ICL-IP Bitterfeld GmbH
Rudolph-Glauber-Straße 7, 06749 Bitterfeld-Wolfen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hubert Wimpersinger seit 24.6.2021 | Prokura |
Marcus Gerhard Franz Baer seit 15.4.2020 | Geschäftsführer |
Markus Streitberger seit 5.11.2019 | Prokura |
Denis Przybylski seit 26.3.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ICL Fertilizers Deutschland GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ICL-IP Bitterfeld GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ICL-IP Bitterfeld GmbH (Amtsgericht Stendal, HRB 8453) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 3 HGB das Umsatzkostenverfahren gewählt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die für die planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegte ursprüngliche Nutzungsdauer beträgt acht Jahre für die Kundenstämme, fünf Jahre für entgeltlich erworbene Software sowie zehn Jahre für Schutzrechte und ähnliche Rechte. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Gebäude und andere Baulichkeiten werden linear über eine Nutzungsdauer von 25 bis 40 Jahren abgeschrieben. Für technische Anlagen und Maschinen gelten Nutzungsdauern von fünf bis 15 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von drei bis 13 Jahren. Das bewegliche Anlagevermögen wird seit 2006 degressiv abgeschrieben. Auf die lineare Abschreibung wird umgestellt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wurde in den vergangenen Geschäftsjahren ein Sammelposten gebildet, der linear im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je einem Fünftel abgeschrieben wird. In diesem Geschäftsjahr wurde auf die Bildung eines Sammelpostens verzichtet. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag unter Anwendung der Durchschnittsmethode bewertet. In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt unter Berücksichtigung der individuellen Einsatzmöglichkeit ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer verminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. den Verkaufspreisen ergeben könnten, bestehen aufgrund der garantierten Abnahme der Bestände durch das verbundene Unternehmen ICL Europe Cooperatief U.A., Amsterdam/Niederlande, nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Kassenbestände und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen eingestellt. Bankguthaben in fremder Währung werden zum Stichtagskurs bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Abzinsungsfaktor wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) angesetzt. Der Rententrend wurde mit 2,3 % (i. Vj. 2,3 %) berücksichtigt. Bei den Entgelten wurde eine jährliche Anpassung von 3,5 % (i. V. 3,5 %) angenommen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 1.584,00 (Unterschiedsbetrag). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Hierbei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach der Projizierten Einmalbeitragsmethode errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Abzinsungsfaktor wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,74 % (Vj. 1,44 %) angesetzt. Gehaltssteigerungen für die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden mit 3,5 % (Vj. 3,5 %) berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Langzeitarbeitskonten dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Über die Alleingesellschafterin ICL Fertilizers Deutschland GmbH, Ludwigshafen am Rhein, besteht mit der ICL Holding Germany beschränkt haftende OHG, Ladenburg, eine steuerliche Organschaft. Latente Steuern werden daher auf Ebene dieser Gesellschaft ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. (2) Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft ist mit 89,9 % als Komplementärin an der ICL-IP Bitterfeld Grundbesitz GmbH & Co. KG mit Sitz in Bitterfeld beteiligt. Das Eigenkapital der ICL-IP Bitterfeld Grundbesitz GmbH & Co. KG beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.058 und der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 68. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.876 (i. Vj. TEUR 8.061) betreffen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen. (4) Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.584,00 Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. (5) Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Containerrückgabekosten, Kundenboni, Rabatte, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
(6) Verbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2023 sind sämtliche Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus sind alle Verbindlichkeiten ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 2.291.952,42 Verpflichtungen aus der konzerninternen Finanzierung bei der ICL Finance BV (i. Vj. EUR 7.231.972,04) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen in Höhe von EUR 3.456.677,53 (i. Vj. EUR 242.481,15). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich die Ergebnisabführung. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Segmenten stellt sich wie folgt dar:
Nach geographischen Gesichtspunkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
(2) Materialaufwand Der Materialaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt EUR 39.003.143,56 (i. Vj. EUR 63.005.209,90) und entfällt ausschließlich auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. (3) Personalaufwand Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2023 betrug insgesamt EUR 7.194.534,18 (i. Vj. EUR 7.171.554,48) und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich auf EUR 749.252,00 (i. Vj. EUR 782.070,00). (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 85.903,97 (i. Vj. Aufwendungen in Höhe von EUR 262.718,41). (5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Ausweis betrifft in Höhe von EUR 7.186,00 (i. Vj. EUR 6.758,00) die Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen. V. Sonstige Angaben (1) Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemäß den allgemeinen Vertretungsregelungen und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. (2) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer des Organträgers. Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge in Höhe von insgesamt TEUR 2.240, davon TEUR 1.088 fällig im Geschäftsjahr 2024. Die im Gesamtbetrag enthaltenen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 347 und betreffen das Geschäftsjahr 2024. Zum Jahresende bestand ein Bestellobligo aus kontrahierten Phosphorbezugsmengen in Höhe von TEUR 1.788 (i. Vj. TEUR 0). (3) Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich auf EUR 46.500, wovon EUR 6.500 auf Vorjahre entfallen. (4) Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Bedeutung wären, liegen nicht vor. (5) Anzahl Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 74 (i. Vj. 73) Mitarbeiter, davon 29 (i. Vj. 28) Angestellte und 45 (i. Vj. 45) gewerbliche Mitarbeiter. (6) Konzernabschluss Die ICL-IP Bitterfeld GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ICL Fertilizers Deutschland GmbH, Ludwigshafen am Rhein. Die Gesellschafterin wiederum ist mittelbare Tochtergesellschaft der ICL Group Ltd. (bis 4. Mai 2020: Israel Chemicals Ltd.), Tel Aviv/Israel (ICL). Alle Unternehmen des Konsolidierungskreises der ICL sind verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Die ICL als oberstes Mutterunternehmen des Gesamtkonzerns erstellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die ICL-IP Bitterfeld GmbH einbezogen wird. Die englische Fassung des Konzernabschlusses wird im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht und ist dann unter www.unternehmensregister.de abrufbar. Insoweit verzichtet die ICL-IP Bitterfeld GmbH auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.
Bitterfeld-Wolfen, den 5. September 2024 ICL-IP Bitterfeld GmbH Denis Przybylski, Geschäftsführer Marcus Baer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft A.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die ICL-IP Bitterfeld GmbH stellt am Standort Bitterfeld-Wolfen anorganische und organische Phosphorchemikalien her. Die anorganischen Phosphorchemikalien (Phosphortrichlorid, Phosphoroxidchlorid - POCl 3 , Phosphorige Säure) werden mit Ausnahme der Phosphorigen Säure als Rohstoffe für weitere hergestellte Produkte eingesetzt sowie als Endprodukte verkauft. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und gehen in die Herstellung von Flammschutzmitteln, Agrochemikalien, Wasserbehandlungsmitteln, Kunststoffadditiven und Pharmaka ein. Die organischen Phosphorchemikalien werden aus POCl 3 und unterschiedlichen organischen Zwischenprodukten hergestellt. Ihre Hauptanwendung finden sie als Flammschutzmittel in Schäumen und Kunststoffen. PU-Schäume werden überwiegend in Möbeln (Polster, Matratzen), Kraftfahrzeugen und zur Gebäudeisolierung eingesetzt. In Kunststoffen findet sich die Anwendung u. a. in Computer- und TV-Gehäusen. Die ICL-IP Bitterfeld GmbH ist als sogenannter "Contract Manufacturer" für die ICL Europe Cooperatief U.A., Amsterdam/Niederlande, tätig, d. h. die vorgenannten Produkte werden von der ICL-IP Bitterfeld GmbH hergestellt, Vertrieb und Verkauf an die Endkunden erfolgen jedoch ausschließlich durch das verbundene Unternehmen. Die Details dazu sind in einem Contract Manufacturing Agreement sowie einem Stock Transfer Agreement zwischen beiden Gesellschaften geregelt, so dass insbesondere die Markt- und Bestandsrisiken für die ICL-IP Bitterfeld GmbH entfallen. Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung der anorganischen Phosphorchemikalien sind Phosphor und Chlor. Phosphor wurde im Jahr 2023 ausschließlich aus Kasachstan bezogen. Ein entsprechender langfristiger Liefervertrag mit dem Primärlieferanten sichert die Versorgung und wurde durch die in den Niederlanden ansässige zentrale Einkaufsabteilung der ICL Group verhandelt und für die ICL-IP Bitterfeld GmbH abgeschlossen. Chlor wird über eine Rohrleitung von einem im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ansässigen Unternehmen geliefert, mit welchem ebenfalls ein langfristiger Vertrag existiert. A.2 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur Neueinführung innovativer Produkte. Primäre Entwicklungsarbeit von Neuprodukten wird allerdings an den Forschungs- und Entwicklungs-Zentren in den USA und Israel geleistet. Der Standort Bitterfeld trägt dazu einen erheblichen Teil hinsichtlich der Prozesstechnologie sowie Erfahrungen auf dem Gebiet der Phosphorchemie bei. B. Wirtschaftsbericht B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 stand unter enormen Einflüssen durch den Russland-Ukraine-Konflikt, dem neu ausgebrochenen Nah-Ost Konflikt in Israel sowie dem wachsenden Wettbewerbsdruck aus China. Die im Vorjahr deutlich spürbar gestiegenen Beschaffungs- und Energiepreise gingen im Geschäftsjahr wieder zurück, sind aber weiterhin im internationalen Vergleich ausgesprochen hoch und ein Nachteil für unseren Standort. Zudem sehen wir uns einem Preiskampf mit chinesischen Wettbewerbern ausgesetzt. Der Markt wird durch diese mit billigen Vergleichsprodukten nahezu überflutet. Diese Faktoren verschärfen die Situation zunehmend für unseren Standort. Der Internationale Währungsfonds (kurz IWF) stellte für das Jahr 2023 trotz dieser Widrigkeiten ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % fest. Von diesem Wachstum hat die deutsche Wirtschaft mit als einziges großes Industrieland nicht profitiert. So fiel das Bruttoinlandsprodukt laut Schätzung des statistischen Bundesamtes um 0,3 % im Vergleich zu 2022. Im Vorjahr konnte noch ein Anstieg gegenüber 2021 mit 1,8% vermeldet werden. Dies spiegelt die allgemeine Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen wider. Insbesondere Bauwirtschaft, u.a. zurückzuführen auf das hohe Zinsniveau, aber auch andere Industriezweige klagten über einen Mangel an Aufträgen. Insbesondere die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie hatte mit den erwähnten Herausforderungen im Laufe des Jahres zunehmend zu kämpfen. Die Chemieproduktion war ganzjährig auf einem schwachen Niveau im Vergleich zu den Vorjahren, ohne Berücksichtigung des Pharmabereiches lag sie mit -10,4 % deutlich unter 2022. Die Umsätze sanken im Vorjahresvergleich um -12,2 %. Als ein in Deutschland produzierendes Chemieunternehmen sind wir von den deutschen Energiepreisen abhängig. Die Strompreise waren im Jahr 2022 insbesondere durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine grundlegend sehr stark gestiegen. Des Weiteren führt die bereits umgesetzte CO 2 -Steuer zu weiter steigenden Strompreisen. Die Optimierungen im energetischen Bereich der Elektrizität sind ausgeschöpft, somit sind größere Einsparungen nicht weiter möglich. Der Fokus der Optimierung wird die nächsten Jahre auf den Dampfverbrauch gerichtet, weil hier noch Potenzial zur Optimierung, auch durch Umrüstung auf neueste Technologien, besteht. Mit der Installation einer Photovoltaikanlage als zusätzliche Unterstützung bei der Reduzierung der CO 2 -Emissionen und der damit einhergehenden Kosteneinsparung wurde begonnen. Durch unterschiedliche Faktoren, wie z.B. Abstimmungen mit den Behörden oder verlängerten Lieferzeiten, verzögert sich das Projekt und die Fertigstellung wird erst in 2024 erfolgen. Die Situation bezüglich der Logistik ist im Vergleich zu 2022 gleichgeblieben und hat keine signifikanten Veränderungen erzeugt. Der Konflikt in der Ukraine hatte weitreichende Auswirkungen auf die Logistik in Bezug auf den Warentransport des Rohstoffs Phosphor. Dieser wird durch Russland und Belarus transportiert, ist allerdings durch die gegen diese Staaten verhängten Sanktionen stark beeinflusst und unter strengerer Beobachtung, darüber hinaus durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen auch verteuert. Das Transportrisiko hat sich hierbei deutlich erhöht. Alternativrouten wurden in diesem Zeitraum durch das Global Procurement Amsterdam eruiert und getestet. Der Nah-Ost Konflikt in Israel hatte zusätzlich einen negativen Einfluss auf die Logistikwege. Der Suezkanal und das Rote Meer sind nun verstärkt Angriffen ausgesetzt, was die Reedereien dazu bewegt, die längere Route um das Kap-Horn zu fahren. Diese Verlängerung der Logistikwege von mindestens 3 Wochen, hat deutliche Auswirkungen auf Preis und Zeit, insbesondere im Überseeverkehr. Personal am Standort wird in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. Die Besetzung von Ausbildungsplätzen und von vakanten Stellen ist durch den wachsenden Chemie Park, in dem die Gesellschaft neben anderen Unternehmen ansässig ist, eine große Herausforderung. Qualifiziertes Personal mit chemischer Ausbildung ist in vielen Betrieben stark gefragt. Eine Attraktivität als Arbeitgeber wird daher mehr im Fokus stehen, um neues Personal gewinnen zu können. Der Transformation des Berufsbildungszentrums kommt daher eine wichtige Bedeutung zu, um beispielsweise für junge Auszubildende auch überregional attraktiv zu sein. B.2 Geschäftsverlauf Wie in der Prognose im Vorjahresbericht erwartet, war auch das Jahr 2023 noch deutlich von den Auswirkungen der weltpolitischen Lage infolge des Ukraine-Konflikts geprägt. Hinzukommend ist hier der Konflikt in Nah-Ost, eine weitere große Einflussgröße der gesamten geopolitischen Lage. Exporte aus dem chinesischen Wettbewerb haben im kompletten Jahr einhergehend mit drastischen Preissenkungen deutlich angezogen. Die Rohstoffpreise haben sich analog zum Jahr 2022 stabil verhalten und keine signifikanten Veränderungen gezeigt. Dies machte sich insbesondere beim Gesamtumsatz bemerkbar. Der Gesamtumsatz im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, was primär auf den chinesischen Wettbewerbsdruck zurückzuführen ist. Geringere Preise sowie deutlich geringere Volumen haben somit negativ auf das Gesamtergebnis signifikant eingewirkt. Ein im Unternehmensverbund mit europäischen Wettbewerbern initiierter Anti-Dumping Prozess gegen den chinesischen Wettbewerb wurde in der zweiten Jahreshälfte bei der Europäischen Kommission eingereicht. Eine Entscheidung über den Prozess wird erst in 2024 erfolgen und damit wird auch einhergehend eine entsprechende Veränderung der Auftragslage erwartet. Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch Auswertung monatlicher Reporting-Systeme und Überwachung wesentlicher Zielgrößen wie Umsatzerlöse und abzuführendes Ergebnis. Das Phosphorchloridegeschäft Der überwiegende Teil der produzierten anorganischen Phosphorchloride wird intern zur Herstellung von Flammschutzmitteln und von Phosphoriger Säure eingesetzt. Im Jahr 2023 wurden rund 30% des produzierten Phosphortrichlorids an eine interne Vertriebsgesellschaft der ICL verkauft, was absolut in etwa auf dem Vorjahresniveau, relativ jedoch deutlich über dem Anteil im Vorjahr lag, da die Menge zur internen Weiterverarbeitung deutlich geringer war. Durch die stabile Belieferung mit Rohstoffen konnte eine gute Auslastung und Produktion ganzjährig gewährleistet werden ohne Produktionsunterbrechungen in Bezug auf Belieferungsprobleme. Das Flammschutzmittelgeschäft (Flame Retardants) In der ICL-IP Bitterfeld GmbH sank die produzierte Gesamtmenge an Flammschutzmitteln im Vergleich zum Vorjahr um 36%. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war sowohl durch die Einflüsse der weltwirtschaftlichen Entwicklung insgesamt, und insbesondere in Asien, sowie durch die zahlreichen logistischen Probleme und Herausforderungen gekennzeichnet. China hat im Jahr 2023 vollständig den Wettbewerb bestimmt, was sich stark negativ auf die Flammschutzmittelproduktion auswirkte. Die Produktionsmengen und Exportmengen aus Asien waren im Laufe des Jahres sehr hoch und steigend, was einen Einfluss auf unsere Forecasts und Planung hatte. Als Folge gaben die Produktionsvolumen der Gesellschaft ganzjährig spürbar nach, von einem bereits geringerem Niveau Ende 2022, insbesondere für das Produkt Fyrol PCF. Größtes Einsatzgebiet für das Hauptprodukt Fyrolflex RDP ist die Herstellung von flammgeschützten Kunststoffen zur Fertigung von IT-Hardware, die auch 2023, auf gleichbleibendem Niveau nachgefragt wurde. Die Produktion und Verkäufe des Produkts Fyrolflex Sol-DP lagen auch in 2023 auf dem Niveau von rund 200 MT der letzten 3 Jahre. Anwendung dieses Produktes erfolgt weiterhin in erster Linie in den USA. In Europa ist die Nachfrage sehr begrenzt. Seit Mai 2020 werden in der ICL-IP Bitterfeld GmbH auch Hydraulikflüssigkeiten (Functional Fluids - Markenname Fyrquel EHC Plus) produziert. Die Produktion erfolgt in einer bereits bestehenden Anlage, erschließt aber ein neues Geschäftsfeld innerhalb der Flammschutzmittel. Es wurden mit über 400 MT dieses noch recht neuen Produktes rund 27% mehr als im Vorjahr hergestellt, welches vorwiegend für den Verkauf im chinesischen Markt vorgesehen ist. Durch diese Maßnahme erhöht sich die Auslastung der in Bitterfeld bestehenden Anlagenkapazität, gleichzeitig ergibt sich daraus aber eine verstärkte Kampagnenfahrweise, d.h. eine häufigere Umrüstung der Produktion ist notwendig. Weiterführend wurde eine neue Produktionslinie für Farbadditive Ende 2022 bis Anfang 2023 aufgebaut. Diese Produktionslinie ist ein Produkt, welches nicht Phosphor basierend ist, sondern auf einem bereits am Standort basierenden Rohstoff aufgebaut wird. Dieses Produkt wird exklusiv für ein ICL-Schwesterwerk hergestellt. Die Produktionsvolumen sind von 165 MT auf 441 MT angestiegen und führen somit zu einer weiteren Diversifizierung der Produktion im Vergleich zu den letzten Jahren. B.3 Ertragslage Infolge der im vorherigen Kapitel beschriebenen Faktoren lag der Gesamtumsatz mit TEUR 62.955 um rund 26% unter dem Vorjahr (TEUR 85.256). Die Herstellungskosten sind aufgrund von sinkenden Preisen aber auch infolge von Mengenrückgängen von TEUR 78.949 auf TEUR 59.361 zurückgegangen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel um 43,0 % und betrug TEUR 3.594 nach TEUR 6.307 in 2022. Die Auslastung der Produktionsanlagen lag abhängig von der Produktionslinie unter derer des Vorjahres. Die Vertriebskosten betragen TEUR 22 nach TEUR 19 im Vorjahr. Im Zusammenhang mit der seit Anfang des Geschäftsjahres 2019 ausgeübten Auftragsfertigung für den Konzernkreis fallen Vertriebskosten bei der ICL-IP Bitterfeld GmbH nur noch in geringem Umfang an. Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf TEUR 2.283 (i. Vj. TEUR 2.385) zurück. Die weiterhin niedrigen Kosten spiegeln die seit 2019 aufgrund der Auftragsfertigung bestehende Struktur der Organisation wider, wonach zahlreiche Serviceleistungen von anderen Gesellschaften im Konzern erbracht werden. Die konzerninternen Weiterbelastungen dieser Serviceleistungen fielen im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 113 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 447). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 51 resultieren aus dem Gewinnanteil an der ICL-IP Bitterfeld Grundbesitz GmbH & Co. KG, Bitterfeld-Wolfen. Insgesamt wurde ein an die Alleingesellschafterin ICL Fertilizers Deutschland GmbH, Ludwigshafen am Rhein, abzuführendes Jahresergebnis von TEUR 1.099 - nach TEUR 3.429 im Vorjahr - erzielt. B.4 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist von TEUR 47.480 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 32.363 zum 31. Dezember 2023 gesunken. Das Anlagevermögen liegt mit TEUR 12.772 leicht über dem Vorjahr (TEUR 12.113). Den Zugängen, im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen, von TEUR 2.241 bei den Sachanlagen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.570 gegenüber. Abgänge mit Restbuchwert wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 13 verbucht (i.Vj. TEUR 0). Im Vergleich zum Vorjahr sank das Vorratsvermögen um TEUR 11.628, was einem prozentualen Rückgang um ca. 43% entspricht. Diese Entwicklung war bei allen Vorratskategorien festzustellen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gingen um TEUR 8.311 und die unfertigen Erzeugnisse um TEUR 2.102 zurück. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren wurde um TEUR 1.215 reduziert. Die Entwicklung ist maßgeblich auf den hohen Wettbewerbsdruck und das geringere Produktionsvolumen zurückzuführen. Der Einkauf der Rohstoffe erfolgt zentral für die ICL-IP Bitterfeld GmbH, während die Fertigerzeugnisse nur kurzzeitig im Bestand der Gesellschaft verbleiben und dann an die ICL Europe Cooperatief U.A. veräußert werden. Es bestehen zum 31. Dezember 2023 keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mehr, zusammenhängend mit dem ausschließlichen internen Verkauf von Fertigerzeugnissen an eine ICL Vertriebsgesellschaft. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 3.876, (i. Vj. TEUR 8.061). Die Gesellschaft gibt Liquiditätsüberschüsse ganzjährig an das verbundene Unternehmen ICL Finance B.V., Amsterdam/Niederlande, weiter. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 TEUR 185 (i. Vj. TEUR 122). Die Eigenkapitalquote hat sich durch die gesunkene Bilanzsumme von 39,4 % auf nunmehr 57,9 % deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 von TEUR 15.400 auf TEUR 3.913. Auch hier hat sich die bereits erwähnte schwierige Wettbewerbssituation deutlich ausgewirkt. Einerseits wurden weniger Rohstoffe verbraucht, andererseits wiederum spürte man einen Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 7.474 auf TEUR 5.749 gesunken. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf den geringeren konzerninternen Finanzierungsbedarf zurückzuführen, der durch den niedrigeren Erwerb von Rohstoffen für die Produktion begründet ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen, wie im Vorjahr, in vollem Umfang die Gewinnabführung des Geschäftsjahres. Die Gesellschaft ist in das Cash-Management-System der ICL Group Ltd., Tel Aviv/Israel, eingebunden, die Liquidität ist dadurch insgesamt gesichert. Dadurch kann die Gesellschaft auch jederzeit ihren Verpflichtungen nachkommen. Insgesamt sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut an. B.5 Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mehrere Ersatzinvestitionen in Produktion und Energieeinsparung getätigt. Weiterhin wurden Investitionen in bestehende Produktionsanlagen zur Erweiterung der Kapazität sowie die erhöhte Flexibilität in den Produkten vorgenommen. Hierbei wurde im Bereich der Flammschutzmittel eine größere Summe investiert, um die Produktion der Hydraulikflüssigkeiten am Standort zu positionieren. Dieses Produkt ist primär für den Export nach Asien bestimmt. Aufgrund der Durchführung kontinuierlicher Verbesserungsprozesse wurden auch Investitionen getätigt, die eine langfristige Verbesserung der Arbeitsbedingungen hervorrufen. Weiterführend wurde eine komplett neue Produktionseinheit hinzugefügt, für die Diversifizierung der Produktion. Diese Produktfamilie (LOPON) ist für den Markt der Farben und Lacke vorgesehen. Die Produktion soll in den nächsten Jahren ausgebaut und weiter fortgeführt werden. Zudem wurde eine Neuanlage errichtet für den wichtigen Schritt in Richtung Diversität im Produktportfolio. Die errichtete Neuanlage ist die erste Anlage am Standort der ICL-IP Bitterfeld, welche nicht auf Phosphorprodukten basiert. Damit kann in der ICL Group ein neuer Markt der Farbadditive erschlossen werden. In der Produktion sind für die kommenden Geschäftsjahre mehrere Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen geplant, um die Produktivität weiter zu steigern. Zudem sind Investitionen in die Infrastruktur und zum Erhalt sowie zur Erneuerung bestehender Gebäudekomplexe geplant. Die anhaltende kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen steht im Fokus in den kommenden Jahren, was eng an Investitionen geknüpft ist. Eine weitere größere Investition war auch die notwendige Erneuerung von Rohrleitungen im Bereich von Glasfaserrohrleitungen, durch Alterungserscheinungen. In Vorbereitung für Neuinvestitionen in der Zukunft wurden im Geschäftsjahr nicht mehr genutzte Altgebäude abgerissen, die Kosten hierfür wurden direkt aufwandswirksam verbucht. B.6 Personal Zum 31. Dezember 2023 waren im Unternehmen 73 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 72). Diese Veränderung resultiert aus der Nachbesetzung einer offenen Stelle im gewerblichen Bereich. Alle offenen Stellen im Jahr konnten nachbesetzt werden. Der durchschnittliche Krankenstand lag mit 5,3 % leicht über dem Wert des Vorjahres (4,95 %). C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht C.1 Risikobericht Seit dem 1. Januar 2019 ist die ICL-IP Bitterfeld GmbH als sogenannter "Contract Manufacturer" für die ICL Europe Cooperatief U.A., Amsterdam/Niederlande, tätig. Auch wenn damit die Markt- und Bestandsrisiken für die Gesellschaft entfallen sind und die Rohstoffe zentral im Konzern für die ICL-IP Bitterfeld GmbH bezogen werden, sind wir weiterhin verschiedenen Risiken, die mit zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsintensität steigen, direkt oder indirekt ausgesetzt. Folgende in der Rangfolge ihrer Bedeutung beschriebenen Hauptrisiken sind unverändert zum Vorjahr mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden: Beschaffungsmarktrisiken Die ICL-IP Bitterfeld GmbH ist als produzierendes Chemieunternehmen dem Risiko der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Vor- und Zwischenprodukten sowie Energie, die zur Herstellung ihrer Produkte benötigt werden, ausgesetzt. Sehr kritisch entwickelte sich in den vergangenen beiden Jahren grundlegend der Strompreis durch die weltpolitische Lage. Die gerade in Deutschland im Vorjahr sehr stark gestiegenen Preise für Strom sind im internationalen Vergleich weiterhin hoch, allerdings kann im Geschäftsjahr eine leichte Entspannung registriert werden. Im internationalen Vergleich ist der Standort Deutschland jedoch weiterhin hochpreisig. Die Dampfkosten sind ebenfalls durch die weltpolitische Lage stark angestiegen, was die Kosten für den Standort erheblich ansteigen ließ. Investitionen in Alternativen, wo es aus Prozesssicht möglich ist, sind daher unumgänglich, um die Wettbewerbsfähigkeit beizubehalten und die Energiekosten aller Medien zu reduzieren. Größere Investitionen mit langen Amortisationszeiten sind hierbei unumgänglich, was die Wettbewerbsfähigkeit gegen den chinesischen Markt nicht vereinfacht. Absatzmarktrisiken Die Märkte, auf denen die ICL Europe Cooperatief U.A. mit den bei der ICL-IP Bitterfeld GmbH hergestellten Produkten tätig ist, sind generell und trotz Schwankungen durch intensiven Wettbewerb geprägt. Die bereits erfolgte Etablierung von Wettbewerbern aus Asien im europäischen Markt wird sich weiterhin auf die erzielbaren Verkaufspreise unserer Produkte auswirken. Flammschutzmittel und ihre chemische Zusammensetzung stehen unter besonderer Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit und Behörden. Entscheidungen von öffentlichen Behörden und Gremien in den einzelnen Ländern können global gesehen zu Veränderungen im Absatzmarkt führen. Diese Risiken könnten auch über den bestehenden internen Vertriebsvertrag auf Bitterfelder Produkte umgelegt werden und damit die Rendite des Produktionswerkes verringern. Schadensrisiken Zu den Schadensrisiken eines Chemieunternehmens gehören Feuer-, Explosions-, Produkthaftpflicht- und Umweltrisiken. Die Produktionsanlagen der Gesellschaft unterliegen regelmäßigen externen Überwachungen auf dem Gebiet der Produktionssicherheit und Einhaltung von Umweltschutzauflagen und entsprechen hier den deutschen und europäischen Normen. Darüber hinaus haben wir Notfallpläne erarbeitet, die regelmäßig überprüft und trainiert werden. Das Training erfolgt sowohl intern als auch durch gemeinsame Übungen mit externen Einsatzkräften. Daneben existiert der für ein Chemieunternehmen erforderliche Versicherungsschutz. Aktuell ist die ICL an der Ausarbeitung verschärfter interner Richtlinien, aufbauend auf den gesetzlichen Richtlinien, damit das Schadensrisiko weiterhin erheblich minimiert wird. Ukraine Konflikt Der Russland-Ukraine-Konflikt beeinflusste das Geschäft und die Geschäftsbeziehungen der Gesellschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023. Durch den Krieg auf dem Europäischen Kontinent wurden Güter und Waren knapp, Preise verteuerten sich zwischenzeitlich enorm. Insbesondere die stark angestiegenen Energiepreise sind für die Gesellschaft ein signifikantes Thema. Durch die energiepolitische Abhängigkeit zum sanktionierten Russland als Primärlieferant für Gas, welches bei unserem Energielieferanten zu Dampf umgewandelt wird, verteuerte sich dieser Rohstoff durch Verknappung auf dem Weltmarkt. Diese Lage wird mit dem Global Procurement in Amsterdam beobachtet und entsprechend reagiert. Dadurch ist das Risiko auf den Geschäftsbetrieb nicht bestandsgefährdend. Die Preise sind seit Ausbruch des Konfliktes zwar wieder gesunken, bleiben aber auch im Jahr 2023 auf einem erhöhten Niveau. Nah-Ost Konflikt Durch den im Spätjahr aufkommenden Nah-Ost Konflikt hat sich die geopolitische Lage weiter angespannt. Dies hatte insbesondere Auswirkungen auf die Logistikwege und damit einhergehende höhere Transportkosten. Zudem verlängerten sich Lieferzeiten, weil nunmehr eine Umschiffung des Roten Meeres favorisiert wird. C.2 Chancenbericht Die ICL-IP Bitterfeld GmbH hat (bis auf die Energiepreise) eine kostengünstige und effektive Produktionsstruktur. Dies gestattet es uns, trotz kritischem Wettbewerbsumfeld, vor allem aus China, weiter unsere führende Rolle am europäischen Flammschutzmittelmarkt zu behaupten. Das weitere Wachstum der asiatischen und einiger osteuropäischer Volkswirtschaften führt zu einem erhöhten Bedarf an Produkten, die mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden müssen. Wir erwarten hierdurch zum einen, dass die lokalen Flammschutzmittelkapazitäten durch Bedarf im eigenen Land stärker gebunden werden, aber auch, dass wir mit unserem Vorteil der langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Flammschutzmittelanwendung in Verbindung mit hoher Lieferzuverlässigkeit und Qualität an dieser Entwicklung direkt teilhaben werden. Die Globalisierung und Verflechtung der Wirtschaften führen dazu, dass unsere Kunden verstärkt in Asien und Osteuropa produzieren. Damit werden auch zunehmend westliche Standards in diesen Ländern eingeführt, was sich in der Endkonsequenz positiv auf den Absatz unserer Produkte auswirken wird. Dem zunehmenden Zwang zur Energieeinsparung kann u. a. mit verbesserter Isolierung von Gebäuden Rechnung getragen werden. Da in diesem Fall auch oft Flammschutzmittel eingesetzt werden, können wir hieran partizipieren. Im Zuge des weltweit zunehmenden Bewusstseins für optimale Energienutzung wird sich diese Tendenz weiter verstärken. Durch Weiterentwicklung der Konsumgüter und Baumaterialien, in die unsere Produkte einfließen, ist die ICL als innovativer Konzern bei der Entwicklung von Neuprodukten auf Phosphorbasis führend. Damit sind die Chancen mit Neuprodukten am Markt sehr groß, um die Wünsche an Produkten der Kunden zu erfüllen. C.3 Prognosebericht Die weitere Entwicklung lässt sich aufgrund der weltpolitischen Lage schwer abschätzen; die Produktions- und Verkaufsmengen liegen weit unter dem geplanten Niveau der Vorjahre. Mit sinkenden Leitzinsen, was sich auf die Bauindustrie positiv auswirken würde, wird auch ein erhöhter Bedarf an Flammschutzmitteln erfolgen. Dieser Zeitpunkt bleibt aber abzuwarten. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir jedoch mit einem Anstieg um mindestens 25% der Produktions- und Verkaufsmengen im Vergleich zum Vorjahr, wenn der Anti-Dumping Prozess bei der Europäischen Kommission erfolgreich bewertet wird. Somit würden Volumen zurückkehren und damit auch die Verkaufserlöse ansteigen. Verbunden mit der Umsatzprognose von TEUR 71.500 wird für das Jahr 2024 mit einem abzuführenden Ergebnis in der Größenordnung von TEUR 2.500 und damit über dem des Vorjahres gerechnet. Bei negativem Ausgang des Prozesses rechnen wir mit Umsatzerlösen sowie einem abzuführenden Ergebnis auf Niveau des aktuellen Geschäftsjahres. Zur Standortsicherung sind wir zudem bestrebt, auch neue Märkte und Produkte zu erschließen. Hierzu sind strategische Partnerschaften und neue Geschäftspartner Gegenstand dieser Überlegungen. Weiterführend steht die Diversifizierung des Produktportfolio im Fokus. Kleine Nischenprodukte zu platzieren, welche nicht im großen Wettbewerb mit chinesischen Produzenten agieren. Diese Portfolioerweiterung haben wir mit 3 Neuprodukten im Jahr 2023 abgeschlossen und stabilisieren damit auch die Markposition.
Bitterfeld-Wolfen, den 5. September 2024 ICL-IP Bitterfeld GmbH Denis Przybylski, Geschäftsführer Marcus Baer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ICL-IP Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, 27. September 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Christiane Keßler, Wirtschaftsprüferin Katrin Wolfrum,Wirtschaftsprüferin |
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