Global Logistics System Worldwide Company for Development of Freight Information Networks GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Luciano Sperduti seit 1.4.2026 | Geschäftsführer |
Edward Dorr seit 9.6.2021 | Prokura |
Nicholas Xenocostas seit 10.2.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CHAMP Cargosystems S.A. | 93.74% |
CHAMP Cargosystems S.A. | 6.30% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CHAMP Cargosystems GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 a) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist bei Anwendung des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und ist im Handelsregister Frankfurt am Main unter HRB 33936 eingetragen. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Soweit nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke nicht in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung angebracht sind, werden sie in diesem Anhang aufgeführt. b) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Gewährte Zuschüsse der Kunden an CHAMP für die Entwicklung neuer Softwareanwendungen werden grundsätzlich anschaffungskostenmindernd erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer orientiert sich grundsätzlich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Entgeltlich erworbene Software und Hardware werden über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren, Einrichtungsgegenstände über zehn Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis € 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bei dauernder Wertminderung angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten (Anschaffungskosten) oder zu niedrigeren Zeitwerten bilanziert. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Bedarf Wertberichtigungen angesetzt; zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Ausgaben für Softwareunterstützungsleistungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die nächsten Jahre darstellen, ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Neben angemessenen Fluktuations- und Karrieretrends werden dabei ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,75 % und Rententrends zwischen 1 % - 1,5 % berücksichtigt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde der entsprechende Zinssatz mit Stand vom 31. Dezember 2023 von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %) herangezogen. Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende und ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zur Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinses von sieben Jahren beträgt am 31. Dezember 2023 T€ 3. Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung getragen; sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen, die in Fremdwährung anfallen, werden zu den im Zeitpunkt des Anfalls der Aufwendungen geltenden Fremdwährungskursen umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen und mit einem Steuersatz von 30 % kalkuliert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern resultierend aus unterschiedlichen Rückstellungsansätzen in Steuer- und Handelsbilanz. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag mit dem Betrag angesetzt, der Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellt. c) Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Bei den Finanzanlagen sind Anteile an der in 2010 gegründeten Cargo Information Network France (CIN France), Tremblay-en-France, Frankreich, unter den Beteiligungen ausgewiesen. Die Gesellschaft hält einen Anteil in Höhe von 25 %. Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen sowie konzerninternen Darlehen. Sie resultieren mit T€ 2.692 (Vorjahr: T€ 555) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und mit T€ 17.500 (Vorjahr: T€ 16.826) aus konzerninternen Darlehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert € 3.016.622,10. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 553; Vorjahr: T€ 311) und eine Bonusrückstellung (T€ 176; Vorjahr: T€ 160). 5. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 118) sowie aus konzerninternen Darlehen in Höhe von T€ 1.002 (Vorjahr: T€ 821). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 54) enthalten T€ 25 Verbindlichkeiten aus Steuern (Vorjahr: T€: 52). Die sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit wurden wie im Vorjahr vor dem 31.12.2023 bezahlt. Sicherheiten wurden nicht bestellt. d) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 sind um 7,2% auf T€ 14.598 nach T€ 13.616 im Jahr 2022 angestiegen. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit T€ 90 (Vorjahr: T€ 60) aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Die Kursgewinne aus Fremdwährungsumrechnungen betragen T€ 26 (Vorjahr: T€ 103). 3. Aufwendungen für bezogene Leistungen In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind unter anderem die Kosten für bezogene Nachrichten von CCS (Cargo Communication Systems) enthalten. 4. Abschreibungen Es waren im laufenden Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen notwendig. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 665 (Vorjahr: T€ 570) beinhalten Mietkosten (T€ 103), Rechts- und Beratungskosten (T€ 28), IT-Beratung (T€154) und Prüfungskosten (T€ 18). Die Kursverluste aus Fremdwährungsumrechnungen betragen T€ 49 (Vorjahr: T€ 121). 6. Zinserträge Zinserträge in Höhe von T€ 700 (Vorjahr: T€ 199) resultieren hauptsächlich aus Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen. 7. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen betragen T€ 47 (Vorjahr: T€ 27) und entfallen i.H.v. T€ 6 auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (Vorjahr: T€ 6) sowie i.H.v. T€ 39 an verbundene Unternehmen (Vorjahr: T€ 5). Es entstanden Aufwendungen von T€ 2 für Negativzinsen. II. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Leasing- und Einkaufsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von T€ 329, welche zum Bilanzstichtag mit T€ 323 auf Mieten für die Büroräume der Gesellschaft entfallen. Davon sind T€ 127 innerhalb des nächsten Jahres fällig. Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gehälter der Geschäftsleitung wurde unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Durchschnitt - ohne Geschäftsführer - waren im Berichtsjahr 16 Mitarbeiter (Angestellte) bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr: 15). Konzernabschluss und Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Die Gesellschafterversammlung hat am 28.06.2023 beschlossen, dass die Gesellschaft gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Anwendung der §§ 316-324 a HGB (Prüfung) für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 befreit ist. Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2023 der CHAMP Cargosystems S.A., Contern, Luxemburg einbezogen, der im Registre du Commerce, Luxemburg, eingesehen werden kann. Die CHAMP Cargosystems S.A. als Mutterunternehmen hat sich bereit erklärt, für die bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. Vertreter des Mehrheitsaesellschafters
Vergütungen wurden nicht gezahlt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von € 22.185.569,49 - bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von € 18.397.589,77 und dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 3.787.979,72 - auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, 28.Juni 2024 Nicholas Xenocostas Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die CHAMP Cargosystems GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB33936, war zum 31.12.2023 mit einem Stammkapital von TEUR 3.017 ausgestattet. Die Gesellschaft ist eine 93,7%ige Tochtergesellschaft der Champ Cargosystems S.A. mit Sitz in Contern, Luxemburg, und wird in den Konzernabschluss der SITA INC N.V., Amsterdam/Niederlande, einbezogen, welcher dort angefordert werden kann (Handelsregister der Kamer van Koophandel). Die SITA INC N.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. 6,3% der Anteile der CHAMP Cargosystems GmbH werden von der Global Logistic System Worldwide Company for the Development of Freight Information Networks GmbH, Frankfurt, gehalten. Die Gesellschaft betreibt das weltweit größte Cargo Community System, welches den Akteuren der Luftfrachtindustrie den digitalen Austausch von Transaktionen ermöglicht. Des Weiteren entwickelt und vertreibt CHAMP Softwaresysteme- und Applikationen für die Luftfrachtindustrie. Weiterer Gegenstand des Unternehmens sind Angebot, Vertrieb und Förderung des Vertriebs von weiteren Informations- und Logistikdienstleistungen, die auf den Transport von Gütern bezogen sind, sowie die Vornahme aller Geschäftshandlungen, die für die Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder dienlich sind. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird im Jahr 2023 voraussichtlich an Schwung verlieren, aber immer noch ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert ein Plus von 2,9 %, nachdem es 2022 noch 3,4 % waren. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht für die Eurozone von einem Wachstum von 2,3 % aus. Die Erholung des Passagierverkehrs, die 2022 einsetzte, wird sich 2023 fortsetzen. Die International Air Transport Association (IATA) prognostiziert ein Wachstum von 47,8 % gegenüber 2022. Es wird jedoch erwartet, dass das Vorkrisenniveau (2019) erst 2024 wieder erreicht wird. Anhaltend hohe Treibstoffpreise und die COVID-19-Pandemie könnten die Erholung bremsen. Die Nachfrage nach Luftfracht bleibt 2023 hoch, getrieben vom Wachstum der Weltwirtschaft und des E- Commerce-Handels. Die Kapazitätsengpässe im Luftfrachtmarkt, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind, werden sich voraussichtlich 2023 allmählich verringern. Die hohen Treibstoffpreise könnten jedoch die Luftfrachtraten belasten. CHAMP Cargosystems GmbH profitiert weiterhin von der Erholung des Passagier- und Luftfrachtverkehrs. Das Unternehmen muss jedoch weiterhin in Innovationen investieren und die Herausforderungen durch die hohen Treibstoffpreise und die COVID-19-Pandemie bewältigen. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 ist der Nettoumsatz des Unternehmens nach einem Anstieg von 9.0% in 2022 weiter um 7,2 % gestiegen. Es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 3.788 im Jahr 2023 verzeichnet nach einem Jahresüberschuss von TEUR 1.737 in 2022, der im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz und reduzierte Aufwendungen für bezogenen Leistungen zurückzuführen ist. Die Finanzlage des Unternehmens zeigt sich im Geschäftsjahr im Aufschwung. Das Eigenkapital verbesserte sich durch den Jahresüberschuss, gleichzeitig erhöht sich die Bilanzsumme um TEUR 5.117 auf TEUR 29.650 (Vorjahr: 24.533). Infolgedessen veränderte sich die Eigenkapitalquote leicht von 87% im Vorjahr auf 85% in 2023. Auf der Passivseite ist die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen auf höhere Steuerrückstellungen und höhere Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften zurückzuführen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.811 auf TEUR 20.192 (Vj.: TEUR 17.381). Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 164 auf TEUR 1.131 (Vj.: TEUR 967). Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende über ein Barguthaben von TEUR 6.067 (Vorjahr: TEUR 4.204). Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Das Unternehmen investiert weiterhin in Forschung und Entwicklung. Dies hat zu einer Reihe von Aktualisierungen bestehender Produkte geführt. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung werden als notwendig für einen anhaltenden Erfolg in der mittel- bis langfristigen Zukunft angesehen. Personal Der Personalstand der CHAMP Cargosystems GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt 16 Mitarbeiter (zum 31. Dezember 2022: 15 Mitarbeiter). Die Aufwendungen für Fort- und Weiterbildungen betrugen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2). Investitionen Unverändert wurden operative Investitionsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 restriktiv behandelt. Es wurden keine nennenswerten Investitionen ins Anlagevermögen vorgenommen. Chancen und Risikobericht Marktrisiken Die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der CHAMP Cargosystems GmbH als Teil der CHAMP Gruppe werden von der Prosperität des europäischen Logistiksektors sowie der großen internationalen Logistikdrehscheiben, wie z. B. Hong Kong, Shanghai, Dubai, Singapur und Frankfurt beeinflusst. Infrastrukturelle oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die das Wachstum dieser Bereiche begrenzen, haben unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnissituation der Gesellschaft. Durch die Diversifizierung auf Plattformen für die verschiedenen Akteure der Luftfrachtindustrie einerseits und Anwendungssoftware für Zollvoranmeldungen, findet eine Risikoverteilung zumindest innerhalb des Logistiksektors statt. Der Nutzungsgrad der IT in der Logistik ist im Vergleich zu anderen Industrien im Mittelfeld anzusiedeln und beherbergt grundsätzlich Potential. Der Logistiksektor wird daher zunehmend von sowohl größeren, finanzkräftigen in- und ausländischen IT-Anbietern, als auch von Start-Up-Unternehmen als Zielmarkt definiert, die somit als Wettbewerber auftreten. CHAMP Cargosystems GmbH stellt sich dieser Herausforderung zusammen mit den anderen Gesellschaften des Konzerns durch eigene innovative Lösungen und geht dort, wo sinnvoll, auch Partnerschaften ein. Der Wettbewerbsdruck ist ein anhaltendes Risiko für das Unternehmen, was zu einem Preisdruck und dem Verlust von Aufträgen an seine Hauptkonkurrenten führen könnte. Der Konzern begegnet diesem Risiko durch die Bereitstellung von Mehrwertdiensten für seine Kunden, durch die kontinuierliche Einbeziehung der Benutzergruppen in die Entwicklung seiner Produkte und Dienstleistungen und durch die Aufrechterhaltung enger Beziehungen zu den Kunden. Die Hauptkunden des Unternehmens sind die Akteure der Luftfrachtindustrie, wie Fluggesellschaften und Speditionen, die aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs schwierige Zeiten durchlebt haben und die das Unternehmen daher einem zunehmenden Kreditrisiko ausgesetzt haben. Dieses Risiko wird teilweise durch die Kreditprüfung potenzieller Kunden und die Vereinbarung von Bedingungen, die das Risiko des Unternehmens in der Verhandlungsphase minimieren, gemildert. Wiederholungsgeschäfte oder neue Aufträge für bestehende Kunden unterliegen einer Überprüfung des überfälligen Saldos, und eine laufende Kreditwürdigkeitsprüfung wird anhand der finanziellen Lage der größeren Kundenforderungen durchgeführt. Insgesamt stufen wir die Marktrisiken als mittel ein, da die Hauptkunden der Gesellschaft trotz erheblicher Geschäftseinbrüche in Folge der Coronakrise fast ausnahmslos von den jeweiligen Staaten gestützt worden sind und die Krise genutzt haben, um ihre Kosten deutlich zu senken und damit für die Zukunft gerüstet zu sein. Der Wettbewerbsdruck ist nach wie vor hoch, allerdings hat die Gesellschaft ihre gute Marktposition im Geschäftsjahr halten können und hat von den verbesserten Rahmenbedingungen der Luftfrachtbranche profitiert. Zins- und finanzwirtschaftliche Risiken Für die Gesellschaft bestehen derzeit keinerlei Risiken aus Zinsschwankungen. Die Gesellschaft ist aufgrund von USD-Fakturierungen dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt. Währungsrisiken werden als moderat eingestuft. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Währungssicherungsgeschäfte. Ausfallrisiko Das Unternehmen unterhält eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste in einer Höhe, die als angemessen erachtet wird, um potenzielle uneinbringliche Forderungen abzudecken. Die Höhe dieses Abschlags wird vom Management anhand von Faktoren bewertet, die sich auf die Einbringlichkeit der Forderungen auswirken. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem die Dauer der Beziehung des Unternehmens zum Kunden, das Zahlungsverhalten des Kunden und bekannte Marktfaktoren. Das Unternehmen überprüft regelmäßig das Alter und den Status der Forderungen, um Konten zu identifizieren, die mit Wertberichtigungen versehen werden müssen. Im Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Ausfälle verzeichnet, sodass das Risiko als moderat einzustufen ist. Beschaffungsrisiko Hierbei könnte es sich um Risiken hinsichtlich des Zugangs zu den Beschaffungsmärkten oder der Verfügbarkeit von Einkaufsmaterialien, Preisentwicklungen, Wechselkursschwankungen unternehmensrelevanter Fremdwährungen sowie Wettbewerbssituationen handeln. Weitere Risiken können sich aus den anstehendenden Verhandlungen über die Lohn- und Gehaltstarifabschlüsse ergeben. Beschaffungsrisiken sind derzeit nicht erkennbar, das Risiko wird als gering eingestuft. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht zu erkennen sind. Prognosebericht - Ausblick 2024 Die CHAMP Cargosystems GmbH ist mit ihrem Portfolio an innovativen Produkten strategisch im internationalen Markt positioniert. In den letzten Jahren wurden mehrere vielversprechende Innovationen entwickelt, die voraussichtlich sukzessive auf den Markt gebracht werden und einen positiven Beitrag zur zukünftigen Entwicklung des Unternehmens leisten werden. Trotz der anhaltenden globalen Herausforderungen wird erwartet, dass das globale BIP im Jahr 2024 um 2,5 % wächst, nach einem Wachstum von 3,6 % im Jahr 2023, wobei der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsaussichten angesichts der anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der hohen Inflation und der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken als verlangsamt betrachtet. Für Europa wird ein Wachstum von 0,5 % erwartet, nach 3,8 % im Jahr 2023, wobei die Wirtschaft stark unter dem Krieg in der Ukraine, der hohen Inflation und der Energiekrise leidet, die die Kaufkraft der Verbraucher schwächen und die Investitionstätigkeit dämpfen. Die Wachstumsaussichten für Deutschland sind besonders besorgniserregend, mit einem erwarteten Rückgang von 0,2 % im Jahr 2024, nach einem Wachstum von 1,9 % im Jahr 2023, da das Land aufgrund seiner engen Verflechtung mit der russischen Wirtschaft stark vom Krieg in der Ukraine betroffen ist. Die Geschäftsführung der CHAMP Cargosystems GmbH erwartet für das Jahr 2024 einen stagnierenden Umsatz und ein leicht sinkendes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der durch die Inflation verursachte Anstieg der Betriebskosten wird die Gewinnmargen schmälern, jedoch wird das Unternehmen weiterhin in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen investieren, um im wettbewerbsintensiven Markt bestehen zu können. Die Prognosen für 2024 sind mit erheblichen Risiken und Herausforderungen verbunden, darunter eine mögliche Eskalation des Krieges, ein globaler Handelskrieg, eine Rezession in den USA, sowie die Entwicklung der Inflation und die geldpolitische Reaktion der Zentralbanken. Diese Faktoren machen die Wirtschaftsaussichten unsicher und erfordern von Unternehmen und Verbrauchern, sich auf eine volatile und unsichere wirtschaftliche Umgebung einzustellen.
Frankfurt am Main, 28. Juni 2024 Nicholas Xenocostas |
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