Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft

Herrlichkeit 6, 28199 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 4946 HB
Eingetragen
24.8.2005
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist im In- und Ausland: a) die Übernahme von Transportversicherungen und Transport-Rückversicherungen sowie von Rückversicherungen in anderen Sparten, b) die Vermittlung von Versicherungen aller Art, c) die Rechtsschutzversichrung von Seeschifffahrtsrisiken, d) die Versicherung von Feuerund anderen Sachschäden beschränkt auf die Sparten -Ausstellungs-, Musikinstrumenten-, Kühlgüter-, Reisegepäck- sowie die Warenversicherung in Tiefkühlanlagen und die Versicherung von Kunstgegenständen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Georg Mahn
seit 17.12.2020
Prokura
Carsten Heinemann
seit 7.11.2005
Vorstandsmitglied
Robert Mahn
seit 24.8.2005
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsmodell

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden "MINERVA" genannt) ist als Traditionsunternehmen seit dem Jahr 1959 ausschließlich im Geschäftsfeld Transportversicherung als Erstversicherer tätig. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt in der Beteiligung an Policen inländischer Kaskoversicherungen für See- und Binnenschiffe. Anbieter sind grundsätzlich spezialisierte Vermittler mit hoher Sachkompetenz in der Transportversicherung. Über die Zeichnungswürdigkeit von angebotenen Risiken entscheidet der Vorstand insbesondere anhand offerierter Konditionen und des historischen Schadenverlaufs. Der Vorstand ist ebenfalls in das Risiko- und Kapitalanlagenmanagement eingebunden. Als Ziel wird ein positives versicherungstechnisches Ergebnis und Kapitalergebnis angestrebt.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Nach einem besonders schwachen Jahr 2022 ist der Seehandel, in Tonnenmeilen gemessen, in 2023 um ca. 4% gewachsen. Hierzu hat sowohl das höhere Ladungsaufkommen beigetragen als auch die deutlich gestiegenen Distanzen. Hintergrund sind vor allem die Sanktionen der EU gegen Russland, die dazu geführt haben, dass russische Ölexporte aus der Ostsee nun vorwiegend nach Übersee gehen und gleichzeitig über nordeuropäische EU-Häfen mehr Öl aus Übersee importiert wird.
Die hohen Gewinne, die die Reedereien in 2021 und 2022 realisieren konnten, haben zu einer Welle an Neubestellungen geführt, welche nun nach und nach abgeliefert werden. Allein zwischen Oktober 2022 und Oktober 2023 wuchs die Containerflotte um 6,7%. Das hohe Flottenwachstum drückt auf die Raten, die fast wieder auf dem Vorpandemieniveau lagen.

In der Seekasko-Versicherung kamen die Prämienraten wegen größerer Kapazitäten, insbesondere aus dem englischen Markt, unter Druck. Die Preise liegen daher auf einem noch nicht auskömmlichen Niveau. Die Anzahl der im deutschen Markt versicherten Schiffe war rückläufig.

Eine dauerhaft erhöhte Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und eine spürbare Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit kennzeichneten die Weltwirtschaft im Jahresverlauf 2023.
Als dessen Folge war auch die deutsche Wirtschaft von einer Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Hinzu kamen die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum schwächten.

Die Aktienmärkte entwickelten sich entgegen unserer vorsichtigen Prognose mit deutlichen Gewinnen. Vor allem die Hoffnung auf sinkende Energiepreise und ein Nachlassen des Inflationsdrucks bescherten der Deutschen Börse ein starkes Jahr.
Somit verzeichnete der deutsche Aktienindex (DAX) zum Jahresende einen Anstieg von 20% und erreichte ein neues Allzeithoch von 16.794 Punkten.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verlief sehr volatil zwischen 2,20% und über 3% bevor sie am Jahresende wieder 1,98% betrug. Ausschlaggebend waren die Erwartungen auf Zinserhöhungen durch die Notenbanken, aber auch die möglichen Zinssenkungen mit dem Rückgang der Inflation.

3. Geschäftsverlauf der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft

3.1 Transportversicherung / Ertragslage

Durch eine stärker als geplante Rückzeichnung risikobehafteter Verträge und den Verzicht auf Führungsgeschäft verringerten sich unsere Beitragseinnahmen. Die gebuchten Bruttobeiträge gingen auf 1.802 (4.143) TEUR zurück. Für eigene Rechnung beliefen sich die Einnahmen auf 975 (1.291) TEUR. Der Rückgang betrug brutto 56% sowie netto 24% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Schadenaufwendungen sanken brutto um 17,3% auf 2.380 (2.878) TEUR und für eigene Rechnung um 5,9% auf 1.055 (1.121) TEUR. Die Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verminderte sich deutlich um 40% auf 2.674 (4.506) TEUR.

Die Brutto-Schadenquote, d.h. die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu den verdienten Brutto-Beiträgen, betrug im Geschäftsjahr 132,1% (69,5%). Für eigene Rechnung betrug die Schadenquote des Geschäftsjahres 108,1% (86,9%)
Im Vergleich zum Vorjahr wurde die MINERVA von weniger Großschäden betroffen. Hingegen stieg die Anzahl an kleinen und mittleren Schäden.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb bezogen auf die Bruttobeiträge betrugen 15% (10,8%) und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr. Für eigene Rechnung lagen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb bei 23,2% (17,8%) und die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 131% (105%).

Versicherungstechnisches Ergebnis

Unsere versicherungstechnische Rechnung schloss im Berichtsjahr mit einem Überschuss von 138 TEUR. (Überschuss 0,3 TEUR) ab. Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 256 TEUR (86 TEUR) betrug das versicherungstechnische Defizit für eigene Rechnung 118 (86) TEUR.

Geschäftsergebnis

Die Erträge aus Kapitalanlagen sanken auf 175 (182) TEUR. Den Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 570 (366) TEUR standen Abschreibungen und Verluste von 60 (133) TEUR gegenüber. Die Erträge aus Zuschreibungen beliefen sich auf 26 (34) TEUR. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Berichtsjahr 706 (443) TEUR. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen beläuft sich auf 3,6%
Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich von 152 TEUR auf 176 TEUR.
Unser Jahresüberschuss lag bei 425 (191) TEUR. Nach einem Gewinnvortrag aus dem Jahr 2022 von 10 TEUR schloss das Geschäftsjahr mit einem Bilanzgewinn von 435 (210) TEUR.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Änderung der Rückversicherungsstruktur führte zu einem Rückgang bei den Prämieneinahmen wobei die Höhe der Schadenaufwendungen sich wie im Vorjahr verhielt.
Daher sank der Buchwert der Kapitalanlagen gegenüber dem Vorjahr auf 4.844 (5.403) TEUR. Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen sanken auf 1.282 (1.606) TEUR. Gemessen am Buchwert unseres gesamten Anlagebestands entspricht dies einem Anteil von 26,5% (29,7%). Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip gem. § 341 Abs. 2 HGB bewertet.

Unsere Kapitalanlagen setzen sich insbesondere aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Geldmarktfonds zusammen. Wertpapiere aus ABS, CDO und MBS-Transaktionen sowie sonstige Kreditstrukturen zählen nicht zu unserem Portfolio.

Auf der Aktivseite sanken insbesondere die liquiden Mittel von 846 TEUR auf 266 TEUR.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf: -1.475 TEUR

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Abgängen von Kapitalanlagen sowie Investitionen in Kapitalanlagen) betrug: 1.095 TEUR

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Ausschüttung an die Aktionäre) betrug: -200 TEUR

Auf der Passivseite sanken die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft von 1.024 TEUR auf 27 TEUR.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen für eigene Rechnung verminderten sich von insgesamt 1.952 TEUR auf 1.765 TEUR. Die Netto-Rückstellung für bereits eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ging von 1.846 TEUR auf 1.403 TEUR zurück, während die Schwankungsrückstellung von 106 TEUR auf 362 TEUR stieg.
Schadenrückstellungen werden pauschal ermittelt und orientieren sich auch am Beitragsvolumen, das im Berichtsjahr zurückging. Aufgrund des verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses erhöhte sich bedingungsgemäß die Schwankungsrückstellung.

Die Bilanzsumme sank infolge der genannten Effekte von insgesamt 6.344 TEUR auf 5.378 TEUR. Unser Eigenkapital betrug einschließlich Bilanzgewinn 3.435 (3.210) TEUR und entsprach 352,1% (248,6%) der gebuchten Nettobeitragseinnahmen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 63,9% (50,6%).

Das Geschäftsjahr 2023 wurde einerseits durch das positive versicherungstechnische Ergebnis geprägt, und auf der anderen Seite wurden aufgrund der positiven Börsenentwicklung Kursgewinne realisiert, was maßgeblich zum Jahresüberschuss beigetragen hat. Insgesamt bewerten wir die Geschäftsentwicklung als noch nicht zufriedenstellend.

4. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die vertriebs- und teilweise verwaltungsmäßige Abwicklung der Geschäfte ist vertraglich der Firma Drewes & Runge GmbH & Co. KG übertragen. Diese erhielt für ihre Bearbeitung eine angemessene Vergütung.
Die Firma Carl Drewes & Focke KG hat angezeigt, dass sie mehrheitlich am Kapital unserer Gesellschaft beteiligt ist. Im Hinblick hierauf hat der Vorstand einen Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz (Beziehungen zu verbundenen Unternehmen) erstellt, in welchem die Tätigkeit des verbundenen Unternehmens Drewes & Runge GmbH & Co. KG für die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft geschildert wird. Der Bericht enthält zum Schluss folgende Erklärung: "Nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in welchem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat die Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk zum Abhängigkeitsbericht wurde erteilt.

5. Sonstige Angaben

Unsere Gesellschaft ist Mitglied folgender Verbände:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Berlin Verein Hanseatischer Transportversicherer e. V. (VHT), Bremen/Hamburg

6. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft setzt die seit dem 1. April 2020 geltenden Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation (MaGo) für kleine Versicherungsunternehmen um. Dabei ist das Risikomanagement als ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet. Unser Risikomanagement-System verbindet die Einzelrisiken der jeweiligen Geschäftsabläufe zu einer ganzheitlichen Dokumentation und Auswertung. Wesentliche Risiken werden in unserem internen Kontrollsystem erfasst und regelmäßig überprüft. Hierdurch erkennen wir frühzeitig mögliche Abweichungen, um bewusst geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Firma Drewes & Runge GmbH & Co. KG ist in den Risikomanagementprozess der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft eingebunden. Der Vorstand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement, die Implementierung von Kontrollmaßnahmen und deren Überwachung. Als weitere Kontrollorgane wirken der Aufsichtsrat sowie, im Rahmen des Jahresabschlusses, auch der Wirtschaftsprüfer.

Risikobericht

Als Risiken sehen wir alle Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele und im Extremfall auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können.

Unser Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie konzentriert sich im Wesentlichen auf folgende Risiken:

Das Versicherungstechnische Risiko, bei dem unerwartet hohe Schadenzahlungen zu einem finanziellen Verlust führen können. Dieses Risiko begrenzen wir durch unsere selektive und ertragsorientierte Zeichnungspolitik sowie durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz.

Als Aktienrisiko bezeichnen wir das Risiko von Verlusten aus nachhaltigen Kursrückgängen von Aktien, die sich negativ auf unseren Aktienbestand auswirken und die Mindestkapitalanforderungen gefährden. Im Rahmen unserer Anlagerichtlinien begegnen wir diesen Risiken durch eine breite Streuung unserer Kapitalanlagen und eine laufende Überwachung der Wertpapierkurse.

Beim Zinsänderungsrisiko handelt es sich um ein Risiko für unsere festverzinslichen Kapitalanlagen. Ein Rückgang der Zinsen kann dazu führen, dass bei Neuanlagen (Wiederanlagenrisiko) in Niedrigzinsphasen unsere Zinserträge geringer ausfallen. Hingegen hat ein Zinsanstieg zur Folge, dass die Marktwerte zurückgehen. Dem Zinsänderungsrisiko begegnen wir durch den Kauf von Anleihen mit relativ kurzfristiger Restlaufzeit.

Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, unseren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen zu können. Als Bestandteil unserer Anlagerichlinien sorgen wir dafür, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität verfügbar ist.

Das Ausfallrisiko von Prämienforderungen aus dem Versicherungsgeschäft reduzieren wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Versicherungsvermittler und die laufende Überwachung ihres Zahlungsverhaltens. Die Bonitätseigenschaft von Versicherungsnehmern ist Bestandteil unserer Prüfungen gemäß Zeichnungsrichtlinie.

Ein Gegenparteiausfallrisiko durch unerwarteten Ausfall von Rückversicherungsunternehmen ist nicht zu vermeiden, da eine Verteilung des Rückversicherungsschutzes auf mehrere Gesellschaften von hoher Bonität unter kaufmännischen Gesichtspunkten nicht umsetzbar ist.

Operationellen Risiken aus dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, IT-Systemen oder durch externe Ereignisse wird mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Sowohl die Rechen- und Speicherressourcen als auch die Anwendungssoftware werden durch externe zertifizierte Dienstleister zur Verfügung gestellt, gesichert und aktualisiert. Damit erfüllen wir ein hohes Datenschutzniveau analog der Datenschutzgrundverordnung und minimieren das IT-Ausfallrisiko auch im Hinblick auf Cyber-Risiken. Eigene Notfallpläne und Vertretungsregelungen gewähren zudem die Fortführung wichtiger Arbeitsprozesse bei Ausfällen von Mitarbeitern und technischen Einrichtungen.

Als Strategisches Risiko betrachten wir die geschäftspolitische Entscheidung, ausschließlich die Sparten der Seekasko- und Warentransport-Versicherung zu betreiben. Diese Politik eröffnet uns die Möglichkeit, als Spezialversicherer mit langjähriger Erfahrung am Markt wahrgenommen zu werden und ertragreiches Geschäft zu zeichnen.

Die für uns relevanten Nachhaltigkeitsrisiken aus Ereignissen in den Bereichen Klima, Umwelt, Politik und Unternehmensführung beziehen sich lediglich auf nichtversicherungstechnische Risiken bei unseren Kapitalanlagen. Diese könnten zu plötzlichen und nachhaltigen Wertverlusten unserer Aktien von Unternehmen führen, die von derartigen Ereignissen betroffen wurden. Entsprechende Marktpreis-Risiken verringern wir grundsätzlich durch eine geeignete Auswahl der Wertpapiere und durch Risikostreuung.

Zum Berichtszeitpunkt sind mit Blick auf den definierten Risikohorizont und das gewählte Sicherheitsniveau keine Risiken erkennbar, die mit unserer Geschäftstätigkeit und unseren Geschäftsbeziehungen und Dienstleistungen verknüpft sind und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen oder den Fortbestand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft gefährden. Die Gesellschaft weist weiterhin eine starke Kapitalausstattung auf und hält die regulatorischen Solvency-Kapitalanforderungen ein. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Chancenbericht

Unsere Chancen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Weiterentwicklung als Spezialversicherer von Seekasko-Risiken liegen in der Fortführung der selektiven und gewinnorientierten Zeichnungspolitik, einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte sowie steigenden Zinsen.

Unser Risikomanagement trägt durch gezieltes Abwägen von Risiken und Chancen zur Wertschöpfung des Unternehmens bei.

Ausblick

Wir werden unser Risikomanagement als ein wichtiges Element der Unternehmenssteuerung kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen, um auch künftigen Änderungen interner und externer Rahmenbedingungen, die Auswirkungen auf unsere Risikolage haben, mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.
Unser Geschäft wollen wir weiterhin umweltverträglich, sozial verantwortlich und ökonomisch erfolgreich betreiben. Hier sehen wir uns auch in der Verantwortung der aktuellen und nachfolgenden Generationen.

7. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, trotz unserer restriktiven Zeichnungspolitik, eine geringe Steigerung der Nettobeitragseinnahmen um ca. 10% sowie einen Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung. Nach Veränderung der Rückstellungen rechnen wir mit einem ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung.

Für das wirtschaftliche Umfeld haben wir eine zurückhaltende Entwicklung und eine leicht rückläufige Preissteigerungsrate unterstellt. Mit einer konjunkturellen Erholung rechnen wir erst im Folgejahr. Dies würde aber die Aktienmärkte weiterhin stützen, so dass mit geringen Kurssteigerungsraten zu rechnen wäre.
Wir erwarten nach unseren Erkenntnissen der aktuellen Wirtschaftslage erneut ein positives Kapitalanlageergebnis, jedoch nicht in gleicher Höhe wie im Vorjahr. Der Jahresüberschuss wird daher voraussichtlich leicht zurückgehen.

Gleichwohl ist diese Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet, die insbesondere von den Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten sowie möglichen konjunkturellen Einbrüchen herrühren. Auch können unvorhersehbare große Schadenereignisse unser prognostiziertes versicherungstechnisches Ergebnis negativ beeinflussen. Daher lässt sich zu dieser Zeit keine Aussage über den Jahresüberschuss treffen.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

2023 2023 2022
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
6.942,64 13.885,30
B. Kapitalanlagen
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien 3.419.309,77 4.074.221,00
2. Festverzinsliche Wertpapiere 1.123.092,00 1.029.187,85
3. Einlagen bei Kreditinstituten 301.525,43 300.055,22
4.843.927,20 5.403.464,07
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 27.932,69 2.024,59
an: Versicherungsvermittler
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 168.246,69 40.672,68
196.179,38 42.697,27
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen 1.576,94 1.841,19
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 265.879,75 845.642,10
III. Andere Vermögensgegenstände 54.488,77 30.112,00
321.945,46 877.595,29
E. Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen 9.468,94 6.472,13
5.378.463,62 6.344.114,06

Passivseite

2023 2023 2023 2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 500.000,00 500.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
2.500.000,00 2.500.000,00
III. Bilanzgewinn 435.342,02 209.862,69
3.435.342,02 3.209.862,69
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 2.673.900,00 4.506.200,00
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
1.271.200,00 2.660.000,00
1.402.700,00 1.846.200,00
II. Schwankungsrückstellung 362.200,00 106.000,00
1.764.900,00 1.952.200,00
C. Andere Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 37.000,00 35.000,00
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
gegenüber Versicherungsvermittlern
47.341,07 44.373,76
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft
27.163,00 1.023.992,07
III. Sonstige Verbindlichkeiten 66.717,53 78.685,54
davon: gegenüber verbundenen
Unternehmen: € 2.665,21 (20.257,91)
aus Steuern: € 35.839,41 (33.423,36 )
aus soz. Sicherheit: € 0,00 (0,00) 141.221,60 1.147.051,37
5.378.463,62 6.344.114,06

Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2023 2022
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) gebuchte Bruttobeiträge 1.802.356,12 4.142.958,23
b) abgegebene Rückversicherungsbeiträge 826.856,43 2.851.878,04
975.499,69 975.499,69 1.291.080,19
2. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 2.380.274,53 2.877.509,75
bb) Anteil der Rückversicherer 1.325.748,52 1.756.056,90
1.054.526,01 1.121.452,85
b) Veränderung der Rückstellung für noch
nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 1.832.300,00 100.400,00
bb) Anteil der Rückversicherer 1.388.800,00 40.000,00
443.500,00 60.400,00
611.026,01 1.061.052,85
3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen 270.957,51 447.757,24
b) davon ab: erhaltene Provisionen aus
dem Rückversicherungsgeschäft
44.739,42 218.032,66
226.218,09 229.724,58
4. Zwischensumme 138.255,59 302,76
5. Veränderung der Schwankungsrückstellung
und ähnlicher Rückstellungen
-256.200,00 -86.300,00
6. Versicherungstechnisches Ergebnis
für eigene Rechnung
-117.944,41 -85.997,24
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 175.231,49 182.453,16
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 569.829,42 365.752,13
c) Erträge aus Zuschreibungen 26.021,70 33.856,99
771.082,61 582.062,28
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 5.030,16 5.788,35
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 58.696,87 133.093,47
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.477,01 10,00
65.204,04 138.891,82
705.878,57 443.170,46
3. Sonstige Erträge 25.471,85 345,19
4. Sonstige Aufwendungen 175.931,54 151.808,41
-150.459,69 -151.463,22
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 437.474,47 205.710,00
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.995,14 14.468,86
7. Jahresüberschuss 425.479,33 191.241,14
8. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.862,69 18.621,55
9. Bilanzgewinn 435.342,02 209.862,69

Anhang

1. Geschäftstätigkeit und Rechnungslegungsvorschriften

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bremen, Herrlichkeit 6, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter HRB 4946.
Die Gesellschaft erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände (A) und Sachanlagen (D.I.) erfolgt mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige (lineare) Abschreibungen.

Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich gemäß § 341b Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 253 HGB zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag (gemildertes Niederstwertprinzip). Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere ist ein Durchschnittsanschaffungswert gebildet worden.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden. Unter den anderen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft resultieren u. a. aus der Abrechnung des aktuellen vierten Quartals.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden nach den Erfordernissen des HGB und der RechVersV gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden gem. § 341 e Abs. 1 HGB nicht abgezinst.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstigen Verpflichtungen und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Jahresbilanz

Entwicklung der Aktivposten A., B. 1.-3. im Geschäftsjahr 2023

Bilanzwerte Zugänge Abgänge Zuschrei- Abschrei- Bilanzwerte
Vorjahr bungen bungen Geschäftsjahr
T€ T€ T€ T€ T€ T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
14,0 0,0 0,0 0,0 6,9 6,9
B. Kapitalanlagen
1. Aktien 4.074,2 289,4 914,1 21,7 51,9 3.419,3
2. Festverzinsliche Wertpapiere 1.029,2 650,1 553,7 4,3 6,8 1.123,1
3. Einlagen bei Kreditinstituten 300,0 201,5 200,0 0,0 0,0 301,5
5.403,4 1.141,0 1.667,8 26,0 58,7 4.843,9
Insgesamt 5.417,4 1.141,0 1.667,8 26,0 65,6 4.850,8

Zeitwert der sonstigen Kapitalanlagen gemäß §§ 54, 56 RechVersV

2023 2022
T€ T€
Zeitwert der Aktivposten B. 1. - 3. 6.126,2 7.009,5

Die Ermittlung erfolgt anhand der Börsenschlusskurse per 31. Dezember 2023. Der Zeitwert der Aktien beläuft sich auf 4.699 (5.697) TEUR, der Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere auf 1.126 (1.013) TEUR. Der Zeitwert der Einlagen bei Kreditinstituten entspricht dem Buchwert.

Restlaufzeiten der Forderungen

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital (Passiva, Pos. A. I.-II.)

I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 500.000,00 Euro

Es ist eingeteilt in 80.000 Stückaktien. Aktienstücke wurden bisher nicht ausgegeben.

II.1. Gesetzliche Rücklage

Stand 1. Januar 2023 / 31. Dezember 2023 500.000,00 Euro

II.2. Andere Gewinnrücklagen

Stand 1. Januar 2023 / 31. Dezember 2023 2.000.000,00 Euro

Im Berichtszeitraum wurde eine Dividende in Höhe von 200.000 Euro ausgezahlt und der verbliebene Bilanzgewinn von 9.862,69 Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

Versicherungstechnische Rückstellungen

In der Transportversicherung ist die Rückstellung für Beitragsüberträge, die aufgrund der Zahlungsvereinbarungen nur in unwesentlichem Umfang anfallen, in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten.

I. Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte 2023 2022
Versicherungsfälle (Passiva, Pos. B. I.)
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 2.673.900,00 4.506.200,00
Gesamt 2.673.900,00 4.506.200,00

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind nach einem in der Transportversicherung zulässigen Pauschalverfahren (§ 27 RechVersV) ermittelt worden, wobei hinsichtlich einiger Großschäden auch Einzelreservierungen stattgefunden haben. Nach dem Berechnungssystem der sog. Nullstellung wird für das Berichtsjahr die gesamte für das Zeichnungsjahr 2023 im Geschäftsjahr 2023 bezogene Nettoprämie nach Abzug der für das Zeichnungsjahr 2023 bezahlten Schäden in die Schadenreserve eingestellt. Für Vorjahre erfolgt die Schadenreservierung mit aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleiteten und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Prozentsätzen der für die jeweiligen Zeichnungsjahre bezogenen kumulierten Nettoprämien. Eine eigenständige Rückstellung für Spätschäden wird aufgrund der beschriebenen Methodik nicht gebildet.

Die Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen sind den Rückversicherungsvereinbarungen entsprechend ermittelt worden.

II. Schwankungsrückstellung des Transportgeschäfts 2023 2022
(Passiva, Pos. B. II.)
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 362.200,00 106.000,00
Gesamt 362.200,00 106.000,00

Die Vorschriften zur Bildung von Schwankungsrückstellungen (Anlage zur Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen - RechVersV - vom 8. November 1994 - in der Fassung vom 17. Juli 2015) wurden beachtet. Im Berichtsjahr ist eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 256,2 TEUR erfolgt.

Andere Rückstellungen (Passiva, Pos. C. I.-II.) 2023 2022
Sonstige Rückstellungen 37.000,00 35.000,00
Gesamt 37.000,00 35.000,00

Die anderen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie der betrieblichen Steuererklärungen. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung wurde im Berichtsjahr in voller Höhe in Anspruch genommen.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Geschäftsverlauf im versicherungstechnischen Geschäft

I.1. Gebuchte Bruttobeiträge 2023 2022
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.802.356,12 4.142.958,23
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.802.356,12 4.142.958,23
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.802.356,12 4.142.958,23
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.802.356,12 4.142.958,23
I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 975.499,69 1.291.080,19
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 975.499,69 1.291.080,19
I.2. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 2.380.274,53 2.877.509,75
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.380.274,53 2.877.509,75
I.3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport
1) Courtagen 180.839,70 240.599,33
2) Verwaltungskosten 90.117,81 207.157,91
Gesamt 270.957,51 447.757,24
davon ab:
erhaltene Provisionen aus dem Rückversicherungsgeschäft 44.739,42 218.032,66
Gesamt 44.739,42 218.032,66
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 226.218,09 229.724,58
I.6. Versicherungstechnische Ergebnisse für eigene Rechnung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport -117.944,41 - 85.997,24
Gesamtes Versicherungsgeschäft: -117.944,41 - 85.997,24
Rückversicherungssaldo
Verdiente Beiträge des Rückversicherers - 826.856,43 - 2.851.878,04
Anteile des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 1.325.748,52 1.756.056,90
Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -1.388.800,00 - 40.000,00
Gesamtes Versicherungsgeschäft: *) -889.907,91 - 1.135.821,14

*) - = zugunsten des Rückversicherers

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und der Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

Die Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrug im Berichtsjahr 265 (323).

Provisionen und sonstige Bezüge der 2023 2022
Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des
§ 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
90.117,81 207.157,91
Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0,00 0,00
Löhne und Gehälter 52.050,42 37.574,66
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 12.331,20 8.339,70
Aufwendungen für Altersversorgung 0,00 0,00
Aufwendungen insgesamt 154.499,43 253.072,27

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten neben den Personalkosten überwiegend Verwaltungskosten, Aufsichtsratsbezüge und Beiträge.

II. Geschäftsverlauf im nichtversicherungstechnischen Geschäft

Die Zins- und Dividendenerträge aus Kapitalanlagen sanken auf 175 (182) TEUR, während die Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren auf 570 (366) TEUR stiegen.

Die Erträge aus Zuschreibungen betrugen 26 (34) TEUR. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen verminderten sich auf 65 (139) TEUR.
Hiervon betrug der Anteil der außerplanmäßigen Abschreibungen 59 (133) TEUR.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Im Zusammenhang mit zwei Versicherungsfällen in 2018 und 2020 haben wir als führender Versicherer Garantien in Höhe von 4.250 (4.250) TEUR abgegeben. Der über den Eigenanteil der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hinausgehende Betrag ist durch Gegengarantien der übrigen beteiligten Versicherer unverändert in Höhe von 3.456 TEUR gedeckt. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir unverändert als sehr gering ein.

Anzahl der Mitarbeiter

Unsere Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 1,2 (1,2) Mitarbeiterinnen.

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Beschlussfassung über die Vergütung des Aufsichtsrats obliegt gemäß § 10 unserer Satzung der Hauptversammlung. Für das Jahr 2023 haben wir hierfür einen Betrag von 22.500,00 (22.500,00) Euro vorgesehen. Der Vorstand hatte keine Bezüge.

Forderungen aus der Gewährung von Krediten an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die nach § 89 und § 115 des Aktiengesetzes nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Aufsichtsrats gewährt werden dürfen sowie Forderungen gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht vorhanden.

Organe der Gesellschaft

Dies sind die hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands gemäß § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB erforderlichen Angaben:

Aufsichtsrat Jürgen Bentlage, Vorsitzender
ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen und Hamburg
Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg
Carl-Ulfert Stegmann
Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia, Norden
Vorstand Robert Mahn, Kaufmann, Bremen
Max F. Stegemann, Kaufmann, Bremen

Beteiligungen

Die Firma Carl Drewes & Focke KG hat angezeigt, dass sie mehrheitlich am Kapital unseres Unternehmens beteiligt ist.

Honorare des Abschlussprüfers

Das zu erwartende Honorar des Abschlussprüfers ist in den sonstigen Rückstellungen in Höhe von ca. 24.200,00 EUR enthalten und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag und vor Genehmigung des Jahresabschlusses traten keine Ereignisse auf, die materielle Auswirkungen auf die Ergebnisse der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft haben könnten.

7. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, über die Verwendung des Gewinns wie folgt zu beschließen:

1. Ausschüttung an die Aktionäre 300.000,00 Euro
2. Vortrag auf neue Rechnung 135.342,02 Euro
435.342,02 Euro

 

Bremen, 24. April 2024

DER VORSTAND

Mahn

Stegemann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Minerva Versicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden: "EU APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Bewertung der Kapitalanlagen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Sachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

Sachverhalt und Problemstellung

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Sachverhalt und Problemstellung

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von (brutto) EUR 2,7 Mio. bzw. abzüglich des Anteils für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft (netto) in Höhe von EUR 1,4 Mio. (26% der Bilanzsumme) ausgewiesen.

Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Die Rückstellungen werden nach einem Pauschalverfahren ermittelt, welches ggf. um Einzelreservierungen für angefallene Großschäden ergänzt wird.

Die Ermittlung der Rückstellungen erfordert in hohem Maße Einschätzungen und Annahmen hinsichtlich des Umfangs zukünftiger Regulierungsnotwendigkeiten. Es besteht das Risiko, dass der tatsächliche Schadenumfang von den geschätzten Größen abweicht.

Aufgrund der mit der Ermittlung der Schadenrückstellungen verbundenen Ermessensspielräume und der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war die Bewertung der Schadensrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit ausgewählter Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung von Annahmen und zur Vornahme von Schätzungen für die Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beurteilt. Darüber hinaus haben wir die ermittelten Rückstellungsbeträge nachvollzogen und die Abwicklung von Schadenfällen aus Vorjahren in unsere Prüfung einbezogen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen insgesamt geeignet sind.

Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind im Abschnitt "Bilanzierungs und Bewertungsgrundsätze" sowie "Er-läuterungen zur Jahresbilanz", Unterabschnitt "Versicherungstechnische Rückstellungen", des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu versicherungstechnischen Risiken sind im Lagebericht (Abschnitt "Risiko und Chancenbericht", Unterabschnitt "Risikobericht"), enthalten.

Bewertung der Kapitalanlagen

Sachverhalt und Problemstellung

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in Höhe von EUR 4,8 Mio. (90 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Kapitalanlagen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht und nach Maßgabe einer internen Anlagerichtlinie angelegt.

Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Kapitalanlagen sind nach Qualifizierung der Gesellschaft dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen und deshalb dem Anlagevermögen zugeordnet worden.

Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war deren Bewertung für uns im Rahmen der Prüfung ein besonders wichtiger Sachverhalt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die Angemessenheit der für den Bewertungsprozess eingerichteten internen Kontrollen beurteilt und uns durch Funktionsprüfungen von deren Wirksamkeit überzeugt. Wir haben außerdem die Ordnungsmäßigkeit der Bewertung der Kapitalanlagen einzelfallorientiert unter Einsatz geeigneter Prüfungshandlungen geprüft. Dabei haben wir unter anderem die Wertansätze sowie Buchgewinne und verluste anhand von Kauf und Verkaufsabrechnungen sowie anhand von Depotauszügen geprüft.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bewertung der Kapitalanlagen insgesamt angemessen erfolgte.

Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Finanzanlagen sind im Abschnitt "Bilan-zierungs und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu Markt und Kreditrisiken sind im Lagebericht (Abschnitt Risikobericht) enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahres-abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesent-sprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt.

Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer der Minerva Ver-sicherungs Aktiengesellschaft, Bremen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Tobias Reiter.

 

Hamburg, 27. Juni 2024

WIRTSCHAFTSRAT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Eckard Siemers
Wirtschaftsprüfer

Dr. Tobias Reiter
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht, indem er sich in Sitzungen mit dem Vorstand sowie durch dessen schriftliche und mündliche Berichte über die Lage der Gesellschaft und wichtige geschäftliche Vorkommnisse unterrichtet hat. Das Gremium trat 2023 zu drei turnusmäßigen Sitzungen zusammen.

Die WIRTSCHAFTSRAT GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss, die ihm zugrundeliegende Buchführung und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil. Er berichtete über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete Fragen zur Bilanz und zum Prüfungsbericht. Der Prüfungsbericht wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen, den Jahresabschluss und den Lagebericht seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der heutigen Bilanzsitzung gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 Aktiengesetz vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Beanstandungen haben sich weder hierbei noch bei der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer ergeben.

Der Abschlussprüfer hat diesem Bericht folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat gegen die den Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz abschließende Erklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.

 

Bremen, 27. Juni 2024

DER AUFSICHTSRAT
Vorsitzender

Jürgen Bentlage

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. Juni 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2024 wird der Bilanzgewinn in Höhe von € 435.342,02 wie folgt verteilt:

1. Ausschüttung an die Aktionäre 300.000,00
2. Vortrag auf neue Rechnung 135.342,02
435.342,02

Verwaltung der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Jürgen Bentlage, Vorsitzender
ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft,
Bremen und Hamburg

Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender
persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg

Carl-Ulfert Stegmann
Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia, Norden

Vorstand

Robert Mahn, Bremen

Max F. Stegemann, Bremen

Prokurist

Patrick Mahn, Bremen

Nachrichten & Medien

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Organisationen an dieser Adresse

91 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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