Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 227 BS
Eingetragen
29.9.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenBeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Erwerb, Bebauung, Verwaltung und Veräußerung von Grundstücken; Errichtung und Veräußerung sowie Betrieb von Hotels, Gaststätten und sonstigen Geschäfts- und Wohnbauten. Durchführung aller Handelsgeschäfte, die mit den vorstehenden Gegenständen zusammenhängen und Tätigung aller Hilfs- und Nebengeschäfte. Erbringung sonstiger Dienstleistungen aller Art; Beteiligung an anderen Unternehmen der vorgenannten oder ähnlicher Art; sowie der Großhandel mit Hotel- und Gaststätteneinrichtungen, Getränken und Lebensmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Steinkopf
seit 16.3.2022
Prokura
Erik van Kessel
seit 18.9.2018
Geschäftsführer
Roland Elter
seit 3.5.2018
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

HIB Hotel- und Immobilien-Beteiligungsgesellschaft
Germany
682.250 €
3.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Maritim Hotelgesellschaft mbH

Timmendorfer Strand

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Bei der Maritim Hotelgesellschaft mbH handelt es sich um eine Gesellschaft, deren Anteile vollständig in Familienbesitz sind.

Kundenvertrauen ist der Kern jeder Marke, es schafft Loyalität und Empfehlungen, die zu anhaltendem Erfolg und Differenzierung im Wettbewerb führen. Somit ist das Kundenvertrauen ein wesentlicher Bestandteil für die Entwicklung einer Unternehmung. Vertrauen gewinnt man durch konsistente Qualität, Transparenz und exzellenten Service. Das Marktforschungsinstitut ServiceValue hat im Auftrag der WirtschaftsWoche im September 2023 ermittelt, welchen Marken Kunden am meisten vertrauen. Dabei wurde "Maritim Hotels" im Rahmen des Rankings "Deutschlands Kundenfavoriten 2023" in der Branche "Hotels - Premium" mit dem Titel "Höchste Empfehlung" ausgezeichnet (Quelle: WirtschaftsWoche).

Unter Maritim-Markennamen wurden 37 First-Class-Hotels mit einer Gesamtkapazität von 10.905 Zimmern im Geschäftsjahr 2023 geführt.

5 Hotels wurden als Managementbetriebe, 7 als Franchisebetriebe, 9 Hotels als Pachtbetriebe und 16 Hotels als Eigenbetriebe geführt. Ein Hotel, das die Maritim Hotelgesellschaft mbH als Pächter betreibt, steht im Eigentum einer Gesellschaft, an der die Maritim Hotelgesellschaft mbH wesentlich beteiligt ist. An drei Hotels bestehen Ankaufsrechte. Für das Maritim Hotel Mannheim wurde der Pachtvertrag frühzeitig zum 15.11.2023 von Maritim beendet.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Maritim Hotelgesellschaft mbH in den Pacht- und Eigenbetrieben sowie der Verwaltung in Deutschland 3.317 Mitarbeiter*innen, davon 556 Auszubildende.

Zur Gewährleistung der Corporate Identity und zur direkten Unterstützung des Marktauftrittes in Architektur und Innenarchitektur der Hotels dient das mit dem Unternehmen verbundene Architekturbüro Reinhardt und Sander GmbH. Das Büro übernimmt die wesentlichen Planungsaufgaben für Neubauten und im Rahmen von Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen.

Die Hotelgesellschaft ist wesentlich an der Maritim Golfpark Ostsee AG in Warnsdorf beteiligt. Der Golfplatz erhöht die Attraktivität der beiden in unmittelbarer Nähe gelegenen Maritim Hotels.

Die Maritim Hotel-Reisedienst GmbH organisiert, verkauft und vermittelt individuell zugeschnittene Reisen sowie Arrangements für alle Maritim Häuser weltweit als Pauschal- oder Bausteinreisen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Frau Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" am 15. Januar 2024 in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 zwar um 0,7 % zulegen, gegenüber 2022 ging es allerdings um 0,3% zurück.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 8,5 % mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Die teilweise hohen Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen spiegeln das im Jahresverlauf 2023 stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 % niedriger, während der nominale Umsatz um 8,8 % höher ausfiel.

Die in 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt positive Bilanz im Gastgewerbe ist hauptsächlich auf die vergleichsweisen hohen Zuwächse in der Beherbergung (real +4,5 % und nominal +10,8 %) zurückzuführen. Unter den Beherbergungsbetrieben erwirtschafteten die Hotels, Gasthöfe und Pensionen 2023 real 5,2 % mehr Umsatz als 2022. Trotz der seit 2021 fortschreitenden Erholung lag der Umsatz der Branche damit real aber noch 4,7 % unter dem Niveau von 2019.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe 487,2 Millionen Gästeübernachtungen. Das waren 8,1 % mehr als im Jahr 2022 und noch 1,7 % weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. In den Jahren 2020 und 2021 hatten die Übernachtungszahlen Corona-bedingt bei knapp über 300 Millionen und damit um mehr als ein Drittel niedriger als 2023 gelegen. Im Dezember 2023 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 9,2 % mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2022.

Gemäß der Aufstellung "Hotel Performance" der Firma "STR Global" lag die durchschnittliche Belegung in Deutschland im Jahr 2023 bei 64,8% (Vorjahr 58,1%). Die Zimmerdurchschnittsrate für das Jahr 2023 lag mit 114,50 € um 6,70 € über der Vorjahresrate (107,80 €). Entsprechend dieser Entwicklung stieg im Vergleich zum Vorjahr der RevPAR (Revenue per available room) um 11,56 € bzw. 18,46%.

2.2. Geschäftsverlauf sowie finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsparameter

2.2.1 Allgemein

Zur Steuerung des Unternehmens zieht die Geschäftsführung sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren heran. Im Hinblick auf das vergangene Geschäftsjahr 2023 haben die Leistungsparameter Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) sowie der Umsatzanstieg eine herausragende Bedeutung für die Steuerung des Unternehmens, weshalb genau diese im Folgenden auch dargestellt werden.

Die Zimmerdurchschnittsrate bei der Maritim Hotelgesellschaft mbH steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,61 € und liegt bei 119,98 €, die Zimmerbelegung 2023 stieg um 10,9% von 61,6% auf 68,3%. In der Konsequenz steigerte sich der RevPAR um 12,73 € von 69,18 € auf 81,90 € (+18,4 %), womit die Erwartungen des Vorjahres deutlich übertroffen wurden.

Bei Bereinigung des aktuellen Jahres um Hotelveränderungen gegenüber dem Vorjahr stieg die Zimmerdurchschnittsrate "Like for Like" (vergleichbare Basis zum Vorjahr) um 7,67 € auf 120,04 €. Die Zimmerbelegung stieg von 61,6 % auf 68,4 %. In der Konsequenz steigerte sich der RevPAR um 12,95 € von 69,18 € auf 82,13 € (+18,7%).

Der unbereinigte Umsatzanstieg aus den Hotelbetrieben der Maritim Hotelgesellschaft mbH betrug 65,8 Mio. € (+22,5%), so dass im Berichtsjahr ein Umsatz in Höhe von 358,6 Mio. € erzielt werden konnte (Vorjahr: 292,8 Mio. €). Der Logisumsatz stieg um 36,8 Mio. € (+19,6%), der F&B-Umsatz stieg um 26,2 Mio. € (+28,6%), der sonstige Umsatz steigerte sich um 2,0 Mio. € (+17,9 %), und die Mieten und sonstigen Erträge stiegen um 0,8 Mio. € (+31,8%).

Bereinigt stieg der Umsatz aus den Hotelbetrieben der Maritim Hotelgesellschaft mbH "Like for Like" um 57,4 Mio. € (+19,6%) und lag damit deutlich über den Erwartungen für das Berichtsjahr. Der Logisumsatz stieg um 33,4 Mio. € (+17,8%), der F&B-Umsatz stieg um 22,5 Mio. € (+24,6 %), der sonstige Umsatz stieg um 2,0 Mio. € (+17,7 %), und die Mieten und sonstigen Erträge reduzierten sich um -0,5 Mio. € (-17,6%).

Konnten aufgrund einer konservativen Planung insbesondere die Erwartungen des ersten Quartals überschritten werden, so führten vor allem die durchgängig guten Belegungszahlen über das Gesamtjahr zu den erfreulichen Umsatzsteigerungen.

Wie weiter oben bereits erwähnt, konnte im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr mit 200.611 zusätzlichen Übernachtungen die Belegung mit 6,7%-Punkten auf 68,3% deutlich gesteigert werden. In nahezu allen Marktsegmenten wurden Zuwächse erzielt, wobei die Schwerpunkte in den Segmenten Meeting/Convention und Leisure Individual lagen.

Im Bereich Meeting/Convention kamen im Vergleich zum Vorjahr vor allem zwei Sondersachverhalte zum Tragen. Ohne Corona-Einschränkungen konnte das erste Quartal 2023 von der vollständigen Nutzbarkeit der Veranstaltungskapazitäten im Vergleich zum Vorjahr profitieren. Des Weiteren konnten durch die Eröffnung des Maritim Hotel und Congress Centrum Ingolstadt zusätzliche Übernachtungen im Bereich Meeting/Convention generiert werden.

Das Segment Leisure Individual beinhaltet alle Internet-Online-Buchungen und folgte naturgemäß dem erhöhten Buchungsaufkommen im Berichtsjahr 2023.

Letzten Endes konnten in den Hotelbetriebsstätten gegenüber dem Jahr 2022 sowohl beim Umsatz mit 358,6 Mio. € (Vorjahr: 292,8 Mio. €; +22,5%) als auch beim GOP (Gross Operating Profit) mit 120,8 Mio. € deutliche Anstiege verzeichnet werden (Vorjahr: 93,2 Mio. €; +29,6%).

Der RGI (RevPAR Index im Vergleich zu unseren Mitbewerbern) stieg im Vergleich zu 2019 "Like for Like" von 93% auf 97% (Quelle: Fairmas RGI Report). Dieser großartige Erfolg wurde durch ein verbessertes Revenue Management erzielt.

Insgesamt konnte gegenüber dem Vorjahr das operative Ergebnis (+19,6%) stark zulegen. Sowohl die Personalkosten als auch Sachkosten stiegen trotz hoher Inflation und deutlichen Tariflohnsteigerungen moderat. Vor allem die wieder reduzierte Energiekostenquote (2023: 6,6%; Vorjahr: 8,3%) trug zu dem hohen Betriebsergebnis bei - einerseits durch besser als erwartete Einkaufsbedingungen und andererseits durch Einsparungen im Verbrauch.

In vielen Hotels wurde auf LED-Beleuchtung umgestellt. In sechs Hotels wurden die Blockkraftheizwerke optimiert. Bei Investitionen und Erneuerungsreparaturen wurde darüber hinaus intensiv auf die Energieeffizienz geachtet. Insgesamt stieg die operative Marge (GOP) im Berichtsjahr von 31,8% im Vorjahr auf 33,7%.

Eines unserer Kernziele in 2023 war es, die Qualität von unseren Produkten und Dienstleistungen zu verbessern. Der Trustyou Index, der alle Kommentare im Internet von Maritim Gästen zusammenfasst und bewertet, stieg von 79,50 auf 82,42. Ein Erfolg, der hauptsächlich durch mehr und besser trainiertes Personal zustande kam (Quelle: Trustyou Bericht).

Die größte Herausforderung des Jahres, wie auch schon in 2022, war ohne Zweifel der Personalmangel. Eine geringe Fluktuation der Mitarbeitenden sowie eine Positionierung als guter Arbeitgeber sind elementare Voraussetzungen für den Erfolg. Nach dem Führungskräfteprogramm "EPIC" wurde das Programm "STAR" weitergeführt. Ziel ist es, die Mitarbeitenden stärker an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig die Serviceleistung für unsere Gäste zu verbessern. In 2023 haben wir insgesamt wieder über 1.000 Mitarbeitende in Präsenz und online geschult.

Durch erhöhte Bemühungen im Recruiting, Social Media Bereich sowie beim "Employer Branding" konnten schließlich fast 400 neue Mitarbeiter*innen eingestellt werden, was letzten Endes auch einen positiven Einfluss auf die Gäste- und Mitarbeiterzufriedenheit hatte.

Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden stand ohnehin auch 2023 sehr im Fokus. Die interne Kommunikation hat sich seit der Einführung unserer Mitarbeiter-App (MAP) deutlich verbessert. Die Maritim Academy hat ihre materiellen und personellen Ressourcen aufgestockt und dadurch die Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden verbessert. Dies führte dazu, dass die allgemeine Zufriedenheit von 81,0 auf 83,7 gestiegen ist (Quelle: Netigate Bericht). Auch unsere Weiterempfehlungsrate als Arbeitgeber auf "Kununu", dem wichtigsten Arbeitgeber-Bewertungsportal, stieg von 76% auf 91% (Quelle: Kununu.de Website).

Darüber hinaus ist das Thema Nachhaltigkeit weiter strategisch vorangetrieben und in 2023 eine eigene Fachabteilung dafür gegründet worden. Unsere primären Bemühungen in 2023 konzentrierten sich hauptsächlich auf die Reduzierung des Energieverbrauchs.

Mit Blick auf die Berichtspflicht im Rahmen der ESG-Kriterien werden wir neben Umwelt- und Energiethemen auch verstärkt die Bereiche "Social" und "Governance" in den Fokus rücken. Die Maritim Hotelgesellschaft mbH verfolgt schon lange und auch ohne gesetzliche Vorgaben das Ziel, im Rahmen von personellen Entscheidungen eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Belegschaft herbeizuführen. Ungeachtet dessen werden Personalentscheidungen im Wesentlichen unter Berücksichtigung der persönlichen Qualifikationen von Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen getroffen.

Besteht die Auswahl zwischen mehreren gleichqualifizierten Kandidaten, wird die Maritim Hotelgesellschaft mbH das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe aller Geschlechter, insbesondere in Führungspositionen, berücksichtigen. Vielfalt wird bei Maritim seit langem groß geschrieben. Aktuell stammen die Mitarbeitenden aus 103 Nationen. Unterschiedliche Kulturen, Erfahrungen und Perspektiven ermöglichen es uns, innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir schaffen eine internationale Arbeitsumgebung, die von Offenheit, Respekt und Zusammenarbeit geprägt ist.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)

Der Aufsichtsrat der Maritim Hotel GmbH hat am 26. August 2022 als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat erneut beschlossen, dass die zu dem Zeitpunkt gegebene Frauenquote von 1/3 der Mitglieder - jeweils bezogen auf die Vertreter der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite - nicht unterschritten werden soll.

Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat als Zielgröße bis zum 30. Juni 2027 festgelegt, diesen langfristig auf 1/3 zu erhöhen. Im vorherigen Bezugszeitraum wurde die Zielgröße nicht erreicht, da die fachlichen Qualifikationen nicht gefunden wurden.

In den beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung liegt der Frauenanteil aktuell und in der Vorperiode bei über 30%. Die Geschäftsführung der Maritim Hotel GmbH ist bestrebt, diesen Anteil weiter beizubehalten und bei Neueinstellungen unter Bewerber*innen gleicher Qualifikationen die Quote des unterrepräsentierten Geschlechts unter Berücksichtigung von unternehmens- und aufgabenspezifischen Besonderheiten weiter zu erhöhen.

2.2.2 Finanzwirtschaftliche Lage

Obwohl aufgrund der erlebten, Corona-bedingten Einschränkungen zu Beginn von 2022 bei der Budgeterstellung für 2023 ein verhaltener Jahresstart unterstellt worden war, wurde aufgrund der sehr positiven Entwicklung der Gesellschaft und der guten Finanzlage der Gesellschaft bereits für Ende Februar 2023 eine Sondertilgung der Corona-bedingten KfW-Darlehen in Höhe von 6,0 Mio. € eingeplant. Da schließlich die planbessere Geschäftsentwicklung nach dem ersten Quartal dazu führte, dass die Erwartungen für das Gesamtjahr 2023 deutlich angehoben wurden, konnte entschieden werden, die Ablösung der noch vorhandenen KfW-Mittel vorzunehmen. Die vollständige Ablösung in Höhe von 16,8 Mio. € beinhaltete ebenso eine geplante Rate zu dem Tilgungszeitpunkt 30.06.2023 in Höhe von 1,3 Mio.€.

Neben den außerplanmäßigen Sondertilgungen führte der auch in den Folgequartalen über den Erwartungen liegende Geschäftsverlauf dazu, dass bis Jahresultimo 2023 alle wesentlichen Leistungskennzahlen und damit auch die Liquiditätsentwicklung der Maritim Hotelgesellschaft mbH signifikant über Plan lagen.

Zurückblickend haben alle während der Unsicherheit der Corona-Einschränkungen getroffenen Maßnahmen und die sich selbst bei solchen extremen externen Schocks als robust erwiesene strategische Grundausrichtung der Gesellschaft zu einer deutlich über den Erwartungen liegenden positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beigetragen, so dass die Gesellschaft deutlich früher als geplant alle Corona-bedingten Kredite zurückzahlen sowie Bürgschaften beenden konnte und mit Abschluss des Geschäftsjahres alle Corona-bedingten Implikationen für die Gesellschaft abgeschlossen werden können.

2.2.3 Entwicklungen im Bereich Marketing, Vertrieb, Distribution

Die kommerziellen Aktivitäten lagen 2023 schwerpunktmäßig in den Geschäftsbereichen Individualreisegeschäfte, bevorzugt im Direktvertrieb über die eigenen Kanäle von Maritim, und den Gruppensegmenten inkl. Tagungen und Veranstaltungen.

Dabei wurden insbesondere weitere Preissteigerungen, um Verteuerungen von Waren, Lieferungen & Leistungen sowie Personal auszugleichen, gegenüber den Kunden in allen Segmenten erfolgreich durchgesetzt. Gleichzeitig konnte auch das Übernachtungsvolumen in den bevorzugten Segmenten gesteigert und die Verteilung der Segmentanteile profitabler gestaltet werden.

Im Endverbrauchermarkt konnten weitere Ergebnisverbesserungen erreicht werden. Neben deutlichen Zuwächsen von Mitgliedern und Buchungsvolumen beim Kundenprogramm "MyMaritim" schlugen auch ein verbessertes Onlinemarketing in allen Disziplinen und ein automatisiertes Direktmarketing positiv zu Buche. Im Ergebnis nahmen die Umsätze über den Direktvertrieb deutlich zu und die Maritim Webseite war erneut der zweitstärkste elektronische Buchungskanal. Während gemäß dem "SHR Group Hotel Industry Report 2023" der Anteil verkaufter Zimmernächte im Direktvertrieb in 2023 um 3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, verzeichnete Maritim entgegen diesem Trend einen erfreulichen Anstieg von 2,31%-Punkten.

Auch in 2023 wurden diverse Erweiterungen und Aktualisierungen im Bereich Online Distribution und Systeme, wie z.B. der Ausbau der Schnittstelleneffizienz, auf den Weg gebracht. Aktualisierungen der Webseitensysteme (Backend) konnten im Herbst erfolgreich abgeschlossen werden und liefern weitere Funktionalitäten sowie verbesserte Nutzungserfahrung für den Webseitenbesucher, wie z.B. Geschwindigkeiten. Die Anzahl der Disziplinen im Bereich Onlinemarketing wurden erweitert und ermöglichen die weitere Erschließung von neuen Point of Sales.

Die zweite Jahreshälfte stand im Fokus der Vorbereitung zur Ablösung des PMS (Property Management System). Es wurde entschieden, einen Wechsel auf eine cloudbasierte Lösung für PMS in Kombination mit einer ebenfalls cloudbasierten Anwendung für das Event- und Tagungsmanagement vorzunehmen. Hiermit erfolgt der nächste Digitalisierungsschritt, der weitreichende Potenziale für zukünftige Handlungsfelder freigibt. Neben den Voraussetzungen für die nahtlose "digitale Customer Journey" werden Automatisierungen von operativen und administrativen Prozessen sowie Einbindung von KI-Anwendungen ermöglicht.

2.2.4 Ausländische Gäste und Aktivitäten im Ausland

Im Verlauf des Berichtsjahres haben sich Potenziale, z.B. durch Zunahme der Branchenevents, insbesondere in den USA erhöht. Neben den europäischen Nachbarstaaten konnten wieder vermehrt Bedarfe aus Großbritannien und Asien bearbeitet werden.

Insbesondere die bevorstehende Eröffnung des Maritim Hotel in Amsterdam trifft auf sehr hohes Interesse in der Zielgruppe.

Die Maritim Hotelgesellschaft wird bei der Expansion im Ausland durch die HMS Hotel Management Services International GmbH (HMS) unterstützt, die ausschließlich Hotels unter dem Markennamen Maritim akquiriert und als Maritim-Hotels betreibt. Dies erfolgt wie bisher auf der Basis von Management- und Franchiseverträgen. Der Beitrag der Maritim Hotelgesellschaft mbH besteht derzeit in der Vergabe der Lizenzrechte an dem Namen sowie in der Unterstützung der HMS in operativen und nicht-operativen Geschäftsbereichen.

Im Berichtsjahr 2023 wurde der Geschäftsverlauf der HMS weiterhin durch den Ausbruch des Ukraine Krieges im Februar 2022 beeinflusst. Bis heute führte die kriegerische Auseinandersetzung zu erheblichen Preissteigerungen überwiegend im Energie-, Lebensmittel-, Personal- und Flugsektor.

Die Covid-19 Restriktionen wurden in China schließlich im Laufe das Jahres 2023 aufgehoben und haben somit auch in Asien wieder ein normales Reiseverhalten zugelassen.

Im Folgenden einige Anmerkungen zu zwei Regionen, in denen sich Veränderungen zum Vorjahr ergeben haben:

Das 4 * Maritim Hotel Amelia wurde erstmals ab 2023 operativ unter der Marke MARITIM vermarktet und vertrieben. Die Führung und der Eigentümer sind dieselben wie vom 5 * Maritim Hotel Paradise Blue Albena, für welches in 2022 der Franchisevertag unterzeichnet worden war, so dass damit in der bulgarischen Region Albena zwei Franchisehotels unter der Marke MARITIM agieren.

Für das Maritim Hotel Hefei in China wäre 2023 das dritte volle Geschäftsjahr unter dem Management der HMS gewesen. Nachdem im Jahr 2021, unter erschwerten Corona-Bedingungen, ein positives Ergebnis erreicht werden konnte, wurde die HMS Anfang des Berichtsjahres darüber informiert, dass die Eigentümer den Markennamen MARITIM nicht mehr nutzen wollen. Dieses führte dazu, dass im April 2022 die gegenseitigen Geschäftsbeziehungen zum Erliegen kamen und ein Schiedsverfahren seitens der HMS eröffnet wurde. Das Ergebnis des Schiedsverfahrens ist Anfang 2024 verkündet worden, so dass an die HMS Entschädigungsleistungen zu bezahlen waren.

Das Maritim Hotel & Conference Center Taicang befand sich Anfang 2023 noch in der Pre-Opening Phase. Die geplante Eröffnung im Januar 2023 musste aufgrund von baulichen Verzögerungen auf Mai verschoben werden.

Im Berichtsjahr wurden seitens der HMS weitere Gespräche mit potenziellen Partnern für Hotelprojekte in Albanien, China, Spanien, Türkei, Tunesien und den Malediven geführt.

2.3. Lage

Es ist die strategische Ausrichtung der Geschäftsführung, mittelfristig

das Profil der Marke Maritim im In- und Ausland durch die Besetzung neuer Standorte weiter zu schärfen bzw. zu verstärken und

Bestandshotels durch Renovierungs- und andere Optimierungsmaßnahmen weiterzuentwickeln.

2.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 76.141 T€ (25,3%). Die durchschnittlichen Personalaufwendungen pro Mitarbeiter betrugen 33,6 T€ p.a. nach 32,4 T€ p.a. im Vorjahr (bereinigt um Sondereinflüsse). Insgesamt stiegen damit im Berichtsjahr die Personalaufwendungen um rd. 18,0%. Die Aufwendungen für Waren erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6.500 T€ (32,2%). Gestiegene operative Kosten führten zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr.

Das operative Hotelergebnis 2023 (GOP) verbesserte sich trotz der gestiegenen Kosten aufgrund der erhöhten Umsatzerlöse um 27.571 T€.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.029 T€ (Vorjahr: 7.065 T€) enthalten.

Die Zinsaufwendungen verminderten sich um 668 T€ auf 3.258 T€. Der Ertragssteueraufwand beträgt in 2023 13.747 T€ nach 5.987 T€ im Vorjahr.

Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss aus in Höhe von 26,1 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €).

2.3.2. Finanzlage

Grundsätzliches Ziel des Finanzmanagements ist es, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in voller Höhe nachzukommen, die Zinskonditionen zu optimieren und die Zahlungsflüsse unter den verschiedenen Hotel-Betriebstätten zu koordinieren.

Kapitalflussrechnung

2023
T€
2022
T€
2021
T€
Cash Flow * 32.715 17.652 -3.674
Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit 10.163 64.495 13.134
Mittelzu-/abfluss aus der Investitionstätigkeit -12.942 -10.498 11.476
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -31.903 -19.169 -2.434
Veränderungen des Finanzmittelfonds -34.682 34.828 22.176
+ Finanzmittelbestand am Anfang 98.615 63.787 41.611
= Finanzmittelbestand am Ende 63.933 98.615 63.787

* Cash Flow = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge + Veränderung der langfristigen Rückstellungen

Der Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 10,1 Mio. € und verminderte sich trotz eines verbesserten Cash Flows im Wesentlichen aufgrund des Zahlungseingangs der aktivierten Corona-Hilfen im Vorjahr.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen auf die planmäßige Zuführung zu Mieterdarlehen zurückzuführen.

Die planmäßigen Tilgungen und Sondertilgungen führten zu einem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 31.903 T€.

Dem Finanzmittelbestand in Höhe von 63.933 T€ stehen 462 T€ (Vorjahr: 316 T€) kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten bei Banken gegenüber.

2023 wurden durch die Maritim Hotelgesellschaft mbH insgesamt 30,6 Mio. € in die Anschaffung, Instandhaltung und Produktverbesserung der Hotels investiert.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Maritim Hotel GmbH belief sich zum 31.12.2023 auf 359.773 T€ und liegt damit um 12.439 T€ unter der zum Jahresende 2022. Die Verminderung der Bilanzsumme ist insbesondere auf geringere flüssige Mittel zurückzuführen, die im Wesentlichen für planmäßige Tilgungen und Sondertilgungen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwandt wurden.

Das Eigenkapital der Maritim Hotelgesellschaft mbH entwickelte sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
2021
T€
Stammkapital 20.475 20.475 20.475
Rücklagen 36.207 36.207 36.207
Gewinnvortrag 107.599 96.436 86.838
Jahresüberschuss 26.100 11.163 9.598
rechtliches Eigenkapital 190.381 164.281 153.118
Passive latente Steuern 20.888 22.519 23.302
EK-anteil der Zuschüsse AV 577 577 577
wirtschaftliches Eigenkapital 211.846 187.377 176.997

Der Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 58,9% und ist damit gegenüber dem Vorjahr (50,3%) wiederum deutlich gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf 49,6 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der im Eigentum der Gesellschaft stehenden Hotels. In 2023 wurde ein Renovierungs-Darlehen in Höhe von 2,0 Mio. € abgerufen. Die langfristigen Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um 29.694 T€ getilgt.

3. Prognose-, Risiko-, Chancenbericht

3.1. Prognosebericht

Die konjunkturellen Prognosen der Wirtschaftsinstitute unterliegen weiterhin den Auswirkungen des Ukrainekrieges, dem Gazakonflikt und den Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen auf Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer. Große Reedereien meiden die wichtige Handelsroute deswegen zunehmend. Die Krise im Roten Meer kann sich u.a. auch auf Lieferfristen und damit auf Preisentwicklungen auswirken.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von durchschnittlich +3,1%. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Trends liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren. Für 2024 stellt der Währungsfonds für Deutschland jedoch nur ein Wirtschaftswachstum von +0,5% in Aussicht, wohingegen für 2025 wieder eine Beschleunigung auf +1,6% vorausgesagt wird.

Ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres sprechen wesentliche Faktoren für eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im laufenden Jahr. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Februar 2024 bei +2,5 Prozent. Der Arbeitsmarkt ist bemerkenswert robust. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte zuletzt mit über 45,7 Millionen Personen einen Höchststand. Die derzeit hohen nominalen Lohnzuwächse führen in Kombination mit nachlassender Inflation - nach den starken Verlusten 2022/23 - wieder zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft. Dies dürfte auch die Binnennachfrage stärken. Die Bundesregierung geht deshalb trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen für das Jahr 2024 von einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von +0,2% aus. 2025 soll gemäß der Projektion die Wirtschaft mit einem Wachstum um +1,0% wieder auf einen Wachstumspfad einschwenken.

Nicht zuletzt die geopolitischen Unsicherheiten machen eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung der Maritim Hotelgesellschaft mbH für das Jahr 2024 nahezu unmöglich. Trotz allem rechnen wir ohne weitere Ausdehnung von politischen Konflikten - z.B. China versus Taiwan - mit einer Fortsetzung der Stabilisierung. Für die bedeutendsten Leistungsparameter wird für das Folgejahr eine moderate Steigerung in allen Bereichen erwartet (Belegung, durchschnittlicher Zimmerpreis, RevPAR und Umsatzerlöse).

Grundsätzlich sieht sich die Maritim Hotelgesellschaft mbH auch aufgrund des bereinigten Hotelportfolios gut aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen und Ziele.

3.2. Risikobericht

Das Risiko-Management-System der Gesellschaft ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung und entspricht den Erfordernissen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG).

3.2.1 Wirtschaftliche Risiken

Das Geschäftsjahr 2024 der Maritim Hotelgesellschaft mbH ist in den ersten beiden Monaten positiver gestartet als erwartet. In den wesentlichen Kennzahlen konnten die Erwartungen übertroffen werden, so dass das Periodenergebnis per Ende Februar mit - € 2,9 Mio. € etwa 4,0 Mio. € über dem Planungsansatz lag.

Naturgemäß sind die weiteren Entwicklungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie andere geopolitischen Unsicherheiten seriös kaum prognostizierbar. Sollten sich die Krisenherde ausweiten, so können solche Unwägbarkeiten in keiner Planung abgebildet werden.

Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum 2024 in Deutschland wurden darüber hinaus mehrmals nach unten korrigiert. Das könnte einen negativen Effekt auf den Konsum, das Reiseverhalten und damit auf die Umsatzentwicklung in der Hotellerie haben. Generell waren die letzten Lohnentwicklungen bei den meisten Branchenabschlüssen sehr stark steigend. Auch die Inflation ist noch immer überdurchschnittlich hoch. Die Chancen auf Zinssenkung wurden von der EZB in letzter Zeit auch eher verhalten kommentiert. Diese Entwicklungen könnten die Wirtschaft weiter bremsen.

Solange keine globale Eskalation von Kriegen sowie sonstiger Krisenherde eintritt, sieht die Geschäftsführung den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.

3.2.2 Operative Risiken

Aufgrund der schwächeren Marktlage besteht das Risiko, dass die Kosten schneller als die Durchschnittsraten der Hotelübernachtungen steigen. Die Folgen wären geringere Margen und ein geringerer Cash Flow aus dem operativen Geschäft.

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Lage weiterhin angespannt, und der Fachkräftemangel setzt sich fort. Sollte nicht ausreichend Personal für die Gesellschaft rekrutiert und gehalten werden können, könnte das negative Effekte auf die Gästezufriedenheit und letzten Endes auf den Umsatz haben.

Die Eröffnung des Neubauprojektes Maritim Hotel Amsterdam könnte sich auf Grund von Bauzeitverschiebungen verzögern und/ oder aufgrund von Unvorhergesehenem kostenseitig ungeplant verteuern. Beide Risiken würden bei Eintritt das vorgesehene Budget negativ beeinflussen.

3.2.3. Personelle Risiken

Personalrisiken wie Fluktuation, Krankenstand bzw. Know-how-Verlust, Demotivation, unzureichende Qualifikation und Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte versucht die Maritim Hotelgesellschaft mbH mit modernen Personalinstrumenten (z.B. EPIC Leadership, Da Vinci Bewerbersoftware, MBO Bonussystem für Hoteldirektoren, Akademie, 13. Monatsgehalt, etc.) zu begegnen.

Nie war es wichtiger, die Mitarbeitenden zu halten und Maritim als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt gut zu positionieren. Nach dem Führungskräfteprogramm "EPIC" wurde das Programm "STAR" gestartet. Ziel ist es, die Mitarbeitenden stärker an das Unternehmen zu binden und gleichzeitig die Serviceleistung an unseren Gästen zu verbessern.

3.2.4 Finanzielle Risiken

Obwohl die Gesellschaft über ein Alleinstellungsmerkmal im Tagungs- und Kongressgeschäft verfügt, sind zur Aufrechterhaltung des Standards und der Wettbewerbsposition in den Hotel-Objekten entsprechende Investitionen mit entsprechender Kapitalbindung erforderlich. Diese sind geplant und bzgl. Finanzierung auch sichergestellt.

Risiken aus Veränderungen des Zinsniveaus sind in gewisser Weise vorhanden, können aber durch derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) überwiegend kompensiert bzw. relativiert werden. Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein Factoring-Verfahren mit einem Kreditinstitut vermindert.

3.3. Chancenbericht

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich sowohl Marktchancen als auch interne Optimierungsmöglichkeiten durch die fortlaufende Digitalisierung.

3.3.1. Wirtschaftliche Chancen

Der kontinuierliche Ausbau der Funktionalitäten innerhalb der Distributionssysteme, insbesondere der Webseitenfähigkeiten, wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Direktvertriebs aus.

Die Digitalisierung des Event- und Tagungsmanagements führt zu einer Verbesserung der Realisierungsquote, reduziert die Vertriebskosten und erlaubt eine verbesserte Steuerung von Verfügbarkeiten.

Die Steigerung der Effizienz und Expertise im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Technik- und Versorgungsbereich wird eine Reduzierung des Energie-, Wasser- und Gasverbrauchs zur Folge haben.

Neben der frühzeitigen Fixierung von Energiemengen und -preisen für das Geschäftsjahr 2024 konnten zwischenzeitlich die im Betrieb befindlichen Blockheizkraftwerke überholt werden. Durch optimale Wartung und Einbindung der technischen Gerätschaften entstehen weitere Optimierungspotenziale auf der Energieseite.

Laut "Meeting- & Event Barometer Deutschland 2023/2024" wächst der deutsche Veranstaltungsmarkt stabil weiter und zeigt den Trend zu größeren Veranstaltungen bei Business Events. Neben einem gleichbleibenden soliden nationalen Markt zieht das internationale Geschäft an, so die Studie des EITW (Europäisches Institut für Tagungswirtschaft GmbH), die auf Initiative des GCB (German Convention Bureau e.V.), des EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.) und der DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.) erstellt wurde. Diese Prognosen lassen die Maritim Hotelgesellschaft mbH, als einer der bedeutendsten Anbieter im deutschen Tagungsmarkt, zuversichtlich in die Zukunft schauen.

3.3.2. Operative Chancen

Die Aktualisierung der Hotel Management Systeme mit neuen und zukunftsfähigen Lösungen bringt Prozessoptimierungen, wirkt ressourcenschonend, erhöht die Servicequalität und erlaubt weiterführende, digitale Geschäftsprozesse im Hotel.

Durch die Hoteleröffnung in Amsterdam und die gesamte Auslandstätigkeit wird sich die Bekanntheit der Marke Maritim steigern und damit der Anteil der (in der Regel gut zahlenden) ausländischen Gäste in den Maritim Hotels weiter erhöhen.

3.3.3. Personelle Chancen

Die Bindung der Mitarbeiter*innen in einem inhabergeführten Familienunternehmen wie der Maritim Hotelgesellschaft mbH ist traditionell hoch. Das bietet die Chance, dem voraussichtlich weiter zunehmenden Fachkräftemangel positiv entgegenzuwirken.

Die grundsätzlich positive Entwicklung sowohl bei Personalstand als auch Auslastung der Hotels zeigt deutlich, dass auch nach der Corona Pandemie die Marke Maritim im In- und Ausland weiterhin großes Vertrauen genießt und für höchste Servicequalität, herzliche Gastfreundschaft und Verlässlichkeit steht. Sowohl Mitarbeitende als auch Gäste haben sich die Freude an der Hotellerie nicht nehmen lassen. Damit wird deutlich, wie wichtig unsere Branche generell für das soziale Miteinander ist - sowohl im privaten als auch im Business-Bereich - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

3.3.4. Finanzielle Chancen

Die Gesellschaft war mehr als zwei Jahre durch die weltweite Corona Pandemie mit einer noch niemals dagewesenen Marktsituation konfrontiert. Das Geschäftsjahr 2023 war nach dieser schwierigen Zeit das erste Jahr ohne pandemische Einschränkungen und hat sehr gut verdeutlicht, wie erfolgreich Maritim im Hotelmarkt aufgestellt ist.

Die Maritim Hotelgesellschaft mbH verfügt über umfangreiches Immobilienvermögen im In- und Ausland. Dies eröffnet die Möglichkeit der Realisierung von Reserven im Rahmen von Finanzierungsmodellen oder die steueroptimierte Umschichtung des Vermögens in liquiditätsnahe Vermögenswerte.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet derivative Finanzinstrumente (Swaps) zur Zinssicherung. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht.

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 85.541,30 99.362,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154.883.706,03 159.108.055,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.948.728,45 4.289.514,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 884.239,86 33.393,59
161.716.674,34 163.430.962,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.051.280,70 6.349.506,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 61.704.578,79 52.217.093,33
3. sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 7.550,00 7.550,00
67.763.409,49 58.574.149,81
459.045.708,96 444.109.586,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. zum Verkauf bestimmte Grundstücke mit unfertigen Bauten 4.487.921,55 9.399.724,53
2. Waren 1.969.367,43 1.681.705,21
3. Erhaltene Anzahlungen 0,00 -7.586.350,00
6.457.288,98 3.495.079,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.187.133,04 10.504.044,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.976.217,61 25.538.012,47
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676.298,19 4.664.146,01
4. sonstige Vermögensgegenstände 6.241.795,74 6.487.158,31
59.081.444,58 47.193.361,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 63.933.334,67 98.614.883,29
195.010.801,79 199.991.766,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 734.823,44 803.777,54
359.772.516,80 372.211.576,69

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.475.000,00 20.475.000,00
II. Kapitalrücklage 3.267.070,70 3.267.070,70
III. Andere Gewinnrücklagen 32.940.190,52 32.940.190,52
IV. Bilanzgewinn 133.698.914,31 107.599.074,12
190.381.175,53 164.281.335,34
B. Zuschüsse zum Anlagevermögen 836.110,00 836.110,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.416.667,00 1.443.740,00
2. Steuerrückstellungen 12.164.730,76 10.958.775,00
3. sonstige Rückstellungen 17.514.774,60 27.178.975,39
31.096.172,36 39.581.490,39
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.626.487,24 77.173.592,17
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.999.327,96 7.008.741,44
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.836.940,77 16.903.956,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.729.327,42 33.962.540,41
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.710.491,94 7.171.483,05
(davon aus Steuern € 1.511.482,12; Vorjahr € 1.750.698,98)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 70.739,05; Vorjahr € 48.901,19)
113.902.575,33 142.220.313,65
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.668.526,81 2.773.289,31
F. Passive latente Steuern 20.887.956,77 22.519.038,00
359.772.516,80 372.211.576,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 377.082.939,07 300.942.138,33
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit unfertigen Bauten -4.911.802,98 4.241.239,32
3. sonstige betriebliche Erträge 16.994.102,47 14.104.773,09
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 120.366,33; Vorjahr € 20.864,14)
389.165.238,56 319.288.150,74
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Waren 26.693.409,01 20.192.635,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.519.576,95 7.216.413,52
33.212.985,96 27.409.048,89
355.952.252,60 291.879.101,85
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 92.158.974,72 79.379.062,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 19.433.225,67 16.461.987,33
(davon für Altersversorgung € 0,00; Vorjahr € 9.166,18)
111.592.200,39 95.841.050,18
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.539.270,33 7.527.286,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 191.176.561,36 166.011.381,79
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 12.010,01; Vorjahr € 19.602,67)
311.308.032,08 269.379.718,76
44.644.220,52 22.499.383,09
8. Erträge aus Beteiligungen 749.136,32 874.916,94
(davon aus verbundenen Unternehmen € 749.136,32; Vorjahr € 874.916,94)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.227.946,66 356.105,28
(davon aus verbundenen Unternehmen € 308.842,57; Vorjahr € 225.030,18)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.257.749,21 3.925.989,75
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 25.174,00; Vorjahr € 26.403,00)
(davon an verbundene Unternehmen € 1.132.563,22; Vorjahr € 1.278.853,59)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.746.568,06 5.986.699,80
(davon aus der Veränderung latenter Steuern€ -1.631.081,23; Vorjahr € -782.985,00)
12. Ergebnis nach Steuern 29.616.986,23 13.817.715,76
13. Sonstige Steuern 3.517.146,04 2.654.358,32
14. Jahresüberschuss 26.099.840,19 11.163.357,44
15. Gewinnvortrag 107.599.074,12 96.435.716,68
16. Bilanzgewinn 133.698.914,31 107.599.074,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Maritim Hotelgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Timmendorfer Strand. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 227 BS eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff, 264 ff HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden stetig ausgeübt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ansatz und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Im Berichtsjahr wurden teilweise Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen in ihre wesentlichen Komponenten zerlegt, um die auf diese Komponenten entfallenden abweichenden Periodenabschreibungen zu ermitteln. Dieses Vorgehen führt zu einer verursachungsgerechteren Periodisierung des Abschreibungsaufwands und somit zu einem verbesserten Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Investitionszuschüsse werden passivisch als "Zuschüsse zum Anlagevermögen" ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen im Sachanlagevermögen erfolgen linear entsprechend der aufgrund steuerlicher Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von unter € 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Der Bestand an Waren wird zu Anschaffungskosten, die den Durchschnittspreisen oder den letzten Einstandswerten entsprechen, bewertet.

Die Bewertung der zum Verkauf bestimmten Grundstücke mit unfertigen Bauten erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Zugrundelegung der Grundstückserwerbskosten oder der Kosten für den Erwerb von Erbbaurechten, der Baukostenabrechnungen sowie der Baunebenkosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt und offen von den Vorräten abgesetzt ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung vorgenommen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind zeitanteilig abgegrenzt.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck berechnet. Diese wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Bewertung liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,82% p.a. (Vorjahr: 1,78%), ein Rententrend von 1,50% p.a. sowie ein Gehalts- und Fluktuationstrend in Höhe von 0,00% zugrunde.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem Unterschiedsbetrag der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 17. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Steuer- und sonstige Rückstellungen

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Einzahlungen für künftige Zeiträume sind zeitanteilig abgegrenzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 19.318 (Vorjahr: T€ 19.824) enthalten.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 4.676 (Vorjahr: T€ 4.664) enthalten.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind T€ 1.902 (Vorjahr: T€ 2.448) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr:

2023
2022
Sonstige Vermögensgegenstände 50.188,80 24.528,80

Bankguthaben mit dem vertraglichen Höchstbetrag von € 1,8 Mio. zum Bilanzstichtag sind als Revitalisierungsrücklage an den Verpächter des Maritim Hotels Stuttgart verpfändet. Der Betrag kann zur Durchführung von Renovierungen verwendet werden.

Ein ehemaliges Mieterdarlehen für Renovierungen des Maritim Hotel Köln wurde an die Gesellschaft ausgezahlt und wird nun als Bankguthaben ausgewiesen. Der Betrag in Höhe von € 1,5 Mio. ist an den Verpächter des Maritim Hotels Köln verpfändet.

Bankguthaben im Betrag von € 1,8 Mio. zum Bilanzstichtag sind als Revitalisierungsrücklage an den Verpächter des Maritim Hotels Düsseldorf verpfändet. Der Betrag kann zur Durchführung von Renovierungen verwendet werden.

Weiterhin ist vom Bestand der Bankguthaben der Gesellschaft ein Teilbetrag von € 13,5 Mio. als Sicherheit für einen Kontokorrentkredit eines Schwesterunternehmens verpfändet. Die Kontokorrentkredite wurden in voller Höhe im Folgejahr getilgt und die Bürgschaft ist damit erloschen.

3. Eigenkapital

Der im Bilanzgewinn einbezogene Gewinnvortrag beträgt T€ 107.599 (Vorjahr: T€ 96.436).

4. Zuschüsse zum Anlagevermögen

Der Posten enthält passivisch abgegrenzte Zuschüsse zum Anlagevermögen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgte linear und korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände.

5. Rückstellungen

Die Steuer-Rückstellungen betreffen die laufende Körperschaft- und Gewerbesteuer des Jahres und für Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen rückständige Urlaubs- und Ausgangstage, Energiekosten, ausstehende Pachtzahlungen sowie weitere ausstehende Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

Gesamt Restlaufzeit
31.12.2023
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.626.487,24 6.362.253,24 31.963.790,49 11.300.443,51
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.999.327,96 8.999.327,96
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.836.940,77 19.319.205,66 517.735,11
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 29.729.327,42 5.082.814,76 18.350.436,92 6.296.075,74
Sonstige Verbindlichkeiten 5.710.491,94 4.695.630,97 826.101,01 188.759,96
113.902.575,33 44.459.232,59 51.658.063,53 17.785.279,21

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten im Vorjahr:

Gesamt Restlaufzeit
31.12.2022
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.173.592,17 17.348.924,97 43.114.241,95 16.710.425,25
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.008.741,44 7.008.741,44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.903.956,58 16.421.108,19 482.848,39
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 33.962.540,41 5.413.222,69 17.438.487,35 11.110.830,37
Sonstige Verbindlichkeiten 7.171.483,05 6.043.468,15 1.040.584,82 87.430,08
142.220.313,65 52.235.465,44 62.076.162,51 27.908.685,70

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 39.762 (Vorjahr: T€ 43.086) durch Grundschulden gesichert. Darüber hinaus hatte die Maritim die ihr zustehenden gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche an den Markenrechten im In- und Ausland als Sicherheit für einen Konsortialkredit in Höhe von insgesamt T€ 44.900 an die Banken abgetreten. Diese Abtretung wurde vorzeitig zum 30.11.2023 beendet und alle damit verbundenen Rechte an die Gesellschaft zurückgegeben.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind T€ 1.279 (Vorjahr: T€ 1.402) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

7. Latente Steuern

Der unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 31%.

31.12.2022
Anp . Vorjahre
Veränderung
31.12.2023
Latente Steuern beruhen auf folgenden Differenzen:
Unterschiedliche Bewertung des Sachanlagenvermögens -71.392.286,69 499.964,76 4.249.584,29 -66.642.737,64
Veränderung § 6b - Rücklage -3.366.297,96 -3.366.297,96
Übrige Differenzen (ohne Verlustvorträge) 2.116.525,32 433.961,58 78.043,00 2.628.529,90
-72.642.059,33 933.926,34 4.327.627,29 -67.380.505,70

8. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von variablen Zinsen langfristiger Darlehen (Grundgeschäft) wurden derivative Finanzinstrumente (Swaps), mit einer Laufzeit bis maximal 2031, vereinbart. Der Nominalwert zum 31.12.2023 der zinsbezogenen Swaps insgesamt beträgt T€ 39.183. Die abgesicherten Zinsrisiken belaufen sich dem Umfang nach auf 100% und sichern die bestehenden Zinsrisiken vollständig ab (Mikro-Hedging, Einfrierungsmethode). Es liegen gemäß den gesetzlichen Voraussetzungen jeweils Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB vor.

9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 470.000,00 470.000,00
Haftungsverhältnis aus Bestellung von Sicherheiten 13.500.000,00 13.500.000,00

Die Gesellschaft hat sich für Darlehen der Tochtergesellschaft, der Maritim Golfpark Ostsee AG, gegenüber dem Darlehensgeber verbürgt in Höhe von T€ 470 (Vorjahr T€ 470). Risiken aus der Inanspruchnahme der Bürgschaft sind nicht erkennbar, da die Maritim Golfpark Ostsee AG bisher alle Darlehensrückzahlungen begleichen konnte.

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen für Grundstücke und Gebäude bestehen in Höhe von rd. € 54,7 Mio. für 2024; die durchschnittlichen Verpflichtungen bis 2029 betragen € 46,8 Mio. pro Jahr. Die durchschnittliche Restlaufzeit der zugrunde liegenden Verträge beträgt 6,8 Jahre.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen zu Einzahlungen in Mieterdarlehen in Höhe von T€ 9.723 für 2024; die durchschnittlichen Verpflichtungen bis 2029 betragen T€ 7.805 pro Jahr. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verträge beträgt 5,0 Jahre. Die Mieterdarlehen werden nach Beendigung der Mietverträge an die Gesellschaft zurückgezahlt oder im Rahmen eines Ankaufs verrechnet.

Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Erbbauzinsen in Höhe von T€ 349 für 2024 sowie in Höhe von T€ 349 durchschnittlich bis 2029. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verträge beträgt 39,2 Jahre.

Leasing- und Mietverpflichtungen für bewegliche Wirtschaftsgüter bestehen für 2024 in Höhe von rd. € 2,6 Mio. Für die Folgejahre wird mit Leasing- und Mietverpflichtungen in einer ähnlichen Größenordnung gerechnet.

Weiterhin sind € 13,5 Mio. als Sicherheit für einen Kontokorrentkredit eines Schwesterunternehmens verpfändet. Risiken aus der Inanspruchnahme der Bürgschaft sind nicht erkennbar, da der Kontokorrentkredit in voller Höhe im Folgejahr getilgt wurde und die Bürgschaft damit erloschen ist.

10. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, soweit dies für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist nach § 285 Nr. 3 HGB

Betrifft Art Zweck Risiken/Vorteile
1) Gebäudeleasingvertrag, Aufwand 2023: T€ 6.304 Leasinggeschäft, Zweckgesellschaft Finanzierung Ankaufsrecht nach Ablauf des 25. Mietjahres (31.12.2026) zum Restbuchwert zzgl. T€ 10
2) Pachtvertrag, Aufwand 2023: T€ 5.323 Leasinggeschäft, Zweckgesellschaft Finanzierung Ankaufsrecht an den Gesellschaftsanteilen bis zum 30.11.2049 zu einem Preis entsprechend dem Nennwert der Kapitalanteile; Ankaufsrecht am Grundstück zum 30.11.2039 zu einem Preis entsprechend dem zu diesem Zeitpunkt angesammelten Mieterdarlehen, mindestens aber zum steuerlichen Restbuchwert
3) Gebäudeleasingvertrag, Aufwand 2023: T€ 3.047 Leasinggeschäft, Zweckgesellschaft Finanzierung Andienungsrecht des Leasinggebers zum 30.09.2026 zu einem Preis von 42.455 T€

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

1. Angabe zur Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Erlöse aus Hotel- und ähnlichen Leistungen 359.576 294.181
Erlöse aus Managementleistungen 2.476 1.789
Erlöse aus Miete/Pachten 2.283 1.181
Erlöse aus Bauleistungen 11.575 2.646
Sonstige Erlöse 1.173 1.145
377.083 300.942

Sämtliche Umsätze wurden im Inland getätigt.

2. Aperiodische Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 9.029 enthalten.

3. Steuerliche Überleitungsrechnung

2023
T€
2022
T€
Köperschaftsteueraufwand 6.579,7 2.844,8
Handelsbilanzergebnis 26.099,8 11.163,4
Steuerliche Anpassungen nach § 60 Abs. 2 EStDV 3.817,6 1.879,0
Hinzurechnungen/Kürzungen 13.947,5 5.922,6
Gesamtbetrag der Einkünfte 43.864,9 18.965,0
Darauf Körperschaftsteuer 15% 6.579,7 2.844,8
Gewerbesteueraufwand 7.694,5 3.768,5
Gesamtbetrag der Einkünfte 43.865,0 18.965,0
Hinzurechnungen/Kürzungen 6.557,9 6.016,8
Gewerbeertrag 50.422,9 24.981,8
Gewerbesteuermessbetrag 1.764,8 874,4
Gewerbesteueraufwand (Hebesatz 436%, Vj . 431%) 7.694,5 3.768,5

VI. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

2023 2022
Beschäftigte, w 1.428 1.237
Beschäftigte, m 1.333 1.169
Auszubildende, w 308 274
Auszubildende, m 248 233
3.317 2.913

2. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Bereich Operations, Arbeitsdirektor:

Herr Erik van Kessel, Potsdam

Bereiche Finanzen, Rechnungswesen und Controlling:

Herr Martin Friedrich, Ratingen

Bereiche Verkauf und Marketing:

Herr Roland Elter, Frankfurt/M.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in entsprechender Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Frau Dr. Monika Gommolla, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Maritim Hotelgesellschaft mbH, Alleingeschäftsführerin der Finanz-, Bau- und Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen;

Herr Mohammad Banna, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Maritim Hotelgesellschaft mbH, Königswinter, seit 20.09.2023;

Herr Thomas Klein, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Maritim Hotelgesellschaft mbH, Hürth, bis 20.09.2023;

Frau Brigitte Ammon, leitende Hausdame und Betriebsratsvorsitzende Maritim Hotel Bellevue Kiel, Kiel, bis 20.09.2023;

Frau Christel Brandt, Alleingeschäftsführerin der HIB Hotel- und Immobilien-Beteiligungsgesellschaft mbH, Detmold;

Herr Hans-Walter Brandt, Unternehmensberater, Hannover;

Herr Hendrik Förster, Unternehmensberater, Wien;

Herr Dirk Himmelmann, Geschäftsführer NGG Lübeck, Lübeck;

Frau Ulrike Kribben, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin, Köln;

Herr Udo Luerssen, Berater, Bad Homburg;

Herr Philip Müller-Gerbes, Chief Steward und Betriebsratsvorsitzender Maritim Hotel Düsseldorf, Willich, seit 20.09.2023;

Herr Oliver Risse, Hoteldirektor Maritim Hotel Bremen, Wunstorf, seit 26.10.2023;

Herr Hans Rudolf Schaden, Regionaldirektor der Maritim Hotelgesellschaft mbH mit Sitz im Maritim Hotel Köln, Landkern, bis 30.06.2023;

Frau Claudia Tiedge, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Wrestedt;

Herr Arnd Unger, Handwerker und Betriebsratsvorsitzender Maritim proArte Hotel Berlin, Ahrensfelde.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr T€ 115,6.

3. Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für die Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr beträgt T€ 167,8. Das Honorar für sonstige Leistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt T€ 860,4.

4. Angabe der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB

Grundsätzlich werden alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen zu marktüblichen Bedingungen ausgeführt:

Art des Geschäfts Art der Beziehung Erbringen von Dienstleistungen
T€
Bezug von Dienstleistungen
T€
Rückzahlung von Darlehen
T€
Dauerschuldverhältnisse früherer Jahre
T€
Verbundene Unternehmen 407 4.021
Tochterunternehmen 1.288 2.862 1.370
Schwesterunternehmen 297 222

5. Anteilsbesitz zum 31.12.2023 (§ 285 Nr.11 HGB)

Anteilsquote
in %
Eigenkapital Jahresüberschuss
Euro Hotel Immobilien-Beratungs- und Betriebsgesellschaft mbH, Herford 100,00 19.165,00 -420,20
GBB Garagenbetriebs- und Beratungsgesellschaft mbH, Ratekau 97,60 -2.570.474,03 -1.579,35
Maritim (Mauritius) Ltd., Port Luis, Mauritius (Umrechnungskurs: 0,02059 MUR/€) 77,14 MUR 473.556.721,00 95.547.481,00
Maritim Golfpark Ostsee AG, Warnsdorf 89,21 109.897,84 -62.484,08
MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover KG, Düsseldorf 99,80 0,00 3.293,86
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Maritim Stuttgart KG, Grünwald 100,00 10.225,84 17.230,19
APTEMUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Maritim Düsseldorf KG, Düsseldorf 99,90 0,00 2.067,92
Maritim Hotel Königswinter Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen 100,00 87.386,34 6.333,36
ZESTOS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Bad Salzuflen 100,00 33.297,50 114,54
ZESTOS Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Salzuflen 100,00 -7.702.106,19 2.216.250,52
11. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG 20,28 -11.501.315,98 1.449.887,26
Maritim Hotel Netherlands B. V. 100,00 -2.220.280,00 -1.123.889,00

Zum 30.09.2023 ist die Maritim Hotel Königswinter Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH aus der Maritim Hotel Königswinter GmbH & Co. KG ausgetreten. Somit hat die Maritim Hotel GmbH als einzige verbliebene Gesellschafterin sämtliches Vermögen der Maritim Hotel Königswinter GmbH & Co. KG im Wege der Anwachsung zum 01.10.2023 zu Buchwerten übernommen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 02.10.2023.

6. Beziehungen zu Mutterunternehmen

Die Finanz-, Bau- und Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Salzuflen, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB i. V. m. § 264a HGB auf, in den der Jahresabschluss der Maritim Hotelgesellschaft mbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekannt gemacht werden. Die Maritim Hotelgesellschaft mbH ist somit gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Maritim Hotelgesellschaft mbH bildet den kleinsten Konsolidierungskreis.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 133.698.914,31 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

gez. Roland Elter

gez. Martin Friedrich

gez. Erik van Kessel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugang KWI Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.129.169,72 0,00 58.473,70 0,00 191.345,31 1.996.298,11
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 324.971.388,03 21.829.791,44 241.949,00 0,00 358.775,11 346.684.353,36
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.534.043,16 0,00 4.006.886,97 3.199,20 1.310.983,55 57.233.145,78
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.393,59 0,00 884.239,86 -3.199,20 30.194,39 884.239,86
379.538.824,78 21.829.791,44 5.133.075,83 0,00 1.699.953,05 404.801.739,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.985.930,78 0,00 0,00 0,00 295.725,78 9.690.205,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 53.586.847,97 0,00 9.487.485,46 0,00 0,00 63.074.333,43
Beteiligungen 9.970,19 0,00 0,00 0,00 0,00 9.970,19
Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 7.550,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.550,00
63.590.298,94 0,00 9.487.485,46 0,00 295.725,78 72.782.058,62
445.258.293,44 21.829.791,44 14.679.034,99 0,00 2.187.024,14 479.580.095,73
Abschreibungen
01.01.2023
Zugang KWI Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.029.807,72 0,00 72.088,08 191.138,99 1.910.756,81
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 165.863.333,03 20.127.004,90 6.157.921,16 347.611,76 191.800.647,33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.244.529,16 0,00 2.309.261,09 1.266.872,92 51.286.917,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
216.107.862,19 20.127.004,90 8.467.182,25 1.614.484,68 243.087.564,66
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.636.424,30 0,00 0,00 0,00 3.636.424,30
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.369.754,64 0,00 0,00 0,00 1.369.754,64
Beteiligungen 9.970,19 0,00 0,00 0,00 9.970,19
Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.016.149,13 0,00 0,00 0,00 5.016.149,13
223.153.819,04 20.127.004,90 8.539.270,33 1.805.623,67 250.014.470,60
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 85.541,30 99.362,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154.883.706,03 159.108.055,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.946.228,45 4.289.514,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 884.239,86 33.393,59
161.714.174,34 163.430.962,59
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.053.780,70 6.349.506,48
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 61.704.578,79 52.217.093,33
Beteiligungen 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 7.550,00 7.550,00
67.765.909,49 58.574.149,81
229.565.625,13 222.104.474,40

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Maritim Hotelgesellschaft mbH, Timmendorfer Strand

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Maritim Hotelgesellschaft mbH, Timmendorfer Strand, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maritim Hotelgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 29. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Malte Diekmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Henrik Brinkmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 informierte sich der Aufsichtsrat insbesondere in den Sitzungen am 17. März 2023 und 25. August 2023 durch mündliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage der Gesellschaft, die Geschäftspolitik und die Entwicklung des Unternehmens. Die Aufsichtsratsvorsitzende und die weiteren Mitglieder des Investitions- und Finanzausschusses standen in ständigem Kontakt zu den Mitgliedern der Geschäftsführung. Sie wurden laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Geschäftsentwicklung unterrichtet. Sitzungen des Investitions- und Finanzausschusses fanden im Geschäftsjahr 2023 am 28. Februar 2023, 29. Juni 2023, 03. August 2023 und 13. Dezember 2023 statt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Maritim Hotelgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2023 sind - gemäß Beauftragung des Aufsichtsrates - durch die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Investitions- und Finanzausschuss des Aufsichtsrates hat die Abschlussunterlagen in seiner Sitzung am 06.08.2024 im Beisein des Wirtschaftsprüfers eingehend erörtert und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben diese Unterlagen - den Abschluss, den Lagebericht und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers - ebenfalls geprüft und in der Sitzung am 30.08.2024 beraten.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 30.08.2024 hat der Aufsichtsrat beschlossen: "Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und des Lageberichtes 2023 der Maritim Hotelgesellschaft mbH durch den Abschlussprüfer findet die Zustimmung des Aufsichtsrates.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwände zu erheben.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss des Jahres 2023 wird gebilligt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses."

 

Bad Salzuflen, 02.09.2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Monika Gommolla, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 31.08.2024 festgestellt.

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