Blue Apple Abwicklungs GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Lutz Bräutigam seit 8.9.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alpina Partners (ScotGP) LP | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ubc gmbhMurrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015der ubc gmbh, MurrI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Das Geschäftsjahr wurde im Jahr 2014 vom 1.7. eines Jahres bis zum 30.6 des Folgejahres auf das Kalenderjahr umgestellt. Daher ist das Geschäftsjahr 2014 ein Rumpfgeschäftsjahr (vom 1.7. 2014 bis 31.12.2014) und nur eingeschränkt mit dem Berichtsjahr vergleichbar. Im Hinblick auf eine klarere Darstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen vorgenommen. Der Ausweis von Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungen in Höhe von TEUR 171 erfolgte im Vorjahr innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Ausweis wurde angepasst und erfolgt künftig unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Der Ausweis der im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Kosten für Fremdarbeiter in Höhe von TEUR 688 erfolgt im Berichtsjahr innerhalb der Aufwendungen für bezogene Leistungen. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto zwischen EUR 150,00 und EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. 3. Vorräte Die Vorräte werden im Berichtsjahr zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt werden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Im Vorjahr erfolgte die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse anhand einer retrograden Ermittlung mit einem Abschlag von 5 % vom voraussichtlichen Verkaufspreis. Aufgrund der Umstellung der Bewertungsmethode ergab sich im Berichtsjahr ein Effekt in Höhe von TEUR -469. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. 5. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 7. Rückstellung für Pensionen Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafeln 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. 8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. 9. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht bilanziert. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 11. Fremdwährungsumrechnung Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der auf der folgenden Seite dargestellt ist.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind am Abschlussstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr: TEUR 785) enthalten. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Die Lieferantenverbindlichkeiten sind in der Regel durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten versehen. 5. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 500. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft gegenüber Kreditinstituten wird als gering eingeschätzt. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:
IV. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 142 Mitarbeiter, davon 24 Angestellte und 118 gewerbliche Mitarbeiter. 2. Gesellschaftsorgane Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt: Herr Ulf Bräutigam, technischer Geschäftsführer Herr Yves Bräutigam, technischer Geschäftsführer (vom 01.01.2015 bis 12.04.2015) Herr Michael Hanke, Diplom-Kaufmann (vom 13.04.2015 bis 14.09.2015) Herr Andreas Pahl, Diplom-Kaufmann (seit 15.09.2015) Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Jahr 2015 TEUR 483. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die von der Gesellschaft an die oben genannten Geschäftsführer ausgereichten Darlehen auf TEUR 1.051, welche mit 1,17 % verzinst wurden. 3. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.655.667,38 auf neue Rechnung vorzutragen.
Murr, den 2. Februar 2016 ubc gmbh - Geschäftsführung - Ulf Bräutigam Andreas Pahl Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015DER UBC GMBH, MURRI. Grundlagen des Unternehmens Die ubc gmbh ("ubc") ist ein Hersteller hochfester Compositebauteile für Struktur, Sicherheit, Aerodynamik und Antrieb und Zulieferer namhafter Unternehmen im Bereich Aerospace, Automotive und Rennsport. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft hat sich 2015 weiterhin gut entwickelt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,7% gestiegen. Die konjunkturelle Lage ist damit weiterhin stabil und auch die Beschäftigung nimmt weiter zu. Für die PKW Industrie, für die die Composite Industrie in erheblichem Maße tätig ist, ist die Entwicklung differenziert zu betrachten. Die Zulassungszahlen steigen tendenziell nur noch in den ehemaligen Schwellenländern wie China und Indien; die Zulassungszahlen in den Stammländern wie USA, Japan und Europa ist eher rückläufig und weit von den früheren Höchstzahlen entfernt. Seit dem Höchststand von 5,7 Mio. Neuzulassungen 2005 ist der japanische Markt im Trend bis heute auf rund 4,6 Mio. geschrumpft. In den USA wird der Höchststand von 17,8 Mio. Neuzulassungen aus dem Jahr 2000 nicht mehr erreicht werden - und das trotz der bisher anhaltenden Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. In Westeuropa hat sich der Markt 2015 nach dem tiefen Fall in den Vorjahren auf ca. 13 Mio. Zulassungen erholt, wird aber immer noch weit hinter früheren Normalzeiten von rund 15 Mio. zurückbleiben. In Deutschland ist der Automobilmarkt seit dem Jahr 2000 nicht mehr gewachsen, die Pkw-Neuzulassungen stagnieren bei etwa 3,0 Mio. jährlich. Der Höchststand von 3,5 Mio. (2006) wurde bis heute nicht mehr annähernd erreicht (sieht man vom Einmaleffekt der Abwrackprämie 2009 ab). Allerdings ist der Compositemarkt nicht von den Massenprodukten der Kfz.- Industrie abhängig, sondern wird nur in gewissen Nischen der PKW Industrie wie Motorsport, Kleinserien, Spezialfahrzeuge und Leichtbauweise eingesetzt. In diesen Nischen gehen wir weiterhin von einem moderaten Wachstum des Marktes aus. Weitere Möglichkeiten bieten sich insbesondere in der Luftfahrt, speziell bei unbemannten Flugkörpern. In diesem Geschäftsfeld ist mit deutlichen Steigerungen zu rechnen. Der globale Bedarf an Carbonfasern ("CFK") hat sich von 26.500 to. in 2009 auf 60.000 to. in 2014 erhöht. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rd. 18% p.a. Die 10 führenden Hersteller produzieren rd. 91% dieser Fasern. Der Anteil der Luft- und Raumfahrt an CFK beträgt rd. 30%, der Fahrzeuganteil an CFK hat sich auf über 11% verdoppelt. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Kalenderjahr 2014 (unter Berücksichtigung der vollen Periode vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014) beinahe verdoppelt werden (von 13,4 Mio. € auf 24,8 Mio. €). Möglich war dies durch die Fertigung von Komponenten einer Kleinserie eines namhaften deutschen Automobilherstellers. Die Fertigung wurde im Sommer 2015 in einer neu angemieteten Produktionshalle in Freiberg, in der Nähe von Murr, aufgenommen. Bereinigt um Sondereffekte in Höhe von ca. 2,3 Mio. € im Zusammenhang mit dem Anlauf der Serienfertigung, Kosten aufgrund einer Kapitalerhöhung, Personalanpassungen und Umstellungen in der Bestandsbewertung sowie unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (-0,5 Mio. €) und Ertragsteuern (TEUR 38) konnte ein positives betriebswirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 1,1 Mio. € erzielt werden. Der Jahresüberschuss ist aufgrund dieser Effekte im Berichtsjahr negativ (- 1,66 Mio. €). Aufgrund von Schwierigkeiten mit dem Lackierer in der Serienfertigung sind erhebliche Mehrkosten in Höhe von ca. T€ 500 entstanden, die ggf. zu Rückerstattungen führen werden, welche einen positiven Ergebniseffekt auf zukünftige Jahresergebnisse bewirken können. In 2016 wird versucht, eine Einigung mit dem Lieferanten zu erzielen. Im August erfolgte eine Kapitalerhöhung, infolgedessen erhöhte der bisherige Minderheitsgesellschafter seine Anteile auf 90% des Stammkapitals. Aufgrund der erfolgten Kapitalerhöhung kann die Gesellschaft das operative Geschäft weitgehend aus eigenen Mitteln finanzieren. Eine zur Verfügung stehende Betriebsmittellinie wurde zum Bilanzstichtag nicht genutzt. Im Dezember 2015 wurde eine weitere Produktionsstätte in Murr in Betrieb genommen. Damit ist die Grundlage für weiteres Wachstum gegeben. Die Verdoppelung des Umsatzes führte zu einem entsprechenden Aufbau der Mitarbeiter. Die Anzahl der Leiharbeiter hat sich im Jahresverlauf nahezu verdoppelt (von 58 auf 99). Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter stieg von 130 auf 162. Mit der Erhöhung der Mitarbeiteranzahl wurde dem Umsatzwachstum Rechnung getragen und sichert gleichzeitig die nötige Flexibilität bei Umsatzschwankungen. Ein besonderes Augenmerk liegt im Bereich der Entwicklung. Hierbei wird nicht nur mit eigenen Mitarbeitern, sondern auch mit externen Spezialisten kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Produkte gearbeitet. Im April schied Herr Yves Bräutigam aus der Geschäftsführung aus. Im August 2015 schied der Geschäftsführer, Herr Michael Hanke, aus dem Unternehmen aus und wurde durch Herrn Andreas Pahl ersetzt. a. Ertragslage Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Rumpf-Geschäftsjahres 2014 (1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2014) mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2015 ist sehr eingeschränkt. Die Gesamtleistung in den 6 Monaten des Geschäftsjahres 2014 betrug 8,5 Mio. €, die des Geschäftsjahres 2015 25,1 Mio. € Der Rohertrag verringerte sich von 58,7% auf 41,7% der Gesamtleistung. Dies ist zum einen auf den höheren Materialanteil bei den Komponenten in der Serienfertigung zurück zu führen, ferner auch auf eine Umstellung der Bewertungsmethode (T€ 469) bei den Vorräten. Zum anderen sind deutliche Produktivitätssteigerungen in der Serienfertigung möglich, so dass für 2016 mit einem höheren Rohertrag zu rechnen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen in absoluten Werten mit 0,5 Mio. € über dem Vorjahr (auf 12-Monatsbasis: 3,6 Mio. € zu 3,1 Mio. €). Prozentual zum Umsatz reduzierte sich der Aufwand von ca. 23% auf 14,6%. Die Personalkosten (nur festangestellte Mitarbeiter) stiegen auf 8,1 Mio. €, da die Mitarbeiterstruktur dem erhöhten Umsatzvolumen angepasst wurde. Der Anteil der Leiharbeiter stieg von 9,8% auf 12,1% vom Umsatz, um den Serienanlauf zu gewährleisten. Im kommenden Jahr rechnen wir aufgrund von Produktivitätsfortschritten mit einem prozentualen Rückgang der Leiharbeiter. Durch die Sondereffekte in Höhe von 2,3 Mio. € wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,66 Mio. € erzielt. Wesentliche außerordentliche Belastungen resultieren aus Rückstellungen für ausgeschiedene Mitarbeiter, erhöhten Rechts- und Beratungskosten aufgrund der Kapitalerhöhung, Bewertungsänderungen bei den Halb- und Fertigfabrikaten sowie Anlaufkosten aufgrund der erstmaligen Serienfertigung in einem neuen Standort. Bereinigt um diese Sonderfaktoren erwirtschaftet die ubc operativ ein positives Ergebnis. b. Vermögens- und Finanzlage Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft wurde durch die Kapitalerhöhung wieder deutlich gestärkt und beträgt zum 31. Dezember 2015 4,1 Mio. € bzw. 33,6%. Mit der Kapitalerhöhung wurde dem Wachstum der Gesellschaft Rechnung getragen. Rückstellungen wurden im Wesentlichen aufgrund von Abfindungen (TEUR 286) und Rückzahlungen an die Bundesagentur für Arbeit gebildet (1,7 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Umsatzanstieges um TEUR 1.815 angestiegen. Gleiches gilt für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 1.740). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verpflichtungen in Höhe von 1,2 Mio. € aufgrund eines Mietkaufes im Zusammenhang mit Anlagegütern für den neuen Produktionsstandort in Murr. Entsprechend haben sich die Sachanlagen im Berichtszeitraum erhöht. Die Finanzlage ist in Folge der Kapitalerhöhung weniger angespannt als im Vorjahr. Anlaufkosten im Zuge der Eröffnung von zwei neuen Standorten sind überwiegend im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallen. Weitere wesentliche Investitionen sind in 2016 nicht zu erwarten. Der Vergleich zum Vorjahr ist nicht nur aufgrund des Rumpfwirtschaftsjahres im Vorjahr eingeschränkt. Vielmehr ist noch zu berücksichtigen, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr der Serienanlauf für einen Automobilhersteller im Premiumbereich erfolgte. Dies führte zu erhöhten Anlaufverlusten, Aufbau von Working Capital sowie insbesondere höheren Investitionen. Diese Effekte spiegeln sich in der Vermögens- und Finanzlage wieder. Der Auftragsbestand liegt weiterhin auf hohem Niveau und beträgt ca. 19,1 Mio. €. Unsere Beschäftigungslage und Auftragslage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Der cash flow (DVFA/SG) in Höhe TEUR -1.365 (Vj.: TEUR -2.349) blieb insbesondere aufgrund der Sondereffekte deutlich negativ. c. Forschung und Entwicklung Die ubc betreibt keine eigene Forschung. Die Herstellung und Produktion ist Auftragsbezogen, daher erfolgen Produktentwicklungen immer in enger Abstimmung mit dem Kunden. III. Nachtragsbericht Im Januar 2016 trat Herr Frank Wittchen als weiterer Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Bericht über die Chancen und Risiken des Unternehmens 1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Um die positive Entwicklung des Unternehmens, insbesondere das in 2015 vollzogene Umsatzwachstum nachhaltig abzusichern und das Unternehmen für die nächsten Wachstumsschritte vorzubereiten, ist sowohl die Mitarbeiteranzahl in der Produktion, als auch in der Verwaltung, insbesondere im Bereich Konstruktion, Qualität und Vertrieb erhöht worden. Zum 31. Dezember 2015 waren 162 festangestellte Mitarbeiter im Unternehmen tätig, die durch 99 Leiharbeiter unterstützt wurden. In 2016 gehen wir von einem moderaten Anstieg der festangestellten Mitarbeiter aus, wobei die Anzahl der Leiharbeiter reduziert wird. Neben dem Ausbau der Kleinserienfertigung stehen die Verbreiterung der Kundenbasis sowie der Ausbau im Bereich Aerospace für die nächsten Jahre im Vordergrund. 2. Risikobericht Allgemeiner Risikobericht Potenzielle Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sehen wir bei der aktuellen Konjunktur und Auftragslage nicht. Der Mangel an qualifiziertem Personal könnte die geplante Entwicklung unserer Gesellschaft beeinträchtigen, dieses Problem betrifft aber viele Unternehmen im deutschen Mittelstand. Ab Sommer 2016 wird die ubc selber Mitarbeiter ausbilden, um so dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Den hohen Qualitätsansprüchen, den Zulieferer im Automotive- und Aerospace-Bereich ausgesetzt sind, begegnen wir durch kontinuierliche Verbesserungen des personellen Know-How und einer engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Preissteigerungsrisiken werden durch frühzeitige Rohstoffbeschaffung soweit als möglich versucht aufzufangen. Zur Absicherung gegen mögliche Liquiditätsrisiken wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die finanzielle Lage vermittelt. Spezieller Risikobericht Potenzielle Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnten, sehen wir in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Mit drei Kunden erzielten wir 81% unseres Umsatzes und erhöhen mit der erheblichen Erweiterung unserer Infrastruktur und Produktionskapazität unsere Fixkosten. Andererseits ergeben sich daraus auch Chancen, den Umsatz zu steigern und damit das Ergebnis nachhaltig zu verbessern. Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr geprägt durch die Kapitalerhöhung und ermöglichte damit die Wachstumsfinanzierung. Eine bestehende Betriebsmittellinie wurde seit der Kapitalerhöhung bis Ende des Geschäftsjahres nicht genutzt und steht weiterhin zur Verfügung. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählt darüber hinaus weiterhin das Factoring der Forderungen, welches zukünftig vermehrt in Anspruch genommen werden soll. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle aufgrund wirtschaftlich schwacher Kunden sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. V. Prognosebericht Im kommenden Geschäftsjahr wird der Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau liegen. Aufgrund des Wegfalls der Sondereffekte aus dem Vorjahr sowie der Optimierung der Serienfertigung erwarten wir einen positiven Jahresüberschuss in Höhe zwischen 0,3 Mio. € und 0,5 Mio. €. Insgesamt beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Composite Branche bietet ein großes Wachstumspotenzial, welches wir durch die aufgebauten neuen Kapazitäten bedienen können. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Murr. In Freiberg und in Murr wurden Produktionsstätten angemietet, so dass die ubc jetzt an drei Standorten vertreten ist.
Murr, im Februar 2016 ubc gmbh Ulf Bräutigam, Geschäftsführer Andreas Pahl, Geschäftsführer Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ubc gmbh, Murr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Mit Ausnahme des im folgenden Absatz dargestellten Prüfungshemmnisses haben wir unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss-prüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Un-richtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung um-fasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt. Die im Vorjahr ausgewiesenen Vorräte in Höhe von TEUR 3.102 sind nicht hinreichend nachgewiesen, weil die Bewertung unzutreffend nach einer retrograden Be-wertungsmethode erfolgte und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinrei-chende Sicherheit über die Bewertung der Vorräte des Vorjahres und somit auch über die Richtigkeit des Materialaufwands im Geschäftsjahr gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit nicht frei von Fehlern ist. Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 4. Februar 2016 GKK PARTNERS Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hermann Krämer, Wirtschaftsprüfer Stephan Raitl, Wirtschaftsprüfer |
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