SBI-IS Insurance Services GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Norbert Kruse seit 21.1.2008 | Geschäftsführer |
Maria Engel seit 20.6.2007 | Geschäftsführer |
Janos Lepsics seit 20.6.2007 | Prokura |
Thomas Becker seit 11.11.2005 | Prokura |
Angelika, geb. Norda Norda-Jaath seit 24.3.2004 | Prokura |
Martin Ritter seit 24.3.2004 | Prokura |
Thomas Wetzlar seit 24.3.2004 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SBI-IS Insurance Services GmbHKölnJahresabschluss zum 30. September 2006LageberichtVorbemerkungDie SBI-IS Insurance Services GmbH ist eine Beteiligungsgesellschaft von Siemens Business Services & Co. OHG (SBS). Die SBS hält 100% der Anteile. SBI-IS ist organisatorisch innerhalb der SBS Business Unit Operation Related Services (ORS) Deutschland integriert. Durch das Portfolio der SBI-IS findet eine Fokussierung auf die Branche Financial Services (insbes. Versicherungen) statt. Im Rahmen des Geschäftsauftrages hat sich die SBI IS auf den Kunden Gerling konzentriert und als Delivery Einheit der SBS auf den Betrieb von branchenspezifischen Betreiberleistungen (Outsourcing und Outtasking) für IT-Infrastrukturen und -lösungen spezialisiert. Die SBI-IS verfügt über keine eigenen Vertriebskapazitäten. Die SBI-IS arbeitet eng mit den Vertrieben der SBS ORS und der Regionalorganisation der Siemens AG zusammen. Hauptkunde der SBI-IS ist die Gerling AG, einschließlich der angeschlossenen Konzerngesellschaften. Geschäftsentwicklung im GeschäftsjahrDurch die Vertragsgestaltung mit dem Hauptkunden Gerling, der einen festen Umsatzanteil enthält und eine Abrechnung von Mehrmengen ermöglichte, verlief die Geschäftsentwicklung entsprechend der Planung. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres, welcher ausschließlich mit dem Kunden Gerling erzielt wurde, beläuft sich auf TEUR 51 794. Damit wurde der geplante Umsatz um TEUR 1.805 überschritten. Die Gesamtkosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2006 auf TEUR 49 224. SBI-IS weist damit einen Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 2.522 aus und erreichte das geplante Ergebnis. Die vertriebliche Zusammenarbeit mit der SBS und den Regionalorganisationen der Siemens AG führte zu keinem Vertragsabschluss mit weiteren Kunden der Branche. Dies führte jedoch nicht zu Mindereinnahmen gegenüber dem Budget, da auch bei der Planung der Umsatzerlöse nur der Kunde Gerling im Fokus stand. Der Verkauf der Gerling AG an die Talanx Holding hatte bislang noch keine Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung. Im laufenden Geschäftsjahr hat die SBI IS den Prozess der kontinuierlichen Kundenzufriedenheitsumfrage etabliert, der damit regelmäßiges Feedback über die Servicequalität liefert. Über dieses Instrument kann die Servicequalität und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kunden gefördert werden. Personal Zum 30. September 2006 betrug die Mitarbeiterzahl der SBI-IS 232 Mitarbeiter (bzw. 226,32 rechnerische Mitarbeiter). Die Reduzierung des Mitarbeiterstands gegenüber dem 30. September 2005 um 29 Mitarbeiter ist im Wesentlichen auf die begonnene Umsetzung der im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Mit der Fortführung des Restrukturierungsprogramms im kommenden Geschäftsjahr wird mit einem weiteren Abbau von Mitarbeitern gerechnet. Die Mitarbeiter verfügen über sehr spezielle Kenntnisse über die Prozesse und Abläufe des Hauptkunden. Dies ist ein wesentlicher Faktor bei der Leistungserstellung, der sich im Erreichen der vertraglich festgelegten Service Level Agreements (SLA) widerspiegelt. Dieses Detailwissen über die Prozesse und die Bedürfnisse an eine IT innerhalb der Versicherungsbranche ist in Bezug auf mögliche potenzielle Kunden der gleichen Branche ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor. Neben dem Branchenwissen kommt auch das Mitarbeiter-Know-how im IBM Umfeld zum Tragen. In den zwölf Monaten des Geschäftsjahres wurden in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter TEUR 128 (i. Vj. TEUR 66) investiert. Investitionen Im Geschäftsjahr betrug das Investitionsvolumen TEUR 5.325 (i. Vj. TEUR 2.963), wobei der überwiegende Teil der Investitionen für Kundenprojekte verwendet worden ist. Demgegenüber haben die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 6.645 (i. Vj. TEUR 5.934) zu einem Rückgang des Netto-Anlagevermögens geführt. Lage der GesellschaftErtragslage Der Unternehmensumsatz betrug im Geschäftsjahr TEUR 51.794. Im Vergleich zu den auf zwölf Monate hochgerechneten Umsatzerlösen des Vorjahres wurde damit ein Umsatzanstieg um TEUR 2.281 erzielt. Obwohl sich der vertraglich festgelegte Basisumsatz im Vergleich zum ersten Vertragsjahr weiter um 5% reduziert hat, konnte der Umsatz im Geschäftsjahr gesteigert werden. Ein wesentlicher Teil des Mehrumsatzes wurde im Wesentlichen durch eine nicht geplante Kundenbestellung im Bereich Rechenzentrumsleistung erzielt. Neben dem festgelegten Basisumsatz konnten, wie vertraglich vereinbart, darüber hinaus Mehrmengen nach Vergütungstabelle abgerechnet werden, was zu einem Umsatzanstieg in Höhe von TEUR 250 geführt hat. Darüber hinaus wurden durch die Weiterverrechnung variabler Telekommunikationsgebühren Erlöse in Höhe von TEUR 2.383 erzielt. Die Aufwandsentwicklung nach Funktionskosten ergibt folgendes Bild:
1) In den Aufwendungen sind insgesamt TEUR 6.490
(i. Vj. TEUR 3.162) Transformationskosten enthalten.
Der Rückgang der Umsatzkosten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.010 ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr gebildete Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 6.616 zurückzuführen. Weiterhin hat die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2006 zu einem Rückgang des Mitarbeiterbestands von durchschnittlich 261 auf 243 und folglich zu einer Verringerung des Personalaufwands beigetragen. Der durch die geringe Investitionstätigkeit des Vorjahres begründete Rückgang der planmäßigen Abschreibungen gegenüber den hochgerechneten Abschreibungen des Vorjahres hat darüber hinaus zu einer Reduzierung der Umsatzkosten um TEUR 1.268 geführt. Demgegenüber haben einmalig angefallene Transformationskosten in Höhe von TEUR 6.490 (i. Vj. TEUR 2.401) die Umsatzkosten des Geschäftsjahres belastet. Das niedrige Niveau der Vertriebskosten im Geschäftsjahr 2006 in Höhe von TEUR 57 ist auf die nicht vorhandenen eigenen Vertriebskapazitäten der Gesellschaft zurückzuführen. Im Rahmen der Vorbereitung, Verhandlung und Nachbereitung des IT-Auslagerungsvertrages wurden im Vorjahr Vertriebskosten in Höhe von TEUR 210 fällig. Die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsjahres sind um TEUR 1.518 gesunken. Ursächlich hierfür sind die im Vorjahr bei der Eingliederung der Gesellschaft in den Siemens-Konzern angefallenen Transformationskosten. Darüber hinaus werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 729 gezeigt, die sich aus einer Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG für das im Wege der Gesamtrechtsnachfolge übernommene Anlagevermögen ergeben. Der Anstieg der Cash-Pool-Forderungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.739 hat aufgrund der Verzinslichkeit auch eine positive Auswirkung auf die Zinserträge, welche im Vergleich zu den hochgerechneten Zinserträgen des Vorjahres um TEUR 130 gestiegen sind. Darüber hinaus führten im ersten Quartal des Vorjahres für ein Darlehen angefallene Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 108 zu einer Belastung des Zinsergebnisses. Im Geschäftsjahr 2006 bestanden keine verzinslichen Darlehensverpflichtungen. Trotz der Belastung des Jahresergebnisses durch die Transformationsaufwendungen hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2006 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2 522 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2006 konnte die SBI-IS sowohl den Umsatz mit dem Kunden als auch das Ergebnis entsprechend den Planvorgaben erzielen. Vermögenslage SBI IS weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 6.380 aus. Die um diesen Posten bereinigte Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 31.413 und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.146 (11%) angestiegen. Der Anstieg der um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag bereinigten Bilanzsumme von TEUR 3.146 resultiert zum einen aus dem Anstieg der Forderungen gegen Verbundene Unternehmen. Diese betreffen Forderungen an die Siemens AG (Bereich SFS) aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 4.739. Bedingt durch die Zahlungsvereinbarungen in im Geschäftsjahr abgeschlossenen Lieferantenverträgen ist der aktive Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 446 angestiegen. Demgegenüber ist das Anlagevermögen im Wesentlichen abschreibungsbedingt um TEUR 1.321 auf TEUR 12.306 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 488 auf TEUR 4.728 gesunken. Sie betreffen ausschließlich die Forderungen gegen den Hauptkunden aus dem IT-Auslagerungsvertrag. Der Rückgang der Forderungen ist auf ein konsequent umgesetztes Cash Management zurückzuführen. Auf der Passivseite sind im Wesentlichen die Sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.951 auf TEUR 5.885 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 3.129 zurückzuführen. Der verbleibende Rückstellungsbetrag wird für noch nicht abgeschlossene Verträge in das nächste Geschäftsjahr übertragen. Demgegenüber sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.575 auf TEUR 2.927 gestiegen. Ursächlich hierfür ist die Umstellung und Reduzierung der Termine zur Auszahlung von Verbindlichkeiten der SBI-IS gegenüber ihren Lieferanten. Des Weiteren sind die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.084 gestiegen. Diese Entwicklung beruht auf der Bildung einer Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern aus bereits vertraglich vereinbarten, jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlten Restrukturierungsgehältern (TEUR 1.170, i. Vj. TEUR --). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie im Vorjahr eine Vorauszahlung, die für Leistungen im Rahmen des IT-Auslagerungsvertrages zu erbringen sind. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln im Rahmen des Cash-Managements liegt bei EUR 13,6 Mio. und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,7 Mio. gesteigert werden. Der Anstieg der liquiden Mittel resultiert aus einem deutlich positiven Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit. Auch das konsequent umgesetzte Cash-Management gegenüber dem Kunden sowie die Umstellung der Zahlungstermine für Lieferanten haben tendenziell zu einem Anstieg des Finanzmittelbestands beigetragen. Das im Vorjahr von der SBS ausgereichte und mit Rangrücktritt behaftete Darlehen in Höhe von TEUR 16.717 bestand am Bilanzstichtag in unveränderter Höhe fort. Durch den Finanzverbund mit der SFS ist die Finanzierung der Gesellschaft gesichert. Voraussichtliche Entwicklung im kommenden GeschäftsjahrTrotz des vertraglich vereinbarten Rückgangs der Basisumsätze um 5% wird im kommenden Geschäftsjahr ein vergleichbares Umsatzvolumen wie in diesem Geschäftsjahr erwartet. Die Reduzierung der Basisumsätze soll durch Mehrmengen des Kunden kompensiert werden. Nach den in den vergangenen zwei Jahren angefallenen Transformationskosten von insgesamt TEUR 9.652 wird im kommenden Geschäftsjahr und dritten Vertragsjahr des IT-Auslagerungsvertrages mit deutlich sinkenden Aufwendungen gerechnet. Für das nächste Geschäftsjahr wird somit ein deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses erwartet. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Abhängigkeit von einem Hauptkunden stellt ein potenzielles Risiko dar, welches derzeit durch die vorhandene Umsatzgarantie und den abgeschlossenen Rahmenvertrag begrenzt wird. Die Übernahme des Hauptkunden durch die Talanx Holding kann noch nicht wirtschaftlich bewertet werden. Der vertragliche Mindestumsatz ist von der Übernahme nicht betroffen. Auch eine mögliche IT-Konsolidierung wird sich noch nicht gravierend im neuen Geschäftsjahr auswirken, weil die IT-Umstellung auch Anwendungsumstellungen bei dem Kunden bedeuten würde. Diese wären erst über einen längeren zeitlichen Horizont umsetzbar. Daneben bestehen mit der SBS gemeinsame Bestrebungen, die Talanx-Gruppe als weiteren Kunden mit unterschiedlichen Leistungspaketen zu gewinnen, sodass sich aus der Übernahme durch Talanx auch eine Chance auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit der SBI-IS ergeben könnte. Mit dem neuen Eigentümer wurden die ersten Sondierungsgespräche geführt, um eine eventuelle strategische Partnerschaft im IT-Sektor zu besprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind jedoch noch keine konkreten Aussagen über eventuell betroffene IT-Services bzw. über das Volumen der Vertragsbeziehungen möglich. Begründet durch die Zusammenarbeit hinsichtlich des Ausweichrechenzentrums für den Hauptkunden, besteht ein wirtschaftlicher Kontakt zu einem anderen potenziellen Kunden aus der Versicherungsbranche. Diese Gespräche werden weiter vorangetrieben. Durch den vorgenommenen Mitarbeiterabbau besteht das Risiko, dass es zu personellen Engpässen bei personalintensiven Leistungen und Projekten kommt. Dem Risiko, durch die Restrukturierungsmaßnahmen gerade die Leistungsträger zu verlieren, wurde durch eine sorgfältige Auswahl der freizustellenden Mitarbeiter begegnet. SBI-IS ist in das bestehende Regelwerk der SBS und der Siemens AG integriert, was zum einen über die Accounting Principles (SBS D AC) intensiviert wird und zum anderen die SBI-IS im Risk Review Board (RRB) der Region Deutschland integriert. Die weitere Optimierung der Prozesse durch die Überarbeitung der Organisation erfolgte im Mai 2006. Auch die Ausrichtung an ITIL-konforme Prozesse zeigt die Anstrengungen der SBI-IS zur steten Qualitätsverbesserung. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat unser Gesellschafter SBS ein mit Rangrücktritt behaftetes Darlehen in Höhe von TEUR 16.717 ausgereicht. Das Darlehen ist unverzinslich und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2006. Zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung ist auch künftig die finanzielle Unterstützung durch den Gesellschafter erforderlich.
Köln, 6. November 2006 SBI-IS lnsurance Services GmbH Die Geschäftsführung Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006(in Tausend Euro)
Bilanz zum 30. September 2006(in Tausend Euro)Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2006I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeines Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bedingt durch den rechtlich zum 1. April 2005 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 stattgefundenen Gesellschafterwechsel von der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln (GKA), bzw. der Gerling-Konzern Lebensversicherungs- Aktiengesellschaft, Köln (GKL), auf die Siemens Business Services GmbH & Co. OHG wurde die Gesellschaft auf das im Siemens-Konzern geltende Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 30. September umgestellt. Da es sich bei dem Geschäftsjahr 2005 um ein Rumpfgeschäftsjahr von neun Monaten handelt, ist die Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr entsprechend eingeschränkt. Gliederung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem im Siemens-Konzern verbindlichen Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden entsprechend angepasst, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz haben wir zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für Softwarelizenzen beträgt drei Jahre. Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Soweit steuerlich möglich, schreiben wir Sachanlagevermögen mit den zulässigen Höchstsätzen degressiv ab. Auf die lineare Abschreibungsmethode gehen wir über, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Die im Zuge des Eigentümerwechsels vom Gerling-Konzern zu Buchwerten übertragenen Sachanlagen werden weiterhin linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter schreiben wir im Zugangsjahr voll ab. Wir nehmen Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vor, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Umlaufvermögen Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Die Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Rückstellungen Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG mit einem Zinssatz von 6% auf der Grundlage der im Juli 2005 veröffentlichten neuen Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2005) ermittelt. Rückstellungen für Altersteilzeit- und Jubiläumsaufwendungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der Gutachten von BodeHewitt AG & Co. KG, München, ermittelt und bilanziert. Bei der Bewertung der Rückstellung für Alterteilzeitverpflichtungen werden nur Mitarbeiter berücksichtigt, die einen Altersteilzeitvertrag bis zum Bilanzstichtag unterzeichnet haben. In den Sonstigen Rückstellungen bilden wir für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Umsatzrealisation Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsätze des Geschäftsjahres 2006 in Höhe von TEUR 51.794 (i. Vj. TEUR 37.135) enthalten Umsatzerlöse an Fremde (Gerling-Konzern) in Höhe von TEUR 51.783 (i. Vj. TEUR 37.135) sowie an Verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR -) und betreffen überwiegend erbrachte Dienstleistungen. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum stammen ausschließlich aus vorgenommenen Vorsteuerberichtigungen nach § 15a UStG infolge der Ausgliederung der Gesellschaft aus dem Gerling-Konzern (TEUR 729, i. Vj. TEUR 245). (3) Materialaufwand
(4) Personalaufwand
Im Rumpfgeschäftsjahr 2005 wurden die Aufwendungen für Löhne und Gehälter durch Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 6.616 belastet. Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 243 (i. Vj. 261) Mitarbeiter beschäftigt. (5) Abschreibungen Im Zuge des Eigentümerwechsels wurde der Gesellschaft zum 31. Dezember 2004 das Sachanlagevermögen vom Gerling-Konzern zu Buchwerten übertragen. Das Anlagevermögen wird dabei weiterhin planmäßig linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. (6) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/ Zinsen und ähnliche Aufwendungen
III. Erläuterungen zur Bilanz (7) Anlagevermögen
(8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr. Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.622 (i. Vj. TEUR 8.883) betreffen das Cash-Management-Konto bei der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, Bereich SFS. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine Forderung aus Kapitalertragsteuer in Höhe von TEUR 12 sowie eine Forderung gegenüber einer Lebensversicherungsgesellschaft in Höhe von TEUR 5 aus Entgeltumwandlung. Aus debitorischen Kreditoren besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 10. (9) Wertpapiere Unter den Wertpapieren wurde im vergangenen Geschäftsjahr das im Namen der Gerling Gesellschaft für Informationsmanagement und Organisation mbH, Köln (jetzt SBS-IS), geführte Wertpapierdepot ausgewiesen. Die Fondsanteile dienten zur Absicherung von Altersteilzeit-Rückstellungen. Nach der Integration der SBI-IS in das Siemens ATZ-System im Geschäftsjahr 2005/2006 erfolgte die planmäßige Veräußerung der Anteile (i. Vj. TEUR 239). Der Buchgewinn aus der Veräußerung beträgt TEUR 8 und ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. (10) Eigenkapital Das Eigenkapital (Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) zum 30. September 2006 beträgt TEUR -6.380 (i. Vj. TEUR -8.902). Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die Gesellschafterin SBS OHG mit der SBS-IS Insurance Service GmbH am 1. April 2005 einen Darlehensvertrag mit qualifiziertem Rangrücktritt in Höhe von TEUR 16.717 abgeschlossen. Der Darlehensvertrag ist bis zum 31. Dezember 2006 befristet. (11) Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der übertariflichen Mitarbeiter, die Versorgungsansprüche der tariflichen Mitarbeiter sowie deren Anspruch auf Übergangszuschüsse. Als Konsequenz des Pensionsüberleitungsvertrages vom 24. März 2005 erfolgte der Ansatz der Pensions-Rückstellungen in 2005 erstmals direkt bei der Gesellschaft. Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 282 und bestehen für Steueraufwand des Kalenderjahres 2006 (Körperschaftsteuer TEUR 153, Gewerbesteuer TEUR 129). Die Sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 5.885 (i. Vj. TEUR 8.836). Enthalten sind im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Entlassungen in Höhe von TEUR 3.487 (i. Vj. TEUR 6 616), für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 1.301 (i. Vj. TEUR 1.338), für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von TEUR 398 (i. Vj. TEUR 388) sowie für Urlaubsrückstände in Höhe von TEUR 308 (i. Vj. TEUR 286). (12) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.927; i. Vj. TEUR 1.351) und die Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.284; i. Vj. TEUR 1.200) haben eine Restlaufzeit von maximal einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen (TEUR 16.986, i. Vj. TEUR 16.729) beinhalten zum einen ein gegenüber dem Gesellschafter SBS bestehendes unverzinsliches Darlehen i.H.v. TEUR 16.717, dessen Laufzeit am 31. Dezember 2006 endet. Weiterhin ist ein aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit dem Gesellschafter SBS resultierendes Verrechnungskonto i.H.v. TEUR 269 (i. Vj. TEUR 12) in den Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen enthalten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen im Hinblick auf Lohn und Gehalt. Für Abfindungen aus Entlassungen besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.170 (i. Vj. TEUR -). Ferner enthalten sind u.a. Verbindlichkeiten für zusätzliche Gehaltszahlungen (13./14. Gehalt) i.H.v. TEUR 563 (i. Vj. TEUR 593) und für noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. TEUR 331 (i. Vj. TEUR 207). (13) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 2.689; i. Vj. TEUR 2.688) beinhaltet Zahlungseingänge vom Hauptkunden Gerling für nach dem Bilanzstichtag zu erbringende Leistungen. IV. Sonstige Angaben (14) Geschäftsführung Mitglieder des Beirats
Der Beirat hat im Geschäftsjahr keine Vergütungen erhalten. Mitglieder der Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Verweis auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen -unabgezinst- aus langfristigen Mietverträgen für ein Ausweich-Rechenzentrum sowie für Software in Höhe von TEUR 5 382 sowie aus bestehenden Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 674. (16) Konzernzugehörigkeit Die SBS-IS Insurance Service GmbH, Köln, ist ein Tochterunternehmen der Siemens Business Services GmbH & Co. OHG, München. Der Abschluss unserer Gesellschaft wird in den befreienden US-GAAP Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin, und München, für das Geschäftsjahr 2006 einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Siemens AG, Berlin und München, für das Geschäftsjahr 2006 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und bei den Handelsregistern der Amtsgerichte Berlin-Charlottenburg und München hinterlegt. (17) Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 2.522 in voller Höhe mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Bilanzverlust in Höhe von TEUR -6.405 auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 6. November 2006 SBS-IS Insurance Service GmbH, Köln Fünger Sabel BestätigungsvermerkDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SBI-IS Insurance Services GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2005 bis 30. September 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" ausgeführt, dass zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung über den 31. Dezember 2006 hinaus die weitere finanzielle Unterstützung durch den Gesellschafter erforderlich ist."
Berlin, den 7. November 2006 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
de los Santos Marte, Wirtschaftsprüfer Marquordt, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDie Siemens IT Solutions and Services GmbH & Co. OHG, München, als alleinige Gesellschafterin der SBI-IS Insurance Services GmbH, Köln, beschließt unter Verzicht auf die Einhaltung aller Vorschriften über die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung auf schriftlichem Wege was folgt:
Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.
München, 25. Januar 2007 Siemens IT Solutions and Services GmbH & Co. OHG Jakob Heigl Andreas Ziegenhain |
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