Peter Pane Franchise GmbH

Breite Straße 1, 23552 Lübeck, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 16373 HL
Eingetragen
16.12.2016
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Die Erteilung von Lizenzen und Franchisen, Betreiben eines Franchisesystems und alle damit zusammenhängende Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Patrick Oliver Junge
seit 16.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Paniceus GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paniceus Holding GmbH

Lübeck

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Konzern der Paniceus-Gruppe vereint unter dem Dach der Paniceus Holding GmbH folgende Gesellschaften:

Paniceus GmbH

Peter Pane Management GmbH

Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH

Peter Pane Franchise GmbH

Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH

Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH

Paniceus Systems GmbH

Paniceus IP GmbH

Peter Pane München GmbH

Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG

Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG

Peter bringt's GmbH (vormals: Peter Pane Mobile GmbH)

Durch bestehende Ergebnisabführungsverträge werden die Gewinne/Verluste einzelner Tochter- Gesellschaften in der Paniceus Holding GmbH gebündelt.

Die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaften teilen sich wie folgt auf:

Die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH wurde 2013 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Filialen im Gastronomiebereich. Die Geschäftsleitung wurde im Berichtsjahr erneut von der Stärke des Konzeptes "Peter Pane" sowie der erfolgreichen Umsetzung des Delivery- und Pick-Up-Geschäftes bestätigt. Die im Branchenvergleich sehr positive Umsatzentwicklung 1 , die in Befragungen analysierte steigende Gästezufriedenheit mit der Qualität der Produkte sowie dem Service als auch dem Interieur und dementsprechend mit der Gesamtwahrnehmung des Konzeptes und der Marke Peter Pane verdeutlichen, wie erfolgreich letztendlich die Marke am Markt ist. Dies ist umso beachtlicher in der Zeit des zweiten COVID-19 Pandemie-Jahres.

1 Dfv Mediengruppe: Ranking: Top 100 Gastro-Unternehmen 2021 mit 7,2 Prozent Umsatzplus (2022) https://www.dfv.de/presse/aktuellemitteilungen/Ranking-Top-100-Gastro-Unternehmen-2021-mit-72-Prozent-Umsatzplus-3482#:~:text=Internationalen%20Foodservice%2DForums%20im%20Hambur- ger%20Congress%20Center.&text=An%20der%20Spitze%20der%20gr%C3%B6%C3%9Ften,ge- folgt%20von%20Domino's%20und%20Yum!

Insgesamt werden 44 Restaurants unter dem Konzept Peter Pane und zwei Restaurants unter dem Konzept Peter bringt's Delivery und Pick Up betrieben. Von den Standorten zählen zum Ende des Geschäftsjahres 2021 insgesamt 34 Filialen zur Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH. Dazu kommen die beiden als Joint Venture betriebenen Restaurants in München - Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG bzw. Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG. Zudem werden die Restaurants in Wien, Augsburg, Kassel, Frankfurt, Bielefeld, Magdeburg, Düsseldorf und Münster von insgesamt vier Franchisenehmern betrieben. Weiterhin zählen zwei Peter bringt's Standorte Ende des Geschäftsjahres 2021 zur Peter bringt's GmbH. Diese befinden sich in Hannover und Berlin.

Die Peter Pane Restaurants verteilen sich auf die Gebiete Niedersachsen (Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg, Braunschweig), Bremen, Hamburg (acht Restaurants), Schleswig-Holstein (zweimal Lübeck, Flensburg, Kiel, Timmendorfer Strand), Berlin (sechs Restaurants), Brandenburg (Potsdam), Mecklenburg Vorpommern (Binz auf Rügen, Rostock, Warnemünde, Greifswald), Sachsen (Leipzig, Dresden), Hessen (Kassel, Frankfurt), Nordrhein-Westfalen (Münster, Düsseldorf, Bielefeld, Köln), Bayern (zweimal in München, Augsburg, Nürnberg), Thüringen (Erfurt), Baden-Württemberg (Stuttgart), Sachsen-Anhalt (Magdeburg) und Österreich (Wien).

Die Peter Pane Management GmbH erbringt zentrale Managementleistungen für die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH und die Peter bringt's GmbH.

Die Peter bringt's GmbH wurde für das Delivery-Geschäft gegründet bzw. die Peter Pane Mobile GmbH wurde in diese umbenannt, da "Peter bringt's" als Stand Alone-Konzept betrieben werden soll.

Die Peter Pane München GmbH ist der Vollhafter der beiden als Joint Venture betriebenen anteiligen Tochtergesellschaften Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co.KG sowie der Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG. Da darüber hinaus keine Geschäftstätigkeit ausgeübt wird, wird auf diese Gesellschaft in den folgenden Teilen (B. bis D.) nicht weiter eingegangen.

Die Paniceus Systems GmbH hat als Geschäftszweck das Bereitstellen von IT-Systemen und IT- Dienstleistungen sowohl für die anderen Gesellschaften des Konzerns und die Franchisenehmer als auch für externe Auftraggeber.

Die Peter Pane Franchise GmbH ist die Konzern-Gesellschaft, bei der die Betreuung der Franchisenehmer des Konzeptes "Peter Pane" gebündelt wird.

Die Paniceus IP GmbH hält die im Zusammenhang mit "Paniceus" und "Peter Pane" zum Konzern gehörenden Markenrechte. Da darüber hinaus keine Geschäftstätigkeit ausgeübt wird, wird auf diese Gesellschaft in den folgenden Teilen (B. bis D.) nicht weiter eingegangen.

Die Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH verwaltet und vermietet die im Besitz der Gesellschaft stehenden Immobilien.

Die Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH betreibt auf den im Besitz der Gesellschaft stehenden Ländereien Land- und Forstwirtschaft.

Die Paniceus GmbH bündelt alle zuvor genannten Gesellschaften und betreibt darüber hinaus mit dem im Besitz der Gesellschaft stehenden "Dünenhaus" in Binz auf Rügen einen Appartementbetrieb.

Alle Gesellschaften des Konzerns wurden mit den Auswirkungen der "Corona-Pandemie" konfrontiert, wenngleich diese bei den einzelnen Gesellschaften unterschiedlich stark ausgeprägt waren. Zur Einschätzung der Geschäftsführung hierzu wird auf den Teil "Allgemein/ SARS-CoV-2" unter D. Prognosebericht verwiesen.

B. Wirtschaftsbericht

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH:

Die Rahmenbedingungen für die Vermietung sind nach wie vor gut und werden aufgrund des generell knappen Wohnraums auch für die Zukunft als sehr gut eingeschätzt.

Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH:

Mit Ausnahme von saisonalen Effekten können die Rahmenbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft als stabil bezeichnet werden. Im Jahr 2021 wurden Solarverträge über Photovoltaikanlagen verhandelt und Anfang 2022 abgeschlossen.

Paniceus Systems GmbH, Peter Pane Management GmbH, Peter Pane Franchise GmbH:

Die Gesellschaften Peter Pane Management GmbH und Peter Pane Franchise GmbH erbringen Systemleistungen für den Mehrfilialbetrieb und die dort anfallenden Kosten finden sich zum Teil in der Zentralumlage der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH wieder bzw. werden den Franchisepartnern weiterberechnet. Die Paniceus Systems GmbH erbringt Systemleistungen, welche den Leistungsempfängern in Rechnung gestellt werden.

Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, Peter Pane Management GmbH, Peter Pane Franchise GmbH, Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG, Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG:

Die in den Restaurants angebotenen Produkte haben ihren Schwerpunkt im Bereich von Burgern und Cocktails und sprechen in Verbindung mit der Atmosphäre in den Restaurants sowie den sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern eine breit gefächerte Zielgruppe an Gästen, bei überwiegend weiblichem Publikum, an.

Auch die COVID-19 bedingte Lockdown-Zeit von November 2020 bis Mai/Juni 2021 wurde genutzt, um an der Struktur und dem Konzept zu arbeiten. Weiterhin wurden Vorgaben und Prozesse digital umgesetzt, damit die gleichbleibende Qualität in allen Standorten gewährleistet ist. Für die Umsetzung der Vorgaben wurde der Bereich Qualitätssicherung weiter personell aufgestockt, um auch in den jeweiligen Regionen übergeordnete Küchen- und Barleiter zu haben, die sich eng mit dem Vertrieb abstimmen. Die Vertriebsmanagementstruktur wurde aus eigenen Reihen verstärkt, die Position des Vertriebsleiters wurde besetzt und es sind zwei Regionalleiter nachgerückt. Die Ebene der Gebietsleiter wurde ebenso verstärkt, sodass die Gesellschaft über ein sehr engmaschiges Netz der Vertriebsstruktur verfügt.

Daneben konnten auch die zusätzlichen Anforderungen in den weiteren Bereichen mit neuen Mitarbeitern gedeckt werden (Produktmanagement, Einkauf, Qualitätssicherung, Ladenbau, Einkauf Technik, Instandhaltung, Gebäudemanagement, Lohnbuchhaltung, Personalsachbearbeitung, Marketing, IT, Buchhaltung und Controlling).

Großer Wert wird nach wie vor auf die Schulung der Service-, Küchen-, Bar-Mitarbeiter, aber auch der Restaurantleitung durch die eigene "Peter Pane Akademie" gelegt.

In Zukunft legt die Gesellschaft einen weiteren Schwerpunkt auf das Thema Recruiting, um auch weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ausreichender Anzahl und mit bestmöglicher Qualifikation für Peter Pane gewinnen zu können.

In Anbetracht der Corona-Krise, welche die Gastronomie über die Maße getroffen hat, hat sich die Gruppe nach der vom Fachmagazin Foodservice vorgestellten Top-12-Liste im Bereich der Fullservice-Gastronomie mit +20,4% als Nummer 2 in der Umsatzentwicklung hervorgetan 2.

Paniceus GmbH:

Die Rahmenbedingungen für den Betrieb des "Dünenhaus" und die damit verbundene Vermietung der Appartements sind unverändert gut und werden auch für die Zukunft aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betten im Ferienort Binz als gut bis sehr gut bewertet. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage des Deutschlandtourismus während des Sommers konnten die Lock- down-Monate (Januar bis Mai/Juni 2021), in welchen keine Gäste beherbergt werden durften, kompensiert werden.

2 Geschäftsverlauf

Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG, Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG, Peter bringt's GmbH:

Nach dem Sommersaison-Geschäft unter hohen Hygiene- und Abstandsauflagen 2020 stiegen die Infektionszahlen deutschlandweit wieder an, sodass verschärfende Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zum Herbst 2020 seitens der Regierung eingeleitet wurden. Im November und Dezember 2020 kam die Gastronomie lockdownbedingt erneut zum Erliegen, sodass die Restaurants der Gesellschaft erst im Mai/Juni 2021 wiedereröffnet werden durften. In den Monaten seit November 2020 bis Mai/Juni 2021 kam das Deliverygeschäft zum Tragen, welches den pandemiebedingten Lockdown wirtschaftlich einigermaßen ausgleichen konnte.

2 Foodservice (2021), Das komplette Ranking der deutschen Profi-Gastronomie

Während der Pandemie im Geschäftsjahr 2021 mussten in den ersten fünf Monaten des Jahres umfangreiche Investitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes getätigt werden. Diese resultierten vor allem aus den Vorgaben der Hygienekonzepte (Mund-Nasen-Bedeckungen, Handschuhe, Desinfektionsmittel, COVID-19 Tests, etc.). Weiterhin wurden umfangreiche Marketing-Maßnahmen im Online- und Offline-Bereich zur Steigerung der Bekanntheit des Lieferservices "Peter bringt's" umgesetzt, um mit diesem die Lockdown-Monate wirtschaftlich zu überstehen.

In Bezug auf die Gesellschaften des Konzerns haben die, insbesondere in den Monaten Januar bis Juni 2021, zu beachtenden drastischen Beschränkungen Auswirkungen auf den Restaurantbetrieb sowie die Vermietung der Ferienwohnungen im Dünenhaus Binz gehabt. Außerhalb dieser Monate durfte nur unter hohen 2-G- sowie 3-G-Einschränkungen geöffnet werden.

Am stärksten haben die Auswirkungen der Pandemie auf die "Peter Pane-Gesellschaften" (Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG, Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG sowie Peter bringt's GmbH) abgestrahlt. Die Restaurants waren de facto von Januar 2021 bis Mai/Juni 2021 geschlossen und durften ab Juni 2021 bis Dezember 2021 nur unter Auflagen geöffnet sein. Seitdem hatten sich zwar Lockerungen der Einschränkungen ergeben, dennoch bestimmten die Reglementierung der Gästezahlen, die Reglementierung der Öffnungszeiten und die personalintensiven hygienischen Rahmenbedingungen in 2021 den Alltag.

Glücklicherweise konnte "Peter Pane" bisher nicht nur sehr gut durch diese schwere Zeit kommen, sondern hat sich auch für die unmittelbare und langfristige Zukunft ein weiteres Geschäftsfeld und damit eine Umsatzoption geschaffen. Es gelang die Delivery- und Pick-Up-Channel mit dem Konzept "Peter bringt's" weiterauszubauen. So konnten alle Restaurants für den Delivery-Bereich geöffnet bleiben und gleichzeitig die Produkte für das Delivery-Geschäft produzieren. Darüber hinaus wurden zwei reine Delivery- und Pick-Up-Standorte in Berlin und Hannover eröffnet.

Das Delivery-Geschäftsfeld haben wir in der Zeit der starken Beschränkungen optimiert und arbeiten bereits am Webshop 3.0. Wie sich zeigt, ist der im Bereich Delivery erzielte/erzielbare Umsatz auch nach Öffnung der Restaurants konstant geblieben. So hatten wir einerseits seit Juni 2021 wieder offene Restaurants und andererseits zusätzlichen Umsatz durch das Delivery-Segment. Gerade deswegen konnte die Gruppe eine deutliche Umsatzsteigerung in 2021 gegenüber 2020 verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden weitere zwei Company Peter Pane-Standorte, zwei Company Peter bringt's-Standorte sowie ein weiterer Betrieb als Franchisestandort eröffnet. Dabei wurde ein weiterer Standort in Berlin, mit Hannover ein weiterer Standort in Niedersachsen, ein Standort in Nürnberg, sowie mit Greifswald ein weiterer Standort in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Mit der Eröffnung in Magdeburg wurde Sachsen-Anhalt als neues Bundesland erschlossen.

In den lockdownfreien Monaten Juli, August und September 2021 konnten außerordentlich gute Ergebnisse erzielt werden, was die Stärke der Marke beweist. Mit den sehr erfolgreichen Restaurants, den bereits gesicherten erstklassigen Standorten und mit dem Peter Pane- sowie Peter bringt's-Konzept haben wir das Potential, die Rentabilität der Gastronomie-Gesellschaften zukünftig weiterhin zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden von der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH ein Umsatzplus in Höhe von TEUR 8.414. (+ 16,88 %) sowie ein EBITDA von TEUR 3.523 (2020: TEUR 3.488) erreicht. Darin enthalten sind Erträge aus Coronabeihilfen von TEUR 4.325 (2020: TEUR 7.390). Insgesamt ergibt sich für 2021 ein Ergebnis von -1.292.253 EUR (2020: - 455.077 EUR). Das prognostizierte leicht positive Ergebnis konnte aufgrund der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona Pandemie nicht erreicht werden, da auch die ausgezahlten Corona Beihilfen nicht vollumfänglich zur Kompensation beitragen konnten.

Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH:

Die Gesellschaft konnte die Umsatzerlöse des Vorjahres steigern, aber aufgrund höherer Reparatur- und Instandhaltungskosten das Vorjahresergebnis nicht halten. Demnach war das Jahresergebnis 2021 mit TEUR 227 um TEUR 64 schlechter als zum Vorjahr 2020.

Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH

Die Umsatzerlöse haben sich mit einer Erhöhung um TEUR 140 gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Das Ergebnis ist mit TEUR -604 um TEUR 230 besser als in 2020, wenn auch immer noch negativ. Die Gesellschaft hatte gegenüber 2020 im Wesentlichen geringere betriebliche Aufwendungen. Der Zinsaufwand hingegen ist, aufgrund von Verzugszinsen, gestiegen.

In Summe der Betrachtungen ist der Geschäftsverlauf der Gesellschaft insgesamt operativ zufriedenstellend, gleichwohl das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Ziel bleibt es deswegen das, auch unter Würdigung der Vorjahre, strukturell negative Ergebnis in den kommenden Geschäftsjahren weiter zu verbessern.

So werden für die Geschäftsjahre 2022 ff. die Pachteinnahmen stärker steigen, da gegenwärtig selbst bewirtschaftete Flächen fremdvergeben (verpachtet) werden. Im Geschäftsjahr 2021 wurde in Warlitz die Vermietung eines Doppelhauses vorgenommen.

Durch den Erwerb weiterer Flächen, die wiederum verpachtet werden und aufgrund der getätigten Investitionen wird eine Verbesserung des Ergebnisses der Junge Land und Forstwirtschaft GmbH erwartet.

Paniceus Systems GmbH, Peter Pane Management GmbH, Peter Pane Franchise GmbH:

In Summe erreichten die Gesellschaften ein Ergebnis von TEUR 182 (Vorjahr TEUR - 342) vor Ergebnisabführungen und vor Konsolidierung.

Paniceus GmbH:

Der Geschäftsverlauf ist aufgrund der gleichbleibend hohen Nachfrage nach hochwertigen Unterkünften in der Touristenregion Binz auf Rügen, trotz der coronabedingten Schließung von Januar bis Juni 2021, sehr zufriedenstellend. Da das "Dünenhaus" in einem, aufgrund regelmäßiger Wartung, sehr guten Zustand gehalten wurde, konnten die normalen Reparatur- und Instandhaltungskosten in einem gängigen Rahmen gehalten werden. Auf Ebene der Paniceus GmbH wurden grundsätzliche Anpassungen der mittelfristigen Strukturierung erarbeitet und fanden dann direkte Umsetzung innerhalb der einzelnen Gesellschaften. Im Wesentlichen bedingt durch die Leistungen für den Konzern hat die Gesellschaft in 2021 einen Verlust vor Ergebnisübernahmen und Ergebnisabführung von TEUR -900 erzielt (Vorjahr TEUR -1.157).

3 Lage des Konzerns

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Konzerns ergeben sich im Wesentlichen aus drei Tätigkeitsbereichen. Dabei entfällt ein Umsatz in Höhe von EUR 58,4 Mio. (Vorjahr EUR 51,4 Mio.) auf den Restaurantbetrieb (inkl. Einnahmen aus der Vergabe von Franchiselizenzen für den Restaurantbetrieb), ein Umsatz in Höhe von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) auf Leistungen im Bereich der Vermietungsumsätze sowie ein Umsatz in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,09) auf Leistungen im Bereich Land- und Forstwirtschaft.

Wie eingangs erwähnt, wird der Umsatz hauptsächlich aus dem Betrieb der Restaurantkette "Peter Pane" erzielt. Die Restaurants werden Großteils in der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH gehalten, je ein Restaurant zudem in der Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG sowie der Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG. Der Umsatz der Restaurants der zuletzt genannten Gesellschaften ist dabei um 15,9 % (Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG) bzw. um 4,3 % (Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG) gestiegen. Die Personalkosten der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH haben sich um 1,7 % leicht erhöht. Darin enthalten sind TEUR 1.083 Kurzarbeitergeld (2021) bzw. TEUR 713 Kurzarbeitergeld (2020). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns um TEUR 3.769 (ca. 16,2 %) resultiert insbesondere aus gestiegenen Restaurantmieten, Vertriebskosten und - provisionen im Delivery-Geschäft sowie Rechts- und Beratungskosten. Als kompensierendes Element wirkten sich Erträge aus Coronabeihilfen in Höhe von TEUR 4.520 (Vorjahr TEUR 7.758) aus, insgesamt ergibt sich ein Konzernfehlbetrag von TEUR 3.377 (Vorjahr TEUR - 3.590). Aufgrund der sich zum Ende des Geschäftsjahres 2021 ergebenen coronabedingten Auflagen wurde den Gästen ein Besuch der Restaurants erschwert. Diese unerwarteten externen Einflüsse waren zum Zeitpunkt, als die Prognose abgegeben wurde, nicht absehbar und führten, wie auch die eingesetzten Beraterleistungen zur zukunftsfähigen Ausrichtung der Gruppe, zur Abweichung des Ergebnisses von dem im Vorjahr prognostizierten ausgeglichenen Ergebnisses.

b) Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr und darüber hinaus jederzeit gesichert. Das Unternehmen war jederzeit fähig, die fälligen Lieferantenverbindlichkeiten und anderen Zahlungsverpflichtungen auszugleichen.

Zur Unterstützung der Liquidität konnten teilweise Stundungen von Restaurantmieten verhandelt werden, zudem wurde von Stundungsmöglichkeiten für Steuern und Sozialabgaben Gebrauch gemacht.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von TEUR 11.834 erzielt, aus dem die Investitionen in Höhe von TEUR 9.479 sowie per Saldo die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 731 finanziert werden konnten. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen bebaute Grundstücke und landwirtschaftliche Flächen sowie Restaurantausstattungen.

Die höhere Anzahl an Restaurants führt grundsätzlich dazu, dass höhere liquide Mittel laufend gebunden sind. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Bargeldeinnahmen in den Restaurants, die noch nicht eingezahlt bzw. an die Geldtransportunternehmen übergeben wurden.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen macht insgesamt rund 87,6 % der Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch langfristige Fremdfinanzierungen gedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 42 Mio. EUR. und liegen damit bei 58,4 % der Bilanzsumme. Ca. 51,9 % des im Anlagevermögen gebundenen Kapitals befinden sich im land- und forstwirtschaftlichen Bereich der Unternehmensgruppe.

Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 10,1 % (Vorjahr 14,5%). Unter Berücksichtigung der mit Rangrücktritt versehenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von rund 9,3 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR) ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von rd. 23,1 % (Vorjahr 27,2 %). Das kurzfristige Fremdkapital beträgt EUR 20,5 Mio. (28,6 % der Bilanzsumme, Vorjahr EUR 19,7 Mio.; 26,3 %), das längerfristige EUR 34,6 Mio. (48,3 % der Bilanzsumme, Vorjahr EUR 34,8 Mio., 46,5 %). Zur Refinanzierung fälliger Darlehensbeträge in Höhe von EUR 8,0 Mio. in 2022 wurde ein Darlehen in Höhe von EUR 9,5 Mio. kontrahiert.

C. Chancen- und Risikobericht

Allgemein/ SARS-CoV-2

In Bezug auf die Risiken und auch Chancen als Folge der weltweiten "Corona-Pandemie" wird für die Chancen- und Risikoberichte der einzelnen Gesellschaften auf den Teil "Allgemein/ SARS-CoV-2" unter D. Prognosebericht verwiesen.

Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH:

Da der Bedarf an Wohnraum auch in Zukunft gleichbleibend hoch erwartet wird und die vermieteten Einheiten sowie die Gebäude an sich in einem sehr guten Zustand sind, hat die Gesellschaft eine auch weiterhin gute Entwicklung vor sich. Risiken bestehen in einer nicht (genau) zu prognostizierenden Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Mietspiegels.

Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH:

Die Land- und Forstwirtschaft ist stark von saisonalen Effekten abhängig. Durch eine Weiterentwicklung der Effizienz im operativen Betrieb besteht in Zukunft die Möglichkeit, diese saisonalen Effekte besser auszugleichen. Risiken bestehen in zunehmender Ungewissheit der Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen, insbesondere von Sturmschäden.

Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, Peter Pane Management GmbH, Peter Pane Franchise GmbH, Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG, Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG, Peter bringt's GmbH:

Einerseits besteht ein geringes Risiko in der zunehmenden Konkurrenz durch andere Anbieter von Burgern bzw. Burger-Konzepten. Dieser Konkurrenz begegnen wir mit Standortvorteilen und einem uneingeschränkten Qualitätsversprechen. Andererseits findet nach Jahren des Hypes um Burger zunehmend auch eine Marktbereinigung statt, in der diverse kleinere und regional tätige Anbieter den Markt verlassen müssen. Hier liegt auch weiterhin eine sehr große Chance für die Gesellschaft, mit ihrem durchdachten und systematisch organisierten Konzept einer der wenigen Anbieter zu sein und zu bleiben, der dauerhaft erfolgreich am Markt agieren wird. Die aktuellen Unwägbarkeiten in Bezug auf die Rohstoff- und Energiekosten führen zu einer Preisanpassung der Verkaufspreise der Produkte, um die steigenden Kosten auszugleichen. Aktuell ist keine Kaufzurückhaltung seitens der Gäste festzustellen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass aus der wirtschaftlichen Entwicklung eine stärkere Ausgabenreduktion der Privathaushalte für nicht notwendige Lebensbereiche resultiert, was für die Gruppe zu Umsatzrückgängen führen kann. Um derartige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können, erfolgt eine mindestens monatliche Überwachung der Umsatzentwicklung des Gastronomiebereichs.

Paniceus GmbH:

Da der Bedarf an (hochwertigen) Unterkünften in der Ferienregion Binz auf Rügen erwartungsgemäß gleichbleibend hoch sein wird und die vermieteten Appartements sowie das Gebäude an sich ("Dünenhaus") in einem sehr guten Zustand sind, hat die Gesellschaft eine auch weiterhin gute Entwicklung in diesem Segment vor sich. Risiken bestehen in einer nicht (genau) zu prognostizierenden Entwicklung der Energiepreise. Darüber hinaus sind die Aufwendungen für Beratungsleistungen sinkend.

D. Prognosebericht

Allgemein/ SARS-CoV-2

Die Prognose des Geschäftsverlaufs ist nach wie vor vom Coronavirus (SARS-CoV-2) beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass die Pandemie auch das Jahr 2022 prägen wird, wir jedoch mit den getroffenen Vorkehrungen dafür gut gewappnet sein sollten.

Aufgrund der erreichten Impfquote in Deutschland sowie ausgiebigen Testmöglichkeiten und umfangreichen Regelungen, gehen wir gegenwärtig von einem eingeschränkten, kontrollierten Restaurantgeschäft im Innen- und Außenbereich aus. Die COVID-19 bedingte Marktbereinigung bei gleichwohl verstärkter Nachfrage unserer Gäste eröffnet die Möglichkeit der Preiserhöhung, welche in 2022 erfolgt. Dies lässt uns auf einen guten zukünftigen Geschäftsverlauf hoffen, unter anderem auch dadurch, dass wir unseren Gästen als Marke ein Maß an Sicherheit vermitteln. Dementsprechend werden wir die Umsatz- und Ertragslage in 2022 verbessern und gehen davon aus, dass kein weiterer Lockdown zum Winter 2022 hin, folgen wird. Nichtdestotrotz haben wir unsere Expansionsgedanken im ersten und zweiten Quartal zunächst gestoppt und werden ab der zweiten Jahreshälfte 2022 mit Augenmaß expandieren.

Die Auswirkungen auf die anderen Gesellschaften, so wie sie sich gegenwärtig darstellen, sind weniger relevant. Da auch weiterhin Mietraum benötigt wird, wirkt sich die Pandemie nicht unmittelbar auf die Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH aus. Im Bereich der Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH spielt sie nahezu keine Rolle.

Im Gastronomiebereich haben wir in 2022 aufgrund der Pandemie die Geschwindigkeit der Expansion gedrosselt. Im Sommer 2022 wurde der Standort Oberhausen eröffnet.

Für die Land- und Forstwirtschaft gehen wir mit Ausnahme saisonaler Effekte von einem dem Berichtsjahr vergleichbaren Geschäftsverlauf aus. Es wird angestrebt, das Ergebnis durch eine Effizienzsteigerung der operativen Tätigkeit weiter zu verbessern. Dazu tragen auch die Verträge zur Nutzung der Flächen für Photovoltaik-Anlagen bei, die zum Jahresende 2022 realisiert werden sollen.

Im Immobiliensegment wird von einer stabilen Vermietungs- und Kostensituation ausgegangen, insbesondere für das "Dünenhaus" auf Rügen wird eine sehr gute Auslastung erwartet.

Konzernprognose

Es kann aufgrund der aktuellen Absehbarkeit einer Immunisierung der Bevölkerung von einer Beherrschbarkeit der Pandemie ausgegangen werden, sodass wir für 2022 einen Konzernumsatz von 99 Mio. EUR und ein positives Konzernergebnis vor Ertragsteuern in einer Bandbreite von 4 bis 6 Mio. EUR erwarten. Für die weitere Expansion der Gruppe und für die planmäßige Tilgung des Fremdkapitals ist der erwartete Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und geplanten Darlehensaufnahmen ausreichend.

Durch die Ertragskraft der Restaurants und die Kreditfähigkeit der Unternehmensgruppe resultiert nach Einschätzung der Geschäftsführung kein Risiko für den Fortbestand des Konzerns oder einzelner Konzernunternehmen.

 

Lübeck, 17. August 2022

gez. Patrick Oliver Junge, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 62.698.145,48 57.873.288,51
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 607.593,69 605.210,49
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 490.301,70 476.189,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 117.291,99 129.021,19
II. SACHANLAGEN 61.978.541,79 57.265.578,02
1. Grundstücke und Bauten 28.201.124,05 23.167.569,81
2. technische Anlagen und Maschinen 289.050,00 198.945,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.908.773,18 21.566.340,08
4. Stehendes Holz 11.470.200,93 11.470.200,93
5. Geleistete Anzahlungen 1.109.393,63 862.522,20
III. FINANZANLAGEN 112.010,00 2.500,00
1. Beteiligungen 13.260,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 98.750,00 2.500,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.746.111,54 15.713.160,98
I. VORRÄTE 1.009.125,29 970.756,20
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 372.746,17 338.723,10
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 628.299,12 583.360,19
3. Geleistete Anzahlungen 8.080,00 48.672,91
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 6.030.768,81 14.560.844,91
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 944.246,84 917.935,39
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 898,93 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.085.623,04 13.642.909,52
III. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 706.217,44 181.559,87
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.110.516,65 1.257.900,50
71.554.773,67 74.844.349,99

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 7.205.256,04 10.851.830,76
I. GEZEICHNETES KAPITAL 25.000,00 25.000,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 6.923.428,39 6.923.428,39
III. KONZERNGEWINNRUCKLAGEN 13.682.406,24 13.682.406,24
IV. VERLUSTVORTRAG -11.474.655,97 -7.885.125,63
V. KONZERNVERLUST -3.377.181,64 -3.589.530,34
VI. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE 1.426.259,02 1.695.652,10
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 8.464,33 10.085,27
C. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 13.747,08 14.500,22
D. RÜCKSTELLUNGEN 3.573.543,84 3.039.518,48
1. Steuerrückstellungen 620.662,11 140.006,96
2. Sonstige Rückstellungen 2.952.881,73 2.899.511,52
E. VERBINDLICHKEITEN 60.187.079,94 60.129.680,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.798.722,56 40.288.021,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.460.692,17 4.409.069,04
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.927.665,21 15.432.589,87
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 415.005,21 631.889,97
G. PASSIVE LATENTE STEUERN 151.677,23 166.844,95
71.554.773,67 74.844.349,99

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 63.548.671,64 54.237.897,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.608.081,92 9.705.579,96
3. Materialaufwand -14.882.360,98 -14.399.893,21
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.365.724,94 -12.875.913,29
b) Aufwendungen für bezogene Waren -1.516.636,04 -1.523.979,92
4. Personalaufwand -25.480.419,95 -24.636.747,32
a) Löhne und Gehälter -20.363.175,30 -20.009.056,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.117.244,65 -4.627.690,37
5. Abschreibungen -4.709.053,99 -4.373.589,73
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.709.053,99 -4.373.589,73
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.044.684,46 -23.275.234,94
7. Erträge aus anderen Wertpapieren 14,74 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.799,68 47.326,86
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.229.927,49 -1.065.492,29
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -83.594,29 -109.936,13
11. Ergebnis nach Steuern -3.220.473,18 -3.870.089,57
12. Sonstige Steuern -426.101,54 -33.659,58
13. Konzernjahresfehlbetrag -3.646.574,72 -3.903.749,15
14. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 269.393,08 314.218,81
15. Konzernverlust -3.377.181,64 -3.589.530,34

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-Herstellungskosten 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.695.065,87 58.433,76 0,00 0,00 1.753.499,63
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 1.134.116,17 58.433,76 0,00 0,00 1.192.549,93
2. Firmenwert 560.949,70 0,00 0,00 0,00 560.949,70
II. Sachanlagen 76.249.419,53 9.506.246,19 140.726,99 0,00 85.614.938,73
1. Grundstücke und Bauten 27.739.576,52 5.320.126,36 0,00 86.292,12 33.145.995,00
2. technische Anlagen und Maschinen 369.694,78 146.983,86 14.341,00 0,00 502.337,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.807.425,10 3.705.972,42 126.385,99 0,00 39.387.011,53
4. Stehendes Holz 11.470.200,93 0,00 0,00 0,00 11.470.200,93
5. Geleistete Anzahlungen 862.522,20 333.163,55 0,00 -86.292,12 1.109.393,63
III. Finanzanlagen 2.500,00 109.510,00 0,00 0,00 112.010,00
1. Beteiligungen 0,00 13.260,00 0,00 0,00 13.260,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.500,00 96.250,00 0,00 0,00 98.750,00
77.946.985,40 9.674.189,95 140.726,99 0,00 87.480.448,36
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge / Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.089.855,38 56.050,56 0,00 0,00 1.145.905,94
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 657.926,87 44.321,36 0,00 0,00 702.248,23
2. Firmenwert 431.928,51 11.729,20 0,00 0,00 443.657,71
II. Sachanlagen 18.983.841,51 4.653.003,43 448,00 0,00 23.636.396,94
1. Grundstücke und Bauten 4.572.006,71 372.864,24 0,00 0,00 4.944.870,95
2. technische Anlagen und Maschinen 170.749,78 42.985,86 448,00 0,00 213.287,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.241.085,02 4.237.153,33 0,00 0,00 18.478.238,35
4. Stehendes Holz 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
20.073.696,89 4.709.053,99 448,00 0,00 24.782.302,88
Buchwert 31.12.2021 Buchwert 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 607.593,69 605.210,49
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 490.301,70 476.189,30
2. Firmenwert 117.291,99 129.021,19
II. Sachanlagen 61.978.541,79 57.265.578,02
1. Grundstücke und Bauten 28.201.124,05 23.167.569,81
2. technische Anlagen und Maschinen 289.050,00 198.945,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.908.773,18 21.566.340,08
4. Stehendes Holz 11.470.200,93 11.470.200,93
5. Geleistete Anzahlungen 1.109.393,63 862.522,20
III. Finanzanlagen 112.010,00 2.500,00
1. Beteiligungen 13.260,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 98.750,00 2.500,00
62.698.145,48 57.873.288,51

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss -3.377 -3.590
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.709 4.374
Änderung (+/-) sonstiger zahlungsunwirksamer Vorgänge 0 -7
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens 45 124
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte -38 -85
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -26 959
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva 8.701 -9.001
Zunahme (+) / Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen 534 465
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der erhaltenen Anzahlungen 1.052 -333
Zunahme (+) / Abnahme (-) anderer Passiva 234 1.449
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11.834 -5.645
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Anlagenabgängen 95 62
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.506 -7.717
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -58 -31
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -110 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -9.579 -7.686
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Kapitalzuführungen / Auszahlungen (-) an Gesellschafter
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von Finanzkrediten 5.910 21.510
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Finanzkrediten -6.641 -9.649
Minderheitenanteile (+) -270 -314
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.001 11.547
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 -3) 1.254 -1.784
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -735 1.049
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 519 -735
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 519 -735
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 705 182
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -186 -917

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzern-Gewinnrücklage n Verlustvortrag
EUR EUR EUR EUR
31.12.2019 25.000,00 6.923.428,39 13.682.406,24 -7.816.709,74
Umgliederung 0,00 0,00 0,00 -68.415,88
Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnisneutrale Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2020 25.000,00 6.923.428,39 13.682.406,24 -7.885.125,63
Umgliederung 0,00 0,00 0,00 -3.589.530,34
Jahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnisneutrale Veränderung 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 25.000,00 6.923.428,39 13.682.406,24 -11.474.655,97
Konzernjahresverlust Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
EUR EUR EUR
31.12.2019 -68.415,88 935.276,11 13.680.985,11
Umgliederung 68.415,88 0,00
Jahresergebnis -3.589.530,34 -314.218,81
Ergebnisneutrale Veränderung 0,00 1.074.594,80
Ausschüttungen 0,00 0,00
31.12.2020 -3.589.530,34 1.695.652,10 10.851.830,75
Umgliederung 3.589.530,34 0,00
Jahresergebnis -3.377.181,64 -269.393,08
Ergebnisneutrale Veränderung 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00
31.12.2021 -3.377.181,64 1.426.259,02 7.205.256,04

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Firma Paniceus Holding GmbH hat ihren Sitz in Lübeck. Eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Lübeck, Registernummer HR B 12449 HL.

Die Paniceus Holding GmbH als Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB sowie die Tochtergesellschaften überschreiten im Geschäftsjahr 2021 die Größenkriterien des § 293 HGB, so dass ein Konzernabschluss entsprechend den §§ 290 ff. HGB erstellt wurde.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Muttergesellschaft Paniceus Holding GmbH ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Trotz der bilanziellen Überschuldung geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose aus, da innerhalb der Unternehmensgruppe aus ausreichend liquide Mittel zurückgegriffen werden kann.

Zur Bilanzierung des Waldbestandes in der Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH wurde das Bilanzgliederungsschema um die Position "Stehendes Holz" erweitert.

ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Folgende Unternehmen wurden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 einbezogen:

Nummer Name Anteil am Kapital
1. Paniceus Holding GmbH, Lübeck
2. Paniceus GmbH, Lübeck 100 %
3. Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH, Lübeck 77,3 %
4. Paniceus Systems GmbH, Lübeck 100 %
5. Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH, Lübeck 100 %
6. Peter Pane Management GmbH, Lübeck 100 %
7. Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, Lübeck 100 %
8. Peter Pane Franchise GmbH, Lübeck 100 %
9. Paniceus IP GmbH, Lübeck 100 %
10. Peter Pane München GmbH, Lübeck 100 %
11. Peter Pane München Leopoldstraße GmbH & Co. KG, Lübeck 60 %
12. Peter Pane München Pasing GmbH & Co. KG, Lübeck 60 %
13. Peter bringt's GmbH, Lübeck 100 %

Die Peter Pane Mobile GmbH wurde mit Wirkung vom 8. Juni 2021 in die Peter bringt's GmbH umfirmiert.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Anschaffungskosten der erworbenen Tochtergesellschaften werden mit dem auf diese Anteile entfallenden Zeitwert des Eigenkapitals im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Unterschiedsbetrag, der nach Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) des Tochterunternehmens auf der Aktivseite entsteht (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB).

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden gemäß § 303 Abs. 1 HGB sämtliche Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet.

Gemäß § 305 Abs. 1 HGB werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die gegenseitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen miteinander verrechnet. Innenumsätze zwischen den konsolidierten Unternehmen werden nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Sonstige Erträge und Zinsen werden gemäß § 305 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen beim Empfänger der Leistung verrechnet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear nach Maßgabe der Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Regelungen der Finanzverwaltung orientieren, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig (pro-rata-temporis) abgeschrieben.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2016 ist bei der Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH aufgrund der Aufdeckung stiller Reserven in den Sachanlagen von insgesamt EUR 1.892.843,19 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 188 entstanden. Dieser wird analog zu der Restnutzungsdauer der aufgedeckten stillen Reserven im Sachanlagevermögen über einen Zeitraum von 16 Jahren abgeschrieben. Bei der Paniceus GmbH resultierte im Rahmen der Erstkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 13.682, der auf thesaurierte Gewinne zurückzuführen ist und deshalb in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt wurde.

Abnutzbare bewegliche, selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden entsprechend der steuerlichen Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung bzw. Herstellung voll abgeschrieben.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile wurden mit den Anschaffungskosten der Anteile bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszulagen wurde für erhaltene Investitionszulagen für Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden passiviert.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 4 Fördergebietsgesetz beinhaltet Sonderabschreibungen für Modernisierungsarbeiten und ist in Höhe von 40 % der geleisteten Anzahlungen passiviert worden.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG ist aufgrund der Veräußerung eines Kommanditanteils passiviert worden.

Die Sonderposten werden planmäßig über die Nutzungsdauer der entsprechenden Gebäude des Sachanlagevermögens aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen dem Grunde und der Höhe nach allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH im Jahr 2016 wurden stille Reserven aufgedeckt, so dass die handelsrechtlichen Wertansätze höher sind als die steuerlichen Wertansätze, die sich in den späteren Geschäftsjahren abbauen. Die sich ergebende Steuerbelastung wurde in den passiven latenten Steuern abgebildet und analog zu der Nutzungsdauer der aufgedeckten Vermögensgegenstände über 16 Jahre aufgelöst. Bei der Ermittlung wurde ein Ertragssteuersatz von 16 % zugrunde gelegt.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER KONZERNBILANZ UND DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Der Geschäfts- oder Firmenwert der Hans Junge Vermögensverwaltung GmbH wird linear über 16 Jahre abgeschrieben. Der entstandene Geschäfts- oder Firmenwert aus der Konsolidierung der übrigen Gesellschaften wurde voll abgeschrieben.

Die Entwicklung und Zusammensetzung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte beinhalten Lebensmittelvorräte der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, die im Geschäftsjahr 2022 dem laufenden Verbrauch unterliegen. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen in Höhe von TEUR 1.495 (Vorjahr: TEUR 1.037) mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr ausgewiesen. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 675) sowie Forderungen gegen einen Minderheitengesellschafter aus Leistungen in das Eigenkapital von zwei Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.076 (Vorjahr: TEUR 1.075).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.111 beinhalten im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit Finanzierungen und Ablösegebühren für Mietverträge, die über die Laufzeit der Darlehen bzw. über die Laufzeit der Mietverträge aufgelöst werden.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000,00 und wird in der Bilanz als gezeichnetes Kapital ausgewiesen.

Weiterhin werden im Eigenkapital eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 6.923.428,39, eine Konzerngewinnrücklage in Höhe von EUR 13.682.406,24, ein Verlustvortrag in Höhe von EUR -11.474.655,97, der Konzernverlust in Höhe von EUR -3.377.181,64 sowie Nicht beherrschende Anteile in Höhe von EUR 1.426.259,02 ausgewiesen, sodass das Eigenkapital insgesamt EUR 7.205.256,04 beträgt.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Die Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 4 Fördergebietsgesetz beinhaltet Sonderabschreibungen in Höhe von 40 % auf die in 1998 geleisteten Anzahlungen auf Modernisierungsarbeiten in der Kröpeliner Straße 72 und 73 in Rostock. Die Auflösung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der Gebäude.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG betrifft den Veräußerungsgewinn aus der Veräußerung des Kommanditanteils an der Brot- und Backwarenfabrik J.C.D. Junge und Co. Der Sonderposten wird mit 2,5 % p.a., entsprechend der Abschreibung für das Gebäude, aufgelöst.

Der Sonderposten für Investitionszulagen beinhaltet Investitionszulagen für Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden nach § 3 InvZuIG (1999). Die Auflösung erfolgt planmäßig über die Nutzungsdauer der Gebäude.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 500 im Zusammenhang mit eingegangen Mietverträgen, Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 696, Rückstellungen für auszugebende Wertgutscheine in Höhe von TEUR 755, Rückstellungen für Schwerbehindertenausgleichsabgabe in Höhe von TEUR 150 und Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von TEUR 214.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag in Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit größer als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.798.722,56 7.190.264,74 21.455.840,74 13.152.617,08
(Vorjahr) 40.288.021,43 4.802.157,69 21.505.769,27 13.980.094,47
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.460.692,17 5.460.692,17 0,00 0,00
(Vorjahr) 4.409.069,04 4.409.069,04 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 12.927.665,21 12.893.830,94 33.834,27 0,00
(Vorjahr) 15.432.589,87 15.198.669,52 233.920,35 0,00
Summe 60.187.079,94 25.544.787,85 21.489.675,01 13.152.617,08
(Vorjahr) 60.129.680,34 24.409.896,25 21.739.689,62 13.980.094,47

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 37.576 (Vorjahr: TEUR 21.379) und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 431 (Vorjahr: TEUR 2.994) durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 9.305 (Vorjahr: TEUR 9.484).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, erhaltene Baukostenzuschüsse von Dritten nicht von den Anschaffungskosten der finanzierten Anlagengüter abzusetzen, sondern passivisch unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten auszuweisen.

Die Auflösung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der korrespondierenden Anlagegüter.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns ergeben sich im Wesentlichen aus drei Tätigkeitsbereichen. Dabei entfällt ein Umsatz in Höhe von TEUR 58.472 (Vorjahr: TEUR 51.386) auf den Restaurantbetrieb, ein Umsatz in Höhe von TEUR 4.938 (Vorjahr: TEUR 2.913) auf Leistungen im Bereich der Vermietungsumsätze sowie ein Umsatz in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 88) auf Leistungen im Bereich der Forstwirtschaft.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 470 und Erträge in Höhe von TEUR 402 beinhalten im Wesentlichen Anpassungen im Kreditorenbereich sowie Aufwendungen und Erträge aus Nebenkostenabrechnungen der Vorperioden.

In den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 15 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse aus staatlichen Corona-Beihilfen in Höhe von TEUR 4.520 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 624.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Geschäftsführung

Die Paniceus Holding GmbH, Lübeck, wurde im Geschäftsjahr 2021 vertreten durch:

Herr Patrick Oliver Junge, Geschäftsführer, Bröthen

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Herr Patrick Oliver Junge ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unverzinsliche Forderungen gegenüber Geschäftsführern in Höhe von TEUR 769 enthalten.

Mitarbeiterzahl

Die Konzerngesellschaften beschäftigten im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 1.435 Mitarbeiter, davon 99 Angestellte und 1.336 gewerbliche Arbeitnehmer.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis 2021 der Muttergesellschaft in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 74.999, davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von TEUR 10.874.

Haftungsverhältnisse

Aus der Gestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten ergeben sich grundpfandrechtliche Haftungsverhältnisse zugunsten nicht konsolidierter Gesellschaften in Höhe von TEUR 1.210. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass der Hauptschuldner in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, so dass eine Passivierung nicht erforderlich ist.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb von Grundstücken besteht zum 31.12.2021 ein Bestellobligio in Höhe von TEUR 2.000.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Mit der Prüfung des Konzernabschlusses zum 31.12.2021 wurde Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Der gebuchte Honoraraufwand umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 130.

Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung in Anspruch:

 

Paniceus Systems GmbH

 

Paniceus GmbH

 

Junge Land- und Forstwirtschaft GmbH

 

Peter Pane Franchise GmbH

 

Peter Pane Management GmbH

 

Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH

 

Peter Pane München GmbH

 

Paniceus IP GmbH

 

Peter bringt's GmbH

Die Paniceus Holding GmbH, Lübeck, hatte während des Geschäftsjahres 2021 mit den vorgenannten Tochtergesellschaften einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Demnach sind die beherrschten Unternehmen verpflichtet, den gesamten Gewinn an die Paniceus Holding GmbH abzuführen und es besteht analog ein Anspruch auf Verlustausgleich.

 

Lübeck, 17. August 2022

Paniceus Holding GmbH

gez. Patrick Oliver Junge, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Paniceus Holding GmbH, Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Paniceus Holding GmbH, Lübeck, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Paniceus Holding GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. August 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thorsten Preisegger, Wirtschaftsprüfer

gez. Erik Dumke, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

36 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.