Beteiligungsgesellschaften
Organon Healthcare GmbH
Pestalozzistraße 31, 80469 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kristof Meir seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Anne Bitzer seit 14.8.2025 | Geschäftsführer |
Patricia Perez Jimenez seit 6.8.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Schühly seit 6.8.2025 | Prokura |
Sonja Graßl seit 4.3.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
OBS Holdings B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Organon Healthcare GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell Die Organon Healthcare GmbH hat ihren Sitz per 1. Februar 2024 in die Pestalozzistr. 31, 80469 München verlegt. Sie wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 256289 geführt. Die Organon Healthcare GmbH ist Teil des weltweit operierenden Pharmakonzerns "Organon & Co." mit dem Sitz in Jersey City, N.J./USD, der seit Juni 2021 von Kevin Ali als Chief Executive Officer (CEO) geführt wird. Im Organon-Konzernverbund übernimmt die Organon Healthcare GmbH die Funktion eines Distributors für Deutschland für die Geschäftsbereiche "Women's Health", "Established Brands" und "Biosimilars", der nach dem Prinzip eines Low Risk Distributors mit einer garantierten Jahreszielmarge operiert. 1.2 Steuerungssystem Der Planungs- und Controllingprozess sowie das konzernweite Regelwerk im Organon-Konzernverbund stellen zentrale Bestandteile des Steuerungsmanagementsystems der Organon Healthcare GmbH dar. Das Steuerungsmanagementsystem der Organon Healthcare GmbH trägt dazu bei, Ziele strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. IT-gestützte Analysen ermöglichen die Identifikation und Bewertung von Abweichungen gegenüber erwarteten Entwicklungen. Es soll die Geschäftsführung in die Lage versetzen, Entscheidungen verantwortungsvoll umzusetzen und Chancen gezielt zu nutzen. Die zentralen Steuerungselemente der Geschäftsführung sind die Umsatzentwicklung aus Warenverkäufen als finanzieller Leistungsindikator und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl als nichtfinanzieller Leistungsindikator. Deshalb nimmt die Gesellschaft im Wirtschaftsbericht, im Risiko- und Chancenbericht und im Prognosebericht auf diese Steuerungskennzahlen Bezug. Umsatzerlöse Die Organon Healthcare GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus Warenverkäufen und konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von EUR 81,9 Mio. (Vorjahr EUR 91,1 Mio.), somit lagen die Umsatzerlöse mit EUR 9,2 Mio. bzw. 10,1 % unter Vorjahresniveau. Die Umsätze aus dem Verkauf von pharmazeutischen Produkten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,7 % zurückgegangen. Damit wurde die Vorjahresprognose eines Rückgangs der Umsätze aus dem Verkauf von pharmazeutischen Produkten im unteren zweistelligen Prozentbereich getroffen. Mitarbeiterzahl Die Zahl der Beschäftigten belief sich auf 95 (Vorjahr: 88 Mitarbeiter) zum 31. Dezember 2023. Damit konnte die Vorjahresprognose eines leichten Rückgangs übertroffen werden. 1.3 Forschung, Entwicklung und Umwelt Die Produktforschungs- und Entwicklungsarbeiten werden von Organon Research & Development (ORD), einer organisatorischen Einheit des Organon-Konzerns, durchgeführt. Arbeiten im Zusammenhang mit Zulassungen und Sicherheitsprüfungen für Arzneimittel im Inland werden von Organon Healthcare GmbH durchgeführt und an die Organon International GmbH (Luzern, Schweiz) berechnet. Im Geschäftsjahr sind weiterberechnete Aufwendungen in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.) angefallen. Durch die Weiterbelastung der Forschungsaufwendungen resultiert für die Organon Gesellschaft ein Mark Up in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Am Ende des Berichtsjahres beschäftigt die Gesellschaft 22 Mitarbeiter im F&E Bereich (Vorjahr 19). Um den Vorschriften der Verpackungsverordnung gerecht zu werden, nimmt die Organon Healthcare GmbH am Rücknahmesystem für Verkaufsverpackungen der Reclay Systems GmbH, Herborn, teil und hat die Reclay Systems GmbH mit der Rücknahme und Verwertung von Verkaufsverpackungen beauftragt. Weiterhin verpflichtet sich die Organon Healthcare GmbH in ihren Unternehmens-Richtlinien zu einem umweltbewussten Verhalten. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Entwicklung Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 mit 3,9 % gewachsen. Die konjunkturelle Entwicklung war und ist durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. 1 Entwicklung Europa Die Europäische Kommission rechnet für die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie für die 20 Staaten der Eurozone einen Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,6 %. Deutschland ist das einzige Land unter den vier größten EU-Mitgliedstaaten mit einem Abschwung der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023. Für Spanien (+2,4 %), Frankreich (+1,0 %) und Italien (+0,7 %) erwartet die Europäische Kommission deutliche Zuwächse gegenüber dem Jahr 2022. Die Europäische Kommission prognostiziert unter anderem für Österreich (-0,5 %), Schweden (-0,5 %) und Ungarn (-0,7 %) ebenfalls einen Rückgang des BIP. 2 Entwicklung Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in 2023 um 0,3 % gesunken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Steigende Zinsen erschwerten die Finanzierungsbedingungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland wirkten ebenfalls konjunkturhemmend. 3 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung Pharmamarkt Deutschland Die Entwicklung des Klinik- und Apothekenmarktes in 2023 zeigte bei leichtem Absatzrückgang eine Umsatzwachstumsrate im mittleren einstelligen Bereich. Der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) stieg um 5,7 % im Kalenderjahr 2023. Der Absatz ging um 2,0 % zurück. Die Umsatzentwicklung im Kliniksegment erwies sich in 2023 als nahezu doppelt so hoch wie im Apothekenbereich. Die Entwicklung des Umsatzes im Apothekenmarkt im Jahr 2023 zeigte eine Zuwachsrate von 1,9 %. Der Rückgang nach der Verbrauchsmenge in Zähleinheiten (ZE) betrug fast -4,0 %, was 1,7 Mrd. abgegebener Packungen entspricht. 4 2.3 Gesundheitspolitik Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. 5 Zusätzlich gab es Unsicherheiten bezüglich wichtiger wirtschaftspolitischer Reformen im Hinblick auf den derzeitig engen Bundeshaushalt und erneute Haushaltsverhandlungen für 2025. 6 Jedoch sank die Inflationsrate im Februar 2024 auf 2,5 %, dem niedrigsten Wert seit Juni 2021, und wird Prognosen der IFO zufolge weiter zurückgehen. 7 In seiner Herbstprognose kommt der VFA zu dem Schluss, dass 2023 die Wirtschaftsleistung um 0,7 % sinken wird, bevor das Bruttoinlandsprodukt 2024 voraussichtlich, um 1,2 % zulegt. 8 Aktuellere Zahlen der IFO schätzen einen Anstieg im preisbereinigten BIP von 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung soll um 1,5 % zulegen. 9 Die Produktion in der Pharmaindustrie wird im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich um 1,4 % sinken. Für das kommende Jahr prognostiziert der Verband ein Produktionsplus von rund 2,0 %. 10 Der VFA rechnet im Jahr 2024 außerdem mit 40 Neuzulassungen in EU-Ländern, von denen wegen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes noch nicht klar ist, ob sie in Deutschland eingeführt werden. 11 Mit dem Entfallen des ergänzenden Bundeszuschusses zur GKV von 14,0 Milliarden Euro wurde das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2023 auf 17,0 Milliarden Euro geschätzt. 12 Um diese Lücke zu schließen, hatte der Gesetzgeber, mit dem im November 2022 beschlossenen GKV Finanzstabilisierungsgesetz Maßnahmen ergriffen, mit denen die Belastungen auf verschiedene Schultern verteilt werden. 13 , 14 Neben dem Abschmelzen der Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung und einem ergänzenden Bundeszuschuss wurden darüber hinaus Effizienzreserven insbesondere im Arzneimittelbereich, aber auch bei anderen Leistungserbringern gehoben, die die gesetzliche Krankenversicherung jedes Jahr in einem Umfang von circa 2,5 Milliarden Euro entlastet haben. Pharmazeutische Industrie und Leistungserbringer haben damit einen erheblichen Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Finanzen geleistet. 15 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für das Jahr 2024 sind vielfältig und beeinflussen auch die Pharmaindustrie. Hier sind einige wichtige Aspekte: 1. Geopolitische Unsicherheit: Die anhaltenden geopolitischen Spannungen hinterlassen tiefe Spuren auf die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland und weltweit. Experten erwarten, dass die Schwächephase aus dem Jahr 2023 sich im nächsten Jahr fortsetzen wird. 2. Zinsen und Inflation: Trotz rückläufiger Inflation wird es beim Thema Zinsen keine nennenswerte Entspannung geben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins unverändert gelassen. 3. Pharmastrategie 2023: Die Bundesregierung hat eine Pharmastrategie verabschiedet, um Deutschland als Forschungs- und Produktionsstandort für die Pharmabranche attraktiver zu gestalten. Diese Strategie zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln zu verbessern, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben und Anreize für die Ansiedlung von Produktionsstätten in Deutschland zu setzen. 16 2.4 Geschäftsverlauf 2023 Umsatzentwicklung und operatives Ergebnis Die Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr lag insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Der Umsatz mit pharmazeutischen Produkten und konzerninternen Dienstleistungen betrug EUR 81,9 Mio. (Vorjahr EUR 91,1 Mio.). Die Umsätze aus dem Verkauf der pharmazeutischen Produkte haben stark unter der Erhöhung des Herstellerrabattes in 2023 gelitten und gingen gegenüber Vorjahr um EUR 11,0 Mio. bzw. 13,7 % zurück. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf die Biosimilars Produkte Aybintio und Ontruzant (EUR -6,7 Mio.) zurückzuführen, die unter enormem Preisdruck gelitten haben, was allerdings typisch für den Produktlebenszyklus ist. Außerdem haben die Fertility-Produkte (Orgalutran, Puregon, Elonva) aufgrund des Preisdrucks und starken generischen Wettbewerbs einen deutlichen Rückgang erfahren (EUR -2,5 Mio.). Gleichzeitig leisteten die zehn umsatzstärksten Produkte einen Beitrag von 70,9 % (Vorjahr 65,1 %) am Gesamtumsatz. Die Organon Healthcare GmbH rechnet weiterhin mit einem positiven Ergebnis vor Steuern, das aufgrund des erwarteten Umsatzanstiegs leicht über dem Vorjahr liegen müsste, da wir nach dem Low Distributor Model mit einer garantierten Gewinn Marge operieren. Das Ergebnis vor Steuern lag im Berichtsjahr bei EUR 5,0 Mio. (Vorjahr EUR 3,2 Mio.). Wesentliche Geschäftsvorfälle Zum 01.07.2023 wurde ERP-System SAP R/3 auf das neue SAP S/4 HANA aktualisiert. Zeitgleich wurden die Shared Business Services vom BSC Prag (MSD) zum GSS Global Support Services Lissabon (Organon) verlegt. Um die Vertriebsaktivitäten zu bündeln, haben wir in Q4/2023 mit einer Umstrukturierung begonnen, die zum 01. April 2024 abgeschlossen worden ist. Dabei ist das sogenannte D-A-CH-Cluster (Deutschland, Österreich und Schweiz) aufgelöst und Deutschland zusammen mit 9 anderen Märkten in das neue CNE-Cluster (Central-Northern-Europe) integriert worden. Das CNE-Cluster umfasst die Länder Deutschland, Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Irland und Island. In diesem Zusammenhang sind viele Positionen innerhalb des neuen CNE-Clusters zusammengelegt worden. Die im Rahmen der Organisationsänderung angefallenen Restrukturierungskosten für Deutschland sind vollständig im Jahresabschluss 2023 der Organon Healthcare GmbH berücksichtigt worden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wurde der Mietvertrag in der Neuturmstrasse 5 mit Wirkung zum 31.01.2024 gekündigt. Die wirtschaftlichen Folgen des Umzuges wie zum Beispiel die Verschrottung der Mietereinbauten sind vollständig im aktuellen Jahresabschluss berücksichtigt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag bei EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.). 2.5 Mitarbeiter und Sozialleistungen Im Jahr 2023 beschäftigte die Organon Healthcare GmbH durchschnittlich 94 außertarifliche Mitarbeiter (Vorjahr: 86), davon 38 im Marketing und Vertrieb (Vorjahr: 39), 35 in der Verwaltung (Vorjahr: 29) und 21 in Forschung & Entwicklung (Vorjahr: 19). Die Sozialleistungen der Organon Healthcare GmbH bestehen u.a. aus einem freiwilligen 13. Monatsentgelt, dem Urlaubsgeld, der Teilnahme am leistungsbezogenen Prämiensystem, aus der betrieblichen Altersvorsorge, der Möglichkeit zur Entgeltumwandlung, aus der Möglichkeit der Einzahlung in den Chemie-Pensionsfonds und aus gezielten Personalentwicklungs- und Förderprogrammen. Der Frauenanteil lag im Jahr 2023 in der Gesamtbelegschaft bei 62 % (Vorjahr: 62 %) und in der Geschäftsführung bei 33 % (Vorjahr: 33 %). 3 Lage der Gesellschaft3.1 Ertragslage Die Umsätze im Geschäftsjahr beliefen sich auf insgesamt EUR 81,9 Mio. (Vorjahr: EUR 91,1 Mio.), davon betreffen rund EUR 69,6 Mio. (Vorjahr: EUR 80,6 Mio.) pharmazeutische Produkte im Humanbereich und wurden ausschließlich im Inland erzielt. Umsatzerlöse in Höhe von EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,5 Mio.) wurden im Rahmen der Weiterbelastung von konzerninternen Dienstleistungen an die Organon International GmbH (Luzern/Schweiz) weiterverrechnet. Die zehn umsatzstärksten Produkte waren (in % angegeben): Atozet 17,7 %, Cerazette 9,8 %, Lotrisone 8,7 %, Nuvaring 8,6 %, Vytorin (Inegy) 5,5 %, Aybintio 5,2 %, Nasonex 4,2 %, Ontruzant 3,9 %, Zetia (Ezetrol) 3,9 % und Arcoxia 3,3 %. Der Materialaufwand für Aufwendungen für bezogene Waren betrug EUR 53,9 Mio. (Vorjahr: EUR 60,6 Mio.). Des Weiteren beinhaltet der Materialaufwand EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen. Die Materialquote für bezogene Waren belief sich auf 66,0 % (Vorjahr: 66,0 %). Hinsichtlich der Personalaufwendungen setzt sich die Mitarbeitervergütung aus dem Monatslohn und der Zusatzvergütung, gemessen an einem Bonussystem, das mit der Erreichung von Zielen verbunden ist, zusammen. Weiterhin wird die Leistung der Mitarbeiter nach einem konzernweiten Beurteilungssystem bewertet. Für jeden Mitarbeiter sind Hauptverantwortlichkeiten und Zielvorgaben definiert. Die Personalaufwendungen lagen im Berichtsjahr bei EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr bei EUR 7,5 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus externen Beratungsleistungen EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.), Promotionsaufwendungen EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.), Restrukturierungsaufwendungen EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), Mietaufwendungen EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.) und Reise- und Veranstaltungskosten EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Dies resultiert aus dem positiven Jahresüberschuss 2023. Die Organon Healthcare GmbH hat in 2023 ein positives Ergebnis (nach Steuern) i.H.v. EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) erzielt. 3.2 Finanzlage Die Organon Healthcare GmbH deckt ihren gewöhnlichen Finanzierungsbedarf aus dem operativen Cashflow und durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens. Dabei nimmt sie die Dienstleistungen der GTS FI BV (GTS), Haarlem/Netherlands in Anspruch. Sämtliche Geldanlage- bzw. Finanzierungsangelegenheiten, die Abwicklung des Ausgleichs konzerninterner Forderungen bzw. Verbindlichkeiten (Netting) sowie Fremdwährungszahlungen der Organon Healthcare GmbH werden gegen Zahlung einer Gebühr durch das GTS abgewickelt. Die Liquidität der Gesellschaft ist so zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Zum 31.12.2023 bestehen Cash-Pool-Forderungen (gegenüber GTS) in Höhe von EUR 32,1 Mio. (Vorjahr EUR 24,7 Mio.). Cash-Pool-Verbindlichkeiten (gegenüber Intercompany) bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Beim Cash-Pooling-Verfahren werden in der Regel täglich sämtliche Soll- und Habenumsätze verdichtet und auf das (MCP-) Euro-Poolkonto bei der Citibank in London übertragen. Die Konten werden in Euro geführt. Die Verzinsung der Guthaben bzw. der Kredite erfolgt zu marktüblichen Konditionen. 3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 28,1 Mio. um EUR 2,2 Mio. auf rund EUR 25,9 Mio. Im Geschäftsjahr fielen planmäßige Abschreibungen von EUR 2,2 Mio. an. Darin hauptsächlich enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von EUR 2,1 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.). In Berichtsjahr mussten keine wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um EUR 7,0 Mio. auf EUR 36,3 Mio. erhöht. Darin enthalten sind im Wesentlichen Cash-Pooling Forderungen in Höhe von EUR 32,1 Mio. (Vorjahr: EUR 24,7 Mio.) und aus der Verrechnung der konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.). Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg um EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug für 2023 56,1 % (Vorjahr: 55,1 %), das Verhältnis vom Ergebnis vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapitalrentabilität) stieg um 3,3 %-Punkte auf 10,8 % (Vorjahr: 7,5 %). Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten beliefen sich auf EUR 34,3 Mio. (Vorjahr: EUR 32,3 Mio.). Erwähnenswerte Veränderungen sind: die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beliefen sich auf EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.); die sonstigen Rückstellungen auf EUR 18,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,2 Mio.). Darin sind hauptsächlich Rückstellungen für Rabatte (Herstellerzwangsrabatt, Jahresboni, Krankenkassenrabatt, Retoure-Rückstellung) von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,6 Mio.) enthalten. In 2023 erzielte die Organon Healthcare GmbH ein positives Ergebnis (nach Steuern) i.H.v. EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). 4 Chancen-, Risiken- und PrognoseberichtDas Risikomanagementsystem der Organon Healthcare GmbH trägt dazu bei, Risiken strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. Es soll Geschäftsführung und Mitarbeiter in die Lage versetzen, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bestimmt maßgeblich die Art und Weise, wie mit Risiken umgegangen werden soll. Die Risikoziele leiten sich insbesondere aus den leistungswirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Zielsetzungen des Organon-Konzernverbunds ab. Dabei werden auch Aussagen hinsichtlich der generellen Risikoorientierung bzw. der spezifischen Risikostrategie getroffen. Risikobeurteilungen sind ein wesentliches Werkzeug zur Beurteilung der laufenden und zukünftigen Geschäftsentwicklungen und eine wichtige Grundlage für Entscheidungen. Damit halten wir die Risiken des operativen Geschäftes unter Kontrolle. Im Folgenden werden die maßgeblich identifizierten Chancen und Risiken betreffend die Gesellschaft beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Aufzählung handelt. Die hier dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist. Weitere Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder die derzeit als weniger bedeutend eingeschätzt werden, könnten dennoch Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kategorisiert.
Gemäß vorangegangener Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch definiert, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagezwischen gering und erheblich definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagewurde wird eine Kategorisierung als gering (L), mittel (M) oder hohes Risiko (H) vorgenommen.
4.1 Chancenbericht Produktneueinführungen und neue Indikationen Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten keine neuen Produktneueinführungen oder Indikationserweiterungen. Jedoch hat die Konzernleitung im Berichtsjahr zwei neue Lizenzvereinbarungen (Claria Medical; Sempre Health; Lilly in 2024 Jada Zulassung für Notfälle in 2024) verkündet, die Produktpalette der Organon Healthcare GmbH vor allem im Hinblick auf die Fokussierung in der Frauengesundheit langfristig stärken zu wollen. Da jedoch diese noch weiterentwickelt werden bzw. die Registrierungsarbeiten lange Vorlaufzeiten haben, sind die Neueinführungen in Deutschland nicht vor 2025 zu erwarten. 4.2 Risikobericht Produktentwicklungsrisiken Die Wettbewerbssituation der Organon Healthcare GmbH hängt wesentlich von der Neuausrichtung des bestehenden Produktportfolios und der Einführung neuer Produkte und Gesundheitslösungen ab, um das bestehende Produktportfolio zu ergänzen bzw. zu komplettieren. Die Erforschung bzw. Erschließung dieser Produkte und Business Deals erfolgt maßgeblich durch Unternehmen im Organon-Konzernverbund. Sollte es diesen Unternehmen nicht gelingen, der Organon Healthcare GmbH entsprechende Produkte zu liefern, um u.a. auslaufende Produkte (Patentablauf) und kostendämpfende gesetzliche Regulierungen bei Medikamenten zu kompensieren, könnte es zu Umsatzeinbußen kommen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir als gering ein. Der resultierende potenzielle Schaden wäre moderat (M). Qualitäts- / Produktrisiko Es ist ein Risiko der Qualität und Lieferfähigkeiten im Produktbereich grundsätzlich immer gegeben. Einschränkungen in der Lieferfähigkeit als auch ein Rückruf von Arzneimitteln könnte Auswirkungen auf die Umsätze der Organon Healthcare GmbH haben und im Zweifelsfall zu Imageverlusten führen bzw. im schlimmsten Fall, bei Nichtverfügbarkeit von Alternativen am Markt gegebenenfalls zu Auswirkungen auf die Gesundheit der Patienten führen könnten. Aktuell gibt es keine nennenswerten Einschränkungen der Lieferfähigkeit der Organon Healthcare GmbH. Es besteht jedoch das Restrisiko, dass potenzielle Stromausfälle im Rahmen der Restrukturierung des Energiesektors oder weltwirtschaftliche Verwerfungen im Rahmen des Ukraine-Krieges zu Engpässen in der Lieferkette bei der Organon Healthcare GmbH führen können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stuft die Geschäftsführung als gering ein. Der resultierende potenzielle Schaden wäre moderat (M). Branchen- und unternehmensspezifische Risiken Staatliche Kontrolle und Regulierung werden auch in 2024 die Preise für Medikamente maßgeblich beeinflussen. Preisregulierungen durch die aktuellen Gesetze wie beispielweise das Gesetz zur Stabilisierung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und insbesondere der Druck zum Abschluss von Rabatt-Verträgen zwischen Herstellern und GKV-Kassen, durch öffentliche Produktausschreibungen der Krankenkassen und der Preisdruck durch Generikaanbieter nehmen wesentlichen Einfluss auf die Renditen der Produkte der Organon Healthcare GmbH. Das frühzeitige Erkennen von sich abzeichnenden Entwicklungen in der Gesundheitspolitik ist deshalb notwendiger Bestandteil des Risikomanagementsystems. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft. Der hieraus resultierende potenzielle Schaden wird als eher gering (L) bewertet, da die Organon Healthcare GmbH mit ihrem Lieferanten Organon International Services GmbH Vereinbarungen getroffen hat, die für das vertriebene Produktportfolio eine für die Funktions- und Risikocharakterisierung der Organon Healthcare GmbH angemessene Rentabilität sicherstellen. Aus diesem Grund wird das Ergebnis der Organon Healthcare GmbH nicht wesentlich durch Mengen-, Preis- und Kursrisiken beeinflusst. Finanzwirtschaftliche und steuerliche Risiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Organon Healthcare GmbH aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Durch die Einbindung in den Kreditrahmen des Organon-Konzernverbunds bei der CitiBank (Cash-Pool) ist die Liquidität jederzeit sichergestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden werden deshalb als gering eingeschätzt. Das Kreditrisiko besteht grundsätzlich dahingehend, dass bei Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen Ausfälle drohen. Dieses Risiko ist durch das mit der Mehrzahl der Kunden vereinbarte Lastschriftverfahren ebenfalls als gering einzustufen. Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem. Es besteht grundsätzlich ein Risiko zu Steuernachforderungen, wenn sich abweichende Betrachtungsweise von einzelnen Sachverhalten durch die Finanzbehörden im Rahmen laufender Betriebsprüfungen ergeben. Diese können sich negativ auf das Jahresergebnis auswirken. Aufgrund der regelmäßigen Involvierung von Steuerrechtsexperten stuft die Geschäftsführung das Risiko als gering (L) ein. IT- und Personalrisiko Ein in sich funktionierendes IT-System und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens. Das Risiko eines Netzwerk- bzw. Systemausfalls, Bedien- und Programmierfehler oder externe Faktoren insbesondere durch die immer weiter gehende Vereinheitlichung der ORGANON IT-Systeme können die Leistungserbringung und daraus resultierend den Unternehmenserfolg erheblich beeinträchtigen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und den resultierenden Schaden stuft die Organon Healthcare GmbH gering (L) ein, da fortlaufende Investitionen in Hard- und Software getätigt werden, ein weltweites Sicherungssystem implementiert ist und kontinuierlich aktualisiert wird und Zugangs- und Zugriffskontrollen durchgeführt werden. Jedoch kann bei ausreichend hoher krimineller Energie ein Angriff auf die Systeme der ORGANON nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Gefahr einer nicht beabsichtigten hohen Fluktuation und einer geringen Mitarbeitermotivation ist aufgrund der überdurchschnittlichen Vergütung, der beträchtlichen Sozialleistungen (u.a. 13. Monatsentgelt, Urlaubsgeld, Teilnahme am leistungsbezogenen Prämiensystem, betriebliche Altersvorsorge, gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme) als gering einzuschätzen. Diese Anreize dienen dazu, Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dieses Risiko wird daher weiterhin auf der niedrigen Stufe (L) eingeordnet. Prozessrisiko Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Unternehmens fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Compliance-Risiken, d.h. mögliche Verstöße von Mitarbeitern gegen rechtliche Rahmenbedingungen, werden durch das Überwachungssystem aus internen Kontrollen, Richtlinien und Audits geprüft. Diese Kontrollen werden in regelmäßigen Abständen u.a. durch die Corporate Audit Group vorgenommen. Daneben wird die Compliance durch den unternehmenseigenen Compliance Officer überwacht und es finden regelmäßige Risikobewertungen mit dem Leadership Team als Leitungsgremium der Organon Healthcare GmbH statt. Das Eintrittsrisiko und der daraus resultierende Schaden sind aufgrund der regelmäßigen Kontrollen als gering (L) zu werten. Gesamtbetrachtung der Risiken Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine bestandsgefährdenden Risiken. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Organon Healthcare GmbH sind weitere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene, Risiken nicht zu erkennen, auch führt die aktuelle geopolitische Lage zu keinem erhöhten Risiko für die Gesellschaft. Bei Eintritt der dargestellten Risiken würde somit die Entwicklung der Gesellschaft nicht wesentlich beeinflusst werden. 4.3 Prognosebericht Entwicklung Weltwirtschaft Die OECD rechnet für 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 Prozent und für 2025 mit einer Steigerung auf 3,0 Prozent. In den Jahren 2024-2025 wird wohl Asien - genauso wie im Vorjahr - maßgeblich zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Der nachlassende Kostendrucks dürfte sich im allmählichen Rückgang der Inflation fortsetzen. Die Inflation wird in den G20-Staaten voraussichtlich von 6,6 Prozent im Jahr 2024 auf 3,8 Prozent im Jahr 2025 sinken. 17 Entwicklung Deutschland Der Internationalen Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2024 für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Wachstum von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP laut IWF um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. 18 Branchenentwicklung Entwicklung Pharmamarkt Deutschland Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie erwartet nach dem Krisenjahr 2023 keine rasche Erholung in 2024. Der Ausblick auf 2024 ist von Pessimismus geprägt. Der Verband der chemischen Industrie e.V. (VCI) erwartet, dass der Umsatz 2024 um drei Prozent sinkt. Die Produktion der drittgrößten deutschen Industriebranche nach dem Auto- und Maschinenbau werde wohl stagnieren. Die Pharmaindustrie wiederum bekommt das Ende des Booms um Corona-Impfstoffe zu spüren. 19 Entwicklung Umsatz und Mitarbeiter Die Organon Healthcare GmbH rechnet in 2024 mit einem deutlichen Umsatz-Anstieg aus Warenverkäufen im oberen einstelligen Prozentbereich, da ab April zwei neue Migräne-Produkte aus der Lilly-Kooperation in das Produktportfolio hinzukommen, die die Umsatzeinbußen bei dem bestehenden Portfolio infolge der Kostendämpfungsmaßnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherungen mehr als kompensieren können. Als Folge der Restrukturierung und der Neubesetzung gewisser Funktionen innerhalb des neuen CNE-Clusters in anderen Märkten geht die Organon Healthcare GmbH bei der Mitarbeiteranzahl in Deutschland von einem leichten Rückgang in 2024 aus. Es wird darauf hingewiesen, dass das tatsächliche Ergebnis vor Steuern wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen können, wenn sich die den zukunftsbezogenen Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen sollten. Die seit Februar 2022 andauernden militärischen Handlungen in der Ukraine, deren Ende noch nicht absehbar ist, sowie die aktuelle geopolitische Lage könnten sich eventuell negativ auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Auch die seit 7. Oktober 2023 andauernden militärischen Konflikte in Gaza und Mittleren Osten könnten bei einer Ausweitung ein Risiko für die Versorgungskette an Rohstoffen und die Weltwirtschaft mit sich bringen, wodurch unser Geschäft in 2024 negativ beeinflusst werden könnte.
München, den 27. Juni 2024 Organon Healthcare GmbH Die Geschäftsführer Christoph Habereder Stefanie Tuebben Dr. Albert Raith Isabel Vandenberk
1 DIW Berlin: DIW-Konjunkturprognose:
Weltwirtschaft wächst robust - Deutschlands Erholung
verzögert sich weiter
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDie Organon Healthcare GmbH hat ihrem Sitz in der Pestalozzistr. 31, 80469 München, vormals Neuturmstr. 5, 80331 München. Sie wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 256289 geführt. Die Organon Healthcare GmbH ist Teil des weltweit operierenden Pharmakonzerns "Organon & Co." mit dem Sitz in Jersey City, N.J./USD, der seit Juni 2021 von Kevin Ali als Chief Executive Officer (CEO) geführt wird. Im Organon-Konzernverbund übernimmt die Organon Healthcare GmbH die Funktion eines Distributors für Deutschland für die Geschäftsbereiche "Women's Health", "Established Brands" und "Biosimilars", der nach dem Prinzip eines Low Risk Distributors mit einer garantierten Jahreszielmarge operiert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren angewendet wurde. Angaben, die nach den gesetzlichen Regelungen wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, sind vollumfänglich im Anhang enthalten. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAktiva Die entgeltlich erworbenen und im Rahmen der Abspaltung eingebrachten immateriellen Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum beizulegenden Zeitwert, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibung erfolgt pro-rata-temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Folgende Abschreibungszeiträume werden zugrunde gelegt:
Die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes, resultierend aus der Abspaltung des Geschäftsbetriebs, erfolgt handelsrechtlich ab dem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums. Dies erfolgte durch Unterzeichnung des Spaltungsvertrags per 17. Dezember 2020 und die Abschreibung startet vereinfachend zum 1. Januar 2021. Für steuerliche Zwecke startete die Abschreibung ab dem 1. Januar 2020. Der aus dem Firmenzusammenschluss zu aktivierende Firmenwert wird über die gewöhnliche Nutzungsdauer hinaus auf 15 Jahre abgeschrieben. Dies resultiert aus dem langen Produktlebenszyklus bewährter Produkte in Verbindung mit der Übertragung und Nutzung des langjährigen, etablierten MSD Sharp & Dohme GmbH-Kundenstammes. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibung erfolgt pro-rata-temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Dabei werden folgende Abschreibungszeiträume zu Grunde gelegt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Die in den Forderungen enthaltenen "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen", welche aus dem Cash-Pooling resultieren, liegen marktübliche Konditionen zu Grunde. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem Zeitwert der Versicherungsansprüche bzw. mit fortgeführten Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern es sich um Bewertungseinheiten mit Pensionsverpflichtungen handelt, werden diese saldiert ausgewiesen. Passiva Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit - Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Rechnungszins (aus 7 Jahren Durchschnitt) beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,70 % und Beitragsbemessungsgrenzen-Steigerungen von jährlich 2,70 % zugrunde gelegt sowie eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.) unterstellt. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag des Verpflichtungswertes in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr TEUR 581). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Im Rahmen einer besseren Darstellung der Vermögens- und Ertragslage der Organon Healthcare GmbH wurde aus dem Personalaufwand der Betrag von EUR -0,4 Mio. (Ertrag) (Vorjahr: 1,1 Mio. (Aufwand)) in den Zinsertrag umgegliedert, welcher aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 resultiert. Im Personalaufwand ist auf Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens von Willis Towers Watson ein Betrag von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) verblieben, welcher im unmittelbaren Zusammenhang mit der Personalaufwandskomponente der Regelzuführung (der Pensionsrückstellung) steht. Das saldierungsfähige Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.) bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten wurde mit den saldierungsfähigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 9,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.) saldiert. Die Steuerrückstellungen werden nach den geltenden Steuersätzen und Steuergesetzen zum Bilanzstichtag für die laufende und für die früheren Perioden bemessen. Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in Euro auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt (Zugangsbewertung). Die Posten der Bilanz werden gemäß § 256a HGB zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet (Folgebewertung). Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen temporären Wert-Ansätzen zwischen Handels- und Steuer-Bilanz. Zum einen resultiert die Differenz aus unterschiedlichen Wert-Ansätzen des Geschäfts- und Firmenwertes zum Bilanzstichtag und der damit korrespondierenden Abschreibungsläufe; zum anderen sind die Pensions-Verpflichtungen seinerzeit auf Basis der US-GAAP-Verpflichtungswerte übergeben worden und dies hat in der Folge zu unterschiedlich hohen passiven Rechnungsabgrenzungsposten geführt. Gewinn- & Verlustrechnung Umsatzerlöse werden nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 nur dann berücksichtigt, wenn Sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewendet. Die Erträge aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige betriebliche Erträge gezeigt, wohingegen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt werden. Die Währungsumrechnung erfolgt zum Transaktionszeitpunkt und zum Bilanzstichtag. 3. Erläuterung zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus der Einbringung des Geschäftsbetriebs für das Organon-Produkt-Portfolio. Die übernommenen Produkte werden aufgrund des langen Produktlebenszyklus bewährter Produkte in Verbindung mit dem etablierten Kundenstamm, auf 15 Jahre abgeschrieben. Bei den Sachanlagen handelt es sich um Mietereinbauten. Vorräte Bei den Vorräten handelt es sich um Fertig-Erzeugnisse, welche der Organon Healthcare GmbH im Rahmen ihrer Distributionstätigkeit durch die Organon International Service GmbH verkauft worden sind. Auf die Bestände werden Gängigkeits-Abschreibungen und - falls erforderlich - Wertberichtigungen vorgenommen. Der Waren-Bestand ist von EUR 17,5 Mio. in 2022 auf EUR 18,1 Mio. angewachsen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus der Weiterbelastung von konzerninternen Dienstleistungen EUR 4,1 Mio. (VJ: EUR 4,6 Mio.) sowie Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 32,1 Mio. (VJ: EUR 24,7 Mio.). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag sind die Pensionsverpflichtungen nach handelsrechtlichen Wertgrundsätzen bewertet und ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Pensionsverpflichtungen. Rückstellungspflichtige Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.). Diese resultieren aus der Saldierung des Verpflichtungswertes zum Stichtag in Höhe von EUR 9,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.) und dem Zeitwert des Deckungsvermögens zum Stichtag in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.). Die Pensionsverpflichtungen wurden Anfang 2021 von der MSD Sharp & Dohme GmbH an die Organon Healthcare GmbH übertragen und beinhalten zum Übergangs-Zeitpunkt die Pensions-Ansprüche der MSD-Mitarbeiter, welche zu Organon gewechselt sind. Der Übergang der Pensionswerte erfolgte auf Basis der US-GAAP-Verpflichtungswerte. Die Differenz zur Pensionsverpflichtung nach HGB wird im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über 10 Jahre über den Zinsertrag erfolgswirksam aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in EUR Mio.):
Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme des üblichen Eigentumsvorbehalts von Lieferanten und Bürgschaften für Altersteilzeitverpflichtungen nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Rechnungsabgrenzungsposten Die Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf Basis der US-GAAP-Werte von MSD an die Organon Healthcare GmbH haben einen Bewertungsunterschied von EUR 2,5 Mio. generiert. Dieser Betrag wird im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über 10 Jahre erfolgswirksam aufgelöst, wovon TEUR 251 in 2023 in den "Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge" gezeigt werden. Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 258) resultieren im Wesentlichen aus einem unterschiedlichen Beginn des Abschreibungslaufes des Geschäfts- und Firmenwertes sowie unterschiedlich hohen Rechnungsabgrenzungsposten aus der Übertragung der Pensionsverpflichtungen nach Handels- und Steuerrecht sowie aus unterschiedlich hohen Wertansätzen der Pensionsverpflichtungen zum Stichtag nach Handelsrecht und Steuerrecht. 4. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse aus Warenlieferungen werden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen wurden mit einem Drittland erzielt. Materialaufwand Der Materialaufwand im Rahmen der operativen Tätigkeit der Organon Healthcare GmbH für bezogene Waren beläuft sich auf EUR 53,9 Mio. (Vorjahr: EUR 60,6 Mio.). Personalaufwand Die Personalaufwendungen belaufen sich auf EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Wir haben auf die Mietereinbauten in der Neuturmstraße eine Rückstellung in Höhe von TEUR 61 vor dem Hintergrund des zum 31.01.2024 geplanten Office-Umzuges gebildet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus externen Beratungsleistungen EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.), Promotionsaufwendungen EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.), Restrukturierungsaufwendungen EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), Mietaufwendungen EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.) und Reise- und Veranstaltungskosten EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Zinsertrag in Höhe von TEUR 399 resultiert aus Zinsanpassungen im Pensionsbereich im Rahmen der Übertragung von Pensions-Verpflichtungen von MSD Sharp & Dohme an die Organon Healthcare. Weiterhin wurden Zinserträge in Höhe von TEUR 931 (Vorjahr: TEUR 53) im Rahmen des Cashpool-Guthabens erzielt. Des Weiteren werden TEUR 251 im Zinsertrag gezeigt, welche aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren, der durch die Übertragung der Pensions-Verpflichtungswerte auf US-GAAP-Basis entstanden ist. Dieser wird über 10 Jahre aufgelöst. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Es gab im Wirtschaftsjahr 2023 periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 73), welche aus der konzern-internen Erstattung von Anwaltskosten resultiert. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine zusätzlichen Aufwendungen für Vorperioden enthalten. Organon fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG im Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für die Organon Healthcare GmbH im Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar 2 nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. 5. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestehen Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 415), über welche die Mietkaution Neuturmstraße 5 und Pestalozzistraße 31 abgesichert sind. Der korrespondierende Mietvertrag zur Neuturmstraße 5 wurde mit Wirkung zum 31.01.2024 gekündigt und die Bürgschaft in Höhe von TEUR 415 wurde in der Folge nicht in Anspruch genommen und zurückgegeben. Für das neu angemietete Objekt in der Pestalozzistraße 31 wurde zum 28.12.2023 eine Bankgarantie in Höhe von TEUR 36 neu ausgestellt, die zum 31.12.2028 auslaufen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beläuft sich auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio). Diese betreffen im wesentlichen Mietverpflichtungen. Künftige finanzielle Verpflichtungen - Organon Healthcare GmbH:
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 94 Mitarbeiter (VJ: 86) beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Organe der Gesellschaft Während des Geschäftsjahres 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt. Im April 2024 hat es weitere Änderungen innerhalb der Geschäftsführung wie folgt gegeben:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich auf TEUR 1.951. Darin sind vertraglich vereinbarte Aufwendungen im Rahmen einer Restrukturierung enthalten, welche in 2024 abgeschlossen wurde. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Organon & Co., Inc., Jersey City, N.J./USA (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser kann im Internet unter der Internet-Adresse 'www.organon.com' abgerufen werden. Honorar der Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 100. Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 3,6 Mio., auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die seit Februar 2022 andauernden militärischen Handlungen in der Ukraine, deren Ende noch nicht absehbar ist, sowie die aktuelle geopolitische Lage könnten sich eventuell negativ auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Auch die seit 7. Oktober 2023 andauernden militärischen Konflikte in Gaza und Mittleren Osten könnten bei einer Ausweitung ein Risiko für die Versorgungskette an Rohstoffen und die Weltwirtschaft mit sich bringen, wodurch unser Geschäft in 2024 negativ beeinflusst werden könnte.
München, den 27. Juni 2024 Organon Healthcare GmbH Die Geschäftsführer Christoph Habereder Stefanie Tuebben Dr. Albert Raith Isabel Vandenberk Anlagenspiegel - Sachanlagevermögen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Organon Healthcare GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Organon Healthcare GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Organon Healthcare GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 27. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Clemens Jung, Wirtschaftsprüfer
der/of Organon Healthcare GmbH (die Gesellschaft / the Company)
Organon Holdings 9 B.V. Laurice Cabrido Lao, Geschäftsführer / Managing Director Anlage/Annex: Prüfbericht Jahresabschluss 2023 /Audit Report of Annual Financial Statements 2023 |
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