Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 15106
Vorher
Gallion GmbHHOMETREND Gallion GmbH
Eingetragen
28.10.1982
Branche
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Tapeten und Bodenbelägen (ohne Teppiche)
Gegenstand
Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere mit Waren der Raumausstattung, Heimtextilien, Teppichen, Farben, Tapeten und Bodenbelägen der Marke "HOMETREND".

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Noldenn
seit 7.5.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brüder Schlau GmbH & Co. KG
Germany
3.480.000 €
96.00%
Brüder Schlau GmbH & Co. KG
Germany
145.000 €
4.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOMETREND GmbH

(vormals: HOMETREND Gallion GmbH)

Porta Westfalica

(vormals: Leinfelden-Echterdingen)

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2016

Lagebericht
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

HOMETREND GMBH, PORTA WESTFALICA

A. Allgemeines

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die Brüder Schlau GmbH & Co. KG mit Sitz in Porta Westfalica 100 % der Kommanditanteile an der Steffel Holding GmbH & Co. KG, Berlin übernommen. Durch Übertragung von Geschäftsanteilen im Vorfeld der Transaktion wurden u. a. 100,0 % der Geschäftsanteile an der HOMETREND Gallion GmbH von der HOMETREND Holding GmbH an die Steffel Holding GmbH & Co. KG veräußert. Die HOMETREND Gallion GmbH hat im Zuge des Kaufs der Steffel-Unternehmensgruppe durch die Brüder Schlau GmbH & Co. KG 100,0 % der Anteile an der HOMETREND Rettberg GmbH & Co. KG, der HOMETREND Steffel Austria GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Steffel Austria Geschäftsführungsgesellschaft mbH, erworben.

Die HOMETREND GmbH ist ein führender Anbieter im Bereich textiler und elastischer Bodenbeläge sowie Vermarkter von Parkett, Laminat, Fensterdekorationen, Gardinen, Möbelstoffe, Tapeten, Bodenbelagszubehör und Bauchemie.

Mit persönlicher Außendienstbetreuung sowie einem Netz aus Verkaufsbüros, Abholmärkten und Boden Beratungs Centern bearbeitete die Gesellschaft Deutschland und Österreich. Der Vertrieb wurde im Bereich der neuen Medien durch den HOMETREND Online-Shop ergänzt.

Den wesentlichen Teil der Produkte und Kollektionen vertreiben die HOMETREND-Firmen unter der Handelsmarke HOMETREND, die zu den bekanntesten Marken der Branche zählt. Die HOMETREND GmbH vertreibt dieses Sortiment flächendeckend in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie dem angrenzenden Luxemburg. Drei weitere regionale HOMETREND-Firmen decken den Vertrieb in den anderen Regionen Deutschlands und Österreichs ab.

Mit der Übernahme durch die Unternehmensgruppe Brüder Schlau sind im Geschäftsjahr in allen wesentlichen Bereichen der Gesellschaft Veränderungen vorgenommen worden. Die Unternehmensgruppe Schlau hat die Gesellschaft als Zielgesellschaft für die Restrukturierung und Integration der Steffel-Gruppe in den Konzern ausgewählt. Zur Realisierung dieses Vorganges hat die Gesellschaft einen Forderungsverzicht über ihr Gesellschafterdarlehn zugunsten der Hometrend Austria GmbH & Co. KG ausgesprochen.

Als bedeutender gesellschaftsrechtlicher Schritt wurde aus den drei deutschen HOMETREND-Firmen eine deutschlandweit agierende Firma gebildet. Dazu wurden die HOMETREND Rettberg GmbH & Co. KG und die HOMETREND Thomas GmbH & Co. KG nach Austritt des Komplementärs HOMETREND Geschäftsführung GmbH in der HOMETREND Gallion GmbH zusammengefasst. Der Sitz der Gesellschaft wurde nach Porta Westfalica verlegt und die Firma geändert.

Die Einkaufsfunktion wurde zum Jahresbeginn auf die konzernzugehörige Schlau Heimtex Einkaufs GmbH und die Logistikfunktionen auf die Schwestergesellschaften Schlau Lager GmbH & Co. KG und Schlau Speditions GmbH & Co. KG per 30. Juni 2016 übertragen. Damit einher ging die Übertragung von Zentrallagerbeständen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Einführung von SAP als neues ERP-System Mitte des Jahres 2016 führte zur Vereinheitlichung von Prozessen und Steuerungen sowie Effizienzsteigerungen im Vertrieb, Lager und Verwaltung.

Die Vertriebsarbeit wurde auf die Kundenstruktur des Fachhandwerks und Fachhandels ausgerichtet. Innenausbauunternehmen, Malerbetriebe und Bau- und Wohnungswirtschaft werden durch eine Key Account Struktur für Architekten, Bauherren, Bauträgern der Bau- und Wohnungswirtschaft bei der Verbesserung der Kundenstruktur im Vordergrund stehen. Das Online-Geschäft wurde auf den B2B-Bereich beschränkt.

Im Jahr 2016 wurde das e-Business bei HOMETREND durch Optimierungen der Datenqualität und Kundenführung weiter konsequent an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Hinzu kommt die Verbesserung der Tools für die mobile Nutzung.

Im Hinblick auf die neue aufgestellte HOMETREND-Firma, die Verbesserung der Deckungsbeiträge durch Einkaufsvorteile sowie die Straffung unserer Organisation und Effizienzsteigerungen nach der Einführung von SAP als neuem ERP-System sehen wir gute Voraussetzungen für steigende Betriebsergebnisse in den nächsten Jahren.

B. Geschäftsverlauf

B.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das Bruttoinlandsprodukt stieg gemäß Statistischem Bundesamt 2016 um 1,9 %. Die Inflation gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindexes betrug 0,5 %. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag lieferten die Konsumausgaben des Staates mit einer Veränderung zum Vorjahr um 0,8 %.

Die Ausgaben der privaten Haushalte legten preisbereinigt um 1,1 % zu. Der Anteil der Ausgaben der privaten Haushalte für Einrichtungsgegenstände und Geräte für den Haushalt beträgt dabei 6,6 % (im Vergleich zu 1991 noch 8,1 %). Erfreulich zeigt sich weiterhin die Situation am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen hat im Jahresdurchschnitt 2016 einen Rekordwert von mehr als 43,5 Millionen erreicht.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg deutlich an. Die Zahl der Erwerbslosen fiel auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung, die Quote sank von 4,3 % im Vorjahr auf 4,0 %. Die Arbeitnehmerentgelte stiegen um 2,3 %, die Arbeitsproduktivität um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Sparquote ist leicht auf 9,8 % des verfügbaren Einkommens gestiegen.

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum im Jahr 2016 wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 %, die Konsumausgaben des Staates sogar um 4,2 % höher als im Jahr zuvor. Auch die Investitionen legten zu; im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen jedoch nur noch 0,8 % mehr in Ausrüstungen als ein Jahr zuvor.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen sowohl das Baugewerbe als auch der Bereich Information und Kommunikation überdurchschnittlich zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2016 bei. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, konnte um 1,6 % zulegen. Daneben entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche überwiegend positiv. Die Finanz und Versicherungsdienstleister legten 2016 preisbereinigt mit +2,5 % wieder zu. Im Baugewerbe kam es im Jahr 2016 zu einem Anstieg der wirtschaftlichen Leistung von 2,8 %, nachdem es im Vorjahr einen leichten Rückgang gegeben hatte.

Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %.

Die Entwicklung des Großhandels im Jahr 2016 war nicht zufriedenstellend. "Die anhaltenden Unwägbarkeiten sind zu groß und nehmen eher zu als ab", so der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA). Im Gesamtjahr 2016 setzten die deutschen Großhandelsunternehmen nominal 0,9 % weniger um als im Jahr 2015, wobei die Menge der verkauften Waren und Dienstleistungen gleich blieb.

B.2. Umsatz und Beschaffung

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 40,2 Mio. EUR (Vj. 36,2 Mio. EUR), der Materialaufwand lag bei 30,0 Mio. EUR (Vj. 26,8 Mio. EUR). Es ergab sich eine Rohertragsquote von 25,2 % (Vj. 26,1 %). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist in erster Linie durch Anwachsung der HOMETREND Thomas GmbH & Co. KG sowie der HOMETREND Rettberg GmbH & Co. KG begründet. Gegenläufig waren Umsatzverluste aus der Aufgabe unrentabler Absatzkanäle.

Die Gesellschaft kauft im Wesentlichen keine Waren von (Dritt) Lieferanten auf eigene Rechnung ein, sondern der Wareneinkauf für die operativ tätigen Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe Brüder Schlau wird zentral über die Schlau Heimtex Einkaufs GmbH abgewickelt. Die Warenlieferungen werden mittels zentraler Verrechnungskonten an die jeweilige Vertriebsgesellschaft weiterbelastet. Der Ausgleich des Verrechnungskontos seitens der Vertriebsgesellschaft erfolgt regelmäßig.

B.3. Investition und Finanzierung

Bruttoinvestitionen in das Sachanlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 864 (davon aus Verschmelzung: TEUR 487) vorgenommen. Den Investitionen standen Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 236 gegenüber.

Die Finanzierung der Gesellschaft bzw. auch der anderen Vertriebsgesellschaften wird innerhalb der Unternehmensgruppe Brüder Schlau mittels Cash-Pooling vorgenommen. Die Vertriebsgesellschaften überweisen ihre erhaltenen Einzahlungen taggleich an die Brüder Schlau GmbH & Co. KG. Investitionen innerhalb der Unternehmensgruppe Brüder Schlau werden zentral durch die Brüder Schlau GmbH & Co. KG, entweder aus dem Cashflow des Konzerns, durch Kreditaufnahme bei Banken oder durch Leasing finanziert.

B.4. Personal- und Sozialbereich

Die Belegschaft kann nach Umstellung und Integration in die Unternehmensgruppe Schlau insbesondere im Vertriebsbereich neben dem Grundgehalt Zusatzprämien erlangen, die entsprechend der Position im Betrieb an Umsatz-, Deckungsbeitrags- und/oder Planergebnisziele gekoppelt sind. Ein Großteil der Belegschaft ist langjährig im Unternehmen beschäftigt.

Die Mitarbeiter werden entsprechend der Anforderungen unserer Betriebe geschult und weitergebildet.

Gesundheits- und Arbeitsschutzbelangen wird durch Aufklärung und Vorsorgemaßnahmen sowie durch Sicherheitskontrollen Rechnung getragen.

C. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme in Höhe von 10,8 Mio. EUR ist gegenüber dem Vorjahr (19,3 Mio. EUR) vor allem infolge von Umstrukturierungen und Umfinanzierungen nach der Aufnahme der Gesellschaft in die Unternehmensgruppe Brüder Schlau deutlich gesunken.

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 1,8 Mio. EUR (Vj. 0,6 Mio. EUR) und das Vorratsvermögen auf 0,5 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR). Das Vorratsvermögen hat sich insbesondere aufgrund der Übergabe der Zentrallagerverwaltung an ein Schwesterunternehmen reduziert.

Der Großteil des Vermögens besteht mit 5,5 Mio. EUR (Vj. 8,8 Mio. EUR) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr waren Forderungen gegen nahestehende Gesellschaften über 7,9 Mio. EUR enthalten, die im Rahmen einer konzernweiten Umfinanzierung zurückgeführt worden sind. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen gegen Dritte aufgrund der Kündigung des Factoringvertrags.

Auch die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten im Vorjahr erhöhte Forderungen gegen (ehemals) nahestehende Unternehmen bzw. Personen, die nach der Übernahme durch die Unternehmensgruppe Brüder Schlau konzernweit verrechnet bzw. umfinanziert worden sind.

Das Eigenkapital beläuft sich aufgrund des erzielen Jahresfehlbetrags am Bilanzstichtag auf -2,6 Mio. EUR (Vj. +4,4 Mio. EUR). Im Jahresergebnis sind einmalige Anwachsungsverluste in Höhe von 4,8 Mio. EUR enthalten. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat die Gesellschafterin mit Wirkung zum 1. Januar 2017 der Kapitalrücklage durch Umbuchung aus dem Gesellschafterdarlehen einen Betrag von 4,0 Mio. EUR zugeführt.

Bankenverbindlichkeiten bestehen nicht mehr. Wesentlicher Posten der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen/ Gesellschaftern in Höhe von 7,7 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Der Posten ist durch die zentrale Finanzierungsfunktion der Brüder Schlau GmbH & Co. KG begründet.

Der Rohertrag konnte um TEUR 673 gesteigert werden.

Die Personalaufwendungen sind u. a. tarif- und anwachsungsbedingt um TEUR 683 und die Abschreibungen anwachsungsbedingt gestiegen. Das Verhältnis der Personalaufwendungen zur Gesamtleistung ist von 11,8% in 2015 auf 12,3% in 2016 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen unter Vernachlässigung des Anwachsungsverlustes in Höhe von 4,8 Mio. EUR leicht (0,5 Mio. EUR) über dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf einen anwachsungsbedingten Anstieg der Raumkosten zurückzuführen ist.

Per Saldo liegt das normalisierte operative Ergebnis (EBIT) leicht unter dem des Vorjahres (2016: -1,7 Mio. EUR; 2015: -1,3 Mio. EUR).

Insgesamt ist festzustellen, dass in einem wettbewerbsintensiven Umfeld die Geschäftslage als noch nicht zufriedenstellend zu werten ist und unter Berücksichtigung der Integrationsaufwendungen den hohen Jahresfehlbetrag begründet.

Auf die ausführliche Darstellung der Finanz- und Liquiditätslage in Form einer Kapitalflussrechnung im Lagebericht haben wir verzichtet, da Ausführungen hierzu wegen der vielfältigen finanziellen Verflechtungen mit den Gesellschaften der Unternehmensgruppe Brüder Schlau nur für diese insgesamt sinnvoll erscheinen. Die Gesellschaft ist unter Berücksichtigung der konzernweiten Finanzierung der Warenverbindlichkeiten in der Lage, aus der operativen Geschäftstätigkeit ohne Restrukturierungsbelastungen einen Cashflow zu generieren, der jederzeit die Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen gewährleistet. Die Konzernungebundenheit sichert die Zahlungsfähigkeit, und die Umwandlung des Gesellschafterdarlehns in Kapitalrücklagen nach Bilanzstichtag beseitigt die bilanzielle Überschuldung.

D. Chancen- und Risikobericht

D.1. Risikomanagement

Gesellschafter und Geschäftsführung der HOMETREND GmbH räumen der Risikovorsorge einen hohen Stellenwert ein, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ein Risikomanagementsystem zur Verfolgung der bedeutendsten Risiken wurde eingerichtet.

Unvermeidbare Risiken werden - soweit wirtschaftlich sinnvoll - versichert. Die aus dem normalen Geschäftsgang entstehenden Risiken werden durch unterschiedliche Maßnahmen eingegrenzt. Auf Basis einer stetig verbesserten Unternehmensplanung werden monatlich Soll-Ist-Abweichungsanalysen erstellt und bei Verfehlung der Planziele Maßnahmen abgeleitet und ergriffen. Quartalsweise werden Unternehmensberichte für externe Interessenten erstellt. Des Weiteren stellt die Controllingabteilung der Geschäftsführung und maßgeblichen Entscheidungsträgern regelmäßig diverse Statistiken mit den für die Unternehmensführung wichtigsten Kennziffern zur Verfügung und gibt Hinweise auf besondere Auffälligkeiten. Aufgrund flacher Hierarchien kann jederzeit kurzfristig reagiert werden.

D.2. Risiken

Risiken für die zukünftige Entwicklung können sich zum einen insbesondere durch die Nachfrageentwicklung im Bereich Großhandelskundschaft ergeben. Sollte die Renovierungs- und Neubautätigkeit in Deutschland z.B. durch steigende Arbeitslosigkeit der Endverbraucher oder im Gewerbebau durch Zurückhaltung bei Investitionen spürbar rückläufig sein, dann kann dies unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ungünstig beeinflussen. Die HOMETREND GmbH ist insofern von der zukünftigen Entwicklung im Großhandel mit Farben, Tapeten und Bodenbelägen im Vertriebsgebiet sowie von der Entwicklung des Gesamtkonzerns abhängig. Zum anderen sind aufgrund mittel- bis längerfristig abgeschlossener Mietverträge latent Standortrisiken bei einzelnen Großhandelsstandorten möglich. Darüber hinaus besteht auf der Beschaffungsseite das Risiko von Preiserhöhungen, insbesondere bei Ölbasierten Produkten (Farben, Lacke etc.), da die Preise für Rohöl auf dem Weltmarkt starken Schwankungen unterliegen.

Des Weiteren ist zu beachten, dass in unserer Branche eine hohe Wettbewerbsintensität herrscht und erreichte Marktanteile latent gefährdet sind. Eine Gefahr besteht auch darin, dass sich die Zahlungsmoral in der Großhandelskundschaft verschlechtern könnte, bis hin zu größeren Insolvenzen.

Organisatorische Risiken werden wie folgt behandelt: Der erweiterte Geschäftsführungskreis mit den Bereichsleitern der Zentrale tagt 14-tägig. Die operativen Geschäftsführer tagen regelmäßig mit den operativen Bereichsleitern. Operative Leitungen und Zentralbereichsleitungen arbeiten in einer Matrixorganisation zusammen und führen im Rahmen der Geschäftsordnungen und Unternehmensrichtlinien Entscheidungen herbei. Der Unternehmensbeirat tritt drei bis fünfmal pro Jahr zusammen und diskutiert bzw. entscheidet strategische Themen. Falls nötig und sinnvoll wird externe Beratungskompetenz hinzugezogen.

Diebstahls- und Manipulationsrisiken wird durch Kontrollen des korrekten Handlings der Warenwirtschaftssysteme sowie Plausibilitäts- und Einzelfallprüfungen begegnet. Weiterhin werden die Bestände bei Bedarf in Form von Stichprobeninventuren kontrolliert. Eine Revisionsabteilung mit direkter Berichtspflicht an die Geschäftsführung ist eingerichtet.

Infolge der Umstrukturierung und der Integration der HOMETREND-Gruppe hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 einen Jahresfehlbetrag erzielt, der zu einen negativen Eigenkapital geführt hat. Zur Beseitigung dieser anwachsungsbedingten bilanziellen Überschuldung hat die Gesellschafterin im laufenden Geschäftsjahr der Kapitalrücklage einen Betrag von 4,0 Mio. EUR zugeführt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in die ertrags- und finanzstarke Unternehmensgruppe Brüder Schlau eingebunden. Insofern liegen bestandsgefährdende sowie die Unternehmensentwicklung beeinträchtigende Risiken nicht vor.

D.3. Chancen

Die wesentlichen Chancen der zukünftigen Entwicklung liegen in der Möglichkeit weiterer Marktanteilsgewinne im Großhandel bei Ausscheiden schwächerer Marktteilnehmer und ggf. Übernahme und Integration bestehender Großhändler. Damit verbunden wäre ein größeres Beschaffungsvolumen, welches zusätzliche Einkaufsvorteile schaffen würde.

Den genannten Chancen und Risiken liegen folgende wesentliche Annahmen zu Grunde:

- Die Nachfrage nach Artikeln des Groß- und Einzelhandelssortiments in Deutschland wird mittelfristig auf einem verhaltenen Niveau bleiben.

- Umsatzwachstum findet überwiegend durch Verdrängung statt.

- Die Unternehmensgruppe Brüder Schlau ist als großer Marktteilnehmer willens und in der Lage, Expansionschancen gezielt zu nutzen, Umsatzzuwächse ohne größere Ergebnis-, Organisations- und Liquiditätsprobleme zu realisieren und Einkaufsvorteile zu generieren.

Die Geschäftsführung beabsichtigt, auf Basis der genannten Chancen und Risiken folgende Maßnahmen zu ergreifen:

Ein straffes Working-Capital-Management soll mit dafür sorgen, dass sowohl bei der Gesellschaft als auch konzernweit jederzeit ein ausreichender Liquiditätsspielraum vorhanden ist und überschüssige Cash-Mittel optimal angelegt oder für Investitionen verwendet werden können. Die Höhe und Zusammensetzung des Vorratsvermögens, Lagerumschlag und -reichweite, die Forderungs- und Verbindlichkeitenlaufzeiten und der Wertberichtigungsbedarf werden laufend kontrolliert und optimiert. Ein zentrales Cash-Management ermöglicht das taggleiche Pooling aller Cash-Bestände des Konzerns.

Die Finanzlage soll auch zukünftig stabil gestaltet werden. Unser Ziel bleibt es, die Abhängigkeit von Dritten zu minimieren und die Finanzkraft jederzeit mit adäquaten Reserven sicherzustellen. Die in dem erfolgreichen Projekt zur Innenfinanzierung erzielten Spielräume sollen erhalten bzw. ausgebaut und die Fremdverschuldung optimiert werden.

Im Großhandel wird der zweigleisig operierende Vertrieb weitere Expansionschancen suchen. Der Bereich der Handwerker-/Malerabholmärkte soll ggf. um weitere neue Standorte ergänzt werden, um in der Fläche vor Ort der Handwerkerkundschaft im stationären Handel zur Verfügung stehen zu können. Der Vertrieb über die Außendienstorganisation soll ebenfalls gezielt vorangetrieben werden. Insgesamt ist beabsichtigt, die erzielten Marktanteile zu erhalten und möglichst auszubauen.

Die mit den Großhandelsforderungen verbundenen Ausfallrisiken werden laufend kontrolliert. Bei Neukundenanlagen finden Bonitätsprüfungen statt. Den einzelnen Kunden werden Kreditlimits im Einklang mit der abgestimmten Risikopolitik zugeordnet. Eine Kreditversicherung sorgt für Rückdeckung größerer Forderungsvolumina. Ein automatisiertes Sperrsystem soll dabei helfen, Lieferungen außerhalb der Limitzusagen ohne vorherige Kontrollen zu vermeiden. Das Mahnwesen erfolgt innerhalb fester Mahnrhythmen. Die Forderungen werden quartalsweise ggf. einzelwertberichtigt.

Die Entwicklung der Gesellschaft ist auch von der zukünftigen Entwicklung des Gesamtkonzerns abhängig.

E. Prognosebericht

Der Sachverständigenrat hat im März 2017 seine Konjunkturprognose für das Jahr 2017 aufgrund einer weiterhin guten Lage am deutschen Arbeitsmarkt leicht nach oben korrigiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wird nach Einschätzung des Rates um 1,4 % wachsen, also um 0,1 Prozentpunkte mehr als im Jahresgutachten 2016/17 prognostiziert. Für das Jahr 2018 wird ein etwas höherer BIP Zuwachs von 1,6 % erwartet. Gestützt wird die deutsche Entwicklung durch einen leicht positiven Ausblick für die internationale Konjunktur und die prozyklische deutsche Fiskalpolitik.

Wir sind der Meinung, dass die gute konjunkturelle Entwicklung des Großhandels in Deutschland weiterhin robust zu sein scheint. Starke Negativfaktoren sind nicht zu erkennen. Die Aussichten sind damit unverändert positiv.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft lässt aufgrund der starken Umsatzstreuung nur geringe Risiken erwarten. Bedeutende Forderungsverluste sind aufgrund der Warenkreditversicherung grundsätzlich ausgeschlossen oder bereits einzelwertberichtigt.

Im Geschäftsjahr 2017 gehen wir im Marktbereich jedoch unverändert von schwierigen Rahmenbedingungen aus. Im Hinblick auf die Integration in die Brüder Schlau Unternehmensgruppe werden Sonderaufwendungen das Betriebsergebnis belasten. Der Restrukturierungs- und Integrationsprozess soll Ende 2017 abgeschlossen sein.

Von daher haben wir auf dieser Basis für 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 46,2 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis in Höhe von -1,6 Mio. EUR geplant. Für die Folgejahre ab 2018 und abgeschlossener Umstrukturierung gehen wir von steigenden positiven Betriebsergebnissen aus.

Allerdings liegen zum Berichtszeitpunkt Indikationen vor, dass in unserer Branche grundsätzlich Kaufzurückhaltung eingetreten ist, wobei in den letzten Monaten eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau zu verzeichnen ist. Die Geschäftsführung erwartet daher, dass die Planziele für 2017 nicht vollständig erreicht werden.

 

Porta Westfalica, 21. Juni 2017

Joachim Streichan, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2016

HOMETREND GMBH, PORTA WESTFALICA

AKTIVA

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.834.599,28 621.653,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 752.160,00 63.757,00
II. Sachanlagen 642.611,00 457.894,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 618.361,00 457.894,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.250,00 0,00
III. Finanzanlagen 439.828,28 100.002,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.002,00 100.002,00
2. Beteiligungen 23.299,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.450,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 183.077,28 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.346.057,95 18.621.623,65
I. Vorräte 473.786,57 3.032.751,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.849.280,96 15.586.208,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.990,42 2.664,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.630,47 39.500,00
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 2.647.057,25 0,00
  10.831.344,95 19.282.776,65

PASSIVA

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 4.360.626,66
I. Gezeichnetes Kapital 3.625.000,00 3.625.000,00
II. Kapitalrücklage 598.502,55 735.626,66
III. Jahresfehlbetrag -6.870.559,80 0,00
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.647.057,25 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 475.604,03 390.000,00
C. VERBINDLICHKEITEN 9.375.168,23 13.453.307,68
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 980.572,69 1.078.842,31
  10.831.344,95 19.282.776,65

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

2016
EUR
2015
EUR
1. Rohergebnis 11.242.705,74 10.401.062,57
2. Personalaufwand -4.958.993,37 -4.276.416,83
a) Löhne und Gehälter -4.105.139,55 -3.498.614,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -853.853,82 -777.802,05
- davon für Altersversorgung: EUR 17.455,28 (Vorjahr: EUR 22.585,28)    
3. Abschreibungen -555.999,01 -381.715,76
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -555.999,01 -381.715,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.367.409,45 -7.094.440,16
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.644,12 555.728,55
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -65.022,80 -246.820,20
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 49.160,05 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 1.827,37 (Vorjahr: EUR 0,00)    
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -144.565,58 0,00
8. Ergebnis nach Steuern -6.842.640,35 -1.042.601,83
9. Sonstige Steuern -27.919,45 -15.578,77
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 1.058.180,60
11. Jahresfehlbetrag -6.870.559,80 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

HOMETREND GMBH, PORTA WESTFALICA

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HOMETREND GmbH hat ihren Sitz in Porta Westfalica. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB B 15106 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer "mittelgroßen" GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es wurde das Gliederungsschema für große Kapitalgesellschaften zur Bilanz gemäß § 266 HGB und zur Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) angewendet. Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 erfolgte unter Beachtung der geltenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2016 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" aus. Aufgrund einer positiven Fortführungsprognose liegt keine Überschuldung im Sinne des § 19 Abs. 2 InsO vor.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Dabei haben sich Verschiebungen zwischen einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. Aus Vergleichbarkeitsgründen wurde die Gewinn- und Verlustrechnung für das Vorjahr - abweichend vom Vorjahresabschluss - unter Berücksichtigung des BilRUG gegliedert. Darüber hinaus wurden vereinzelt Ausweisänderungen gegenüber dem Vorjahr vorgenommen, da der geänderte Ausweis sachgerechter ist. Aus Vergleichbarkeitsgründen wurde der Ausweis der entsprechenden Vorjahresbeträge angepasst.

Die davon betroffenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Vorjahresabschluss mit den folgenden Werten enthalten:

2015
EUR
Umsatzerlöse 35.688.916,95
Sonstige betriebliche Erträge 1.166.602,76
Materialaufwand -26.742.519,30
Personalaufwand -4.530.520,56
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.551.279,57
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 554.733,85
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.042.601,83

Im Berichtsjahr ist die HOMETREND Thomas GmbH & Co. KG und die HOMETREND Rettberg GmbH & Co. KG auf die HOMETREND GmbH (vor Umfirmierung HOMETREND Gallion GmbH) mit Wirkung zum 30. Juni 2016 gemäß § 738 BGB angewachsen. Insofern sind die Zahlen des Berichtsjahres nicht oder nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Im Rahmen einer "Pro-Forma"-Betrachtung wurden die Effekte für wesentlich beeinflusste Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt. Dabei beinhalten die "Pro-Forma-Beträge" des Vorjahres die fiktiven Anwachsungen dieser Gesellschaften zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt:

2016
TEUR
2015
TEUR
"Pro-Forma" 2015
TEUR
Bilanz      
Anlagevermögen 1.835 622 5.136
Umlaufvermögen 6.346 18.619 28.443
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 23 3 14
Eigenkapital -2.647 4.361 373
Rückstellungen 476 390 831
Verbindlichkeiten 9.375 13.453 31.361
Gewinn- und Verlustrechnung      
Umsatzerlöse 40.164 36.243 54.438
Materialaufwand -30.032 -26.784 -39.837
Personalaufwand -4.959 -4.276 -7.021
Sonstiger betrieblicher Aufwand -12.367 -7.094 -10.167
Jahresergebnis vor Verlustübernahme -6.871 -1.058 -1.855

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

B.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

B.2. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Einzelnen zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR liegen, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in einem Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird über einen Zeitraum von fünf Jahren linear aufgelöst. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 150,00 EUR betragen, werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt.

B.3. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert.

B.4. Vorräte

Die Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens erfolgte durch eine permanente Inventur. Dabei wurden sämtliche Warenbestände mindestens einmal im Laufe des Geschäftsjahres körperlich aufgenommen und durch das Warenwirtschaftsprogramm fortgeschrieben. Es finden regelmäßige Bestandskontrollen aller Lagerbereiche sowie bei Auffälligkeiten gezielte Stichprobenkontrollen statt.

Die Bilanzierung der Handelsware erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen wie Skonti oder Boni werden entsprechend berücksichtigt. Soweit erforderlich werden der Zustand und das Alter der Waren durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abwertungen werden anhand des Reichweitenverfahrens ermittelt. Im Rahmen der Integration des neu erworbenen Unternehmens sind die Bewertungsmethoden an die konzerneinheitlichen Vorgaben der Unternehmensgruppe Brüder Schlau angepasst worden.

B.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen erfasst.

B.6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

B.7. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

B.8. Rückstellungen

Passivierungspflichtige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen. Im Rahmen der Integration des neu erworbenen Unternehmens sind die Bewertungsmethoden an die konzerneinheitlichen Vorgaben der Unternehmensgruppe Brüder Schlau angepasst worden.

Die Jubiläumsverpflichtung wurde unter Berücksichtigung eines Rechenzinssatzes von 3,24 % bewertet. Bei der Aufbewahrungsrückstellung wurde für die Bewertung ein Rechenzinssatz zwischen 1,67 % und 2,84 % zu Grunde gelegt.

B.9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

B.10. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

C. Angaben zur Bilanz

C.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

C.2. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft verfügt über folgende Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von mindestens 20,0 %: Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
HOME Trendberater GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen 100,00 350 -95
Konforma Heimtextil GmbH & Co. KG, Kosterneuburg, Österreich *) 20,00 89 12
Hometrend Austria GmbH & Co. KG, Kosterneuburg, Österreich 100,00 11 -6
Hometrend Austria Geschäftsführung GmbH, Kosterneuburg, Österreich 100,00 -3.424 -368

*) Für die Konforma Heimtextil GmbH & Co. KG lagen nur Zahlen des Vorjahres 2015 vor.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 64 (Vj. TEUR 0).

C.4. Rücklagen

Die Kapitalrücklagen haben sich umTEUR 137 aufTEUR 599 vermindert. Dies resultiert aus einer Anwachsung der HOMETREND Thomas GmbH & Co. KG auf die HOMETREND GmbH zum 30. Juni 2016.

C.5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen über TEUR 326 enthalten im Wesentlichen Beträge für Urlaub, Überstunden, Dienstjubiläen, Kosten für den Jahresabschluss und Steuererklärungen, Provisionen sowie Kundenboni.

C.6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 7.748 (Vj. TEUR 112).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.062 (Vj. TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.687 (Vj. TEUR 0).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in üblichem Umfang Eigentumsvorbehalte.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 0 (Vj. TEUR 909) aus.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wir im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche und einmalige Aufwendungen aus der Anwachsung der HOMETREND Thomas GmbH & Co. KG bei der Gesellschaft in Höhe von 4.808 TEUR.

E. Sonstige Angaben

E.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (in TEUR):

Verpflichtungen aus Mietverträgen
Fällig 2017 516 TEUR
Fällig 2018 bis 2021 1.503 TEUR
Fällig ab 2022 318 TEUR
Gesamt 2.337 TEUR
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 616 TEUR)
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
Fällig 2017 415 TEUR
Fällig 2018 bis 2021 459 TEUR
Fällig ab 2022 0 TEUR
Gesamt 874 TEUR
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 591 TEUR)
Gesamt 3.211 TEUR
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.207 TEUR)

Der angegebene Betrag der Miet- und Leasingverpflichtungen beinhaltet die Zahlungsverpflichtung über die Restlaufzeit der entsprechenden Verträge. Eine Abzinsung wurde nicht vorgenommen.

Die Miet- und Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der vertraglichen, längerfristigen Bindung sowie zum Teil in höheren Refinanzierungskosten.

E.2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 158.

E.3. Gesellschaftsorgane

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch die Herren:

- Joachim Streichan, Berlin, Kaufmann

- Detlef Berner, Berlin, Kaufmann

Den Geschäftsführern ist Alleinvertretungsbefugnis erteilt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

E.4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Brüder Schlau GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, die den Konzernabschluss für den kleinsten Teil von Unternehmen aufstellt, und in den Konzernabschluss der Schlau-Beeth Familientreuhand GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, die den Konzernabschluss für den größten Teil von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Schlau-Beeth Familientreuhand GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

E.5. Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB

Zur Angabe des Gesamthonorars wird auf den Konzernanhang der Schlau-Beeth Familientreuhand GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, verwiesen.

E.6. Durchschnittlich Beschäftigt e

2016 2015
Angestellte 83 58
gewerbliche Arbeitnehmer 37 52
  120 110

Darüber hinaus wurden 3 (Vorjahr: 3) Auszubildende im Jahresdurchschnitt beschäftigt.

E.7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -6.870.559,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

E.8. Nachtragsbericht

Die alleinige Gesellschafterin hat mit Wirkung zum 1. Januar 2017 durch Umwandlung aus dem Gesellschafterdarlehenskonto der Kapitalrücklage der Gesellschaft einen Betrag in Höhe von TEUR 4.000 zugeführt.

 

Porta Westfalica, 21. Juni 2017

Joachim Streichan, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 18. August 2017 festgestellt.

Anlage zum Anhang

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2016
EUR
Anwachsung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2016
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE            
  441.807,26 1.545.260,00 79.594,11 0,00 1.044.670,26 1.021.991,11
II. SACHANLAGEN            
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.838.796,77 487.460,31 352.260,63 0,00 2.696.025,58 982.492,13
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 24.250,00 0,00 0,00 24.250,00
  2.838.796,77 487.460,31 376.510,63 0,00 2.696.025,58 1.006.742,13
III. FINANZANLAGEN            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.002,00 130.001,00 0,00 0,00 1,00 230.002,00
2. Beteiligungen 0,00 11.400,00 0,00 124.699,00 112.800,00 23.299,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 3.450,00 0,00 3.450,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 183.077,28 0,00 15.093,52 15.093,52 183.077,28
  100.002,00 324.478,28 0,00 143.242,52 127.894,52 439.828,28
  3.380.606,03 2.357.198,59 456.104,74 143.242,52 3.868.590,36 2.468.561,52
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2016
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
  378.050,26 319.999,51 428.218,66 269.831,11
II. SACHANLAGEN        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.380.902,77 235.999,50 2.252.771,14 364.131,13
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.380.902,77 235.999,50 2.252.771,14 364.131,13
III. FINANZANLAGEN        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.758.953,03 555.999,01 2.680.989,80 633.962,24
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2016
EUR
31. Dez. 2015
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
  752.160,00 63.757,00
II. SACHANLAGEN    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 618.361,00 457.894,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.250,00 0,00
  642.611,00 457.894,00
III. FINANZANLAGEN    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.002,00 100.002,00
2. Beteiligungen 23.299,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.450,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 183.077,28 0,00
  439.828,28 100.002,00
  1.834.599,28 621.653,00

Vorstehender Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der gesetzlichen Erleichterungen bei der Offenlegung sowie den rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen aus dem vollständigen Jahresabschluss abgeleitet. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HOMETREND GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Minden, 22. Juni 2017

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinz Dieter Brockmeier, Wirtschaftsprüfer

Carsten Meyer, Wirtschaftsprüfer

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