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 ergibt - unter der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil Europe B.V. als Cash-Pool-Führer sowie des Gesamtkonzerns - keine Hinweise auf eine unzureichende Liquiditätsausstattung bzw. unzureichende Refinanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Aufgrund der mit den fortdauernden Risiken (z.B. Ukraine-Krieg, Nahost- Konflikt, hohe Energiekosten, Inflation) verbundenen Prognoseunsicherheit und der unterschiedlichen Auswirkungen und Folgen der Krisen auf einzelne Länder bzw. Regionen, in denen die Gesellschaft, Fossil in EMEA bzw. der Fossil-Konzern insgesamt tätig sind, sowie aufgrund der damit verbundenen potenziellen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit einzelner Konzerngesellschaften, des Cash-Pool-Führers (Fossil Europe B.V.) sowie des Konzerns insgesamt, wird das Liquiditätsrisiko unverändert zum Vorjahr als moderat bis hoch eingestuft. Forderungsausfallrisiken Das Risiko von Forderungsausfällen ist aufgrund der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der Schwestergesellschaft Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz (FGE), mit dem Risiko der Zahlungsfähigkeit der FGE und des Fossil-Konzerns insgesamt verknüpft, da die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Vertriebsvereinbarung von Forderungsausfallrisiken freigestellt ist und diese aufwandswirksam final von der FGE zu tragen sind. Die Geschäftsführung sieht trotz der Auswirkungen der fortdauernden Krisen auf das Geschäftsvolumen und die Geschäftsmöglichkeiten von Fossil in EMEA sowie des Gesamtkonzerns die Zahlungsfähigkeit der FGE und des Fossil-Konzerns insgesamt, auch aufgrund der erfolgten zusätzlichen externen Aufnahme finanzieller Mittel durch den Konzern in den Geschäftsjahren 2020, 2021 wie auch 2023, welche bezüglich der Verwendung bzw. Nutzung anteilig EMEA zugeordnet worden sind, sowie aufgrund der positiven Fortführungsprognose des Gesamtkonzerns, im Ergebnis als nicht gefährdet an. Aufgrund der mit den fortdauernden Krisen (z.B. Ukraine-Krieg, Spannungen im Nahen Osten, gestiegene Energiekosten, Inflation etc.) grundsätzlich verbundenen Prognoseunsicherheit und den unterschiedlichen Auswirkungen und Folgen der Krisen auf einzelne Länder bzw. Regionen, in denen die Gesellschaft, Fossil in EMEA bzw. der Fossil-Konzern insgesamt tätig sind und den damit verbundenen potenziellen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit einzelner Konzerngesellschaften, insbesondere der FGE als Risikoträger (Vertragspartner der geschlossenen Vertriebsvereinbarung) oder des Konzerns insgesamt, wird das Forderungsausfallrisiko weiterhin als moderat eingestuft. Währungs- und Zinsrisiko Den aus der Währungsentwicklung im Einkaufs- und Verkaufsbereich resultierenden Risiken wird zentral durch die Fossil-Gruppe mit Hilfe des Einsatzes von Sicherungsgeschäften unter Verwendung geeigneter finanztechnischer Instrumente begegnet. Die Fossil (Europe) GmbH wird in diesem Bereich selbst nicht tätig. Aufgrund der aktuellen Zinslage und der geringen Anzahl an Geschäften mit einem Zinsrisiko sind die Auswirkungen solcher Geschäfte auf die Gewinn- und Verlustrechnung gering. Die Geschäftsführung schätzt die Währungs- und Zinsrisiken unverändert als gering ein. Rechtliche Risiken Als Folge der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, ist die Gesellschaft von Gewährleistungs-, Forderungsausfall- und Bewertungsrisiken im Bereich des Vorratsvermögens (durch Warenrückgaberechte) freigestellt. Rechtliche Risiken bestehen im Wesentlichen aufgrund der Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr und ergeben sich im Steuer-, Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht. Die damit verbundenen Risiken werden von der Gesellschaft weiterhin als gering eingestuft. Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten Die zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Fossil Inc., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance- Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Daneben werden auch soziale und ethische Ziele gefördert. Im Zuge eines konzernweiten Programmes wurden Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig als gering. Cyberrisken Unser Geschäft ist in hohem Maße von Datenverarbeitungssystemen sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen abhängig, einschließlich unserer Tools zur Unternehmensressourcenplanung. Wir verarbeiten täglich eine große Anzahl von Transaktionen und sind auf die ordnungsgemäße Funktion unserer Computersysteme angewiesen. Wenn eines dieser Systeme ausfällt, sei es durch einen Brand oder Naturkatastrophen, Strom- oder Telekommunikationsausfälle, Cyber-Kriminalität, oder Kriegshandlungen könnten wir finanzielle Verluste, Geschäftsunterbrechungen, Haftung gegenüber unseren Kunden, behördliche Eingriffe oder eine Schädigung unseres Rufs erleiden. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup- Systeme, -Verfahren und -Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Dementsprechend stufen wir dieses Risiko unverändert zum Vorjahr als hoch ein. Der Fossil Konzern hat für zentral gehostete IT-Systeme umfangreiche Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Im Zuge der jährlichen Beurteilungen des Managements über die Effektivität der internen Kontrollen entsprechend Sektion 404(b) des Sarbanes-Oxley Acts (15 U.S.C. 7262(b)) erfolgt eine Bewertung des Cyberrisikos sowie eine Überprüfung der Einhaltung von Richtlinien und Prozessen, die die Risikoexposition und die Sicherheitsabläufe abdecken. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Fossil Inc. und wird bei Bedarf lokal ergänzt. Konzernweit werden spezifische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Sicherheitskonzeptes entwickelt; hierbei verfolgt Fossil das Ziel, die Wahrscheinlichkeit für einen Sicherheitsvorfall und einen daraus resultierenden Schaden zu minimieren und die Entdeckungswahrscheinlichkeit im Falle eines Sicherheitsvorfalles zu maximieren. Beschaffungsrisiken Die Fossil (Europe) GmbH bezieht alle Handelswaren von der Fossil Vertriebsgesellschaft Fossil Group Europe GmbH (Schweiz) (FGE). Die Gesellschaft ist damit zwar im Wesentlichen von einem einzigen Lieferanten abhängig, indes handelt es sich bei der FGE um eine in den Fossil Konzernverbund eingebundene Gesellschaft. Infolge der fortdauernden Krisen (z.B. Ukraine-Krieg, Nah-Ost-Konflikt, gestiegene Energiekosten, Inflation, etc.) schätzt die Geschäftsführung das Beschaffungsrisiko als unverändert als moderat ein, da auch zukünftig Auswirkungen auf die Lieferketten, die im Wesentlichen auf behördliche Maßnahmen vor allem in China zurückzuführen wären, nicht ausgeschlossen werden können. Die Fossil (Europe) GmbH und die Schwestergesellschaft FGE als einziger Lieferant der Gesellschaft konnten jedoch trotz schwieriger Rahmenbedingungen in den Jahren 2022 und 2023 die von den Kunden nachgefragten Produkte bereitstellen. Die Geschäftsführung geht hiervon auch für das Geschäftsjahr 2024 und das nachfolgende Geschäftsjahr 2025 aus. Chancen der zukünftigen Entwicklung Im Bereich des Onlinehandels (Onlinehandel extern und eigener Webshop der Fossil (Europe) GmbH) sieht die Gesellschaft grundsätzlich auch weiterhin Wachstumschancen für die Zukunft. Diese sind nach Einschätzung der Geschäftsführung, insbesondere durch das grundsätzlich veränderte Verbraucherverhalten und durch den Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Bereich weiterhin gegeben. Grundsätzlich ist die Gesellschaft mit Ihrer Präsenz im Vertriebsweg Onlinehandel (extern) zufrieden. Im Bereich des eigenen Webshops/E-Commerce Channels der Fossil (Europe) GmbH sieht die Gesellschaft deutlichen Verbesserungsbedarf, jedoch durch die langfristige Verschiebung des Konsumverhaltens in Richtung Onlinehandel sowie durch die Implementierung von Kundenbindungsprogrammen auch Chancen für zukünftiges Wachstum. Die Gesellschaft sieht dabei auch die Gelegenheit, eine neue Käuferschicht anzusprechen. Im direkten Konsumentenkontakt durch den wachsenden Onlinehandel in Kombination mit dem Betrieb von Retail-Stores an ausgesuchten Standorten sieht die Gesellschaft die Möglichkeit, die Markenbindung der Konsumenten zu verstetigen bzw. zu vertiefen. Durch den eigenen Webshop/E-Commerce Channel hat die Gesellschaft die Möglichkeit Produkte direkt an den Endkonsumenten zu vertreiben. Die Gesellschaft sieht sich weiter darin bestärkt, dass dieser Vertriebsweg in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde und somit eine Plattform geschaffen worden ist, die zukünftige erwartete Entwicklungen des Onlinehandels im eigenen Webshop/E-Commerce Channel abwickeln kann. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Die Einschätzung der Gesamtrisiko- und Chancenlage ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Chancen und Risiken der Gesellschaft, sowie der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Einzelrisiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. Für die Gesellschaft ist die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten weiterhin als hoch anzusehen. Um die beschriebenen sowie unvorhersehbaren Risiken beherrschen zu können, hat die Gesellschaft sowie der Konzern jeweils ein Risikomanagementsystem geschaffen. Die derzeit bestehenden Risiken werden grundsätzlich als beherrschbar angesehen, können sich aber - ähnlich wie die Chancen - bei Eintritt auf den der Steuerung der Gesellschaft zugrunde liegenden bedeutsamen Leistungsindikator (Umsatzerlöse) auswirken, der infolgedessen von seinen Prognosewerten abweichen kann. Damit sind Auswirkungen auf die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie in der Folge auch auf das Jahresergebnis möglich. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist unter der Prämisse der fortbestehenden Zahlungsfähigkeit der FGE, der Fossil B.V. als Cash-Pool-Führer in EMEA, sowie des Gesamtkonzerns grundsätzlich als angemessen anzusehen. Der Liquiditätsbedarf ist gegenwärtig durch vorhandene eigene Liquidität, einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, sowie im Falle eines kurzfristigen zusätzlichen Liquiditätsbedarfs grundsätzlich durch das bestehende Cash-Pool-System des Teilkonzerns (Fossil Europe B.V) bzw. des Konzerns gedeckt. Die Geschäftsführung sieht daher zum Beurteilungszeitpunkt den Bestand des Unternehmens als nicht gefährdet an. 8. Ausblick und Prognose Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer internen Bottom-Up-Analyse. Diese Analyse wird unter Berücksichtigung der erwarteten Kundennachfrage, der Konzernplanung (insbesondere Produktplanung) sowie der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Lage in den wichtigsten Absatzmärkten der Gesellschaft (insbesondere Deutschland) zu einer Gesamtprognose verdichtet. Hierbei hat die Geschäftsführung im Rahmen der Prognose die nachfolgenden Annahmen getroffen und die unten genannten Punkte ergänzend berücksichtigt
Sofern sich neben den genannten Annahmen keine weiteren negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben, prognostiziert die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 - basierend auf den oben genannten Annahmen - einen Umsatzrückgang gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr in einer Bandbreite von -20 % bis -25 %. Dabei soll ein Jahresüberschuss in einer Bandbreite von 0,8 bis 1,2 Mio. EUR erzielt werden. Die Prognose unterliegt jedoch aufgrund der aktuellen dynamischen politischen, wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen sowie aufgrund der aktuellen angespannten Marktlage einer höheren Volatilität. Die bislang im Geschäftsjahr 2024 erzielten Umsatzerlöse und Ergebnisse liegen leicht über Plan und den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Gesellschaf geht daher aktuell davon aus, die Prognoseziele für das Gesamtjahr 2024 erreichen zu können. Für das Jahr 2025 erwartet das DIW Berlin für Deutschland eine Erholung des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,5 % und einen Rückgang der Inflation auf 1,4 %. 11 Ausgehend von dieser Prognose, erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025 einen weiteren Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 um etwa 5 - 10 %. Dabei soll ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. Mio. EUR 1,2 erzielt werden.
Grabenstätt, den 12. November 2024 Fossil (Europe) GmbH Anna Maria Studzińska, Geschäftsführerin Caroline Niermann, Geschäftsführerin Christian Lunkenbein, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Fossil (Europe) GmbH, GrabenstättI. Allgemeine Angaben und Grundlagen des Abschlusses Die Fossil (Europe) GmbH, Oberwinkl 1, 83355 Grabenstätt, ist im Amtsgericht Traunstein unter HRB 8076 eingetragen. Infolge einer im Geschäftsjahr 2004 geschlossenen Vertriebsvereinbarung mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, ist die Gesellschaft ein sogenannter Low Risk Distributor und das Gewährleistungs-, Forderungsausfall- und Vertriebsrisiko wurden auf die Konzernschwestergesellschaft übertragen. Dem Umstand, dass diese Risiken nicht mehr von der Fossil (Europe) GmbH zu tragen sind, wurde - wie im Vorjahr - bei der Bilanzierung im Geschäftsjahr Rechnung getragen. Dabei wurden die entsprechenden Wertberichtigungen sowie die Gewährleistungsrückstellung zunächst aufwandswirksam gebildet, anschließend erfolgte die Geltendmachung der entsprechenden Erstattungsansprüche ertragswirksam gegenüber der Schweizer Schwestergesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind mit den um planmäßige bzw. außerplanmäßig Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden ausschließlich nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden analog den steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2a EStG) in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird.
Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Vorräte (Handelswaren) wurden zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Einkäufe von Vorräten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Ausfallrisiken sowie zu erwartende Zahlungsabzüge und Zinsverluste durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Das Forderungsausfallrisiko ist infolge der geschlossenen Vertriebsvereinbarung auf die Fossil Group Europe GmbH in Basel, Schweiz übergegangen. Forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Langfristige Forderungen in Fremdwährung liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wurden unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen im Falle eines Überhangs an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital (gezeichnete Kapital) wurde mit dem Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Gesellschaftsvertrag sowie der Eintragung im Handelsregister. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen und dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnende Aufwendungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Zukünftige Preis- und Kostensteigerung werden mit jährlich 5,5 % berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen eine Drohverlustrückstellung sowie Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. In diesen Fällen wird gemäß §256a Satz 2 HGB das Imparitätsprinzip nicht beachtet. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn die Lieferungen ausgeführt wurden und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei Dienstleistungsverträgen erfolgt die Umsatzrealisation im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 4.500 (Vorjahr: TEUR 6.211) betrifft in voller Höhe Warenbestände in den Retail-Stores. Die Gesellschaft ist in Folge der bestehenden Vertriebsvereinbarung mit der Fossil Group Europe GmbH, Basel, Schweiz, ein Low Risk Distributor. Die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 28.055 (Vorjahr: TEUR 25.787) und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 4.971, Vorjahr: TEUR 5.342), mit Ausnahme der u.g. Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 2.256, haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.971 (Vorjahr TEUR 5.342) beinhalten insbesondere bei Kreditinstituten hinterlegte Sicherheiten zur Absicherung von Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 2.256 (Vorjahr: TEUR 3.145), deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 184) und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht (Vorjahr: EUR 0). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 321) enthält im Wesentlichen im Voraus bezahlten Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 126) und vorausbezahlte Miete in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 79). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 26. Die Kapitalrücklage beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf TEUR 1.585. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres (TEUR 3.580) sowie dem Gewinnvortrag von TEUR 34.400 erfolgte eine Ausschüttung an die alleinige Gesellschafterin Fossil B.V. in Höhe von TEUR 20.000. Der verbleibende Gewinnvortrag beläuft sich in der Folge auf TEUR 17.980. Fremdkapital Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Werbekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 5.392 (Vorjahr: TEUR 6.113), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 3.106 (Vorjahr: TEUR 4.840), Rückstellungen für Warenretouren TEUR 1.702 (Vorjahr: TEUR 2.239), Rückstellungen für Provisionen und Boni in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 226), Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen von TEUR 934 (Vorjahr: TEUR 669), Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 728 (Vorjahr: TEUR 1.461), Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 640) , Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Skonti in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 157) und aus ausstehenden Urlaubsansprüchen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 275). Die gesamten Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.833) haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 26.995 (Vorjahr: TEUR 16.539), davon belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin auf TEUR 559 (Vorjahr: TEUR 712). Diese resultieren im Wesentlichen aus Provisionsverpflichtungen für von der Gesellschafterin vermittelte Geschäfte auf dem niederländischen Markt. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.373 (Vorjahr: TEUR 2.526) beinhalten insbesondere Verpflichtungen aus ausgestellten Geschenkgutscheinen in Höhe von TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 1.748) sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 135). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Mietzahlungen für mietfreie Zeiten. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus dem unterschiedlichen Ansatz der Drohverlustrückstellung sowie der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in der Handelsbilanz gegenüber den Ansätzen in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern ergeben sich weiterhin aus den unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Nutzungsdauern bzw. Abschreibungszeiträumen bezüglich des Firmenwertes "Skagen" sowie bezüglich des entgeltlich erworbenen Kundenstammes "Skagen-Großhändler". Passive latente Steuern ergeben sich aus den unrealisierten Kursgewinnen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierte Ertragssteuersatz von 30 %. Insgesamt ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Vom Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (netto) pro Produktgruppe gliedern sich wie folgt:
Der Umsatzanteil im Inland lag bei 53,4 % (Vorjahr: 53,8 %), im EU-Ausland bei 16,3 % (Vorjahr: 16,5 %) und im sonstigen Ausland bei 30,3 % (Vorjahr: 29,7 %). Der Umsatzanteil im Ausland beläuft sich insgesamt auf 46,6 % nach 46,2 % im Vorjahr. Die Umsatzerlöse (netto) pro Geschäftsfeld gliedern sich wie folgt:
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Untervermietung von Mietobjekten in Höhe von TEUR 2.146 (Vorjahr: TEUR 2.470) und um periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 622 (Vorjahr: TEUR 401) sowie um Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 1.301; Vorjahr: TEUR 2.265). Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 128.401 um TEUR -18.555 auf TEUR 109.846 gesunken. Damit verlief der Rückgang des Materialaufwands (-14,5 %) überproportional im Vergleich zum Rückgang der Umsatzerlöse (-13,2 %) aufgrund gesunkener Bezugspreise für Handelswaren. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +5 % auf TEUR 16.140 (Vorjahr: TEUR 15.355). Der Anstieg ist trotz der im Durchschnitt um 15 gesunkenen Mitarbeiteranzahl im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für Abfindungen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen in verschiedenen Unternehmensbereichen zurückzuführen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 611. Darüber hinaus trugen um TEUR 243 höhere Bonusaufwendungen als im Vorjahr zu dem Anstieg des Personalaufwandes bei. Der Rückgang der durchschnittlichen MA-Anzahl ist fast ausschließlich auf die Storeschließungen im Geschäftsfeld Retail-Stores zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 12.526 (Vorjahr: TEUR 13.734), Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 27.874 (Vorjahr: TEUR 30.820) und Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.798). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind - wie im Vorjahr - keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Die Verluste aus Währungsumrechnung setzen sich wie folgt zusammen:
Der Ertragssteueraufwand des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 938) und betrifft Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer des Geschäftsjahres sowie für Vorjahre. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Am 8. Januar 2020 ist die Gesellschaft in einen Vertrag zur Gewährung von Sicherheiten mit der JPMorgan Chase Bank (Sicherungsnehmer) eingetreten. Zweck des Vertrages ist die Besicherung von Verbindlichkeiten der Fossil Group Inc. und anderer Schuldner des Konzerns, unter anderem der Gesellschaft selber, welche gegenüber dem Sicherungsnehmer aus der Aufnahme von Darlehen bestehen. Die Darlehen valutieren zum 30. Dezember 2023 (Bilanzstichtag der Fossil Group Inc.) in Höhe von 161 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 223 Mio. US- Dollar). Die durch die Fossil (Europe) GmbH gewährten Sicherheiten umfassen sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus gruppeninternen Darlehen, sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen aus Versicherungsansprüchen, sowie sämtliches anderes Umlaufvermögen, als auch sämtliches Anlagevermögen der Gesellschaft. Der Vertrag enthält auch Regelungen bezüglich der zukünftigen Wertänderungen der sicherungsübereigneten Vermögensgenstände des Anlage- und Umlaufvermögens. Der Kreditgeber hat im Verwertungsfall das Recht, die zu verwertenden Vermögensgegenstände zu bestimmen. Insbesondere aufgrund der Umsatzprognosen bzw. Erwartungen sowie der Cash-Flow-Planungen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 für Fossil in EMEA und des Gesamtkonzern hält die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Gesellschaft aus dem bestehenden Sicherungsübereignungsvertrag für gering. Weitere Haftungsverhältnisse resultieren aus einem Schuldbeitritt für von der FESCO GmbH, Eggstätt, geschuldete Einfuhrabgaben. Die Fossil (Europe) GmbH unterhält zwei Aufschub Konten für fremde Abgabenschulden aus Einfuhrumsatzsteuer und Einfuhrzoll bei der Bundeskasse Trier. Es besteht eine schriftliche Verpflichtung zur kumulativen Übernahme dieser Abgabenschulden ohne schuldbefreiende Wirkung für die FESCO GmbH, Eggstätt (Schuldbeitritt). Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Saldo der geschuldeten Einfuhrabgaben auf dem Aufschub Konto im Durchschnitt auf TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 335). Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als gering anzusehen, da die FESCO GmbH über ausreichenden Zugang zu den erforderlichen finanziellen Mittel verfügt, um die geschuldeten Einfuhrabgaben begleichen zu können. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 12.611 (Vorjahr: TEUR 20.060) ist wie folgt fällig:
Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Transaktionen mit nahestehenden Personen
Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 391 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 406), davon 237 (Vorjahr: 224) in Teilzeit. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers (Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München) wurden im Geschäftsjahr 2023 Honorare von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 145) für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) für Steuerberatungsleistungen erfasst. Gesellschafter und Organe der Gesellschaft Die Höhe des Stammkapitals beträgt EUR 25.564,59 und ist im Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital wird zu 100 % von der die Fossil Europe B.V., Doetinchem, Niederlande, gehalten. Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Gesellschaft wird durch jeweils zwei Geschäftsführer vertreten, diese sind von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit. Im Geschäftsjahr 2023 erhielten vier der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft. Die Bezüge der aktiven Organmitglieder für das abgelaufenen Geschäftsjahr belaufen sich gemäß § 285 Nr. 9a HGB auf TEUR 962. Konzernverhältnisse, Mutterunternehmen sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis Alleinige Gesellschafterin der Fossil (Europe) GmbH zum 31. Dezember 2023 ist die Fossil Europe B.V., Doetinchem, Niederlande, die wiederum eine 100 %-ige Tochter der Fossil Inc., Dallas, USA, ist und in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Die Fossil Inc., Dallas, USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten als auch für den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf (Weltkonzernabschluss). Der Konzernabschluss kann bei der US-Wert- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Commission File Number 001-41040 eingesehen werden. Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Fossil Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Fossil Konzern bzw. die Fossil Inc. (Dallas) fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Fossil Konzern bewerten derzeit die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbor" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Fossil Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres/Nachtragsbericht Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der Liquiditätsplanung und -steuerung der Fossil-Gruppe ist für Fossil EMEA eine Umstellung des teilkonzernweiten Cash-Pooling Systems geplant. Diese zielt darauf ab, die Liquiditätssteuerung der einzelnen Fossil Gesellschaften zu verbessern wie auch die finanzielle Flexibilität innerhalb des Fossil Konzerns zu erhöhen. Im Zuge der Neuausrichtung wurden ein Teil der liquiden Mittel der Gesellschaft ab dem 1. Februar 2024 an den Cash-Pool-Führer (Fossil B.V.) - den EMEA-Teilkonzern - übertragen. Durch entsprechende vertragliche Vereinbarung soll der Gesellschaft ein variabler Kreditrahmen eingeräumt werden, um sicherzustellen, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zudem soll ein vertraglich bestimmter Bestand an liquiden Mittel auch zukünftig in der Gesellschaft verbleiben. Dieser Bestand soll nach bisherigen Erwägungen betragsmäßig so bemessen sein, dass die Gesellschaft aus diesem ihren Zahlungsverpflichtungen für einen Zeitraums von 60 Tage jederzeit nachkommen kann. Daneben sind nach Ende des Geschäftsjahres keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Vorgänge eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.254.878,74 (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 3.580.023,15) sowie den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 17.979.619,29 (Vorjahr: EUR 34.399.596,14) auf neue Rechnung vorzutragen.
Grabenstätt, den 12. November 2024 Fossil (Europe) GmbH Anna Maria Studzińska, Geschäftsführerin Caroline Niermann, Geschäftsführerin Christian Lunkenbein, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fossil (Europe) GmbH, Grabenstätt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fossil (Europe) GmbH, Grabenstätt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fossil (Europe) GmbH, Grabenstätt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. November 2024 Deloitte
GmbH
Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Christopher Gruber, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterversammlung: Am 13.11.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.254.878,74 festgestellt, sowie die Geschäftsführung entlastet. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen