GRAF Middle East GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Annemarie, geb. Morper Reichert seit 1.3.2024 | Prokura |
Heiko Rapp seit 16.2.2018 | Prokura |
Jörg Wolfram Drägert seit 5.9.2016 | Prokura |
Jürgen Keßler seit 19.8.2016 | Prokura |
Otto Peter Graf seit 19.8.2016 | Geschäftsführer |
Jörg Thomas Kury seit 19.8.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.20% | |
O*** A******** G*** | 24.90% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Graf Polymers GmbHHerbolzheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Graf Polymers GmbH, HerbolzheimA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Rechtliche Struktur Rechtliche Veränderungen ergaben sich durch eine Kapitalerhöhung mit notariellen Beschluss vom 19. Oktober 2023. Das Stammkapital der Gesellschaft wurde von 20 Mio.Euro auf 44 Mio.Euro erhöht. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27. Dezember 2023. Geschäftsmodell Die Graf Polymers GmbH ist im Bereich der Entwicklung, Produktion und Erzeugung von Kunststoffen und Kunststofferzeugnissen tätig. Im firmeneigenen Kompetenzzentrum für Rohstoffe werden gewaschene Kunststoffabfälle zu hochwertigen Rezyklaten - insbesondere im Bereich der Standard-Thermoplasten wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) - aufbereitet. In der angeschlossenen Produktion werden aus diesen Rezyklaten hochwertige Kunststoffprodukte für unterschiedliche Anwendungen hergestellt. So können jährlich ca. 100.000 t CO 2 -Emissionen eingespart werden. Die Produktion von Kunststoffprodukten im Bereich der Versickerungstechnik sowie von entsprechenden Zubehörteilen erfolgt mittels vollautomatisierter Produktionsprozesse im Spritzgießverfahren. Die Bandbreite der Produktionsmöglichkeiten erstreckt sich dabei bis zur größten Spritzgießmaschine auf eine Zughaltekraft von 2.300 Tonnen und damit auf ein max. Artikelgewicht von ca. 20 kg. Steuerungskennzahlen Im Unternehmen werden insbesondere folgende Steuerungskennzahlen verwendet: • Umsatz • Rohertrag • All-Over-Equipment-Efficiency (OEE) Leistungsindikatoren Die Ertragskennzahl EBITDA (Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation) stellt für unsere Gesellschaft den relevanten finanziellen Leistungsindikator für die operative Ertragskraft dar. Diese Kennzahl wird bereinigt um Sondereffekte und außerordentliche Erträge/Aufwendungen. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung trägt mit der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte sowie der ständigen Weiterentwicklung bestehender Prozesse maßgeblich dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und unser Geschäft weiter auszubauen. Die Kombination von Kunststoffaufbereitung und Produktion von Kunststofferzeugnissen bilden eine Keimzelle für Innovation. Auf der Suche nach zukunftsfähigen Lösungen für spezielle Markt- bzw. Kundenanforderungen befassen sich abteilungsübergreifende Teams mit Produkt- und Prozessneuerungen, mit interdisziplinären Ansätzen sowie alternativen Werkstoffeinsätzen. So wurden u.a. mittel- bis langfristig angelegte Forschungsprojekte initiiert, um die Einsatzmöglichkeiten der hergestellten Rezyklate zu erweitern bzw. auch in den Wachstumsbereichen der Zukunft erfolgreich zu sein und so den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft zu sichern. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung wurden vier festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Ziele und Strategien Ziel ist es, allen Ansprüchen unserer Kunden auf höchstem qualitativem Niveau gerecht zu werden und gleichzeitig - im Sinne der Nachhaltigkeit - den Ressourcenverbrauch zu optimieren. Dies spiegelt sich in den erfolgreich bestandenen Überwachungsaudits für das bestehende Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001 (Norm 9001:2015) sowie für das Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 (Norm 50001:2018) wider. Über unser Kompetenzzentrum für Rohstoffe möchten wir aus kurzlebigen Verpackungen langlebige Umweltprodukte herstellen. Dabei werden erstmalig mehrere Prozessschritte mit neuen Anlagentechnologien zu einer gesamtheitlichen Prozesskette verknüpft. Diese zukunftsweisende Technologie macht das Werk weltweit einzigartig und leistet einen wichtigen Beitrag zum Wertstoffkreislauf. Die Strategie der Graf Polymers GmbH ist einerseits die ressourcenschonende Produktion von Umweltprodukten und zum anderen, sich aufgrund einer gleichbleibend hohen Qualität der Produkte sowie einer hohen und flexiblen Lieferbereitschaft vom Wettbewerb abheben zu können. Die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Nähe zu bestehenden Produktionsstandorten nahestehender Unternehmen, die damit einhergehende Minimierung von Emissionen beim Transport, die Produktion von Umweltprodukten aus recycelten Kunststoffen sowie der Einsatz von Regenwasser als Prozesswasser und Kühlmittel bei der Aufbereitung der Rohstoffe zeigen deutlich die Bedeutung und Umsetzung des Unternehmensziels Nachhaltigkeit. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.1 1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html II. Branchensituation Das Jahr 2023 war geprägt von einem wirtschaftlich unruhigen Umfeld, im internationalen Vergleich hohen Energiekosten und rückläufigen Konsumausgaben der Verbraucher. Einem relativ guten ersten Quartal 2023 folgten eher stagnierende bis rückläufige Quartale. Auch wenn die Spät-Folgen der Corona-Pandemie sowie die Folgen des Ukrainekriegs zunächst besser als erwartet verkraftet wurden, verzeichneten die Unternehmen Umsatzrückgänge im Geschäftsjahr 2023. Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie ging in 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um fast 6 Prozent zurück und lag bei rund 72,5 Mrd. Euro. Der Inlandsumsatz war dabei vom Umsatzrückgang stärker betroffen als der Auslandsumsatz, wodurch sich die Exportquote weiter auf ca. 41,8% erhöhte. Auch die Menge der verarbeiteten Kunststoffe lag in 2023 mit rund 12,7 Mio. Tonnen um rund 9% unter dem Wert des Vorjahres. Dagegen blieb die Menge eingesetzter Rezyklate aufgrund weiterhin zunehmender Einsatzmöglichkeiten auf Vorjahresniveau. Die Beschäftigtenzahl lag zum Jahresende mit rund 319.000 leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland sind dabei überwiegend struktureller Natur. Damit die Industrie in Deutschland mittelfristig wieder Fahrt aufnehmen kann, braucht es eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda, die insbesondere die Themen Energie, Bürokratie-Abbau, Ankurbeln der Investitionsneigung sowie Digitalisierung adressieren müßte. So sagte die Präsidentin des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV), Dr. Helen Fürst: "Ich bin überzeugt, die Wachstumsagenda kann die dringendsten Probleme unserer Wirtschaft lösen, Verlässlichkeit und verlorenes Vertrauen wiederherstellen und den Menschen in Deutschland neue Zuversicht geben." Das Streichen für die Transformation der Wirtschaft wichtiger Förderprogramme und die neue zusätzlich geplante Plastiksteuer sind dagegen schädlich für die Wirtschaft und dürfte die weitere Transformation der Kunststoffindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft eher nicht fördern. Die Umsatzerwartungen der Kunststoffverarbeitenden Industrie für 2024 fallen verhalten aus. Die geopolitische Situation infolge des andauernden Ukrainekriegs sowie des Nahost-Konflikts läßt dabei aktuell nur wenig Planungssicherheit zu, zumal das generelle Marktumfeld auch in 2024 volatil bleiben dürfte. Dennoch werden auch in 2024 Fortschritte bei der Steigerung der Nachhaltigkeit erwartet, um allen Unkenrufen zum Trotz aufzuzeigen, dass Kunststoffe ihren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen leisten, wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. (Quelle: www.gkv.de; GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie "Aschermittwochs-Pressekonferenz" des GKV am 14.04.2024). III. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Umsatz um rd. 13 % und absolut um 4.077 TEUR verringert. Wesentlich für diesen Umsatzrückgang war eine verminderte Nachfrage nach dem gesamten Sortiment. Trotz des Umsatzrückganges konnte ein verbesserter Rohertrag um rd. 12% und absolut 1.144 TEUR gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Bedingt durch den Ukraine-Konflikt gestaltete sich die Materialbeschaffung zum Teil weiterhin schwierig. Insgesamt hat sich die Situation am Beschaffungsmarkt jedoch im Jahresverlauf entspannt und auch die in 2022 noch auf einem sehr hohen Niveau verharrenden Energiepreise haben im Jahresverlauf nachgegeben. Die Energiekosten haben sich gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert und sind um 2.255 TEUR geringer ausgewiesen. Ergänzend konnte durch gute Lieferantenkontakte, bestehende Rahmenverträge und den zunehmenden Einsatz von Recyklaten die Versorgung mit Rohstoffen im Berichtsjahr gesichert werden. Insgesamt konnte die Auftragslage sowie die Kapazitätsauslastung als befriedigend bezeichnet werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Bereich Technische Anlagen und Maschinen Ersatz- und Ergänzungsinvestition vorgenommen, um in diesem Bereich auf dem neusten technologischen Stand zu bleiben. Das bestehende Produktions- und Produkt-Knowhow wurde weiter gefestigt und ausgebaut. Auch im Bereich des Produktionsablaufes wurden weitere Optimierungen umgesetzt. Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Ende des Vorjahres erhöht. IV. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der sonstigen Forderungen (um 24.474 T€) zurück zuführen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Darlehensausreichung an ein nahestehendes Unternehmen in dieser Höhe. Eine weitere Erhöhung war im Bereich der liquiden Mittel (um 1.522 T€) gegeben. Im Anlagevermögen erfolgte eine Verringerung des Buchwertes (um 2.104 T€). Die Abschreibungen haben die Neuinvestitionen im Geschäftsjahr überstiegen. Eine weitere Minderung ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um 1.969 T€) zu verzeichnen, was durch die Umsatzminderung begründet ist. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital in Höhe des Jahresüberschusses 2023 um 587 T€ sowie um 24.000 T€ durch die im Geschäftsjahr getätigte Kapitalerhöhung erhöht. Die Rückstellungen haben sich (um 91 T€) ebenfalls erhöht, was vor allem an der Zunahme der Steuerrückstellungen aufgrund der Ergebnisverbesserung lag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr (um 128 T€) und die sonstigen Verbindlichkeiten (um 2.582 T€) vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich durch Rückzahlung bestehender Darlehen an nahestehende Gesellschaften vermindert. Finanzlage Die Mittelzu-/ abflüsse der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
Ausreichende Liquidität ist durch Eigenmittel und durch die getätigte Kapitalerhöhung vorhanden. Ausschüttungen an die Gesellschafter sind im Geschäftsjahr 2023 keine erfolgt. Am Ende des Berichtsjahres haben sich die Verbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich vermindert. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt. Die Investitionen im Berichtsjahr 2023 verteilen sich wie folgt:
Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 4.045 T€ gegenüber. Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Der für das Geschäftsjahr 2023 erwartete Umsatzrückgang ist mit 13% höher ausgefallen als ursprünglich erwartet (mit 5%). Wesentlicher Grund war hier die spürbar verminderte Nachfrage nach Produkten des gesamten Sortiments. Der Rohertrag konnte dagegen trotz des Umsatzrückganges gesteigert werden. Hier machten sich verminderte Beschaffungskosten im Wareneinsatz sowie eine sich wieder deutlich normalisierende Preissituation im Energiesektor bemerkbar. Der OEE im Bereich Spritzgießen entwickelt sich plangemäß um ca. +1,2% und bei der Sortierung um rund 1,0%. Insgesamt konnte die Auftragslage sowie die Gesamtanlageneffektivität (OEE) als befriedigend und erwartungsgemäß bezeichnet werden. Entwicklung der Gesamtleistung/Rohertrag Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr (- 13 %) vermindert. Sie setzen sich ausschließlich aus Inlandsumsätzen zusammen. Der Auslandsumsatzanteil beträgt wie im Vorjahr auch nahezu 0 %. Die Inlandsumsätze sind jedoch in Höhe von knapp 50% über unsere Vertriebspartner für den Export bestimmt. Der Materialaufwand hat sich überproportional verringert. Die Materialaufwandsquote (zu Umsatzerlöse) hat sich mit 60,0 % gegenüber dem Vorjahr (70,0 %) deutlich verringert. Personal/Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 52 Mitarbeitende (Vorjahr 50) beschäftigt. Zum Jahresende betrug der Personalstand 56 Mitarbeitende davon zwei Ausbildungsplätze zum Elektroniker für Betriebstechnik und ein Ausbildungsplatz zum Industrieelektriker. Auf der Grundlage spezieller Bedarfsanalysen haben wir im Berichtsjahr Mitarbeiter zu externen Seminaren entsandt, um ihre weitere berufliche Qualifikation zu fördern. Darüber hinaus fanden interne Schulungen zu verschiedenen Themen statt. Im Jahr 2023 wurden die Löhne/Gehälter im Rahmen der branchenüblichen Lohnanpassungen erhöht. Die Personalkostensteigerung im Jahr 2023 resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung des Personalbestandes sowie zum Teil aber auch aus der vorgenannten Lohnerhöhung. Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der Liquiditätszuführung durch die Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Zinserträge deutlich verbessert. Gesamtaussage Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren für die Graf Polymers GmbH insgesamt gesehen befriedigend. Der Geschäftsverlauf kann als stabil bezeichnet werden. VI. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Risikomanagement Ein auf die Firma sowie dem wirtschaftlichen Umfeld angepaßtes Risiko- und Compliance-Management unterstützt die Unternehmensführung bei ihren Entscheidungen. Im Vordergrund stehen dabei stets die geschäftsbezogen und -übergreifende Untersuchung und Bewertung von Chancen und Risiken. Im verbundeinheitlichen Berichtssystem wird der Erfüllungsgrad geprüft und gegebenenfalls angepasst. Sollte es zu möglichen Abweichungen kommen oder werden Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage festgestellt, werden diese erfasst, analysiert und die Entscheidungsträger im Unternehmen und Verbund umgehend unterrichtet. Flache Hierarchien, genaue Aufgabenidentifikation der handelnden Personen sowie eine fließende Kommunikation flankieren das Risikomanagement. Das bestehende Risikomanagement wird - unter direkter Einbindung der Geschäftsführung - zudem stetig an die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen angepaßt und fortentwickelt. Risiken aus dem russischen Überfall auf die Ukraine und Energiekrise Es bestehen weiterhin Risiken aus diesem Konflikt. Die geopolitische Situation infolge des Ukrainekriegs - aber auch des seit Ende 2023 sich ausweitenden Nahost-Konflikts - lassen aktuell nur wenig Planungssicherheit zu. Die Energiepreise haben im Vergleich zu den Vorjahren nachgegeben, liegen aktuell aber immer noch über dem Niveau als vor dem Konflikt. Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikoposition im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht grundlegend geändert. Perspektiven für die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Dynamik hat sich zum Jahresende 2023 spürbar abgeschwächt. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Schwächephase in der ersten Jahreshälfte 2024 fortsetzt und sich das Wachstum erst im Jahresverlauf etwas beschleunigt. Für die Europäische Union gehen die Konjunkturforscher mit einem weitgehend unverändert niedrigen Wachstum des BIP aus. Während das Wachstum in Deutschland nach dem leichten Rückgang im Vorjahr in 2024 wieder leicht um 0,3% wachsen soll, wird in Frankreich (+ 0,8%) oder den osteuropäischen EU-Ländern (+ 2,1%) mit einem leicht beschleunigten Wachstum gerechnet. Für die USA erwartet das IFO-Institut nach dem starken Wachstum des Jahres 2023 (+ 2,5%) eine leichte Verlangsamung in 2024 auf + 2,3%. In China wird von einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung ausgegangen, aber auch hier mit einer leichten Abschwächung auf +4,4% in 2024 gegenüber 5,2% in 2023. Weitere Risiken Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben sich nicht wesentlich verändert. Mit unserem Kompetenzzentrum für Rohstoffe bieten sich Zukunftschancen im Bereich "Climate Change Solutions" sowie Kosten- und Wettbewerbsvorteile insbesondere im Vergleich zum Einsatz von Primärrohstoffen. Daher wir gehen davon aus, dass trotz weiterer Abhängigkeit eines Großkunden im Inland das leistungswirtschaftliche Risiko sich im Vorjahresvergleich nicht erhöht hat. Wir gehen weiter davon aus, unsere Marktanteile in Deutschland halten und über verbundene Vertriebs-Unternehmen im Ausland mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Auf der Beschaffungsseite bestehen weiterhin Risiken aufgrund der hohen Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien sowie der Angebotsverknappung im Rohstoff-Bereich aber auch grundsätzliche Risiken wie z.B. strukturelle Veränderungen auf den globalen Beschaffungsmärkten, der Klimawandel oder politische Entwicklungen. Die Sicherheit der Versorgung mit Rohstoffen, Energie und Dienstleistungen wird zunehmend von Handelsstreitigkeiten, Protektionismus, Sanktionen und geopolitischen Konflikten beeinflusst. Um diesen Risiken zu begegnen, wird auf eine enge Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten und eine kontinuierliche Überwachung der Märkte und Trends gesetzt. Zudem achten wir kontinuierlich auf einen effizienten Einsatz aller unserer Ressourcen, um Kostensteigerungen weitgehend über gesteigerte Produktivität oder - sofern am Markt durchsetzbar - durch Weitergabe der Preissteigerung auszugleichen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Graf Polymers GmbH sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Laufende und künftige Ersatzinvestitionen können aus dem laufenden Cash-Flow erwirtschaftet werden. Finanzierungsmaßnahmen sind auch im Jahr 2024 hierfür nicht zu erwarten. Die Liquiditätslage ist trotz der laufenden Investitionen zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Personalrisiken Die Graf Polymers GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Personalrisiken könnten im demographischen Wandel und dem damit verbundenen Fachkräftemangel liegen. Das Team der Graf Polymers GmbH ist jedoch im Durchschnitt sehr jung, somit besteht nur ein relativ geringes Risiko. Die in- und externe Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter und deren Unterstützung bildet dennoch einen Schwerpunkt zur Sicherung der fachlichen Kompetenz und Entwicklungsmöglichkeit des Personals. Zudem begegnen wir diesen Risiken unter anderem mit Maßnahmen zur stärkeren Positionierung unserer Arbeitgebermarke ("Employer Branding") sowie zur Stärkung unserer Reputation (z.B. unserer Kampagne "For a greener Planet"). Damit wird die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht und die Mitarbeitenden gleichzeitig längerfristiger gebunden. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluß auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Weitere Risiken für unser Unternehmen können wir nicht verifizieren. Chancen Die Graf Polymers GmbH ist aufgrund der globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten seiner Vertriebspartner vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Auch in Zukunft wollen wir die sich uns bietenden Chancen optimal nutzen. Ein wesentliches Chancenpotential bietet vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung. Mit Investitionen möchten wir bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterentwickeln und das Produktportfolio insgesamt stärker diversifizieren. Unternehmensstrategische Chancen sehen wir darüber hinaus in der weiteren Mobilisierung unseres Geschäftes, das über verbundene Vertriebspartner erfolgen soll. Hierüber sollen neue Märkte erschlossen bzw. ausgebaut werden. Prognose Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Graf Polymers GmbH und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidliche Risiko, da die prognostizierten Entwicklungen weder in der Tendenz noch in ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als angenommen, keine weiteren gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und die politischen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen. Unsere Prognose schließt die im Abschnitt IV. dieses Lageberichts unter "Risiken aus dem russischen Überfall auf die Ukraine und Energiekrise" dargestellten Beurteilungen ein und beruht auf aktuell verfügbaren Informationen. Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 Das übergeordnete Ziel der Graf Polymers GmbH und seiner Partner ist es, ein führender globaler Partner für Lösungen in der Regenwassernutzung und -bewirtschaftung zu werden. Dazu wollen wir über unsere Partner die globale Präsenz ausbauen sowie ein profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen. Eine hohe Qualität der Produkte, die ständige Verbesserung bzw. Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse sowie die Innovation neuer Produkte zeichnet die Graf Polymers GmbH aus. Auch das Thema "Nachhaltigkeit" besitzt einen hohen Stellenwert. Durch unsere modernen, energieeffizienten und hochtechnisierten Produktionsanlagen - verbunden mit einem hohen Anteil eingesetzter und selbst aufbereiteter Rezyklate - unterstreichen wir die Wertstellung des Umweltschutzes. Mit der eingeschlagenen und angestrebten Unternehmensentwicklung, den in der Vergangenheit getätigten sowie den neu geplanten Erweiterungs-Investitionen kommen wir den veränderten Gegebenheiten weiterhin entgegen. In 2024 werden die jeweils geplanten Investitionen in den Bereichen "Spritzgießen" und "PV-Anlage" weiter forciert, um am Rohstoff- und Energie-Markt flexibler agieren und das weitere Wachstum durch entsprechende Kapazitätserweiterungen abbilden zu können. Für 2024 erwarten wir aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds vorübergehend einen weiteren leichten Umsatzrückgang von bis zu 5% gegenüber dem Vorjahr. Die Situation auf dem Rohstoffmarkt dürfte sich in 2024 sowohl bezüglich Verfügbarkeit als auch bezüglich Preisniveau sukzessive weiter normalisieren und auch den Kostendruck im Bereich der Energiekosten senken. Daher gehen wir beim Rohertrag von einer stabilen Entwicklung aus. Zur Fortsetzung des Wachstumskurses soll die Gesamtanlageneffektivität (OEE) weiter gesteigert werden, um einen möglichst optimalen Nutzungsgrad zu erzielen. Im Bereich Spritzgießen soll der OEE um rund 1,4% gesteigert werden und auch im Bereich Sortierung/Extrusion werden wieder rund 1,0% bis 2,0 % anvisiert. Zusammenfassend schätzen wir die künftige Entwicklung unseres Unternehmens trotz der aktuellen Krisen und damit verbundenen Unsicherheiten weiterhin positiv ein. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023AnhangGraf Polymers GmbH, HerbolzheimI. Allgemeine Angaben Anwendung gesetzlicher Vorschriften Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Firma Graf Polymers GmbH beim Amtsgericht Freiburg unter der HRB Nr. 715139 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Herbolzheim. Der Jahresabschluss der Graf Polymers GmbH wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungskosten im Jahr des Zuflusses von den Anschaffungskosten gekürzt. Für einen Maschinenersatzteilbestand wurde ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB von 624,1 T€ (Vorjahr 445 T€) gebildet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Sämtliche Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum stellt sich wie folgt dar:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro werden im Jahr des Zugang mit 100% abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die Unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten ohne Ansatz von allgemeinen Verwaltungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Ausweis des Bankguthabens erfolgt zum Nennwert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 44.000.000,00 Euro und ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr fand eine Kapitalerhöhung statt. Das Kapital wurde um 24 MioEuro auf 44 MioEuro erhöht. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Maße berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem beigefügten Anlagenachweis ersichtlich. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen Steuerrückstellungen wurden in Höhe der zu erwartenden Abschlusszahlung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Die Jubiläumsrückstellung mit 88,9 TEUR (Vorjahr 75,8 T€) wurde für die von der Gesellschaft an die Arbeitnehmer zugesagten Jubiläumszuwendungen gebildet. Der gutachterlichen versicherungsmathematischen Wertermittlung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt. Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC) 1. Rechnungszins 1,74 % 2. Pensionierungsalter 67 Jahre 3. pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) 15 Jahre für Diskontierungszinssatz 4. kein Ansatz von Fluktuationsraten 5. Bezüge Trend (HGB) 1,5% jährlich 6. Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck Verbindlichkeiten Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus nachfolgender Übersicht entnehmen:
Des Weiteren bestehen noch Verpflichtungen aus Bestellvorgängen des Jahres 2023 für Investitionen des Jahres 2024 in Höhe von 665,0 T€. (Vorjahr 13,3 T€). III. Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von 0,0 T€ (Vorjahr 79,1 T€) für die Anpassung an die steuerliche Außenprüfung der Jahre 2018 bis 2020 enthalten. Das Ergebnis wurde mit Ertragsteuer belastet, in Höhe von 7,3 TEUR für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie in Höhe von 55,1 TEUR für Gewerbesteuer. IV. Ergänzende Angaben Beschäftigte Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 52 Mitarbeitende (Vorjahr 50 Mitarbeitende) beschäftigt.
Abschlussprüferhonorar Eine Angabe zu dem vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgt mit Verweis auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht. Die entsprechende Angabe wird auf schriftliche Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer an diese übermittelt. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt: Herr Otto Peter Graf, Geschäftsführer, Freiburg Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Gesellschaft getragene Geschäftsführerbezüge lagen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Darüber hinaus bestanden am Abschlussstichtag noch folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen. sonstige Berichtsbestandteile
Herbolzheim, 31. März 2024 Otto Peter Graf Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- u. Verlustrechnung, Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 326 ff. HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht hat der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Graf Polymers GmbH, Herbolzheim Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Graf Polymers GmbH, Herbolzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Graf Polymers GmbH, Herbolzheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Ettlingen, den 27. Juni 2024 Manfred Hättig, Wirtschaftsprüfer |
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