BIOGAS NORD Anlagenbau GmbHLiquidiert

33719 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 36801
Vorher
Biogas Nord GmbH
Eingetragen
20.3.2002
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungWärme- und KältehandelGaserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern
Gegenstand
Planung und Errichtung von Biogasanlagen, Handel mit Komponenten für Biogasanlagen sowie mit Biogasanlagen verbundenen Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator
Aleksander Rechter
seit 13.2.2023
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss 2010

Testatsexemplar Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH

1. Geschäft, Rahmenbedingungen und Entwicklung

a. Darstellung der Geschäftstätigkeit:

Die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH ist eines der führenden Unternehmen im Biogassektor und konzentriert sich seit der Gründung im Jahr 2000 auf das Angebot von Biogas Komplettanlagen. Neben dem Hauptsitz der Biogas Nord Anlagenbau GmbH, der sich in Bielefeld befindet und für den deutschen Markt zuständig ist, operiert Biogas Nord noch in Spanien durch Biogas Nord Espana S.L., in Italien durch Biogas Nord Italia S.R.L., in Polen durch Biogas Nord Polska Sp. z o. o., im Vereinigten Königreich durch Biogas Nord UK Ltd. und in Korea durch Biogas Nord Korea Ltd.

Mittlerweile kann die Biogas Nord auf mehr als 300 nationale und internationale Projekte und eine mehr als 10jährige Erfahrung zurückblicken. Dabei wurden neben den in Deutschland realisierten Anlagen auch in den Niederlanden, dem Vereinten Königreich, den USA, Kuba, Irland, Italien, Lettland, Rumänien, Weißrussland und Thailand Anlagen konzipiert und gebaut.

Der internationale Erfolg des Unternehmens gründet sich auf das Angebot von Komplettlösungen für Biogasanlagen. Biogas Nord begleitet dabei den gesamten Prozess der Anlagenerstellung von der Konzeptionierung, Durchführung und Inbetriebnahme bis hin zu Wartungs- und Serviceleistungen laufender Biogasanlagen. Dabei haben sich die Anlagen von Biogas Nord als sehr wartungsarm, wartungsfreundlich und kosteneffizient erwiesen. Dies ist auf die langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse unserer Experten aus verschiedenen Bereichen, einer ständigen Überwachung und Analyse der gebauten Anlagen und stattfindenden Prozesse sowie einer immerwährenden Weiterentwicklung und Optimierung technischer und biologischer Standards zurückzuführen. Ein stetiger Ausbau und eine Weiterentwicklung dieser Kernkompetenzen sichert nicht nur die Position von Biogas Nord als eines der größten und innovativsten Unternehmen im Biogassektor- und damit unser Selbstverständnis, sondern ermöglicht auch in Zukunft, in allen Bereichen rund um die Biogasproduktion eine führende und wegweisende Rolle einzunehmen.

Jede Biogas Nord Anlage wird exakt nach den Bedürfnissen der Kunden angefertigt, sodass eine optimale Auslegung der Anlage in Hinsicht auf die verwendeten Substrate, die Menge der Substrate und das jeweilige Gelände erfolgen kann und unseren Kunden somit die bestmöglichen Biogaserträge in Abhängigkeit der jeweiligen Gegebenheiten ermöglicht werden.

Neben der Konzeption und dem Bau eigener Biogasanlagen übernimmt Biogas Nord auch Aufträge über Erweiterungen bestehender Biogasanlagen, sowie Service- und Wartungsaufträge von Anlagen, die nicht durch Biogas Nord gebaut worden sind.

TECHNIK

In den Anlagen von Biogas Nord werden ausschließlich Komponenten und technische Elemente verbaut, die den höchsten Qualitätsstandards genügen. Dies ist Grundvoraussetzung für einen langjährigen, reibungslosen Einsatz, sowie einen kontinuierlichen Betrieb der Anlagen auf einem hohen Leistungsgrad.

Das Grundprinzip der Biogasanlagen beruht auf dem so genannten through-flow- Prinzip, wobei die Substrate kontinuierlich in stationäre, zylindrische Stahlbetonfermenter- und Silos eingebracht werden und in Abhängigkeit der Substratart und deren Mengen, sowie der Anlagenausrichtung entweder durch einen oder mehrere Fermenter zirkulieren.

Zur Rohstoffzufuhr in die Fermenter werden Förderschnecken oder Schubböden verwendet, sowie leistungsstarke Pumpen eingesetzt. Bei Substraten die für so genannte Co-Fermentationsanlagen bestimmt sind, wie etwa Schlachtabfälle oder besonders eiweißhaltige Substrate ist eine Erhitzung auf genau definierte Temperaturen notwendig, bevor man diese in den Fermenter einspeist.

Jeder Fermenter kann bis zu vier Rührwerke beinhalten, die sich in Form und Drehgeschwindigkeit voneinander unterscheiden und für eine kontinuierliche Vermischung und Zirkulation des Substrats im Fermenter sorgen.

Das durch den Fermentationsprozess entweichende Biogas wird mit Hilfe einer so genannten Gasspeicherfolie, die über den Fermenter gespannt wird, aufgefangen. Weiterhin wird eine zweite Folie zum Schutz vor Witterung über die Gasspeicherfolie angebracht, sodass jeder Fermenter mit einer Doppelmembran ausgestattet ist.

Um einen optimalen biologischen Prozess herzustellen und somit die höchste Leistungen einer Anlage abzurufen, wird jeder Fermenter weiterhin mit einer Wand- und Bodenheizung ausgestattet, die es erlaubt die Bakterien auf "Arbeitstemperatur" zu halten und Temperaturschwankungen, die für die Biogasproduktion nachteilig wäre, zu minimieren.

Um Wärmeverluste so klein wie nur möglich zu halten wird der Stahlbeton, in dessen Inneren die Heizung verläuft, von außen zusätzlich wärmeisoliert und mit trapezförmigen Stützen verkleidet.

Da das gewonnene Biogas in seiner ursprünglichen Form noch über hohe Schwefelanteile verfügt, welche die Leistungs- und Lebensdauer von Blockheizkraftwerken erheblich einschränken kann, ist eine Säuberung des gewonnenen Biogases unumgänglich. Dies wird mit speziellen Entschwefelungsverfahren realisiert. Nach diesem Aufbereitungsschritt kommt es zur Transformation des Biogases im Blockheizkraftwerk in thermische und elektrische Energie durch Verbrennung des Gases, die einerseits für den Energiebedarf des Fermenters eingesetzt wird und andererseits Wohnungen, Gebäude und öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder ähnliches mit Wärme und Strom zu versorgen. Auch wird die gewonnene Energie für energieintensive Prozesse in der Landwirtschaft und in der Industrie eingesetzt.

PLANUNG

Eines der wesentlichen Phasen ist die der Planung und Konzeption einer jeden Anlage. Basierend auf einem detaillierten Fragebogen planen wir die optimale Gestaltung der Anlage, einschließlich einer umfassenden Ergebnisrechnung für jede individuelle Anlage. Auf dieser Grundlage erhält jeder Kunde grundsätzliche Informationen über die erforderlichen Investitionen, die erwartete Biogas- und Energie-Erzeugung, die erwartete Leitung und Rentabilität der Biogasanlage. Im Anschluss werden die Pläne für den Bau der Anlage unter den individuell gegebenen Bedingungen erstellt, sowie die erforderlichen Dokumente und Genehmigungen für eine mögliche öffentliche Finanzierung zusammengestellt.

GENEHMIGUNGEN

Genehmigungsverfahren sind in der Regel sehr aufwändig und zeitintensiv und erfordern in nicht seltenen Fällen eingehende Kenntnisse um einen positiven Ausgang zu erreichen. Biogas Nord unterstützt alle Kunden eingehend bei allen Abläufen, egal ob es sich um die Erstellung der Baupläne, dem Einreichen der erforderlichen behördlichen Genehmigungsunterlagen oder Unterstützung für die öffentliche Finanzierung geht. Biogas Nord unterstützt und entlastet seine Kunden bei der Erstellung der Unterlagen für die Behörden, der Verwaltung des Genehmigungsprozesses bis hin zur Erteilung der erforderlichen Genehmigungen.

BAUPHASE

Der Bau einer Biogasanlage durchläuft verschiedenste Stadien und Phasen, die bei Biogas Nord immer von hochspezialisierten Profis begleitet wird, um die bereits oben beschriebenen Standards zu realisieren und abzusichern. Jeder Schritt wird mit unseren Kunden besprochen und durch Ingenieure, Biologen, Business-Management-Spezialisten oder Technikern begleitet. Dabei übernimmt Biogas Nord die Verantwortung für die vollständige Umsetzung der gesamten Baumaßnahme mit einem eigenen Projekt- und Bauleiter und kompetenten und erfahrenen Montage-Teams. Durch die Zuteilung eines Bauleiters zu einem Projekt haben unsere Kunden einen einzigen Ansprechpartner, kurze Kommunikationswege und hohe Transparenz im gesamten Verlauf der Errichtung der Biogasanlage.

INBETRIEBNAHME

Nach einer abschließenden Abnahme der Anlage und einem peniblem Qualitätscheck, bei dem die Anlage auf Herz und Nieren getestet wird, kommt es zum Anfahren der Anlage. Diese Anfahrphase beinhaltet die Entwicklung von Heizplänen, einer eingehenden Analyse der Substrate, die verwendet werden sollen sowie ein Fütterungsplan, nach dem der Fermenter in optimaler Weise beschickt wird. Natürlich findet auch eine eingehende Unterweisung und Schulung der Betreiber durch Experten von Biogas Nord statt, um sicherzustellen dass der Betrieb unter den bestmöglichen Voraussetzungen von statten geht.

Dieses Anfahrtsprogramm wurde speziell entwickelt um unseren Kunden die biologische Inbetriebnahme abzunehmen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Besonders in der Anfahrtsphase einer Anlage kann nicht mit der vollen Leistung der Anlage gerechnet werden, da es sich um einen biologischen Prozess handelt und die methanbildenden Bakterien erst aufgebaut werden müssen. Dies nimmt etwas Zeit in Anspruch und es bedarf genauster Substratfütterung und Überwachung des biologischen Prozesses. Durch BiNoStart erhält der Betreiber der Anlage eine intensive Betreuung durch unsere Experten und dadurch eine höhere Investitionssicherheit.

BiNoStart hat das Ziel, die Biogasanlage sicher und nachhaltig innerhalb kurzer Zeit auf Volllast zu bringen und dabei dem Betreiber von Anfang an den vollen Erlös der EEG-Vergütung zukommen zu lassen. Während der Anfahrphase steigert der Betreiber zusammen mit BIOGAS NORD die Leistung seiner Biogasanlage bis zur Volllast der BHKW-Anlage.

Aufbauend auf dem Grundkonzept unserer Anlagen, nämlich maßgeschneiderte Lösungen für jeden unserer Kunden anzubieten, wurde BiNoServ entwickelt. Hier kann der Kunde sich genau das Wartungskonzept aussuchen, dass exakt auf ihn zugeschnitten ist. Egal ob es sich um eine Teilwartung, Vollwartung oder um eine Instandsetzung handelt, für jeden Kunden wird ein auf ihn abgestimmtes, individuelles Servicepaket zusammengestellt. Mit BiNoServ, einem umfassenden und ständig weiterentwickelten Angebot, stehen den Betreibern von Biogasanlagen an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr erfahrene und speziell ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung, so dass ein reibungsloser Betrieb der Anlage zu jeder Zeit sichergestellt wird.

Eine präzise und permanente Analyse der verwendeten Substrate ist essentiell um sicherzustellen, dass eine größtmögliche Gasausbeute ermöglicht wird. Was BiNoServ für alle technischen und baulichen Elemente der Anlage darstellt ist auf der biologischen Ebene BiNoLab. Hier werden mit Hilfe modernster Technik sämtliche biologische Prozessabläufe analysiert und beobachtet. Sowohl durch zugestellte Laborproben, als auch durch Fernzugriff bekommen unsere Experten, die mehr als 250 Biogasanlagen betreuen, genaueste Informationen über ablaufende biologische Prozesse und stehen beratend zur Seite.

b. Volkswirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen:

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 bei 4,8 Prozent. Diese Entwicklung verdeutlicht die allgemeine Erholung nach der noch im Vorjahr nachwirkenden Finanzkrise. Es besteht allerdings weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieses Aufschwungs. Auch das Bruttoinlandsprodukt 2010 der Industrieländer stieg um 2,7 Prozent und auch der Welthandel wuchs laut IWF um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Konjunkturexperten erwarten, dass sich der gesamtwirtschaftliche Aufschwung auch im Jahr 2011 fortsetzen wird. Allerdings dürfte sich die Dynamik verlangsamen. Eine der großen Herausforderungen besteht darin, den bisher vor allem durch nationale Konjunkturprogramme gestützten Aufschwung in ein nachhaltiges Wachstum zu überführen. Risiken für einen tragfähigen Aufschwung sind beispielsweise die weltweiten Staatsdefizite und Währungsturbulenzen.

Auch im laufenden Jahr 2011 unterscheiden sich die Rahmenbedingungen für die Konjunkturentwicklung in den einzelnen Regionen der Welt deutlich voneinander. In Westeuropa und der Eurozone ist erneut von einem insgesamt moderaten Anstieg der Wirtschaftsleistung auszugehen, der vor allem durch eine restriktive Finanzpolitik gedämpft werden dürfte. Für den Euroraum rechnen die Konjunkturforscher mit einem BIP-Wachstum von 1,4 Prozent, in Westeuropa mit 1,6 Prozent, und in Deutschland wird ein Plus von 2,5 Prozent erwartet.

Einen Dämpfer könnte die Konjunktur durch das Erdbeben und die Reaktorkatastrophe in Japan im März 2011 bekommen. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist noch nicht absehbar, wie hoch der volkswirtschaftliche Schaden aus diesem Ereignis sein wird.

Branche:

Nach Erhebungen des Deutschen BiomasseForschungsZentrums (DBFZ) waren Ende 2010 rund 5.900 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Anlagenleistung von etwa 2.300 MWel in Betrieb und deckten damit den Bedarf von knapp 4,3 Mio. Haushalten. Nach Angaben des Fachverband Biogas e.V. sind in der Biogasbranche mehr als 19.000 Menschen tätig.

Im Jahr 2010 wurden etwa 960 Biogasanlagen mit rund 470 MWel zugebaut. Der Anlagenzubau konnte damit gegenüber 2009 nochmals gesteigert werden. Insbesondere in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind im Jahr 2010 sehr viele Biogasanlagen in Betrieb gegangen, wohingegen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein eher verhaltener Zubau erfolgte. Nach wie vor leisten die Bundesländer Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg den größten Beitrag zur Biogaserzeugung in Deutschland und stehen für insgesamt etwa 55 % des Anlagenbestandes in Deutschland (bezogen auf die Anlagenzahl und die installierte Leistung).

Der bereits im Jahr 2009 zu beobachtende Trend des Zubaus kleiner und mittlerer Anlagen war auch im Jahr 2010 deutlich zu beobachten, wenngleich auch weiterhin größere Biogasanlagen zugebaut wurden. Die mittlere Anlagenleistung von Neuanlagen, die im Jahr 2010 in Betrieb gegangen sind, lag bei ca. 300 kWel.

Weiterhin werden in Biogasanlagen vor allem tierische Exkremente und nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe (NawaRo) dominiert mit 76 % der Einsatz von Maissilage (massebezogen). Der Einsatz von Gülle - massebezogen etwa 45 % -am Substrateinsatz, trägt mit rund 11 % zur Energiebereitstellung aus Biogas bei.

Durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen (u. a. EEG 2009, GasNZV) wurden verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität zur Einspeisung in das Erdgasnetz geschaffen. Neben den Vor-Ort-Verstromungsanlagen sind Ende 2010 in Deutschland 48 Biogasaufbereitungs- und -einspeiseanlagen mit einer installierten Gasleistung von rund 340 MW in Betrieb. Die jährliche Biomethaneinspeisekapazität dieser Anlagen liegt bei 280 Millionen Nm 3 , was etwa 0,4 % des deutschen Erdgasverbrauchs des Jahres 2009 entspricht. Im vergangenen Jahr sind damit insgesamt 17 Aufbereitungsanlagen neu in Betrieb gegangen.

c. Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2010:

Die BIOGAS NORD hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das in ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte beste Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt.

Die Entwicklung der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH lässt sich folgendermaßen in Zahlen wiedergeben:

  2005 2006 2007 2008 2009 2010
Gesamtleistung (in Mio. Euro) 16,7 30,5 25,8 17,6 34,6 52,9
Umsatz (in Mio. EUR) 10,2 28,7 31,9 12,1 36,9 54,9
Umsatz pro Projekt (in Mio. EUR) 0,28 0,57 0,56 0,93 1,12 1,08
Erstellte Anlagen / abgen. Projekte 36 50 57 13 33 51
Anlagen / Projekte (kumuliert) 96 146 203 216 249 300
Mitarbeiter 50 105 151 149 115 121

Umsatz (in Mio. EUR)

Umsatz pro Projekt (in Mio. EUR)

Die Anzahl der in Betrieb genommenen Anlagen pro Jahr steigerte sich seit 2004 bis 2007 stetig. Die Anzahl der Anlagen bzw. abgeschlossenen Projekte hat in 2008 mit 13 Projekten den niedrigsten Wert seit 2004 erreicht. Davon wurden 5 Projekte im Ausland errichtet. Im Jahr 2009 wurden dagegen wieder 33 Anlagen in Betrieb genommen, wovon 7 Projekte sich im Ausland befinden. Eines der Projekte wurde in Italien errichtet und gehört mit einer Gesamtleistung von 2,1 MW/h zu den größten des Landes. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 51 Anlagen in Betrieb genommen, wovon 5 Projekte sich im Ausland befinden.

Weiterhin befinden sich 43 Projekte zum Bilanzstichtag in verschiedenen Stadien der Errichtung. Gemäß Aussage des Fachverbandes Biogas sind in 2010 insgesamt ca. 1.000 Anlagen in Deutschland ans Netz gegangen, welches einen Marktanteil der BIOGAS NORD von ca. 5 % bedeuten würde.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2010 lag der Auftragsbestand bei 58,7 Mio. EUR. Im Berichtsjahr 2010 verzeichnete BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH insgesamt einen bereinigten Auftragseingang in Höhe von ca. 75,0 Mio. € (48,4 Mio. EUR bereinigter Auftragseingang in 2009).

Positiv anzumerken ist, dass in den ersten Monaten 2011 bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes bereits 31,1 Mio. € Auftragseingang zu verzeichnen sind. Weitere Aufträge befinden sich derzeit in den Schlussverhandlungen und sollen zeitnah abgeschlossen werden.

Per Juni 2011 wurden mehr als 300 Anlagen von BIOGAS NORD errichtet und die Gesellschaft erreichte eine Mitarbeiterzahl von 152. Davon sind 45 Mitarbeiter Monteure und Bauleiter, die mit der Erstellung der Biogasanlagen und deren Betreuung und Wartung beschäftigt sind.

2. Analysierende Darstellungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Berichtszeitraum 2010 erzielte die BIOGAS NORD eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen + sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von 52.877 TEUR. Demgegenüber beliefen sich die gesamten Betriebsaufwendungen auf 51.159 TEUR. Das führte zu einem Betriebsergebnis in Höhe von 1.718 TEUR. Erweitert um das Finanzergebnis (sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Zinsen und ähnliche Aufwendungen) (-123 TEUR), und die Ertragssteuern (- 495 TEUR) ergibt dies ein Periodenergebnis in Höhe von 1.100 TEUR.

Verglichen mit dem Vorjahr hat die BIOGAS NORD eine Steigerung der Gesamtsleistung um ca. 52,9% von 34.582 TEUR auf 52.877 TEUR erreicht. Auch der Umsatz stieg um 49% von 36.886 TEUR auf 54.934 TEUR.

Der Personalaufwand stieg von 5.082 TEUR in 2009 auf 5.905 TEUR in 2010 (16,2%), dennoch sank die Personalintensität (Personalaufwand der Periode / Gesamtleistung) von ca. 14,7% im Vorjahr auf 11,2% im laufenden Jahr. Dieser moderate Anstieg der Personalkosten resultiert aus dem strikten Einhalten der Planvorgaben 2010 und ist im Wesentlichen durch Neueinstellung von Mitarbeitern begründet.

Das EBIT stieg von 1.481 TEUR in 2009 auf 1.718 TEUR in 2010. Die Gesamtkapitalrentabilität definiert sich als EBIT (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und außerordentlichen Aufwendungen 1.718 TEUR) im Verhältnis zum Gesamtkapital laut Bilanz (20.615 TEUR) und belief sich im Vorjahr auf 9,6% und in 2010 auf 8,3%.

Die Erfolgs- bzw. Steuerungsgröße "Profitabilität", gemessen am absoluten und relativen EBIT, wird bei BIOGAS NORD als eines der Hauptziele wahrgenommen. Die Geschäftsleitung hat in 2010 notwendige Umstrukturierungsmaßnahmen, unter anderem durch eine Veränderung der grundlegenden Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens konzipiert und umgesetzt.

Erläuterung ausgewählter Bilanzpositionen:

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Die Position der immateriellen Vermögensgegenstände umfasst vornehmlich den fortgeschriebenen Wert an Firmensoftware in Höhe von 71 TEUR.

Sachanlagen:

In den Sachanlagen befinden sich im Wesentlichen die fortgeschriebenen Werte an technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 787 TEUR.

Finanzanlagen:

Unter den Finanzanlagen wird im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber Dritten in Höhe von 92 TEUR ausgewiesen, welches endfällig am 30.06.2025 ist. Von der Werthaltigkeit des Darlehens wird ausgegangen.

Umlaufvermögen/Vorräte:

Die Position der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 542 TEUR auf 1.109 TEUR erhöht. Eine wesentliche Verringerung um 2.385 TEUR ergab sich, bedingt durch erfolgte Auftragsabrechnungen, in den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen, die sich insgesamt von 3.348 TEUR im Vorjahr auf 963 TEUR im Geschäftsjahr verminderten. Innerhalb des Postens erhöhte sich das Volumen an neuen, in Arbeit befindlichen Projekten. Ein Anstieg um 5.097 TEUR auf 10.528 TEUR ergab sich im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch abgeschlossene aber noch nicht vollumfänglich bezahlte Projekte.

Eigenkapital/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit Nachrangabrede: Der Ergebniseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern zum 1. Januar 2010 wird gemäß den Umstellungsvorschriften (Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB) in den Gewinnrücklagen erfasst (1.124 TEUR).

Die Gesellschaft verfügt über eine Patronatserklärung der BIOGAS NORD AG. Weiterhin wurde der zwischen der Gesellschaft und der EBP (European Business Partners Sp. z o.o.), Warschau, dem neuen Hauptaktionär der BIOGAS NORD Aktiengesellschaft, der Rangrücktritt über ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.500 aufgehoben.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen sind zum 31.12.2010 um ca. 90% auf 5.863 TEUR gestiegen. Diese Veränderung erklärt sich im Wesentlichen aus den zum Bilanzstichtag 2010 gegenüber dem Vorjahr stark erhöhten Bauleistungen, für die noch keine Rechnungen von Subunternehmern vorlagen sowie noch zu erbringenden Restarbeiten. Dabei untergliedern sich diese Rückstellungen im Wesentlichen in Rückstellungen, die im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen stehen, in Höhe von 4.951 TEUR, für Prozessrisiken in Höhe von 117 TEUR und für eventuelle Gewährleistungsrisiken in Höhe von 195 TEUR.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen:

Die erhaltenen Anzahlungen sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 709 TEUR auf 4.635 TEUR gesunken. Die Verringerung ist auf eine veränderte zeitliche Struktur von Zahlungen im Vorjahresvergleich in Abhängigkeit von den jeweiligen Fortschrittsgraden der in Arbeit befindlichen Projekte sowie erfolgte Auftragsabrechnungen zurückzuführen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung:

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Kostenweiterberechnungen innerhalb der Unternehmensgruppe.

Der Anstieg des Personalaufwandes auf 5.905 TEUR (i. Vj. 5.082 TEUR) ist insbesondere auf den gesamten Anstieg der Gesamtleistung und somit auch in der Zunahme von Mitarbeitern zurückzuführen.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf Sachanlagen ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (3.493 TEUR / Vorjahr 2.796 TEUR) fielen als laufende Leistungen größeren Umfanges die Werbe- und Reisekosten (428 TEUR / Vorjahr 410 TEUR), die Kfz-Kosten (448 TEUR / Vorjahr 390 TEUR), die Raumkosten ( 416 TEUR / Vorjahr 434 TEUR), Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste (34 TEUR / Vorjahr 36 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (623 TEUR / Vorjahr 385 TEUR), Kosten der Versicherung (211 TEUR / Vorjahr 176 TEUR), Kommunikation und Administration (272 TEUR / Vorjahr 169 TEUR) sowie die Provisions- und Gewährleistungsaufwendungen (183 TEUR / Vorjahr 304 TEUR) an.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren hauptsächlich aus Darlehenszinsen gegenüber der BIOGAS NORD AG und Dritten.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Berichtsjahr von 1.108 TEUR in 2009 auf 1.614 TEUR in 2010 gesteigert werden. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 116 TEUR spiegelt im Wesentlichen die Ersatzinvestitionen wider. Zum Bilanzstichtag weist die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH einen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 2.858 TEUR aus.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

a. Risiken

Der Geschäftserfolg der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH wird unter anderem von der allgemeinen Markt- und der Branchensituation im Biogasbereich beeinflusst. Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und die Entwicklungen in Griechenland und Portugal könnten dazu führen, dass insbesondere die Finanzierung von Großprojekten schwieriger und damit die Projektrealisierungszeit langwieriger wird. Entscheidend sind auch stabile gesetzliche Rahmenbedingungen im Inland wie auch in den Auslandsmärkten, von denen der Erfolg von Biogas mit beeinflusst wird. Durch die EEG-Novellierung, die in Deutschland zum 01.01.2009 in Kraft getreten ist wurden die Rahmenbedingungen für Kleinanlagen und die effizientere Nutzung von Biogas (Wärmenetze, Mikrogasnetze) deutlich verbessert.

Der derzeit vorliegende Entwurf zum EEG 2012 (Stand 17.05.2011) des Bundesumweltministeriums (BMU) beinhaltet jedoch eine Reihe von Änderungsvorschlägen, welche die weitere Entwicklung von standortangepassten Biogasanlagen ab 01.01.2012 verhindern würden. Nur sehr große Anlagen mit geringem Gülleeinsatz und überwiegendem Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wären zukünftig wirtschaftlich. Der Anreiz, viel Gülle in Anlagen einzusetzen, die von der Größe her an die im landwirtschaftlichen Betrieb anfallenden Güllemengen angepasst sind, fehlt völlig. Ein weiterer Flächendruck und die Konzentration der Biogasproduktion an wenigen Standorten wären die Folge. Mit denen im Referentenentwurf vorgeschlagenen Neuerungen und insbesondere den zahlreichen Verordnungsermächtigungen ergeben sich zusätzliche Planungsunsicherheiten und somit wenig Investitionsanreize. Es bleibt somit abzuwarten, welche politischen Weichenstellungen für die Entwicklung der Biogasanlagen getroffen werden.

Entscheidend für den Erfolg von Biogas sind auch die Rohstoffpreise für Einsatzstoffe. Letztlich auch bedingt durch die Finanzmarktkrise sind die Beschaffungspreise für nachwachsende Rohstoffe wieder auf einem attraktiven Preisniveau. Die weitere Preisentwicklung bleibt abzuwarten. Katastrophenbedingte Missernten in wichtigen Erzeugerländern könnten die Preisentwicklung weiter anheizen. Die Anlagentechnologie von BIOGAS NORD ermöglicht den Betreibern grundsätzlich eine flexible Substratwahl und somit eine gewisse Unabhängigkeit von einzelnen Inputstoffen. Auch für die Verwendung von bestimmten industriellen Abfällen (z.B. aus der Nahrungsmittelindustrie) sind die BIOGAS NORD Anlagen geeignet.

Weiterhin können sich bei einigen Aufträgen aufgrund der langen Auftragsabwicklungsdauer, begründet durch die Investitionszurückhaltung seitens der Auftraggeber und entsprechenden Anpassungen in der Projektkonzeption, erhöhte Fertigungseinzelkosten ergeben und zu einer Ergebnisverschlechterung der Projekte beitragen. BIOGAS NORD gibt diese Kosten nach Möglichkeit in Form von Nachträgen an den Auftraggeber weiter, um ein Abschmelzen des Deckungsbeitrags zu vermeiden.

Die Beschaffungsrisiken liegen in erster Linie im Bereich von allgemeinen Preissteigerungen bei Rohstoffen und beeinflussen daher u.a. den Preis von Großkomponenten wie Fermentern oder Blockheizkraftwerken. Auch können Lieferengpässe aufgrund der anziehenden Nachfrage bei wichtigen Komponenten (z.B. für Blockheizkraftwerke, Stahlbetonbehälter) auftreten, die in einer bestimmten Qualität weltweit nur von einer begrenzten Anzahl von Herstellern angeboten werden. Sicherung von Kontingenten und Preisgleitklauseln in unseren Werkverträgen begrenzen jedoch das Beschaffungspreisrisiko. Das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Subunternehmern soll durch die Ausweitung der internationalen Beschaffungskanäle verringert werden.

Das Preisrisiko beim Anlagenverkauf kann sich auf die Profitabilität der Hersteller niederschlagen. Dieses Risiko versucht BIOGAS NORD durch eine deutliche Differenzierung von Wettbewerbsangeboten über den Faktor Qualität und Anlageneffizienz auszugleichen.

b. Chancen und Prognosebericht

Mittel- und langfristig wird der Energiebedarf weiter steigen. Insbesondere in Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien wird es eine dauerhafte Nachfrage nach Energie geben. Wenngleich die weltweiten Energiepreise teilweise auf dem Niveau von 2007 liegen, rechnen Experten mittelfristig wieder mit einem Anstieg der Energiepreise. Damit wird sich der Abstand zum Preis für Biogas weiter verringern.

Im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energien weist Biogas Vorteile auf, welche die Branche hervorragend für fortgesetztes zukünftiges Wachstum positionieren. Die Erzeugung von Strom aus Biogas ist im Vergleich zu anderen Formen Erneuerbarer Energien wie z.B. Photovoltaik langfristig nicht auf dauerhafte politische Unterstützung angewiesen, da die Erzeugungskosten mit 0,08 bis 0,16 Euro/kWh nur wenige Jahre von der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber herkömmlichen Energiequellen entfernt sind.

Deutschland hat durch die Schaffung von klaren Rahmenbedingungen international Maßstäbe bei der Entwicklung der Biogasbranche gesetzt. Inzwischen bieten zahlreiche Länder feste gesetzliche Regelungen für den Bau und Betrieb von Biogasanlagen mit entsprechenden Einspeisevergütungen. Der italienische Markt hat sich bedingt durch einen Vergütungssatz von 28 ct je KWh Strom im Jahr 2010 sehr stark entwickelt. Ende 2010 befanden sich in Italien ca. 350 Biogasanlagen am Netz. Weitere 200 neue Biogasanlagen könnten nach Prognosen von Experten im Jahr 2011 in Italien entstehen. Auch der Markt in Großbritannien wird durch weitere positive politische Rahmenbedingungen an Bedeutung für BIOGAS NORD gewinnen. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen sehen wir uns in diesem Markt für die Zukunft gut aufgestellt. Weitere wichtige internationale Märkte für BIOGAS NORD sind Länder wie z.B. Lettland, Rumänien, Tschechien und Polen.

c. Prognose der Unternehmensentwicklung

Die zum 01.01.2009 in Kraft getretene EEG-Novellierung hat die Inlandsnachfrage wieder deutlich belebt. Auch der erste Entwurf des EEG 2012 führte in Deutschland im aktuellen Geschäftsjahr zu einer erhöhten Nachfrage. Das von BIOGAS NORD entwickelte Anlagenkonzept hat zu deutlichen Auftragseingängen in den vergangenen Monaten geführt.

Neben Kleinanlagen gehen auch Projekte im Bereich von 500 kW bis 2 MW in die Realisierungsphase, deren Entwicklung bereits in den vergangenen Jahren begonnen wurde.

Die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH, mit ihren vornehmlichen Absatzgebieten in Deutschland und der europäischen Union, bleibt für die BIOGAS NORD Gruppe die bedeutendste Gesellschaft. Zwar nehmen die internationalen Schwestergesellschaften der BIOGAS NORD Gruppe in Zukunft eine gewichtigere Position im Konzern ein, das technologische wie auch administrative Zentrum der Gruppe wird jedoch langfristig in Deutschland angesiedelt bleiben.

Insgesamt wird auch 2011 für die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH ein Wachstumsjahr sein. Die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH geht für das laufende Geschäftsjahr vor dem Hintergrund wesentlich verbesserter Auftragseingänge, aktueller Vertriebserfolge und Geschäftsanbahnungen sowie positiver politischer Rahmenbedingungen derzeit von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und der Gesamtleistung für das laufende Geschäftsjahr aus. Es wird mit einer weiteren Verbesserung des EBIT gerechnet, da die ergriffenen Maßnahmen ihre vollständige finanzielle Wirkung entfalten werden. In Folge dessen wird sich auch das Geschäftsergebnis weiter verbessern. Diese Entwicklung wird sich nach unseren Erwartungen im Kontext der Branchenentwicklung auch in den Folgejahren fortsetzen. Für das Jahr 2012 beabsichtigen wir eine weitere Steigerung des Umsatzes verglichen mit dem Vorjahr und gehen von einer signifikanten Verbesserung des EBIT aus.

4. Forschung und Entwicklung

BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH entwickelt seine Produkte fortlaufend weiter. Wertvolle Erkenntnisse werden dabei häufig bei der biologischen Anlagenbetreuung und Anlagenwartung gewonnen.

BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH betreibt keine eigene Forschung, unterstützt aber externe Forschungsprojekte wie z.B. die Gewinnung von Mikroalgen als Substratalternative sowie Lösungen zur Gärrestaufbereitung. Diese Projekte sollen die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen signifikant erhöhen.

5. Gesamtfazit

Die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH hat im Berichtsjahr ihr bestes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit seit Unternehmensgründung erzielt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der oben beschriebenen Maßnahmen, davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens weiter gesichert ist.

Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind durch die aktuellen EEG Förderrichtlinien und der Entwurf zum EEG 2012 und die damit eingetretene Nachfragebelebung sehr positiv. Auch die sich allmählich entwickelnden Auslandsmärkte und die stärkere Fokussierung auf Kernmärkte geben Grund zu der Annahme, dass BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH in der Lage ist mittel- und langfristig zu den erfolgreichen Unternehmen der Biogasbranche zu gehören.

6. Nachtragsbericht

Alle weiteren Veränderungen die nach dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung dieses Lageberichtes eingetreten sind, sind nach bestem Wissen und Gewissen in diesen Lagebericht eingeflossen. Es ergaben sich keine weiteren Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft.

 

Bielefeld, den 21. Juni 2011

Alexander Rechter, Geschäftsführer

Asnat Drouianov, Geschäftsführer

Gerrit Holz, Geschäftsführer

Friedrich-W. Schwenker, Geschäftsführer

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

  31.12.2010
31.12.2009
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.968,00 104.884,00
  70.968,00 104.884,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.500,00 1.805,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.757,00 95.338,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattungen 743.072,00 932.043,00
  787.329,00 1.029.186,00
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 92.255,18 95.641,26
  92.255,18 95.641,26
  950.552,18 1.229.711,26
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.108.402,72 542.427,19
2. Unfertige Leistungen, unfertige Erzeugnisse 963.201,89 3.347.618,70
3. Geleistete Anzahlungen 2.389.243,24 846.004,87
  4.460.847,85 4.736.050,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.528.006,69 5.431.408,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 802.019,10 619.971,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 101.184,49 52.624,30
  11.431.210,28 6.104.004,31
III. Sonstige Wertpapiere 0,00 0,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.857.575,86 1.359.931,12
  18.749.633,99 12.199.986,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 220.022,01 76.040,78
D. Aktive latente Steuern 695.059,00 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.862.348,05
Summe AKTIVA 20.615.267,18 15.368.086,28

Passiva

   
31.12.2010
31.12.2009
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 5.631.403,70 5.631.403,70
III. Gewinnrücklage 1.123.704,43 0,00
IV. Verlustvortrag -7.993.751,75 -9.181.442,92
V. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 1.099.911,42 1.187.691,17
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.862.348,05
  361.267,80 0,00
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 74.400,00 41.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.863.034,72 3.079.360,81
  5.937.434,72 3.120.860,81
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.635.452,13 5.343.753,30
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.816.721,88 3.966.267,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.010.137,42 1.500.581,59
5. Sonstige Verbindlichkeiten 854.253,23 1.436.623,20
(davon aus Steuern) 624.325,21 1.261.451,90
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 10.343,39 2.186,13
  14.316.564,66 12.247.225,47
Summe Passiva 20.615.267,18 15.368.086,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

  2010
2009
1. Umsatzerlöse 54.933.511,57 36.886.323,63
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -2.384.416,81 -3.956.365,25
3. Sonstige betriebliche Erträge 327.729,24 1.651.777,17
davon Erträge aus Währungsumrechnung 8.542,71 14,54
4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.433.243,32 24.859.991,39
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.975.418,75 4.260.703,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 929.108,70 821.057,96
davon für Altersversorgung 70.284,70 24.337,82
  5.904.527,45 5.081.761,68
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 318.313,52 351.064,73
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.492.969,57 2.795.517,83
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 25.488,83 49,83
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.649,72 42.190,59
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 134.750,23 292.213,43
davon an verbundene Unternehmen 37.725,75 164.075,75
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.604.669,63 1.243.377,08
11. Außergewöhnliche Erträge / Außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 494.809,65 42.827,17
davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 428.645,43 0,00
13. sonstige Steuern 9.948,56 12.858,74
14. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 1.099.911,42 1.187.691,17

Anhang

BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH Werningshof 2-4 33719 Bielefeld

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB sowie der ergänzenden Bestimmungen des GmbHG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

1.2. Geschäftszweig

Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen die Planung und Errichtung von Biogasanlagen, Handel mit Komponenten für Biogasanlagen sowie mit Biogasanlagen verbundene Serviceleistungen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

2.1. Bilanzierungsmethoden

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, das sogenannte Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (im nachfolgenden "BilMoG"), ist in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft anzuwenden (Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB). Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung (Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB) wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Einführung des BilMoG kann in der sogenannten BilMoG-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 zu Bewertungs- und Ausweisänderungen von Bilanzposten des Vorjahres führen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Rahmen der erstmaligen Anwendung ist nach Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB unterblieben.

Durch die BilMoG-Erstanwendung wurde die Gliederung der Bilanz um folgende Position 'aktive latente' Steuern erweitert:

Entsprechend der neuen HGB-Regelungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig die folgenden Angaben als sogenannte Davon-Vermerke ausgewiesen:

Erträge aus der Währungsumrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge"

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen"

Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

2.2 Bewertungsmethoden

Prinzipien der Realisation von Forderungen und Umsätzen

Die Biogas Nord GmbH erreichtet schlüsselfertige Biogasanlagen auf der ganzen Welt. Dabei übernimmt die Biogas Nord GmbH sowohl das Engineering, die Beschaffung als auch die Montage dieser Anlagen (sog. turn key Anlagen). In der Regel handelt es sich um Werk- bzw. Werklieferungsverträge für die Biogas Nord GmbH den Erfolg schuldet. Das Realisationsprinzip (§ 252) HGB bedingt dabei, dass Erträge erst dann verwirklicht bzw. erfasst werden können, wenn die vertraglich vereinbarte Leistung vollbracht und damit der Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist.

Eine Realisation des Gewinns im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB kann bei Veräußerungen nur angenommen werden, wenn der Veräußerer den Vertrag wirtschaftlich erfüllt hat. Das ist dann der Fall, wenn er die vereinbarte Leistung oder Lieferung erbracht wurde. Der Zeitpunkt der Gewinnrealisation wird dabei grundsätzlich durch das Kriterium des Übergangs der Preisgefahr auf den Käufer bzw. die Anerkennung der vertragsgemäßen Herstellung durch den Auftraggeber bestimmt, welches im Anlagenbau in der Regel durch ein Abnahmeprotokoll seitens des Auftraggebers dokumentiert wird.

Bei Biogas Nord GmbH werden Forderungen und Umsätze bereits vor Endabrechnung als realisiert erfasst, sobald die Anlage im Wesentlichen vertragsgemäß hergestellt wurde (dies wird in der Regel bei einem Fertigstellungsgrad von 95 % angenommen) und sich der Abnehmer in Abnahmeverzug befindet. Für noch ausstehende Restarbeiten werden entsprechende Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die Bewertung der übrigen Posten erfolgt wie folgt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, oder bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, oder bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen errechnen sich auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Technische Anlagen werden über 10 bis 15 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge werden über 3 bis 6 Jahre linear abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 betrugen, wurde ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich werden Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit Projekten werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Einzelkosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten und allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet werden können, einbezogen.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. bei übergebenen Projekten entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde allen risikobehafteten Posten durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 0,75 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie sind zu Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen zwei Geschäftsjahre berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

2.3. Währungsumrechnung

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

2.4. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Der Ergebniseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern zum 1. Januar 2010 wird gemäß den Umstellungsvorschriften (Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB) in den Gewinnrücklagen erfasst.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 1. Januar 2010 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Unter den Finanzanlagen wird ein Darlehen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 92 ausgewiesen, welches endfällig am 30. Juni 2025 ist. Von der Werthaltigkeit des Darlehens wird ausgegangen. Das Anlagevermögen ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von länger als einem Jahr in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 33). Bei allen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beträgt die Restlaufzeit weniger als ein Jahr. Ein Teil der Forderungen beruht auf Umsätzen, denen zum Bilanzstichtag noch keine Schlussrechnungen zugrunde liegen. Die Schlussrechnungen wurden angesichts vertraglicher Vereinbarungen erst zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung gelegt. Die Abrechnung der Projekte erfolgt aber auf Grund von vorliegenden Bauabnahmen. Ein entsprechender Fertigstellungsgrad der Biogasanlage ist somit erreicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 802 (Vorjahr: TEUR 620) beinhalten Forderungen aus Weiterberechnungen von erbrachten Leistungen.

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 676 (Vorjahr: TEUR 1.043) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 20) gebildet.

3.3. Aktive latente Steuern

Der in der Bilanz unsaldiert und gesondert ausgewiesene Posten "Aktive latente Steuern" resultiert aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:

  31.12.2010   31.12.2010
  Differenz Handels- vs. Steuerbilanz
T€
Steuersatz Aktive latente Steuern
T€
Sachverhalt      
Musteranlage auf Kuba 165 31,05% 51
Sonstige Rückstellungen 20 31,05% 6
Steuerliche Verlustvorträge Verlustvorträge gesamt
in T€
Im 5-Jahres-Zeitraum voraussichtlich nutzbar    
Körperschaftsteuer 1.989 1.989 15,825% 315
Gewerbesteuer 2.121 2.121 15,225% 323
        695

Die Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt neben den Verlustvorträgen auch die Abweichung aus der Musteranlage auf Kuba und aus einer Prozesskostenrückstellung, die steuerlich nicht anerkannt wurde.

3.4. Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen betreffen Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG und beziehen sich auf die erfolgsneutrale Erfassung aktiver latenter Steuern aus der Erstanwendung des § 274 HGB in Höhe von TEUR 1.124.

Das Eigenkapital setzt sich daher wie folgt zusammen:

  2010
TEUR
2009
TEUR
Gezeichnetes Kapital 500 500
Kapitalrücklage 5.631 5.631
Gewinnrücklagen 1.124 0
Verlustvortrag -7.994 -9.181
Jahresüberschuss 1.100 1.188
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 1.862
Eigenkapital 361 0

3.5. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden auf den Jahresüberschuss abzüglich der Nutzung von Verlustvorträgen gebildet. Demzufolge wurde eine Rückstellung für Körperschaftssteuer incl. Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 17) und für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 24) gebildet.

3.6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für Rückstellungen, welche im Zusammenhang mit Fertigungsaufträgen stehen (TEUR 4.951, Vorjahr TEUR 2.171), Gewährleistungsverpflichtungen aus Einzel- und Pauschalrisiken (TEUR 195, Vorjahr TEUR 245), Prozesskosten (TEUR 117, Vorjahr TEUR 147), Urlaubsansprüche (TEUR 113, Vorjahr TEUR 63), Rückstellungen für geleistete Überstunden (TEUR 86, Vorjahr TEUR 50), Jahresabschlusskosten (TEUR 31, Vorjahr TEUR 28), für Provisionszahlungen (TEUR 126, Vorjahr TEUR 82) und für sonstige Ansprüche (TEUR 243, Vorjahr TEUR 294).

3.7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeiten  
  bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2010
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.635 0 0 4.635
(Vorjahr) (5.344) (0) (0) (5.344)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.817 0 0 4.817
(Vorjahr) (3.966) (0) (0) (3.966)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.431 1.579 0 4.010
(Vorjahr) (9) (1.492) (0) (1.501)
davon gegen Gesellschafter 2.376 0 0 2.376
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 854 0 0 854
(Vorjahr) (1.437) (0) (0) (1.437)
davon aus Steuern 624 0 0 624
(Vorjahr) (1.261) (0) (0) (1.261)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 10 0 0 10
(Vorjahr) (2) (0) (0) (2)
  12.737 1.579 0 14.316

Zwischen der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH und der BIOGAS NORD AG liegt ein Organschaftsverhältnis iSd USt-Rechts vor. Dabei ist die BIOGAS NORD AG der Organträger und die BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH die Organgesellschaft. Die Organgesellschaft haftet nach § 73 AO für die auf sie entfallende Umsatzsteuer. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Betrag auf TEUR 2.010. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

3.8. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH gemäß § 251 HGB:

Zum Bilanzstichtag wurde von der R+V Allgemeine Versicherung AG eine Kreditlinie für Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.000 zur Verfügung gestellt, davon wurden TEUR 2.725 in Anspruch genommen. Dieser Betrag teilt sich auf in Gewährleistungsbürgschaft TEUR 1.871, Vertragserfüllungsbürgschaft TEUR 715 und Voraus-/ Anzahlungsbürgschaft TEUR 139. Die in Anspruch genommene Kreditlinie für Vertragserfüllungsbürgschaft und Anzahlungsbürgschaft wurde durch Barmittel abgesichert.

Zum Bilanzstichtag wurde von der AXA Versicherung AG eine Kreditlinie für Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.000 zur Verfügung gestellt, davon wurden TEUR 79 als Vertragserfüllungsbürgschaft in Anspruch genommen. Die in Anspruch genommene Kreditlinie für Vertragserfüllungsbürgschaften wurde durch Barmittel abgesichert.

Zum Bilanzstichtag wurden von der Volksbank Gütersloh eG Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 92 ausgereicht, welche durch Barmittelhinterlegung abgesichert sind.

3.9. Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEUR 695 und ergibt sich im Zusammenhang mit der Aktivierung von latenten Steuern.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

  2010 2009
  TEUR % TEUR %
Umsätze Inland 49.404 90 28.602 77
Umsätze EU 5.529 10 8.281 23
Umsätze Drittländer 0 0 3 0
  54.933 100 36.886 100

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft basieren in Höhe von TEUR 17.444 auf Umsätzen, denen zum Stichtag noch keine Schlussrechnungen zugrunde liegen.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 191, Vorjahr TEUR 217), Versicherungsentschädigungen (TEUR 2, Vorjahr TEUR 52), Sachbezüge für Pkw Nutzung (TEUR 74, Vorjahr TEUR 85) und sonstigen Erträgen (TEUR 35, Vorjahr TEUR 103).

4.3. Personalaufwand und Mitarbeiter

Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:

  2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 30 51
Angestellte 82 56
Teilzeitbeschäftigte 4 5
  116 112

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 3 Auszubildende beschäftigt.

4.4. Abschreibungen

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 318 / Vorjahr TEUR 351) ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 3.493 / Vorjahr TEUR 2.796) fielen als laufende Leistungen größeren Umfanges die Werbe- und Reisekosten (TEUR 428 / Vorjahr TEUR 410), die Kfz-Kosten (TEUR 448 / Vorjahr TEUR 390), die Raumkosten (TEUR 416 / Vorjahr TEUR 434), Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste (TEUR 34 / Vorjahr TEUR 36), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 623 / Vorjahr TEUR 385), Kosten der Versicherung (TEUR 211 / Vorjahr TEUR 176), Kommunikation und Administration (TEUR 272 / Vorjahr TEUR 169) sowie die Provisions- und Gewährleistungsaufwendungen (TEUR 183 / Vorjahr TEUR 304) an.

4.6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Der Gesamtbetrag der periodenfremden Erträge beträgt TEUR 252 (Vorjahr TEUR 32). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr TEUR 102).

4.7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren hauptsächlich aus Zinseinnahmen von Bankguthaben und Darlehen.

Von den Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen TEUR 38 auf Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen.

4.8. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Diese Position umfasst im Wesentlichen Aufwendungen für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 30 und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 34. Weiterhin ergibt sich aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern ein Aufwand in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr TEUR 0).

4.9. Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern betreffen Kraftfahrzeugsteuern in Höhe von TEUR 10.

5. Sonstige Angaben

5.1. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Aleksander Rechter, Warschau (Polen) CEO

Frau Asnat Drouianov, Bielefeld, CFO

Herr Friedrich-W. Schwenker, Hille, ab 25.01.10, COO

Herr Dipl.-Ing. Gerrit Holz, Bielefeld, CTO

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2010 TEUR 271.

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag für Miet- und Leasingverträge in folgender Höhe:

  2011
TEUR
2012 - 2015
TEUR
2016 ff.
TEUR
Gesamt
TEUR
Verpflichtungen aus:        
Mehrjährigen Mietverträgen 182 151 0 333
Mehrjährigen Leasingverträgen 100 179 0 279

Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Bielefeld, Mietwohnungen für Mitarbeiter und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

5.3. Kredite von und an Geschäftsführungsorgane

Zum 31.12.2010 bestand eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr TEUR 83). Die Verzinsung des Darlehens erfolgt jährlich in Höhe von 6%.

5.4. Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.099.911,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5.5. Konzernabschluss

Mutterunternehmen der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH, Bielefeld, ist die BIOGAS NORD AG mit Sitz in Bielefeld. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen. Oberstes Unternehmen, dass einen Konzernabschluss aufstellen könnte, in den die Gesellschaft einzubeziehen wäre, ist die European Business Partners Sp. z o.o., Warschau, Polen (EBP). Die EBP wird als verbundenes Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 angesehen.

5.6. Sonstige Angaben

In die Gewinnrücklagen der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH wurde aus der Bildung der aktiven latenten Steuern gemäß BilMoG ein Betrag in Höhe von TEUR 1.124 zum 1. Januar 2010 eingestellt.

Weiterhin wurde der zwischen der Gesellschaft und der EBP (European Business Partners Sp. z o.o.), Warschau, dem neuen Hauptaktionär der BIOGAS NORD Aktiengesellschaft, der Rangrücktritt über ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.500 aufgehoben.

Die BIOGAS NARD AG hat gegenüber ihrer 100% Tochter, der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH, eine Patronatserklärung in unbeschränkter Höhe ausgesprochen.

5.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es ergaben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Gesellschaft.

 

Bielefeld, 21. Juni 2011

Aleksander Rechter, Geschäftsführer

Asnat Drouianov, Geschäftsführer

Gerrit Holz, Geschäftsführer

Friedrich-W. Schwenker, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2010

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 01.01.2010
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand am 31.12.2010
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 304.323,76 20.826,46 0,00 325.150,22
  304.323,76 20.826,46 0,00 325.150,22
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.747,96 0,00 0,00 2.747,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.847,92 8.456,70 70.466,20 60.838,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattungen 2.275.670,47 90.407,36 106.150,72 2.259.927,11
  2.401.266,35 98.864,06 176.616,92 2.323.513,49
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 95.641,26 0,00 3.386,08 92.255,18
  95.641,26 0,00 3.386,08 92.255,18
  2.801.231,37 119.690,52 180.003,00 2.740.918,89
  Abschreibungen
  Stand am 01.01.2010
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand am 31.12.2010
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.439,76 54.742,46 0,00 0,00 254.182,22
  199.439,76 54.742,46 0,00 0,00 254.182,22
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 942,96 305,00 0,00 0,00 1.247,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.509,92 7.587,70 17.016,20 0,00 18.081,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattungen 1.343.627,47 255.678,36 82.450,72 0,00 1.516.855,11
  1.372.080,35 263.571,06 99.466,92 0,00 1.536.184,49
III. Finanzanlagen          
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.571.520,11 318.313,52 99.466,92 0,00 1.790.366,71
   
  Buchwert 31.12.2010
Euro
Buchwert 31.12.2009
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.968,00 104.884,00
  70.968,00 104.884,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.500,00 1.805,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.757,00 95.338,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattungen 743.072,00 932.043,00
  787.329,00 1.029.186,00
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 92.255,18 95.641,26
  92.255,18 95.641,26
  950.552,18 1.229.711,26

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der BIOGAS NORD Anlagenbau GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bielefeld, den 28. Juni 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Heinz T. Petermann, Wirtschaftsprüfer

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