Stadtwerke Deggendorf Technologie GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johann Dollmaier seit 20.4.2022 | Prokura |
Alexander Springer seit 20.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Deggendorf | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
DANUBIA KOM Verwaltungs-GmbHAufgelöst | 70.00% |
| 1.70% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Deggendorf GmbHDeggendorfJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Deggendorf HRB 2216Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 1 Unternehmensprofil 2 Rahmenbedingungen 3 Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b EnWG 4 Risiko- und Chancenbericht 5 Prognosebericht Bilanz zum 31.12.2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 1 Allgemeine Angaben 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3 Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten 4 Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 5 Entwicklung des Anlagevermögens 6 Organe der Gesellschaft 7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 8 Jahresergebnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Beschluss über die Ergebnisverwendung Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Unternehmensprofil Die Stadtwerke Deggendorf GmbH (im Folgenden "SWD" genannt) steht in einer über Jahrzehnte gewachsenen Tradition. Das Unternehmen wurde 1899 als Eigenbetrieb der Stadt Deggendorf gegründet und im Jahr 2000 aufgrund der veränderten Marktbedingungen in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Alleiniger Gesellschafter der SWD ist die Stadt Deggendorf. Das Unternehmenskonzept ist konsequent darauf ausgerichtet, für die Stadt Deggendorf mit seinen Stadtteilen die Versorgungssicherheit im Energie- und Wasserbereich mit einem leistungsfähigen und weit verzweigten Netz rund um die Uhr zu gewährleisten. Die SWD sorgt mit ihren rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass die Haushalte in Deggendorf und Umgebung sicher und zuverlässig mit Strom, Erdgas sowie mit Wasser in bester Qualität beliefert werden. Neben der klassischen Netzinfrastruktur gehört auch ein wachsendes Glasfasernetz für die Telekommunikation zu den Tätigkeitsfeldern. Daneben ist die SWD Betreiber des Freizeit- und Erlebnisbades elypso. Mit eigenen Anlagen (Wasserkraftwerk Hammermühlbach, Photovoltaik, Blockheizkraftwerk) erzeugt die SWD Strom dezentral und liefert somit neben der regionalen Wertschöpfung auch einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Energiezukunft. Für die Lieferung von Energie und Wasser können die Kunden aus einem Produktportfolio wählen, um so die eigenen Bedürfnisse und die individuelle Situation bestmöglich abbilden zu können. Für Gewerbe- und Industriekunden verschiedener Branchen stellt das Unternehmen Energie und Wasser für komplexe Anwendungsprozesse zur Verfügung. Umfassende energienahe Dienstleistungspakete zur Energieeffizienz sowie zum Umwelt- und Klimaschutz betonen das konsequente Engagement für die lokale Energiezukunft und leisten für die nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzpolitik wichtige Impulse. Mit dem weiteren Ausbau und dem Betrieb eines Glasfasernetzes schafft das kommunale Unternehmen die Voraussetzung für leistungsfähige digitale Infrastrukturen. Netzgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich sollen damit zum Standard werden. Daneben betreibt die SWD im Stadtgebiet auch zahlreiche Ladesäulen für die Mobilität von Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Das elypso hat sich zu einem beliebten Freizeit- und Erlebnisbad entwickelt. Die Gäste finden im elypso Entspannung, Wellness, Fitness sowie Badespaß. Mit dem Saunaparadies hat sich seit Jahren die optimale Ergänzung zu den Sport- und Freizeitaktivitäten etabliert. 2 Rahmenbedingungen 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Nachwirkungen der vergangenen Krisen dämpften das Wachstum 2023 deutlicher als ursprünglich erwartet. Vor allem der Anstieg der Verbraucher- und Energiepreise minderte die Konsumausgaben. Zudem schwächten die gestiegenen Zinsen die wirtschaftliche Dynamik. 1 In den ersten drei Quartalen stagnierte das Bruttoinlandsprodukt noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % gesunken. Im gesamten Jahr 2023 ging die Wirtschaftsleistung um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück.
1 bdew: Konjunktur und Energieverbrauch -
Ausgabe 02/2024 vom 29.02.2024
Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen gut behaupten konnte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 leicht ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten privaten Konsumausgaben, die die deutsche Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf gestützt hatten, waren niedriger als im Vorquartal. Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 1,8% gewachsen. 2
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Allgemein Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich stabilisiert. Zusätzliche Gaslieferungen aus Westeuropa und zuverlässige LNG-Importe sorgten für eine gesicherte Gasversorgung. Seit Beginn 2023 sanken die Energiepreise wieder, liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau. 2023 stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Sowohl die Stromerzeugung als auch der Stromverbrauch waren rückläufig. 3 Primärenergieverbrauch Als Primärenergie werden alle Energieformen bezeichnet, die ohne vorherige Umwandlung in ihrer Ursprungsform vorhanden sind, wie z.B. Windenergie, Braunkohle oder auch Kernenergie. Die Entwicklung des Primärenergieverbrauchs ist von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Dazu gehören neben Veränderungen der energiepolitischen und ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen vor allem makroökonomische und sektorale Entwicklungen, demografische Faktoren, die Energiepreise sowie Temperaturschwankungen. Der Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2023 insgesamt 10.735 Petajoule (Vorjahr 11.676 PJ). Dies entspricht einem Rückgang um 8,1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch fiel damit auf einen historischen Tiefstand und mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. 4
2 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.
066 vom 23.02.2024
Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge. Ein weiterer Faktor waren die immer noch auf einem hohen Niveau liegenden Energiepreise. Kaum Einfluss auf den Energieverbrauch hatte die Witterung, die ähnlich mild wie im Vorjahr war. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demografischen Entwicklung aus. Durch den migrationsbedingten Zuzug von mehr als einer Mio. Menschen wuchs die Gesamtbevölkerung deutlich. 5 Die genannten Rahmenbedingungen beeinflussten nicht nur den Energieverbrauch in Summe, sondern auch die Struktur des Energieträgermixes. Wichtigster Energieträger für Deutschland blieb auch 2023 das Mineralöl mit einem Anteil von 35,6 %. Es folgte das Erdgas mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht auf 24,7 % erhöhten Anteil. Die Position an dritter Stelle belegten die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 19,6 %. Der Beitrag der Kernenergie ist aufgrund der Stilllegung der letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland (Neckarwestheim 2, Emsland und Isar 2) zum 15. April 2023 auf einen Anteil von 0,7% zurückgegangen. 6 Die gesamte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien belief sich im Jahr 2023 auf insgesamt 275,7 Mrd. kWh (Vorjahr 251,8 Mrd. kWh). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 9,5 %. Die Zielvorgaben für die Quote der Erneuerbaren Energien im Stromverbrauch (80% im Jahr 2030) bemessen sich an dem Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie am Bruttostromverbrauch. Die Quote der Erneuerbaren Energien nahm im Jahr 2023 um 6,8 Prozentpunkte von 46,6 % auf 53,4 % zu. Damit wird der Stromverbrauch erstmals zu mehr als der Hälfte von erneuerbaren Energien gedeckt. Zu diesem Anstieg trugen neben dem sich seit 2022 wieder verstärkenden PV-Ausbau auch die insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse bei. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik erzielte im Juni 2023 mit 9,8 Mrd. kWh einen neuen Monatsrekord. Zudem gab es sowohl in den Sommermonaten als auch im Herbst einige überdurchschnittlich gute Windmonate. 7 Lage der Gasversorgung Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein. Um die Gasversorgung für den kommenden Winter zu sichern, muss bis zum 01. Oktober 2024 ein Speicherfüllstand von 85 % erreicht werden. 8
4 AG Energiebilanzen e.V.: Energieverbrauch in
Deutschland im Jahr 2023 (Stand: 11.03.2024)
Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der prozentualen Speicherfüllstände der deutschen Erdgasspeicher: 9
Zum 04. Juni 2024 waren die Gasspeicher zu 73,35 % gefüllt. Energieverteilung (Strom und Gas) Ausbau der Stromnetze Mit dem schnellen Ausbau der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien muss der Ausbau der Stromnetze Hand in Hand gehen. Die wesentlichen Rahmenbedingungen hierfür hat die Bundesregierung im Jahr 2022 mit dem so genannten Osterpaket geschaffen. Der wachsende Anteil von Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion schafft neue Herausforderungen für das Stromnetz. Strom muss teilweise über weite Strecken von Stromerzeugungsanlagen zu den Endverbrauchern transportiert werden. So wird Strom aus Windenergie in Deutschland vorrangig im Norden und Osten sowie auf See erzeugt. Die größten Stromverbraucher, allen voran große Industriebetriebe, befinden sich aber überwiegend im Süden und Westen Deutschlands. Der im Norden erzeugte Windstrom muss daher dorthin transportiert werden. 10 Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die Übertragungsnetzbetreiber arbeiten daran, die Transportkapazitäten in den Stromnetzen kurz- und mittelfristig zu optimieren, um die Versorgungssicherheit insbesondere in Süddeutschland zu erhöhen und das Stromnetz robust zu halten. Den Ausbaubedarf und konkrete Ausbaupläne für die kommenden Jahre ermitteln die Übertragungsnetzbetreiber mit dem Netzentwicklungsplan Strom. Die Gesamtlänge der Vorhaben nach Energieleitungsausbaugesetz und Bundesbedarfsplangesetz liegt aktuell bei etwa 14.000 km. Davon sind knapp 2.822 km (Vorjahr 2.000 km) neue Stromleitungen bereits fertiggestellt und in Betrieb. 11 Netzzugang Betreiber von Energienetzen sind verpflichtet einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten.
9
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung
Mit Inkrafttreten der Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze zum 6. November 2007 wurde die bisherige kostenbasierte Entgeltbildung für die Nutzung der Strom- und Gasnetze durch das System der Anreizregulierung abgelöst. 12 Ein wesentliches Element der Anreizregulierung sind die Regulierungsperioden von jeweils fünf Jahren. Dabei legen die Bundesnetzagentur und die zuständige Landesregulierungsbehörde jeweils vor Beginn einer Regulierungsperiode fest, welche jährlichen Erlöse dem Netzbetreiber während der Regulierungsperiode zur Verfügung stehen sollen. Für die Bestimmung der Erlösobergrenze werden die betriebsnotwendigen Kosten des Netzbetreibers geprüft. Anschließend werden die Kosten der einzelnen Netzbetreiber in einen Effizienzvergleich überführt. Die SWD haben in den vorangegangenen Kostenprüfungen am vereinfachten Verfahren teilgenommen und erhielten einen pauschalen Effizienzwert. Aus den geprüften Kostendaten und dem pauschalen Effizienzwert wird die individuelle Erlösobergrenze für jeden Netzbetreiber festgelegt. Auf Basis dieser Netzentgelte ermitteln die Netzbetreiber nach den gesetzlichen Vorgaben (StromNEV, GasNEV) die Netzentgelte für den Zugang zu ihrem Energieversorgungsnetz. Diese Preise werden entsprechend den Vorgaben veröffentlicht. 13 Die erforderlichen Unterlagen zur Ermittlung der Erlösobergrenzen für die Regulierungsperiode 2024 bis 2028 wurden fristgerecht bei der zuständigen Regulierungsbehörde eingereicht. Bis dato liegt uns noch kein entsprechender Bescheid für die Erlösobergrenze vor. Dem Netzbetreiber steht eine angemessene Verzinsung seines eingesetzten Kapitals zu. Die Höhe des Eigenkapitalzinssatzes wird durch die Bundesnetzagentur gemäß den Vorgaben der Strom- und Gasnetzentgeltverordnung vor Beginn der Regulierungsperiode festgelegt. 14 Die Beschlusskammer 4 der Bundesnetzagentur hat am 12. Oktober 2021 die Eigenkapitalzinssätze für Elektrizitäts- und Gasnetzbetreiber für die 4. Regulierungsperiode festgelegt. Trotz erheblicher Kritik aus der Branche kürzte die Bundesnetzagentur die Zinssätze auf 5,07 % für Neuanlagen (3. Regulierungsperiode 6,91 %) und 3,51 % für Altanlagen (3. Regulierungsperiode 5,12 %). 15 Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energie- und Klimawende sind hohe Investitionen sowohl beim Übertragungsnetz als auch beim Verteilnetz zwingend notwendig. Die erhebliche Herabsenkung der kalkulatorischen Renditen setzt dabei ein falsches und nachhaltig problematisches Signal für Netzbetreiber. Zwingend notwendige Investitionen haben an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Damit wird die Leistungs- und Investitionsfähigkeit der Netzbetreiber und eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende gefährdet. 16 Gegen die Senkung der Eigenkapitalverzinsung um 25 % haben 900 Netzbetreiber Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt und hatten Erfolg. Am 30. August 2023 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die festgelegten Eigenkapitalzinssätze für Strom - und Gasnetzbetreiber aufgehoben. 17 Am 24. Januar 2024 hat die Bundesnetzagentur ihre Festlegung zur Eigenkapitalverzinsung veröffentlicht. Damit werden die Zinssätze nicht wie üblich für alle in Netzen gebundenen Investitionen an das gestiegene Zinsniveau angepasst, sondern lediglich der Zinssatz für Neuanlagen. Bei Neuinvestitionen gibt es keinen festen Zinssatz auf das Eigenkapital mehr. Dieser wird künftig dynamisch aus einem jährlichen variablen Basiszins zuzüglich eines Wagniszuschlags festgelegt. Die Rendite bei Altanlagen bleibt hingegen unangetastet. 18
12 https://www.gesetze-im-internet.de/aregv/
Energievertrieb (Strom und Gas) Allgemein Seit der Liberalisierung herrscht in Deutschland ein wettbewerblicher Rahmen im Energiemarkt, welcher im Energiewirtschaftsgesetz festgelegt ist. Dieser sorgt dafür, dass private und gewerbliche Kunden unter einer großen Zahl von Energieanbietern wählen können. Die SWD stehen mit anderen Energieanbietern in einem zunehmend härter werdenden Wettbewerb um den Kunden. Im Dezember 2023 gab es 1.345 (Vorjahr 1.359) Stromlieferanten und 1.026 (Vorjahr 1.038) Gaslieferanten. 19 Alle am Energiemarkt aktiven Anbieter haben Steuern, Umlagen und Abgaben zu entrichten. Diese müssen sie mit dem Strompreis erheben und abführen. Der Wettbewerb kann sich also nur um diese Kosten drehen, die von den Unternehmen selbst beeinflusst werden können. Das sind der Einkauf und Vertrieb der Energie. Stromvertrieb Der Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland mit einem mittleren Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr ist im Jahr 2023 gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 weiter um 14 % auf durchschnittlich 45,73 ct/kWh (Vorjahr 40,07 ct/kWh) angestiegen. Grund für den Anstieg sind die sehr stark gestiegenen Strompreise im Großhandel im Jahr 2023. Nach den Höchstständen im 3. Quartal 2022 sanken die Großhandelspreise zwar zu Beginn des Jahres wieder deutlich, lagen aber immer noch rund drei Mal höher als vor der Energiekrise. Genauso, wie sich die drastischen Preisanstiege 2022 nur verzögert und gedämpft in den Endkundenpreisen auswirkten, kamen die Preisrückgänge im Großhandel ebenfalls erst nach und nach in den Endkundenpreisen an. Für das Jahr 2024 sinken die Steuern, Abgaben und Umlagen geringfügig. Die Strompreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs auf 40 ct/kWh gedeckelt hat, sorgte für eine spürbare Entlastung für Haushaltskunden. 20 Das folgende Diagramm zeigt den Strompreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh in ct/kWh:
Gasvertrieb Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte in Deutschland mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 kWh ist nach seinem Höchststand im 4. Quartal 2022 im Jahr 2023 wieder deutlich gesunken. Erdgasheizer im Einfamilienhaus bezahlten im Jahr 2023 durchschnittlich 13,99 ct/kWh, im 4. Quartal sogar nur 11,53 ct/kWh. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahresquartal einem Rückgang um 42 %. Allerdings liegen die Preise im Großhandel immer noch gut drei Mal höher als im Mittel der Jahre 2016 bis 2020. Analog zur Strompreisbremse, hat auch die Gaspreisbremse, die den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs auf 12 ct/kWh deckelt, für eine spürbare Entlastung der Haushaltskunden gesorgt. 21
19 bdew: Die Energieversorgung 2023 -
Jahresbericht vom 31.05.2024
Das folgende Diagramm zeigt den Erdgaspreis für Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh in ct/kWh:
Wasserversorgung Die Bereitstellung von Trinkwasser ist ein essenzieller Teil der staatlichen Daseinsvorsorge. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und eine Schlüsselressource für das menschliche Leben und die belebte Umwelt. Ein schonender Umgang mit der Ressource Wasser sowie deren effektiver Schutz sind essenziell für ihre nachhaltige Existenz. 22 Regionale Klimamodelle prognostizieren durch den globalen Temperaturanstieg tendenziell abnehmende Niederschläge sowie zunehmend häufigere und längere Trockenperioden in den Frühjahrs- und Sommermonaten in Bayern. Damit einher gehen häufigere und heftigere Starkregenereignisse, bis hin zu Sturzfluten. Im Winter werden Niederschläge eher zunehmen, allerdings können diese räumlich stark variieren. 23 Wasserknappheit trat bisher allenfalls lokal und nur für kurze Zeit auf. Die Auswirkungen des Klimawandels sind zunehmend auch in Bayern mess- und spürbar, unter anderem durch Veränderungen der Niederschlagsmengen und -verteilung. In der Folge sind in einigen Regionen Bayerns seit Jahren sinkende Grundwasserpegelstände festzustellen. Das bedeutet, dass Wasser mancherorts knapp wird. 24 Im Niedrigwasser-Lagebericht vom 2. März 2023 resümiert das Bayerische Landesamt für Umwelt: Das bisherige Winterhalbjahr ist zu trocken, zu warm und zu schneearm. Die Grundwasserneubildung zeigt ein Defizit, d.h. die Grundwasservorkommen werden regelmäßig nicht ausreichend gefüllt. 25 Die langfristige Sicherung der Wasserversorgung bedarf eines nachhaltigen Ressourcenschutzes und einer Anpassung bei den Wasserversorgungsstrukturen.
21 bdew: Die Energieversorgung 2023 -
Jahresbericht vom 18.12.2023
Bäderbetriebe In Deutschland gibt es eine historisch gewachsene, ausgeprägte Kultur öffentlicher Schwimmbäder. Sie machen das Sport- und Freizeitangebot einer kommunalen Infrastruktur attraktiv. Schwimmbäder sind ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur und örtlichen Daseinsvorsorge. Die Unterhaltung eines Schwimmbades ist allerdings in der Regel nicht kostendeckend. 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Stromversorgung Das Netzgebiet umfasst die Stadt Deggendorf einschließlich der Stadtteile Deggenau, Seebach, Fischerdorf, Natternberg, Rettenbach und Mietraching. Als Netzbetreiber in den Stadtteilen Greising, Hackermühle und Tattenberg fungiert die Bayernwerk Netz GmbH, Regensburg. Bis auf einen geringen Eigenanteil wurde der Strombedarf über die Plattform Energie GmbH gedeckt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 11.550 T€ (Vj. 4.435 T€). Der Stromabsatz Netz verringerte sich von 161 GWh auf 153 GWh, der Stromabsatz Vertrieb erhöhte sich von 87 GWh auf 89 GWh. Die Umsatzerlöse aus Stromabsatz (ohne Stromsteuer und Stromabgabe nach EEG und KWKG) erhöhten sich von 24.296 T€ auf 37.494 T€. 2.3.2 Erdgasversorgung Der Vergabeausschuss der Stadt Deggendorf hat im Rahmen des Konzessionsvergabeverfahrens Erdgas am 17. März 2015 beschlossen, die Verantwortung für den Betrieb des Erdgasnetzes künftig der SWD zu übertragen. Die SWD konnte das Deggendorfer Erdgasnetz mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 von der ENB übernehmen. In den Verhandlungen zwischen der SWD und der ENB wurde vereinbart, dass die SWD den Betrieb des Erdgasnetzes befristet mit einem Rückpachtmodell an die ENB überträgt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 1.759 T€ (Vj. 1.059 T€). Der Gasabsatz Vertrieb erhöhte sich von 56 GWh auf 57 GWh. 2.3.3 Wasserversorgung Das Ziel der SWD ist die Stadt Deggendorf sicher und preisgünstig mit Wasser zu versorgen beziehungsweise zu beliefern. Der Wasserbedarf wird aus den Eigengewinnungsanlagen der Quellgebiete Dreitannenriegel, Parst, Boxbach und Mietraching sowie durch Bezug von der Wasserversorgung Bayerischer Wald gedeckt. Die Schüttung der stadtwerkeeigenen Quellen verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 53 Tm 3. Aufgrund der rückläufigen Abgabemenge und den gesunkenen Wasserverlusten konnte der Wasserbezug von der Wasserversorgung Bayerischer Wald leicht reduziert werden. Die Wasserabgabe verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 1.894 Tm 3 um 19 Tm 3 auf 1.875 Tm 3. Um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten, sind wieder Unterhalts- und Sanierungsarbeiten bei Hochbehältern, Entsäuerungsanlagen, Quellgebieten, Rohrnetz sowie Hausanschlüssen durchgeführt worden. Die Wasserverluste verringerten sich gegenüber dem Vorjahr auf 10,99 % (Vj. 12,85 %). Die weiterhin hohen Wasserverluste sind auf die hohe Anzahl von Wasserrohrbrüchen im Leitungsnetz und an Hausanschlüssen zurückzuführen. Mittels eines gerichtlichen Vergleichs wurde ein Dauerschuldverhältnis bezüglich Entschädigungszahlungen für Quellentnahmen durch eine einmalige Entschädigungszahlung in Höhe von 680 T€ abgelöst. Hierfür wurde zum 31. Dezember 2023 eine entsprechende Rückstellung gebildet. Das Ergebnis vor Steuern beträgt -902 T€ (Vj. 118 T€). 2.3.4 Ganzjahresbad elypso Das Ganzjahresbad elypso wurde am 13. Dezember 2003 eröffnet und bis 2006 über einen externen Dienstleister betrieben. Im Jahr 2006 wurde die STADTWERKE DEGGENDORF Service Plus GmbH gegründet, die ab dem 1. Januar 2007 die Betriebsführung des im Besitz der SWD befindlichen Bades übernommen hat. Seit dieser Zeit wurde das Angebot mit Service und Leistung stetig verbessert. Die Gesamtbesucherzahl steigerte sich zum Vorjahr vor allem wegen der vorgenommenen Attraktivitäts- und Eventmaßnahmen in Sauna- und Badewelt um 70.934 auf 422.549 Besucher (Vj. 351.615). Somit konnte erstmals die Marke von 400.000 Besucher überschritten werden. Im Hinblick auf die hohen Energiekosten versuchte das elypso einen gesunden Mittelweg zu finden. Die grundsätzliche Strategie lautete weiterhin sparsam Energie einzusetzen, aber andererseits auch den Besuchern einen ungehinderten Badespaß bieten zu können. Durch notwendige Erneuerungsmaßnahmen musste zum Ende des Geschäftsjahres in Bezug auf das Flachdach eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 294 T€ vorgenommen werden. Das Ergebnis vor Steuern beträgt -1.235 T€ (Vj. -1.552 T€). 2.4 Investitionen Im Berichtsjahr wurden insgesamt 2.100 T€ investiert, davon im Stromversorgungsbereich 1.276 T€, im Gasversorgungsbereich 216 T€ und in Wasserversorgungsanlagen 131 T€. Im Ganzjahresbad elypso wurden Investitionen in Höhe von 156 T€ getätigt. Im Bereich Service Technik wurden 16 T€ sowie im Bereich Service Verwaltung 96 T€ investiert. Weiterhin wurden im Berichtsjahr 209 T€ in die Erweiterung der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet Deggendorf investiert. 2.5 Personalbereich Die Mitarbeiterzahlen zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:
Die Personalkosten lagen im Berichtsjahr bei 5.640 T€. Auch im eigenen Interesse wird die berufliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter im notwendigen Umfang gefördert. 2.6 Ertragslage Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 der SWD beträgt 8.444.671,70 € (Vj. 3.961 T€). Für die einzelnen Unternehmensbereiche werden folgende Ergebnisse vor Steuern ausgewiesen:
Neben diesen Umsätzen wurden noch Erlöse aus dem Nebengeschäft und aus der Auflösung von Ertragszuschüssen vereinnahmt. Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7.111 T€ verbessert und liegt 8.602 T€ über Plan. Im Strombereich hat sich das Ergebnis vor Steuern gegenüber 2022 um 7.115 T€ verbessert. Gegenüber dem Planwert ergibt sich eine positive Abweichung in Höhe von 6.606 T€. Ursächlich für die hohe Abweichung gegenüber dem Vorjahr und dem Planansatz sind zum einen der Verbrauch der in 2021 für 2023 gebildeten Drohverlustrückstellung und zum anderen eine deutliche Ergebnissteigerung im Bereich Stromvertrieb resultierend vor allem aus dem vergleichsweisen hohen Preisniveau auf dem Markt und den vorgenommenen Preiserhöhungen. Das Ergebnis vor Steuern in der Erdgasversorgung hat sich gegenüber 2022 um 700 T€ verbessert. Gegenüber dem Planansatz ergibt sich eine positive Abweichung von 2.176 T€. Im Geschäftsbereich Gas Netz liegen die Umsatzerlöse etwas unter dem Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Gas Vertrieb konnte preisgetrieben erneut einen starken Umsatzanstieg verzeichnen. Auf Seiten der Bezugskosten wirkt sich im Jahr 2023 der Verbrauch der 2021 für das Jahr 2023 gebildeten Drohverlustrückstellung positiv aus. Das Ergebnis vor Steuern der Wasserversorgung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.020 T€ verschlechtert. Das Ergebnis liegt 778 T€ unter dem Planansatz. Gegenüber dem Vorjahr sind die Absatzmengen geringfügig gefallen. Als Folge moderat angehobener Absatzpreise erhöhten sich die Umsatzerlöse. Die Quellschüttung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 53 Tm 3. Der Grund für den Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf eine Rückstellung für Entschädigungszahlungen im Bereich der Quellschüttungen zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern des Ganzjahresbades verbesserte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 317 T€. Gegenüber dem Planansatz ergibt sich eine positive Abweichung in Höhe von 598 T€. Attraktivitätssteigerung im Erlebnisbad- und Saunabereich führten zu einem Anstieg der Besucher und somit zu einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft jedoch weiterhin geprägt durch die hohe Volatilität an den Energiemärkten und der Transformation der Energiewirtschaft in Deutschland. Trotz einer vorausschauenden Beschaffungs- und Vertriebsstrategie können hieraus zukünftige Ergebnisbelastungen nicht ausgeschlossen werden. 2.7 Finanzlage Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Der zur Deckung eines möglichen zusätzlichen Liquiditätsbedarfs von der Stadt Deggendorf an die SWD ausgereichte Darlehensrahmen von 2,5 Mio. € aus dem Jahr 2021 musste zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen werden. Es ist auch zukünftig davon auszugehen, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachkommen kann. Das Finanzmanagement ist stets darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbeziehung eigenkapitalähnlicher Mittel (70 % der empfangenen Ertragszuschüsse) 54,9 % (Vj. 48,8 %). Die aus dem Jahresabschluss abgeleitete finanzwirtschaftliche Größe Cashflow soll einen Einblick in die Liquiditätssituation und in die finanzielle Entwicklung des Unternehmens gewähren. Diese Kennzahl soll Informationen über den Mittelzufluss aus dem Umsatzprozess und damit über die Selbstfinanzierung geben.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 11.336 T€. Ursächlich für den starken Anstiegs des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr ist der hohe Jahresüberschuss. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 1.864 T€ (Vj. 2.877 T€) besteht im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen. Der Kapitalabfluss aus der Finanzierungstätigkeit saldiert sich aus der Tilgung von Darlehen, gezahlten Zinsen und Einzahlungen aus Ertragszuschüssen und beträgt 737 T€. Somit erhöht sich der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres um 8.735 T€ auf 14.717 T€. Die folgenden Kennzahlen sollen Aufschluss darüber geben, inwieweit das Unternehmen die Fähigkeit besitzt, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt zu erfüllen.
2.8 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 55.027 T€ auf 64.522 T€. Dabei verringerte sich das Anlagevermögen um 910 T€ auf 41.163 T€. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 12.859 T€ um 10.209 T€ auf 23.068 T€. Dies entspricht einer Steigerung um 79,4%. Die liquiden Mittel erhöhten sich von 5.982 T€ auf 14.717 T€. Die Veränderung in Höhe von 8.735 T€ entspricht einem Anstieg von 146,0 %. Die Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten reduzierten sich durch planmäßige Tilgungen von 11.357 T€ um 1.324 T€ (oder -11,7%) auf 10.033 T€. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen, wobei sich letztere vor allem wegen des Verbrauchs von Rückstellungen für drohende Verluste um 1.337 T€ auf 2.717 T€ verringert haben. Die Rückstellungen für Ertragssteuern erhöhten sich dagegen auf 2.279 T€. Die enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 521 T€ und belaufen sich auf 4.032 T€ (6,2 % der Bilanzsumme). 3 Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b EnWG 3.1 Tätigkeitsabschluss der Elektrizitätsverteilung Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 der SWD - Elektrizitätsverteilung (§ 6b EnWG) beträgt 917.728,07 € (Vj. 1.985 T€). Die Bilanzsumme der Elektrizitätsverteilung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.462 T€ und beläuft sich auf 21.742 T€. 3.2 Tätigkeitsabschluss des grundzuständigen Messstellenbetriebs Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 der SWD - grundzuständiger Messstellenbetrieb (analoge Anwendung § 6b EnWG) beträgt -71.699,77 € (Vj.-157 T€). Die Bilanzsumme des grundzuständigen Messstellenbetriebs erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 80 T€ und beläuft sich auf 198 T€. 3.3 Tätigkeitsabschluss der Gasverteilung Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 der SWD - Gasverteilung (§ 6b EnWG) beträgt 179.972,46 € (Vj. 299 T€). Die Bilanzsumme der Gasverteilung verringerte sich um 201 T€ auf 8.588 T€. 4 Risiko- und Chancenbericht Zum Risikomanagementsystem zählen im Wesentlichen Richtlinien, Berichtssysteme auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich und das etablierte Risikokomitee. Die einzelnen Bausteine sind in die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet. Das implementierte Risikomanagementsystem soll gewährleisten, dass sämtliche Einflüsse, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnten, frühzeitig als Risiko erkannt, systematisch erfasst und bewertet werden, um entsprechend vorbeugende Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Folgende zentrale Risiken und Chancen haben Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Folgen des Kriegs in der Ukraine Der Krieg in der Ukraine stellte eine politische Zeitenwende mit katastrophalen Auswirkungen für die dortige Bevölkerung dar. Er führte zugleich zu weitreichenden Veränderungen des Energiesystems in Deutschland und Europa. Die Entwicklung der Gaswirtschaft waren auch 2023 gekennzeichnet durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine, ein immer noch vergleichsweise hohes Preisniveau und Einsparmaßnahmen. Der Erdgasverbrauch in Deutschland nahm 2023 um 6,3 % auf 808,2 Mrd. kWh ab und war damit so niedrig wie zuletzt in der 1. Hälfte der 90er Jahre. 26 Zum 15. April 2024 hält die Bundesnetzagentur die Gasversorgung in Deutschland für stabil und die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung als gering ein. Der Gasverbrauch lag in der 14. Kalenderwoche 2024 32,7 % unter dem durchschnittlichen Verbrauch der Jahre 2018 bis 2021. 27 Um die Gasversorgung für den kommenden Winter zu sichern, muss bis zum 1. Oktober 2024 ein Speicherstand von 85 % erreicht werden. Das folgende Diagramm zeigt die Gasflüsse nach Deutschland nach Herkunft des Erdgases bis 31. Dezember 2023 28 :
26 bdew: Die Energieversorgung 2023 -
Jahresbericht vom 18.12.2023
Energiepreisentwicklung Aufgrund des ungewöhnlich warmen Winters ist der Gaspreis in den ersten Monaten des Jahres 2024 stark gesunken und erreichte im Februar den tiefsten Stand seit dem vergangenen Sommer. Mitte April ging der Gaspreis deutlich nach oben und hat sich um 20 % verteuert. Damit wurde der Preisrückgang der ersten Monate des Jahres wettgemacht. Dieser Preisanstieg findet sich auch in den Beschaffungen der Folgejahre wieder. Als Ursache gilt die Furcht vor einem neuen Krieg im Nahen Osten und die Auswirkungen auf Gaslieferungen aus der Region. 29 Um die hohen Energiepreise als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine abzufedern, beschloss die Politik eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen. Von Oktober 2022 ab wurde der Mehrwertsteuersatz auf 7 % gesenkt. Diese Maßnahme war bis 31. März 2024 befristet. Somit gilt für Gas wieder der Regelsteuersatz mit 19 %. Zum 1. Januar 2024 konnten die Preise für Strom-Bestandskunden außerhalb der Grundversorgung um 7,1 % gesenkt werden. Diese Gruppe stellt den größten Anteil der Kundinnen und Kunden der SWD dar. Der Gaspreis konnte zum 1. Januar 2024 um über 50 % gesenkt werden. Das Auslaufen des ermäßigten Steuersatzes führte allerdings zum 1. April 2024 wieder zu einer leichten Erhöhung des Endkundenpreises. Um Risiken verspäteter Zahlungseingänge rechtzeitig erkennen zu können, monitoren die SWD noch engmaschiger alle offenen Kundenposten. Bei Notwendigkeit bedienen sich die SWD, wie bisher, der vorgegebenen Eskalationsstufen des Mahnwesens. Fremdmaterial In einigen Bereichen hat sich die Beschaffungssituation wieder deutlich verbessert. Nur noch in wenigen Bereichen gibt es aktuell noch größere Engpässe bei der Beschaffung. Das Material ist aktuell zumeist verfügbar, jedoch weiterhin auf hohem Preisniveau und teilweise gepaart mit längeren Lieferzeiten. Sollte bestimmtes Material kurz- oder mittelfristig nicht verfügbar sein, können die SWD ihre Dienstleistungen durch die vorhandene, vorausschauend geplante Lagerhaltung weiter wie gewohnt durchführen. Bei langfristigen Lieferengpässen muss gegebenenfalls auf Alternativmaterial umgestiegen oder zu einem erheblich höheren Preis bei Verfügbarkeit beschafft werden. Marktrisiko Unter die Marktrisiken fallen Veränderungen des Angebots, der Nachfrage, der Preise und die Konkurrenzentwicklung. Am liberalisierten Energiemarkt herrscht starker Wettbewerb mit hoher Markttransparenz geschaffen durch Vergleichsportale, Energieberater und Verbraucherschutzorganisationen. Dieser intensive Wettbewerb kann sowohl im Bereich der Haushaltskunden als auch im Bereich der Großkunden, zu Kundenverlusten führen. Steigende Energiebeschaffungskosten, eine starke Preissensibilität der Kunden in Kombination mit einer hohen Wechselbereitschaft erhöht den Margendruck weiter. Insbesondere die Risiken auf den Beschaffungsmärkten und in der Beschaffungslogistik sind für die SWD von hoher Relevanz. Die Energiebeschaffung erfolgt über die Plattform Energie GmbH in Form einer strukturierten Portfoliobeschaffung. Die branchenübliche risikoaverse, langfristige Beschaffungsstrategie hat sich grundsätzlich bewährt. Die kurzfristige und risikoreiche Strategie der Energiediscounter hingegen ist vielfach gescheitert. 30 Die Preisunterschiede in der Beschaffung sind derzeit sehr hoch und die Marktpreise sind viel volatiler als früher, so dass Mengenüberschüsse oder fehlende Mengen finanziell deutlich teurer sind als früher. Zur Reduzierung des Beschaffungsrisikos ist eine zuverlässige Prognose des Vertriebsabsatzes unabdingbar. Ein unterjähriges Monitoring der Absatz- und der Beschaffungssituation ist ein weiterer Baustein, um Verbrauchsschwankungen zu identifizieren und in der Beschaffung rechtzeitig abbilden zu können.
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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/europaeischer-gaspreis-steigt-auf-hoechsten-stand-seit-jahresbeginn-19659458.html
Die Entwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt sowie die Verbrauchs- und Nachfragesituation bei den Endkunden, wird kontinuierlich gemonitort und fließt in die Bewertung von möglicherweise notwendigen Nachbeschaffungen ein. Wirtschaftlich schwierige Situationen für Privatkunden und Gewerbekunden können zu Zahlungsschwierigkeiten und damit zu einem teilweisen oder vollständigen Zahlungsausfall führen. Diesem Forderungsausfallrisiko wirken die SWD durch regelmäßige Anpassungen der Vorauszahlungen der Endkunden entgegen. Netz und Regulierung Das Netzgeschäft ist insbesondere durch die Vorgaben des EnWG einschließlich der Verordnungen sowie der Festlegungen der BNetzA zu Kosten und Erlösen der Netzbetreiber geprägt. Diese Vorgaben bergen betriebswirtschaftliche Risiken in der Form, dass die Regulatoren Netzbetreiber ggf. dazu zwingen können, Kosten zu senken und gleichzeitig eine angemessene Versorgungsqualität zu gewährleisten. Die SWD setzt für die Verteilung von Energie und Wasser teilweise technologisch komplexe Anwendungen ein, die das Risiko ungeplanter Nichtverfügbarkeiten bergen. Die bestehenden Risiken für den Betrieb von Anlagen und deren Verfügbarkeit im Hinblick auf die Versorgungssicherheit werden durch regelmäßige Wartungsarbeiten, hohe Sicherheitsstandards und Notfallpläne sowie viele weitere qualitätssichernde Maßnahmen minimiert. Wasserversorgung Das Deggendorfer Wassernetz zeigt einerseits einen komplexen Aufbau sowie andererseits geographische Besonderheiten aufgrund der Topologie. Mit der historisch gewachsenen Netzstruktur ist der Aufbau mit vielen Hochbehältern, Pumpstationen und Wasseraufbereitungsanlagen sehr kleinteilig und führt zu hohen Unterhaltskosten. Daneben steigen durch die vielen technischen Anlagen die Risiken einer Verunreinigung. Die notwendigen Unterhalts- und Investitionsmaßnahmen wurden in der Vergangenheit nicht immer vollumfänglich durchgeführt und führen somit zu alters- und zustandsbedingtem hohen Sanierungs- und Investitionsbedarf der Versorgungsanlagen. Die Deckung des Wasserbedarfs im Netzgebiet der SWD erfolgt einerseits durch eigene Quellen und andererseits durch die Wasserversorgung Bayerischer Wald. Durch den Klimawandel ist mit einer rückläufigen Schüttung der eigenen Quellen zu rechnen, was zu einem erhöhten Fremdbezug führt. Um zukünftigen Versorgungsrisiken entgegenzuwirken, wurde beschlossen ein neues Wasserkonzept für die Stadt Deggendorf mit dem Ziel einer wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Wasserversorgung von einem Planungsbüro entwerfen zu lassen. IT-Systeme Unsere Gesellschaft ist in hohem Maße von einer funktionierenden Energieversorgung abhängig. Bei Fehlen von Strom und Gas kommt das öffentliche Leben innerhalb kürzester Zeit zum Erliegen und lebensnotwendige Dienstleistungen können nicht mehr erbracht werden. Gleichzeitig ist die Funktionsfähigkeit der Energieversorgung von einer intakten Informations- und Kommunikationstechnologie abhängig. 31
31 Bundesnetzagentur - Fachthemen >
Elektrizität und Gas > Versorgungssicherheit >
IT-Sicherheit
Daher sind Betreiber von Energieversorgungsnetzen verpflichtet, die Anforderungen des IT- Sicherheitskataloges der Bundesnetzagentur umzusetzen - insbesondere die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems - und dies auch per Zertifikat nachzuweisen. 32 Beim IT-Sicherheitskatalog handelt es sich um eine Art unternehmensinterne Gesamtstrategie, aus der der Netzbetreiber konkrete Maßnahmen zur Gewährleistung eines angemessenen IT- Sicherheitsniveaus individuell ableitet und deren Umsetzung fortlaufend überwacht werden muss. 33 Im Jahr 2024 wurde durch die PÜG Prüf- und Überwachungsgesellschaft mbH wiederholt bescheinigt, dass das Informationssicherheits-Managementsystem der SWD die Anforderungen des IT-Sicherheitskataloges gemäß § 11 Abs. 1a EnWG (08/2015) erfüllt. Ebenso wurde in einem Zertifizierungsaudit der Nachweis erbracht, dass ein Informationssicherheits-Managementsystem entsprechend der DIN EN ISO/IEC 27001:2017 wirksam angewendet wird. Mit seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik jährlich einen umfassenden Überblick über die Bedrohungen im Cyberraum. Im Bericht für das Jahr 2023 kommt die Cybersicherheitsbehörde des Bundes zum Fazit, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist, wie nie zuvor. 34 Personal Die Kompetenzen und das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. In den kommenden Jahren erreichen mehrere Fach- und Führungskräfte das gesetzliche Rentenalter. Gleichzeitig zeichnet sich ein immer enger werdender Arbeitsmarkt ab, der primär durch einen Arbeitskräftemangel gekennzeichnet ist. Freie Stellen werden so nicht immer schnell und leicht besetzt werden können. Im Bereich der Personalentwicklung ist die Belegschaft strategisch und gezielt fortzubilden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Personalmanagement wird den Fokus künftig verstärkt auf die Ausbildung und Gewinnung von Arbeitskräften legen. Geeignete Maßnahmen des Personalmarketings werden unter anderem die Präsenz bei Ausbildungsmessen und an Schulen sein. Finanzen Hierunter werden sowohl Liquiditäts-, Zinsänderungs- sowie Forderungsausfallrisiken erfasst. Die SWD ist weiterhin regulatorischen Anforderungen und Gesetzgebungen ausgesetzt, die die Planungssicherheit und somit die Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele gefährden und hohes Risikopotenzial bergen. Die Wettbewerbs- und Marktrisiken könnten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinträchtigen. Liquiditätsrisiken können bestehen, wenn die erforderlichen Finanzmittel nicht ausreichend zur Verfügung stehen, um Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Die derzeitige Situation an den Beschaffungsmärkten birgt neben Ertrags- auch bedeutsame Liquiditätsrisiken. Um diesen entgegenzuwirken, pflegen die SWD ein systematisches, täglich aktualisiertes Liquiditätsmanagement, wodurch eine jederzeitige Sicherstellung der definierten Liquiditätsreserve gewährleistet werden soll. Entsprechend der aktuellen Liquiditätsplanung ist die Liquidität für das Jahr 2024 und darüber hinaus gesichert. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sehen aufgrund der bestehenden liquiden Mittel, des Gesellschafterdarlehens und der erwarteten Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Die Gefahr von Forderungsausfällen besteht bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage auf der Kundenseite. Sowohl ein anforderungsgerechtes Forderungsmanagement als auch Bonitätsrichtlinien für den Abschluss von neuen Verträgen sowie die Gewährung von Ratenplänen führen hier zu einer Risikoreduktion. Im Privatkundengeschäft wird dem Risiko auch durch Einzelwertberichtigungen und eine Erhöhung der Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
32 Energiewirtschaftsgesetz - § 11 Abs. 1a
Chancen Die Gestaltung der Energiezukunft bietet gerade für die SWD vielfältige Chancen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Die stetig wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugen bietet Chancen im Bereich des Ladens im privaten und öffentlichen Raum, die durch den Ausbau des Angebots an Ladelösungen genutzt werden sollen. Neben dem Bau eigener Lademöglichkeiten übernimmt die SWD bereits jetzt den Betrieb von Ladeeinrichtungen, die von einem privaten Unternehmen gebaut wurden. Mit 38 öffentlichen Ladepunkten gehört die SWD zum größten Anbieter von Ladeinfrastruktur in Deggendorf. Auf Grund gesetzlicher Vorgaben wird das Geschäftsfeld der E-Mobilität zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 in eine Tochtergesellschaft der SWD überführt werden. Durch die Digitalisierung und die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Telekommunikationslösungen besteht ein Chancenpotenzial sowohl beim Ausbau der Infrastruktur als auch beim Anbieten von Diensten. Zur Sicherung der bestehenden Marktanteile sowie zur Minderung des Risikos von Mengenverlusten ist die Pflege der Bestandskunden elementar. Dabei übernimmt die SWD für die Kunden zunehmend die Funktion eines umfassenden Energiedienstleisters. Zusammenfassung Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen aus Sicht der Geschäftsführung zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Aus schwebenden Geschäften können sich in den Folgejahren noch Verluste ergeben, die sich auch liquiditätsmindernd auswirken würden. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft gehen auf Basis der getroffenen bilanziellen Vorsorge und der nachhaltig angepassten Beschaffungsstrategien von einem geringen Risiko aus. Die gestiegenen Beschaffungspreise, die hohe Volatilität auf den Beschaffungsmärkten, der intensive Wettbewerb und der ausgeprägte Margendruck stellen für den Einkauf und Vertrieb eine große Herausforderung dar. Große finanzielle Mittel müssen für den Um- und Ausbau in eine leistungsfähige Netzinfrastruktur aufgebracht werden. Nur so kann das hohe Niveau der Versorgungssicherheit auch zukünftig sichergestellt werden. Die genannten Anforderungen werden es nicht einfach machen, sich mit dem bisherigen Renditeanspruch auch weiterhin erfolgreich am Markt zu positionieren. 5 Prognosebericht 5.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach der ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 ist die deutsche Wirtschaft wie gelähmt. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Anders, als erwartet befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Es droht das zweite wirtschaftliche Flautejahr in Folge. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab. Deutschland gerät damit international immer stärker ins Hintertreffen, denn andere Länder wie die USA und viele EU-Nachbarländer wachsen deutlich stärker. Mitschuld sind nach Ansicht führender Ökonomen Betriebsverlagerungen, die schwachen Exporte und die Bundespolitik, die Unternehmer und Verbraucher oft mit widersprüchlicher Politik verunsichere und Investitionen damit verhindert. 35 Der Rückgang der Wirtschaftsleistung dürfte sich im 2. Quartal zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Jahr 2024 nur um 0,2 % in Vergleich zum Vorjahr zunehmen. 36
35 Süddeutsche Zeitung: "Deutschland
fällt immer weiter zurück" vom 27. März 2024
Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März 2024 auf 87,8 Punkte gestiegen, nach 85,7 Punkten im Februar. Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen fielen deutlich weniger pessimistisch aus. Auch die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich. Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont. 37 5.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit dem Klimaschutzgesetz hat der Deutsche Bundestag 2019 die Klimaschutzziele bis 2030 erstmals gesetzlich festgeschrieben. Im Juni 2021 sind die Ziele noch einmal konkretisiert und verschärft worden. Die bis 2030 zu erreichende Treibhausgasminderung wurde auf 65 % erhöht, bis 2045 soll dann Treibhausgasneutralität erreicht werden. Der Koalitionsvertrag enthält zentrale Weichenstellungen für die Erreichbarkeit der Klimaschutzziele. Der notwendige Wandel ist für Deutschland eine Herausforderung, aber auch eine große Chance. Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netzinfrastruktur, in den heimischen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und in die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung sowie der Verkehrswende können zu nachhaltiger Wertschöpfung und nachhaltigem Wachstum führen. 38 Zentrale Herausforderung für die Ausgestaltung der Energiewende ist die Entwicklung der Strom- und Gaspreise. Die zur Finanzierung der Energiewende in Deutschland erhobenen Abgaben und Umlagen haben das Strompreisniveau für Haushalts- und Industriekunden maßgeblich bestimmt. Infolge des Kriegs in der Ukraine und der damit ausgelösten Energiekrise ist im Juli 2022 die EEG-Umlage weggefallen, um die Stromkosten privater Haushalte zu begrenzen. Im weiteren Verlauf wurde dieser Effekt allerdings von steigenden Kosten für die Energiebeschaffung klar überlagert. 39 Ein Gleichklang zwischen dem Ausbau und der Digitalisierung der Versorgungsnetze mit dem Zubau Erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung des Mobilitäts- und Wärmesektors ist Grundlage für das Gelingen der Energiewende. Für eine erfolgreiche Transformation des Stromsystems hin zu einem klimaneutralen Stromsystem ist die Leistungsfähigkeit der Stromverteilnetze von großer Bedeutung. Mit der steigenden Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Mobilität steigt die Belastung der Stromnetze auch das Potenzial, größere Mengen erneuerbaren Stroms in das Energiesystem zu integrieren. 40 Die fortschreitende Energiewende stellt das Stromversorgungsnetz vor eine ganze Reihe von Herausforderungen, beispielsweise die Transformation von wenigen zentralen Kraftwerken zu vielen dezentralen Erzeugungsanlagen. 5.3 Unternehmenssituation Energieverteilung (Strom und Gas) Die vierte Regulierungsperiode Strom begann im Jahr 2024. Im Jahr 2022 erfolgt die Ermittlung des Ausgangsniveaus zur Bestimmung der Erlösobergrenze auf Basis der Kostensituation des Geschäftsjahres 2021. Problematisch hierbei ist, dass das Geschäftsjahr 2021 keinen Normalzustand abbildet, sondern stark von der Corona-Pandemie geprägt wurde. Viele Unterhalts- und Investitionsmaßnahmen konnten nicht im erforderlichen Umfang durchgeführt werden, was wiederum die Ausgangsbasis für die Erlösobergrenze schmälerte. In Kombination mit der Absenkung der Eigenkapitalzinsen führt dies zu einem stärkeren Kostendruck.
36 ifo: Konjunkturprognose Frühjahr 2024
vom 6. März 2024
Energievertrieb (Strom und Gas) Die Energiepreise haben wieder deutlich nachgegeben. Allerdings führt die risikoaverse und langfristige Beschaffungsstrategie dazu, dass der Portfoliopreis der eingekauften Energie über den aktuellen Spotmarktpreisen liegt. Damit haben zahlreiche Energiediscounter, die sich kurzfristig eindecken und von den niedrigen Spotmarktpreisen profitieren einen Einkaufsvorteil. Die Dringlichkeit einer regelmäßigen Überprüfung der eigenen Beschaffungsstrategie ist seit der Energiekrise größer geworden. Dabei sind die niedrigsten Preise nicht das primäre Ziel. Notwendig ist eine Strategie, um in jeder Situation und Lage möglichst marktgerechte Preise anbieten zu können. Wasserversorgung Das Deggendorfer Wassernetz mit seiner historisch gewachsenen Struktur zeigt einen sehr komplexen Aufbau. Die nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung erfordert umfangreiche Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen. Zur Herstellung einer zukunftsfähigen Wasserversorgungsstruktur wird in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Die erforderlichen Maßnahmen werden in den nächsten Jahren umgesetzt. Um die personellen und fachlichen Anforderungen im Sinne der Versorgungssicherheit und einer hohen Qualität der Wasserversorgung sicherstellen zu können, arbeitet der Markt Metten im Rahmen einer kommunalen Partnerschaft im Bereich der Wasserversorgung mit den SWD zusammen. Aufgrund der räumlichen Nähe zu Deggendorf und den damit verbundenen kurzen Reaktionszeiten hat der Marktrat des Marktes Metten beschlossen, die technische Betriebsführung für die Wasserversorgung seit 1. Januar 2022 mit den SWD abzubilden. 41 Telekommunikation Die Stadt Deggendorf hat sich zum Ziel gesetzt, den flächendeckenden Breitbandausbau zügig voranzutreiben. Die Verantwortung für den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes hat die Stadt Deggendorf im Rahmen einer kommunalen Aufgabenübertragung an die SWD übergeben. In diesem Zug stieg die SWD in das Weiße-Flecken-Förderprogramm des Bundes ein, um unterversorgte Gebiete mit einer Bandbreite unter 30 Mbit/s gefördert zu erschließen. Dabei wird das passive Glasfasernetz von der SWD erstellt und verbleibt anschließend in ihrem Eigentum. Der Betreiber des Netzes wurde in einem wettbewerblichen Verfahren ermittelt. Durchgesetzt hat sich die R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH mit Sitz in Regensburg, welche die Versorgung aller Endnutzer mit Telefonie- und Gigabit-konformen Breitbanddiensten übernimmt. Neben dem geförderten und eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die SWD treiben andere Telekommunikationsunternehmen auch den eigenwirtschaftlichen Ausbau voran. Die Kollision verschiedener Interessen führt oft zu einem unkoordinierten Glasfaserausbau, an dessen Ende die Glasfaserinfrastruktur doppelt verlegt wird. Um dieser, auch volkswirtschaftlich nicht zielführenden Vorgehensweise, entgegenzutreten, haben sich die Marktakteure verständigt und eine Kooperation beschlossen. Unter dem Namen "Breitbandoffensive Deggendorf" haben sich das Regensburger Telekommunikationsunternehmen R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH und des Deggendorf Telekommunikationsunternehmen LEONET AG das gemeinsame Ziel gesetzt, das bestmögliche Ergebnis für das Deggendorfer Stadtgebiet zu erreichen, so dass möglichst viele unterversorgte Adressen die Möglichkeit haben, einen Glasfaseranschluss zu bekommen. Nur auf diese Weise ist es möglich die Gigabitstrategie des Bundes zu realisieren, wonach es bis 2030 flächendeckend Glasfaseranschlüsse bis ins Haus geben sollte. Technisches Sicherheitsmanagement Eines der wichtigsten Ziele der SWD ist ihren Kundinnen und Kunden bei der Versorgung mit Energie und Wasser ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit zu bieten. Daher hat sich das Unternehmen in den Geschäftsfeldern Strom und Wasser im Herbst 2022 erstmals einer freiwilligen Überprüfung nach dem Technischen Sicherheitsmanagement gestellt. In einer mehrtägigen unabhängigen Prüfung durch den DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) und dem FNN (Forum Netztechnik/Netzbetrieb im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) wurde die SWD erfolgreich für das Technische Sicherheitsmanagement zertifiziert. Dieses Zertifikat bestätigt, dass die SWD über eine qualifizierte personelle und technische Ausstattung sowie eine professionelle Organisation verfügt, die eine sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Versorgung im eigenen Netzgebiet gewährleistet. Gesamtaussage Gemäß dem vom Aufsichtsrat am 6. Dezember 2023 genehmigten Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die SWD mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2.549 T€. Das geplante Ergebnis kann, Stand heute, voraussichtlich erzielt werden, sofern die aktuell gegebenen Rahmenbedingungen weitestgehend unverändert bleiben. Im Rahmen der Planung wurden bereits etwaige Risiken entsprechend abgebildet.
Deggendorf, 15. Juli 2024 STADTWERKE DEGGENDORF GmbH Alexander Springer, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH mit Sitz in Deggendorf ist beim Amtsgericht Deggendorf unter der Handelsregister-Nummer HRB 2216 eingetragen. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenmerkmalen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind gemäß Satzung unter Anwendung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufzustellen. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB i.V.m. § 42 Abs. 3 GmbHG ist die Gliederung in der Bilanz um Forderungen/Verbindlichkeiten gegen die/gegenüber der Gesellschafterin erweitert worden. 2.2 Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Alle Zugänge wurden linear und pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag in Höhe von 800 € sofort abgeschrieben. Dabei wurde im Anlagengitter (siehe Abschnitt 5 unten) ein periodengleicher Abgang unterstellt. Hiervon abweichend werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens am Abschlussstichtag mit dem - im Vergleich zum Buchwert - niedrigeren Wert angesetzt, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens betragen:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder bei dauernden Wertminderungen mit niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen, durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis angesetzt, die unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten (Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, aber ohne Finanzierungszinsen) und die Emissionsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten angesetzt. Zur Berücksichtigung des Ausfallrisikos wurden bei den Forderungen angemessene Pauschal- und Einzelwertberichtigungen gebildet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Empfangene Ertragszuschüsse werden in einem entsprechenden Sonderposten passiviert und jährlich mit 5 % des Ursprungsbetrages über den Posten "Umsatzerlöse" aufgelöst. Die Zuschüsse, die nach dem 31.12.2002 und vor dem 01.01.2012 vereinnahmt wurden, werden ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen und parallel zu den Abschreibungen der betroffenen Wirtschaftsgüter im Posten "sonstige betriebliche Erträge" aufgelöst. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Ermittlung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Latente Steuern resultieren aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen insbesondere der sonstigen Rückstellungen, die zu aktiven Latenzen führen. Der zugrunde zu legende Ertragssteuersatz (KSt zzgl. SolZ sowie GewSt) beträgt 28,075 %. Unter Anwendung des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf einen Ansatz des sich ergebenden Überhangs aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. 3 Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten 3.1 Sachanlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen sind dem Abschnitt 5 unten zu entnehmen. 3.2 Finanzanlagen Die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH ist mit einer Stammeinlage von 250.000 € an der STADTWERKE DEGGENDORF Service Plus GmbH beteiligt.
Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss des Tochterunternehmens mit Sitz in Deggendorf zum 31.12.2023. Die sonstigen Ausleihungen unter den Finanzanlagen beinhalten Wohnbaudarlehen an Betriebsangehörige. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 116 T€ Rechnung getragen. Der nicht abgelesene Verbrauch zwischen Ablesetag und Bilanzstichtag wurde im Berichtsjahr maschinell hochgerechnet und den Kunden in Rechnung gestellt. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 647 T€ (Vorjahr 927 T€). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 3.4 Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 19 T€ (Vorjahr 24 T€) enthalten. Die Auflösung erfolgt aufwandswirksam über 10 Jahre. 3.5 Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert 10.000.000,00 € und ist in voller Höhe einbezahlt. 3.6 Rücklagen Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt wie im Vorjahr 2.407.146,03 € und entspricht den diesbezüglichen Gesellschafterbeschlüssen. 3.7 Ertragszuschüsse Die Baukostenzuschüsse der Kunden werden unter dieser Position passiviert und ratierlich bzw. jahresanteilig aufgelöst.
3.8 Sonstige Rückstellungen Zum Dezember 2021 wurden gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 3.822 T€ gebildet, davon für den Geschäftsbereich Strom Vertrieb 1.137 T€ und für den Geschäftsbereich Gas Vertrieb 2.685 T€. Per 31.12.2023 wurden davon für das Geschäftsjahr 2023 1.399 T€ verbraucht. Die noch verbleibenden Rückstellungen für die Geschäftsjahr 2024 wurden entsprechend angepasst und belaufen sich auf insgesamt 362 T€. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2023 die Rückstellung für das Regulierungskonto angepasst und beläuft sich nun auf 295 T€. Mittels eines gerichtlichen Vergleichs wurde ein Dauerschuldverhältnis bezüglich Entschädigungszahlungen für Quellentnahmen durch eine einmalige Entschädigungszahlung in Höhe von 680 Tsd. € abgelöst. Hierfür wurde zum 31. Dezember 2023 eine entsprechende Rückstellung gebildet. Die weiteren Positionen der sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, die Kosten des Jahresabschlusses einschließlich der Abschlussprüfung sowie unterlassene Instandhaltungen. 3.9 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.059 T€ (Stand Bilanzstichtag) waren durch eine Grundbuchschuld und 2.802 T€ (Stand Bilanzstichtag) waren durch eine Sicherungsübereignung des Gasnetzes in Deggendorf sowie von mehreren Photovoltaikanlagen zu sichern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin setzen sich wie im Vorjahr aus der Abrechnung der Konzessionsabgaben sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zusammen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Rückzahlungsverpflichtungen aus den Strom- und Gaspreisbremsen in Höhe von 445 T€ enthalten. 4 Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse
4.2 Sonstige betriebliche Erträge Im Gesamtbetrag sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen mit 77 T€ enthalten. 4.3 Materialaufwand In dieser Position sind der Verbrauch der per 31. Dezember 2021 für das Geschäftsjahr 2023 gebildeten Rückstellungen für drohenden Verluste aus dem Strom- und Gasbezug von 1.399 T€ aufwandsmindernd enthalten. Der Materialaufwand enthält in der Position b) Fremdleistungen von 2.919 T€ (Vj. 2.683 T€) aus Personalkostenverrechnungen der Tochtergesellschaft. Mittels eines gerichtlichen Vergleichs wurde ein Dauerschuldverhältnis bezüglich Entschädigungszahlungen für Quellentnahmen durch eine einmalige Entschädigungszahlung in Höhe von 680 T€ (außergewöhnlicher Aufwand i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB) abgelöst. Dieser Betrag ist im Materialaufwand im Geschäftsbereich Wasser enthalten. 4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von 27 T€ für Abschlussprüfungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen 4 T€ und 18 T€ für andere Beratungsleistungen enthalten. 4.5 Abschreibung Auf Grund einer dauernden Wertminderung war zum 31. Dezember 2023 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Restbuchwert des Flachdaches des Ganzjahresbad elypso in Höhe von 294 T€ (Vj. 0 T€) vorzunehmen. Die notwendigen Erneuerungsmaßnahmen sind für das Geschäftsjahr 2024 terminiert. 4.6 Belegschaft Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
4.7 Sonstige Angaben nach § 285 Nr. 30a HGB Auf den Jahresabschluss der Gesellschaft ergeben sich aus dem am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie aus ähnlichen ausländischen Mindeststeuergesetzen keine Auswirkungen. 5 Entwicklung des Anlagevermögens Entwicklung des Anlagevermögens 2023
6 Organe der Gesellschaft Gesellschafterversammlung Stadt Deggendorf, vertreten durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Christian Moser Geschäftsführung Alexander Springer Aufsichtsrat Dr. Christian Moser, Vorsitzender Oberbürgermeister Stadt Deggendorf Prof. Dr. Johannes Grabmeier Hochschullehrer i.R. Technische Hochschule Deggendorf Franz-Xaver Heigl Rentner Christian Heilmann-Tröster Oberstudienrat Aloys-Fischer-Schule Deggendorf Josef Kandler Finanzierungsberater Sparkasse Deggendorf Johannes Krenn Versuchsingenieur Liebherr-Components Deggendorf GmbH Paul Linsmaier Diplom-Physiker Corinna Ortmann Pflegedienstleiterin MAKO med. amb. Krankenpflege Harald Schiller Techniker i. R. Alois Schraufstetter selbstständiger Unternehmer Alois Schraufstetter - Partner im Brandschutz Karl Stern Geschäftsführer Stern Entsorgungs- und Brennstoffhandel GmbH Ewald Treml selbstständiger Rechtsanwalt Margret Tuchen selbstständige Bilanzbuchhalterin Im Geschäftsjahr 2023 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates Vergütungen in Höhe von insgesamt 10.189,74 €. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betragen jährlich rund 319 T€. Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Bezugsverträgen (Strom, Wasser, Gas) die entsprechend dem Verbrauch naturgemäß unterschiedliche Verpflichtungen hervorrufen. Aus der Beschaffung von Strom für die Jahre 2024 bis 2025 bestehen per 31.12.2023 Abnahmeverpflichtungen aus preislich fixierten Mengen in Höhe von rund 11.585 T€. Bei der Plattform Energie GmbH zur Beschaffung beauftragte, aber noch nicht auf dem Energiemarkt beschaffte Mengen, für die jedoch Abnahmeverpflichtungen bestehen, werden per 31.12.2023 mit 415 T€ für Strom und mit 383 T€ für Gas bewertet. Aus der Langfristbeschaffung von Erdgas für die Jahre 2024 bis 2025 bestehen per 31.12.2023 Abnahmeverpflichtungen aus preislich fixierten Mengen in Höhe von 5.435 T€. Es besteht eine mittelbare Pensionsverpflichtung aufgrund der Zusatzversorgung von Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes. Die Zusatzversorgung regelt sich nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes für den Bereich VKA. Die STADTWERKE DEGGENDORF GmbH ist Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden. Der Umlagesatz beträgt für das Jahr 2023 3,75 % und der Zusatzbeitragssatz 4,00 %. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beträgt 3.928.457,18 €. Die Versorgungsverpflichtung betrifft 83 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. 8 Jahresergebnis Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 8.444.671,70 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 8.444.671,70 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Deggendorf, 15. Juli 2024 STADTWERKE DEGGENDORF GmbH Alexander Springer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Deggendorf GmbH, Deggendorf VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Deggendorf GmbH, Deggendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Deggendorf GmbH, Deggendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, grundzuständiger Messstellenbetrieb und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlagen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
München, den 16. Juli 2024 Deloitte
GmbH
gez. Anton Schreitt, Wirtschaftsprüfer gez. Alexander Bogenhauser, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 29.07.2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 8.444.671,70 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023nach § 6b Absatz 3 EnWGInhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Erläuterungen 2 Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung 2.1 Bilanz zum 31.12.2023 - Elektrizitätsverteilung 2.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Elektrizitätsverteilung 2.3 Anhang 3 Tätigkeitsabschluss grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom 3.1 Bilanz zum 31.12.2023 - grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom 3.3 Anhang 4 Tätigkeitsabschluss Gasverteilung 4.1 Bilanz zum 31.12.2023 - Gasverteilung 4.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Gasverteilung 4.3 Anhang 1 Allgemeine Erläuterungen Bei der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH handelt es sich um ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG. Daher ist die Gesellschaft gemäß den Vorschriften des § 6b Abs. 3 EnWG dazu verpflichtet, für jeden Bereich i.S.v. § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG, in dem sie tätig ist, eine entsprechende Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) zu erstellen. Bei der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH handelt es sich dabei um die Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung, grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom sowie Gasverteilung. 2 Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung2.1 Bilanz zum 31.12.2023 - ElektrizitätsverteilungAKTIVA
PASSIVA
2.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Elektrizitätsverteilung
2.3 Anhang2.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.3.1.1 Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenmerkmalen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. 2.3.1.2 Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. 2.3.2 Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen 2.3.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 2.3.2.2 Empfangene Ertragszuschüsse
2.3.2.3 Rückstellungen
2.3.2.4 Verbindlichkeiten
2.3.3 Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Aufwendungen und Erträge. Soweit der Servicebereich Leistungen für andere Unternehmensbereiche erbringt, die direkt zurechenbar sind, werden diese auf Basis individueller Verrechnungssätze weiterbelastet. Die Restkosten werden mittels geeigneter, über Jahre unveränderter Schlüssel auf die jeweiligen Bereiche umgelegt. Die Kostenstellen aus dem Bereich Service Verwaltung werden nach folgenden Schlüsselungen umgelegt: Umlage Service Verwaltung
Die Kostenstellen aus dem Bereich Service Technik werden nach folgenden Schlüsselungen umgelegt: Umlage Service Technik
2.3.4 Zuordnung von Bilanzpositionen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Bilanzpositionen. Die Umlage erfolgte analog zur Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich. 2.3.5 Ergänzende Angaben zum Kapitalausgleichsposten Ein Kapitalausgleichsposten ist nicht vorhanden. Dies wird im Folgenden dargelegt. Nach § 6b EnWG müssen die Tätigkeiten so geführt werden, wie dies bei rechtlich selbstständigen Unternehmen der Fall wäre. Die Aufstellung der Tätigkeitsbilanz hat nach § 6b Abs. 3 S. 5 EnWG zu erfolgen. Darin gestattet der Gesetzgeber die direkte und indirekte (schlüsselmäßige) Zuordnung. Durch dieses Vorgehen nimmt der Gesetzgeber zwangsweise in Kauf, dass "zwischen den Tätigkeiten kein Buchungszusammenhang mehr besteht und die Tätigkeitsbilanz Elektrizitätsverteilung [...] nicht mehr aufgeht". 1 Gem. IDW RS ÖFA 2, TZ. 47 sind grundsätzlich zwei Möglichkeiten gegeben, das Ungleichgewicht der Bilanz zu beheben: Dies kann entweder durch den Ausweis des Eigenkapitals als natürlich geborene Residualgröße oder einen Ausgleichsposten erfolgen. Die Stadtwerke Deggendorf greifen hierbei auf erstere Methode zurück, dies auch vor dem Hintergrund, dass die Bilanzierung eines Ausgleichspostens "der Fiktion des rechtlich selbstständigen Unternehmens abzuleitenden Vorschriften zuwider" läuft. 2 Das Eigenkapital als Residualgröße ermöglicht eine verbesserte Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage gem. § 264 Abs. 2 HGB. Da die in den §§ 266, 268 und 272 HGB enthaltenen Regeln über den Ausweis des Eigenkapitals nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein können und der einzelne Tätigkeitsbereich nicht über ein gezeichnetes Kapital verfügt, ist es innerhalb der Tätigkeitsabschlüsse sachgerecht, den Bilanzschluss über das Eigenkapital durchzuführen. Alle weiteren Positionen (z.B. Verbindlichkeiten/Fremdkapital) sind bestimmt. Ein abweichender Ansatz scheidet unseres Erachtens aus. 3 Ein "bilanzieller Ausgleichsposten oder eine ähnliche Position", wie sie in der Regulierungskammer des Freistaates Bayern nach § 6b Abs. 6 EnWG vom 12. Juni 2021 beschrieben wird, ist somit im Tätigkeitsabschluss der Stadtwerke Deggendorf nicht vorhanden. Gem. IDW RS ÖFA 2 verfügen die einzelnen Tätigkeiten nicht über ein "gezeichnetes Kapital" und auch die Regelungen nach §§ 266, 268 und 272 HGB über den Ausweis des Eigenkapitals können nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein. Das den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnete Eigenkapital kann daher unter einem Posten erfasst werden und eine direkte Zuordnung ist nicht möglich. Entsprechend werden die im Gesamtunternehmen bilanzierten Posten anhand eines sachgerechten und für Dritte nachvollziehbaren Schlüssels auf die Tätigkeiten verteilt:
1 Vgl. Poullie (2013), S. 48
Kapitalbedarfsschlüssel: Aktiva Tätigkeit - zugeordnete Passiva Tätigkeit / Aktiva Gesamt - zugeordnete Passiva Gesamt Die Summe der zugeordneten Passiva ergibt sich aus allen durch Schlüssel oder direkt zugeordneten Passivposten. Das als Residualgröße ermittelte Eigenkapital der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung beträgt insgesamt 11.107 T€. Der Kapitalbedarfsschlüssel für die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung beträgt 37,16 %. Durch dieses Vorgehen und den sich am Kapitalbedarf orientierenden Schlüssel ist kein Ausgleichsposten erforderlich. 2.3.6 Entwicklung des Anlagevermögens Entwicklung des Anlagevermögens 2023 - Elektrizitätsverteilung
3 Tätigkeitsabschluss grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom3.1 Bilanz zum 31.12.2023 - grundzuständiger Messstellenbetrieb StromAKTIVA
PASSIVA
3.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom
3.3 Anhang 3.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.3.1.1 Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenmerkmalen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. 3.3.1.2 Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. 3.3.2 Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen 3.3.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 3.3.2.2 Empfangene Ertragszuschüsse
3.3.2.3 Rückstellungen
3.3.2.4 Verbindlichkeiten
3.3.3 Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Aufwendungen und Erträge. Soweit der Servicebereich Leistungen für andere Unternehmensbereiche erbringt, die direkt zurechenbar sind, werden diese auf Basis individueller Verrechnungssätze weiterbelastet. Die Restkosten werden mittels geeigneter, über Jahre unveränderter Schlüssel auf die jeweiligen Bereiche umgelegt. Aus dem Bereich Service Verwaltung erfolgt keine Umlage in die Sparte Grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom. Die Kostenstellen aus dem Bereich Service Technik werden nach folgenden Schlüsselungen umgelegt: Umlage Service Technik
3.3.4 Zuordnung von Bilanzpositionen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Bilanzpositionen. Die Umlage erfolgte analog zur Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich. 3.3.5 Ergänzende Angaben zum Kapitalausgleichsposten Ein Kapitalausgleichsposten ist nicht vorhanden. Dies wird im Folgenden dargelegt. Nach § 6b EnWG müssen die Tätigkeiten so geführt werden, wie dies bei rechtlich selbstständigen Unternehmen der Fall wäre. Die Aufstellung der Tätigkeitsbilanz hat nach § 6b Abs. 3 S. 5 EnWG zu erfolgen. Darin gestattet der Gesetzgeber die direkte und indirekte (schlüsselmäßige) Zuordnung. Durch dieses Vorgehen nimmt der Gesetzgeber zwangsweise in Kauf, dass "zwischen den Tätigkeiten kein Buchungszusammenhang mehr besteht und die Tätigkeitsbilanz Grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom [...] nicht mehr aufgeht". 4 Gem. IDW RS ÖFA 2, TZ. 47 sind grundsätzlich zwei Möglichkeiten gegeben, das Ungleichgewicht der Bilanz zu beheben: Dies kann entweder durch den Ausweis des Eigenkapitals als natürlich geborene Residualgröße oder einen Ausgleichsposten erfolgen. Die Stadtwerke Deggendorf greifen hierbei auf erstere Methode zurück, dies auch vor dem Hintergrund, dass die Bilanzierung eines Ausgleichspostens "der Fiktion des rechtlich selbstständigen Unternehmens abzuleitenden Vorschriften zuwider" läuft. 5 Das Eigenkapital als Residualgröße ermöglicht eine verbesserte Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage gem. § 264 Abs. 2 HGB. Da die in den §§ 266, 268 und 272 HGB enthaltenen Regeln über den Ausweis des Eigenkapitals nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein können und der einzelne Tätigkeitsbereich nicht über ein gezeichnetes Kapital verfügt, ist es innerhalb der Tätigkeitsabschlüsse sachgerecht, den Bilanzschluss über das Eigenkapital durchzuführen. Alle weiteren Positionen (z. B. Verbindlichkeiten/Fremdkapital) sind bestimmt. Ein abweichender Ansatz scheidet unseres Erachtens aus. 6 Ein "bilanzieller Ausgleichsposten oder eine ähnliche Position", wie sie in der Regulierungskammer des Freistaates Bayern nach § 6b Abs. 6 EnWG vom 12. Juni 2021 beschrieben wird, ist somit im Tätigkeitsabschluss der Stadtwerke Deggendorf nicht vorhanden. Gem. IDW RS ÖFA 2 verfügen die einzelnen Tätigkeiten nicht über ein "gezeichnetes Kapital" und auch die Regelungen nach §§ 266, 268 und 272 HGB über den Ausweis des Eigenkapitals können nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein. Das den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnete Eigenkapital kann daher unter einem Posten erfasst werden und eine direkte Zuordnung ist nicht möglich. Entsprechend werden die im Gesamtunternehmen bilanzierten Posten anhand eines sachgerechten und für Dritte nachvollziehbaren Schlüssels auf die Tätigkeiten verteilt: Kapitalbedarfsschlüssel: Aktiva Tätigkeit - zugeordnete Passiva Tätigkeit / Aktiva Gesamt - zugeordnete Passiva Gesamt Die Summe der zugeordneten Passiva ergibt sich aus allen durch Schlüssel oder direkt zugeordneten Passivposten. Das als Residualgröße ermittelte Eigenkapital der Tätigkeit Grundzuständiger Messstellenbetrieb beträgt insgesamt 184 T€. Der Kapitalbedarfsschlüssel für die Tätigkeit Grundzuständiger Messstellenbetrieb beträgt 0,62 %. Durch dieses Vorgehen und den sich am Kapitalbedarf orientierenden Schlüssel ist kein Ausgleichsposten erforderlich.
4 Vgl. Poullie (2013), S. 48
3.3.6 Entwicklung des Anlagevermögens Entwicklung des Anlagevermögens 2023 - Grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom
4 Tätigkeitsabschluss Gasverteilung4.1 Bilanz zum 31.12.2023 - GasverteilungAKTIVA
PASSIVA
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2023 - Gasverteilung
4.3 Anhang 4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 4.3.1.1 Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenmerkmalen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. 4.3.1.2 Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses der STADTWERKE DEGGENDORF GmbH. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. 4.3.2 Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen 4.3.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. 4.3.2.2 Empfangene Ertragszuschüsse
4.3.2.3 Rückstellungen
4.3.2.4 Verbindlichkeiten
4.3.3 Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Aufwendungen und Erträge. Soweit der Servicebereich Leistungen für andere Unternehmensbereiche erbringt, die direkt zurechenbar sind, werden diese auf Basis individueller Verrechnungssätze weiterbelastet. Die Restkosten werden mittels geeigneter, über Jahre unveränderter Schlüssel auf die jeweiligen Bereiche umgelegt. Aus dem Bereich Service Verwaltung erfolgt keine Umlage in die Sparte Gasverteilung. Aus dem Bereich Service Technik erfolgt keine Umlage in die Sparte Gasverteilung. 4.3.4 Zuordnung von Bilanzpositionen aus dem Servicebereich Der Servicebereich umfasst allgemeine, nicht direkt auf Sparten zuordenbare Bilanzpositionen. Die Umlage erfolgte analog zur Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus dem Servicebereich. 4.3.5 Ergänzende Angaben zum Kapitalausgleichsposten Ein Kapitalausgleichsposten ist nicht vorhanden. Dies wird im Folgenden dargelegt. Nach § 6b EnWG müssen die Tätigkeiten so geführt werden, wie dies bei rechtlich selbstständigen Unternehmen der Fall wäre. Die Aufstellung der Tätigkeitsbilanz hat nach § 6b Abs. 3 S. 5 EnWG zu erfolgen. Darin gestattet der Gesetzgeber die direkte und indirekte (schlüsselmäßige) Zuordnung. Durch dieses Vorgehen nimmt der Gesetzgeber zwangsweise in Kauf, dass "zwischen den Tätigkeiten kein Buchungszusammenhang mehr besteht und die Tätigkeitsbilanz Gasverteilung [...] nicht mehr aufgeht". 7 Gem. IDW RS ÖFA 2, TZ. 47 sind grundsätzlich zwei Möglichkeiten gegeben, das Ungleichgewicht der Bilanz zu beheben: Dies kann entweder durch den Ausweis des Eigenkapitals als natürlich geborene Residualgröße oder einen Ausgleichsposten erfolgen. Die Stadtwerke Deggendorf greifen hierbei auf erstere Methode zurück, dies auch vor dem Hintergrund, dass die Bilanzierung eines Ausgleichspostens "der Fiktion des rechtlich selbstständigen Unternehmens abzuleitenden Vorschriften zuwider" läuft. 8 Das Eigenkapital als Residualgröße ermöglicht eine verbesserte Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage gem. § 264 Abs. 2 HGB. Da die in den §§ 266, 268 und 272 HGB enthaltenen Regeln über den Ausweis des Eigenkapitals nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein können und der einzelne Tätigkeitsbereich nicht über ein gezeichnetes Kapital verfügt, ist es innerhalb der Tätigkeitsabschlüsse sachgerecht, den Bilanzschluss über das Eigenkapital durchzuführen. Alle weiteren Positionen (z. B. Verbindlichkeiten/Fremdkapital) sind bestimmt. Ein abweichender Ansatz scheidet unseres Erachtens aus. 9 Ein "bilanzieller Ausgleichsposten oder eine ähnliche Position", wie sie in der Regulierungskammer des Freistaates Bayern nach § 6b Abs. 6 EnWG vom 12. Juni 2021 beschrieben wird, ist somit im Tätigkeitsabschluss der Stadtwerke Deggendorf nicht vorhanden. Gem. IDW RS ÖFA 2 verfügen die einzelnen Tätigkeiten nicht über ein "gezeichnetes Kapital" und auch die Regelungen nach §§ 266, 268 und 272 HGB über den Ausweis des Eigenkapitals können nur für das Gesamtunternehmen von Bedeutung sein. Das den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnete Eigenkapital kann daher unter einem Posten erfasst werden und eine direkte Zuordnung ist nicht möglich. Entsprechend werden die im Gesamtunternehmen bilanzierten Posten anhand eines sachgerechten und für Dritte nachvollziehbaren Schlüssels auf die Tätigkeiten verteilt: Kapitalbedarfsschlüssel: Aktiva Tätigkeit - zugeordnete Passiva Tätigkeit / Aktiva Gesamt - zugeordnete Passiva Gesamt Die Summe der zugeordneten Passiva ergibt sich aus allen durch Schlüssel oder direkt zugeordneten Passivposten. Das als Residualgröße ermittelte Eigenkapital der Tätigkeit Gasverteilung beträgt insgesamt 5.660 T€. Der Kapitalbedarfsschlüssel für die Tätigkeit Gasverteilung beträgt 18,94 %. Durch dieses Vorgehen und den sich am Kapitalbedarf orientierenden Schlüssel ist kein Ausgleichsposten erforderlich.
8 Vgl. Poullie (2013), S. 60
4.3.6 Entwicklung des Anlagevermögens Entwicklung des Anlagevermögens 2023 - Gasverteilung
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