Circle
Eleven GmbH
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
der Circle Eleven GmbH, Hamburg
A. Grundlagen des Unternehmens und
Tätigkeitsbericht
Die Circle Eleven GmbH (auch Gesellschaft genannt)
ist eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne
von § 17 Abs. 2 Nr. 1 des Kapitalanlagegesetzbuches
(KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung
eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb, das
Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von
Unternehmensbeteiligungen sowie die kollektive
Vermögensverwaltung von geschlossenen Spezial-AIF
(Alternative Investmentfonds) im Sinne des § 1 Abs. 5
und 6 KAGB.
Die Registrierung der Circle Eleven GmbH als
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß §
44 Abs. 1 KAGB i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB erfolgte am 19.
März 2014.
Als registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft
unterliegt die Gesellschaft den entsprechenden Regelungen
des KAGB und wird von der BaFin beaufsichtigt. Im
Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit der Circle
Eleven GmbH steht die Strukturierung von sogenannten
Private Equity-Dachfonds, welche sich über weltweit
investierende Private Equity-Fonds mittelbar an in der
Regel nicht börsennotierten Unternehmen beteiligen.
Bei den zu verwaltenden Investmentvermögen
handelt es sich um Personenhandelsgesellschaften in der
Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Anleger beteiligen sich
in der Regel über einen Treuhandkommanditisten
und werden somit mittelbare Gesellschafter an der
jeweiligen GmbH & Co. KG.
Per 31.12.2023 verwaltet die Gesellschaft
Eigenkapitalzusagen ihrer Kunden in Höhe von mehr als
EUR 600 Mio. Die verwalteten
Vermögensgegenstände überschreiten insgesamt
nicht den Wert der regulatorisch maßgeblichen
Schwelle von EUR 500 Mio., da die Eigenkapitalzusagen noch
nicht vollständig auf Private Equity-Fonds allokiert
sind und die Private Equity-Fonds die zugesagten Mittel
sukzessive für Investitionen in
Unternehmensbeteiligungen abrufen.
Zu den bestehenden oder potenziellen Kunden
zählen insbesondere vermögende Privatkunden,
Banken, Family Offices und Vermögensverwalter.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
1.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende
des Jahres 2023 etwas aufgehellt. Die größten
Abwärtsrisiken haben sich nicht im befürchteten
Umfang materialisiert. Trotzdem bleibt das
weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering - bei hohen
regionalen Unterschieden. Besonders gedämpft fiel das
Wachstum im Euroraum aus, insbesondere aufgrund anhaltend
hoher Energiepreise und den erhöhten Zinsen. Der IWF
hat die Wachstumsprognosen im Jahresverlauf differenziert
revidiert und geht für die USA für 2023 von einem
robusten Wachstum von 2,5 % und für Europa mit
rund 0,5 % von einer Stagnation aus. Trotz der
schwachen Wachstumsaussichten ist die Inflation schneller
als erwartet zurückgegangen. Die globale Inflation
fiel im vierten Quartal 2023 nach Schätzung des IWF um
etwa 0,3 Prozentpunkte niedriger aus als im Vorquartal
prognostiziert. Insgesamt hat der IWF seine Prognose
für die weltweite Inflation für die Jahre 2024
und 2025 auf 6,6 % bzw. 3,8 % nach unten
revidiert. Um dem anhaltenden Inflationsdruck Einhalt zu
gebieten, haben die Zentralbanken im Jahr 2022 begonnen,
ihre Geldpolitik deutlich zu straffen und in der Folge die
Leitzinsen sukzessive erhöht. Nach Einschätzung
des IWF ist davon auszugehen, dass hohe und ggf. noch
weiter ansteigende Leitzinsen das wirtschaftliche Umfeld
bis in das Jahr 2024 hinein prägen werden. Trotz
dieser Einflussfaktoren zeigten sich viele
Volkswirtschaften im zweiten Halbjahr 2023
überraschend widerstandsfähig. Hierzu trugen laut
IWF vor allem der private Konsum,
Ausrüstungsinvestitionen und staatliche
Unterstützungsmaßnahmen bei.
1.2 Markt für Alternative
Investmentfonds/geschlossene Spezial AIFs und Managed
Investment Vehicles
Der Markt für geschlossene Alternative
Investmentfonds hat 2023 insbesondere aufgrund des nach wie
vor eingetrübten Marktumfeldes einen deutlichen
Rückgang erfahren. So konnten die Publikums-AIFs in
Deutschland im Jahr 2023 lediglich rund EUR 683 Mio.
einsammeln - ein Einbruch von rund 45 % im Vergleich
zum Vorjahr. Die deutschen Publikums- und Spezial-AIFs
fokussieren sich im Wesentlichen auf Investitionen in den
Anlageklassen Immobilien (mit rund 62 % des
Platzierungsvolumens die dominierende Anlageklasse) und
Private Equity (rund 23 % des gesamten
Platzierungsvolumens). Dabei ist davon auszugehen, dass die
Investitionen in Private Equity-Investitionen im
Wesentlichen in Buyout- und Growth Capital-Zielfonds
erfolgen, die ihren Investitionsfokus in Europa,
Nordamerika oder global haben. Aufgrund des nach wie vor
herausfordernden Marktumfeldes werden die Anleger im
Bereich der Publikums-AIF voraussichtlich weiterhin
zurückhaltend sein. Dennoch wird von einem etwas
höheren Niveau des Platzierungsvolumens im Jahr 2024
ausgegangen. Insbesondere die deutlich gestiegene
Attraktivität von alternativen Anlagen wie Festgeld
oder Anleihen könnte zu einer weiterhin bestehenden
Zurückhaltung auf Seiten der Anleger führen.
1.3 Markt für Private Equity-Fonds
Der weltwirtschaftlichen Eintrübung konnte sich
die Private Equity-Branche auch im Jahr 2023 nicht
entziehen. Das Transaktionsvolumen ist um rund 37 %
eingebrochen. Der gesamte Exit-Wert hat einen Rückgang
von rund 44 % verzeichnet. Und es wurden rund 38 % weniger
Fonds geschlossen.
Das platzierte Volumen wurde insbesondere von
großen und sehr etablierten/erfolgreichen
Fondsmanagern getragen. Im Buyout-Bereich haben lediglich
20 Fonds rund die Hälfte des platzierten Volumens auf
sich vereint.
Insbesondere die raschen Zinssteigerungen haben zu
einem spürbaren Rückgang der Dealaktivität
geführt, was sowohl neue Transaktionen als auch Exits
betroffen hat.
Die sich stabilisierenden Zinsen, dass hohe Volumen
an verfügbaren Investitionsmitteln und maturierte
Portfolios sprechen für eine Zunahme der
Marktaktivitäten ab dem Jahr 2024.
2. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch
die Platzierung des Anlageprogramms Circle Eleven XX -
Co-Invest VI und die neue Fondsserie Alternative
Strategies, die erstmalig im September 2023 aufgelegt
wurde. Dabei konnte mit rund EUR 100 Mio. neu gewonnener
Kapitalzusagen trotz des eingetrübten Umfelds ein
solides Platzierungsergebnis erreicht werden, insbesondere
vor dem Hintergrund eines "Zwischenjahres", in dem kein
neues Anlageprogramm in der bewährten Hauptstrategie
aufgelegt wird. Insgesamt konnten Erfolgsbeteiligungen in
Höhe von rund TEUR 706 (Vorjahr rund TEUR 819)
vereinnahmt werden, was einem Rückgang von rund
14 % entspricht. Diese Entwicklung spiegelt das
eingetrübte Transaktionsumfeld wider - weniger
Exits führen zu weniger Rückflüssen und
damit zu geringeren vereinnahmten Erfolgsbeteiligungen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein
Jahresüberschuss in Höhe von rund TEUR 408
(Vorjahr: TEUR 1.502) erwirtschaftet. Insgesamt ist das
Geschäftsjahr 2023 somit positiv verlaufen.
Im Vorjahr wurden die im Geschäftsjahr 2020
erworbenen eigenen Anteile an einen bereits
bestehenden Gesellschafter veräußert. Diese
Transaktion hat zu einem Zufluss in Höhe von rund
TEUR 11.800 zu Gunsten der Kapitalrücklage
geführt. Anfang des Jahres 2023 wurde auf Basis eines
entsprechenden Ausschüttungsbeschlusses das
Jahresergebnis 2022 unter Berücksichtigung
bestehender Verlustvorträge
vollständig ausgeschüttet sowie eine
Ausschüttung aus der Kapitalrücklage in Höhe
von TEUR 10.000 geleistet.
Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und der
trotz der Ausschüttung Anfang des Jahres
komfortablen Liquiditätslage aus der
erfolgreichen Veräußerung der eigenen Anteile
wurde im Dezember 2023 eine weitere Ausschüttung aus
der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.000
vorgenommen.
3. Lage
3.1. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Circle Eleven GmbH beträgt
zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.723 (Vorjahr:
TEUR 13.732).
Die Vermögensgegenstände der Gesellschaft
auf der Aktivseite setzen sich im Wesentlichen aus den
immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe
von 122 TEUR (Vorjahr: TEUR 121), den Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 72)
und den Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.354 (Vorjahr:
TEUR 8.646), zusammen.
Die Passivseite setzt sich im Wesentlichen aus dem
Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von
TEUR 1.509 (Vorjahr: TEUR 13.436), den
Rückstellungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR
41) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 210) zusammen. Zum
31. Dezember 2023 beträgt die
Eigenkapitalquote rund 88 % (Vorjahr: 98 %).
Der gesamte Cashflow des Geschäftsjahrs 2023
beträgt TEUR -7.292 (Vorjahr: TEUR 8.081) und
beinhaltet u. a. die Ausschüttungen aus der
Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR
11.000.
Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2023
über liquide Mittel in Form von Bankguthaben in
Höhe von TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 8.646).
Der Rückgang des Eigenkapital ist in den im
Geschäftsjahr 2023 geleisteten Ausschüttungen
begründet. Aufgrund der Verschiebung der Relation
Eigenkapital zu Bilanzsumme ist auch die Eigenkapitalquote
zurückgegangen. Diese fällt mit rund 88 % aber
weiterhin hoch aus. Per 31.Dezember 2023 bestehen weder
Darlehen noch Kreditlinien. Alle Zahlungsverpflichtungen
wurden im Geschäftsjahr fristgerecht erfüllt.
Die Finanzlage der Gesellschaft kann somit als stabil
und geordnet eingestuft werden. Das Unternehmen weist
insgesamt eine gute finanzielle Stabilität auf und ist
unabhängig von Fremdkapitalgebern.
3.2. Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen
geprägt durch Investitionsgebühren in Höhe
von TEUR 1.939 (Vorjahr: TEUR 2.774), Erträge aus
Beteiligungen in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr:
TEU 819), Aufwendungen für bezogene Leistungen in
Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 122), Aufwendungen
für Personal in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr: TEUR
604) sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in
Höhe von TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 1.438).
Der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 408 (Vorjahr:
TEUR 1.502) und entspricht den Erwartungen der
Geschäftsführung.
Die Einnahmen aus den Investitionsgebühren
fielen insbesondere aufgrund einer geringeren
Investitionsaktivität geringer aus als im Vorjahr. Im
Jahr 2022 wurden insgesamt 7
Investitionsvorschläge unterbreitet, während
im Jahr 2023 4 Investments vorgestellt wurden.
Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr
insbesondere vor dem Hintergrund der schwachen
Exit-Aktivität auf Seiten der Fondsmanager und
dementsprechend geringen Beteiligungserträgen aus der
Erfolgsvergütung zufriedenstellend entwickelt und kann
vor dem Hintergrund des verwalteten Vermögens, der
vereinbarten Erfolgsgebühren und der abzurechnenden
Investitionsgebühren als solide bezeichnet werden.
4. Finanzielle und nicht finanzielle
Leistungsindikatoren
Die finanzielle Steuerung der Circle Eleven GmbH
erfolgt anhand des Cashflows der Gesellschaft.
Des Weiteren sind das betreute Fondsvolumen und die
vertraglich vereinbarten Investitionsgebühren und
Erfolgsbeteiligungen zusätzliche Leistungsindikatoren.
Die Circle Eleven GmbH verwendet keine nicht
finanziellen Leistungsindikatoren.
C. Prognosebericht
Gemäß Jahresplanung sind für das
Geschäftsjahr 2024 Einnahmen aus
Investitionsgebühren in Höhe von rund TEUR 1.700
geplant. Darüber hinaus wurde die Vereinnahmung von
Erfolgsbeteiligungen in Höhe von rund TEUR 1.000
angenommen. Der Cashflow wurde auf Basis dieser Einnahmen
sowie budgetierten Ausgaben in Höhe von TEUR
3.100 geplant. Insgesamt wird somit von einem leicht
negativen Geschäftsergebnis ausgegangen. Zum
Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts ist eine
erhöhte Exit-Aktivität auf Seiten der
Fondsmanager gegenüber dem Vorjahr festzustellen, so
dass höhere als ursprünglich geplante
Erfolgsgebühren zu einem ausgeglichenen oder positiven
Geschäftsergebnis führen könnten.
Die Aufnahme eines neuen Gesellschafters im
Frühjahr 2024 hat zu einer unplanmäßigen
Stärkung der Liquiditätslage durch eine einmalige
Zuzahlung in die Kapitalrücklage geführt.
D. Risiko-und Chancenbericht und Risikomanagement
1. Risiko- und Chancenbericht
Der Geschäftsverlauf hängt im Wesentlichen
von der Höhe der eingeworbenen Kapitalzusagen und
damit dem jährlichen Investitionsvolumen, auf das die
Investitionsgebühr berechnet wird, sowie von der
Höhe der Rückflüsse und den damit
zusammenhängenden Auszahlungen an die Investoren, auf
die die Erfolgsbeteiligung berechnet wird, ab. Ein sich
eintrübendes Marktumfeld könnte zu
verzögerten und/oder geringeren Rückflüssen
führen, was sich unmittelbar auf die Höhe der
Erfolgsbeteiligung auswirken würde. Ein weiteres
Risiko wäre ein nachlassendes Investoreninteresse und
könnte zu einer Verringerung des Einwerbevolumens und
damit zu geringeren Investitionsgebühren führen.
Die steigende Inflation und das damit einhergehende
Zinsumfeld sowie die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufene
allgemeine Unsicherheit begünstigen eine
Materialisierung dieser Risiken.
Grundsätzlich besteht weiterhin das Risiko, dass
die tatsächlichen Aufwendungen die ursprünglich
kalkulierten Kosten übersteigen und die
Investmentgebühren nicht ausreichen, um die Kosten zu
decken.
Zum Bilanzstichtag sind neben der genannten
Markteintrübung und einem möglichen nachlassenden
Investoreninteresse keine Risiken zu erkennen, die sich auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft wesentlich auswirken würden.
Zu den Chancen zählen der andauernde Trend, dass
Investoren nach alternativen Anlagemöglichkeiten
suchen. Die Chance besteht trotz eines gestiegenen
Zinsumfeldes weiterhin fort.
Der Gesellschaft bietet sich in dem wachsenden Markt
für Private Equity-Anlagen die Möglichkeit, den
bestehenden Kundenstamm weiter auszubauen und damit den
Bestand an verwalteten Kapitalzusagen und Private
Equity-Allokationen zu erhöhen. Beides würde zu
einer weiteren Verbesserung der Ertragslage der
Gesellschaft führen, insbesondere führt der
Ausbau der eingegangenen Private Equity-Allokationen zu
einer Verstetigung der in den Folgejahren erwarteten
Erfolgsgebühren, da diese sich unmittelbar aus der
Höhe der bestehenden Investments ableiten.
Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten
bleibt die Anlageklasse für das Kundensegment der
Gesellschaft interessant, auch wenn Verzögerungen auf
der Investmentseite und langsamere Rückflüsse zu
einer temporär geringeren Investorennachfrage
führen können. Dies hätte entsprechende
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft.
2. Risikomanagement
In Bezug auf die Pflichten des
Geldwäschegesetzes wurde Frau Ramona Golz als
Geldwäschebeauftragte und Herr Thorsten Boll als
Stellvertreter bestellt. Dies wurde der BaFin angezeigt.
Es wurde durch die Geldwäschebeauftragten unter
anderem ein Geldwäschehandbuch erstellt. Es wurde eine
Risikoanalyse erstellt, in welcher die Risiken
identifiziert, bewertet und dokumentiert werden. Die
Risikoanalyse wird fortlaufend überwacht. Auf Basis
dieser Analyse wurden angemessene Sicherungsmaßnahmen
definiert und eingehalten.
Zum 31. Dezember 2023 wurden keine Risiken als
wesentlich eingestuft.
E. Gesamtaussage
Trotz der Herausforderungen durch Inflation, der
steigenden Zinsen und der allgemeinen Unsicherheit durch
den Krieg in der Ukraine und der politischen Unsicherheiten
beurteilt die Geschäftsführung die
Geschäftsaussichten der Circle Eleven GmbH zum
Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin als
positiv. Nach wie vor wird von einer stetig steigenden
Investoren-Nachfrage sowie einer soliden Performance auf
Ebene der ausgewählten Private Equity-Fonds
ausgegangen.
Hamburg, den 17. September 2024
Die Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
145.828,00 |
149.656,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
122.257,00 |
121.337,00 |
| II.
Sachanlagen |
8.051,00 |
12.799,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
8.051,00 |
12.799,00 |
| III.
Finanzanlagen |
15.520,00 |
15.520,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
14.000,00 |
14.000,00 |
| 2.
Beteiligungen |
1.520,00 |
1.520,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.550.734,93 |
13.555.613,24 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
197.047,44 |
4.909.228,55 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
29.736,11 |
14.931,19 |
| 2.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
151.679,50 |
72.000,00 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
15.631,83 |
4.822.297,36 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
0,00 |
11.950,00 |
| II.
Guthaben bei Kreditinstituten |
1.353.687,49 |
8.646.384,69 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
26.369,53 |
26.379,76 |
| Aktiva |
1.722.932,46 |
13.731.649,00 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.509.393,66 |
13.436.408,29 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
56.580,00 |
56.580,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.044.655,35 |
12.044.655,35 |
| III.
Gewinn-/Verlustvortrag |
|
-166.848,31 |
| IV.
Jahresüberschuss |
408.158,31 |
1.502.021,25 |
| B.
Rückstellungen |
33.973,86 |
40.738,85 |
| C.
Verbindlichkeiten |
179.564,94 |
254.501,86 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
179.564,94 |
254.501,86 |
| Passiva |
1.722.932,46 |
13.731.649,00 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
1.847.595,84 |
2.780.635,79 |
| 2.
Personalaufwand |
658.583,22 |
604.340,15 |
| a)
Löhne und Gehälter |
564.035,16 |
527.446,09 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
94.548,06 |
76.894,06 |
| davon
für Altersversorgung |
2.520,00 |
2.520,00 |
| 3.
Abschreibungen |
68.588,83 |
58.936,41 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
68.588,83 |
58.936,41 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.425.535,94 |
1.437.485,17 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
2.887,78 |
21,42 |
| 5.
Erträge aus Beteiligungen |
705.856,87 |
818.833,78 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
14.804,92 |
12.170,92 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
9.310,33 |
16.998,91 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
16,50 |
4.190,40 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.880,24 |
9.495,10 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
408.158,31 |
1.502.021,25 |
| 10.
Jahresüberschuss |
408.158,31 |
1.502.021,25 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Circle Eleven GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie
ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB
161139 eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine externe
Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 17 Abs.
2 Nr. 1 KAGB und verfügt über eine Registrierung
nach § 2 Abs. 4 KAGB.
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB, des GmbH-Gesetzes und unter
Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für
Gesellschaften, die dem Kapitalanlagegesetzbuch
unterliegen, aufgestellt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach
den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches
aufgestellt.
III. Angaben zu Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die auf die Posten der Bilanz angewandten
Bewertungsmethoden entsprechen den anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bewertung erfolgte
unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens
(going-concern-Prinzip).
Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert
um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die
Abschreibungen werden bei Nutzungsdauern von drei bis acht
Jahren linear vorgenommen. Geringwertige
Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu
einem Betrag von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll
abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten
bilanziert. Die Anteile und Beteiligungen an
Personenhandelsgesellschaften werden unter
Berücksichtigung der Stellungnahme des Institutes der
Wirtschaftsprüfer zur Bilanzierung von Anteilen an
Personenhandelsgesellschaften vom 4. Juni 2014 (IDW RS HFA
18) bewertet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sowie
Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem
Nennwert bewertet.
Die
Rückstellungen wurden in Höhe des
Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden
nach Erfahrungswerten und - soweit möglich -
berechenbaren Grundlagen bemessen.
Die
Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt und sind zum Vorjahr
unverändert nicht besichert.
Forderungen und
Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden
grundsätzlich mit dem Entstehungskurs bzw. dem
niedrigeren bzw. höheren Kurs zum Bilanzstichtag
bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkurs
angesetzt.
IV. Angaben zur Bilanz
Die
Entwicklung des Anlagevermögens wird in einer
Anlage zum Anhang dargestellt.
In den
sonstigen Vermögensgegenständen sind
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00
(Vorjahr EUR 4.793.790,07) enthalten.
In den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in
Höhe von EUR 1.136,20 (Vorjahr: EUR 2.644,69)
enthalten.
In den
sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR
79.177,85 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.
V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat gegenüber vier
Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, Verpflichtungen aus der Zeichnung von
Kommanditanteilen bzw. GmbH-Gesellschaftsanteilen in
Höhe von insgesamt EUR 15.080,00 übernommen, die
nicht zur Einzahlung eingefordert sind.
Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen aus
Miet- und Beraterverträgen in Höhe von EUR
871.590,00.
VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse betreffen die vereinnahmten
Vergütungen der Kapitalverwaltungsgesellschaft
für die von ihr verwalteten Fondsgesellschaften.
VII. sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im
Berichtszeitraum durchschnittlich sieben Arbeitnehmer.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen
Unternehmen
Die Entwicklung des Anteilsbesitzes wird in der
Anteilsbesitzliste des Anhangs dargestellt.
Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Thorsten
Boll (Kaufmann) und Alexander Binz (Kaufmann) geführt.
Stellung der Gesellschafter
Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender
Gesellschafter ohne eigenen Kapitalanteil für folgende
Gesellschaften:
Circle Eleven Fonds GmbH & Co. KG, Hamburg (HRA
125580), Circle Eleven 2014 GmbH & Co. KG, Hamburg (HRA
125546).
Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2023 abgerechnete Honorar in Höhe
von Netto EUR 12.000,00 betrifft ausschließlich
Abschlussprüferleistungen.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss
des Geschäftsjahres 2023 haben sich nicht ergeben.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, das
Ergebnis auszuschütten.
Hamburg, den 17. September 2024
______________________________ ______________________________
Thorsten Boll Alexander C. Binz
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
|
|
|
Entwicklung der Anschaffungskosten
|
|
|
|
Stand am
|
|
|
Stand am
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich
erworbene Konzessionen,
|
|
|
|
|
|
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
|
|
|
|
|
|
Rechte und
Werte sowie Lizenzen an
|
|
|
|
|
|
solchen
Rechten und Werten
|
246.237,14
|
61.560,00
|
0,00
|
307.797,14
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
andere
Anlagen, Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
53.092,41
|
3.200,83
|
0,00
|
56.293,24
|
III.
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
14.000,00
|
0,00
|
0,00
|
14.000,00
|
|
2.
|
Beteiligungen
|
1.520,00
|
0,00
|
0,00
|
1.520,00
|
|
|
|
15.520,00
|
0,00
|
0,00
|
15.520,00
|
|
Anlagevermögen gesamt
|
314.849,55
|
64.760,83
|
0,00
|
379.610,38
|
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
Stand am
|
|
|
Stand am
|
Stand am
|
Stand am
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen,
|
|
|
|
|
|
|
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche
|
|
|
|
|
|
|
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an
|
|
|
|
|
|
|
solchen Rechten und
Werten
|
124.900,14
|
60.640,00
|
0,00
|
185.540,14
|
122.257,00
|
121.337,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und
|
|
|
|
|
|
|
Geschäftsausstattung
|
40.293,41
|
7.948,83
|
0,00
|
48.242,24
|
8.051,00
|
12.799,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
14.000,00
|
14.000,00
|
2. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.520,00
|
1.520,00
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
15.520,00
|
15.520,00
|
Anlagevermögen gesamt
|
165.193,55
|
68.588,83
|
0,00
|
233.782,38
|
145.828,00
|
149.656,00
|
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember
2023
|
Kapital-
|
Eigen-
|
|
|
Ergebnis
|
Name und Sitz
|
anteil
|
kapital
|
|
|
2023
|
|
%
|
€
|
|
|
€
|
Anteile an verbundenen Unternehmen
|
|
|
|
|
|
Circle Eleven
Verwaltungs GmbH
|
100
|
25.000,00
|
|
|
19.110,79
|
Circle Eleven Treuhand
GmbH & Co. KG
|
100
|
1.500,00
|
|
|
7.729,39
|
Beteiligungen
|
|
|
|
|
|
Circle Eleven XV GmbH
& Co. KG
|
<0,1
|
4.000,00
|
|
|
894.837,96
|
Circle Eleven XVII GmbH
& Co. KG
|
<0,01
|
100,00
|
|
|
1.130.552,42
|
Circle Eleven XVIII GmbH
& Co. KG
|
<0,01
|
100,00
|
|
|
319.031,81
|
Circle Eleven XIX GmbH
& Co. KG
|
<0,01
|
100,00
|
|
./.
|
352.541,47
|
Circle Eleven XX GmbH
& Co. KG
|
<0,01
|
100,00
|
|
./.
|
2.492.000,99
|
Circle Eleven XXI GmbH
& Co. KG
|
<0,01
|
100,00
|
|
./.
|
146.829,13
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Circle Eleven GmbH, Hamburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Circle Eleven GmbH,
Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der Circle Eleven GmbH, Hamburg, für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m §
322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere
Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und
des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a
Abs. 1 KAGB i.V.m § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach
diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung
des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit
den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen
Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen
Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu
dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der
den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümer ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber
hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf
der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren,
sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie
als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete
Nachweise für die Aussagen im Lagebericht
erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie
mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen
in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt,
sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte,
dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage
dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,
dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist
höher als das Risiko, dass aus Irrtümern
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für
die Prüfung des Lageberichts relevanten
Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht
mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der
bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch
dazu führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse
so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht
durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu
den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es
besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung
sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel
im internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Hamburg, den 17. September 2024
HANSA PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Smit) (Arp)
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
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