Autohaus Stoppanski GmbHLiquidiert

Siemensstraße 11, 76448 Durmersheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 360799
Eingetragen
1.2.1983
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der Handel mit Automobilen und Ersatzteilen, der Betrieb einer Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Gesellschaftszwecks dienlich sein können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Auracher
seit 28.5.2024
Prokura
Liquidator
Rolf Stoppanski
seit 28.5.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Martina Stoppanski-Auracher
Rheinstetten
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Stoppanski GmbH

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.069,00 7.239,00
II. Sachanlagen 2.105.194,12 2.531.720,00
III. Finanzanlagen 10,11 0,00
2.110.273,23 2.538.959,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.902.085,45 12.014.591,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.587.301,93 5.170.283,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.032.445,10 956.466,86
15.521.832,48 18.141.341,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.696,81 18.799,74
17.652.802,52 20.699.110,63

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 4.185.600,82 3.543.840,44
III. Jahresüberschuss 11.288,09 641.760,38
4.456.888,91 4.445.600,82
B. Rückstellungen 1.416.641,36 1.126.978,63
C. Verbindlichkeiten 11.779.272,25 15.126.531,18
17.652.802,52 20.699.110,63

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 13.355.163,92 13.756.180,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.487.274,60 -5.970.813,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.345.078,88 -1.356.410,55
-7.832.353,48 -7.327.223,90
3. Abschreibungen -481.138,69 -963.099,22
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.520.950,63 -4.090.667,52
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 437,07 979,16
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -490.663,33 -371.434,09
7. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -6.790,49 -3.834,69
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.972,46 -320.970,39
9. Ergebnis nach Steuern 28.676,83 679.930,21
10. sonstige Steuern -17.388,74 -38.169,83
11. Jahresüberschuss 11.288,09 641.760,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Stoppanski GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ettlingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 360799

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Autohaus Stoppanski GmbH, Ettlingen, wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches bzw. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) entsprechend den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB definierten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Um den Besonderheiten der Kraftfahrzeugbranche Rechnung zu tragen, wurden, wie in den Vorjahren, die Vorführwagen im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Vorführwagen wurden linear abgeschrieben. Die Zugänge des laufenden Wirtschaftsjahres wurden ebenfalls linear und pro rata temporis abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei den Gebrauchtfahrzeugen-Lagerbeständen wurden in Einzelfällen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von insgesamt 1 % berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Gechäftsjahre abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem gesondert beigefügten Anlagespiegel.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt T€ 365.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.354 wurden für Rücknahmeverpflichtungen von KfZ (T€ 791), ausstehende Urlaubsgeld/- und Überstundenauszahlungen (T€ 128), Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 255), Rückzahlungsrisiken aus der KUG- und Sozialversicherungsprüfung (T€ 82), Archivierungskosten (T€ 38), Rückbauverpflichtungen (T€ 15) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 45) gebildet.

Langfristige Rückstellungen werden gegebenenfalls laufzeitadäquat mit den Bundesbankzinssätzen abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Verbindlichkeiten gesamt gesichert Art der Sicherheit
T€ T€
11.780 10.767 Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Vorräten, Bürgschaften, Eigentumsvorbehalt
Verbindlichkeiten Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem Jahr bis fünf Jahren Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
T€ T€ T€
11.780 0 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von T€ 121. Diese haben eine Restlaufzeit größer ein Jahr.

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Pachtverträgen im Rumpfwirtschaftsjahr (01.01.2024 bis 31.03.2024) mit einer Belastung in Höhe von T€ 220.

6. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 11.288,09
wird zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 01. Januar 2023 von € 4.185.600,82
mit insgesamt € 4.196.888,91

auf neue Rechnung vorgetragen.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 144 (Vorjahr: 143) Mitarbeiter beschäftigt, die sich in folgende Gruppen aufteilen:

Angestellte 86
Arbeiter 34
Auszubildende 24
Summe 144

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Das Unternehmen wurde zum 01. April 2024 in Form eines Asset Deals verkauft. Es wurden alle wesentlichen Vermögensgegenstände verkauft. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden getilgt.

Geschäftsführer

Im Jahr 2023 waren folgende Geschäftsführer bestellt:

Herr Rolf Stoppanski, Kaufmann, Rheinstetten (bis 25.03.2024).

Frau Martina Stoppanski-Auracher, Kauffrau, Rheinstetten.

Herr Volker Auracher, Kaufmann, Rheinstetten (bis 25.03.2024).

Auf die Angabe der Vergütung für die Geschäftsführer wird nach § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

 

Ettlingen, im Juni 2023

gez. Martina Stoppanski-Auracher

Der Jahresabschluss wurde am 23. Juli 2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungswerte 01.01.2023 Zugang 2023 Abgang 2023 Anschaffungswerte 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 34.243,00 0,00 1.367,00 32.876,00
34.243,00 0,00 1.367,00 32.876,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 235.852,43 0,00 1.931,50 233.920,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 849.715,48 13.618,65 16.140,05 847.194,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.415.463,59 89.129,55 60.115,89 1.444.477,25
4. Kraftfahrzeuge 1.967.846,15 299.663,61 562.223,08 1.705.286,68
4.468.877,65 402.411,81 640.410,52 4.230.878,94
III. Finanzanlagen
1. Gen.Anteile z. lfr. Verbleib 10,00 0,11 0,00 10,11
10,00 0,11 0,00 10,11
4.503.130,65 402.411,92 641.777,52 4.263.765,05
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Zugang 2023 Abgang 2023 kumulierte Abschreibung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 27.004,00 2.169,00 1.366,00 27.807,00
27.004,00 2.169,00 1.366,00 27.807,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.641,43 22.961,00 1.930,50 140.671,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 510.437,48 75.115,65 16.134,05 569.419,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.948,59 157.034,55 59.838,89 1.034.144,25
4. Kraftfahrzeuge 370.130,15 223.858,49 212.539,08 381.449,56
1.937.157,65 478.969,69 290.442,52 2.125.684,82
III. Finanzanlagen
1. Gen.Anteile z. lfr. Verbleib 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.964.161,65 481.138,69 291.808,52 2.153.491,82
Buchwert zum 31.12.2023 Buchwert zum 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 5.069,00 7.239,00
5.069,00 7.239,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.249,00 116.211,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 277.775,00 339.278,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.333,00 478.515,00
4. Kraftfahrzeuge 1.323.837,12 1.597.716,00
2.105.194,12 2.531.720,00
III. Finanzanlagen
1. Gen.Anteile z. lfr. Verbleib 10,11 10,00
10,11 10,00
2.110.273,23 2.538.969,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Fazit

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der Autohaus Stoppanski GmbH am Standort Ettlingen:

Verkauf von Neuwagen aus der gesamten Modellpalette von Volkswagen PKW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda

An- und Verkauf von Gebrauchtwagen aller Marken und Verkauf von Werksdienstwagen der Marken Volkswagen, Audi und Skoda

Vermittlungen von Finanzierungen, Leasinggeschäften und Versicherungen im Kraftfahrzeugbereich

Verkauf von Ersatzteilen und weiterem Zubehör

Nachgelagerte Dienstleistungen wie mechanische Instandsetzung, Karosserieinstandsetzung und Lackierung von Fahrzeugen

Pannenhilfen "Rund um die Uhr"

Autovermietung durch Euromobil

Gegenstand der Autohaus Stoppanski GmbH am Standort Durmersheim:

Verkauf von Neuwagen aus der gesamten Modellpalette von Volkswagen PKW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda

An- und Verkauf von Gebrauchtwagen aller Marken und Verkauf von Werksdienstwagen der Marken Volkswagen, Audi und Skoda

Vermittlungen von Finanzierungen, Leasinggeschäften und Versicherungen im Kraftfahrzeugbereich

Verkauf von Ersatzteilen und weiterem Zubehör

Nachgelagerte Dienstleistungen wie mechanische Instandsetzung, Karosserieinstandsetzung und Lackierung von Fahrzeugen

Pannenhilfen "Rund um die Uhr"

Autovermietung durch Euromobil

Economy Service

2. Forschung und Entwicklung

Das Gebiet der Forschung und Entwicklung fällt nicht in unser Portfolio, da wir im Bereich Handel, Handwerk und Dienstleistung tätig sind.

II. Wirtschaftsbereich

1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen (in Anlehnung an den Volkswagen Konzernbericht)

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 mit +0,4 (+3,5) % insgesamt ein positives, aber geringes Wachstum. Diese Entwicklung war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Stimmung der Konsumenten wirkten. Auch die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im Durchschnitt über alle Sektoren hinweg. Zudem beeinträchtigten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit.

Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit -0,2 (+1,9) % eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 2,8 Mio. Einheiten (+7,3 %) spürbar über dem schwachen Niveau des Vorjahres. Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten ließen nach, so dass sich die Fahrzeugverfügbarkeit verbesserte und Auftragsbestände aus dem Vorjahr abgearbeitet werden konnten. Die Pkw-Produktion erhöhte sich um 18,3 % auf 4,1 Mio. Fahrzeuge, die Pkw-Exporte wuchsen um 17,5 % auf 3,1 Mio. Einheiten.

Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland lag im Berichtsjahr mit einem Plus von 15,7 % deutlich über dem Vergleichswert von 2022.

2.Geschäftsverlauf

Die Geschäftsleitung der Autohaus Stoppanski GmbH beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der umfassend und anhaltend negativen Auswirkungen aller Zwischenfälle in der Welt, insgesamt noch als positiv. Durch verzögerte Auslieferungen im Neuwagenbereich, ließen sich die Planzahlen nicht erreichen, was jedoch zu positiven Ergebnissen im Bereich Gebrauchtwagen und Service führte. Vor allem verlängerte Laufzeiten von Leasingfahrzeugen sind im Servicegeschäft deutlich bemerkbar. Gegen Jahresende wird die Kaufzurückhaltung der Kunden deutlich bemerkbar. Steigende Zinsen am Markt wirken sich auf die Konditionen in Leasinggeschäften aus. Die gegenüber Kunden durchsetzbaren Stundenverrechnungssätze können nicht im gleichen Maße erhöht werden, wie sich die Löhne & Gehälter sowie Preise für Lieferanten erhöhen.

Die fehlenden Liefermöglichkeiten im Neuwagenbereich haben auch Auswirkungen auf das Geschäftsfeld der Gebrauchtwagen, da die Hersteller keine Werksdienstwagen einsteuern und auch die einschlägigen Autovermieter, aus denen lukrative Gebrauchtwagen generiert werden, nicht mehr bedient werden. Auf der anderen Seite führte die stabile Nachfragesituation bei vermindertem Angebot auf dem Markt (sowohl Neu- wie auch Gebrauchtwagen aller Marken) zu einem stabilen Preisniveau bei geringeren Nachlässen.

Insgesamt kann reflektiert werden, dass sowohl das tägliche Controlling als auch die systematische Umsetzung prozessverbessernder Maßnahmen auf die effektive Optimierung und Stabilisierung des Unternehmenserfolges abzielen. Der Fokus auf einer tagesaktuellen Liquiditätsplanung war auch nach Ende der Corona-Zeiten unabdingbar.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 5.365 Mio. € auf 62.349 Mio. € gestiegen (Vergleich im Vorjahr: 56.984 Mio. €) - alles bedingt durch die oben dargestellten Effekte.

Entsprechend der gestiegenen Umsatzerlöse, sind auch die Kosten gestiegen.

Bei der Kostenentwicklung schlagen insbesondere gestiegene VAKs (Wareneinkauf) mit +116 T€, Einzelkosten (insb. Händlerbeteiligungen und die Leasing-Restwertabsicherung) mit +473 T€, die Personalkosten (+505 T€) sowie deutlich gestiegene Zinsen (+119 T€) zu buchen. Dagegen stehen lediglich geringere Abschreibungen (-482 T€).

3. Lage

Auch im Jahr 2023 ist die Lage des Unternehmens im Branchenvergleich, trotz der Auswirkungen der herrschenden Inflation, weiterhin sehr gut und stabil.

Ertragslage

Die GmbH konnte im Jahr 2023 ein positives Ergebnis erzielen, das allerdings deutlich unter den Erwartungen liegt. So wird ein Jahresüberschuss von rund T€ 6 vor Steuern und T€ 11 nach Steuern dokumentiert. Das höhere Nachsteuer-Ergebnis ergibt sich durch die Auflösung von Steuerrückstellungen aus dem Vorjahr.

Es werden zum Zeitpunkt des 31.12.2023 insgesamt 144 Mitarbeiter gezählt, hiervon sind 25 Auszubildende. Vergleichsweise gab es 2022 insgesamt 143 Mitarbeiter, davon waren 27 als Auszubildende beschäftigt. Die Personalkosten sind trotzdem gestiegen.

Durch Digitalisierung und Straffung von Prozessen soll die Mitarbeiterzahl für 2024 stabil bleiben.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen bzw. das Skonto auszunutzen.

Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Das Forderungsmanagement sieht das tägliche Mahnwesen, sowie die Zusammenarbeit mit dem Inkassobüro vor.

Auch unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Erwirtschaftete Ergebnisse werden seit vielen Jahren im Unternehmen belassen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Geldinstituten beträgt 7,4 Mio. € im Vergleich zu 2022 11,3 €. Die Verbindlichkeiten beinhalten ausschließlich die Finanzierung unserer Fahrzeuge über die bestandsführende Herstellerbank mit einer Summe in 2023 von 7,4 Mio. € und in 2022 mit 11,3 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung betragen 3,34 Mio. € (2022: 2,39 Mio. €). Diese werden stets innerhalb der Zahlungsziele ausgeglichen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Autohaus Stoppanski GmbH hat sich gegenüber dem Jahr 2022 verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir zuverlässig.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere innerbetriebliche tägliche Unternehmenssteuerung die operativen Kennzahlen an. So reporten wir zum Beispiel die Anzahl der verkauften Nutzfahrzeuge (Auftragseingänge), verkaufte Gebrauchtwagen und verkaufte Stunden. Die Umsätze der einzelnen Abteilungen, der Bruttogewinn und die Kosten werden gegenübergestellt. Über eine Software erfolgt monatlich eine gesamtheitliche Analyse und Planung. Es werden diverse Soll- und Ist-Vergleiche dargestellt, z. B. die Betriebs- und Monatsvergleiche, die Gewinn- und Verlustrechnung und eine Kostenanalyse bis auf die Abteilungsebenen. Unsere wirtschaftliche Lage möchten wir als konstant und gut bezeichnen.

III. Prognosebericht

Die weitere Entwicklung des Unternehmens bewerten wir als positiv. Trotzdem oder gerade deshalb haben wir uns entschieden, das Unternehmen zum 01. April 2024 im Form eines Asset Deals zu verkaufen. Notartermin war der 12. Dezember 2023.

Ein Business-Plan wird für das Jahr 2024 nicht mehr erstellt. Die ersten drei Monate (Januar bis März 2024) dienen der Vorbereitung der Übergabe des Gesamtunternehmens. Es sollen noch so viel wie möglich Fahrzeuge ausgeliefert werden, dies natürlich abhängig von der Belieferungssituation durch die Hersteller.

Der letzte Werkstattdurchgang war am 12. März 2024, danach sollen alle offenen Aufträge fakturiert werden.

Auch künftig werden wir immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat bewirkt, dass wir verpflichtet sind, ein systematisches Management auszuüben. Damit erkennen wir Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden, frühzeitig.

Den Grundstein hierfür haben wir in den letzten Jahren in Form unseres Management Reporting gelegt, das uns täglich alle betriebsrelevanten Daten auf Basis von Umsatzgrößen und sonstigen Kennzahlen liefert. Einschlägige Kennzahlen, Abweichungen und Maßnahmen werden der Geschäftsführung im wöchentlich stattfindenden Reporting berichtet und monatlich bzw. quartalsweise verdichtet.

Zur weiteren Risikoeinschätzung werden das Marktumfeld und Branchenkennzahlen herangezogen, die im Vergleich zur eigenen Unternehmensperformance gute Leistungsindikatoren darstellen und wegweisende Entscheidungen auslösen können.

Ein weiteres Risiko könnte sich aus dem Adressrisiko ergeben, das durch den teilweisen oder vollständigen Ausfall von Kundenforderungen entstehen kann. Diesem Risiko versuchen wir durch die zeitnahe Fakturierung, unserem täglichen Mahnwesen und im Zweifelsfall durch gezielte Abfragen der Bonität (insbesondere bei Neukunden) entgegenzuwirken.

Vergleicht man jedoch die Kennziffern mit dem Durchschnitt des Autohandels über viele Jahre in Deutschland und berücksichtigt die Reserven in unserem Unternehmen, so sind die Ergebnisse der letzten Jahre durchaus zufriedenstellend.

2024 zeichnen sich zum Berichtszeitpunkt wirtschaftlich zurückhaltende Effekte ab. Die Situation um Corona hat sich in Deutschland weitgehend entspannt. Der Krieg in der Ukraine führt ebenfalls nicht zu einer Entspannung der Liefersituation von Neuwagen. Der Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf die zentrale Energiepolitik, die sich in unserer Branche in der Frage um die zukünftigen Motorisierungen von Fahrzeugen erkennen lassen. Die Nachfrage nach BEV (battery electric vehicles) schwächte sich mit dem zum Teil abrupten Wegfall der Förderprogramme von Land und Bund ab. Der Benzin-/Dieselpreis mit über 2 € pro Liter, wirkt sich auf das Fahrverhalten der Kunden aus.

Die Inflation in allen Lebensbereichen, vor allem im Energiesektor und bei Lebensmitteln deutlich spürbar. Zu Beginn des Jahres 2024 verbessert sich die Situation.

Durch unsere flache Hierarchie sind wir bei allen Themen schnell und flexibel und können uns somit auch zügig auf neue Marktgegebenheiten einstellen und reagieren.

Branchenspezifische Risiken

Der Markt hat sich 2023 abgeschwächt. Das wirtschaftliche Verhältnis künftiger und bestehender Kunden ist durch die Effekte im gesamten Weltgeschehen angespannter. Sollte es an den Finanzmärkten verstärkt zu Turbulenzen kommen und sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die Nachfrage an unseren Produkten und die wirtschaftliche Situation unserer Kunden negativ beeinflussen. Hieraus kann für unser Unternehmen ein erhebliches Umsatz- und Ergebnisrisiko resultieren. Diverse Szenarien wurden hierfür für unsere interne Risikobetrachtung erarbeitet.

Der Wandel in der Automobilindustrie mit dem Transformationsprozess bringt tiefgreifende Veränderungen. Elektrifizierte Antriebe, vernetzte Automobile sowie das autonome Fahren sind für unseren Absatz sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Insbesondere die sich schneller ändernden Kundenanforderungen und kurzfristige Gesetzgebungsinitiativen werden veränderte Produkte mit erhöhten Innovationsgeschwindigkeit und angepassten Geschäftsmodellen erfordern.

Ertragsorientierte Risiken

Auch das Wettbewerberrisiko durch den Hersteller, der in den Direktvertrieb einsteigt, kann unser Geschäftsmodell erodieren. Die Umstellung auf das Agenturmodell bei allen Marken ist für die nächsten Jahre vorgesehen, was zu starken Umsatzrückgängen führen wird. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Erträge steigen werden. Ein höherer ROI ist daher zu erwarten.

Die Urbanisierung führt zur stärkeren Nutzung alternativer Mobilitätsangebote (Fernbusse und Fernzüge). Ein eigenes Auto ist kein "Muss" mehr (Carsharing)

Finanzwirtschaftliche Risiken

Da wir unsere Liquiditäts- und Eigenkapitallage als ideal betrachten, sind für uns augenblicklich keine Liquiditätsrisiken wahrnehmbar.

2. Chancenbericht

Die neue Marke Skoda bei uns im Haus, die im November 2019 mit dem Service startete und zum 01. Januar 2020 durch den Vertrieb in einer Interims-Container-Lösung vervollständigt wurde, können wir unser Portfolio gegenüber Kunde abrunden und demnach zielgruppenorientierte und maßgeschneiderte Angebot für alle Kundengruppen anbieten. Durch die Erweiterung der Werkstatt- Kapazitäten im Neubau Mitte 2020 war eine weitere Spezialisierung möglich, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Die Eröffnung des Vollfunktionsbetriebes für SKODA im November 2021 festigte unsere Marktposition gegenüber dem Wettbewerb erheblich.

Durch den Asset Deal zum 01. April 2024 sowie die seitdem laufende Liquidation ergeben sich naturgemäß für die Gesellschaft keine wesentlichen Chancen und Risiken mehr. Die Liquidation läuft planmäßig ohne wesentliche unerwartete Vorgänge.

3. Fazit

Das Jahr 2023 entspricht den Erwartungen der Geschäftsleitung. Die Integration des Betriebes in Durmersheim schlägt weiterhin positiv zu Buche - denn durch die Aufnahme der Arbeit dort, sichern wir uns den umkämpften Markt südwestlich unseres Hauptstandortes. Durch die Erweiterung des Portfolios durch das Angebot als Mehrmarken-Werkstatt festigen wir unseren Ruf als kompetenten Ansprechpartner in der Region, wenn es um das Thema Automobil geht. Weiter sind wir durch die Fertigstellung der neuen Werkstatt und dem damit verbundenen Ende der Kapazitätsengpässe positiv gestimmt. Investitionen in Umwelt (neue Waschanlage) und Nutzfahrzeuge (Hebebühnen >3,5 t) sowie die Infrastruktur für die zukünftige E-Mobilität (Trafostation mit Schnellladestationen) tragen ebenso dazu bei. Auf diesem wirtschaftlich erfolgreichen Weg haben wir uns zum Verkauf entschlossen und verlassen damit die automobile Bühne zum 01. April 2024.

V. Risikoberichtserstattung

Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten des Unternehmens gehören im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Finanzinstituten.

Die Gesellschaft verwaltet einen solventen Kundenstamm. Zu Forderungsausfällen kommt es nur in Ausnahmefällen, da wir mit einer Vielzahl unserer Kunden eine langjährige Zusammenarbeit pflegen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Im kurzfristigen Bereich wird mit mittels Lieferantenkrediten (allerdings unter Ausnutzung der Skonto- Bedingungen) und über Kreditlinien verschiedener Geldinstitute gearbeitet. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, welche zu einer Übersicht über die Geldaus- und eingänge verhelfen.

Bei eventuellen Ausfall- und Bonitätsrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement, das zur Minimierung von Ausfallrisiken dient. Zudem existiert eine Warenkreditversicherung. Über die Bonität unserer Kunden informieren wir uns schon vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung.

 

Ettlingen, im Juni 2024

gez. Martina Stoppanski

Dem ungekürzten Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Stoppanski GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Stoppanski GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Stoppanski GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungs-vermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern da gestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung bei der Autohaus Stoppanski GmbH feststellen.

 

Sinzheim, den 23. Juli 2024

RWM GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mumm, Wirtschaftsprüfer

gez. Weber, Wirtschaftsprüfer

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