ante Leimholz Geschäftsführungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Deetjen seit 27.11.2025 | Prokura |
Dennis Stark seit 27.11.2025 | Geschäftsführer |
René Kopitzke seit 27.11.2025 | Prokura |
Thorsten Beaupain seit 27.11.2025 | Prokura |
Tobias Eike Springhorn seit 25.11.2024 | Prokura |
Josef Jürgen Ante seit 18.1.2022 | Geschäftsführer |
Peter Reuter seit 18.1.2022 | Prokura |
Jörn Wilhelm Kimmich seit 18.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ernst-Helmut HammerschmidtBAHR Steuerberatungsgesellschaft mbH | 99.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ante Holding GmbH & Co. KGWinterbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021 4. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 5. Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Die ante-Gruppe ist eine Unternehmensgruppe der deutschen Säge- und Holzindustrie, welche an den Standorten Bromskirchen-Somplar (Sauerland), Rottleberode (Südharz) und Kożuchów (Polen) ein breites Sortiment an Nadelholzprodukten produziert und vertreibt. Gemessen an Umsatz und Mitarbeiterzahl zählt die ante-Gruppe zu den wenigen Großunternehmen der deutschen Sägewerksbranche, die ansonsten durch eine Vielzahl von Klein- und Kleinstunternehmen geprägt ist. In der aktuellen Strukturerhebung vom Statistischen Bundesamt beschäftigten im Jahr 2020 von den erfassten 311 Sägewerksbetrieben in Deutschland lediglich 14 Betriebe mehr als 250 Mitarbeiter. 1 Das Geschäftsmodell der ante-Gruppe ist auf die Eigenverwertung von 100% des eingekauften heimischen Rundholzes (überwiegend Fichte, Kiefer, Douglasie, Lärche) ausgelegt. Dieses wird nahezu ausschließlich im regionalen Umfeld der Sägewerksstandorte Bromskirchen-Somplar sowie Rottleberode von den hier ansässigen privaten und staatlichen Forstbetrieben bezogen. Auf mehreren Hochleistungs-Sägelinien werden in einem hochintegrierten Produktionsprozess aus dem angelieferten Rundholz Bretter und Schnittholz produziert, welches an den jeweiligen Standorten zu Hobelware, Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz (BSH) und Brettsperrholz (BSP) weiterverarbeitet wird oder als Ausgangsmaterial zur weiteren Veredelung für das Segment Haus & Garten (Terrassendielen, Zäune, Carports, etc.) dient.
1 Statistisches Bundesamt: Fachserie 4 Reihe
4.1.2 (Berichtsjahr 2020)
Sämtliche dabei anfallenden Nebenprodukte (insbesondere Sägespäne und Hackschnitzel) werden produktseitig (Pellets) oder energetisch (in eigenen Heizkraftwerken) direkt am Standort weiterverwertet oder aber an nahegelegene Abnehmer (insbesondere Holzwerkstoffindustrie und Papierindustrie) geliefert, die wiederum eine vollständige Weiterverwertung vornehmen. Der Vertrieb der Fertigprodukte erfolgt sowohl indirekt über den Holzfachhandel und Baumärkte als auch direkt an industrielle und gewerbliche Kunden im In- und Ausland. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden nicht institutionalisiert in einer separaten organisatorischen Einheit statt, sondern erfolgen kunden- und produktionsnah durch Techniker und Produktmanager, die projektweise an entsprechenden Neu- oder Weiterentwicklungen im Produkt- und/oder Prozessbereich zusammenarbeiten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Überblick Die deutschen, europäischen und globalen Wirtschaftsaktivitäten waren im Jahr 2021 weiterhin von der weltweiten Pandemie beeinträchtigt, die von dem zuerst Ende 2019 in China aufgetretenen Covid-19-Virus verursacht wurde. Aufgrund des deutlichen Rückgangs des BIP im Vorjahr konnte mit zunehmender Anpassung an die Pandemielage aufgrund des allgemein erwarteten Aufholeffektes ein Wachstum des bereinigten BIP in Deutschland um 2,9% verzeichnet werden. Dieser Zuwachs blieb jedoch deutlich unterhalb der Erwartungen. Nachdem im ersten Quartal aufgrund des Basiseffektes, anhaltender Corona-Einschränkungen sowie aufgrund von Lieferkettenproblemen ein Rückgang des bereinigten BIP um -1,7% zu verzeichnen war, hellte sich das Bild im weiteren Jahresverlauf auf (Q2: +2,2%; Q3: +1,7%), bevor im letzten Quartal die Negativentwicklungen erneut überwogen (-0,3%). Im zweiten und dritten Quartal profitierte die deutsche Wirtschaft von Lockerungen in der Pandemiebekämpfung, die insbesondere im Einzelhandel, im Dienstleistungssektor und in der Tourismusbranche zu deutlichem Wachstum führten, während die Industrie weiterhin mit Lieferkettenproblemen bei wichtigen Vorprodukten (insbesondere Halbleitern) zu kämpfen hatte. 2 Das erneute Aufflammen von COVID-19 in Form der Omikron-Variante führte dann im vierten Quartal zu einer entgegengesetzten Entwicklung. Handel, Dienstleistung und Tourismus waren erneut mit Einbrüchen konfrontiert, die auch durch leichte Zuwächse in der Industrie nicht überkompensiert werden konnten. Die exportorientierte deutsche Industrie konnte in 2021 erneut von der Entwicklung in China profitieren, wo die Pandemie frühzeitig mit rigorosen Maßnahmen eingedämmt wurde. Die chinesische Wirtschaft wuchs in 2021 gemessen am BIP um 8,1%. 3 Auch die USA konnten mit einem BIP-Zuwachs von 4,7% deutlich besser abschneiden als die deutsche Wirtschaft. 4 Aber nicht nur gegenüber den Wirtschaftsmächten USA und China fiel das deutsche BIP-Wachstum ab - auch im Vergleich mit den übrigen Ländern im Euroraum (+5,3%) und in der gesamten EU (ebenfalls +5,3%) schnitt Deutschland schlechter ab. Irland (+13,7%), Kroatien (+10,5%) und Griechenland (+8,5%) konnten die höchsten Wachstumsraten erzielen, während Deutschland (+2,9%), Slowakei (+3,0%) und Tschechien (+3,3%) die Schlusslichter bildeten. 5 Die deutsche Bauindustrie als wichtigste Abnehmerbranche der Säge- und Holzindustrie erwies sich auch unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen erneut als sehr robust. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm um 7,5% zu, der im (bedeutendsten) Segment Wohnungsbau sogar um 8,8%. 6 Im Gegensatz zum Vorjahr war das Wachstum im Berichtsjahr ausschließlich preisgetrieben, die Preisentwicklung für die vom statistischen Bundesamt erhobenen ,Bauleistungen am Bauwerk' ist in 2021 mit +9,5% sprunghaft angestiegen. 7 Der Preisindex für einige wichtige, am Bau eingesetzte gewerbliche Produkte stieg nach Angaben des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie e.V. sogar deutlich höher: (Beton)Baustahl um 53,2%, Bauholz um 61,4% und Bitumen aus Erdöl um 36,1%. 8
3 Botschaft der Volksrepublik China in der
Bundesrepublik Deutschland: Pressemitteilung 19.01.2021
6 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.:
Baudatenkarte 2021 - Wichtige Baudaten 2021
7 Statistisches Bundesamt: Ausgewählte
Zahlen für die Bauwirtschaft, Januar 2022, 12.1.1.
8 Verband Deutsche Bauindustrie: Baudatenkarte
2021 - Wichtige Baudaten 2021
Die Zahl der in 2021 erteilten Baugenehmigungen für Wohngebäude, die auch ein vorlaufender Indikator für das laufende Jahr ist, stieg um 3,8%. Im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser stieg die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen sogar um 6,1%. Die Papier- und Zellstoffindustrie als wichtiger Abnehmer von Sägenebenprodukten konnte in 2021 von einer sehr positiven Nachfrageentwicklung und einer hohen Produktionsleistung der Sägeindustrie profitieren. Letztere führte aufgrund eines Überangebotes an Sägenebenprodukte zu einer günstigen Preisentwicklung auf der Input-Seite. Insgesamt wurden 2021 circa 23,1 Mio. Tonnen produziert und damit 8,3% mehr als in 2020. 9 Zusammen mit deutlich ansteigenden Preisen ergab sich für die Papier- und Zellstoffindustrie ein starkes Umsatzwachstum von 22,8% auf 15,5 Mrd. Euro. Die deutsche Säge- und Holzindustrie konnte ihren Umsatz im Berichtsjahr vor dem Hintergrund einer ungebrochenen Inlandsnachfrage und einer extremen Nachfrageausweitung im Ausland in 2021 sehr deutlich ausweiten. Extreme Preisanstiege in den USA, dem mit Abstand wichtigsten Exportmarkt, führten auch im Inland trotz einer erneuten Produktionsmengenausweitung zu hohen Preissteigerungen. Erstmals in den letzten 10 Jahren stieg die vom statistischen Bundesamt erhobene Zahl der Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke wieder an (+7,7% auf 335). Der Gesamtumsatz stieg um 41,9% auf 9,2 Mrd. Euro an. Der Anstieg im Inland betrug 36,1%, der im Ausland 53,8%. 10 Der Umsatz mit Produkten der Weiterverarbeitungsstufen (Konstruktionsteile aus Holz) stieg im Berichtsjahr dagegen nur moderat um 4,5%. 11
9 Verband Deutscher Papierfabriken e.V. -
Pressemeldung 01.03.2022
10 Statistisches Bundesamt: Beschäftigte u.
Umsatz der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe
11 Statistisches Bundesamt: Beschäftigte u.
Umsatz der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe
Die Rohstoffseite war insbesondere in der ersten Jahreshälfte wie bereits im Vorjahr von einem hohen - aber inzwischen rückläufigen - Schadholzaufkommen geprägt. Im Zuge der hohen Nachfrage in den Endmärkten zogen die Rundholzpreise im Verlauf des Jahres 2021 jedoch kontinuierlich an. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für Fichten-Rundholz (dem wichtigsten Rohstoff der Säge- und Holzindustrie) stieg im Jahresdurchschnitt um 26,6%. 12 Während im Januar noch ein Preisrückgang von -8,4% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, betrug die Preissteigerung im Dezember bereits 54,2%. 13 Aufgrund der starken Kapazitätsauslastung und den realisierten Absatzpreissteigerungen kann für 2021 jedoch trotz deutlich gestiegener Rundholzpreise von einer weiterhin positiven Ertragsentwicklung im deutschen Sägewerkssektor ausgegangen werden. Geschäftsverlauf Die ante-Gruppe konnte aufgrund kontinuierlicher Investitionen in den Vorjahren auch in 2021 die Auslastung erneut deutlich verbessern. Die Einschnitt-Leistung erhöhte sich im Berichtsjahr zum zehnten Mal in Folge auf nun 2,34 Mio. Festmeter (+14,9% gegenüber Vorjahr). Damit konnte der Rundholz-Einschnitt innerhalb von 4 Jahren mehr als verdoppelt werden (2017: 1,1 Mio. Festmeter). Im Zusammenspiel mit verbesserten Absatzpreisen konnte der Gesamtumsatz von 269,1 Mio. Euro (2020) auf 436,3 Mio. Euro (2021) gesteigert werden. Infolge eines starken Exportgeschäftes und hoher Preissteigerungen auf dem US-amerikanischen Markt stieg der Anteil des im Ausland erzielten Umsatzes um 11,1 Prozentpunkte von 30,6% (2020) auf 41,7% (2021). In absoluten Zahlen bedeutet dies eine Steigerung des Exportumsatzes um 100 Mio. Euro (von 82,3 Mio. Euro auf 182,0 Mio. Euro).
12 Statistisches Bundesamt: Erzeugerpreisindizes
d. Produkte d. Holzeinschlags (Jahre)
Auch in 2021 stand die verbesserte Ausschöpfung inner- und zwischenbetrieblicher Synergiepotentiale sowie die Verringerung der Absatzpreisvolatilitäten durch eine Steigerung der Weiterverarbeitungs- und Veredelungsquote (insbesondere Pelletierung) im Mittelpunkt der laufenden Optimierungsmaßnahmen. Vor dem Hintergrund der Marktopportunitäten in 2021 (insbesondere im wichtigen US-amerikanischen Markt) erfolgte die Produktionssteigerung in 2021 jedoch vor allem im Schnittholzsegment. Aufgrund der beschriebenen Mengen- und Preiseffekte steigerte die ante-Gruppe in 2021 den Umsatz im Schnittholzsegment um 115% auf circa 205 Mio. Euro. Der Anteil des Schnittholzsegmentes am Gesamtumsatz der ante-Gruppe stieg von 33,4% auf 45,2%. Alle übrigen Produktbereiche entwickelten sich im Berichtsjahr ebenfalls positiv oder stabil. Im Leimholzsegment konnten die Umsätze bei stark verbesserten Preisen gegenüber 2020 deutlich ausgeweitet werden (+45% auf nun 115 Mio. EUR). Im Haus- und Garten-Geschäft lag der Umsatz mit 35,5 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2020: 35,4 Mio. Euro). Auch der Pellet-Umsatz konnte trotz starken Preisdrucks (-11%) aufgrund von Kapazitätserweiterungen um 15% gesteigert werden. Die Versorgung mit Rundholz war in 2021 gesichert, auch wenn im Rundholz-Einkauf die oben beschriebenen, deutlichen Preissteigerungen zu verzeichnen waren. Der Holzeinschlag in deutschen Wäldern erreichte im Berichtsjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 83 Mio. Kubikmetern einen Höchststand. Anders als im Vorjahr war der Anteil des Holzeinschlages aufgrund von Waldschäden jedoch rückläufig. Er betrug in 2021 61% gegenüber 75% im Vorjahr. 81,4% hiervon entfielen auf insektenbedingten Schadholzeinschlag (Borkenkäfer), der Rest vor allem auf Trockenheit und Sturmschäden. 14 2.2. Wirtschaftliche Lage 2.2.1. Ertragslage Die Preissteigerungen im Rundholz-Einkauf führten im Berichtsjahr 2021 zu einer um 5,3 Prozentpunkte verringerten Rohertragsmarge. Sie erreichte im Berichtsjahr 52,5% (Vorjahr: 59,5%) der Gesamtleistung. Der absolute Rohertrag konnte jedoch aufgrund des gesteigerten Rundholz-Einschnitts und der außergewöhnlichen expansiven Preisentwicklung erneut signifikant gesteigert werden. Er stieg um 47,2% auf 232,1 Mio. Euro. Der Personalaufwand stieg unterproportional um circa 25% und lag bei 50,4 Mio. Euro nach 40,9 Mio. Euro in 2020. Die Personalaufwandsquote verringerte sich von 15,44% auf 11,4%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SbA) erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Absatzes um 33,4 Mio. Euro beziehungsweise um 39,9%. Die SbA-Quote im Verhältnis zur Gesamtleistung sank von 31,6% auf 26,5%. Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum um 3,6 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro, die Abschreibungsquote reduzierte sich von 7,3% auf 5,2% der Gesamtleistung. Bei der Interpretation der Aufwandsquoten sind die Preisentwicklungen am Absatzmarkt zu berücksichtigen, die zu deutlich überproportionalen Umsatzsteigerungen im Vergleich zu den realisierten Absatzsteigerungen geführt haben. Darüber enthält die Gesamtleistung des Berichtsjahres unter den sonstigen betrieblichen Erträgen einen außerordentlichen Buchgewinn von 10,8 Mio. Euro aus einem Immobilienverkauf am Standort Somplar. Auch dieser Effekt erhöht die Bezugsbasis der Aufwandsquoten. Bezogen auf die realisierte Absatzmenge (Kubikmeter Fertigware) fielen in 2021 sowohl höhere Frachtkosten wie auch ein höherer Instandhaltungsaufwand an. Das Finanzierungsergebnis entwickelte sich trotz des gestiegenen Geschäfts Volumens positiv und lag mit -1,6 Mio. Euro um 0,1 Mio. unterhalb des Vorjahreswertes. Ursächlich hierfür war erneut die geringere unterjährige Durchschnittsverschuldung aufgrund des starken operativen Cashflows. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte in 2021 mit 65,9 Mio. Euro erneut einen Rekordwert. Ertragsseitig konnte das gute Vorjahresergebnis aufgrund der positiven Absatzpreisentwicklung und den erneuten Mengensteigerungen erneut gesteigert werden. Bezogen auf den deutlich gesteigerten Umsatz entwickelten sich die zentralen Aufwandspositionen nur unterproportional. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg vor diesem Hintergrund um 126,2% auf 85,3 Mio. Euro, die erzielte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 19,3% (Vorjahr 14,2%). Das EBIT konnte aufgrund der reduzierten prozentualen Abschreibungsbelastung um über 238,7% auf 62,4 Mio. Euro gesteigert werden, die EBIT-Margc erreichte 14,13% (Vorjahr: 7,0%). Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 238,8% auf 47,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro). Die Prognose des Vorjahres ("leichte Steigerung in allen zentralen Leistungskennzahlen") konnte damit deutlich übertroffen werden. 2.2.2. Vermögens- und Finanzlage Anlagenseitig konnte das gestiegene Geschäftsvolumen im Wesentlichen unter Nutzung der vorhandenen Kapazitäten umgesetzt werden. Erweiterungsinvestitionen wurden insbesondere durch eine zusätzliche Pelletieranlage und Trockenkammer in Somplar (rd. 12 Mio. Euro) und den Ausbau der BSP-Anlagen in Rottleberode (rd. 15 Mio. Euro) getätigt. Ersatzinvestitionen im Berichtsjahr betrafen vor allem die Erneuerung des Rundholzplatzes in Somplar und Investitionen in die innerbetriebliche Logistik. Aufgrund der in 2021 getätigten Investitionen stieg der Buchwert der technischen Anlagen und Maschinen von 32,4 Mio. Euro (31.12.2020) auf 56,5 Mio. Euro (31.12.2021). Insgesamt stieg das Anlagevermögen im Berichtszeitraum von 76,0 Mio. Euro (31.12.2020) auf 110,2 Mio. Euro (31.12.2021). Bei der Betrachtung des Anlagevermögens sind auch die hohen und vorausschauenden Instandhaltungsaufwendungen einzubeziehen, die in 2021 mit rd. 49 Mio. Euro (2020: circa 32 Mio. Euro) zum langfristigen Werterhalt beitrugen. In der Säge- und Holzindustrie liegt der bilanzielle Anlagenwert häufig deutlich unterhalb des Zeitwertes, was eine hohe Bilanzqualität im Anlagevermögen gewährleistet. Die sonstigen Ausleihungen der ante-Gruppe betrugen zum Stichtag 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Euro). Diese Position betrifft ein langfristiges Darlehen, welches im Berichtsjahr ausgereicht wurde. Das Umlaufvermögen betrug zum Ende des Berichtszeitraumes 76,3 Mio. Euro (Vorjahr: 57,4 Mio. Euro). Bei nahezu unverändertem Kassenbestand stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere aufgrund der Preisentwicklungen um 5,2 Mio. Euro auf 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro) an. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Berichtsjahr aufgrund erhöhter Steuerforderungen um 6,9 Mio. Euro auf 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro) an. Das bilanzielle Vorratsvermögen erhöhte sich aufgrund gestiegener Bewertungspreise zum Stichtag um 8,3 Mio. Euro auf 45,6 Mio. Euro beziehungsweise um 22,6% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Berichtsjahr aufgrund umfangreicher Neuinvestitionen und einer ausgezeichneten Entwicklung des Konzernbilanzgewinns um 53,1 Mio. Euro auf 186,7 Mio. Euro (Vorjahr: 133,6 Mio. Euro). Auf der Passivseite konnte das Eigenkapital der ante-Gruppe erneut gestärkt werden. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Berichtsjahres 42,24% (Vorjahr: 29,2%). Die Berechnung schließt dabei ein gesellschafterseitig gehaltenes Genussrechtskapital ein. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ohne Einbeziehung von Genussrechtskapital stieg ebenso deutlich von 29,2% auf 39,1%. Die Rückstellungen stiegen um 11,4 Mio. Euro auf 21,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio Euro), wovon mehr als die Hälfte auf erhöhte Steuerrückstellungen (+6,1 Mio. Euro) zurückgeht. Die verbliebene Steigerung entfällt auf die sonstigen Rückstellungen (+5,3 Mio. Euro). Diese betreffen insbesondere erhöhte Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (+3,0 Mio. Euro) und Erlösschmälerungen (+0,4 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung nahmen unter anderem aufgrund gestiegener Rundholzpreise um 6,4 Mio. Euro auf 28,6 Mio Euro (Vorjahr: 22,2 Mio. Euro) zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern erhöhten sich infolge nicht entnommener Gewinnanteile aus konzernzugehörigen Personengesellschaften um 5,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Euro). Die Bankverbindlichkeiten wurden infolge planmäßiger Tilgungen und einer verstärkten Innenfinanzierung um 7,1 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro (Vorjahr: 35,6 Mio. Euro) reduziert. Die seit dem 1.11.2018 bestehende Konsortialfinanzierung wurde in 2020 um eine Investitionstranche ergänzt und zudem bis zum 30.09.2025 verlängert. Zugleich wurden in 2020 die Konditionen entsprechend der seit 2018 veränderten Zinslandschaft und einem verbesserten Rating der ante-Gruppe neu vereinbart. Zum 31.12.2021 betrug der Kreditrahmen insgesamt 73,5 Mio. Euro. Damit ist eine ausreichende finanzielle Flexibilität für die weitere Entwicklung der ante-Gruppe in den nächsten Jahren gewährleistet. 2.2.3. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die ante-Gruppe 1.000 Mitarbeiter (Vorjahr: 864) und 43 Auszubildende (Vorjahr: 27). 81 % der Mitarbeiter (exklusive Auszubildende) entfallen auf den gewerblichen Bereich. Nach Standorten sind 323 (Vorjahr: 251) Mitarbeiter dem Standort Rottleberode, 90 (Vorjahr: 118) dem Standort Kozuchów und 587 (Vorjahr: 495) dem Standort Somplar (inkl. Winterberg) zuzuordnen. 2.2.4. Leistungsindikatoren Die ante-Gruppe verwendet derzeit als Leistungsindikatoren auf Konzernebene vor allem die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis (EBIT) sowie das Konzernjahresergebnis. 2.3. Gesamtaussage Die ante-Gruppe konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 bei guter Rundholzversorgung die sich am heimischen und internationalen Absatzmarkt bietenden Chancen nutzen und den Gruppenumsatz erneut und sehr deutlich auf einen historischen Höchststand steigern. Der zielgerichtete Kapazitätsausbau der vergangenen Jahre, eine nochmalige Verbesserung der Kapazitätsauslastung und die permanente Verbesserung aller Produktionsprozesse gewährleisten dabei einen effizienten Verwertungsprozess, was sich auch auf der Ergebnisseite des abgelaufenen Geschäftsjahres widerspiegelt. 3. Chancen-, Risiken- und Prognosebericht 3.1. Chancen und Risiken der Gesamtwirtschaft und Branche Der allgemeine Ausblick auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in 2022 ist zum Zeitpunkt der Berichterstellung durchwachsen. Die COVID-19-Pandemie verursacht noch immer erhebliche Friktionen in den internationalen Lieferketten. Shanghai als eines der zentralen chinesischen Handelszentren und Hafenstädte ist aktuell aufgrund der Pandemie von der Außenwelt abgeriegelt. Darüber hinaus sind mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine weitere große Unsicherheitsfaktoren auf den Plan getreten. 15 Die Europäische Union hat umfangreiche wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Weißrussland erlassen, welche bei einer Reihe von Unternehmen zu einer nahezu kompletten Einstellung des Geschäftes in diesen beiden Ländern geführt hat. Russland wiederum hat die Energieexporte (Erdgas, Erdöl) nach Europa gedrosselt und damit zu extremen Preissteigerungen im Energiebereich beigetragen. Sowohl die EU und Deutschland als auch Russland schließen einen Importstopp (bzw. Exportstopp) für russisches Erdöl und/oder Erdgas nicht aus. Vor diesem Hintergrund wird zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung lediglich von einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft ausgegangen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet für Deutschland ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Umfang von 1,8% in 2022 und von 3,6% für 2023. 16 Die Bundesregierung rechnet in einer aktualisierten Prognose für 2022 mit 2,2% Wachstum und für 2023 mit 2,5%. 17 Positive Aspekte sieht der Sachverständigenrat weiterhin im stabilen Arbeitsmarkt sowie im privaten und staatlichen Konsum. Überschattet werden diese Aspekte jedoch von einer sprunghaft gestiegenen Inflation, die im März 2022 den Wert von 7,3% erreichte. 18 Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der Sachverständigenrat eine allgemeine Verbraucherpreisinflation von 6,1%, insbesondere aufgrund hoher Energiepreise und einer noch ausstehenden Überwälzung erhöhter Erzeugerkosten in 2021. Die Inflationsthematik könnte anstehende Tarifverhandlungen negativ beeinflussen und im schlimmsten Fall zu einer Lohn-Preis-Spirale führen. 19 Die genannten Faktoren haben im 1. Quartal 2022 zu einem lediglich geringen Wachstum des realen BIP gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,2% geführt. Gegenüber dem Vorkrisen-Niveau (4. Quartal 2019) ergab sich im 4. Quartal 2021 damit noch immer ein Rückgang um 1,1% und auch aktuell (1. Quartal 2022) liegt das bereinigte BIP noch immer um 0,9% unter dem des 4. Quartals 2019. 20
16 Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Pressemeldung
30.03.2022
20 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.
N014 vom 17.03.2022
In den meisten übrigen Mitgliedsländern der Europäischen Union und auch in den USA konnte das Vorkrisenniveau bereits im 4. Quartal 2021 wieder erreicht oder übertroffen werden. 21 Die USA rechnen in den aktuellen Wirtschaftsprojektionen der Federal Reserve Bank (FED) mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8% für 2022 und 2,2% für 2023. 22 Der International Monetary Fund (IMF) prognostiziert das BIP-Wachstum in den USA im laufenden Jahr höher (+3,7%) und in 2023 ähnlich hoch wie die FED (+2,3%). Für China erwartet der IMF in 2022 ein BIP-Wachstum in der Höhe von nur noch 4,4% (für 2023: 5,1%), während für den Euroraum ein BIP-Wachstum von 2,8% prognostiziert wird. 23 Der deutsche Sachverständigenrat prognostiziert für den Euroraum einen ähnlich hohen Zuwachs (+2,9%). 24 Der Ausblick für die Holzverarbeitungsbranche bleibt vor dem Hintergrund der aktuellen Unsicherheiten positiv, auch wenn die Branche insbesondere mit Logistikengpässen und steigenden Energiepreisen konfrontiert ist. 25 Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes erwartet für 2022 für den Bausektor ein "schwieriges Jahr". Nach Aussagen des Verbandes erwarten "weniger als ein Viertel unserer Bauunternehmen in 2022 noch höhere Umsätze, gut 40% hingegen niedriger Umsätze als in 2021. 26 Allerdings ist aufgrund des ungebrochenen Trends zur Holzbauweise auch weiterhin mit einem steigenden Anteil des Holzhaus zu rechnen. 27
21 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.
N014 vom 17.03.2022
27 Holzbau Deutschland. Bund Deutscher
Zimmermeister: Lagebericht 2021
In der konjunkturnahen Holzverpackungsmittel-Branche rechnen wir mit einer Absatzentwicklung im Korridor der positiven gesamtwirtschaftlichen Wachstumsentwicklung. Den Pellet-Markt sehen wir weiterhin als wachsend und attraktiv an. Nach Angaben des Deutsche Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) wurde in 2021 in Deutschland die Rekordmenge von 3,4 Mio. Tonnen Pellets produziert (+8,1%). 28 Der Absatz von Pelletheizungen betrug 86.500 neue Anlagen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 40% entspricht. Damit waren in Deutschland Ende 2020 570.000 Pelletfeuerungen in Betrieb. Für 2022 wird seitens des DEPV aufgrund der ambitionierten Klimaziele sowie attraktiver Förderbedingungen mit einer erneuten Steigerung des Zubaus an Pelletheizungen um 91.000 Stück gerechnet. 29 Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Bereich Pellets tendenziell eine steigende Nachfrage bei weitgehend stabilen Preisen. Im ersten Quartal 2022 ist weiterhin eine gute Nachfrage bei weiterhin auskömmlichen Preisen zu verzeichnen. Die Ertragslage im Sägewerkssektor kann jedoch durch gestiegene Rundholzpreise und höhere Kosten (insbesondere für Energie, Transport und Personal) beeinträchtigt werden. Für das verbleibende Jahr wird insbesondere die weitere Entwicklung der inländischen und internationalen Baukonjunktur entscheidend für den Branchenerfolg werden.
28 Deutscher Energieholz und Pellet-Verband e.V.
(DEPV): Pressemitteilung 20.02.2022
Neben den Marktrisiken auf der Beschaffungs- und Nachfrageseite bestehen für die Baubranche wie auch für die Säge- und Holzindustrie Risiken im anhaltenden Fachkräftemangel. In Summe ergibt sich jedoch aus unserer Sicht auf mittlere Sicht ein tendenziell positives Bild der Geschäftsentwicklung in der Holzindustrie. 3.2. Unternehmensrisiken Die Hauptrisiken der ante-Gruppe liegen vor allem in der Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Rundholz, der Verfügbarkeit ausreichender Fracht- und Logistik-Kapazitäten, der weiteren Preisentwicklung im Logistik- und Energiesektor sowie in der zunehmenden Konzentration des nationalen und internationalen Wettbewerbs. Darüber hinaus ist auch die ante-Gruppe in ihrer Weiterentwicklung abhängig von der Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte. Die Absicherung der Rundholzversorgung erfolgt über die enge Zusammenarbeit mit den lokalen staatlichen und privaten Forstbetrieben. Kurz- bis mittelfristig sehen wir die Rundholzversorgung als ausreichend gesichert an. Langfristig streben wir zur Sicherstellung einer ausreichenden Rundholzversorgung auch eine Verbreiterung der Beschaffungsbasis im In- und Ausland an. Dem Risiko der Frachtkapazitäten-Sicherung begegnen wir mit der frühzeitigen Kontrahierung entsprechender Volumina sowie der bewussten Beibehaltung eigener Frachtkapazitäten. Die Preisrisiken bei Energie adressieren wir unter anderem über die Erweiterung und Optimierung eigener Kraftwerkskapazitäten. Dem derzeitigen Mangel an qualifizierten Fachkräften begegnen wir durch ein verstärktes Personalmarketing, der Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsunternehmen und der verstärkten Beauftragung externer Personalberatungsunternehmen. Die zunehmende Wettbewerbskonzentration sehen wir als Risiko, aber auch als Chance. So bietet die weitergehende Branchenkonsolidierung einerseits externe Wachstumschancen, würde im Falle eigenen, unterdurchschnittlichen Wachstums jedoch auch die Gefahr mit sich bringen, kostenseitig an relativer Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Wir beobachten unser Wettbewerbsumfeld vor diesem Hintergrund kontinuierlich, um entsprechende Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und unsere Wettbewerbsstrategie entsprechend anzupassen. Gegen operative Risiken im Leistungsprozess bestehen branchenübliche Risikoversicherungen im angemessenen Umfang (Brand, Betriebsunterbrechung, Zahlungsausfall, etc.). Die aufgeführten Branchen- und Unternehmensrisiken werden durch die Unternehmensleitung im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes überwacht und gesteuert. Die Geschäftsführung wird dabei durch den Beirat der ante-Unternehmensgruppe beratend unterstützt. 3.3. Prognosebericht Durch das weiterhin im Umfeld der gruppeneigenen Sägewerksstandorte verfügbare Rundholz aus Kalamitäten gehen wir davon aus, dass zumindest im laufenden Geschäftsjahr eine gute Versorgung gesichert ist. Wir erwarten etwas verbesserte Durchschnittsqualitäten des verfügbaren Rundholzes und eine stabile Preislage im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2021. Die weitgehend stabile Entwicklung der Bauwirtschaft (insbesondere in Deutschland) und den anhaltenden Trend zum Holzbau sehen wir als Indikatoren für eine weiterhin positive Entwicklung auf der Absatzseite. Der fortlaufende Ausbau unserer internen Weiterverarbeitung macht uns darüber hinaus weniger abhängig von preisvolatilen Abnehmerbranchen wie z.B. der Papier- oder Holzwerkstoffindustrie. Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von einem leichten Rückgang in den zentralen Leistungskennzahlen (Umsatzerlösen, EBIT, Konzernjahresüberschuss) gegenüber dem außergewöhnlich starken Berichtsjahr 2021 aus. Durch eine Fortsetzung unserer vorausschauenden Investitionspolitik und weiteren Optimierungen im Working-Capital-Management erwarten wir für 2022 und 2023 jeweils einen moderaten Anstieg des Anlagevermögens bei weitgehend stabilem Working Capital. Mit einem derzeitigen Nettoverschuldungsgrad von 0,4 x EBITDA, verbunden mit einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 42,2% und einem hohen operativen Cashflow, sehen wir die ante-Gruppe auch zukünftig für die Umsetzung unserer langfristigen Wachstumsstrategie gut aufgestellt.
Winterberg, den 16. Mai 2022 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses 1. Der Konzernabschluss der ante Holding GmbH & Co. KG (nachfolgend kurz "ante Holding" oder "Mutterunternehmen") für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernanhangs erfolgte unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB. Die ante Holding GmbH & Co. KG, Winterberg, ist im Handelsregister mit der HRA 7717 registriert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Mit dem Ziel, in der Unternehmensgruppe ante eine Holding-Struktur einzuführen, wurden mit notariellem Vertrag vom 11. August 2015 alle bisher direkt oder indirekt von den Kommanditisten der ante Holding gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen an den Unternehmen der ante Gruppe, auf der Grundlage der Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2014 mit Wirkung zum Stichtag 2. Januar 2015, zum Buchwert des wirtschaftlichen Eigenkapitals in die Muttergesellschaft eingebracht. Die ante Holding war daher erstmals für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtet einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den §§ 290 ff. HGB aufzustellen. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst unverändert zum Vorjahr die ante Holding als Muttergesellschaft* sowie die folgenden zehn inländischen Tochtergesellschaften und eine ausländische Tochtergesellschaft, deren Anteile zum 31. Dezember 2021 alle zu 100 % direkt oder indirekt von der ante Holding gehalten werden: a) Inland
b) Ausland
An weiteren Gesellschaften ist die ante Holding weder unmittelbar noch mittelbar beteiligt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 6 Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Abschreibung von Zugängen innerhalb des Geschäftsjahres erfolgte zeitanteilig. 2. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sowohl degressiv als auch mit Übergang zur linearen Methode bei sich ergebener höherer Abschreibung auch linear abgeschrieben. Die Abschreibung von Zu- und Abgängen innerhalb des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig. Bei bestimmten technischen Anlagen und Maschinen wird bei der Bemessung des Abschreibungssatzes eine mehrschichtige Nutzung berücksichtigt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 betragen, wurde bis zum 31. Dezember 2018 ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Seit dem 1. Januar 2019 wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG angewendet, wonach geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von netto EUR 250,00 bis EUR 800,00 im Jahr des Zugangs direkt in voller Höhe abgeschrieben werden. Die Abschreibungen erfolgen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer:
3. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert. 4. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Abschlussstichtag angesetzt. 5. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Ausgehend von den Verkaufserlösen der Artikelgruppen wurden im Rahmen einer retrograden Ermittlung der Herstellungskosten angemessene Abschläge für nicht aktivierungspflichtige Aufwendungen vorgenommen. Eine verlustfreie Bewertung ist gewährleistet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. 6. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Drohende Ausfälle bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde im Hinblick auf das latente Kreditrisiko unter Berücksichtigung der gebildeten Einzelwertberichtigungen zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung gebildet. 7. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 8. Der Komplementäranteil verändert sich im Zuge von vereinnahmten Haftungsvergütungen und sonstigen Verrechnungen mit der Komplementärgesellschaft des Mutterunternehmens. Die Kommanditeinlagen sind zum Nennwert bilanziert und entsprechen den Kommanditeinlagen des Mutterunternehmens. 9. Der ausgewiesene Sonderposten für Investitionszuschüsse entfällt auf öffentliche Finanzierungshilfen des Landes Sachsen-Anhalt für Investitionen in den Jahren 2006 bis 2008 (Investitionsphase I), den Jahren 2010 bis 2018 (Investitionsphase II) sowie bereits bewilligte Zuschüsse für Investitionen für die Jahre 2018 bis 2021 (Investitionsphase III/BSP). Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Abschreibung der bezuschussten Investitionen. 10. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Der für die Rückstellungsberechnung verwendete Rechnungszinssatz p.a. beträgt dabei nach dem 10-Jahres-Durchschnitt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB 1,87 %. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 3,0 % berücksichtigt. Der für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete Rechnungszinssatz p.a. nach dem 7-Jahres-Durchschnitt beträgt 1,35 %. Der sich danach zum 31. Dezember 2021 ergebende ausschüttungsgesperrte Betrag aus diesem Sachverhalt beläuft sich auf EUR 28.969,00 (Vorjahr: EUR 40.115,00). 11. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 12. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. 13. Steuerbe- und Steuerentlastungen, die sich aus unterschiedlichen und sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauenden handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben, werden - soweit vorhanden - grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Auf einen Ansatz bei sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB verzichtet. 14. Die Währungsumrechnung zum Abschlussstichtag von auf fremder Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 256a HGB. Die Umrechnung der Aktiv- und Passivposten des in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 308a HGB. IV. Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist in dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügtem Brutto-Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle hierunter ausgewiesenen Forderungen sind mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr fällig. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt und entsprechen dem Finanzmittelfonds. Zur Entwicklung der Flüssigen Mittel wird zusätzlich auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. 4. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Garantieverpflichtungen (4.275 TEUR), noch nicht abgerechnete Erlösschmälerungen (2.300 TEUR), noch abzugeltende geleistete Mehrarbeit (658 TEUR), Urlaubslöhne und -gehälter (1.036 TEUR), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (447 TEUR) sowie interne und externe Jahresabschlusskosten (277 TEUR). 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Forderungsabtretungen und durch Sicherungsübereignung des Sachanlagevermögens und des Vorratsbestands gesichert. Die Verbindlichkeit aus Genussrechten resultiert zum 31. Dezember 2021 aus einer Genussrechtsvereinbarungen über TEUR 6.915 (Vorjahr: TEUR 6.915), welche eine Kapitalüberlassung des nachrangigen Gläubigers gegen eine feste Vergütung auf eine befristete Laufzeit festlegt. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 6.414 (Vorjahr: TEUR 3.266) durch Gegenstände des Anlagevermögens dinglich gesichert. 6. Latente Steuern Der nach dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht ausgewiesene Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 47 resultiert bei einem unveränderten Steuersatz von 29,125 % bzw. 13,00 % aus folgenden Sachverhalten: a) Steuersatz von 29,125 % (latente Steuern nach § 274 HGB) Bei den Pensionsrückstellungen ist ein Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 161 gegeben, der zu aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 47 geführt hat. b) Steuersatz von 13,00 % (latente Steuern nach § 306 HGB) Aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen ergab sich bei den Vorräten zwischen dem handelsrechtlichen Wertansatz lt. Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz zum 31. Dezember 2021 kein Bewertungsunterschied, der zu aktiven latenten Steuern geführt hätte. Die latenten Steuersalden haben im Geschäftsjahr 2021 folgende Entwicklung genommen (§ 314 Nr. 22 HGB):
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsätze vor Erlösschmälerungen in den einzelnen Produktsegmenten stellen sich wie folgt dar:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 317) sowie außergewöhnliche Erträge aus Immobilienveräußerungen in Höhe von TEUR 10.760 (Vorjahr: TEUR 0) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 287). Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf der Basis aktueller Verkehrswertgutachten und voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3.833). Der Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 beträgt TEUR 46.962 (Vorjahr: TEUR 13.862). VII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung erfolgt in Anlehnung an den DRS 21. VIII. Sonstige Pflichtangaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter:
2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zur Erhöhung der Liquidität werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoring-Unternehmen verkauft. Stromerlöse, Akkreditive und private Endkunden sind hiervon ausgenommen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr TEUR 371). 4. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 116 (Vorjahr TEUR 111) und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. 5. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin der Muttergesellschaft ist die ante Holding Beteiligungs GmbH, Winterberg. Deren Stammkapital beträgt EUR 25.000,00. Sie ist bei keiner weiteren Gesellschaft persönlich haftend. 6. Geschäftsführung Die Geschäftsführung bei der Muttergesellschaft erfolgt durch die ante Holding Beteiligungs GmbH, Winterberg, diese wiederum handelt durch ihre Organe. Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft waren im Geschäftsjahr 2021
Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 477 (Vorjahr TEUR 476). Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. IX. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. X. Nachtragsbericht Mit dem russischen Angriffskrieg auf das Nachbarland die Ukraine sind große Unsicherheitsfaktoren auf den Plan getreten. Die Europäische Union hat umfangreiche wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Weißrussland erlassen, welches bei einer Reihe von Unternehmen zu einer nahezu kompletten Einstellung des Geschäftes in diesen beiden Ländern geführt hat. Russland wiederum hat die Energieexporte (Erdgas, Erdöl) nach Europa gedrosselt und damit zu extremen Preissteigerungen im Energiebereich beigetragen. Sowohl die EU und Deutschland als auch Russland schließen einen Importstopp (bzw. Exportstopp) für russisches Erdöl und/oder Erdgas nicht aus. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen zum Zeitpunkt der Berichterstattung ansonsten nicht vor.
Winterberg, den 25. Mai 2022 ante Holding GmbH & Co.KG gez. Jürgen Ante gez. Julia Ante gez. Jörn Kimmich Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ante Holding GmbH & Co. KG, Winterberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ante Holding GmbH & Co. KG, Winterberg, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ante Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 30. Mai 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Krüger, Wirtschaftsprüfer |
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