Doraplan GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Freymuth seit 1.4.2019 | Liquidator |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DERICHS GmbH VerfahrenstechnikÜbach-PalenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegründet 1818 bietet die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik heute intelligente, maßgefertigte Lösungen für die Schüttgutverarbeitung. Der Schwerpunkt liegt in der Lebensmittelindustrie. Chemie-, Kunststoff- und Pharmaindustrie werden mit vergleichbaren Techniken beliefert. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Lieferung eigener Komponenten zum Dosieren, Fördern, Lagern, Mahlen, Mischen oder Trennen bis hin zum Turnkey-Anlagenbau. Die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik gehört zu den bedeutenden Unternehmen im Bereich Verfahrenstechnik. In der Lebensmittelindustrie, hier vor allem in der Milchwirtschaft, zählen wir zu den marktführenden Unternehmen. Wir zählen zu den wenigen eigenständigen Herstellern, die komplexe Anlagen, von der Idee über die Planung und Fertigung, bis zur Montage und Inbetriebnahme, aus einer Hand anbieten. Eine große Fertigungstiefe und schlanke Strukturen ermöglichen eine starke Kundenorientierung, Flexibilität und Schnelligkeit. Wir verstehen uns als kundenorientiertes Unternehmen. Das beinhaltet die Pflege langfristig angelegter Kundenbeziehungen. Durch den offenen, persönlichen Kontakt zu unseren Kunden, eine hohe Auffassungsgabe und Leistungsfähigkeit, können wir die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden schnell erkennen und zufrieden stellen. Das betrifft besonders Kundenanforderungen hinsichtlich Produktgestaltung und -qualität, Termintreue, Preisgestaltung und Flexibilität. Es ergaben sich keine wesentlichen Änderungen des Geschäftsmodells zum Vorjahr. 1.2. Entwicklung Um den Bedürfnissen eines sich ständig weiterentwickelnden Marktes Rechnung zu tragen, wurde sowohl in personeller, als auch in räumlicher Hinsicht ständig investiert. Die Aufstockung und stetige Modernisierung des Verwaltungsgebäudes schuf Platz für zusätzliche Arbeitsplätze im Bereich Vertrieb und Projektierung. Hier wurden neue Strukturen geschaffen die eine bessere Abgrenzung zwischen Akquise und Auftragsabwicklung ermöglichen. Der Vertrieb kann sich hierdurch auf seine Kernaufgaben konzentrieren, ohne die laufenden Projekte aus den Augen zu verlieren. Zur personellen Entwicklung ist zu erwähnen, dass die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik Ende 2019 neun Auszubildende beschäftigte. Dieser hohe Anteil von Auszubildenden spiegelt die Strategie der Firma wieder, die benötigten Fachkräfte selber auszubilden, um den gegenwärtigen Trend des Fachkräftemangels entgegenzuwirken. Als qualitätsorientiertes Unternehmen haben wir uns den Herausforderungen des Marktes gestellt. Hohe Qualitätsstandards für Produkte und Dienstleistungen sind Mittelpunkt unserer Geschäftspolitik. Verschiedene Zertifizierungen im Bereich Schweißtechnik, ATEX, EHEDG (European Hygienic Engineering & Design Group) und Qualitätsmanagement bestätigen die Selbstverständlichkeit zu qualitätsorientiertem Arbeiten und motivierter, gut ausgebildeter Fachleute des Handwerks im steten Fairplay mit Fortschritt und Technik. Stammdatenpflege und Entwicklung neuer Komponenten wird durch unsere Entwicklungsabteilung vorangetrieben. Zusätzlich erfolgt im Rahmen unserer Auftragsarbeit durch das begleitende Engineering eine ständige Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Komponenten und Anwendungsverfahren. Auch der Digitalisierung wird durch den weiteren Ausbau eines zeitgemäßen Dokumenten-Management-System Rechnung getragen. Diese Software wird stetig an unsere Bedürfnisse angepasst und hilft, die betrieblichen Abläufe weiter zu optimieren und sorgt für Transparenz. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die allgemeine gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland und im westlichen Europa war auch im Geschäftsjahr 2019 überwiegend durch ein gesundes Wachstum geprägt. Die deutsche Wirtschaft ist im Geschäftsjahr 2019 das 10. Jahr in Folge gewachsen. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings spürbar verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2019 preisbereinigt zwar um 0,6 % zu, blieb aber deutlich hinter dem Wachstum der letzten fünf vorangegangenen Jahre. Dem deutschen Maschinen- und Anlagenanbau gelang es 2019 nicht, an die beiden vorangegangenen Wachstumsjahre anzuknüpfen. Der Umsatz der Maschinen- und Anlagenbaubranche sank im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent. Auch die Zahl der Beschäftigten in Unternehmen der Branche mit mehr als 50 Mitarbeitern ist ebenfalls zum Vorjahres Wert leicht gesunken. Im Dezember lag dieser bei 1.065.000 Personen im Dezember 2019 bei 1063.000 Personen. Während die Maschinenbaubranche im Jahr 2019 einen Umsatzrückgang verzeichnete, bekamen wir diese konjunkturellen Auswirkungen nur bedingt zu spüren. Einen robusten Auftragseingang in 2019 führen wir auch auf unsere starke Ausrichtung hin zur Nahrungsmittelindustrie zurück, die gemeinhin von konjunkturellen Schwankungen nicht so stark betroffen ist, wie die Konsumgüterindustrie im Non-Food-Bereich. Die Nahrungsmittelindustrie konnte im Geschäftsjahr 2019 überdurchschnittlich wachsen und steigerte den Umsatz um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2019 konnte die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik erfolgreich abschließen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr steigern können und mit dem Geschäftsjahr 2019 konnten wir ein weiteres Mal ein positives Ergebnis verbuchen. Auch die Umsatzrendite liegt im Jahr 2019 im positiven Bereich. Die Kostenstrukturen im Unternehmen sind weitestgehend unverändert geblieben. Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, konnte erfreulicherweise verbessert werden und ist um 3,2 % gesunken. 3. Lage des Unternehmens Die wirtschaftlichen Gegebenheiten und insbesondere die Betrachtung der Lage des Unternehmens stehen in großer Abhängigkeit zu unserem sehr komplexen Projektgeschäft im Anlagenbau und werden durch dieses in vielerlei Hinsicht beeinflusst. 3.1. Ertragslage Die Ertragslage unseres Unternehmens hat sich in den letzten Jahren ständig positiv weiterentwickelt. Im Jahr 2019 haben wir neben der abschließenden Bearbeitung der Vorjahresprojekte neue große und mittelgroße Projekte begonnen und einen stabilen und guten Auftragseingang erzielen können. Durch die weitere Bearbeitung und Annahme verschiedener Projekte konnten wir unsere Auslastung über das Jahr hinweg auf einem sehr hohen Niveau halten und haben die Akquise neuer Aufträge stetig vorangetrieben. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr eine zum Vorjahr gesteigerte Gesamtleistung und weist für das Geschäftsjahr 2019 ein Rohergebnis von 5.345 TEUR aus. Die Bearbeitung mehrerer Großprojekte und die Tatsache, dass zum Abschluss des Geschäftsjahres noch nicht alle Projekte abgeschlossen waren, verändert entsprechend positiv die Bestandveränderungen. Im Folgejahr werden alle Großprojekte des Berichtsjahres spätestens im dritten Quartal abgeschlossen sein, sodass eine wesentliche Steigerung des Ergebnisses erwartet wird und gesichert ist. Die Materialaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2019 entsprechend der hohen Auslastung und Bearbeitung vieler Projekte gestiegen. Aufgrund tariflicher Lohnerhöhungen sind auch die Personalkosten im Geschäftsjahr leicht gestiegen (+ 2,2 %). Für 2019 weist das Unternehmen einen Jahresüberschuss in Höhe von 58 T€ aus. 3.2. Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist sehr stabil und mit der aktuellen Struktur gut aufgestellt. Aufgrund der beständigen und risikoaversen Unternehmensphilosophie konnte eine moderate Weiterentwicklung des Unternehmens ohne externe Finanzierung auch im Geschäftsjahr 2019 fortgeführt werden. Auch größere Projekte und Aufträge konnten nach wie vor ohne Inanspruchnahme dieser Mittel bearbeitet werden. Die Veränderung der Bilanzsumme (Erhöhung um 4.063 TEUR) resultiert auf der Aktivseite hauptsächlich aus der Erhöhung der Vorräte (+2.765 TEUR). Auf der Passivseite lässt sich die Veränderung der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Erhöhung der Anzahlungen auf Bestellungen (+4.064 TEUR) erklären. Die Entwicklung unserer Vorräte hängt maßgeblich von längerfristigen Projektlaufzeiten, des Fertigstellungsgrades der Anlagen und Projekte und dem Zeitpunkt der Abnahme durch unsere Kunden ab. Im Geschäftsjahr 2019 sind die Vorräte durch Bestandserhöhung und geleistete Anzahlungen um 2.765 TEUR gestiegen. Diese Veränderung ist hauptsächlich aus den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen der noch nicht fertiggestellten Projekte zu erklären. Das Anlagevermögen wird durch das Eigenkapital des Unternehmens gedeckt. Beim Umlaufvermögen können die kurzfristigen Forderungen und das Barvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag abdecken. Die Eigenkapitalquote liegt im Geschäftsjahr unter Vorjahresniveau bei 27,6 % und wird maßgeblich durch die deutliche Erhöhung der Verbindlichkeiten in Form von Anzahlungen auf Bestellungen beeinflusst. Durch eine umsatzwirksame Realisierung der laufenden Großprojekte wird im Folgejahr wieder eine deutliche Steigerung der Eigenkapitalquote erwartet. 3.3. Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Lieferanten-Verbindlichkeiten möglichst unter Ausnutzung von Skonto-Abzug zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Kreditlinien werden nur in Form von Avalen in Anspruch genommen. Projekte werden mit Kundenanzahlungen und aus liquiden Mitteln finanziert. Forderungsverluste gab es keine. Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Anzahlungen, die über den Leistungsstand hinausgingen, da sich der geplante Fertigungsgrad zum Bilanzstichtag verschoben hatte. Lang- und Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die sehr gute Ausstattung an liquiden Mitteln hat sich auch im Berichtsjahr fortsetzen können. Die Liquiditäts- und Wirtschaftslage des Unternehmens kann insgesamt als gut und stabil bezeichnet werden. Das Unternehmen hält zum Bilanzstichtag ein Barvermögen von 7.342 TEUR. 4. Chancen, Risiken und Prognosen 4.1. Chancenbericht Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2020 konnte der geplante Auftragseingang verzeichnet werden. Für den Rest des Jahres 2020 rechnen wir mit einer stabilen Auftrags- und Ertragslage. Alle Bereiche sind derzeit gut ausgelastet. Zusätzlich wird im Geschäftsjahr 2020 ein hoher Anteil bereits laufender Projekte abgewickelt. Diese werden die Lage des Unternehmens deutlich positiv beeinflussen und bieten dem Unternehmen weitreichende Chancen im Ausbau unserer Geschäftsfelder, Weiterentwicklung unserer Komponenten und Verfahren und Investitionen in Personal- und Anlagevermögen. Neben den bestehenden Vertriebsaktivitäten und Kundenkontakten beabsichtigen wir, im Bereich After-Sales-Service neue Strukturen aufzubauen. Das Ziel ist hier eine noch stärkere Kundenbindung durch das Angebot von individuellen Wartungsverträgen. 4.2. Risikobericht 4.2.1. Gesamtwirtschaftliche- und branchenspezifische Risiken Von den Auswirkungen der bis zum heutigen Tage noch nicht überwundenen Corona-Krise sind wir bislang weitestgehend verschont geblieben. Wir erleben jedoch im Bereich der Akquise Einschränkungen bei Kundenkontakten. Neue Projekte werden derzeit zurückgestellt und alle Fachmessen abgesagt. Lediglich im Lebensmittelbereich ist noch eine einigermaßen normale Entwicklung zu beobachten. Weitere politische und finanzpolitische Ereignisse können ebenfalls zu einer Abschwächung der Konjunktur führen und das Investitionsverhalten unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten nachhaltig beeinflussen. Zusätzlich muss das Unternehmen mit anhaltenden Schwankungen und Veränderungen der Güterwirtschaft, Veränderungen der Rohstoff- und Energiepreise und mögliche Insolvenzen von Zulieferern und Kunden rechnen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Letzteres wird durch die Coronakrise verstärkt. Hier haben wir haben bisher nur vereinzelt Auswirkungen wahrgenommen. 4.2.2. Ertrags- und finanzwirtschaftliche Risiken Die Wettbewerbssituation im Anlagenbau für Schüttgüter ist aufgrund einer Vielzahl von Konkurrenzunternehmen stets vorhanden. In diesem Umfeld können jederzeit produkt- und preispolitische Risiken auftreten, die z. B. durch Innovationsvorsprünge oder eventuelle Kostenvorteilen einzelner Wettbewerber am Markt deutlich werden. Diesen Risiken können wir mit unserem qualitätsorientierten und auf langfristige Kundenbeziehungen ausgerichteten Geschäftsmodell begegnen und möchten zukünftig unsere Marktanteile weiter ausbauen. Aus Sicht der Beschaffungsseite bedienen wir uns einer Vielzahl unterschiedlicher Lieferanten und sind bestrebt keine Abhängigkeiten zu einzelnen Lieferanten aufzubauen. Eine regelmäßige Lieferantenbeurteilung sichert unsere hohen Qualitätsansprüche. Dennoch können bei einem kurzfristigen Ausfall von Lieferanten Verzögerungen in der Lieferkette auftreten. Verbindlichkeiten werden innerhalb gesetzlicher oder vereinbarter Zahlungskonditionen und -ziele erfüllt. Kontokorrentkreditlinien wurden und werden nicht in Anspruch genommen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken. Beim Finanzmanagement verfolgen wir eine konservative Geschäftspolitik. Aufgrund unserer Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation, unserer guten Zusammenarbeit mit unserer Hausbank sowie bestehender Möglichkeiten von alternativen Finanzierungen, die zurzeit nicht genutzt werden, sind wir der festen Überzeugung, gravierenden Liquiditätsrisiken jederzeit begegnen zu können. Fremdwährungsrisiken, die die Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, bestehen derzeit nicht. Die dauerhafte Verfügbarkeit von qualifizierten Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern sichert die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik durch Investitionen in Aus- und Weiterbildung. Vor dem Hintergrund unserer aktuellen Leistungsfähigkeit und der gegebenen Marktdaten sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht abzusehen. 4.3. Prognosebericht Die wirtschaftliche Entwicklung für 2020 ist als positiv zu bezeichnen. Das erste Quartal konnte mit einem über den Planzahlen liegenden Auftragseingang aufwarten. Eine hohe Kapazitätsauslastung ist für das Geschäftsjahr 2020 gesichert. Auf Basis unserer permanenten Liquiditätsplanung werden wir alle Verpflichtungen erfüllen können. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir mit einem deutlich besseren Ergebnis, da hier Großprojekte abgeschlossen und erfolgswirksam werden. Auch die Mittelfristprognose ist als vorsichtig positiv zu bezeichnen. Es liegen bereits Aufträge mit Abschlussdatum 2022 vor. Dennoch muss das Unternehmen den entsprechenden Markterfordernissen, insbesondere die Auswirkungen der Coronakrise, Rechnung tragen und im neuen Geschäftsjahr entsprechende Maßnahmen forcieren, um mögliche negative Auswirkungen abzuschwächen. Insgesamt wird die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik ihre bisherigen Strategien weiter fortführen und plant keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik. Vorrangiges Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, weitere Standardisierungen des Produktportfolios und weitere Prozessoptimierungen um die Effektivität des Unternehmens zu steigern und langfristig zu sichern.
Übach-Palenberg, im Juli 2020 Gez. Dipl.-Ing. Hanno Derichs, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Angaben zu Firma, Sitz, Registergericht Die Firma DERICHS GmbH Verfahrenstechnik hat ihren Sitz in Übach-Palenberg. Der Eintrag in das bei dem Amtsgericht Aachen geführte Handelsregister ist unter der Nummer HRB 9519 erfolgt. B. Erläuterungen zur Gliederung und zur Form der Darstellung Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung werden nach den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt, wie im Vorjahr, das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Erläuterungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr.1 HGB) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der steuerlich zugelassenen Zeiträume sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Entwicklung des Anlagevermögens, aufgeschlüsselt nach Anlageposition, ist aus dem folgenden Anlagenspiegel ersichtlich.
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, geleistete Anzahlungen sowie unfertige Arbeiten, welche grundsätzlich mit den aus der Kostenrechnung einzeln hergeleiteten Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines aktivierungsfähigen Gemeinkostenzuschlags ermittelt werden. Ist der beizulegende Wert einer Arbeit zum Bilanzstichtag niedriger, so wird dieser angesetzt. D. Erläuterung der Bilanzposten Die erhaltenen Anzahlungen werden offen - soweit den Unfertigen Erzeugnissen und teilfertigen Arbeiten bereits zuordenbar - von den Vorräten abgesetzt, um eine aussagefähigere Vermögenslage des Unternehmens darzustellen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert aktiviert. Das allgemeine Ausfallrisiko wird wie in den Vorjahren durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Restlaufzeiten der Forderungen sind dem Forderungsspiegel zu entnehmen.
Bei den Rückstellungen werden alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken erfasst. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Pensionsverpflichtungen sind unter Berücksichtigung eines Durchschnittszinssatzes von 2,75 % nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) sowie zukünftiger Renten- und Gehaltssteigerungen u.a. zu ermitteln. Bei der Bewertung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) mit einem periodenspezifischen Zinssatz angesetzt. Bei der Bewertung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck und ein Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung angesetzt. Zukünftige Einkommenssteigerungen und zukünftige Rentenerhöhungen sowie eine Fluktuationsrate waren nicht zu berücksichtigen. Die Vereinfachung gemäß § 253 Abs.2 HGB wurde in Anspruch genommen und entsprechend ein durchschnittlicher Marktzinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 56. Nach § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe dieses Unterschiedsbetrages (EUR 55.944,00). Es wurden Aktivwerte in Höhe von TEUR 128 aus einer Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen der Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen i.H.v. TEUR 11 mit dem Ertrag aus Erhöhung des Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung i.H.v. TEUR 7 und dem Aufwand aus den Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung i.H.v. TEUR 7 verrechnet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen EUR 11.109.640,87 und sind sämtlich unbesichert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Einzelheiten hinsichtlich Restlaufzeiten und Sicherheiten enthält der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel. Der Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
E. Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Angabe der Aufwendungen aus Währungsumrechnung (§ 277 Abs. 5 S. 2) Im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 0,5 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 2. Angabe der Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (§ 277 Abs. 5 S. 1 HGB) Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung sind im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" i.H.v. TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. F. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug in 2019:
Zudem beschäftigte die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 8 Auszubildende. 2. Geschäftsführungsorgane (§ 285 Nr. 10 HGB) Im Geschäftsjahr 2019 war zum Geschäftsführer bestellt: Herr Dipl.-Ing. Johannes Josef -Hanno- Derichs, Ingenieur, Übach-Palenberg. 3. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Der Gewinn des Geschäftsjahres 2019 wird thesauriert. sonstige Berichtsbestandteile
Übach-Palenberg, 10.07.2020 Gez. Dipl.-Ing. Hanno Derichs, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.08.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgend im Wortlaut wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DERICHS GmbH Verfahrenstechnik Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DERICHS GmbH Verfahrenstechnik - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DERICHS GmbH Verfahrenstechnik für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aachen, 07. August 2020 OPM
GmbH
Heike May, Wirtschaftsprüferin |
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