Bauträger für Wohngebäude
Union - Bank, Aktiengesellschaft
Große Straße 2, 24937 Flensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven-Olaf Christensen seit 3.7.2023 | Vorstandsmitglied |
Tomas Michael Jensen seit 17.8.2020 | Vorstandsmitglied |
Andreas Richwardsen seit 3.5.2017 | Prokura |
Dirk von Heyer seit 29.7.2014 | Prokura |
Erko Müller seit 27.12.2007 | Prokura |
Hans-Uwe Axen seit 17.5.2005 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Union - Bank, AktiengesellschaftFlensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Union - Bank, AktiengesellschaftI. Grundlagen der Bank1. Das Geschäftsmodell der Union - Bank AktiengesellschaftDie Union - Bank, Aktiengesellschaft ist eine selbständige regionale Bank in Flensburg. Unser Hauptaugenmerk richten wir auf Kunden aus Deutschland und Dänemark mit Interessen und Aktivitäten über die deutsch-dänische Grenze hinweg. Unsere geschäftlichen Aktivitäten entfalten wir in Deutschland und Dänemark. Die wesentlichen geschäftlichen Aktivitäten mit gewerblichen und privaten Kunden der Bank gliedern sich in:
Die Refinanzierung des Kreditgeschäfts erfolgt in hohem Maße über Kundeneinlagen. Die geschäftliche Entwicklung der Bank ist Einflüssen von externen Faktoren unterworfen. Dies können die konjunkturelle Entwicklung, branchenbezogene Entwicklungen oder auch die Entwicklung der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sein. Auf diese Entwicklungen hat die Bank keinen unmittelbaren Einfluss, sie kann auf Veränderungen jedoch mit einer Anpassung ihres Geschäftsmodells reagieren. 2. Ziele und StrategienDie Bank richtet sich an folgenden Leitlinien aus: Die Union - Bank sieht sich als finanzielles Bindeglied zwischen Deutschland und Dänemark. Hierbei unterstützen wir auf der Basis unserer Werte unsere Kunden auf beiden Seiten der Grenze für eine nachhaltige Entwicklung und Wachstum in unserem Geschäftsgebiet. Wir übernehmen Verantwortung, indem wir uns für den einzelnen Kunden und für die gesamte Grenzregion engagieren. Mit unserem Wissen und unter Einbindung eines breiten Netzwerkes sowohl in Deutschland wie auch in Dänemark beraten wir vorwiegend
und bekennen uns zu unserer eigenen dänischen Geschichte, die uns maßgeblich von allen anderen Kreditinstituten unterscheidet. Die Nähe zum Kunden und der primäre Ansatz, unsere Kunden in allen grenzüberschreitenden Angelegenheiten umfassend beraten zu können, treiben uns an
die erforderliche Effizienz zu gewährleisten und die Beratungszeit für unsere Kunden somit auszuweiten. Wir haben ein besonderes Interesse daran, zu einer langfristigen und beständigen Entwicklung in der gesamten Grenzregion, unter anderem auch der dänischen Minderheit, beizutragen - zum Nutzen von Mitarbeitern, Kunden, Aktionären und der lokalen Gemeinschaft. Unsere Mittel zur Erreichung unserer Ziele sind:
Als strategische Zielgrößen für das Geschäftsjahr 2024 wurden ein bilanzielles Kundenkreditvolumenswachstum von 10,0 Mio. € unter Berücksichtigung der Einhaltung der Eigenmittelanforderungen, insbesondere der Gesamtkapitalquote gem. Art. 92 CRR (Solvenzquote) und die Einhaltung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) mit mindestens einer Quote von 125 % festgelegt. Die Investitionen in die Strategieumsetzung und die durch die Zinspolitik der EZB deutlich gestiegenen Zinsen werden das Geschäftsjahr 2024 belasten, dennoch wird eine Rentabilität als Return on Equity (ROE) nach Steuern angestrebt, die eine Dividendenzahlung auf dem Niveau des Jahres 2023 ermöglicht. Vor diesem Hintergrund gehen wir nur von einer geringfügen Erhöhung der Cost-Income-Ratio zum Vorjahr aus. Zur Erreichung der Ziele soll der Produktanteil in den Kundenbeziehungen gesteigert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 haben wir fast alle kurzfristigen strategischen Ziele erreicht. Erneut konnte das bilanzielle Kundenkreditvolumenswachstum gesteigert werden, lag mit 10,8 Mio. € jedoch unter dem strategischen Ziel von 18,0 Mio. €. Insbesondere die Nachfrage nach Immobiliarkrediten in Deutschland hat aufgrund der höheren Zinsen nachgelassen, während die Nachfrage nach Finanzierungen dänischer Wohnimmobilien erneut erfreulich hoch war. Die Einhaltung der steigenden Eigenmittelanforderungen, insbesondere der Gesamtkapitalquote gem. Art. 92 CRR (Solvenzquote) und die Einhaltung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) mit mindestens einer Quote von 125 % wurden mit 17,06 % bzw. 206 % erreicht. Die ursprünglich für 2023 geplante Kapitalerhöhung wurde verschoben und soll nunmehr im Jahr 2024 durchgeführt werden. Die bilanzielle Eigenkapitalrentabilität lag mit 3,9 % über dem strategischen Zielwert von 3,0 %. Die Verbesserung der Cost-Income-Ratio wurde mit einem Wert von 82,0 % erreicht. Hiermit verbunden ist eine Verbesserung des Anteils der attraktiven Kundenverbindungen an den Gesamtkundenverbindungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. 3. SteuerungssystemZur Steuerung der Bank haben wir ein System der jährlichen Geschäftsplanung und für die Steuerung der Risiken ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Basis der Steuerungssysteme ist unverändert zum Vorjahr die Geschäfts- und Risikostrategie. Wir steuern die geschäftliche Entwicklung anhand der strategischen Zielgrößen, die gleichzeitig bedeutsame Leistungsindikatoren darstellen:
Die Gesamtkapitalquote ergibt sich als Quotient aus Eigenmitteln und dem Gesamtrisikobetrag.
Die Liquidity Coverage Ratio (Mindestliquiditätsquote) bewertet die kurzfristige Liquidität unter vorgegebenen Stressbedingungen. Der vorhandene Liquiditätspuffer soll die Liquiditätsnettoabflüsse unter Stressbedingungen mindestens abdecken.
Das bilanzielle Kundenkreditvolumen ergibt sich aus den ausgewiesenen Forderungen an Kunden (Aktiva 4).
Die Rentabilität wird als Return on Equity (ROE) gemessen und ergibt sich aus der bilanziellen Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (bilanzielles Eigenkapital ohne Dividendenausschüttung und einschließlich des Fonds für allgemeine Bankrisiken). Für das Geschäftsjahr 2023 bezog sich der bedeutsame Leistungsindikator auf die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern.
Die Wirtschaftlichkeit wird als Cost-Income-Ratio (CIR) gemessen. Die Cost-Income-Ratio ergibt sich als Anteil des Verwaltungsaufwands am Bruttoertrag einschließlich des sonstigen betrieblichen Ergebnisses. Daneben haben wir im Geschäftsjahr 2023 auch die folgenden ergänzenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einbezogen:
Zur Optimierung der Kundenbetreuung werden die Kunden in verschiedene Segmente eingeteilt. Hierbei werden insbesondere Kunden mit hohem potenziellen Geschäftsumfang als Qualitätsmerkmal eingestuft. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden die ergänzenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren angepasst. Die bisherigen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entfallen und werden durch die Betrachtung der ganzheitlichen Kunden ersetzt. Zur Unterstützung der strategischen Entwicklung der Union - Bank, Aktiengesellschaft soll die Produktquote in den einzelnen Kundenbeziehungen erhöht werden. Über die Entwicklung der einzelnen Leistungsindikatoren wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat laufend und regelmäßig berichtet. Bei Abweichungen wird die Ursache analysiert und es werden ggf. Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen. Evtl. entstehende Zielkonflikte versuchen wir nach sorgfältiger Abwägung durch Priorisierung und Gewichtung aufzulösen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenKonjunktur in DeutschlandIm Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen kleinen rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen. FinanzmarktDas langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihre vorläufigen Höhepunkte mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form von hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit Erholung. In der Folge fielen die Renditen der Staatsanleihen. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Schweizer Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch wieder zurück. ImmobilienmarktWährend sich die Baupreise im Jahresverlauf 2023 gemäß Statistischem Bundesamt (Destatis) weiter erhöht haben (Stand Ende November 2023 +4,3% gegenüber November 2022), ist der Preis für Wohnimmobilien (Hauspreisindex) in Deutschland im 3. Quartal 2023 um durchschnittlich 10,2 % gegenüber dem 3. Quartal 2022 gesunken. Dieses war der stärkste Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber dem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. In Dänemark ist der Hauspreisindex im Vergleichszeitraum lediglich um 0,3% gesunken. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum führte zu einem weiteren Anstieg der Mietpreise. Entwicklung in der RegionDie Entwicklung in der regionalen Wirtschaft in Schleswig-Holstein war und ist von den Krisen beeinflusst und bleibt weiter angespannt. Der veröffentlichte Konjunkturklimaindex stieg im vierten Quartal 2023 von 81,7 auf 84,5 Punkte. In seinem langjährigen Durchschnitt lag dieser bei 108,1 Punkten und liegt somit aktuell deutlich unter dem Durchschnitt, welches die vorhandene mehrheitlich pessimistische Zukunftsaussicht abbildet. Die Unternehmen haben es weiterhin mit einem risikobehafteten Umfeld zu tun und die Stimmung ist von großer Unsicherheit geprägt. Die wirtschaftliche Situation der Kreditwirtschaft wurde auch im Jahr 2023 im Wesentlichen von dem veränderten Zinsniveau beeinflusst. So konnte ein verstärkter Wettbewerb um Kundeneinlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr festgestellt werden. Durch das erhöhte Zinsniveau haben Passiveinlagen an Attraktivität gewonnen und ermöglichen Erträge ohne direkte Anbindung am volatilen Geld- und Kapitalmarkt. Die regionale Kreditwirtschaft berichtet für 2023 von weiterhin zufriedenstellenden Ergebnissen und einer Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten. Der Markt für Finanzdienstleistungen ist von intensivem Wettbewerb um die guten Kunden gekennzeichnet. Mit dem geschäftlichen Schwerpunkt auf Finanzdienstleistungen für Kunden mit Aktivitäten beiderseits der deutsch-dänischen Grenze agiert die Union-Bank, Aktiengesellschaft in einem Teilmarkt mit wenigen Wettbewerbern und einem aus Sicht der Bank sehr interessanten Potenzial. 2. Überblick über den Geschäftsverlauf in der Union - Bank, AktiengesellschaftDie Anpassung des Geschäftsmodells der Bank im Jahr 2021 und die sich daraus ergebenden Veränderungen haben auch das Geschäftsjahr 2023 geprägt. Während die Rahmenbedingungen mit steigenden regulatorischen Anforderungen und einem starken Wettbewerb weiterhin anspruchsvoll waren, ermöglichte das Zinsumfeld eine Ausweitung des Zinsüberschusses und zukünftiger Ertragschancen. Insgesamt war das Aktivitätsniveau in der Bank sehr hoch. Es wurden die Weichen für das zukünftig angestrebte Wachstum im bilanziellen und außerbilanziellen Kundenkredit- und Dienstleistungsgeschäft gestellt. Hierdurch gelang es Kredite in Höhe von 50,4 Mio. € neu zu bewilligen, wobei das bilanzielle Kundenkreditvolumen um 10,8 Mio. € gesteigert wurde. Zur Unterstützung der Strategie und zum Nutzen unserer Kunden haben wir unser grenzüberschreitendes Netzwerk ausgebaut und bestehende Verbindungen intensiviert. Im Einklang mit der strategischen Ausrichtung wurde das Immobilien- und Beteiligungsvermögen reduziert. Die weiterhin hohe Inflation, die Energiepreiskrise und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie führten entgegen unseren Befürchtungen bisher nicht zu einem erhöhten Bedarf an Risikovorsorge in der Bank. Bilanzielle EntwicklungDie Bilanzsumme verringerte sich stichtagsbezogen im Vorjahresvergleich um 3,5 % auf 262,5 Mio. €. Ursache hierfür war insbesondere eine Verminderung der Kundeneinlagen und der geplante Rückgang bei den Treuhandverbindlichkeiten. Die Nachfrage nach Finanzierungen war im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erfreulich hoch. Das Neugeschäftsvolumen bei Forderungen an Kunden belief sich auf 50,4 Mio. €. Kompensiert um planmäßige Rückflüsse und Sondertilgungen stiegen die Forderungen an Kunden im Vorjahresvergleich um 10,8 Mio. € bzw. 6,4 %. Die Eventualverbindlichkeiten verminderten sich im Jahresverlauf um 1,0 Mio. € bzw. 27,7 %. Bei dem Treuhandvermögen handelt es sich überwiegend um Immobiliendarlehen, die von der Union -Bank in eigenem Namen auf Rechnung der DZ Hyp AG, Münster ausgegeben wurden. Zur Deckung der Finanzierungswünsche unserer Kunden wurden langfristige Immobiliendarlehen von unseren Partnern vermittelt. Weiterhin werden in dem Posten Treuhandvermögen vollständig öffentlich besicherte Förderkredite aus den Corona-Hilfsprogrammen abgebildet. Es bestehen Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe gegenüber der DZ Hyp AG bzw. der KfW. Das Treuhandvermögen sank im Geschäftsjahr um 3,3 Mio. € auf 20,9 Mio. €. Die Wertpapieranlagen wurden durch zwei Verkäufe um 3,3 Mio. € auf 21,5 Mio. € reduziert. Die nicht gebundene Liquidität unterhielten wir überwiegend bei der Deutschen Bundesbank und bei unseren Partnerbanken zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs unserer Kunden. Durch die Anwachsung der Große Straße 4 GmbH & Co.KG an die Bank, erfolgte die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden in die Bilanz der Bank zu Buchwerten. Dadurch wurden die Anteile an verbundene Unternehmen um 1,6 Mio. € reduziert und das Objekt Große Straße 4 in das Sachanlagevermögen übernommen. Aufgrund von Verkäufen einzelner Immobilieninvestments und planmäßige Abschreibungen stieg das Sachanlagevermögen saldiert lediglich um 0,6 Mio. € bzw. 6,0 % an. Bedeutsame finanzielle LeistungsindikatorenGesamtkapitalquoteDie Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR lag aufgrund der verschobenen Kapitalerhöhung auf das Jahr 2024 und dem gesteigerten Kundenkreditvolumen mit 17,1 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Nach der Feststellung des Jahresabschlusses, unter Berücksichtigung der vorgesehenen Eigenkapitalveränderungen, liegt die Quote zum Jahresende bei 17,3 % und erfüllt damit sowohl die gesetzliche Mindestanforderung als auch unsere eigene höhere Anforderung an die Kapitalquote. Die Gesamtkapitalquote liegt durch die verschobene Kapitalerhöhung unter dem geplanten Niveau. Liquidität / Liquidity Coverage Ratio (LCR)Die Union - Bank hält die Anforderungen zum Jahresende mit einer Quote von 206 % ein, welches deutlich über dem gesetzlichen und dem eigenen höheren strategischen Mindestwert liegt. Der vorhandene Liquiditätspuffer deckt das Risiko aus dem vorgegebenen Stressszenario um das ca. 2fache ab. Die Kennzahl liegt höher als für das Jahresende 2023 prognostiziert. Bilanzielles Kundenkreditvolumen / Wachstumsrate im KundengeschäftDas bilanzielle Kundenkreditvolumen (Aktiva 4) betrug zum 31.12.2023 180,6 Mio. €. Dies entspricht einem Zuwachs in Höhe von 10,8 Mio. € bzw. 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr, welcher leicht unter unserem strategischen Ziel als auch unter unserer Planannahme liegt. Rentabilität (Return on Equity)Die bilanzielle Eigenkapitalrentabilität vor Steuern lag mit 3,9 % über dem strategischen Ziel von 3,0 %. Auch unter Berücksichtigung einer erhöhten bilanziellen Eigenkapitalbasis, durch den geplanten Zufluss aus der verschobenen Kapitalerhöhung, hätte die Rentabilität bei 3,6 % gelegen und den strategischen Zielwert überschritten. Wirtschaftlichkeit (Cost-Income-Ratio)Die Cost-Income-Ratio lag im Geschäftsjahr mit 82 % auf der Höhe des Planwertes. Ergänzende nicht finanzielle LeistungsindikatorenQualitätsstruktur der KundenZur Ermöglichung einer positiven geschäftlichen Entwicklung ist die Qualitätsstruktur der Kunden ein wesentlicher Faktor, welcher sich durch einen beidseitigen Mehrwert auszeichnet. Die Qualitätsstruktur ergibt sich aus der Kundensegmentierung und dem Fokus auf geschäftlich interessante Kunden. Im Geschäftsjahr konnte die Qualitätsstruktur leicht verbessert werden. Wie erwartet reduzierte sich der Gesamtkundenbestand leicht. Stellenvakanz als Indikator für die Verfügbarkeit von PersonalDie Bank verbindet die deutsche und dänische Kultur miteinander, welches sich auch in der Zweisprachigkeit des Personals widerspiegelt. Die Besetzung von offenen Stellen mit qualifizierten Fachkräften ist für eine positive geschäftliche Entwicklung der Bank unabdingbar. Wie in vielen anderen Branchen auch, so bemerken auch wir zunehmend den Wettbewerb um Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr konnten nicht sämtliche vakanten Stellen neu besetzt werden. Die Bank begegnete diesem durch extern begleitetes Personalrecruiting sowie mit der Prozessoptimierung bzw. der Auslagerung von standardisierten Prozessen. Es erfolgte im Jahr 2023 eine Auslagerung von Teilbereichen des standardisierten aufsichtlichen Meldewesens an unser Rechenzentrum. Im Geschäftsjahr waren so noch ausreichende Mitarbeiterkapazitäten vorhanden. Zur Unterstützung für die zukünftige geschäftliche Entwicklung sollen der Personalbestand weiter ausgebaut werden und die Möglichkeiten von zusätzlichen Auslagerungen genutzt werden. 3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageForderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute dienen in erster Linie der Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Liquiditätssteuerung. Wie sich aus der Restlaufzeitengliederung im Anhang ergibt, handelt es sich überwiegend um kurzfristige bis mittelfristige Anlagen. Die Geschäftsbeziehung besteht i.d.R. seit vielen Jahren. Der Anteil der Forderungen in fremder Währung bezogen auf die Gesamtforderungen an Kreditinstitute in Höhe von 7,9 Mio. € liegt bei 1,2 % und lautet ausnahmslos auf DKK. KundenforderungenDie Kundenforderungen machen 68,8 % der Bilanzsumme aus. Die Nachfrage nach Finanzierungen war im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erfreulich hoch, lag allerdings - insbesondere aufgrund der gefallenen Nachfrage nach Immobilienkrediten in Deutschland aufgrund gestiegener Zinsen - leicht unter unseren Erwartungen. Das Neuzusagevolumen belief sich auf 50,4 Mio. €. Saldiert um planmäßige Rückflüsse und Sondertilgungen stiegen die Kundenforderungen auf Jahressicht um 6,4 % auf 180,6 Mio. €. Von unseren Kundenforderungen haben 65 % eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Bezogen auf das Risikovolumen, welches zusätzlich die Avale und Kreditzusagen beinhaltet, entfallen die Kundenforderungen zu 83 % auf Kreditnehmer aus Deutschland und zu 17 % auf Kreditnehmer aus Dänemark. Ein Anteil von 52 % stammt aus Kreditvergaben aus dem gewerblichen Bereich und ein Anteil von 48 % aus Kreditvergaben an Privatpersonen. Alle akuten Ausfallrisiken sind durch gebildete Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Darüber hinaus bestehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB, Pauschalwertberichtigungen nach Maßgabe des IDW RS BFA 7 und ein offen ausgewiesener Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die Großkrediteinzelobergrenze gem. CRR wurde im Geschäftsjahr stets eingehalten. WertpapieranlagenDie Wertpapieranlagen der Bank dienen in erster Linie der Anlage von freier Liquidität. Das Portfolio besteht aus Rentenwerten inländischer und europäischer Gebietskörperschaften und Kreditinstitute in Euro mit gestreuten Restlaufzeiten. Der Bestand an fest- und variabel verzinslichen Wertpapieren sank stichtagsbezogen um 3,3 Mio. € auf 21,5 Mio. €. Titel, die wir der Liquiditätsreserve zurechnen, wurden zum Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Titel im Gesamtvolumen ohne Zinsabgrenzung von 12,0 Mio. € (im Vorjahr 13,6 Mio. €) sind aufgrund der Dauerhalteabsicht und der ausreichenden Liquiditätsreserve dem Anlagebestand zugeordnet. Hiervon entfällt ein Buchwert von 9,1 Mio. € auf Wertpapiere mit ratierlicher Auflösung des den Nennwert übersteigenden Betrages (Agio). Die dem Anlagebestand zugeordneten Titel sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen mit dem niedrigeren Zeitwert bilanziert. Es ergeben sich stille Lasten von 1,8 Mio. €. Bezogen auf die Endfälligkeit der Papiere sehen wir derzeit kein Verlustrisiko auf den Nominalwert. Gleichwohl besteht unabhängig von der Art der Bilanzierung über die Restlaufzeit bei allen Wertpapieren das Risiko von Marktpreisen unterhalb des Nominalwertes. Anteile an verbundenen UnternehmenDurch die Anwachsung der Große Straße 4 GmbH & Co.KG zum 30.06.2023 an die Bank erfolgte die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden in die Bilanz der Bank zu Buchwerten. Die Anteile an verbundene Unternehmen wurden daher um 1,6 Mio. € reduziert. Die im Bilanzposten noch enthaltenen verbundenen Unternehmen zum 31.12.2023 befinden sich in der Liquidation und werden voraussichtlich im Jahr 2024 vollständig abgewickelt. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen ist durch die Anwachsung der Vermögenswerte der Große Straße 4 GmbH & Co.KG angestiegen. Durch die planmäßigen Abschreibungen und geplante Immobilienverkäufe stieg das Sachanlagevermögen lediglich um 0,6 Mio. € auf 10,4 Mio. € an. EigenmittelDie Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR beträgt nach Feststellung des Jahresabschlusses 17,3 %. Die gesetzlichen Mindestanforderungen werden mit einem Puffer eingehalten. Aus Sicht des Vorstandes ist für die geschäftlichen Entwicklung der Bank und zur Festigung der zukünftigen Stellung der Bank, auch zukünftig eine weitere Verstärkung der Eigenkapitalbasis sinnvoll und erforderlich. Finanz- und LiquiditätslageKundeneinlagenDie Kundeneinlagen der Bank sind traditionell die Finanzierungsquelle für das Kreditgeschäft. Die Gesamtsumme der Kundenverbindlichkeiten ist im Vorjahresvergleich um 5,0 Mio. € gefallen. Innerhalb der Position kam es zu größeren Umschichtungen. Die Veränderung entfiel mit einem Rückgang über 13,5 Mio. € auf die Spareinlagen und über 20,5 Mio. € auf die täglich fälligen Verbindlichkeiten und wurde durch Zuwächse über 29,0 Mio. € bei den anderen Einlagen mit vereinbarter Laufzeit zum Teil ausgeglichen. Seit dem Jahresende 2023 bietet die Bank neben den Einlagen mit vereinbarter Laufzeit auch Tagesgelder an. Die Bank ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen. Dieser sichert die Rückzahlung der Einlagen bei Insolvenz einer Bank bis zu einer bestimmten Betragsgrenze. Diese geht weit über die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung hinaus. Die Sicherungsgrenze, die aktuell 15 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der Bank pro Einleger beträgt, wird zu Beginn der Jahres 2025 auf 8,75 % herabgesetzt. LiquiditätDer Bank standen im ausreichenden Maße Liquiditätsreserven in Form von liquiden Wertpapieren und Bankguthaben zur Verfügung. Somit war die Zahlungsbereitschaft der Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Die von der Finanzaufsicht vorgegebenen Grenzen wurden während des gesamten Geschäftsjahres deutlich eingehalten. Investitionen im BankgeschäftDie technische Infrastruktur der Union - Bank und das denkmalgeschützte Bankgebäude werden laufend modernisiert und auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten. Hierzu sind laufende Investitionen im Geschäftsjahr erfolgt. Weitere größere Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt. ErtragslageBei einem gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten Aktivüberhang im verzinslichen Geschäft in Höhe von 17.420 T€ (VJ 13.705 T€) sowie einem im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen durchschnittlichen Geschäftsvolumen von 278.729 T€ (VJ 282.253 T€) ist der erweiterte Zinsüberschuss (GuV 1-3) bei einer um 0,29 Prozentpunkte gestiegenen Zinsmarge im Vergleich zum Vorjahr um 747 T€ auf 5.807 T€ und damit um rund 14,8 % gestiegen. Der prognostizierte Zinsüberschuss wurde im Geschäftsjahr 2023 übertroffen. Der Provisionsüberschuss sank um 5,5 % auf 2.301 T€, lag jedoch noch oberhalb der Erwartungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen um 63 TEUR über dem Erwartungswert. Die Prognose wurde insbesondere bei den Mieterträgen durch die Anwachsung der Große Straße 4 GmbH & Co. KG zum 30.06.2023 übertroffen. Der Personalaufwand reduzierte sich nach der Umstrukturierung im Jahre 2022 um -93 T€ auf 3.571 T€. Für das Geschäftsjahr 2023 war ein niedrigerer Personalaufwand erwartet worden. Aufgrund der wahrscheinlich ansteigenden Pensionszahlungen mussten die Parameter für die Berechnung der Pensionsrückstellungen angepasst werden. Dieses führte zu einem Mehraufwand von 143 T€. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen entgegen den Erwartungen um 251 T€. Insbesondere Mehraufwendungen zur Personalanwerbung, ungeplante Instandhaltungsaufwendungen im Bankgebäude und erhöhte Kosten für Immobiliengutachten führten zur Ausweitung. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich durch eine Ausgleichszahlung im Rahmen des Wechsels des Kreditkartenanbieters und die Anwachsung der Große Straße 4 GmbH & Co. KG eine Abweichung zum Vorjahr und zur Planung. Der Aufwand lag im Geschäftsjahr bei 308 T€ und somit um 92 T€ über dem Vorjahresaufwand. Beim saldierten Bewertungsergebnis aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft (GuV 13-16) hat sich ein unter unserer Prognose liegendes negatives Ergebnis von -210 T€ (VJ -637 T€) ergeben. In der getrennten Betrachtung ergab sich für das Kreditgeschäft im Geschäftsjahr ein Ergebnis von -449 T€ (VJ +72 T€) und für das Bewertungsergebnis der Wertpapiere der Liquiditätsreserve von +239 T€ (VJ -709 T€). Aus den Wertpapieren des Anlagevermögens resultiert in Summe ein negativer Bewertungsaufwand über -103 T€ (VJ +54 T€). In den außerordentlichen Aufwendungen sind Zuführungen von 1/15 des Unterdeckungsbetrages gem. BilMoG bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von 62 T€ enthalten. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 600 T€ (Vorjahr 300 T€) ausgewiesen. Die Gesamt-Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG aus dem Quotienten von Nettogewinn und Bilanzsumme betrug in 2023 0,23 %. Der Krieg in der Ukraine und die Ereignisse in Israel zeigen, wie unvorhersehbar die Zukunft ist. Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 entsprach nicht vollständig unserer Prognose. Das Gesamtergebnis ist von einer nicht vorhersehbaren stark gestiegenen Zinsstrukturkurve, eines unter unseren Erwartungen liegenden Kundenkreditzuwachses sowie einmaligen Erträgen und Aufwendungen beeinflusst. Es sind jedoch bereits die Erfolge der Neuausrichtung der Bank erkennbar. Im Ergebnis wurden unsere Erwartungen übertroffen. Der Jahresüberschuss konnte verdoppelt und zusätzlich der Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt werden. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur LageDie Ausrichtung der Bank auf die attraktive Nische im grenzüberschreitenden Geschäftsfeld zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin positive Effekte. Im grenzüberschreitenden Geschäft erzielen wir auskömmliche Margen und bieten unseren Kunden durch unsere Zweisprachigkeit und strategische Ausrichtung einen Mehrwert. Die Ertragslage des Geschäftsjahres beurteilen wir vor dem Hintergrund der Neuausrichtung insgesamt als zufriedenstellend. Durch eine konsequente Verfolgung der gewählten Strategie sehen wir die Bank in der Lage, die Nachhaltigkeit ihres Geschäftsmodells zu gewährleisten. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt werden. Im Geschäftsjahr 2024 soll eine Kapitalerhöhung zur Erweiterung der Aktionärsbasis und Stärkung der Eigenkapitalausstattung durchgeführt werden, um auch zukünftig dem angestrebten Wachstum und der strategischen Ausrichtung gerecht zu werden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Zum 30.06.2023 ist der bisherige Marktfolgevorstand Frank Baasch in den Vorruhestand getreten und aus dem Amt ausgeschieden. Sein Nachfolger Sven-Olaf Christensen ist langjährig in der und für die Union - Bank, Aktiengesellschaft tätig und in der dänischen Minderheit verwurzelt. III. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse im Zeitraum vom Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich nicht ergeben. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtDer nachfolgende Abschnitt sollte im Zusammenhang mit den anderen Kapiteln in diesem Lagebericht gelesen werden. Die in diesem Prognosebericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf Einschätzungen und Schlussfolgerungen aus den zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Informationen. Die Aussagen stützen sich auf eine Reihe von Annahmen, die sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und die in die Unternehmensplanung der Union - Bank, Aktiengesellschaft eingeflossen sind. Bezüglich des Eintritts der zukünftigen Ereignisse bestehen auch bedingt durch den Krieg in der Ukraine, den Ereignissen in Israel und den damit verbundenen Entwicklungen erhebliche Ungewissheiten und Risiken, von denen viele Faktoren außerhalb der Möglichkeit der Einflussnahme der Bank stehen. Entsprechend können tatsächliche Ereignisse von den nachfolgend getätigten Zukunftsaussagen abweichen. Die nachfolgend dargestellten Prognosen sind in diesem Zusammenhang von hoher Unsicherheit geprägt. Auf die im Rahmen der Planung getroffenen Annahmen wird im Prognosebericht näher eingegangen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Prognosemöglichkeiten in einem volatilen Umfeld nur eingeschränkt gegeben sind. Das gilt derzeit vor dem Hintergrund der Vielzahl der Krisen in besonderem Maße. Auf wesentliche Chancen und Risiken der Prognosen für die zentrale Steuerung geht die Union - Bank, Aktiengesellschaft in diesem Abschnitt ausführlich ein. Chancen sind dabei definiert als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Union - Bank positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Risiken sind demgegenüber definiert als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Union - Bank, Aktiengesellschaft negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Im erweiterten Risikobericht werden die bankspezifischen Risikoarten separat erläutert. Prognose der konjunkturellen EntwicklungFür die Wirtschaft zeichnet sich laut des von der EZB durchgeführten Survey of Professional Forecasters für das I. Quartal 2024 für 2024 ein marginales Wirtschaftswachstum von 0,6 % ab, welches im Jahr 2025 auf 1,3 % steigt. Die Arbeitslosenquote wird sich in den nächsten Jahren leicht reduzieren. Infolge der Krisen könnte die konjunkturelle Entwicklung deutlich einbrechen und die Arbeitslosenquote steigen. Die Inflation wird sich langfristig auf dem Ziel der angenommenen Preisstabilität von 2,0 % einpendeln. Prognose der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024Als Grundlage für die Aussagen zur Prognose dient die jährlich von der Union - Bank erstellte mehrjährige Ertrags-, Kapital- und Liquiditätsplanung. Unsere Planung basiert auf den vorstehend dargestellten wirtschaftlichen Entwicklungen und folgenden wesentlichen Annahmen:
Auf der Grundlage unserer mehrjährigen Planung und unter den vorstehenden Annahmen erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr die im Folgenden dargestellte Entwicklung wesentlicher Steuerungskennzahlen: Wir erwarten ein Wachstum des bilanziellen Kundenkreditvolumens über 10,0 Mio. €. Als Wachstumsquellen sehen wir das grenzüberschreitende Kreditgeschäft mit gewerblichen und privaten Kreditnehmern an. Es wird angestrebt, vermehrt neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen und bestehende Geschäftsbeziehungen zu festigen und intensivieren. Auf die Neuanlage von fälligen Eigenanlagen wird verzichtet, um die freien Gelder zur Deckung der Finanzierungswünsche unserer Kunden zu verwenden. Neue Kundenverbindungen und eine aktive Kundenbetreuung führen zu einem Einlagenwachstum. Die Zahlungsmittelreserve im Sinne der gesetzlichen Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) bleibt nahezu konstant und führt in Verbindung mit leicht erhöhten Abflussraten zu einer leicht verminderten LCR-Kennziffer, welche weiterhin über den gesetzlichen und internen Vorgaben liegen wird. Hinsichtlich der Gesamtkapitalquote gem. Art. 92 CRR erwarten wir die Einhaltung der formalen Anforderungen der Aufsicht und unserer höheren internen Vorgaben. Der zusätzlich steigenden Belastung der Eigenmittelquoten durch das geschäftliche Wachstum und der zukünftigen Unsicherheit bei der Entwicklung der Kapitalanforderungen soll durch eine Kapitalerhöhung begegnet werden. Es wird mit einer im Vergleich zum 31.12.2023 moderat erhöhten Gesamtkapitalquote gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir die Fortführung unserer umfangreichen Aktivitäten in Verbindung mit der Umsetzung der neuen Strategie. Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern wird hierdurch nochmals negativ beeinflusst, um dann zukünftig adäquat anzusteigen. Die Rentabilität ermöglicht im Jahr 2024 eine Dividende auf Vorjahresniveau, um dann stetig anzusteigen. Ebenfalls wird die Cost-Income-Ratio im Geschäftsjahr 2024 leicht über der Quote des Vorjahres liegen und sich dann in den Folgejahren moderat verbessern. Die Erschließung neuer Kundenpotenziale durch die Fokussierung auf die strategischen Geschäftsfelder hat bereits jetzt zu einer hohen Anzahl von Anfragen zur Begründung einer Geschäftsbeziehung geführt. Wir gehen davon aus, dass sich der Trend im Laufe des Geschäftsjahres 2024 weiter fortsetzt. Insgesamt gehen wir von einem leichten Zuwachs bei der Kundenanzahl unter einer verbesserten Anzahl der ganzheitlichen Kunden aus. Dies geht einher mit einer Steigerung der Rentabilität des Kundenbestandes. Die Risikotragfähigkeit der Union - Bank, Aktiengesellschaft ist stets gegeben. Sollten sich die für unser Haus relevanten Planungsparameter ungünstig bzw. advers entwickeln, würden sich auch unsere finanziellen Leistungsindikatoren verschlechtern. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDie nennenswerten Chancen und Risiken der Ergebnis-Prognose bzw. der Prognose der Kapitalquoten resultieren aus den bestehenden Adressrisiken im Kredit- bzw. Wertpapierportfolio der Bank. Begrenzt planbare und unerwartete Entwicklungen externer volkswirtschaftlicher, geopolitischer und branchenbezogener Rahmenbedingungen bzw. Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten können Chancen und Risiken für das Risikoergebnis darstellen. Des Weiteren könnte trotz vorsichtiger Planung eine Trendwende der externen Rahmenbedingungen, beispielsweise bei einem deutlichen Rückgang der Immobilienpreise infolge eines weiteren Zinsanstiegs, zu einer Verschlechterung der Bonität der Kreditnehmer und auch zu einer Wertminderung der gestellten Sicherheiten führen und zusätzlichen Risikovorsorge- bzw. Wertberichtigungsbedarf bzw. erhöhte Eigenkapitalanforderungen und damit Belastungen für die Kapitalquoten verursachen. Daneben ist es auch möglich, dass bei gleichbleibenden oder sich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Risikovorsorgebedarf geringer ausfallen wird als erwartet. Weitere wesentliche Chancen und Risiken der Ergebnis-Entwicklung resultieren aus Abweichungen von der Planung des Zinsergebnisses. Diese resultieren zum einen aus Abweichungen von der geplanten Bestandsentwicklung im Kreditportfolio, zum anderen können Abweichungen von der Zinsergebnisprognose aus unerwarteten Margenentwicklungen resultieren. Im Vergleich zum Plan bessere oder schwächere Margenentwicklungen, beispielsweise infolge einer Veränderung der Wettbewerbsintensität oder einer geringeren oder höheren allgemeinen Kreditnachfrage, stellen Chancen und Risiken für die Ergebnis-Entwicklung dar. Sofern sich die Auswirkungen der bestehenden Risiken auf die Wirtschaft jedoch in nachhaltigen Konjunktur- und Kapitalmarktbelastungen niederschlagen und die aktuelle Situation länger anhält oder sich verschärft, könnte dies zu Bonitätsverschlechterungen im Kreditportfolio und damit zu steigenden Risikovorsorgeaufwendungen im Kreditportfolio führen. Darüber hinaus könnte dies auch die Bewertung des Wertpapierportfolios deutlich belasten. Erhebliche Kreditausfälle könnten die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Bank wesentlich beinträchtigen. Darüber hinaus könnten die weiteren Entwicklungen des Krieges in der Ukraine und/oder der Ereignisse in Israel zu erheblichen negativen Auswirkungen auf die geplanten Ergebnisgrößen führen. So könnte das Betriebsergebnis im Jahr 2024 durch steigende Risikovorsorgeaufwendungen und Belastungen in den Erträgen deutlich unter dem Ergebnis des Jahres 2023 liegen. Die zentralen Steuerungsgrößen "Rentabilität" und "Wirtschaftlichkeit" könnten deutlich abnehmen. Darüber könnten das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kennziffern (Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote) durch deutlich steigende Risikogewichte im Kreditportfolio merklich belastet werden. Ferner können Liquiditätsrisiken entstehen. Es ist nicht auszuschließen, dass die weiteren Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024 auch Risikosteuerungsgrößen negativ beeinflussen. Gleichzeitig besteht aber auch die Chance, dass sich die negativen Auswirkungen aus den bestehenden Risiken als weniger nachhaltig oder milder erweisen, als derzeit von der Bank eingeschätzt und in der Prognose berücksichtigt mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. Die persönliche Beziehung zu unseren Kunden war und ist nach Auffassung des Vorstandes eine besondere Stärke der Bank. Bei der Auswahl und Gestaltung unserer angebotenen Produkte und Dienstleistungen orientieren wir uns an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kundschaft. Die Entwicklung des Geschäftsvolumens hat für die Bank eine hohe Bedeutung. Eine unerwartet hohe Kreditnachfrage im Kreditgeschäft mit Kunden führt zu der Chance eines über den Erwartungen liegenden Neugeschäfts. Dem kann beispielsweise ein weiterhin spürbarer Anstieg des Wirtschaftswachstums oder auch eine deutliche Absenkung des Zinsniveaus zu Grunde liegen, was sich positiv auf die Kreditnachfrage auswirken würde. Darüber hinaus kann ein über den Erwartungen liegendes Neugeschäft im Kerngeschäftsfeld aus besseren Vertriebsleistungen resultieren. Mit höher als erwarteten Neugeschäftsabschlüssen ist die Chance eines über der Prognose liegenden Kundenkreditvolumens verbunden. Im umgekehrten Fall bestehen bedeutende Risiken indes aus einer geringeren Nachfrage nach Finanzierungen beispielsweise infolge einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums oder eines deutlichen Anstiegs des Zinsniveaus. Weiterhin ist eine unerwartet hohe Intensivierung des Wettbewerbs auf der Kreditgeberseite möglich, die sich entsprechend auf die erzielbaren Margen und das Neugeschäft auswirken könnte. Hierdurch könnten die Prognosen in Bezug auf die Eigenkapitalrentabilität und die Wirtschaftlichkeit nicht erreicht werden. Daneben beinhaltet auch das Kundenverhalten, insbesondere hinsichtlich Prolongationen und außerplanmäßigen Tilgungen, Chancen und Risiken für die Bestandsentwicklung. Die zur Deckung der Verwaltungskosten und Verlustrisiken erforderlichen Erträge im zinstragenden Geschäft zu erwirtschaften, ist bei dem intensiven Wettbewerb anspruchsvoll. Die bereits eingeleitete Anpassung des Geschäftsmodells der Bank ist deshalb aus Sicht des Vorstands alternativlos. Sollte dies entgegen unseren Erwartungen nicht gelingen, so hätte dies negative Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage. Wir gehen davon aus, dass es zu steigenden Anforderungen hinsichtlich der Eigenkapitalunterlegung und Liquiditätssteuerung und der damit einhergehenden zunehmenden Regulierung der Kreditwirtschaft kommt. Neue regulatorische Eingriffe gehen mit Restriktionen und somit mit Ertragsrisiken und die Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand einher. Dies wird die zukünftige geschäftliche Entwicklung negativ beeinflussen. So könnten Ermessensentscheidungen der Bankenaufsicht hinsichtlich zusätzlicher individueller oder erhöhter branchenweiter Kapitalanforderungen u. a. Geschäftsmöglichkeiten beeinflussen. Wir messen diesen regulatorischen Risiken eine erhebliche Bedeutung bei. Weitere bedeutende Risiken bestehen als Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft, die aufgrund einer deutlichen Verschlechterung der konjunkturellen Situation auch unseren Kundenkreis in größerem als heute erwarteten Umfang treffen könnten und sich markant negativ auf die Ertragslage auswirken. Insbesondere können Ausfallrisiken bei wesentlichen Einzeladressen im Kreditportfolio für die Bank bestandsgefährdend wirken, sofern diese infolge von Bonitätsverschlechterungen bei einer erhöhten Anzahl von Engagements schlagend werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen von geopolitischen Ereignissen und den schwankenden Energiepreisen könnten die Adressenausfallrisiken deutlich ansteigen und sowohl die Ertragslage, d. h. die Eigenkapitalrentabilität und die Wirtschaftlichkeit, als auch die Kapitalquoten (u.a. die Gesamtkapitalquote) erheblich belasten. Zurzeit sind die Auswirkungen der bestehenden Konflikte noch nicht endgültig abschätzbar. Bezogen auf den Bestand der eigenen Wertpapiere der Bank besteht das Risiko, dass ein deutlich höheres Zinsniveau oder eine Ausweitung der Credit-Spreads unmittelbar zu Kursverlusten führen könnte und sich daraus wesentliche Belastungen für die Ertragslage ergeben können und damit die prognostizierten Entwicklungen bedeutsamer Steuerungskennzahlen nicht erreicht werden. Wir messen diesem Risiko eine hohe Bedeutung bei. Risiken der zukünftigen Entwicklung der Bank können sich aus der Entwicklung an den Finanzmärkten ergeben, die auch unmittelbare Auswirkung auf die Refinanzierungskosten und -möglichkeiten unserer regional tätigen Bank haben könnten. Hieraus könnten sich negative Auswirkungen auf die Ertragslage und auf die LCR-Prognose ergeben. Die genannten Chancen und Risiken in Bezug auf die Ertragslage stellen gleichermaßen Chancen und Risiken in Bezug auf die Eigenkapitalrentabilität, die Wirtschaftlichkeit sowie die Gesamtkapitalquote dar. Aus heutiger Sicht ist die zukünftige Entwicklung in den kritischen Bereichen Zinsergebnis, Risikovorsorge und regulatorische Anforderungen daher nur schwer zu prognostizieren. Erweiterter RisikoberichtDie Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Wir haben in den vergangenen Jahren unser Risikomanagement laufend verbessert und ausgebaut, allerdings arbeiten wir größenbedingt eingeschränkt automatisiert und haben in alle Prozessschritte immer auch die beteiligten Mitarbeiter zur Beurteilung herangezogen. Der interne Kreditausschuss dient als bankinternes Beratungsgremium für Kreditengagements, die hinsichtlich ihrer Höhe und ihres Risikogehalts von besonderer Relevanz für den Unternehmenserfolg der Bank sind. Er besteht aus dem Vorstand sowie den Leitern Aktivgeschäft und tagt bei Bedarf. Die Risikocontrolling-Funktion in der Union - Bank, Aktiengesellschaft wird seit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Frank Baasch durch den Leiter Betrieb/Steuerung Andreas Richwardsen wahrgenommen. Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken, die unsere Vermögenslage (inklusive Kapitalausstattung), die Ertragslage oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können sowie die mit ihnen verbundenen Risikokonzentrationen auf Gesamtinstitutsebene. Wir verstehen das Risikomanagement als eine gemeinsame Aufgabe aller am Prozess beteiligten Mitarbeiter, wobei die Gesamtverantwortung beim Vorstand liegt. Die verschiedenen Funktionsträger werden je nach Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte mit eingebunden. Insbesondere die Risikocontrolling-Funktion ist bei der Erstellung der Risikoinventur, der vierteljährlichen Risikoberichterstattung und der laufenden Risikoüberwachung involviert. Im Einklang mit unserer Geschäftsstrategie haben wir Grundsätze zur Risikosteuerung formuliert. Risiken gehen wir insbesondere ein, um gezielt Erträge zu erwirtschaften. Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen stehende systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:
Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von mindestens drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine experten-basierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizontes. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 125 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 206 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Das bankintern festgelegte Mindestniveau der NSFR beträgt 105 %. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 127 %. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 6 Monaten für die relevante Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Ein Risiko gilt dann als wesentlich, wenn es die drei Dimensionen Vermögenslage (inkl. Kapitalausstattung), Ertragslage oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen kann oder sich in der qualitativen Wesentlichkeitsbeurteilung als wesentlich herausstellt. Dabei berücksichtigen wir Risikokonzentrationen und zudem fließen auch zukünftige bzw. geplante Entwicklungen des Risikos in unsere Einschätzung mit ein. Führt eine Dimension im Ergebnis zu der Einschätzung der Wesentlichkeit, dann stufen wir die Risikoklasse als wesentlich im Sinne der MaRisk ein. Wir legen Wesentlichkeitsschwellen für die einzelnen Risiken sowie für die Summe aller betrachteten Risiken innerhalb einer Risikoklasse fest. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit verwenden wir sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien. Zum Abschlussstichtag werden das Adressenausfallrisiko bzw. das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Immobilienrisiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Atruvia AG und der parcIT GmbH. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine Streuung der Eigenanlagen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Credit-Value-at-Risk (CVaR) für die nächsten 12 Monate in Höhe von 2,5 Mio. €. Das entspricht einer Limitauslastung von 36 %. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Für das Eigengeschäft ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 2,8 Mio. €. Dies entspricht einer Limitauslastung von 69 %. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich die Auswirkungen des von der Bankenaufsicht vorgegebenen Zinsschocks mit einer Ad-hoc Verschiebung der Zinsstruktur von +200 BP / -200 BP. Die negative Barwertveränderung zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 5,4 Mio. € lastet das vorgegebene Limit zu 77 % aus. Für die berechneten Änderungen ergaben sich in Bezug auf das haftende Eigenkapital Werte von -19,4 % bei Zinserhöhung und +23,2 % bei Zinssenkung. Die sog. Basel II-Kennziffer ist mit ihrem Ausreißerkriterium einer negativen Veränderung von >20 % unterschritten. Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt. Risikopositionen in fremder Währung werden nicht zur Erzielung von Spekulationsgewinnen gehalten, sondern nur zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse. Der Fremdwährungsbestand wird gering gehalten, womit aus offenen Positionen keine wesentlichen Risiken erwachsen sollten. Das Währungsrisiko wird laufend im Rahmen von Kursänderungsszenarien, in Form von prozentualen Kursverlusten des Gesamtbestandes der wesentlichen Fremdwährungen, beurteilt. Den überwiegenden Währungsbestand unterhielt die Bank im Geschäftsjahr 2023 in Dänenkronen für die Abwicklungen im Kundengeschäft. Dänemark ist Mitglied des Europäischen Währungssystems II, das obligatorische Interventionspunkte mit einer maximalen Bandbreite von +/- 2,25 Prozent um den Leitkurs der Währung zum Euro festschreibt. Deshalb ist das Währungsrisiko aus Sicht des Vorstands gut kalkulierbar und unter Ertragsgesichtspunkten vertretbar. Das Währungsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur aus unwesentlich beurteilt. LiquiditätsrisikoLiquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Dem Liquiditätsrisiko wird grundsätzlich durch das Vorhalten von ausreichend liquiden Aktiva, insbesondere kurzfristige Geldmarktanlagen und Wertpapiere der Liquiditätsreserve, entgegengesteuert. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos stehen uns neben den gesetzlichen Liquiditätsmeldungen auch Übersichten der zukünftigen Zahlungsströme zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Bank war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich durch die Berücksichtigung eines Abzugsposten in der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials. Der Abzugsposten wird durch die Abzinsung des zinstragenden Geschäfts unter einer Liquiditätsbehafteten Zinskurve ermittelt. ImmobilienrisikoDas Immobilienrisiko entsteht aus einer nachteiligen Entwicklung des Objektwerts und Erträgen von Immobilienpositionen (d.h. Direktanlagen und eigengenutzte Immobilien) in Bezug zu ihrem Erwartungs-bzw. Planungswert. Das Immobilienrisiko teilt sich in die Komponenten, Wertänderungsrisiko, Ertragsrisiko und Mietausfallrisiko auf. Gemäß den Ergebnissen der Risikoinventur ist das Wertänderungsrisiko für unser Haus wesentlich. Die Risikomessung erfolgt im Rahmen eines Szenarios mit getrennten Wertabschlägen für Wohn- und Gewerbeimmobilien. Für das Immobilienrisiko ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein Szenarioverlust in Höhe von 2,1 Mio. €. Dies entspricht einer Limitauslastung von 53 %. Operationelle RisikenOperationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom IT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem IT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die weitgehende Verwendung von juristisch geprüften Standardverträgen und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % auf Grundlage eines Self-Assessments berechnet. Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte operationelle Risiko beläuft sich auf 0,9 Mio. € (Limitauslastung 89 %). NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken entstehen aus Ereignissen oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance; kurz: ESG), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation der Bank haben können. Diese Risiken treten als Faktor der bereits vorhandenen Risikoarten auf. Die Nachhaltigkeitsrisiken werden durch die Union-Bank nicht losgelöst von den anderen Risikoarten betrachtet, sondern sind in die Betrachtung der vorhandenen Risiken einbezogen. Eine eigenständige Bewertung erfolgt somit nicht. Zur Weiterentwicklung der Risikomessmethoden zu Nachhaltigkeitsrisiken wurde eine Zusammenarbeit mit der parcIT begonnen. Hierzu wird ein sogenanntes ESG-Scoring im Kundenkreditbereich bezogen. Das aufgezeigte Risiko wird aktuell als beherrschbar angesehen und ist über die vorhandenen Szenarien in den relevanten Risikoarten abgedeckt. Durch die Neufassung der MaRisk gewinnen die ESG-Risiken erheblich an Bedeutung und sind daher weiter in die Gesamtbanksteuerung zu integrieren. Sonstige RisikenWeiterhin hat die Union - Bank im Rahmen einer Analyse von möglichen Ertragskonzentrationen festgestellt, dass aufgrund des Geschäftsmodells aus Sicht des Vorstands grundsätzlich keine Ertragskonzentrationen vorhanden sind. Über im weitesten Sinne übergeordnete Ertragskonzentrationen in den Bereichen Produktarten, Kundengruppen und Branchen ist sich die Union - Bank bewusst. Gesamtbild der RisikolageAuf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Szenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 60 % ausgelastet. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Jahr 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Erklärung zur UnternehmensführungDie Union - Bank, fördert im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen der Bank. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 111 Abs. 5 AktG für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen eine Zielgröße von 33,3 % festgelegt. Bei zukünftigen Besetzungen des Vorstandes ist eine Zusammensetzung aus beiden Geschlechtern zu erreichen. Die Erreichung der Zielgröße für den Vorstand und Aufsichtsrat ist davon abhängig, dass sich im Bezugszeitraum geeignete Kandidatinnen mit Bereitschaft zur Kandidatur für die Aufsichtsratsmandate finden. Die festgelegten Zielgrößen für den Aufsichtsrat entsprechen den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen. Der Vorstand hat gemäß § 76 Abs. 4 AktG bei der Besetzung der Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit Frauen eine Zielgröße von 33,3% festgelegt. Die Erreichung der Zielgrößen ist davon abhängig, dass im Bezugszeitraum neue Stellen entstehen oder Stellen wegen eines endgültigen Ausscheidens des bisherigen Stelleninhabers neu zu besetzen sind und Bewerbungen von Frauen eingehen, die den Qualifikationsanforderungen der Stelle gerecht werden und im Übrigen auch über eine etwaigen männlichen Mitbewerbern gleichwertige Qualifikation verfügen. Die Zielfestlegungen sind maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 2024.
Flensburg, 13. Mai 2024 Union - Bank, Aktiengesellschaft Der Vorstand: Sven-Olaf Christensen Tomas Michael Jensen Jahresabschluss 2023Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
AnhangA. Allgemeine AngabenDie Union - Bank, Aktiengesellschaft mit Sitz in Flensburg ist beim Registergericht in Flensburg unter der Nummer HRB 24 FL in das Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss der Union - Bank, Aktiengesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Rahmen der Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde von den mit Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze eingeräumten Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechten der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt Gebrauch gemacht:
Im Geschäftsjahr 2023 ist der Bank die Große Straße 4 GmbH & Co. KG, an denen eine Beteiligung am Kommanditkapital zu 100,0 % bestand, nach Austritt der Komplementärin gemäß § 738 Satz 1 BGB angewachsen. Im Zuge der Anwachsung erfolgte die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden in die Bilanz der Bank zu Buchwerten. Bei folgenden Bilanzposten kam es durch die Anwachsung zu wesentlichen Veränderungen:
In den übrigen Bilanzposten ergaben sich nur unwesentliche Veränderungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsverschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden mit den Anschaffungskosten (Nennwert) angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag, sofern Zinscharakter vorliegt, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Bei den Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden alle erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgte zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches den erwarteten Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien zugrunde legt. Die Berechnung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen (einschließlich unwiderrufliche Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form von Rückstellungen. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die anteiligen Zinsen werden gemäß § 11 Satz 3 RechKredV der kürzesten ausgewiesenen Frist zugerechnet, sofern keine anderweitige Vorgehensweise vermerkt wird. Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden gem. § 340h HGB i.V.m. § 256a HGB zu den Referenzkursen der EZB am Abschlussstichtag auf Euro umgerechnet. Die Bewertung der Sorten erfolgt zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Erträge aus der Umrechnung nicht besonders gedeckter Geschäfte gem. § 256a HGB erfolgswirksam vereinnahmt. Umrechnungsergebnisse nicht besonders gedeckter Geschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei dem Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse der umgerechneten Geschäfte ausgewiesen werden. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Dabei wurden die von den "Wertermittlungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresabschlusskurse herangezogen. Ergibt sich im Folgejahr ein höherer Wert, wird entsprechend dem Wertaufholungsgebot zugeschrieben. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens, bei denen von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, mit den Anschaffungskosten oder unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zum beizulegenden Wert bilanziert. Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Unterschiedsbeträge zum Ausgabebetrag (Auf- bzw. Abzinsungsbeträge) werden in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und periodengerecht aufgelöst. Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, enthalten. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Geschäfte verteilt. Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstmals im Geschäftsjahr 2010 berechnet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags bewertet worden (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die jährliche Bewertung erfolgte nach den Grundsätzen der sog. "Projected Unit Credit Methode" unter Einbeziehung von Trendannahmen und den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck als biometrische Grundlage. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 % p.a. abgezinst. Der Zinssatz leitet sich aus der Rückstellungsabzinsungsverordnung ab. Die Bank hat entsprechend dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren zur Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes angenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 36.816. Diesem Betrag stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) und eine Rentendynamik in Höhe von 7,00 % alle 3 Jahre (Vorjahr 6,00% alle 3 Jahre) zugrunde gelegt. Durch die Erhöhung der Annahmen entstand im Berichtsjahr ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von EUR 143.015. Der zusätzliche Rückstellungsbedarf für laufende Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen, der aus der geänderten Bewertung aufgrund BilMoG resultiert, wurde in Höhe von EUR62.109 zulässigerweise noch nicht gebildet; dieser wird spätestens bis zum 31. Dezember 2024 angesammelt. Die übrigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Überprüfung, ob aus den schwebenden Zinsansprüchen und Zinsverpflichtungen ein Verpflichtungsüberschuss resultiert, der die Bildung einer Rückstellung gem. § 340a HGB i.V.m. § 249 Abs. 1 HGB bedingt, erfolgte in Übereinstimmung mit der Stellungnahme des Bankenfachausschusses IDW RS BFA 3 n.F. unter Anwendung der barwertigen Betrachtungsweise. Der Barwert des Zinsbuches wurde dabei nach Abzug anteiliger Risiko- und Verwaltungskosten mit den Buchwerten verglichen. Auf Basis dieser Berechnung ist die Bildung einer Rückstellung zum Abschlussstichtag nicht erforderlich. Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen werden zum Nennbetrag unter der Bilanz ausgewiesen. Erkennbare Risiken führen zur Bildung von Rückstellungen, wenn der Eintritt eines Verlustes als wahrscheinlich eingeschätzt wird. In der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir von dem Wahlrecht nach § 340 f Abs. 3 HGB, die Aufwendungen und Erträge saldiert in dem Posten "Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" darzustellen, Gebrauch gemacht. In Anwendung des § 340c Abs. 2 HGB weisen wir die dort genannten Aufwendungen und Erträge saldiert in dem Posten "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere" aus. Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur BilanzIm Posten Barreserve (Aktiva 1) sind als Bardeckung erbrachte Einlagen bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von EUR 317.042 zur Unterlegung von unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen enthalten. Diese unterteilen sich mit EUR 272.066 gegenüber der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH im Sinne der Entschädigungseinrichtungs-Finanzierungsverordnung und mit EUR 44.975 gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V. - Einlagensicherungsfonds im Sinne des Statuts des Einlagensicherungsfonds. Die Einlagen dienen der Reduzierung des jeweiligen Jahresbeitrages. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.372.919 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In folgendem Posten sind enthalten:
Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) mit einem Buchwert ohne Zinsabgrenzungen von EUR 12.022.904 und einem beizulegenden Zeitwert von EUR 10.194.510 zum 31.12.2023 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1.828.394 gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung auf der Grundlage unserer Bonitätsanalyse nicht zu erwarten sind. Davon werden Wertpapiere mit einem Buchwert ohne Zinsabgrenzungen von EUR 9.068.504 und einem Nennwert von EUR 9.000.000 des Anlagevermögens mit dem den Nennwert übersteigenden Betrag ratierlich über die Restlaufzeit abgeschrieben. Im Geschäftsjahr fielen entsprechende Aufwendungen in Höhe von EUR 19.361 an. Zum 31.12.2023 ergab sich für diese Wertpapiere ein beizulegender Zeitwert von EUR 7.722.510. Darüber hinaus deuten folgende Anhaltspunkte darauf hin, dass die Wertminderungen nicht dauerhaft sind: Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ergaben Untersuchungen der Rating- und der Spreadveränderungen keinen Hinweis auf dauerhafte Wertminderungen. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 6.442.285 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung:
Nicht enthalten im ausgewiesenen Eigenkapital sind nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten bei folgender Gesellschaft: Wohnpark Twedter Feld GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 567. Die Gesellschaften Wohnpark Twedter Feld GmbH & Co. KG und Wohnpark Twedter Feld Verwaltungsgesellschaft mbH wurden per Gesellschafterbeschluss zum 31. Dezember 2022 aufgelöst und befinden sich in der Liquidation. Die Gesellschaft Große Straße 4 Verwaltungs GmbH wurde mit Ablauf des 30. Juni 2023 aufgelöst und befindet sich in der Liquidation. Die Gesellschaft Große Straße 4 GmbH & Co. KG ist durch das Ausscheiden der Komplementärin zum 30. Juni 2023 auf die Union - Bank, Aktiengesellschaft angewachsen. Die Gesellschaften b) bis d) werden unter dem Aktivposten Anteile an verbundenen Unternehmen (Aktiva 8) ausgewiesen. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz, und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Darüber hinaus besteht eine weitere Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde. Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Der Gesamtbetrag des in dem Bilanzposten aufgeführten Treuhandvermögens wäre ohne die Treuhandeigenschaft bei den Forderungen an Kunden auszuweisen. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.287.485 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 250.446 enthalten. In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 672 (Vorjahr EUR 790) enthalten. Auf bereits gezahlte Versicherungsprämien für zukünftige Versicherungszeiträume entfallen aktive Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 62.699 (Vorjahr EUR 42.414). In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 389.370 enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Der Gesamtbetrag der im Bilanzposten aufgeführten Treuhandverbindlichkeiten wäre ohne die Treuhandeigenschaft bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auszuweisen. In dem Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 47.868 (Vorjahr EUR 63.110) enthalten. Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Sachanlagen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus der steuerlich abweichenden Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, Rückstellungen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30 %. Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 98.217 an. Mittelaufnahmen erfolgten zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Das Grundkapital wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen und beträgt EUR 4.401.750. Das Grundkapital ist eingeteilt in 88.035 nennwertlose vinkulierte Stückaktien. Als Pfand genommen waren am Bilanzstichtag 1.119 Stück eigene Aktien. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,27%. Die Kapital- und Gewinnrücklagen (P 12b und c) haben sich wie folgt entwickelt:
Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 36.816. Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Einzelrückstellungen sowie Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen sind breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbetrachtung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter dem Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
In den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 83.359 enthalten. E. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungNegative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 152.905) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 85 (Vorjahr EUR 182.409) enthalten. Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen aus der Verwaltung von Treuhandkrediten, der Vermittlung von Finanzierungen, Versicherungen und Wertpapieranlagen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in Höhe von EUR 423.665 (Vorjahr EUR 405.292) Mieten aus nicht bankgenutzten Gebäuden. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 186.632 (Vorjahr EUR 186.851) aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und EUR 26.287 (Vorjahr EUR 174.024) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 80.052 (Vorjahr EUR 86.352) Abzinsungsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen und EUR 129.063 (Vorjahr EUR 99.461) Aufwendungen für Gebäude, die nicht dem Bankbetrieb dienen. Aufwendungen aus der ratierlichen Ansammlung des Unterdeckungsbetrags zu den gemäß BilMoG neu bewerteten Pensionsrückstellungen fielen in Höhe von EUR 62.116 (Vorjahr EUR 62.116) an und werden in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 233.650 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.210 enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen zu 100,0 % auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates auf EUR 75.000. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für Hinterbliebene von früheren Mitgliedern des Vorstands bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 854.858. Aus der geänderten Bewertung aufgrund des BilMoG wurde für Hinterbliebene von früheren Mitgliedern des Vorstandes ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf in Höhe von EUR 29.386 noch nicht gebildet; dieser wird spätestens bis zum 31. Dezember 2024 angesammelt. Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für Mitglieder des Vorstandes bestanden zum 31. Dezember 2023 über EUR 288.109. Für Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen EUR 662.970. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgten ausschließlich zu marktüblichen Konditionen. Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde durchschnittlich ein Auszubildender beschäftigt. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für
Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Jahresabschlussprüfung. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfungsleistungen zum Wertpapierdienstleistungsgeschäft nach § 89 WpHG. Mitglieder des VorstandsBaasch, Frank, Marktfolgevorstand (bis 30.06.2023) Christensen, Sven-Olaf, Marktfolgevorstand (ab 01.07.2023) Jensen, Tomas Michael, Marktvorstand Mitglieder des AufsichtsratsFaber, Simon, - Vorsitzender -, Chefberater bei der Region Syddanmark und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Flensburg Hansen, Ralf, - stellvertretender Vorsitzender -, Steuerberater und Partner der hpo Hansen | Lehmann | Steffen | Vach Steuerberatungsgesellschaft in Partnerschaft mbB, Flensburg Jørgensen, Leif Friis, Geschäftsführer Naturmælk A.m.b.a., DK-Tinglev Kühl, Prof. Dr. Jørgen, Oberstudiendirektor a.D. der A.P. Møller-Skolen, Schleswig Meß, Dr. Christina, Rechtsanwältin und Notarin bei HOECK SCHLÜTER VAAGT Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Flensburg Sögaard, Anders Jakob, Export Director DanePork A/S, DK-Randbøl Schenk, Anja, Bankkauffrau, Union - Bank, Aktiengesellschaft Schönhoff, Kevin, Bankkaufmann (bis 31.12.2023), Union - Bank, Aktiengesellschaft Trojan, Oliver, Bankkaufmann, Union - Bank, Aktiengesellschaft Mitglieder des Prüfungs- und Risikoausschusses Hansen, Ralf, - Vorsitzender -, Steuerberater und Partner der hpo Hansen | Lehmann | Steffen | Vach Steuerberatungsgesellschaft in Partnerschaft mbB, Flensburg Faber, Simon, Chefberater bei der Region Syddanmark und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Flensburg Meß, Dr. Christina, Rechtsanwältin und Notarin bei HOECK SCHLÜTER VAAGT Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Flensburg Trojan, Oliver, Bankkaufmann, Union - Bank, Aktiengesellschaft G. NachtragsberichtWesentliche Ereignisse im Zeitraum vom Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich nicht ergeben. H. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 352.140 -nach den im Jahresabschluss mit EUR 247.860 ausgewiesenen Einstellungen in die Gewinnrücklagen- wie folgt zu verwenden:
Flensburg, 13. Mai 2024 Union - Bank, Aktiengesellschaft Der Vorstand Sven-Olaf Christensen Tomas Michael Jensen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Union - Bank, Aktiengesellschaft, FlensburgVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Union - Bank, Aktiengesellschaft, Flensburg (im Folgenden "Aktiengesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Aktiengesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Bewertung der Kundenforderungena) Sachverhalt und ProblemstellungDie Aktiengesellschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 180,6 Mio. EUR. Dies entspricht 68,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten nach Abzug von Einzelrückstellungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen von 4,3 Mio. EUR. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen sowie Einzelrückstellungen bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Aktiengesellschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich. Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen sowie Einzelrückstellungen und Abschreibungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft. b) Prüferisches Vorgehen und ErkenntnisseIm Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Aktiengesellschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Risikoklassifizierung, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Aktiengesellschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Aktiengesellschaft abgeglichen. c) Verweis auf weitergehende InformationenWeitere Angaben der Aktiengesellschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem:
Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter der Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Aktiengesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Aktiengesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Aktiengesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Aktiengesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 26. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Am 20. Februar 2024 wurden wir vom Aufsichtsrat beauftragt, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 340k HGB i. V. m. § 316 ff. HGB zu prüfen. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Aktiengesellschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Aktiengesellschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
Verantwortliche WirtschaftsprüferinDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Sarina Groth.
Düsseldorf, 14. Mai 2024 AWADO
GmbH
Dirk Berkau, Wirtschaftsprüfer Sabrina Groth, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023Das Geschäftsjahr 2023 war erneut von veränderten und teilweise herausfordernden Rahmenbedingungen für den finanziellen Sektor gekennzeichnet Nachdem die Europäische Zentralbank bereits 2022 die Zinswende zur Bekämpfung der Inflation im Euroraum eingeleitet hatte, setzte sie ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhte ihre Leitzinsen weiter. Dies führte zu dem höchsten Leitzinsniveau seit Einführung des Euro. Zusätzlich prägten die Spätfolgen der Corona-Krise sowie des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weiterhin das nationale und regionale Geschehen. Insbesondere die Nachfrage nach Immobilienkrediten in Deutschland kam aufgrund der Zinsentwicklung nahezu zum Erliegen, während die Nachfrage deutscher Interessenten an dänischen Wohnimmobilien weiterhin stark ausgeprägt blieb. Aus der zunehmend grenzüberschreitenden Ausrichtung der Union Bank ergeben sich somit weiterhin positive Marktchancen und ein attraktives Alleinstellungsmerkmal, das In der weiteren Perspektive in beide Richtungen entfaltet werden muss. Die vom Vorstand formulierte Strategie, hierunter auch die weitere technische und digitale Modernisierung der Abläufe, soll daher fortgeführt und laufend weiterentwickelt werden. Gleichzeitig gilt es, die traditionelle Bindung zur dänischen Minderheit in Südschleswig und zu den Stammkunden im eigenen Geschäftsgebiet zu pflegen und nach Möglichkeit auszubauen. Der Aufsichtsrat hat seine gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben im Geschäftsjahr 2023 in acht ordentlichen Sitzungen sowie in der Hauptversammlung wahrgenommen. Der Prüfungs- und Risikoaausschuss hat ebenfalls in insgesamt fünf Sitzungen getagt. Darüber hinaus hat sich ein aus einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates zusammengesetzter Nominierungsausschuss in mehreren Sitzungen und Auswahlinterviews mit der Suche nach einem Nachfolger für das am 30.06.2023 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Frank Baasch befasst, und es wurden sowohl individuelle als auch gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen im Aufsichtsrat wahrgenommen. Zustimmungspflichtige Kreditzusagen wurden laufend im Kreditausschuss oder im Aufsichtsrat genehmigt. Gemeinsam mit dem Vorstand wurden regelmäßig, zeitnah und umfassend die Grundsätze der strategischen Ausrichtung und der Geschäftspolitik der Bank, die wirtschaftlichen Fragen sowie die Risikostrategie und das Risikomanagement erörtert und die dem Aufsichtsrat obliegenden Beschlüsse gefasst. Neben dem hausinternen Berichtswesen wurden auch anfallende externe Prüfberichte auf Verbandsebene und seitens der Bankenaufsicht erörtert und ordnungsgemäß abgearbeitet. Darüber hinaus haben der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikoausschusses weitere Termine überwiegend mit dem Vorstand, aber auch mit der Prüfungsgesellschaft wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner festgelegten Kompetenzen von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstandes überzeugt. Die am 29.6.2022 von der Hauptversammlung gewählte AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Neu-Isenburg, hat den vorgelegten Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie den Lagebericht zum 31. Dezember 2023 -geprüft und mit einem uneingeschränkten Prüfungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat an den Bilanzsitzungen des Prüfungs- und Risikoausschusses sowie des Aufsichtsrates teilgenommen und hierbei über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht nach ausführlicher Erörterung zustimmend zur Kenntnis genommen. In seiner Sitzung vom 14.05.2024 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, dieser ist hiernach gem. § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an und empfiehlt der Hauptversammlung, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 352.140 - nach den im Jahresabschluss mit EUR 247.860 ausgewiesenen Einstellungen in die Gewinnrücklagen - zur Ausschüttung einer Dividende von 4 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden. Damit stärkt die Bank ihr Eigenkapital als Grundlage für eine erfolgreiche weitere Geschäftsentwicklung. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Leif Friis Jorgensen und Frau Dr. Christina Meß aus. Die Wiederwahl beider Mitglieder ist zulässig und wird der Hauptversammlung empfohlen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Bank für ihr großes Engagement und die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit. Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Union - Bank, Aktiengesellschaft hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätiges Kreditinstitut in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Union - Bank, Aktiengesellschaft besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Union - Bank, Aktiengesellschaft definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 8.761. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 37,6. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.180. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 388 und betreffen laufende Steuern. Die Union - Bank, Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Beschluss über die ErgebnisverwendungDie ordentliche Hauptversammlung vom 26. Juni 2024 hat entsprechend dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 352.140,00 - nach den im Jahresabschluss mit EUR 247.860,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Gewinnrücklagen - wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von EUR 4,00 je Stückaktie 352.140 EUR |
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