Nerasilva GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Bock seit 17.10.2024 | Prokura |
Dagmar, geb. Fischer Trommer seit 28.9.2020 | Geschäftsführer |
Carsten Karl-Heinz Kipping seit 28.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Linimed Gruppe GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Silver Topco GmbHJenaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022Geschäftsmodell der Gruppe Der Konzern betreibt als Linimed-Gruppe mit nunmehr dreiundzwanzig (2021: siebzehn) Pflegediensten außerklinische Intensivpflege, ambulante Tourenpflegedienste, betreutes Wohnen sowie einen Sanitätshandel und entwickelt Pflegeimmobilien. Er zählt damit weiterhin zu den führenden, auf außerklinische Intensivpflege spezialisierten Pflegeunternehmen in Deutschland. Im Bereich der Intensivpflege hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr in Deutschland sein Leistungsangebot als einer der führenden Anbieter 1 weiter ausgebaut. Neben organischem Wachstum durch die Eröffnung neuer und die Erweiterung bestehender Standorte konnten im Februar 2022 100% der Anteile an der advivo ambulante Pflege GmbH, der L&W Intensivpflege GmbH sowie der L&W Intensivpflegedienst GmbH erworben werden. Ebenfalls im Februar 2022 wurde der Kaufvertrag über den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile an der Alpha Care GmbH mit Sitz in München sowie an der Denia GmbH mit Sitz in Unterwössen durch die Linimed Gruppe GmbH unterzeichnet. Die Alpha Care GmbH ist die Muttergesellschaft der Alpha Care Gruppe, die mit neun Pflegediensten per Ende 2021 insgesamt 272 Patienten intensivpflegerisch betreute, davon 72 1:1-Versorgungen und 200 Patienten in Wohngemeinschaften an 72 Standorten. In der Demenzpflege werden 72 weitere Kunden betreut. Die Transaktion und damit der Erwerb der Alpha Care GmbH durch die Linimed Gruppe wurde im März 2022 vollzogen. Im März 2022 wurde der Kaufvertrag über den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile an der pneumocor Intensivpflege GmbH mit Sitz in Koblenz unterzeichnet. Die Transaktion wurde im Mai 2022 vollzogen. Die Gruppe zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Qualität der Dienstleistungen und die Fähigkeit aus, sich proaktiv an die sich verändernden Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitssystem anzupassen. Ziele und Strategien
Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland Der Pflegemarkt insgesamt ist weiterhin geprägt durch eine aufgrund der demographischen Entwicklung steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen, die weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist. Von 2021 auf 2022 ist die Zahl der langfristig pflegebedürftigen Personen in Deutschland von ca. 5,0 Millionen auf ca. 5,21 Millionen gestiegen 2. Davon werden ca. 85% (4,42 Millionen) ambulant und 15% (0,79 Millionen) stationär gepflegt. Zum Segment der ambulanten Pflege zählen dabei auch Angebot wie betreutes Wohnen oder die Versorgung in ambulant betriebenen Wohngemeinschaften. Innerhalb der ambulanten Pflege werden wiederum ca. 42% der bedürftigen Personen mit Hilfe von oder durch Pflegedienste versorgt. Es wird erwartet, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten fünf Jahren auf ca. 5,9 Millionen wachsen wird 3.
3 Summaryseven: Bericht zum Pflegemarkt - Juli
2023.
Eine der größten Herausforderungen in der Pflege insgesamt bleibt nach wie vor der Mangel an geeigneten Pflegefachkräften. Im Jahr 2022 gab es rund 1,7 Millionen Pflegekräfte, rund 35.000 mehr als im Vorjahr. Davon waren 1,68 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dabei hat sich das Wachstum von 2021 auf 2022 spürbar verlangsamt: Während die Beschäftigung im Zeitraum von 2017 bis 2022 um 11% zunahm (Gesamter Arbeitsmarkt: 7%), betrug der Anstieg im letzten Jahr nur ca. 1%. Die Zahl der neu begonnenen Berufsausbildungen in der Pflege betrug 2022 nur 52.000, nach 61.000 im Jahr 2021 4.
4 Bundesagentur für Arbeit:
Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich, Mai 2023
Geschäftsverlauf Der Konzern blickt in Bezug auf die Leistungsentwicklung der Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2022 konnte die Anzahl an versorgten Patienten in der Intensivpflege in Wohngemeinschaften zum Jahresende 2022 um 38% gesteigert werden. Davon entfielen 42% auf die neu erworbenen Pflegedienste und -4% auf die organische Entwicklung. Letztere war einerseits noch durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Darüber hinaus erfasste eine starke allgemeine Krankheitswelle Ende 2022 das Personal und die Patienten, sodass es zu vermehrtem Ausfall des Pflegepersonals und zu einer geringeren Zuweisung von Patienten durch die Krankenhäuser und Kliniken kam. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2022 zufrieden. Lage der Gruppe Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 € 205,8 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 52% gegenüber 2021 (€ 135,2 Mio.) Davon entfielen 7 Prozentpunkte auf organisches Wachstum und 45 Prozentpunkte auf die neu erworbenen Pflegedienste. Die Kostenbasis besteht im Wesentlichen aus Personalkosten. Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2022 € 156,5 Mio. (VJ: € 94,7 Mio.) und somit 76% vom Umsatz. Der starke Anstieg der Personalkosten hängt mit der erstmaligen Anwendung des Tariftreuegesetzes ab September 2022 zusammen, nach dem alle Anbieter von Pflegeleistungen nach SGB XI einen Nachweis erbringen müssen, dass die Gehälter der Pflegekräfte entweder einem regionalen Durchschnittslohn entsprechen oder sich an eines von mehreren möglichen Tarifwerken anlehnen. Die Linimed-Gruppe hat sich dazu entschlossen, die Regelungen des TVÖD (Bund) für die Vergütung der Pflegekräfte anzuwenden. Da bis Ende 2022 eine Reihe von Preisverhandlungen mit den Kostenträgern noch nicht beendet waren, weist der Umsatz nicht das volle Ergebnis dieser Verhandlungen für die letzten vier Monate 2022 aus. Somit ist der Anteil der Personalkosten zu hoch und der Umsatz zu niedrig ausgewiesen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entspricht der Zunahme des Umsatzes. Das Konzern-Ergebnis wurde zudem durch das Finanzergebnis gemindert. Insgesamt sind im Geschäftsjahr Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von € 38,8 Mio. (VJ: € 19,3 Mio.) angefallen, die aus den gestiegenen Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung der Akquisitionen resultieren. Darüber hinaus wurde das Konzern-Ergebnis durch die Abschreibung des Goodwills um € 33,6 Mio. (VJ: € 57,6 Mio.) gemindert. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf € 473,7 Mio. Darin enthalten ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 149,0 Mio. Wesentlicher Bestandteil des Konzernvermögens ist das Konzernanlagevermögen in Höhe von € 266,7 Mio. Darin wiederum hat der Geschäfts- und Firmenwert mit € 248,2 Mio. den größten Anteil. Er resultiert teilweise aus der Akquisition der Linimed Gruppe durch die Silver Bidco GmbH im Jahr 2018 und teilweise aus den seit 2019 getätigten Akquisitionen von Pflegediensten. Im Jahr 2022 erfolgte eine Zunahme um € 126,3 Mio., der Abschreibungen in Höhe von € 33,6 Mio. gegenüberstanden. Das Netto-Umlaufvermögen beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2022 € 37,3 Mio. Wesentlicher Bestandteil des Umlaufvermögens sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Trotz des positiven Geschäftsverlaufs, der durch die Überwindung der Corona-bedingten Schwierigkeiten und die fortschreitende Integration der Akquisitionen gekennzeichnet war, hat sich das Konzern-Eigenkapital im Geschäftsjahr 2022 verringert. Dies resultierte im Wesentlichen aus den Abschreibungen in Höhe von € 37,5 Mio. und den Zinsaufwendungen in Höhe von € 38,8 Mio. Finanzlage Kapitalstruktur Zum 31. Dezember 2022 beträgt das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft € 2,6 Mio. und die Kapitalrücklage € 83,8 Mio. Aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages von € - 59,2 Mio. betrug das Konzerneigenkapital € - 149,0 Mio. zum 31. Dezember 2022. Dieser Fehlbetrag ist u.a. durch mit Rangrücktritten versehene Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 120,3 Mio. gedeckt. Zur Finanzierung der Gruppe wurden Darlehensverträge mit Kreditinstituten abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2022 valutierten die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit € 310,1 Mio. inkl. aufgelaufener Zinsen und waren somit um € 158,4 Mio. höher als am 31. Dezember 2021 (€ 151,7 Mio.). Zudem hat die Gruppe Darlehensverträge mit Gesellschaftern abgeschlossen. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen zum 31. Dezember 2022 € 120,3 Mio. inkl. aufgelaufener Zinsen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von € 149,0 Mio. aus. Da der Konzern in den letzten Jahren in erheblichem Umfang Akquisitionen getätigt hat, waren die laufenden Jahresergebnisse signifikant durch entsprechende nicht-zahlungswirksame Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte belastet. Diese betragen bis einschließlich 31. Dezember 2022 in Summe € 251,3 Mio. Die Verbindlichkeiten des Konzerns betragen zum 31. Dezember 2022 € 450,5 Mio. Hiervon entfallen € 120,3 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschafter. Nach Hinzurechnung der nicht-zahlungswirksamen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 251,3 Mio. würde die Gesellschaft über folgende Kapitalstruktur verfügen:
Liquidität Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr € 9,3 Mio. Diese Entwicklung wurde wesentlich durch die Ausweitung des Geschäfts beeinflusst. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr € -134,2 Mio. und resultierte im Wesentlichen aus den Akquisitionen von Pflegediensten und Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr insgesamt € 127,1 Mio. und resultierte einerseits aus dem Saldo aus Kreditaufnahmen und -tilgungen in Höhe von € 150,0 Mio., andererseits aus der Zahlung von Zinsen und Bereitstellungsprovisionen in Höhe von € 22,9 Mio. Als Resultat erhöhte sich der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr gegenüber dem 31. Dezember 2021 um € 2,2 Mio. und betrug zum 31. Dezember 2022 € 9,0 Mio. Investitionen Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt € 143,7 Mio. Davon entfielen € 139,6 Mio. auf Akquisitionen (darin wiederum € 126,1 auf Geschäfts- oder Firmenwerte) und € 2,3 Mio. auf Sachanlagen. Bei den Sachanlagen waren Abgänge i.H.v. € 1,0 Mio. zu verzeichnen. Aus der Auflösung eines Zinsabsicherungsgeschäftes flossen der Gruppe € 3,3 Mio. zu. Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen von ca. € 1,1 Mio. geplant. Diese betreffen vorwiegend Investitionen in Pflege- und Finanzsoftware sowie den Ausbau der IT-Infrastruktur. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gruppe erzielte in den Geschäftsjahren 2022 und 2021 folgende Ergebnisse für die relevanten Kennzahlen:
Berechnung siehe 5 5
Gegenüber der ursprünglichen Prognose fielen die Umsatzerlöse für 2022 um € 6,5 Mio. niedriger aus. Dies war i.H.v. € 15 Mio. vorwiegend der Erstkonsolidierung der Alpha Care Gruppe zum 01.04.2022 geschuldet. Dem entgegen steht eine Steigerung in Höhe von € 8,5 Mio, aus dem laufenden Geschäft, die vorrangig auf noch vereinnahmte Erstattungen aus der Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist, die in der Prognose nicht enthalten waren. Da in der Prognose der Wert eines ganzen Jahres angesetzt wurde. Das EBITDA war rund € 15 Mio. niedriger. Dies ist in Höhe von ca. € 1 Mio. der Erstkonsolidierung der Alpha Care geschuldet und in Höhe von ca. € 4m der Verzögerung der Vergütungsverhandlungen nach der Einführung der Anlehnung an die Tariflöhne. Darüber hinaus entstanden erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Anlauf neuer Standorte, der Integration der erworbenen Pflegedienste und für Fremdpersonal und Überstunden. Aufgrund der Anpassung der Nutzungsdauer der Goodwill-Abschreibungen auf neun Jahre ist das EBIT um ca. € 25 Mio. höher als prognostiziert. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Der Auslastung in den Intensiv-Wohngemeinschaften betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 67% gegenüber einer Planauslastung von 78%. Dies war dem verzögerten Hochlauf nach Ende der Pandemie und der schon erwähnten Krankheitswelle Ende 2022 geschuldet. Es ist geplant, die Auslastung im Geschäftsjahr 2023 bei durchschnittlich 73% zu stabilisieren, wobei auch der Hochlauf neuer Kapazitäten eine Rolle spielt. Dies wird vorrangig durch eine Stärkung des Vertriebs und die Nutzung regionaler Synergien der zur Verfügung stehenden Kapazitäten erreicht. Prognosebericht Um das avisierte weitere Wachstum zu erreichen, wird die Gruppe gezielt die Verwaltungsfunktionen verstärken. Zusätzlich ist die Optimierung des Standortportfolios geplant. Die weitere Integration der in den beiden letzten Jahren erworbenen Unternehmen durch gruppenweit einheitliche Prozesse wird ebenfalls einen Schwerpunkt der Tätigkeit bilden. Dabei wird sich die Gruppe weiterhin auf den Ausbau der ambulanten Intensivpflege konzentrieren, ggf. aber auch andere arrondierende Betreuungsformen anbieten, z.B. in der Demenzversorgung, sofern passend. Die Geschäftsführung erwartet aufgrund der größtenteils eingespielten Prozesse keine weiteren signifikanten Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Pandemie. Seit Mitte 2022 ist Covid-19 kein Thema mehr. Zum Jahresende 2022 gab es eine allgemeine Grippewelle, aber keine spezifischen Nachwehen der Covid-19-Pandemie. Der Ukraine-Krieg hatte 2022 weder positive noch negative Auswirkungen auf die Geschäfte der Gruppe. Die mittelbar durch den Ukraine-Krieg beeinflusste Inflation hat Auswirkungen auf die Energiekosten für die Standorte der Gruppe. Darüber hinaus beeinflusst sie die Abschlüsse der für die Gruppe relevanten Tarifwerke. 2023 wird eine Inflationsausgleichsprämie gezahlt, die durch die Kostenträger gegenfinanziert wird. 2024 wird es dann zum 1. März eine durchschnittliche Gehaltssteigerung um ca. 11% geben. Es wird für 2023 durch die Prozessoptimierung, die Optimierung von Standorten sowie die Eröffnung weiterer neuer Standorte und eine Erhöhung der Auslastung um ca. 6 Prozentpunkte eine Steigerung des Umsatzes um 17%, des EBITDA um rund 65% sowie eine Reduzierung des negativen EBIT um rund 50% erwartet. Insgesamt liegt der Fokus auf der Optimierung der Gruppenstrukturen und -prozesse sowie einer Steigerung der Profitabilität. Chancen- und Risikobericht Die Reihenfolge der genannten Chancen- und Risikofelder entspricht der Einschätzung des Risikomaßes bzw. der Chancenerwartung durch die Geschäftsführung. Insgesamt hat sich die Chancen-Risiken-Situation im Vergleich zum Vorjahr nicht signifikant geändert. Risikobericht Für die Gruppe bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Die künftige Entwicklung der Gruppe als sozialer Dienstleister im Bereich der ambulanten Intensivpflege hängt stark von den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ab. Die Umsetzung des IPReG (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz) wurde im April 2023 dahingehend geeint, dass es neben der Richtlinie zur Außerklinischen Intensivpflege (regelt den Versorgungsanspruch der Patienten) nun auch eine Bundesrahmenempfehlung mit detaillierten Vorgaben zur Umsetzung der im Gesetz verankerten Anforderungen gibt. Die Regelungen sind mit dem 01.07.2023 in Kraft getreten. Einzelne Bestandteile darin werden erst verzögert umgesetzt. Wir sehen uns über die gesamte Gruppe hinweg sehr gut aufgestellt, um die Änderungen umzusetzen. Wesentliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft befürchten wir nicht, da wir schon jetzt konsequent auf die Versorgung unserer Patienten in Wohngruppen setzen und schon heute führende Qualitätsstandards aufweisen, die uns regelmäßig in den Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) bescheinigt werden. Die Gruppe beobachtet und analysiert die Entwicklungen fortlaufend, um jederzeit vorbereitet zu sein und reagieren zu können. Trotz struktureller und organisatorischer Stärken spürt die Gruppe in der ambulanten Pflege sowie in der Betreuung der Intensivpflege von Beatmungspatienten nach wie vor die Präsenz von Mitbewerbern. Dies wird durch die Gruppe aber als Chance zur Selbstreflektion und Implementierung von Veränderungen gesehen. Es werden weitere Anstrengungen unternommen, um die Position der Gruppe im sich verändernden Sozialmarkt weiter zu festigen. In den umsatzstarken Geschäftsbereichen der Intensivpflege der Beatmungspatienten besteht eine große Abhängigkeit von den deutschen Krankenkassen und Vertragspartnern. So hängen die erzielbaren Erlöse in sehr hohem Maße von den Ergebnissen der Verhandlungen und von zentralen gesetzlichen Festlegungen ab. Dies wird durch das Inkrafttreten des IPReG noch verstärkt. Sie bestimmen maßgeblich den Rahmen des wirtschaftlichen Handelns der Gruppe. Die Gruppe hat die Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Vertragsverhandlungen für alle angeschlossenen Pflegedienste gebündelt, um aktuelle Entwicklungen zeitnah abbilden und auf diese reagieren zu können. Insgesamt ist in allen Geschäftsbereichen ein steigender Kostendruck zu verzeichnen. Die Gruppe versucht dem durch höhere Leistungsqualität, Kostensenkungen, Optimierung von Abläufen, Transparenz und Offenheit gegenüber den Krankenkassen zu begegnen. Auch im Berichtsjahr 2022 mussten wir uns weiterhin einer verschärften Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt um gut ausgebildetes Fachpersonal stellen. Es wurde im Jahresverlauf zunächst schwieriger, freiwerdende Stellen mit einem speziellen Anforderungsprofil zeitnah zu besetzen. 2023 können wir regional teilweise eine Verbesserung wahrnehmen, nachdem im Zuge der Angleichung der Gehälter der Fokus der Pflegekräfte mehr auf den Arbeitsbedingungen liegt. Die Gruppe bietet eine starke Marktposition mit attraktiven Rahmenbedingungen. Neben einer fairen Bewertung der Arbeitsleistung und Zusatzgratifikationen wurde auch im Berichtsjahr das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter ausgebaut. Darüber hinaus hat die Linimed-Gruppe die Rekrutierung von ausländischen Mitarbeitern weiter vorangetrieben. Mittlerweile haben wir Rahmenverträge mit mehreren Anbietern abgeschlossen und sind in drei Weltregionen aktiv. Neben den Fachkräften legen wir verstärkt den Fokus auf die Rekrutierung von Auszubildenden, um dem demographischen Trend frühzeitig zu begegnen. Die Linimed-Gruppe hat 2022 weiterhin an der Verstärkung der Aus- und Weiterbildung gearbeitet und wird dies auch 2023 fortsetzen. Bis Ende 2023 werden alle Pflegedienste der Gruppe Pflegefachkräfte ausbilden. Die generalistische Ausbildung, die 2020 durchgeführt wurde, kommt unserem Qualitätsanspruch und dem Arbeitsumfeld, das wir den angehenden Fachkräften anbieten können, entgegen. Wir bauen unsere Kooperationsverträge weiter aus und binden auch neu zur Gruppe stoßende Pflegedienste ein. Seit 2022 ist eine zunehmende Steigerung der Inflationsrate, verbunden mit einer allgemeinen Erhöhung der Zinsen, zu verzeichnen. Die Linimed-Gruppe begegnet dem durch Zinsabsicherungen. Ab Mitte 2023 werden wir die Effekte jedoch in Teilen zu spüren bekommen. Durch unsere Ertragskraft können wir das kompensieren. Zusammenfassend schätzen wir das allgemeine Geschäftsrisiko aufgrund der gesunden gesamtwirtschaftlichen Basis weiterhin als gering ein. Chancenbericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unserer Gruppe als sehr positiv. Das Gesundheitswesen bietet weiterhin Wachstumspotenzial. Es wird erwartet, in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 jeweils den Ertrag zu steigern. Für das Jahr 2023 ist die Eröffnung weiterer Standorte in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen geplant. Zudem wird erwartet, dass die Auslastung an den vorhandenen Standorten kontinuierlich weiter gesteigert werden kann. Zukünftige Chancen bietet auch die Möglichkeit der Ausweitung des Leistungsportfolios der Gruppe in der Demenzversorgung sowie eine weitere Optimierung des Vermietungsgeschäftes und des Materialeinkaufs. Insgesamt erwarten wir weiterhin einen regen Zuspruch auf die von uns angebotenen Leistungen und in diesem Zusammenhang eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis. Gesamtaussage Insgesamt sehen wir für unsere Geschäftstätigkeit nur übliche Risiken, denen wir durch intensive Verhandlungsvorbereitung, durch zeitnahes Controlling sowie durch konsequentes Steuern der Einrichtungen in den Geschäftsbereichen begegnen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass durch frühzeitiges Erkennen Chancen ergriffen und Risiken minimiert werden. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.
Jena, 20. Oktober 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
KonzernanhangI. Allgemeine Angaben Die Silver Topco GmbH wurde zum 20. März 2018 gegründet. Der Konzern ist im Wesentlichen am 19. Juli 2018 mit Übernahme der Anteile von Silver Bidco GmbH an der Linimed Gruppe GmbH entstanden. Der eingetragene Geschäftssitz der Silver Topco GmbH befindet sich in der Fregestraße 8 in Jena, Deutschland. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 514875 geführt. Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beginnt jeweils am 1. Januar und endet am 31. Dezember jeden Jahres. Grundlagen der Erstellung Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Geschäftsführung muss die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anwenden. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die zugrundliegenden Annahmen angemessen sind und der Konzernabschluss demzufolge ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden neben der Silver Topco GmbH als Muttergesellschaft, die 43 folgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Es bestehen mit allen Gesellschaften Ergebnisabführungsverträge, ausgenommen sind mit * markierte Gesellschaften. Mit Kaufvertrag vom 24. Februar 2022 hat die Linimed Gruppe GmbH 100% der Geschäftsanteile an der Alpha Care GmbH mit Sitz in München sowie an der Denia GmbH mit Sitz in Unterwössen übernommen. Die Alpha Care GmbH war die Muttergesellschaft der Alpha Care Gruppe, die mit neun Pflegediensten per Ende 2021 an 31 Standorten Patienten betreute. Die Transaktion und damit der Erwerb der Alpha Care GmbH durch die Linimed Gruppe wurde am 31. März 2022 vollzogen. Im Februar 2022 hat die Linimed Gruppe GmbH jeweils 100% der Anteile an der L&W Intensivpflegedienst GmbH und der advivo GmbH, jeweils Gräfelfing, und an der L&W Intensivpflege GmbH, Niederwinkling, übernommen. Mit Kaufvertrag vom 28. März 2022 hat die Linimed Gruppe GmbH 100% der Anteile an der pneumocor Intensivpflege GmbH, Koblenz, übernommen. Die Transaktion wurde am 31. Mai 2022 vollzogen. Geschäftsvorfälle innerhalb des Konzerns Alle konzerninternen Transaktionen, bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Gewinne und Verluste, die innerhalb des Konzerns getätigt wurden, werden eliminiert. Im Geschäftsjahr wurden folgende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge geschlossen:
Im Geschäftsjahr wurde nach dem Erwerb der Alpha Care GmbH die Alpha Care GmbH und die Livreo GmbH auf die Linimed Gruppe GmbH verschmolzen. Die zwischen der Alpha Care Gruppe bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge gingen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Linimed Gruppe GmbH über. Im Geschäftsjahr wurden folgende Gesellschaften verschmolzen: Die Peltzer Intensivpflege GmbH, Linimed Rhein-Ruhr GmbH sowie die Ambulante Intensivpflege Beril GmbH wurden im Wege der Seitwärtsverschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die Linimed NRW GmbH verschmolzen. Die Pflegezeit Intensiv GmbH sowie die Ambulante Weaning und Intensivpflege GmbH wurden rückwirkend zum 1. Januar 2022 im Wege der Seitwärtsverschmelzung auf die Linimed Südwest GmbH verschmolzen. Die L&W Intensivpflege GmbH wurde zum 1. November 2022 auf die Pflegedienst Buchban GmbH verschmolzen. Aufgrund wesentlicher Änderungen des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 beeinträchtigt. Gemäß § 294 Abs. 2 HGB erfolgt daher nachfolgend eine Übersicht zur Entwicklung wesentlicher Konzernabschlusspositionen des aktuellen Geschäftsjahres auf Basis des Konsolidierungskreises des Geschäftsjahres 2021. Zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises 2021 verweisen wir auf die Beteiligungsliste. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konsolidierungskreises des Geschäftsjahres 2021 hat sich für die wesentlichen Konzernabschlusspositionen wie folgt entwickelt:
Der starke Anstieg des Personalaufwands im Verhältnis zu den Umsatzerlösen resultiert aus einem starken Anstieg der Gehälter für die Pflegekräfte ab September 2022, als das Tariftreuegesetz zur Anwendung kam. Während die Gehälter bereits ab September in voller Höhe gezahlt wurden, zogen sich die Vergütungsverhandlungen mit den Kostenträgern teilweise bis zum Jahr 2023. Soweit schon Verhandlungsergebnisse im Jahr 2022 vorlagen, wurden die entsprechenden Umsätze abgegrenzt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 135,1 Mio. Der Rückgang ist auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer von 9 Jahren abgeschrieben. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme neuer Darlehen zur Finanzierung von Neuakquisitionen im Geschäftsjahr 2022. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Factoring-Programms. Aufgrund des Verbleibs von Chancen und Risiken bei den Konzern-Gesellschaften wird eine korrespondierende Verbindlichkeit in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Konsolidierungsgrundsätze Allgemeines Der Konzernabschluss beinhaltet den Jahresabschluss der Muttergesellschaft sowie die Jahresabschlüsse der Gesellschaften, auf die das Mutterunternehmen beherrschenden Einfluss ausübt. Zur Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wird auf den Abschnitt II verwiesen. Die Silver Topco GmbH hält an allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften mittel- sowie unmittelbar 100 % der Stimmrechte. Aus diesem Grund werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet. Wenn erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen auf konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) vorgenommen. Dabei werden die Wertansätze der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden aufgerechnet (§ 303 HGB). Zwischenergebniseliminierung Auf den Ansatz von Zwischenergebnissen wurde nach § 304 (2) HGB verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Eine Konsolidierung gruppeninterner Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwandspositionen wird vorgenommen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Eigenleistungen in Höhe von € 0,6 Mio. aktiviert (§ 305 HGB). Geschäftswert- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Differenz zwischen den Anschaffungskosten eines konsolidierten Unternehmens und dem Anteil des Konzerns am neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus einer Konsolidierung und nicht aus Bewertungsdifferenzen resultiert, wird als immaterieller Vermögensgegenstand in der Bilanz ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 9 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden vorgenommen, wenn die Ertragskraft dauerhaft unter den anfänglichen Schätzungen liegt. Wertberichtigungen müssen beibehalten werden, selbst wenn die Gründe nicht mehr bestehen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die wesentlichen Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft können wie folgt zusammengefasst werden: Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten einschließlich der Erwerbsnebenkosten oder zu ihren Herstellungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Die Abschreibungssätze und -methoden sind wie folgt:
Die betriebliche Nutzungsdauer des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts von 9 Jahren basiert zum einen auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung der Gesellschafter in der betriebenen Branche floss auch die Komponente des bestehenden 'Know-how', vor allem hinsichtlich der Mitarbeiter und der Prozessabläufe, in die Schätzung der Nutzungsdauer ein. Ab dem Jahr 2022 beträgt die Abschreibungsdauer für den Goodwill neun Jahre (vorher: fünf Jahre). Dies ist der weiteren Dynamik am M&A-Markt und dem daraus resultierenden Anstieg der Multiples geschuldet. Sachanlagen Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten einschließlich der Erwerbsnebenkosten oder zu ihren Herstellungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Die Sachanlagen werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungssätze und -methoden sind wie folgt:
Grundstücke (hier Grund und Boden) werden nicht abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang dargestellt. Gelangt die Gesellschaft zu der Auffassung, dass eine Sachanlage einen dauerhaften Wertverlust erlitten hat, wird eine zusätzliche Wertberichtigung vorgenommen, um diesen Verlust widerzuspiegeln. Diese Wertberichtigungen werden nicht beibehalten, wenn die Gründe, aus denen sie vorgenommen wurden, nicht mehr bestehen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen betreffen Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens sowie sonstige Ausleihungen. Diese werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden durch eine körperliche Bestandsaufnahme aufgenommen und werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 HGB angesetzt. Für erkennbare Wertminderungen und mögliche Risiken werden Abschläge vorgenommen. Forderungen Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nominalwert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe ausgebucht. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn die Einbringung der Forderung teilweise oder mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet ist. Diese Wertberichtigungen werden nicht beibehalten, wenn die Gründe, aus denen sie vorgenommen wurden, nicht mehr bestehen. Des Weiteren wird dem Ausfallrisiko durch pauschale Abwertungen auf den Forderungsbestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Flüssige Mittel Kassenbestände bzw. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag aktiviert, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Langfristige Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Steuerrückstellungen Die Körperschaft- und Gewerbesteuer werden auf Basis der vom Konzern erwirtschafteten Gewinne zu den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag erfasst. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag passiviert, soweit diese einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Angaben zur Konzernbilanz Angaben und Erläuterungen zu Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Aus den Erstkonsolidierungen 2022 ergeben sich Geschäfts- oder Firmenwerte im Zugangszeitpunkt in Höhe von € 123,3 Mio. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Zukauf der Alpha Care Gruppe mit Zugang vom 1. April 2022. Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2022 resultiert in Höhe von € 8,7 Mio. aus Einzelabschlüssen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen aus den nachfolgenden Positionen:
Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter bestehen aus den nachfolgenden Positionen:
Der Gesamtbetrag der Position beläuft sich auf € 120,3 Mio. und beinhaltet die folgenden Gesellschafterdarlehen:
Angaben und Erläuterungen zu Forderungen Die Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Vermögensgegenständen Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Körperschaftsteuerrückforderungen, Mietkautionen und Forderungen aus dem Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlung. Angaben und Erläuterungen zum Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2021 wurde mit Eintragung im Handelsregister am 11. August 2022 das Stammkapital um 40,6 TEUR auf € 2,6 Mio. herabgesetzt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf € 1,8 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf € 21,3 Mio. (Vorjahr: € 14,2 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmensakquisitionen, Urlaub und Überstunden, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Schwerbehindertenabgaben, Prüfungskosten und Archivierungskosten. Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der nicht nachrangigen Verbindlichkeiten sind wie folgt:
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Finanzierung von Bauprojekten sind Pfandrechte in Form von Grundschulden in Höhe von € 400,0 Mio. bestellt. Für die Darlehensaufnahme im Zusammenhang mit Akquisitionen bestehen Bürgschaften durch die Silver Topco GmbH, Silver Midco 1 GmbH, Silver Midco 2 GmbH, Silver Bidco GmbH, Linimed Gruppe GmbH, Fazmed GmbH, Linimed GmbH, Ambulanter Pflegedienst Kieser GmbH, JenCare Medizin- & Rehatechnik GmbH, WohnWohlig GmbH, Linimed NRW GmbH, LFV Grundbesitz GmbH sowie LFV Zweite Grundbesitz GmbH, wie in den Haftungsverhältnissen beschrieben. Angaben und Erläuterungen zu Latenten Steuern Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz eines steuerlichen Aktivüberhangs der sich ergebenden Latenzen zu verzichten, wurde zum 31. Dezember 2022 kein Bilanzposten angesetzt. Zum 31. Dezember 2022 errechnen sich künftige Steuerentlastungen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Anlagevermögen in Höhe von € 0,7 Mio. (VJ: € 2,4 Mio.). Die Abweichungen resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung unverzinslicher Verbindlichkeiten in der Handels- und der Steuerbilanz und unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Nutzungsdauern von Wirtschaftsgütern sowie der Wertansätze von Anteilen an verbundenen Unternehmen im Einzelabschluss aufgrund von Verschmelzungen. V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 gliedern sich entsprechend der folgenden Tätigkeitsfelder auf:
In den Erlösen für die ambulante Pflege sind Erstattungen für Corona-bedingten Mehraufwand bzw. Mindereinnahmen in Höhe von € 9,7 Mio. enthalten. Die Gruppe ist ausschließlich auf dem deutschen Markt aktiv. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betragen € 1,7 Mio. und bestehen im Wesentlichen aus Architekten- und Planungsleistungen sowie Leistungen von Mitarbeitern der IT-Abteilung. Im Vorjahr wurde der Werte in Höhe von € 1,6 Mio. in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine vereinheitlichte Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "2. Andere aktivierte Eigenleistungen". Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf € 5,6 Mio. und bestehen im Wesentlichen aus Erstattungen für Lohnfortzahlungen, Verrechnung von Sachbezügen, Erträgen aus öffentlicher Förderung für Investitionen und Erlösen für den Verkauf von Sachanlagevermögen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 0,5 Mio. enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, nachträglichen Investitionsförderzusagen sowie Betriebskostenabrechnungen der Vorjahre bestehen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf € 23,9 Mio. und bestehen im Wesentlichen aus Mieten und Mietnebenkosten, Personalbeschaffungskosten, Reisekosten, Kfz-Kosten, Beratungskosten und Versicherungskosten sowie der Abschreibung bzw. dem Ausbuchen uneinbringlicher Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 0,7 Mio. enthalten, die im Wesentlichen aus Beitragsnachzahlungen für Berufsgenossenschaften und Sozialversicherungen sowie Nachzahlungen von Mieten und Mietnebenkosten bestehen. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen betragen im Geschäftsjahr insgesamt € 38,8 Mio. Davon entfallen € 7,1 Mio. auf Gesellschafterdarlehen. Des Weiteren sind darin Kreditgebühren und Bereitstellungszinsen in Höhe von € 9,6 Mio. enthalten. 3 TEUR resultieren aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern auf das Ergebnis belaufen sich auf € 1,3 Mio. und beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuern und die Gewerbesteuern. Davon betreffen Steuern in Höhe von € 1,4 Mio. das laufende Geschäftsjahr. Aus Vorjahren resultieren insgesamt Steuererstattungen in Höhe von € 0,1 Mio. Ergebnisverwendungsvorschlag der MuttergesellschaftDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Silver Topco GmbH durch folgende Personen geführt: Herr Alan Browning MacKay, Wonersh, Rechtsanwalt, Geschäftsführer Bereich Verwaltung, bis 4. Januar 2022. Herr Michael Turner, Puttenham, Kaufmann, Geschäftsführer Bereich Verwaltung Herr Ken Eichmann, London, Kaufmann, Geschäftsführer Bereich Verwaltung, seit 4. Januar 2022 Im Geschäftsjahr gewährte Gesamtbezüge Den Geschäftsführern wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge gewährt. Vorschüsse und Darlehen, die Mitgliedern der Verwaltungs- und Kontrollorgane gewährt wurden Die Mitglieder der Verwaltungs- und Aufsichtsorgane der Gesellschaft haben keine Vorauszahlungen und Darlehen von der Gesellschaft oder ihrer Tochterunternehmen erhalten. Honorar des Abschlussprüfers Das auf das Geschäftsjahr 2022 entfallende Gesamthonorar für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung der Silver Topco GmbH beläuft sich auf 310 TEUR. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 3.497 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.733), die sich in folgende Gruppen unterteilen lassen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Angaben zu Bewertungseinheiten Zum Stichtag 31. Dezember 2022 wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. Am 3. November 2021 wurde eine Zinssicherung über einen Betrag von EUR 150 Mio. zum Strike 0% mit einer Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Bürgschaften Der Konzern hat Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Verpfändungen in Höhe von € 400,0 Mio.. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die Gläubiger ihren Verpflichtungen nachkommen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen eines Rahmen-Kreditvertrages zwischen Kreditinstituten und Konzerngesellschaften als Darlehensnehmer über nominal € 307,1 Mio. Im Kreditvertrag sind Verpfändungen von Bankguthaben und Geschäftsanteilen vereinbart. Die Geschäftsführung schätzt die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis als gering ein, da die Gruppe derzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen und keine Erkenntnisse im Rahmen der Planung ersichtlich wurden, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Konzernzugehörigkeit Die Silver Topco GmbH, Jena, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Die folgenden Tochterunternehmen machen von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und verzichten unter anderem auf die Offenlegung, die Erstellung des Anhangs und Lageberichts und teilweise auf die Pflicht zur Abschlussprüfung:
Unterschrift der Geschäftsführung
Jena, 20. Oktober 2023 Ken Eichmann Michael Turner Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Silver Topco GmbH, Jena Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Silver Topco GmbH, Jena, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Silver Topco GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Frankfurt am Main, den 23. Oktober 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Lars Müller, Wirtschaftsprüfer ppa. Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer Der Jahres- und Konzernabschluss wurde am 07.12.2023 von den Gesellschaftern gebilligt. |
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