Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 161139
Eingetragen
13.2.2014
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen sowie die kollektive Vermögensverwaltung ausschließlich von geschlossenen Spezial-AIF im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Circle Eleven Capital AG
Germany
56.580 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Circle Eleven GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Circle Eleven GmbH, Hamburg

A. Grundlagen des Unternehmens und Tätigkeitsbericht
Die Circle Eleven GmbH (auch Gesellschaft genannt) ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 17 Abs. 2 Nr. 1 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen sowie die kollektive Vermögensverwaltung von geschlossenen Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) im Sinne des § 1 Abs. 5 und 6 KAGB.
Die Registrierung der Circle Eleven GmbH als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 44 Abs. 1 KAGB i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB erfolgte am 19. März 2014.
Als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft unterliegt die Gesellschaft den entsprechenden Regelungen des KAGB und wird von der BaFin beaufsichtigt. Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit der Circle Eleven GmbH steht die Strukturierung von sogenannten Private Equity-Dachfonds, welche sich über weltweit investierende Private Equity-Fonds mittelbar an in der Regel nicht börsennotierten Unternehmen beteiligen.
Bei den zu verwaltenden Investmentvermögen handelt es sich um Personenhandelsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Anleger beteiligen sich in der Regel über einen Treuhand­kommanditisten und werden somit mittelbare Gesellschafter an der jeweiligen GmbH & Co. KG.
Per 31.12.2023 verwaltet die Gesellschaft Eigenkapitalzusagen ihrer Kunden in Höhe von mehr als EUR 600 Mio. Die verwalteten Vermögensgegenstände überschreiten insgesamt nicht den Wert der regulatorisch maßgeblichen Schwelle von EUR 500 Mio., da die Eigenkapitalzusagen noch nicht vollständig auf Private Equity-Fonds allokiert sind und die Private Equity-Fonds die zugesagten Mittel sukzessive für Investitionen in Unternehmensbeteiligungen abrufen.
Zu den bestehenden oder potenziellen Kunden zählen insbesondere vermögende Privatkunden, Banken, Family Offices und Vermögensverwalter.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
1.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2023 etwas aufgehellt. Die größten Abwärtsrisiken haben sich nicht im befürchteten Umfang materialisiert. Trotzdem bleibt das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering - bei hohen regionalen Unterschieden. Besonders gedämpft fiel das Wachstum im Euroraum aus, insbesondere aufgrund anhaltend hoher Energiepreise und den erhöhten Zinsen. Der IWF hat die Wachstumsprognosen im Jahresverlauf differenziert revidiert und geht für die USA für 2023 von einem robusten Wachstum von 2,5 % und für Europa mit rund 0,5 % von einer Stagnation aus. Trotz der schwachen Wachstumsaussichten ist die Inflation schneller als erwartet zurückgegangen. Die globale Inflation fiel im vierten Quartal 2023 nach Schätzung des IWF um etwa 0,3 Prozentpunkte niedriger aus als im Vorquartal prognostiziert. Insgesamt hat der IWF seine Prognose für die weltweite Inflation für die Jahre 2024 und 2025 auf 6,6 % bzw. 3,8 % nach unten revidiert. Um dem anhaltenden Inflationsdruck Einhalt zu gebieten, haben die Zentralbanken im Jahr 2022 begonnen, ihre Geldpolitik deutlich zu straffen und in der Folge die Leitzinsen sukzessive erhöht. Nach Einschätzung des IWF ist davon auszugehen, dass hohe und ggf. noch weiter ansteigende Leitzinsen das wirtschaftliche Umfeld bis in das Jahr 2024 hinein prägen werden. Trotz dieser Einflussfaktoren zeigten sich viele Volkswirtschaften im zweiten Halbjahr 2023 überraschend widerstandsfähig. Hierzu trugen laut IWF vor allem der private Konsum, Ausrüstungs­investitionen und staatliche Unterstützungsmaßnahmen bei.
1.2 Markt für Alternative Investmentfonds/geschlossene Spezial AIFs und Managed Investment Vehicles
Der Markt für geschlossene Alternative Investmentfonds hat 2023 insbesondere aufgrund des nach wie vor eingetrübten Marktumfeldes einen deutlichen Rückgang erfahren. So konnten die Publikums-AIFs in Deutschland im Jahr 2023 lediglich rund EUR 683 Mio. einsammeln - ein Einbruch von rund 45 % im Vergleich zum Vorjahr. Die deutschen Publikums- und Spezial-AIFs fokussieren sich im Wesentlichen auf Investitionen in den Anlageklassen Immobilien (mit rund 62 % des Platzierungsvolumens die dominierende Anlageklasse) und Private Equity (rund 23 % des gesamten Platzierungsvolumens). Dabei ist davon auszugehen, dass die Investitionen in Private Equity-Investitionen im Wesentlichen in Buyout- und Growth Capital-Zielfonds erfolgen, die ihren Investitionsfokus in Europa, Nordamerika oder global haben. Aufgrund des nach wie vor herausfordernden Marktumfeldes werden die Anleger im Bereich der Publikums-AIF voraussichtlich weiterhin zurückhaltend sein. Dennoch wird von einem etwas höheren Niveau des Platzierungsvolumens im Jahr 2024 ausgegangen. Insbesondere die deutlich gestiegene Attraktivität von alternativen Anlagen wie Festgeld oder Anleihen könnte zu einer weiterhin bestehenden Zurückhaltung auf Seiten der Anleger führen.
1.3 Markt für Private Equity-Fonds
Der weltwirtschaftlichen Eintrübung konnte sich die Private Equity-Branche auch im Jahr 2023 nicht entziehen. Das Transaktionsvolumen ist um rund 37 % eingebrochen. Der gesamte Exit-Wert hat einen Rückgang von rund 44 % verzeichnet. Und es wurden rund 38 % weniger Fonds geschlossen.
Das platzierte Volumen wurde insbesondere von großen und sehr etablierten/erfolgreichen Fondsmanagern getragen. Im Buyout-Bereich haben lediglich 20 Fonds rund die Hälfte des platzierten Volumens auf sich vereint.
Insbesondere die raschen Zinssteigerungen haben zu einem spürbaren Rückgang der Dealaktivität geführt, was sowohl neue Transaktionen als auch Exits betroffen hat.
Die sich stabilisierenden Zinsen, dass hohe Volumen an verfügbaren Investitionsmitteln und maturierte Portfolios sprechen für eine Zunahme der Marktaktivitäten ab dem Jahr 2024.
2. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die Platzierung des Anlageprogramms Circle Eleven XX - Co-Invest VI und die neue Fondsserie Alternative Strategies, die erstmalig im September 2023 aufgelegt wurde. Dabei konnte mit rund EUR 100 Mio. neu gewonnener Kapitalzusagen trotz des eingetrübten Umfelds ein solides Platzierungsergebnis erreicht werden, insbesondere vor dem Hintergrund eines "Zwischenjahres", in dem kein neues Anlageprogramm in der bewährten Hauptstrategie aufgelegt wird. Insgesamt konnten Erfolgsbeteiligungen in Höhe von rund TEUR 706 (Vorjahr rund TEUR 819) ver­einnahmt werden, was einem Rückgang von rund 14 % entspricht. Diese Entwicklung spiegelt das ein­getrübte Transaktionsumfeld wider - weniger Exits führen zu weniger Rückflüssen und damit zu geringeren vereinnahmten Erfolgsbeteiligungen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von rund TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 1.502) erwirtschaftet. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 somit positiv verlaufen.
Im Vorjahr wurden die im Geschäftsjahr 2020 erworbenen eigenen Anteile an einen bereits bestehen­den Gesellschafter veräußert. Diese Transaktion hat zu einem Zufluss in Höhe von rund TEUR 11.800 zu Gunsten der Kapitalrücklage geführt. Anfang des Jahres 2023 wurde auf Basis eines entsprechenden Aus­schüttungsbeschlusses das Jahresergebnis 2022 unter Berücksichtigung beste­hender Verlustvor­trä­ge vollständig ausgeschüttet sowie eine Ausschüttung aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.000 geleistet.
Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und der trotz der Ausschüttung Anfang des Jahres komfor­tablen Liquiditätslage aus der erfolgreichen Veräußerung der eigenen Anteile wurde im Dezember 2023 eine weitere Ausschüttung aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.000 vorgenommen.
3. Lage
3.1. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Circle Eleven GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.723 (Vorjahr: TEUR 13.732).
Die Vermögensgegenstände der Gesellschaft auf der Aktivseite setzen sich im Wesentlichen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 122 TEUR (Vorjahr: TEUR 121), den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 72) und den Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 8.646), zusammen.
Die Passivseite setzt sich im Wesentlichen aus dem Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.509 (Vorjahr: TEUR 13.436), den Rückstellungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 41) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 210) zusammen. Zum 31. De­zember 2023 beträgt die Eigenkapitalquote rund 88 % (Vorjahr: 98 %).
Der gesamte Cashflow des Geschäftsjahrs 2023 beträgt TEUR -7.292 (Vorjahr: TEUR 8.081) und beinhaltet u. a. die Ausschüttungen aus der Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 11.000.

Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Form von Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 8.646).
Der Rückgang des Eigenkapital ist in den im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Ausschüttungen begründet. Aufgrund der Verschiebung der Relation Eigenkapital zu Bilanzsumme ist auch die Eigenkapitalquote zurückgegangen. Diese fällt mit rund 88 % aber weiterhin hoch aus. Per 31.Dezember 2023 bestehen weder Darlehen noch Kreditlinien. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr fristgerecht erfüllt.
Die Finanzlage der Gesellschaft kann somit als stabil und geordnet eingestuft werden. Das Unter­nehmen weist insgesamt eine gute finanzielle Stabilität auf und ist unabhängig von Fremdkapital­gebern.
3.2. Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Investitionsgebühren in Höhe von TEUR 1.939 (Vorjahr: TEUR 2.774), Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr: TEU 819), Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 122), Aufwendungen für Personal in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr: TEUR 604) sowie den sonstigen betrieblichen Auf­wendungen in Höhe von TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 1.438).
Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 1.502) und ent­spricht den Erwartungen der Geschäftsführung.
Die Einnahmen aus den Investitionsgebühren fielen insbesondere aufgrund einer geringeren Investitionsaktivität geringer aus als im Vorjahr. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 7 Investitions­vorschläge unterbreitet, während im Jahr 2023 4 Investments vorgestellt wurden.
Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere vor dem Hintergrund der schwachen Exit-Aktivität auf Seiten der Fondsmanager und dementsprechend geringen Beteiligungserträgen aus der Erfolgsvergütung zufriedenstellend entwickelt und kann vor dem Hintergrund des verwalteten Vermögens, der vereinbarten Erfolgsgebühren und der abzurechnenden Investitionsgebühren als solide bezeichnet werden.
4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die finanzielle Steuerung der Circle Eleven GmbH erfolgt anhand des Cashflows der Gesellschaft.
Des Weiteren sind das betreute Fondsvolumen und die vertraglich vereinbarten Investitionsgebühren und Erfolgsbeteiligungen zusätzliche Leistungsindikatoren.
Die Circle Eleven GmbH verwendet keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

C. Prognosebericht
Gemäß Jahresplanung sind für das Geschäftsjahr 2024 Einnahmen aus Investitionsgebühren in Höhe von rund TEUR 1.700 geplant. Darüber hinaus wurde die Vereinnahmung von Erfolgsbeteiligungen in Höhe von rund TEUR 1.000 angenommen. Der Cashflow wurde auf Basis dieser Einnahmen sowie budge­tierten Ausgaben in Höhe von TEUR 3.100 geplant. Insgesamt wird somit von einem leicht nega­ti­ven Geschäftsergebnis ausgegangen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts ist eine erhöh­te Exit-Aktivität auf Seiten der Fondsmanager gegenüber dem Vorjahr festzustellen, so dass höhere als ur­sprüng­lich geplante Erfolgsgebühren zu einem ausgeglichenen oder positiven Geschäfts­ergebnis führen könnten.

Die Aufnahme eines neuen Gesellschafters im Frühjahr 2024 hat zu einer unplanmäßigen Stärkung der Liquiditätslage durch eine einmalige Zuzahlung in die Kapitalrücklage geführt.
D. Risiko-und Chancenbericht und Risikomanagement
1. Risiko- und Chancenbericht
Der Geschäftsverlauf hängt im Wesentlichen von der Höhe der eingeworbenen Kapitalzusagen und damit dem jährlichen Investitionsvolumen, auf das die Investitionsgebühr berechnet wird, sowie von der Höhe der Rückflüsse und den damit zusammenhängenden Auszahlungen an die Investoren, auf die die Erfolgsbeteiligung berechnet wird, ab. Ein sich eintrübendes Marktumfeld könnte zu verzögerten und/oder geringeren Rückflüssen führen, was sich unmittelbar auf die Höhe der Erfolgsbeteiligung auswirken würde. Ein weiteres Risiko wäre ein nachlassendes Investoreninteresse und könnte zu einer Verringerung des Einwerbevolumens und damit zu geringeren Investitionsgebühren führen. Die steigende Inflation und das damit einhergehende Zinsumfeld sowie die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufene allgemeine Unsicherheit begünstigen eine Materialisierung dieser Risiken.
Grundsätzlich besteht weiterhin das Risiko, dass die tatsächlichen Aufwendungen die ursprünglich kal­ku­lierten Kosten übersteigen und die Investmentgebühren nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.
Zum Bilanzstichtag sind neben der genannten Markteintrübung und einem möglichen nachlassenden Investoreninteresse keine Risiken zu erkennen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken würden.
Zu den Chancen zählen der andauernde Trend, dass Investoren nach alternativen Anlagemöglichkeiten suchen. Die Chance besteht trotz eines gestiegenen Zinsumfeldes weiterhin fort.
Der Gesellschaft bietet sich in dem wachsenden Markt für Private Equity-Anlagen die Möglichkeit, den bestehenden Kundenstamm weiter auszubauen und damit den Bestand an verwalteten Kapital­zusagen und Private Equity-Allokationen zu erhöhen. Beides würde zu einer weiteren Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft führen, insbesondere führt der Ausbau der eingegangenen Private Equity-Allokationen zu einer Verstetigung der in den Folgejahren erwarteten Erfolgsgebühren, da diese sich unmittelbar aus der Höhe der bestehenden Investments ableiten.
Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Anlageklasse für das Kundensegment der Gesellschaft interessant, auch wenn Verzögerungen auf der Investmentseite und langsamere Rückflüsse zu einer temporär geringeren Investorennachfrage führen können. Dies hätte ent­sprechende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
2. Risikomanagement
In Bezug auf die Pflichten des Geldwäschegesetzes wurde Frau Ramona Golz als Geldwäsche­beauftragte und Herr Thorsten Boll als Stellvertreter bestellt. Dies wurde der BaFin angezeigt.
Es wurde durch die Geldwäschebeauftragten unter anderem ein Geldwäschehandbuch erstellt. Es wurde eine Risikoanalyse erstellt, in welcher die Risiken identifiziert, bewertet und dokumentiert werden. Die Risikoanalyse wird fortlaufend überwacht. Auf Basis dieser Analyse wurden angemessene Sicherungsmaßnahmen definiert und eingehalten.
Zum 31. Dezember 2023 wurden keine Risiken als wesentlich eingestuft.

E. Gesamtaussage
Trotz der Herausforderungen durch Inflation, der steigenden Zinsen und der allgemeinen Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine und der politischen Unsicherheiten beurteilt die Geschäftsführung die Geschäfts­aussichten der Circle Eleven GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin als positiv. Nach wie vor wird von einer stetig steigenden Investoren-Nachfrage sowie einer soliden Performance auf Ebene der ausgewählten Private Equity-Fonds ausgegangen.

Hamburg, den 17. September 2024
Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 145.828,00 149.656,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 122.257,00 121.337,00
II. Sachanlagen 8.051,00 12.799,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.051,00 12.799,00
III. Finanzanlagen 15.520,00 15.520,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.000,00 14.000,00
2. Beteiligungen 1.520,00 1.520,00
B. Umlaufvermögen 1.550.734,93 13.555.613,24
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 197.047,44 4.909.228,55
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.736,11 14.931,19
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 151.679,50 72.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 15.631,83 4.822.297,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 11.950,00
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.353.687,49 8.646.384,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.369,53 26.379,76
Aktiva 1.722.932,46 13.731.649,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.509.393,66 13.436.408,29
I. Gezeichnetes Kapital 56.580,00 56.580,00
II. Kapitalrücklage 1.044.655,35 12.044.655,35
III. Gewinn-/Verlustvortrag   -166.848,31
IV. Jahresüberschuss 408.158,31 1.502.021,25
B. Rückstellungen 33.973,86 40.738,85
C. Verbindlichkeiten 179.564,94 254.501,86
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 179.564,94 254.501,86
Passiva 1.722.932,46 13.731.649,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 1.847.595,84 2.780.635,79
2. Personalaufwand 658.583,22 604.340,15
a) Löhne und Gehälter 564.035,16 527.446,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 94.548,06 76.894,06
davon für Altersversorgung 2.520,00 2.520,00
3. Abschreibungen 68.588,83 58.936,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68.588,83 58.936,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.425.535,94 1.437.485,17
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.887,78 21,42
5. Erträge aus Beteiligungen 705.856,87 818.833,78
davon aus verbundenen Unternehmen 14.804,92 12.170,92
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.310,33 16.998,91
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16,50 4.190,40
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.880,24 9.495,10
9. Ergebnis nach Steuern 408.158,31 1.502.021,25
10. Jahresüberschuss 408.158,31 1.502.021,25

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Circle Eleven GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 161139 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 17 Abs. 2 Nr. 1 KAGB und verfügt über eine Registrierung nach § 2 Abs. 4 KAGB.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, des GmbH-Gesetzes und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Gesellschaften, die dem Kapitalanlagegesetzbuch unterliegen, aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf die Posten der Bilanz angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens (going-concern-Prinzip).

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Nutzungsdauern von drei bis acht Jahren linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu einem Betrag von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anteile und Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften werden unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Institutes der Wirtschaftsprüfer zur Bilanzierung von Anteilen an Personenhandelsgesellschaften vom 4. Juni 2014 (IDW RS HFA 18) bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden nach Erfahrungswerten und - soweit möglich - berechenbaren Grundlagen bemessen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und sind zum Vorjahr unverändert nicht besichert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden grundsätzlich mit dem Entstehungskurs bzw. dem niedrigeren bzw. höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkurs angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.793.790,07) enthalten.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.136,20 (Vorjahr: EUR 2.644,69) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 79.177,85 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat gegenüber vier Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Verpflichtungen aus der Zeichnung von Kommanditanteilen bzw. GmbH-Gesellschaftsanteilen in Höhe von insgesamt EUR 15.080,00 übernommen, die nicht zur Einzahlung eingefordert sind.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Beraterverträgen in Höhe von EUR 871.590,00.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen die vereinnahmten Vergütungen der Kapitalverwaltungsgesellschaft für die von ihr verwalteten Fondsgesellschaften.

VII. sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich sieben Arbeitnehmer.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Die Entwicklung des Anteilsbesitzes wird in der Anteilsbesitzliste des Anhangs dargestellt.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Thorsten Boll (Kaufmann) und Alexander Binz (Kaufmann) geführt.

Stellung der Gesellschafter

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter ohne eigenen Kapitalanteil für folgende Gesellschaften:

Circle Eleven Fonds GmbH & Co. KG, Hamburg (HRA 125580), Circle Eleven 2014 GmbH & Co. KG, Hamburg (HRA 125546).

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 abgerechnete Honorar in Höhe von Netto EUR 12.000,00 betrifft ausschließlich Abschlussprüferleistungen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auszuschütten.

Hamburg, den 17. September 2024
______________________________ ______________________________ Thorsten Boll Alexander C. Binz
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023




Entwicklung der Anschaffungskosten



Stand am


Stand am



01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023



EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie Lizenzen an





solchen Rechten und Werten
246.237,14
61.560,00
0,00
307.797,14
II.
Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung
53.092,41
3.200,83
0,00
56.293,24
III.
Finanzanlagen





1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
14.000,00
0,00
0,00
14.000,00

2.
Beteiligungen
1.520,00
0,00
0,00
1.520,00



15.520,00
0,00
0,00
15.520,00

Anlagevermögen gesamt
314.849,55
64.760,83
0,00
379.610,38

Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Buchwert
Buchwert

Stand am


Stand am
Stand am
Stand am

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen,






gewerbliche Schutzrechte und ähnliche






Rechte und Werte sowie Lizenzen an






solchen Rechten und Werten
124.900,14
60.640,00
0,00
185.540,14
122.257,00
121.337,00
II. Sachanlagen






andere Anlagen, Betriebs- und






Geschäftsausstattung
40.293,41
7.948,83
0,00
48.242,24
8.051,00
12.799,00
III. Finanzanlagen






1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
14.000,00
14.000,00
2. Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
1.520,00
1.520,00

0,00
0,00
0,00
0,00
15.520,00
15.520,00
Anlagevermögen gesamt
165.193,55
68.588,83
0,00
233.782,38
145.828,00
149.656,00



Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023


Kapital-
Eigen-


Ergebnis
Name und Sitz
anteil
kapital


2023

%




Anteile an verbundenen Unternehmen





Circle Eleven Verwaltungs GmbH
100
25.000,00


19.110,79
Circle Eleven Treuhand GmbH & Co. KG
100
1.500,00


7.729,39
Beteiligungen





Circle Eleven XV GmbH & Co. KG
<0,1
4.000,00


894.837,96
Circle Eleven XVII GmbH & Co. KG
<0,01
100,00


1.130.552,42
Circle Eleven XVIII GmbH & Co. KG
<0,01
100,00


319.031,81
Circle Eleven XIX GmbH & Co. KG
<0,01
100,00

./.
352.541,47
Circle Eleven XX GmbH & Co. KG
<0,01
100,00

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2.492.000,99
Circle Eleven XXI GmbH & Co. KG
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146.829,13

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Circle Eleven GmbH, Hamburg
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Circle Eleven GmbH, Hamburg, - be­stehend aus der Bilanz zum 31. De­zember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Ge­schäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Dar­stellung der Bilanzierungs- und Bewertungs­methoden - ge­prüft. Darüber hinaus haben wir den Lage­bericht der Circle Eleven GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung ge­wonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen we­sentlichen Belangen den deut­schen, für Kapital­gesell­schaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und ver­mittelt unter Beachtung der deut­schen Grundsätze ord­nungsmäßiger Buch­führung ein den tatsächlichen Verhält­nissen entsprechen­des Bild der Vermögens- und Fi­nanzla­ge der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Ge­schäfts­jahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zu­treffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen we­sentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Ein­klang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen ge­setzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünf­tigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwen­dun­gen gegen die Ordnungsmä­ßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts ge­führt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m § 317 HGB unter Be­achtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest­gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Ab­schlussprüfung durchgeführt. Unsere Verant­wor­tung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Ver­ant­wor­tung des Ab­schluss­prüfers für die Prüfung des Jah­resabschlusses und des Lageberichts" un­se­res Be­stäti­gungs­vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unter­nehmen unab­hängig in Über­ein­stimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vor­schriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufs­pflichten in Übereinstimmung mit diesen An­forde­run­gen er­füllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs­nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahres­ab­schluss und zum La­gebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstel­lung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapital­gesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen we­sent­lichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deut­schen Grundsät­ze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Ver­hältnissen ent­spre­chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags­lage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die ge­setzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrol­len, die sie in Überein­stimmung mit den deutschen Grund­sätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig be­stimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von we­sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens­schädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetz­lichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Ge­sellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Dar­über hinaus sind sie dafür ver­ant­wortlich, auf der Grundlage des Rechnungs­legungs­grundsatzes der Fortführung der Un­ter­neh­menstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tat­sächliche oder rechtliche Gegebenheiten ent­gegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutref­fendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen we­sentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetz­lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu­tref­fend darstellt. Ferner sind die gesetzli­chen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maß­nahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet ha­ben, um die Aufstellung eines Lage­be­richts in Übereinstim­mung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vor­schriften zu ermög­lichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht er­bringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von we­sentlichen fal­schen Dar­stel­lun­gen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesell­schaft vermit­telt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres­abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Er­kenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschrif­ten entspricht und die Chancen und Risiken der zu­künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Be­stätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jah­resabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein­stimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt­schaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss­prüfung durchge­führte Prü­fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Fal­sche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn ver­nünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grund­lage dieses Jah­resabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftli­chen Entschei­dungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hin­aus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentli­cher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prü­fungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende we­sentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beab­sichtigte Unvollständigkeiten, irre­führen­de Darstellungen bzw. das Außerkraft­setzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses rele­vanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts rele­van­ten Vor­kehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den ge­gebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü­fungs­urteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzli­chen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Ver­tretern dargestellten geschätzten Werte und damit zu­sammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Ver­tretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unter­neh­menstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prü­fungsnachweise, ob eine we­sentliche Unsicherheit im Zusammen­hang mit Ereignissen oder Gegebenheiten be­steht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesell­schaft zur Fortführung der Unter­neh­menstätigkeit aufwer­fen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass ei­ne wesent­liche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu­ge­hörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu ma­chen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prü­fungs­urteil zu modifi­zieren. Wir ziehen unse­re Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Da­tum unseres Bestätigungs­vermerks erlangten Prüfungs­nachweise. Zukünftige Er­eig­nisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Un­ter­neh­menstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge­schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jah­resabschluss unter Be­ach­tung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsäch­lichen Ver­hältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags­lage der Ge­sell­schaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Geset­zes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzli­chen Vertretern dargestellten zukunfts­orientierten Anga­ben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeig­ne­ter Prüfungs­nachweise vollziehen wir dabei insbeson­dere die den zukunfts­orien­tierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen An­nah­men nach und beurteilen die sachgerechte Ablei­tung der zukunftsorientierten An­ga­ben aus diesen Annah­men. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts­orien­tierten An­ga­ben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesent­lich von den zu­kunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um­fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein­schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hamburg, den 17. September 2024
HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Smit)    (Arp)
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

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