Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 212891
Eingetragen
21.9.2018
Branche
Wärme- und KältehandelHerstellung von WärmepumpenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Die Entwicklung und Realisierung von Projekten mit Blockheizkraftwerken sowie die Erbringung von Wartungs- und Instandsetzungsdienstleistungen für Blockheizkraftwerke bzw. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur kombinierten Stromund Wärmeerzeugung.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Klaus Egon Sabel
seit 13.6.2024
Prokura
Andreas Hülsing
seit 21.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
INNIO Jenbacher Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

EPS BHKW GmbH

Beesten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 31.12.2019

Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2019

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Allgemeine Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die EPS BHKW GmbH, Beesten, bietet Energielösungen mit gasbetriebenen BHKW-Anlagen im Leistungsbereich zwischen 75 kWel und 1.500 kWel an. Die BHKW-Module mit Gasmotoren von INNIO Jenbacher und Elektro Hagl können mit Erdgas, Biogas, Klärgas, Deponiegas oder Synthesegas (z.B. Holzgas) betrieben werden.

Neben dem Verkauf der BHKW-Module hat die EPS BHKW GmbH langjährige Erfahrung in den Bereichen Planung, Bau, Service und Inbetriebnahme von gesamten BHKW-Anlagen, die sowohl in das Gebäude integriert werden als auch in Stahlcontainer oder Betonschallhauben schlüsselfertig geliefert werden.

Der Hauptabsatzmarkt unserer Produkte und Dienstleistungen befindet sich in Nord- und Ostdeutschland, wobei die größte Kundengruppe aus dem landwirtschaftlichen Gewerbe (Biogasmarkt) stammt.

Aufbauend auf der strategischen Positionierung als kompetenter und zuverlässiger Lieferant von kundenspezifischen Energielösungen und Servicedienstleistungen, ist es das Ziel der EPS BHKW GmbH, führender Anbieter von BHKW-Anlagen im norddeutschen Raum zu werden.

Seit Juli 2018 gehört die EPS BHKW GmbH dem Konzern der BHKW & Energie Holding GmbH, Ravensburg, an. Neben der EPS BHKW GmbH gehören die Schwestergesellschaften EPS Rental GmbH, Beesten, und die Energas BHKW GmbH, Ravensburg, dem Konzern der BHKW & Energie Holding GmbH an. Die BHKW & Energie Holding GmbH ist selbst Tochterunternehmen der Energie 360 Grad AG, Zürich (Beteiligungsquote 72,9 %).

Zur Anpassung an das Geschäftsjahr der obersten Muttergesellschaft wurde zunächst ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis 30. September 2019 eingelegt. Aufgrund der beabsichtigten Veräußerung der deutschen Muttergesellschaft wurde das Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr geändert und hierzu im Kalenderjahr 2019 ein zweites Rumpfgeschäftsjahr für die Zeit vom 01. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 eingelegt. Die in diesem Lagebericht ausgewiesenen Vorjahresangaben beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis 30. September 2019. Somit ist die Vergleichbarkeit sehr eingeschränkt.

Als finanzielle Steuerungsgröße verwendet die EPS BHKW GmbH den Umsatz und das operative Ergebnis vor Steuern, vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA).

1.2 Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig. Die EPS BHKW GmbH arbeitet jedoch projektspezifisch mit der Entwicklungsabteilung von INNIO Jenbacher und Elektro Hagl zusammen, um ihre Praxiserfahrungen in die Weiterentwicklung der Produkte einfließen zu lassen. Weiterhin konzentriert sich das Unternehmen auf die kontinuierliche technische Optimierung der angebotenen BHKW-Lösungen und Anlagenkonzepte.

1.3 Zweigniederlassungen

Um den Kundenbedürfnissen in Bezug auf lokale Marktkenntnis und rasche Reaktionszeiten gerecht zu werden, betreibt die EPS BHKW GmbH unselbstständige Niederlassungen in Wilhelmshaven, Rostock und Magdeburg, welche entsprechend dem Geschäftsmodell des Unternehmens die Bereiche Planung, Verkauf, Installation, Inbetriebnahme und Service vor Ort in regionaler Kundennähe abdeckt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Deutsche Wirtschaft befindet sich im Jahr 2019 das zehnte Jahr in Folge auf Wachstumskurs. 2019 wird ein preisbereinigtes Wachstum des Brutto-Inlands-Produkt von 0,6 % erreicht. Diese allgemein gute Wirtschaftslage in Deutschland einerseits und die für BHKW-Anlagen günstige Entwicklung der Energiepreise (Strompreis zu Gaspreis) bildeten positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung der EPS BHKW GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019.

Die zunehmende Nutzung der Flexibilisierungsprämie als Investitionsanreiz zur technischen Neudimensionierung von Biogasanlagen hatte im Weiteren für die hohe Nachfrage und für einen steigenden Auftragseingang nach Neuanlagen gesorgt. Mit Erreichen des Flexdeckels im Jahr 2019 und einer damit verbundenen Nachlauffrist bis zum 30. November 2020 entfällt ab diesem Zeitpunkt die Flexibilisierungsprämie.

2.2 Geschäftsverlauf

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres sind die aufgeführten Unternehmenszahlen vom 01. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 - wie einleitend beschrieben - nur im begrenzten Maße mit dem Vorjahr vergleichbar. Bei der Analyse der Finanz- und Ertragszahlen muss dieser Umstand berücksichtigt werden.

Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahres werden durch den hohen Anteil der naturgemäß niedrigmargigen Neuanlagenumsätze bestimmt.

Der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr beträgt 17.077,0 TEuro (im Vj. 26.327,9 TEuro). Verglichen mit dem Kalenderjahr 2018 hat die EPS BHKW GmbH im Kalenderjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 7,9 Mio EUR auf 43,4 Mio EUR erreichen können. Das Umsatzwachstum resultiert nahezu ausschließlich aus dem Neuanlagenumsatz. Hier konnte die Planung übertroffen werden. Demgegenüber blieben die leicht rückläufigen Umsätze im Wartungs- und Servicegeschäft hinter den Erwartungen zurück.

Die EPS BHKW GmbH erzielte im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt einen Rohertrag (Gesamtleistung./.Materialaufwand) von 3.641,20 TEuro und ein Ergebnis vor Steuern von 1.159,8 TEuro. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern/Gesamtleistung) liegt bei 10,9 %.

Unsere Kompetenz zur Realisierung von kundenspezifischen Energielösungen, die Zuverlässigkeit der eingesetzten Gasmotoren und die kompromisslose Kundenorientierung im Service waren die maßgeblichen Erfolgsfaktoren für die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2019. So konnte die EPS BHKW GmbH im Jahr 2019 bereits ein erstes größeres Erdgasprojekt gewinnen.

Das EBITDA der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2019 beträgt 1.213,1 TEuro (im Rumpfgeschäftsjahr zum 30. September 2019 1.032,3 TEuro). Für das Kalenderjahr wurde insgesamt ein EBITDA von 2.245,4 TEuro im Vergleich zu 3.517,5 TEuro 2018 erzielt.

Die allgemeine Geschäftsentwicklung der EPS BHKW GmbH im Berichtsjahr ist als zufriedenstellend zu bewerten.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Angaben zur Ertragslage

Der Umsatz der EPS BHKW GmbH betrug vom 01. Oktober 2019 bis 31. Dezember .2019 17.077,0 TEuro. Die Bestandveränderung der unfertigen Leistungen beträgt zum 31. Dezember 2019 -6.401,6 TEuro. Im gesamten Kalenderjahr 2019 hat die EPS BHKW GmbH einen Umsatz von 43.404,9 TEuro und damit eine Umsatzsteigerung von 22,0 % gegenüber 2018 erreicht.

Die Gesamtleistung für den Zeitraum vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2019 beträgt 10.750,4 TEuro. Betrachtet auf das gesamte Kalenderjahr ist die Gesamtleistung um 4.102,5 TEuro (10,1 %) im Vergleich zum Vorjahr auf Grund des höheren Anteil des Neuanlagengeschäfts und der höheren Anzahl an Projekten zurückgegangen.

Der Rohertrag (Gesamtleistung./.Materialaufwand) beläuft sich auf 3.641,2 TEuro. Die Rohertragsquote, gemessen an der Gesamtleistung, beträgt im 4. Quartal 2019 33,9 % (Kalenderjahr 2019: 31,5 % nach 28,5 % im Jahr 2018).

Die Personalkosten für das 4. Quartal 2019 betragen 1.282,9 TEuro. Betrachtet auf das gesamte Kalenderjahr ist der Personalaufwand, insbesondere durch die gestiegene Anzahl an Mitarbeitern, um 693 TEuro im Vergleich zu 2018 gestiegen. Zum Betrachtungsende am 31. Dezember 2019 zählt die EPS BHKW GmbH 102 Beschäftigte (inklusive Auszubildende). Am 31. Dezember 2018 beschäftigte die EPS BHKW GmbH 93 Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung, beträgt im 4. Quartal 2019 11,9 %, für das Kalenderjahr 2019 15,1 % im Vergleich zu 11,9 % im Geschäftsjahr 2018.

Die Abschreibungen im 4. Quartal 2019 betragen 58,4 TEuro (Kalenderjahr 2019: 219,5 TEuro, im Vergleich zu 180,0 TEuro 2018).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für das 4. Quartal 2019 belaufen sich auf 1.212,4 TEuro. Ihr Anteil an der Gesamtleistung beträgt somit 11,3 % (Kalenderjahr 2019: 10,8 %) Im Vergleich zum Jahr 2018 erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 507 TEuro. Ursächlich hierfür waren erstmals erfolgte Kostenumlagen der Muttergesellschaft.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt im 4. Quartal 2019 1.159,8 TEuro. Der Anteil an der Gesamtleistung beträgt somit 10,8 % (Kalenderjahr 2019: 5,6 % nach 7,1 % im Jahr 2018. Das Ergebnis vor Steuern ging im Jahr 2019 um 819,2 TEuro (28,6 %) nach 2.864,0 TEuro im Jahr 2018 zurück. Insgesamt ist der Rückgang auf eine Veränderung im Produkt-Mix, den Aufbau von Mitarbeitern für weiteres Wachstum sowie die Kostenumlage der Muttergesellschaft zurückzuführen.

2.3.2 Angaben zur Finanzlage

Die Finanzierung der EPS BHKW GmbH erfolgt überwiegend durch Thesaurierung von Gewinnen. Für die Absicherung von Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften bedient sich die EPS BHKW entsprechender Avalkredite. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich unter Ausnutzung der Skontofrist beglichen. Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.

Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital gedeckt. Die Anlagendeckung I (Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) beträgt 984 % nach 890 % im Vorjahr.

Die Liquidität 3. Grades (Umlaufvermögen im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beträgt 529,7 % (im Vorjahr 401,5 %). Der Bestand an flüssigen Mitteln zum 31. Dezember 2019 beträgt 1.917,9 TEuro gegenüber 1.728,4 TEuro zum 30. September 2019 bzw. 2.370,0 TEuro zum 31. Dezember 2018.

Investitionen in das Anlagevermögen betragen im 4. Quartal 2019 54,3 TEuro.

2.3.3 Angaben zur Vermögenslage

Die Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen) reduzierte sich von 7,8 % im Vorjahr auf 7,3 % zum 31. Dezember 2019.

Das Vorratsvermögen (einschließlich der aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen) erhöhte sich um 1.076,7 TEuro (28,8 %). Aufgrund von Abrechnungen von Aufträgen im 4. Quartal reduzierten sich die unfertigen Leistungen und Erzeugnissen von 8.769,5 TEuro auf 2.442,9 TEuro. Ebenso reduzierten sich die erhaltenen Anzahlungen von 11.978,6 TEuro auf 3.006,9 TEuro.

Der Forderungsbestand (inklusive Forderungen gegen verbundene Unternehmen) ist am Bilanzstichtag gegenüber dem 30. September 2019 um 10 % gesunken und beträgt 4.583,4 TEuro.

Die liquiden Mittel betragen am Bilanzstichtag 1.917,9 TEuro (+10,9 %).

Das Eigenkapital hat sich um 828,6 TEuro (+10,0 %) erhöht und beträgt am Abschlussstichtag insgesamt 9.119,4 TEuro. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 beträgt 71,7 %.

Die um 556,6 TEuro verminderten Rückstellungen belaufen sich auf 1.369,1 TEuro. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr geht im Wesentlichen auf den Wegfall der zum 30. September 2019 gebildeten Rückstellung für Weihnachtsgeld zurück.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt mit 1.282,9 TEuro über den Werten zum 30. September 2019 in Höhe von 874,6 TEuro.

Der Verschuldungsgrad ist aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals bei gleichzeitiger Reduzierung der Verbindlichkeiten im Vergleich zu 2018 von 76,4 % auf 39,4 % zum 31. Dezember 2019 gesunken.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis vor Steuern, vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) heran. Zur Entwicklung dieser Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere vorstehenden Ausführungen.

2.3.5 Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Für das Gesamtjahr 2019 hat die Gesellschaft den geplanten Umsatz von rund 43 Mio Euro erreicht. Das 4. Quartal 2019 war, mit rund 40 % vom Gesamtjahresumsatz, wie erwartet, das umsatzstärkste Quartal im Jahr 2019. Der Service- und Wartungsumsatz blieb im Jahr 2019 dabei hinter dem Jahr 2018 und hinter den Planungen zurück.

Die wirtschaftliche Lage der EPS BHKW GmbH ist positiv.

3. Prognosebericht

Die dezentrale Energieversorgung über BHKW-Anlagen im Erdgas- und Biogasbereich wird auch in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler für die Energiewende in Deutschland sein. Darauf aufbauend wird die EPS BHKW GmbH ihre Kompetenz zur Planung und Realisierung von Energielösungen mit BHKW-Anlagen weiter ausbauen und gezielt einsetzen, um ihre Marktanteile im norddeutschen Raum weiter zu steigern.

Die stetig wachsende installierte BHKW-Anlagenflotte der EPS BHKW GmbH ist eine gute Basis für eine nachhaltig positive Entwicklung des die Ertragslage bestimmenden Service- und Wartungsgeschäftes.

Durch das Erreichen des Flexibilitätsdeckels bis zum Stichtag 30. November 2020 und die damit auslaufende staatliche Förderung (Flexibilisierungsprämie) für den Bereich Biogasanlagen erwartet die Geschäftsführung auf der Grundlage der gebundenen Neuanlagenaufträge um 10,0 Mio Euro sinkende Erlöse im Jahr 2020.

Die Geschäftsführung rechnet hiernach für das Jahr 2020 durch den Umsatzrückgang im Neuanlagengeschäft sowie leicht steigenden Service- und Wartungsumsatz aufgrund des Anstiegs der Motorenpopulation mit Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt 35 Mio. Euro und einer erwarteten Umsatzrendite von 8,0 %. Aufgrund der erwarteten Nutzung von weiteren Synergien mit dem Schwesterunternehmen Energas BHKW GmbH im süddeutschen Raum sowie der voraussichtlichen Übernahme der Gruppe durch INNIO erwartet die Gesellschaft ein EBITDA auf dem Niveau des Kalenderjahres.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement der Gesellschaft beruht auf der Analyse der quartalsweise Plan-Ist-Abweichungen im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung an die Konzernmutter, um gegebenenfalls erforderliche Anpassungsmaßnahmen zeitnah durchführen zu können. Monatlich werden die Auftragseingänge, offene Angebote und abgerechnete Projekte besprochen und analysiert.

Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Bruttodarstellung). Maßnahmen der Risikobegrenzung werden jeweils separat dargestellt.

4.2 Umfeld-/Branchenrisiken

Als externer Risikofaktor für die EPS BHKW GmbH sind die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für Biogasanwendungen zu beachten, da Investitionsentscheidungen von Kunden dadurch beeinflusst werden. Das EEG läuft bis November 2020, sodass für 2020 mit sinkenden Auftragseingängen zu rechnen ist.

Der technologische Wandel auf dem Energiesektor und die Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung in einer sich ändernden Energielandschaft stellen die EPS BHKW GmbH auch in Zukunft vor große Herausforderungen. Auch die Verschärfung der Abgasvorschriften macht weitere technologische Schritte, z.B. den Einsatz von SCR-Katalysatoren (SCR = Selektive Katalytische Reduktion von Stickoxiden in Abgasen), erforderlich.

Die vorgenannten Risiken werden als "hoch" eingestuft.

Durch starke weltweite Nachfrageschwankungen kann es zu Lieferengpässen bei der BHKW-Modullieferung kommen. Die Gesellschaft begegnet dem durch Vorratsbestellungen, durch die es möglich ist, marktkonform und kundenorientiert zu agieren. Auf der Grundlage des Vertriebs- und Service-Partner-Vertrags mit dem Hauptlieferanten INNIO Jenbacher wurde eine stabile und langfristige Geschäftsbeziehung sichergestellt. Wir beurteilen dieses Risiko auf Basis aktueller Erkenntnisse als "mittel".

4.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

4.3.1 Marktpreisrisiken

Risiken aus Preissteigerungen bei der Beschaffung von Ersatzteilen, bei Löhnen und Gehältern sowie sonstigen Nebenkosten gleicht die EPS BHKW GmbH überwiegend durch die direkte Weitergabe an ihre Kunden aus. Das Risiko wird - ohne Maßnahmen der Risikobegrenzung - als "mittel" eingestuft.

Besonderen Währungsrisiken aus dem laufenden Geschäftsverkehr ist die Gesellschaft nicht ausgesetzt.

4.3.2 Ausfallrisiken

Es besteht ein Risiko für Forderungsausfälle, das jedoch als "gering" eingeschätzt wird. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem werden zur Risikoabsicherung Vorauskassen genutzt. Darüber hinaus informieren wir uns, bevor eine neue Geschäftsbeziehung eingegangen wird, über die Bonität unserer Kunden. Das verbleibende Ausfallrisiko bei Forderungen gegen Dritte wird über eine pauschale Wertberichtigung auf den Forderungsbestand zum Stichtag erfasst. Konkrete Ausfallrisiken sind über die Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

4.3.3 Liquiditätsrisiken

Die breite Kundenstruktur der Gesellschaft wirkt risikodämpfend. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende, nicht ausgeschöpfte Avallinien verschiedener Kreditgeber. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ferner über Lieferantenkredite. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti gezahlt. Das Risiko wird als "gering" eingestuft.

4.3.4 Finanzinstrumente

Die EPS BHKW GmbH setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

4.4 Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig nicht erkennbar.

4.5 Chancenbericht

Durch das Inkrafttreten des neuen 44. BimSch (Bundes-Immissionsgesetz) sind Betreiber von gasbetriebenen Verbrennungsmotoren verpflichtet, verschärfte Grenzwerte der Abgasemissionen einzuhalten und zu dokumentieren. Die EPS BHKW GmbH bietet hierfür für ihre Bestands- als auch für Neukunden technische Nachrüstungen an, die sich insgesamt positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Die Chance wird als "hoch" eingestuft.

Ein erhebliches Neukundenpotential sieht die Geschäftsführung im Einzugsgebiet der im Jahr 2019 neu eröffneten Niederlassung in Magdeburg.

Die enge Zusammenarbeit mit dem hauptsächlich im süddeutschen Raum tätigen Schwesterunternehmen Energas BHKW GmbH ermöglicht der EPS BHKW GmbH die Gewinnung von Neukunden. Diese Chance wird als "hoch" beurteilt.

Die BHKW & Energie Holding GmbH (Muttergesellschaft der EPS BHKW GmbH) wird voraussichtlich Ende März 2020 von der INNIO-Gruppe übernommen. Wir erwarten hierdurch eine gestärkte Marktposition, verbunden mit weiteren Synergie-Effekten, die ein weiteres wirtschaftliches Wachstum begünstigt. Ziel hierbei ist es, den jetzigen Marktanteil noch weiter erfolgreich auszubauen. Wir stufen diese Chance als "hoch" ein.

4.6 Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Geschäftsführung eine konservative Risikopolitik.

Die wirtschaftliche Entwicklung der EPS BHKW GmbH ist positiv.

Die gegenwärtig noch erhöhte, durch Förderprogramme getriebene Investitionstätigkeit der Betreiber von Biogasanlagen für neue Gasmotoren verbreitert die Basis für eine weitere Ausweitung der Wartungs- und Serviceumsätze.

 

Beesten, 23. März 2020

EPS BHKW GmbH

Die Geschäftsführung

Andreas Hülsing

Gerd Rojahn

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 30.9.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 55.831,00 52.212,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.173,00 123.621,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 322.671,00 305.804,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.727,00 870.571,00 448.948,15 878.374,06
926.402,00 930.586,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.333.479,11 4.490.062,39
2. Unfertige Leistungen, fertige Leistungen 2.442.911,43 8.769.497,75
3. Waren 485.230,74 593.981,74
4. Geleistete Anzahlungen 564.976,43 1.868.085,86
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.006.876,70 4.819.721,01 -11.978.602,00 3.743.025,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.939.585,55 4.278.414,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 643.829,60 813.431,14
3. Sonstige Vermögensgegenstände 459.298,75 5.042.713,90 414.536,91 5.506.382,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.917.858,86 1.728.367,98
11.780.293,77 10.977.775,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.623,63 96.706,76
12.712.319,40 12.005.069,17

Passiva

31.12.2019
EUR
30.9.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 8.264.780,35 7.640.757,45
III. Jahresüberschuss 828.604,89 624.022,90
9.119.385,24 8.290.780,35
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.123,30 2.823,30
2. Sonstige Rückstellungen 1.365.000,00 1.922.900,00
1.369.123,30 1.925.723,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.282.924,43 874.639,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 291.822,85 108.374,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 649.063,58 805.550,68
2.223.810,86 1.788.565,52
12.712.319,40 12.005.069,17

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2019

1.10. - 31.12.2019 1.1. - 30.9.2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.076.977,81 26.327.880,90
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -6.326.586,32 -565.132,04
3. Sonstige betriebliche Erträge 70.217,46 149.287,52
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.101.637,60 16.129.650,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.558,66 7.109.196,26 1.785.630,22 17.915.280,6
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.017.728,18 3.650.535,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 265.170,36 1.282.898,54 594.371,62 4.244.907,4
- davon für Altersversorgung EUR 5.461,71 (i. Vj. EUR 1.436,23) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 58.442,87 161.147,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.212.363,90 2.710.996,33
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.169,86 11.094,68
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99,01 6.576,37
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 328.042,21 251.650,40
11. Ergebnis nach Steuern 831.736,02 632.573,0
12. Sonstige Steuern 3.131,13 8.550,07
13. Jahresüberschuss 828.604,89 624.022,9

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Beesten und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Osnabrück unter der Nummer HRB 212891 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist daher in Anwendung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Anpassung an das Geschäftsjahr der obersten Muttergesellschaft wurde zunächst ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2019 - 30. September 2019 eingelegt. Aufgrund der beabsichtigten Veräußerung der deutschen Muttergesellschaft wurde das Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr geändert und hierzu im Kalenderjahr 2019 ein zweites Rumpfgeschäftsjahr für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 eingelegt. Somit ist die Vergleichbarkeit sehr eingeschränkt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die übrigen Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen, entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer, bewertet. In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Als Nutzungsdauer werden bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren vorgenommen.

Die Zugänge beim beweglichen Anlagevermögen werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis zu € 800 werden analog der steuerlichen Vorschrift des § 6 Abs. 2 EStG voll als Betriebsausgabe erfasst.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Unfertige Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bewertet. Dabei wird die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse jeweils pro Fertigungsauftrag vorgenommen. Die Herstellungskosten setzen sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus fremdbezogenen Erzeugnissen und Leistungen zusammen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie herstellungsbedingte Zinsen werden nicht einbezogen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich mit den Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe des anteiligen, auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Ausgabebetrages angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung ungewisser Verbindlichkeiten notwendig ist, unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen. Zum 31. Dezember 2019 - wie auch zum 30. September 2019 - bestehen keine Rückstellungen mit einer Laufzeit > 1 Jahr. Eine Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit < 1 Jahr erfolgt nicht.

Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept ermittelt. Zum 31. Dezember 2019 - wie auch zum 30. September 2019 - bestehen keine zeitlichen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbewertung

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang gesondert wiedergegeben.

2. Umlaufvermögen

Die vom Vorratsvermögen aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen sind von kurzfristiger Natur mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten i.H.v. T€ 19 (i.Vj. T€ 15) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Im Übrigen haben die Forderungen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 644) betreffen mit T€ 342 (i.Vj. T€ 514) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 302 (i.Vj. T€ 300).

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

31.12.2019
T€
30.09.2019
T€
31.12.2018
T€
Personalverpflichtungen 442,0 830,0 457,0
Gewährleistungen 335,0 280,0 372,0
Ausstehende Rechnungen 278,0 660,9 1.891,3
Übrige 310,0 152,0 192,0
1.365,0 1.922,9 2.912,3

4. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten ergibt sich aus der nachstehenden Übersicht:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten € (Vorjahr
€)
bis zu 1 Jahr € (Vorjahr
€)
1-5 Jahre € (Vorjahr
€)
mehr als 5 Jahren € (Vorjahr
€)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.282.924,43 1.282.924,43 0,00 0,00
(874.639,86) (874.639,86) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 291.822,85 291.822,85 0,00 0,00
(108.374,98) (108.374,98) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten *) 649.063,58 649.063,58 0,00 0,00
(805.550,68) (805.550,68) (0,00) (0,00)
2.223.810,86 2.223.810,86 0,00 0,00
Vorjahr 1.788.565,52 1.788.565,52 (0,00) (0,00)
*) davon aus Steuern 461.349,22 Vorjahr: 583.857,73
*) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.111,47 Vorjahr: 6.095,59

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 278,9 (i.Vj. TEUR 101,4) den Liefer- und Leistungsverkehr.

5. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,0 (i.Vj. TEUR 0,4) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 29,7 (i.Vj. TEUR 0,0) aus abgeschriebenen Forderungen und Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten enthalten.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35,3 (i.Vj. TEUR 156,4) aus Forderungsverlusten.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember 2019 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2019
TEuro
30.09.2019
TEuro
Befristete Immobilienmietverträge für Geschäftsgebäude/Lager 1.406,8 1.466,1
Unbefristete Immobilienmietverträge (Angabe p.a.) 7,4 7,4
Leasing Kfz, Einrichtungen und BGA (befristet) 646,5 740,4

Der Zweck der Leasinggeschäfte besteht darin, weniger Kapital in Anlagen zu binden und damit finanzielle und organisatorische Flexibilität zu erhalten. Zudem verbleiben Verwertungsrisiko und der damit verbundene Aufwand in der Regel beim Leasinggeber.

E. Sonstige Angaben

Personal

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern i.S. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

01.10. - 31.12.2019 01.01. - 30.09.2019
Arbeiter 57 59
Angestellte 29 27
86 86

Darüber hinaus beschäftigt die Gesellschaft 11 (i.Vj. 11) Auszubildende.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

Herr Andreas Hülsing, kaufmännischer Geschäftsführer
Herr Gerd Rojahn, technischer Geschäftsführer seit 1. Februar 2019

Auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht des § 288 (2) HGB in Anspruch.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft gehört seit 5. Juli 2018 einem Konzern an. Das Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Energie 360 Grad AG, Sitz: Zürich (Schweiz). Der Konzernabschluss ist in Zürich (Schweiz) am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Das Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14a HGB, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die BHKW & Energie Holding GmbH, Sitz: Ravensburg. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger (eBAnz) offengelegt.

 

Beesten, den 23. März 2020

gez. Andreas Hülsing

gez. Gerd Rojahn

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.10.2019 bis 31.12.2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 74.995,00 7.895,00 0,00 82.890,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 276.977,69 0,00 0,00 276.977,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 638.034,55 34.576,03 0,00 672.610,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.089.812,23 11.787,28 25.192,08 1.076.407,43
2.004.824,47 46.363,31 25.192,08 2.025.995,70
2.079.819,47 54.258,31 25.192,08 2.108.885,70
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2019
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 22.782,50 4.276,50 0,00 27.059,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.356,26 5.448,43 0,00 158.804,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 332.230,07 17.709,51 0,00 349.939,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 640.864,08 31.008,43 25.192,08 646.680,43
1.126.450,41 54.166,37 25.192,08 1.155.424,70
1.149.232,91 58.442,87 25.192,08 1.182.483,70
Buchwerte
31.12.2019
EUR
1.10.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 55.831,00 52.212,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.173,00 123.621,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 322.671,00 305.804,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.727,00 448.948,15
870.571,00 878.374,06
926.402,00 930.586,56

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EPS BHKW GmbH, Beesten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EPS BHKW GmbH, Beesten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EPS BHKW GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Ulm, den 23. März 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Schaich, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 31. März 2020 festgestellt.

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