Kompostierung Wetterau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Reitschmidt seit 30.6.2022 | Prokura |
Ulrich Wenderoth seit 6.4.2010 | Geschäftsführer |
Georg Dierschke seit 14.1.2002 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.30% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wetterauer Agrar Service GmbHWölfersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Die Wetterauer Agrar Service GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des Maschinenring Wetterau und Umgebung e.V. Wir gehören somit den Landwirten des Maschinenrings und sind in unseren Aktivitäten der Förderung unserer Mitglieder verpflichtet. Der Maschinenring Wetterau und Umgebung e.V. organisiert und bietet Dienstleistungen für Mitglieder. Die Wetterauer Agrar Service GmbH betreibt den wirtschaftlichen Handelsbetrieb. Die Geschäftsbereiche der Wetterauer Agrar Service GmbH sind der Handel mit Getreide, Dünger, Biodiesel, Holzpellets, Winterdienst, Landschaftspflege, Sammelbestellungen und weitere landwirtschaftliche Dienstleistungen. Des Weiteren ist die WAS GmbH mit der Geschäftsführung der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps w.V. mit dem zugehörigen Rapshandel betraut. Darstellung des Geschäftsverlaufes Gesamtwirtschaftliche Entwicklung [1] Das Jahr 2023 war durch den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine und seit 7. Oktober 2023 vom Krieg zwischen der Hamas im Gazastreifen und Israel mit der Folge von wirtschaftlicher Unsicherheit und Preisschwankungen für Energie und Rohstoffe gekennzeichnet. Die Inflationsrate ging 2023 im Euroraum auf 5,5 % (VJ 8,4 %) und in Deutschland auf 6,0 % (VJ 6,9 %) zurück, blieb damit aber immer noch deutlich über dem Zielwert der EZB von 2,0 %. Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich von 3,4 % in 2022 auf 3,0 % in 2023 abgeschwächt. Das BIP-Wachstum in Europa ist deutlich stärker von 3,4 % in 2022 auf 0,4 % in 2023 zurückgegangen. Die Leitzinsen wurden 2023 von 2,5 % weiter bis auf 4,5 % seit 20. September 2023 angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Der Eurokurs startete mit 1,06 $/€ am Jahresanfang, erreichte im Juli sein Hoch von 1,12 $/€, fiel bis Oktober auf 1,05 $/€ zurück, um dann Ende 2023 sich auf 1,11 $/€ zu befestigen. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte 2023 um -0,3 % nach einem Wachstum von 1,8 % im Jahr 2022. Für 2024 wurde das Bruttoinlandsprodukt von der Deutschen Bank im Dezember 2023 für die Welt mit einem Wachstum von 2,6 %, für die EU mit 0,2 % und für Deutschland mit -0,2 % prognostiziert. Die Gasölpreise (ICE-Gasoil) sind vom Hoch im Januar 2023 von 1.020 $/t aufgrund wirtschaftlicher Schwäche weltweit bis auf 640 $/t im Mai gefallen, um dann bis September wieder auf 1.010 $/t zu steigen und zum Jahresende 2023 wieder auf 770 $/t zu fallen. Die Rapspreise sind aufgrund der hohen Rapsernten 2022/23 im Jahr 2023 weiter von 590 €/t im Januar bis auf 380 €/t Ende Mai gefallen. Nach einer schlechten Sojaernte im Frühjahr 2023 in Argentinien und Witterungsrisiken der US-Sojaernte im Juni 2023 erholte sich der Rapspreis bis Juli auf 500 €/t. Aufgrund guter Raps- und Sojaernten im Sommer 2023 weltweit sind die Rapspreise wieder bis Oktober auf 380 €/t gefallen und konnten sich zum Jahresende nur leicht auf 435 €/t erholen.[2]. Demnach war das Jahr 2023 geprägt durch wirtschaftliche Abkühlung aufgrund von Zinssteigerungen der Nationalbanken und überwiegend zurückgehenden Rohstoff- und Energiepreisen. Branchenspezifische Entwicklung Für die Wetterauer Agrar Service GmbH (WAS) sind von Seiten Ertrag und Umsatz vor allem die vier Bereiche Biodiesel, Holzpellets, Getreide und Winterdienst entscheidend. Der bundesweite Absatz von Biodiesel und Hydrierte Pflanzenöle (HVO) ist bis 11/2023 mit 2,38 Mio. t zum Vorjahr nahezu gleich geblieben (2,32 Mio. t)[3]. Der Dieselverbrauch verringerte sich aufgrund einer schwächeren Wirtschaft und der Umstellung im PKW Bereich von Diesel auf Elektro und Benzin-Hybridautos weiter um 2,9 % auf 31,7 Mio. t. Der Beimischungsanteil von Biodiesel/HVO am Gesamtdieselkraftstoff erhöhte sich von 7,3 % auf 7,7 %. Der Biodieselpreis (FAME 0 vom 15. April - 30. September, sonst FAME -10) ist im Jahr 2023 vom Hoch am Jahresanfang von 1.611 €/t durch parallel fallende Pflanzenöl- und Gasölpreise bis Ende Mai auf 805 €/t stark gefallen, um dann bis Oktober zusammen mit den Gasölpreisen wieder bis auf ca. 1.312 €/t zu steigen[4]. Aufgrund günstiger Rapsölversorgung und hoher Konkurrenz durch Biodieselimporte ist der Preis zum Jahresende wieder bis auf 1.000 €/t zurückgefallen. Der Weizenpreis in Europa (Börsenpreise Matif) ist am Jahresanfang 2023 mit 315 €/t gestartet und aufgrund hohen Mengendrucks aus Osteuropa bis Juni auf 215 €/t stark gefallen. Die starke Trockenheit und Hitze im Juni-Juli haben den Weizenpreis kurzfristig nochmal bis auf 260 €/t verteuert. Durch eine trotzdem noch passende Erntemenge auf der Nordhalbkugel sind die Preise bis zum Jahresende wieder auf 215 €/t gefallen. Der Absatz für Holzpellets in Deutschland hat sich in 2023 aufgrund eines weiter starken Zubaus an neuen Pelletheizungen von 3,2 Mio. t 2022 auf 3,5 Mio. t Holzpellets erhöht[5]. Die Preise für Holzpellets starteten mit 466 €/t im Januar 2023 und sind jahreszeitbedingt bis April auf 327 €/t gefallen, um dann für den Sommer unüblich bis Juli auf 394 €/t zu steigen. Bis zum Jahresende sanken die Preise aufgrund hoher Holzpelletproduktionsmengen und fallender Holzpreise kontinuierlich bis auf 307 €/t. Der Preisvorteil von Holzpellets im Vergleich zu Heizöl erreicht zum Jahresende einen sehr hohen Wert von 36 %. Entwicklung des Unternehmens Die stark gefallenen Preise bei Biodiesel, Holzpellets und Getreide und die parallel auch gesunkenen Absatzmengen beim Biodiesel haben sich negativ auf Umsatz und Ertrag ausgewirkt. Die Umsatzerlöse sind insgesamt deutlich um rund 56 % gefallen. Im Bereich Biodiesel sind die Umsätze überproportional um 58 % gefallen, da sich neben den Preisen auch die Mengen um 92 % von 99.922 t auf 52.026 t verringert haben. Der Absatz von Holzpellets ist durch warme Witterung und hohen Wettbewerb um 3.553 t (-14 %) zurückgegangen. Durch sinkende Preise ist der Umsatz um 28 % gesunken. Beim Getreide konnte eine Mengensteigerung aufgrund neuer Lieferanten von 3.755 t (+ 7 %) trotz stark fallender Preise den Umsatzrückgang auf 14 % begrenzen. Im Bereich Winterdienst konnte die Anzahl Winterdienstobjekte auf 530 ausgebaut werden. Der Umsatz ist durch mehr Einsätze aufgrund der Witterung und größerer und mehr Objekte um 16 % gestiegen. Der Umsatz im Bereich Transport von Zuckerrüben hat sich durch geringere Transportmengen und gesunkener Dieselkosten um 14 % verringert. Zu den Stärken des Unternehmens zählen die breite Produktpalette, die regionale Verankerung und der gute Zugang zu Produzenten und Abnehmern. Schwächen ergeben sich aus der Abhängigkeit des Biodieselgeschäftes von politischen Vorgaben und der Witterungsabhängigkeit in den Bereichen Winterdienst und Holzpellets. Aufgrund gut ausgebildeten Personals und dem Schwerpunkt Handel ist es uns möglich, sehr flexibel auf neue Anforderungen des Marktes zu reagieren. Wir haben Erfahrungen, wie neue Geschäftsmodelle entwickelt werden und können so neue Märkte aufbauen und erschließen. Wir haben in 2023 trotz Umsatz- und Mengenrückgängen ein gutes Ergebnis mit einem Gewinn von 2,03 Mio. € erwirtschaftet. Darstellung der Lage Darstellung der Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen hauptsächlich aus Softwarelizenzen. Diese Nutzungsrechte wurden mit einer Nutzungsdauer von einem Jahr abgeschrieben. Die Buchwerte der Sachanlagen zum 31. Dezember 2023 betragen 1.330.600 €. Insgesamt standen Zugängen von 1.257.406 €, Abgänge in Höhe von 416.720 € und Abschreibungen von 391.244 € gegenüber. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Rübenverladetechnik. Die Finanzanlagen sind durch Zugänge bei Ausleihungen von 340.516 € auf 1.466.190 € gestiegen. Die Bestände an fertigen Erzeugnissen und Waren liegen mit 1.883.601 € um 841.344 € unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich waren geringere Werte der Bestände von Biodiesel und Holzpellets. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des geringeren Handelsvolumens im Dezember 2023 im Bereich Biodiesel von 11,95 Mio. € auf 7,35 Mio. € gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 23.961 €. Die sonstigen Rückstellungen sind um 381.669 € auf 1.007.422 € zurückgegangen. Vorwiegend bestehen die Rückstellungen aus der Rückstellung für Poolkontrakte Getreide von 364.082 €, der Tantiemenrückstellung mit 311.000 €, der um 299.000 € verringerten Rückstellung für Gewährleistung mit 123.000 € und der Rückstellung für Urlaub und Überstunden von 95.240 €. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 6,41 Mio. € auf 6,30 Mio. € leicht verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Steuerverbindlichkeiten) sind von 122.649 € auf 288.253 € gestiegen. Sie resultieren hauptsächlich aus Verbindlichkeiten für Schiffsfrachten (89 T€), Biodiesel-wash-out (87 T€) Rüben-Mietenschutz (95 T€). Entwicklung der Finanzlage Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss von 38,75 Mio. € auf 40,78 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist von 80,5 % auf 84,2 % gestiegen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr um 8,09 Mio. € auf 34,53 Mio. € erhöht. Ursächlich sind geringere Mittelbindung in laufenden Geschäften und der erzielte Gewinn. Insgesamt ist eine solide Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit gegeben, sodass wir allen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Zahlungsziele jederzeit nachkommen können. Entwicklung der Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr sehr stark um 56 % gefallen. Noch stärker als der Gesamtumsatz ist der Umsatz im Bereich Biodiesel aufgrund von geringeren Mengen und Preisen um 58 % gefallen. Der Beitrag zum Ergebnis ist weiterhin positiv und hoch, im absoluten Wert jedoch stark gefallen. Der Umsatz im Bereich Getreide ist trotz größerer Mengen aufgrund niedriger Preise um 14 % von 17,1 Mio. € auf 14,7 Mio. € gefallen. Der Beitrag zum Ergebnis ist negativ und liegt somit deutlich unter dem positiven Vorjahr. Der Umsatz im Bereich Holzpellets hat sich bei deutlich gesunkenen Preisen und leicht verringerten Mengen von 11,9 Mio. € auf 8,6 Mio. € um 28 % verringert. Der Beitrag zum Ergebnis ist durch höhere Margen aufgrund noch stärker gefallener Einkaufspreise gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 ist im Bereich Zuckerrüben aufgrund geringerer Transportmengen und geringerer Transporterlöse durch gesunkene Dieselpreise der Umsatz von 7,67 Mio. € auf 6,63 Mio. € gefallen. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von 2,38 Mio. €, die vor allem aus Erträgen aus Kursdifferenzen (1,39 Mio. €) und Erlösen aus dem Verkauf von zwei Zuckerrübenladegeräten (0,59 Mio. €) ergeben, haben sich die Gesamterträge um 161,50 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verringert. Das Rohergebnis hat sich aufgrund geringerer operativer Ergebnisse von 26,29 Mio. € auf 7,1 Mio. € verringert. Das Zinsergebnis hat sich durch den Wegfall des Negativzinses und die Verzinsung von Geldanlagen erheblich von -32.043 € auf 680.507 € verbessert. Die Abschreibungen sind aufgrund von Sonderabschreibung für Software und Ersatzbeschaffungen von zwei Zuckerrübenladegeräten um 0,12 Mio. € auf 0,67 Mio. € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich vor allem durch geringere Aufwendungen für Kursdifferenzen und Versicherungen von 6,05 Mio. € auf 2,98 Mio. € stark reduziert. Insgesamt haben wir in 2023 ein positives Ergebnis mit einem Gewinn von 2,03 Mio. € erwirtschaftet und dadurch die Stabilität und Liquidität der WAS weiter deutlich verbessert. Die positive Entwicklung des Eigenkapitals und die sehr gute Liquidität eröffnen der WAS neue Spielräume im Handel und stabilisieren das Unternehmen. Die wirtschaftliche Lage der WAS ist im Februar 2024 stabil. Die Ertragslage ist positiv. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risiken der künftigen Entwicklung Die bestehenden Planungs-, Reporting- und Controllingtools wurden in 2023 weiter verfeinert. Die WAS ist in ihrer Geschäftstätigkeit einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind und das Ergebnis positiv wie negativ beeinflussen können. Aus diesem Grund ist unser Risiko- und Chancenmanagementsystem darauf ausgerichtet, Risiken und Chancen für unser Geschäftsmodell frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren, ihre Auswirkungen abzuschätzen und angemessen und sachgerecht darauf zu reagieren. Dabei kommt diesem System hinsichtlich der Begrenzung von Risiken eine tragende Rolle zu. Das Risikomanagementsystem ist hinsichtlich seiner Struktur und Systematik von der Geschäftsführung definiert und implementiert worden. Unterschieden wird dabei zwischen Risiken, die unternehmensintern auftreten können und solchen, die von außen auf das Unternehmen einwirken können. Unabhängig von der vorgenannten Art dieser Risiken werden alle Risiken nach ihrer Höhe klassifiziert. Sofern aufgrund der Klassifizierung erforderlich, werden angemessene und wirksame Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell zu verhindern oder zumindest weitest möglich einzudämmen. Basis unserer Risikoüberwachung und -steuerung ist eine regelmäßige und vorausschauende Geschäftsplanung. Vorbemerkung Die WAS ist als Handelsunternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Im Folgenden sind die wesentlichen Risiken sowie die von der Geschäftsführung ergriffenen Abwehrmaßnahmen dargestellt. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken Die Volatilität der Rohstoffpreise bleibt durch Witterungsereignisse und politische Unsicherheiten wie den fortdauernden Ukrainekrieg und seit 7. Oktober 2023 entfachten Krieg zwischen der Hamas im Gazastreifen und Israel hoch. Damit einher geht die Notwendigkeit, zeitnah Ein- und Verkäufe abzusichern. Dies geschieht durch intensive Nutzung von Warentermingeschäften. Dazu sind Barhinterlegungen (Margins) notwendig. Je nach Richtung der Preisschwankungen und Terminpositionen kann der Marginbedarf erheblich ansteigen. Die dazu nötigen Barmittel müssen kurzfristig verfügbar sein, da ansonsten die Börsenpositionen glattgestellt werden und damit die Sicherung aufgelöst ist. WAS und auch der Broker begrenzen zur Risikominderung die maximal möglichen Positionen. Langfristige Verkaufskontrakte werden häufig auf Prämienbasis geschlossen. Die sich aus der Prämie ergebenden Risiken werden teilweise über Warentermingeschäfte abgesichert. Das Kontraktrisiko steigt, da der Lieferausfall von Kunden oder Lieferanten nicht abgesichert werden kann. WAS betreibt zur Risikominderung eine breite Streuung von Kunden und Lieferanten bezogen auf die Handelsmengen. Neben den zuvor beschriebenen Risiken, die alle Handelsprodukte betreffen, gibt es für einzelne Bereiche spezifische Risiken. Der Handel mit Biodiesel ist ein Massengeschäft, in dem strenge Qualitätsvorgaben bestehen und große Partien mit über 1.000 t/Schiff bewegt werden. Neben der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung, die auch Vermischungsschäden im Kundentank abdeckt, hat WAS eine Warentransportversicherung, die den Wert des Biodiesels auch für höhere Gewalt und fehlende Deckung von Frachtführern absichert. Der Handel mit Futtermitteln (Getreide etc.) kann durch das Inverkehrbringen von fehlerhaftem Futtermittel zu erheblichen Produktrückrufkosten führen. Um dieses Risiko abzusichern, hat WAS neben der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung eine Produktrückrufversicherung abgeschlossen. Der Handel mit Holzpellets birgt Gewährleistungsrisiken, die über die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt sind. Holzpellets werden im Sommer für den Hauptbedarfszeitraum Winter eingelagert, was ein Preisrisiko beinhaltet. Die politischen Vorgaben bezüglich Nachhaltigkeit und Treibhausgasminderung bewirken eine Veränderung in den Handelsströmen. Wir nutzen unterschiedliche, internationale Informationsmedien und Makler, um entsprechend frühzeitig unser Biodieselgeschäft an die politischen Vorgaben anpassen zu können. Auf der anderen Seite bauen wir die Geschäftsbereiche Getreidehandel (Lebens- und Futtermittel), Holzpellets (Rohstoff aus heimischen Wäldern) und Winterdienst gezielt aus und entwickeln neue Geschäftsfelder, wie z.B. den Handel mit Flüssigdüngern aus Reststoffen und die Entwicklung des Farmmanagementprogramms MR-Agrarbüro für Ackerbaubetriebe. WAS arbeitet mit begrenzten offenen Positionen, die durch das 4-Augenprinzip auf Geschäftsführungsebene überwacht werden. Operationelles Risiko und Geschäftsrisiko Operationelle Risiken sind nie ganz auszuschließen, können in allen Bereichen jederzeit auftreten und bedürfen einer kontinuierlichen Identifizierung und Überwachung. Die WAS grenzt solche Risiken im Wesentlichen durch angemessene Kontrollmechanismen und den Einsatz qualifizierter und erfahrener Mitarbeiter ein. Um Unzulänglichkeiten oder Fehler zu begrenzen, werden Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter gefördert. Durch die Entwicklung von Backup-Systemen und Notfallkonzepten sollen Risiken der Kommunikations-, Informations- und Abwicklungssysteme eingegrenzt werden. Im Übrigen besteht zur Verminderung der operativen Risiken ein Notfallplan, z.B. für den Fall des Ausfalls der Geschäftsräume oder der IT-Systeme. Bei den IT-Systemen werden nur Standardprogramme verwendet. Das allgemeine Geschäftsrisiko ist das Risiko unerwarteter negativer Ertragsentwicklungen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wie dem Marktumfeld, dem Kundenverhalten oder dem technischen Fortschritt sowie der gewählten Geschäftsstrategie. Hierunter fällt auch das Risiko des Weggangs von Schlüsselmitarbeitern bzw. des nahezu kompletten Teams, was den Verlust wichtiger Kundenbeziehungen und von Know-how zur Folge haben und damit zu einer erheblichen Reduzierung der Ertragsaussichten führen kann. Die WAS trägt den Geschäftsrisiken durch die kontinuierliche Beobachtung der Markt- und Wettbewerbsbedingungen Rechnung. Die Behandlung strategischer Fragestellungen erfolgt durch die Geschäftsführung, die regelmäßig die Strategien für die einzelnen Geschäftsfelder sowie die daraus resultierenden Aktivitäten und Investitionen überprüft und bei Bedarf den geänderten Rahmenbedingungen anpasst. Fremdwährungsmanagement In 2023 wurden teilweise Kontrakte im Ein- und Verkauf in US-Dollar getätigt. Wenn sich die Devisenströme nicht ausgeglichen haben, wurde das Währungsrisiko über Währungstermingeschäfte abgesichert. Management des Zinsrisikos Zinsrisikopositionen bestehen nicht, da zum 31. Dezember 2023 keine Bankkredite bestanden und die bestehenden Kontokorrentlinien 2023 nicht beansprucht werden mussten. Rechtliches Risiko Es ist möglich, dass fremde Dritte die Verletzung eines Schutzrechtes monieren oder die WAS wegen fehlerhafter Produkte in Anspruch nehmen wollen. Zur Abwehr solcher Ansprüche tritt zum einen die Produkthaftpflichtversicherung ein oder sie werden mit der Unterstützung externer Fachleute abgewehrt. Den Verpflichtungen aus der seit Mai 2018 in Kraft gesetzten EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind wir durch die Benennung einer Datenschutzbeauftragten und die Umsetzung der Vorgaben der DSGVO nachgekommen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko der Gesellschaft, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in erforderlichem Umfang erfüllen zu können. Eine revolvierende Liquiditätsplanung ist fester Bestandteil der Managementaufgaben der WAS. Bei der Ertragsplanung werden eher konservative Ansätze gewählt. Die Liquidität zur Durchführung des operativen Geschäfts ist derzeit durch die liquiden Mittel sichergestellt. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Debitoren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Aufgrund der Warenkreditversicherung für offene Posten über 20.000 € ist ein Großteil der WAS-Forderungen abgesichert. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Bestand an liquiden Mitteln 34,53 Mio. € (Vorjahr 26,44 Mio. €). Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und guten Eigenkapitalbasis ist das Bankenrating sehr gut, so dass jederzeit benötigte zusätzliche Liquidität beschafft werden kann. Sonstige Risiken Im Rahmen der Qualitätssicherung ist WAS nach GMP+ und im Bereich Nachhaltigkeit nach REDcert EU zertifiziert. Für den Fall, dass trotz aller Vorkehrungen Haftungs- oder Schadensfälle eintreten, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Chance der künftigen Entwicklung WAS hat für den Umgang mit stark schwankenden Rohstoffmärkten ein sehr hohes Know-how und ein sehr flexibles Handelssystem aufgebaut. Dies ermöglicht es uns, Marktpositionen in den Bereichen Biodiesel und Getreide zu besetzen, die andere Wettbewerber aktuell nicht erreichen. Im Bereich Getreide wird das Poolpreissystem von WAS verstärkt durch die Landwirte angenommen und die vermarkteten Mengen steigen weiter an. Die Nachfrage nach Bioenergie entwickelt sich positiv mit steigenden politischen Anforderungen an die Treibhausgasminderung von Biokraftstoffen und die Festsetzung von jährlich steigenden Preisen für CO 2 durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Dies kann zu einem verstärkten Absatz im Bereich Biodiesel und Holzpellets führen. Prognose für 2024 In den verschiedenen Geschäftsbereichen sind zum Teil langfristige Kontrakte und Handelsvereinbarungen abgeschlossen worden. Im Bereich Biodiesel liegen Rohstoffein- und Produktverkäufe bis ins dritte Quartal 2024, im Bereich Getreide bis zum ersten Quartal 2025 vor. Aufgrund der bisher schon abgeschlossenen Ein- und Verkaufskontrakte gehen wir von einem positiven Ergebnis für 2024 aus. Wir planen für 2024 Umsätze von ca. 130 Mio. € und Investitionen von ca. 0,8 Mio. €. Bei geplanten Aufwendungen von 128 Mio. € erwarten wir ein Ergebnis von ca. 2 Mio. €. Vom Jahresanfang bis Ende Februar 2024 haben sich die Börsenpreise für Weizen an der Matif (Termin März 24) von 221 €/t bis auf 200 €/t aufgrund guter Verfügbarkeit am Weltmarkt verbilligt. Ebenso haben sich in diesem Zeitraum die Börsenpreise für Weizen an der Matif für die neue Ernte 2024 (Termin September 24) von 230 €/t bis auf 200 €/t verringert. Die Biodieselpreise sind aufgrund zurückgehender Pflanzenölpreise ausgehend vom Monatsanfang ARGUS-FAME-10 Januar 2024 von 1.105 €/t bis zum 20. Februar 2024 um 33 €/t auf 1.072 €/t leicht gefallen[6]. Die Aussichten für die Weizenpreise im ersten Halbjahr 2024 sind geprägt durch ausreichende Bestände aus der Ernte 2023 insbesondere in Russland und der EU. Die Ernteerträge der neuen Ernte auf der Nordhalbkugel in der zweiten Jahreshälfte entscheiden zusammen mit den Unsicherheiten in der Versorgung aus der Ukraine durch den fortdauernden Krieg die Agrarpreise. Die Globale Versorgungslage für Agrarprodukte ist gut, jedoch halten die institutionellen Anleger an den Agrarbörsen hohe Shortpositionen, die bei sich abzeichnenden Ernteausfällen in der Regel schnell geschlossen werden. Dies führt dann zu schnellen Preisanstiegen. Insgesamt muss weiterhin mit volatilen Preisen gerechnet werden. Die Preisaussichten für Biodiesel sind durch den bisher schon erfolgten Preisrückgang, eine weltweit knapper werdende Pflanzenölversorgung, zurückgehenden Importen von Avanced Biodiesel aus China und höherer Biodieselverbräuche in Indonesien, Brasilien und den USA eher fester zu sehen[7]. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch erheblich von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Langfristig wird besonders der Bereich Getreide weiterwachsen. Durch strategische Partnerschaften werden wir sowohl im Warenbezug als auch in der Logistik die Leistungsfähigkeit ausbauen. WAS ist insbesondere für die sich sehr schnell und dynamisch entwickelnden Märkte durch die Nutzbarkeit verschiedener Preissicherungsinstrumente und schneller Entscheidungen bei guter Eigenkapitalbasis gut aufgestellt. Dadurch ist auch 2024 eine positive Unternehmensentwicklung möglich. Starke Preisänderungen an den Rohstoffmärkten können aufgrund von steigendem Marginbedarf an den Warenterminbörsen die Liquidität stark beanspruchen. Ebenso kann die Ertragslage durch schwankende Preise über die Auf- bzw. Abwertung von Positionen/Vorräten erheblich beeinflusst werden. Im Kalenderjahr 2024 sind im Bereich Bodenprobenahme und Zuckerrübentechnik Investitionen geplant.
Wölfersheim, den 9. April 2024 Wetterauer Agrar Service GmbH Georg Dierschke, Geschäftsführer Ulrich Wenderoth, Geschäftsführer [1] Deutsche Bank Research, Ausblick Deutschland, 13.12.2023, Monatsbericht des BMFJanuar 2024 [2] Barchart, Preischarts versch. Rohstoffe und USD/EUR [3] www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/Mineraloel/moel_amtliche_daten_2023_11.html [4] Preis Argus Biofuels Tagesschlußkurse [5] https://www.depv.de/pelletproduktion, https://depv.de/pelletpreis, https://depi.de/de/mediathek [6] Argus Biodieselpreise 2024 [7] Oil World Monthly, 26.02.24 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar - 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht des Geschäftsjahres 2023 sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft: Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 19. Februar 1993 gegründet.
Die Gesellschaft ist nach den Umschreibungen der Größenklassen des § 267 HGB eine "große Kapitalgesellschaft" im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wesentliche Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgenommen worden. AKTIVA A. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um die planmäßigen Abschreibungen gemindert. Als Nutzungsdauer wird bei Software ein Jahr zu Grunde gelegt. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis. Die ROPA Euro Maus Rübenreinigungs- und Lademaschinen, der ROPA Zuckerrübenroder sowie Material und Technik zur Zuckerrübenmietenpflege wurden nicht linear, sondern gemäß ihrer im Geschäftsjahr erbrachten Leistung abgeschrieben. Es handelt sich dabei um Maschinen, die nicht ganzjährig eingesetzt werden, sondern nur in der jeweiligen Saison mit unterschiedlicher Auslastung zum Einsatz kommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 250,00 wurden im Jahre des Zugangs als Aufwand behandelt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Beteiligungen und Ausleihungen werden zu Nennwerten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. B. Umlaufvermögen Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Die Fremdwährungsguthaben wurden gemäß § 265a HGB mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum 29. Dezember 2023 mit 1,1050 USD/EUR umgerechnet. PASSIVA B. Rückstellungen Die Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Erläuterungen zur Bilanz Angaben zur Aktivseite A. Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung sind in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023
B II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.395 (Vorjahr: TEUR 11.953) wurden in Höhe von TEUR 42 Wertberichtigungen vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.850 (Vorjahr: TEUR 4.955) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 821. Sowohl die Forderungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheitsleistungen von TEUR 28 bestehen auf unbestimmte Dauer. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter Maschinenring Wetterau und Umgebung e.V. in Höhe von TEUR 24 enthalten. Angaben zur Passivseite B. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.007 (Vorjahr: TEUR 1.389) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme (TEUR 311) sowie Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 123) und Rückstellung für Poolkontrakte Getreide (TEUR 364).
Verbindlichkeitenspiegel
Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Zur Absicherung von Ein- und Verkäufen im Bereich Biodiesel-, Getreide- und Ölsaatenhandel werden über FC-Stone, Saxobank und Interactive Brokers Warentermingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 hatten die nicht realisierten Positionen einen Wert von TEUR 148. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um EUR 158,58 Mio. auf EUR 125,77 Mio. deutlich gesunken. Von diesem Umsatz sind EUR 115,89 Mio. (EUR -132,18 Mio.) im Inland und EUR 9,87 Mio. (EUR - 26,41 Mio.) im Ausland erzielt worden. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.389 (Vorjahr TEUR 5.272) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.685 (Vorjahr TEUR 4.200) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen vollständig die gewöhnliche Geschäftstätigkeit. IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Mieten für Büroräume und PV-Anlage mit insgesamt TEUR 58 für die Restlaufzeit der Mietverträge. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter:
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 12. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Zum Geschäftsführer waren während des gesamten Geschäftsjahres Herr Dipl.-Ing. agr. Georg Dierschke sowie Herr Dipl.-Ing. agr. Ulrich Wenderoth bestellt. Unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB wurden die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterlassen. Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen in Höhe von mindestens 20 Prozent Die Gesellschaft ist an der Kompostierung Wetterau GmbH in Wölfersheim mit EUR 6.500,00 am Stammkapital von insgesamt EUR 26.000,00 beteiligt. Der Jahresüberschuss des Kalenderjahres 2022 hat TEUR 6 betragen. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss des Kalenderjahres 2023 in Höhe von EUR 2.030.371,70 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Wölfersheim, den 10. April 2024 Wetterauer Agrar Service GmbH Georg Dierschke, Geschäftsführer Ulrich Wenderoth, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgteam 16. April 2024. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wetterauer Agrar Service GmbH, Wölfersheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wetterauer Agrar Service GmbH, Wölfersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wetterauer Agrar Service GmbH, Wölfersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sin die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 10. April 2024 RGT
TREUHAND
Jürgen Lohr, Wirtschaftsprüfer Manuel Wissel, Wirtschaftsprüfer |
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