Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft
Herrlichkeit 6, 28199 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Georg Mahn seit 17.12.2020 | Prokura |
Carsten Heinemann seit 7.11.2005 | Vorstandsmitglied |
Robert Mahn seit 24.8.2005 | Vorstandsmitglied |
Max Friedrich Stegemann seit 24.8.2005 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Minerva Versicherungs-AktiengesellschaftBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftsmodell Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden "MINERVA" genannt) ist als Traditionsunternehmen seit dem Jahr 1959 ausschließlich im Geschäftsfeld Transportversicherung als Erstversicherer tätig. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt in der Beteiligung an Policen inländischer Kaskoversicherungen für See- und Binnenschiffe. Anbieter sind grundsätzlich spezialisierte Vermittler mit hoher Sachkompetenz in der Transportversicherung. Über die Zeichnungswürdigkeit von angebotenen Risiken entscheidet der Vorstand insbesondere anhand offerierter Konditionen und des historischen Schadenverlaufs. Der Vorstand ist ebenfalls in das Risiko- und Kapitalanlagenmanagement eingebunden. Als Ziel wird ein positives versicherungstechnisches Ergebnis und Kapitalergebnis angestrebt. 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Nach einem besonders schwachen Jahr 2022 ist der
Seehandel, in Tonnenmeilen gemessen, in 2023 um ca. 4%
gewachsen. Hierzu hat sowohl das höhere
Ladungsaufkommen beigetragen als auch die deutlich
gestiegenen Distanzen. Hintergrund sind vor allem die
Sanktionen der EU gegen Russland, die dazu geführt
haben, dass russische Ölexporte aus der Ostsee nun
vorwiegend nach Übersee gehen und gleichzeitig
über nordeuropäische EU-Häfen mehr Öl
aus Übersee importiert wird.
In der Seekasko-Versicherung kamen die Prämienraten wegen größerer Kapazitäten, insbesondere aus dem englischen Markt, unter Druck. Die Preise liegen daher auf einem noch nicht auskömmlichen Niveau. Die Anzahl der im deutschen Markt versicherten Schiffe war rückläufig. Eine dauerhaft erhöhte Inflation, anhaltende
geopolitische Spannungen und eine spürbare
Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit kennzeichneten
die Weltwirtschaft im Jahresverlauf 2023.
Die Aktienmärkte entwickelten sich entgegen unserer
vorsichtigen Prognose mit deutlichen Gewinnen. Vor allem
die Hoffnung auf sinkende Energiepreise und ein Nachlassen
des Inflationsdrucks bescherten der Deutschen Börse
ein starkes Jahr.
3. Geschäftsverlauf der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft 3.1 Transportversicherung / Ertragslage Durch eine stärker als geplante Rückzeichnung risikobehafteter Verträge und den Verzicht auf Führungsgeschäft verringerten sich unsere Beitragseinnahmen. Die gebuchten Bruttobeiträge gingen auf 1.802 (4.143) TEUR zurück. Für eigene Rechnung beliefen sich die Einnahmen auf 975 (1.291) TEUR. Der Rückgang betrug brutto 56% sowie netto 24% im Vergleich zum Vorjahr. Die Schadenaufwendungen sanken brutto um 17,3% auf 2.380 (2.878) TEUR und für eigene Rechnung um 5,9% auf 1.055 (1.121) TEUR. Die Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verminderte sich deutlich um 40% auf 2.674 (4.506) TEUR. Die Brutto-Schadenquote, d.h. die Aufwendungen für
Versicherungsfälle im Verhältnis zu den
verdienten Brutto-Beiträgen, betrug im
Geschäftsjahr 132,1% (69,5%). Für eigene Rechnung
betrug die Schadenquote des Geschäftsjahres 108,1%
(86,9%)
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb bezogen auf die Bruttobeiträge betrugen 15% (10,8%) und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr. Für eigene Rechnung lagen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb bei 23,2% (17,8%) und die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 131% (105%). Versicherungstechnisches Ergebnis Unsere versicherungstechnische Rechnung schloss im Berichtsjahr mit einem Überschuss von 138 TEUR. (Überschuss 0,3 TEUR) ab. Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 256 TEUR (86 TEUR) betrug das versicherungstechnische Defizit für eigene Rechnung 118 (86) TEUR. Geschäftsergebnis Die Erträge aus Kapitalanlagen sanken auf 175 (182)
TEUR. Den Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen in
Höhe von 570 (366) TEUR standen Abschreibungen und
Verluste von 60 (133) TEUR gegenüber. Die Erträge
aus Zuschreibungen beliefen sich auf 26 (34) TEUR. Das
Ergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Berichtsjahr 706
(443) TEUR. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
beläuft sich auf 3,6%
3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Änderung der Rückversicherungsstruktur
führte zu einem Rückgang bei den
Prämieneinahmen wobei die Höhe der
Schadenaufwendungen sich wie im Vorjahr verhielt.
Unsere Kapitalanlagen setzen sich insbesondere aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Geldmarktfonds zusammen. Wertpapiere aus ABS, CDO und MBS-Transaktionen sowie sonstige Kreditstrukturen zählen nicht zu unserem Portfolio. Auf der Aktivseite sanken insbesondere die liquiden Mittel von 846 TEUR auf 266 TEUR.
Auf der Passivseite sanken die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft von 1.024 TEUR auf 27 TEUR. Die versicherungstechnischen Rückstellungen
für eigene Rechnung verminderten sich von insgesamt
1.952 TEUR auf 1.765 TEUR. Die Netto-Rückstellung
für bereits eingetretene, aber noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle ging von 1.846 TEUR auf 1.403 TEUR
zurück, während die Schwankungsrückstellung
von 106 TEUR auf 362 TEUR stieg.
Die Bilanzsumme sank infolge der genannten Effekte von insgesamt 6.344 TEUR auf 5.378 TEUR. Unser Eigenkapital betrug einschließlich Bilanzgewinn 3.435 (3.210) TEUR und entsprach 352,1% (248,6%) der gebuchten Nettobeitragseinnahmen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 63,9% (50,6%). Das Geschäftsjahr 2023 wurde einerseits durch das positive versicherungstechnische Ergebnis geprägt, und auf der anderen Seite wurden aufgrund der positiven Börsenentwicklung Kursgewinne realisiert, was maßgeblich zum Jahresüberschuss beigetragen hat. Insgesamt bewerten wir die Geschäftsentwicklung als noch nicht zufriedenstellend. 4. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die vertriebs- und teilweise
verwaltungsmäßige Abwicklung der Geschäfte
ist vertraglich der Firma Drewes & Runge GmbH & Co.
KG übertragen. Diese erhielt für ihre Bearbeitung
eine angemessene Vergütung.
Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk zum Abhängigkeitsbericht wurde erteilt. 5. Sonstige Angaben Unsere Gesellschaft ist Mitglied folgender Verbände: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Berlin Verein Hanseatischer Transportversicherer e. V. (VHT), Bremen/Hamburg 6. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft setzt die seit dem 1. April 2020 geltenden Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation (MaGo) für kleine Versicherungsunternehmen um. Dabei ist das Risikomanagement als ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet. Unser Risikomanagement-System verbindet die Einzelrisiken der jeweiligen Geschäftsabläufe zu einer ganzheitlichen Dokumentation und Auswertung. Wesentliche Risiken werden in unserem internen Kontrollsystem erfasst und regelmäßig überprüft. Hierdurch erkennen wir frühzeitig mögliche Abweichungen, um bewusst geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Firma Drewes & Runge GmbH & Co. KG ist in den Risikomanagementprozess der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft eingebunden. Der Vorstand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement, die Implementierung von Kontrollmaßnahmen und deren Überwachung. Als weitere Kontrollorgane wirken der Aufsichtsrat sowie, im Rahmen des Jahresabschlusses, auch der Wirtschaftsprüfer. Risikobericht Als Risiken sehen wir alle Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele und im Extremfall auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können. Unser Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie konzentriert sich im Wesentlichen auf folgende Risiken:
Zum Berichtszeitpunkt sind mit Blick auf den definierten Risikohorizont und das gewählte Sicherheitsniveau keine Risiken erkennbar, die mit unserer Geschäftstätigkeit und unseren Geschäftsbeziehungen und Dienstleistungen verknüpft sind und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen oder den Fortbestand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft gefährden. Die Gesellschaft weist weiterhin eine starke Kapitalausstattung auf und hält die regulatorischen Solvency-Kapitalanforderungen ein. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Chancenbericht Unsere Chancen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Weiterentwicklung als Spezialversicherer von Seekasko-Risiken liegen in der Fortführung der selektiven und gewinnorientierten Zeichnungspolitik, einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte sowie steigenden Zinsen. Unser Risikomanagement trägt durch gezieltes Abwägen von Risiken und Chancen zur Wertschöpfung des Unternehmens bei. Ausblick Wir werden unser Risikomanagement als ein wichtiges
Element der Unternehmenssteuerung kontinuierlich
weiterentwickeln und ausbauen, um auch künftigen
Änderungen interner und externer Rahmenbedingungen,
die Auswirkungen auf unsere Risikolage haben, mit
geeigneten Maßnahmen zu begegnen.
7. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, trotz unserer restriktiven Zeichnungspolitik, eine geringe Steigerung der Nettobeitragseinnahmen um ca. 10% sowie einen Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung. Nach Veränderung der Rückstellungen rechnen wir mit einem ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung. Für das wirtschaftliche Umfeld haben wir eine
zurückhaltende Entwicklung und eine leicht
rückläufige Preissteigerungsrate unterstellt. Mit
einer konjunkturellen Erholung rechnen wir erst im
Folgejahr. Dies würde aber die Aktienmärkte
weiterhin stützen, so dass mit geringen
Kurssteigerungsraten zu rechnen wäre.
Gleichwohl ist diese Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet, die insbesondere von den Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten sowie möglichen konjunkturellen Einbrüchen herrühren. Auch können unvorhersehbare große Schadenereignisse unser prognostiziertes versicherungstechnisches Ergebnis negativ beeinflussen. Daher lässt sich zu dieser Zeit keine Aussage über den Jahresüberschuss treffen. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn-
und Verlustrechnung
|
| 2023 | 2023 | 2023 | 2022 | |
| € | € | € | € | |
| I. Versicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||||
| a) gebuchte Bruttobeiträge | 1.802.356,12 | 4.142.958,23 | ||
| b) abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 826.856,43 | 2.851.878,04 | ||
| 975.499,69 | 975.499,69 | 1.291.080,19 | ||
| 2. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 2.380.274,53 | 2.877.509,75 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 1.325.748,52 | 1.756.056,90 | ||
| 1.054.526,01 | 1.121.452,85 | |||
| b) Veränderung der
Rückstellung für noch
nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
||||
| aa) Bruttobetrag | 1.832.300,00 | 100.400,00 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 1.388.800,00 | 40.000,00 | ||
| 443.500,00 | 60.400,00 | |||
| 611.026,01 | 1.061.052,85 | |||
| 3. Aufwendungen für
den Versicherungsbetrieb
für eigene Rechnung |
||||
| a) Bruttoaufwendungen | 270.957,51 | 447.757,24 | ||
| b) davon ab: erhaltene
Provisionen aus
dem Rückversicherungsgeschäft |
44.739,42 | 218.032,66 | ||
| 226.218,09 | 229.724,58 | |||
| 4. Zwischensumme | 138.255,59 | 302,76 | ||
| 5. Veränderung der
Schwankungsrückstellung
und ähnlicher Rückstellungen |
-256.200,00 | -86.300,00 | ||
| 6.
Versicherungstechnisches Ergebnis
für eigene Rechnung |
-117.944,41 | -85.997,24 | ||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | ||||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 175.231,49 | 182.453,16 | ||
| b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 569.829,42 | 365.752,13 | ||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 26.021,70 | 33.856,99 | ||
| 771.082,61 | 582.062,28 | |||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | ||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen | 5.030,16 | 5.788,35 | ||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 58.696,87 | 133.093,47 | ||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1.477,01 | 10,00 | ||
| 65.204,04 | 138.891,82 | |||
| 705.878,57 | 443.170,46 | |||
| 3. Sonstige Erträge | 25.471,85 | 345,19 | ||
| 4. Sonstige Aufwendungen | 175.931,54 | 151.808,41 | ||
| -150.459,69 | -151.463,22 | |||
| 5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 437.474,47 | 205.710,00 | ||
| 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 11.995,14 | 14.468,86 | ||
| 7. Jahresüberschuss | 425.479,33 | 191.241,14 | ||
| 8. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 9.862,69 | 18.621,55 | ||
| 9. Bilanzgewinn | 435.342,02 | 209.862,69 |
Anhang
1. Geschäftstätigkeit und Rechnungslegungsvorschriften
Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hat ihren
Sitz in Bremen, Herrlichkeit 6, eingetragen im
Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter HRB 4946.
Die Gesellschaft erstellt den Jahresabschluss und den
Lagebericht nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs
(HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über
die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen
(Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung
über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen
(RechVersV).
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände (A) und Sachanlagen (D.I.) erfolgt mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige (lineare) Abschreibungen.
Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich gemäß § 341b Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 253 HGB zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag (gemildertes Niederstwertprinzip). Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere ist ein Durchschnittsanschaffungswert gebildet worden.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden. Unter den anderen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft resultieren u. a. aus der Abrechnung des aktuellen vierten Quartals.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden nach den Erfordernissen des HGB und der RechVersV gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden gem. § 341 e Abs. 1 HGB nicht abgezinst.
Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstigen Verpflichtungen und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
3. Erläuterungen zur Jahresbilanz
Entwicklung der Aktivposten A., B. 1.-3. im Geschäftsjahr 2023
| Bilanzwerte | Zugänge | Abgänge | Zuschrei- | Abschrei- | Bilanzwerte | |
| Vorjahr | bungen | bungen | Geschäftsjahr | |||
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
14,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,9 | 6,9 |
| B. Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien | 4.074,2 | 289,4 | 914,1 | 21,7 | 51,9 | 3.419,3 |
| 2. Festverzinsliche Wertpapiere | 1.029,2 | 650,1 | 553,7 | 4,3 | 6,8 | 1.123,1 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 300,0 | 201,5 | 200,0 | 0,0 | 0,0 | 301,5 |
| 5.403,4 | 1.141,0 | 1.667,8 | 26,0 | 58,7 | 4.843,9 | |
| Insgesamt | 5.417,4 | 1.141,0 | 1.667,8 | 26,0 | 65,6 | 4.850,8 |
Zeitwert der sonstigen Kapitalanlagen gemäß §§ 54, 56 RechVersV
| 2023 | 2022 | |
| T€ | T€ | |
| Zeitwert der Aktivposten B. 1. - 3. | 6.126,2 | 7.009,5 |
Die Ermittlung erfolgt anhand der Börsenschlusskurse per 31. Dezember 2023. Der Zeitwert der Aktien beläuft sich auf 4.699 (5.697) TEUR, der Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere auf 1.126 (1.013) TEUR. Der Zeitwert der Einlagen bei Kreditinstituten entspricht dem Buchwert.
Restlaufzeiten der Forderungen
Sämtliche ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Eigenkapital (Passiva, Pos. A. I.-II.)
I. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt 500.000,00 Euro
Es ist eingeteilt in 80.000 Stückaktien. Aktienstücke wurden bisher nicht ausgegeben.
II.1. Gesetzliche Rücklage
Stand 1. Januar 2023 / 31. Dezember 2023 500.000,00 Euro
II.2. Andere Gewinnrücklagen
Stand 1. Januar 2023 / 31. Dezember 2023 2.000.000,00 Euro
Im Berichtszeitraum wurde eine Dividende in Höhe von 200.000 Euro ausgezahlt und der verbliebene Bilanzgewinn von 9.862,69 Euro auf neue Rechnung vorgetragen.
Versicherungstechnische Rückstellungen
In der Transportversicherung ist die Rückstellung für Beitragsüberträge, die aufgrund der Zahlungsvereinbarungen nur in unwesentlichem Umfang anfallen, in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten.
| I. Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte | 2023 | 2022 |
| Versicherungsfälle (Passiva, Pos. B. I.) | € | € |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | 2.673.900,00 | 4.506.200,00 |
| Gesamt | 2.673.900,00 | 4.506.200,00 |
Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind nach einem in der Transportversicherung zulässigen Pauschalverfahren (§ 27 RechVersV) ermittelt worden, wobei hinsichtlich einiger Großschäden auch Einzelreservierungen stattgefunden haben. Nach dem Berechnungssystem der sog. Nullstellung wird für das Berichtsjahr die gesamte für das Zeichnungsjahr 2023 im Geschäftsjahr 2023 bezogene Nettoprämie nach Abzug der für das Zeichnungsjahr 2023 bezahlten Schäden in die Schadenreserve eingestellt. Für Vorjahre erfolgt die Schadenreservierung mit aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleiteten und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Prozentsätzen der für die jeweiligen Zeichnungsjahre bezogenen kumulierten Nettoprämien. Eine eigenständige Rückstellung für Spätschäden wird aufgrund der beschriebenen Methodik nicht gebildet.
Die Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen sind den Rückversicherungsvereinbarungen entsprechend ermittelt worden.
| II. Schwankungsrückstellung des Transportgeschäfts | 2023 | 2022 |
| (Passiva, Pos. B. II.) | € | € |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | 362.200,00 | 106.000,00 |
| Gesamt | 362.200,00 | 106.000,00 |
Die Vorschriften zur Bildung von Schwankungsrückstellungen (Anlage zur Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen - RechVersV - vom 8. November 1994 - in der Fassung vom 17. Juli 2015) wurden beachtet. Im Berichtsjahr ist eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 256,2 TEUR erfolgt.
| Andere Rückstellungen (Passiva, Pos. C. I.-II.) | 2023 | 2022 |
| € | € | |
| Sonstige Rückstellungen | 37.000,00 | 35.000,00 |
| Gesamt | 37.000,00 | 35.000,00 |
Die anderen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie der betrieblichen Steuererklärungen. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung wurde im Berichtsjahr in voller Höhe in Anspruch genommen.
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. Geschäftsverlauf im versicherungstechnischen Geschäft
| I.1. Gebuchte Bruttobeiträge | 2023 | 2022 |
| € | € | |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | 1.802.356,12 | 4.142.958,23 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 1.802.356,12 | 4.142.958,23 |
| I.1. Verdiente Bruttobeiträge | ||
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | 1.802.356,12 | 4.142.958,23 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 1.802.356,12 | 4.142.958,23 |
| I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | 975.499,69 | 1.291.080,19 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 975.499,69 | 1.291.080,19 |
| I.2. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | ||
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | 2.380.274,53 | 2.877.509,75 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 2.380.274,53 | 2.877.509,75 |
| I.3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | ||
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | ||
| 1) Courtagen | 180.839,70 | 240.599,33 |
| 2) Verwaltungskosten | 90.117,81 | 207.157,91 |
| Gesamt | 270.957,51 | 447.757,24 |
| davon ab: | ||
| erhaltene Provisionen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 44.739,42 | 218.032,66 |
| Gesamt | 44.739,42 | 218.032,66 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 226.218,09 | 229.724,58 |
| I.6. Versicherungstechnische Ergebnisse für eigene Rechnung | ||
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Transport | -117.944,41 | - 85.997,24 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | -117.944,41 | - 85.997,24 |
| Rückversicherungssaldo | ||
| Verdiente Beiträge des Rückversicherers | - 826.856,43 | - 2.851.878,04 |
| Anteile des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | 1.325.748,52 | 1.756.056,90 |
| Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -1.388.800,00 | - 40.000,00 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: *) | -889.907,91 | - 1.135.821,14 |
*) - = zugunsten des Rückversicherers
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und der Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Die Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrug im Berichtsjahr 265 (323).
| Provisionen und sonstige Bezüge der | 2023 | 2022 |
| Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen | € | € |
| Provisionen jeglicher
Art der Versicherungsvertreter im Sinne des
§ 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft |
90.117,81 | 207.157,91 |
| Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 0,00 | 0,00 |
| Löhne und Gehälter | 52.050,42 | 37.574,66 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 12.331,20 | 8.339,70 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 0,00 | 0,00 |
| Aufwendungen insgesamt | 154.499,43 | 253.072,27 |
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten neben den Personalkosten überwiegend Verwaltungskosten, Aufsichtsratsbezüge und Beiträge.
II. Geschäftsverlauf im nichtversicherungstechnischen Geschäft
Die Zins- und Dividendenerträge aus Kapitalanlagen sanken auf 175 (182) TEUR, während die Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren auf 570 (366) TEUR stiegen.
Die Erträge aus Zuschreibungen betrugen 26 (34)
TEUR. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen verminderten
sich auf 65 (139) TEUR.
Hiervon betrug der Anteil der
außerplanmäßigen Abschreibungen 59 (133)
TEUR.
5. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB
Im Zusammenhang mit zwei Versicherungsfällen in 2018 und 2020 haben wir als führender Versicherer Garantien in Höhe von 4.250 (4.250) TEUR abgegeben. Der über den Eigenanteil der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hinausgehende Betrag ist durch Gegengarantien der übrigen beteiligten Versicherer unverändert in Höhe von 3.456 TEUR gedeckt. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir unverändert als sehr gering ein.
Anzahl der Mitarbeiter
Unsere Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 1,2 (1,2) Mitarbeiterinnen.
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Beschlussfassung über die Vergütung des Aufsichtsrats obliegt gemäß § 10 unserer Satzung der Hauptversammlung. Für das Jahr 2023 haben wir hierfür einen Betrag von 22.500,00 (22.500,00) Euro vorgesehen. Der Vorstand hatte keine Bezüge.
Forderungen aus der Gewährung von Krediten an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die nach § 89 und § 115 des Aktiengesetzes nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Aufsichtsrats gewährt werden dürfen sowie Forderungen gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht vorhanden.
Organe der Gesellschaft
Dies sind die hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands gemäß § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB erforderlichen Angaben:
| Aufsichtsrat | Jürgen Bentlage, Vorsitzender |
| ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen und Hamburg | |
| Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg | |
| Carl-Ulfert Stegmann | |
| Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia, Norden | |
| Vorstand | Robert Mahn, Kaufmann, Bremen |
| Max F. Stegemann, Kaufmann, Bremen |
Beteiligungen
Die Firma Carl Drewes & Focke KG hat angezeigt, dass sie mehrheitlich am Kapital unseres Unternehmens beteiligt ist.
Honorare des Abschlussprüfers
Das zu erwartende Honorar des Abschlussprüfers ist in den sonstigen Rückstellungen in Höhe von ca. 24.200,00 EUR enthalten und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Nach dem Bilanzstichtag und vor Genehmigung des Jahresabschlusses traten keine Ereignisse auf, die materielle Auswirkungen auf die Ergebnisse der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft haben könnten.
7. Vorschlag zur Gewinnverwendung
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, über die Verwendung des Gewinns wie folgt zu beschließen:
| 1. Ausschüttung an die Aktionäre | 300.000,00 Euro |
| 2. Vortrag auf neue Rechnung | 135.342,02 Euro |
| 435.342,02 Euro |
Bremen, 24. April 2024
DER VORSTAND
Mahn
Stegemann
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden: "EU APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
| • |
Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
| • |
Bewertung der Kapitalanlagen |
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Sachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
| • |
Sachverhalt und Problemstellung |
| • |
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse |
| • |
Verweis auf weitergehende Informationen |
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Sachverhalt und Problemstellung
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von (brutto) EUR 2,7 Mio. bzw. abzüglich des Anteils für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft (netto) in Höhe von EUR 1,4 Mio. (26% der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Die Rückstellungen werden nach einem Pauschalverfahren ermittelt, welches ggf. um Einzelreservierungen für angefallene Großschäden ergänzt wird.
Die Ermittlung der Rückstellungen erfordert in hohem Maße Einschätzungen und Annahmen hinsichtlich des Umfangs zukünftiger Regulierungsnotwendigkeiten. Es besteht das Risiko, dass der tatsächliche Schadenumfang von den geschätzten Größen abweicht.
Aufgrund der mit der Ermittlung der Schadenrückstellungen verbundenen Ermessensspielräume und der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war die Bewertung der Schadensrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit ausgewählter Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung von Annahmen und zur Vornahme von Schätzungen für die Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beurteilt. Darüber hinaus haben wir die ermittelten Rückstellungsbeträge nachvollzogen und die Abwicklung von Schadenfällen aus Vorjahren in unsere Prüfung einbezogen.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen insgesamt geeignet sind.
Verweis auf weitergehende Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind im Abschnitt "Bilanzierungs und Bewertungsgrundsätze" sowie "Er-läuterungen zur Jahresbilanz", Unterabschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen", des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu versicherungstechnischen Risiken sind im Lagebericht (Abschnitt "Risiko und Chancenbericht", Unterabschnitt "Risikobericht"), enthalten.
Bewertung der Kapitalanlagen
Sachverhalt und Problemstellung
Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in Höhe von EUR 4,8 Mio. (90 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Kapitalanlagen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht und nach Maßgabe einer internen Anlagerichtlinie angelegt.
Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Kapitalanlagen sind nach Qualifizierung der Gesellschaft dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen und deshalb dem Anlagevermögen zugeordnet worden.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war deren Bewertung für uns im Rahmen der Prüfung ein besonders wichtiger Sachverhalt.
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben die Angemessenheit der für den Bewertungsprozess eingerichteten internen Kontrollen beurteilt und uns durch Funktionsprüfungen von deren Wirksamkeit überzeugt. Wir haben außerdem die Ordnungsmäßigkeit der Bewertung der Kapitalanlagen einzelfallorientiert unter Einsatz geeigneter Prüfungshandlungen geprüft. Dabei haben wir unter anderem die Wertansätze sowie Buchgewinne und verluste anhand von Kauf und Verkaufsabrechnungen sowie anhand von Depotauszügen geprüft.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bewertung der Kapitalanlagen insgesamt angemessen erfolgte.
Verweis auf weitergehende Informationen
Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Finanzanlagen sind im Abschnitt "Bilan-zierungs und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu Markt und Kreditrisiken sind im Lagebericht (Abschnitt Risikobericht) enthalten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahres-abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesent-sprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt.
Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer der Minerva Ver-sicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Tobias Reiter.
Hamburg, 27. Juni 2024
WIRTSCHAFTSRAT
GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Eckard
Siemers
Wirtschaftsprüfer
Dr.
Tobias Reiter
Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht, indem er sich in Sitzungen mit dem Vorstand sowie durch dessen schriftliche und mündliche Berichte über die Lage der Gesellschaft und wichtige geschäftliche Vorkommnisse unterrichtet hat. Das Gremium trat 2023 zu drei turnusmäßigen Sitzungen zusammen.
Die WIRTSCHAFTSRAT GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss, die ihm zugrundeliegende Buchführung und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil. Er berichtete über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete Fragen zur Bilanz und zum Prüfungsbericht. Der Prüfungsbericht wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt.
Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen, den Jahresabschluss und den Lagebericht seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der heutigen Bilanzsitzung gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 Aktiengesetz vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Beanstandungen haben sich weder hierbei noch bei der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer ergeben.
Der Abschlussprüfer hat diesem Bericht folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. |
die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. |
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." |
Der Aufsichtsrat hat gegen die den Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz abschließende Erklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.
Bremen, 27. Juni 2024
DER
AUFSICHTSRAT
Vorsitzender
Jürgen Bentlage
Datum der Feststellung
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. Juni 2024 festgestellt.
Ergebnisverwendung
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2024 wird der Bilanzgewinn in Höhe von € 435.342,02 wie folgt verteilt:
| 1. Ausschüttung an die Aktionäre | € | 300.000,00 |
| 2. Vortrag auf neue Rechnung | € | 135.342,02 |
| € | 435.342,02 |
Verwaltung der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Jürgen Bentlage, Vorsitzender
ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank
Aktiengesellschaft,
Bremen und Hamburg
Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender
persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M.
Sloman & Co. oHG, Hamburg
Carl-Ulfert Stegmann
Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia,
Norden
Vorstand
Robert Mahn, Bremen
Max F. Stegemann, Bremen
Prokurist
Patrick Mahn, Bremen
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Selbe AdresseSiebte Lampe & Schwartze Grundstücks-GmbH & Co. KG
Selbe AdresseSchadenwächter GmbH
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Selbe AdresseHanseatic Yacht Brokers GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
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Lampe & Schwartze Claims Services GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
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Selbe AdresseDritte Lampe & Schwartze Grundstücks-GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKönig Gruppe Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Drewes & Runge Verwaltungs-GmbH
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Selbe AdresseKönig Gruppe GmbH & Co. KG
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