Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 128255
Vorher
Diabetik Express GmbHDiabetikExpress GmbH
Eingetragen
16.11.1999
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit sonstigen medizinischen und orthopädischen Artikeln
Gegenstand
Vertrieb von medizintechnischen Produkten, Hilfsmitteln und nicht apothekenpflichtigen Arzneimitteln, Wundversorgungsprodukten, Nahrungsund Nahrungsergänzungsmitteln sowie integrierten Versorgungskonzepten (z.B. Datenmanagement, TelemedizinI inklusive deren einschlägige Beratung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sarah Fronmüller
seit 23.4.2026
Prokura
Maria Ouzouni-Brink
seit 9.7.2025
Prokura
Andrea Reckert
seit 9.7.2025
Geschäftsführer
Martin Heinzel
seit 9.7.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Asker Healthcare ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Asker Germany Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIASHOP GmbH

Gauting

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 522.058,81 779.303,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.298,16 122.332,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.468.839,21 1.637.843,95
1.557.137,37 1.760.176,66
2.079.196,18 2.539.480,17
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.368.773,78 4.010.193,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.496.165,38 5.774.614,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.096.945,23 1.385.138,13
9.961.884,39 11.169.946,36
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 85.840,25 73.117,09
12.126.920,82 13.782.543,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Kapitalrücklage 1.358.619,44 1.358.619,44
III. Bilanzgewinn 494.799,27 402.019,74
1.963.418,71 1.870.639,18
B. RÜCKSTELLUNGEN 995.209,24 536.515,15
C. VERBINDLICHKEITEN 9.165.208,71 11.369.055,53
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.084,16 6.333,76
12.126.920,82 13.782.543,62

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 15.686.615,25 13.116.860,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.153.780,05 -6.990.202,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.392.073,33 -1.319.348,61
- davon für Altersversorgung: € -6.871,25 (Vorjahr: € -5.253,60)
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -658.176,11 -619.431,11
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.051.261,93 -5.067.264,73
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.547,63 764,15
- davon Erträge aus der Abzinsung:€ 15.286,00 (Vorjahr: € 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -350.657,04 -182.580,52
- davon an verbundene Unternehmen: € 324.421,01 (Vorjahr: € -62.317,94)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 220.185,00
- davon latente Steuern:€ 0,00 (Vorjahr: € 220.185,00)
8. Ergebnis nach Steuern 96.214,42 -841.018,53
9. Sonstige Steuern -3.434,89 -214,14
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 92.779,53 -841.232,67
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 402.019,74 1.243.252,41
12. Bilanzgewinn 494.799,27 402.019,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die DIASHOP GmbH hat ihren Sitz in Gauting-Unterbrunn und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 128255 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DIASHOP GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die DIASHOP GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3-5 Jahre) vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend der geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 - 15 Jahre), angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände einschließlich der liquiden Mittel bestehen in Euro und sind zu Nennwerten angesetzt. Entsprechenden Risiken wird durch den Ansatz von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen.

Für laufende Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen, sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird die sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern angesetzt. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht als aktive latente Steuern angesetzt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32 % zugrunde gelegt.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Seite 3 dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

Bis zu einem Jahr Mehr als ein Jahr Insgesamt
5.338.508,44 157.656,94 5.496.165,38
Vorjahr 5.614.762,83 159.851,94 5.774.614,77

Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten T€ 198 (Vj. T€ 247) betreffen gesperrte Konten für Kautionen.

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Bis zu einem Jahr Mehr als ein Jahr Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.349.752,22 0,00 7.349.752,22
Vorjahr 4.499.752,22 0,00 4.499.752,22
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 3.500.000,00 0,00 3.500.000,00
Übrige 1.815.456,49 0,00 1.815.456,49
Vorjahr 3.369.303,31 0,00 3.369.303,31
9.165.208,71 0,00 9.165.208,71
Vorjahr 11.369.055,53 0,00 11.369.055,53

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.719.986,30 95.021,33 12.773,75 0,00 1.827.781,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 160.000,00 0,00 0,00 0,00 160.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 12.773,75 2.143,75 -12.773,75 0,00 2.143,75
1.892.760,05 97.165,08 0,00 0,00 1.989.925,13
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 243.962,92 0,00 0,00 0,00 243.962,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.521.436,94 100.933,00 0,00 124.498,24 2.497.871,70
2.765.399,86 100.933,00 0.00 124.498,24 2.741.834,62
4.658.159,91 198.098,08 0.00 124.498,24 4.731.759,75
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.031.706,03 338.413,30 0,00 1.370.119,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 81.750,51 15.996,48 0,00 97.746,99
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.113.456,54 354.409,78 0,00 1.467.866,32
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 121.630,21 34.034,55 0,00 155.664,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 883.592,99 269.731,78 124.292,28 1.029.032,49
1.005.223.20 303.766,33 124.292,28 1.184.697,25
2.118.679,74 658.176,11 124.292,28 2.652.563,57
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 457.662,05 688.280,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 62.253,01 78.249,49
3. Geleistete Anzahlungen 2.143,75 12.773,75
522.058,81 779.303,51
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.298,16 122.332,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.468.839,21 1.637.843,95
1.557.137,37 1.760.176,66
2.079.196,18 2.539.480,17

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen T€ 0 (Vj. T€ 3.500).

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche Aufzinsungen sind nicht enthalten.

Wesentliche Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Leasing - und Mietverpflichtungen T€
bis zu einem Jahr 1.275,9
ein bis fünf Jahre 6.379,6
7.655,5

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 177 Angestellte beschäftigt.

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der DIASHOP GmbH sind/waren:

Frank Spreemann, Geschäftsführer, Wörthsee-Steinebach (bis 31. Oktober 2023)

Magnus Alsterlind, Geschäftsführer, Prag (bis 31. Oktober 2023)

Boris Weber, Geschäftsführer, Speyer (ab 31. Oktober 2023)

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit, Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss Asker Healthcare Group AB, Danderyd, Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss der Asker Healthcare AB wird in den Konzernabschluss der Interogo Holding AG, Pfäffikon SZ, Schweiz, einbezogen.

Als größte Abweichung wurde die Leasingbilanzierung nach IFRS 16 identifiziert, nach der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind.

Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Gauting-Unterbrunn, den 05. Februar 2024

Boris Weber

Gesellschafterversammlung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.04.2024 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die DIASHOP GmbH (nachfolgend auch: DIASHOP) mit Sitz in Gauting-Unterbrunn ist einer der führenden Fach- und Versandhändler für Diabetesbedarf in Deutschland. DIASHOP versorgt Menschen mit Diabetes mit Hilfsmitteln und nicht-apothekenpflichtigen Arzneimitteln sowie einem großen Zusatzsortiment an praktischen Produkten rund um das Thema Diabetes.

Die herstellerneutrale Beratung der Kunden mit fachlich hoher Kompetenz und einer wirtschaftlich effizienten Versorgung steht für das Unternehmen im Mittelpunkt. Neben dem klassischen Versandhandel bietet das Unternehmen seinen Kunden einen Online-Handel und bundesweit Diabetes-Fachgeschäfte vor Ort für eine qualitativ hochwertige und kompetente Beratung und Versorgung an.

Zur Aufrechterhaltung und kontinuierlichen Verbesserung der hohen Beratungs- und Versorgungsqualität unterhält die Gesellschaft ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System nach DIN ISO 9001:2015. Nach Vorgabe des Gesetzgebers wurde vom GKV-Spitzenverband zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung aller Leistungserbringer zusätzlich ein sogenanntes "Präqualifizierungsverfahren" initiiert. Eine erfolgreiche Präqualifizierung mit einem entsprechenden Zertifikat einer benannten Zertifizierungsstelle ist die Voraussetzung für den Abschluss von Versorgungsverträgen mit Krankenkassen. Alle Standorte der DIASHOP GmbH sind im Besitz eines gültigen Präqualifizierungs-Zertifikates.

Für die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgt die Abrechnung des Rezeptes direkt mit der Krankenkasse des Versicherten. Hierzu hat DIASHOP eigene Versorgungsverträge mit Krankenkassen geschlossen oder ist bestehenden Versorgungsverträgen beigetreten bzw. es besteht eine Abrechnungsberechtigung auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben. Für abrechnungsberechtigte Produkte mit gesetzlichen Krankenversicherungen stellt die DIASHOP GmbH damit die Basis für eine Abrechnung mit allen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sicher.

2. Ziele und Strategien

Die DIASHOP GmbH ist bestrebt, ihren hohen Anspruch an eine zuverlässige, kompetente und serviceorientierte Beratung und Versorgung ihrer Kunden weiter auszubauen.

Mit neuen Serviceleistungen bzw. Funktionen wird das Angebot im Versandhandel, im Online- Handel sowie in den Diabetes-Fachgeschäften regelmäßig verbessert, mit dem Ziel den Kunden die Produktauswahl und Bestellung so einfach und sicher wie möglich zu machen.

Die kompetente Beratung und technische Einweisung in Medizinprodukte sind wichtige Aspekte bei der Betreuung und Versorgung von Menschen mit Diabetes. Dabei kommt den Diabetes-Fachgeschäften eine große Bedeutung zu. DIASHOP legt einen Schwerpunkt auf den weiteren bundesweiten Ausbau der Diabetes-Fachgeschäfte vor Ort, unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte hinsichtlich Potential und Lage der neuen Standorte.

Mit fachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine strukturierte Schulung und Einarbeitung sowie regelmäßige interne und externe Fortbildung erhalten, stellt DIASHOP die hohe Qualität in der Beratung und Versorgung der Kunden sicher.

Unter dem weiterhin hohen Kostendruck im Gesundheitswesen strebt DIASHOP bei neuen Vertragsabschlüssen mit Krankenkassen eine konsequente Verhandlungsstrategie auf Augenhöhe an. Ziel ist die Festsetzung wirtschaftlich angemessener Abrechnungspreise unter Berücksichtigung eines ständig steigenden Abrechnungsaufwands. DIASHOP engagiert sich bei NetDiab e.V., dem Verband der Diabetes-Fachhändler, um im Namen des Verbandes Verträge mit Krankenkassen für alle Mitglieder zu verhandeln. Mit dieser Vorgehensweise werden Ressourcen gebündelt, eine hohe Versorgungsqualität sichergestellt und wirtschaftliche Abrechnungspreise angestrebt.

Aufgrund nach wie vor rückläufiger Abrechnungspreise bei einigen Produktgruppen im GKV- Bereich verfolgt DIASHOP eine konsequente Einkaufsstrategie, mit dem Ziel, die Rohertragsmarge zu halten.

3. Steuerungssystem

Die DIASHOP GmbH wendet ein von der DEKRA nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem an. In regelmäßigen Audits überprüft dabei die DEKRA die Einhaltung der Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems. Mit diesem System wird die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen sichergestellt sowie die Transparenz der betrieblichen Abläufe erhöht, eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt, die Fehlerquote gesenkt und eine permanente Verbesserung der betrieblichen Prozesse bewirkt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die MedTech-Branche verzeichnet nach den Ergebnissen der Herbstumfrage des BVMed zwar ein Umsatzplus von 4,8 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2022, dem stehen jedoch stark gestiegene Personal-, Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die Umsetzung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) gegenüber. Darunter leiden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die 93 % der Branche ausmachen und Innovationstreiber sind.

In Deutschland erkranken jährlich mehr als eine halbe Million Erwachsene neu an Diabetes, jedes Jahr erkranken mehr als 3000 Kinder und Jugendliche an einem Typ-1-Diabetes. Aktuell sind etwa 8,5 Millionen Menschen betroffen. Hochrechnungen gehen davon aus, dass im Jahr 2040 mehr als 12 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein werden.

2. Geschäftsverlauf

Das EBITA 2023 liegt im Geschäftsjahr 2023 deutlich über dem geplanten EBITA 2022. Dies ist im Wesentlichen auf das über Plan liegende Rohergebnis zurückzuführen. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 liegt dagegen nur leicht über dem geplanten Ergebnis 2023, was auf den erhöhten Zinsaufwand zurückzuführen ist.

3. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Geschäftsjahr 2023 um 2 Mitarbeiter auf 177 Mitarbeiter gestiegen. Die Personalkosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %.

4. Darstellung der Lage

Ertragslage

Insgesamt wurde ein Rohergebnis in Höhe von 15.686 T€ erzielt, das um 2.569 T€ über dem des Vorjahres liegt. Der Personalaufwand beläuft sich auf 8.546 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 6.051 T€ und liegen mit 984 T€ um 19,4 % über Vorjahr.

Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 93 T€ (Vorjahr: 841 T€ Jahresfehlbetrag) erzielt.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 1.656 T€ gesunken.

Die Vorräte verringerten sich um 641 T€ auf 3.369 T€. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 5.496 T€ um 278 T€ unter dem Vorjahreswert. Die liquiden Mittel verringerten sich um 288 T€ auf 1.097 T€.

Das Eigenkapital stieg um 93 T€ auf 1.964 T€. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich durch auf 16,2 % (Vorjahr: 13,6 %).

Die Rückstellungen haben sich um 459 T€ auf 995 T€ erhöht. Bei den Verbindlichkeiten ergab sich ein Rückgang um 2.204 T€ auf 9.165 T€.

Die Gesellschaft finanzierte sich auch im Berichtszeitraum 2023 im Wesentlichen über Darlehen innerhalb des Unternehmensverbundes.

Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die DIASHOP GmbH über ausreichende finanzielle Mittel bzw. Kreditlinien. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist positiv. Gemäß der Finanzplanung für das folgende Geschäftsjahr sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als zufriedenstellend angesehen werden.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung wird das EBITA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus der laufenden Geschäftstätigkeit) herangezogen.

Das EBITA aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt in 2023 819 T€ gegenüber 199 T€ im Vorjahr.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung. Ziel des Systems ist die Vermeidung von Schäden sowie die Ermöglichung von Chancen. Wesentliche Risiken im Unternehmen werden identifiziert und im Risikomanagement-Prozess analysiert und bewertet. Geeignete Gegenmaßnahmen, die das Risiko vermeiden oder minimieren, werden ergriffen und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr in das Risiko- und Qualitätsmanagement- System des Unternehmensverbundes eingebunden.

Geschäfts-/ Produktrisiken sowie Geschäfts-/ Produktchancen

Mit allen wichtigen Kostenträgern konnten Verträge oder vertragsähnliche Vereinbarungen abgeschlossen werden. Dadurch sind die Voraussetzungen für das kurz- und mittelfristige Wachstum der Gesellschaft sichergestellt. Ein Risiko besteht allerdings in dem zunehmenden Preisdruck der Krankenkassen im Rahmen der Versorgung der Patienten in bestimmten Produktgruppen.

Potenzielle Chancen ergeben sich mittelfristig aus Synergieeffekten zwischen den Schwesterngesellschaften in der Gruppe. Hierzu zählen neben der Erweiterung des Produktportfolios auch Knowhow-Transfers, welche eine deutliche Effizienz- und Profitabilitätssteigerung nach sich ziehen werden.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung können sich aus gesundheitspolitischen Entscheidungen ergeben. Allerdings schätzen wir das Risiko bezüglich ungünstiger gesundheitspolitischer Entscheidungen gering ein, da eine Versorgung von Menschen mit Diabetes mit Hilfsmitteln für ihre Therapie weiterhin gewährleistet sein muss.

Zudem fokussieren einige Hersteller von hochwertigen Diabetesprodukten zunehmend den Vertrieb eigener Produkte, wodurch nur ein eingeschränktes Produktsortiment zur Verfügung stehen kann.

Darüber hinaus können Preiserhöhungen seitens Dienstleistern und Herstellern zu Steigerungen der Einkaufspreise führen, die nicht weiterbelastet werden können und sich negativ auf die Produktmargen auswirken.

Liquiditätsrisiken

Eine auf einen festen Planungszeitraum ausgerichtete Liquiditätsvorschau, vorhandene liquide Mittel sowie die Finanzierung im Unternehmensverbund stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.

Rechtliche Risiken

Die DIASHOP GmbH ist im Rahmen des Geschäftsbetriebes Partei in Rechtsstreitigkeiten oder indirekt durch den Ausgang von Rechtsstreitigkeiten Dritter mit Krankenkassen betroffen und könnte auch in Zukunft in solche involviert werden. Allerdings gibt es aus heutiger Sicht keine gerichtlichen Verfahren, welche die zukünftigen Ergebnisse in merkbarer Form beeinflussen.

Ausfallrisiken

Ein signifikantes Ausfallrisiko bei den Forderungen besteht nicht. Um das Ausfallrisiko bei den Forderungen zu minimieren, wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Außerdem wird das Risiko durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand abgedeckt, sofern ein überproportionaler Zahlungsverzug besteht.

Preisänderungs-, Zins- und Kursänderungsrisiken

Es bestehen keine wesentlichen Zins- und Kursänderungsrisiken. Durch Änderungen in der Gesundheitspolitik und/oder Vertragsanpassungen mit Krankenkassen kann es zu Preisreduzierungen kommen, die einen negativen Einfluss auf den Rohertrag haben.

Gesamtrisiko

In 2023 hat sich die Risikolage nicht wesentlich verändert.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifizieren können.

Auch für die zukünftige Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

2. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung

Gemäß dem im Oktober 2023 verabschiedeten Budget des Jahres 2024 wird mit dem Ausbau des Versandgeschäfts und weiterer Produktlinien für 2024 ein moderates Umsatz-Wachstum und eine leichte Steigerung des Rohergebnisses erwartet. Aufgrund des weiteren Aufbaus der Organisationsstruktur wird erneut eine Steigerung der Personalkosten erwartet. Durch inflationäre Preiserhöhungen seitens Dienstleistern und Herstellern wird auch für den Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem gegenüber 2023 steigenden Niveau gerechnet. Insgesamt wird eine leichte Steigerung des EBITA sowie eine leichte Verbesserung des Jahresergebnisses erwartet.

Nach dem derzeitigen Stand kann die Prognose aufrecht erhalten werden.

 

Gauting-Unterbrunn, den 5. Februar 2024

Boris Weber

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss mit Anlagen handelt es sich um eine für die Offenlegung verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DIASHOP GmbH, Gauting-Unterbrunn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DIASHOP GmbH, Gauting-Unterbrunn, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIASHOP GmbH, Gauting-Unterbrunn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pullach, 5. Februar 2024

STR Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Thaller, Wirtschaftsprüfer

Matthias Roth, Wirtschaftsprüfer

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